Title:
Verfahren und Vorrichtung zur Erstellung eines Panoramabilds
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Es wird ein Verfahren zur Erstellung eines Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras vorgeschlagen, mit den Schritten: Wählen (101) einer Zoom-Stufe zur Aufnahme der Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras, Einstellen (102) einer Konfiguration für die Anzahl der Kameras derart, dass die jeweilige Kamera zur Aufnahme des jeweiligen Einzelbilds mit der gewählten Zoom-Stufe bei maximaler Abbildungsleistung eingerichtet ist, Aufnehmen (103) der Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras mit der gewählten Zoom-Stufe und der eingestellten Konfiguration, Ermitteln (104) einer Transformations-Vorschrift für die gewählte Zoom-Stufe zum Transformieren der aufgenommenen Einzelbilder in das Panoramabild, und Transformieren (105) der aufgenommenen Einzelbilder mittels der ermittelten Transformations-Vorschrift zu dem Panoramabild.





Inventors:
Schmidt, Arno (28309, Bremen, DE)
Application Number:
DE102016110686A
Publication Date:
12/14/2017
Filing Date:
06/10/2016
Assignee:
Rheinmetall Defence Electronics GmbH, 28309 (DE)
International Classes:
G03B37/00; G03B37/04; G06T3/40; G06T5/50; H04N5/247; H04N5/262
Domestic Patent References:
DE69321078T2N/A
Foreign References:
20040027453
20070081081
20090324135
20100134641
20130021433
20140247324
5864360
Attorney, Agent or Firm:
Horn Kleimann Waitzhofer Patentanwälte PartG mbB, 80339, München, DE
Claims:
1. Verfahren zur Erstellung eines Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras, mit:
a) Wählen (101) einer Zoom-Stufe zur Aufnahme der Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras,
b) Einstellen (102) einer Konfiguration für die Anzahl der Kameras derart, dass die jeweilige Kamera zur Aufnahme des jeweiligen Einzelbilds mit der gewählten Zoom-Stufe bei maximaler Abbildungsleistung eingerichtet ist,
c) Aufnehmen (103) der Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras mit der gewählten Zoom-Stufe und der eingestellten Konfiguration,
d) Ermitteln (104) einer Transformations-Vorschrift für die gewählte Zoom-Stufe zum Transformieren der aufgenommenen Einzelbilder in das Panoramabild, und
e) Transformieren (105) der aufgenommenen Einzelbilder mittels der ermittelten Transformations-Vorschrift zu dem Panoramabild.

2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt a) umfasst:
Festlegen zumindest eines Bildwinkels der Kamera für die Aufnahme des Einzelbilds.

3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt a) umfasst:
Festlegen eines horizontalen Bildwinkels der Kamera, eines vertikalen Bildwinkels der Kamera und/oder eines diagonalen Bildwinkels der Kamera für die Aufnahme des Einzelbilds.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt b) umfasst:
Verwenden eines bestimmten Arrays der Anzahl von Kameras zur Aufnahme der Einzelbilder für das Panoramabild,
Einstellen einer Ausrichtung zumindest eines Teils der Anzahl der Kameras,
Einstellen eines Strahlführungssystems für die Anzahl von Kameras, und/oder
Einstellen zumindest einer Zoom-Optik für die Anzahl von Kameras.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einstellen der Ausrichtung zumindest eines Teils der Anzahl der Kameras ein Schwenk-Neige-System verwendet wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schritt c) die Einzelbilder durch die einzelnen Kameras mit einer vorbestimmten Überlappung der Einzelbilder aufgenommen werden.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schritt d) die Transformations-Vorschrift in Abhängigkeit der gewählten Zoom-Stufe aus einer Mehrzahl vorbestimmter Transformations-Vorschriften ausgewählt wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schritt d) die Transformations-Vorschrift dynamisch generiert wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das dynamische Generieren der Transformations-Vorschrift umfasst: Suchen und Festlegen von gemeinsamen Kontroll-Punkten in benachbarten Einzelbildern der aufgenommenen Einzelbilder.

10. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das dynamische Generieren der Transformations-Vorschrift umfasst:
Generieren von Kontroll-Mustern in benachbarten Einzelbildern der aufgenommenen Einzelbilder.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zum Generieren der Kontroll-Muster eine Laserprojektion verwendet wird.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schritt e) umfasst:
Zusammensetzen der aufgenommenen Einzelbilder unter Verwendung der Kontroll-Punkte oder der Kontroll-Muster mittels Stitching zu dem Panoramabild.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte b) bis e) immer dann durchgeführt werden, wenn gemäß Schritt a) die Zoom-Stufe neu gewählt wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Abbildungsleistung eine maximale Auflösung ist.

15. Vorrichtung (10) zur Erstellung eines Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras, mit:
einer ersten Einheit (11) zum Wählen einer Zoom-Stufe zur Aufnahme der Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras,
einer zweiten Einheit (12) zum Einstellen einer Konfiguration für die Anzahl der Kameras derart, dass die jeweilige Kamera zur Aufnahme des jeweiligen Einzelbilds mittels der gewählten Zoom-Stufe bei maximaler Abbildungsleistung eingerichtet ist,
einer dritten Einheit (13) zum Ansteuern der Anzahl von Kameras derart, dass diese die Einzelbilder mit der gewählten Zoom-Stufe und der eingestellten Konfiguration aufnehmen,
einer vierten Einheit (14) zum Ermitteln einer Transformations-Vorschrift für die gewählte Zoom-Stufe zum Transformieren der aufgenommenen Einzelbilder in das Panoramabild, und
einer fünften Einheit (15) zum Transformieren der aufgenommenen Einzelbilder mittels der ermittelten Transformations-Vorschrift zu dem Panoramabild.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erstellung eines Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras.

Das technische Gebiet der Erfindung betrifft die Erstellung von Panoramabildern. Ein Panoramabild zeichnet sich durch die Abdeckung eines großen Betrachtungswinkels aus. Beispielsweise kann ein Panoramabild dadurch erstellt werden, dass verschiedene Einzelbilder einer Szene mittels eines Stitching-Verfahrens zusammengesetzt werden. Beispielsweise ist ein Panoramabild einer Flughafenfläche hilfreich für einen Lotsen des Flughafens, um einen guten Überblick über die aufgenommene Flughafenfläche zu erhalten.

Zur Erstellung von Panoramabildern werden beispielsweise eine Kamera und eine Stitching-Software verwendet. Mittels der Stitching-Software wird das Panoramabild aus einzelnen von der Kamera aufgenommenen Kamerabildern zusammengefügt. Dabei ist herkömmlicherweise die Art und Weise des Zusammenfügens statisch. Mit anderen Worten wird eine statische Transformations-Vorschrift verwendet, um die Einzelbilder zu dem Panoramabild zusammenzufügen. Eine statische Transformations-Vorschrift ändert sich im laufenden Betrieb nicht.

Ferner können auch elektronische Verfahren zum Einsatz kommen, bei welchen die geometrische Aneinanderreihung der Einzelbilder oder Einzelvideos über einmalig festgelegte Bildtransformationen erfolgt. Das so entstandene Panoramabild steht danach im Bildausschnitt und/oder in der Bildausrichtung fest und kann nicht verändert werden.

Bei einer statischen Transformation bleibt nur die Möglichkeit, digital in das Bild hinein zu zoomen, da nachträglich die optische Ausrichtung beziehungsweise Konfiguration nicht mehr verändert werden kann. Ein Hineinzoomen bedingt aber Einbußen bei der Bildqualität, insbesondere hinsichtlich der Auflösung. Solche qualitativen Einbußen sind für den Benutzer zumindest unerwünscht, in bestimmten Fällen auch zulassungsrechtlich nicht akzeptabel.

Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, die Erstellung eines Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras zu verbessern.

