Title:
Erneutes Aktivieren eines ersten Zugriffspunktnamens unter Verwendung eines zweiten Zugriffspunktnamens
Kind Code:
A1


Abstract:

Es werden ein Kommunikationssystem und Verfahren zur Verwendung des Kommunikationssystems bereitgestellt, um einen zuvor verwendeten Zugriffspunktnamen (APN) erneut zu aktivieren, um eine Konnektivität zwischen einem Anwendungsdienstanbieter (ASP) und einer Telematikeinheit in einem Fahrzeug erneut herzustellen. Die Schritte des Verfahrens umfassen: Empfangen von Inhaltsdaten an dem Fahrzeug über den ASP unter Verwendung eines ersten Zugriffspunktnamens (APN); Erfahren eines Konnektivitätsverlusts zwischen dem Fahrzeug und dem ASP, wobei der Konnektivitätsverlust eine Deaktivierung des ersten APN hinsichtlich des ASP umfasst; Übertragen einer dem ersten APN zugehörigen Anforderung einer erneuten Aktivierung von dem Fahrzeug über einen zweiten APN; und in Ansprechen auf die Anforderung einer erneuten Aktivierung, Empfangen einer Benachrichtigung, dass der erste APN erneut aktiviert wurde, an dem Fahrzeug.




Inventors:
Chen, Bonnie, Tex. (Grapevine, US)
Application Number:
DE102016106610A
Publication Date:
10/20/2016
Filing Date:
04/11/2016
Assignee:
General Motors LLC (Mich., Detroit, US)
International Classes:



Other References:
IEEE 802.11x-Standards
IEEE 802.11-Protokolle
Attorney, Agent or Firm:
Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336, München, DE
Claims:
1. Verfahren zur erneuten Aktivierung eines Zugriffspunktnamens (APN), um eine Konnektivität zwischen einem Anwendungsdienstanbieter und einer Telematikeinheit in einem Fahrzeug erneut herzustellen, umfassend die Schritte:
Empfangen von Inhaltsdaten an dem Fahrzeug über den Anwendungsdienstanbieter (ASP) unter Verwendung eines ersten Zugriffspunktnamens (APN);
Erfahren eines Konnektivitätsverlusts zwischen dem Fahrzeug und dem ASP, wobei der Konnektivitätsverlust eine Deaktivierung des ersten APN hinsichtlich des ASP umfasst;
Übertragen einer dem ersten APN zugehörigen Anforderung einer erneuten Aktivierung von dem Fahrzeug über einen zweiten APN; und
in Ansprechen auf die Anforderung einer erneuten Aktivierung, Empfangen einer Benachrichtigung, dass der erste APN erneut aktiviert wurde, an dem Fahrzeug.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Konnektivitätsverlust einer Ermittlung an dem ASP zur Deaktivierung eines Teilnehmerkontos zugehörig ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Konnektivitätsverlust auf eine Löschung zumindest eines Teils von Teilnehmerkontodaten an einem Heimteilnehmerserver (HSS) oder an einem Heimatortsregister (HLR) in dem drahtlosen Trägersystem zurückzuführen ist.

4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Anforderung einer erneuten Aktivierung an ein dem Fahrzeug zugehöriges Backend-System übertragen wird, welches wiederum dem ASP eine Angabe der Anforderung einer erneuten Aktivierung bereitstellt.

5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Anforderung einer erneuten Aktivierung Guthaben oder Geld, um ein Teilnehmerkonto hinsichtlich des ASP aufzufüllen, zugehörig ist.

6. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der zweite APN ausschließlich mit dem Backend-System verwendet wird.

7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Anforderung einer erneuten Aktivierung an den ASP übertragen wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Anforderung einer erneuten Aktivierung Guthaben oder Geld, um ein Teilnehmerkonto hinsichtlich des ASP aufzufüllen, zugehörig ist.

9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Benachrichtigung von: einem Heimteilnehmerserver (HSS) in dem drahtlosen Trägersystem und/oder einem Heimatortsregister (HLR) in dem drahtlosen Trägersystem und/oder einer Kurznachrichtendienstzentrale (SMSC) in dem drahtlosen Trägersystem empfangen wird.

10. Verfahren nach Anspruch 1, ferner umfassend:
Senden einer Verbindungsanforderung an ein drahtloses Trägersystem unter Verwendung des erneut aktivierten ersten APN; und
nach einer Bestätigung der Verbindungsanforderung, erneutes Herstellen der Konnektivität zwischen dem Fahrzeug und dem ASP unter Verwendung des erneut aktivierten ersten APN.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Konfiguration einer Fahrzeugtelematikeinheit zum Betrieb mit einem drahtlosen Trägersystem, und insbesondere auf eine Konfiguration eines Fahrzeugs, um einen zuvor verwendeten Zugriffspunktnamen (APN) erneut zu aktivieren.

