Title:
Elektromagnet
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft einen Elektromagneten mit einem Spulenkörper, der ein Stützrohr und ein umgebendes Kunststoffmaterial aufweist.




Inventors:
Weiß, Johann (88239, Wangen, DE)
Wassermann, Ralph (87752, Holzgünz, DE)
Application Number:
DE102016113135A
Publication Date:
01/18/2018
Filing Date:
07/15/2016
Assignee:
SVM Schultz Verwaltungs-GmbH & Co. KG, 87700 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102013226619A1N/A2015-06-25
DE102012214698A1N/A2014-02-20



Attorney, Agent or Firm:
Patent- und Rechtsanwälte Pfister & Pfister, 87700, Memmingen, DE
Claims:
1. Elektromagnet, mit einer Spulenanordnung (20), einem innerhalb der Spulenanordnung (20) angeordneten Spulenkörper (30), und einem Anker (60), welcher entlang einer durch den Spulenkörper (30) definierten Ankerbewegungsrichtung in dem Spulenkörper (30) beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenkörper (30) ein Stützrohr (40) und ein Kunststoffmaterial (50) aufweist, wobei das Stützrohr (40) zumindest teilweise mit dem Kunststoffmaterial (50) umspritzt ist.

2. Elektromagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenkörper (30) rohrförmig und/oder als Ankerführungsrohr ausgebildet ist.

3. Elektromagnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr (40) eine Anzahl von Ausnehmungen (42) aufweist.

4. Elektromagnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr (40) vollständig mit dem Kunststoffmaterial (50) umspritzt ist.

5. Elektromagnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr (40) nur teilweise mit dem Kunststoffmaterial (50) umspritzt ist.

6. Elektromagnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr (40) nur insofern mit dem Kunststoffmaterial (50) umspritzt ist, dass sich das Kunststoffmaterial (50) zwischen Stützrohr (40) und Spulenanordnung (20) sowie in Ausnehmungen (42) des Stützrohrs (40) befindet.

7. Elektromagnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenkörper (30) innenseitig eine Laufoberfläche (32) für den Anker (60) aufweist und die Laufoberfläche (32) vollständig durch das Kunststoffmaterial (50) gebildet ist.

8. Elektromagnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenkörper (30) innenseitig eine Laufoberfläche (32) für den Anker (60) aufweist und die Laufoberfläche (32) teilweise durch das Stützrohr (40) und teilweise durch das sich in den Ausnehmungen (42) des Stützrohrs (40) befindliche Kunststoffmaterial (50) gebildet ist.

9. Elektromagnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Stützrohr (40) eine Gleitfolie angeordnet ist, welche eine Laufoberfläche (32) für den Anker (60) bildet.

10. Elektromagnet nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromagnet (10) ferner eine Jochplatte (70) aufweist, in welche das Stützrohr (40) eingepresst ist.

Description:

Die Erfindung betrifft einen Elektromagneten mit einer Spulenanordnung, einem innerhalb der Spulenanordnung angeordneten Spulenkörper, und einem Anker, welcher entlang einer durch den Spulenkörper definierten Ankerbewegungsrichtung in dem Spulenkörper beweglich ist.

Im Stand der Technik sind Elektromagneten bekannt, bei welchem der Anker in einem Ankerführungsrohr geführt ist. Auf das

Ankerführungsrohr ist der aus Kunststoff gefertigte Spulenkörper aufgesetzt. Nachteilig bei dieser Ausgestaltung ist, dass für eine hohe Lebensdaueranforderung eine Gleitfolie oder ein Gleitlack erforderlich ist, was die Herstellung erschwert und verteuert.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, diesen Stand der Technik so weiterzuentwickeln.

Dies wird erfindungsgemäß durch einen Elektromagneten gemäß Anspruch 1 erreicht. Vorteilhafte Ausgestaltungen können beispielsweise den Unteransprüchen entnommen werden.

Die Erfindung betrifft einen Elektromagneten mit einer Spulenanordnung, einem innerhalb der Spulenanordnung angeordneten Spulenkörper, und einem Anker. Der Anker ist entlang einer durch den Spulenkörper definierten Ankerbewegungsrichtung in dem Spulenkörper beweglich.

