Title:
Farbsprühgerät
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Farbsprühgerät (1), welche ein Gehäuse (2), einen Sprühkopf (3) und einen Farbbehälter (4) umfasst, wobei durch das Gehäuse (2) ein Handgriff (11), ein erster Aufnahmeraum (12) für ein Gebläse (13) und ein zweiter Aufnahmeraum (14) für einen Luftfilter (15) gebildet sind. Hierbei umfasst das Gehäuse (2) ein zentrales Gehäuseteil (5) mit einem ersten Gehäuseabschnitt (5a) und einem zweiten Gehäuseabschnitt (5b) und ein hinteres Gehäuseteil (6), wobei der erste Gehäuseabschnitt (5a) topfförmig ausgebildet ist und sich zu dem hinteren Gehäuseteil (6) öffnet, wobei der zweite Gehäuseabschnitt (5b) radial von dem ersten Gehäuseabschnitt (5a) absteht, wobei der erste Gehäuseabschnitt (5a) des zentralen Gehäuseteils (5) einen ersten Teil (12a) des ersten Aufnahmeraums (12) bildet und wobei ein topfförmiger, zu dem zentralen Gehäuseteil (5) offener, erster Gehäuseabschnitt (6a) des hinteren Gehäuseteils (6) einen zweiten Teil (12b) des ersten Aufnahmeraums (12) bildet.





Inventors:
Krayer, Elmar (88085, Langenargen, DE)
Application Number:
DE102016107465A
Publication Date:
10/26/2017
Filing Date:
04/22/2016
Assignee:
J. Wagner GmbH, 88677 (DE)
International Classes:
B05B7/24
Domestic Patent References:
DE202005005054U1N/A2006-08-10
Attorney, Agent or Firm:
Otten, Roth, Dobler & Partner mbB Patentanwälte, 88276, Berg, DE
Claims:
1. Farbsprühgerät (1; 101) umfassend ein Gehäuse (2), einen Sprühkopf (3) und einen Farbbehälter (4),
– wobei durch das Gehäuse (2) ein Handgriff (11; 111), ein erster Aufnahmeraum (12) für ein Gebläse (13) und ein zweiter Aufnahmeraum (14) für einen Luftfilter (15) gebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
– dass das Gehäuse (2) ein zentrales Gehäuseteil (5) und ein hinteres Gehäuseteil (6) umfasst,
– wobei das zentrale Gehäuseteil (5) einen ersten Gehäuseabschnitt (5a) und einen zweiten Gehäuseabschnitt (5b) umfasst,
– wobei der erste Gehäuseabschnitt (5a) topfförmig ausgebildet ist und sich zu dem hinteren Gehäuseteil (6) öffnet,
– wobei der zweite Gehäuseabschnitt (5b) in Bezug auf eine durch eine Motorwelle (16) des in dem ersten Gehäuseabschnitt (5a) aufgenommenen Gebläses (13) definierte Längsachse (17) radial von dem ersten Gehäuseabschnitt (5a) absteht,
– wobei der erste Gehäuseabschnitt (5a) des zentralen Gehäuseteils (5) einen ersten Teil (12a) des ersten Aufnahmeraums (12) bildet und
– wobei ein topfförmiger, zu dem zentralen Gehäuseteil (5) offener, erster Gehäuseabschnitt (6a) des hinteren Gehäuseteils (6) einen zweiten Teil (12b) des ersten Aufnahmeraums (12) bildet.

2. Farbsprühgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der radial abstehende, zweite Gehäuseabschnitt des zentralen Gehäuseteils (5) als rohrförmiger, geschlossener Gehäuseabschnitt ausgebildet ist.

3. Farbsprühgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der radial abstehende Gehäuseabschnitt (5b) als schalenförmiger, in Sprührichtung (x) des Farbsprühgeräts (1; 101) geöffneter Gehäuseabschnitt ausgebildet ist und einen ersten Teil (11a) des Handgriffs (11; 111) bildet.

4. Farbsprühgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Farbsprühgerät (1; 101) ein vorderes Gehäuseteil (7) umfasst und dass das vordere Gehäuseteil (7) schalenförmig ausgebildet ist und zu dem zentralen Gehäuseteil (5) offen ist.

5. Farbsprühgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Gehäuseteil (7) auch einen zweiten Teil (11b) des Handgriffs (11; 111) bildet und mit dem ersten Teil (11a) des Handgriffs (11; 111) einen rohrartigen Handgriff bildet.

6. Farbsprühgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Farbsprühgerät (1; 101) eine Endkappe (9; 109) umfasst, durch welche der Handgriff (11; 111) an seinem freien Ende endseitig verschließbar ist.

7. Farbsprühgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das hintere Gehäuseteile (6) den ersten Aufnahmeraum (12) verschließt.

8. Farbsprühgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem hinteren Gehäuseteil (6) dem ersten Aufnahmeraum (12) gegenüberliegend ein topfförmiger, offener zweiter Gehäuseabschnitt (6b) ausgebildet ist, welcher den zweiten Aufnahmeraum (14) bildet, wobei eine umlaufende Seitenwand (18) des zweiten Aufnahmeraums (14) insbesondere durch einen mit dem hinteren Gehäuseteil (6) verbundenen Ring (10) gebildet ist.

9. Farbsprühgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) einen Gehäusedeckel (8) umfasst, durch welchen der zweite Aufnahmeraum (14) verschlossen ist, wobei der Gehäusedeckel (8) das hintere Gehäuseteil (6) insbesondere bis in den Bereich des ersten Aufnahmeraums (12) umgreift.

10. Farbsprühgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle unmittelbar benachbarten Gehäuseteile (8, 6; 6, 5; 5, 7; 5, 6, 7) im montierten Zustand verdrehsicher und/oder verschiebesicher miteinander verbunden sind, wobei die unmittelbar benachbarten Gehäuseteile (8, 6; 6, 5; 5, 7; 5, 6, 7) im montierten Zustand insbesondere formschlüssig und/oder unter Zwischenlage eines Dichtungsrings miteinander verbunden sind.

11. Farbsprühgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Farbsprühgerät (1; 101) eine Gehäuseverlängerung (136) umfasst, wobei die Gehäuseverlängerung (136) schwenkbar oder verschiebbar an dem Handgriff (11; 111) angelenkt ist, wobei der Handgriff (11; 111) in einer ausgeklappten Schwenkstellung (140) bzw. in einer ausgeschobenen Schiebestellung der Gehäuseverlängerung (136) verlängert ist.

12. Farbsprühgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Gehäuseteile (5, 6, 7) oder zwei benachbarte Gehäuseteile (5, 6; 5, 7) einen verschließbaren Aufnahmeraum (29) für einen Energiespeicher (30) bilden.

13. Farbsprühgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der Gehäuseteile (5, 6, 7) oder an zwei benachbarten Gehäuseteilen (5, 6; 5, 7) Kontakte zur Kontaktierung eines Energiespeichers (30) und/oder eines Anschlusskabels angeordnet sind.

14. Farbsprühgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Gehäuse (2) ein Adapter (31) zum Anschluss eines Sprühkopfes (3) gebildet ist, wobei der Adapter (31) insbesondere durch das zentrale Gehäuseteil (5) und/oder das vordere Gehäuseteil (7) gebildet ist.

15. Farbsprühgerät nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zentrale Gehäuseteil (5) und/oder das vordere Gehäuseteil (7) und/oder das hintere Gehäuseteil (6) und/oder der Gehäusedeckel (8) jeweils längstrennstellenfrei als einteiliges Topfbauteil ausgebildet ist bzw. sind.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Farbsprühgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE 20 2005 005 054 U1 ist ein Farbsprühgerät bekannt, welche ein Gehäuse, einen Sprühkopf und einen Farbbehälter umfasst, wobei durch das Gehäuse ein Handgriff, ein erster Aufnahmeraum für ein Gebläse und ein zweiter Aufnahmeraum für einen Luftfilter gebildet sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Farbsprühgerät zu entwickeln, bei welcher ein aus mehreren Gehäuseteilen zusammengesetztes Gehäuse trotz geringen Gewichts eine hohe Eigenstabilität und eine hohe Dichtigkeit aufweist sowie kostengünstig herstellbar ist.

Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.

