Title:
Temperaturkompensiertes Ventil
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Ein Ventil (11, 11‘), umfassend eine Schaltung, wobei die Schaltung einen elektrischen Leiter (1a) mit einem temperaturabhängigen elektrischen Widerstand (6) aufweist, welcher mit einem elektrischen Vorwiderstand (3) in Reihe geschaltet ist, wobei der elektrische Vorwiderstand (3) eine Parallelschaltung aus einem ohmschen Widerstand (4) und einem NTC-Widerstand (5) umfasst und wobei der elektrische Leiter (1a) einen Spulendraht (1) umfasst, ist im Hinblick auf die Aufgabe, ein Ventil anzugeben, mit welchem Einflüsse auf die Magnetkraft von dessen Spule, die durch den Betrieb des Ventils selbst verursacht werden, effektiv und schnell minimiert und/ oder kompensiert werden können, dadurch gekennzeichnet, dass der NTC-Widerstand (5) mit dem Spulendraht (1) wärmegekoppelt angeordnet ist.





Inventors:
Heinrich, Ralf (67365, Schwegenheim, DE)
Koch, Daniel (68535, Edingen-Neckarhausen, DE)
Driemer, Siegfried (64658, Fürth, DE)
Application Number:
DE102016113313A
Publication Date:
01/25/2018
Filing Date:
07/19/2016
Assignee:
Eagle Actuator Components GmbH & Co. KG, 69469 (DE)
International Classes:
H01F7/18; F02M25/08; F16K31/06
Attorney, Agent or Firm:
Reble Klose Schmitt Partnerschaftsgesellschaft von Rechts- und Patentanwälten mbB, 68163, Mannheim, DE
Claims:
1. Ventil (11, 11‘), umfassend eine Schaltung, wobei die Schaltung einen elektrischen Leiter (1a) mit einem temperaturabhängigen elektrischen Widerstand (6) aufweist, welcher mit einem elektrischen Vorwiderstand (3) in Reihe geschaltet ist, wobei der elektrische Vorwiderstand (3) eine Parallelschaltung aus einem ohmschen Widerstand (4) und einem NTC-Widerstand (5) umfasst und wobei der elektrische Leiter (1a) einen Spulendraht (1) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der NTC-Widerstand (5) mit dem Spulendraht (1) wärmegekoppelt angeordnet ist.

2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der NTC-Widerstand (5) 0,5 bis 1 mm vom Spulendraht (1) beabstandet ist.

3. Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der NTC-Widerstand (5) in eine Kunststoffummantelung (12) eines Magnetkreises integriert ist.

4. Ventil nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der NTC-Widerstand (5) auf der Seite einer durch den Spulendraht (1) gebildeten Spule angeordnet ist, an der deren Außenkontaktierung durchführbar ist.

5. Ventil nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der ohmsche Widerstand (4) nur oder überwiegend durch einen Draht (4a) gebildet ist.

6. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (4a) einen spezifischen elektrischen Widerstand aufweist, dessen Wert bei 600 °C höchstens 20%, bevorzugt höchstens 10%, besonders bevorzugt höchstens 5% über dessen Wert bei 20 °C liegt.

7. Ventil nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (4a) aus Konstantan gefertigt ist oder Konstantan aufweist.

8. Ventil nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (4a) zusätzlich zum Spulendraht (1) auf einen Spulenträger (9) aufgewickelt ist, wobei der Draht (4a) sich in einem eigenen Wickelbereich (10) befindet.

9. Ventil nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulendraht (1) als Kupferdraht ausgebildet ist.

10. Ventil nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als AKF-Regenerierventil zur Dosierung von Kraftstoffdämpfen.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Ventil nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Ein solches Ventil ist bereits aus der WO 2015/161 910 A1 bekannt. Das Ventil weist eine Schaltung mit einem NTC-Widerstand auf, um Temperatureinflüsse auf die Magnetkraft von dessen Spule zu kompensieren. Die Magnetkraft der Spule hängt vom elektrischen Strom ab. Bei spannungsgesteuertem Betrieb der Spule hängt dieser Strom wiederum hauptsächlich vom elektrischen Widerstand des gewickelten Spulendrahtes ab. Mit zunehmender Temperatur steigt dieser elektrische Widerstand an, so dass sich der Strom verringert und die Magnetkraft der Spule schwächer wird.

