Title:
Beschichtungsgestell
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Beschichtungsgestell (10) zur Lagerung von Gegenständen, insbesondere von Kleinteilen, beim Beschichten, insbesondere beim Lackieren, Besprühen, Tauchbeschichten und/oder Pulverbeschichten. Das Beschichtungsgestell (10) weist einen Rahmen und wenigstens einen mit dem Rahmen (11) verbundenen Halter (13, 23) auf, wobei der Rahmen wenigstens einen Tragabschnitt (14, 24) zur Verbindung mit dem wenigstens einen Halter (13, 23) aufweist. Das erfindungsgemäße Beschichtungsgestell (10) zeichnet sich dadurch aus, dass der wenigstens eine Halter (13, 23) lösbar mit dem Rahmen (11) verbunden ist.





Inventors:
Kulgemeyer, Bernd (49124, Georgsmarienhütte, DE)
Application Number:
DE102016107133A
Publication Date:
10/19/2017
Filing Date:
04/18/2016
Assignee:
Jürgen Emptmeyer GmbH, 49152 (DE)
International Classes:
B05B13/02
Domestic Patent References:
DE60010779T2N/A2005-05-25
Foreign References:
GB2517687A2015-03-04
51470501992-09-15
26523591953-09-15
Attorney, Agent or Firm:
Meissner Bolte Patentanwälte Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, 49074, Osnabrück, DE
Claims:
1. Beschichtungsgestell zur Lagerung von Gegenständen, insbesondere von Kleinteilen, beim Beschichten, insbesondere beim Lackieren, Besprühen, Tauchbeschichten und/oder Pulverbeschichten, mit einem Rahmen und wenigstens einem mit dem Rahmen (11) verbundenen Halter (13, 23), wobei der Rahmen wenigstens einen Tragabschnitt (14, 24) zur Verbindung mit dem wenigstens einen Halter (13, 23) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Halter (13, 23) lösbar mit dem Rahmen (11) verbunden ist.

2. Beschichtungsgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Tragabschnitt (14, 24) lösbar mit dem Rahmen (11) verbunden ist.

3. Beschichtungsgestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Tragabschnitt (14, 24) mittels einer Steckverbindung, Klemmverbindung, Rastverbindung und/oder durch Formschluss mit dem Rahmen (11) verbunden ist.

4. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Tragabschnitt (14, 24) als Querträger ausgebildet ist, wobei vorzugsweise sich der Tragabschnitt (14, 24) zumindest im Wesentlichen über die gesamte Breite des Rahmens (11) erstreckt.

5. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragabschnitt (14, 24) mittels wenigstens eines Adapterstücks mit dem Rahmen (11) verbunden ist.

6. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Tragabschnitt (14, 24) stangenförmig und/oder stabförmig und/oder plattenförmig ausgebildet ist, vorzugsweise als langgestrecktes Element.

7. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragabschnitt (24) stangenförmig mit einem rechteckigen oder polygonalen Querschnitt ausgebildet ist, vorzugsweise mit quadratischem Querschnitt.

8. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Halter (13, 23) eine Halteraussparung (20, 30) aufweist, vorzugsweise als Randaussparung und/oder Durchbruch.

9. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem wenigstens einen Halter (13, 23) und dem Rahmen (11) und/oder dem Tragabschnitt (14, 24) als Steckverbindung, Klemmverbindung, Rastverbindung ausgebildet und/oder durch Formschluss hergestellt ist.

10. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Halter (13, 23) wenigstens einen insbesondere hakenförmigen Halterabschnitt (18, 28), vorzugsweise zwei voneinander beanstandete, insbesondere hakenförmige Halterabschnitte (18, 28) zum Verbinden mit dem Tragabschnitt (14, 24) aufweist.

11. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Tragabschnitt (14, 24) mehrere Halteraussparungen (20, 30), vorzugsweise Öffnungen und/oder Durchbrüche, zur lösbaren Befestigung wenigstens eines Halters (13, 23), bevorzugt mittels Halterabschnitten (18, 28), aufweist, insbesondere durch Einhaken, Einstecken, Einrasten oder ähnliches.

12. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, insbesondere zwei Halterabschnitte (18, 28) eines Halters (13, 23) zur Befestigung des Halters (13, 23) mit korrespondierenden Halteraufnahmen (21) des Tragabschnitts (14, 24) in Eingriff gebracht sind.

13. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteraufnahmen (21) des Tragabschnitts (14, 24), vorzugsweise die Öffnungen und/oder Durchbrüche, in regelmäßigen Abständen angeordnet sind.

14. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Halter (13, 23) wenigstens eine Halteraussparung (20, 30) aufweist, insbesondere wenigstens eine Öffnung und/oder einen Durchbruch, wobei die Halteraussparung (20, 30) mit dem Querschnitt des Tragabschnitts (14, 24) korrespondiert, vorzugsweise formschlüssig.

15. Beschichtungsgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (11) wenigstens eine Lagerungsvorrichtung zum Aufhängen und/oder Aufstellen aufweist, insbesondere wenigstens eine Öse (12), einen Haken, einen Fuß, eine Bodenplatte oder ähnliches.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Beschichtungsgestell gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Beim Beschichten von Gegenständen, insbesondere von Kleinteilen, werden Beschichtungsgestelle, wie die hier angesprochenen, verwendet. Der entsprechende Gegenstand wird dabei mittels eines geeigneten Halteelements so gelagert, dass die Auflagefläche möglichst klein ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass minimale Flächen bei der Beschichtung ausgespart werden.

Beispielsweise werden derartige Halteelemente, insbesondere in Form von Halteklammern, Haltenadeln und/oder Haltedrähten, mit dem zu beschichtenden Gegenstands verbunden, insbesondere in vorgesehene Öffnungen eingesteckt, so dass die Auflagefläche minimal ist. Die entsprechenden Halteelemente werden dabei in oder an Haltern gelagert, die fest mit dem Beschichtungsgestell verbunden sind. Typischerweise handelt es sich bei den Haltern um sogenannte Aufsteckröhrchen mit einem hülsenartigen Abschnitt zur Aufnahme eines Halteelements. Dabei kann zusätzlich eine Kappe aus flexiblem Material zur besseren Fixierung verwendet werden.

Die Halter werden zur Einrichtung des Beschichtungsgestells mittels hervorstehender Laschen dauerhaft an entsprechenden Tragabschnitten des Rahmens befestigt. Dies erfolgt üblicherweise durch Anschweißen, insbesondere durch Punktschweißen. So wird der entsprechende Rahmen des Beschichtungsgestells mit Haltern in der gewünschten Anordnung und Anzahl versehen, die für die Belange des Anwenders geeignet sind.

Die aus dem Stand der Technik bekannten Beschichtungsgestelle zur Lagerung von Gegenständen, insbesondere von Kleinteilen, zum Beschichten weisen demnach in der Regel einen Rahmen oder Halterahmen auf und wenigstens einen mit dem Rahmen verbundenen Halter. Typischerweise handelt es sich dabei um mehrere oder sogar eine Vielzahl von Haltern, die mit dem Rahmen verbunden sind. Der Rahmen weist wenigstens einen Tragabschnitt zur Verbindung mit dem wenigstens einen Halter auf.

Nachteilig an den bekannten Beschichtungsgestellen ist, dass die Halter nach Befestigung durch das vorgesehene Verschweißen dauerhaft befestigt sind. Ein Umbau eines Beschichtungsgestells erfordert folglich zwangsläufig einen hohen Aufwand zur Auftrennung der Schweißstellen und deren Neuausbildung. Um dennoch Beschichtungsgestelle für verschiedene Einsatzszenarien vorsehen zu können, beispielsweise bei unterschiedlich großen oder unterschiedlich geformten zu beschichtenden Gegenständen, ist die Erstellung und Bevorratung vieler unterschiedlich konfigurierter Beschichtungsgestelle erforderlich.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht daher darin, ein neues Beschichtungsgestell zu entwickeln, das die vorbeschriebenen Nachteile beseitigt. Insbesondere soll es einen flexibleren Einsatz als bisher ermöglichen.

Ein Beschichtungsgestell mit den Merkmalen der Anspruchs 1 löst diese Aufgabe. Demnach zeichnet sich das Beschichtungsgestell dadurch aus, dass der wenigstens eine Halter lösbar mit dem Rahmen verbunden ist. Das Lösen kann abhängig von der Art der Verbindung werkzeuglos oder auch mittels eines Werkzeugs erfolgen. Es wird insbesondere statt des üblichen Anschweißens eine lösbare Verbindung des Halters mit dem Rahmen vorgesehen. Dies bietet den Vorteil, dass der wenigstens eine Halter vom Rahmen wieder entfernt werden kann, ohne beispielsweise eine Schweißnaht oder eine andere dauerhafte Verbindung, wie eine Klebestelle oder ähnliches, öffnen zu müssen. Somit kann das Beschichtungsgestell mit den daran befestigten Haltern auf einfache Weise rekonfiguriert werden. Dementsprechend können die Halter am Beschichtungsgestell in unterschiedlichen Anordnungen mit dem Rahmen verbunden werden. Somit kann verschiedenen oder sich ändernden Anforderungen an das Beschichtungsgestell flexibel entsprochen werden.