Bei dem erfindungsgemäßen Farbsprühgerät umfasst das Gehäuse ein zentrales Gehäuseteil und ein hinteres Gehäuseteil, wobei das zentrale Gehäuseteil einen ersten Gehäuseabschnitt und einen zweiten Gehäuseabschnitt umfasst, wobei der erste Gehäuseabschnitt topfförmig ausgebildet ist und sich zu dem hinteren Gehäuseteil öffnet, wobei der zweite Gehäuseabschnitt in Bezug auf eine durch eine Motorwelle des in dem ersten Gehäuseabschnitt aufgenommenen Gebläses definierte Längsachse radial von dem ersten Gehäuseabschnitt absteht, wobei der erste Gehäuseabschnitt des zentralen Gehäuseteils einen ersten Teil des ersten Aufnahmeraums bildet und wobei ein topfförmiger, zu dem zentralen Gehäuseteil offener, erster Gehäuseabschnitt des hinteren Gehäuseteils einen zweiten Teil des ersten Aufnahmeraums bildet. Bei einem Farbsprühgerät mit einem Gehäuse mit topfförmig gestalteten Gehäuseteilen lässt sich gegenüber Gehäusen in Halbschalenbauweise ein niedrigeres Gewicht erreichen, da die topfförmig ausgebildeten Gehäuseteile bedingt durch ihre Geometrie eine größere Eigenstabilität aufweisen, so dass deren Wandstärke bei gleicher oder sogar größerer Stabilität geringer ausgeführt werden kann. Aufgrund des geringeren Materialbedarfs lässt sich ein derartiges Farbsprühgerät kostengünstiger herstellen. Weiterhin lassen sich die topfförmigen Gehäuseteile einfacher als Halbschalen gegeneinander abdichten. Eine höhere Dichtigkeit zeigt sich insbesondere auch bei Belastungen des Farbsprühgeräts durch seitlich aufgebrachten Druck, weil dieser im Unterschied zu Gehäusen aus Halbschalen zu einer wesentlich geringeren Spaltbildung zwischen den topfförmigen Gehäuseteilen führt. Weiterhin lässt sich ein Gehäuse in Topfbauweise aus einer Vielzahl kleiner Gehäuseteile bzw. Spritzgussteile bauen und ist deshalb einfach und kostengünstig herzustellen. Schließlich ist durch die Ausbildung des Griffs an einem topfförmigen Gehäuseteil ein belastbarer Übergang sicher gestellt.

Es ist vorgesehen, den radial abstehenden, zweiten Gehäuseabschnitt des zentralen Gehäuseteils als rohrförmig, geschlossenen Gehäuseabschnitt auszubilden. Hierdurch erhält der Griff eine hohe Biege- und Torsionssteifigkeit, so dass auch schwerere Farbsprühgeräte, das heißt Farbsprühgeräte mit starkem Motor und/oder großem Volumen des Farbbehälters sicher am Griff geführt werden können.

Es ist auch vorgesehen, den radial abstehenden Gehäuseabschnitt als schalenförmigen, in Sprührichtung des Farbsprühgeräts geöffneten Gehäuseabschnitt auszubilden und durch diesen einen ersten Teil des Handgriffs zu bilden.

Hierdurch ist ein Innenraum des Griffs bei der Montage leicht zugänglich, so dass Elektrik und Elektronik des Farbsprühgeräts einfach im Griff verbaut werden können.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass das Farbsprühgerät ein vorderes Gehäuseteil umfasst und dass das vordere Gehäuseteil schalenförmig ausgebildet ist und zu dem zentralen Gehäuseteil offen ist. Hierdurch lässt sich das Gehäuse auf einfache Weise weiter stabilisieren und designmäßig gestalten.

Bei einer schalenförmigen Ausbildung des ersten Teils des Handgriffs ist es vorgesehen, dass das vordere Gehäuseteil auch einen zweiten Teil des Handgriffs bildet und mit dem ersten Teil des Handgriffs einen rohrartigen Handgriff bildet. Auf diese Weise ist der erste Teil des Handgriffs durch den zweiten Teil des Handgriffs stabilisiert und der zweischalige Handgriff weist eine optimale Anbindung an die weiteren Gehäuseteile auf.

Es ist auch vorgesehen, das Farbsprühgerät mit einer Endkappe auszustatten, durch welche der Handgriff an seinem freien Ende endseitig verschließbar ist. Hierdurch erfolgt eine weitere Stabilisierung des Handgriffs.

