Title:
Scharnieranordnung für ein Schaltschrankgehäuse und ein entsprechendes Schaltschrankgehäuse
Document Type and Number:
Kind Code:
B3

Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Scharnieranordnung (1) für ein Schaltschrankgehäuse (100), mit einer ersten Scharnierhälfte (2), die an einer eine Türöffnung (4) begrenzenden vertikalen Seitenwand (101) eines Schaltschrankgehäuses (100) befestigt ist, und mit einer zweiten Scharnierhälfte (3), die an einem Türelement (5) befestigt ist, wobei die Scharnierhälften (2, 3) über eine Drehachse (x) zueinander verschwenkbar miteinander verbunden sind, so dass in einer Schließstellung das Türelement (5) die Türöffnung (4) verschließt und in einer Offenstellung vorzugsweise vollständig freigibt, und wobei die Drehachse (x) außerhalb eines Außenumfangs (U) sowohl der Türöffnung (4) als auch des Türelements (5) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Scharnierhälften (2, 3) eine Nut (6) aufweist, über die die Scharnierhälfte (2, 3) auf einen Vorsprung (7) an dem Außenumfang (U) des der Scharnierhälfte (2, 3) zugeordneten Teils von Schaltschrankgehäuse (100) und Türelement (5) aufgesteckt ist.





Inventors:
Bloh, Achim (35644, Hohenahr, DE)
Bernhardt, Nora (35713, Eschenburg, DE)
Reuter, Wolfgang (56479, Liebenscheid, DE)
Application Number:
DE102016123230A
Publication Date:
11/16/2017
Filing Date:
12/01/2016
Assignee:
Rittal GmbH & Co. KG, 35745 (DE)
International Classes:
E05D5/02
Foreign References:
EP0223871
Attorney, Agent or Firm:
BOEHMERT & BOEHMERT Anwaltspartnerschaft mbB - Patentanwälte Rechtsanwälte, 28209, Bremen, DE
Claims:
1. Scharnieranordnung (1) für ein Schaltschrankgehäuse (100), mit einer ersten Scharnierhälfte (2), die an einer eine Türöffnung (4) begrenzenden vertikalen Seitenwand (101) oder einem Vertikalprofil (102) eines Schaltschrankgehäuses (100) befestigt ist, und mit einer zweiten Scharnierhälfte (3), die an einem Türelement (5) befestigt ist, wobei die Scharnierhälften (2, 3) über eine Drehachse (x) zueinander verschwenkbar miteinander verbunden sind, so dass in einer Schließstellung das Türelement (5) die Türöffnung (4) verschließt und in einer Offenstellung freigibt, und wobei die Drehachse (x) außerhalb eines Außenumfangs (U) sowohl der Türöffnung (4) als auch des Türelements (5) angeordnet ist und mindestens eine der Scharnierhälften (2, 3) eine Nut (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharnierhälfte (2, 3) über die Nut (6) auf einen Vorsprung (7) an dem Außenumfang (U) des der Scharnierhälfte (2, 3) zugeordneten Teils von Schaltschrankgehäuse (100) und Türelement (5) aufgesteckt ist.

2. Schernieranordnung (1) nach Anspruch 1, bei der sich der Vorsprung (7) parallel zu der Drehachse (x) und, zumindest dann, wenn das Türelement (5) die Türöffnung (4) verschließt, senkrecht zu der Türöffnung (4) erstreckt.

3. Scharnieranordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Vorsprung (7) eine, gegebenenfalls umlaufend geschlossene, 90°-Umkantung an dem Außenumfang (U) des Türelements (5) ist.

4. Scharnieranordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, bei der der Vorsprung (7) an seiner von dem Außenumfang (U) abgewandten Innenseite (8) ein Befestigungsmittel (9) und die auf den Vorsprung (7) über ihre Nut (6) vollständig aufgesteckte Scharnierhälfte (2, 3) ein mit dem Befestigungsmittel (9) wirkgekoppeltes weiteres Befestigungsmittel (10) aufweist, über die die zweite Scharnierhälfte (3) in ihrer vollständig auf den Vorsprung (7) aufgesteckten Position festgelegt ist.

5. Scharnieranordnung (1) nach Anspruch 4, bei der das Befestigungsmittel (9) eine Bolzendurchlassöffnung, insbesondere eine aufgeschweißte Öse und das weitere Befestigungsmittel (10) eine mit der Bolzendurchlassöffnung fluchtende weitere Bolzendurchlassöffnung durch die zweite Scharnierhälfte (3) ist, wobei die fluchtenden Bolzendurchlassöffnungen über einen durch sie hindurchgeführten Verbindungsbolzen (11) miteinander verbunden sind.

6. Scharnieranordnung (1) nach Anspruch 4 oder 5, bei der das Türelement (5) ein gekantetes Flachteil ist, das eine Türseite (12) aufweist, die sich in der Schließstellung des Türelementes (5) parallel zu der Türöffnung (4) erstreckt und diese bedeckt, und die die umlaufende 90°-Umkantung aufweist, und wobei die zweite Scharnierhälfte (3) mit einer ersten Stützfläche (13) an der Türseite (12) und mit einer zweiten Stützfläche (14) an der 90°-Umkantung lagert.

7. Scharnieranordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, bei der das Schaltschrankgehäuse (100) an der Türöffnung (4) ein U-Profil (15) mit zwei parallelen oder im wesentlichen parallelen Profilseiten (16) aufweist, die über eine sich senkrecht zu diesen erstreckende weitere Profilseite (17) miteinander verbunden sind, wobei das U-Profil (15) über eine erste der parallelen Profilseiten (16) und eine weitere 90°-Umkantung (18) an die vertikale Seitenwand (101) anprofiliert ist, und wobei die zweite der parallelen Profilseiten (16) eine Dichtseite ist, die an einem türelementinnenseitig angeordneten Dichtelement (19) anliegt, wenn sich das Türelement (5) in seiner Schließstellung befindet.

8. Scharnieranordnung (1) nach Anspruch 7, bei der sich das erste Scharnierelement (2) zwischen den parallelen Profilseiten (16) erstreckt und an der an die Seitenwand (101) anprofilierten Profilseite (16) befestigt ist.

9. Scharnieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, bei der die zweite Scharnierhälfte (3) zwei Lagerteile (3.1) mit jeweils einer ersten Durchgangsbohrung (3.3) zur Aufnahme der Drehachse (x), eine sich dazu parallel erstreckende zweite Durchgangsbohrung (3.4) zur Aufnahme des Verbindungsbolzens (11) und eine sich ebenfalls parallel dazu erstreckende in Drehachsenrichtung durchgehende Teilnut (20) aufweist, wobei die beiden Lagerteile (3.1) über einen Verbindungssteg (3.2) unter einem Abstand (d) zueinander und mit sowohl fluchtenden ersten und zweiten Durchgangsbohrungen (3.3, 3.4) als auch fluchtenden Teilnuten (20) miteinander verbunden sind.

10. Scharnieranordnung (1) nach Anspruch 9, bei der der Verbindungssteg (3.2) eine Anlageseite (3.5) aufweist, die mit jeweils einer Begrenzungsseite (20.1) der beiden Teilnuten (20) fluchtet, so dass die Anlageseite (3.5) des Verbindungssteges (3.2) mit den Begrenzungsseiten (20.1) der Teilnuten (20) eine in Drehachsenrichtung durchgehende Nutbegrenzungswand der Nut (6) der zweiten Scharnierhälfte (3) bilden.

11. Scharnieranordnung (1) nach Anspruch 10, bei der die Nut (6) der zweiten Scharnierhälfte (3) an ihrer der durchgehenden Nutbegrenzungswand gegenüber liegenden Seite im Bereich zwischen den beiden Lagerteilen (3.1) unterbrochen ist.

12. Scharnieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die zweite Scharnierhälfte (3) zwei Lagerteile (3.1) mit jeweils einer ersten Durchgangsbohrung (3.4) zur Aufnahme des Verbindungsbolzens (11) und weiterhin eine sich zu den Durchgangsbohrungen (3.4) parallel erstreckende Scharnierbolzenhülse (25) zur Aufnahme der Drehachse (x) aufweist, wobei die beiden Lagerteile (3.1) über einen Verbindungssteg (3.2) unter einem Abstand (d) zueinander mit fluchtenden ersten Durchgangsbohrungen (3.4) und mit der Scharnierbolzenhülse (25) verbunden sind, und wobei zwischen den Lagerteilen (3.1) und dem Verbindungssteg (3.2) die Nut (6) ausgebildet ist.

13. Scharnieranordnung (1) nach Anspruch 12, bei der die Nut (6) L-förmig ausgebildet ist, mit einem ersten Nutabschnitt (6.1) zwischen dem Verbindungssteg (3.2) und einer jeweiligen ersten Anlageseite (3.5) der Lagerteile (3.1) und mit einem zweiten Nutabschnitt (6.2) zwischen der Scharnierbolzenhülse (25) und einer jeweiligen zweiten Anlageseite (3.6) der Lagerteile (3.1).

14. Scharnieranordnung (1) nach Anspruch 13, bei der je Lagerteil (3.1) die erste und die zweite Anlageseite (3.5, 3.6) senkrecht zueinander ausgerichtet sind und über einen ersten Rundabschnitt (26) ineinander übergehen.

15. Scharnieranordnung (1) nach Anspruch 14, bei der sich der Verbindungssteg (3.2) senkrecht zu einer weiteren Anlageseite (3.7) der Scharnierbolzenhülse (25) erstreckt, wobei die weitere Anlageseite (3.7) parallel beabstandet zu den zweiten Anlageseiten (3.6) angeordnet ist, sodass der zweite Nutabschnitt (6.2) gebildet ist, wobei der Verbindungssteg (3.2) über einen zweiten Rundabschnitt (27) in die weitere Anlageseite (3.7) übergeht, wobei der Radius des ersten Rundabschnitts (26) größer als der Radius des zweiten Rundabschnitts (27) ist.

16. Scharnieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 15, die weiterhin ein Vertikalprofil (102) eines Rahmengestells eines Schaltschrankgehäuses aufweist, wobei das Vertikalprofil (102) im Querschnitt zwei senkrecht zueinander ausgerichtete Dichtstege (104) aufweist, die über eine gegenüber Dichtkanten der beiden Dichtstege (104) zurückversetzte Verbindungsprofilseite (103) miteinander verbunden sind, wobei die erste Scharnierhälfte (2) über die Verbindungsprofilseite (103) an dem Vertikalprofil (102) festgelegt ist.

17. Scharnieranordnung (1) nach Anspruch 16, bei der die erste Scharnierhälfte (2) über einen Befestigungsflansch (28) an der Verbindungsprofilseite (103) festgelegt ist, an den ein L-förmiger Profilsabschnitt mit einem ersten Profilsteg (29) unter einem 45°-Winkel angeformt ist, wobei der erste Profilsteg (29) über einen 90°-Übergang (32) in einen zweiten Profilsteg (33) übergeht, an dessen freiem Ende ein Scharnierbolzensitz (30) in der Drehachse (x) angeordnet ist.

18. Schaltschrankgehäuse (100), das eine Seitenwand (101) oder ein Vertikalprofil (102) aufweist, an der oder an dem ein Türelement (5) über mindestens eine Scharnieranordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche befestigt ist.

Description:

Die Erfindung geht aus von einer Scharnieranordnung für ein Schaltschrankgehäuse, mit einer ersten Scharnierhälfte, die an einer eine Türöffnung begrenzenden vertikalen Seitenwand eines Schaltschrankgehäuses oder an einem die Türöffnung begrenzenden Vertikalprofil eines Rahmengestells eines Schaltschrankgehäuses befestigt ist, und mit einer zweiten Scharnierhälfte, die an einem Türelement befestigt ist, wobei die Scharnierhälften über eine Drehachse zueinander verschwenkbar miteinander verbunden sind, so dass in einer Schließstellung das Türelement die Türöffnung verschließt und in einer Offenstellung freigibt, und wobei die Drehachse außerhalb eines Außenumfangs sowohl der Türöffnung als auch des Türelements angeordnet ist und die zweite Scharnierhälfte eine Nut aufweist.Eine derartige Scharnieranordnung ist aus der EP 0 223 871 B1 bekannt. Eine ähnliche Anordnung beschreibt die EP 1 777 363 B1.

Durch die Verlagerung der Drehachse nach außerhalb des Außenumfangs von sowohl dem Schaltschrankgehäuse als auch dem Türelement wird ein sogenanntes 180°-Scharnier erreicht, welches es ermöglicht, das Türelement aus seiner Schließposition um zumindest 180° in eine Offenstellung zu verschwenken. Die bisher bekannten Scharnieranordnungen haben den Nachteil, dass für ihre Montage entweder das Schaltschrankgehäuse oder das Türelement nachgearbeitet werden muss. Beispielsweise müssen spezielle Ausschnitte zur Durchführung der Drehachsen oder Bohrungen für die Befestigung der Scharnierhälften bereitgestellt werden, ohne die eine Montage der bekannten Scharnieranordnungen am Schaltschrankgehäuse beziehungsweise am Türelement nicht möglich ist.

Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Scharnieranordnung vorzuschlagen, die keine Nachbearbeitung des Schaltschrankgehäuses oder des Türelements erfordert und damit die im Wesentlichen werkzeuglose Montage der Scharnieranordnung ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch eine Scharnieranordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der nebengeordnete Anspruch 12 betrifft ein entsprechendes Schaltschrankgehäuse. Vorteilhafte Ausführungsformen sind jeweils Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Demgemäß ist vorgesehen, dass bei einer Scharnieranordnung der eingangs beschriebenen Art die betreffende Scharnierhälfte über die Nut auf einen Vorsprung an dem Außenumfang des der Scharnierhälfte zugeordneten Teils von Schaltschrankgehäuse und Türelement aufgesteckt ist. Dazu kann beispielsweise zwischen dem Vorsprung und der Nut eine Clip-Verbindung ausgebildet sein, so dass die Scharnierhälfte durch ein „Aufclipsen” auf dem Schaltschrankgehäuse bzw. dem Türelement montiert werden kann

Durch das Aufstecken der Scharnierhälfte über die Nut auf den Vorsprung kann zumindest eine Vormontage der Scharnierhälfte auf dem den Vorsprung aufweisenden Bauteil, das heißt entweder auf dem Schaltschrankgehäuse oder dem Türelement, erreicht werden. Die Vormontage kann beispielsweise insoweit erfolgen, dass Befestigungsmittel, für die kraftschlüssige Verbindung von Schaltschrankgehäuse beziehungsweise Türelement und Scharnierhälfte für eine anschließende kraftschlüssige Verbindung vorpositioniert sind. Beispielsweise können dazu Befestigungsaufnahmen, beispielsweise Befestigungsdurchlässe oder Bohrungen von Scharnierhälfte und Schaltschrankgehäuse bzw. Türelement fluchtend zueinander angeordnet werden, so dass für die endgültige kraftschlüssige Verriegelung beider Komponenten miteinander lediglich noch ein Befestigungsmittel, beispielsweise ein Arretierbolzen werkzeuglos eingesteckt werden kann.