HINTERGRUND

Drahtlose Trägersysteme werden durch Bereitstellungsentitäten verwendet, um mobilen Fahrzeugen gemäß ihren Teilnahmevereinbarungen Inhaltsdaten bereitzustellen (z. B. Inhaltsdaten, die die Verwendung des Internets, des World Wide Web, von E-Mail-Daten, verschiedenen Multimediadaten und sogar Telematikdiensten umfassen). Das Fahrzeug kann (zumindest teilweise) durch einen Zugriffspunktnamen (APN) identifiziert werden; typischerweise weisen Telematikeinrichtungen einen einzigen APN auf, der verwendet wird, um die Inhaltsdaten an das Fahrzeug zu übermitteln. Dieser APN kann Abrechnungs- und Nutzungsdaten zugehörig sein, die einem Teilnehmerkonto zugehörig sind. Manchmal wünscht die Bereitstellungsentität, eine Bereitstellung von Inhaltsdaten für das Fahrzeug zu beenden, was den APN inaktiv macht, zumindest in Bezug auf die Bereitstellungsentität. Nach der Beendigung einer Konnektivität zwischen der Bereitstellungsentität und dem Fahrzeug versucht der Benutzer manchmal, sie wieder herzustellen. Da jedoch der einzige APN inaktiv ist, ist das Fahrzeug nicht dazu in der Lage, diese Aufgabe zu erfüllen. Somit wird der Benutzer gezwungen, ein anderes Mittel zu verwenden, um die Konnektivität erneut herzustellen und das Konto erneut zu aktivieren (was manchmal ein erneutes Auffüllen des Kontos mit Geld oder Guthaben umfasst, wodurch z. B. ein Benutzerdatentarif erneuert wird). Zum Beispiel kann der Benutzer die Bereitstellungsentität zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Festnetz anrufen. Dies ist jedoch eine unerwünschte Benutzererfahrung und verhindert, dass der Benutzer Dienste von der Bereitstellungsentität empfängt, während er sich noch im Fahrzeug befindet. Somit besteht ein Bedarf für einen Benutzer, in der Lage zu sein, die Konnektivität erneut herzustellen und das Konto erneut zu aktivieren, während er sich noch im Fahrzeug befindet.

ZUSAMMENFASSUNG

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zur erneuten Aktivierung eines Zugriffspunktnamens (APN), um eine Konnektivität zwischen einem Anwendungsdienstanbieter (ASP) und einer Telematikeinheit in einem Fahrzeug erneut herzustellen, bereitgestellt. Das Verfahren umfasst die Schritte: Empfangen von Inhaltsdaten an dem Fahrzeug über den ASP unter Verwendung eines ersten Zugriffspunktnamens (APN); Erfahren eines Konnektivitätsverlusts zwischen dem Fahrzeug und dem ASP, wobei der Konnektivitätsverlust eine Deaktivierung des ersten APN hinsichtlich des ASP umfasst; Übertragen einer dem ersten APN zugehörigen Anforderung einer erneuten Aktivierung von dem Fahrzeug über einen zweiten APN; und in Ansprechen auf die Anforderung einer erneuten Aktivierung, Empfangen einer Benachrichtigung, dass der erste APN erneut aktiviert wurde, an dem Fahrzeug.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zur Erneuten Herstellung der Konnektivität zwischen einem Anwendungsdienstanbieter (ASP) und einer Telematikeinheit in einem Fahrzeug bereitgestellt. Das Verfahren umfasst die Schritte: Empfangen von Inhaltsdaten an dem Fahrzeug über den ASP unter Verwendung eines ersten Zugriffspunktnamens (APN); Erfahren eines Konnektivitätsverlusts zwischen dem Fahrzeug und dem ASP, wobei der Konnektivitätsverlust eine Deaktivierung des ersten APN hinsichtlich des ASP umfasst; Übertragen einer dem ersten APN zugehörigen Anforderung einer erneuten Aktivierung von dem Fahrzeug über einen zweiten APN; in Ansprechen auf die Anforderung einer erneuten Aktivierung, Empfangen einer Benachrichtigung, dass der erste APN erneut aktiviert wurde, an dem Fahrzeug; Senden einer Verbindungsanforderung an ein drahtloses Trägersystem unter Verwendung des erneut aktivierten ersten APN; und nach einer Bestätigung der Verbindungsanforderung, erneutes Herstellen der Konnektivität zwischen dem Fahrzeug und dem ASP unter Verwendung des erneut aktivierten ersten APN.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Hierin nachfolgend werden eine oder mehrere Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente bezeichnen, und wobei:

1 ein Blockdiagramm ist, das eine Ausführungsform eines Kommunikationssystems zeigt, das das hierin offenbarte Verfahren verwenden kann;

2 ein schematisches Diagramm ist, das einen Teil des Kommunikationssystems von 1 veranschaulicht; und

3 ein Flussdiagramm ist, das ein Verfahren einer Verwendung des in 2 und 3 gezeigten Kommunikationssystems veranschaulicht.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER DARGESTELLTEN AUSFÜHRUNGSFORM(EN)

Nachstehend wird ein Kommunikationssystem beschrieben, das einem Fahrzeug ermöglicht, sich mit einem drahtlosen Trägersystem unter Verwendung von zwei oder mehr Zugriffspunktnamen (APNs von access point names) zu verbinden. Ein privater APN kann mit einem Backend-System verwendet werden, während ein öffentlicher APN mit einer Vielzahl von Bereitstellungsentitäten oder Anwendungsdienstanbietern verwendet werden kann. Durch Verwenden des privaten APN mit dem Backend-System kann die Fahrzeugsicherheit verbessert werden. Dies gilt insbesondere, wenn das Fahrzeug aus der Ferne gesteuert werden kann; z. B., wenn das Fahrzeug durch das Backend-System unter Verwendung des privaten APN aus der Ferne entriegelt oder gestartet werden kann.

Wie es nachstehend ausführlich erläutert wird, kann der Anwendungsdienstanbieter manchmal ein Benutzerkonto, das dem Fahrzeug zugehörig ist, deaktivieren – dies wiederum kann den öffentlichen APN deaktivieren, zumindest in Bezug auf diesen bestimmten Anwendungsdienstanbieter. Das System und die Verfahren, die nachstehend erläutert werden, beschreiben, wie der private APN verwendet werden kann, um den öffentlichen APN erneut zu aktivieren, um auf diese Weise eine Benutzerfrustration zu vermeiden und die allgemeine Erfahrung des Benutzers zu verbessern.