Die Spulenanordnung kann insbesondere eine oder mehrere elektrische Spulen aufweisen, welche bei Bestromung bzw. bei Beaufschlagung mit elektrischem Strom ein Magnetfeld erzeugen.

Der Anker kann insbesondere dadurch beweglich sein, dass bei Bestromung der Spulenanordnung bzw. einer Anzahl von Spulen der Spulenanordnung ein Magnetfeld erzeugt wird, welches eine Kraft auf den Anker ausübt.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Spulenkörper ein Stützrohr und ein Kunststoffmaterial aufweist, wobei das Stützrohr zumindest teilweise mit dem Kunststoffmaterial umspritzt ist.

Die Anordnung ist dabei so gewählt, dass der Anker zumindest teilweise auf dem Kunststoffmaterial gleitet. Diese Kunststofflagerung erhöht bereits erheblich die Lebensdauer solcher Elektromagneten. Da keine Gleitfolie einzubauen ist, ist der Herstellungsprozess gut automatisierbar, was die Herstellungskosten senkt.

Durch das Stützrohr wird eine hohe Stabilität und eine hohe Präzision der Ankerlagerung erreicht. Der erfindungsgemäße Vorschlag reduziert Lagereinschnürungen beim Wickeln des Spulenkörpers und daraus resultierende Verarbeitungs- oder Montageprobleme aufgrund Maßungenauigkeiten bzw. Schwund.

Man kann jetzt, mithilfe des erfindungsgemäßen Vorschlages aus einer größeren Auswahl von Werkstoffen wählen, um den Spulenkörper zu realisieren. Es ist möglich, als Material für die Ausgestaltung des Spulenkörpers nunmehr weniger warmfeste und reibverschleiß optimierte, kosten- und spritztechnisch günstigere Kunststoffe einzusetzen, was die Herstellungskosten solcher Elektromagnete senkt. Durch den Einsatz des Stützrohres wird auch eine höhere Betriebssicherheit, also eine geringere Ausfallwahrscheinlichkeit bei solchen Elektromagneten erreicht, da die Gefahr von Ankerklemmer deutlich reduziert wird.

Der erfindungsgemäße Vorschlag erlaubt auch eine magnetische Trennung des Stützrohres von dem Anker, wodurch man einen magnetischen Kurzschluss vermeidet. Der magnetischen Übergang, und der gesamt Wirkungsgrad eines solchen Elektromagneten wird dadurch erheblich verbessert.

Geschickter Weise ist der Spulenkörper rohrförmig und/oder als Ankerführungsrohr ausgebildet. Dies erlaubt eine Anpassung an typische Formgebungen von Elektromagneten bzw. Ankern.

Bevorzugt ist das Stützrohr aus Metall ausgebildet. Dies erlaubt eine hohe Stabilität und eine einfache Bearbeitbarkeit.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung weist das Stützrohr eine Anzahl von Ausnehmungen auf. Diese können für eine bessere Verbindung mit dem Kunststoffmaterial sorgen, da das Kunststoffmaterial durch die Ausnehmungen hindurchtreten kann. Hierduch wird der Herstellungsprozess beschleunigt, da der Fließweg bei dem Spritzgießen des Spulenkörpers reduziert wird. Es wird für die Herstellung des Spulenkörpers auch faserverstärktes, zum Beispiel glas faserverstärktes Kunststoffmaterial verwendet, wobei günstigerweise die Glasfaserorientierung im Bereich der Ausnehmungen verwirbelt wird. Durch eine gezielt Lage der Ausnehmungen kann auch der magnetische Fluß gezielt gesteuert werden, zum Beispiel eine magnetische Trennung hergestellt werden.

Das Stützrohr kann insbesondere stanzgerollt sein. Dies erlaubt eine einfache Herstellung.

Das Stützrohr kann gemäß einer Ausführung vollständig mit dem Kunststoffmaterial umspritzt sein. Damit kann das Stützrohr komplett in das Kunststoffmaterial eingebettet werden. Der Anker gleitet auf dem Kunststoffmaterial. Dies erhöht erheblich die Lebensdauer solcher Elektromagneten.

