Title:
Energieübertragungs-Gargerätzubehör, Verfahren zur Herstellung eines Energieübertragungs-Gargerätzubehörs sowie Gargerät
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Ein Energieübertragungs-Gargerätzubehör (36) ist beschrieben, das ein plastisch verformtes Blech (16) sowie eine transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit (22) umfasst, die einen Primärkreis (24) und einen Sekundärkreis (26) aufweist. Das plastisch verformte Blech (16) ist zwischen dem Primärkreis (24) und dem Sekundärkreis (26) angeordnet. Gleichzeitig bildet das plastisch verformte Blech (16) eine magnetisch permeable Koppelstelle (20) für den Primärkreis (24) und den Sekundärkreis (26), sodass ein magnetischer Fluss vom Primärkreis (24) zum Sekundärkreis (26) über das plastisch verformte Blech (16) gewährleistet ist. Ferner sind ein Verfahren zur Herstellung eines Energieübertragungs-Gargerätzubehörs (36) sowie ein Gargerät (10) beschrieben. embedded image





Inventors:
Schick, David, Dr. (86899, Landsberg, DE)
Schreiner, Thomas, Dr. (86916, Kaufering, DE)
Application Number:
DE102016121868A
Publication Date:
05/17/2018
Filing Date:
11/15/2016
Assignee:
RATIONAL Aktiengesellschaft, 86899 (DE)
International Classes:
H01F38/14; F24C15/00; H01F41/02; H02J50/10
Domestic Patent References:
DE202009000990U1N/A2009-03-26
DE3232480A1N/A1984-03-01
Foreign References:
JP2008110168A2008-05-15
Other References:
Blech, Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. August 2017, UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Blech [abgerufen am 31.08.2017])
Induktionskochfeld, Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. Juli 2017, 21:30 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Induktionskochfeld [abgerufen am 31.08.2017])
Attorney, Agent or Firm:
Prinz & Partner mbB Patentanwälte Rechtsanwälte, 80335, München, DE
Claims:
Energieübertragungs-Gargerätzubehör (36), das ein plastisch verformtes Blech (16) sowie eine transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit (22) umfasst, die einen Primärkreis (24) und einen Sekundärkreis (26) aufweist, wobei das plastisch verformte Blech (16) zwischen dem Primärkreis (24) und dem Sekundärkreis (26) angeordnet ist und eine magnetisch permeable Koppelstelle (20) für den Primärkreis (24) und den Sekundärkreis (26) bildet, sodass ein magnetischer Fluss vom Primärkreis (24) zum Sekundärkreis (26) über das plastisch verformte Blech (16) gewährleistet ist.

Gargerätzubehör (36) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech (16) ein Edelstahlblech ist.

Gargerätzubehör (36) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech (16) eine glatte Oberfläche hat.

Gargerätzubehör (36) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech (16) gepresst worden ist, insbesondere mit einem als Matrix ausgebildeten Pressstempel.

Verfahren zur Herstellung eines Energieübertragungs-Gargerätzubehörs (36) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem ein Blech (16) und eine transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit (22) mit einem Primärkreis (24) und einem Sekundärkreis (26) bereitgestellt werden, wobei das Blech (16) plastisch verformt wird, sodass das Blech (16) eine magnetisch permeable Koppelstelle (20) für den Primärkreis (24) und den Sekundärkreis (26) der transformatorähnlichen Leistungsübertragungseinheit (22) bildet, wobei der Primärkreis (24) auf einer Seite des plastisch verformten Blechs (16) und der Sekundärkreis (26) auf der entgegengesetzten Seite des plastisch verformten Blechs (16) angeordnet werden.

Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech (16) gepresst wird, insbesondere mit einem als Matrix ausgebildeten Pressstempel.

Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech (16) mindestens zweimal gepresst wird, wobei das Blech (16) zumindest im ersten Pressvorgang mit einer als Pressstempel ausgebildeten Matrix gepresst wird, insbesondere wobei der Pressstempel eine Oberfläche aufweist, die eine hohe Materialumformung zur Folge hat.

Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech (16) erwärmt wird, insbesondere getempert oder erhitzt und anschließend langsam abgekühlt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech (16) über seine gesamte Dicke plastisch verformt wird, sodass ein durchgehend umgeformter Blechabschnitt gebildet wird.

Gargerät (10) mit einem Garraum (12) und einer Garraumwand (14), wobei zumindest ein Teil der Garraumwand (14) das plastisch verformte Blech (16) des Energieübertragungs-Gargerätzubehör (36) nach einem der vorhergehenden Ansprüche bildet, sodass der Teil der Garraumwand (14) eine magnetisch permeable Koppelstelle (20) für den Primärkreis (24) und den Sekundärkreis (26) der transformatorähnlichen Leistungsübertragungseinheit (22) bildet.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Energieübertragungs-Gargerätzubehör, ein Verfahren zur Herstellung eines Energieübertragungs-Gargerätzubehörs sowie ein Gargerät.

In Profi- bzw. Großküchen kommen Gargeräte zum Einsatz, die einen Garraum aufweisen, in dem Gargut gegart wird. Üblicherweise wird dabei mittels Heizelementen und Lüfter eine möglichst homogene Garraumatmosphäre erzeugt, der das Gargut ausgesetzt wird.

Bestimmte Anwendungen sehen zudem vor, dass eine elektrische Leistung im Garraum selbst zur Verfügung stehen sollte, um das Gargut zu garen oder den Garprozess zu überwachen. In einem ersten Ansatz wird in den Garraum ein entsprechendes Kabel geführt, das die elektrische Leistung zur Verfügung stellt. Problematisch hieran ist jedoch, dass im Garraum Anschlussstecker nötig sind, mit dem ein entnehmbares Garzubehör wie eine Kontakthitzeplatte gekoppelt werden müsste. Über die Steckverbindung müssten hohe Leistungen übertragen werden, was weitere Probleme hinsichtlich der elektrischen Isolierung nach sich zieht, insbesondere unter den im Garraum herrschenden Bedingungen.

Ein weiteres Problem ist es, dass die Garraumwand bei einer alternativen Kabeldurchführung thermisch isoliert werden muss, um zu verhindern, dass einerseits die Garraumatmosphäre entweicht und andererseits die Temperatur in einem benachbarten Elektroinstallationsraum zu stark ansteigt, in dem die elektronischen Komponenten eines Gargeräts untergebracht sind. Die thermische Isolierung ist allerdings sehr aufwendig, wodurch der Montageaufwand und damit verbunden die Herstellungskosten steigen.

Daher sind im Stand der Technik Leistungsübertragungseinheiten vorgesehen, bei denen die elektrische Energie kabel- bzw. drahtlos in den Garraum übertragen werden soll. Hierzu werden üblicherweise resonante Leistungsübertragungseinheiten verwendet, die einen Sender und einen Empfänger umfassen. Der Sender sowie der Empfänger weisen jeweils mindestens einen freien Schwingkreis auf, der eine entsprechende Sende- bzw. Empfangsspule umfasst.

Üblicherweise ist zwischen dem Sender und dem Empfänger die aus Edelstahl gebildete Garraumwand vorhanden. Die elektrisch leitfähige Garraumwand verhindert eine effiziente drahtlose Energieübertragung, da mittels einer resonanten Kopplung eine hohe Leistung nur bei hohen Frequenzen übertragen werden kann. Die üblicherweise verwendeten Frequenzen zur Leistungsübertragung liegen oberhalb von 10 kHz. Die Schwingkreise für niedrige Frequenzen wären dagegen unhandlich groß. Die entsprechenden Resonanzfrequenzen der jeweiligen Spulen werden aufeinander abgestimmt. Andernfalls ergibt sich ein schlechter Wirkungsgrad, wodurch die drahtlose Energieübertragung nicht oder zumindest nur eingeschränkt möglich ist. Die elektrischen Verluste steigen nämlich durch induzierte Abschirmströme mit der Frequenz quadratisch an, weshalb bei typischen Übertragungsfrequenzen der größte Teil der Leistung in der Garraumwand bleibt.