Weiterhin ist es vorgesehen, den ersten Aufnahmeraum durch das hintere Gehäuseteile zu verschließen. Hierdurch ist der erste Aufnahmeraum, welcher das Gebläse aufnimmt, optimal stabilisiert und das Gebläse sicher gehalten und gut abgedichtet.

Es ist vorgesehen, an dem hinteren Gehäuseteil dem ersten Aufnahmeraum gegenüberliegend einen topfförmigen, offenen zweiten Gehäuseabschnitt auszubilden, welcher den zweiten Aufnahmeraum bildet, wobei eine umlaufende Seitenwand des zweiten Aufnahmeraums insbesondere durch einen mit dem hinteren Gehäuseteil verbundenen Ring gebildet ist. Hierdurch weist das Gehäuse einen zweiten Aufnahmeraum auf, in welchem der Luftfilter zuverlässig aufgenommen werden kann.

Es ist auch vorgesehen, dass das Gehäuse einen Gehäusedeckel umfasst, durch welchen der zweite Aufnahmeraum verschlossen ist, wobei der Gehäusedeckel das hintere Gehäuseteil insbesondere bis in den Bereich des ersten Aufnahmeraums umgreift. Das Verschließen des zweiten Aufnahmeraums durch einen Gehäusedeckel erlaubt es, den Luftfilter durch ein einfaches Abnehmen des Gehäusedeckels zu wechseln.

Weiterhin ist es vorgesehen, alle unmittelbar benachbarten Gehäuseteile im montierten Zustand verdrehsicher und/oder verschiebesicher miteinander zu verbinden, wobei die unmittelbar benachbarten Gehäuseteile im montierten Zustand insbesondere formschlüssig und/oder unter Zwischenlage eines Dichtungsrings miteinander verbunden sind. Hierdurch werden insbesondere Dichtigkeit und Stabilität des Gehäuses erreicht.

Es ist auch vorgesehen, dass das Farbsprühgerät eine Gehäuseverlängerung umfasst, wobei die Gehäuseverlängerung schwenkbar oder verschiebbar an dem Handgriff angelenkt ist, wobei der Handgriff in einer ausgeklappten Schwenkstellung bzw. in einer ausgeschobenen Schiebestellung der Gehäuseverlängerung verlängert ist. Hierdurch weist das Farbsprühgerät kompakte Packmaße auf und/oder kann für unterschiedlich hohe Farbbehälter so angepasst werden, dass sie bei unterschiedliche hohen Farbbehältern immer einen sicheren Stand aufweist, in welchem das Farbsprühgerät durch den Farbbehälter und den Griff abgestützt ist.

Es ist auch vorgesehen, dass eines der Gehäuseteile oder zwei benachbarte Gehäuseteile einen verschließbaren Aufnahmeraum für einen Energiespeicher bilden. Hierdurch lässt sich ein Energiespeicher vor Umwelteinflüssen geschützt unterbringen.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass an einem der Gehäuseteile oder an zwei benachbarten Gehäuseteilen Kontakte zur Kontaktierung eines Energiespeichers und/oder eines Anschlusskabels angeordnet sind. Hierdurch sind die Kontakte stabil an das Gehäuse angebunden, so dass auch schwere Energiespeicher zuverlässig mit dem Gehäuse verbunden werden können.

Weiterhin ist es vorgesehen, durch das Gehäuse einen Adapter zum Anschluss eines Sprühkopfes zu bilden, wobei der Adapter insbesondere durch das zentrale Gehäuseteil und/oder das vordere Gehäuseteil gebildet ist. Hierdurch ist eine zuverlässige Anbindung des Gebläses an das Gehäuse gewährleistet.

Schließlich ist es vorgesehen, dass das zentrale Gehäuseteil und/oder das vordere Gehäuseteil und/oder das hintere Gehäuseteil und/oder der Gehäusedeckel jeweils längstrennstellenfrei als einteiliges Topfbauteil ausgebildet ist bzw. sind. Durch eine derartige Gestaltung des Gehäuses wird eine hohe Eigenstabilität der Einzelbauteile und des gesamten Gehäuses erreicht.