Das Stützrohr kann gemäß einer weiteren Ausführung nur teilweise mit dem Kunststoffmaterial umspritzt sein. Damit können Teile des Stützrohrs freiliegend gelassen werden, beispielsweise um die Eigenschaften einer metallischen bzw. festen Oberfläche zu nutzen.

Insbesondere kann das Stützrohr nur insofern mit dem Kunststoffmaterial umspritzt sein, dass sich das Kunststoffmaterial zwischen Stützrohr und Spulenanordnung sowie in Ausnehmungen des Stützrohrs befindet. Damit kann eine Oberfläche des Stützrohrs radial nach innen, also zum Anker hin, freiliegend bleiben.

Der Spulenkörper weist bevorzugt innenseitig eine Laufoberfläche für den Anker auf. Diese kann den Anker führen und stabilisieren. Sie ist bevorzugt abriebfest ausgebildet.

Die Laufoberfläche ist gemäß einer Ausführung vollständig durch das Kunststoffmaterial gebildet. Damit können die Eigenschaften des Kunststoffmaterials für die Laufoberfläche genutzt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführung ist die Laufoberfläche teilweise durch das Stützrohr und teilweise durch das sich in den Ausnehmungen des Stützrohrs befindliche Kunststoffmaterial gebildet. Damit können zumindest teilweise die Eigenschaften sowohl des Stützrohrs wie auch des Kunststoffmaterials genutzt werden.

In dem Stützrohr ist bevorzugt eine Gleitfolie angeordnet, welche eine Laufoberfläche für den Anker bildet. Damit kann die Eigenschaft der Laufoberfläche unabhängig vom Stützrohr und vom Kunststoffmaterial definiert werden.

Der Elektromagnet kann gemäß einer vorteilhaften Ausführung ferner eine Jochplatte aufweisen, in welche das Stützrohr eingepresst ist. Die Jochplatte kann das Stützrohr dabei insbesondere hinsichtlich seiner Position fixieren und halten.

Gemäß einer Weiterbildung ist das Stützrohr magnetisch getrennt. Damit kann eine magnetische Optimierung erreicht werden.

Gemäß einer Ausführung weist das Stützrohr einen Rohransatz mit Pohlrohreffekt auf. Damit kann eine magnetische und/oder mechanische Optimierung erreicht werden.

Das Kunststoffmaterial ist gemäß einer Ausführung fasergefüllt. Dies kann das Kunststoffmaterial stabilisieren. Es sei jedoch erwähnt, dass bei der Verwendung des Stützrohrs häufig weniger Fasern benötigt werden um eine gewünschte oder erforderliche Stabilität zu erreichen, als bei reiner Verwendung eines Kunststoffmaterials. Die Fasern können durch die Ausnehmungen des Stützrohrs verwirbelt werden. Bei den Fasern kann es sich insbesondere um Glasfasern handeln.

Das Stützrohr kann insbesondere mit einem Puzzle-Verschluss ausgebildet sein, um seine Form zu stabilisieren.

Mit den Ausnehmungen im Stützrohr kann auch der Magnetfluss gesteuert bzw. optimiert werden. Außerdem kann bei der Herstellung ein Fließweg reduziert werden und es kann eine effektive Wandstärke eingestellt werden.

Für das Kunststoffmaterial kann beispielsweise PPS (Polyphenylensulfid) verwendet werden, was eine hohe Festigkeit ermöglicht. Es kann beispielsweise auch PA (Polyamid) verwendet werden, was gute Gleiteigenschaften ermöglicht. Auch andere Kunststoffe oder eine Mischung von Kunststoffen können jedoch verwendet werden.

In der Zeichnung ist die Erfindung insbesondere in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Es zeigen:

1a einen Elektromagneten gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung,

1b eine Detailansicht aus 1a,

2a einen Teil eines Elektromagneten gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung,

2b eine Detailansicht aus 2a,

3 ein Stützrohr mit Jochplatte separat, gemäß der Erfindung,

4 ein Stützrohr mit Jochplatte zusammengebaut, gemäß der Erfindung.

