Title:
Absaugbohrwerkzeug sowie Verfahren zur Herstellung eines Absaugbohrwerkzeugs
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Absaugbohrwerkzeug (1) zur Erstellung von Bohrlöchern in Gestein, Beton, Mauerwerk und dergleichen, umfassend ein Einsteckende (2), einen mit dem Einsteckende (2) verbundenen Arbeitsabschnitt (3) und einen mit dem Arbeitsabschnitt (3) verbundenen Bohrkopf (4). Hierbei umfasst der Arbeitsabschnitt (3) einen mit dem Einsteckende (4) einstückig ausgebildeten Kern (6), wobei der Arbeitsabschnitt (3) einen mit dem Kern (6) verbundenen, rohrartigen Mantel (7) umfasst und wobei zwischen dem Mantel (7) und dem Kern (6) wenigstens ein Absaugkanal (21, 22) ausgebildet ist. (1) embedded image




Inventors:
Dreps, Christian (88214, Ravensburg, DE)
Application Number:
DE102016125032A
Publication Date:
06/21/2018
Filing Date:
12/20/2016
Assignee:
DREPS GmbH, 88361 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19810192A1N/A1999-09-16
DE4427149C1N/A1995-10-26
DE3237721A1N/A1984-04-12
DE2645693A1N/A1978-04-13



Foreign References:
200301677282003-09-11
201200246072012-02-02
45430191985-09-24
Attorney, Agent or Firm:
Otten, Roth, Dobler & Partner mbB Patentanwälte, 88276, Berg, DE
Claims:
Absaugbohrwerkzeug (1; 101) zur Erstellung von Bohrlöchern (903) in Gestein, Beton, Mauerwerk und dergleichen, umfassend ein Einsteckende (2; 102), einen mit dem Einsteckende (2; 102) verbundenen Arbeitsabschnitt (3; 103) und einen mit dem Arbeitsabschnitt (3; 103) verbundenen Bohrkopf (4; 104), dadurch gekennzeichnet,
- dass der Arbeitsabschnitt (3; 103) einen mit dem Einsteckende (4; 104) einstückig ausgebildeten Kern (6; 106) umfasst und
- dass der Arbeitsabschnitt (3; 103) einen mit dem Kern (6; 106) verbundenen, rohrartigen Mantel (7; 107) umfasst und
- dass zwischen dem Mantel (7; 107) und dem Kern (6; 106) wenigstens ein Absaugkanal (21, 22; 121, 122) ausgebildet ist.

Absaugbohrwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (7; 107) durch seine Formgebung und/oder durch seinen Außendurchmesser (D7; D107) derart von dem durch den Bohrkopf (4; 104) des Absaugbohrwerkzeugs (1; 101) erzeugten Bohrloch (903) abweicht, dass zwischen einer Bohrlochwand (901) und einer Außenmantelfläche (AMF7; AMF107) des Mantels (7; 107) ein äußerer Zuluftkanal (17; 117) gebildet ist.

Absaugbohrwerkzeug nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Mantel (7; 107) und dem Kern (6; 106) wenigstens ein innerer Zuluftkanal (21, 22; 121, 122) ausgebildet ist, wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Mantel (7; 107) in einem einsteckseitigen Endbereich (7b; 107b) wenigstens einen Einlass (8, 9; 108, 109) aufweist, welcher jeweils in den inneren Zuluftkanal (21, 22; 121, 122) führt.

Absaugbohrwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich der wenigstens eine Absaugkanal (21, 22; 121, 122) an einem bohrkopfseitigen Endbereich (7a; 107a) des rohrartigen Mantels (7; 107) zu dem Bohrkopf (4; 104) hin öffnet und dass sich der wenigstens eine Absaugkanal (21, 22; 121, 122) bis wenigstens zu einem drehdurchführungsseitigen Endbereich (7b; 107b) des rohrartigen Mantels (7; 107) erstreckt und/oder dass sich der wenigstens eine Absaugkanal (21, 22; 121, 122) durch einen in dem Mantel (7; 107) radial angeordneten Auslass öffnet, wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Absaugkanal (21, 22; 121, 122) länger als der Zuluftkanal (18, 19; 118, 119) ist.

Absaugbohrwerkzeug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopf (4; 104) wenigstens ein Schneidelement (10; 110) mit wenigstens einer Schneide (10a - 10d; 110a - 110d) umfasst, wobei das Schneidelement (10; 110) insbesondere eine oder mehrere Schneidkörper (11, 12; 111, 112) umfasst und wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Bohrkopf (4; 104) wenigstens teilweise aus einem Hartstoff oder einem Hartmetall gebildet ist.

Absaugbohrwerkzeug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass das Absaugbohrwerkzeug (1; 101) eine Drehdurchführung (5; 105) umfasst, welche benachbart zu dem Einsteckende (2; 102) auf dem Arbeitsabschnitt (3; 103) angeordnet ist,
- wobei die Drehdurchführung (5; 105) einen Aufnahmeraum (20; 120) umfasst, wobei der wenigstens eine Absaugkanal (21, 22; 121, 122) in den Aufnahmeraum (20, 120) mündet bzw. münden und
- wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass die Drehdurchführung (5; 105) eine Absaugöffnung (24; 124) umfasst, durch welche der Aufnahmeraum (20; 120) absaugbar ist, wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass die Absaugöffnung (24; 124) mit ihrer Längsachse (L24; L124) etwa radial zu einer Längsachse (L1; L101) des Absaugbohrwerkzeugs (1; 101) ausgerichtet ist.

Absaugbohrwerkzeug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass der rohrartige Mantel (7; 107) aus einem metallischen Material oder aus einem insbesondere gewebehaltigen Verbundwerkstoff oder aus einem insbesondere mehrschichtigen Kunststoff oder aus einem Hartstoff gebildet ist.

Absaugbohrwerkzeug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass der rohrartige Mantel (7, 107) einen von seinem drehdurchführungsseitigen Endbereich (7b; 107b) zu seinem bohrkopfseitigen Endbereich (7a; 107a) verlaufenden Schlitz (81; 85) aufweist,
- wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Schlitz (81; 85) als gerade verlaufender Schlitz (81) oder als wendelförmig umlaufender Schlitz (85) ausgebildet ist und
- wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Mantel (7; 107) zu seinen Längskanten (83, 84; 87, 88) hin, welche sich an dem Schlitz (81; 85) gegenüber liegen, zu seiner Längsachse (L1; L101) hin verformt ist und insbesondere abgekantet ist und/oder dass Längskanten (83, 84; 87, 88) des Mantels (7; 107), welche sich an dem Schlitz (81; 85) gegenüber liegen, im montierten Zustand des Mantels (7; 107) miteinanderverbunden sind.

Absaugbohrwerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein drehdurchführungsseitiger Endbereich (7b; 107b) des rohrförmigen Mantels (7; 107) derart zwischen dem Kern (6; 106) und der Drehdurchführung (5; 105) positioniert ist, dass der wenigstens eine Absaugkanal (21, 22; 121, 122) in den Aufnahmeraum (20; 120) der Drehdurchführung (5; 105) mündet.

Absaugbohrwerkzeug nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
- dass der Kern (6) wenigsten eine sich über den Bereich des rohrförmigen Mantels (7) um eine Längsachse (L1) des Absaugbohrwerkzeugs (1) spiralförmig umlaufende Wendel (13) umfasst und eine Wendelwelle (16) bildet, wobei eine Wendelnut (14a - 14d) der Wendel (13) durch den rohrartigen Mantel (7) abgedeckt ist und den wenigstens einen Absaugkanal (21, 22) bildet oder
- dass der Kern (106) wenigstens eine sich über den Bereich des rohrförmigen Mantels (107) parallel zu einer Längsachse (L101) des Absaugbohrwerkzeugs (101) verlaufende Längsnut (114a - 114d) umfasst und eine Profilwelle (116) bildet, wobei die Längsnut (114a - 114d) durch den rohrartigen Mantel (107) überdeckt ist und den wenigstens einen Absaugkanal (121, 122) bildet.

Absaugbohrwerkzeug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass der rohrförmige Mantel (7) verschiebesicher in Richtung einer Längsachse (L1) des Absaugbohrwerkzeugs (1) und verdrehsicher um die Längsachse (L1) des Absaugbohrwerkzeugs (1) mit dem Kern (6) verbunden und insbesondere derart verbunden ist, dass der Kern (6) und der Mantel (7) verklebt sind und/oder verlötet sind und/oder verschweißt sind und/oder durch eine Presspassung verbunden sind oder
- dass der rohrförmige Mantel (7) verschiebesicher in Richtung einer Längsachse (L1) des Absaugbohrwerkzeugs (1) mit dem Kern (6) verbunden ist und verdrehbar um die Längsachse (L1) des Absaugbohrwerkzeugs (1) an dem Kern (6) gelagert ist und insbesondere derart gelagert ist, dass der Mantel (7) zwischen dem Bohrkopf (4) und einer Drehdurchführung (5) des Absaugbohrwerkzeugs (1) gelagert ist.

Absaugbohrwerkzeug nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (115) entweder wenigstens zwei Längsnuten (114a - 114d) oder wenigstens zwei Wendelnuten umfasst, dass der rohrartige Mantel (107) von dem Bohrkopf (104) ausgehend in Richtung des Einsteckendes (102) über eine Länge, welche größer ist als eine mit dem Absaugbohrwerkzeug maximal zulässige Bohrlochtiefe, derart in wenigstens eine und maximal alle bis auf eine der Längsnuten (114a - 114d) oder der Wendelnuten eingedrückt ist, dass zwischen einem gedachten Umfangszylinder des Mantels (107) und einer durch das Eindrücken in die Längsnut (114a - 114d) an einer Außenmantelfläche (AMF107) des Mantels (107) gebildeten Längsrinne (151, 152) oder durch das Eindrücken in die Wendelnut an einer Außenmantelfläche des Mantels gebildeten Wendelrinne wenigstens eine Außenmantelnut (153, 154) gebildet ist, welche den äußeren Zuluftkanal (117) bildet oder vergrößert, wobei die Längsrinne (151, 152) oder die Wendelrinne insbesondere derart ausgebildet ist, dass der Mantel (107) mit seiner Innenmantelfläche (IMF107) bereichsweise oder vollständig an einer Oberfläche der Längsnut (114a - 114d) oder an einer Oberfläche der Wendelnut anliegt.

