Title:
System und Verfahren zur Bereitstellung von Aufnahmeparametern
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein System mit einer Röntgenaufnahmevorrichtung zur Aufnahme eines Röntgenbildes auf einer Speicherfolie und einer Auslesevorrichtung für die Speicherfolie. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Speicherfolie einen Datenträger aufweist und dass die Röntgenaufnahmevorrichtung oder/und die Auslesevorrichtung eine Vorrichtung zum Lesen von auf dem Datenträger gespeicherten Informationen umfasst.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Bereitstellung von Informationen für eine Auslesevorrichtung.




Inventors:
Weber, Michael (71576, Burgstetten, DE)
Philipps, Bernd (74199, Untergruppenbach, DE)
Application Number:
DE102016117051A
Publication Date:
03/15/2018
Filing Date:
09/12/2016
Assignee:
Dürr Dental AG, 74321 (DE)
International Classes:



Foreign References:
201200193692012-01-26
EP15446732005-06-22
Other References:
Norm ISO/IEC 18000-x
Attorney, Agent or Firm:
Ostertag & Partner, Patentanwälte mbB, 70597, Stuttgart, DE
Claims:
1. System (10) mit
– einer Röntgenaufnahmevorrichtung (12) zur Aufnahme eines Röntgenbildes auf einer Speicherfolie (13) und
– einer Auslesevorrichtung (14) für die Speicherfolie (13),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Speicherfolie (13) einen Datenträger (16) aufweist und
die Röntgenaufnahmevorrichtung (12) oder/und die Auslesevorrichtung (14) eine Datenvorrichtung (18, 20) zum Lesen von auf dem Datenträger (16) gespeicherten Informationen umfasst.

2. System nach Anspruch 1, wobei die Informationen einen die Speicherfolie eindeutig identifizierenden Identifikationscode darstellen.

3. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Datenvorrichtung eine Schreib-/Lesevorrichtung (18, 20) zum Schreiben von die Röntgenaufnahme betreffenden Aufnahmeparametern auf den Datenträger (16) umfasst.

4. System nach Anspruch 3, wobei die Schreib-/Lesevorrichtung (20) dazu eingerichtet ist, die gelesenen Informationen an die Auslesevorrichtung (14) zu übertragen.

5. System nach Anspruch 4, wobei die Röntgenaufnahmevorrichtung (12) dazu eingerichtet ist, die Aufnahmeparameter an die Schreib-/Lesevorrichtung (18) zu übertragen.

6. System nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei die Aufnahmeparameter eine Spannung, eine Stromstärke, eine Belichtungszeit, eine Dosis, ein Dosisflächenprodukt, ein Blendenwert, Daten zu einem Patienten oder/und Daten zu einem Auftrag umfassen.

7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Datenträger (16) ein RFID-Transponder ist.

8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Speicherfolie (13) eine optisch lesbare Kennzeichnung aufweist und dass die Datenvorrichtung dazu ausgelegt ist, die optisch lesbare Kennzeichnung mittels der Auslesevorrichtung (14) zu erfassen.

9. System nach Anspruch 8, wobei die optisch lesbare Kennzeichnung ein Strichcode oder ein QR-Code sind.

10. Speicherfolie mit einer lichtempfindlichen Schicht, insbesondere für die Speicherung eines Röntgenbildes, die dazu ausgelegt ist, in einer Lichtschutzhülle aufbewahrt zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherfolie eine optisch lesbare Kennzeichnung, insbesondere einen Strichcode oder einen QR-Code, aufweist.

11. Verfahren zur Bereitstellung von Informationen für eine Auslesevorrichtung, mit den Schritten:
Durchführen, mittels einer Röntgenaufnahmevorrichtung, eines Belichtungsvorgangs einer Speicherfolie (S1);
Auslesen der Speicherfolie (S3); und
Auslesen des Datenträgers (S4).

12. Verfahren nach Anspruch 11, mit dem Schritt Beschreiben eines Datenträgers, welcher der Speicherfolie fest zugeordnet ist (S2).

13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei der Schritt des Beschreibens des Datenträgers das Abspeichern von Informationen umfasst, welche den Belichtungsvorgang charakterisieren.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei der Schritt des Auslesens der Speicherfolie das Ausleseergebnis des Datenträgers berücksichtigt.