Der Vorsprung kann sich parallel zu der Drehachse und, zumindest dann, wenn das Türelement die Türöffnung verschließt, senkrecht zu der Türöffnungsebene erstrecken, mithin aus der Türöffnungsebene herausstehen. Der Vorsprung kann insbesondere eine, gegebenenfalls umlaufend geschlossene, 90°-Umkantung an dem Außenumfang des Türelements sein. Der Vorsprung kann auch ein vorstehender Steg oder ein umlaufender Flansch sein.

Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass der Vorsprung an seiner von dem Außenumfang abgewandten Innenseite ein Befestigungsmittel und die auf den Vorsprung über ihre Nut vollständig aufgesteckte Scharnierhälfte ein mit dem Befestigungsmittel wirkgekoppeltes weiteres Befestigungsmittel aufweist, über die die zweite Scharnierhälfte in ihrer vollständig auf den Vorsprung aufgesteckten Position festgelegt ist.

Dabei kann das Befestigungsmittel eine Bolzendurchlassöffnung, insbesondere eine aufgeschweißte Öse und das weitere Befestigungsmittel eine mit der Bolzendurchlassöffnung fluchtende weitere Bolzendurchlassöffnung durch die zweite Scharnierhälfte sein, wobei die fluchtenden Bolzendurchlassöffnungen über einen durch sie hindurchgeführten Verbindungsbolzen miteinander verbunden sind.

Das Türelement kann ein gekantetes Flachteil sein, das eine Türseite aufweist, die sich in der Schließstellung des Türelements parallel zu der Türöffnung erstreckt und diese bedeckt, und die die umlaufende 90°-Umkantung aufweist, und wobei die zweite Scharnierhälfte mit einer ersten Stützfläche an der Türseite und einer zweiten Stützfläche an der 90°-Umkantung lagert beziehungsweise anliegt.

Weiterhin kann das Schaltschrankgehäuse an der Türöffnung ein U-Profil mit zwei parallelen oder im Wesentlichen parallelen Profilseiten aufweisen, das über eine sich senkrecht zu diesen erstreckende weitere Profilseite miteinander verbunden ist, wobei das U-Profil über eine erste der im Wesentlichen parallelen Profilseiten und eine weitere 90°-Umkantung an die weitere Seitenwand anprofiliert ist, und wobei die zweite der parallelen Profilseiten eine Dichtseite ist, die an einem an einem Türelement innenseitig angeordneten Dichtelement anliegt, wenn sich das Türelement in seiner Schließstellung befindet.

Dabei kann sich das erste Scharnierelement zwischen den beiden parallelen Profilseiten erstrecken und an der an die Seitenwand anprofilierten Profilseite befestigt sein.

Weiterhin kann die zweite Scharnierhälfte zwei Lagerteile mit jeweils einer ersten Durchgangsbohrung zur Aufnahme der Drehachse, eine sich dazu parallel erstreckende zweite Durchgangsbohrung zur Aufnahme des Verbindungsbolzens und eine sich ebenfalls parallel dazu erstreckende in Drehachsenrichtung durchgehende Teilnut aufweisen, wobei die beiden Lagerteile über einen Verbindungssteg unter einem Abstand zueinander und mit sowohl fluchtenden ersten und zweiten Durchgangsbohrungen als auch fluchtenden Teilnuten miteinander verbunden sind.

Dabei kann weiterhin vorgesehen sein, dass der Verbindungssteg eine Anlageseite aufweist, die mit jeweils einer Begrenzungsseite der beiden Teilnuten fluchtet, so dass die Anlageseite des Verbindungssteges mit den Begrenzungsseiten der Teilnuten eine in Drehachsenrichtung durchgehende Nutbegrenzungswand der Nut der zweiten Scharnierhälfte bilden. Die beiden Begrenzungsseiten der beiden Teilnuten können insbesondere eine der beiden von zwei gegenüberliegenden und im Wesentlichen parallel beabstandeten, seitlichen, das heißt sich in Tiefenrichtung der Nut erstreckende Seitenwände der Teilnuten sein.

Die Nut der zweiten Scharnierhälfte kann an ihrer der durchgehenden Nutbegrenzungswand gegenüber liegenden Seite im Bereich zwischen den beiden Lagerteilen unterbrochen sein.

Weiterhin kann die zweite Scharnierhälfte zwei Lagerteile mit jeweils einer ersten Durchgangsbohrung zur Aufnahme des Verbindungsbolzens und eine sich zu den Durchgangsbohrungen parallel erstreckende Scharnierbolzenhülse zur Aufnahme der Drehachse aufweisen, wobei die beiden Lagerteile über einen Verbindungssteg unter einem Abstand zueinander mit fluchtenden ersten Durchgangsbohrungen und mit der Scharnierbolzenhülse verbunden sind, und wobei zwischen den Lagerteilen und dem Verbindungssteg die Nut ausgebildet ist.

Die Nut kann L-förmig ausgebildet sein, mit einem ersten Nutabschnitt zwischen dem Verbindungssteg und einer jeweiligen ersten Anlageseite der Lagerteile und mit einem zweiten Nutabschnitt zwischen der Scharnierbolzenhülse und einer jeweiligen zweiten Anlageseite der Lagerteile.

Je Lagerteil können die erste und die zweite Anlageseite senkrecht zueinander ausgerichtet sein und über einen ersten Rundabschnitt ineinander übergehen.