Absaugbohrwerkzeug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (115) entweder wenigstens eine Längsnut (114a - 114d) oder wenigstens eine Wendelnut umfasst, dass der rohrartige Mantel (107) von dem Bohrkopf (104) ausgehend in Richtung des Einsteckendes (102) über eine Länge, welche größer ist als eine mit dem Absaugbohrwerkzeug maximal zulässige Bohrlochtiefe, derart in eine der Längsnuten (114a - 114d) oder in eine der Wendelnuten eingedrückt ist,
- dass zwischen einem gedachten Umfangszylinder des Mantels (107) und einer durch das Eindrücken in die Längsnut (114a - 114d) an einer Außenmantelfläche (AMF107) des Mantels (107) gebildeten Längsrinne (151, 152) oder durch das Eindrücken in die Spiralnut an einer Außenmantelfläche (AMF107) des Mantels (107) gebildeten Spiralrinne eine Außenmantelnut (153, 154) gebildet ist, welche den Zuluftkanal bildet oder vergrößert, und
- dass zwischen der Längsnut (114a - 114d) und dem Mantel (107) oder zwischen der Wendelnut und dem Mantel (107) ein umlaufend geschlossener, querschnittsreduzierter Innenmantelkanal erhalten bleibt, welcher den wenigstens einen Absaugkanal (121, 122) bildet.

Absaugbohrwerkzeug nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, 12, 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (115) vier insbesondere gleichmäßig an ihrem Umfang verteilte Längsnuten (114a - 114d) oder Wendelnuten umfasst, wobei der Mantel (107) in ein erstes Paar gegenüberliegender Längsnuten (114b, 114d) bzw. Wendelnuten eingedrückt ist und wobei der Mantel (107) ein zweites Paar gegenüberliegender Längsnuten (114a, 114c) bzw. Wendelnuten unverformt abdeckt.

Verfahren zur Herstellung eines Absaugbohrwerkzeugs (1; 101) umfassend die Schritte
- Herstellen eines einstückigen Kerns (6; 106), welcher wenigstes ein Einsteckende (2; 102) und eine Welle (15; 115) umfasst, wobei die Welle (15; 115) als Wendelwelle (16) mit wenigstens einer Wendelnut (14a - 14d) oder als Profilwelle (116) mit wenigstens einer Längsnut (114a - 114d) ausgebildet wird,
- Aufbringen eines Mantels (7; 107) auf die Welle (15; 115) des Kerns (6; 106) zur Bildung eines Arbeitsabschnitts (3; 103) .

Verfahren nach Anspruch 15 umfassend den Schritt:
- Aufbringen einer Drehdurchführung (5; 105) auf den Arbeitsabschnitt (3; 103) vor oder nach dem Aufbringen des Mantels, wobei die Drehdurchführung derart aufgebracht wird, dass ein drehdurchführungsseitiger Endbereich (7b; 107b) des Mantels (7; 107) an die Drehdurchführung (5; 105) angrenzt oder von der Drehdurchführung übergriffen wird.

Verfahren zur Herstellung eines Absaugbohrwerkzeugs nach Anspruch 15 oder 16 umfassend den Schritt des Befestigens eines Bohrkopfs (4; 104), wobei dies wahlweise insbesondere derart erfolgt, dass der Bohrkopf (4; 104)
- entweder vor dem Aufbringen des Mantels (7; 107) bei oder nach der Herstellung des Kerns (6; 106) mit dem Kern (6; 106) verbunden wird
- oder nach dem Aufbringen des Mantels (7; 107) mit dem Kern (6; 106) verbunden wird
- oder nach dem Aufbringen des Mantels (7; 107) mit dem Kern (6; 106) und mit dem Mantel (7; 107) verbunden wird.

Verfahren nach Anspruch 15 oder 16 oder 17 umfassend den Schritt:
- Verbindung von Mantel (7; 107) und Kern (6; 106) und/oder von Mantel (7; 107) und Bohrkopf (4; 104), derart
- dass der Mantel (7; 107) verschiebesicher in Richtung einer Längsachse (L1; L101) des Absaugbohrwerkzeugs (1; 101) mit dem Kern (6; 106) und/oder dem Bohrkopf (4; 104) verbunden wird oder
- dass der Mantel (7; 107) verschiebesicher in Richtung einer Längsachse (L1; L101) des Absaugbohrwerkzeugs (1; 101) und verdrehsicher um die Längsachse (L1; L101) des Absaugbohrwerkzeugs (1) mit dem Kern (6; 106) und/oder dem Bohrkopf (4; 104) verbunden wird,
- wobei die Verbindung insbesondere formschlüssig und/oder kraftschlüssig ausgebildet wird.

Verfahren zur Herstellung eines Absaugbohrwerkzeugs nach Anspruch 15 oder 16 oder 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (115), welche als Wendelwelle oder als Profilwelle (116) ausgebildet ist, wenigstens eine Wendelnut oder wenigstens eine Längsnut (114a - 114d) umfasst und dass der Mantel (107) von dem Bohrkopf (104) ausgehend in Richtung des Einsteckendes (102) über eine Länge, welche größer ist als eine mit dem Absaugbohrwerkzeug (101) maximal zulässige Bohrlochtiefe, zur Ausbildung wenigstens einer Außenmantelnut (153, 154) in wenigstens eine der Wendelnuten oder in wenigstens eine der Längsnuten (114a - 114d) in Richtung einer Längsachse (L101) des Absaugbohrwerkzeugs (101) eingedrückt wird.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Absaugbohrwerkzeug zur Erstellung von Bohrlöchern in Gestein, Beton, Mauerwerk und dergleichen sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Absaugbohrwerkzeugs gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 15.

Aus der DE 198 10 192 A1 ist ein Absaugbohrwerkzeug zur Erstellung von Bohrlöchern bekannt, welches ein Einsteckende, einen mit dem Einsteckende verbundenen Arbeitsabschnitt und einen mit dem Arbeitsabschnitt verbundenen Bohrkopf umfasst.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Absaugbohrwerkzeug, welches fertigungstechnisch einfach herstellbar ist und unempfindlich gegen hohe Schlagbelastungen und/oder Torsionsbelastungen und/oder Biegebelastungen ist, bzw. ein Verfahren zur Herstellung eines Absaugbohrwerkzeugs zu entwickeln, bei welchem auf die Ausführung von Tieflochbohrungen verzichtet werden kann.

Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bzw. 15 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 15 gelöst. In den Unteransprüchen sind jeweils vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.

Bei dem erfindungsgemäße Absaugbohrwerkzeug zur Erstellung von Bohrlöchern umfasst der Arbeitsabschnitt einen mit dem Einsteckende einstückig ausgebildeten Kern, umfasst der Arbeitsabschnitt einen mit dem Kern verbundenen, rohrartigen Mantel und ist zwischen dem Mantel und dem Kern wenigstens ein Absaugkanal ausgebildet. Hierdurch ist das Absaugbohrwerkzeug fertigungstechnisch einfach herstellbar, da es aus fertigungstechnisch einfach herstellbaren bzw. als Handelsware verfügbaren Halbzeugen besteht und zusammengesetzt ist. Weiterhin ist das Absaugbohrwerkzeug durch den Aufbau aus Mantel und Kern gegen Schlagbelastungen, Torsionsbelastungen und Biegebelastungen unempfindlich. Schlagbelastungen können durch den Kern wie bei herkömmlichen Schlagbohrwerkzeugen aufgenommen und weitergeleitet werden. Der Mantel wirkt hierbei wie eine Kernverstärkung. Torsionsbelastungen können ebenfalls durch den Kern aufgenommen und weitergeleitet werden, wobei der Mantel den Kern führt und somit auch bei extremen Torsionsbelastungen stabilisiert, da ein Ausknicken verhindert wird. Auch Biegebelastungen lassen sich durch die Kombination vor Kern und Mantel ebenfalls gut aufnehmen und weiterleiten, da insbesondere der durch den Kern gestützte Mantel durch seine geometrische Form grundsätzlich gut zur Aufnahme von Biegekräften geeignet ist.

Es ist weiterhin vorgesehen, dass der Mantel des Absaugbohrwerkzeugs durch seine Formgebung und/oder durch seinen Außendurchmesser derart von dem durch den Bohrkopf des Absaugbohrwerkzeugs erzeugten Bohrloch abweicht, dass zwischen einer Bohrlochwand und einer Außenmantelfläche des Mantels ein äußerer Zuluftkanal gebildet ist. Hierdurch ist eine Grundversorgung des Bohrkopfes mit Zuluft sichergestellt und das Auftreten erhöhter Reibung, insbesondere in tiefen Bohrlöchern zuverlässig vermieden.

Es ist vorgesehen, zwischen dem Mantel und dem Kern wenigstens einen innerer Zuluftkanal auszubilden, wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Mantel in einem einsteckseitigen Endbereich wenigstens einen Einlass aufweist, welcher jeweils in den inneren Zuluftkanal führt. Durch die Ausbildung wenigstens eines inneren Zuluftkanals ist es möglich, dem Bohrkopf bei gleichbleibend guter Führung im Bohrloch über einen größeren Querschnitt und damit pro Zeiteinheit mit einem größeren Volumen an Zuluft zu versorgen. Durch die Ausbildung eines in den inneren Zuluftkanal führenden Einlasses ist es möglich, den Zuluftkanal auch in Bereichen des Kerns mit Zuluft aus der Umgebung zu versorgen, welche durch den Mantel ummantelt sind.

Es ist auch vorgesehen, dass sich der wenigstens eine Absaugkanal an einem bohrkopfseitigen Endbereich des rohrartigen Mantels zu dem Bohrkopf hin öffnet und dass sich der wenigstens eine Absaugkanal bis wenigstens zu einem drehdurchführungsseitigen Endbereich des rohrartigen Mantels erstreckt und/oder dass sich der wenigstens eine Absaugkanal durch einen in dem Mantel radial angeordneten Auslass öffnet, wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Absaugkanal länger als der Zuluftkanal ist. Durch eine derartige Ausführung des wenigstens einen Absaugkanals ist es möglich, Bohrstaub durch den Absaugkanal von dem Bohrkopf weg aus dem Bohrloch heraus zu transportieren und diesen parallel zu der Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs oder radial zu der Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs unter dem Mantel abzuführen.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass der Bohrkopf wenigstens ein Schneidelement mit wenigstens einer Schneide umfasst, wobei das Schneidelement insbesondere eine oder mehrere Schneidkörper, welche z.B. als Platte oder Dom oder Keil ausgebildet sind, umfasst und wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Bohrkopf wenigstens teilweise aus einem Hartstoff oder einem Hartmetall gebildet ist. Derartige Bohrköpfe können hohe Schneid- und/oder Zertrümmerungsleistungen erbringen, so dass diese im Zusammenspiel mit einem leistungsfähigen Absaugsystem ihre maximale Leistung erbringen können.

Es ist auch vorgesehen dass das Absaugbohrwerkzeug eine Drehdurchführung umfasst, welche benachbart zu dem Einsteckende auf dem Arbeitsabschnitt angeordnet ist, wobei die Drehdurchführung einen Aufnahmeraum bzw. eine Absaugkammer umfasst, wobei der wenigstens eine Absaugkanal in den Aufnahmeraum mündet bzw. münden und wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass die Drehdurchführung eine Absaugöffnung umfasst, durch welche der Aufnahmeraum absaugbar ist, wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass die Absaugöffnung mit ihrer Längsachse etwa radial zu einer Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs ausgerichtet ist. Im Zusammenwirken mit einer Drehdurchführung, in deren Aufnahmeraum der wenigstens eine Absaugkanal mündet, wird eine effektive und einfache Weiterförderung der mit Bohrstaub angereicherten Abluft erreicht.