Demgemäß wird ein Verfahren zur Erstellung eines Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras vorgeschlagen. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte a) bis e):

  • a) Wählen einer Zoom-Stufe zur Aufnahme der Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras,
  • b) Einstellen einer Konfiguration für die Anzahl der Kameras derart, dass die jeweilige Kamera zur Aufnahme des jeweiligen Einzelbilds mit der gewählten Zoom-Stufe bei maximaler Abbildungsleistung eingerichtet ist,
  • c) Aufnehmen der Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras mit der gewählten Zoom-Stufe und der eingestellten Konfiguration,
  • d) Ermitteln einer Transformations-Vorschrift für die gewählte Zoom-Stufe zum Transformieren der aufgenommenen Einzelbilder in das Panoramabild, und
  • e) Transformieren der aufgenommenen Einzelbilder mittels der ermittelten Transformations-Vorschrift zu dem Panoramabild.

Vorteilhafterweise wird vorliegend die Konfiguration für die Anzahl der aufnehmenden Kameras derart eingestellt, dass die jeweilige Kamera mit maximaler Abbildungsleistung, insbesondere mit maximaler Auflösung, das jeweilige Einzelbild aufnehmen kann. Ferner wird vorliegend die Transformation-Vorschrift für die gewählte Zoom-Stufe jeweils ermittelt, das heißt insbesondere dynamisch ermittelt. Hierdurch ergibt sich eine dynamische Anpassung der Transformations-Vorschrift sowie der gewählten Konfiguration für die aufnehmenden Kameras. Dies ist beispielsweise dann von Vorteil, wenn die aufnehmende Kamera oder die aufnehmenden Kameras grundsätzlich den Luftraum eines Flughafens überwachen sollen, aber in bestimmten Fällen speziell nur vergrößert die Landebahn dargestellt werden soll. Ein weiteres Beispiel ist die Anwendung auf Schiffen, bei welcher die aufnehmende Kamera oder die aufnehmenden Kameras generell das umgebende Seegebiet beobachten sollen, in speziellen Fällen aber vergrößert den Horizont darstellen sollen. Demgegenüber bliebe bei einer statischen Anordnung, wie oben detailliert ausgeführt, nur die nachteilige Möglichkeit, digital in das aufgenommene Panoramabild hinein zu zoomen.

Unter einem Panoramabild wird ein Bild aus einer Mehrzahl von Einzelbildern verstanden, welches einen großen Betrachtungswinkel abdeckt. Ein Einzelbild ist ein Bild, welches von einer Kamera zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgenommen wird. Unter einem Einzelbild kann vorliegend auch ein Einzelvideo verstanden werden. Entsprechend kann unter einem Panoramabild auch ein Panoramavideo verstanden werden.

Die jeweilige Kamera kann beispielsweise auch eine Wärmebildkamera oder eine Infrarotkamera sein.

Gemäß einer Ausführungsform umfasst der Schritt a):
Festlegen zumindest eines Bildwinkels der Kamera für die Aufnahme des Einzelbilds.

Durch die Festlegung des zumindest einen Bildwinkels ist die Zoom-Stufe für die Aufnahme der Einzelbilder auf einfache Weise festlegbar. Als Bildwinkel werden diejenigen Winkel im Gegenstandsraum bezeichnet, welche durch die Ränder des Aufnahmeformats begrenzt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst der Schritt a):
Festlegen eines horizontalen Bildwinkels der Kamera, eines vertikalen Bildwinkels der Kamera und/oder eines diagonalen Bildwinkels der Kamera für die Aufnahme des Einzelbilds.

Bei einem rechteckigen Aufnahmeformat ist der diagonale Bildwinkel der Größte der drei Bildwinkel. Die Richtung des jeweiligen Bildwinkels gegenüber der Horizontalen ist beim horizontalen Bildwinkel zwischen 0° und 180°, beim vertikalen Bildwinkel zwischen +90° und –90° und beim diagonalen Bildwinkel +/–arctan(Höhe/Breite).

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst der Schritt b):
Verwenden eines bestimmten Arrays der Anzahl von Kameras zur Aufnahme der Einzelbilder für das Panoramabild.