Der Verbindungssteg kann sich senkrecht zu einer weiteren Anlageseite der Scharnierbolzenhülse erstrecken, wobei die weitere Anlageseite parallel beabstandet zu den zweiten Anlageseiten angeordnet ist, sodass der zweite Nutabschnitt gebildet ist, wobei der Verbindungssteg über einen zweiten Rundabschnitt in die weitere Anlageseite übergeht, und wobei der Radius des ersten Rundabschnitts größer als der Radius des zweiten Rundabschnitts ist.

Die Scharnieranordnung kann insbesondere bei Großschränken, die ein Rahmengestell aufweisen, weiterhin ein Vertikalprofil des Rahmengestells eines Schaltschrankgehäuses aufweisen, wobei das Vertikalprofil im Querschnitt zwei senkrecht zueinander ausgerichtete Dichtstege aufweist, die über eine gegenüber Dichtkanten der beiden Dichtstege zurückversetzte Verbindungsprofilseite miteinander verbunden sind, wobei die erste Scharnierhälfte über die Verbindungsprofilseite an dem Vertikalprofil festgelegt ist.

Die erste Scharnierhälfte kann über einen Befestigungsflansch an der Verbindungsprofilseite festgelegt sein, an den ein L-förmiger Profilsabschnitt mit einem ersten Profilsteg unter einem 45°-Winkel angeformt ist, wobei der erste Profilsteg über einen 90°-Übergang in einen zweiten Profilsteg übergeht, an dessen freiem Ende ein Scharnierbolzensitz in der Drehachse angeordnet ist.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein Schaltschrankgehäuse beschrieben, das eine Seitenwand oder ein Vertikalprofil aufweist, an der oder an dem ein Türelement über mindestens eine Scharnieranordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche befestigt ist.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachstehenden Figuren erläutert. Dabei zeigt:

1 eine perspektivische Ansicht eines beispielhaften Schaltschrankgehäuses, bei der sich das Türelement in einer um 180° geöffneten Stellposition befindet;

2 eine Detailansicht auf die Scharnieranordnung des Schaltschrankgehäuses nach 1;

3 eine Draufsicht auf die Türseite des Schaltschrankgehäuses nach 1 mit geöffneter Tür;

4 eine Querschnittsansicht entlang des in 3 eingezeichneten Schnittes B-B;

5 eine Draufsicht auf die Türseite eines Schaltschrankgehäuses mit geschlossenem Türelement;

6 eine Querschnittsansicht entlang des in 5 eingezeichneten Schnittes A-A;

7 eine perspektivische Ansicht eines Schaltschrankgehäuses mit geschlossenem Türelement;

8 eine Detailansicht des Schaltschrankgehäuses gemäß 7 im Bereich der Scharnieranordnung in perspektivischer Darstellung;

9 eine bespielhafte Ausführungsform einer zweiten Scharnierhälfte;

10 eine bespielhafte Ausführungsform einer ersten Scharnierhälfte;

11a11d verschiedene perspektivische Ansichten einer Scharnieranordnung, die aus den in den 9 und 10 gezeigten Scharnierhälften zusammengesetzt sind;

12 eine weitere Ausführungsform einer Scharnieranordnung in der Offenstellung und in perspektivischer Darstellung;

13 die Scharnieranordnung gemäß 12 in der Draufsicht sowie mit entnommenem Türelement;

14 die Scharnieranordnung gemäß 13 in einer Explosionsdarstellung;

15 eine weitere Ausführungsform einer Scharnieranordnung in der Schließstellung und im Horizontalquerschnitt; und

16 die Scharnieranordnung gemäß 15 in der Offenstellung und wiederum im Horizontalquerschnitt.

1 zeigt ein beispielhaftes Schaltschrankgehäuse 100, bei dem sich das Türelement 5 in einer um 180° gegenüber der Schließstellung verschwenkten Offenstellung befindet. Das Türelement 5 ist über zwei Scharnieranordnungen 1, die die Außenumfänge U von Türelement 5 und Schaltschrankgehäuse 100 miteinander verbinden, an dem Schaltschrankgehäuse 100 drehbar befestigt.

Die in der Darstellung gemäß 1 untere Scharnieranordnung 1 ist in 2 im Detail gezeigt. Demgemäß weist die Scharnieranordnung 1 eine erste Scharnierhälfte 2 auf, die am Außenumfang U des Schaltschrankgehäuses 100 über einen Bolzen festgelegt ist. Eine zweite Scharnierhälfte 3 ist über einen Vorsprung 7 am Außenumfang U des Türelements 5 aufgeclipst und über einen Verbindungsbolzen 11 an dem Türelement 5 arretiert. Der Verbindungsbolzen 11 ist durch als Durchgangsbohrungen durch die zweite Scharnierhälfte 3 ausgebildete Befestigungsmittel 10 sowie ein türseitiges Befestigungsmittel 9, das eine am Außenumfang U des Türelements 5 aufgeschweißte Öse ist, hindurchgeführt.