Bezüglich des rohrartigen Mantels, welcher den Kern umgibt, ist es vorgesehen, dass dieser aus einem metallischen Material oder aus einem insbesondere gewebehaltigen Verbundwerkstoff oder aus einem insbesondere mehrschichtigen Kunststoff oder aus einem Hartstoff gebildet ist. Durch entsprechend ausgebildete Mäntel kann das Absaugbohrwerkzeug sowohl auf spezielle Belastungen, wie diese beispielsweise bei besondere langen Absaugbohrwerkzeugen mit Längen von über 30 cm auftreten, optimal angepasst werden. Weiterhin lässt sich hierdurch auch das Gewicht des Absaugbohrwerkzeugs insbesondere bei großen Bohrdurchmessern von über 20 cm in erheblichem Maße beeinflussen, so dass die Arbeitsbelastung z.B. bei Absaugbohrwerkzeugen für den Über-Kopf-Einsatz reduziert werden kann.

Es ist auch vorgesehen, dass der rohrartige Mantel einen von seinem drehdurchführungsseitigen Endbereich zu seinem bohrkopfseitigen Endbereich verlaufenden Schlitz aufweist, wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Schlitz als gerade verlaufender Schlitz bzw. Längsschlitz oder als wendelförmig umlaufender Schlitz bzw. Wendelschlitz ausgebildet ist und wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Mantel zu seinen Längskanten hin, welche sich an dem Schlitz gegenüber liegen, zu seiner Längsachse hin verformt ist und insbesondere abgekantet ist und/oder dass Längskanten des Mantels, welche sich an dem Schlitz gegenüber liegen, im montierten Zustand des Mantels miteinander verbunden sind. Durch einen derartigen Schlitz ist bei der Montage ein Ausrichten von Kern und Mantel vereinfacht, da dies bei leicht aufgebogenem Mantel ohne oder mit geringerer Reibung erfolgen kann. Weiterhin erlaubt der Schlitz es, sofern vorgesehen, den Mantel mit geringeren Kräften zu verformen bzw. bei einer Verformung weniger Spannungen im Mantel aufzubauen als dies bei einem ringförmig geschlossenen Mantel der Fall ist.

Sofern ein drehdurchführungsseitiger Endbereich des rohrförmigen Mantels derart zwischen dem Kern und der Drehdurchführung positioniert ist, dass der wenigstens eine Absaugkanal in den Aufnahmeraum der Drehdurchführung mündet, ist bezüglich des Absaugkanals keine zusätzliche Bearbeitung des Mantels erforderlich und weiterhin sicher gestellt, das der Bohrstaub auf jeden Fall bis in den Aufnahmeraum gefördert wird und nicht bereits bei technischen Problemen vor dem Aufnahmeraum austreten kann.

Es ist auch vorgesehen, dass der Kern wenigsten eine sich über den Bereich des rohrförmigen Mantels um eine Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs spiralförmig umlaufende Wendel umfasst und eine Wendelwelle bildet, wobei eine Wendelnut der Wendel durch den rohrartigen Mantel abgedeckt ist und den wenigstens einen Absaugkanal bildet. Bei einer derartigen Ausführung lassen sich die Wendelnuten bei einer entsprechenden Anpassung des Mantels bzw. einer entsprechenden Anpassung einer Länge der jeweiligen Wendelnut entsprechend den Anforderungen als Zuluftkanäle oder als Abluftkanäle nutzen. Weiterhin ist es bei einer Verwendung von in ihrem Wirkdurchmesser angepassten Bohrköpfen sogar möglich, herkömmliche Bohrwerkzeuge als Kerne für erfindungsgemäße Absaugbohrwerkzeuge zu verwenden.

Weiterhin ist es auch vorgesehen, dass der Kern wenigstens eine sich über den Bereich des rohrförmigen Mantels parallel zu einer Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs verlaufende Längsnut umfasst und eine Profilwelle bildet, wobei die Längsnut durch den rohrartigen Mantel überdeckt ist und den wenigstens einen Absaugkanal bildet. Bei einer derartigen Ausführung lassen sich die Längsnuten bei einer entsprechenden Anpassung des Mantels entsprechend den Anforderungen als Zuluftkanäle oder als Abluftkanäle nutzen. Ein Einpressen des Mantels in wenigstens eine der Längsnuten zur Erhöhung des Volumens der pro Zeiteinheit zum Bohrkopf strömenden Zuluft, lässt sich fertigungstechnisch besonders einfach herstellen, da der Mantel nur in einem sich linienförmig und insbesondere linear erstreckenden Bereich umgeformt werden muss.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass der rohrförmige Mantel verschiebesicher in Richtung einer Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs und verdrehsicher um die Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs mit dem Kern verbunden ist und insbesondere derart verbunden ist, dass der Kern und der Mantel verklebt sind und/oder verlötet sind und/oder verschweißt sind und/oder durch eine Presspassung verbunden sind oder dass der rohrförmige Mantel verschiebesicher in Richtung einer Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs mit dem Kern verbunden ist und verdrehbar um die Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs an dem Kern gelagert ist und insbesondere derart gelagert ist, dass der Mantel zwischen dem Bohrkopf und einer Drehdurchführung des Absaugbohrwerkzeugs gelagert ist. Durch eine verschiebesichere und verdrehsichere Anbindung des Mantels an den Kern sind Relativbewegungen zwischen Kern und Mantel vollständig unterbunden, so dass eine hierdurch verursachte Wärmeentwicklung unter dem Mantel verhindert ist. Durch eine ausschließlich verschiebesichere Lagerung des Mantels an dem Kern ist eine Rotation des Kerns im Mantel um die Längsachse des Bohrwerkzeugs möglich. Sofern hierbei geringere Reibkräfte auftreten als durch die Reibung einer Außenmantelfläche des Mantels an der Bohrlochwand, lässt sich durch eine derartige Konstruktion die zum Bohren erforderliche Leistung reduzieren. Eine derartige Konstruktion ist insbesondere bei großen Bohrtiefen vorteilhaft, da hier schon bei einer leichten Fehlausrichtung des Absaugbohrwerkzeugs zwischen der Bohrlochwand des Bohrlochs und dem Mantel des Absaugbohrwerkzeugs erhebliche Reibkräfte entstehen.

Es ist auch vorgesehen, dass die Welle entweder wenigstens zwei Längsnuten oder wenigstens zwei Wendelnuten umfasst, dass der rohrartige Mantel von dem Bohrkopf ausgehend in Richtung des Einsteckendes über eine Länge, welche größer ist als eine mit dem Absaugbohrwerkzeug maximal zulässige Bohrlochtiefe, derart in wenigstens eine und maximal alle bis auf eine der Längsnuten oder der Wendelnuten eingedrückt ist, dass zwischen einem gedachten Umfangszylinder des Mantels und einer durch das Eindrücken in die Längsnut an einer Außenmantelfläche des Mantels gebildeten Längsrinne oder durch das Eindrücken in die Wendelnut an einer Außenmantelfläche des Mantels gebildeten Wendelrinne wenigstens eine Außenmantelnut gebildet ist, welche den Zuluftkanal bildet oder vergrößert, wobei die Längsrinne oder die Wendelrinne insbesondere derart ausgebildet ist, dass der Mantel mit seiner Innenmantelfläche bereichsweise oder vollständig an einer Oberfläche der Längsnut oder an einer Oberfläche der Wendelnut anliegt. Hierdurch ist es möglich, den Querschnitt für die zum Bohrkopf strömende Zuluft und damit den äußeren Zuluftkanal auf einfache Weise zu vergrößern, ohne dass die Stabilität des Absaugbohrwerkzeugs gemindert wird und ohne dass eine durch den Mantel gewährleistete Seitenführung des Absaugbohrwerkzeugs verschlechtert wird.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass die Welle entweder wenigstens eine Längsnut oder wenigstens eine Wendelnut umfasst, dass der rohrartige Mantel von dem Bohrkopf ausgehend in Richtung des Einsteckendes über eine Länge, welche größer ist als eine mit dem Absaugbohrwerkzeug maximal zulässige Bohrlochtiefe, über seine ganze Länge derart in eine der Längsnuten oder in eine der Wendelnuten eingedrückt ist, dass zwischen einem gedachten Umfangszylinder des Mantels und einer durch das Eindrücken in die Längsnut an einer Außenmantelfläche des Mantels gebildeten Längsrinne oder durch das Eindrücken in die Spiralnut an einer Außenmantelfläche des Mantels gebildeten Spiralrinne eine Außenmantelnut gebildet ist, welche den Zuluftkanal bildet oder vergrößert, und dass zwischen der Längsnut und dem Mantel oder zwischen der Wendelnut und dem Mantel ein umlaufend geschlossener, querschnittsreduzierter Innenmantelkanal erhalten bleibt, welcher den wenigstens einen Absaugkanal bildet. Hierdurch ist es möglich, jede Längsnut bzw. Wendelnut eines Absaugbohrwerkzeugs trotz einer Vergrößerung eines Querschnitts des äußeren Zuluftkanals auch als Absaugkanl zu nutzen, so dass jeder Schneide des Bohrkopfes ein Absaugkanal zugeordnet ist und das Bohrmehl so besonders effektiv am Entstehungsort abgesaugt werden kann.

Es ist vorgesehen, dass die Welle vier insbesondere gleichmäßig an ihrem Umfang verteilte Längsnuten oder Wendelnuten umfasst, wobei der Mantel in ein erstes Paar gegenüberliegender Längsnuten bzw. Wendelnuten eingedrückt ist und wobei der Mantel ein zweites Paar gegenüberliegender Längsnuten bzw. Wendelnuten unverformt abdeckt. Hierdurch ist ein Absaugbohrwerkzeug gebildet, bei welchem ein für die Zuluft zur Verfügung stehender Strömungsquerschnitt etwa einem für die Abluft zur Verfügung stehenden Strömungsquerschnitt entspricht, so dass eine Stauwirkung im Luftstrom zuverlässig vermieden ist.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Absaugbohrwerkzeugs umfasst die Schritte: Herstellen eines einstückigen Kerns, welcher wenigstes ein Einsteckende und eine Welle umfasst, wobei die Welle als Wendelwelle mit wenigstens einer Wendelnut oder als Profilwelle mit wenigstens einer Längsnut ausgebildet wird, Aufbringen eines Mantels auf die Welle des Kerns zur Bildung eines Arbeitsabschnitts. Mit einem derartigen Fertigungsverfahren ist aus fertigungstechnisch einfach herstellbaren Einzelbauteilen auf einfachste Weise eine Baugruppe herstellbar, welche durch eine Drehdurchführung zu einem Absaugbohrwerkzeug komplettierbar ist und bei der wenigstens ein parallel zu einer Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs verlaufender Absaugkanal durch einfaches Zusammenführen des Kern und des Mantels erzeugt wird, ohne dass hierzu aufwendige und kostenintensive Tieflochbohrungen ausgeführt werden müssen.

