Title:
Optoelektronische Laufzeitmess-Vorrichtung
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Bei einer Optoelektronischen Laufzeitmess-Vorrichtung (1) zur Bestimmung eines Messwertes (M) der proportional zu dem Abstand (Δs) von Gegenständen (2) innerhalb eines Überwachungsbereiches (8) ist, bestehend aus:
– einem ersten Schaltkreis (3), der mindestens eine Lichtstrahlen (9) emittierende Lichtquelle (7) aufweist, deren impulsartig gesendeten Lichtstrahlen (9) einen vorgegebenen Strahlengang (16) folgen,
– einem zweiten Schaltkreis (4) der parallel zu dem ersten Schaltkreis (3) geschaltet ist und aus einer Reihenschaltung aus mindestens einen Sensor (10), einen Empfangs-Verstärker (12) und einen Laufzeitmesser (13) gebildet ist, die die von dem Gegenstand (2) reflektierten Lichtstrahlen (9) erfasst und durch die der dem Abstand (Δs) proportionale Messwert (M) erzeugt ist,
wobei der erste und der zweite Schaltkreis (3, 4) unabhängig von einer Stromquelle (5, 5') versorgt sind, soll der Abstand auf (Δs) unabhängig von der Helligkeit des von dem Gegenstand (2) reflektierten Lichtstrahls (9) zuverlässig und schnell auch von sich dynamisch bewegenden Gegenständen (2) bestimmt werden.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, dass in dem zweiten Schaltkreis (4) eine Differenzierschaltung (11) angeordnet ist, dass die Differenzierschaltung (11) dem Empfangs-Verstärker (12) elektrisch nachgeschaltet ist und dass die Differenzierschaltung (11) ein Korrektursignal (uK) erzeugt, das proportional zu der zeitlichen Änderung (duA/dt) des Ausgangsignals (uA) des Empfangs-Verstärkers (12) ist.





Inventors:
Spähn, Hans-Peter (88239, Wangen, DE)
Application Number:
DE102016107851A
Publication Date:
11/02/2017
Filing Date:
04/28/2016
Assignee:
Wenglor sensoric elektronische Geräte GmbH, 88069 (DE)
International Classes:
G01S7/486; G01S17/10
Domestic Patent References:
DE102015000941B3N/A2016-01-28
DE102006049935A1N/A2008-04-24
Foreign References:
200800685842008-03-20
EP20713562009-06-17
Attorney, Agent or Firm:
Engelhardt & Engelhardt Patentanwälte, 88045, Friedrichshafen, DE
Claims:
1. Optoelektronische Laufzeitmess-Vorrichtung (1) zur Bestimmung eines Messwertes (M) der proportional zu dem Abstand (Δs) von Gegenständen (2) innerhalb eines Überwachungsbereiches (8) ist, bestehend aus:
– einem ersten Schaltkreis (3), der mindestens eine Lichtstrahlen (9) emittierende Lichtquelle (7) aufweist, deren impulsartig gesendeten Lichtstrahlen (9) einen vorgegebenen Strahlengang (16) folgen,
– einem zweiten Schaltkreis (4) der parallel zu dem ersten Schaltkreis (3) geschaltet ist und aus einer Reihenschaltung aus mindestens einen Sensor (10), einen Empfangs-Verstärker (12) und einen Laufzeitmesser (13) gebildet ist, die die von dem Gegenstand (2) reflektierten Lichtstrahlen (9) erfasst und durch die der dem Abstand (Δs) proportionale Messwert (M) erzeugt ist
wobei der erste und der zweite Schaltkreis (3, 4) unabhängig von einer Stromquelle (5, 5') versorgt sind
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem zweiten Schaltkreis (4) eine Differenzierschaltung (11) angeordnet ist, dass die Differenzierschaltung (11) dem Empfangs-Verstärker (12) elektrisch nachgeschaltet ist und dass die Differenzierschaltung (11) ein Korrektursignal (uK) erzeugt, das proportional zu der zeitlichen Änderung (duA/dt) des Ausgangsignals (uA) des Empfangs-Verstärkers (12) ist.