In den Figuren sind gleiche oder einander entsprechende Elemente jeweils mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet und werden daher, sofern nicht zweckmäßig, nicht erneut beschrieben. Die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sind sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragbar. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiterhin können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.

1a zeigt einen Elektromagneten 10 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Der Elektromagnet 10 weist eine Spulenanordnung 20 auf. Die Spulenanordnung 20 weist eine Anzahl von nicht näher dargestellten elektrischen Spulen auf, durch welche ein Strom geleitet werden kann, um somit ein Magnetfeld zu erzeugen.

Innerhalb der Spulenanordnung 20 ist ein Spulenkörper 30 angeordnet. Auf dessen Ausgestaltung wird weiter unten näher eingegangen werden.

Der Elektromagnet 10 weist ferner einen Kern 12 auf. Diese dient der Führung von Magnetfeldlinien der Spulenanordnung 20. Des Weiteren weist der Elektromagnet 10 ein Gehäuse 14 auf, welches den Elektromagneten 10 außen umschließt.

Innerhalb des Spulenkörpers 30 ist ein Anker 60 angeordnet. Dieser ist in dem Spulenkörper 30 entlang einer Achse bewegbarer, welche durch den Spulenkörper 30 definiert wird und auch einer Längsachse des Spulenkörpers 30 entspricht. Der Anker 60 ist aus einem magnetischen Material ausgebildet, so dass er bei Beaufschlagung der Spulenanordnung 20 mit einem elektrischen Strom, welche ein Magnetfeld erzeugt, durch dieses Magnetfeld bewegt wird.

Zwischen dem Kern 12 und dem Anker 60 ist eine Ankerfeder 62 angeordnet, welche den Anker 60 vorspannt. Die Vorspannung erfolgt dabei in eine Richtung vom Kern 12 weg. Dies definiert somit eine Ruhelage des Ankers 60. Wird durch die Spulenanordnung 20 ein Magnetfeld erzeugt, so wird der Anker 60 zum Kern 12 hingezogen.

Nachfolgend wird nun auf die Ausgestaltung des Spulenkörpers 30 näher eingegangen werden. Dies erfolgt mit Bezug auf 1a sowie auch mit Bezug auf 1b, wobei die 1b den in 1a mit einem Rechteck markierten und mit der Bezeichnung "Ib" bezeichneten Bereich genauer bzw. detaillierter darstellt.

Der Spulenkörper 30 weist ein Stützrohr 40 auf. Dieses Stützrohr 40 definiert die Erstreckung des Spulenkörpers 30. Es ist aus einem metallischen Material ausgebildet und somit fest und hart.

In dem Stützrohr 40 sind eine Anzahl von Ausnehmungen 42 ausgebildet. Diese sind in der Form von Löchern in der Wandung des Stützrohrs 40 ausgeführt. Mit ihnen kann beispielsweise eine Führung in den Magnetfeldlinien des von der Spulenanordnung 20 erzeugten Magnetfelds erreicht werden.

Der Spulenkörper 30 weist des Weiteren ein Kunststoffmaterial 50 auf. Mit dem Kunststoffmaterial 50 ist das Stützrohr 40 umspritzt.

Wie in den Figuren auch gut zu erkennen ist dringt das Kunststoffmaterial 50 auch in die Ausnehmungen 42 des Stützrohrs 40 ein. Des Weiteren ist das Kunststoffmaterial 50 radial innenseitig und radial außenseitig zum Stützrohr 40 ausgebildet, so dass das Stützrohr 40 vollständig von dem Kunststoffmaterial 50 umgeben wird.

Das Kunststoffmaterial 50 definiert somit eine Laufoberfläche 32 des Spulenkörpers 30. Diese Laufoberfläche 32 führt den Anker 60 bei seiner Bewegung. Es sei verstanden, dass alternativ zu einer solchen Ausführung beispielsweise auch eine Folie in dem Spulenkörper 30 die Laufoberfläche definieren kann, oder dass auch das Kunststoffmaterial 50 nur radial außerhalb zum Stützrohr 40 und gegebenenfalls innerhalb der Ausnehmungen 42 angeordnet sein kann. In letzterem Fall würde das Stützrohr 40 die Lauffläche definieren, gegebenenfalls zusammen mit dem in den Ausnehmungen 42 befindlichen Kunststoffmaterial 50.