In einem weiteren Schritt des Verfahrens ist das Aufbringen einer Drehdurchführung auf den Arbeitsabschnitt vor oder nach dem Aufbringen des Mantels vorgesehen, wobei die Drehdurchführung derart aufgebracht wird, dass ein drehdurchführungsseitiger Endbereich des Mantels an die Drehdurchführung angrenzt oder von der Drehdurchführung übergriffen wird. Hierdurch wird ohne zusätzlich Bauteile sichergestellt, dass der Absaugkanal in der Drehdurchführung endet.

In einem weiteren Schritt ist das Befestigen eines Bohrkopfs vorgesehen, wobei dies wahlweise insbesondere derart erfolgt, dass der Bohrkopf entweder vor dem Aufbringen des Mantels bei oder nach der Herstellung des Kerns mit dem Kern verbunden wird oder nach dem Aufbringen des Mantels mit dem Kern verbunden wird oder nach dem Aufbringen des Mantels mit dem Kern und mit dem Mantel verbunden wird. Auf diese Weise lassen sich Absaugbohrwerkzeuge mit unterschiedlichsten Abmessungen hinsichtlich der Durchmesser ihrer Einzelteile realisieren.

Das Verfahren sieht auch eine Verbindung von Mantel und Kern und/oder von Mantel und Bohrkopf vor, welche derart erfolgt dass der Mantel verschiebesicher in Richtung einer Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs mit dem Kern und/oder dem Bohrkopf verbunden wird oder dass der Mantel verschiebesicher in Richtung einer Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs und verdrehsicher um die Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs mit dem Kern und/oder dem Bohrkopf verbunden wird, wobei die Verbindung insbesondere formschlüssig und/oder kraftschlüssig ausgebildet wird. Durch derartige Schritte lässt sich der Absaugbohrer optimal auf unterschiedliche Anforderungen wie geringe Reibung zwischen Kern und Mantel oder geringe Bremswirkung durch ein Anliegen des Mantels an einer Bohrlochwand anpassen.

Schließlich sieht das Verfahren vor, dass die Welle, welche als Wendelwelle oder als Profilwelle ausgebildet ist, wenigstens eine Wendelnut oder wenigstens eine Längsnut umfasst und dass der Mantel von dem Bohrkopf ausgehend in Richtung des Einsteckendes über eine Länge, welche größer ist als eine mit dem Absaugbohrwerkzeug maximal zulässige Bohrlochtiefe, zur Ausbildung wenigstens einer Außenmantelnut in wenigstens eine der Wendelnuten oder in wenigstens eine der Längsnuten in Richtung einer Längsachse des Absaugbohrwerkzeugs eingedrückt wird. Dieser Vorgang kann fertigungstechnisch mit einfachen und kostengünstigen Maschinen ausgeführt werden.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.

Hierbei zeigt:

  • 1: eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Absaugbohrwerkzeugs;
  • 2: eine aufgeschnittene Detaildarstellung des in der 1 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs aus der in der 1 gezeigten Pfeilrichtung II;
  • 3: eine Ansicht des in der 1 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs aus der in der 1 gezeigten Pfeilrichtung III;
  • 4: einen Schnitt durch das in der 1 gezeigte Absaugbohrwerkzeug entsprechend der in der 1 gezeigten Schnittlinie IV-IV;
  • 5: eine Detailansicht einer Bohrerspitze des in der 1 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs mit Wendelnuten;
  • 6: einen Kern des in der 1 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs mit Wendelnuten in Alleinstellung;
  • 7: einen Mantel des in der 1 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs in Alleinstellung, wobei mit gestrichelten Linien zwei Bauvarianten des Mantels angedeutet sind;
  • 8: den Mantel und den Kern des in der 1 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs, wobei der Mantel vollständig auf dem Kern montiert ist;
  • 9: eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Absaugbohrwerkzeugs mit Längsnuten;
  • 10a, 10b: Detailansichten des Absaugbohrwerkzeugs im Bereich einer Drehdurchführung;
  • 11: eine Ansicht des in der 9 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs aus der in der 9 gezeigten Pfeilrichtung XI;
  • 12: eine Aufsicht auf das in der 9 gezeigte Absaugbohrwerkzeug entsprechend der in der 9 gezeigten Pfeilrichtung XII;
  • 13: eine Detailansicht einer Bohrerspitze des in der 9 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs;
  • 14: eine aufgeschnittene Darstellung des in der 9 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs im Bereich der Drehdurchführung in einer ersten Drehstellung von Kern und Mantel;
  • 15: eine aufgeschnittene Darstellung des in der 9 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs im Bereich der Drehdurchführung in einer zweiten Drehstellung von Kern und Mantel;
  • 16: eine Explosionsdarstellung von Mantel und Kern des in der 9 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs in perspektivischer Ansicht;
  • 17a - 17c: eine Seitenansicht, eine Ansicht von oben und eine Ansicht von unten einer dritten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Absaugbohrwerkzeugs;
  • 18 - 24: jeweils eine Kopfansicht einer vierten bis zehnten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Absaugbohrwerkzeugs und
  • 25 - 32: jeweils eine Kopfansicht einer elften bis fünfzehnten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Absaugbohrwerkzeugs in schematischen Schnitten.

In der 1 ist eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Absaugbohrwerkzeugs 1 dargestellt. Die 2 bis 8 zeigen weitere Darstellungen dieses Absaugbohrwerkzeugs 1. Das Absaugbohrwerkzeug 1 umfasst ein Einsteckende 2 und einen mit dem Einsteckende 2 verbundenen Arbeitsabschnitt 3 sowie einem mit dem Arbeitsabschnitt 3 verbundenen Bohrkopf 4. Weiterhin umfasst das Absaugbohrwerkzeug 1 eine Drehdurchführung 5.

Der Arbeitsabschnitt 3 umfasst einen Kern 6, welcher mit dem Einsteckende 2 einstückig nach Art eines herkömmlichen einteiligen Bohrwerkzeugs ausgebildet ist (siehe insbesondere 6). Der Kern 6 ist in der 6 in Alleinstellung in einer im Raum in Bezug auf die Darstellung der 1 und eine Längsachse L1 des Absaugbohrwerkzeugs 1 um 180° gewendeten Ausrichtung gezeigt.

Neben dem Kern 6 umfasst der Arbeitsabschnitt 3 auch einen rohrartigen Mantel 7. Der Mantel 7 ist in der 7 in Alleinstellung in einer im Raum in Bezug auf die Darstellung der 1 und die Längsachse L1 des Absaugbohrwerkzeugs 1 um 180° gewendeten Ausrichtung gezeigt. In einem hinteren, der Drehdurchführung 5 nahen, drehdurchführungsseitigen Endbereich 7b, welcher einem bohrkopfseitigen Endbereich 7a gegenüber liegt, weist der Mantel 7 radial einen Einlass 8 für Zuluft ZL auf. Gegenüber dem Einlasse 8 weist der Mantel 7 einen in der 1 nicht direkt sichtbaren zweiten Einlass 9 für Zuluft ZL auf. Dieser ist jedoch in der Schnittdarstellung der 4 sichtbar. Die im Betrieb des Absaugbohrwerkzeugs 1 in die Einlässe 8 und 9 einströmende Zuluft ZL ist in der 6 durch in Strömungsrichtung der Zuluft ZL weisende Pfeile symbolisiert. Der Mantel 7 umfasst eine Außenmantelfläche AMF7 und eine Innenmantelfläche IMF7. An dem drehdurchführungsseitigen Endbereich 7b des Mantels 7 weist dessen Außenmantelfläche AMF7 einen den Mantel 7 umlaufenden Oberflächenabschnitt OAS7 auf, welcher bezüglich seiner Oberflächenbeschaffenheit für die Montage der Drehdurchführung 5 vorbereitet ist.

Der Bohrkopf 4 umfasst ein Schneidelement 10 mit vier Schneiden 10a, 10b, 10c und 10d. Das Schneidelement 10 ist somit als Vierschneider ausgebildet, welcher zwei als Platten ausgebildete, sich kreuzende Schneidkörper 11, 12 umfasst.

Aus der 6 ist ersichtlich, dass an dem Kern 6 eine Wendel 13 ausgebildet ist, welche zwischen vier spiralförmig umlaufenden Stegen 13a, 13b, 13c, 13d gebildete Wendelnuten 14a, 14b, 14c und 14d umfasst. Der Kern 6 bildet somit eine Welle 15, welche als Wendelwelle 16 ausgebildet ist. Die vier Wendelnuten 14a bis 14d münden zum Bohrkopf 4 hin zwischen den sich kreuzenden Schneidkörpern 11, 12.

In der 8 ist dargestellt wie der Kern 6 und der Mantel 7 zur Bildung des Arbeitsabschnitts 3 zusammengeschoben sind. Hierzu wird der Mantel 7 von dem Einsteckende 2 her auf den Kern 6 aufgeschoben bzw. aufgepresst bis der Mantel 7 in Bezug auf den Kern 6 in seiner in der 8 gezeigten Stellung steht. Im zusammengebauten Zustand liegt dann der Mantel 7 mit seiner Innenmantelfläche IMF7 auf Schultern S13a, S13b, S13c und S13d der Stege 13a bis 13d des Kerns 6 an (vergleiche 6 bis 8). Um den Mantel 7 drehfest um die Längsachse L1 des Absaugbohrwerkzeugs 1 und verschiebesicher in Richtung der Längsachse L1 des Absaugbohrwerkzeugs 1 auf dem Kern 6 zu halten, sind der Kern 6 und der Mantel 7 unter Freihaltung der Wendelnuten 14a bis 14d miteinander verklebt. Hierbei wird der Mantel 7 beim Verkleben mit dem Kern 6 derart auf die Wendelnuten 14a bis 14d der Wendel 13 des Kerns 6 ausgerichtet, dass der erste Einlass 8 in die Wendelnut 14a und der zweite Einlass 9 in die gegenüber liegende Wendelnut 14c mündet (siehe insbesondere auch 2 und 4). Hierdurch kann die Zuluft ZL im Betrieb des Absaugbohrwerkzeugs 1 in den Wendeln 14a und 14c zu dem Bohrkopf 4 strömen. Die durch den Mantel 7 abgedeckten Wendelnuten 14a und 14c bilden somit neben einem im Querschnitt kreisringähnlichen, äußeren Zuluftkanal 17, welcher - wie aus der 4 ersichtlich - zwischen einer Bohrlochwand 901 eines in einem Mauerwerk 902 ausgeführten Bohrlochs 903 ausgebildet ist, einen zweiten, inneren Zuluftkanal 18 und einen dritten, inneren Zuluftkanal 19. Hierbei zeigt die 4 einen Schnitt IV-IV durch das in der 1 dargestellte Absaugbohrwerkzeug 1, wobei der Schnitt IV-IV im Bereich des Einlasses 8 quer zu der Längsachse L1 ausgeführt ist. Das zur Erläuterung schematisch dargestellte Mauerwerk 902 liegt selbstverständlich vor der Schnittebne nämlich zwischen der Schnittebne IV-IV und dem Bohrkopf 4.