Description:

Die Erfindung betrifft ein System mit einer Röntgenaufnahmevorrichtung zur Aufnahme eines Röntgenbildes auf einer Speicherfolie und einer Auslesevorrichtung für die Speicherfolie. Solche Systeme werden heutzutage in der Röntgentechnik, beispielsweise in der Dentalmedizin, zur Aufnahme von Röntgenbildern verwendet. Die Speicherfolie weist zur Speicherung des Röntgenbildes ein Phosphormaterial auf, das in einer transparenten Matrix eingebettet ist. Dadurch entstehen Speicherzentren, die durch einfallendes Röntgenlicht in angeregte metastabile Zustände gebracht werden können. Belichtet man eine solche Speicherfolie in einer Röntgenapparatur, beispielsweise zur Aufnahme eines Bissflügels eines Patienten, so enthält die Speicherfolie ein latentes Röntgenbild in Form angeregter und nicht angeregter Speicherzentren.

Zum Auslesen der Speicherfolie wird diese in einer Auslesevorrichtung, beispielsweise einer Scanvorrichtung, punktweise mit Ausleselicht abgetastet, wodurch die metastabilen Zustände der angeregten Speicherzentren in einen Zustand gebracht werden, der unter Abgabe von Fluoreszenzlicht relaxiert. Dieses Fluoreszenzlicht wird mithilfe einer Detektoreinheit erfasst, sodass mit einer entsprechenden Auswerteelektronik das Röntgenbild sichtbar wird.

In der Medizin ist eine eindeutige Nachverfolgung und Zuordnung der Speicherfolien extrem wichtig. Zu diesem Zweck werden hier – wie auch in vielen anderen Logistikbereichen – Identifizierungssysteme eingesetzt.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein System und ein Verfahren zur Bereitstellung von Informationen für eine Auslesevorrichtung anzugeben, das einfach zu handhaben, zuverlässig und kostengünstig ist.

Diese Aufgabe wird durchein System mit gemäß dem unabhängigen Anspruch 1, durch eine Speicherfolie gemäß dem unabhängigen Anspruch 10 sowie durch ein Verfahren gemäß dem unabhängigen Verfahrensanspruch gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Das erfindungsgemäße System weist eine Röntgenaufnahmevorrichtung zur Aufnahme eines Röntgenbildes auf einer Speicherfolie und eine Auslesevorrichtung für die Speicherfolie auf. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Speicherfolie einen Datenträger aufweist. Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Röntgenaufnahmevorrichtung oder/und die Auslesevorrichtung eine Datenvorrichtung zum Lesen von auf dem Datenträger gespeicherten Informationen umfasst. Es ist somit mit dem erfindungsgemäßen System möglich, für eine Aufnahme eines Röntgenbilds mit der Speicherfolie entsprechende Informationen dem Datenträger zu entnehmen. Dabei kann es sich beispielsweise um Aufnahmeparameter handeln, die für die Aufnahme mit dem Röntgengerät zu verwenden sind. Des Weiteren kann mittels der auszulesenden Informationen die Verwendungsanzahl der Speicherfolie erfasst werden, um einen mutmaßlichen Verschleiß der Speicherfolie berechnen oder abschätzen zu können.

Bei einer Ausführungsform des Systems kann vorgesehen sein, dass die Informationen einen die Speicherfolie eindeutig identifizierenden Identifikationscode darstellen. Somit kann durch ein Auslesen der auf den Datenträger gespeicherten Informationen die Speicherfolie eindeutig identifiziert werden. Dies ermöglicht eine speicherfolienbezogene Verknüpfung anderweitig erfasster Daten wie beispielsweise die Generierung und/oder Erfassung von Verschleißdaten. Des Weiteren können mit der eindeutigen Identifizierung auch beispielsweise damit verknüpfte und anderweitig gespeicherte Daten der Speicherfolie oder dem darauf gespeichertem Röntgenbild verknüpft werden. Es können auch zusätzlich auf dem Datenträger gespeicherte Informationen wie beispielsweise Aufnahmeparameter, Verschleißdaten oder ähnliches mit der eindeutigen Identifizierung verknüpft werden.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Datenvorrichtung eine Schreib-/Lesevorrichtung zum Schreiben von die Röntgenaufnahme betreffenden Aufnahmeparametern auf den Datenträger umfasst. Es ist mittels der Schreib-/Lesevorrichtung möglich, eine Aufnahme eines Röntgenbilds mit der Speicherfolie aufzunehmen und die dabei verwendeten Aufnahmeparameter auf den zur Speicherfolie zugehörigen Datenträger abzuspeichern. Gleichzeitig oder alternativ können die auf dem Datenträger befindlichen Aufnahmeparameter von der Schreib-/Lesevorrichtung ausgelesen werden. Es ist somit ein von einer zentralen Informationsverarbeitung unabhängiger Informationstransfer alleine über den mit der Speicherfolie verbundenen Datenträger möglich. Dies sichert zum einen die lückenlose Nachverfolgung der mit der Aufnahme des Röntgenbildes auf der Speicherfolie verbundenen Aufnahmeparameter. Zum anderen kann eine ständige zentrale Anbindung des Systems an eine Datenbank oder ähnliches entfallen.

