Title:
Rohrleitungssystem mit Brandschutzdämmung
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Rohrleitungssystem umfassend mindestens eine metallene Rohrleitung (3) zur Durchdringung einer Gebäudedecke (1) oder Gebäudewand und mindestens eine Etagenleitung (5), die als Kunststoffrohrleitung oder Kunststoff-Metall-Mehrschichtverbundrohrleitung ausgeführt und an einem mit der metallenen Rohrleitung (3) verbundenen metallenen Anschlussstück (4) angeschlossen ist, wobei die metallene Rohrleitung (3), das Anschlussstück (4) und die Etagenleitung (5) mit einer mantelförmigen Brandschutzdämmung (9.1, 9.2) versehen sind. Um die brennbare Etagenleitung (5) möglichst nahe der Gebäudedecke (1) oder Gebäudewand an der metallenen, nichtbrennbaren Rohrleitung (3) anschließen zu können, sieht die Erfindung vor, dass die Etagenleitung über ein Übergangsstück (7, 7') an dem Anschlussstück (4) angeschlossen ist, wobei das Übergangsstück (7, 7') ein hülsenförmiges Einsteckteil (7.1, 7.1') und einen Pressring (7.2, 7.2') aufweist, wobei das Einsteckteil (7.1, 7.1') in die Etagenleitung (5) eingesteckt und mit dem Anschlussstück (4) verbunden ist, und wobei der Abstand (A) der mittels ...




Inventors:
Arens, Klaus (57482, Wenden, DE)
Rischen, Christian (59889, Eslohe, DE)
Berger, Markus (04442, Zwenkau, DE)
Kasperkowiak, Frank (57439, Attendorn, DE)
Application Number:
DE102016106624A
Publication Date:
10/12/2017
Filing Date:
04/11/2016
Assignee:
Viega Technology GmbH & Co. KG, 57439 (DE)



Other References:
Norm DIN 1988-200:2012-05. Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen - Teil 200: Installation Typ A (geschlossenes System) - Planung, Bauteile, Apparate, Werkstoffe; Technische Regel des DVGW. S. 1-51
Rockwool: Brandschutzschale Conlit 150 U. In: Technisches Datenblatt, Ausg. 09/2015, Gladbeck, S. 1-2 - Firmenschrift
Rohrleitungssysteme / Rohrverbindungstechnik Sanifix Fosta / Sanfix Plus, Z-Maße, L1, Viega, 01.6/2014
Rohrleitungssysteme / Rohrverbindungstechnik, Sanpress mit SC-Contur, G3, Z-Maße, Viega
Sanfix und Sanfix Fosta Rohrleitungstechnik PE-Xc/Rotguss Katalog, Viega, DE 12/14, S. 261 -292
Sanpress Rohrleitungstechnik Rotguss Katalog, Viega, 2015, S. 189-214,
Viega Sanfix Fosta - Das flexible Kunststoffrohrsystem mit Sicherheitsfaktor. Prospekt
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ & FLORACK Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, 40211, Düsseldorf, DE
Claims:
1. Rohrleitungssystem umfassend mindestens eine metallene Rohrleitung (3) zur Durchdringung einer Gebäudedecke (1) oder Gebäudewand und mindestens eine Etagenleitung (5), die als Kunststoffrohrleitung oder Kunststoff-Metall-Mehrschichtverbundrohrleitung ausgeführt und an einem mit der metallenen Rohrleitung (3) verbundenen metallenen Anschlussstück (4) angeschlossen ist, wobei die metallene Rohrleitung (3), das Anschlussstück (4) und die Etagenleitung (5) mit einer mantelförmigen Brandschutzdämmung (9.1, 9.2) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Etagenleitung (5) über ein Übergangsstück (7, 7') an dem Anschlussstück (4) angeschlossen ist, wobei das Übergangsstück (7, 7') ein hülsenförmiges Einsteckteil (7.1, 7.1') und einen Pressring (7.2, 7.2') aufweist, wobei das Einsteckteil (7.1, 7.1') in die Etagenleitung (5) eingesteckt und mit dem Anschlussstück (4) verbunden ist, und wobei der Abstand (A) der mittels des Pressrings (7.2, 7.2') mit dem Einsteckteil (7.1, 7.1') pressverbundenen Etagenleitung (5) von der Mittelachse (M) der metallenen Rohrleitung (3) in einem Bereich von 35 mm bis 150 mm liegt.

2. Rohrleitungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (A) der pressverbundenen Etagenleitung (5) von der Mittelachse (M) der metallenen Rohrleitung (3) das 2-fache bis 3-fache, vorzugsweise das 2,2-fache bis 2,7-fache, des Außendurchmessers (d) der metallenen Rohrleitung (3) beträgt.

3. Rohrleitungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Übergangsstück (7, 7') eine das Einsteckteil (7.1, 7.1') mit dem Pressring (7.2, 7.2') verbindende, ring- oder hülsenförmige Halterung (7.3, 7.3') aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polyphenylensulfon, Polysulfon oder Polyethersulfon, aufweist.

4. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressring (7.2) aus plastisch verformbaren Material hergestellt ist.

5. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein innerhalb des Pressrings (7.2) angeordneter Stützabschnitt (7.13) des hülsenförmigen Einsteckteils (7.1) außenseitig mit einem Dichtungsring (8) versehen ist.

6. Rohrleitungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das hülsenförmige Einsteckteil (7.1') aus einem metallenen Hülsenteil (7.15) und einem damit verbundenen hülsenförmigen Stützkörper (7.16) aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polyphenylensulfon, Polysulfon oder Polyethersulfon, gebildet ist, wobei der Stützkörper (7.16) koaxial innerhalb des Pressrings (7.2') und der hülsenförmigen Halterung (7.3') angeordnet ist.

7. Rohrleitungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressring (7.2') und die hülsenförmige Halterung (7.3') konische, aneinander liegende Kontaktflächen aufweisen, wobei der Pressring (7.2') unter radialer Pressung der hülsenförmigen Halterung (7.3') axial zu derselben in Richtung des metallenen Hülsenteils (7.15) des Einsteckteils (7.1') verschiebbar ist.

8. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussstück (4) in Form eines T-Stücks, Bogens oder Abzweigs ausgeführt ist und plastisch verformbare Pressverbindungsabschnitte (4.1) mit Ringwulst (4.2) und darin aufgenommenem Dichtungsring (6) aufweist.

9. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandschutzdämmung (9.1, 9.2) aus Mineralwolle mit einem Schmelzpunkt von über 1.000°C hergestellt ist.

10. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die die metallene Rohrleitung (3) ummantelnde Brandschutzdämmung (9.1) eine Dämmdicke im Bereich von 20 bis 60 mm, vorzugsweise im Bereich von 20 bis 50 mm aufweist.

11. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die die metallene Rohrleitung (3) unterhalb der Gebäudedecke (1) ummantelnde Brandschutzdämmung (9.1) eine Länge von mindestens 900 mm, vorzugsweise mindestens 2.000 mm, gemessen ab Oberseite der Gebäudedecke (1), aufweist.

12. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die die Etagenleitung (5) ummantelnde Brandschutzdämmung (9.2) eine Dämmdicke im Bereich von 15 bis 25 mm, vorzugsweise im Bereich von 18 bis 22 mm aufweist.

13. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die die Etagenleitung (5) ummantelnde Brandschutzdämmung (9.2) unmittelbar an die die metallene Rohrleitung (3) ummantelnde Brandschutzdämmung (9.1) anschließt und eine Länge von mindestens 10 mm, vorzugsweise 50 mm, und maximal 320 mm, vorzugsweise maximal 150 mm, gemessen ab der die metallene Rohrleitung (3) ummantelnden Brandschutzdämmung (9.1), aufweist.

14. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Etagenleitung (5) eine Sauerstoffsperrschicht aus Aluminium aufweist.

15. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Etagenleitung (5) ein Innenrohr aus Polyethylen, vorzugsweise aus physikalisch vernetztem Polyethylen aufweist.

16. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der metallenen Rohrleitung (3) verbundene Anschlussstück (4) so angeordnet ist, dass die die Etagenleitung (5) ummantelnde Brandschutzdämmung (9.2) die Gebäudedecke (1) berührt oder von dieser in einem Abstand von maximal 50 mm angeordnet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Rohrleitungssystem umfassend mindestens eine metallene Rohrleitung zur Durchdringung einer Gebäudedecke oder Gebäudewand und mindestens eine Etagenleitung, die als Kunststoffrohrleitung oder Kunststoff-Metall-Mehrschichtverbundrohrleitung ausgeführt und an einem mit der metallenen Rohrleitung verbundenen metallenen Anschlussstück angeschlossen ist, wobei die metallene Rohrleitung, das Anschlussstück und die Etagenleitung mit mindestens einer mantelförmigen Brandschutzdämmung versehen sind.

Eine bekannte Maßnahme zum vorbeugenden Brandschutz ist die Abgrenzung (Abschottung) einzelner Brandabschnitte gegenüber anderen Gebäudeteilen. Die Brandabschnitte werden durch raumabschließende Bauteile mit Widerstand gegen Feuer voneinander getrennt. Dazu gehören unter anderem Wände (z. B. Brandwände und Trennwände) und Geschossdecken. Diese Bauteile sollen den Brand während einer definierten Zeit auf den von ihnen definierten Brandabschnitt begrenzen.

Dementsprechend enthalten Landesbauordnungen Vorschriften, in denen Brandabschnitte vorgeschrieben werden, wobei ein definierter Brandabschnitt eine bestimmte Feuerwiderstandsklasse von feuerhemmend (F30), hochfeuerhemmend (F60) oder feuerbeständig (F90) aufweisen soll. In den meisten Fällen erfolgt die Trennung der Brandabschnitte durch die Geschossdecken. Die Geschossdecken sind in der Regel als Betondecken mit einer Dicke ≥ 150 mm feuerbeständig ausgebildet und erfüllen somit die Feuerwiderstandsklasse F90.

Um bestimmte Räume eines Gebäudes mit Trinkwasser zu versorgen, Abwasser abzuführen sowie zu Heizzwecken durchdringen hierzu erforderliche Rohrleitungen Geschossdecken sowie Geschosswände. Solche Durchdringungen von Geschossdecken und/oder Geschosswänden, die einen oder mehrere Brandabschnitte begrenzen, müssen in der gleichen Feuerwiderstandsqualität abgeschottet werden. Die Abschottung kann entweder entsprechend der jeweils geltenden technischen Baubestimmung (Leitungsanlagenrichtlinie) oder als geprüfte Abschottung mit einem entsprechenden Verwendbarkeitsnachweis (allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis, allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder Zustimmung im Einzelfall) ausgeführt werden.

Für Geschossdecken oder Gebäudewände durchdringende Rohrleitungssysteme stehen verschiedene Abschottungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bekannte Abschottungen basieren meist auf aufgebrachten Streckenisolierungen aus Mineralwolle oder auf Basis von im Brandfall aufschäumenden Baustoffen, z. B. Blähgraphit.