Um die optimale Konfiguration bei dieser Ausführungsform einzustellen, wird ein bestimmter Array, insbesondere eine bestimmte Untermenge, der Anzahl von Kameras zur Aufnahme der Einzelbilder für das Panoramabild gewählt und entsprechend dem Aufnahmewunsch des Benutzers ausgerichtet, zum Beispiel auf eine bestimmte Detailansicht einer Flughafenfläche eines Flughafens.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst der Schritt b):
Einstellen einer Ausrichtung zumindest eines Teils der Anzahl der Kameras.

Hierbei werden diejenigen Kameras, welche aktuell Einzelbilder aufnehmen sollen, entsprechend dem Aufnahmewunsch des Benutzers ausgerichtet. Für diese Ausrichtung können Zoom-Optiken, Schwenk-Neige-Köpfe oder Schwenk-Neige-Systeme und/oder Strahlführungssysteme eingesetzt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst der Schritt b):
Einstellen eines Strahlführungssystems für die Anzahl von Kameras.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst der Schritt b):
Einstellen zumindest einer Zoom-Optik für die Anzahl von Kameras.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird zum Einstellen der Ausrichtung zumindest eines Teils der Anzahl der Kameras ein Schwenk-Neige-System verwendet.

Das Schwenk-Neige-System umfasst beispielsweise eine Anzahl von Schwenk-Neige-Köpfen. Dabei ist ein jeweiliger Schwenk-Neige-Kopf mit einer der Kameras gekoppelt. Durch den Schwenk-Neige-Kopf kann dann die Ausrichtung der gekoppelten Kamera eingestellt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform werden in dem Schritt c) die Einzelbilder durch die einzelnen Kameras mit einer vorbestimmten Überlappung der Einzelbilder aufgenommen.

Die vorbestimmte Überlappung der Einzelbilder ermöglicht die Anwendung eines Stitching-Verfahrens oder einer Stitching-Methode zum Zusammenfügen der Einzelbilder zu dem Panoramabild. Unter Stitching wird vorliegend das Zusammenfügen einer Mehrzahl von Einzelbildern oder Einzelaufnahmen zu dem gegenüber dem jeweiligen Einzelbild größeren Panoramabild verstanden. Beim Stitching werden die Einzelaufnahmen von Ausschnitten des zu erstellenden Bilds zu dem größeren Panoramabild zusammengefügt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird in dem Schritt d) die Transformations-Vorschrift in Abhängigkeit der gewählten Zoom-Stufe aus einer Mehrzahl vorbestimmter Transformations-Vorschriften ausgewählt.

Die vorbestimmten Transformations-Vorschriften können beispielsweise in einem Speicher abgelegt werden. Für die Durchführung des Schrittes d) kann dann eine der in dem Speicher abgelegten Transformations-Vorschriften in Abhängigkeit der gewählten Zoom-Stufe ausgewählt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird in dem Schritt d) die Transformations-Vorschrift dynamisch generiert.

Bei dieser Ausführungsform wird die Transformations-Vorschrift jeweils dynamisch generiert. Beispiele für dieses dynamische Generieren werden im Folgenden detailliert erläutert.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das dynamische Generieren der Transformations-Vorschrift:
Suchen und Festlegen von gemeinsamen Kontroll-Punkten in benachbarten Einzelbildern der aufgenommenen Einzelbilder.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das dynamische Generieren der Transformations-Vorschrift:
Generieren von Kontroll-Mustern in benachbarten Einzelbildern der aufgenommenen Einzelbilder.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird zum Generieren der Kontroll-Muster eine Laserprojektion verwendet wird.

Durch die Laserprojektion werden künstlich Kontroll-Punkte in den Einzelbildern generiert. Diese Kontroll-Punkte können dann wiederum für die Anwendung des Stitching verwendet werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst der Schritt e):
Zusammensetzen der aufgenommenen Einzelbilder unter Verwendung der Kontroll-Punkte oder der Kontroll-Muster mittels Stitching zu dem Panoramabild.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform werden die Schritte b) bis e) immer dann durchgeführt, wenn gemäß Schritt a) die Zoom-Stufe neu gewählt wird.