Ferner erfordert eine nichtresonante magnetische Leistungsübertragung eine gute magnetische Kopplung zwischen Erzeuger- und Verbraucherspule. Dies geschieht bei einem Transformator, indem beide Spulen auf einen gemeinsamen geschlossenen hochpermeablen Kern gesetzt werden. Dieser Kern wird jedoch bei einem Gargerät unterbrochen, weil die Garraumwand nicht geöffnet werden soll. Die Garraumwand bildet also an zwei Stellen zwischen den beiden Hälften des Kerns einen Spalt, der das nichtmagnetische Material aufweist, nämlich das Blech der Garraumwand. Solche Spalte verringern aber die Kopplung zwischen den Spulen erheblich. Dadurch steigen die Verluste und es sind größere Spulen erforderlich, um die gleiche Leistung zu übertragen.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfach aufgebaute, drahtlose Energieübertragung bei einem Gargerät mit einfachen Mitteln und kostengünstig bereitzustellen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Energieübertragungs-Gargerätzubehör gelöst, das ein plastisch verformtes Blech sowie eine transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit umfasst, die einen Primärkreis und einen Sekundärkreis aufweist, wobei das plastisch verformte Blech zwischen dem Primärkreis und dem Sekundärkreis angeordnet ist und eine magnetisch permeable Koppelstelle für den Primärkreis und den Sekundärkreis bildet, sodass ein magnetischer Fluss vom Primärkreis zum Sekundärkreis über das plastisch verformte Blech gewährleistet ist.

Der Grundgedanke der Erfindung ist es, eine nichtresonante, induktive Leistungsübertragungseinheit nach dem Transformator-Prinzip bereitzustellen, bei der eine Freiraumstrecke zwischen dem Primärkreis und dem Sekundärkreis vermieden wird. Dies ist möglich, da das plastisch verformte Blech einen Verformungsbereich aufweist, der eine lokal deutlich erhöhte magnetische Permeabilität im Vergleich zum Rest des Blechs im nicht plastisch verformten Bereich aufweist. Dies gewährleistet, dass das Blech im lokalen Verformungsbereich einen höheren magnetischen Fluss ermöglicht, da der Verformungsbereich magnetisch permeabel ist. Das Blech ist weiterhin durchgehend aus demselben Material gebildet, da kein zusätzliches bzw. anderes Material in das Blech eingearbeitet worden ist, welches beispielsweise eine höhere magnetische Permeabilität hat und zwischen dem Primär- und dem Sekundärkreis angeordnet ist. Das einstückig ausgebildete Blech ist lediglich lokal so bearbeitet worden, dass es eine lokale magnetisch permeable Koppelstelle aufweist.

Ferner ist es aufgrund der hohen Permeabilität des plastisch verformten Blechs im Verformungsbereich möglich, dass weniger Spulen- und Eisenkernmaterial im Primär- bzw. Sekundärkreis nötig ist, um den gewünschten Wirkungsgrad der Leistungsübertragungseinheit zu erzielen. Der Verformungsbereich des Blechs ist insbesondere lokal vorgesehen, sodass der lokale Verformungsbereich die magnetisch permeable Koppelstelle für den Primär- und den Sekundärkreis bildet.

Generell ist die plastische Verformung des Blechs bei einem Schnitt durch das Blech aufgrund der veränderten Körnung im Verformungsbereich erkennbar, also auf mikroskopischer Ebene.

