Title:
Farbwechselsystem
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein Farbwechselsystem besitzt einen Stator (1) mit mehreren Medienauslässen (6) von Medienventilen (3, 4), die auf wenigstens zwei konzentrischen Kreisen (7, 8) angeordnet sind. Weiterhin ist ein innerer Auswahlkopf (9) und ein äußerer Auswahlkopf (14) vorgesehen, wobei der innere Auswahlkopf (9) an einem Ausleger (10) befestigt ist, der um den Kreismittelpunkt der Kreise (7, 8) drehbar ist, um den Auswahlkopf (9) vor eines der Medienventile (3) auf den inneren Kreis (7) zu bringen.
Der äußere Auswahlkopf (14) befindet sich in Form eines Schlittens in einem Drehkranz, der drehbar am Stator (1) gelagert ist und über einen Zahnriemen (23), der um seinen Umfang gelegt ist, angetrieben wird. Ein gemeinsamer Antriebsmotor (29), der entweder mit dem Ausleger (10) oder mit dem Zahnkranz (16) gekoppelt ist, sorgt für eine Verstellung des einen bzw. des anderen Auswahlkopfes (9, 14).
Dazu ist ein Schieber in Form einer Hülse (26) vorgesehen, der mit der Auslegerwelle (25) des Auslegers (10) verbunden ist. Die Hülse (26) besitzt eine Innenverzahnung (27), um mit der außenverzahnten Abtriebswelle des Antriebsmotors koppeln zu können, und eine äußere Verzahnung (41), um mit einer inneren Verzahnung (37) eines Kupplungszahnrades (35) zum Antrieb des Zahnriemens eingreifen zu können.




Inventors:
Sonnleitner, Harald (63075, Offenbach, DE)
Application Number:
DE102016118395A
Publication Date:
12/21/2017
Filing Date:
09/28/2016
Assignee:
APSON Lackiertechnik GmbH, 63075 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102015102332A1N/A2015-08-20
DE19962220A1N/A2001-07-05



Foreign References:
200401953532004-10-07
37161911973-02-13
EP12452952002-10-02
Attorney, Agent or Firm:
Hebing, Norbert, Dipl.-Phys., 61231, Bad Nauheim, DE
Claims:
1. Farbwechselsystem mit einem eine Frontseite aufweisenden Stator (1), der eine Vielzahl von Medienventilen (3, 4) besitzt, deren Einlässe mit je einer Medienzuführung verbunden sind und deren Medienauslässe (6) in die Frontseite des Stators (1) münden, und mit einem vor der Frontseite des Stators (1) angeordneten verstellbaren Auswahlkopf (9, 14), der auf einer konzentrisch zu einer senkrecht zur Statorfrontseite verlaufenden Mittelachse (2) verlaufenden Bahn bewegbar ist, wobei der Auswahlkopf (9, 14) an seiner der Statorfrontseite zugewandten Rückseite einen Medieneinlass (11, 19) aufweist, der durch die Verschiebung des Auswahlkopfes (9, 14) in Überdeckung mit einem der Medienauslässe (6) bringbar ist, und wobei der Auswahlkopf (9, 14) eine Medienleitung (12, 20) aufweist, die dazu dient, den Medieneinlass (11, 19) mit einem an das Farbwechselsystem anschließbaren Verbraucher zu verbinden, dadurch gekennzeichnet, dass die Medienventile (3, 4) auf wenigstens zwei Bahnen angeordnet sind und dass für Medienventile (3, 4) einer jeden Bahn jeweils ein Auswahlkopf (9, 14) vorgesehen ist, wobei die Auswahlköpfe (9, 14) unabhängig voneinander entlang der jeweiligen Bahn bewegbar sind.

2. Farbwechselsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Medienventile (3, 4) auf wenigstens zwei konzentrischen Kreisen (7, 8) angeordnet sind und dass für Medienventile (3, 4) eines jeden Kreises jeweils ein Auswahlkopf (9, 14) vorgesehen ist, wobei die Auswahlköpfe (9, 14) unabhängig voneinander auf einer zum Mittelpunkt der Kreise (7, 8) verlaufenden Bahn bewegbar sind.

3. Farbwechselsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswahlkopf (9) für die Medienventile (4) wenigstens auf einem der Kreise (7) an dem freien Ende eines Auslegers (10) angeordnet ist, der um eine Achse im Mittelpunkt des Kreises (7) drehbar und in Richtung der Achse verschiebbar gelagert ist.

4. Farbwechselsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswahlkopf (14) für die Medienventile (3) des anderen Kreises (8) als Schlitten ausgebildet ist, der auf einer konzentrisch zum Kreismittelpunkt verlaufenden Schiene (18) auf dieser in Umfangsrichtung bewegbar ist und senkrecht dazu verschiebbar ist.

5. Farbwechselsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten von einem Abschnitt eines konzentrisch zum Kreismittelpunkt verlaufenden Zahnkranzes (16) gebildet ist, der eine umlaufende Verzahnung auf seiner äußeren Mantelfläche aufweist, wobei ein Zahnriemen (23) vorgesehen ist, der in die Verzahnung des Zahnkranzes (16) eingreift.

6. Farbwechselsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb des Auslegers (10) und des Schlittens ein gemeinsamer Antriebsmotor (29) und eine Kupplung vorgesehen sind, die so eingerichtet ist, dass in einer ersten Stellung die Verbindung des Antriebsmotors (29) zum Ausleger (10) hergestellt und zum Zahnkranz gelöst ist und in einer zweiten Stellung die Verbindung des Antriebsmotors zum Zahnkranz hergestellt und zum Ausleger gelöst ist.

7. Farbwechselsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung von einem Schieber betätigbar ist, um zwischen den Stellungen der Kupplung zu wechseln, wobei der Schieber derart mit dem Ausleger (10) gekoppelt ist, dass in der zweiten Stellung der Kupplung der Auswahlkopf (9) am Ausleger (10) mit einem Medienauslass (6) eines der Medienventile (4) gekoppelt ist.

8. Farbwechselsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber eine Hülse (26) mit einer Innenverzahnung (27) aufweist, in der die Abtriebswelle (28) des Antriebsmotors (29) liegt, die eine Außenverzahnung (30) aufweist, wobei die Verzahnungen (27, 30) in der ersten Stellung der Kupplung ineinander greifen.

9. Farbwechselsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Lagerbund (36) des Antriebsmotors (29) ein Kupplungszahnrad (35) drehbar gelagert ist, wobei in der Position des Schiebers, bei dem die Verzahnungen (27, 30) nicht ineinander greifen, die Hülse (26) die Abtriebswelle (28) mit dem Kupplungszahnrad (35) koppelt.

10. Farbwechselsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungen Reibschlussverbindungen aufweisen.

11. Farbwechselsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber fluidisch betätigbar ist.

12. Farbwechselsystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber fest mit dem Ausleger (10) für den inneren Auswahlkopf (9) verbunden ist.

13. Farbwechselsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (29) und die Kupplung auf der Rückseite des Stators (1) angeordnet sind.

14. Farbwechselsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Medienventil auf jeder Bahn als Spülventil ausgebildet ist.

15. Farbwechselsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswahlköpfe Bürsten an ihrer dem Stator zugewandten Seite aufweisen.

Description:

Die Erfindung bezieht sich auf ein Farbwechselsystem mit einem eine Frontseite aufweisenden Stator, der eine Vielzahl von Medienventilen besitzt, deren Einlässe mit je einer Medienzuführung verbunden sind und deren Medienauslässe in die Frontseite des Stators münden, und mit einem vor der Frontseite des Stators angeordneten verstellbaren Auswahlkopf, der auf einer konzentrisch zu einer senkrecht zur Statorfrontseite stehenden Mittelachse verlaufenden Bahn bewegbar ist, wobei der Auswahlkopf an seiner der Statorfrontseite zugewandten Rückseite einen Medieneinlass aufweist, der durch die Verschiebung des Auswahlkopfes in Überdeckung mit einem der Medienauslässe bringbar ist, und wobei der Auswahlkopf eine Medienleitung aufweist, die dazu dient, den Medieneinlass mit einen an das Farbwechselsystem anschließbaren Verbraucher zu verbinden.

