Title:
Verfahren und Vorrichtung zur Silikonisierung der Innenfläche von Hohlkörpern
Kind Code:
A1


Abstract:

Es wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Silikonisierung der Innenfläche (14) von Hohlkörpern (10) beschrieben, die mindestens eine Öffnung (12) aufweisen, wobei die Innenfläche (14) mittels einer Sprühdüse (30) mit einem Sprühnebel (32) eines Silikonfluids besprüht wird. Das Verfahren sieht vor, dass die Hohlkörper nacheinander aufrecht stehend unter die Sprühdüse (30) transportiert und mit ihrer nach oben weisenden Öffnung (12) unter der Sprühdüse (30) zentriert positioniert werden. Die Innenfläche des jeweiligen Hohlkörpers (10) wird mittels der Sprühdüse (30) von oben in einem Sprühvorgang mit einem Sprühnebel (32) eines Silikonfluids besprüht. Die silikonisierten Hohlkörper (10) werden jeweils nach dem Sprühvorgang aufrecht stehend von der Sprühdüse (30) abtransportiert.




Inventors:
Stritt, Dominik (79108, Freiburg, DE)
Krämer, Christian (79588, Efringen-Kirchen, DE)
Hetze, Philipp (79424, Auggen, DE)
Wetzel, Tobias (79294, Sölden, DE)
Just, Mario (79423, Heitersheim, DE)
Application Number:
DE102016200223A
Publication Date:
07/13/2017
Filing Date:
01/12/2016
Assignee:
SCHOTT AG, 55122 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE69914725T2N/A2004-12-02
DE19741824C2N/A2002-05-29
DE10036832C1N/A2001-12-13
DE10000505C1N/A2001-04-19



Foreign References:
EP05114021997-09-10
EP06753151998-10-21
Other References:
REUTER, B. ; PETERSEN, C. : Die Silikonisierung von Spritzen. In: TechnoPharm, Bd. 2, 2012, Nr. 4, S. 238-244
Attorney, Agent or Firm:
Mehler Achler Patentanwälte Partnerschaft mbB, 65185, Wiesbaden, DE
Claims:
1. Verfahren zur Silikonisierung der Innenfläche (14) von Hohlkörpern (10), die mindestens eine Öffnung (12) aufweisen,
wobei die Innenfläche (14) mittels einer Sprühdüse (30) mit einem Silikonfluid besprüht wird,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte,
a) die Hohlkörper (10) werden nacheinander aufrecht stehend unter die Sprühdüse (30) transportiert und mit ihrer nach oben weisenden Öffnung (12) unter der Sprühdüse (30) zentriert positioniert,
b) die Innenfläche (14) des jeweiligen Hohlkörpers (10) wird von oben mittels der Sprühdüse (30) in einem Sprühvorgang mit einem Sprühnebel (32) eines Silikonfluids besprüht und
c) die silikonisierten Hohlkörper (10) werden jeweils nach dem Sprühvorgang aufrecht stehend aus dem Bereich der Sprühdüse (30) abtransportiert.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt b) ein Sprühnebel (32) aus einem Gas und einem Silikonfluid verwendet wird.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Silikonfluid eine Silikonemulsion aus Wasser und Silikonöl verwendet wird.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Sprühdüse (30) ein permanenter Gasstrom (34) ausströmt und dass jeweils im Verfahrensschritt b) das Silikonfluid zur Erzeugung des Sprühnebels (32) dem Gasstrom (34) zudosiert wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkörper (10) jeweils nach Beendigung des Verfahrensschrittes b) in der nachfolgenden Sprühpause vor dem aus der Sprühdüse (30) ausströmenden Gasstrom abgeschirmt werden.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Hohlkörper (10) Glas- oder Kunststoffhohlkörper silikonisiert werden.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Hohlkörper (10) Fläschchen, Vials, Karpulen, Spritzenkörper oder Vartridges silikonisiert werden.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Verfahrensschritt a) der jeweils zu besprühende Hohlkörper (10) aus einer Gruppe (16) von Hohlkörpern (10) vereinzelt wird.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verfahrensschritt c) die silikonisierten Hohlkörper (10) einer Wärmebehandlung unterzogen werden.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass der Sprühvorgang gemäß Verfahrensschritt b) mittels einer die Sprühdüse (30) aufweisenden Sprüheinrichtung (28) durchgeführt wird, und
dass vor jeder Inbetriebnahme der Sprüheinrichtung (28) die Sprühvorrichtung (28) einem Spülvorgang unterzogen wird.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülvorgang automatisch durchgeführt wird.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülvorgang in Anwesenheit eines Hohlkörpers (10) in der Sprühstation (20) durchgeführt wird, und dass der Hohlkörper (10) nach dem Spülvorgang verworfen wird.