Aus der WO 2015/161 910 A1 ist bekannt, dass in Motorräumen von Kraftfahrzeugen je nach Umgebungs- und Betriebsbedingungen sehr unterschiedliche Umgebungstemperaturen herrschen, welche den elektrischen Widerstand des Spulendrahts beeinflussen können.

Tatsächlich führen aber auch noch andere Einflüsse zu einer Verringerung der Magnetkraft der Spule, wenn das Ventil in Betrieb ist. Der Strom, der durch den Spulendraht geleitet wird, führt ebenfalls zu einer Erwärmung des Spulendrahts.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Ventil anzugeben, mit welchem Einflüsse auf die Magnetkraft von dessen Spule, die durch den Betrieb des Ventils selbst verursacht werden, effektiv und schnell minimiert und/ oder kompensiert werden können.

Die vorliegende Erfindung löst die zuvor genannte Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.

Erfindungsgemäß wird die Zunahme des elektrischen Widerstands eines Leiters durch die Abnahme des elektrischen Widerstands eines Vorwiderstands kompensiert. Hierdurch wird erreicht, dass der Gesamtwiderstand aus elektrischem Leiter und Vorwiderstand über einen bestimmten Temperaturbereich näherungsweise konstant gehalten werden kann.

Erfindungsgemäß ist hierbei erkannt worden, dass insbesondere der Strom, der durch den gewickelten Spulendraht geleitet wird, zu einer raschen Erwärmung des Spulendrahts und zu einer raschen Erhöhung dessen elektrischen Widerstands führt. Der NTC-Widerstand ist daher erfindungsgemäß mit dem Spulendraht wärmegekoppelt angeordnet.

Hierbei ist erkannt worden, dass eine möglichst unmittelbare Nähe des NTC-Widerstands zum warmen Spulendraht genutzt werden kann, um über eine Wärmekopplung den NTC-Widerstand sehr schnell geeignet zu beeinflussen. Der NTC-Widerstand kompensiert dann nahezu ohne Zeitverzögerung die mit der Erwärmung des Spulendrahts einhergehende Widerstandsänderung.

Überraschend ist erkannt worden, dass die Wärme eines Kraftfahrzeugmotors weniger Einfluss auf den NTC-Widerstand nimmt als sogar ein gelegentlicher Betrieb der Spule, insbesondere ein getakteter Betrieb oder eine Spulennutzung nur in bestimmten Intervallen.

Es wurde insoweit erkannt, dass manchmal weniger die Umgebungstemperatur des Ventils kompensiert werden muss als vielmehr die Temperatur des Spulendrahts selbst.

Erfindungsgemäß ist eine schnelle Reaktion auf eine wärmebedingte Widerstandsänderung des Spulendrahts möglich. Hieraus folgt eine deutlich reduzierte Reaktionszeit für die Temperaturkompensation durch die Schaltung. Es erfolgt eine Kompensation der relevanten Temperatur des Spulendrahts und nicht unbedingt oder erst in zweiter Linie eine Kompensation der Umgebungstemperatur.

Insoweit ist ein Ventil angegeben, mit welchem Einflüsse auf die Magnetkraft von dessen Spule, die durch den Betrieb des Ventils selbst verursacht werden, effektiv und schnell minimiert und/ oder kompensiert werden können.

Der NTC-Widerstand könnte 0,5 bis 1 mm vom Spulendraht beabstandet sein. Dieser Abstand vom gewickelten Spulendraht hat sich als besonders geeignet erwiesen, um eine Wärmekopplung herzustellen. Bevorzugt ist der NTC-Widerstand in dem vorgenannten Abstandsintervall radial und/ oder axial von einer Wicklung des Spulendrahts beabstandet.

Der NTC-Widerstand könnte in eine Kunststoffummantelung eines Magnetkreises integriert sein. Der Kunststoff bewirkt einerseits eine gute Wärmeleitung und andererseits eine korrekte Beabstandung des NTC-Widerstands relativ zum Spulendraht.