In der aufgeschnittenen Detaildarstellung der 2, welche das in der 1 dargestellte Absaugbohrwerkzeug 1 aus der in der 1 angegebenen Pfeilrichtung II zeigt, ist ersichtlich wie sich die Wendelnut 14a bzw. der Zuluftkanal 18 durch den ersten Einlass 8 in eine Umgebung U öffnet, so dass Zuluft frei in den Zuluftkanal 18 einströmen kann. In der Darstellung der 2 sind der Arbeitsabschnitt 3 und die Drehdurchführung 5 jeweils zu einem Viertel aufgeschnitten dargestellt. Entsprechend ist auch erkennbar, dass sich die neben der Wendelnut 14a verlaufende Wendelnut 14b in einen Aufnahmeraum 20 der Drehdurchführung 5 öffnet, da der Mantel 7 zu dem Aufnahmeraum 20 hin endet. Somit ist die Wendelnut 14b in dem Aufnahmeraum 20 in radiale Richtung geöffnet. Zur Verdeutlichung ist die Wendelnut 14b zweimal bezeichnet, nämlich sowohl dort wo diese noch unter dem Mantel 7 verläuft als auch dort wo diese in dem Aufnahmeraum 20 endet.

Die Wendelnut 14b und die dieser gegenüberliegende Wendelnut 14d (siehe auch 4 und 6) bilden zusammen mit dem Mantel 7, welcher diese überdeckt, einen ersten Absaugkanal 21 und einen zweiten Absaugkanal 22. Durch die Absaugkanäle 21 und 22 strömt bei einer eingeschalteten Absaugeinrichtung 911, welche in der 1 symbolisch dargestellt ist, abhängig von einer Bohraktivität entweder reine Abluft AL oder mit Bohrmehl und/oder Bohrstaub angereicherte Ablauft AL (siehe auch 2). Die Absaugeinrichtung 911 ist mittels eines Adapters 912 an eine als Anschlussstutzen 23 ausgebildete Absaugöffnung 24 der Drehdurchführung 5 angeschlossen. Eine Längsachse L24 der Absaugöffnung 24 ist radial zu der Längsachse L1 des Absaugbohrwerkzeugs 1 ausgerichtet.

Die Drehdurchführung 5 umfasst eine bohrkopfseitiges Lager 25, ein einsteckendeseitiges Lager 26 sowie ein Gehäuse 28. Die beiden Lager 25, 26 sind als Gleitlager oder als Kugellager ausgebildet und in der 2 nur symbolisch dargestellt. Das bohrkopfseitige, vordere Lager 25 sitzt auf dem drehdurchführungsseitigen Endbereich 7b des Mantels 7 und das hintere Lager 26 sitzt auf einem wendelfreien Bereich 6b des Kerns 6. Durch die beiden Lager 25, 26 ist der Arbeitsabschnitt 3 gegenüber dem Gehäuse 28 der Drehdurchführung und dem an dem Gehäuse angeformten Anschlussstutzen 23 frei drehbar.

Gemäß einer mit einer gestrichelten Linie TR7.1 angedeuteten Ausführungsvariante endet der Mantel 7 bereits an dem vorderen Lager 25. Bei einer derartigen Bauform sind die Wendelnuten 14b und 14d dann bis zu dem Aufnahmeraum 20 hin durch das vordere Lager 25 bedeckt, welches dann direkt auf dem als Wendelwelle 16 ausgebildeten Abschnitt des Kerns 6 sitzt. Hierdurch bilden die Wendelnuten 14b und 14d auch im Bereich des vorderen Lagers 25 noch umfangsseitig geschlossene Absaugkanäle 21, 22.

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist es auch vorgesehen, dass der Mantel 7 - wie weitere gestrichelte Linien zeigen - bis in den Aufnahmeraum 20 (siehe TR7.2) oder bis an das hinteren Lager 26 (siehe TR7.3) oder bis unter das hintere Lager 26 (siehe TR7.4) oder bis über das hintere Lager 26 (siehe TR7.5) hinaus in Richtung des Einsteckendes 2 verlängert ist. Bei derartigen Bauformen weist der Mantel 7 dann analog zu den Einlässen 8 und 9 auch Auslässe auf, welche im Bereich des Aufnahmeraums 20 angeordnet sind und auf die Wendelnuten 14b und 14d derart ausgerichtet sind, dass die Abluft aus den Wendelnuten 14b und 14d durch diese Auslässe in den Aufnahmeraum 20 abströmen kann. Bei einer Verlängerung bis unter das hintere Lager 26 oder bis über das hintere Lager 26 hinaus sitzt das zweite Lager 26 dann vollständig oder teilweise auf dem Mantel 7. Sofern beide Lager 25, 26 auf dem Mantel 7 sitzen, ist es möglich, baugleiche Lager 25, 26 zu verwenden.

In Bezug auf die in den 1 bis 8 gezeigte erste Ausführungsvariante des Absaugbohrwerkzeugs 1 ist in der 1 entsprechend den mit gestrichelten Linien dargestellten Pfeilen P14a und P14b schematisch angedeutet wie unter dem Mantel 7 Zuluft ZL in Richtung des Bohrkopfes 4 strömt und Abluft AL in Richtung der Drehdurchführung 5 strömt. Hierbei strömen Zuluft ZL und Abluft AL unter dem Mantel 7 in den Wendelnuten 14a, 14b voneinander getrennt und spiralartig umlaufend. In den weiteren Wendelnuten 14c und 14d strömen Zuluft und Abluft in vergleichbarer Weise.

Weiterhin ergibt sich aus einer Zusammenschau der 1, 2 und 3, dass die Absaugkanäle 21, 22 sowohl in Bezug auf eine in Richtung der Längsachse L1 des Absaugbohrwerkzeugs 1 gemessene Länge, als auch in Bezug auf eine sich aus dem spiralförmigen Verlauf ergebende effektive Länge länger sind als die unter dem Mantel 7 verlaufenden Zuluftkanäle 18, 19.

Im Hinblick auf die oben erwähnten und durch die Linien TR7.4 und TR7.5 angedeuteten Ausführungsvarianten ist es auch vorgesehen, die Wendelwelle 16 bis unter das hintere Lager 26 oder bis über das hintere Lager 26 hinaus an dem Kern 6 auszubilden. Hierbei laufen die Absaugkanäle 21, 22 dann im Bereich des Aufnahmeraums 20 aus und münden durch entsprechend in dem Mantel 7 angebrachte Auslässe in den Aufnahmeraum 20. Die Zuluftkanäle 18, 19 laufen dann bis wenigstens unter das hintere Lager 26 und sind dann entweder in axialer Richtung geöffnet oder sind dann durch radial in dem Mantel 7 angeordnete Einlässe geöffnet.

In der 3 ist eine Ansicht des in der 1 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs 1 aus der in der 1 angegebenen Pfeilrichtung III dargestellt. In dieser Darstellung ist in Analogie zur Darstellung der 4 nochmals ein Ausschnitt des Mauerwerks 902 mit gestrichelten Linien dargestellt, in welchem durch den Bohrkopf 4 des Absaugbohrwerkzeug 1 das Bohrloch 903 hergestellt ist. Aus dieser Ansicht ist erkennbar, dass ein Außendurchmesser D7 des Mantels 7 kleiner als ein Wirkdurchmesser WD1 des Absaugbohrwerkzeugs 1 ist. Bei der in den 1 bis 8 gezeigten Ausführungsvariante ist ein Wirkdurchmesser WD1 des Absaugbohrwerkzeugs 1 etwa 10% größer als ein Außendurchmesser D7 des Mantels 7. Grundsätzlich ist es vorgesehen, dass der Wirkdurchmesser bei derartigen Absaugbohrwerkzeugen 5% bis 15% größer als der Außendurchmesser des Mantels ausgebildet ist. Ein Innendurchmesser d7 des Mantels 7 und ein Außendurchmesser D6 des Kerns 6 im Bereich der Wendelwelle 16 sind derart aufeinander abgestimmt, dass der Kern 6 mit seiner Wendelwelle 16 in einen Hohlraum 27 des Mantels 7 einsteckbar oder einpressbar ist, so dass diese ggf. unter Verwendung eines Klebstoffs verdrehfest und verschiebesicher miteinander verbunden sind. Der Außendurchmesser D6 des Kerns 6 beträgt wenigstens 50% und liegt vorzugsweise bei wenigstens 70% des Wirkdurchmessers WD1 des Absaugbohrwerkzeugs 1.

In der 9 ist eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Absaugbohrwerkzeugs 101 dargestellt. Die 10a bis 16 zeigen weitere Darstellungen dieses Absaugbohrwerkzeugs 101. Das Absaugbohrwerkzeug 101 umfasst ein Einsteckende 102 und einen mit dem Einsteckende 102 verbundenen Arbeitsabschnitt 103 sowie einen mit dem Arbeitsabschnitt 103 verbundenen Bohrkopf 104. Weiterhin umfasst das Absaugbohrwerkzeug 101 eine Drehdurchführung 105.

Der Arbeitsabschnitt 103 umfasst einen Kern 106, welcher mit dem Einsteckende 102 einstückig nach Art eines herkömmlichen einteiligen Bohrwerkzeugs ausgebildet ist (siehe insbesondere 16). Das Absaugbohrwerkzeug 101 erstreckt sich in Richtung seiner Längsachse L101.

Neben dem Kern 106 umfasst der Arbeitsabschnitt 103 auch einen rohrartigen Mantel 107. Der Mantel 107 ist in der 16 in Alleinstellung in einer von dem Kern abgezogenen Stellung gezeigt. In einem hinteren, der Drehdurchführung 105 nahen, drehdurchführungsseitigen Endbereich 107b, welcher einem bohrkopfseitigen Endbereich 107a gegenüber liegt, weist der Mantel 107 radial einen Einlass 108 für Zuluft ZL auf. Wie aus der Schnittdarstellung der 10a hervorgeht, welche einen Längsschnitt durch das Absaugbohrwerkzeug 101 im Bereich der Drehdurchführung 105 zeigt, weist der Mantel 107 gegenüber dem Einlass 108 einen zweiten Einlass 109 für Zuluft ZL auf. Die im Betrieb des Absaugbohrwerkzeugs 101 in die Einlässe 108 und 109 einströmende Zuluft ZL ist in der 10b durch in Strömungsrichtung der Zuluft ZL weisende Pfeile symbolisiert. Der Mantel 107 umfasst eine Außenmantelfläche AMF107 und eine Innenmantelfläche IMF107 (siehe 16). An dem drehdurchführungsseitigen Endbereich 107b des Mantels 107 weist dessen Außenmantelfläche AMF107 einen den Mantel 107 umlaufenden Oberflächenabschnitt OAS107 auf, welcher bezüglich seiner Oberflächenbeschaffenheit für die Montage der Drehdurchführung 105 vorbereitet ist.

