Title:
Längenverstellbarer Teleskopstab
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft einen längenverstellbaren Teleskopstab mit wenigstens zwei ineinander verschiebbar angeordneten Rohren 2a, 2b, 2c, 2d wobei in dem Bereich des Rohrübergangs von je zwei der ineinander verschiebbar angeordneten Rohre 2a, 2b, 2c, 2d jeweils eine Verbindungsmuffe 3 zur Verbindung der beiden Rohre angeordnet ist. Das Verstellen der Länge des Teleskopstabs wird dadurch verbessert, dass an einem ersten Ende 4 des Teleskopstabs 1 eine Einlassöffung 5 zum Einlassen eines mit Druck beaufschlagten fluiden Mediums in den Teleskopstab 1 und ein Anschlusselement 6 zum Anschluss des ersten Endes 4 des Teleskopstabs 1 an ein Reservoir des mit Druck beaufschlagten fluiden Mediums und an einem zweiten Ende 7 des Teleskopstabs 1 eine Auslassöffnung 8 zum Ausströmen des Mediums aus dem Teleskopstab 1 und ein Auslassventil 9 zum Einstellen der aus dem Teleskopstab 1 ausströmenden Menge des Mediums vorgesehen sind. Die jeweilige Verbindungsmuffe 3 weist eine dynamische Dichtungsanordnung zum Abdichten des Rohrübergangs zwischen den zwei ineinander verschiebbar angeordneten Rohren 2a, 2b, 2c, 2d gegenüber dem Medium auf. Zwischen dem ersten und dem zweiten Ende 4, 7 des Teleskopstabs 1 ist eine elastische Rückstelleinrichtung derart ausgebildet, dass der Teleskopstab 1 durch Verschieben der Rohre 2a, 2b, 2c, 2d in eine vorgegebene maximale Länge und in eine vorgegebene minimale Länge gebracht und gehalten werden kann, wobei der Teleskopstab 1 zur Begrenzung der minimalen und der maximalen Länge Anschlagselemente für die Rohre 2a, 2b, 2c, 2d aufweist. embedded image




Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102016124868A
Publication Date:
07/19/2018
Filing Date:
12/19/2016
Assignee:
Klöber, Wolfgang, 79650 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202014006058U1N/A2014-09-02
DE19859700A1N/A2000-07-13
DE3933109A1N/A1990-04-12
DE3804889A1N/A1989-08-31



Attorney, Agent or Firm:
Hornig, Leonore, Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 79115, Freiburg, DE
Claims:
Längenverstellbarer Teleskopstab mit wenigstens zwei ineinander verschiebbar angeordneten Rohren, wobei in dem Bereich des Rohrübergangs von je zwei der ineinander verschiebbar angeordneten Rohre jeweils eine Verbindungsmuffe zur Verbindung der beiden Rohre angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
- an einem ersten Ende (4) des Teleskopstabs (1) eine Einlassöffung (5) zum Einlassen eines mit Druck beaufschlagten fluiden Mediums in den Teleskopstab (1) und ein Anschlusselement (6) zum Anschluss des ersten Endes (4) des Teleskopstabs (1) an ein Reservoir des mit Druck beaufschlagten fluiden Mediums,
- an einem zweiten Ende (7) des Teleskopstabs (1) eine Auslassöffnung (8) zum Ausströmen des Mediums aus dem Teleskopstab (1) und ein Auslassventil (9) zum Einstellen der aus dem Teleskopstab (1) ausströmenden Menge des Mediums vorgesehen sind,
- die jeweilige Verbindungsmuffe (3) eine dynamische Dichtungsanordnung zum Abdichten des Rohrübergangs zwischen den zwei ineinander verschiebbar angeordneten Rohren (2a, 2b, 2c, 2d) gegenüber dem Medium aufweist, und
- zwischen dem ersten und dem zweiten Ende (4, 7) des Teleskopstabs (1) eine elastische Rückstelleinrichtung derart ausgebildet ist, dass die ineinander verschiebbar angeordneten Rohre (2a, 2b, 2c, 2d) des Teleskopstabs (1) so gegeneinander verschiebbar sind, dass der Teleskopstab (1)in eine vorgegebene maximale Länge und in eine vorgegebene minimale Länge gebracht und gehalten werden kann, wobei der Teleskopstab (1) zur Begrenzung der minimalen und der maximalen Länge Anschlagselemente für die Rohre (2a, 2b, 2c, 2d) aufweist.

Teleskopstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Ende (4) des Teleskopstabs (1) ein Einlassventil (16) zum Regeln des Volumenstroms des Mediums durch die Einlassöffnung (5) in den Teleskopstab (1) vorgesehen ist.

Teleskopstab nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Rückstelleinrichtung eine Zugfeder (12) umfasst sowie ein erstes und ein zweites Einhängeelement (10, 11) zum Einhängen der Zugfeder (12), wobei das erste Einhängeelement (10) an dem ersten Ende (4) und das zweite Einhängeelement (11) an dem zweiten Ende (7) des Teleskopstabs (1) befestigt ist.

Teleskopstab nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei der ineinander verschiebbar angeordneten Rohre (2a, 2b, 2c, 2d) in Längsrichtung des Teleskopstabs (1) jeweils eine Längsrille aufweisen, die so geformt sind, dass die Längsrillen der zwei ineinander verschiebbar angeordneten Rohre (2a, 2b, 2c, 2d) derart zueinander korrespondieren, dass die Rohre (2a, 2b, 2c, 2d)in Längsrichtung gegeneinander verschiebbar und in radialer Richtung in einer festen Position zueinander gehalten werden.

Teleskopstab nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zweiten Ende (7) des Teleskopstabs (1) ein Aufnahmeelement (13) zur Befestigung eines weiterführenden Arbeitsgerätes (14) vorgesehen ist.