Ein Aspekt sieht vor, dass das Blech ein Edelstahlblech ist. Hierbei kann es sich um den nichtmagnetischen Edelstahl 1.4301 handeln, der an sich keine magnetische Leitfähigkeit bzw. magnetische Permeabilität hat. Daher ist ein magnetischer Fluss zwischen Primär- und dem Sekundärkreis in einem nicht plastisch verformten Bereich des Edelstahlblechs stark gemindert bzw. nicht möglich, wodurch die Effizienz bzw. der Wirkungsgrad der kabellosen Energieübertragung stark eingeschränkt wäre. Bei einem nicht plastisch verformten Edelstahlblech würde sich bei einer Wegstrecke von 40 cm, einer magnetischen Permeabilität des Kerns von 2000, zwei Spalten von 1 mm und einer magnetischen Permeabilität der Garraumwand von 1 eine effektive magnetische Permeabilität von 181 ergeben, was für eine effiziente Energieübertragung zu niedrig ist.

Insbesondere hat das Blech eine glatte Oberfläche. Dies verbessert die Hygieneeigenschaften des Blechs, da sich dessen Oberfläche leichter reinigen lässt. Darüber hinaus lässt sich so der magnetische Fluss durch das Blech besser kontrollieren, da die Sättigungsmagnetisierung lokal nicht überschritten wird, wie dies der Fall wäre, wenn das Blech eine unregelmäßige Oberfläche hätte. Die glatte Oberfläche betrifft insbesondere beide entgegengesetzten Seiten des Blechs.

Gemäß einem weiteren Aspekt ist das Blech gepresst worden, insbesondere mit einem als Matrix ausgebildeten Pressstempel. Hierdurch ist das Blech im Verformungsbereich lokal plastisch kaltverformt worden. Aufgrund der plastischen Kaltverformung tritt lediglich eine geringe Dickenabnahme des verformten Blechs im Verformungsbereich auf. Die Stabilität des Blechs ist somit weiterhin gegeben.

Die Aufgabe wird ferner erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Herstellung eines Energieübertragungs-Gargerätzubehörs der zuvor genannten Art gelöst, bei dem ein Blech und eine transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit mit einem Primärkreis und einem Sekundärkreis bereitgestellt werden, wobei das Blech plastisch verformt wird, sodass das Blech eine magnetisch permeable Koppelstelle für den Primärkreis und den Sekundärkreis der transformatorähnlichen Leistungsübertragungseinheit bildet, wobei der Primärkreis auf einer Seite des plastisch verformten Blechs und der Sekundärkreis auf der entgegengesetzten Seite des plastisch verformten Blechs angeordnet werden. Der Primär- und der Sekundärkreis werden dabei jeweils an der magnetisch permeablen Koppelstelle angeordnet, die durch den lokalen Verformungsbereich des Blechs gebildet ist, der eine lokal erhöhte magnetische Permeabilität aufweist.

Ferner kann das Blech gepresst werden, insbesondere mit einem als Matrix ausgebildeten Pressstempel. Das Pressen des Blechs ist ein kostengünstiger Verfahrensschritt, um den lokalen Verformungsbereich mit der erhöhten magnetischen Permeabilität in einfacher Weise herzustellen.

Gemäß einem weiteren Aspekt wird das Blech mindestens zweimal gepresst, wobei das Blech zumindest im ersten Pressvorgang mit einer als Pressstempel ausgebildeten Matrix gepresst wird, insbesondere wobei der Pressstempel eine Oberfläche aufweist, die eine hohe Materialumformung zur Folge hat. Beispielsweise kann als Pressstempel eine Matrix verwendet werden, die eine gerändelte Oberfläche aufweist. Der daran anschließende zweite Pressvorgang stellt sicher, dass das Blech im lokalen Verformungsbereich eine möglichst glatte Oberfläche hat. Hierdurch ergibt sich eine definierte Oberfläche und somit eine kontrollierbare Sättigungsmagnetisierung aufgrund der im Wesentlichen gleichen Dicke des Blechs im lokalen Verformungsbereich. Dementsprechend ergeben sich im Wesentlichen gleich ausgebildete magnetische Flusspfade im lokalen Verformungsbereich bzw. der magnetisch permeablen Koppelstelle.

Sofern mehr als zwei Pressvorgänge vorgesehen sind, wird das Blech in sämtlichen außer dem letzten Pressvorgang mit einer als Pressstempel ausgebildeten Matrix gepresst. Dies gewährleistet, dass die Oberfläche des Blechs nach dem Umformen glatt und eben ist.