Der NTC-Widerstand könnte auf der Seite einer durch den Spulendraht gebildeten Spule angeordnet sein, an der deren Außenkontaktierung durchführbar ist. Zur Außenkontaktierung werden Anschlusspins verwendet. Vorteilhaft kann durch die beschriebene Anordnung des NTC-Widerstands eine Verbindungsleitung zurück zu den Pins eingespart werden. Eine solche Verbindungsleitung wäre notwendig, wenn der NTC-Widerstand auf der gegenüberliegenden Seite der Spule angeordnet wäre. Bevorzugt ist der NTC-Widerstand möglichst nahe an den Anschlusspins angeordnet.

Der ohmsche Widerstand könnte nur oder überwiegend durch einen Draht gebildet sein. Der Widerstand eines Drahtes kann problemlos über dessen Länge eingestellt werden. Ein Draht ist überdies ein kostengünstiger, leichter und bauraumsparender Widerstand. Ein Draht kann äußerst bauraumsparend in eine Schaltung integriert werden, welche einen elektrischen Leiter mit einem temperaturabhängigen elektrischen Widerstand umfasst, welcher mit einem elektrischen Vorwiderstand in Reihe geschaltet ist, wobei der elektrische Vorwiderstand eine Parallelschaltung aus einem ohmschen Widerstand und einem NTC-Widerstand (Heißleiter) umfasst. Durch eine Parallelschaltung eines rein ohmschen Widerstands, der durch einen Draht gebildet ist, und eines NTC-Widerstands kann konstruktiv einfach eine Kompensation einer temperaturbedingten Widerstandsänderung eines Leiters erzielt werden.

Der Draht könnte einen spezifischen elektrischen Widerstand aufweisen, dessen Wert bei 600 °C höchstens 20%, bevorzugt höchstens 10%, besonders bevorzugt höchstens 5% über dessen Wert bei 20 °C liegt. Hierdurch ist der elektrische Widerstand des ohmschen Widerstands nahezu temperaturunabhängig.

Der Draht könnte aus Konstantan gefertigt sein oder Konstantan aufweisen. Konstantan ist eine Legierung, deren spezifischer elektrischer Widerstand in höchstem Maße temperaturunabhängig ist. Konstantan ist ein Markenname. Er bezeichnet eine Legierung, die üblicherweise ca. 53–57% Kupfer, ca. 43–45% Nickel und ca. 0,5–1,2% Mangan aufweist. Diese Legierung zeigt einen über große Temperaturintervalle näherungsweise konstanten spezifischen elektrischen Widerstand.

Der Draht könnte zusätzlich auf die aus dem Spulendraht gebildete Spule aufgewickelt sein. Hierdurch kann der Draht besonders platzsparend in der Schaltung angeordnet werden. Außerdem trägt der Draht zum Magnetfeld der Spule bei und kann dieses verstärken. Der Draht kann unter, über oder neben dem Spulendraht aufgewickelt sein, sofern dieser nur elektrisch von diesem isoliert ist.

Der Draht könnte zusätzlich zum Spulendraht auf einen Spulenträger aufgewickelt sein, wobei der Draht sich in einem eigenen Wickelbereich befindet. Der Draht, bevorzugt ein Konstantandraht, wird nicht als zusätzliche Lage auf beispielsweise Kupferdrahtwindungen aufgebracht, sondern erhält seinen eigenen Wickelbereich auf einem Spulenträger.

Der Spulendraht könnte als Kupferdraht ausgebildet sein. Der Spulendraht bildet die Spule und damit den elektrischen Leiter. Durch den Vorwiderstand lässt sich die temperaturbedingte Widerstandsänderung von Kupfer sehr gut kompensieren.

Vorteilhaft kann z.B. im Bereich 0–140 °C eine Widerstandsänderung der Spule sehr gut kompensiert werden, wobei sich der Temperaturbereich durch geeignete Wahl der Bauelemente des Vorwiderstands verändern lässt. Der elektrische Widerstand der Spule steigt in diesem Temperaturbereich nahezu linear an, wohingegen der Gesamtwiderstand der Reihenschaltung aus Spule und Vorwiderstand in diesem Temperaturbereich nahezu konstant bleibt. Die Zunahme des elektrischen Widerstands der Spule bzw. des Spulendrahts wird durch die Abnahme des elektrischen Widerstands des Vorwiderstands kompensiert. In der Summe bleibt der Gesamtwiderstand in etwa gleich, so dass der resultierende Strom durch den Spulendraht konstant bleibt und kein wesentlicher Verlust der Magnetkraft der Spule auftritt.