Bei einer erfindungsgemäßen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schreib-/Lesevorrichtung dazu eingerichtet ist, die gelesenen Informationen an die Auslesevorrichtung zu übertragen. Es stehen somit der Auslesevorrichtung für die Speicherfolie beispielsweise bereits vor dem Auslesevorgang die auf dem Datenträger befindlichen Informationen zur Verfügung und das Auslesen der Speicherfolie kann beispielsweise bereits auf die Aufnahmeparameter angepasst werden, die bei der Aufnahme des Röntgenbildes verwendet wurden.

In ähnlicher Weise kann vorgesehen sein, dass die Röntgenaufnahmevorrichtung dazu eingerichtet ist, die Aufnahmeparameter an die Schreib-/Lesevorrichtung zu übertragen. Es können somit die bei der Röntgenaufnahme verwendeten Aufnahmeparameter direkt auf den Datenträger gespeichert werden.

Bei den Aufnahmeparametern kann es sich beispielsweise um eine Spannung, eine Stromstärke, eine Belichtungszeit, eine Dosis, ein Dosisflächenprodukt, einen Blendenwert, Daten zu einem Patienten oder/und Daten zu einem Auftrag handeln. Das Aufzeichnen der genannten Aufnahmeparameter stellt eine Verknüpfung zwischen den genannten Parametern und dem auf der Speicherfolie befindlichen Röntgenbild dar und erlaubt somit eine Nachverfolgung der Röntgenaufnahme, ohne dass eine zentralisierte Dateninfrastruktur vorgehalten werden müsste.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Datenträger ein RFID-Transponder ist. Dementsprechend kann vorgesehen sein, dass es sich bei der Schreib-/Lesevorrichtung um ein RFID-Schreib-/Lesegerät handelt. Die RFID-basierte Verbindungstechnologie kann beispielsweise gemäß der Norm ISO/IEC 18000-x arbeiten, ist aber nicht auf diese Norm eingeschränkt.

Die erfindungsgemäße Speicherfolie weist eine lichtempfindliche Schicht, insbesondere für die Speicherung eines Röntgenbildes auf und ist dazu ausgelegt, in einer Lichtschutzhülle aufbewahrt zu werden. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Speicherfolie eine optisch lesbare Kennzeichnung, insbesondere einen Strichcode oder einen QR-Code, aufweist. Diese optisch lesbare Kennzeichnung ist somit an einer Stelle angebracht, die im üblichen Umgang mit der Speicherfolie nicht lesbar ist, da die Speicherfolie normalerweise in einer Schutzhülle untergebracht ist. Allerdings bietet die Anbringung einer optisch lesbaren Kennzeichnung die Möglichkeit, diese beispielsweise beim Auslesen der Speicherfolie zu erfassen. Bei dem Auslesen der Speicherfolie wird die lichtempfindliche Schicht mittels eines Ausleselaserstrahls aktiviert. In diesem Zusammenhang befindet sich die Speicherfolie also außerhalb der Lichtschutzhülle und ist somit einem Erfassen der optisch lesbaren Kennzeichnung zugänglich. Vorzugsweise kann das Auslesen direkt mit dem Ausleselicht der Speicherfolie durchgeführt werden. Alternativ kann auch eine andere Lichtquelle, beispielsweise auch mit einer den Auslesevorgang nicht beeinflussenden Wellenlänge, eingesetzt werden. Bei der mittels der optisch lesbaren Kennzeichnung kann es sich beispielsweise um eine Identifikation der Speicherfolie handeln.