Immer dann, wenn der Benutzer gemäß Schritt a) die Zoom-Stufe neu wählt oder neu einstellt, wird die Ausführung der Schritte b) bis e) getriggert. Hierdurch wird vorliegend dynamisch und während des Betriebs auf Änderungen der Zoom-Stufe reagiert.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die maximale Abbildungsleistung eine maximale Auflösung.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Kamera ein Weitwinkel-Objektiv auf.

Das generierte Panoramabild wird vorzugsweise einem Lotsen des Flughafens über einen oder mehrere Bildschirme ausgegeben.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird das Panoramabild in zumindest ein vorbestimmtes Format formatiert und das formatierte Panoramabild wird über ein Kommunikations-Netzwerk an ein ATM-System (ATM; Air Traffic Management) zu übertragen.

Weiterhin wird ein Computerprogrammprodukt vorgeschlagen, welches auf einer programmgesteuerten Einrichtung die Durchführung des wie oben erläuterten Verfahrens veranlasst.

Ein Computerprogrammprodukt, wie z.B. ein Computerprogramm-Mittel, kann beispielsweise als Speichermedium, wie z.B. Speicherkarte, USB-Stick, CD-ROM, DVD, oder auch in Form einer herunterladbaren Datei von einem Server in einem Netzwerk bereitgestellt oder geliefert werden. Dies kann zum Beispiel in einem drahtlosen Kommunikations-Netzwerk durch die Übertragung einer entsprechenden Datei mit dem Computerprogrammprodukt oder dem Computerprogramm-Mittel erfolgen.

Ferner wird eine Vorrichtung zur Erstellung eines Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras vorgeschlagen, mit:
einer ersten Einheit zum Wählen einer Zoom-Stufe zur Aufnahme der Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras,
einer zweiten Einheit zum Einstellen einer Konfiguration für die Anzahl der Kameras derart, dass die jeweilige Kamera zur Aufnahme des jeweiligen Einzelbilds mittels der gewählten Zoom-Stufe bei maximaler Abbildungsleistung eingerichtet ist,
einer dritten Einheit zum Ansteuern der Anzahl von Kameras derart, dass diese die Einzelbilder mit der gewählten Zoom-Stufe und der eingestellten Konfiguration aufnehmen,
einer vierten Einheit zum Ermitteln einer Transformations-Vorschrift für die gewählte Zoom-Stufe zum Transformieren der aufgenommenen Einzelbilder in das Panoramabild, und
einer fünften Einheit zum Transformieren der aufgenommenen Einzelbilder mittels der ermittelten Transformations-Vorschrift zu dem Panoramabild.

Die Vorrichtung kann auch als Panoramakamera oder als dynamische Panoramakamera bezeichnet werden.

Die für das vorgeschlagene Verfahren beschriebenen Ausführungsformen und Merkmale gelten für die vorgeschlagene Vorrichtung entsprechend.

Die jeweilige Einheit, zum Beispiel die fünfte Einheit, kann hardwaretechnisch und/oder auch softwaretechnisch implementiert sein. Bei einer hardwaretechnischen Implementierung kann die Einheit als Vorrichtung oder als Teil einer Vorrichtung, zum Beispiel als Computer oder als Mikroprozessor ausgebildet sein. Bei einer softwaretechnischen Implementierung kann die Einheit als Computerprogrammprodukt, als eine Funktion, als eine Routine, als Teil eines Programmcodes oder als ausführbares Objekt ausgebildet sein.

Weitere mögliche Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale oder Ausführungsformen. Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der Erfindung hinzufügen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Aspekte der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung. Im Weiteren wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigelegten Figuren näher erläutert.

1 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zur Erstellung eines Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras;

2 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zur Erstellung eines Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras; und

3 zeigt eine schematische Darstellung eines Beispiels für eine durch die Vorrichtung nach 2 aufnehmbare Flughafenfläche.

In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen worden, sofern nichts anderes angegeben ist.

In 1 ist ein schematisches Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zur Erstellung eines Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras dargestellt.