Sofern mehr als zwei Pressvorgänge vorgesehen sind, können komplementär ausgebildete Pressstempel verwendet werden, insbesondere aufeinanderfolgend. Die komplementär ausgebildeten Pressstempel bewirken entgegengesetzte Umformungen des Blechs, wodurch die gewünschte hohe Materialumformung schnell erreicht wird.

Ferner kann das Blech erwärmt werden, insbesondere getempert oder erhitzt und langsam abgekühlt werden. Hierbei entsteht eine zusätzliche ferritische Phase, die eine Erhöhung der magnetischen Permeabilität im lokalen Verformungsbereich des plastisch verformten Blechs bewirkt. Des Weiteren können Eigenspannungen im verformten Blech, insbesondere im Verformungsbereich, aufgrund der Temperaturerhöhung reduziert werden. Insbesondere ist dies durch die moderate Temperaturerhöhung (Tempern) möglich, wodurch eine verbliebende Rückfederwirkung abgebaut wird, die aufgrund des Umformungsprozesses möglicherweise entstanden ist.

Ein weiterer Aspekt sieht vor, dass das Blech über seine gesamte Dicke plastisch verformt wird, sodass ein durchgehend umgeformter Blechabschnitt gebildet wird. Dementsprechend wird das gesamte, zur Verfügung stehende Material des Blechs im lokalen Verformungsbereich umgeformt. Der Umformungsprozess unterscheidet sich von einer Prägung der Oberfläche des Blechs dahingehend, dass bei einer Prägung lediglich das Material in einem bestimmten Bereich der Oberfläche zusammengepresst wird.

Ferner wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch ein Gargerät gelöst, mit einem Garraum und einer Garraumwand, wobei zumindest ein Teil der Garraumwand das plastisch verformte Blech des Energieübertragungs-Gargerätzubehör der zuvor genannten Art bildet, sodass der Teil der Garraumwand eine magnetisch permeable Koppelstelle für den Primärkreis und den Sekundärkreis der transformatorähnlichen Leistungsübertragungseinheit bildet. Bei dem plastisch verformten Blech kann es sich dementsprechend um die Garraumwand des Garraums handeln, sodass der Teil des Energieübertragungs-Gargerätzubehörs bereits bei der Herstellung des Gargeräts bereitgestellt wird. Anschließend muss nur noch die transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit an den beiden Seiten der Garraumwand angeordnet werden, um das kabellose Energieübertragungs-Gargerätzubehör auszubilden. Dementsprechend ist in einfacher Weise ein Gargerät mit einem Energieübertragungs-Gargerätzubehör der zuvor genannten Art realisierbar.

Insbesondere ist somit ein Gargerät vorgesehen, das ein Energieübertragungs-Gargerätzubehör der zuvor genannten Art umfasst.

Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, auf die Bezug genommen wird. In der einzigen Figur ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gargeräts mit einem erfindungsgemäßen Energieübertragungs-Gargerätzubehör gezeigt.

In 1 ist ein Gargerät 10 teilweise in schematischer Weise dargestellt, da der Garraum 12 lediglich ausschnittsweise gezeigt ist.

Der Garraum 12 ist in dem gezeigten Ausschnitt unter anderem von einer Garraumwand 14 begrenzt, die durch ein Blech 16 gebildet ist, insbesondere durch ein Edelstahlblech (Material 1.4301).

Die Garraumwand 14 bzw. das Blech 16 ist bei der Herstellung lokal plastisch verformt worden, sodass sich ein lokaler Verformungsbereich 18 gebildet hat. Der Verformungsbereich 18 weist eine höhere magnetische Permeabilität als der Rest der Garraumwand 14 bzw. des Blechs 16 auf, obwohl der Rest der Garraumwand 14 und der Verformungsbereich 18 aus demselben Material bestehen.