Grundsätzlich geht es bei Rohrabschottungen mit Verwendbarkeitsnachweis um folgende einzuhaltende Schutzziele:

  • – Die Übertragung von Feuer soll verhindert werden;
  • – die Übertragung von Rauch soll verhindert werden; und
  • – die Übertragung von Temperatur auf die dem Feuer abgewandte Seite nur im begrenzten Rahmen (< 140 Kelvin im Durchschnitt und < 180 Kelvin an einem Punkt).

Entsorgungsleitungen werden heute üblicherweise in einer sogenannten „Mischinstallation” aus Metallrohren und Kunststoffrohren auf den Baustellen realisiert. Zum Beispiel werden Abwasserrohrleitungen aus Metallguss mit Übergang auf brennbare Anschlussleitungen aus Kunststoff in den Etagen installiert. Es existieren entsprechend geprüfte Lösungen. Diese basieren in der Regel auf einem Verschluss oder einer Reduzierung des Querschnitts der vertikalen metallenen Strangleitung oder auf dem Verschluss bzw. der Reduzierung des Querschnitts der Anschlussleitung (Etagenanschlussleitung) an der Strangleitung mit im Brandfall aufschäumenden Baustoffen.

Bei Versorgungsleitungen (z. B. wasserführenden Heizungsleitungen oder Sanitärleitungen) existieren dagegen keine geprüften Brandschutzlösungen für den Anschluss von Kunststoffleitungen, z. B. als Etagenverteilung ein- oder beidseitig von Geschossdecken, für die eine Feuerwiderstandfähigkeit vorgeschrieben ist, an nichtbrennbare Strangleitungen.

In der Baupraxis werden als Versorgungsleitungen meist metallene, nichtbrennbare Rohrleitungen als vertikale Strangleitungen eingesetzt. Aufgrund von Verlegevorteilen besteht bei den ausführenden Installateuren allerdings der Wunsch bzw. die Forderung, auf den Etagen Kunststoff- bzw. Mehrschichtverbundrohrsysteme einzusetzen. Diese Systeme müssen mit den Strangleitungen verbunden werden. Als Anbindungspunkt wäre der Übergang unmittelbar oberhalb der Geschossdecke, also direkt in dem neuen Brandabschnitt wünschenswert.

Die Abschottungen von metallenen Rohrleitungen bestehen in der Praxis aus Streckenisolierungen, z. B. in Form von Rohrschalen oder Rohrmänteln aus Mineralwolle. Diese Abschottungen werden üblicherweise so ausgeführt, dass die Streckenisolierung auch in den brandabgewandten Bereich hineinragt. Dementsprechend werden in der Baupraxis bei Versorgungsleitungen auch Kombinationen aus Metallleitungen (für den vertikalen Strang) und Kunststoffleitungen (für die Etagenverteilung) nach den Empfehlungen der Hersteller solcher Rohrisolierungen (z. B. Firma Rockwool®) gebaut. Für diese Kombinationen von Rohrleitungen aus verschiedenen Werkstoffen („Mischinstallationen”) existieren jedoch bislang keine amtlichen Prüfnachweise. Die Hersteller der Rohrisolierungen empfehlen bestimmte erforderliche Dämmlängen auf der brandabgewandten Seite. So empfiehlt z. B. die Firma Rockwool® in Bezug auf das Abschottungssystem „Conlit 150 U” mit Rohrschalen „Rockwool 800” einen Anschluss von brennbaren Kunststoffrohrleitungen am nichtbrennbaren metallenen Rohrleitungsstrang erst nach einer Dämmlänge ≥ 1000 mm ab der Deckendurchdringung, also nicht direkt oberhalb der Geschossdecke.

Bei Installateuren und anderen Anwendern besteht jedoch der Wunsch, die Etagenverteilung aus brennbaren Rohren direkt oberhalb der Geschossdecke am metallenen Rohrleitungsstrang (Steigstrang) anschließen zu können.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Rohrleitungssystem der eingangs genannten Art zu schaffen, welches eine Rohrleitungsverbindung zwischen einem metallenen Rohrleitungsstrang und einer brennbaren Etagenrohrleitung möglichst nahe der Geschossdecke bzw. möglichst nahe an einer Gebäudewand auf der brandabgewandten Seite sowie möglichst nahe an dem metallischen Rohrleitungsstrang ermöglicht und dabei die drei oben genannten Schutzziele bei Rohrabschottungen mit Verwendbarkeitsnachweis erfüllt.

Diese Aufgabe wird durch ein Rohrleitungssystem mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Das erfindungsgemäße Rohrleitungssystem umfasst mindestens eine metallene Rohrleitung zur Durchdringung einer Gebäudedecke oder Gebäudewand und mindestens eine Etagenleitung, die als Kunststoffrohrleitung oder Kunststoff-Metall-Mehrschichtverbundrohrleitung ausgeführt und an einem mit der metallenen Rohrleitung verbundenen metallenen Anschlussstück angeschlossen ist. Die metallene Rohrleitung, das Anschlussstück und die Etagenleitung sind dabei mit mindestens einer mantelförmigen Brandschutzdämmung versehen. Das erfindungsgemäße Rohrleitungssystem ist zudem dadurch gekennzeichnet, dass die Etagenleitung über ein Übergangsstück an dem Anschlussstück angeschlossen ist, wobei das Übergangsstück ein hülsenförmiges Einsteckteil und einen Pressring aufweist, wobei das Einsteckteil in die Etagenleitung eingesteckt und mit dem Anschlussstück verbunden ist, und wobei der Abstand der mittels des Pressrings mit dem Einsteckteil pressverbundenen Etagenleitung von der Mittelachse der metallenen Rohrleitung in einem Bereich von 35–150 mm, vorzugsweise im Bereich von 35–120 mm liegt

Das Übergangsstück definiert einen Übergang von dem metallenen Anschlussstück auf die brennbare Etagenleitung, wobei letztere mit dem hülsenförmigen Einsteckteil des Übergangstücks durch radiales und/oder axiales Verpressen des Pressrings verbunden wird bzw. ist. Das Übergangsstück ist somit als Pressverbinder ausgeführt. Der Pressring kann dabei aus Metall oder Kunststoff hergestellt sein. Insbesondere kann der Pressring aus plastisch verformbaren Material hergestellt sein.