Teleskopstab nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Auslassventil (9) ein Dosierventil verwendet wird, bei dem die Dosierung durch Drehen eines ersten Ventilteils des Auslassventils (9) gegenüber einem zweiten Ventilteil des Auslassventils (9) einstellbar ist, wobei der erste Teil des Auslassventils (9) fest mit dem inneren Rohr (2d) des Teleskopstabs (1) und der zweite Teil des Auslassventils (9) fest mit dem Aufnahmeelement (13) zur Befestigung eines weiterführenden Arbeitsgeräts (14) verbunden ist.

Teleskopstab nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Innern des Teleskopstabs (1) wenigstens ein Führungskolben (20a, 20b, 20c) vorgesehen ist, dessen Form und Außendurchmesser jeweils korrespondierend zu zwei der gegeneinander verschiebbaren Rohre (2a, 2b, 2c, 2d) ausgebildet ist.

Teleskopstab nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dynamische Dichtungsanordnung der Verbindungsmuffe (3) in dem Ende der Verbindungsmuffe (3), das auf dem inneren der beiden ineinander verschiebbaren Rohre (2a, 2b, 2c, 2d) aufliegt, eine elastische Formdichtung (21) aufweist, die formschlüssig zu der inneren Form der Verbindungsmuffe (3) an diesem Ende sowie zu der äußeren Form des inneren Rohres (2a, 2b, 2c, 2d) ausgebildet ist, sowie einen formschlüssigen Druckring (22), der hinsichtlich diesen Endes vor der Formdichtung (21) angeordnet ist.

Teleskopstab nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dynamische Dichtungsanordnung zumindest ein statisches Dichtungselement umfasst.

Teleskopstab nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmuffe (3) ein Gewinde aufweist, mit welchem sie auf einem korrespondierenden, sich auf dem äußeren der beiden ineinander verschiebbaren Rohre (2a, 2b, 2c, 2d) befindenden Gewinde befestigt ist.

Description:

Die Erfindung betrifft einen längenverstellbaren Teleskopstab mit wenigstens zwei ineinander verschiebbar angeordneten Rohren, wobei in dem Bereich des Rohrübergangs von je zwei der ineinander verschiebbar angeordneten Rohre jeweils eine Verbindungsmuffe zur Verbindung der beiden Rohre angeordnet ist.

Ein derartiger Teleskopstab kann für vielfältige Anwendungsbereiche verwendet werden. Hierzu wird auf ein Ende des Teleskopstabs ein weiterführendes Arbeitsgerät aufgebracht, das für die jeweilige Anwendung geeignet ist, z.B. Waschvorrichtungen, wie Einwascher, Fensterwischer, Waschbürsten, Strahldüsen etc., zum Reinigen von Gebäuden, Wintergärten, Glasflächen, Fassaden u.a., Vorrichtungen zum Auftragen von Farbe oder Putz für Malerarbeiten, Erntevorrichtungen zum Ernten von Obst, Oliven und ähnlichem, Schneidevorrichtungen zum Beschneiden von Bäumen, Sträuchern und andere.

Aus der DE 38 048 89 ist ein solcher längenverstellbarer Teleskopstab bekannt, der für Walz- und Sprühgeräte zum Auftragen von Farben und Putz verwendet wird, die auf den Teleskopstab montiert sind. Mittels eines Förderschlauchs, der zwischen einem mit dem Außenrohr und einem mit dem Innenrohr verbundenen Adapterstück geführt ist, wird die Farbe oder der Putz zu dem Walz- oder Sprühgerät befördert. Dabei verläuft der Förderschlauch durch das Innere des Teleskopstabs, wobei eine mit dem Stab verbundene Leithülse die überschüssige Länge des Schlauches in einer Schlaufe nach außen ableitet. Die Farbe oder der Putz werden mithilfe einer Pumpe durch den Förderschlauch befördert.

Aus der DE 39 331 09 ist eine längenverstellbare Teleskopstange bekannt, die mit einer Reinigungsvorrichtung für Behälter, insbesondere Flüssigkeitstanks verwendet wird. Die Teleskopstange dient zur Verlängerung einer Sprühlanze, die mit einem Dampfstrahlgerät verbindbar ist und an ihrem Vorderende einen über ein elastisches Zwischenstück angeordneten Sprühkopf aufweist.

Der Nachteil der in diesen Vorrichtungen verwendeten Teleskopstäbe besteht darin, dass die Länge des Teleskopstabs nur außerhalb des Arbeitsprozesses, für den der Teleskopstab eingesetzt wird, verändert werden kann. Wenn bei einem Arbeitsprozess aufgrund der räumlichen Gegebenheiten die Länge des Teleskopstabs verändert werden muss, muss der Arbeitsprozess unterbrochen werden, die Verbindungsmuffen gelöst, der Teleskopstab von Hand in die neue gewünschte Länge gebracht und in dieser Position die Verbindungsmuffen wieder arretiert werden. Erst danach kann der Arbeitsprozess wieder neu aufgenommen werden. Auch muss zur Veränderung eines Arbeitsvorgangs, z.B. wenn das auf den Teleskopstab aufgebrachte Arbeitsgerät gereinigt werden muss, der Teleskopstab mit dem gleichen gerade beschriebenen Aufwand verkleinert werden, so dass das zur jeweiligen Anwendung benutze Arbeitsgerät je nach Bedarf behandelt werden kann, und danach wieder zum nächsten Arbeitseinsatz vergrößert werden. Dies macht den eigentlichen Arbeitsvorgang unerwünscht zeitaufwändig.

Im Hinblick auf diesen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Teleskopstab zu schaffen, mit dem eine einfachere und schnellere Längenverstellung des Teleskopstabs möglich ist.

