Title:
Laufwagen und Beschlag für eine Schiebetür
Kind Code:
A1


Abstract:

Laufwagen (10) für einen Schiebeflügel, insbesondere für ein Fenster oder eine Tür, mit einem Tragteil (30), an dem mindestens zwei Laufrollen (12) drehbar gelagert sind, und einem Stützteil (11) zur Fixierung eines Flügels (20) am Laufwagen (10), wobei das Stützteil (11) relativ zu dem Tragteil (30) parallel zu Drehachsen der Laufrollen (12) bewegbar ist, Wobei zwischen den mindestens zwei Laufrollen (12) ein Lager (40) zur drehbaren Lagerung des Stützteils (11) relativ zu dem Tragteil (30) vorgesehen ist. embedded image




Inventors:
Mügge, Dirk (31688, Nienstaedt, DE)
Appel, Stephan (31675, Bückeburg, DE)
Kording, Stefan (31691, Helpsen, DE)
Application Number:
DE102016121709A
Publication Date:
05/17/2018
Filing Date:
11/14/2016
Assignee:
HAUTAU GmbH, 31691 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102014220837B3N/A2016-01-14
DE102010010810A1N/A2011-06-22
DE2603915A1N/A1976-08-26



Attorney, Agent or Firm:
Patent- und Rechtsanwälte Loesenbeck, Specht, Dantz, 33602, Bielefeld, DE
Claims:
Laufwagen (10) für einen Schiebeflügel, insbesondere für ein Fenster oder eine Tür, mit einem Tragteil (30), an dem mindestens zwei Laufrollen (12) drehbar gelagert sind, und einem Stützteil (11) zur Fixierung eines Flügels (20) am Laufwagen (10), wobei das Stützteil (11) relativ zu dem Tragteil (30) parallel zu Drehachsen der Laufrollen (12) bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den mindestens zwei Laufrollen (12) ein Lager (40) zur drehbaren Lagerung des Stützteils (11) relativ zu dem Tragteil (30) vorgesehen ist.

Laufwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (40) ein Verschieben des Stützteils (11) relativ zu dem Tragteil (30) ermöglicht und zusätzlich das Stützteil (11) drehbar an dem Tragteil (30) lagert.

Laufwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Stützteil (11) eine Achse (44) fixiert ist, die verschiebbar in dem Lager (40) gehalten ist.

Laufwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützteil (11) zwei vertikale Stege (14, 15) aufweist, an denen die Achse (40) fixiert ist.

Laufwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (40) mittig zwischen den mindestens zwei Laufrollen (12) angeordnet ist.

Laufwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (40) als Wälzlager ausgebildet ist.

Laufwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (40) als Linearkugellager mit einer Vielzahl von in mehreren Reihen angeordneten kugelförmigen Wälzkörpern (43) ausgebildet ist.

Laufwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung der Drehachsen der Laufrollen (12) mindestens drei Wälzkörper (43) nebeneinander angeordnet sind, vorzugsweise zwischen 4 bis 10 Wälzkörper (43).

Laufwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die kugelförmigen Wälzkörper (43) die Achse (44) kontaktieren.

Laufwagen nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die kugelförmigen Wälzkörper (43) von einem Lagerring (41) umgeben sind, der in eine Aufnahme (31) an dem Tragteil (30) eingefügt ist.

Laufwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (44) aus einem gehärteten Stahl hergestellt ist.

Laufwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (44) an gegenüberliegenden Enden gestuft ausgebildet ist.

Beschlag (1) für eine Schiebetür, mit einem Blendrahmen (50) und einem Flügel (20), der über mindestens einen Laufwagen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche entlang einer Schiene (13) verfahrbar gehalten ist.

Beschlag nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass über den Umfang des Flügels (20) verteilt mehrere seitliche Abstellmittel (4, 8, 9) vorgesehen sind, um den Flügel (20) parallel zur Drehachse der Laufrollen (12) zu bewegen.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Laufwagen für einen Schiebeflügel, insbesondere für ein Fenster oder eine Tür, mit einem Tragteil, an dem mindestens zwei Laufrollen drehbar gelagert sind, und einem Stützteil zur Fixierung eines Flügels am Laufwagen, wobei das Stützteil relativ zu dem Tragteil parallel zu Drehachsen der Laufrollen bewegbar ist, und einen Beschlag für eine Schiebetür.

