Title:
Knickschutzvorrichtung für einen Schlauch
Kind Code:
A1


Abstract:

Eine Knickschutzvorrichtung für einen Schlauch (30) hat einen bandförmigen Grundkörper (12), wenigstens einen vom Grundkörper (12) abstehenden Befestigungsvorsprung (22) und wenigstens eine im Grundkörper (12) vorgesehene Befestigungsvertiefung (24). Der Befestigungsvorsprung (22) ist derart ausgebildet, dass er in die wenigstens eine Befestigungsvertiefung (24) eingreifen kann.




Inventors:
Kronenberg, Diana (13627, Berlin, DE)
Application Number:
DE102016116991A
Publication Date:
03/15/2018
Filing Date:
09/09/2016
Assignee:
Sartorius Stedim Biotech GmbH, 37079 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102015201829A1N/A2016-01-21
DE102013208527A1N/A2014-11-13
DE202010005482U1N/A2011-08-23
DE202008008547U1N/A2008-11-20
DE102006039525A1N/A2008-02-21
DE60204937T2N/A2006-04-20
DE19716232A1N/A1998-05-14
DE9218100U1N/A1993-07-08



Foreign References:
GB2413219A2005-10-19
GB2485249A2012-05-09
92612222016-02-16
Attorney, Agent or Firm:
Prinz & Partner mbB Patentanwälte Rechtsanwälte, 80335, München, DE
Claims:
1. Knickschutzvorrichtung für einen Schlauch (30) mit einem bandförmigen Grundkörper (12), wenigstens einem vom Grundkörper (12) abstehenden Befestigungsvorsprung (22) und wenigstens einer im Grundkörper (12) vorgesehenen Befestigungsvertiefung (24), wobei der Befestigungsvorsprung (22) derart ausgebildet ist, dass er in die wenigstens eine Befestigungsvertiefung (24) eingreifen kann.

2. Knickschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der bandförmige Grundkörper (12) eine erste Oberfläche (18), von der der wenigstens eine Befestigungsvorsprung (22) absteht, und eine entgegengesetzte zweite Oberfläche (20) aufweist, in der die wenigstens eine Befestigungsvertiefung (24) vorgesehenen ist.

3. Knickschutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Befestigungsvorsprung (22) an einem freien Ende des bandförmigen Grundkörpers (12) in der Nähe einer ersten Querseite (14.1) des Grundkörpers (12) und die wenigstens eine Befestigungsvertiefung (24) an einem entgegengesetzten freien Ende des bandförmigen Grundkörpers (12) in der Nähe einer zweiten Querseite (14.2) des Grundkörpers (12) vorgesehen ist.

4. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung der wenigstens einen Befestigungsvertiefung (24) gleichzeitig die Wandung des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs (22) darstellt.

5. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Befestigungsvorsprung (22) und die wenigstens eine Befestigungsvertiefung (24) durch Umformen des Grundkörpers (12), insbesondere durch Tiefziehen, hergestellt sind.

6. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Knickschutzvorrichtung (10) einstückig ausgeführt ist.

7. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Knickschutzvorrichtung (10) aus nur einem einzigen Material hergestellt ist.

8. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs (22) eine annähernd rechteckige Grundfläche hat.

9. Knickschutzvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrichtung (l) der Grundfläche im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung (L) des Grundkörpers (12) orientiert ist.

10. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Form des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs (22) ausgehend vom Grundkörper (12) in wenigstens einer Richtung verjüngt.

11. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs (22) an seiner dem Grundkörper (12) abgewandten Oberseite (26) eben ausgeführt ist.

12. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Form des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs (22) eine schräge Führungsfläche (28) aufweist, die an die Oberseite (26) angrenzt und die zum Grundkörper (12) hin abfällt.

13. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Befestigungsvertiefung (24) eine Form hat, die zu der Form des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs (22) komplementär ist.

14. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Befestigungsvorsprünge (22) und/oder Befestigungsvertiefungen (24) vorgesehen sind, die entlang der Längsrichtung (L) des Grundkörpers (12) vorgesehen sind.

15. Knickschutzvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Befestigungsvorsprünge (22) und die mehreren Befestigungsvertiefungen (24) derart ausgebildet sind, dass gleichzeitig mehrere Befestigungsvorsprünge (22) in jeweils eine der mehreren Befestigungsvertiefungen (24) eingreifen können.

16. Knickschutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Knickschutzvorrichtung (10) aus einem Material hergestellt ist, das Sterilisierungsverfahren, insbesondere einer Sterilisation durch Gammabestrahlung oder durch Behandlung mit Ethylenoxid, Elektronenstrahlen oder Heißdampf, standhält.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Knickschutzvorrichtung für einen Schlauch. Knickschutzvorrichtungen für Schläuche sollen verhindern, dass sich Knicke in Schläuchen ausbilden, die den Schlauchquerschnitt des Schlauches verringern oder die zu einer Beschädigung der Schlauchwand führen. Knickschutzvorrichtungen für Schläuche oder Kabelstränge, die beispielsweise aus DE 10 2013 208 527 A1, DE 10 2015 201 829 A1, DE 602 04 937 T2, DE 92 18 100 U1, GB 2 413 219 A oder US 9 261 222 B2 bekannt sind, weisen üblicherweise mehrere Bauteile auf, die miteinander schwenkbar oder drehbar verbunden werden, um die Flexibilität des Schlauches oder des Kabelstrangs nicht zu beeinträchtigen. Die einzelnen Teile solcher Knickschutzvorrichtungen sind jedoch starr und umschließen den zu schützenden Schlauch oder Kabelstrang in Umfangsrichtung jeweils vollständig.

Aufgrund der vielen Teile und der notwendigerweise flexiblen Verbindung der Teile untereinander durch Scharniere, Gelenke oder Schrauben sind übliche Knickschutzvorrichtungen teuer in der Produktion und aufwändig in der Montage.

Es ist somit Aufgabe der Erfindung, eine Knickschutzvorrichtung bereitzustellen, die sowohl kostengünstig herzustellen als auch einfach zu montieren ist.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Knickschutzvorrichtung für einen Schlauch, mit einem bandförmigen Grundkörper, wenigstens einem vom Grundkörper abstehenden Befestigungsvorsprung und wenigstens einer im Grundkörper vorgesehenen Befestigungsvertiefung, wobei der Befestigungsvorsprung derart ausgebildet ist, dass er in die wenigstens eine Befestigungsvertiefung eingreifen kann.

Durch die bandförmige Ausgestaltung des Grundkörpers mit zwei freien Enden ist es nicht notwendig, einen geschlossenen Ring herzustellen, sodass die Produktion vereinfacht wird. Auch wird durch den bandförmigen Grundkörper eine einfache Montage der Knickschutzvorrichtung ermöglicht, weil der Grundkörper mittels des Befestigungsvorsprungs und der Befestigungsvertiefung sicher und einfach zu einem Ring verbunden werden kann. Der bandförmige Grundkörper ermöglicht es auch, die Knickschutzvorrichtung an Schläuchen anzubringen, die bereits in Anlagen montiert sind.

Gemäß einer grundlegenden bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Knickschutzvorrichtung weist der bandförmige Grundkörper eine erste Oberfläche, von der der wenigstens eine Befestigungsvorsprung absteht, und eine entgegengesetzte zweite Oberfläche auf, in der die wenigstens eine Befestigungsvertiefung vorgesehen ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Knickschutzvorrichtung ohne Verdrehungen des Grundkörpers montiert wird.

Vorzugsweise ist der wenigstens eine Befestigungsvorsprung an einem freien Ende des bandförmigen Grundkörpers in der Nähe einer ersten Querseite des Grundkörpers und die wenigstens eine Befestigungsvertiefung am entgegengesetzten freien Ende des bandförmigen Grundkörpers in der Nähe einer zweiten Querseite des Grundkörpers vorgesehen. Aufgrund der bandartigen Ausbildung des Grundkörpers weist der Grundkörper eine rechteckige Form mit einer Längsrichtung und einer gegenüber der Längsrichtung kürzeren Querrichtung auf. Die Querseiten sind diejenigen Seiten des Grundkörpers, die sich in Querrichtung erstrecken und damit den Grundkörper in Längsrichtung begrenzen, d.h. die Querseiten entsprechen den Stirnflächen der beiden freien Enden des bandförmigen Grundkörpers. Dadurch, dass der Befestigungsvorsprung und die Befestigungsvertiefung an beiden freien Enden in der Nähe der Querseiten des Grundkörpers vorgesehen sind, kann die gesamte Länge des Grundkörpers ausgenutzt werden.