Es kann bei einer Ausführungsform vorgesehen sein, dass die Speicherfolie eine optisch lesbare Kennzeichnung aufweist und dass die Datenvorrichtung dazu ausgelegt ist, die optisch lesbare Kennzeichnung mittels der Auslesevorrichtung zu erfassen. Bei der optisch lesbaren Kennzeichnung kann es sich um einen Strichcode oder einen QR-Code handeln. Die zweifache Nutzung der Auslesevorrichtung kann ein besonders kostengünstiges und gleichzeitig effizientes Auslesen der auf dem Datenträger gespeicherten Informationen ermöglichen. Die ohnehin vorhandene Auslesevorrichtung kann von der Datenvorrichtung so angesteuert werden, dass auch ein Lesen einer optisch erfassbaren Kennzeichnung wie ein Strichcode, ein QR-Code oder ähnliches erfasst werden kann.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Bereitstellung von Informationen für eine Auslesevorrichtung weist die folgenden Schritte auf: Es wird mittels einer Röntgenaufnahmevorrichtung ein Belichtungsvorgang einer Speicherfolie durchgeführt, sodass ein Röntgenbild auf der Speicherfolie entsteht. Es wird die Speicherfolie ausgelesen. Es wird der Datenträger ausgelesen. Dabei ist die genannte Reihenfolge nicht zwingend. So können beispielweise Aufnahmeparameter, die bei einer Röntgenaufnahme verwende werden sollen, vor dem Belichten der Speicherfolie aus dem Datenträger ausgelesen werden. Weiter kann vor oder nach dem Belichten eine die Speicherfolie charakterisierende Kennzeichnung der Speicherfolie von dem Datenträger gelesen werden.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass der Datenträger, welcher der Speicherfolie fest zugeordnet ist, beschrieben wird. Somit können die bei einer Röntgenaufnahme verwendeten Aufnahmeparameter auf dem Datenträger gespeichert und beispielsweise beim Auslesen der Speicherfolie oder bei einer Interpretation des auf der Speicherfolie befindlichen Röntgenbildes ausgelesen und verwendet werden, ohne dass ein zentralisierter Datenfluss stattfinden muss.

Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens sieht vor, dass der Schritt des Beschreibens des Datenträgers das Abspeichern von Informationen umfasst, welche den Belichtungsvorgang charakterisieren. Dabei kann es sich beispielsweise, wie bereits erwähnt, um die Aufnahmeparameter bei der Röntgenaufnahme handeln.

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass der Schritt des Auslesens der Speicherfolie das Ausleseergebnis des Datenträgers berücksichtigt. Werden bei dem Auslesen der Speicherfolie beispielsweise die Aufnahmeparameter in Betracht gezogen, mit denen das Röntgenbild auf die Speicherfolie belichtet wurde, können unter Umständen die Auslesebedingungen für die Speicherfolie optimiert werden.

Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1A, 1B in schematischer Darstellung Teile eines erfindungsgemäßen Systems;

2A–D in schematischen Darstellung verschiedene Ausführungsformen einer erfindungsgemäße Speicherfolie;

3 in einer schematischen Darstellung eine Ausführungsform einer Auslesevorrichtung; und

4 ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens.

In den 1A und 1B ist ein System 10 zur Bereitstellung von Informationen dargestellt. Das System 10 umfasst eine Röntgenaufnahmevorrichtung 12 (1A) zur Belichtung einer Speicherfolie 13 mit einem Röntgenbild, wie sie beispielsweise in der Dentalmedizin eingesetzt werden, sowie eine Auslesevorrichtung 14 zum Auslesen des auf der Speicherfolie 13 befindlichen Röntgenbildes. Zur Aufnahme eines Röntgenbildes wird die Speicherfolie 13 üblicherweise in der Mundhöhle eines Patienten an geeigneter Stelle mittels nicht dargestellter Haltevorrichtungen angeordnet und über die Röntgenaufnahmevorrichtung 12 belichtet. Für die Belichtung sind an der Röntgenaufnahmevorrichtung 12 für die jeweilige Aufnahmesituation geeignete Aufnahmeparameter einzustellen. Diese Aufnahmeparameter umfassen beispielsweise eine Spannung, eine Stromstärke, eine Belichtungszeit, eine Dosis, ein Dosisflächenprodukt und/oder einen Blendenwert und bestimmen so die Aufnahmebedingungen. Unter den Aufnahmeparametern können sich aber auch patienten- oder auftragsspezifische Informationen befinden.