Vorzugsweise ist der Tragabschnitt zum Verbinden der Halter lösbar mit dem Rahmen verbunden. Vorteilhaft ist aber die lösbare Befestigung, da damit auch ein Umbau beziehungsweise auch eine unterschiedliche Anordnung des wenigstens einen Tragabschnitts am Rahmen ermöglicht wird. Somit kann beispielsweise bei unterschiedlich großen Gegenständen entsprechend Platz im Rahmen geschaffen werden. Alternativ kann der Tragabschnitt aber auch ein dauerhaft mit dem Beschichtungsgestell verbundenes Bauteil sein. Die Halter werden erfindungsgemäß in jedem Fall lösbar mit dem Tragabschnitt beziehungsweise dem Rahmen verbunden.

Der wenigstens eine Tragabschnitt ist insbesondere mittels einer Steckverbindung, Rastverbindung und/oder Klemmverbindung und/oder durch Formschluss mit dem Rahmen verbunden. Derartige Verbindungsarten sind besonders dazu geeignet, eine sichere, aber lösbare Verbindung herzustellen. Dabei wird insbesondere vermieden, dass sich der Tragabschnitt ungewollt vom Rahmen löst.

Der Tragabschnitt ist besonders bevorzugt als Querträger ausgebildet. Dies bedeutet, dass der Tragabschnitt zumindest im Wesentlichen in horizontaler Richtung am Tragrahmen angeordnet ist. Der Tragabschnitt wird dabei vorzugsweise im freien Bereich des Rahmens angeordnet. Dies stellt sicher, dass die zu beschichtenden Gegenstände möglichst frei bei der Beschichtung aufgehängt sein können. Alternativ kann der Tragabschnitt auch als vertikal oder als schräg bezüglich des Rahmens verlaufendes Element ausgebildet sein. Dies hängt von der einzelnen Ausgestaltung des Beschichtungsgestells und des entsprechenden Tragabschnitts ab. Besonders bevorzugt erstreckt sich der wenigstens eine Tragabschnitt zumindest im Wesentlichen über die gesamte Breite des Rahmen. So kann die vom Rahmen bereitgestellte freie Breite optimal ausgenutzt werden. Dabei kann sich der Tragabschnitt insbesondere innerhalb des Innenbereichs des Rahmens erstrecken. Insbesondere kann es sich im Wesentlichen von einem seitlichen Rahmenteil zu einem anderen seitlichen Rahmenteil erstrecken.

Vorzugsweise ist der wenigstens eine Tragabschnitt mittels wenigstens eines Adapterstücks mit dem Rahmen verbunden. Ein derartiges Adapterstück kann insbesondere dann sinnvoll oder vorgesehen sein, wenn der Tragabschnitt an einem üblichen Halterahmen nachgerüstet wird, der nicht für die lösbare Befestigung vorgesehen ist. Auch lassen sich hiermit Vorteile beim Austausch einzelner Komponenten erzielen. So lassen sich derartige Tragabschnitte gegebenenfalls mittels entsprechender Adapterstücke mit unterschiedlich ausgestalteten Rahmen verbinden.

Weiter bevorzugt ist der wenigstens eine Tragabschnitt stangenförmig und/oder stabförmig und/oder plattenförmig ausgebildet. Weiter bevorzugt handelt es sich bei dem Tragabschnitt um ein langgestrecktes Element. Damit wird einerseits erreicht, dass möglichst viele Halter gleichzeitig am Tragabschnitt angeordnet werden können. Andererseits kann aber auch sichergestellt werden, dass der Tragabschnitt eine möglichst kleine Oberfläche aufweist, um möglichst wenig Beschichtungsmaterial statt des zu beschichtenden Gegenstandes aufzunehmen.