Ein derartiges System ist z. B. aus der EP 1 245 295 A2 bekannt. Die Medienventile sind dabei entweder auf einem Kreis oder in einem quadratischen Raster angeordnet, wobei der Kreis bzw. das Raster von einem einzigen Auswahlkopf abgefahren werden kann, so dass er mit einem der Medienventile gekoppelt werden kann. Wechselvorgänge können daher relativ lange dauern, da ggf. das neu anzusteuernde Medienventil auf dem Kreis bzw. im Raster weit entfernt ist vom aktuellen Medienventil. Zu den Farbwechselzeiten sind auch die Zeiten hinzuzuzählen, die benötigt werden, um die Medienleitungen zu spülen, das heißt, von den Farbresten der alten Farbe zu befreien.

Die Erfindung beruht somit auf der Aufgabe, Wechselvorgänge zu beschleunigen.

Zur Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung vor, dass die Medienventile auf wenigstens zwei Bahnen angeordnet sind und dass für Medienventile einer jeden Bahn jeweils ein Auswahlkopf vorgesehen ist, wobei die Auswahlköpfe unabhängig voneinander entlang der jeweiligen Bahn bewegbar sind.

Die Bahnen können linear und parallel zueinander verlaufen. Es kann vorzugsweise aber auch vorgesehen werden, dass die Medienventile auf wenigstens zwei konzentrischen Kreisen angeordnet sind und dass für Medienventile eines jeden Kreises jeweils ein Auswahlkopf vorgesehen ist, wobei die Auswahlköpfe unabhängig voneinander auf einer zum Mittelpunkt des Kreises verlaufenden Bahn bewegbar sind.

Bei diesen Ausführungen (Linear- oder Kreisbahnen) kann – während der eine Auswahlkopf in Betrieb ist, also über ihm ein Medium (Lack) der Medienentnahme zugeführt wird – der andere Auswahlkopf vor ein anderes Medienventil gestellt werden, das die nächste Farbe liefern soll. Der Befüllvorgang kann bereits gestartet werden, so dass die Ausgabe einer neuen Farbe somit in unmittelbarem Anschluss an die Ausgabe der aktuellen Farbe erfolgen kann.

Vorzugsweise ist der Auswahlkopf für die Medienventile wenigstens auf einem der Kreise an dem freien Ende eines Auslegers angeordnet, der um eine Achse im Mittelpunkt des Kreises drehbar und in Richtung der Achse verschiebbar gelagert ist.

Vorzugsweise handelt es sich dabei um den inneren Kreis. Der Auswahlkopf vor diesem inneren Kreis soll daher im Folgenden auch als innerer Auswahlkopf bezeichnet werden. Die Drehbarkeit dient der Auswahl eines neuen Medienventils. Die Verschiebbarkeit in Richtung der Achse ist notwendig, um vor einer Drehung den Auswahlkopf vom Stator zu entfernen und nach erfolgter Auswahl den Auswahlkopf wieder an den Stator zu schieben, um den Medieneinlass des Auswahlkopfes mit dem Medienauslass des jeweiligen Medienventils zu koppeln.

Der Auswahlkopf für die Medienventile des anderen Kreises kann in gleicher Weise ebenfalls an einem weiteren Ausleger befestigt werden.

Es bietet sich aber an, den Auswahlkopf für die Medienventile des anderen Kreises (vorzugsweise des äußeren Kreises) als Schlitten auszubilden, der auf einer konzentrisch zum Kreismittelpunkt verlaufenden Schiene auf dieser in Umfangsrichtung bewegbar ist und senkrecht dazu verschiebbar ist. Der Auswahlkopf vor diesem äußeren Kreis soll daher im Folgenden auch als äußerer Auswahlkopf bezeichnet werden.