Die brennbare Etagenleitung, die als Kunststoff- oder Kunststoff-Metall-Mehrschichtverbundrohrleitung ausgeführt ist, kann auch als Etagenverteilleitung bezeichnet werden.

Durch die erfindungsgemäße Kombination von metallener Rohrleitung (als Strang- oder Steigleitung), metallenem Anschlussstück, Übergangsstück, brennbarer Etagenverteilleitung, Pressverbindung und mantelförmiger Brandschutzdämmung wird eine Übertragung von Feuer und Rauch von dem feuerbelasteten Brandabschnitt in den nächsten Brandabschnitt verhindert bzw. minimiert. Die Temperaturweiterleitung aus dem feuerbelasteten Brandabschnitt in den nächsten Brandabschnitt wird ebenfalls zuverlässig minimiert.

Brandtechnische Versuche haben ergeben, dass das erfindungsgemäße Rohrleitungssystem in Form einer Decken- bzw. Wanddurchführung die Übertragung von Feuer und Rauch von einem feuerbelasteten Brandabschnitt in den nächsten Brandabschnitt über mindestens 90 Minuten verhindert und somit die Feuerwiderstandsklasse F90 erfüllt; und dies auch dann, wenn die Rohrleitungsverbindung zwischen dem metallenen Rohrleitungsstrang und der brennbaren Etagenleitung zusammen mit der Brandschutzdämmung direkt oberhalb der Geschossdecke bzw. direkt an der Brandwand (Trennwand) auf der brandabgewandten Seite angeordnet wird. Ferner hat sich bei besagten Versuchen ergeben, dass die Temperaturweiterleitung vom feuerbelasteten Brandabschnitt zu der brandabgewandten Seite auf die brennbare Etagenleitung deutlich begrenzt wird, so dass der Temperaturdurchschnittswert des Rohrleitungssystems auf der brandabgewandten Seite unterhalb von 140 Kelvin blieb sowie kein Punkt dieses dem Feuer abgewandten Rohrleitungsabschnitts eine Maximaltemperatur von 180 Kelvin erreichte.

Insbesondere hat sich überraschender Weise gezeigt, dass bei dem erfindungsgemäßen Rohrleistungssystem die Dämmlänge der mantelförmigen Brandschutzdämmung im Bereich der brennbaren Etagenleitung, die über das Einsteckstück an dem Anschlussstück angeschlossen ist, gemessen ab der Außenseite der den metallenen Rohrleitungsstrang bzw. das Anschlussstück umgebenden Brandschutzdämmung, auf eine minimale Dämmlänge von ca. 10 mm, vorzugsweise ca. 50 mm reduziert werden kann, gleichwohl aber noch die drei oben genannten, bei Rohrabschottungen mit Verwendbarkeitsnachweis einzuhaltenden Schutzziele erfüllt werden.

Das erfindungsgemäße Rohrleitungssystem bietet somit deutlich größere Freiheitsgrade bezüglich der Anordnung der Rohrleitungsverbindung zwischen einem metallenen Rohrleitungsstrang und einer brennbaren Etagenverteilleitung, und zudem eine Kostenersparnis hinsichtlich der erforderlichen Dämmlängen der zu installierenden Brandschutzdämmung. Die Brandschutzdämmung des erfindungsgemäßen Rohrleitungssystems ist vorzugsweise aus Mineralwolle, die einen Schmelzpunkt von über 1.000°C aufweist, beispielsweise aus Steinwolle hergestellt. Die mantelförmige Brandschutzdämmung wird typischerweise aus Rohrschalen gebildet, deren Außenseite mit einer Metallfolie, z. B. Aluminiumfolie kaschiert ist. Die Metallfolie wirkt als Dichtung gegen Eindringen von Feuchtigkeit, insbesondere als Dampfsperre.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Rohrleitungssystems beträgt der Abstand der pressverbundenen Etagenleitung von der Mittelachse der metallenen Rohrleitung das 2-fache bis 3-fache, vorzugsweise das 2,2-fache bis 2,7-fache, des Außendurchmessers der metallenen Rohrleitung.

Das mit der metallenen Rohrleitung verbundene Anschlussstück kann insbesondere so angeordnet werden, dass die die Etagenleitung ummantelnde Brandschutzdämmung die Gebäudedecke berührt oder von dieser mit geringem Abstand, z. B. mit einem Abstand im Bereich von 10 bis 100 mm, vorzugsweise maximal 50 mm angeordnet ist.

Die die Etagenleitung ummantelnde Brandschutzdämmung sollte sich vorzugsweise unmittelbar an die die metallene Rohrleitung ummantelnde Brandschutzdämmung anschließen und eine Länge von mindestens 10 mm, vorzugsweise mindestens 50 mm, und maximal 320 mm, weiter bevorzugt maximal 150 mm, gemessen ab der die metallene Rohrleitung ummantelnden Brandschutzdämmung, aufweisen.

Die metallene Rohrleitung (Strang- oder Steigleitung) des erfindungsgemäßen Rohrleitungssystems besitzt einen Außendurchmesser, der vorzugsweise nicht größer als 54 mm ist, während das Anschlussstück und das Einsteckstück so dimensioniert sind, dass daran eine aus Kunststoff oder einem Kunststoff-Metall-Mehrschichtverbund hergestellte Etagenverteilleitung mit einem Außendurchmesser, welcher zum Beispiel im Bereich von 16 mm bis 32 mm liegt, angeschlossen werden kann.