Der Bohrkopf 104 umfasst ein Schneidelement 110 mit vier Schneiden 110a, 110b, 110c und 110d. Das Schneidelement 110 ist somit als Vierschneider ausgebildet, welcher zwei als Platten ausgebildete, sich kreuzende Schneidkörper 111, 112 umfasst.

Aus der 16 und einem in der 11 gezeigten Schnitt entsprechend der in der 9 eingezeichneten Schnittlinie XI-XI, sowie einer in der 12 gezeigten Draufsicht auf den Bohrkopf 104 in Pfeilrichtung XII (siehe 9) ist ersichtlich, dass an dem Kern 106 ein Profil 113 ausgebildet ist, welches zwischen vier parallel zu der Längsachse L101 des Absaugbohrwerkzeugs 101 verlaufenden Stegen 113a, 113b, 113c, 113d gebildete Längsnuten 114a, 114b, 114c und 114d umfasst. Der Kern 106 bildet somit eine Welle 115, welche als Profilwelle 116 ausgebildet ist. Die vier Längsnuten 114a bis 114d münden zum Bohrkopf 104 hin zwischen den sich kreuzenden Schneidkörpern 111, 112.

Zur Bildung des Arbeitsabschnitts 3 werden der Kern 106 und der Mantel 107, welche in der 16 als Einzelteile gezeigt sind, zusammengesteckt. Im zusammengesteckten Zustand deckt - wie z.B. in den 9, 11 und 12 gezeigt - der Mantel 107 die Längsnuten 114a bis 114d des Profils 113 des Kerns 106 ab. Beim Zusammenstecken wird der Mantel 107 von dem Einsteckende 102 her auf den Kern 106 aufgeschoben bzw. aufgepresst (siehe 16) bis der Mantel 107 in Bezug auf den Kern 106 in seiner z.B. in der 9 gezeigten Stellung, in welcher dieser an den Bohrkopf 104 angrenzt, steht. Im zusammengebauten Zustand liegt dann der Mantel 107 mit seiner Innenmantelfläche IMF7 auf Schultern S113a, S113b, S113c und S113d der Stege 113a bis 113d des Kerns 106 an (vergleiche 9, 11, 12).

In der 16 ist der Mantel 107 bereits mit zwei Sicken in Form von Längsrinnen 151 und 152 dargestellt, welche sich von dem Einlass 108 bzw. 109 in Richtung des bohrkopfseitigen Endbereichs 107a des Mantels 107 bis an eine vordere Stirnseite 107c des Mantels 107 erstrecken (siehe auch 12). Sofern der Mantel 107 über das Einsteckende 102 des Kerns 106 auf den Kern 106 aufgeschoben wird, werden diese Längsrinnen 151, 152 erst in den Mantel 107 eingeformt, wenn dieser auf den Kern 106 aufgeschoben ist.

Sofern der Bohrkopf 104 noch nicht mit dem Kern 106 verbunden ist, kann es auch vorgesehen sein, den Mantel 107 mit bereits eingeformten Längsrinnen 151, 152 derart mit dem Kern 106 zu verbinden, dass der Kern 106 von dem drehdurchführungsseitigen Endbereich 107b des Mantels 107 her in den Mantel 107 eingesteckt wird.

Der Mantel 107 ist drehfest um die Längsachse L101 des Absaugbohrwerkzeugs 101 und verschiebesicher in Richtung der Längsachse L101 des Absaugbohrwerkzeugs 101 auf dem Kern 106 gehalten, da die Längsrinnen 151, 152 in die Längsnuten 114d bzw. 114b eingeformt sind und da die Längsrinnen 151, 152 in Richtung der Längsachse L101 des Absaugbohrwerkzeugs 101 zwischen dem Bohrkopf 104 und Enden E114d bzw. E114b der Längsnuten 114d bzw. 114b gehalten sind. Dies ist insbesondere aus den 9, 10a, 10b und 13 ersichtlich. Optional ist es auch vorgesehen, den Kern 106 und den Mantel 107 unter Freihaltung der Längsnuten 114a bis 114d zusätzlich miteinander zu verkleben, um Relativbewegungen zwischen dem Mantel 107 und dem Kern 106 zu unterbinden. Der Mantel 107 ist mit seinen Einlässen 108, 109 derart auf den Kern 106 ausgerichtet, dass diese in die Längsnuten 114d bzw. 114b münden (siehe insbesondere 11). Hierdurch kann die Zuluft ZL im Betrieb des Absaugbohrwerkzeugs 101 in die Längsnuten 114b und 114d einströmen. Die durch den Mantel 107 abgedeckten Wendelnuten 114b und 114d bilden somit neben einem im Querschnitt kreisringähnlichen, äußeren Zuluftkanal 117, welcher - wie aus der 12 ersichtlich - zwischen einer Bohrlochwand 901 eines in einem Mauerwerk 902 ausgeführten Bohrlochs 903 ausgebildet ist, einen zweiten, inneren Zuluftkanal 118 und einen dritten, inneren Zuluftkanal 119. Der äußere Zuluftkanal 117 ist im Bereich der Längsrinnen 151, 152 weiterhin durch deren Querschnitte Q151 und Q152 vergrößert.

In der aufgeschnittenen Detaildarstellung der 14, welche das in der 9 dargestellte Absaugbohrwerkzeug 101 aus der in der 9 angegebenen Pfeilrichtung XIV um etwa 45° im Uhrzeigersinn um die Längsachse L101 gedreht zeigt, ist ersichtlich wie sich die Längsnut 114d bzw. der Zuluftkanal 118 durch den ersten Einlass 108 und wie sich die Längsnut 114b bzw. der Zuluftkanal 119 durch den zweiten Einlass 109 in eine Umgebung U öffnet, so dass Zuluft frei in die Zuluftkänale 118, 119 einströmen und durch diese in Pfeilrichtung P114a zu dem Bohrkopf 104 strömen kann. In der Darstellung der 14 sind der Arbeitsabschnitt 103 und die Drehdurchführung 105 jeweils zur Hälfte aufgeschnitten dargestellt, wobei der Kern 106 zur Erhaltung der Übersichtlichkeit nicht schraffiert ist.

Entsprechend ist in der in der 15 gezeigten Schnittdarstellung, in welcher das Absaugbohrwerkzeug 101 gegenüber der in der 15 gezeigten Drehstellung um 90° gegen den Uhrzeigersinn um die Längsachse L101 gedreht dargestellt ist, erkennbar, dass die zwischen den Längsnuten 114d und 114b verlaufenden Längsnuten 114a und 114c länger sind und bis in einen Aufnahmeraum 220 der Drehdurchführung 105 verlaufen. Da der Mantel 107 an dem Aufnahmeraum 120 endet, öffnet sich die Längsnuten 114a, welche einen ersten Absaugkanal 121 bildet, und die Längsnut 114c, welche einen zweiten Absaugkanal 122 bildet, in den Aufnahmeraum 120.

Die Längsnut 114a und die dieser gegenüberliegende Längsnut 114b bilden zusammen mit dem Mantel 107, welcher diese überdeckt, den ersten Absaugkanal 121 und den zweiten Absaugkanal 122. Durch die Absaugkanäle 121 und 122 strömt in Pfeilrichtung P114b bei einer eingeschalteten Absaugeinrichtung 911, welche in der 9 symbolisch dargestellt ist, abhängig von einer Bohraktivität entweder reine Abluft AL oder mit Bohrmehl und/oder Bohrstaub angereicherte Abluft AL. Die Absaugeinrichtung 911 ist mittels eines Adapters 912 an eine als Anschlussstutzen 123 ausgebildete Absaugöffnung 124 der Drehdurchführung 105 angeschlossen. Eine Längsachse L124 der Absaugöffnung 124 ist radial zu der Längsachse L101 des Absaugbohrwerkzeugs 101 ausgerichtet.

Die Drehdurchführung 105 umfasst ein bohrkopfseitiges Lager 125, ein einsteckendeseitiges Lager 126 sowie ein Gehäuse 128 (siehe insbesondere 10b, 14, 15). Die beiden Lager 125, 126 sind als Gleitlager oder als Kugellager ausgebildet und in den Zeichnungen nur symbolisch dargestellt. Das bohrkopfseitige, vordere Lager 125 sitzt auf dem drehdurchführungsseitigen Endbereich 107b des Mantels 107 und das hintere Lager 126 sitzt auf einem längsnutfreien Bereich 106b des Kerns 106.

In der Draufsicht der 10a stehen der Arbeitsabschnitt 103 und die Drehdurchführung 105 so zueinander, dass sowohl der Einlass 109 und die in diesen mündende Längsnut 114b als auch die in den Aufnahmeraum 120 mündende Längsnut 114a erkennbar sind. In dieser Ansicht ist somit auch ein Längenunterschied LU zwischen dem Zuluftkanal 118 und dem Absaugkanal 121 erkennbar, wobei dieser größer als eine Breite B125 des vorderen Lagers 125 ist.

Gemäß einer in der 10b mit einer Linie TR107.1 angedeuteten Ausführungsvariante endet der Mantel 107 bereits an dem vorderen Lager 125. Bei einer derartigen Bauform sind die Längsnuten 114b und 114d dann bis zu dem Aufnahmeraum 120 hin durch das vordere Lager 125 bedeckt, welches dann direkt auf dem als Profilwelle 116 ausgebildeten Abschnitt des Kerns 6 sitzt. Hierdurch bilden die Längsnuten 114b und 114d auch im Bereich des vorderen Lagers 125 noch umfangsseitig geschlossene Absaugkanäle 121, 122.

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist es auch vorgesehen, dass der Mantel 107 - wie weitere Linien zeigen - bis in den Aufnahmeraum 120 (siehe TR107.2) oder bis an das hintere Lager 126 (siehe TR107.3) oder bis unter das hintere Lager 126 (siehe TR107.4) oder bis über das hintere Lager 126 (siehe TR107.5) hinaus in Richtung des Einsteckendes verlängert ist. Bei derartigen Bauformen weist der Mantel 107 dann analog zu den Einlässen 108 und 109 weitere Einlässe auf, welche im Bereich des Aufnahmeraums 120 angeordnet sind und auf die Längsnuten 114b und 114d derart ausgerichtet sind, dass die Abluft aus den Längsnuten 114b und 114d in den Aufnahmeraum 120 abströmen kann. Bei einer Verlängerung bis unter das hintere Lager 126 oder bis über das hintere Lager 126 hinaus sitzt das zweite Lager 126 dann vollständig oder teilweise auf dem Mantel 107. Sofern beide Lager 125, 126 auf dem Mantel 107 sitzen, ist es möglich, baugleiche Lager zu verwenden.

In Bezug auf die in den 9 bis 16 gezeigte zweite Ausführungsvariante des Absaugbohrwerkzeugs 101 ist in der 9 durch die mit gestrichelten Linien dargestellten Pfeile P114a und P114b schematisch angedeutet wie unter dem Mantel 107 Zuluft in Richtung des Bohrkopfes 104 strömt und Abluft in Richtung der Drehdurchführung 105 strömt. Hierbei strömen Zuluft und Abluft unter dem Mantel 7 in den Längsnuten 114a bis 114d getrennt voneinander und parallel zu der Längsachse L101 des Absaugbohrwerkzeugs 101.