Dabei kann sich der innere Auswahlkopf für den inneren Kreis unterhalb der Schiene bewegen, so dass sich die Auswahlköpfe im Betrieb nicht ins Gehege kommen.

Die Bewegung des Schlittens dient auch hier der Auswahl eines Medienventils und die Verschiebbarkeit senkrecht zur Umfangsrichtung dem Ankoppeln des Medieneinlasses an einen bzw. Entkoppeln des Medieneinlasses von einem Medienauslass im Stator.

Um den Schlitten über die Schiene zu bewegen, ist vorgesehen, dass der Schlitten von einem Abschnitt eines konzentrisch zum Kreismittelpunkt verlaufenden Zahnkranzes gebildet ist, der eine umlaufende Verzahnung auf seiner äußeren Mantelfläche aufweist, und dass ein Zahnriemen vorgesehen ist, der in die Verzahnung des Zahnkranzes eingreift.

Da nur jeweils einer der beiden Auswahlköpfe bewegt werden soll und braucht, sind ein gemeinsamer Antriebsmotor und eine Kupplung für den Ausleger und den Schlitten vorgesehen, die so eingerichtet ist, dass in der ersten Stellung die Verbindung des Antriebsmotors zum Ausleger hergestellt und zum Zahnkranz gelöst ist und in einer zweiten Stellung die Verbindung des Antriebsmotors zum Zahnkranz hergestellt und zum Ausleger gelöst ist.

Je nach dem, in welcher Stellung sich die Kupplung befindet, kann einer der Auswahlköpfe von dem gemeinsamen Antriebsmotor in eine neue Position gebracht werden, während der andere mit einem Medienventil gekoppelt ist.

Weiterhin ist vorgesehen, dass die Kupplung von einem Schieber betätigbar ist, um zwischen den Stellungen der Kupplung zu wechseln, wobei der Schieber mit der Achse des Auslegers in der Weise verbunden ist, dass in der zweiten Stellung der Kupplung der Auswahlkopf am Ausleger mit dem Medienauslass eines Medienventils gekoppelt ist.

Dazu ist vorgesehen, dass der Schieber eine Hülse mit einer Innenverzahnung aufweist, in der die Abtriebswelle des Antriebsmotors liegt, die eine Außenverzahnung aufweist, wobei die Verzahnungen in der ersten Stellung der Kupplung ineinander greifen, so dass die Abtriebswelle des Antriebsmotors mit der Achse des Auslegers verbunden und der Auswahlkopf durch eine Drehung des Auslegers in eine neue Stellung gebracht werden kann.

Zum Antrieb des Auswahlkopfes auf der Schiene ist vorgesehen, dass auf dem Lagerbund des Antriebsmotors ein Kupplungszahnrad drehbar gelagert ist, wobei in der Position des Schiebers, bei dem die Verzahnungen außer Eingriff stehen, der Ausleger also entkoppelt ist, die Hülse die Abtriebswelle mit dem Kupplungszahnrad koppelt. Auf diese Weise wird eine Drehung der Abtriebswelle in eine Drehung des Kupplungszahnrades übertragen, das wiederum über ein Getriebe mit dem Zahnriemen zum Antrieb des den äußeren Auswahlkopf aufweisenden Zahnkranzes in Verbindung steht.

Die Kupplungen können statt Formschluss- auch Reibschlussverbindungen aufweisen.

Der Schieber kann mittels eines Fluids (Druckluft) betätigt werden. Dazu ist er mit einem Kolben verbunden, der in einem Zylinder liegt, der beidseitig mit einem Fluid oder Druckluft beaufschlagt werden kann.

Vorzugsweise ist der Schieber fest mit dem Ausleger für den inneren Auswahlkopf verbunden, so dass mit der Betätigung der Kupplung gleichzeitig der innere Auswahlkopf in axialer Richtung verschoben wird, um so mit einem Medienventil zu koppeln oder von einem entkoppelt zu werden.

Um zu einem kompakten Aufbau zu gelangen, ist vorgesehen, dass der Antriebsmotor und die Kupplung auf der Rückseite des Stators angeordnet sind, in der auch die Medienventile eingesetzt sind. Der Kolben ist auch zuständig für das Andocken des inneren Auswahlkopfes.