Das Anschlussstück des erfindungsgemäßen Rohrleitungssystems kann beispielsweise in Form eines T-Stücks, Bogens oder Abzweigs ausgeführt sein. Vorzugsweise weist das Anschlussstück plastisch verformbare Pressverbindungsabschnitte auf, die jeweils mit einem Ringwulst und einem darin aufgenommenen Dichtungsring versehen sind. Solche Pressverbindungsabschnitte haben sich in der Praxis bewährt und ermöglichen eine schnelle und zuverlässige fluiddichte Verbindung von Rohrleitungen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Übergangsstück eine das Einsteckteil mit dem Pressring verbindende Halterung aufweist, die beispielsweise ring- oder hülsenförmig ausgebildet ist. Hierdurch sind das Einsteckteil und der Pressring zu einer Einheit konfiguriert, wodurch sich diese Teile bzw. das Übergangsstück bei der Montage gut und einfach handhaben lassen. Die Halterung ist vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt. Sofern die Halterung ausschließlich die voranstehend genannte Haltefunktion hat, ist sie vorzugsweise aus einem preiswerten Kunststoff wie z. B. Polypropylen, Polyethylen, Polystyrol, Polyamid oder ähnlichem hergestellt. Im verpressten, also fertig montierten Zustand des Übergangsstücks muss die aus Kunststoff hergestellte Halterung vorzugsweise keine oder nur relativ geringe Kräfte aufnehmen.

Aufgrund der Ausführung aus Kunststoff besitzt die Halterung eine relativ geringe Wärmeleitzahl. Sie kann somit dazu beitragen, dass im Brandfall Wärme bzw. Temperatur aus dem feuerbelasteten Brandabschnitt nur begrenzt auf die dem Feuer abgewandte Seite übertragen wird.

Sofern die Halterung gegebenenfalls auch eine Pressverbindungsfunktion hat, ist sie vorzugsweise aus einem sogenannten Hochleistungskunststoff oder thermoplastischen Kunststoff hergestellt, der einen Schmelzpunkt von über 350°C, vorzugsweise über 500°C besitzt und/oder der bis zu einer Temperatur von mindestens 150°C, vorzugsweise mindestens 180°C formstabil ist. Bei diesem Kunststoff kann es sich beispielsweise um Polyphenylensulfon, Polysulfon oder Polyethersulfon handeln.

Allerdings kann das Übergangsstück des erfindungsgemäßen Rohrleitungssystems auch ohne eine das Einsteckteil mit dem Pressring verbindende Halterung ausgeführt werden. Das Übergangsstück ist dann beispielsweise nach Art eines sogenannten Schiebehülsesystems ausgeführt, bei dem der Pressring hülsenförmig ausgebildet ist und auf die anzuschließende Etagenleitung geschoben wird, das mit dem Einsteckteil des Übergangsstücks zu verbindende Ende der Etagenleitung radial aufgeweitet wird, das Einsteckteil in das aufgeweitete Ende eingesteckt und der Pressring als Druckhülse sodann auf das aufgeweitete Ende der Etagenleitung geschoben, d. h. axial verpresst wird.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Rohrleitungssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass der Pressring plastisch verformbar ist, wobei ein innerhalb des Pressrings angeordneter Stützabschnitt des hülsenförmigen Einsteckteils außenseitig mit einem Dichtungsring versehen ist. Mit dem so ausgeführten Einsteckstück lässt sich ein wasserdichter Anschluss der Etagenleitung schnell und zuverlässig ausführen. Der Dichtungsring ist dabei typischerweise in einer umlaufenden Ringnut des Stützabschnitts gehalten. Das hülsenförmige Einsteckteil des Einsteckstücks kann aus Metall, z. B. Rotguss, oder aus hochfestem Kunststoff bestehen. Vorzugsweise weist der Stützabschnitt zwischen dem Dichtungsring und seinem freien Ende einen verzahnten Halteabschnitt auf, wobei die Zahnflanken in Richtung des Dichtungsrings gesehen schräg ansteigen und in Richtung des freien Endes des Einsteckteils gesehen wesentlich steiler ausgeführt oder im Wesentlichen senkrecht zu der Mittelachse des Einsteckteils ausgebildet sind.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Rohrleitungssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass das hülsenförmige Einsteckteil aus einem metallenen Hülsenteil und einem damit verbundenen hülsenförmigen Stützkörper aus Kunststoff gebildet ist, wobei der Stützkörper koaxial innerhalb des Pressrings und der hülsenförmigen Halterung angeordnet ist. Der aus Kunststoff hergestellte Stützkörper ermöglicht ohne Dichtungsring (O-Ring) einen schnellen und zuverlässigen wasserdichten Anschluss der Etagenleitung. Dieser Stützkörper hat im Wesentlichen den gleichen Ausdehnungskoeffizienten wie der Kunststoff bzw. Kunststoff-Metall-Mehrschichtverbund der Etagenverteilleitung. Hierdurch wird eine kunststoffgerechte, besonders sichere Pressverbindung erzielt.

In diesem Zusammenhang sieht eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Rohrleitungssystems vor, dass der Pressring und die hülsenförmige Halterung konische, aneinander liegende Kontaktflächen aufweisen, wobei der Pressring unter radialer Pressung der hülsenförmigen Halterung axial zu derselben in Richtung des metallenen Hülsenteils des Einsteckteils verschiebbar ist.