Kommunikationssystem –

Bezug nehmend auf 1 ist eine Betriebsumgebung gezeigt, die ein Mobilfahrzeugkommunikationssystem 10 umfasst und die verwendet werden kann, um das hierin offenbarte Verfahren zu realisieren. Das Kommunikationssystem 10 umfasst im Allgemeinen: ein oder mehrere drahtlose Trägersysteme 12; ein Bodenkommunikationsnetz 14; ein Backend-System 16; eine(n) oder mehrere Bereitstellungsentitäten oder Anwendungsdienstanbieter 18; und ein Fahrzeug 24, das mit einer Telematikeinheit 30 ausgestattet ist und drahtlos mit dem/den Trägersystem(en) 12 gekoppelt ist. Es ist zu verstehen, dass das offenbarte Verfahren mit jeder Anzahl von verschiedenen Systemen verwendet werden kann und nicht speziell auf die hier gezeigte Betriebsumgebung beschränkt ist. Auch sind die Architektur, die Konstruktion, der Aufbau und der Betrieb des Systems 10 sowie seine einzelnen Komponenten in der Technik allgemein bekannt. Somit liefern die folgenden Absätze lediglich einen kurzen Überblick über solch ein Kommunikationssystem 10; andere Systeme, die hier nicht gezeigt sind, könnten jedoch auch das offenbarte Verfahren einsetzen.

Gemäß einer Ausführungsform ist das drahtlose Trägersystem (WCS von wireless carrier system) 12 ein Zellulartelefonsystem, das eine Vielzahl von Mobilfunkmasten (nur einer ist gezeigt), eine oder mehrere Mobilfunkvermittlungsstellen (MSCs von mobile switching centers), einen oder mehrere IP-Router, einen oder mehrere IP-Server, ein oder mehrere IP-Gateways, einen oder mehrere Anwendungsserver (nicht gezeigt) sowie beliebige andere Netzkomponenten, die erforderlich sind, um das drahtlose Trägersystem 12 mit dem Bodennetz 14 zu verbinden, umfasst. Jeder Mobilfunkmast umfasst sendende und empfangende Antennen und eine Basisstation, wobei die Basisstationen von unterschiedlichen Mobilfunkmasten entweder direkt oder über ein Zwischengerät, wie beispielsweise einen Basisstationscontroller, mit der MSC oder dem IP-Router verbunden sind. Das zellulare System 12 kann jede geeignete Kommunikationstechnologie realisieren, die beispielsweise analoge Technologien, wie beispielsweise AMPS, oder die neueren digitalen Technologien, wie beispielsweise CDMA (z. B. CDMA2000) oder GSM/GPRS/UMTS/LTE, oder zukünftige drahtlose Technologien umfasst. Fachleute werden erkennen, dass verschiedene Mobilfunkmast/Basisstation/MSC/IP-Router-Anordnungen möglich sind und mit dem drahtlosen System 12 verwendet werden könnten. Beispielsweise könnten die Basisstation und der Mobilfunkmast zusammen an dem gleichen Ort angeordnet sein, oder sie könnten entfernt voneinander angeordnet sein, könnte jede Basisstation für einen einzelnen Mobilfunkmast verantwortlich sein oder könnte eine einzelne Basisstation verschiedene Mobilfunkmasten bedienen und könnten verschiedene Basisstationen mit einer einzelnen MSC gekoppelt sein, nur um einige der möglichen Anordnungen zu nennen.

Es existieren auch andere Ausführungsformen des drahtlosen Trägersystems 12. Beispielsweise könnte das drahtlose Trägersystem 12 auch ein LTE-System sein. Somit kann anstelle einer Basis-Transceiver-Station (BTS von base transceiver station) [die in GSM-Netzen verwendet wird] ein Evolved Node B (enodeB) verwendet werden. Ein Serving Gateway (S-GW) [eines LTE-Systems] kann anstelle eines Serving GPRS-Unterstützungsknotens (SGSN von Serving GPRS Support Node) [des GSM-Systems] verwendet werden, ein Paket-Gateway oder PDN-Gateway (P-GW) [LTE] kann anstelle eines Gateway GPRS-Unterstützungsknotens (GGSN von Gateway GPRS Support Node) [GSM] verwendet werden, ein Heimteilnehmerserver (HSS von Home Subscriber Server) [LTE] kann anstelle eines Heimatortsregisters (HLR von Home Location Register) [GSM] verwendet werden, etc. Dies sind lediglich Beispiele zur Veranschaulichung, dass das drahtlose Trägersystem 12 einen beliebigen geeigneten Typen umfassen kann, was derzeit verwendete Systeme sowie zukünftige Systeme, die verwendet oder entwickelt werden können, umfasst.

In 2 sind einige Komponenten eines drahtlosen LTE-Trägersystems 12 gezeigt. Zum Beispiel ist ein enodeB 34 in drahtloser Kommunikation mit Fahrzeug 24 gezeigt. Der enodeB 34 ist mit sowohl einem HSS 38 als auch einem S-GW 40 gekoppelt. Das S-GW 40 ist mit einem P-GW 42 verbunden gezeigt, das auch mit einer Strategie- & Abrechnungsregelfunktion (PCRF von Policy & Charging Rules Function) 44 gekoppelt ist. Sowohl das P-GW 42 als auch die PCRF 44 sind über das Internet 50 mit dem Backend-System 16 und dem ASP 18 gekoppelt.

Es sei angemerkt, dass Nicht-LTE-Komponenten über eine Schnittstelle mit drahtlosen LTE-Trägersystemen gekoppelt sein können, wie beispielsweise eine Kurznachrichtendienstzentrale (SMSC von Short Message Service Center) 52, die mit der MME 36 gekoppelt ist. Auch dies ist lediglich ein Beispiel; es können auch andere Nicht-LTE-Komponenten mit dem LTE-System verbunden sein oder in Interaktion stehen. Die Komponenten des drahtlosen Trägersystems 12, wie beispielsweise der enodeB 34, die MME 36, das S-GW 40, der HSS 38, das P-GW 42, die PCRF 44, das Internet 50, die SMSC 52, etc. sind Fachleuten bekannt und werden hier nicht weiter ausgeführt.