Zum Spülen der Medienleitung, der Andockstelle des Auswahlkopfes, der sich daran anschließenden Aggregate und Verbraucher kann auch jeweils ein Medienventil auf jeder Bahn als Spülventil ausgebildet sein.

Um die Statorfrontseite sauber zu halten und ein Zusetzen der Medienauslässe und der Andockstelle zu vermeiden, sind die Auswahlköpfe mit Bürsten an ihrer dem Stator zugewandten Seite versehen. Beim Wechseln der Position des jeweiligen Auswahlkopfes streichen die Bürsten über den Stator und die Medienauslässe und reinigen diese.

Im Folgenden soll anhand eines Ausführungsbeispiels die Erfindung näher erläutert werden. Dazu zeigen:

1 einen Querschnitt durch die Anordnung, bestehend aus einem Stator und zwei Auswahlköpfen an seiner Frontseite,

2 eine Sicht auf die Frontseite des Stators,

3 eine Kombination aus Stator und Antrieb für die beiden Auswahlköpfe sowie einer Kupplungsvorrichtung in einer Position, in der der äußere Auswahlkopf mit dem Medienauslass eines Medienventils am Stator gekoppelt ist und

4 eine Anordnung gemäß 3, bei der der innere Auswahlkopf mit dem Medienauslass eines Medienventils am Stator gekoppelt ist.

Im Folgenden wird zunächst auf die 1 Bezug genommen:
Sie zeigt die eine Hälfte eines scheibenförmigen Stators 1, wobei der Schnitt die Mittelachse 2 der Scheibe aufnimmt. Auf der Rückseite des Stators 1 befinden sich ein symmetrisch angeordneter Kranz mit äußeren Medienventilen 3 und ein Kranz mit inneren Medienventilen 4, deren Mittelpunkte in der Mittelachse 2 liegen. Der Einfachheit halber ist jeweils nur eines der Medienventile 3, 4 dargestellt.

Die Medienventile 3, 4 weisen jeweils einen Steueranschluss 5 auf, um sie zu öffnen und zu schließen. Die Steueranschlüsse 5 können zu einem zentralen Steueranschluss am Stator zusammengeführt sein, wobei sich in den Verbindungen der einzelnen Steueranschlüsse zum zentralen Steueranschluss Steuerventile befinden, die vom Stator in der Weise betätigt werden, dass das aktuelle, in Benutzung genommene Medienventil geöffnet wird. Die Medienventile besitzen dazu einen Ventilsitz im Stator 1 und einen Ventilschließkörper, der über den Steueranschluss 5 betätigt wird. Entsprechend der Anordnung der Medienventile 3, 4 auf der Rückseite des Stators 1, liegen deren Medienauslässe 6 auf zwei zur Mittelachse 2 konzentrischen Kreisen 7, 8 in der Frontseite des Stators 1.

Dem inneren Kreis 7 liegt ein innerer Auswahlkopf 9 gegenüber, der am freien Ende eines Auslegers 10 befestigt ist. Dieser Ausleger 10 ist, was in dieser Fig. nicht näher ausgeführt ist, mittels einer Auslegerachse drehbar in der Mittelachse 2 gelagert, so dass mit Drehung des Auslegers 10 um diese Achse die verschiedenen Medienventile 4 auf dem inneren Kreis 7 erreicht werden können.

Am inneren Auswahlkopf 9 befindet sich ein Medieneinlass 11, von dem aus eine Medienleitung 12 zu einem hier nicht dargestellten Verbraucher führt. Außerdem mündet in den Medieneinlass 11 eine Spülleitung 13. Um den Auswahlkopf 9 in axialer Richtung verschieben zu können, befindet sich an der Auslegerachse ein im Zusammenhang mit den 3 und 4 weiter unten näher beschriebener Kolben 31.

