Title:
Führungsmittel für eine Schiebetür
Kind Code:
A1
Abstract:

Führungsmittel (12) für eine Schiebetür (10), insbesondere für eine hängende Schiebetür (10), wobei die Schiebetür (10) einen oberen Bereich (43) und einen unteren Bereich (11) aufweist und der obere Bereich (43) mit mindestens einem Schlitten (44) entlang mindestens einer Aufnahme verschiebbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel (12) ein Führungselement (14, 37) und eine Montageplatte (13) aufweist, wobei das Führungselement (14, 37) unter dem unteren Bereich (11) der Schiebetür (10) auf der Montageplatte (13) befestigbar ist zur Führung des unteren Bereichs (11) der Schiebetür (10) in Verschieberichtung.



Inventors:
Haake, Jens-Christian (28759, Bremen, DE)
Application Number:
DE102016120036A
Publication Date:
06/01/2017
Filing Date:
10/20/2016
Assignee:
Hermann Francksen Nachf. GmbH & Co. KG, 28719 (DE)
International Classes:
Attorney, Agent or Firm:
Meissner Bolte Patentanwälte Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, 28209, Bremen, DE
Claims:
1. Führungsmittel (12) für eine Schiebetür (10), insbesondere für eine hängende Schiebetür (10), wobei die Schiebetür (10) einen oberen Bereich (43) und einen unteren Bereich (11) aufweist und der obere Bereich (43) mit mindestens einem Schlitten (44) entlang mindestens einer Aufnahme verschiebbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel (12) ein Führungselement (14, 37) und eine Montageplatte (13) aufweist, wobei das Führungselement (14, 37) unter dem unteren Bereich (11) der Schiebetür (10) auf der Montageplatte (13) befestigbar ist zur Führung des unteren Bereichs (11) der Schiebetür (10) in Verschieberichtung.

2. Führungsmittel (12) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die, vorzugsweise rechteckige, Montageplatte (13) mindestens ein, vorzugsweise zwei, Langlöcher (16, 17) aufweist, deren Längsachsen insbesondere senkrecht zueinander ausgerichtet sind und der Befestigung der Montageplatte (13) auf einem Untergrund (15) dienen.

3. Führungsmittel (12) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei gegenüberliegende Längsseiten (20, 21) der Montageplatte (13) profiliert, insbesondere schienenartig, ausgebildet sind.

4. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die profilierten Längsseiten (20, 21) der Montageplatte (13) jeweils eine Rastkerbe (22, 23) aufweisen.

5. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberseite (18) und eine Unterseite (19) der Montageplatte (13) plan, vorzugsweise parallel zueinander, sind.

6. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (14, 37) ein Schlittenteil (29) aufweist mit zwei parallelen Aufnahmen (31, 31), wobei die Aufnahmen (30, 31) über die profilierten Längsseiten (20, 21) der Montageplatte (13) schiebbar sind.

7. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die parallelen Aufnahmen (30, 31) des Schlittenteils (29) an einer Innenseite jeweils einen Rastvorsprung (32, 33) aufweisen, die mit den Rastkerben (22, 23) der profilierten Längsseiten (20, 21) der Montageplatte (13) verrastbar sind.

8. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Unterseite des Schlittenteils (29) eine konvexe Profilierung (36) aufweist, entlang der die Montageplatte (13), vorzugsweise unter einer Vorspannung, in das Schlittenteil (29) führbar ist.

9. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (14, 37) senkrecht auf dem Schlittenteil (29) angeordnet ist und vorzugsweise die Längen des Führungselementes (14, 37) und des Schlittenteils (29) gleich sind.

10. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (14, 37) zwei gegenüberliegende Schenkel (24, 25, 38, 39) aufweist, die geringfügig gegeneinander gekippt, vorzugsweise parallel zueinander, ausgerichtet sind.

11. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (24, 25, 38, 39) 1 bis 2 mm, insbesondere 4 bis 6 mm, bzw. 6 bis 8 mm, vorzugsweise 8 bis 10 mm voneinander beabstandet sind.

12. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (24, 25) an einem oberen Bereich ihrer Innenseiten, insbesondere stegartige, Führungsflächen (26, 27) aufweisen.

13. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (38, 39) an ihren Innenseiten gegenüberliegende Aufweitungen (40, 41), insbesondere kreissegmentartige Aufweitungen (40, 41), aufweisen.

14. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch Einführen mindestens einer Schraube (47) oder dergleichen in die Aufweitungen (40, 41) der Abstand zwischen den Schenkel (38, 39) verbreiterbar ist.

15. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Bereich (11) der Schiebetür (10) durch die Schenkel (24, 25) des Führungselementes führbar ist.

16. Führungsmittel (12) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Nut (42) im unteren Bereich (11) der Schiebetür (10) parallel zur Bewegungsrichtung über die Schenkel (38, 39) des Führungselementes (37) führbar ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Führungsmittel für eine Schiebetür gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Schiebetüren werden zum Verschließen von Räumen oder als Raumteiler verwendet. Dazu sind die Schiebetüren mit einem oberen Bereich, der einen Schlitten mit Rollen oder Gleitmitteln aufweisen kann, an einer beispielsweisen schienenartigen Aufnahme verschiebbar gelagert. Die Aufnahme ist dabei einer Zimmerdecke, einem Türrahmen oder dergleichen zugeordnet. Durch den Schlitten lässt sich die Schiebetür entlang einer Bewegungsrichtung in der Aufnahme bewegen. Zumeist sind die Schiebetüren frei hängend in diesen Aufnahmen gelagert.

Um ein ungewolltes Verschwenken der Schiebetüren senkrecht zu der Bewegungsrichtung zu vermeiden, sehen es bekannte Vorrichtungen vor, einen unteren Bereich der Schiebetür in einer Führungsschiene zu führen. Durch die Führungsschiene können unvorhergesehene Schwenkbewegungen der Tür unterbunden werden. Allerdings gestaltet sich die Montage derartiger Führungsschienen zumeist als aufwendig und kompliziert. Des Weiteren stellen derartige Führungsschienen leicht übersehbare Stolperfallen im Raum oder in Eingangsbereichen dar.

Da die Schiebetür als Glastür oder Holztür mit verschiedenen Stärken ausgebildet sein kann, ist für jede Bauart einer Schiebetür eine entsprechende Führungsschiene notwendig. So laufen beispielsweise Glastüren eher in einer Führungsschiene und Holztüren mit einer Nut auf einer Führungsschiene entlang. Da insbesondere die Bauarten der Schiebetüren stark variieren, gestaltet es sich als schwierig, für jede Tür eine entsprechende, passende Führungsschiene zu finden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Führungsmittel für eine Schiebetür zu schaffen, dass flexibel nutzbar ist und sich einfach montieren lässt.

Ein Führungsmittel zur Lösung dieser Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf. Demnach ist es vorgesehen, dass ein Führungselement unter dem unteren Bereich der Schiebetür auf einer Montageplatte befestigbar ist. Dadurch wird die Schiebetür quer zur Bewegungsrichtung stabilisiert. Eine Führungsschiene ist nicht mehr notwendig. Es kann erfindungsgemäß auch vorgesehen sein, dass dem unteren Bereich der Schiebetür mehrere der Führungsmittel zugeordnet sind.

Bevorzugt kann es weiter vorgesehen sein, dass die, vorzugsweise rechteckige, Montageplatte mindestens ein, vorzugsweise zwei, Langlöcher aufweist, deren Längsachsen, insbesondere senkrecht zueinander ausgerichtet sind und der Befestigung der Montageplatte auf einem Untergrund dienen. Durch die Langlöcher lässt sich die Montageplatte einfach auf einem Untergrund installieren und entsprechend in Bewegungsrichtung der Schiebetür ausrichten. Die Montageplatte weist eine Breite zwischen 1 cm und 2 cm sowie eine Länge zwischen 2 cm und 4 cm auf. Die Montageplatte kann jedoch auch eine hiervon abweichende Dimensionierung aufweisen. Vorzugsweise sind das Führungsmittel, insbesondere die Montageplatte und/oder das Führungselement, der zu führenden Schiebetür entsprechend dimensioniert.

Insbesondere kann es die vorliegende Erfindung weiter vorsehen, dass zwei gegenüberliegende Längsseiten einer Montageplatte profiliert, insbesondere schienenartig, ausgebildet sind. Diese Profilierung kann beispielsweise keilförmig ausgebildet sein und dient der einfachen Aufnahme des Führungselementes.