In einer Ausgestaltung der Erfindung stellt die Wandung der wenigstens einen Befestigungsvertiefung gleichzeitig die Wandung des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs dar, wodurch die Knickschutzvorrichtung materialsparend hergestellt werden kann.

Vorzugsweise sind der wenigstens eine Befestigungsvorsprung und die wenigstens eine Befestigungsvertiefung durch Umformen des Grundkörpers, insbesondere durch Tiefziehen, hergestellt, sodass die Knickschutzvorrichtung kostengünstig hergestellt werden kann.

Bevorzugt ist die Knickschutzvorrichtung einstückig ausgeführt, wodurch die Herstellung weiter vereinfacht wird.

Die Knickschutzvorrichtung kann aus nur einem einzigen Material hergestellt sein. Dadurch lassen sich die Herstellungskosten weiter senken. Die Knickschutzvorrichtung ist bevorzugt aus einem Kunststoffmaterial, besonders bevorzugt aus Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyethylenterephthalat (PET) oder aus Kombinationen der vorgenannten Materialen, hergestellt.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat die Form des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs eine annähernd rechteckige Grundfläche, wodurch die Knickschutzvorrichtung einfach herzustellen ist. Dabei kann die rechteckige Grundfläche abgerundete oder ausgekehlte Ecken haben. Alternativ hat die Form des Befestigungsvorsprungs eine annähernd kreisförmige, dreieckige, elliptische oder polygonale Grundfläche.

Vorzugsweise ist die Längsrichtung der Grundfläche des Befestigungsvorsprungs im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung des Grundkörpers orientiert, sodass der Befestigungsvorsprung in Längsrichtung des Grundkörpers über eine große Fläche Kräfte aufnehmen kann.

Bevorzugt verjüngt sich die Form des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs ausgehend vom Grundkörper in wenigstens einer Richtung, wodurch das Einführen des Befestigungsvorsprungs in die Befestigungsvertiefung erleichtert wird.

In einer Ausführungsvariante ist die Form des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs an seiner dem Grundkörper abgewandten Oberseite eben ausgeführt. Dabei ist die ebene Oberseite parallel zum Grundkörper. Auf diese Weise kann die ebene Oberseite des Befestigungsvorsprungs im montierten Zustand der Knickschutzvorrichtung als Auflagefläche für die Schlauchwand zur Abstützung und Lagerung des Schlauches dienen.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Form des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs eine schräge Führungsfläche auf, die an die Oberseite angrenzt und die zum Grundkörper hin abfällt, wodurch sich der Befestigungsvorsprung beim Einführen in die Befestigungsvertiefung selbsttätig ausrichtet. Außerdem ermöglicht eine schräge Führungsfläche einen lösbaren, d. h. reversiblen, Eingriff des Befestigungsvorsprungs in eine komplementäre Befestigungsvertiefung, wodurch das Öffnen der Knickschutzvorrichtung nach Gebrauch und ihre Wiederverwendung für einen anderen Schlauch erleichtert werden.

Vorzugsweise hat die wenigstens eine Befestigungsvertiefung eine Form, die zu der Form des wenigstens einen Befestigungsvorsprungs komplementär ist, sodass ein passgenauer Sitz des Befestigungsvorsprungs in der Befestigungsvertiefung ermöglicht wird.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind mehrere Befestigungsvorsprünge und/oder Befestigungsvertiefungen vorgesehen, die entlang der Längsrichtung des Grundkörpers vorgesehen sind. Dadurch, dass der Befestigungsvorsprung in verschiedene Befestigungsvertiefungen eingreifen kann oder verschiedene Befestigungsvorsprünge vorgesehen sind, kann der bandförmige Grundkörper zu einem Ring mit verschiedenen Durchmessern geformt werden. Somit kann die Knickschutzvorrichtung an Schläuchen mit verschiedenen Durchmessern angebracht werden. Dabei kann jeder der Befestigungsvorsprünge in jede der Befestigungsvertiefungen eingreifen, insbesondere haben alle Befestigungsvorsprünge und Befestigungsvertiefungen dieselbe bzw. komplementäre Form. Auch ist es denkbar, dass neben den Befestigungsvorsprüngen und den Befestigungsvertiefungen weitere Vorsprünge und Vertiefungen vorgesehen sind, beispielsweise um den Schlauch abzustützen.