Die äußeren Medienventile 3 und deren Medienauslässe 6 befinden sich auf dem äußeren Kreis 8. Ihnen gegenüber liegt ein äußerer Auswahlkopf 14 in Form eines Schlittens, der Teil eines konzentrisch zur Mittelachse 2 verlaufenden Zahnkranzes 16 ist, auf dessen äußerer Mantelfläche sich eine äußere Verzahnung 17 befindet. Je nachdem, was für ein Antrieb für den Schlitten vorgesehen wird, kann es sich auch um eine innere Verzahnung handeln.

Der Zahnkranz 16 gleitet auf einer Schiene 18, die von einem Hohlzylinder gebildet ist, dessen Stirnseite an der Frontseite des Stators 1 befestigt ist.

Von einem Medieneinlass 19 im Auswahlkopf 14 geht eine Medienleitung 20 aus, die zu einem weiteren Verbraucher führt. Eine Spülleitung 21 mündet in den Medieneinlass 19 ein.

Vor dem Verbraucher sind jeweils funktionsgleiche Aggregate, Ventilgruppen, Druckregler und Pumpen auf zwei getrennten Strecken angeordnet, die unabhängig voneinander gespült werden können. Die Spülung der einen Strecke kann also erfolgen, während über die andere Strecke Lack zum Verbraucher geführt wird und von ihm ausgetragen wird. Wenn die Farbe gewechselt wird, steht eine schon gespülte Strecke zu Verfügung, so dass der Farbwechsel unverzüglich erfolgen kann. Durch den schnellen Farbwechsel können die Taktzeiten erhöht werden.

Um den Auswahlkopf 14 in axialer Richtung verschieben zu können, sind ein oder mehrere Betätigungszylinder 22 vorgesehen, die an dem Zahnkranz 16 befestigt sind.

Die 2 zeigt die Frontseite des Stators gemäß der 1. Man erkennt die beiden Kreise, den inneren Kreis 7 und den äußeren Kreis 8 mit den Medienauslässen 6. Vor dem inneren Kreis 7 befindet sich der Auswahlkopf 9 an dem Ausleger 10. Vor den Medienauslässen 6 des äußeren Kreises 8 liegt der äußere Auswahlkopf 14, der von einem Zahnriemen 23 angetrieben wird, der über ein Zahnriemenrad 24 gelegt ist, dessen Antrieb in Zusammenhang mit den 3 und 4 beschrieben wird.

Die 3 und 4 zeigen den Antrieb für die beiden Auswahlköpfe 9, 14 in einer etwas verkleinerten Darstellung.

Der Ausleger 10 für den inneren Auswahlkopf 9 besitzt eine Auslegerwelle 25, die durch das Zentrum des Stators 1 verläuft und in eine Hülse 26 mit einer Innenverzahnung 27 übergeht.

In der Hülse 26 liegt die Abtriebswelle 28 eines Antriebsmotors 29, die eine Außenverzahnung 30 besitzt.

An der Auslegerwelle 25 befindet sich ein Kolben 31, der sich in einem hier nicht näher dargestellten Zylinder befindet und von einem Steuerfluid wahlweise auf einer seiner Stirnseiten belastet werden kann, so dass die Auslegerwelle 25 vor- und zurückgeschoben werden kann. Je nachdem, welche Position die Auslegerwelle 25 und damit die Hülse 26 einnimmt, greifen die Verzahnungen 27, 30 ineinander oder sind voneinander getrennt.

Bei der in 3 gezeigten Position der Auslegerwelle 25 ist der innere Auswahlkopf 9 vom Stator entfernt. Dabei greifen die Verzahnungen 27, 30 ineinander, so dass eine Drehung der Abtriebswelle 28 zu einer Drehung des Auslegers 10 führt, so dass der innere Auswahlkopf 9 vor einem der Medienauslässe 6 geführt werden kann.

Um den äußeren Auswahlkopf 14 verstellen zu können, ist der schon erwähnte Zahnkranz 16 vorgesehen, der gegenüber dem Stator 1 drehbar um die Mittelachse 2 des Stators gelagert ist und mittels eines Zahnriemens 23 um die Mittelachse 2 gedreht werden kann.

