Title:
Schwenkbares Anbauteil
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die Erfindung betrifft ein schwenkbares Anbauteil (1), insbesondere für ein Kraftfahrzeug (2), mit einem Anbauteil, welches mittels einer Scharniervorrichtung (4) an einem feststehenden Bauteil (3) schwenkbar angelenkt ist, wobei die Scharniervorrichtung (4) einen Rahmen (5) aufweist, welcher verschwenkbar angeordnet ist, wobei das Anbauteil (1) auf dem Rahmen (5) aufliegt und mit diesem verbunden ist.





Inventors:
Geißenhöner, Kai (98529, Suhl, DE)
Application Number:
DE102016106809A
Publication Date:
10/19/2017
Filing Date:
04/13/2016
Assignee:
Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, 70435 (DE)
International Classes:
B62D25/10; B62D25/12; B62D65/06; E05D11/00
Domestic Patent References:
DE10213131C1N/A2003-07-31
Foreign References:
EP15414512010-08-18
Claims:
1. Schwenkbares Anbauteil (1), insbesondere für ein Kraftfahrzeug (2), wobei das Anbauteil (1) mittels einer Scharniervorrichtung (4) an einem feststehenden Bauteil (3) schwenkbar angelenkt ist, wobei die Scharniervorrichtung (4) einen Rahmen (5) aufweist, welcher verschwenkbar angeordnet ist, wobei das Anbauteil (1) auf dem Rahmen (5) aufliegt und mit diesem verbunden ist.

2. Schwenkbares Anbauteil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (5) an einer Schwenkachse (6) angelenkt ist, die verdrehbar angeordnet ist.

3. Schwenkbares Anbauteil (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anbauteil (1) mit dem Rahmen (5) verschraubt ist.

4. Schwenkbares Anbauteil (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Anbauteil (1) zumindest eine Öffnung (7) aufweist, vorzugsweise zwei Öffnungen (7), wobei die jeweilige Öffnung (7) einen Öffnungsrand (8) aufweist, wobei das Anbauteil (1) im Bereich des Öffnungsrands (8) mit dem Rahmen (5) verbunden ist.

5. Schwenkbares Anbauteil (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Öffnungsrand (8) und an dem Rahmen (5) zumindest eine Verschraubungsöffnung (9) vorgesehen ist oder Verschraubungsöffnungen (9) vorgesehen sind, welche zur Durchführung von jeweils einer Schraube zur Verschraubung des Anbauteils (1) mit dem Rahmen (5) vorgesehen ist bzw. sind.

6. Schwenkbares Anbauteil (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Verschraubungsöffnung (9) des Öffnungsrands (8) und/oder des Rahmens (5) eine laterale Einstellung des Anbauteils (1) erlaubt.

7. Schwenkbares Anbauteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anbauteil (1) ein Heckdeckel eines Cabriolet-Fahrzeugs ist.

8. Schwenkbares Anbauteil (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (7) in dem Anbauteil (1) Öffnungen (7) zum Durchgreifen von Überrollschutzelementen sind.

9. Verfahren zur Montage eines schwenkbaren Anbauteils (1), insbesondere für ein Kraftfahrzeug (2), mit einem Anbauteil, welches mittels einer Scharniervorrichtung (4) an einem feststehenden Bauteil (3) schwenkbar anlenkbar ist, wobei die Scharniervorrichtung (4) einen Rahmen (5) aufweist, welcher verschwenkbar angeordnet ist, wobei das Anbauteil (1) auf den Rahmen (5) aufgelegt wird und im geschlossenen Zustand von außen mit dem Rahmen (5) verschraubt wird.

Description:

Die Erfindung betrifft ein schwenkbares Anbauteil, insbesondere einen Heckdeckel, Deckel, Klappe, Fronthaube oder dergleichen, insbesondere für ein Kraftfahrzeug.

Schwenkbare Anbauteile sind beispielsweise als Heckdeckel oder als Heckfenster durch die DE 102 13 131 C1 oder die EP 1 541 451 B1 bekannt geworden.