In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der Tragabschnitt stangenförmig mit einem rechteckigen oder polygonalen Querschnitt ausgebildet, besonders bevorzugt einem quadratischen Querschnitt. Hierdurch kann eine verdrehsichere Befestigung der Halter am Tragabschnitt erreicht werden.

Die Verbindung zwischen dem wenigstens einen Halter und dem Rahmen beziehungsweise Tragabschnitt ist besonders bevorzugt als Steckverbindung und/oder Klemmverbindung und/oder Rastverbindung ausgebildet, und/oder wird durch Formschluss erreicht. Derartige Befestigungsarten stellen einerseits eine stabile Befestigung sicher. Andererseits sorgen sie dafür, dass ein ungewolltes Lösen verhindert wird.

Der wenigstens eine Halter weist besonders bevorzugt wenigstens eine Halteaussparung auf, insbesondere als Randaussparung und/oder Durchbruch. Mittels dieser Halteaussparung lässt sich der Halter lösbar mit dem Tragabschnitt verbinden.

Der Halter weist vorzugsweise wenigstens einen Halteabschnitt zur Herstellung der Verbindung mit dem Tragabschnitt auf, vorzugsweise als Haltelaschen. Der Halteabschnitt mit der Halteraussparung kann insbesondere hakenförmig ausgebildet sein. Weiter bevorzugt handelt es sich um zwei hakenförmige Halteabschnitte. Die vorzugsweise hakenförmigen Halteabschnitte sind zum Verbinden mit dem Tragabschnitt vorgesehen. Bei zwei oder mehr Halteabschnitte sind diese vorzugsweise voneinander beabstandet. Hakenförmige Halteabschnitte eignen sich besonders dazu, in den oder an dem Tragabschnitt eingehängt zu werden. Somit kann auf einfache Weise eine sichere Verbindung des Halters mit dem Tragabschnitt erreicht werden. Zwei oder mehr voneinander beabstandete Halteabschnitte verhindern dabei außerdem eine Verkippung des Halters relativ zum Tragabschnitt.

Besonders bevorzugt weist der wenigstens eine Tragabschnitt mehrere Tragaussparungen, vorzugsweise als Öffnungen und/oder Durchbrüche, zur lösbaren Befestigung der Halter auf. Insbesondere kann ein derartiges Befestigen eines Halters durch Einhaken, Einstecken, Einrasten oder auf ähnliche Weise erfolgen. Dazu wird der Halter insbesondere mit entsprechenden Halteabschnitten, vorzugsweise den hakenförmigen Halteabschnitten, in die entsprechenden Tragaussparungen eingesetzt. Insbesondere erfolgt dies durch Einhängen der hakenförmigen Halteabschnitte in einen Randbereich einer als Durchbruch ausgebildeten Tragaussparung. Idealerweise ist die Verbindung formschlüssig. Damit kann auf einfache Weise eine sichere Verbindung zwischen einem Halteabschnitt des Halters und dem Tragabschnitt erreicht werden.

Vorzugsweise werden gleichzeitig wenigstens zwei Halteabschnitte mit dem Tragabschnitt verbunden, weiter bevorzugt mit entsprechenden Tragaussparungen. Insbesondere kann es sich dabei um ein gleichzeitiges Einbringen und/oder in Eingriff bringen der Halteabschnitte in die Tragaussparungen handeln. Damit wird eine besonders sichere Befestigung erreicht.

Vorzugsweise sind die Tragaussparungen des Tragabschnitts in regelmäßigen Abständen zueinander angeordnet. Damit wird eine freie Positionierung der Halter sichergestellt, beziehungsweise zumindest in den vorgegebenen Rasterabständen. Damit die Tragaussparungen beidseitig des Tragabschnitts verwendbar sind, sind diese vorzugsweise als Durchbrüche ausgestaltet. So können beidseitig des Tragabschnitts Halter eingesetzt werden.

Der wenigstens eine Halter weist wenigstens eine Halteaussparung in Form einer Öffnung und/oder eines Durchbruchs auf. Die Halteraussparung korrespondiert insbesondere mit dem äußeren Querschnitt des Tragabschnitts. Sofern es sich bei dem Tragabschnitt beispielsweise um einen rechteckigen, polygonalen beziehungsweise quadratischen Querschnitt handelt, sind die Halteaussparungen hierzu insbesondere formschlüssig ausgebildet. Somit kann ein Aufstecken der Halter auf den Tragabschnitt erfolgen. Die Halter sind damit verdrehsicher mit diesem verbunden.