In einem Sektor des Zahnkranzes 16 befindet sich der äußere Auswahlkopf 14, der dort von dem Betätigungszylinder 22 vor- oder zurückgeschoben werden kann.

Das Zahnriemenrad 24 gemäß der 2 ist über eine Verbindungswelle 32 mit einem weiteren Zahnriemenrad 33 verbunden, das über einen weiteren Zahnriemen 34 von einem Kupplungszahnrad 35 angetrieben wird, das drehbar auf dem Lagerbund 36 des Antriebsmotors 29 gelagert ist und dabei über diesen hervorsteht, wobei sich im überstehenden Abschnitt an der Innseite des Kupplungszahnrades 35 eine innere Verzahnung 37 befindet. Das Kupplungszahnrad 35 wird von einer übergreifenden Kralle 38 auf dem Lagerbund 36 gehalten. Auf der Abtriebswelle 28 befindet sich eine weitere Außenverzahnung 39, die der inneren Verzahnung 37 des Kupplungszahnrades 35 gegenüberliegt.

An der Hülse 26 befindet sich ein Mitnehmerzahnrad 40, das um die Mittelachse 2 drehbar am Ende der Hülse 26 gelagert ist. Das Mitnehmerzahnrad 40 besitzt eine äußere Verzahnung 41 und eine innere Verzahnung 42. Wenn die Auslegerwelle 25 gemäß der Darstellung nach links verschoben ist, greift die äußere Verzahnung 41 des Mitnehmerzahnrades 40 in die innere Verzahnung 37 des Kupplungszahnrades 35 und die innere Verzahnung 42 des Mitnehmerzahnrades 40 in die weitere Außenverzahnung 39 der Abtriebswelle 28 ein, wodurch die Abtriebswelle 28 mit dem Kupplungszahnrad 35 gekoppelt wird. Durch diese Verschiebung der Abtriebswelle 28 sind die zuvor erwähnten Verzahnungen 27, 30 an der Innseite der Hülse 26 bzw. an der Abtriebswelle 28 entkoppelt und der innere Auswahlkopf 9 an den Stator 1 angelegt, wodurch er mit einem der inneren Medienventile 4 gekoppelt wird. Diese Situation ist in der 4 dargestellt. Die zuletzt erwähnten Zahnräder sind als Stirnzahnräder dargestellt, es kann sich aber auch jeweils um Kegelzahnräder handeln.

Bei dieser Kupplungsstellung kann ein Medienaustrag über den inneren Auswahlkopf 9 erfolgen, während der Antriebsmotor 29 über die beiden Zahnriemen 23, 34 den Zahnkranz 16 dreht und damit den äußeren Auswahlkopf 14 vor ein im Anschluss zu benutzendes äußeres Medienventil 3 stellt. Durch die Ansteuerung des oder der Betätigungszylinder 22 wird der äußere Auswahlkopf 14 mit einem der äußeren Medienventile 3 gekoppelt.

Bezugszeichenliste

1
Stator
2
Mittelachse
3
äußere Medienventile
4
innere Medienventile
5
Steueranschluss
6
Medienauslässe
7
innerer Kreis
8
äußerer Kreis
9
innerer Auswahlkopf
10
Ausleger
11
Medieneinlass
12
Medienleitung
13
Spülleitung
14
äußerer Auswahlkopf
16
Zahnkranz
17
Verzahnung
18
Schiene
19
Medieneinlass
20
Medienleitung
21
Spülleitung
22
Betätigungszylinder
23
Zahnriemen
24
Zahnriemenrad
25
Auslegerwelle
26
Hülse
27
Innenverzahnung
28
Abtriebswelle
29
Antriebsmotor
30
Außenverzahnung
31
Kolben
32
Verbindungswelle
33
Zahnriemenrad
34
Zahnriemen
35
Kupplungszahnrad
36
Lagerbund
37
innere Verzahnung
38
Kralle
39
weitere Außenverzahnung
40
Mitnehmerzahnrad
41
äußere Verzahnungen
42
innere Verzahnungen

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 1245295 A2 [0002]