Wieder auf 1 Bezug nehmend kann abgesehen von einer Verwendung des drahtlosen Trägersystems 12 ein anderes drahtloses Trägersystem in Form einer Satellitenkommunikation verwendet werden, um eine unidirektionale oder bidirektionale Kommunikation mit dem Fahrzeug bereitzustellen. Dies kann unter Verwendung eines oder mehrerer Kommunikationssatelliten und einer Uplink-Übertragungsstation erfolgen. Eine unidirektionale Kommunikation kann beispielsweise Satellitenfunkdienste umfassen, bei denen Programminhalt (Nachrichten, Musik, etc.) durch die Übertragungsstation empfangen wird, für ein Hochladen verpackt wird und dann an den Satelliten gesendet wird, der die Programme an Teilnehmer ausstrahlt. Eine bidirektionale Kommunikation kann beispielsweise Satellitentelefoniedienste umfassen, die den Satelliten verwenden, um Telefonverkehr zwischen dem Fahrzeug 24 und der Uplink-Übertragungsstation weiterzuleiten. Bei einer Verwendung kann diese Satellitentelefonie entweder zusätzlich zu dem drahtlosen Trägersystem 12 oder anstatt dessen eingesetzt werden.

Das Bodennetz 14 kann ein herkömmliches bodenbasiertes Telekommunikationsnetz sein, das mit einem oder mehreren Festnetztelefonen verbunden ist und das drahtlose Trägersystem 12 mit dem Backend-System 16 und dem ASP/den ASPs 18 verbindet. Beispielsweise kann das Bodennetz 14 ein Fernsprechnetz (PSTN von public switched telephone network) umfassen, wie beispielsweise jenes, das verwendet wird, um eine Festnetztelefonie, paketvermittelte Datenübermittlungen und die Internetinfrastruktur bereitzustellen. Ein oder mehrere Segmente des Bodennetzes 14 könnten durch die Verwendung eines standardisierten drahtgebundenen Netzes, eines Faser- oder anderen optischen Netzes, eines Kabelnetzes, von Hochspannungsleitungen, anderen drahtlosen Netzen, wie beispielsweise Wireless Local Area Networks (WLANs), oder Netzen, die einen drahtlosen Breitbandzugriff (BWA von broadband wireless access) bereitstellen, oder jeder Kombination hiervon realisiert sein. Ferner müssen das Backend-System 16 und der ASP/die ASPs 18 nicht über das Bodennetz 14 verbunden sein, sondern könnten sie ein Drahtlostelefoniegerät umfassen, sodass sie direkt mit einem drahtlosen Netz, wie beispielsweise dem drahtlosen Trägersystem 12, kommunizieren können.

Das Backend-System 16 kann einen oder mehrere Computerserver und eine Datendienstzentrale umfassen. Das Backend-System 16 ist entworfen, um dem Fahrzeug 24 eine Anzahl von verschiedenen System-Backend-Funktionen bereitzustellen (z. B. Bereitstellen von Fahrzeugnavigationsdiensten, Fahrzeug-Concierge-Diensten, Fahrzeugdiagnose, Unterhaltungsinhaltsdaten und Infotainment-Inhaltsdaten). Ferner umfasst das Backend-System 16 im Allgemeinen eine(n) oder mehrere Schalter, Server, Datenbanken, menschliche Berater sowie ein automatisiertes Sprachausgabesystem (VRS von voice response system), die alle in der Technik bekannt sind. Diese verschiedenen Komponenten der Datendienstzentrale sind vorzugsweise über ein drahtgebundenes oder drahtloses lokales Netz miteinander gekoppelt. Der Schalter, der ein Telekommunikationsanlagenschalter (PBX-Schalter von private branch exchange switch) sein kann, leitet eingehende Signale derart weiter, dass Sprachübertragungen für gewöhnlich entweder durch ein normales Telefon an den menschlichen Berater oder unter Verwendung von VoIP an das automatisierte Sprachausgabesystem gesendet werden. Das Telefon des menschlichen Beraters kann auch VoIP verwenden; VoIP und andere Datenübermittlungen über den Schalter können über ein Modem realisiert sein, das zwischen dem Schalter und dem Netz verbunden ist. Die Datenübertragungen werden über das Modem an den Server und/oder die Datenbank weitergeleitet. Die Datenbank kann eine Kontoinformation, wie beispielsweise eine Teilnehmerauthentifizierungsinformation, Fahrzeugidentifikatoren, Profilaufzeichnungen, Verhaltensmuster und andere entsprechende Teilnehmerinformationen, speichern. Datenübertragungen können auch durch drahtlose Systeme, wie zum Beispiel 802.11x, GPRS, UMTS, LTE, und zukünftige drahtlose Technologien und dergleichen durchgeführt werden. Obwohl eine Ausführungsform als in Verbindung mit einer mit Personal besetzten Datendienstzentrale unter Verwendung eines menschlichen Beraters verwendet beschrieben wurde, sei angemerkt, dass die Datendienstzentrale des Backend-Systems 16 stattdessen das VRS als einen automatisierten Berater verwenden kann oder eine Kombination aus dem VRS und einem menschlichen Berater verwendet werden kann.

Der ASP 18 kann eine beliebige geeignete Entität sein, die gemäß einer Teilnehmer- oder Teilnahmevereinbarung Inhaltsdaten für das Fahrzeug 24 bereitstellen kann. Die Inhaltsdaten oder der Internetinhalt, die/der durch den ASP 18 bereitgestellt werden/wird, umfassen/umfasst breit jeglichen textlichen, visuellen oder auditiven Inhalt, der über das World Wide Web übertragen wird, Daten, die unter Verwendung von verschiedenen Kommunikationsmitteln (z. B. E-Mail, Internettelefonie, SMS, Video, Multimedia, etc.) übermittelt werden, und Daten, die unter Verwendung von verschiedenen Datentransfermitteln (z. B. umfassend gemeinsames Nutzen von Dateien, Streaming von Medien, etc.) übermittelt werden. Somit umfasst Internetinhalt auch: lokale und regionale Ereignisse und Informationen, Nachrichten und Finanzdaten, Ortsdaten, Daten sozialer Beziehungen, Popkultur-Informationen, Sport- und Unterhaltungsinformationen, Fitnessdaten, Online-Einkauf-Daten, um nur einige Beispiele zu nennen. Ein kommerziell verfügbarer öffentlicher ASP 18 ist PandoraTM, der Streaming-Musik bereitstellt; ein anderer ist Major League Baseball (MLBTM), der eine Kommentierung von Live-Spielen der obersten Spielklasse bereitstellt. Dies sind natürlich nur Beispiele; es existieren andere Beispiele.