13. Beschichtungsvorrichtung (1) zur Silikonisierung der Innenfläche (14) von Hohlkörpern (10), die mindestens eine Öffnung (12) aufweisen, mit einer Transporteinrichtung (2) zum Transportieren der Hohlkörper (10) und mit einer Sprühstation (20), dadurch gekennzeichnet,
dass die Transporteinrichtung (2) ein Fördermittel (3) aufweist, auf dem die Hohlkörper (10) aufrecht stehend in die Sprühstation (20) und aus der Sprühstation (20) transportierbar sind,
dass die Sprühstation (20) mindestens eine Sprüheinrichtung (28) mit einer Sprühdüse (30) und eine Positioniereinrichtung (22) aufweist,
wobei die Sprühdüse (30) nach unten in Richtung des Fördermittels (3) ausgerichtet und zur Abgabe eines Sprühnebels (32) eines Silikonfluids ausgebildet ist und
wobei die Positioniereinrichtung (22) Mittel (23) für die zur Sprühdüse (30) zentrischen Positionierung des zu silikonisierenden Hohlkörpers (10) aufweist.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sprühstation (20) ein Abschirmelement (24) angeordnet ist, das in den Sprühpausen unter die Sprühdüse (30) verfahrbar ist.

15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (24) ein nach oben offenes U-förmiges Profil aufweist.

16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (23) der Positioniereinrichtung (22) mindestens zwei senkrecht zur Transportrichtung des Förderbandes (3) verschiebbare Positionierbacken (23a) umfassen.

17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühdüse (30) eine Innendüse (37) und eine Außendüse (42) aufweist und dass zwischen der Innendüse (37) und der Außendüse (42) eine Mischkammer (44) angeordnet ist.

18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser D3 der Außendüse (42) größer ist als der Durchmesser D2 der Innendüse (37).

19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sprühstation (20) eine Hohlkörpererkennungseinrichtung (70) angeordnet ist.

20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sprühstation (20) eine Sprühnebelerkennungseinrichtung (74) angeordnet ist.

21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Sprühstation (20) eine Vereinzelungsstation (6) angeordnet ist.

22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühdüse (30) einen Fluidkanal (38) aufweist, der an eine Fluidzuführleitung (60) angeschlossen ist, wobei mindestens die Fluidzuführleitung (60) einen Innendurchmesser D1 mit 0,8 ≤ D1 ≤ 2 mm aufweist.

23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser D1 0,8 ≤ D1 ≤ 1,2 mm beträgt.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Silikonisierung der Innenfläche von Hohlkörpern, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft ferner eine Beschichtungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 13.

Mit einer Innensilikonisierung versehene hohlzylindrische Körper sind seit vielen Jahren bekannt und werden z. B. als Behälter für pharmazeutische Primärpackmittel verwendet. Diese Behälter bestehen in der Regel aus einem länglichen Hohlkörper, der zumindest über einen Teil seiner axialen Länge zylindrisch ausgebildet, und in diesem zylindrischen Bereich mit einer Silikon-Gleitschicht versehen ist.

Bei diesen Pharmapackmitteln ist es notwendig, dass der in den Hohlraum eingebrachte elastomere Verschluss, z. B. ein Kolbenstopfen, geschmeidig an der Innenwandung des Hohl-Körpers gleitet. Typische Beispiele sind Spritzenzylinder für vorfüllbare Spritzen, Spritzenkörper von Zylinderampullen und Karpulen, Kolbenbüretten, die in der chemischen Analytik Verwendung finden, Fläschchen und Vials.

Um diesem Problem gerecht zu werden, wird typischerweise auf die Innenwandung des Hohlkörpers eine dünne Silikon-Gleitschicht aufgebracht. Dadurch ist es beispielsweise bei Spritzen möglich, dass der elastomere Kolbenstopfen beim Herunterdrücken durch die Kolbenstange mit geringen Kräften über die Zylinderwand gleitet. Dies ist notwendig, um es dem Arzt zu ermöglichen, eine langsame und genaue Dosierung des Medikamentes auszuführen. Die Beschichtung von Vials dient üblicherweise dazu, der Glasoberfläche hydrophobe Eigenschaften zu verschaffen, die wiederrum das Ablaufverhalten und die Restentleerbarkeit signifikant gegenüber unbeschichteten Vials verbessern.

Üblicherweise wird die Silikonisierung der Hohlkörper in Überkopfstellung durchgeführt, wie dies beispielsweise in der DE 100 00 505 C1, DE 100 368 32 C1 und der DE 197 418 24 C1 beschrieben wird. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass die zu silikonisierenden Hohlkörper vor dem Sprühvorgang gewendet und in eine Überkopfstellung gebracht werden müssen. Dieser Zusatzschritt ist technisch aufwändig und zeitintensiv. Den bekannten Systemen zur Innensilikonisierung mangelt es entweder an der notwendigen Geschwindigkeit oder an der erforderlichen Präzision hinsichtlich der Positionierung der gewendeten Hohlkörper, so dass die Gefahr besteht, dass das Silikonfluid, z. B. nicht in das zu beschichtende Fläschchen sondern auf die Mündung gesprüht wird. Auch Beschädigungen der Hohlkörper beim Wendevorgang oder beim Einführen der Düse in den Hohlkörper können nicht ausgeschlossen werden.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen, mit dem schnell und zuverlässig eine Innensilikonisierung von Hohlkörpern durchgeführt werden kann. Es ist auch Aufgabe der Erfindung, eine entsprechende Beschichtungsvorrichtung anzugeben.

Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Beschichtungsvorrichtung ist Gegenstand des Anspruchs 13.

Das Verfahren ist durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet:

  • a) die Hohlkörper werden nacheinander aufrecht stehend unter die Sprühdüse transportiert und mit ihrer nach oben weisenden Öffnung unter der Sprühdüse zentriert positioniert,
  • b) die Innenfläche des jeweiligen Hohlkörpers wird von oben mittels der Sprühdüse in einem Sprühvorgang mit einem Sprühnebel des Silikonfluids besprüht und
  • c) die silikonisierten Hohlkörper werden jeweils nach dem Sprühvorgang aufrecht stehend aus dem Bereich der Sprühdüse abtransportiert.

Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass die Hohlkörper ohne vorherigen Wendevorgang zur Sprühstation transportiert und dort silikonisiert werden können, wodurch der Durchsatz an Hohlkörpern in der Beschichtungsvorrichtung deutlich gesteigert werden konnte. Ein silikonisierter Hohlkörper ist ein mit dem Silikonfluid beschichteter Hohlkörper.

Hohlkörper, wie z. B. Vials werden permanent in dem sichersten Zustand transportiert, nämlich auf ihrem Boden stehend. Beschädigungen der Vials werden dadurch weitgehend vermieden. Der Bereich der Sprühdüse bezeichnet die Position des Hohlkörpers unter der Sprühdüse, in der die Silikonisierung, d. h. der Sprühvorgang, durchgeführt wird.

Der Sprühnebel besteht vorzugsweise aus einer Gas-Fluid-Dispersion, wobei das Fluid, wie z.B. eine Silikonemulsion, in einem Gasstrom dispergiert wird. Als Trägermedium der Dispersion wird vorzugsweise gefilterte Luft verwendet. Der von oben in den Hohlkörper eingeleitete Sprühnebel hat den Vorteil, dass er den gesamten Innenraum des Hohlköpers gleichmäßig ausfüllt, so dass z.B. bei Fläschchen nicht nur die Seitenwand sondern auch der Boden und der Hals des Fläschchens problemlos beschichtet werden können. Diese Silikonisierung der gesamten Innenfläche ist ein Vorteil gegenüber der herkömmlichen Überkopf-Verfahren, mit denen die Beschichtung vom Boden und Flaschenhals nicht oder nur unzureichend möglich ist.

Die Beschichtungsmenge pro Hohlkörper, der ein Innenvolumen von 1 bis 100 ml aufweist, beträgt vorzugsweise 1–20 µl, insbesondere 1–15 µl des Silikonfluids, besonders bevorzugt 3–8 µl des Silikonfluids. Für kleine Hohlkörper mit einem Innenvolumen von 1–10 ml beträgt die Beschichtungsmenge vorzugsweise 3–6 µl.

Die Öffnung, in die der Sprühnebel eingeleitet wird, ist bei Fläschchen die Einfüllöffnung. Bei Hohlkörpern, wie z.B. Karpulen, die zwei Öffnungen aufweisen, wird vorzugsweise diejenige Öffnung zum Einleiten des Sprühnebels gewählt, die den kleineren Durchmesser aufweist. Die Karpule steht mit dem Ende auf der Transporteinrichtung, das die größere Öffnung aufweist. Da die größere Öffnung in der Regel mit einem größeren Außendurchmesser der Karpule einhergeht, ist die erforderliche Standsicherheit der Karpule gesichert. Da der Sprühnebel durch die größere Öffnung auf das Transportband gelangen kann, kann z.B. eine Bandreinigungseinrichtung zur permanenten Reinigung des Transportbandes vorgesehen sein.

Die Positionierung der Öffnung der Hohlkörper unter der Sprühdüse bedeutet, dass die Sprühdüse nicht in den Hohlkörper eintaucht, sondern in einem Abstand A über der Öffnung angeordnet ist. Es hat sich gezeigt, dass die Einhaltung eines Abstandes A zu einem sehr guten Beschichtungsergebnis hinsichtlich der Homogenität der Beschichtung führt. Außerdem wird eine vollständige Beschichtung, z. B. auch im Flaschenhals von Fläschchen, sichergestellt.