Diese Aufgabe wird durch einen gattungsgemäßen Teleskopstab gelöst, bei dem

  • - an einem ersten Ende des Teleskopstabs eine Einlassöffung zum Einlassen eines mit Druck beaufschlagten fluiden Mediums in den Teleskopstab und ein Anschlusselement zum Anschluss des ersten Endes des Teleskopstabs an ein Reservoir des mit Druck beaufschlagten fluide Mediums und
  • - an einem zweiten Ende des Teleskopstabs eine Auslassöffnung zum Ausströmen des Mediums aus dem Teleskopstab und ein Auslassventil zum Einstellen der aus dem Teleskopstab ausströmenden Menge des Mediums vorgesehen sind, wobei
  • - die jeweilige Verbindungsmuffe eine dynamische Dichtungsanordnung zum Abdichten des Rohrübergangs zwischen den zwei ineinander verschiebbar angeordneten Rohren gegenüber dem Medium aufweist, und wobei
  • - zwischen dem ersten und dem zweiten Ende des Teleskopstabs eine elastische Rückstelleinrichtung derart ausgebildet ist, dass die ineinander verschiebbar angeordneten Rohre des Teleskopstabs so gegeneinander verschiebbar sind, dass der Teleskopstab in eine vorgegebene maximale Länge und in eine vorgegebene minimale Länge gebracht und gehalten werden kann, wobei der Teleskopstab zur Begrenzung der minimalen und der maximalen Länge Anschlagselemente für die Rohre aufweist.

Gemäß der erfindungsgemäßen Ausbildung des Teleskopstabs wird erreicht, dass ein fluides, also ein flüssiges oder gasförmiges mit Druck beaufschlagtes Medium, insbesondere Druckluft oder Wasser aus einem mit Druck beaufschlagten Reservoir, beispielsweise einer Wasserleitung, einer Druckluftflasche, einem Druckerzeuger oder dergleichen, direkt und gezielt in den Teleskopstab an dessen ersten Ende eingeleitet und an dem zweiten Ende aus dem Teleskopstab ausgeleitet werden kann. Der Druck des Mediums wird hier durch den Druck am Ausgang des Reservoirs bestimmt. Das Durchflussvolumen des Mediums durch den Teleskopstab kann dabei durch ein geeignetes Einstellen des Auslassventils geregelt werden.

Bevor das Medium in den Teleskopstab eingelassen wird, entspricht der Druck in dem Teleskopstab dem Umgebungsdruck, also dem Normaldruck. Die Rohre sind bei diesem Normaldruck so ineinander angeordnet, dass der Teleskopstab eine minimale Länge aufweist. Die Rückstelleinrichtung ist so ausgebildet, dass der Teleskopstab bei Normaldruck in der minimalen Länge gehalten wird.

Wenn der Teleskopstab über das Anschlusselement an das gewählte Reservoir, das das Medium unter dem vorgegeben Druck enthält oder aus welchem das Medium unter diesem Druck austritt, angeschlossen wird, strömt nach dem Öffnen des Reservoirs das Medium mit dem vorgegeben Druck in den Teleskopstab. Dabei liegt der vorgegebene Druck des Medium typischerweise zwischen 1 bis 10 bar. Hierdurch verschieben sich die ineinander verschiebbar angeordneten Rohre entgegen der Rückstellkraft der Rückstelleinrichtung so lange, bis der Teleskopstab auf die vorgegebene maximale Länge ausgefahren ist, die durch die Anschlagselemente für die Rohre definiert ist bzw. dadurch, dass die Rohre an die Anschlagselemente für die maximale Länge des Teleskopstabs anstoßen. Der Teleskopstab kann mit der so eingestellten Länge so lange benutzt werden, wie der Druck des Mediums in dem Teleskopstab konstant aufrechterhalten wird. Wenn das Reservoir von dem Teleskopstab getrennt wird, und der Teleskopstab an einem seiner Enden offen ist, so dass das Medium entweichen kann und der Druck wieder auf Normaldruck sinkt, fährt der Teleskopstab wieder auf seine minimale Länge zurück. Die minimale Länge des Teleskopstabs ist dadurch definiert, dass die Rohre an dies oder die Anschlagselemente für die minimale Länge des Teleskopstabs anstoßen Der Teleskopstabs kann so auf einfache Weise auseinander- und zusammengefahren werden. Es ist kein Lösen und Befestigen der Verbindungsmuffen von Hand erforderlich. Das Verschieben der Rohre erfolgt automatisch durch Anlegen und Entfernen des mit Druck beaufschlagten Mediums von dem Teleskopstab und/oder durch Regeln des Auslassventils. Aufgrund der dynamischen Dichtungsanordnung der Verbindungsmuffen können die Rohre gegeneinander verschoben werden, ohne dass das Medium an den Übergangsbereichen der Rohre entweicht. Als mechanisches Anschlagselement für die minimale Länge des Teleskopstabs kann beispielsweise ein ringförmiges Element, wie ein Pressring hinter dem Anschlusselement in den Teleskopstab eingebracht werden. Es kann auch das Anschlusselement selbst als Anschlagselement verwendet werden. Auch können Führungskolben für die einzelnen Rohre angeordnet werden und jeweils ein Anschlagelement für die minimale Länge des Teleskopstabs bilden. Die Führungskolben können auch so ausgebildet sein, dass sie jeweils ein Anschlagselement für die maximale Länge des Teleskopstabs aufweisen, welches jeweils korrespondierend zu einem Anschlagselement in der Verbindungsmuffe ausgebildet ist. Alternativ können die Anschlagselemente zum Anschlag an einem korrespondierenden Anschlagselement in den Verbindungsmuffe an den Rohren selbst ausgebildet sein, beispielsweise als überstehende Ring- oder Einzelelemente.