Vorzugsweise sind die mehreren Befestigungsvorsprünge und die mehreren Befestigungsvertiefungen derart ausgebildet, dass gleichzeitig mehrere Befestigungsvorsprünge in jeweils eine der mehreren Befestigungsvertiefungen eingreifen können, wodurch eine besonders sichere Verbindung geschaffen wird, die den aus der Knickschutzvorrichtung gebildeten Ring besonders stabil macht.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Knickschutzvorrichtung aus einem Material hergestellt, das Sterilisierungsverfahren, insbesondere einer Sterilisation durch Gammabestrahlung, durch Behandlung mit Ethylenoxid (ETO) oder durch Beaufschlagung mit Elektronenstrahlen oder Heißdampf, standhält. Auf diese Weise eignet sich die Knickschutzvorrichtung für medizinische und biopharmazeutische Anwendungen und insbesondere zur Einweg-Verwendung.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung sowie aus den beigefügten Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Knickschutzvorrichtung in Draufsicht,

2 die Knickschutzvorrichtung nach 1 in Unteransicht,

3 die Knickschutzvorrichtung nach 1 in einer Vorderansicht auf eine Längsseite,

4 eine Seitenansicht auf eine Querseite der Knickschutzvorrichtung nach 1,

5 eine Vorderansicht einer lose um einen Schlauch gelegten Knickschutzvorrichtung in offener Konfiguration, bei welcher ein endständiger Befestigungsvorsprung noch nicht in eine endständige Befestigungsvertiefung eingreift, und

6 eine Vorderansicht einer um einen Schlauch montierten Knickschutzvorrichtung nach 1 und 5 in geschlossener Konfiguration, bei welcher der endständige Befestigungsvorsprung in die endständige Befestigungsvertiefung eingreift.

In den 1 und 2 ist eine Knickschutzvorrichtung 10 für einen Schlauch mit einem Grundkörper 12 dargestellt.

Die Knickschutzvorrichtung 10 ist einstückig ausgeführt und aus nur einem einzigen Material hergestellt.

Dabei kann das Material so gewählt sein, dass es Sterilisierungsverfahren, insbesondere einer Sterilisation durch Gammabestrahlung, durch Behandlung mit Ethylenoxid (ETO) oder durch Beaufschlagung mit Elektronenstrahlen oder Heißdampf, standhält. Bevorzugt handelt es sich um ein Kunststoffmaterial, wie Polypropylen (PP), welches eine Heißdampfbehandlung toleriert, oder alternativ um Polyethylen (PE) oder Polyethylenterephthalat (PET), welche die anderen vorgenannten Sterilisierungsverfahren tolerieren.

Der Grundkörper 12 hat eine rechteckige Form und ist somit bandförmig ausgeführt mit zwei freien Enden. Der Grundkörper 12 weist daher eine Längsrichtung L und eine Querrichtung Q auf.

Die Ausdehnung des Grundkörpers 12 in Längsrichtung L ist größer als in Querrichtung Q.

Die Seiten entlang der Querrichtung Q an den beiden freien Enden des Grundkörpers 12 sind die Querseiten 14 des Grundkörpers 12, und die Seiten entlang der Längsrichtung L sind die Längsseiten 16 des Grundkörpers 12.

Wie in 3 zu erkennen, weist der Grundkörper 12 eine erste Oberfläche 18 und eine entgegengesetzte zweite Oberfläche 20 auf.

Von der ersten Oberfläche 18 stehen Befestigungsvorsprünge 22 ab. In der gezeigten Ausführungsform sind es neun Befestigungsvorsprünge 22.

In der zweiten Oberfläche 20 sind mehrere Befestigungsvertiefungen 24 vorgesehen, wobei jede Befestigungsvertiefung 24 einem Befestigungsvorsprung 22 auf der ersten Oberfläche 18 entspricht. Somit sind in der gezeigten Ausführungsform auch neun Befestigungsvertiefungen 24 vorgesehen.

Die Befestigungsvorsprünge 22 und die Befestigungsvertiefungen 24 erstrecken sich jeweils in Querrichtung Q und sind nebeneinander parallel entlang der gesamten Längsausdehnung des Grundkörpers 12 in Längsrichtung L ausgebildet.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Abstände zwischen benachbarten Befestigungsvorsprüngen 22 bzw. Befestigungsvertiefungen 24 gleich. Die Abstände können alternativ auch ungleich sein.