Die DE 10 2010 010 810 A1 offenbart einen Beschlag für einen horizontal verschiebbaren Flügel eines Fensters oder einer Tür, bei dem der Flügel über untere und obere Laufwerke verfahrbar gehalten ist. Um den Flügel von einer am Blendrahmen verriegelten Stellung in eine Schiebeposition zu bewegen, kann der Flügel geringfügig von dem Blendrahmen abgehoben werden, wobei die Gleitbewegung des Flügels durch Federn unterstützt ist. Nachteilig bei diesem Beschlag ist die hohe Reibung an den Gleitflächen der Laufwerke.

In der DE 10 2014 220 837 B3 ist ein Laufwagen zum Abstellen eines Schiebeflügels von einem festen Rahmen gezeigt, der ein Rollenteil mit Laufrollen und ein Flügelaufnahmeteil zur Fixierung des Flügels aufweist. Über eine Kurvenführung kann das Flügelaufnahmeteil relativ zu dem Rollenteil bewegt werden, wobei das Führungsteil über ein Rollenlager mit Nadelrollen abgestützt ist. Der Laufwagen benötigt für die Kurvenführung und die Lagerung des Flügelaufnahmeteils vergleichsweise viel Bauraum. Zudem besteht der Nachteil, dass das Flügelaufnahmeteil und das Rollenteil starr aneinander gehalten sind, so dass Unebenheiten an der Schiene zu einer hohen Punktbelastung an den Führungsflächen führen, weshalb eine hohe Reibung an den Gleitflächen auftreten kann. Zudem sorgt eine hohe Reibung zwischen den Steuerzapfen einer Treibstange und der Kulisse des Rollenteils für eine Schwergängigkeit.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Laufwagen für einen Schiebeflügel zu schaffen, bei dem ein Stützteil leichtgängig relativ zu einen Tragteil bewegbar ist und ein Ausgleich von Unebenheiten an der Führung kompensiert werden kann.

Diese Aufgabe wird mit einem Laufwagen mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Erfindungsgemäß umfasst der Laufwagen ein Tragteil, an dem mindestens zwei Laufrollen drehbar gelagert sind, und ein Stützteil zur Fixierung eines Flügels, das relativ zu dem Tragteil parallel zu den Drehachsen der Laufrollen bewegbar ist, wobei zwischen den mindestens zwei Laufrollen ein Lager zur drehbaren Lagerung des Stützteils relativ zu dem Tragteil vorgesehen ist. Durch die drehbare Lagerung kann das Stützteil relativ zu dem Tragteil verschwenken, so dass Unebenheiten an einer Führungsschiene, beispielsweise auch durch Verschmutzungen, ausgeglichen werden können. Durch die pendelnde Lagerung des Stützteils an dem Tragteil wird eine gleichmäßigere Belastung der Rollen gewährleistet, selbst wenn bei einer Schiebebewegung der Laufwagen Unebenheiten ausgesetzt ist. Durch die pendelnde Lagerung, bei der eine Drehachse des Lagers parallel zur Drehachse der Laufrollen ausgerichtet ist, kann der Einfluss von Unebenheiten kompensiert werden, ohne dass es zu Querkräften oder hohen Punktbelastungen an dem Laufwagen führt.

Vorzugsweise ist an dem Stützteil eine Achse fixiert, die verschiebbar an dem Lager gehalten ist. Alternativ kann die Achse auch an dem Tragteil fixiert sein, und das Lager ist verschiebbar an dem Stützteil gehalten. Durch das Lager kann so eine Doppelfunktion bereitgestellt werden, einerseits eine verschiebbare Führung in Axialrichtung und zudem eine schwenkbare Lagerung um eine Lagerachse.

Zur Fixierung der Achse können an dem Stützteil zwei vertikale Stege vorgesehen sein, an denen die Achse fixiert ist. Die Achse kann hierfür endseitig gestuft ausgebildet sein, so dass eine Bewegung der Achse in axiale Richtung relativ zu dem Stützteil verhindert ist, insbesondere wenn eine radiale Fläche der Stufen als Anschlagsfläche an den Stegen anliegt.

Für die pendelnde Lagerung des Stützteils relativ zu dem Tragteil ist das Lager vorzugsweise mittig zwischen den mindestens zwei Laufrollen angeordnet. Dabei können an jeder Seite des Lagers eine oder mehrere Laufrollen vorgesehen sein, vorzugsweise werden aber nur zwei Laufrollen pro Laufwagen eingesetzt.