Weiterhin ergibt sich aus einer Zusammenschau der 9 und 16, dass die Absaugkanäle 121, 122 in Bezug auf eine in Richtung der Längsachse L101 des Absaugbohrwerkzeugs 101 gemessene Länge länger sind als die unter dem Mantel 107 verlaufenden Zuluftkanäle 118, 119.

Im Hinblick auf die oben erwähnten und durch die Linien TR107.4 und TR107.5 angedeuteten Ausführungsvarianten ist es auch vorgesehen, die Profilwelle 116 bis unter das hintere Lager 126 oder bis über das hintere Lager 126 hinaus an dem Kern 106 auszubilden. Hierbei laufen die Absaugkanäle 121, 122 dann im Bereich des Aufnahmeraums 120 aus und münden durch entsprechend in dem Mantel 107 angebrachte Auslässe in den Aufnahmeraum 120. Die Zuluftkanäle 118, 119 laufen dann bis wenigstens unter das hintere Lager 126 und sind entweder in axialer Richtung geöffnet oder sind durch radial in dem Mantel 107 angeordnete Einlässe geöffnet.

In der 12 ist eine Ansicht des in der 9 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs 101 aus der in der 9 angegebenen Pfeilrichtung XII dargestellt. In dieser Darstellung ist - wie bereits erwähnt - ein Ausschnitt des Mauerwerks 902 mit gestrichelten Linien dargestellt, in welchem durch den Bohrkopf 104 des Absaugbohrwerkzeug 101 das Bohrloch 903 hergestellt ist. Aus dieser Ansicht ist erkennbar, dass ein Außendurchmesser D107 des Mantels 107 kleiner als ein Wirkdurchmesser WD101 des Absaugbohrwerkzeugs 101 ist. Bei der in den 9 bis 16 gezeigten zweiten Ausführungsvariante ist ein Wirkdurchmesser WD101 des Absaugbohrwerkzeugs 101 etwa 10% größer als der Außendurchmesser D107 des Mantels 107. Grundsätzlich ist es vorgesehen, dass der Wirkdurchmesser bei derartigen Absaugbohrwerkzeugen 5% bis 15% größer als der Außendurchmesser D107 des Mantels 107 ausgebildet ist. Ein Innendurchmesser d107 des Mantels 107 und ein Außendurchmesser D106 des Kerns 106 im Bereich seiner Profilwelle 116 sind derart aufeinander abgestimmt, dass der Kern 106 mit seiner Profilwelle 116 in einen Hohlraum 127 des Mantel 107 (siehe 16) einsteckbar oder einpressbar ist, so dass diese ggf. unter Verwendung eines Klebstoffs verdrehfest und verschiebesicher miteinander verbunden sind. Der Außendurchmesser D106 des Kerns 106 beträgt wenigstens 50% und liegt vorzugsweise bei wenigstens 70% des Wirkdurchmessers WD101 des Absaugbohrwerkzeugs 101. Die in den Mantel 107 eingeformten Längsrinnen 151 und 152 bilden Außenmantelnuten 153, 154 durch welche zusätzlich Zuluft zwischen der Bohrlochwand 901 und dem Mantel 107 des Absaugbohrwerkzeugs 101 zum Bohrkopf 104 strömen kann.

Sofern der Kern 106 des Absaugbohrwerkzeugs 101 derart dimensioniert ist, dass ein Durchmesser D102 des Einsteckendes 102 kleiner oder gleich einem Durchmesser D115 der Welle 115 ist, kann der Mantel 107 bei der Montage von dem Einsteckende 102 her auf den Kern 106 aufgeschoben werden, um einen aus dem Kern 106 und dem Mantel 107 bestehenden Grundkörper 129 zu bilden (siehe 16). Bei einer derartigen Montage des Mantels 107 ist auch möglich, dass der Bohrkopf 104 bereits mit dem Kern 106 verbunden ist.

Sofern entsprechend einer nicht dargestellten Ausführungsvariante der Kern des Absaugbohrwerkzeugs derart dimensioniert ist, dass ein Durchmesser des Einsteckendes größer als ein Durchmesser der Welle ist, kann der Mantel bei der Montage nur von einem dem Einsteckende gegenüberliegenden Ende her auf den Kern aufgeschoben werden, um einen aus dem Kern und dem Mantel bestehenden Grundkörper zu bilden. Bei einer derartigen Montage des Mantels wird der Bohrkopf nach der Verbindung von Kern und Mantel mit dem Kern verbunden. Alternativ hierzu ist es auch vorgesehen, den Mantel - wie zur ersten Ausführungsvariante beschrieben - durch einen Schlitz aufzutrennen und dann entweder in axialer Richtung wie eine Hülse oder in radialer Richtung wie eine Spange auf den Kern aufzubringen. Hierbei ist es vorgesehen, dass der Mantel dann insbesondere derart an den Kern angeformt wird, dass der Schlitz nach dem Anformen in einer Längsrinne liegt.

Bei einer nicht dargestellten Untervariante der zweiten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, dass die Welle nicht als Profilwelle, sondern als Wendelwelle ausgebildet ist und dass der Mantel in wenigstens eine Wendelnut der Wendelwelle eingeformt ist, so dass wenigstens eine spiralförmig verlaufende Sicke bzw. Wendelrinne gebildet ist.

In den 17a bis 17c sind eine Seitenansicht, eine Ansicht von oben und eine Ansicht von unten einer dritten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Absaugbohrwerkzeugs 201 schematisch dargestellt. Das Absaugbohrwerkzeug 201 umfasst nur einen inneren Zuluftkanal 218, durch welchen ein sich zwischen einer Bohrlochwand 901 eines in der 17b angedeuteten Bohrlochs 903 und einem Mantel 207 des Absaugbohrwerkzeugs 201 äußerer Zuluftkanal 217 in seinem Querschnitt vergrößert wird. Der innere Zuluftkanal 218 ist unter dem Mantel 207 in einer in einem Kern 206 des Absaugbohrwerkzeugs ausgeführten Längsnut 214a ausgebildet und verläuft von einem Bohrkopf 204 bis zu einem Einlass 208 parallel zu einer Längsachse L201 des Absaugbohrwerkzeugs 201. Zwischen einer zweiten Längsnut 214b, welche an dem Kern 206 ausgebildet ist, und dem Mantel 207 ist ein Absaugkanal 221 ausgebildet. Dieser Absaugkanal 221 verläuft von dem Bohrkopf 204 bis in einen Aufnahmeraum 220 einer Drehdurchführung 205. Die Drehdurchführung 205 ist an eine nicht dargestellte Absaugeinrichtung angeschlossen. Der Absaugkanal 221 öffnet sich in axialer Richtung parallel zu der Längsachse L201 des Absaugbohrwerkzeugs 201 in den Aufnahmeraum 220. Dies wird dadurch erreicht, dass sich die Längsnut 214a weiter in Richtung eines Einsteckendes 202 des Absaugbohrwerkzeugs 201 erstreckt als der Mantel 207 sich in diese Richtung erstreckt. Der Mantel 207 weist über seine gesamte, sich in Richtung der Längsachse L201 des Absaugbohrwerkzeugs erstreckende Länge einen kreisringförmigen Querschnitt auf und ist mit dem Kern 206 verklebt.

In der 18 ist eine Kopfansicht einer vierten Ausführungsvariante eines Absaugbohrwerkzeugs 301 in schematischer Darstellung gezeigt, wobei das Absaugbohrwerkzeug 301 vergleichbar zu der zweiten Ausführungsvariante, welche in den 9 bis 16 gezeigt ist, ausgeführt ist. Durch eine Kreislinie, welche einen als Vierschneider ausgebildeten Bohrkopf 304 umläuft, ist eine Bohrlochwand 901 angedeutet, so dass ein sich zwischen einem Mantel 307 und der Bohrlochwand 901 ausbildender äußerer Zuluftkanal 317 im Querschnitt erkennbar ist. Dieser ist durch Längsrinnen 351 und 352 vergrößert, durch welche der Mantel 307 in Längsnuten 314a und 314c eines Kerns 306 eingeformt ist. Die Längsrinne 351 ist schwächer eingeformt als die Längsrinne 352, so dass zwischen dem Mantel 307 und der Längsnut 314a noch ein Absaugkanal 353 ausgebildet ist. Die Längsnuten 314b und 314d liegen unter unverformten Bereichen des Mantels 307 und bilden Absaugkanäle 321 und 322.

In der 19 ist in zu der 18 vergleichbarer Weise eine fünfte Ausführungsvariante eines Absaugbohrwerkzeugs 401 in schematischer Darstellung gezeigt. Ein Bohrkopf 404 ist als Dreischneider ausgeführt. Entsprechend weist ein Kern 406 drei im Querschnitt teilweise unterschiedlich geformte Längsnuten 414a, 414b und 414c auf. Zur Vergrößerung eines für den Zustrom von Zuluft zur Verfügung stehenden Querschnitts, ist ein Mantel 407 in die Längsnut 414a eingeformt, so dass ein vergrößerter äußerer Zuluftkanal 417 gebildet ist. Die anderen beide Längsnuten 414b und 414c werden durch den Mantel 407 überdeckt und bilden Absaugkanäle 421 und 422.

In den 20 bis 24 sind als sechste bis zehnte Ausführungsvariante Absaugbohrwerkzeuge 501 in vergleichbarer Weise wie in den 18 und 19 gezeigt. Diesen ist es gemeinsam, dass ein Bohrkopf 504 als Zweischneider ausgebildet ist. Entsprechend werden für alle fünf Variante gleiche Bezugszeichen verwendet.

Die in der 20 gezeigte sechste Ausführungsvariante des Absaugbohrwerkzeugs 501 umfasst zwei Absaugkanäle 521, 522 und einen durch eine Längsrinne 551 vergrößerten äußeren Zuluftkanal 517.

Die in der 21 gezeigte siebte Ausführungsvariante des Absaugbohrwerkzeugs 501 umfasst einen Absaugkanal 521 und einen durch eine Längsrinne 551 vergrößerten äußeren Zuluftkanal 517.

Die in der 22 gezeigte achte Ausführungsvariante des Absaugbohrwerkzeugs 501 umfasst zwei Absaugkanäle 521, 522 und einen im Querschnitt kreisringförmigen, äußeren Zuluftkanal 517. Hierbei haben die Absaugkanäle 521, 522 unterschiedliche Querschnitte und ein Mantel 507 ist sickenfrei bzw. längsrinnenfrei ausgebildet.

Die in der 23 gezeigte neunte Ausführungsvariante des Absaugbohrwerkzeugs 501 umfasst zwei Absaugkanäle 521, 522 und einen im Querschnitt kreisringförmigen, äußeren Zuluftkanal 517. Hierbei haben die Absaugkanäle 521, 522 deckungsgleiche Querschnitte und ein Mantel 507 ist längsrinnenfrei ausgebildet.