Die Speicherfolie 13 umfasst neben der eigentlichen röntgenstrahlenempfindlichen Struktur einen RFID-Transponder 16. Der RFID-Transponder 16 kann beispielsweise an oder in einer üblicherweise vorgesehenen lichtdichten Schutzhülle angeordnet sein. Der RFID-Transponder 16 arbeitet mit einer Schreib-/Lesevorrichtung 18 an der Röntgenaufnahmevorrichtung 12 und einem Lesegerät 20 an der Auslesevorrichtung 14 zusammen.

Die an der Röntgenaufnahmevorrichtung 12 vorgesehene Schreib-/Lesevorrichtung 18 ist dazu ausgelegt, einen Teil oder alle Aufnahmeparameter auf den RFID-Transponder 13 zu schreiben. Dazu können beispielsweise die vor dem Belichtungsvorgang eingestellten Sollwerte oder/und während oder nach dem Belichtungsvorgang erfasste Messwerte als Aufnahmeparameter erfasst und auf den RFID-Transponder 16 geschrieben werden. Zusätzlich kann die Schreib-/Lesevorrichtung 18 auch auf dem RFID-Transponder befindliche Informationen auslesen. Beispielsweise können bereits bei der Vorbereitung der Röntgenaufnahme auf der Speicherfolie 13 beispielsweise den Patienten, den Auftrag, das Röntgensystem oder/und das Gesamtsystem betreffende oder ähnliche Informationen auf dem RFID-Transponder 16 abgespeichert werden, die dann von der Röntgenaufnahmevorrichtung 12 ausgelesen und gegebenenfalls in der Konfigurierung des Belichtungsvorgangs der Speicherfolie 13 Eingang finden können.

Nach der erfolgten Belichtung muss das auf der Speicherfolie 13 befindliche Röntgenbild ausgelesen werden. Hierfür ist in der gezeigten Ausführungsform des Systems 10 die Auslesevorrichtung 14 vorgesehen. Bei der Auslesevorrichtung 14 kann es sich beispielsweise um eine Scanvorrichtung handeln, die mittels eines geführten Laserstrahls die metastabilen Zustände in der Speicherfolienmatrix aktiviert und so ein Auslesen des Röntgenbildes ermöglicht. Die in dem RFID-Transponder 16 enthaltenen Aufnahmeparameter können mittels des an der Auslesevorrichtung 14 vorgesehenen Lesegeräts 20 beispielsweise bereits vor dem Auslesevorgang der Speicherfolie 13 ausgelesen werden und gegebenenfalls für den Auslese-/Scanvorgang verwendet werden. Die Kenntnis der Aufnahmeparameter kann die Einstellung des Auslesevorgangs unter Umständen erleichtern.

Das bei der Auslesevorrichtung 14 vorgesehene Lesegerät 20 kann auch als Schreib-/Lesevorrichtung ähnlich der Schreib-/Lesevorrichtung 18 ausgeführt sein. So können nach dem Auslesen der Speicherfolie 13 noch auf dem RFID-Transponder 16 befindliche Informationen wieder gelöscht werden. Alternativ oder zusätzlich können ein Teil oder die gesamten Ausleseergebnisse wiederum auf den RFID-Transponder 16 geschrieben werden und so abgespeichert werden. Es kann auch ein Vermerk auf dem RFID-Transponder 16 abgelegt werden, der darauf hinweist, dass die Speicherfolie 13 bereits ausgelesen wurde.

Die 2A–D zeigen eine Ausführungsform einer Speicherfolie 30. Die Speicherfolie 30 ist, wie in 2A gezeigt, während ihrer Handhabung in einer Schutzhülle 32 eingeschoben. Die Schutzhülle 32 dient als mechanischer Schutz, um die empfindliche Speicherfolie 30 vor Verkratzen oder Knicken zu schützen. Gleichzeitig schützt die Schutzhülle 32 die Speicherfolie 30 vor unerwünschtem Lichteinfall, der das auf der Speicherfolie 30 befindliche latente Speicherbild zerstören oder eine noch unbelichtete Speicherfolie in unerwünschter Weise belichten würde. Für ein Auslesen ist die Speicherfolie 30 der Schutzhülle in geschützter Umgebung zu entnehmen und wird mit einem Ausleselicht punkt- oder zeilenweise abgetastet, wodurch die das Röntgenbild speichernden metastabilen Zustände der angeregten Speicherzentren relaxieren und Fluoreszenzlicht abgeben.