An der Türinnenseite 12 des Türelements 5 ist ein Türrohrrahmen 22 angeordnet. Die Drehachse x ist von einem Dreh- oder Scharnierbolzen gebildet, welcher die beiden Scharnierhälften 2, 3 verschwenkbar zueinander miteinander verbindet.

Der Aufbau der in den vorangegangenen Figuren gezeigten Scharnieranordnung 1 ist in den 3 und 4 weiter erläutert. In der in den 3 und 4 gezeigten Offenstellung des Türelements 5 ist zu erkennen, dass das Schaltschrankgehäuse 100 ein an seiner Seitenwand 101 anprofiliertes U-Profil 15 aufweist mit zwei im Wesentlichen parallelen Profilseiten 16, die unter einem Abstand zueinander über eine zu diesen senkrecht stehende weitere Profilseite 17 miteinander verbunden sind. In einen zwischen den im Wesentlichen parallelen Profilseiten 16 gebildeten Aufnahmeraum ragt die erste Scharnierhälfte 2 hinein und ist über eine Schraubverbindung 21 mit der über eine 90°-Umkantung in die Seitenwand 101 übergehenden Profilseite 16 verschraubt. Die gegenüberliegende, freie Profilseite 16 bildet eine Dichtebene, die in der geschlossenen Stellung (vgl. 6) an dem Dichtelement 19 zur Anlage kommt und somit in der Schließposition des Türelements 5 den Innenraum des Schaltschrankgehäuses 100 gegenüber der Umgebung abdichtet. Der Vorsprung 7 ist als eine umlaufend geschlossene 90°-Umkantung an dem Außenumfang U des Türelements 5 ausgebildet. Das Türelement 5 ist insbesondere ein gekantetes Flachteil, das eine Türseite aufweist, die sich in der Schließstellung (vgl. 6) des Türelements 5 parallel zu der Türöffnung 4 erstreckt und diese bedeckt, und die die umlaufende 90°-Umkantung aufweist.

Die zweite Scharnierhälfte 3 lagert mit einer ersten Stützfläche 13 an der Türseite 12 und mit einer zweiten Stützfläche 14 an der 90°-Umkantung.

In 6 ist zu erkennen, wie in der Schließstellung die Profilseite 16 in das Dichtelement 19 eindringt, das heißt dieses komprimiert, um so eine dichtende Verbindung zwischen dem Schaltschrankgehäuse und dem Türelement herzustellen.

Die 7 und 8 veranschaulichen, dass die Drehachse x der Scharnieranordnungen 1 außerhalb sowohl des Außenumfangs U des Schaltschrankgehäuses 100 als auch des Türelements 5 angeordnet ist, wodurch die 180°-Verschwenkbarkeit des Türelements 5 gegenüber dem Gehäuse 100 ermöglicht wird.

Eine beispielhafte Ausführungsform der ersten und der zweiten Scharnierhälfte ist in den 9 und 10 gezeigt. Die zweite Scharnierhälfte 3 gemäß 9 weist zwei um einen Abstand d zueinander beabstandete Lagerteile 3.1 auf, mit jeweils einer ersten Durchgangsbohrung 3.3 zur Aufnahme der Drehachse x und einer sich dazu parallel erstreckenden zweiten Durchgangsbohrung 3.4 zur Aufnahme des Verbindungsbolzens 11. Die Lagerteile 3.1 weisen weiterhin sich ebenfalls parallel zu den ersten und zweiten Durchgangsbohrungen 3.3, 3.4 erstreckende Teilnuten 20 auf. Die beiden Lagerteile 3.1 sind über einen Verbindungssteg 3.2, um einen Abstand d zueinander und mit sowohl fluchtenden ersten und zweiten Durchgangsbohrungen 3.3, 3.4 als auch fluchtenden Teilnuten 20 miteinander verbunden.

Es ist weiterhin zu erkennen, dass der Verbindungssteg 3.2 eine Anlageseite 3.5 aufweist, die mit jeweils einer Begrenzungsseite 20.1 der beiden Teilnuten 20 fluchtet, so dass die Anlageseite 3.5 des Verbindungssteges 3.2 mit den Begrenzungsseiten 20.1 der Teilnuten 20 eine in Drehachsenrichtung ebene und durchgehend einteilige Nutbegrenzungswand der Nut 6 der zweiten Scharnierhälfte 3 bildet. Weiterhin ist die Nut 6 der zweiten Scharnierhälfte 3 an ihrer der durchgehend einteiligen Nutbegrenzungswand gegenüberliegenden Seite im Bereich zwischen den beiden Lagerteilen 3.1 unterbrochen.

Die in 10 gezeigte erste Scharnierhälfte 2 kann einen zu den Durchgangsbohrungen 3.3 korrespondierenden Drehachsendurchgang 24 aufweisen. Die erste Scharnierhälfte 2 ist somit im Wesentlichen formschlüssig zwischen den beiden Durchgangsbohrungen 3.3 der zweiten Scharnierhälfte 3 derart aufnehmbar, dass die Durchgangsbohrung 3.3 und der Drehachsendurchgang 24 fluchten, so dass eine Drehachse, beispielsweise in Form eines Metallstifts durch die fluchtenden Öffnungen 3.3, 24 hindurchgeführt werden kann und somit die Scharnierhälften 2, 3 zueinander verschwenkbar miteinander verbunden werden.