Die in der 24 gezeigte zehnte Ausführungsvariante des Absaugbohrwerkzeugs 501 umfasst einen Absaugkanal 521 und einen im Querschnitt kreisringförmigen, äußeren Zuluftkanal 517. Hierbei ist ein Mantel 507 längsrinnenfrei ausgebildet.

In den 25 bis 32 sind von elften bis fünfzehnten Ausführungsvarianten eines erfindungsgemäßen Absaugbohrwerkzeugs 601 jeweils schematische Schnittansichten gezeigt. Im Schnittbereich ist ein Kern 606 als Profilwelle 616 ausgebildet und wird von einem Mantel 607 umhüllt. Zur Erhaltung der Übersichtlichkeit wurde in den 25 bis 32 auf das Schraffieren geschnittener Flächen verzichtet.

Die in der 25 gezeigte elfte Ausführungsvariante zeigt ein Absaugbohrwerkzeug 601, wobei ein Mantel 607 in Form einer Längsrinne 651 in eine erste Längsnut 614a eingedrückt ist, wobei eine zweite Längsnut 614b einen Absaugkanal 621 bildet.

Die in der 26 gezeigte zwölfte Ausführungsvariante zeigt ein Absaugbohrwerkzeug 601, wobei ein Mantel 607 in Form einer Längsrinne 651 in eine Längsnut 614a leicht eingedrückt ist, so dass zwischen dem Mantel 607 und der Längsnut 614a ein Absaugkanal 621 ausgebildet ist.

Die in der 27 gezeigte dreizehnte Ausführungsvariante zeigt ein Absaugbohrwerkzeug 601, wobei ein Mantel 607 in Form von Längsrinnen 651, 652 in zwei gegenüberliegende Längsnuten 614a, 614c vollständig eingedrückt ist und wobei der Mantel 607 zwei weitere, gegenüberliegende Längsnuten 614b, 614d überdeckt und so zwei Absaugkanäle 621, 622 bildet. Hierbei ist der Schnitt in einem Bohrloch 903 ausgeführt, welches in einem Mauerwerk 902 ausgebildet ist. In der 28 ist der Schnitt durch das Absaugbohrwerkzeug 601 nochmals ohne Darstellung des Mauerwerks gezeigt.

In der 29 ist als vierzehnte Ausführungsvariante eine Abwandlung des in den 27 und 28 gezeigten Absaugbohrwerkzeugs gezeigt. Ein in der 29 gezeigtes Absaugbohrwerkzeug 601 weist einen Mantel 607 auf, der parallel zu einer senkrecht auf der Zeichnungsebene stehenden Längsachse L601 durchgehend geschlitzt ist, so dass dieser z.B. auch quer zum Verlauf der Längsachse L601 auf einen Kern 606 aufgeschoben und angeformt werden kann. In der 30 ist der Mantel 607 in Alleinstellung und in einem leicht aufgebogenen Zustand gezeigt. Selbstverständlich kann der Mantel 307 auch in Richtung des Verlaufs der Längsachse L601 auf den Kern 606 aufgeschoben werden.

In der 31 ist in Ergänzung der Darstellungen zu der in den 27 und 28 gezeigten, dreizehnten Ausführungsvariante die Darstellung der 27 mit zusätzlich eingeblendeter Schneidplatte 611 gezeigt, so dass erkennbar ist, dass ein Durchmesser des Bohrlochs 903 durch einen Bohrkopf 604 bestimmt wird.

In der 32 ist als vierzehnte Ausführungsvariante eine Ausführungsvariante zu der in den 27, 28 und 31 gezeigten dreizehnten Ausführungsvariante dargestellt. Diese unterscheidet sich von der dreizehnten Ausführungsvariante dadurch, dass ein Mantel 607 wie der in den 29 und 30 gezeigte Mantel durch einen Längsschlitz geteilt ist, wobei der Mantel 607 durch ein Verbindungsmittel 660 zu einem geschlossenen Rohr verschlossen ist.

Gemäß einer in der 7 schematisch angedeuteten fünfzehnten Ausführungsvariante ist es auch vorgesehen, den Mantel 7 als eine von seinem bohrkopfseitigen Endbereich 7a aus parallel zu der Längsachse L1 über seine Länge L7 als teilweise (wie in der 7 schematisch dargestellt) oder als vollständig durch einen gerade verlaufenden Schlitz 81 aufgetrennte Schlitzhülse 82 auszubilden. Hierdurch ist ein Einschieben des Kerns 4 in den Mantel 7 wenigstens bereichsweise erleichtert. Nach der Montage von Kern 6 und Mantel 7 bzw. Schlitzhülse 82 ist es vorgesehen, sich an dem Schlitz 81 gegenüber liegende Längskanten 83, 84 des Mantels 7 miteinander zu verbinden und insbesondere zu verkleben und/oder zu verlöten und/oder zu verschweißen.

Gemäß einer ebenfalls in der 7 schematisch angedeuteten sechzehnten Ausführungsvariante ist es auch vorgesehen, den Mantel 7 als eine von seinem bohrkopfseitigen Endbereich 7a aus über seine Länge L7 als teilweise (wie in der 7 schematisch dargestellt) oder als vollständig durch einen wendelförmig umlaufenden Schlitz 85 aufgetrennte Schlitzhülse 86 auszubilden. Hierdurch ist ein Einschieben des Kerns 4 in den Mantel 7 wenigstens bereichsweise erleichtert. Nach der Montage von Kern 6 und Mantel 7 bzw. Schlitzhülse 86 ist es vorgesehen, sich an dem Schlitz 85 gegenüber liegende Längskanten 87, 88 des Mantels 7 miteinander zu verbinden und insbesondere zu verkleben und/oder zu verlöten und/oder zu verschweißen.

Bezugszeichenliste

1
Absaugbohrwerkzeug
2
Einsteckende
3
Arbeitsabschnitt
4
Bohrkopf
5
Drehdurchführung
6
Kern
6b
wendelfreier Bereich von 6
7
Mantel
7a
bohrkopfseitiger Endbereich von 7
7b
drehdurchführungsseitiger Endbereich von 7
8
erster Einlass an 7b
9
zweiter Einlass an 7b
10
Schneidelement
10a - 10d
Schneide
11, 12
Schneidkörper
13
Wendel
13a - 13d
Steg von 13
14a - 14d
Wendelnut
15
Welle
16
Wendelwelle
17
äußerer Zuluftkanal
18
innerer Zuluftkanal
19
innerer Zuluftkanal
20
Aufnahmeraum
21
erster Absaugkanal
22
zweiter Absaugkanal
23
Anschlussstutzen
24
Absaugöffnung
25
vorderes Lager von 5
26
hinteres Lager von 5
27
Hohlraum von 7
28
Gehäuse von 5
81
gerade verlaufender Schlitz in 7
82
Schlitzhülse gebildet aus 7
83, 84
Längskante von 7 an 81
85
wendelförmig umlaufender Schlitz in 7
86
Schlitzhülse
87, 88
Längskante von 7 an 85
AL
Abluft
AMF7
Außenmantelfläche von 7
D7
Außendurchmesser von 7
d7
Innendurchmesser von 7
WD1
Wirkdurchmesser von 1
D6
Außendurchmesser von 6
IMF7
Innenmantelfläche von 7
L1
Längsachse von 1
L24
Längsachse von 24
P14a, P14b
Pfeil
OAS
Oberflächenabschnitt
S13a - S13d
Schulter von 13a - 13d
TR7.1 - TR7.5
Linie
U
Umgebung
ZL
Zuluft
101
Absaugbohrwerkzeug
102
Einsteckende
103
Arbeitsabschnitt
104
Bohrkopf
105
Drehdurchführung
106
Kern
106b
längsnutfreier Bereich von 106
107
Mantel
107a
bohrkopfseitiger Endbereich von 107
107b
drehdurchführungsseitiger Endbereich v. 107
107c
vordere Stirnseite von 107
108
erster Einlass an 107b
109
zweiter Einlass an 107b
110
Schneidelement
110a - 110d
Schneide
111, 112
Schneidkörper
113
Profil
113a - 113d
Steg von 113
114a - 114d
Längsnut
115
Welle
116
Profilwelle
117
äußerer Zuluftkanal
118
innerer Zuluftkanal
119
innerer Zuluftkanal
120
Aufnahmeraum
121
erster Absaugkanal
122
zweiter Absaugkanal
123
Anschlussstutzen
124
Absaugöffnung
125
vorderes Lager von 105
126
hinteres Lager von 105
127
Hohlraum von 107
128
Gehäuse von 105
129
Grundkörper aus 106 und 107
151, 152
Längsrinne in 107
153, 154
Außenmantelnut an 107
AMF107
Außenmantelfläche von 107
B125
Breite von 125
D102
Durchmesser von 102
D106
Außendurchmesser von 106
D107
Außendurchmesser von 107
d107
Innendurchmesser von 107
D115
Durchmesser von 115
E114b, E114d
Ende von 114b, 114d
IMF107
Innenmantelfläche von 107
LU
Längenunterschied
L101
Längsachse von 101
L124
Längsachse von 124
P114a, P114b
Pfeil
S113a - S113d
Schulter von 113a - 113d
TR107.1 - TR107.5
Linie
WD101
Wirkdurchmesser von 101
Q151, Q152
Querschnitt von 151, 152
201
Absaugbohrwerkzeugs 201
202
Einsteckendes 202
204
Bohrkopf 204
205
Drehdurchführung 205
206
Kern 206
207
Mantel 207
208
Einlass 208
214a
Längsnut 214a
214b
zweiten Längsnut 214b
218
innerer Zuluftkanal 218
220
Aufnahmeraum 220
221
Absaugkanal 221
L201
Längsachse L201
301
Absaugbohrwerkzeugs 301
304
Bohrkopf 304
306
Kerns 306
307
Mantel 307
314a, 314c
Längsnuten 314a und 314c
314b, 314d
Längsnuten 314b und 314d
317
äußerer Zuluftkanal 317
321, 322
Absaugkanäle 321 und 322.
351, 352
Längsrinnen 351 und 352
353
Absaugkanal 353
401
Absaugbohrwerkzeugs 401
406
Kern 406
407
Mantel 407
414a - 414c
Längsnuten 414a, 414b und 414c
417
äußerer Zuluftkanal 417
421, 422
Absaugkanäle 421 und 422.
501
Absaugbohrwerkzeuge
504
Bohrkopf 504
507
Mantel 507
517
äußeren Zuluftkanal 517.
521, 522
Absaugkanäle 521, 522
551
Längsrinne 551
601
Absaugbohrwerkzeugs 601
606
Kern 606
607
Mantel 607
611
Schneidplatte 611
614a - 614d
Längsnut
616
Profilwelle 616
621, 622
Absaugkanal 621, 622
651, 652
Längsrinnen 651, 652
660
Verbindungsmittel
L601
Längsachse L601
901
Bohrlochwand
902
Mauerwerk
903
Bohrloch
911
Absaugeinrichtung

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 19810192 A1 [0002]