2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine Korrekturschaltung (14) dem Laufzeitmesser (13) und der Differenzierschaltung (11) elektrisch nachgeschaltet ist und dass die Korrekturschaltung (14) den Messwert (U) des Laufzeitmessers (13) dem Korrektursignal (uK) mathematisch korreliert.

3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Laufzeitmesser (13) und die Differenzierschaltung (11) jeweils eine Spannung (vM, vK) ausgeben, oder dass der Laufzeitmesser (13) und die Differenzierschaltung (11) ein digitales Signal ausgeben.

4. Vorrichtung (1) nach Patentanspruch 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturschaltung (11) einen Mikrocontroller aufweist, und dass die Korrekturschaltung (11) die Kompensation des Ausgangsignals (uM) des Laufzeitmessers (13) mit dem Korrektursignal (uK) und hinterlegten Kennfelder oder Polynomen erfolgt.

5. Vorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenzierschaltung (11) einen Spitzenwertgleichrichter (15) aufweist und dass die Differenzierschaltung (11) aus mindestens zwei Kondensatoren (18, 20) und einer Widerstandsschaltung (19) gebildet ist, wobei einer der Kondensatoren (20) eine zu der Änderung des Ausgangssignals (duA/dt) proportionale Korrekturspannung (vK) erzeugt.

6. Vorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, die Lichtquelle (7) eine LED, eine Laserdiode oder eine vertikal imitierende Laserdiode bzw. VCSEL-Laserdiode ist.

7. Vorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (10) als Lawinenfotodiode oder MPPC-Diode, ein Array aus CMOS-Fotodioden ist, die im Geiger-Mod betrieben sind.

8. Vorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor mit einer konstanten Hochspannung mit Temperaturkompensation betrieben ist, und dass die Temperaturkompensation die Temperaturtrifft der Durchbruchsspannung der Diode ausgleicht.

9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, die Hochspannung des Sensors (10) mit einer Rauschregelung versehen ist und dass die Rauschregelung die maximale Verstärkung an dem Arbeitspunkt des Sensors (10) einstellt.

Description:

Die Erfindung bezieht sich auf eine optoelektronische Laufzeitmess-Vorrichtung zur Bestimmung eins Messwertes nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Derartige optoelektronische Laufzeitmess-Vorrichtungen sind bewährt und vielseitig angewendet und bestehen im Wesentlichen aus zwei Schaltkreisen, die von einer Auswerteeinrichtung und jeweils mit einer Stromquelle verbunden sind. Durch die Stromquelle sind die beiden Schaltkreise unabhängig voneinander mit Spannung versorgt. Der erste Schaltkreis besteht aus einer Lichtquelle, die impulsweise die benötigten Lichtstrahlen zur Abstandsbestimmung mittels der Laufzeitmessung aussendet. Der zweite Schaltkreis ist aus einem Sensor gebildet, der die von dem Gegenstand der im Überwachungsbereich angeordnet ist, reflektierten Lichtstrahlen erfasst. Der Sensor ist dabei als Avalanche-Photodiode (APD) oder als Multipixel-Photonen-Counter (MPPC) ausgebildet und können dabei permanent mit einer unterschiedlichen Hochspannung betrieben werden, um eine optimale Wirkungsweise des Sensors zu gewährleisten. Trifft ein von dem Gegenstand im Überwachungsbereich reflektierter Lichtstrahl auf den Sensor entsteht durch diesen ein Fotostrom und die Laufzeit des Lichtstrahles kann dadurch gemessen werden. Die Laufzeit des Lichtstrahls kann anschließend in eine Entfernung umgerechnet werden. Aus dem ermittelten Messwert ist der Abstand zwischen der Vorrichtung und dem Gegenstand durch die physikalische Formel 2s = c·t berechenbar, da die emittierten Lichtquellen mit der konstanten Lichtgeschwindigkeit den Raum durchlaufen.