Dies liegt daran, dass sich aufgrund der plastischen Verformung des Blechs 16 im lokalen Verformungsbereich 18 das Korngefüge im Material des Blechs 16 gegenüber einem planen Blech geändert hat. Dementsprechend bildet der Verformungsbereich 18 eine magnetisch permeable Koppelstelle 20 aus, die einen magnetischen Fluss durch die ansonsten magnetisch nicht leitende Garraumwand 14 ermöglicht.

Die magnetische Leitfähigkeit ist somit durch ein Umformungsprozess der Garraumwand 14 bzw. des Blechs 16 erreicht worden, da kein anderes Material verwendet wurde, um die magnetisch permeable Koppelstelle 20 auszubilden.

Das Gargerät 10 umfasst zudem eine transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit 22, die an der Koppelstelle 20 angebunden ist. Die transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit 22 dient zur kabel- bzw. drahtlosen Energieübertragung von einer Seite der Garraumwand 14 zur anderen Seite der Garraumwand 14, wodurch beispielsweise eine drahtlose Energieübertragung in den Garraum 12 hinein möglich ist. Eine Kabeldurchführung oder ähnliches wird also nicht benötigt.

Die transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit 22 weist einen Primärkreis 24 sowie einen Sekundärkreis 26 auf, wobei in der gezeigten Ausführungsform der Primärkreis 24 außerhalb des Garraums 12 und der Sekundärkreis 26 innerhalb des Garraums 12 angeordnet sind. Der Primärsowie der Sekundärkreis 24, 26 weisen jeweils eine Primär- bzw. Sekundärspule 28, 30 auf, deren Windungszahlen unterschiedlich sein können.

Des Weiteren geht aus der 1 hervor, dass die transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit 22 einen angeschlossenen Heizbereich 32 umfasst, der beispielsweise einem Garblech 34 zugeordnet ist, welches gestrichelt dargestellt ist. Dementsprechend kann die über die transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit 22 in den Garraum 12 kabellos übertragene Energie dazu genutzt werden, das Garblech 34 zu erwärmen, wodurch ein elektrisch beheizte Garfläche im Garraum 12 angeordnet werden kann, ohne eine zu isolierende Kabeldurchführung durch eine Garraumwand 14 zu benötigen.

Die transformatorähnliche Leistungsübertragungseinheit 22 sowie der Verformungsbereich 18 des Blechs 16 bzw. der Garraumwand 14, also ein plastisch verformter Blechabschnitt, bilden zusammen ein Energieübertragungs-Gargerätzubehör 36 aus.

Das Energieübertragungs-Gargerätzubehör 36 kann zusammen mit dem Heizbereich 32 und/oder dem Blech 34 zudem ein Garzubehör 38 bilden.

Alternativ zum Garblech 34 mit dem Heizbereich 32 kann auch ein anderes Garzubehör vorgesehen sein, welches eine elektrische Leistung benötigt und mit der Energieübertragungs-Gargerätzubehör 36 gekoppelt werden kann, beispielsweise ein Temperaturfühler, insbesondere ein Kern-Temperaturfühler.

Generell ist die Leistungsübertragungseinheit 22 transformatorähnlich ausgebildet, da eine Freiraumstrecke, also eine magnetisch nicht leitende Strecke, zwischen dem Primär- und dem Sekundärkreis 24, 26 verhindert wird. Dies liegt daran, dass der lokale Verformungsbereich 18 magnetisch permeabel ist, insbesondere in ähnlicher Weise wie das Ferrit- bzw. Eisenmaterial, das den Primär- bzw. Sekundärkreis 24, 26 zumindest teilweise ausbildet.

Das Ferrit- bzw. Eisenmaterial des Primär- und Sekundärkreises 24, 26 bildet demnach zusammen mit dem magnetisch permeablen Verformungsbereich 18 bzw. der dadurch gebildeten Koppelstelle 20 einen mehrteilig aufgebauten Kern 40 der transformatorähnlichen Leistungsübertragungseinheit 22 aus, wie dies bei einem Transformator üblich ist.