Das Lager ist vorzugsweise als Wälzlager ausgebildet, bei dem Wälzkörper entlang von Laufbahnen abrollen. Das Lager kann beispielsweise als Linearkugellager ausgebildet sein, bei dem eine Vielzahl von in mehreren Reihen angeordneten kugelförmigen Wälzkörpern vorgesehen sind, so dass eine besonders leichtgängige Bewegung des Stützteils relativ zu dem Tragteil beim Abstellen von der Schließposition in eine ausgestellte Position möglich ist. Dabei können mindestens drei Wälzkörper in Richtung der Drehachsen der Laufrollen nebeneinander angeordnet sein, vorzugsweise zwischen vier bis 10 Wälzkörper, um eine gleichmäßige Lastverteilung auf mehrere Wälzkörper vornehmen zu können. Die kugelförmigen Wälzkörper können dabei das Tragteil relativ zu dem Stützteil sowohl bei einer Schiebebewegung in horizontale Richtung führen, als auch bei einer Pendelbewegung des Stützteils relativ zu dem Tragteil. Für eine stabile Abstützung der kugelförmigen Wälzkörper können diese unmittelbar an einer Achse anliegen. Die Achse kann dabei aus einem gehärteten Stahl hergestellt sein, um die auftretenden Kräfte mit minimaler Verformung aufnehmen zu können. Die kugelförmigen Wälzkörper können ferner von einem Lagerring umgeben sein, der in eine Aufnahme an dem Tragteil eingefügt ist. Es ist natürlich auch möglich, die kugelförmigen Wälzkörper an einem inneren Lagerring zu halten, der in eine Hülse am Tragteil oder Stützteil eingeschoben ist.

Der erfindungsgemäße Laufwagen wird insbesondere bei einem Beschlag für eine Schiebetür eingesetzt, bei der ein Flügel an einer Schiene relativ zu einem Blendrahmen verfahrbar gehalten ist. Über den Umfang des Flügels verteilt können dabei mehrere seitliche Abstellmittel vorgesehen sein, um bei einer Öffnung des Flügels diesen zunächst in Richtung der Drehachsen der Laufrollen von dem Blendrahmen abzuheben und dann über die Laufrollen entlang der Schiene in horizontale Richtung zu verfahren. Vorzugsweise sind zwei oder drei Laufwagen pro Flügel an einer Unterseite des Flügels vorgesehen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

  • 1 eine perspektivische Ansicht eines Beschlags für eine Schiebetür;
  • 2A und 2B zwei Schnittansichten in einem unteren Bereich einer Schiebetür in einer geschlossenen und einer abgestellten Position;
  • 3A bis 3C mehrere Ansichten eines Laufwagens für einen Beschlag für eine Schiebetür, und
  • 4 eine perspektivische Explosionsdarstellung des Laufwagens der 3.

Ein Beschlag 1 für eine Schiebetür umfasst zwei untere Laufwagen 10, an denen ein Flügel abgestützt werden kann, der relativ zu einem feststehenden Blendrahmen bewegbar ist. Jeder Laufwagen 10 umfasst ein Stützteil 11, an dem der Flügel festlegbar ist, wobei der Laufwagen 10 über Laufrollen 12 in horizontale Richtung verfahrbar ist.

Der Beschlag 1 umfasst ferner erste seitliche Abstellmittel 2, die ein Gehäuse 3 mit einer Kurvenführung 4 aufweisen, in der ein Bolzen 5 eines Steuerteils 6 bewegbar ist. Durch eine Relativbewegung des Steuerteils 6 zu dem Gehäuse 3 wird über die seitlichen Abstellmittel 2 der Flügel von einer geschlossenen Position von dem Blendrahmen abgehoben oder wieder in die geschlossene Position bewegt. Dabei könnend die Steuerteile 6 über eine Treibstange bewegt werden, die über schematisch dargestellte Eckumlenkungen 7 mit einem oberen Abstellmittel 8 gekoppelt ist. Auch an dem oberen Abstellmittel 8 kann der Flügel in Achsrichtung der Laufrollen 12 relativ zu dem Blendrahmen bewegt werden. Auf der zu den ersten seitlichen Abstellmitteln 2 gegenüberliegenden Seite sind zweite seitliche Abstellmittel 9 vorgesehen, die eine offene Steuerkurve 90 aufweisen, in der ein Bolzen 91 eines Steuerelementes 92 geführt ist. Durch eine Relativbewegung des Bolzens 91 in der offenen Steuerkurve 90 kann der Flügel von dem Blendrahmen abgestellt werde, bevor er dann über die Laufwagen 10 verfahren wird. Die Gestaltung der ersten seitlichen Abstellmittel 2 und der zweiten seitlichen Abstellmittel 9 kann abhängig von der Größe und dem Gewicht des Flügels variiert werden.