Eine solche Messvorrichtung ist aus der EP 2 071 356 A2 zu entnehmen, jedoch hat sich nachteiligerweise herausgestellt, dass derartige Laufzeitmess-Vorrichtungen oftmals äußerst ungenau und fehlerbehaftet den Abstand bestimmen. Diese Messfehler kommen dadurch zustande, dass durch die unterschiedlichen Reflexionseigenschaften der Gegenstände der Helligkeitsgrad der reflektierten Lichtwellen in einem bestimmten Toleranzbereich liegt, der zu Messungenauigkeiten bzw. Messfehlern führt. die Lichtstrahlen unterschiedlich hell in Abhängigkeit von den reflektierenden Oberflächen der Gegenstände reflektiert sind. Die Reaktionsgeschwindigkeit der Empfangsschaltung hängt nämlich erheblich von der empfangenen Lichtmenge an dem Sensor ab und führt somit zu einer verzögerten Detektion des reflektierten Lichtstrahles bei einem dunklen Gegenstand mit geringer Remission. Diese fehlerhafte Zeitmessung führt zu den vorerwähnten Messfehlern.

Aus der DE 10 2015 000 941 B3 ist ein Verfahren für den Betrieb einer solchen Laufzeitmess-Vorrichtung bekannt geworden, wobei die Hochspannung der MPPC-Diode derart geregelt ist, dass sich die innere Verstärkung der Empfangsdiode so einstellt, dass an dem Ausgang der Empfängerschaltung permanent die gleiche Signal-Amplitude eingestellt ist und zwar unabhängig davon, ob sich ein heller oder ein dunkler Gegenstand vor der Laufzeitmess-Vorrichtung befindet.

Eine derartige Laufzeitmess-Vorrichtung misst somit unabhängig von der Helligkeit der Oberfläche des Gegenstandes den Abstand, so dass lediglich geringe Messfehler entstehen. Nachteiligerweise hat sich jedoch erwiesen, dass die Regelung der Hochspannung des Sensors aufwendig ist und eine begrenzte Reaktionszeit bzw. Dynamik aufweist. Dadurch ist es nicht möglich, Abstandsmessungen bei sich dynamisch bewegenden Gegenständen mit wechselnden Helligkeiten durchzuführen.

Ein weiteres Verfahren für den Betrieb einer solchen Laufzeitmess-Vorrichtung ist aus der DE 10 2012 211 222 A1 zu entnehmen. Die Laufzeitmess-Vorrichtung ist dabei aus einer Vielzahl von Empfängerschaltungen mit unterschiedlich hohen Verstärkungen gebildet. Eine Auswerteeinrichtung wählt, nachdem ein reflektierter Lichtstrahl erfasst wurde, sodann den Sensor aus, bei dem das Empfangssignal in einem für das aktuelle Empfangssignal gültigen Empfindlichkeitsbereich eingeordnet ist.

Nachteilig bei diesem Stand der Technik ist der hohe Aufwand aufgrund der Vielzahl von Empfängerschaltungen und darüber hinaus der Messfehler, der entsteht, wenn sich das Empfangssignal zwischen zwei der optimalen Empfindlichkeiten der Verstärker befindet.

Aus der DE 10 2014 005 521, DE 10 2014 106 463 A1 und DE 10 2014 106 465 B3 sind optoelektronische Laufzeitmess-Vorrichtungen bekannt geworden, wobei dem Sensor ein Empfangsverstärker sowie ein oder mehrere Komparatoren nachgeschaltet sind, die zunächst den Fotostrom verstärken und anschließend ist bestimmt, ab welcher Signalhöhe das Empfangssignal akzeptiert ist.

Nachteilig bei diesem Stand der Technik ist, dass derartige Laufzeitmess-Vorrichtungen nur solange zuverlässige Messwerte bestimmen, solange sich der Empfangsverstärker im analogen Bereich befindet. Bei sehr hellen Objekten übersteuert nämlich der Empfangsverstärker, so dass die Komparator-Schwelle nicht mehr angepasst werden kann, um den Messfehler auszugleichen.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine optoelektronische Laufzeitmess-Vorrichtung der eingangs genannten Gattung derart weiterzubilden, die unabhängig von der Helligkeit des von dem Gegenstand des reflektierten Lichtstrahls zuverlässig und schnell den Abstand auch von sich dynamisch bewegenden Gegenständen bestimmt. Darüber hinaus soll eine derartige Laufzeitmess-Vorrichtung ein Korrektursignal erzeugen können, so dass der Messwert, der proportional zu dem Abstand des Gegenstandes ist, korrigiert werden kann und somit unabhängig von der Helligkeit des von dem Gegenstand remittierten Lichtstrahles ist. Ferner soll eine derartige optoelektronische Laufzeitmess-Vorrichtung zuverlässig und reproduzierbare Messwerte liefern und in der Herstellung kostengünstig sein.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch den kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 gelöst.

Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Dadurch, dass in dem zweiten Schaltkreis eine Differenzierschaltung angeordnet ist, dass die Differenzierschaltung dem Empfangsverstärker nachgeschaltet ist und dass die Differenzierschaltung ein Korrektursignal erzeugt, das proportional zu der zeitlichen Änderungen (duA/dt) des Ausgangssignals des Empfangsverstärkers ist, ist ein Korrektursignal erzeugt, das proportional zu der Flankensteilheit, also der Änderung des Ausgangssignals des durch den Empfangsverstärker verstärkten Photostromes ist. Die Flankensteilheit ist nämlich abhängig von der Helligkeit des Gegenstandes und somit kann der Messfehler kompensiert werden.

Darüber hinaus ist es besonders vorteilhaft, wenn eine Korrekturschaltung dem Laufzeitmesser und der Differenzierschaltung elektrisch nachgeschaltet ist, die das Korrektursignal mit dem Messwert des Laufzeitmessers mathematisch verrechnet. Dabei kann das von dem Laufzeitmesser und der Differenzierschaltung ausgegebene Signal eine Spannung oder ein digitales Signal sein, die in der Korrekturschaltung miteinander verrechnet werden bzw. mathematisch miteinander korreliert sind.

Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Korrekturschaltung einen Mikrocontroller aufweist, der das Ausgangssignal des Laufzeitmessers mit dem Korrektursignal sowie weiteren hinterlegten Kennfeldern oder Polynomen berechnet.

Die Differenzierschaltung kann einen Spitzenwertgleichrichter aufweisen, der das Ausgangssignal der Differenzierschaltung gleichrichtet und speichert. Weiterhin kann die Differenzierschaltung aus mindestens zwei Kondensatoren und einem Widerstand gebildet sein, wobei einer der Kondensatoren eine zu der Änderung des Ausgangssignals proportionale Spannung erzeugt. Diese Spannung ist somit proportional zu der Flankensteilheit des verstärkten Photostroms.

Darüberhinaus hat es sich als vorteilhaft erwiesen, eine LED, eine Laserdiode oder ein vertikal imitierende Laserdiode bzw. VCSEL-Laserdiode als Lichtquelle zu verwenden. Der Sensor kann ferner als Lawinen-Photo-Diode oder MPPC-Diode einem Array aus CMOS-Photodioden gebildet sein, der im Geigermodus betrieben ist.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen optoelektronischen Laufzeitmess-Vorrichtung dargestellt, das nachfolgend näher erläutert ist.

Im Einzelnen zeigt:

1 eine optoelektronische Laufzeitmess-Vorrichtung, bestehend aus einem ersten Schaltkreist, der eine Sendeeinheit aufweist, die einen gepulsten Lichtstrahlt aussendet und einen zweiten Schaltkreis, der aus einer reinen Schaltung eines Sensors, eines Verstärkers und eines Laufzeitmessers gebildet ist, wobei parallel zu dem Laufzeitmesser eine Differenzierschaltung angeordnet ist, die ein Korrektursignal erzeugt, das mit dem Ausgangssignals des Laufzeitmessers verrechnet ist,

2 das Ausgangssignal des Empfangs-Verstärkers und

3 das Ausgangssignal der Differenzierschaltung.