Spalte bzw. magnetisch nicht permeables Materialien zwischen den jeweiligen Spulen 28, 30 des Primär- und des Sekundärkreises 24, 26 werden demnach vermieden, weswegen von einer transformatorähnlichen Leistungsübertragungseinheit 22 die Rede ist, die die Energie kabellos von der einen Seite der Garraumwand 14 zur anderen Seite der Garraumwand 14 überträgt, insbesondere in den Garraum 12 hinein.

Es handelt sich um eine nichtresonante Leistungs- bzw. Energieübertragung, weswegen die Spulen 28, 30 auch nicht hinsichtlich ihrer Resonanzfrequenzen aufeinander abgestimmt werden müssen. Der Aufwand bei der Herstellung verringert sich also erheblich.

Der lokale Verformungsbereich 18 kann insbesondere durch einen Pressvorgang hergestellt werden, bei dem das Blech 16 umgeformt wird. Dies stellt sicher, dass sich die Materialdicke des Blechs 16 im lokalen Verformungsbereich 18 nur geringfügig ändert.

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass das Blech 16 anschließend thermisch behandelt wird, beispielsweise einer moderaten Temperaturerhöhung ausgesetzt wird (Tempern), um Spannungen im Blech 16 zu reduzieren, die aufgrund des Verformungsvorgangs eingebracht worden sind.

Alternativ oder ergänzend kann das Blech 16 stark erhitzt und anschließend langsam abgekühlt werden, um im austenitischen Material eine zusätzliche ferritische Phase einzubringen, die eine zusätzliche Erhöhung der magnetischen Permeabilität des Blechs 16 im lokalen Verformungsbereich 18 zur Folge hat.

Das Blech 16 wird insbesondere im Verformungsbereich 18 über seine gesamte Dicke plastisch verformt, sodass ein durchgehend umgeformter Blechabschnitt gebildet wird, der den lokalen Verformungsbereich 18 darstellt. Demensprechend handelt es sich bei dem Verformungsprozess nicht um eine Prägung, bei dem lediglich das Material in einem bestimmten Bereich zusammengedrückt wird, insbesondere an der entsprechenden Oberfläche.

Beim Umformen des Blechs 16 wird das Blech 16 so verformt, dass die resultierende Oberfläche des Blechs 16 nach dem letzten Umformschritt eben und glatt ist. Eine raue Oberfläche des Blechs 16 im Verformungsbereich 18 hätte eine teilweise starke Bündelung der magnetischen Feldlinien bei der Energieübertragung zur Folge, wodurch die Sättigungsmagnetisierung lokal überschritten werden könnte, was sich negativ auf die Leistungsübertragung auswirkt. Zudem ist eine solche Oberfläche auch hygienischer, da sie sich einfacher reinigen lässt.

Generell kann das Blech 16 beim Umformen gepresst werden, wobei beispielsweise ein als Matrix ausgebildeter Pressstempel verwendet wird.

Insbesondere ist dann vorgesehen, dass das Blech 16 zweimal gepresst wird, wobei das Blech 16 zunächst mit einem Pressstempel gepresst wird, der eine Oberfläche aufweist, die eine hohe Materialumformung zur Folge hat. Hierdurch kann die magnetische Permeabilität des Blechs 16 im lokalen Verformungsbereich 18 stark erhöht werden.

Aufgrund der hohen Materialumformung weist das Blech 16 im Verformungsbereich 18 jedoch eine unebene bzw. raue Oberfläche auf, was einerseits hinsichtlich der Reinigung als auch hinsichtlich der drahtlosen Energieübertragung nachteilig ist, wie bereits beschrieben wurde. Daher wird das mit einem derartigen Pressstempel gepresste Blech 16 nochmals gepresst, um eine möglichst glatte Oberfläche zu erhalten.

Dementsprechend ist mit einfachen Mitteln eine kabellose Energieübertragung geschaffen, die nichtresonant und induktiv erfolgt, wobei die übertragene Energie von einem Garzubehör in einfacher Weise genutzt werden kann.