Vorzugsweise liegt der Abstand A zwischen der Ebene der Öffnung des Hohlkörpers und der Spitze der Sprühdüse im Bereich von 0 mm < A ≤ 5 mm bevorzugt im Bereich von 2 mm ≤ A ≤ 3 mm.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für ein gutes Beschichtungsergebnis ist die zentrierte Positionierung der Hohlkörper. Die Längsachsen von Sprühdüse und Hohlkörper verlaufen vorzugsweise parallel zueinander und fallen vorzugsweise zusammen. Bei einem Öffnungsdurchmesser des Hohlkörpers von 6 mm bis 16 mm, vorzugsweise 7,5 bis 13 mm, sollte der Zentrierfehler, d.h. der Achsenversatz nur maximal 2 mm, vorzugsweise max. 1 mm betragen. Unter der zentrierten Positionierung wird eine Positionierung mit einem maximalen Zentrierfehler von 2 mm, vorzugsweise max. 1 mm verstanden.

Vorzugsweise wird ein Sprühnebel aus einem Gas, besonders bevorzugt Luft, insbesondere gefilterte Luft, und einem Silikonfluid verwendet.

Vorzugsweise wird als Silikonfluid eine Silikonemulsion aus Wasser und Silikonöl verwendet. Vorzugsweise beträgt der Anteil des Silikonöls 1–3 Vol.-% und der des Wassers 97 Vol.-% bis 99 Vol.-%.

Vorzugsweise strömt aus der Sprühdüse ein permanenter Gasstrom, wobei jeweils im Verfahrensschritt b das Silikonfluid zur Erzeugung des Sprühnebels dem Gasstrom zudosiert wird. Die Zudosierung ist auf den Sprühvorgang beschränkt, so dass kein Silikonfluid verloren geht. Die Gaszuführung bzw. der austretende Gasstrom wird in den Sprühpausen nicht unterbrochen. Diese Verfahrensweise hat den Vorteil, dass sich innerhalb sehr kurzer Zeit, d. h. vorzugsweise innerhalb einer Sekunde, ein Sprühnebel mit einer optimalen, insbesondere homogenen Verteilung des Silikonfluids ausbildet, der die gesamte Innenoberfläche des Hohlkörpers benetzt.

Das Beschichtungsergebnis hinsichtlich der Homogenität der Beschichtung wird dadurch ebenfalls verbessert.

Vorzugsweise werden die Hohlkörper jeweils nach Beendigung des Verfahrensschrittes b) in der nachfolgenden Sprühpause, in der vorzugsweise der silikonisierte Hohlkörper abtransportiert und der nächste zu beschichtende Hohlkörper antransportiert wird, vor dem aus der Sprühdüse austretenden Gasstrom abgeschirmt. Diese Abschirmung des Gasstromes erfolgt vorzugsweise durch eine Ablenkung des Gasstromes, damit die an- und abzutransportierenden Hohlköper nicht von dem Gasstrom getroffen werden können, was möglicherweise zu einer Verschiebung des Hohlkörpers auf dem Förderband oder gar zu einem Umfallen der auf dem Förderband stehenden Hohlkörper führen könnte.

Vorzugsweise werden als Hohlkörper Glas- oder Kunststoffhohlkörper silikonisiert. Vorzugsweise werden als Hohlkörper Fläschchen, Vials, Karpulen, Spritzenkörper oder Vartridges silikonisiert. Vartridges bezeichnen Mischformen aus Fläschchen und Karpulen.

Vorzugsweise wird vor dem Verfahrensschritt a) der zu silikonisierende Hohlkörper aus einer Gruppe von Hohlkörpern vereinzelt. Dies erleichtert die nachfolgende zentrierte Positionierung des zu beschichtenden Hohlkörpers unter der Sprühdüse in der Sprühstation.

Vorzugsweise wird nach dem Verfahrensschritt c) der silikonisierte Hohlkörper einer Wärmebehandlung unterzogen. Die aufgebrachte Silikonschicht wird dadurch thermisch fixiert. Vorzugsweise ist der Wärmebehandlung ein Trocknungsvorgang vorgeschaltet.

Vorzugsweise wird der Sprühvorgang gemäß Verfahrensschritt b) mittels einer die Sprühdüse aufweisenden Sprüheinrichtung durchgeführt, wobei vor jeder Inbetriebnahme der Sprüheinrichtung, vorzugsweise beim Einschalten der Sprüheinrichtung und/oder nach jeder Betriebsunterbrechung, z. B. nach einer einstellbaren Zeit des Stillstandes der Sprüheinrichtung, die Sprüheinrichtung einem Spülvorgang unterzogen wird. Der Spülvorgang wird vorzugsweise automatisch durchgeführt.