Im Sinne der Erfindung ist unter einer topfförmigen Ausbildung eines Gehäuseteils eine Formgebung zu verstehen bei welcher das Gehäuseteil eine umlaufende Wandung und einen ringförmigen oder kreisförmigen Boden aufweist. Sämtliche Gehäuseteile sind insbesondere als im Spritzgussverfahren hergestellte Kunststoffbauteile ausgeführt.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand zweier teilweise schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele beschrieben.

Hierbei zeigt:

1: eine geschnittene Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Farbsprühgeräts;

2: eine perspektivische Explosionsansicht der Gehäuseteile des in der 1 gezeigten Farbsprühgeräts;

3: eine um 180° um die Hochachse III gedrehte Ansicht der in der 2 gezeigten Explosionsansicht,

4: einen Handgriff einer zweiten Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Farbsprühgeräts bei eingeklappter Gehäuseverlängerung und

5: den in der 4 gezeigten Handgriff bei ausgeklappter Gehäuseverlängerung.

In der 1 ist ein Farbsprühgerät 1 in geschnittener Seitenansicht gezeigt. Das Farbsprühgerät 1 ist als HVLP-Farbsprühgerät ausgebildet. Das Farbsprühgerät 1 umfasst ein Gehäuse 2, einen Sprühkopf 3 und einen Farbbehälter 4.

Das Gehäuse 2, welches in den 2 und 3 zusammen mit weiteren Komponenten des Farbsprühgeräts 1 in Explosionsansicht aus zwei unterschiedlichen Perspektiven dargestellt ist, umfasst ein zentrales Gehäuseteil 5, ein hinteres Gehäuseteil 6, ein vorderes Gehäuseteil 7, einen Gehäusedeckel 8, eine Endkappe 9 und einen Ring 10.

Durch das Gehäuse 2 bzw. durch das zentrale Gehäuseteil 5 und das vordere Gehäuseteil 7 ist ein Handgriff 11 gebildet. Weiterhin ist durch das Gehäuse 2 bzw. durch das zentrale Gehäuseteil 5 und das hintere Gehäuseteil 6 ein erster Aufnahmeraum 12 für ein Gebläse 13 gebildet. Hierbei umfasst das Gebläse 13 einen Elektromotor 13a und einen Radialverdichter 13b. Schließlich ist durch das Gehäuse 2 bzw. durch das hintere Gehäuseteil 6, den Ring 10 und den Gehäusedeckel 8 ein zweiter Aufnahmeraum 14 für einen Luftfilter 15 gebildet.

Das zentrale Gehäuseteil 5 umfasst einen ersten Gehäuseabschnitt 5a und einen zweiten Gehäuseabschnitt 5b. Der erste Gehäuseabschnitt 5a ist topfförmig ausgebildet und öffnet sich zu dem hinteren Gehäuseteil 6 sowie zu dem vorderen Gehäuseteil 7. Der zweite Gehäuseabschnitt 5b steht in Bezug auf eine durch eine Motorwelle 16 des in dem ersten Gehäuseabschnitt 5a aufgenommenen Gebläses 13 definierte Längsachse 17 radial von dem ersten Gehäuseabschnitt 5a ab und bildet einen ersten Teil 11a des Handgriffs 11. Ein zweiter Teil 11b des Handgriffs 11 ist durch das vordere Gehäuseteil 7 gebildet. Der zweischalige, rohrförmige Handgriff 11 ist endseitig durch die Endkappe 9 verschlossen.

Der erste Gehäuseabschnitt 5a des zentralen Gehäuseteils bildet einen ersten Teil 12a des ersten Aufnahmeraums 12 und ein topfförmiger, zu dem zentralen Gehäuseteil 5 offener, erster Gehäuseabschnitt 6a des hinteren Gehäuseteils 6 bildet einen zweiten Teil 12b des ersten Aufnahmeraums 12. Somit verschließt das hintere Gehäuseteil 6 den ersten Aufnahmeraum 12. Hierbei ist der Radialverdichter 13b des Gebläses 13 in dem zweiten Teil 12b des ersten Aufnahmeraums 12 aufgenommen und der Elektromotor 13a des Gebläses 13 ist in dem ersten Teil 12a des ersten Aufnahmeraums 12 aufgenommen.