In 2A ist ein Flügel 20 in einer Schließposition an einem Blendrahmen 50 gehalten. Zwischen Flügel 20 und Blendrahmen 50 sind elastische Dichtungen 51 vorgesehen, und in der Schließstellung liegt der Flügel 20 mit einer Kontaktfläche 22 an den Dichtungen 51 an, die am Blendrahmen 50 festgelegt sind. Alternativ oder zusätzlich kann die Dichtung 51 auch am Flügel 20 festgelegt sein und an einer Kontaktfläche am Blendrahmen 50 anliegen. In dieser geschlossenen Position lässt sich der Laufwagen 10 noch nicht relativ zu dem Blendrahmen 50 verschieben, da die Dichtungen 51 und optional weitere Beschlagsteile für eine Verriegelung sorgen.

Soll der Flügel 20 geöffnet werden, wird der Flügel 20 relativ zu dem Blendrahmen 50 parallel zur Richtung der Drehachsen der Laufrollen 12 bewegt, bis die in 2B gezeigte Position erreicht ist, in der eine Kontaktfläche 22 des Flügels 20 beabstandet von der Dichtung 51 angeordnet ist, so dass keine Reib- oder Haltekräfte mehr wirken können. Die Bewegung des Flügels 20 wird dadurch erreicht, dass ein Stützteil 11 relativ zu einem Tragteil 30 verschoben wird, da das Tragteil 30 während dieser Bewegung stationär über die Laufrollen 12 an einer Schiene 13 abgestützt ist. In der in 2B dargestellten abgestellten Position kann der Flügel 20 dann entlang der Schiene 13 über die Laufrollen 12 verfahren werden. Über die Laufwägen 10 werden dabei die Gewichte des Flügels 20 getragen, die je nach Baugröße über 150 kg betragen können. Insbesondere bei Einsatz von Isolierglasscheiben 21 mit einer Dreifachverglasung müssen hohe Gewichtslasten durch die Laufwägen 10 aufgenommen werden.

In den 3A bis 3C ist der Laufwagen 10 gezeigt, der ein oberes Stützteil 11 aufweist, an dem mehrere Öffnungen 18 vorgesehen sind, über die ein Rahmen eines Flügels 20 angeschraubt werden kann. Das Stützteil 11 weist ferner zwei vertikale Stege 14 und 15 auf, an denen eine Achse 44 fixiert ist. Die Achse 44 ist durch ein Lager an einem Tragteil 30 geführt, an dem zwei Laufrollen 12 vorgesehen sind. Der Abstand der vertikalen Stege 14 und 15 ist dabei größer als die Breite des Tragteils 30, so dass das Stützteil 11 parallel zur Richtung der Drehachsen der Laufrollen 12 relativ zu dem Tragteil 30 verschoben werden kann.

An dem Steg 15 ist ein Federsteg 17 vorgesehen, der an einer Stirnseite des Tragteils 30 anliegt und das Stützteil 11 in einer vormontierten Position an dem Tragteil 30 ausrichtet.

In 4 ist der Laufwagen 10 im Detail dargestellt. Das an der Oberseite ebene Stützteil 11 weist an den zwei vertikalen Stegen 14 und 15 eine Aufnahme 16 auf, in die ein gestufter Endabschnitt 45 der Achse 44 einfügbar ist. Dadurch liegt eine radial und vertikal ausgerichtete Fläche 46 an der Achse 44 an einer Innenseite der Stege 14 oder 15 an, und die Achse 44 ist dadurch in Axialrichtung an dem Stützteil 11 fixiert.

Das Tragteil 30 weist eine mittige Lageraufnahme 31 auf, in die ein Lager 40 einfügbar ist. Auf gegenüberliegenden Seiten der Lageraufnahme 31 in Längsrichtung der Schiene 13 ist an dem Tragteil 30 eine Durchführung 33 für eine Achse 34 der Laufrollen 12 vorgesehen. Jede Laufrolle 12 ist dabei in eine Öffnung 38 an dem Tragteil 30 eingefügt, wobei die Laufrollen 12 nach unten von dem Tragteil 30 hervorstehe und auf der Schiene 13 geführt sind. Die Achse 34 kann dabei stationär an dem Tragteil 30 fixiert sein, und die Laufrolle 12 ist über ein Wälzlager drehbar.