Nach einer weiteren Ausgestaltung sind die ring- oder hülsenförmige Halterung und/oder der hülsenförmige Stützkörper des Übergangsstücks aus Polyphenylensulfon, Polysulfon oder Polyethersulfon hergestellt. Diese thermoplastischen Polymere zeichnen sich jeweils durch eine hohe Zähigkeit und Stabilität bei hohen Temperaturen aus. Sie sind in einem Temperaturbereich von –100°C bis +200°C einsetzbar.

Zur Minimierung der Temperaturweiterleitung aus dem feuerbelasteten Brandbereich zu der dem Feuer abgewandten Seite ist es vorteilhaft, wenn die die metallene Rohrleitung ummantelnde Brandschutzdämmung eine Dämmdicke im Bereich von 20 bis 60 mm, vorzugsweise im Bereich von 20 bis 50 mm aufweist.

Ferner ist es zur Minimierung der Temperaturweiterleitung aus dem feuerbelasteten Brandbereich zu der dem Feuer abgewandte Seiten vorteilhaft, wenn die die metallene Rohrleitung unterhalb der Gebäudedecke ummantelnde Brandschutzdämmung eine Länge von mindestens 900 mm, vorzugsweise mindestens 1.500 mm, besonders bevorzugt mindestens 2.000 mm, gemessen ab der Oberseite der Gebäudedecke, aufweist.

Die die Etagenleitung bzw. das Übergangsstück ummantelnde Brandschutzdämmung weist bei dem erfindungsgemäßen Rohrleitungssystem beispielsweise eine Dämmdicke im Bereich von 15 bis 25 mm, vorzugsweise im Bereich von 18 bis 22 mm auf.

Zur Sicherstellung einer hohen Trinkwasserqualität bzw. zur Abschottung von Warmwasser-Heizungsleitungen gegen Eindringen von Luftsauerstoff weist die aus Kunststoff gefertigte Etagenleitung des erfindungsgemäßen Rohrleitungssystems vorzugsweise eine Sauerstoffsperrschicht aus Aluminium auf.

Um der Etagenleitung eine hohe Resistenz gegenüber mechanischen, thermischen und chemischen Einflüssen zu verleihen, kann sie nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ein Innenrohr aus Polyethylen, insbesondere aus physikalisch vernetztem Polyethylen aufweisen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Abschnitt einer Geschossdecke eines Gebäudes in einem Vertikalschnitt mit einer die Geschossdecke durchdringenden, abgeschotteten Rohrleitung, von der ober- und unterseitig der Geschossdecke je eine Etagenleitung abzweigt;

2 die Geschossdecke mit dem Rohrleitungssystem aus 1 in einer gegenüber 1 um 90° gedrehten Vertikalschnittansicht;

3 eine vergrößerte Detailansicht des in 1 direkt oberhalb der Geschossdecke angeordneten Abzweiganschlusses;

4 und 5 ein Anschlussstück mit einem Einsteckstück zum Anschluss einer brennbaren Etagenleitung an einem nichtbrennbaren Rohrleitungsstrang gemäß 3, in einer Schnittansicht bzw. einer perspektivischen Darstellung; und

6 und 7 ein Anschlussstück mit einem Einsteckstück zum Anschluss einer brennbaren Etagenleitung an einem nichtbrennbaren Rohrleitungsstrang gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, in einer Schnittansicht bzw. einer perspektivischen Darstellung.

In den 1 und 2 ist ein Abschnitt einer massiven Geschossdecke 1 dargestellt, die einen unteren Etagenbereich eines Gebäudes von einem oberen Etagenbereich des Gebäudes trennt. Die Gebäudedecke 1 ist als Betondecke mit einer Stärke von mindestens 150 mm ausgebildet und entspricht der Feuerwiderstandsklasse R90. Die Gebäudedecke (Betondecke) 1 trennt somit einen möglicherweise feuerbelasteten Brandabschnitt von einem dem Feuer abgewandten Brandabschnitt.

Die Geschossdecke 1 weist eine Deckendurchführung 2 auf, durch die eine metallene Rohrleitung 3 als sanitäre Versorgungsleitung oder wasserführende Heizungsleitung von einem Geschoss in ein nächstes Geschoss geführt ist. Die Rohrleitung 3 ist beispielsweise aus Kupfer, Edelstahl, C-Stahl der Sorte 1.0308 oder 1.2015 oder aus Stahlrohr gemäß DIN EN 10220 oder 10265 hergestellt. Sie kann auch als Rohrleitungsstrang, Steigleitung oder Steigstrang bezeichnet werden. Ihr maximaler Rohraußendurchmesser beträgt beispielsweise 54 mm. Für die metallene, nichtbrennbare Rohrleitung 3 geeignete Rohre sind mit einem Außendurchmesser im Bereich von 12 mm bis 54 mm erhältlich.

Die Rohrleitung 3 ist mit mindestens einem metallenen Anschlussstück 4 versehen, um an der Rohrleitung eine Etagenleitung bzw. Etagenverteilleitung 5 anzuschließen. Die Etagenleitung (Etagenverteilleitung) 5 ist dabei als Kunststoffrohrleitung oder Kunststoff-Metall-Mehrschichtverbundrohrleitung ausgeführt. Sie besitzt beispielsweise einen Rohraußendurchmesser im Bereich von 16 bis 32 mm und eine Rohrwanddicke im Bereich von 2,2 bis 3,2 mm.

Die als Mehrschichtverbundrohrleitung ausgeführte Etagenleitung besitzt ein Innenrohr aus Kunststoff, dessen Außenseite vollständig mit einer Sauerstoffsperre aus Aluminium umgeben ist. Die Außenseite der Aluminiumschicht ist schließlich vollständig mit einem Kunststoffmantel versehen, der ebenso wie das Innenrohr vorzugsweise aus Polyethylen, besonders bevorzugt aus physikalisch vernetztem Polyethylen gebildet ist.