An dem hinteren Gehäuseteil 6 ist dem ersten Aufnahmeraum 12 gegenüberliegend ein topfförmiger, offener zweiter Gehäuseabschnitt 6b ausgebildet ist, welcher den zweiten Aufnahmeraum 14 bildet, wobei eine umlaufende Seitenwand 18 des zweiten Aufnahmeraums 14 durch den mit dem hinteren Gehäuseteil 6 verbundenen Ring 10 gebildet ist. Der Ring 10 ist über seine Nasen 19a, 19b, welche in Ausnehmungen 20a, 20b eines Bodens 21 des hinteren Gehäuseteils 6 greifen, mit diesem verbunden (siehe 3). Durch den Gehäusedeckel 8 ist der zweite Aufnahmeraum 14 verschlossen. Der Gehäusedeckel 8 umgreift das hintere Gehäuseteil 6 derart, dass dieser mit seiner Innenwand 22 an Rippen 23 anliegt, welche sternförmig an einer Außenwand 24 des Gehäuseteils 6 angeordnet sind. Hierbei ist der Gehäusedeckel 8 rastend mit dem hinteren Gehäuseteil 6 verbunden. Hierzu weist das hintere Gehäuseteil 6 zwei Rastnasen 25a, 25b auf, welche im zusammengebauten Zustand in zwei Ausnehmungen 26a, 26b des Gehäusedeckels 8 greifen. Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es auch vorgesehen, den Ring 10 und das hintere Gehäuseteil 6 als einteiliges Bauteil auszubilden. Wie die 3 zeigt umfasst das hintere Gehäuseteil 6 auch einen Schalldämpfer 35. Von dem Schalldämpfer 35 ist eine Vielzahl von nur exemplarisch bezeichneten Öffnungen 36 erkennbar. Die Öffnungen 36 sind im zusammengebauten Zustand des Farbsprühgeräts 1 von dem in dem Ring 10 aufgenommenen Luftfilter 15 verdeckt.

Das zentrale Gehäuseteil 5 und das hinteren Gehäuseteil 6 sind mit einem umlaufenden Rand 27 des ersten Gehäuseabschnitts 5a und einem umlaufenden Rand 28 des ersten Gehäuseabschnitts 6a so aufeinander abgestimmt, dass die Ränder 27, 28 wie Nut und Feder formschlüssig ineinander greifen und sich die beiden Gehäuseteile 5, 6 in zusammengefügten Zustand so gegenseitig stabilisieren. Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, zwischen den Gehäuseteilen 6 und 7 einen Dichtungsring anzuordnen. Hierdurch wird eine Weiterleitung von Schwingungen reduziert und hierdurch wird eine gute Abdichtung des ersten Aufnahmeraums 12 gegenüber der Umgebung erreicht.

Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, das Farbsprühgerät 1 mit einer Gehäuseverlängerung auszustatten. Die Gehäuseverlängerung ist hierbei schwenkbar oder verschiebbar an dem Handgriff 11 angelenkt, wobei der Handgriff 11 in einer ausgeklappten bzw. ausgeschobenen Stellung der Gehäuseverlängerung verlängert ist. Alternativ ist es auch vorgesehen, eine Anpassung einer Länge des Handgriffs an eine Höhe der Farbbehälters 4 dadurch vorzunehmen, dass eine verbaute Endkappe mit einer ersten Höhe gegen eine Endkappe mit einer zweiten Höhe ausgetauscht wird. Insoweit ist es vorgesehen, dass das Farbsprühgerät wenigstens zwei Endkappen umfasst, welche in Abhängigkeit von dem verwendeten Farbbehälter verbaut werden.

Das vordere Gehäuseteil 7 bildet einen Aufnahmeraum 29 für einen Energiespeicher 30. Dieser Aufnahmeraum 29 ist durch die Endkappe 9 verschließbar. In dem Handgriff 11 sind nicht dargestellter Kontakte angeordnet, wobei die Kontakte mit dem vorderen Gehäuseteil 7 verbunden sind und der Energiespeicher 30 beim vollständigen Einschieben mit den Kontakten elektrisch kontaktiert wird.