Der ASP 18 kann der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und kann somit Zahlungen von seinen Teilnehmern erhalten und Werbevereinbarungen oder Angebote für Teilnehmer bereitstellen, um nur einige Beispiele zu nennen. Der ASP 18 kann solche Zahlungen oder das Fehlen dieser auch berücksichtigen und protokollieren. Wie es nachstehend ausführlicher erläutert wird, kann der ASP 18 mit dem drahtlosen Trägersystem 12 in Interaktion stehen – z. B. das drahtlose Trägersystem 12 oder einen Drahtlosdienstanbieter (z. B. unter Verwendung des WCS 12) benachrichtigen, wenn der Teilnehmer einen Datentarif, Datenguthaben oder dergleichen erwerben muss. Zum Beispiel kann der ASP 18 eine Deaktivierung eines spezifischen Zugriffspunktnamens oder APN, der dem Fahrzeug 24 zugehörig ist, auslösen, indem eine Nachricht oder ein Befehl an den HSS 38 (oder das HLR bei GSM-Systemen) übermittelt wird, sodass jeder Versuch des Fahrzeugs 24, Inhaltsdaten unter Verwendung des spezifischen APN zu empfangen, verweigert wird (in anderen Fällen kann das drahtlose Trägersystem oder sogar der Drahtlosdienstanbieter die Deaktivierung auslösen).

Der ASP 18 kann Dienste unter Verwendung von menschlichem Personal und/oder Computerschnittstellen (z. B. Anwendungssoftware) bereitstellen. Der ASP 18 kann einen einer Anzahl von Computern oder Servern umfassen, auf die über ein Netz, wie beispielsweise das Internet, zugegriffen werden kann. Jeder solche Server kann für einen oder mehrere Zwecke verwendet werden, wie zum Beispiel einen Webserver, auf den über das Bodennetz 14 und/oder den drahtlosen Träger 12 zugegriffen werden kann.

Das Fahrzeug 24 ist bei der dargestellten Ausführungsform als ein Personenkraftwagen gezeigt, es sei jedoch angemerkt, dass auch jedes andere Fahrzeug verwendet werden kann, das Motorräder, Lastwagen, Geländewagen (SUVs von sports utility vehicles), Wohnmobile (RVs von recreational vehicles), Schiffe, Flugzeugträger, Züge, Luftfahrzeuge etc. umfasst. Das Fahrzeug 24 kann eine Elektronik wie beispielsweise ein Mikrofon, Lautsprecher, einen oder mehrere Druckknöpfe oder andere Steuereingabeeinrichtungen, eine Fahrzeughaupteinheit oder -unterhaltungseinheit, eine oder mehrere visuelle Anzeigen, eine Anzahl von Fahrzeugsystemmodulen (VSMs von vehicle system modules) zur Steuerung oder Regulierung verschiedener Fahrzeugsubsysteme und die Telematikeinheit 30 zur Ausführung von Fahrzeugkommunikationen sowie Durchführung anderer Fahrzeugfunktionen umfassen. Die Haupteinheit, die VSMs, die Telematikeinheit und andere Einrichtungen können durch eines oder Fahrzeugkommunikationsnetze (z. B. durch einen drahtgebundenen Bus/drahtgebundene Busse oder durch ein oder mehrere Netze einer drahtlosen Nahbereichskommunikation (SRWC von short range wireless communication) miteinander verbunden oder elektrisch gekoppelt sein.

Die Telematikeinheit 30 kann eine OEM-Einrichtung (eingebettet) oder eine Nachrüsteinrichtung sein, die in dem Fahrzeug eingebaut ist und die eine drahtlose Sprach- und/oder Datenübermittlung über das drahtlose Trägersystem 12 und über einen drahtlosen Netzbetrieb ermöglicht. Dies ermöglicht dem Fahrzeug 24, mit dem Backend-System 16, dem ASP 18, anderen telematikfähigen Fahrzeugen (nicht gezeigt) oder einer anderen Entität oder Einrichtung zu kommunizieren. Die Telematikeinheit 30 verwendet vorzugsweise Funkübertragungen, um einen Kommunikationskanal (einen Sprachkanal und/oder einen Datenkanal) mit dem drahtlosen Trägersystem 12 herzustellen, sodass Sprach- und/oder Datenübertragungen über den Kanal gesendet und empfangen werden können. Durch Bereitstellen von sowohl einer Sprach- als auch einer Datenübermittlung ermöglicht die Telematikeinheit 30 dem Fahrzeug, eine Anzahl von verschiedenen Diensten anzubieten, die jene umfassen, die mit Navigation, Telefonie, Notfallunterstützung, Diagnose, Infotainment etc. in Beziehung stehen. Die Daten können entweder über eine Datenverbindung, wie beispielsweise über eine Paketdatenübertragung über einen Datenkanal, oder über einen Sprachkanal unter Verwendung von in der Technik bekannten Techniken gesendet werden. Für kombinierte Dienste, die sowohl eine Sprachkommunikation (z. B. mit einem menschlichen Berater oder einer Sprachausgabeeinheit an dem Backend-System 16) als auch eine Datenkommunikation (z. B. um GPS-Ortsdaten oder Fahrzeugdiagnosedaten für das Backend-System 16 bereitzustellen) umfassen, kann das System einen einzelnen Anruf über einen Sprachkanal verwenden und nach Bedarf zwischen einer Sprach- und einer Datenübertragung über den Sprachkanal umschalten, und dies kann unter Verwendung von Fachleuten bekannten Techniken erfolgen.