Das Verfahren der 1 umfasst die folgenden Schritte 101 bis 105:

In Schritt 101 wird eine Zoom-Stufe zur Aufnahme der Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras gewählt. Die Anzahl der Kameras kann ohne Einschränkung der Allgemeinheit auch eins sein. Ferner kann die Anzahl der Kamera auch eine Mehrzahl von Kameras sein. Bei dem Schritt 101 wird vorzugsweise zumindest ein Bildwinkel der Kamera für die Aufnahme des Einzelbilds festgelegt. Die Festlegung des zumindest einen Bildwinkels der Kamera kann umfassen, dass der horizontale Bildwinkel der Kamera, der vertikale Bildwinkel der Kamera und der diagonale Bildwinkel der Kamera festgelegt werden.

In Schritt 102 wird eine Konfiguration für die Anzahl der Kameras derart eingestellt, dass die jeweilige Kamera zur Aufnahme des jeweiligen Einzelbilds mit der gewählten Zoom-Stufe bei maximaler Abbildungsleistung eingerichtet ist. Die maximale Abbildungsleistung ist insbesondere als die maximale Auflösung der Kamera ausgebildet.

Der Schritt 102 umfasst beispielsweise, dass ein bestimmtes Array der Anzahl von Kameras zur Aufnahme der Einzelbilder für das Panoramabild verwendet wird. Beispielsweise kann die Anzahl von Kameras als eine Mehrzahl von Kameras ausgebildet sein. Je nach Anwendung und Fokussierung kann eine bestimmte Untermenge dieser Mehrzahl der Kameras verwendet werden. Diese bestimmte Untermenge kann als Array bezeichnet werden.

Zusätzlich oder alternativ kann Schritt 102 umfassen, dass zumindest ein Teil der Anzahl der Kameras, welche aktuell für die Erstellung des Panoramabilds eingesetzt wird, ausgerichtet wird. Bei dieser Ausrichtung kann ein Schwenk-Neige-System, ein Schenk-Neige-Kopf oder ein Mehrzahl von Schwenk-Neige-Köpfen eingesetzt werden.

Des Weiteren kann der Schritt 102 vorzugsweise umfassen, dass ein Strahlführungssystem für die Anzahl von Kameras eingestellt wird.

Alternativ oder zusätzlich kann der Schritt 102 ferner umfassen, dass eine Zoom-Optik oder mehrere Zoom-Optiken für die Kameras eingestellt werden und so die gewünschte Konfiguration für die Aufnahme der Einzelbilder geschaffen wird.

In Schritt 103 werden die Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras mit der gewählten Zoom-Stufe und der eingestellten Konfiguration aufgenommen. Insbesondere werden die Einzelbilder dabei derart aufgenommen, dass sie mit einer vorbestimmten Überlappung vorliegen. Die vorbestimmte Überlappung ist sinnvoll für das Zusammenfügen der Einzelbilder zu dem Panoramabild, wie im Folgenden detailliert am Beispiel Stitching erläutert wird.

In Schritt 104 wird eine Transformations-Vorschrift für die gewählte Zoom-Stufe zum Transformieren der aufgenommenen Einzelbilder zu dem Panoramabild ermittelt. Beispielsweise kann bei dem Schritt 104 die Transformations-Vorschrift in Abhängigkeit der gewählten Zoom-Stufe aus einer Mehrzahl vorbestimmter Transformations-Vorschriften ausgewählt werden. Die Mehrzahl vorbestimmter Transformations-Vorschriften kann beispielweise vorab erstellt werden und in einer Speicher-Einrichtung gespeichert werden.

Alternativ kann die Transformations-Vorschrift auch dynamisch generiert werden. Das dynamische Generieren der Transformations-Vorschrift kann beispielsweise umfassen, dass gemeinsame Kontrollpunkte in benachbarten Einzelbildern der aufgenommenen Einzelbilder gesucht und festgelegt werden, welche für ein nachfolgendes Stitching verwendbar sind.

In Schritt 105 werden die aufgenommenen Einzelbilder mittels der ermittelten Transformations-Vorschrift zu dem Panoramabild transformiert.