An beiden freien Enden des Grundkörpers 12 sind in der Nähe der jeweiligen Querseite 14 ein Befestigungsvorsprung 22 und eine Befestigungsvertiefung 24 vorgesehen. Zur besseren Unterscheidung wird die Querseite 14 am ersten freien Ende des Grundkörpers 12 als Querseite 14.1 und die Querseite 14 am entgegengesetzten zweiten freien Ende als zweite Querseite 14.2 bezeichnet.

Die Befestigungsvorsprünge 22 und die Befestigungsvertiefungen 24 sind durch Tiefziehen des Grundkörpers 12 hergestellt, sodass gleichzeitig mit einem Befestigungsvorsprung 22 auch eine Befestigungsvertiefung 24 im Grundkörper 12 erzeugt wird.

Dementsprechend ist die Wandung einer der Befestigungsvorsprünge 22 gleichzeitig die Wandung der entsprechenden Befestigungsvertiefung 24 und die Formen der Befestigungsvertiefungen 24 sind komplementär zu den Formen der Befestigungsvorsprünge 22 vergleichbar mit Negativ-Positiv-Formen.

Im Folgenden wird nun auf die Form der Befestigungsvorsprünge 22, die allesamt identisch ausgeführt sind, eingegangen. Aufgrund der komplementären Form der Befestigungsvertiefungen 24 wird damit jedoch implizit auch die Form der Befestigungsvertiefungen 24 beschrieben.

Die Befestigungsvorsprünge 22 haben eine annähernd rechteckige Grundfläche, wobei in der gezeigten Ausführungsform die Ecken des Rechtsecks ausgekehlt sind.

Die Längsrichtung l der Grundfläche der Befestigungsvorsprünge 22 ist dabei im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung L des Grundkörpers 12, also parallel zur Querrichtung Q des Grundkörper 12.

Die von der ersten Oberfläche 18 abstehenden Abschnitte der Befestigungsvorsprünge 22 sind vollständig geschlossen und weisen neben einer Oberseite 26 ringsherum Seitenwände auf.

Die Oberseite 26 ist eben ausgeführt und erstreckt sich parallel zum Grundkörper 12.

Um ein Abrutschen der Knickschutzvorrichtung 10 vom Schlauch zu verhindern, kann die Oberseite 26 aufgeraut sein.

Wie in 3 zu erkennen, verjüngt sich die Form der Befestigungsvorsprünge 22 vom Grundkörper 12 in der Richtung, welche senkrecht von der ersten Oberfläche 18 wegweist. Daher ist die Ausdehnung der Befestigungsvorsprünge 22 in Längsrichtung L des Grundkörpers 12 nahe der ersten Oberfläche 18 des Grundkörpers 12 größer als an ihrer Oberseite 26.

Auch verjüngt sich die Form der Befestigungsvorsprünge 22 in Querrichtung Q des Grundkörpers 12 vom Grundköper 12 ausgehend, wie in 4 zu sehen ist.

Zudem weist die Form der Befestigungsvorsprünge 22 eine Führungsfläche 28 auf, die in der Darstellung der 4 zur rechten Seite an die Oberseite 26 angrenzt.

Die Führungsfläche 28 ist schräg zum Grundkörper 12 und zur Oberseite 26 angeordnet und fällt von der Oberseite 26 ausgehend in Richtung zur Längsseite 16 zum Grundkörper 12 hin ab. Die schräge Führungsfläche 28 ermöglicht einen lösbaren, d. h. reversiblen Eingriff des Befestigungsvorsprungs 22 in eine komplementäre Befestigungsvertiefung 24, wodurch das Öffnen der Knickschutzvorrichtung nach Gebrauch und ihre Wiederverwendung für einen anderen Schlauch erleichtert werden.

In 5 ist die Knickschutzvorrichtung 10 in lose um den Schlauch 30 gelegter, noch offener Konfiguration gezeigt, bei welcher ein endständiger Befestigungsvorsprung 22.1 der ersten Querseite 14.1 sich bereits in räumlicher Nachbarschaft zu einer endständigen Befestigungsvertiefung 24.1 der zweiten Querseite 14.2 befindet und bei welcher noch kein Eingriff des Befestigungsvorsprungs 22.1 in die Befestigungsvertiefung 24.1 erfolgt. Die Befestigungsvorsprünge 22 der Knickschutzvorrichtung liegen bei dieser offenen Konfiguration noch nicht abstützend an einem Schlauch 30 an, was durch den Abstand d verdeutlicht ist.