In der bevorzugten Ausführung der Erfindung weist der Halterahmen wenigstens eine Vorrichtung zum Aufhängen auf. Insbesondere handelt es sich dabei um wenigstens eine Öse, einen Haken oder ähnliches. Damit kann der Halterahmen in geeigneter Weise aufgehängt werden. Ebenso kann der Halterahmen wenigstens eine Vorrichtung zum Aufstellen aufweisen. Hierzu kann beispielsweise ein Fuß, eine Bodenplatte oder ähnliches vorgesehen sein.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen näher beschrieben. In diesen zeigen:

1 ein erfindungsgemäßes Beschichtungsgestell in einer Frontalansicht,

2 das Beschichtungsgestell der 1 in einer perspektivischen Darstellung,

3 eine perspektivische Ansicht eines Halters für das Beschichtungsgestell des ersten Ausführungsbeispiels,

4 eine Seitenansicht des Halters der 3,

5 eine weitere Seitenansicht der 4,

6 eine Detaildarstellung eines Adapterstücks,

7 eine perspektivische ausschnittsweise Darstellung des Tragabschnitts mit Haltern und Adapterstücken,

8 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Beschichtungsgestells in einer Frontalansicht,

9 das Beschichtungsgestell der 8 in einer perspektivischen Ansicht,

10 einen erfindungsgemäßen Halter des zweiten Ausführungsbeispiels gemäß 8 und 9,

11 den Halter der 10 in einer Seitenansicht,

12 den Halter der 10 in einer weiteren Seitenansicht, und

13 eine perspektivische ausschnittsweise Darstellung des Tragabschnitts mit Haltern und Adapterstücken der Komponenten am Tragabschnitt des zweiten Ausführungsbeispiels der 8 und 9.

Die beiden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen Beschichtungsgestelle 10, die auch als Lackiergestelle bezeichnet werden können.

In den 1 bis 7 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die 8 bis 12 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Grundsätzlich sind die Ausführungsbeispiele auf Grund der modularen Bauweise miteinander kombinierbar. Insofern können auch unterschiedliche Komponenten, beispielsweise in einem einzigen Beschichtungsgestell 10 verwendet werden.

Die 1 und 2 und auch die 8 und 9 zeigen jeweils Beschichtungsgestelle 10, die einen Rahmen 11 aufweisen. Dieser Rahmen 11 ist in diesem Fall als geschlossener umlaufender Rahmen ausgebildet. Der Rahmen 11 ist typischerweise aus Metall gebildet, in der Regel einem umlaufenden Metallstab.

Um das Beschichtungsgestell 10 zum Beschichten der daran zu befestigenden Gegenstände frei, beispielsweise in einer Lackierkammer positionieren zu können, sind oben an dem Rahmen 11 jeweils 2 Ösen 12 vorgesehen. Alternativ können hierzu auch Füße zum Abstellen, hakenförmige Elemente oder Ähnliches vorgesehen sein, um einen derartigen Rahmen 11 stabil lagern zu können. Auch können Elemente, wie die Ösen 12 entfallen, wobei dann der Rahmen 11 selber zum Aufhängen verwendet werden muss.

Die hier gezeigten sogenannten Halter 13 werden auch als sogenannte Aufsteckröhrchen bezeichnet. Die Halter 13 nehmen die eigentlichen Halteelemente in Form hier nicht gezeigter Halteklammern, Haltenadeln, Haltedrähten oder ähnlichem zur Befestigung der zu beschichtenden Gegenstände auf, insbesondere durch Aufhängen.

Die Halter 13 werden im Ausführungsbeispiel erfindungsgemäß am entsprechenden Tragabschnitt 14 am Rahmen 11 lösbar befestigt. Um den Tragabschnitt 14 wiederum mit dem Rahmen 11 zu verbinden, sind hier Adapterstücke 15 vorgesehen. Diese Adapterstücke 15 dienen dazu, im freien Innenbereich des Rahmens 11 angeordnete Tragwinkel 16 mit dem entsprechenden Tragabschnitt 14 verbinden zu können.