Die DE 102 13 131 C1 offenbart ein Heckfenster, das schwenkbar an einer Heckklappe befestigt ist und relativ zur Heckklappe verschwenkt werden kann. Dazu ist an der Heckklappe am oberen Rand lateral jeweils ein Scharnier befestigt, wobei das Scharnier mit einer Lasche das Heckfenster in Einbauposition übergreift, so dass die Verbindung zwischen dem Scharnier und dem Heckfenster in der geschlossenen Position erfolgen kann. Dadurch wird erreicht, dass der obere Rand des Heckfensters sich beim Schwenken nur minimal von der Oberkante der Heckklappe entfernt. Darüber hinaus erfolgt eine erhebliche Belastung des Heckfensters an seinem oberen Rand, weil die Lasche des Scharniers sehr kurz ausgeführt ist und nur am oberen Rand an dem Heckfenster befestigt ist. Die Gestaltung hat auch den Nachteil, dass die Laschen der Scharniere abzudecken sind, wofür zusätzliche Bauteile notwendig sind, was die Kosten erhöht.

Die EP 1 541 451 B1 offenbart einen schwenkbaren Heckdeckel, der mit einem Scharnier an feststehenden Anbauteilen verschwenkbar angelenkt ist. Das Scharnier wird dabei von einem anderen feststehenden Anbauteil überdeckt. Dies bedeutet, dass die Montage relativ komplex ist.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein schwenkbares Anbauteil zu schaffen, welches einfach aufgebaut ist aber dennoch einfach und insbesondere im geschlossenen Zustand montierbar ist. Auch ist es die Aufgabe, ein Verfahren zur Montage eines schwenkbaren Bauteils zu schaffen, welches eine erleichterte und verbesserte Montage erlaubt.

Diese Aufgabe zu dem schwenkbaren Anbauteil wird mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft ein schwenkbares Anbauteil, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, wobei das Anbauteil mittels einer Scharniervorrichtung an einem feststehenden Bauteil schwenkbar angelenkt ist, wobei die Scharniervorrichtung einen Rahmen aufweist, welcher verschwenkbar angeordnet ist, wobei das Anbauteil auf dem Rahmen aufliegt und mit diesem verbunden ist. Dadurch wird erreicht, dass das schwenkbare Anbauteil größerflächig getragen wird und gut zugänglich verbunden werden kann.

Auch ist es bei einem Ausführungsbeispiel vorteilhaft, wenn der Rahmen an einer Schwenkachse angelenkt ist, die verdrehbar angeordnet ist. Dadurch kann eine stabile Abstützung des Rahmens und damit auch des Anbauteils erreicht werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Anbauteil mit dem Rahmen verschraubt ist. Dadurch kann erreicht werden, dass die Positionierung des Anbauteils relativ zu dem Kraftfahrzeug noch vorgenommen werden kann, also beim Montieren auch eine Einpassung bzw. Justage vorgenommen werden kann.

So ist es auch vorteilhaft, wenn das Anbauteil zumindest eine Öffnung aufweist, vorzugsweise zwei Öffnungen, wobei die jeweilige Öffnung einen Öffnungsrand aufweist, wobei das Anbauteil im Bereich des Öffnungsrands mit dem Rahmen verbunden ist. Dadurch kann eine Öffnung auch für die Befestigung genutzt werden, die aus anderweitigen Gründen vorgesehen ist.

Auch ist es vorteilhaft, wenn an dem Öffnungsrand und an dem Rahmen zumindest eine Verschraubungsöffnung vorgesehen ist oder Verschraubungsöffnungen vorgesehen sind, welche zur Durchführung von jeweils einer Schraube zur Verschraubung des Anbauteils mit dem Rahmen vorgesehen ist bzw. sind. Dadurch kann eine einfache und sichere Montage erreicht werden.

Auch ist es vorteilhaft, wenn die zumindest eine Verschraubungsöffnung eine laterale Einstellung des Anbauteils erlaubt. Dadurch kann eine Justage, also eine optimale lagerichtige Einpassung, des Anbauteils beim Montagevorgang vorgenommen werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Anbauteil ein Heckdeckel eines Cabriolet-Fahrzeugs ist.

So ist es auch vorteilhaft, wenn die Öffnungen in dem Anbauteil Öffnungen zum Durchgreifen von Überrollschutzelementen sind.

Die Aufgabe zum Verfahren wird mit den Merkmalen von Anspruch 9 gelöst.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage eines schwenkbaren Anbauteils, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einem Anbauteil, welches mittels einer Scharniervorrichtung an einem feststehenden Bauteil schwenkbar anlenkbar ist, wobei die Scharniervorrichtung einen Rahmen aufweist, welcher verschwenkbar angeordnet ist, wobei das Anbauteil auf den Rahmen aufgelegt wird und im geschlossenen Zustand von außen mit dem Rahmen verschraubt wird.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung detailliert erläutert. In der Zeichnung zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Anbauteils mit Scharniervorrichtung von unten, und

2 eine schematische Darstellung eines Anbauteils mit Scharniervorrichtung von oben.