Die Geschwindigkeit, mit der der Teleskopstab ausfährt und zusammenfährt, kann vorteilhafterweise durch die Einstellung des Auslassventils bestimmt werden. Ist das Auslassventil geschlossen, so wird der Teleskopstab bei anliegendem Druck sehr schnell in seine Endlage gefahren. Wird der Druck vollständig entfernt, z.B. durch Schließen oder Abkoppeln des Reservoirs, so fährt der Teleskopstab aufgrund seiner elastischen Rückstelleinrichtung entsprechend schnell wieder in seine Ausgangslage zurück. Ist das Auslassventil teilweise oder vollständig geöffnet, so erfolgt das Ausfahren und/oder das Zurückfahren des Teleskopstabs entsprechend langsamer. Durch das Regeln des Auslassventils bei einem mit Druck anliegenden Medium lässt sich zudem die Länge des Teleskopstabs auf eine beliebige Länge zwischen der minimalen und der maximalen Länge des Teleskopstabs einstellen. Diese Einstellung kann daher auch während eines Arbeitsprozesses erfolgen.

Wenn der Teleskopstab für eine Anwendung eingesetzt wird, bei welcher das fluide Medium selbst verwendet wird, insbesondere Wasser oder Druckluft, wie dies z.B. bei Reinigungsvorrichtungen der Fall ist, kann das aus dem Teleskopstab austretende Medium direkt für diese Anwendung bzw. diesen Arbeitsprozess verwendet werden. Die Menge des Mediums, die für den entsprechenden Arbeitsprozess gewünscht ist, kann mit dem Auslassventil je nach Bedarf geeignet eingestellt werden. Somit kann an dem zweiten Ende des Teleskopstabs an dessen Auslassöffnung die für den Arbeitsprozess gewünschte Menge des Mediums zur Verfügung gestellt werden und je nach Anwendung einer auf dem zweiten Ende des Teleskopstabs angeordneten Arbeitsvorrichtung zugeführt werden. Durch das Einstellen des Auslassventils wird der Volumenstrom des Mediums durch den Teleskopstab bestimmt. Die dynamische Dichtungsanordnung der Verbindungsmuffe gewährleistet, dass ein gewünschter Druck und Volumenstrom in dem Teleskopstab auch bei einer Bewegung der Rohre zueinander erhalten bleibt. Es kann hier also dasselbe Medium für eine spezifische Anwendung und für das Verändern der Länge des Teleskopstabs verwendet werden.

Es ist vorteilhaft, wenn das Anschlusselement am ersten Ende des Teleskopstabs einen Normanschluss entsprechend der Fluidtechnik des gewählten Fluids aufweist. Bei der Verwendung von Wasser als Medium können beispielsweise Innengewinde mit handelsüblicher Norm von Wasseranschlüssen, verwendet werden, oder bei der Verwendung von Druckluft Anschlüsse, wie sie in der Drucklufttechnologie üblich sind.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist an dem ersten Ende des Teleskopstabs ein Einlassventil zum Regeln des Volumenstroms des Mediums durch die Einlassöffnung in den Teleskopstab vorgesehen. Somit kann das Zuführen des Mediums und dessen Menge direkt am ersten Ende des Teleskopstabs eingestellt werden. Dies ermöglicht, dass der Teleskopstab in einem gewünschten Abstand zu dem Reservoir verwendet werden und dort eingestellt werden kann. Es wird hierdurch auch ein Verstellen des Teleskopstabs während eines Arbeitsvorgangs, entfernt von dem Reservoir, ermöglicht. Durch Regeln des Einlassventils kann der Volumenstrom des Mediums durch den Teleskopstab auch während des Arbeitsprozesses an dem ersten Ende des Teleskopstabs geeignet verändert werden. Zudem können das Einlassventil und das Auslassventil aufeinander abgestimmt werden, um den Volumenstrom des Mediums durch den Teleskopstab zu regeln. Somit kann die Länge des Teleskopstabs während eines Arbeitsprozesses noch besser verändert und an die äußeren Bedingungen angepasst werden.

Auch ist es vorteilhaft, wenn ein Druckreduzierventil vor der Einlassöffnung des Teleskopstabs angeordnet ist. Mithilfe des Druckreduzierventils kann erfindungsgemäß auch der Druck des Mediums in dem Teleskopstab unterhalb des durch das Reservoir vorgegebenen Drucks variiert werden. Es kann ein voreingestelltes Druckreduzierventil direkt an dem ersten Ende des Teleskopstabs angeordnet sein, durch welches der Druck in dem Teleskopstab auf einen maximalen Druck begrenzt wird, der unterhalb des Drucks des Reservoirs liegt, so dass die Ausfahr- und Einfahrgeschwindigkeit des Teleskopstabs vorab reduziert werden kann. Es ist vorteilhaft, wenn an dem ersten Ende des Teleskopstabs ein Griff ausgebildet ist, mit dem der Teleskopstab für die gewählte Anwendung leicht handhabbar ist. Zudem ist es günstig, wenn das Einlassventil derart angeordnet ist, dass es an dem Griff bedient werden können.

Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung umfasst die elastische Rückstelleinrichtung eine Zugfeder sowie ein erstes und ein zweites Einhängeelement zum Einhängen der Zugfeder, wobei das erste Einhängeelement an dem ersten Ende und das zweite Einhängeelement an dem zweiten Ende des Teleskopstabs befestigt ist. Dabei ist es günstig, wenn die erste Einhängevorrichtung an dem Anschlusselement des ersten Endes des Teleskopstabs befestigt ist und die zweite Einhängevorrichtung vor dem Auslassventil innerhalb des Teleskopstabes angeordnet ist. So erstreckt sich die Zugfeder über die gesamte Länge des Teleskopstabs und kann für eine Längenverstellung über einen großen Bereich verwendet werden.