In 6 ist die Knickschutzvorrichtung 10 der 5 in montierter Position um den Schlauch 30 dargestellt.

Dabei erfolgt die Befestigung der freien Enden des Grundkörpers 12 aneinander durch denjenigen Befestigungsvorsprung 22, der an der ersten Querseite 14.1 angeordnet ist, und diejenige Befestigungsvertiefung 24, die an der zweiten Querseite 14.2 vorgesehen ist. Zur Vereinfachung wird der Befestigungsvorsprung 22 an der ersten Querseite 14.1 als erster Befestigungsvorsprung 22.1 und die Befestigungsvertiefung 24 an der zweiten Querseite 14.2 als letzte Befestigungsvertiefung 24.1 bezeichnet.

Der erste Befestigungsvorsprung 22.1 wird in die letzte Befestigungsvertiefung 24.1 eingeführt, sodass der Grundkörper 12 an seinen freien Enden verbunden ist und einen geschlossenen Ring beschreibt, bei dem sich die freien Enden des bandförmigen Grundkörpers 12 letztlich überlappen.

Dabei richten die Führungsflächen 28 den ersten Befestigungsvorsprung 22.1 in der letzten Befestigungsvertiefung 24.1 aus.

Der auf diese Weise erhaltene Ring umgibt den Schlauch 30 eng und die Oberseiten 26 jeder der Befestigungsvorsprünge 22 liegen am Schlauch 30 an. Durch die Befestigungsvorsprünge 22 wird der Schlauch 30 gestützt und somit verhindert, dass der Schlauch 30 knicken kann.

Um die Knickschutzvorrichtung 10 an einem Schlauch 30 mit einem geringeren Durchmesser zu befestigen, kann der erste Befestigungsvorsprung 22.1 in die zur letzten Befestigungsvertiefung 24.1 benachbarte Befestigungsvertiefung 24.2 eingeführt werden. Dadurch wird der Durchmesser der zum Ring geformten Knickschutzvorrichtung 10 verringert.

Alternativ kann der an den ersten Befestigungsvorsprung 22.1 angrenzende Befestigungsvorsprung 22.2 selbst in die letzte Befestigungsvertiefung 24.1 eingeführt werden. Auch hierdurch wird der Grundkörper 12 zu einem Ring verbunden, der nun einen geringeren Durchmesser hat.

Denkbar ist selbstverständlich auch, dass die Befestigungsvorsprünge 22.1 und 22.2 in die Befestigungsvertiefungen 24.2 bzw. 24.1 eingreifen, wodurch eine besonders sichere Verbindung der freien Enden des Grundkörpers 12 erreicht wird.

Ein Ring bzw. eine Knickschutzvorrichtung 10 mit noch kleinerem Durchmesser kann durch Weiterführen der beschriebenen Verbindung ebenfalls erzeugt werden, zum Beispiel, indem der erste Befestigungsvorsprung 22.1 in die drittletzte Befestigungsvertiefung 24.3 eingeführt wird usw.

Auch sind andere Geometrien der Befestigungsvorsprünge 22 bzw. der Befestigungsvertiefungen 24 denkbar, insbesondere kann der Grundkörper 12 in Querrichtung Q weiter ausgedehnt sein, um somit einen längeren Abschnitt des Schlauches 30 vor Knicken zu schützen.

Selbstverständlich können neben den Befestigungsvorsprüngen 22 und den Befestigungsvertiefungen 24 noch weitere Vorsprünge oder Vertiefungen vorgesehen sein, die zur Stabilität des Grundkörpers 12 beitragen oder die den Schlauch 30 abstützen.

Der Eingriff der Befestigungsvorsprünge 22 in die Befestigungsvertiefungen 24 kann entweder unlösbar, d. h. irreversibel, oder lösbar, d. h. reversibel, erfolgen. Die unlösbare Variante ist insbesondere für Einwegschläuche geeignet, die nach Benutzung zusammen mit der Knickschutzvorrichtung entsorgt werden.

Um den Schlauch 30 an mehreren Stellen zu schützen, können natürlich auch mehrere der Knickschutzvorrichtungen 10 verwendet und an den entsprechenden Stellen angeordnet werden.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102013208527 A1 [0001]
  • DE 102015201829 A1 [0001]
  • DE 60204937 T2 [0001]
  • DE 9218100 U1 [0001]
  • GB 2413219 A [0001]
  • US 9261222 B2 [0001]