Um eine Verbindung zwischen dem Tragabschnitt 14, 24 und dem entsprechenden Tragwinkel 16 herstellen zu können, weisen die Adapterstücke 15, 25 an der Unterseite wenigstens eine Aussparung auf, hier in Form einer in 6 skizzierten Bohrung 22. In diese Bohrung 22 kann der entsprechende Tragwinkel 16 eingeführt werden. Umgekehrt kann das Adapterstück 15, 25 auf den entsprechenden Tragwinkel 16 aufgesteckt werden. Durch hinreichend tiefe und/oder passgenaue Ausführung der Bohrung 22 wird ein verkippungsfreier Halt des Adapterstücks 15, 25 auf dem jeweiligen Tragwinkeln 16 erreicht.

Je nach Ausführung des Tragabschnitts 14, 24 können diese Adapterstücke 15, 25 aber auch entfallen. Gegebenenfalls können die Adapterstücke 15, 25 aber auch direkt mit dem Tragabschnitt 14 oder auch mit dem Rahmen 11 beziehungsweise den Tragwinkeln 16 verbunden sein, gegebenenfalls dauerhaft. In ähnlicher Weise kann der Tragabschnitt 14, 24 selber entsprechende Bohrungen 22 oder ähnliches zur Verbindung mit dem Rahmen 11 aufweisen.

Die Adapterstücke 15, 25 weisen hier Tragabschnittaufnahmen 17, 27 auf. Diese Tragabschnittaufnahmen 17, 27 sind hier jeweils als schlitzförmige seitliche Aussparungen der Adapterstücke 15, 25 ausgebildet. Gegebenenfalls können die Tragabschnittaufnahmen 17, 27 das jeweilige Adapterstück 15, 25 beispielsweise auch vollständig schlitzförmig oder in Form eines Durchbruchs durchtreten.

Im vorliegenden Fall sind die Adapterstücke 15, 25 als zylinderförmige Elemente ausgebildet. Es lassen sich aber ohne Weiteres auch geeignete andere Formen, wie beispielsweise quaderförmige, polyedrische oder andere Grundformen einsetzen.

Zur Befestigung der Halter 13, 23 am entsprechenden Tragabschnitt 14, 24 des Rahmens 11 sind entsprechende Halterabschnitte 18, 28 vorgesehen. Diese Halterabschnitte 18, 28 sind hier als laschenförmige Fortsetzungen der Halter 13, 23 beziehungsweise in Form von Haltelaschen ausgebildet. Diese Gestaltung wird durch die Art der Herstellung der Halter 13, 23 aus umgeformten Flachmaterial wie beispielsweise Blech vorgegeben, kann aber auch auf andere Weise erfolgen. Hierdurch sind zwei im Wesentlichen parallel verlaufende laschenartige Halteabschnitte 18, 28 am Halter 13, 23 ausgebildet.

Die Halterabschnitte 18, 28 schließen sich an die ausgebildeten, zur Aufnahme entsprechender Halteklammern für zu beschichtende Gegenstände ausgebildete Aufnahmen in Form von Hülsen 19, 29 an. Typischerweise wird nämlich zur Lagerung eines zu beschichtenden Gegenstandes an einem derartigen Halter 13, 23 auf diesen einen Kappe, beispielsweise aus einem flexiblen Kunststoffmaterial, aufgesetzt. In eine schlitzförmige Öffnung diese Kappe wird eine Halteklammer oder Ähnliches in die entsprechende Hülse 19, 29 hineingesteckt. An die Halteklammer kann dann der entsprechende Gegenstand aufgehängt werden, so dass die Beschichtung erfolgen kann.

Die Halter 13, 23 werden jeweils an den entsprechenden Tragabschnitten 14, 24 lösbar befestigt.

Im ersten Ausführungsbeispiel der 1 bis 7 werden dazu die Halterabschnitte 18 in damit korrespondierende Halteraufnahmen 21 am Tragabschnitt 14 eingesetzt. Die Halteraufnahmen 21 sind dazu als schlitzförmige Aussparungen am Tragabschnitt 14 ausgebildet. Außerdem sind an den Halterabschnitten 18 schlitzförmige Aussparungen, die sogenannten Halteraussparungen 20, vorgesehen, die über den Rand der schlitzförmigen Halteraufnahmen 21 am Tragabschnitt 14 eingreifen.