Die derart miteinander verbundenen Scharnierhälften 2, 3 bilden eine Scharnieranordnung 1, wie sie in verschiedenen perspektivischen Ansichten in den 11a11d dargestellt sind.

Die 12 zeigt eine Scharnieranordnung 1, bei der ein Türelement 5 über ein aus einer ersten Scharnierhälfte 2 und einer zweiten Scharnierhälfte 3 gebildetes Scharnier verschwenkbar an einem Vertikalprofil 102 eines Schaltschrankgehäuses festgelegt ist. Das Vertikalprofil 102 kann Bestandteil eines Rahmengestells eines Schaltschrankgehäuses sein. Das Vertikalprofil 102 kann eine Querschnittsgeometrie aufweisen, wie sie aus der DE 10 2014 101 404 A1 bekannt ist.

Das Vertikalprofil 102 weist zwei im Wesentlichen senkrecht zueinander ausgerichtete Dichtstege 104 auf, die in zwei senkrecht zueinanderstehenden Ebenen Dichtebenen über ihre freien Dichtkanten 105 bilden, entlang welcher die Dichtstege 104 dichtend an einem Dichtelement 106 zur Anlage gebracht werden können. In der Darstellung gemäß 16 weist das Türelement 5 an seiner Innenseite ein Dichtelement 106 auf, welches in der Schließstellung der Scharnieranordnung an der Dichtkante 105 des in der Darstellung vorderen Dichtstegs 104 zur Anlage kommt.

Zurückversetzt zu den freien Dichtkanten 105 sind die Dichtstege 104 über eine Verbindungsprofilseite 103 miteinander verbunden. Die Verbindungsprofilseite 103 erstreckt sich im Wesentlichen unter einem Winkel von 45° zu den beiden Dichtstegen 104. An der Verbindungsprofilseite 103 ist die erste Scharnierhälfte 2 über einen Befestigungsflansch 28 festgelegt. An den Befestigungsflansch 28 ist ein L-förmiger Ansatz angeformt, bestehend aus einem ersten Profilsteg 29, der sich unter einem Winkel von 45° zu dem Befestigungsflansch 28 erstreckt, und einem sich dazu unter einem 90°-Winkel erstreckenden zweiten Profilsteg 33. Der erste Profilsteg 29 und der zweite Profilsteg 33 sind über einen 90°-Übergang miteinander verbunden. An dem von dem Befestigungsflansch 28 abgewandten Ende des zweiten Profilstegs 33 ist an diesen ein Scharnierbolzensitz 30 angeformt, in welchem ein Scharnierbolzen beispielsweise im Presssitz aufgenommen sein kann, wobei der Scharnierbolzen mit einem freien Ende aus dem in der Darstellung gemäß 12 oberen Ende des Scharnierbolzensitzes 30 herausragt und sich in eine Scharnierbolzenhülse 25 der zweiten Scharnierhälfte 3 hineinerstreckt, so dass die beiden Scharnierhälften 2, 3 zueinander verschwenkbar aneinander festgelegt sind.

Das Türelement 5 weist an seiner Innenseite ein Befestigungsmittel 9 auf, das in Form einer aufgeschweißten Blechlasche ausgebildet sei kann und über welche mit Hilfe eines Verbindungsbolzens 11 die zweite Scharnierhälfte 3 über ihre beiden Lagerteile 3.1. festgelegt ist. Die zweite Scharnierhälfte 3 weist wiederum eine Nut 6 auf, über welche sie auf einen Vorsprung 7 am Außenumfang des Türelementes 5 aufgesteckt ist. Der Vorsprung 7 ist dabei als eine äußere 90°-Umkantung des Türelements 5 ausgebildet, wobei der Vorsprung 7 an der Innenseite des Türelements 5 vorspringt.

In der Zusammenschau der 13 und 14 sind weitere Einzelheiten der in 12 gezeigten Ausführungsform einer Scharnieranordnung dargestellt, wobei zur besseren Veranschaulichung das Türelement 5 entfernt wurde. Demgemäß weist die zweite Scharnierhälfte 3 zwei Lagerteile 3.1 mit jeweils einer zweiten Durchgangsbohrung 3.4 zur Aufnahme eines Verbindungsbolzens 11 auf. Mindestens eine der Durchgangsbohrungen 3.4 kann als Gewindebohrung ausgebildet sein, wenn, wie in 14 dargestellt ist, beispielsweise das Einsteckende des Verbindungsbolzens 11 ein Außengewinde aufweist. Die zweite Scharnierhälfte 3 weist weiterhin eine sich zu den Durchgangsbohrungen 3.4 parallel erstreckende Scharnierbolzenhülse 25 zur Aufnahme der Drehachse x auf. Die Drehachse x ist von einem Scharnierbolzen 31 gebildet, der in einem Scharnierbolzensitz 30 der ersten Scharnierhälfte 2 im Presssitz aufgenommen ist.

Die beiden Lagerteile 3.1 sind über einen Verbindungssteg 3.2 unter einem Abstand d zueinander mit fluchtenden zweiten Durchgangsbohrungen 3.4 und mit der Scharnierbolzenhülse 25 verbunden. Zwischen den Lagerteilen 3.1 und dem Verbindungssteg 3.2 ist die Nut 6 ausgebildet.