Auch ist es vorteilhaft, wenn wenigstens zwei der ineinander verschiebbar angeordneten Rohre in Längsrichtung des Teleskopstabs jeweils eine Längsrille aufweisen, die so geformt sind, dass die Längsrillen der zwei ineinander verschiebbar angeordneten Rohre derart zueinander korrespondieren, dass die Rohre in Längsrichtung gegeneinander verschiebbar und in radialer Richtung in einer festen Position zueinander gehalten werden. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Rohre bei einer Änderung der Länge des Teleskopstabs in Längsrichtung geführt sind und nicht gegeneinander verdreht werden. Es ist auch günstig, wenn mehrere der Längsrillen entlang des Umgangs der Rohre ausgebildet sind. Hierdurch werden die Rohre weiter gegen ein unerwünschtes Verdrehen gegeneinander gesichert.

Auch ist es vorteilhaft, wenn an dem zweiten Ende des Teleskopstabs ein Aufnahmeelement zur Befestigung eines weiterführenden Arbeitsgerätes vorgesehen ist. Die Form des Aufnahmeelements wird geeignet zu den handelsüblichen Anschlüssen der gewünschten Arbeitsgeräte, wie Waschbürste, Schwamm, Bürste, Niederdruckelement, etc. gewählt. Auch kann dort eine Einrichtung zum Einbringen eines Reinigungsmittels vorgesehen sein. Das Aufnahmeelement kann so ausgebildet sein, dass das Auslassventil und das zweite Einhängeelement für die Zugfeder darin angeordnet sind und es mit diesen eine Einheit bildet.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird als Auslassventil ein Dosierventil verwendet, bei dem die Dosierung durch Drehen eines ersten Ventilteils des Auslassventils gegenüber einem zweiten Ventilteil des Auslassventils einstellbar ist. Der erste Ventilteil des Auslassventils ist dabei fest mit dem inneren Rohr und der zweite Ventilteil des Auslassventils ist fest mit dem Aufnahmeelement zur Befestigung eines weiteren Arbeitsgeräts verbunden. So kann das Dosierventil durch ein Drehen des innersten der Rohre gegenüber dem Aufnahmeelement eingestellt werden.

Hierzu ist es vorteilhaft, wenn das innere Rohr, zumindest an seinem dem Aufnahmeelement zugewandten Ende keine Längsrille aufweist, so dass es sich leicht gegenüber diesem drehen lässt. Wenn in den anderen Rohren und ggf. an dem dem angrenzenden Rohr zugewandten Ende des inneren Rohres Längsrillen vorgesehen sind, kann das Ventil leicht durch Drehen am ersten Ende des Teleskopstabs, und somit an dessen Griff eingestellt werden. Das zweite Ende des Teleskopstabs kann hierzu in einer festen Position gehalten werden, beispielsweise dadurch dass das zweite Ende durch einen Widerstand aufgrund eines auf den Teleskopstab aufgebrachten Arbeitsgerätes in einer festen Position gehalten wird. Durch ein Drehen an dem äußersten Rohr drehen sich die übrigen Rohre aufgrund der ineinander liegenden Längsrillen mit und bewirken eine Drehung des innersten der Rohre gegenüber dem Aufnahmeelement. So kann das Auslassventil während eines Arbeitsprozesses jederzeit auf einfache Weise eingestellt werden. Es kann hierdurch der Durchfluss des Mediums jeder Zeit geregelt werden und/oder der Teleskopstab auf eine beliebige Länge zwischen der minimalen und maximalen Länge ein- oder ausgefahren und/oder auf dieser Länge gehalten werden.

Auch ist es vorteilhaft, wenn in dem Innern des Teleskopstabs wenigstens ein Führungskolben vorgesehen ist, dessen Form und Außendurchmesser jeweils korrespondierend zu zwei der gegeneinander verschiebbaren Rohre ausgebildet ist. Somit weist der Führungskolben jeweils zwei unterschiedliche Durchmesser auf, die jeweils durch den entsprechenden Innendurchmesser der beiden gegeneinander verschiebbaren zu dem Kolben korrespondierenden Rohre gegeben ist. Hierdurch wird beim Ein- und Ausfahren des Teleskopstabs eine zuverlässige Führung der einzelnen Rohre bewirkt, indem das Kolbenelement entlang der Innenwand eines der korrespondierenden Rohre geführt wird und das innerhalb diesen Rohres angrenzende Rohr führt, wenn der Teleskopstab verlängert oder verkürzt wird. Auch kann der Führungskolben so ausgebildet sein, dass er ein Anschlagelement zum Anschlag an einem korrespondierenden Anschlagelement in jeweils einer der Muffen aufweist. Durch das Aneinanderstoßen dieser Anschlagelemente kann die Endposition beim Ausfahren des Teleskopstabs und damit eine maximale Länge des Teleskopstabs zuverlässig definiert werden.

Die Führungskolben können zu Längsrillen der Rohre korrespondierende Längsrillen aufweisen, so dass eine zusätzliche Führung beim Verändern der Länge des Teleskopstabs gewährleistet ist und ein Verdrehen der Rohre gegeneinander zusätzlich verhindert wird. Die Längsrillen der Rohe sind dabei durch eine Innenprofilierung der Rohre ausgebildet, die Längsrillen der/des Führungskolben durch eine Profilierung auf dessen Außenfläche, sowohl in dem Bereich mit dem größeren als auch in dem Bereich mit dem kleineren Durchmesser. Somit wird durch die zueinander korrespondierenden Rillen sozusagen eine formschlüssige Gleitverbindung in Längsrichtung zwischen den Kolben und den Rohren geschaffen, die ein Verdrehen der Rohre gegeneinander verhindert. Diese Anordnung kann zusätzlich zu dem oben beschriebenen Sichern gegen Verdrehen aufgrund der Längsrillen in den zueinander benachbarten Rohren vorgesehen sein. In den Rohren werden die Längsrillen durch Innen- und Außenprofilierung der Rohre ausgebildet. Je nach Bedarf kann die Anzahl und die Anordnung der Längsrillen geeignet gewählt und kombiniert werden.