Weiter kann es vorgesehen sein, dass die profilierten Längsseiten der Montageplatte jeweils eine Rastkerbe aufweisen. Diese Rastkerben dienen einer rastenden Verbindung mit dem Führungselement. Die Rastkerbe ist so ausgebildet, dass sich das Führungselement händisch auf die Montageplatte schieben lässt und einrastet. Aus dieser Rastverbindung ist das Führungselement nur durch Aufwendung von größerer Kraft wieder lösbar.

Erfindungsgemäß können eine Oberseite und eine Unterseite der Montageplatte plan, vorzugsweise parallel zueinander, ausgebildet sein. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die Montageplatte parallel zum Untergrund installiert wird und das Führungsmittel nicht unter einem Winkel zu der Schiebetür montiert wird. Nur so kann ein reibungsfreier, leichter Bewegungsablauf der Schiebetür hergestellt werden.

Ein besonders vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann es vorsehen, dass das Führungselement ein Schlittenteil aufweist, mit zwei parallelen Aufnahmen, wobei die Aufnahmen über die profilierten Längsseiten der Montageplatte verschiebbar sind. Dabei korrespondieren die Dimensionen des Schlittenteils mit denen der Montageplatte. Das heißt, bei einem fertig montierten Führungsmittel deckt das Führungselement bzw. das Schlittenteil die Montageplatte vollständig ab.

Des Weiteren weisen die parallelen Aufnahmen des Schlittenteils ihrerseits an einer Innenseite jeweils einen Rastvorsprung auf, die mit den Rastkerben der profilierten Längsseiten der Montageplatten verrastbar sind. Durch das Zusammenspiel zwischen den Rastvorsprüngen des Schlittenteils und den Rastkerben der Montageplatte ist eine feste Verbindung zwischen dem Führungselement und der Montageplatte herstellbar.

Darüber hinaus kann es vorgesehen sein, dass eine Unterseite des Schlittens eine konvexe Profilierung aufweist, entlang der die Montageplatte, vorzugsweise unter einer Vorspannung, in das Schlittenteil führbar ist. Diese Profilierung ist leicht gegenüber den Aufnahmen des Schlittenteils erhöht, so dass sich das Führungselement unter Überwindung der Reibkräfte zwischen der Profilierung und der Oberseite der Montageplatte auf selbiges führen lässt.

Vorzugsweise kann es die vorliegende Erfindung weiter vorsehen, dass das Führungselement senkrecht auf dem Schlittenteil angeordnet ist und vorzugsweise die Längen des Führungselementes und des Schlittens gleich sind. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Führungselement und das Schlittenteil in einer hiervon abweichenden Beziehung stehen.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel kann es vorsehen, dass das Führungselement zwei gegenüberliegende Schenkel aufweist, die geringfügig gegeneinander gekippt, vorzugsweise parallel zueinander, ausgerichtet sind. Diese Schenkel erstrecken sich 5 mm bis 10 mm bzw. 10 mm bis 20 mm über das Schlittenteil hinaus und lassen sich geringfügig gegeneinander aufweiten, so dass ihr Abstand zumindest zeitweise vergrößert ist.

Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, dass die Schenkel 1 mm bis 2 mm, insbesondere 4 mm bis 6 mm bzw. 6 mm bis 8 mm, vorzugsweise 8 mm bis 10 mm voneinander beabstandet sind. Diese Schenkel dienen der Führung der Schiebetür.

Je nach Art und Beschaffenheit der Schiebetür sind unterschiedliche Schenkelabstände verwendbar. Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Montageplatte je nach Bauart der Schiebetür verschiedene Führungselement mit verschiedenen Schenkelbreiten zuordbar sind. So erlangt die Montageplatte eine gewisse Universalität, die es ermöglicht, mit einer Montageplatte verschiedene Türen zu führen.

Die Schenkel können an einem oberen Bereich ihrer Innenseiten, insbesondere stegartige, Führungsflächen aufweisen. Entlang dieser Führungsflächen kann dann die Schiebetür möglichst reibungsfrei und ohne, dass die Schiebetür mechanischen Schaden erleidet, entlang geführt werden. Je nach Anforderung bzw. Beschaffenheit der Tür können diese Führungsflächen verschiedenartig ausgebildet sein. Es ist beispielsweise auch denkbar, dass für eine besonders geräuscharme Führung die Führungsflächen zusätzlich eine Beschichtung aufweisen.