Der Spülvorgang wird vorzugsweise in Anwesenheit eines Hohlkörpers durchgeführt und besteht vorzugsweise aus einer vorgegebenen Anzahl von Sprühstößen, wobei die jeweilige Sprühmenge vorzugweise ebenfalls vorwählbar ist. Die Anzahl der Sprühstöße beträgt vorzugsweise 1 bis 20, insbesondere 3 bis 6. Die Sprühmenge pro Sprühstoß entspricht vorzugsweise derjenigen Menge an Silikonfluid, die beim nachfolgenden regulären Beschichtungsvorgang der Hohlkörper verwendet wird. Dies bedeutet, dass die Sprühmenge ebenfalls vorzugsweise 1 bis 20 µl, besonders bevorzugt 1 bis 15 µl, insbesondere 3 bis 8 µl beträgt. Nach dem Spülvorgang wird der betreffende Hohlkörper, der auch als „Opfer-Hohlkörper“ bezeichnet wird, verworfen. Danach geht die Beschichtungsvorrichtung in den automatischen Silikonisierungsbetrieb über. Im Vergleich zu den herkömmlichen Beschichtungsverfahren muss lediglich ein Hohlkörper verworfen werden.

Der Spülvorgang wird vorzugsweise bei der Innensilikonisierung von kleinen Hohlkörpern mit einem Innenvolumen von 1 ml bis 10 ml eingesetzt. Es hat sich bezeigt, dass insbesondere bei kleinen Sprühmengen von 3 bis 6 µl, ein gutes Beschichtungsergebnis erzielt werden kann, wenn dieser Spülvorgang vorgeschaltet wird.

Die erfindungsgemäße Beschichtungsvorrichtung zur Silikonisierung der Innenfläche von Hohlkörpern ist dadurch gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung ein Fördermittel aufweist, auf dem die Hohlkörper aufrecht stehend in die Sprühstation und aus der Sprühstation transportierbar sind, dass die Sprühstation mindestens eine Sprüheinrichtung mit einer Sprühdüse und eine Positioniereinrichtung aufweist, wobei die Sprühdüse nach unten in Richtung des Fördermittels ausgerichtet und zur Abgabe eines Sprühnebels eines Silikonfluids ausgebildet ist und wobei die Positioniereinrichtung Mittel für die zur Sprühdüse zentrischen Positionierung des zu silikonisierenden Hohlkörpers aufweist.

Das Fördermittel ist vorzugsweise ein Förderband.

Die Hohlkörper durchlaufen alle Stationen der Beschichtungsvorrichtung in aufrechter Position. Durch den Wegfall diverser maschineller Einrichtungen, die bisher insbesondere für das Wenden der Hohlkörper erforderlich waren, reduziert sich der technische Aufwand auf ein Minimum.

Die Sprühdüse ist vorzugsweise in vertikaler Richtung verschiebbar angeordnet und wird vorzugsweise für den jeweiligen Sprühvorgang bis auf einen vorgegebenen Abstand A zur Ebene der Öffnung des Hohlkörpers abgesenkt.

Vorzugsweise ist in der Sprühstation ein Abschirmelement angeordnet, das in den Sprühpausen unter die Sprühdüse verfahrbar ist. Befindet sich kein Hohlkörper in der Sprühstation, schützt das Abschirmelement den nachfolgenden Hohlkörper und verhindert einerseits eine Verunreinigung des Hohlkörpers und andererseits das Umfallen des Hohlkörpers.

Vorzugsweise weist das Abschirmelement ein nach oben offenes U-förmiges Profil auf. Das U-förmige Profil weist vorzugsweise eine Bodenwand und nach oben abgewinkelte Seitenwände auf. Die Bodenwand ist vorzugsweise horizontal ausgerichtet. Das aus der Sprühdüse während des Sprühvorgangs ausströmende Gas, insbesondere Luft, trifft auf das Abschirmelement und wird nach oben umgelenkt. Der Gasstrom kommt mit den Hohlkörpern nicht in Kontakt, so dass die Hohlkörper ungehindert ausgetauscht werden können.

Da die Hohlkörper nicht gewendet werden müssen, kann die Positioniereinrichtung auf einfache Weise mit wenigen Komponenten ausgestattet sein. Vorzugsweise umfassen die Mittel der Positioniereinrichtung mindestens zwei senkrecht zur Transportrichtung des Förderbandes verschiebbare Positionierbacken.

Vorzugsweise weist die Sprühdüse eine Innendüse und eine Außendüse auf, wobei zwischen der Innendüse und der Außendüse eine Mischkammer angeordnet ist. In der Mischkammer wird das Silikonfluid in das Gas, insbesondere Luft, dispergiert, so dass die Dispersion als Sprühnebel die Außendüse verlassen kann.

Vorzugsweise ist der Durchmesser D3 der Außendüse größer als der Durchmesser D2 der Innendüse. Besonders bevorzugt sind folgende Durchmesserverhältnisse 2 ≤ D3/D2 ≤ 20, insbesondere 5 ≤ D3/D2 ≤ 10. Der größere Durchmesser D3 in Bezug auf den Durchmesser D2 hat den Vorteil, dass sich vor der Innendüse kein Gaspolster bilden kann. Damit wird das Eindringen von Gas in die Innendüse und in den Fluidkanal verhindert. Gasbläschen in den Kanälen und Zuführleitungen des Silikonfluids können weitgehend vermieden werden.