Der Schritt 105 kann insbesondere umfassen, dass die aufgenommenen Einzelbilder unter Verwendung der Kontrollpunkte oder der Kontrollmuster – wie unter Schritt 104 erläutert – mittels Stitching zu dem Panoramabild zusammen gefügt werden.

Insbesondere werden die Schritte 102 bis 105 immer dann durchgeführt, wenn der Benutzer gemäß Schritt 101 die Zoom-Stufe neu gewählt hat. Mit anderen Worten triggert die Anwendung des Schritts 101 die Durchführung der Schritte 102 bis 105.

2 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung 10 zur Erstellung eine Panoramabilds aus Einzelbildern einer Anzahl von Kameras. Die Vorrichtung 10 weist die Anzahl von Kameras auf oder ist mit diesen Kameras gekoppelt. Die Vorrichtung 10 umfasst eine erste Einheit 11, eine zweite Einheit 12, eine dritte Einheit 13, eine vierte Einheit 14 und eine fünfte Einheit 15.

Die erste Einheit 11 ist dazu eingerichtet, eine Zoom-Stufe zur Aufnahme der Einzelbilder durch die Anzahl von Kameras zu wählen. Hierbei kann die erste Einheit 11 eine Benutzereingabe eines Benutzers empfangen und in Abhängigkeit der empfangenen Benutzereingabe die Zoom-Stufe wählen.

Die zweite Einheit 12 ist dazu eingerichtet, eine Konfiguration für die Anzahl der Kameras derart einzustellen, dass die jeweilige Kamera zur Aufnahme des jeweiligen Einzelbilds mittels der gewählten Zoom-Stufe bei maximaler Abbildungsleistung eingerichtet ist.

Die dritte Einheit 13 ist dazu eingerichtet, die Anzahl von Kameras derart anzusteuern, dass diese die Einzelbilder mit der gewählten Zoom-Stufe und der eingestellten Konfiguration aufnehmen.

Die vierte Einheit 14 ist dazu eingerichtet, eine Transformations-Vorschrift für die gewählte Zoom-Stufe zum Transformieren der aufgenommenen Einzelbilder in das Panoramabild zu ermitteln.

Die fünfte Einheit 15 ist dazu eingerichtet, die aufgenommenen Einzelbilder mittels der ermittelten Transformations-Vorschrift zu dem Panoramabild zu transformieren.

3 zeigt eine schematische Darstellung eines Beispiels für eine durch die Vorrichtung 10 nach 2 aufnehmbare Flughafenfläche 20. Auf der Flughafenfläche 20 befinden sich Luftfahrzeuge, beispielsweise die Flugzeuge 14. Ohne Einschränkung der Allgemeinheit zeigt 3 vier auf der Flughafenfläche 20 befindliche Flugzeuge 14. Jedes der Flugzeuge 14 hat eine eindeutige Identifikations-Information, welche insbesondere als ein Luftfahrtkennzeichen des Flugzeugs 14 ausgebildet ist. Die Flughafenfläche 20 umfasst beispielsweise das Vorfeld, zumindest eine Rollbahn und/oder zumindest einen Rollweg des Flughafens.

Die Vorrichtung 10 ist dabei dazu eingerichtet, ein Panoramabild von der Flughafenfläche 20 aufzunehmen. Das aufgenommene Panoramabild kann über einen oder mehrere Bildschirme einem Lotsen bereitgestellt werden. Die Bildschirme sind beispielsweise in einem Tower oder Flughafen-Tower des Flughafens angeordnet. Das aufgenommene Panoramabild kann auch über ein Kommunikations-Netzwerk an ein ATM-System (ATM; Air Traffic Management) übertragen werden.

Obwohl die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben wurde, ist sie vielfältig modifizierbar.

Bezugszeichenliste

1
Flugzeug
2
Flugzeug
3
Flugzeug
4
Flugzeug
10
Vorrichtung
11
erste Einheit
12
zweite Einheit
13
dritte Einheit
14
vierte Einheit
15
fünfte Einheit
20
Flughafenfläche
101
Verfahrensschritt
102
Verfahrensschritt
103
Verfahrensschritt
104
Verfahrensschritt
105
Verfahrensschritt