Durch die gezeigte Ausführung des Spulenkörpers 30 können die Vorteile der Verwendung eines metallischen Stützrohrs 40 und eines Kunststoffmaterials 50 miteinander kombiniert werden. Dabei sorgt das Stützrohr 40 insbesondere für eine hohe Stabilität, während das Kunststoffmaterial 50 für eine gute Bearbeitbarkeit sorgt.

Insgesamt kann damit aufgrund einer Kunststofflagerung eine hohe Lebensdauer erreicht werden. Es können weniger warmfeste und reibverschleißoptimierte, kosten- und spritztechnisch günstigere Kunststoffe verwendet werden als bei einer Ausführung ohne Stützrohr 40.

Es ergibt sich des Weiteren eine reduzierte Lagereinschnürung beim Wickeln durch Verarbeitungsschwindung. Dadurch kann eine erhöhte Präzision der Ankerlagerung erreicht werden.

Die Ausführung ist insbesondere sicherheitskonform aufgrund einer Armierung gegen Kollabieren der Ankerführung (Ankerklemmer). Es ist eine magnetische Trennung des Stützrohrs möglich. Dadurch kann ein verbesserter magnetischer Übergang ohne Kurzschluss erreicht werden.

Des Weiteren ist die Herstellung gut automatisierbar, insbesondere wenn ein Handling für die weiter unten beschriebene Jochplatte bereits vorhanden ist.

2a zeigt einen Teil der Komponenten eines Elektromagneten 10 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung. 2b zeigt einen Ausschnitt aus 2a, welcher in 2a mit einem Rechteck eingezeichnet und mit der Bezeichnung "IIb" bezeichnet ist.

Dabei ist insbesondere zu erkennen, dass im Gegensatz zur Ausführung gemäß den 1a und 1b das Kunststoffmaterial 50 das Stützrohr 40 nicht beidseitig umgibt, sondern lediglich radial außenseitig sowie innerhalb der Ausnehmungen 42. Dies führt dazu, dass die Laufoberfläche 32 für den Anker 60 nicht durch das Kunststoffmaterial 50 alleine definiert ist, sondern abwechselnd durch das Stützrohr 40 und das Kunststoffmaterial 50. Damit können andere Eigenschaften für die Laufoberfläche 32, beispielsweise hinsichtlich Reibung und Abriebfestigkeit, erreicht werden.

Des Weiteren weist der Elektromagnet 10 eine Jochplatte 70 auf. Deren Verwendung und Funktion wird nachfolgend mit Bezug auf die 3 und 4 näher beschrieben werden.

3 zeigt das Stützrohr 40 sowie die Jochplatte 70 separat. In der Jochplatte 70 ist eine Durchgangsbohrung 72 ausgebildet, in welcher das Stützrohr 40 aufgenommen werden kann.

4 zeigt der Stützrohr 40 und die Jochplatte 70 in einem zusammengebauten Zustand. Es ist zu erkennen, dass dabei das Stützrohr 40 in die Durchgangsbohrung 72 der Jochplatte 70 aufgenommen ist.

Mittels der Jochplatte 70 kann das Stützrohr 40 vorteilhaft fixiert werden. Dies gilt unabhängig von der konkreten Ausführung der Umspritzung mit dem Kunststoffmaterial 50.

Die Ausführung mit einer Jochplatte gemäß den 3 und 4 kann nicht nur bei dem Ausführungsbeispiel, welches in den 2a und 2b gezeigt ist, verwendet werden. Sie kann insbesondere auch in dem Ausführungsbeispiel verwendet werden, welches in den 1a und 1b gezeigt ist. Dies gilt, obwohl die Jochplatte 70 in den 1a und 1b nicht explizit gezeigt ist.

Nachfolgend werden mögliche Merkmale des Vorschlages strukturiert wiedergegeben. Die nachfolgenden strukturiert wiedergegebenen Merkmale können beliebig untereinander kombiniert werden und können in beliebiger Kombination in die Ansprüche der Anmeldung aufgenommen werden. Dem Fachmann ist klar, dass sich die Erfindung bereits aus dem Gegenstand mit den wenigsten Merkmalen ergibt. Insbesondere sind nachfolgend vorteilhafte oder mögliche Ausgestaltungen, nicht jedoch die einzig möglichen Ausgestaltungen der Erfindung wiedergegeben.