Durch die Verwendung nur zweier elektrischer Bauteile für den Vorwiderstand ist ein Ventil realisiert, bei welchem der Einfluss der Temperatur auf die Magnetkraft der Spule möglichst gering ist, wobei das Ventil möglichst wenig elektrische Bauelemente aufweist. Vor diesem Hintergrund könnte nur eine einzige Spule vorgesehen sein. Hierdurch ist ein teilearmer Aufbau des Ventils sicher gestellt. Aufwendige Wicklungsarbeiten an mehreren Spulen entfallen.

Das Ventil könnte als AKF-Regenerierventil zur Dosierung von Kraftstoffdämpfen ausgestaltet sein oder als solches verwendet werden. Solche Ventile sollen die vom Tank bzw. einem Aktivkohlefilter der Tankentlüftung kommenden Benzindämpfe steuern. Kohlenwasserstoffe verdampfen im Tank eines Kraftfahrzeugs, welches mit einem Ottomotor betrieben wird. Um einen Druckanstieg im Kraftstofftank zu verhindern, müssen überschüssige Luft und Kraftstoffdämpfe in die Umgebung abgeleitet werden. Hierbei können die Kraftstoffdämpfe in einem Aktivkohlebehälter (AKF) zwischengespeichert werden, wo die Kohlenwasserstoffe absorbiert werden. Zur Reinigung des Aktivkohlebehälters können die Kohlenwasserstoffe periodisch durch Einstellung geeigneter Druckverhältnisse wieder aus dem Aktivkohlebehälter abgesaugt und dem Motor gemeinsam mit der Ansaugluft zur Verbrennung zugeführt werden. Zur Dosierung der Kohlenwasserstoffe in der Ansaugluft kann ein Ventil der hier beschriebenen Art verwendet werden, da dieses relativ temperaturunabhängig und daher sehr genau und reproduzierbar arbeitet.

In der Zeichnung zeigen

1 eine Schaltung, bei welcher eine Spule mit einer Parallelschaltung aus ohmschem Widerstand und NTC-Widerstand in Reihe geschaltet ist,

2 eine schematische Darstellung eines Ventils, in welchem die Schaltung gemäß 1 realisiert ist,

3 ein Diagramm, in welchem die Temperaturabhängigkeit des elektrischen Widerstands der Spule und des elektrischen Gesamtwiderstands aus Spule und Parallelschaltung dargestellt sind,

4 vier perspektivische Ansichten eines Magnetkreises mit einem NTC-Widerstand und einer durch einen Spulendraht gebildeten Spule,

5 vier perspektivische, teilweise geschnittene Ansichten des Magnetkreises gemäß 4, wobei dieser mit einer Kunststoffummantelung versehen ist, und

6 eine teilweise geschnittene und perspektivische Ansicht eines Ventils mit Temperaturkompensation.

1 zeigt eine Schaltung zur Verwendung in einem Ventil 11 gemäß 2, umfassend einen elektrischen Leiter 1a mit einem temperaturabhängigen elektrischen Widerstand 6, welcher mit einem elektrischen Vorwiderstand 3 in Reihe geschaltet ist. Der elektrische Vorwiderstand 3 umfasst eine Parallelschaltung aus einem ohmschen Widerstand 4 und einem NTC-Widerstand 5. Der ohmsche Widerstand 4 ist nur oder überwiegend durch einen Draht 4a aus Konstantan gebildet, der in 4 gezeigt ist.

Der elektrische Leiter 1a ist als gewickelter Spulendraht 1 ausgebildet, der eine Spule bildet und ebenfalls in 4 gezeigt ist. 1 zeigt insoweit ein Ersatzschaltbild einer Schaltung, welche in einem Ventil 11 gemäß 2 verwendet wird.

Das Ventil 11 gemäß 2 umfasst als elektrischen Leiter 1a eine elektromagnetische Spule, die durch einen gewickelten Spulendraht 1 gebildet wird. Das Ventil 11 umfasst weiter einen Anker 2, wobei der Anker 2 bei Bestromung der Spule durch die Magnetkraft der Spule betätigbar ist und wobei die Spule mit einem elektrischen Vorwiderstand 3 gemäß 1 in Reihe geschaltet ist.