Vorzugsweise werden große Durchmesserverhältnisse dann eingesetzt, wenn kleine Hohlkörper mit einem Innenvolumen von 1 bis 10 ml mit entsprechend kleinen Sprühmengen von 3 bis 6 µl silikonisiert werden sollen.

Der Durchmesser D2 ist vorzugswiese kleiner D1, wobei D1 den Innendurchmesser der Fluidzuleitung bezeichnet. Bevorzugte Werte für D2 sind 0,01 mm bis 0,5 mm.

Vorzugsweise ist in der Sprühstation eine Hohlkörpererkennungseinrichtung angeordnet. Wenn die Hohlkörpererkennungseinrichtung das Vorhandensein eines zentriert positionierten Hohlkörpers erkennt, wird der jeweilige Sprühvorgang gestartet.

Vorzugsweise ist in der Sprühstation eine Sprühnebelerkennungseinrichtung angeordnet. Wenn der Sprühnebel nicht den vorgegebenen Kriterien entspricht, d.h. wenn der Sprühnebel in Form und Intensität keine vollständige Benetzung des Hohlkörpers zur Folge hat, wird der Hohlkörper aus der Sprühstation abtransportiert und verworfen.

Vorzugsweise ist vor der Sprühstation eine Vereinzelungsstation angeordnet.

Vorzugsweise weist die Sprühdüse einen Fluidkanal auf, der an eine Fluidzuführleitung angeschlossen ist, wobei mindestens die Fluidzuführleitung einen Innendurchmesser D1 mit 0,8 mm ≤ D1 ≤ 2 mm aufweist. Es hat sich gezeigt, dass bei Einhaltung eines bestimmten Innendurchmessers D1 keine Gasbläschen in der Zuführleitung und/oder des Fluidkanals entstehen. Dadurch kann die vorgegebene Dosiermenge eingehalten werden und eine gleichbleibende Beschichtungsqualität garantiert werden. Fluidzuführleitungen mit einem Durchmesser D1 von 0,8 mm bis 1,2 mm werden vorzugsweise für die Silikonisierung von kleinen Hohlkörpern eingesetzt, bei denen eine Sprühmenge von 3 bis 6 µl eingesetzt wird. Diese Maßnahme trägt dazu bei, dass sich in der Fluidleitung des Silikonfluids keine Gasbläschen bilden.

Beispielhafte Ausführungsformen werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Seitenansicht (oben) und in Draufsicht (unten),

2 eine vergrößerte Seitenansicht der Sprühstation vor dem Beschichtungsvorgang,

3 eine andere vergrößerte Seitenansicht der Sprühstation während des Sprühvorgangs und

4 einen Längsschnitt einer Sprüheinrichtung mit Sprühdüse.

In der 1 ist eine Beschichtungsvorrichtung 1 schematisch dargestellt, die eine Transporteinrichtung 2 mit einem Förderband 3 aufweist, auf dem die zu beschichtenden Hohlkörper 10 aufrecht stehend, mit ihrer Öffnung 12 nach oben weisend transportiert werden (siehe auch 2 und 3).

Die Hohlkörper 10 durchlaufen zunächst eine Waschstation 4 und werden anschließend in einer Staustrecke 5 gesammelt. In einer nachfolgenden Vereinzelungsstation 6 wird der jeweils zu beschichtende Hohlkörper 10 aus der Gruppe 16 der Hohlkörper 10 mittels einer Vereinzelungseinrichtung 7, die einen Vereinzelungsgreifer 8 aufweist, vereinzelt und anschließend der Sprühstation 20 zugeführt.

In der Sprühstation 20 ist eine Sprühdüse 30 in vertikaler Richtung (Doppelpfeil P1) verfahrbar angeordnet ist. Die gestrichelt eingezeichnete Sprühdüse 30 markiert die Sprühposition.

Der zu beschichtende Hohlkörper 10 wird in der Sprühstation 20 mittels einer Positioniereinrichtung 22, die Mittel 23 in Gestalt zweier Positionierbacken 23a aufweist, zentriert positioniert. Die Positionierbacken 23a sind senkrecht zum Förderband 3 in Richtung der jeweiligen Doppelpfeile P3, P4 verschiebbar angeordnet. Wenn ein neuer zu silikonisierender Hohlkörper 10 antransportiert wird, werden die Positionierbacken 23a über das Förderband 3 geschoben. Der neue Hohlkörper 10 wird durch die Positionierbacken 23a derart unter der Sprühdüse 30 positioniert, dass die Längsachse L1 der Sprühdüse 30 und die Längsachse L2 des Hohlkörpers 10 möglichst zusammenfallen, wie aus der 2 zu entnehmen ist. Da beide Achsen L1 und L2 zusammenfallen, gibt es keinen Zentrierfehler.