Es ist günstig, wenn die dynamische Dichtungsanordnung der Verbindungsmuffe an bzw. in dem Ende der Verbindungsmuffe, das auf dem inneren der beiden ineinander verschiebbaren Rohre aufliegt, eine elastische Formdichtung, die formschlüssig zu der inneren Form der Verbindungsmuffe an diesem Ende und zu der Form des inneren Rohres ausgebildet ist, und einen formschlüssigen Druckring aufweist, der hinsichtlich diesen Endes vor der Formdichtung angeordnet ist. Die Form der Verbindungsmuffe kann an diesem Ende konisch ausgebildet sein und als Formdichtung kann entsprechend eine konische Dichtung verwendet werden. Die Dichtung ist vorzugsweise elastisch und weist ein geeignetes Spiel hinsichtlich der Öffnung auf. Form und Größe der Formdichtung wird so gewählt, dass die Dichtung beim Auseinander- und Zusammenfahren des Teleskopstabs diese Bewegung nicht bremst und gleichzeitig so aufsitzt, dass die Dichtung ein Austreten des Mediums aus dem Teleskopstab, auch während der Bewegung, verhindert. Wenn ein Führungskolben verwendet wird, ist dieser so ausgebildet, dass in der Endposition des Teleskopstabs, also bei dessen maximaler Länge, der Druckring mittels des Führungskolbens gegen die konische Dichtung gedrückt wird. Somit wird diese Dichtung zuverlässig gegen das Austreten des mit Druck beaufschlagten Mediums abgedichtet.

Ein zuverlässiges Abdichten der Rohrübergangsbereiche des Teleskopstabs wird dadurch verbessert, dass die dynamische Dichtungsanordnung zumindest ein statisches Dichtungselement umfasst. Geeignet hierfür ist die Anordnung eines O-Rings, bevorzugt eines O-Ring-Paares, insbesondere vor der Anordnung der Formdichtung mit dem Druckring am Ende der Verbindungsmuffe.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Verbindungsmuffe ein Gewinde auf, mit welchem sie auf einem korrespondierenden, sich auf dem äußeren der beiden ineinander verschiebbaren Rohre befindenden Gewinde befestigt ist. Das zu dem Gewinde der Verbindungsmuffe korrespondierende Gewinde auf dem Rohr kann günstigerweise durch Befestigen einer Gewindehülse auf dem Rohr realisiert werden. Die Verschraubung zwischen dem Rohr und der sich darauf befindenden Verbindungsmuffe kann durch die statische Dichtung zusätzlich zuverlässig abgedichtet werden.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.

Es zeigen:

  • 1 Eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Teleskopstabs mit einem Aufnahmeelement für Arbeitsvorrichtung (1a) und mit einer auf das Aufnahmeelement aufgebrachten Arbeitsvorrichtung (1b),
  • 2 ein Ausführungsbeispiel des ersten Endes des erfindungsgemäßen Teleskopstabs,
  • 3 ein Ausführungsbeispiel einer Verbindungsmuffe des erfindungsgemäßen Teleskopstabs und
  • 4 ein Ausführungsbeispiel des zweiten Endes des erfindungsgemäßen Teleskopstabs.

In den 1a und 1b ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen längenverstellbaren Teleskopstab 1 dargestellt. Der Teleskopstab 1 des gezeigten Ausführungsbeispiels umfasst vier ineinander verschiebbar angeordnete Rohre 2a, 2b, 2c, 2d. In dem Bereich des jeweiligen Rohrübergangs ist jeweils eine Verbindungsmuffe 3a, 3b, 3c angeordnet. An dem ersten Ende 4 des Teleskopstabs 1 ist eine Einlassöffnung 5 vorgesehen, die ein Anschlusselement 6 zum Anschluss des Teleskopstabs 1 an ein hier nicht gezeigtes Reservoir für ein mit Druck beaufschlagtes fluides Medium, beispielsweise eine Wasserleitung oder ein Druckluftbehälter, aufweist. Durch Anschließen des Anschlusselements 6 an das Reservoir kann das Medium durch die Einlassöffnung 5 in den Teleskopstab 1 hineinströmen. An dem zweiten Ende 7 des Teleskopstabs 1 ist eine Auslassöffnung 8 vorgesehen, durch welche das Medium aus dem Teleskopstab 1 ausströmen kann sowie ein Auslassventil 9, mit welchem die ausströmende Menge des Mediums geregelt werden kann.

An dem ersten Ende 4 des Teleskopstabs 1 ist ein erstes Einhängeelement 10 und an dem zweiten Ende 7 des Teleskopstabs 1 ist ein zweites Einhängeelement 11 für eine Zugfeder 12 vorgesehen. Die an den Einhängeelementen 10 und 11 befestigte Zugfeder 12 erstreckt sich entlang der gesamten Länge des Teleskopstabs 1. Die Parameter der Zugfeder 12, wie Länge, Federkonstante und dergleichen, sind so gewählt, dass bei einem vorgegebenen Druck des fluiden Mediums die Rohre 2a, 2b, 2c, 2d des Teleskopstabs 1 so gegeneinander verschiebbar sind, dass der Teleskopstab in eine vorgegebene maximale Länge gebracht und bei Normladruck wieder in die ursprüngliche Position gelangen kann, in der der Teleskopstab 1 seine minimale Länge aufweist, und in dieser Position gehalten werden.

Das zweite Ende 7 des Teleskopstabs 1 weist ein Aufnahmeelement 13 zur Befestigung eines weiterführenden Arbeitsgeräts auf (1a). In 1b ist der Teleskopstab 1 dargestellt, nachdem auf das Aufnahmeelement 13 ein solches Arbeitsgerät 14, hier ein Fensterwischer zur Glasreinigung, aufgebracht worden ist.