Im Ersatzschaltbild gemäß 1 ist dargestellt, dass der elektrische Vorwiderstand 3 eine Parallelschaltung aus einem ohmschen Widerstand 4, nämlich einem passiven elektrischen Widerstand, und einem NTC-Widerstand 5 ist.

Der passive, ohmsche Widerstand 4 ist nur oder überwiegend durch einen Draht 4a gebildet, der in 4 gezeigt ist. Der Draht 4a weist einen spezifischen elektrischen Widerstand auf, dessen Wert bei 600 °C höchstens 5% über dessen Wert bei 20 °C liegt. Der Draht 4a ist aus Konstantan (Markenname) gefertigt.

Konkret wird der Vorwiderstand 3 durch die Parallelschaltung des ohmschen Widerstands 4 und des NTC-Widerstands 5 gebildet. Der elektrische Widerstand des NTC-Widerstands 5 nimmt mit steigender Temperatur ab.

Es ist nur eine einzige Spule vorgesehen. Es könnten aber auch mehrere in Reihe geschaltete Spulen vorgesehen sein. Die einzige Spule ist mit dem Vorwiderstand 3 in Reihe geschaltet. Im Ersatzschaltbild ist die Spule durch ihren elektrischen Widerstand 6, nämlich den elektrischen Widerstand 6 eines elektrischen Leiters 1a, stellvertretend dargestellt.

In 2 ist lediglich schematisch dargestellt, dass der Anker 2 einen Dichtsitz 7 verschließt oder frei gibt, um einen Materialfluss durch eine Leitung 8 zuzulassen oder zu unterbinden.

Der Anker 2 kann eine Auf- und Abbewegung durchführen. Dies ist durch den Doppelpfeil angedeutet. Üblicherweise wird der Anker 2 durch eine Feder auf den Dichtsitz 7 gepresst. Durch die Magnetkraft der bestromten Spule wird der Anker 2 gegen die Kraft der Feder vom Dichtsitz 7 abgehoben. Sobald kein Strom mehr durch die Spule bzw. den Spulendraht 1 fließt, wird der Anker 2 durch die Feder wieder auf den Dichtsitz 7 gepresst. Dieser Ablauf ist auch umgekehrt denkbar, dann wäre das Ventil ein Schließer statt ein Öffner.

3 zeigt ein Diagramm, in welchem die Temperaturabhängigkeit des elektrischen Widerstands 6 der Spule bzw. des Spulendrahts 1 oder elektrischen Leiters 1a durch kreisförmige Symbole dargestellt ist. Mit steigender Temperatur nimmt der unkompensierte elektrische Widerstand 6 der Spule bzw. des Spulendrahts 1 oder des elektrischen Leiters 1a zu.

In diesem Beispiel erhöht sich der elektrische Widerstand 6 bei einer Zunahme der Temperatur von 20 °C auf 140 °C um ca. 50 % seines Ausgangswertes. Der elektrische Widerstand 6 des Spulendrahts 1 steigt von etwa 20 Ohm auf etwa 30 Ohm an.

Der temperaturkompensierte elektrische Gesamtwiderstand, der sich aus der Summe der elektrischen Widerstände des Spulendrahts 1 und des Vorwiderstands 3 der Parallelschaltung aus ohmschem Widerstand 4 und NTC-Widerstand 5 ergibt, ist im oben genannten Temperaturbereich etwa konstant.

Der temperaturkompensierte Gesamtwiderstand schwankt nur um wenige Prozent, vorzugsweise maximal um 2 %, um einen mittleren Wert. Der mittlere Wert beträgt hier in etwa 30 Ohm. Dies ist durch Dreieckssymbole dargestellt. Dieser Wert hängt sehr stark vom Temperaturbereich ab, für den der Vorwiderstand 3 ausgelegt wird.

Der Vorwiderstand RV der Parallelschaltung berechnet sich nach folgender Formel, wobei R für den rein ohmschen Widerstand 4 und RNTC für den NTC-Widerstand 5 steht.

Der temperaturkompensierte Gesamtwiderstand RGesamt aus Parallelschaltung und Spulendraht 1 berechnet sich nach der folgenden Formel, wobei RSpule für den elektrischen Widerstand 6 des Spulendrahts 1 bzw. des elektrischen Leiters 1a steht. RGesamt = RV + RSpule

4 zeigt in konkreter Darstellung als elektrischen Leiter 1a eine elektromagnetische Spule, welche durch einen gewickelten Spulendraht 1 gebildet ist. Der Spulendraht 1 ist als Kupferdraht ausgebildet.