In der 1 ist die Situation vor Beginn des Sprühvorgangs dargestellt, wobei zwischen der Sprühdüse 30 und dem zu besprühenden Hohlkörper 10 noch ein Abschirmelement 24 angeordnet ist.

In der 2 ist diese die Sprühpause betreffende Situation vergrößert dargestellt. Es ist zu sehen, dass aus der Sprühdüse 30 ein permanenter Gasstrom 34 austritt, der durch das Abschirmelement 24 umgelenkt wird, so dass der Gasstrom von dem darunter positionierten Hohlkörper 10 ferngehalten wird. In der hier gezeigten Ausführungsform besteht dieses Abschirmelement 24 aus einem U-Profil mit einer Bodenwand 25 und zwei seitlichen Wänden 26, so dass der Gasstrom 34 nach oben umgelenkt wird.

In der 3 ist eine vergrößerte Seitenansicht der Sprühstation 20 für den Sprühvorgang dargestellt. Die Seitenansicht ist gegenüber der Seitenansicht von 2 um 90 ° gedreht. Die Sprühdüse 30 ist bis auf den Abstand A abgesenkt worden. Der Abstand A bezeichnet den Abstand zwischen der Ebene 13 der Öffnung 12 und der Spitze der Sprühdüse 30. Die Spitze der Sprühdüse 30 wird durch die Spitze der Außendüse 42 gebildet. Die Sprühdüse 30 ist in Richtung des Doppelpfeils P1 vertikal verschiebbar angeordnet und mit einer Fluidzuführleitung 60 einer Fluidzuführeinrichtung 62 sowie mit einer Gaszuführleitung 50 einer Druckgaszuführeinrichtung 52 verbunden.

Während des Sprühvorgangs wird das Silikonfluid mit dem Trägergas gemischt, so dass ein Sprühnebel 32 an der Sprühdüse 30 auftritt. Dieser Sprühnebel 32 füllt den gesamten Innenraum des Hohlkörpers 10 aus und schlägt sich an der Innenfläche 14 nieder.

Das Abschirmelement 24, das in Richtung des Doppelpfeils P2 verschiebbar angeordnet ist, ist seitlich neben der Sprühdüse 30 geparkt. In der Sprühstation 20 ist weiterhin noch eine Hohlkörpererkennungseinrichtung 70 und eine Sprühnebelerkennungseinrichtung 74 zu sehen, deren Sensoren auf den Hohlkörper 10 gerichtet sind, was durch die beiden Pfeile angedeutet ist. Beide Erkennungseinrichtungen 70 und 74 sind mit einer Steuereinrichtung 78 verbunden. Die Steuereinrichtung 78 ist sowohl mit der Transporteinrichtung 2 als auch mit der Sprühdüse 30, den Zuführeinrichtungen 62 und 52, der Antriebseinrichtung zum Verschieben der Sprühdüse 30 und der Antriebseinrichtung des Abschirmelements 24 verbunden (nicht dargestellt).

Nach dem Sprühvorgang werden die Positionierbacken 23a zurückgefahren, so dass der silikonisierte Hohlkörper 10 abtransportiert werden kann. Gleichzeitig wird die Sprühdüse 30 aus ihrer Sprühposition in die angehobene Position hochgefahren und das Abschirmelement 24 unter die Sprühdüse gefahren, so dass der permanent aus der Sprühdüse 30 ausströmende Gasstrom 34 abgelenkt und somit von dem abtransportierten Hohlkörper 10 ferngehalten wird. Diese Anordnung wird beibehalten, bis ein weiterer noch nicht silikonisierter Hohlkörper 10 unter der Sprühdüse 30 zentriert positioniert worden ist.

Der jeweils silikonisierte Hohlkörper 10 wird anschließend in eine Wärmebehandlungsstation 9 transportiert, wo ein Einbrennen der Silikonschicht durchgeführt wird (siehe 1).

In der 4 ist die Sprühdüse 30 einer Sprüheinrichtung 28 vergrößert dargestellt. In einem Gehäuseteil 40 ist ein Einbauteil 36 angeordnet, an dessen linken Ende eine Innendüse 37 vorgesehen ist. Die Innendüse 37 weist einen Durchmesser D2 = 0,05 mm auf und steht mit einem Fluidkanal 38 für die Zuführung des Silikonfluids in Verbindung. Der Fluidkanal 38 ist an eine Fluidzuführleitung 60 angeschlossen, die einen Innendurchmesser D1 aufweist. Der Innendurchmesser D1 beträgt 1 mm und ist größer als der Innendurchmesser des Fluidkanals 38.

Das Silikonfluid wird beim Zudosieren während des Sprühvorgangs in eine Mischkammer 44 ausgetragen, die sich innerhalb des Gehäuseteils 40 vor der Außendüse 42 befindet.