3 zeigt eine Scanvorrichtung 100 zum Auslesen einer solchen Speicherfolie 30, die in Form von durch Röntgenstrahlung angeregte metastabile Speicherzentren ein latentes Röntgenbild trägt.

Die Scanvorrichtung 100 weist eine Stützvorrichtung 114 für die Speicherfolie 30 auf. Beispielsweise kann die Speicherfolie 30 auf der Stützvorrichtung 114 mit Unterdruck so befestigt sein, dass die Speicherfolie 30, die im Allgemeinen flexibel ist, sich plan an die Stützfläche 114 anschmiegt.

Die Scanvorrichtung 100 umfasst ferner als Ausleselichtquelle einen Laser 116, der einen Ausleselichtstrahl 118 mit einer im Roten liegenden Wellenlänge erzeugt, mit dem die metastabilen Speicherzentren der Speicherfolie 30 zu Fluoreszenz angeregt werden können. Dieses Fluoreszenzlicht 120 liegt typischerweise im Blauen.

In der vorliegenden Ausführungsform der Scanvorrichtung 100 ist der Laser 116 so angeordnet, dass er den Ausleselichtstrahl 118 auf eine steuerbare Ablenkeinheit richtet. Die steuerbare Ablenkeinheit ist vorliegend als Spiegel 122 aus-gebildet. Es sind aber auch andere Ablenkeinheiten außer Spiegel wie etwa Optiken oder dergleichen denkbar. Der Spiegel 122 kann als Mikrospiegel, insbesondere als MEMS-Komponente ausgeführt sein und so ein Abtasten der Fläche der Speicherfolie 30 ohne oder mit nur geringer Relativbewegung zwischen Spiegel 122 und Stützvorrichtung 114 ermöglichen. Alternativ kann der Spiegel 122 auch herkömmlich als rotierender Spiegel für einen Trommelscanner vorgesehen sein. In diesem Fall ist eine Relativbewegung zwischen der Stützvorrichtung 114 und dem Spiegel 122 mittels einer Transportvorrichtung (nicht abgebildet) realisiert.

Die Scanvorrichtung 100 kann ferner einen in der Zeichnung gestrichelt angedeuteten Reflektor 124 umfassen, der den gesamten Messraum um die Speicherfolie 30 herum lichtdicht umschließt, sodass das von der Speicherfolie 30 ausgehende Fluoreszenzlicht 120 zu einem Photodetektor 126 reflektiert wird. Um zu verhindern, dass gestreutes Ausleselicht 118 in den Photodetektor 126 gelangt, können geeignete Maßnahmen wie etwa ein dichroitisches Filtermaterial vorgesehen sein.

Zur Steuerung des Auslesevorgangs umfasst die Scanvorrichtung 100 eine Steuereinheit 128, die beispielsweise neben der Steuerfunktion auch Auswerte- oder Korrekturfunktionen wahrnehmen kann. Die Steuereinheit 128 selbst oder die Auswerte- oder/und Korrekturfunktonen können aber auch auf einem separaten Computer implementiert sein. Die Steuereinheit 128 ist mittels Leitungen 130 mit der Stützvorrichtung 114, dem Detektor 126, dem Laser 116 sowie dem Spiegel 122 verbunden.

Zum Auslesen steuert die Steuereinheit 128 den Laser 116 sowie den Spiegel 122 an und tastet die Speicherfolie 30 punktweise sequenziell mit dem Ausleselichtstrahl 118 ab. Dabei wird die Intensität des abgegebenen Fluoreszenzlichts 120 mithilfe des Photodetektors 126 erfasst und in der Steuereinheit 128 zur Ausgabe aufbereitet.