Axial neben dem Kupferdraht ist ein Draht 4a aufgewickelt, der einen spezifischen elektrischen Widerstand aufweist, dessen Wert bei 600 °C höchstens 5% über dessen Wert bei 20 °C liegt.

Der Draht 4a ist aus Konstantan gefertigt. Konkret ist der Draht 4a hier zusätzlich auf einen Spulenträger 9 aufgewickelt, wobei der Draht 4a sich in einem eigenen Wickelbereich 10 befindet.

2 zeigt ein Ventil 11, umfassend eine Schaltung, wobei die Schaltung einen elektrischen Leiter 1a mit einem temperaturabhängigen elektrischen Widerstand 6 aufweist, welcher mit einem elektrischen Vorwiderstand 3 in Reihe geschaltet ist, wobei der elektrische Vorwiderstand 3 eine Parallelschaltung aus einem ohmschen Widerstand 4 und einem NTC-Widerstand 5 umfasst und wobei der elektrische Leiter 1a einen Spulendraht 1 umfasst.

Konkret wird der elektrische Leiter 1a durch den gewickelten Spulendraht 1 gebildet, der wiederum eine Spule bildet.

Der NTC-Widerstand 5 ist mit dem Spulendraht 1 wärmegekoppelt angeordnet. Dies ist in den 4 und 5 konkret dargestellt.

Der NTC-Widerstand 5 ist 0,5 bis 1 mm vom Spulendraht 1 beabstandet.

Der ohmsche Widerstand 4 ist nur oder überwiegend durch den Draht 4a gebildet. Der Draht 4a weist einen spezifischen elektrischen Widerstand auf, dessen Wert bei 600 °C höchstens 20%, bevorzugt höchstens 10%, besonders bevorzugt höchstens 5% über dessen Wert bei 20 °C liegt. Der Draht 4a ist aus Konstantan gefertigt. Der Draht 4a ist zusätzlich zum Spulendraht 1 auf einen Spulenträger 9 aufgewickelt, wobei der Draht 4a sich in einem eigenen Wickelbereich 10 befindet.

5 zeigt, dass der NTC-Widerstand 5 in eine Kunststoffummantelung 12 des Magnetkreises integriert ist. Die Kunststoffummantelung 12 bildet einen Schutzkanal 13 für zwei Anschlusspins 14 aus. Durch die Anschlusspins 14 kann eine Außenkontaktierung der Spule erfolgen.

6 zeigt ein Ventil 11‘, umfassend die zuvor beschriebene, jedoch hier nicht gezeigte Schaltung, wobei die Schaltung einen elektrischen Leiter mit einem temperaturabhängigen elektrischen Widerstand aufweist, welcher mit einem elektrischen Vorwiderstand in Reihe geschaltet ist, wobei der elektrische Vorwiderstand eine Parallelschaltung aus einem ohmschen Widerstand und einem NTC-Widerstand 5 umfasst und wobei der elektrische Leiter einen Spulendraht 1 umfasst. Der NTC-Widerstand 5 ist mit dem Spulendraht 1 wärmegekoppelt angeordnet.

Der NTC-Widerstand 5 ist 0,5 bis 1 mm vom Spulendraht 1 beabstandet. Der NTC-Widerstand 5 ist konkret axial von der Spule beabstandet, die durch den Spulendraht 1 gebildet ist. Der NTC-Widerstand 5 ist in eine Kunststoffummantelung 12 eines Magnetkreises integriert. Dabei ist der NTC-Widerstand 5 auf der Seite der durch den Spulendraht 1 gebildeten Spule angeordnet, an der deren elektrische Außenkontaktierung über die beiden nicht gezeigten Anschlusspins 14 erfolgt. Das Ventil 11‘ weist des Weiteren zwei in entgegengesetzte Richtungen abragende Anschlussstutzen 15, 16 auf, welche Teile einer durch einen Anker 2‘ verschließbaren Leitung 8‘ sind. Das Ventil 11 und das Ventil 11‘ ist jeweils als AKF-Regenerierventil zur Dosierung von Kraftstoffdämpfen ausgestaltet.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • WO 2015/161910 A1 [0002, 0003]