In der 1 ist der schematische Aufbau einer optoelektronischen Laufzeitmess-Vorrichtung 1 zur Erfassung des Abstandes Δs zwischen diesem und einem sich annähernden Gegenstand 2 dargestellt. Die optoelektronische Laufzeitmess-Vorrichtung 1 ist aus einem ersten Schaltkreis 3 und einem zweiten Schaltkreis 4 gebildet, die voneinander unabhängig mit einer Spannung von einer oder mehreren Stromquellen 5 versorgt sind. Der erste Schaltkreis 3 ist dabei durch einen Impulsgeber 6 und einer Lichtquelle 7 gebildet, wobei der Impulsgeber 6 das elektrische Signal, das Impulssignals uE, ausgibt, durch das ein gepulster Lichtstrahl 9 durch die Lichtquelle 7 in einen Überwachungsbereich 8 entlang eines vorgegebenen Strahlenganges 16 ausgesendet ist.

Die Lichtquelle 7 kann als eine LED, eine Laserdiode oder als eine vertikal emittierende Laserdiode bzw. VCSEL-Laserdiode ausgebildet sein.

Der zweite Schaltkreis 4 ist im Wesentlichen durch eine Reihenschaltung aus einem Sensor 10, einem Verstärker 12 und einem Laufzeitmesser 13 gebildet. Der Sensor 10 dient dabei der Detektion des von dem Gegenstand 2 remittierten Lichtstrahls 9 und ist als Lawinen-Foto-Diode, MPPC-Diode oder einem Array aus CMOS-Fotodioden ausgebildet, die in dem Geigermod betrieben sind. Beim Erfassen eines remittierten Lichtstrahls 9 generiert der Sensor 10 einen Photostrom uPH, der durch den nachgeschalteten Verstärker 12 verstärkt ist.

Das Ausgangssignal uA des Verstärkers 12 entspricht somit dem Vielfachen des Photostromes uPH. Dieses Ausgangssignal uA ist zu dem Laufzeitmesser 13 weitergegeben. Die Laufzeit des Lichtstrahls 9 ist anschließend anhand eines Vergleiches des Impulssignals uE und des Ausgangssignals uA des Empfangs-Verstärkers 12 ermittelt und ein fehlerbehafteten Messwert ist gebildet.

Insbesondere der 2 ist der zeitliche Verlauf des Ausgangssignals des Verstärkers 12 für unterschiedlich hohe Photoströme uPH zu entnehmen. Der Verstärker 12 ist als Transimpedanz-Verstärker 12 ausgebildet, so dass der zu messende Photostrom uPH einen Spannungsabfall erzeugt. Umso heller der Gegenstand 2 in dem Überwachungsbereich 8 ist, umso mehr Photonen treffen auf den Sensor 10 und somit ist ein höherer Photostrom uPH generiert als bei niedrig reflektierenden Gegenständen 2. Die Ausgangsspannung vA des Ausgangssignals uA an dem Verstärker 12 nimmt bei dem hellen Gegenstand 2 vergleichsweise deutlich mehr ab als bei dem dunklen Gegenstand 2.

Ebenfalls ist dem Verlauf der Ausgangsspannung vA des Ausgangssignals uA in der 2 zu entnehmen, dass mit steigendem Photostrom uPH die Flankensteilheit, also (duA/dt) einen größeren Wert annimmt. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, dass das die Ausgangsspannung vA des Ausgangssignals uA auf eine vorgegebene Spannung begrenzt ist, da derartige Verstärker 12 typischerweise bei besonders kräftigen Empfangssignalen übersteuern.

Dem Empfangs-Verstärker 12 ist der Laufzeitmesser 13 nachgeschaltet. Der Laufzeitmesser 13 ist ein Zeit/Spannungswandler, der beim Erreichen eines Schwellenwertes vS des Ausgangssignals uA des Verstärkers 12 die Laufzeitmessung beendet und ein Messsignal uM ausgibt. Das Messignal uM entspricht dabei einer Spannung, deren Amplitude von der Laufzeit des Lichtstrahls 9 abhängig ist.

Hierzu ist der Laufzeitmesser 13 mit dem ersten Schaltkreis 3 und dem Verstärker 12 gekoppelt, so dass einerseits das Impulssignal uM und andererseits das Ausganssignal uA des Verstärkers 12 eingangsseitig anliegen. Die Laufzeit entspricht dabei dem zeitlichen Versatz des Impulssignals uE und des Ausganssignals uA des Verstärkers 12.