Gemäß einer Ausführungsform verwendet die Telematikeinheit 30 eine zellulare Kommunikation gemäß entweder GSM-, CDMA-, UMTS- oder LTE-Standards oder IEEE 802.11x-Standards und umfasst sie somit einen standardisierten zellularen und/oder IEEE 802.11x-Chipsatz für Sprachübermittlungen wie Freisprechanrufe, ein Drahtlosmodem (nicht gezeigt) für eine Datenübertragung, eine elektronische Verarbeitungseinrichtung oder einen Prozessor 64, eine oder mehrere digitale Speichereinrichtungen 66 und eine Dualantenne (nicht gezeigt). Es sei angemerkt, dass das Modem entweder durch eine Software 68 (gespeichert an Speicher 66) realisiert sein kann und durch den Prozessor 64 ausgeführt wird, oder dass es eine separate Hardwarekomponente sein kann, die sich in der Telematikeinheit 30 oder außerhalb dieser befindet. Das Modem kann unter Verwendung jeder Anzahl von verschiedenen Standards oder Protokollen arbeiten, wie beispielsweise LTE, EVDO, CDMA, GPRS und EDGE. Ein drahtloser Netzbetrieb zwischen dem Fahrzeug und anderen vernetzten Einrichtungen kann auch unter Verwendung der Telematikeinheit 30 ausgeführt werden. Zu diesem Zweck kann die Telematikeinheit 30 ausgestaltet sein, um gemäß einem oder mehreren Drahtlosprotokollen, die eine drahtlose Nahbereichsverbindung (SRWC von short range wireless communication) wie beispielsweise ein beliebiges der IEEE 802.11-Protokolle, WiMAX, ZigBeeTM, Wi-Fi Direct, Bluetooth oder eine Nahfeldkommunikation (NFC von near field communication) umfassen, drahtlos zu kommunizieren.

Bei einer Verwendung für eine paketvermittelte Datenübermittlung, wie beispielsweise TCP/IP, kann die Telematikeinheit 30 mit einer statischen IP-Adresse konfiguriert sein oder kann sie aufgebaut sein, um automatisch eine zugeordnete IP-Adresse von einer anderen Einrichtung an dem Netzwerk, wie beispielsweise einem Router, oder von einem Netzadressenserver zu empfangen.

Der Prozessor 64 kann jeder Typ von Einrichtung sein, der elektronische Anweisungen verarbeiten kann, und kann Mikroprozessoren, Mikrocontroller, Host-Prozessoren, Controller, Fahrzeugkommunikationsprozessoren und anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise (ASICs von application specific integrated circuits) umfassen. Er kann ein dedizierter Prozessor sein, der nur für die Telematikeinheit 30 verwendet wird, oder er kann von anderen Fahrzeugsystemen gemeinsam genutzt werden. Der Prozessor 64 führt verschiedene Typen von digital gespeicherten Anweisungen aus, wie beispielsweise Software- oder Firmwareprogramme 68, die der Telematikeinheit 30 ermöglichen, eine große Vielzahl von Diensten bereitzustellen. Beispielsweise kann der Prozessor 64 Programme ausführen oder Daten verarbeiten, um mindestens einen Teil des hierin erläuterten Verfahrens auszuführen.

Der Speicher 66 kann ein von einem Computer verwendbares oder lesbares Medium umfassen, das eine(n) oder mehrere Speichereinrichtungen oder -artikel umfasst. Beispielhafte nicht transitorische von einem Computer verwendbare Speichereinrichtungen umfassen einen RAM (Direktzugriffsspeicher), ROM (Nur-Lese-Speicher), EPROM (löschbaren, programmierbaren ROM), EEPROM (elektrisch löschbaren, programmierbaren ROM) und magnetische oder optische Platten oder Bänder eines herkömmlichen Computersystems. Bei zumindest einer Ausführungsform ist der Speicher 66 ein nicht transitorisches von einem Computer lesbares Medium.

Die Telematikeinheit 30 kann verwendet werden, um einen vielseitigen Bereich von Fahrzeugdiensten bereitzustellen, die eine drahtlose Übermittlung zu und/oder von dem Fahrzeug 24 umfassen. Solche Dienste umfassen: Turn-by-Turn-Anweisungen und andere navigationsbezogene Dienste, die in Verbindung mit dem GPS-basierten Fahrzeugnavigationsmodul bereitgestellt werden; eine Airbag-Einsatzbenachrichtigung und andere Notfall- oder Pannenhilfe-Dienste, die in Verbindung mit einem oder mehreren Kollisionssensorschnittstellenmodulen bereitgestellt werden, wie beispielsweise einem Karosseriesteuermodul (nicht gezeigt); eine Diagnoseberichterstattung unter Verwendung eines oder mehrerer Diagnosemodule; und Infotainment-bezogene Dienste, bei denen Musik, Webseiten, Filme, Fernsehprogramme, Videospiele und/oder andere Informationen durch ein Infotainment-Modul (nicht gezeigt) heruntergeladen werden und für eine sofortige oder spätere Wiedergabe gespeichert werden. Die oben aufgelisteten Dienste sind keineswegs eine vollständige Liste aller Fähigkeiten der Telematikeinheit 30, sondern sind lediglich eine Aufzählung einiger der Dienste, die die Telematikeinheit anbieten kann. Ferner sei angemerkt, dass mindestens einige der zuvor genannten Module in Form von Softwareanweisungen 68 realisiert sein könnten, die innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 gespeichert sind, dass sie Hardwarekomponenten sein könnten, die sich innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden, oder dass sie miteinander oder mit anderen Systemen, die sich in dem Fahrzeug 24 befinden, integriert sein könnten und/oder von diesen gemeinsam genutzt werden könnten, nur um einige Möglichkeiten zu nennen. In dem Fall, dass die Module als VSMs realisiert sind, die außerhalb der Telematikeinheit 30 angeordnet sind, könnten sie einen Fahrzeugdatenbus verwenden, um Daten und Befehle mit der Telematikeinheit auszutauschen.