Das Lager 40 ist als Linearkugellager ausgebildet und umfasst eine Lagerhülse 41, an dessen Innenseite eine Vielzahl von kugelförmigen Wälzkörpern 43 angeordnet sind. Die Wälzkörper 43 sind an einem Wälzkörperkä42 gehalten, wobei in Achsrichtung der Achse 44 mehrere Wälzkörper 43 nebeneinander in eine Reihe vorgesehen sind. Die Anzahl der Wälzkörper 43 in Axialrichtung kann beispielsweise zwischen 3 bis 10 betragen. Die Wälzkörper 43 stehen dabei nach innen über den Wälzkörperkä42 hervor.

Das Lager 40 wird bei der Montage in die Lageraufnahme 31 an dem Tragteil 30 eingeschoben, vorzugsweise bis zu einem Anschlag, und dann wird eine Abdeckung 35 an dem Tragteil 30 montiert, die seitliche Vorsprünge 36 in Form vom Leisten aufweist, die in eine Nut 37 an dem Tragteil 30 einschiebbar sind. Dadurch ist das Lager 40 in axiale Richtung an dem Tragteil 30 fixiert. Die Abdeckung 35 besitzt eine innere Öffnung 39, durch die die Achse 44 durchgeführt ist. Die Abdeckung 35 kann einen Anschlag für den Wälzkörperkä42 des Lagers 40 ausbilden, um die Bewegung der Achse 44 in axiale Richtung zu begrenzen.

Wenn über die seitlichen Abstellmittel 2 und 9 der Flügel 20 weg von dem Blendrahmen 50 bewegt werden soll, wird das Stützteil 11 in eine Richtung parallel zu den Achsen der Laufrollen 12 zusammen mit der Achse 44 bewegt, wobei die Wälzkörper 43 die Achse 44 kontaktieren. Die Abstellbewegung kann beispielsweise 3 mm bis 20 mm betragen, und die kugelförmigen Wälzkörper 43 können in axiale Richtung in der Lagerhülse 41 abrollen.

Anschließend kann der Flügel 20 entlang der Schiene 13 verfahren werden, wobei die Laufrollen 12 auf der Schiene 13 abrollen. Falls die Schiene 13 uneben ist oder eine Verschmutzung auf der Schiene 13 vorgesehen ist, kann das Tragteil 30 relativ zu dem Stützteil 11 eine Pendelbewegung ausführen, wobei das Lager 40 eine Drehachse für eine Drehbewegung des Stützteils 11 relativ zu dem Tragteil 30 ausbildet. Dadurch können Unebenheiten kompensiert und eine gleichmäßige Lastverteilung an dem Stützteil 11 gewährleistet werden.

Um die hohen Gewichtslasten an dem Lager 40 gut aufnehmen zu können, kann die Achse 44 aus einem harten Material, insbesondere einem gehärteten Stahl, hergestellt sein. Zudem können die Wälzkörper 43 und die Lagerhülse 41 aus einem gehärteten Material hergestellt sein. Bei den Wälzkörpern 43 ist es möglich, nur einen Teil der Wälzkörper 43, die die Gewichtslasten aufnehmen, aus einem sehr harten Material herzustellen, während die Wälzkörper 43 in einem oberen Bereich an der Lagerhülse 41 aus einem weicheren Werkstoff hergestellt sein können. Alternativ oder zusätzlich kann der Abstand der Reihen von Wälzkörpern 43 im oberen Bereich der Lagerhülse 41 größer sein als im unteren Bereich, in dem die Gewichtslasten aufgenommen werden.

Um die Öffnungsbewegung zu erleichtern, ist es zudem möglich, den Flügel 20 mit Federn in Öffnungsrichtung vorzuspannen.

Bezugszeichenliste

1
Beschlag
2
Abstellmittel
3
Gehäuse
4
Kurvenführung
5
Bolzen
6
Steuerteil
7
Eckumlenkung
8
Abstellmittel
9
Abstellmittel
10
Laufwagen
11
Stützteil
12
Laufrolle
13
Schiene
14
Steg
15
Steg
16
Aufnahme
17
Federsteg
20
Flügel
21
Isolierglasscheibe
22
Kontaktfläche
30
Tragteil
31
Lageraufnahme
33
Durchführung
34
Achse
35
Abdeckung
36
Vorsprung
37
Nut
38
Öffnung
39
Öffnung
40
Lager
41
Lagerhülse
42
Wälzkörperkäfig
43
Wälzkörper
44
Achse
45
Endabschnitt
46
Fläche
50
Blendrahmen
51
Dichtung
90
Steuerkurve
91
Bolzen
92
Steuerelement

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102010010810 A1 [0002]
  • DE 102014220837 B3 [0003]