Die Erfindung umfasst:
Einen Elektromagnet, mit einer Spulenanordnung (20), einem innerhalb der Spulenanordnung (20) angeordneten Spulenkörper (30), und einem Anker (60), welcher entlang einer durch den Spulenkörper (30) definierten Ankerbewegungsrichtung in dem Spulenkörper (30) beweglich ist, wobei der Spulenkörper (30) ein Stützrohr (40) und ein Kunststoffmaterial (50) aufweist, wobei das Stützrohr (40) zumindest teilweise mit dem Kunststoffmaterial (50) umspritzt ist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei der Spulenkörper (30) rohrförmig und/oder als Ankerführungsrohr ausgebildet ist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei das Stützrohr (40) aus Metall ausgebildet ist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei das Stützrohr (40) eine Anzahl von Ausnehmungen (42) aufweist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei das Stützrohr (40) stanzgerollt ist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei das Stützrohr (40) vollständig mit dem Kunststoffmaterial (50) umspritzt ist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei das Stützrohr (40) nur teilweise mit dem Kunststoffmaterial (50) umspritzt ist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei das Stützrohr (40) nur insofern mit dem Kunststoffmaterial (50) umspritzt ist, dass sich das Kunststoffmaterial (50) zwischen Stützrohr (40) und Spulenanordnung (20) sowie in Ausnehmungen (42) des Stützrohrs (40) befindet.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei der Spulenkörper (30) innenseitig eine Laufoberfläche (32) für den Anker (60) aufweist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei die Laufoberfläche (32) vollständig durch das Kunststoffmaterial (50) gebildet ist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei die Laufoberfläche (32) teilweise durch das Stützrohr (40) und teilweise durch das sich in den Ausnehmungen (42) des Stützrohrs (40) befindliche Kunststoffmaterial (50) gebildet ist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei in dem Stützrohr (40) eine Gleitfolie angeordnet ist, welche eine Laufoberfläche (32) für den Anker (60) bildet.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei der Elektromagnet (10) ferner eine Jochplatte (70) aufweist, in welche das Stützrohr (40) eingepresst ist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei das Stützrohr (40) magnetisch getrennt ist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei das Stützrohr (40) einen Rohransatz mit Pohlrohreffekt aufweist.

Den vorstehend genannten Elektromagneten, wobei das Kunststoffmaterial (50) fasergefüllt ist.

Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes.

Sollte sich hier bei näherer Prüfung, insbesondere auch des einschlägigen Standes der Technik, ergeben, dass das eine oder andere Merkmal für das Ziel der Erfindung zwar günstig, nicht aber entscheidend wichtig ist, so wird selbstverständlich schon jetzt eine Formulierung angestrebt, die ein solches Merkmal, insbesondere im Hauptanspruch, nicht mehr aufweist. Auch eine solche Unterkombination ist von der Offenbarung dieser Anmeldung abgedeckt.

Es ist weiter zu beachten, dass die in den verschiedenen Ausführungsformen beschriebenen und in den Figuren gezeigten Ausgestaltungen und Varianten der Erfindung beliebig untereinander kombinierbar sind. Dabei sind einzelne oder mehrere Merkmale beliebig gegeneinander austauschbar. Diese Merkmalskombinationen sind ebenso mit offenbart.

Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.

Merkmale, die nur in der Beschreibung offenbart wurden oder auch Einzelmerkmale aus Ansprüchen, die eine Mehrzahl von Merkmalen umfassen, können jederzeit als von erfindungswesentlicher Bedeutung zur Abgrenzung vom Stande der Technik in den oder die unabhängigen Anspruch/Ansprüche übernommen werden, und zwar auch dann, wenn solche Merkmale im Zusammenhang mit anderen Merkmalen erwähnt wurden beziehungsweise im Zusammenhang mit anderen Merkmalen besonders günstige Ergebnisse erreichen.