Der Mischkammer 44 wird Druckluft als Gas, d. h. als Trägermedium über die Gaszuführleitung 50 zugeführt. Die Gaszufuhrleitung 50 mündet in einen Gaskanal 53, der seinerseits in einen ersten Ringkanal 54 mündet. Im Bereich der Innendüse 37 geht der erste Ringkanal 54 in eine zweiten Ringkanal 56 über, der einen deutlich größeren Außendurchmesser aufweist als der erste Ringkanal 54. Im zweiten Ringkanal 56 erfolgt somit ein Druckabfall. In der Mischkammer 44 erfolgt eine Dispergierung des Silikonfluids, so dass aus dem Sprühkanal 46 der Außendüse 42 der gewünschte Sprühnebel 32 austritt.

Der Durchmesser D2 der Innendüse 37 beträgt D2 = 0,05 mm und der Durchmesser D3 des Sprühkanals 46 der Außendüse 42 einen Durchmesser D3 = 0,5 mm, so dass das Verhältnis D3/D2 = 10 beträgt. Dadurch, dass D3 >> D2 ist, wird die Ausbildung eines Luftpolsters in der Mischkammer 44 vermieden, so dass keine Luft in die Innendüse 37 eindringen kann, was insbesondere in den Sprühpausen wichtig ist, in denen kein Silikonfluid zugeführt wird. Dieses Merkmal der Sprühdüse 30 ist insbesondere beim Besprühen von kleineren Hohlkörpern mit einem Innenvolumen bis 10 ml von Bedeutung, weil die Sprühmenge lediglich 3 bis 6 µl beträgt und ein Eindringen von Gas, insbesondere Druckluft, in die Silikonzuführung vermieden werden muss.

In der Sprühpause wird über den Fluidkanal 38 kein Silikonfluid aus der Innendüse 37 in die Mischkammer 44 ausgetragen, so dass lediglich das zugeführte Gas als Gasstrom 34 austritt.

Das Silikonisierungsverfahren wird nachfolgend anhand eines Beispiels erläutert:
In einem Produktionslauf können Vials der Gesamtlänge 61 mm und des Körperdurchmessers 22 mm, was einem Nennvolumen von 10 ml entspricht, verarbeitet werden. Dabei kommt eine Emulsion zum Einsatz, die zu 2 Vol.-% aus dem Silikonöl (Dow Corning 365, Warenzeichen der Fa. Dow Corning) und zu 98 Vol.-% aus vollentmineralisiertem Wasser besteht. Im Vorratsbehälter jeder Bürette können 5 l dieser Emulsion bevorratet werden. Je Vial werden während eines einzelnen Sprühstoßes 6 µl dieser Emulsion eingesprüht. Jeder einzelne Sprühstoß dauert rund 0,2 s. Das permanent durch die Sprühdüse 30 strömende Gas ist gefilterte Druckluft, die gegenüber der Atmosphäre einen Überdruck von 0,9 bar aufweist. Auf diese Weise können je Sprüheinheit dreißig Vials silikonisiert werden. Unmittelbar danach erfolgt die Wärmebehandlung, die zu einer festen Verbindung zwischen Silikon und Glas führt.

Bezugszeichenliste

1
Beschichtungsvorrichtung
2
Transporteinrichtung
3
Förderband
4
Waschstation
5
Staustrecke
6
Vereinzelungsstation
7
Vereinzelungseinrichtung
8
Vereinzelungsgreifer
9
Wärmebehandlungsstation
10
Hohlkörper
12
Öffnung des Hohlkörpers
13
Öffnungsebene
14
Innenfläche
16
Gruppe von Hohlkörpern
20
Sprühstation
22
Positioniereinrichtung
23
Mittel zum Positionieren
23a
Positionierbacken
24
Abschirmelement
25
Bodenwand
26
Seitenwand
28
Sprüheinrichtung
30
Sprühdüse
32
Sprühnebel
34
Gasstrom
36
Einbauteil
37
Innendüse
38
Fluidkanal
40
Gehäuseteil
42
Außendüse
44
Mischkammer
46
Sprühkanal
50
Gaszuführleitung
52
Druckgaszufuhreinrichtung
53
Gaskanal
54
erster Ringkanal
56
zweiter Ringkanal
60
Fluidzuführleitung
62
Fluidzuführeinrichtung
70
Hohlkörpererkennungseinrichtung
74
Sprühnebelerkennungseinrichtung
78
Steuereinrichtung
A
Abstand zwischen
L1
Längsachse Sprühdüse
L2
Längsachse Hohlkörper
P1
Doppelpfeil
P2
Doppelpfeil
P3
Doppelpfeil
P4
Doppelpfeil
D1
Durchmesser Fluidzuführleitung
D2
Durchmesser Innendüse
D3
Durchmesser Außendüse

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 10000505 C1 [0005]
  • DE 10036832 C1 [0005]
  • DE 19741824 C1 [0005]