Insbesondere kann es die vorliegende Erfindung weiter vorsehen, dass die Schenkel an Ihren Innenseiten gegenüberliegende Aufweitungen, insbesondere kreissegmentartige Aufweitungen aufweisen. Diese Aufweitungen sind insbesondere für dicht zusammenliegende Schenkel, deren Abstand vorzugsweise 1 mm bis 2 mm beträgt, vorgesehen. Durch Einführen, beispielsweise einer Schraube, in diese Aufweitungen lässt sich der Abstand zwischen den Schenkeln verbreitern. Je nach Bauform der Tür lässt sich somit der Abstand der Schenkel bzw. die Führungsbreite der Führungselemente nahezu kontinuierlich ändern bzw. anpassen. Durch Entnahme der Schraube aus den Aufweitungen schwenken die Schenkel in ihre ursprüngliche Position zurück.

Außerdem kann es die vorliegende Erfindung weiter vorsehen, dass der untere Bereich der Schiebetür durch die Schenkel des Führungselementes führbar ist. Insbesondere Schenkel, die einen großen Abstand voneinander aufweisen, dienen der Aufnahme bzw. Führung der Schiebetür. Es ist insbesondere vorgesehen, dass lediglich die Seiten der Schiebetür mit den Schenkeln bzw. den Führungsflächen in Kontakt treten und nicht eine Unterseite der Schiebetür mit dem Führungselement.

Alternativ kann es vorgesehen sein, dass eine Nut im unteren Bereich der Schiebetür parallel zur Bewegungsrichtung über die Schenkel der Führungselemente führbar ist. Je nach Weite der Nut lassen sich die Schenkel über die zuvor beschriebenen Aufweitungen in ihrer Breite anpassen, so dass ein Spiel der Schiebetür quer zur Bewegungsrichtung minimiert wird.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:

1a eine perspektivische Darstellung einer Montageplatte,

1b eine Seitenansicht der Montageplatte gemäß 1a,

2a eine Seitenansicht eines Führungselementes,

2b eine perspektivische Ansicht des Führungselementes gemäß der 2a,

3a eine Seitenansicht eines Führungsmittels,

3b eine perspektivische Ansicht des in der 3a dargestellten Führungsmittels,

4a eine Seitenansicht eines weiteren Führungselementes,

4b eine perspektivische Ansicht des Führungselementes gemäß der 4a,

5a eine Seitenansicht eines Führungsmittels,

5b eine perspektivische Ansicht des Führungsmittels gemäß der 5a,

6 eine Seitenansicht eines Führungsmittels mit einer Schiebetür, und

7 eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Führungsmittels mit einer Schiebetür.

Um eine Schiebetür 10 entlang einer vorgegebenen Richtung zu verschieben, wird ein unterer Bereich 11 der Schiebetür 10 entlang eines Führungsmittels 12 geführt.

Das Führungsmittel 12 besteht im Wesentlichen aus einer Montageplatte 13 und einem Führungselement 14. Die in der 1a dargestellte Montageplatte 13 ist als rechteckiges Plättchen ausgebildet. Zur Befestigung der Montageplatte 13 auf einem Untergrund 15 weist die Montageplatte 13 zwei Langlöcher 16, 17 auf, deren Längsachsen senkrecht zueinander ausgerichtet sind. Diese Langlöcher 16, 17 werden verwendet, um die Montageplatte 13 mittels Befestigungsmittel im Untergrund 15 zu verankern. Damit Köpfe der Befestigungsmittel nicht über eine Oberseite 18 der Montageplatte 13 hinausragen, können die Langlöcher 16, 17 als Senkbohrungen ausgebildet sein.

Die Oberseite 18 der Montageplatte 13 ist parallel zu einer Unterseite 19 ausgebildet. Da sowohl die Oberseite 18, als auch die Unterseite 19 planar und vorzugsweise parallel zueinander sind, lässt sich die Montageplatte 13 flach auf dem Untergrund 15 positionieren.