Bei zumindest einer Ausführungsform ist der ASP 18 eine Entität, auf die durch das Fahrzeug 24 und ein beliebiges anderes Fahrzeug mit Telematikausstattung zugegriffen werden kann, und die ausgestaltet ist, um Daten über eine Datenverbindung zu empfangen, während das Backend-System 16 eine private Entität ist, auf die Fahrzeuge mit speziell ausgestalteten Telematikeinheiten zugreifen können. Zum Beispiel kann eine speziell ausgestaltete Telematikeinheit eine sein, die mit einem öffentlichen Zugriffspunktnamen (APN) und einem privaten APN ausgestaltet ist. Es sei angemerkt, dass Kommunikationseinrichtungen (z. B. ein Benutzergerät oder UE) im Allgemeinen mit einem einzigen Zugriffspunktnamen (APN) ausgestaltet sind. Allerdings kann die Telematikeinheit 30 bei dieser speziell ausgestalteten Realisierung eine Verbindung mit dem Backend-System 16 über den privaten APN ermöglichen, wohingegen die Telematikeinheit 30 eine Verbindung mit anderen Entitäten oder Einrichtungen (wie beispielsweise dem ASP 18) unter Verwendung des öffentlichen APN ermöglichen kann. Durch Verwenden des privaten APN kann die Fahrzeugkommunikationssicherheit erhöht werden, da Möglichkeiten für einen böswilligen Angriff verringert werden, wenn der private APN nicht an Orten oder über Kommunikationspfade verwendet wird, auf die wahrscheinlich durch solche Angreifer (oder Hacker) zugegriffen wird. Es sei angemerkt, dass es für das drahtlose Trägersystem 12 keine Rolle spielen muss, welcher APN verwendet wird.

Die Identitäten des öffentlichen APN und des privaten APN können sich unterscheiden. Zum Beispiel kann der private APN der Telematikeinheit 30 als 'Backend APN' bezeichnet werden, während der öffentliche APN als 'Verbraucher APN' bezeichnet werden kann. Dies sind natürlich nur Beispiele; es sind andere Realisierungen möglich.

Verfahren –

Nun auf 3 Bezug nehmend ist ein Verfahren 300 einer Interaktion des Fahrzeugs 24 mit der in 1 und 2 gezeigten LTE-Kommunikationsarchitektur gezeigt. Und während das Verfahren in Bezug auf ein drahtloses LTE-Trägersystem 12 beschrieben ist, ist zu verstehen, dass das Fahrzeug 24 in ähnlicher Weise mit WCDMA, GSM oder beliebigen anderen geeigneten Architekturen in Interaktion stehen kann. Die Fahrzeugtelematikeinheit 30 ist in Verfahren 300 mit sowohl einem öffentlichen APN (z. B. 'Verbraucher APN') als auch einem privaten APN (z. B. 'Backend APN') ausgestaltet.

Das Verfahren beginnt mit Schritt 305, in dem das Fahrzeug 24 über die Telematikeinheit 30 unter Verwendung des öffentlichen APN Inhaltsdaten von dem ASP 18 empfängt. Ein Benutzer des Fahrzeugs 24 kann eine Teilnehmerbeziehung (und ein Konto) hinsichtlich des ASP 18 aufweisen, und in der Teilnehmerbeziehung kann erwartet werden, dass der Benutzer eine entgeltliche Gegenleistung, wie beispielsweise Guthaben oder Geld, im Austausch dafür erbringt, dass der ASP 18 die Inhaltsdaten bereitstellt – z. B., wie beispielsweise eine vorbestimmte Datenmenge (z. B. in Gigabyte oder Gb) oder für eine vorbestimmte Zeitdauer (z. B. pro Monat, pro Jahr, etc.). In Schritt 305 kann das Fahrzeug (und/oder die Telematikeinheit 30) den privaten APN mit dem Backend-System 16 verwenden, dabei sein, diesen zu verwenden oder zumindest in der Lage dazu sein, diesen zu verwenden. Nach Schritt 305 fährt das Verfahren mit Schritt 310 fort.

In Schritt 310 ermittelt der ASP 18 eine Deaktivierung des Teilnehmerkontos. Die Ermittlung zur Deaktivierung des Teilnehmerkontos führt dazu, dass das Konto inaktiv wird und der ASP die Bereitstellung von Inhaltsdaten für das Fahrzeug 24 unterbricht. Dies kann aus einem beliebigen geeigneten Grund erfolgen; z. B. kann es bei zumindest einer Realisierung aufgrund einer Erschöpfung oder eines anderweitigen Nichtvorhandenseins einer Gegenleistung erfolgen (z. B. wurde das Guthaben oder Geld verbraucht und ist jetzt mehr Guthaben oder Geld nötig). Dies ist natürlich nur ein Beispiel; die Deaktivierung kann auf einen beliebigen anderen geeigneten Grund zurückzuführen sein.

Wenn die Deaktivierung ermittelt wird, kann der ASP 18 das drahtlose Trägersystem 12 (z. B. den HSS 38) benachrichtigen, dass das Fahrzeug 24 möglicherweise keine Inhaltsdaten oder anderen Dienste von dem ASP 18 über den öffentlichen APN empfängt [Schritt 315]. Dies kann umfassen, dass das drahtlose Trägersystem 12 das Teilnehmerkonto des Benutzers aktualisiert, oder zumindest einen Teil der Teilnehmerdaten, die dem Konto zugehörig sind (und z. B. an dem HSS 38 gespeichert sein können), sogar löscht, überschreibt oder auf andere Weise entfernt. Dies kann dazu führen, dass das Teilnehmerkonto und der öffentliche APN als 'inaktiv' betrachtet werden, zumindest in Bezug auf den ASP 18. Somit wird erkannt werden, dass der öffentliche APN mit anderen ASPs (nicht gezeigt), jedoch nicht mit dem ASP 18, verwendet werden könnte.