Diese Halteraufnahmen 21 sind in regelmäßigen Abständen am Tragabschnitt 14 ausgebildet. Konkret handelt es sich um schlitzförmige Durchbrüche durch den Tragabschnitt 14. Die Halteraufnahmen 21 am Tragabschnitt 14 können jeweils paarweise den gleichen Abstand aufweisen, damit eine beliebige Anordnung der Halter 13 ermöglicht wird. Alternativ können auch immer zwei der Halteraufnahmen 21 am Tragabschnitt 14 mit einem Abstand entsprechend dem Abstand der Halterabschnitte 18 ausgebildet sein. Die Abstände zu weiteren paarweise angeordneten Halteraufnahmen 21 können dann größer oder kleiner sein. Somit werden bestimmte Positionierungen der Halter 13 am Tragabschnitt 14 vorbestimmt.

Die beiden als Schlitze ausgearbeiteten Halteraussparungen 20 am Halterabschnitt 18 umschließen dabei beidseitig den Randbereich des Tragabschnitts 14 an den entsprechenden als Durchbrüche ausgebildeten Halteraufnahmen 21 des Tragabschnitts 14. Durch das Hindurchstecken der Halterabschnitte 18 durch die Halteraufnahmen 21 hindurch wird außerdem ein seitliches Verkippen der Halter 13 verhindert. Die Halter 13 sind damit sicher am Tragabschnitt 14 gelagert.

Die Halter 13 können durch die Ausbildung der Halteraufnahmen 21 als Durchbrüche durch den Tragabschnitt 14 von beiden Seiten angesteckt werden. Dementsprechend kann ein beidseitiges Bestücken des Beschichtungsgestells 10 mit Haltern 13 erfolgen. Die Halter 13 können dazu alternierend oder in beliebigen anderen Anordnungen am Tragabschnitt 14 lösbar befestigt werden. Ein flexibles Umkonfigurieren des Beschichtungsgestells 10 ist damit auf einfache Weise jederzeit möglich.

Beim Ausführungsbeispiel der 8 bis 12 ist der Tragabschnitt 14 stangenförmig ausgebildet. In diesem Fall handelt es sich um eine Vierkantstange mit quadratischem Querschnitt. Alternativ können grundsätzlich auch beliebige rechteckige oder polygonale Querschnitte verwendet werden. Auch der hier verwendete rechteckige Querschnitt dient dazu, eine Verdrehsicherheit für die aufgesteckten Halter 23 zu erreichen.

Hierzu sind die Halter 23 mit einer Halteraussparung 30 in Form eines Durchbruchs ausgebildet. Die Halteraussparung 30 korrespondiert mit dem Querschnitt des entsprechenden Tragabschnitts 24, idealerweise formschlüssig. Dementsprechend handelt es sich bei einem quadratischen Querschnitt um eine quadratische Halteraussparung 30. Durch Formschlüssigkeit wird dabei erreicht, dass der Halter 23 verdreh- und verkippsicher auf den Tragabschnitt 24 aufgesteckt werden kann. Hierzu werden die entsprechenden Halter 23 in der gewünschten Reihenfolge und Ausrichtung auf den Tragabschnitt 24 von einem oder beiden Enden her aufgesteckt.

Die Adapterstücke 25 dienen dazu, die Endbereiche des Tragabschnitts 24 aufzunehmen und am Rahmen 11 zu lagern. Gleichzeitig ermöglichen Sie, das Aufstecken und Entfernen der Halter 23.

Sofern für alle Bestandteile des Beschichtungsgestells 10 elektrisch leitfähige Materialien, insbesondere Metalle, verwendet werden, kann dafür gesorgt werden, dass das gesamte Beschichtungsgestell ebenfalls elektrisch leitfähig ist. Dies ist uns insbesondere bei Pulverbeschichtung oder Sprühvorgängen erforderlich, um elektrostatische Aufladungen ableiten zu können.

Aufgrund der universellen Einsetzbarkeit der Adapterstücke 15, 25 mit den Tragwinkeln 16 lassen sich unterschiedliche Ausbildungen der Erfindung miteinander kombinieren. Es kann auch bei einem einzigen Beschichtungsgestell 10 eine Kombination unterschiedlicher Lösungen erfolgen.

Bezugszeichenliste

10
Beschichtungsgestell
11
Rahmen
12
Öse
13
Halter
14
Tragabschnitt
15
Adapterstück
16
Tragwinkel
17
Tragabschnittaufnahme
18
Halteabschnitt
19
Hülse
20
Halteraussparung
21
Halteraufnahme
22
Bohrung
23
Halter
24
Tragabschnitt
25
Adapterstück
27
Tragabschnittaufnahme
28
Halteabschnitt
29
Hülse
30
Halteraussparung