In 2 ist das erste Ende 4 des Teleskopstabs 1 genauer dargestellt. Die erste Einhängevorrichtung 10, in die die Zugfeder 12 eingehängt ist, ist in dem Anschlusselement 6 angeordnet und fest mit diesem verbunden. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass eine formschlüssige Einhängevorrichtung 10 in das Anschlusselement 6 eingebracht wird und aufgrund des Formschlusses darin festgehalten wird. An dem Anschlusselement 6 ist ein Druckreduzierventil 15 angeschlossen. Dieser Anschluss erfolgt hier über ein Innengewinde des Anschlusselements 6, welches eine entsprechend den für die verwendete Fluidtechnik typische Norm aufweist. Das Druckreduzierventil 15 ist entsprechend gewählt. Mit dem Druckreduzierventil 15 kann der Druck des aus dem Reservoir ausströmenden Mediums nach Bedarf reduziert werden. Durch eine feste Einstellung des Druckreduzierventils 15 kann die Ein- und Ausfahrgeschwindigkeit des Teleskopstabs begrenzt werden. Zudem ist ein Einlassventil 16 angeschlossen, welches hier vor dem Druckreduzierventil 15 angeordnet ist. Mit dem Einlassventil 16 kann das fluide Medium direkt an dem ersten Ende 4 des Teleskopstabs in diesen eingelassen werden. Zudem kann mit dem Einlassventil 16 der Volumenstrom in bzw. durch den Teleskopstab 1 direkt an dem ersten Ende des Teleskopstabs 1 geregelt werden. Das Druckreduzierventil 15 weist an seinem freien Ende einen Medienanschluss 17 für das druckbeaufschlaget Medium auf. Das Reservoir kann an diesem über eine weitere Leitung, insbesondere einen Wasserschlauch oder eine Druckluftleitung, angeschlossen werden, je nachdem, wie es für den Einsatz des Teleskopstabs 1 vorteilhaft ist. Auf dem äußeren der Rohre 2a ist an dem ersten Ende des Teleskopstabs 1 ein Griff 18 angebracht, mit welchem der Teleskopstab 1 gut handhabbar ist und leicht bedient werden kann.

In den Rohren 2a, 2b, 2c, 2d des Teleskopstabs 1 sind Führungskolben 20a, 20b, 20c angeordnet, deren Form jeweils korrespondierend zu den Innendurchmessern zweier der gegeneinander verschiebbaren Rohre 2a, 2b, 2c, 2d ausgebildet ist. Hierdurch kann bei einer Expansion und bei einem Zusammenziehen des Teleskopstabs 1 jeweils eines der Rohre 2a, 2b, 2c, 2d innerhalb des nach außen benachbarten Rohres 2a, 2b, 2c, 2d mit dem korrespondierenden Kolben 20a, 20b, 20c geführt und verschoben werden. Der Teleskopstab 1 ist hier mit einer Anordnung der Rohre 2a, 2b, 2c, 2d gezeigt, die der minimalen Länge des Teleskopstabs entspricht. Die Enden der Führungskolben weisen bzw. bilden hier jeweils Anschlagselemente für die minimale Länge des Teleskopstabs 1, die dann gegeben ist, wenn der erste Führungskolben 20a gegen das Anschlusselement 6 stößt und wenn die übrigen Führungskolben 20b, 20c gegen den jeweils angrenzenden Führungskolben 20a, 20b stoßen. Zudem ist an den Führungskolben 20a, 20b, 20c jeweils eine über das auf dem jeweiligen Führungskolben 20a, 20b, 20c aufliegenden innere der beiden Rohre 2b, 2c, 2d überstehenden Kante ausgebildet, die ein Anschlagselement zur Begrenzung des Teleskopstabs 1 auf die maximale Länge bildet. Wenn dieses Anschlagselement auf den Druckring 22 in der jeweiligen Verbindungsmuffe 3a, 3b, 3c stößt, ist die maximale Länge des Teleskopstabs 1 erreicht.

In 3 ist eine der Verbindungsmuffen 3a, 3b, 3c näher dargestellt. Es handelt sich hier um die Verbindungsmuffe 3c, die am nächsten zu dem zweiten Ende 7 des Teleskopstabs 1 angeordnet ist. Die Verbindungsmuffe 3c verbindet entsprechend die beiden inneren der ineinander verschiebbar angeordneten Rohre 2c, 2d, zwischen welchen ein Luftspalt 25 gezeigt ist. An dem Ende der Verbindungsmuffe 3c, das auf dem inneren der beiden ineinander verschiebbaren Rohre 2d aufliegt, ist die Verbindungsmuffe 3c konusförmig ausgebildet. In dem hierdurch beim Aufliegen auf die Rohre 2c, 2d entstehenden konusförmigen Hohlraum ist eine konusförmige, elastische Dichtung 21 angeordnet sowie ein Druckring 22. Diese bilden eine elastische Formdichtung. Auf dem äußeren der beiden Rohre 2c ist ein Gewinde, hier mittels einer Gewindehülse 23, aufgebracht. Die Verbindungsmuffe 3c weist ein hierzu korrespondierendes Gewinde auf, mit welchem sie verschraubt und mittels der Verschraubung auf dem Rohr 2c befestigt ist. Diese Verbindung bzw. Verschraubung wird mittels einer statischen Dichtung abgedichtet, hier durch einen O-Ring 24, der in einer zu diesem korrespondierend ausgebildeten Nut in der Gewindehülse 23 angeordnet ist.

Wenn das fluide Medium in den Teleskopstab einströmt, so gelangt dieses auch entlang der Führungskolben 20a, 20b, 20c in die Luftspalten 25 zwischen den zueinander benachbarten Rohren 2a, 2b, 2c, 2d. Das Medium strömt so zu dem Druckring 22 und drückt diesen gegen die elastische Formdichtung 21, welche hierdurch in das konusförmige Ende der Verbindungsmuffe 3c gedrückt wird. Diese dynamische Formdichtung sorgt dafür, dass auch bei einer Bewegung der Rohre 2a, 2b, 2c, 2d gegeneinander das mit Druck beaufschlagte Medium in dem Bereich des Rohrübergangs nicht entweichen kann.