In dem in den 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Anschlussstück 4 in Form eines T-Stücks ausgebildet. Alternativ kann das Anschlussstück auch in Form eines Bogens oder Abzweigs ausgebildet sein. Das Anschlussstück 4 weist dabei jeweils plastisch verformbare Pressverbindungsabschnitte 4.1 mit Ringwulst 4.2 und darin aufgenommenem Dichtungsring 6 auf (siehe auch 4 bis 7). Als Werkstoff für das metallische Anschlussstück 4 sind die oben in Bezug auf die metallische Rohrleitung 3 genannten Werkstoffe sowie Rotguss geeignet.

Die Etagenleitung 5 wird nicht direkt an dem Anschlussstück 4 angeschlossen. Erfindungsgemäß ist die Etagenleitung (Etagenverteilleitung) 5 über ein Übergangsstück 7 an dem Anschlussstück 4 angeschlossen. Das Übergangsstück 7 ist im Wesentlichen aus einem hülsenförmigen Einsteckteil 7.1 und einem Pressring 7.2 aufgebaut. Der Pressring 7.2 besteht vorzugsweise aus Metall. Zusätzlich kann das Übergangsstück 7 auch noch eine das Einsteckteil 7.1 mit dem Pressring 7.2 verbindende, ring- oder hülsenförmige Halterung 7.3 aufweisen, die vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt ist. Das Übergangsstück 7 und das Anschlussstück 4 sind so dimensioniert, dass im fertig montierten Zustand des erfindungsgemäßen Rohrleitungssystems der Abstand A der mittels des Pressrings 7.2 mit dem Einsteckteil 7.1 pressverbundenen Etagenleitung 5 von der Mittelachse M der metallenen Rohrleitung 3 in einem Bereich von 35–150 mm liegt. Das Übergangsstück 7 bildet somit einen Übergang von dem metallenen, nichtbrennbaren Anschlussstück 4 zu der brennbaren Etagenverteilleitung 5.

Beispielsweise kann bei dem erfindungsgemäßen Rohrleitungssystem der Abstand A der pressverbundenen Etagenleitung 5 von der Mittelachse M der metallenen Rohrleitung 3 das 2-fache bis 3-fache, vorzugsweise das 2,2-fache bis 2,7-fache, des Außendurchmessers d der Rohrleitung 3 betragen.

In dem in den 3 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Pressring 7.2 des Übergangsstücks 7 plastisch verformbar ausgebildet. Der Pressring 7.2 kann auch als Presshülse bezeichnet werden. Er weist an seinem mit der Halterung 7.3 verbundenen Ende einen Ringwulst bzw. eine Durchmessererweiterung 7.21 auf, der/die von der ringförmigen Halterung 7.3 formschlüssig sowie kraftschlüssig umgriffen ist. Die ringförmige Halterung 7.3 ist ihrerseits an einer äußeren Ringnut 7.11 des hülsenförmigen Einsteckteils 7.1 formschlüssig sowie kraftschlüssig gehalten. Das Einsteckteil 7.1 ist aus Metall, beispielsweise Rotguss gefertigt, und einteilig ausgebildet. Es weist einen in den Pressverbindungsabschnitt 4.1 des Anschlussstücks 4 einzusteckenden Abschnitt 7.12 und einen in das Ende der Etagenleitung 5 einsteckbaren hülsenförmigen Stützabschnitt 7.13 auf. Der Pressring 7.2 ist radial zu dem Stützabschnitt 7.13 beabstandet, um mit letzterem einen Ringspalt zur Aufnahme des zu verpressenden Endes der Etagenleitung 5 zu bilden.

Der innerhalb des Pressrings 7.2 angeordnete, in die Etagenleitung einzusteckende Stützabschnitt 7.13 des Einsteckteils ist außenseitig mit einem Dichtungsring (O-Ring) 8 versehen. Der Dichtungsring 8 ist in einer umlaufenden Ringnut des Stützabschnitts 7.13 gehalten. Zudem weist der Stützabschnitt 7.13 zwischen dem Dichtungsring 8 und seinem freien Ende eine Verzahnung 7.14 mit sägezahnförmigem Profil auf, wobei die Zahnflanken in Richtung des Dichtungsrings 8 gesehen schräg ansteigen und in Richtung des freien Endes des Einsteckteils 7.1 gesehen wesentlich steiler ausgeführt oder im Wesentlichen senkrecht zu der Mittelachse des Einsteckteils ausgebildet 7.1 sind.

Nachdem die Pressverbindungen des metallenen Anschlussstücks 4 mit der nichtbrennbaren Rohrleitung 3 und dem Übergangsstück 7 sowie des Übergangsstücks 7 mit der Etagenleitung 5 ausgeführt sind, werden die nichtbrennbare Rohrleitung 3, das Anschlussstück 4, das Übergangsstück 7 sowie eine relativ kurze Teillänge der Etagenleitung 5 mit einer mehrteiligen, mantelförmigen Brandschutzdämmung 9.1, 9.2 versehen. Die Brandschutzdämmung 9.1, 9.2 ist aus Mineralwolle, vorzugsweise Steinwolle, mit einem Schmelzpunkt von über 1.000°C hergestellt. Sie wird beispielsweise aus entsprechenden Rohrschalen gebildet, die außenseitig vorzugsweise mit Aluminiumfolie beschichtet sind. Die Rohrschalen werden mit nichtbrennbaren Bindemitteln (nicht gezeigt), z. B. verzinkten Drähten, zusammen gehalten.