Durch das Gehäuse 2 bzw. das zentrale Gehäuseteil 5 und das vordere Gehäuseteil 7 ist ein Adapter 31 zum Anschluss des Sprühkopfes 3 gebildet. Durch ein gegeneinander Verdrehen von Sprühkopf 3 und Gehäuse 2 um eine durch eine Düsennadel 32 definierte Längsachse 33 lassen sich der Sprühkopf 3 und das Gehäuse 2 kuppeln bzw. trennen. Zwischen dem zentralen Gehäuseteil 5 und dem vorderen Gehäuseteil 7 ist ein Stellring 34 verdrehbar um die Längsachse 33 aufgenommen. Durch ein Verdrehen des Stellrings 34 ist ein nicht dargestellter elektrischer Schalter betätigbar, durch welchen der Elektromotor 13a ein- und ausschaltbar ist. Durch die Längsachse 33 der Düsennadel 32 ist auch eine Sprührichtung x definiert, in welche nicht dargestellte Farbe von dem Farbsprühgerät 1 ausgestoßen wird.

In den 4 und 5 ist ein Handgriff 111 eines zweiten Farbsprühgeräts 101 in Seitenansicht gezeigt. Eine Endkappe 109 des Handgriffs 111 umfasst eine Gehäuseverlängerung 136, welche als schwenkbare Stütze 137 ausgeführt ist. Die Stütze 137 ist um eine senkrecht in die Zeichnungsebene hineinragende Schwenkachse 138 aus einer in der 4 gezeigten, ersten Schwenkstellung 139 in eine in der 5 gezeigte, zweite Schwenkstellung 140 um etwa 180° schwenkbar. Hierbei ist die Stütze 137 in den beiden Schwenkstellungen 139, 140 rastend fixiert, so dass diese sowohl in der Schwenkstellung 139 als auch in der Schwenkstellung 140 ihre Position sicher hält. In der ausgeklappten Schwenkstellung 140 bildet ein freies Ende 137a der Stütze 137 eine Standfläche 141, auf welcher sich das Farbsprühgerät 101 im abgestellten Zustand auf einem Untergrund abstützt. In der eingeklappten Schwenkstellung 139 ist das Farbsprühgerät 101 an die Verwendung eines niedrigen Farbbehälters angepasst. In der ausgeklappten Schwenkstellung 140 ist das Farbsprühgerät 101 an die Verwendung eines hohen Farbbehälters angepasst.

Bezugszeichenliste

1
Farbsprühgerät
2
Gehäuse
3
Sprühkopf
4
Farbbehälter
5
zentrales Gehäuseteil
5a
erster Gehäuseabschnitt von 5
5b
zweiter Gehäuseabschnitt von 5
6
hinteres Gehäuseteil
6a
erster Gehäuseabschnitt von 6
6b
zweiter Gehäuseabschnitt von 6
7
vorderes Gehäuseteil
8
Gehäusedeckel
9
Endkappe
10
Ring
11
Handgriff
11a
erster Teil von 11
11b
zweiter Teil vom 11
12
erster Aufnahmeraum
12a
erster Teil von 12
12b
zweiter Teil von 12
13
Gebläse
13a
Elektromotor
13b
Radialverdichter
14
zweiter Aufnahmeraum
15
Luftfilter
16
Motorwelle
17
Längsachse
18
Seitenwand
19a, 19b
Nase von 10
20a, 20b
Ausnehmung in 21 von 6
21
Boden von 6
22
Innenwand von 8
23
Rippe an 6
24
Außenwand von 6
25a, 25b
Rastnasen an 6
26a, 26b
Ausnehmungen an 9
27
umlaufender Rand von 5a
28
umlaufender Rand von 6a
29
Aufnahmeraum für 27
30
Energiespeicher
31
Adapter
32
Düsennadel
33
Längsachse von 29
34
Stellring
35
Schalldämpfer
35a
Öffnung von 35
101
Farbsprühgerät
109
Endkappe
111
Handgriff
136
Gehäuseverlängerung
137
schwenkbare Stütze
137a
freies Ende von 137
138
Schwenkachse von 137
139
erste Schwenkstellung von 137
140
zweite Schwenkstellung von 137
141
Standfläche von 137
x
Sprührichtung
III
Hochachse

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 202005005054 U1 [0002]