4 zeigt das zweite Ende 7 des Teleskopstabs 1. Auf das freie Ende des inneren Rohres 2d ist ein Aufnahmeelement 13 für das Arbeitsgerät 14 aufgebracht. Das Auslassventil 9 ist im Innern des Aufnahmeelements 13 und im Innern des freien Endes des inneren der Rohre 2d angeordnet. Es wird hier ein Dosierventil mit einem ersten Ventilteil, hier einem Ventilkörper 26, und mit einem gegenüber diesem drehbaren zweiten Ventilteil, hier ein Drehelement 27, verwendet. Die Dosierung kann durch Drehen des Drehelements 27 gegenüber dem Ventilkörper 26 eingestellt werden. Der Ventilkörper 26 ist fest mit dem inneren der Rohre 2d und das Drehelement 27 fest mit dem Aufnahmeelement 13 verbunden. Durch ein Drehen des inneren Rohres 2d gegenüber dem Aufnahmeelement 13 kann das Auslassventil 9 auf einfache Weise betätigt werden und hierdurch der aus dem Teleskopstab 1 austretende Volumenstrom des Mediums geregelt werden. In den ineinander verschiebbar angeordneten Rohren 2a, 2b, 2c, 2d sind zueinander korrespondierende Längsrillen ausgebildet, die ein Verdrehen der Rohre gegeneinander verhindern. Somit kann durch eine einfache Drehbewegung am Griff 18 des Teleskopstabs 1 eine Drehung zwischen dem inneren der Rohre 2d und dem Aufnahmeelement 13 des Teleskopstabs bewirkt werden, durch welche das Auslassventil 9 auf einfache Weise eingestellt werden kann. Es ist somit ein Regeln des Auslassventils 9 vor, während und am Ende eines Arbeitsprozesses auf einfache Weise möglich. Es kann hierdurch während der Benutzung des Teleskopstabs 1 mit einem Arbeitsgerät 14 während des Arbeitsvorganges der Volumenstrom des Mediums aus dem Teleskopstabs 1 kontinuierlich geregelt werden.

Mit dem erfindungsgemäßen Teleskopstab kann somit durch Betätigung des Einlassventils 16 und/oder des Auslassventils 9 an dem Griff 18 des Teleskopstabs der Volumenstrom des mit Druck beaufschlagten Mediums durch den Teleskopstab 1 während eines Arbeitsprozesses nach Bedarf geregelt werden. Somit kann die Länge des Teleskopstabs 1 auf einfache Weise jeder Zeit während eines Arbeitsvorgangs geregelt und an die Bedingungen des Arbeitsprozesses angepasst werden. Auch kann die Geschwindigkeit, mit der die Veränderung der Länge des Teleskopstabs 1 erfolgen soll, geeignet gewählt werden. So kann beispielsweise zu Beginn eines Arbeitsvorgangs das Druckreduzierventil auf einen gewünschten Druck eingestellt werden, das Einlassventil geöffnet und das Auslassventil geschlossen werden. Infolgedessen fährt der Teleskopstab 1 schnell auf die durch den durch das Druckreduzierventil gegeben Druck bestimmte Länge aus. Durch Öffnen des Auslassventils 9 kann das Medium aus der Auslassöffnung 8 herausströmen. Die Menge bzw. der Volumenstrom des ausströmenden Mediums kann durch Veränderung des Einlassventils 16 und/oder des Auslassventils 9 nach Bedarf geregelt werden. Somit kann die Länge des Teleskopstabs 1 auf eine beliebige Länge zwischen der minimalen und maximalen Länge eingestellt werden und/oder die Menge des Mediums eingestellt werden, die für einen bestimmten Arbeitsprozess verwendet werden soll. Die einzelnen Parameter können während eines Arbeitsprozesses somit jederzeit an diesen angepasst werden, wie es für diesen erforderlich ist.

Das hier beschriebene Ausführungsbeispiel stellt keine Einschränkung der Erfindung dar. So sind auch Erweiterungen möglich, die im Ermessen des Fachmanns liegen. Wenn es für eine spezielle Anwendung zweckmäßig ist, können beispielsweise zusätzliche geeignete Ventile angeordnet werden, z.B. kann am ersten Ende des Teleskopstabs zusätzlich ein Schnell-Auslass-Dosierventil zwischen dem Einlassventil und dem Eingang des Teleskopstabs angeordnet sein. Es können Ventile und Anschlüsse aller Art verwendet werden. Auch bezüglich des Anwendungsbereichs des Teleskopstabs sind keine Grenzen gesetzt. Es können bei Bedarf zusätzliche Elemente angebracht werden, beispielsweise wenn ein anderes Medium für den Arbeitsprozess verwendet werden soll als für die Längenverstellung des Teleskopstabs. Auch sind Aufnahmeelemente für Arbeitsgeräte aller Art denkbar, bei denen ein längenverstellbarer Teleskopstab wünschenswert ist.

Bezugszeichenliste

1
Teleskopstab
2
Rohre
3
Verbindungsmuffe
4
Erstes Ende des Teleskopstabs
5
Einlassöffnung
6
Anschlusselement
7
Zweites Ende des Teleskopstabs
8
Auslassöffnung
9
Auslassventil
10
Erste Einhängevorrichtung
11
Zweite Einhängevorrichtung
12
Zugfeder
13
Aufnahmeelement
14
Arbeitsgerät
15
Druckreduzierventil
16
Einlassventil
17
Medienanschluss
18
Griff
19
20
Führungskolben
21
Dichtung
22
Druckring
23
Gewindehülse
24
O-Ring
25
Luftspalt
26
Ventilkörper
27
Drehelement

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 3804889 [0003]
  • DE 3933109 [0004]