Bedingt durch die unterschiedlich hohen Photoströme uPH ist der Zeitpunkt, an dem der Schwellenwert vS erreicht ist, unterschiedlich, da beispielsweise das Ausganssignal des Verstärkers 12 bei einem hohen Photostrom uPH – also bei einem hellen Gegenstand 2 – eine große Flankensteilheit duA/dt aufweist und der Schwellenwert vS bereits zum Zeitpunkt t1 erreicht ist, wohingegen bei dem dunklen Gegenstand 2 der Schwellenwert vS erst zum Zeitpunkt t2 erreicht ist. Aufgrund dieser zeitlichen Differenz (t2 – t1) sind beide Messsignale fehlerbehaftet. Folglich ist bei einem konstanten Abstand Δs das fehlerbehaftete Messsignal uM für den dunklen Gegenstand 2 geringer als das Messsignal uM für den hellen Gegenstand 2.

Parallel zu dem Laufzeitmesser 13 ist eine Differenzierschaltung 11 elektrisch angeordnet, die ein Korrektursignal uK bildet. Das Korrektursignal uK der Differenzierschaltung 11 ist dabei proportional zu dem Differenzial des Ausgangssignals uA des Verstärkers 12 und beschreibt somit die zeitliche Änderung des Ausgangssignals uA des Verstärkers 12, der Flankensteilheit (duA/dt).

Die Differenzierschaltung 11 umfasst dabei einen ersten Kondensator 18, eine Widerstandsschaltung 19, einen Spitzenwertgleichrichter 15 und einen zweiten Kondensator 20. Die Flankensteilheit des Ausgangssignals uA des Verstärkers 12 erzeugt in dem ersten Kondensator 18 einen Strom, der in der Widerstandsschaltung 19 die wiederum einen der Flankensteilheit proportionalen negativen Spannungsimpuls erzeugt. Der Spitzenwertgleichrichter 15 und der zweite Kondensator 20 richten den impulsförmigen Spannungsverlauf gleich, wobei eine konstante Korrekturspannung vK von dem zweiten Kondensator 20 ausgegeben ist, die proportional zu dieser Flankensteilheit ist. Der Verlauf der erzeugten Korrekturspannung vK an dem zweiten Kondensator 20 ist der 3 zu entnehmen. Die Korrekturspannung vK entspricht dabei dem Korrektursignal uK.

Das Korrektursignal uK der Differenzierschaltung 11 ist an eine Korrekturschaltung 14, die der Differenzierschaltung 11 und dem Laufzeitmesser 13 nachgeschaltet ist, übergeben und der korrigierte Messwert M ist durch eine Kompensation des Messsignals uM des Laufzeitmessers 13 mit dem Korrektursignal uK gebildet. Der Messwert M ist somit ausschließlich proportional zu dem Abstand Δs des Gegenstandes 2 und nunmehr unabhängig von dessen Helligkeit.

Die Kompensation in der Korrekturschaltung 14 erfolgt durch eine Subtraktion der Spannung des Messsignals uM und der Spannung des Korrektursignals uK. Alternativ kann das Korrektursignal uK der Differenzierschaltung 11 und das Messsignal uM des Laufzeitmessers 13 digitalisiert sein. Die Korrekturschaltung 14 kann diese digitalen Signale miteinander in einem Mikroprozessor verrechnen bzw. mathematisch korrelieren und die Kompensation mithilfe von hinterlegten Kennfeldern oder Polynomen durchführen und den korrigierten Messwert M ausgeben.

Darüber hinaus kann der Sensor 10 mit einer konstanten Hochspannung mit einer Temperaturkompensation betrieben sein. Die Temperaturkompensation gleicht einen möglichen Temperaturdrift der Durchbruchspannung des Sensors 10, der im Geigermode betrieben ist, aus.

Die Spannungsversorgung des Sensors 10 kann ferner mit einer Rauschregelung versehen sein, die den Arbeitspunkt des Sensors 10 immer auf eine maximale Verstärkung einstellt.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 2071356 A2 [0003]
  • DE 102015000941 B3 [0004]
  • DE 102012211222 A1 [0006]
  • DE 102014005521 [0008]
  • DE 102014106463 A1 [0008]
  • DE 102014106465 B3 [0008]