Die 1 zeigt eine Ansicht eines schwenkbaren Anbauteils 1 von unten und die 2 zeigt eine Ansicht des schwenkbaren Anbauteils 1 von oben.

Das schwenkbare Anbauteil 1 ist beispielsweise als Heckdeckel eines Cabriolet-Fahrzeugs ausgestaltet. Es kann auch anderweitig ausgestaltet sein, beispielsweise als Heckdeckel, Fronthaube etc.

Das erfindungsgemäße schwenkbare Anbauteil 1 ist bevorzugt ein Anbauteil 1, welches an einem Kraftfahrzeug 2 bzw. an einem feststehenden Bauteil 3 des Kraftfahrzeugs 2 schwenkbar angelenkt ist.

Das schwenkbare Anbauteil 1 ist mittels einer Scharniervorrichtung 4 an einem feststehenden Bauteil 3 schwenkbar angelenkt.

Dabei weist die Scharniervorrichtung 4 einen Rahmen 5 auf, der etwa u-förmig von einer Schwenkachse 6 abragt und mit der Schwenkachse 6 eine geschlossene Kontur ausbildet.

Erfindungsgemäß liegt das Anbauteil 1 auf dem Rahmen 5 auf und ist mit dem Rahmen 5 verbunden.

Dadurch, dass der Rahmen 5 an der Schwenkachse 6 angelenkt ist, ist der Rahmen 5 verdrehbar angeordnet. Da der Rahmen 5 das schwenkbare Anbauteil 1 trägt, ist dieses mit dem Rahmen schwenkbar.

Dabei ist das Anbauteil 1 mit dem Rahmen 5 verschraubt. So kann eine sichere Befestigung des Anbauteils 1 mit dem Rahmen 5, der es trägt, vorgesehen werden. Diese Verschraubung erlaubt es auch, das Anbauteil 1 zu justieren, damit es in der richtigen Position befestigt wird.

Das Anbauteil 1 weist zumindest eine Öffnung 7 auf, vorzugsweise zwei Öffnungen, siehe 1 bzw. 2, wobei die jeweilige Öffnung 7 einen Öffnungsrand 8 aufweist, wobei das Anbauteil 1 im Bereich des Öffnungsrands 8 mit dem Rahmen 5 verbunden ist. Dabei erlaubt diese Art der Befestigung, dass das Anbauteil 1 im geschlossenen Zustand justiert und mit dem Rahmen 5 von außen verschraubt werden kann.

Dazu ist an dem Öffnungsrand 8 und an dem Rahmen 5 zumindest eine Verschraubungsöffnung 9 oder vorzugsweise sind zumindest zwei Verschraubungsöffnungen vorgesehen, welche zur Durchführung von jeweils einer Schraube zur Verschraubung des Anbauteils 1 mit dem Rahmen 5 vorgesehen ist bzw. sind.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die zumindest eine Verschraubungsöffnung 9 am Öffnungsrand 8 und/oder am Rahmen 5 eine laterale Einstellung des Anbauteils 1 erlaubt.

Das Anbauteil 1 ist beispielsweise ein Heckdeckel eines Cabriolet-Fahrzeugs, wobei die Öffnungen 7 in dem Anbauteil 1 Öffnungen 7 zum Durchgreifen von Überrollschutzelementen, wie Überrollbügeln, sind.

Die Ausgestaltung des schwenkbaren Anbauteils erlaubt ein Verfahren zur Montage eines schwenkbaren Anbauteils, wobei das Anbauteil 1 auf den Rahmen 5 aufgelegt wird und im geschlossenen Zustand von außen mit dem Rahmen 5 verschraubt wird.

Bezugszeichenliste

1
schwenkbares Anbauteil
2
Kraftfahrzeug
3
feststehendes Bauteil
4
Scharniervorrichtung
5
Rahmen
6
Schwenkachse
7
Öffnung
8
Öffnungsrand
9
Verschraubungsöffnung

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 10213131 C1 [0002, 0003]
  • EP 1541451 B1 [0002, 0004]