In den 2B–D sind drei verschiedenen Ausführungsformen einer Speicherfolie 30 dargestellt. Die in 2B dargestellte Speicherfolie 30 weist an ihrer Oberkante eine Strichcode-Struktur 34 auf, die im Wesentlichen die komplette Breite der Speicherfolie 30 in Richtung 35 einer Abtastzeile überdeckt. Die Strichcode-Struktur 34 ist so ausgebildet, dass sie bei einem Auslesen der Speicherfolie wie beispielsweise mit der Scanvorrichtung 100 in Abtastrichtung des Ausleselichtstrahls 118 Bereiche 36 mit erhöhter Reflektivität für den Ausleselichtstrahl 118 und Bereiche 38 mit geringerer Reflektivität, beispielweise mit normaler Reflektivität, aufweist. Die Bereiche 36 mit erhöhter Reflektivität können beispielsweise als Streubereiche wirken. Bei einem Abtasten der Speicherfolie kann somit beispielsweise vor einem normalen Auslesevorgang das von der Strichcode-Struktur 34 bei einem zeilenweisen Abtasten entstehende Streulicht detektiert werden. Da es bei diesem Vorgang nicht auf eine hohe Ortsauflösung ankommt, kann das Streulicht beispielsweise mit einer einfachen Photodiode (nicht abgebildet) erfasst werden. Alternativ oder zusätzlich kann eventuell bei der geforderten geringen Empfindlichkeit auch der ohnehin vorhandene Photodetektor 1126 diese Aufgabe übernehmen.

Die 2C und D zeigen Abwandlungen. Im Unterschied zur Strichcode-Struktur der 2B bedeckt die Strichcode-Struktur 40 nur einen Teil der Oberfläche der Speicherfolie 30 in Abtastrichtung 35. Bei der in 2D gezeigten Abwandlung erstreckt sich eine Strichcode-Struktur 42 senkrecht zur zeilenweisen Abtastrichtung 35 und erfordert somit ein Detektieren des entstehenden Streulichts zu Anfang jeder Abtastzeile.

4 beschreibt eine Ausführungsform eines Verfahrens zur Bereitstellung von Informationen für eine Auslesevorrichtung. Das Verfahren weist folgende Schritte auf:
Eine Speicherfolie wird mittels einer Röntgenvorrichtung belichtet (S1). Bei dem Belichtungsvorgang wird ein Röntgenbild latent in der Speicherfolie erzeugt.

Ein der Speicherfolie fest zugeordneter RFID-Transponder wird mit Aufnahmeparametern des Belichtungsvorgangs beschrieben (S2). Der Vorgang des Beschreibens (S2) kann bereits vor dem Schritt des Belichtens (S1) stattfinden, wenn auf dem RFID-Transponder ausschließlich einzustellende Sollwerte zu hinterlegen sind. Alternativ oder zusätzlich kann der Vorgang des Beschreibens (S2) während oder nach dem Belichtungsvorgang (S1) stattfinden und es können alternativ oder zusätzlich auch während des Belichtungsvorgangs (S1) erfasste Messwerte auf den RFID-Transponder gespeichert werden. Für das Beschreiben des RFID-Transponders kann die Speicherfolie noch in der Röntgenvorrichtung verbleiben oder der Röntgenvorrichtung bereits entnommen sein.

Die auf dem RFID-Transponder befindlichen Aufnahmeparameter werden ausgelesen (S3). Die Speicherfolie kann nach dem Ende des Belichtungsvorgangs (S1) und dem Beschreiben des RFID-Transponders (S2) zu einer Auslesevorrichtung verbracht werden, um dort die Aufnahmeparameter auszulesen.

Das auf der Speicherfolie befindliche Röntgenbild wird mittels einer geeigneten Auslesevorrichtung ausgelesen (S4). Dabei kann es sich beispielsweise um eine Scanvorrichtung handeln, die mittels eines Lasers das latente Röntgenbild aktiviert und so ein Auslesen ermöglicht. Die Schritte des Auslesens der Aufnahmeparameter (S3) und des Auslesens der Speicherfolie (S4) können unabhängig voneinander erfolgen. Es kann aber vorgesehen sein, vor dem Auslesen der Speicherfolie (S4) die Aufnahmeparameter aus dem RFID-Transponder auszulesen (S3), um aus den Aufnahmeparametern Rückschlüsse auf geeignete Einstellungen für das Auslesen der Speicherfolie zu gewinnen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • Norm ISO/IEC 18000-x [0012]