In der 1b wird deutlich, dass die Längsseiten 20, 21 profiliert, insbesondere schienenartig oder keilförmig, ausgebildet sind. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel der Montageplatte 13 verjüngen sich die Längsseiten 20, 21 zur Oberseite 18 hin. Des Weiteren weisen die Längsseiten 20, 21 jeweils mittig eine Rastkerbe 22, 23 auf. Diese Rastkerben 22, 23 sind kreissegmentartig ausgebildet und dienen der Verbindung mit dem Führungselement 14. Das hier dargestellte Ausführungsbeispiel der Montageplatte 13 ist lediglich als Beispiel zu verstehen. Es ist vielmehr auch vorgesehen, dass die Form der Montageplatte 13 sowie die Anzahl der Langlöcher 16, 17 variieren kann.

In den 2a, 2b ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Führungselementes 14 dargestellt. Das Führungselement 14 weist zwei gegenüberliegende, einen spitzen Winkel einschließenden, Schenkel 24, 25 auf. Diese Schenkel 24, 25 sind stegartig ausgebildet und weisen an ihren oberen Bereichen nach innen gerichtete Führungsflächen 26, 27 auf. Zusammen mit einem Boden 28 bilden die Schenkel 24, 25 einen Führungskorridor, der in seiner Breite je nach Anforderung variieren kann.

Die Schenkel 24, 25 gehen direkt in ein Schlittenteil 29 über. Dieses Schlittenteil 29 weist zwei parallele Aufnahmen 30, 31 auf, die sich über die gesamte Länge des Führungselementes 14 erstrecken. Die Aufnahmen 30, 31 umfassen jeweils einen keilartigen Führungsspalt, welcher der Profilierung der Längsseiten 20, 21 der Montageplatte 13 entspricht. Die Aufnahmen 30, 31 weisen mittig jeweils einen Rastvorsprung 32, 33 auf. Dieser Rastvorsprung 32, 33 ist genau derart ausgebildet, dass er mit den Rastkerben 22, 23 der Montageplatte 13 zusammenfällt.

Zur Stabilisierung des Führungselementes 14 sind die Schenkel 24, 25 mit den Aufnahmen 30, 31 des Schlittenteils 29 durch seitliche Stege 34, 35 verstärkt. Trotz dieser verstärkenden Stege 34, 35 bleiben die Schenkel 24, 25 derart flexibel, dass sich zumindest kurzfristig der Abstand zwischen den Schenkeln 24, 25 verändern kann.

Dem Schlittenteil 29 ist an einer dem Boden 28 gegenüberliegenden Seite eine konvexe Profilierung 36 zugeordnet. Diese Profilierung verkleinert zumindest bereichsweise den Raum zwischen den Aufnahmen 30, 31.

Für die Montage des Führungsmittels 12 wird zunächst die Montageplatte 13 auf dem Untergrund 15 ausgerichtet und mit Befestigungsmittel befestigt. Im nächsten Schritt wird sodann das Führungselement 14 mit dem Schlittenteil 29 über die Montageplatte 13 bzw. über die Längsseiten 20, 21 geschoben, bis die Rastvorsprünge 32, 33 mit den Rastkerben 22, 23 verrasten. In dieser relativen Stellung ist das Führungselement 14 fest mit der Montageplatte 13 verbunden und kann nur unter Kraftaufwendung wieder getrennt werden (3a, 3b).

In den 4a und 4b ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Führungselementes 37 dargestellt. Da bei diesem Ausführungsbeispiel viele der Merkmale identisch mit denen des Ausführungsbeispiels des Führungselementes 14 sind, werden gleiche Elemente mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Das Führungselement 37 weist Schenkel 38, 39 auf, die nahezu parallel zueinander ausgerichtet sind und nur eine geringe Beabstandung voneinander aufweisen. Auch die Schenkel 38, 39 sind derartig ausgebildet, dass sie zumindest kurzzeitig aus ihrer in 4a dargestellten Grundstellung leicht ausschwenkbar sind, so dass sie nicht mehr parallel zueinander ausgerichtet sind.

Die Schenkel 38, 39 weisen an ihren Innenseiten jeweils gegenüberliegende Aufweitungen 40, 41 auf. Diese Aufweitungen 40, 41 bilden zusammen zwei Kreissegmente, zwischen denen sich eine nahezu runde Aufnahme ausbildet.