Die Nut 6 ist im Wesentlichen L-förmig ausgebildet und weist einen Nutabschnitt 6.1 zwischen dem Verbindungssteg 3.2 und einer jeweiligen ersten Anlageseite 3.5 der Lagerteile 3.1 auf, sowie einen zweiten Nutabschnitt 6.2, der zwischen der Scharnierbolzenhülse 25 und einer jeweiligen zweiten Anlageseite 3.6 der Lagerteile 3.1 gebildet ist. Je Lagerteil 3.1 sind die erste und die zweite Anlageseite 3.5, 3.6 senkrecht zueinander ausgerichtet und gehen über einen ersten Rundabschnitt 26 ineinander über.

Der Verbindungssteg 3.2 erstreckt sich senkrecht zu einer weiteren Anlageseite 3.7 der Scharnierbolzenhülse 25, wobei die weitere Anlageseite 3.7 parallel beabstandet zu den zweiten Anlageseiten 3.6 angeordnet ist, so dass der zweite Nutabschnitt 6.2 gebildet ist. Der Verbindungssteg 3.2 geht über einen zweiten Rundabschnitt 27 in die weitere Anlageseite 3.7 über. Der Radius des ersten Rundabschnitts 26 ist größer als der Radius des zweiten Rundabschnitts 27 ausgebildet.

Die 15 und 16 zeigen eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Scharnieranordnung einmal in der Schließstellung (15) und einmal in der Offenstellung (16), wobei das Türelement 5 zwischen der Offenstellung und der Schließstellung um 180° um die Drehachse x verschwenkbar ist.

Die Anordnung gemäß den 15 und 16 weist neben dem aus den Scharnierhälften 2, 3 gebildeten Scharnier, welches an einem Vertikalprofil 102 eines Rahmengestells eines Schaltschranks festgelegt ist, weiterhin ein Flachteil 108 auf, welches über einen Flachteilhalter 107 an demselben Vertikalprofil 102 festgelegt ist. In der Schließstellung des Türelements 5 ist das Flachteil 108 in einer zur Türebene um 90° versetzten Ebene festgelegt. In der Schließstellung sind durch die als Dichtkanten 105 ausgebildeten freien Enden der Dichtstege 104, die sich entsprechend im Wesentlichen senkrecht zueinander erstrecken, Dichtebenen gebildet, über welche zum einen das Flachteil 108 und zum anderen das Türelement 5 gegenüber dem Vertikalprofil 102 abgedichtet ist.

Die 12 lässt weiterhin erkennen, dass in der dargestellten Offenposition das Türelement 5 vollständig aus dem lichten Maß der Türöffnung 4 herausgeschwenkt ist. Die erste Scharnierhälfte 2 erstreckt sich in der Schließstellung des Türelements 5 zwischen einer Außenkante des Vorsprungs 7 und einer Umkantung des Flachteils 108, wobei die zweite Scharnierhälfte in der Schließstellung vollständig in einer zwischen dem türseitigen Dichtsteg 104, dem ersten Profilsteg 29, dem sich zu dem ersten Profilsteg 29 senkrecht erstreckenden zweiten Profilsteg 33 und dem Türelement 5 gebildeten Aufnahme aufgenommen ist, so dass in der Schließstellung die zweite Scharnierhälfte 3 vollständig bedeckt und damit von außen nicht sichtbar beziehungsweise vor jeglicher mechanischer Beanspruchung gesichert ist.

Bezugszeichenliste

1
Scharnieranordnung
2
erste Scharnierhälfte
3
zweite Scharnierhälfte
3.1
Lagerteil
3.2
Verbindungssteg
3.3
erste Durchgangsbohrung (Gewindebohrung)
3.4
zweite Durchgangsbohrung
3.5
erste Anlageseite
3.6
zweite Anlageseite
3.7
weitere Anlageseite
4
Türöffnung
5
Türelement
6
Nut
6.1
Nutabschnitt
6.2
zweiter Nutabschnitt
7
Vorsprung
8
Innenseite
9
Befestigungsmittel
10
weiteres Befestigungsmittel
11
Verbindungsbolzen
12
Türseite
13
erste Stützfläche
14
zweite Stützfläche
15
U-Profil
16
parallele Profilseite
17
weitere Profilseite
18
90°-Umkantung
19
Dichtelement
20
Teilnut
20.1
Begrenzungsseite
21
Schrankverbindung
22
Türrohrrahmen
23
Befestigungsdurchlass
24
Drehachsendurchgang
25
Scharnierbolzenhülse
26
erster Randabschnitt
27
zweiter Randabschnitt
28
Befestigungsflansch
29
erster Profilsteg
30
Scharnierbolzensitz
31
Scharnierbolzen
32
90°-Übergang
33
zweiter Profilsteg
34
Abdeckung
100
Schaltschrankgehäuse
101
Seitenwand
102
Vertikalprofil
103
Verbindungsprofilseite
104
Dichtsteg
105
Dichtkante
106
Dichtelement
107
Flachteilhalter
108
Flachteil
d
Abstand
U
Außenumfang
x
Drehachse