In dem unteren, möglicherweise feuerbelasteten Geschossraum (Brandabschnitt) wird die nichtbrennbare Rohrleitung (Steigleitung) 3 mit einer entsprechenden mehrteiligen Brandschutzdämmung 9.1 ummantelt, die eine Dämmdicke im Bereich von beispielsweise 20 bis 50 mm aufweist. Die Dämmlänge beträgt hier beispielsweise mindestens 2000 mm, gemessen ab der Oberseite der Betondecke 1. Es ist hier gegebenenfalls aber eine kürze Dämmlänge möglich; beispielsweise kann die Brandschutzdämmung 9.1 auch eine Dämmlänge im Bereich von 900 mm bis 2000 mm, insbesondere im Bereich von 900 mm bis 1500 mm aufweisen. Die in dem unteren Geschossraum auf der metallenen Rohrleitung (Steigleitung) 3 angebrachte Brandschutzdämmung 9.1 erstreckt sich bis in die Deckendurchführung 2 und endet etwa an der Oberseite der Geschossdecke 1. Es ist auch möglich, die metallene Rohrleitung 3 innerhalb der Deckendurchführung 2 mit einer Schale oder Bandage aus Mineralwolle zu ummanteln, die eine geringere Dämmdicke aufweist als die daran anschließende mantelförmige Brandschutzdämmung 9.1. Der Ringspalt zwischen der Deckendurchführung 2 und der Außenseite der Brandschutzdämmung 9.1 oder Bandage wird bzw. ist mit einer Dichtungsmasse 9.3 verfüllt, die unter Hitzeeinwirkung, insbesondere im Brandfall aufschäumt. Hierdurch werden eventuell auftretende Fugen in der Deckendurchführung 2 rauchdicht verschlossen. Die Dichtmasse 9.3 kann auch aus formbeständigen nichtbrennbaren Baustoffen, z. B. aus Mörtel, Beton und/oder Gips bestehen. Alternativ oder zusätzlich kann der Ringspalt zwischen der Deckendurchführung 2 und der Außenseite der Brandschutzdämmung 9.1 oder Bandage auch mit Mineralwolle, die einen Schmelzpunkt von mehr als 1.000°C aufweist, ausgestopft werden.

Oberhalb der Geschossdecke 1 wird die nichtbrennbare Rohrleitung (Steigleitung) 3 ebenfalls mit einer Brandschutzdämmung 9.1 ummantelt, die eine Dämmdicke im Bereich von beispielsweise 20 bis 50 mm aufweist. Die Dämmlänge beträgt hier vorzugsweise mindestens 1000 mm, gemessen ab der Oberseite der Betondecke 1.

Das Übergangsstück 7 und eine Teillänge der brennbaren Etagenleitung 5 sind mit einer Brandschutzdämmung 9.2 ummantelt, die eine Dämmdicke von mindestens 20 mm aufweist. Das Anschlussstück 4 ist dabei in Bezug auf die Deckendurchführung 2 so an der metallenen Steigrohrleitung 3 angeordnet, dass die Etagenleitung 5 unter Einbeziehung der Brandschutzdämmung 9.2 möglichst nahe an der Geschossdecke 1, vorzugsweise direkt oberhalb (oder unterhalb, vgl. 1) der Geschossdecke 1 verläuft. Die Dämmlänge der dem Einsteckstück 7 und der Etagenleitung 5 zugeordneten Brandschutzdämmung 9.2 kann relativ kurz bemessen werden. Sie beträgt beispielsweise mindestens 50 mm, gemessen ab der Außenseite der die Steigrohrleitung 3 ummantelnden Brandschutzdämmung 9.1. Die Dämmlänge der Brandschutzdämmung 9.2 kann hier aber gegebenenfalls auch kürzer ausgeführt werden; vorzugsweise liegt sie in einem Bereich von 10 mm bis 50 mm.

In den 6 und 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Übergangsstücks 7' zum indirekten Anschluss einer brennbaren Etagenleitung 5 an einem metallenen Anschlussstück 4, welches mit einer nichtbrennbaren Rohrleitung (Steigleitung) 3 verbunden wird, dargestellt. Im Unterschied zu dem in den 3 bis 5 dargestellten Übergangsstück 7, ist das hülsenförmige Einsteckteil 7.1' dieses Übergangsstücks 7' aus einem metallenen Hülsenteil 7.15 und einem damit verbundenen hülsenförmigen Stützkörper 7.16 aus hochfestem, temperaturstabilen Kunststoff, vorzugsweise Polyphenylensulfon gebildet. Der Stützkörper 7.16 ist formschlüssig in dem Hülsenteil 7.15 gehalten und koaxial innerhalb eines Pressrings 7.2' und einer hülsenförmigen Halterung 7.3' angeordnet ist. Der Pressring 7.2' ist vorzugsweise aus Metall hergestellt. Er kann auch als Druckring oder Druckhülse bezeichnet werden. Der Pressring 7.2' und die hülsenförmige Halterung 7.3' haben konische, aneinander liegende Kontaktflächen, wobei der Pressring 7.2' unter radialer Pressung der hülsenförmigen Halterung 7.3' axial zu derselben in Richtung des metallenen Hülsenteils 7.15 des Einsteckteils 7.1' verschiebbar ist.

Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So kann anstelle eines als T-Stück ausgebildeten Anschlussstücks 4 beispielsweise auch ein Anschlussstück verwendet werden, dass als Abzweig oder Rohrbogen ausgebildet ist. Des Weiteren kann das erfindungsgemäße Rohrleitungssystem mit Brandschutzdämmung zur Trennung bzw. Abschottung von Brandabschnitten insbesondere auch bei Wanddurchführungen zum Einsatz kommen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • DIN EN 10220 oder 10265 [0046]