Ansonsten ist das Führungselement 37 gleichermaßen ausgebildet wie das Führungselement 14 und lässt sich über die Montageplatte 13 an einem Untergrund 15 befestigen (5a, 5b). Es ist denkbar, dass die Aufnahmen 30, 31 gegenüber einer Horizontalen leicht konvex ausgebildet sind, so dass sich bei der Verbindung des Führungselementes 14, 37 eine gewisse Vorspannung bzgl. der Längsseiten 20, 21 der Montageplatte 13 ergibt, die die Verbindung zwischen den Teilen sichert. Insbesondere durch die Profilierung 36 und die Rastvorsprünge 32, 33 wird das Führungselement 14, 37 auf der Montageplatte 13 gesichert.

Die Montageplatte 13 ist universell einsetzbar und kann sowohl mit dem Ausführungsbeispiel des Führungselementes 14, als auch mit dem Ausführungsbeispiel des Führungselementes 30 verwendet werden. Darüber hinaus ist es denkbar, dass die Montageplatte 13 mit weiteren Führungselementen 14 verwendet wird, deren Dimensionierung und Form von dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel abweicht.

In der 6 ist dargestellt, wie das Führungselement 37 in einer Nut 42 positioniert ist. Während ein oberer Bereich 43 der Schiebetür 10 mittels eines Schlittens 44 einer Schiene 45, die an einer Decke 46 befestigt ist, zugeordnet ist, ist die Nut 42 einem unteren Bereich 11 der Schiebetür 10 zugeordnet. Damit das Führungselement 37 bzw. die Schenkel 38, 39 derart in der Nut 42 positionierbar sind, dass die Schiebetür kein Spiel quer zur Bewegungsrichtung der Schiebetür 10 hat, wird hier zwischen die Aufweitungen 40, 41 der Schenkel 38, 39 eine Schraube 47 gedreht. Diese Schraube 47 bewirkt, dass der Abstand zwischen den Schenkeln 38, 39 vergrößert wird. Je nach Breite der Nut 42 lässt sich so das Führungselement 37 anpassen.

In der 7 ist dargestellt, wie eine Schiebetür 10 in dem Führungselement 14 geführt wird. Dabei befindet sich der untere Bereich 11 der Schiebetür 10 in oder nahezu in Kontakt mit den Führungsflächen 26, 27 der Schenkel 24, 25. Bei dieser Bauart handelt es sich bei den Schiebetüren zumeist um Glasschiebetüren. Je nach Dicke der Schiebetür 10 lassen sich Führungselemente 14 mit unterschiedlichen Aufnahmebreiten verwenden.

Je nach Breite und Form der Schiebetür 10 reicht ein einziges Führungsmittel 10 zur Führung der Schiebetür 10 aus. Und zwar ist das Führungsmittel 12 derart positionierbar, dass beim Verschieben der Schiebetür 10 diese mit ihrer gesamten Breite über das Führungsmittel 12 geschoben wird. Es ist aber gleichermaßen denkbar, dass der Schiebetür 10 eine Vielzahl der erfindungsgemäßen Führungsmittel 12 zugeordnet ist.

Die erfindungsgemäßen Führungselemente 14, 37 sowie die Montageplatte 13 sind bevorzugt aus Kunststoff hergestellt, können aber auch aus einem anderen Material, wie beispielsweise Metall hergestellt sein. Um eine maximale Flexibilität zu erzielen, können die Montageplatte 13 sowie die Führungselemente 14 bzw. 37 als Sets mit verschiedenen Dimensionierungen zusammengefügt werden.

Bezugszeichenliste

10
Schiebetür
11
unterer Bereich
12
Führungsmittel
13
Montageplatte
14
Führungselement
15
Untergrund
16
Langlöcher
17
Langlöcher
18
Oberseite
19
Unterseite
20
Längsseite
21
Längsseite
22
Rastkerbe
23
Rastkerbe
24
Schenkel
25
Schenkel
26
Führungsfläche
27
Führungsfläche
28
Boden
29
Schlittenteil
30
Aufnahme
31
Aufnahme
32
Rastvorsprung
33
Rastvorsprung
34
Steg
35
Steg
36
Profilierung
37
Führungselement
38
Schenkel
39
Schenkel
40
Aufweitung
41
Aufweitung
42
Nut
43
oberer Bereich
44
Schlitten
45
Schiene
46
Decke
47
Schraube