Später, nach Schritt 315 (oder als Ergebnis davon), kann der Benutzer des Fahrzeugs 24 versuchen, das Konto erneut zu aktivieren [Schritt 320]. Dies kann umfassen, dass der Benutzer das Geld oder Guthaben auf dem Teilnehmerkonto auffüllt. Gemäß einer Ausführungsform kann der Benutzer unter Verwendung des privaten APN direkt oder indirekt mit dem ASP 18 kommunizieren. Zum Beispiel kann das Fahrzeug 24 das Teilnehmerkonto mit dem ASP 18 erneut aktivieren, indem eine Nachricht zur erneuten Aktivierung und/oder Bereitstellung von Geld (oder Guthaben) unter Verwendung des privaten APN an das Backend-System 16 gesendet wird, das wiederum die Nachricht und/oder das Geld dem ASP 18 bereitstellen kann. Bei dieser Ausführungsform wird der private APN ausschließlich mit dem Backend-System 16 verwendet, um die Sicherheit aufrecht zu erhalten; z. B. durch Reduzieren der Präsentation des privaten APN für böswillige Angreifer, wie es oben erläutert wird.

Bei einer anderen Ausführungsform kann das Fahrzeug 24 das Teilnehmerkonto erneut aktivieren, indem über den privaten APN eine Nachricht zur erneuten Aktivierung und/oder Bereitstellung von Geld (oder Guthaben) an den ASP 18 gesendet wird, ohne das Backend-System 16 zu verwenden. Hier kann die Verwendung des privaten APN mit dem ASP 18 auf einen oder mehrere vordefinierte Umstände, wie beispielsweise diesen, beschränkt sein.

Es sei angemerkt, dass das Fahrzeug 24 ohne einen zweiten APN (z. B. den privaten APN) nicht dazu in der Lage wäre, das Teilnehmerkonto so leicht erneut zu aktivieren. Beispielsweise könnte in Fahrzeugen mit einem einzigen APN, wenn der einzige APN deaktiviert würde, keine weitere Kommunikation mit dem ASP 18 über die Telematikeinheit 30 erfolgen, bis z. B. Geld oder Guthaben bereitgestellt werden würde, um das Teilnehmerkonto aufzufüllen. Und ein Auffüllen des Kontos des Teilnehmers wäre über die Telematikeinheit 30 nicht möglich, solange der einzige APN deaktiviert wäre (in Bezug auf den ASP 18). Somit verbessert die Verwendung des privaten APN die allgemeine Erfahrung des Benutzers im Fahrzeug 24 (z. B. durch Minimieren der Benutzerfrustration, die eine erneute Aktivierung in Fahrzeugen mit einem einzigen APN begleitet). Nach Schritt 320 fährt das Verfahren mit Schritt 325 fort.

In Schritt 325 löst der ASP 18 eine erneute Aktivierung der Konnektivität zwischen ihm und dem Fahrzeug 24 aus. Dies kann umfassen, dass der ASP 18 dem drahtlosen Trägersystem 12 eine Teilnehmerkontodatenaktualisierung, die dem öffentlichen APN zugehörig ist, bereitstellt (z. B. durch Senden einer Nachricht, die den HSS 38 aktualisiert). Die Aktualisierung umfasst eine Angabe, dass der öffentliche APN wieder mit dem ASP 18 verwendet werden kann; somit hat das Fahrzeug 24 wieder die Erlaubnis, Inhaltsdaten von dem ASP 18 zu empfangen.

In Ansprechen auf die Auslösung in Schritt 325 kann der HSS 38 eine Benachrichtigung an das Fahrzeug 24 (über die MME 36) senden [Schritt 330]. Diese Benachrichtigung kann angeben, dass der öffentliche APN 'aktiv' ist, zumindest in Bezug auf den ASP 18. Nach Schritt 330 kann das Verfahren mit Schritt 340 fortfahren.

Die Schritte 340355 sind Fachleuten im Allgemeinen bekannt. Hier steht das Fahrzeug 24 mit dem drahtlosen Trägersystem 12 in Interaktion, um die Konnektivität erneut herzustellen. Zum Beispiel kann das Fahrzeug 24 in Schritt 340 mit der MME 36 kommunizieren und einen Anhang und eine Verbindung unter Verwendung des öffentlichen APN anfordern. In Schritt 345 kommuniziert die MME 36 mit dem P-GW 42 und versucht, die Verbindung unter Verwendung des öffentlichen APN herzustellen, und in Schritt 350 bestätigt das P-GW 42 die hergestellte Verbindung hinsichtlich der MME 36. Dann bestätigt die MME 36 in Schritt 355 den Anhang und die Verbindung hinsichtlich des Fahrzeugs 24.

In Schritt 360 kann das Fahrzeug 24 die Verwendung des öffentlichen APN wieder aufnehmen – z. B. kann es den Empfang von Inhaltsdaten von dem ASP 18 wieder aufnehmen. Schritt 360 kann dem in Schritt 305 Beschriebenen ähnlich sein, wobei das Fahrzeug 24 sowohl den öffentlichen als auch den privaten APN verwenden kann.

Somit kann das Verfahren 300 dem Fahrzeug 24 ermöglichen, eine Konnektivität mit dem ASP 18 erneut herzustellen, ohne dass eine signifikante, oder vielleicht überhaupt eine Interaktion mit dem Benutzer erforderlich ist, wodurch die Benutzererfahrung verbessert wird. Das Verfahren kann durch das Fahrzeug 24 erreicht werden, wobei ein zweiter APN (z. B. der private APN) verwendet wird, um einen ersten APN (z. B. den öffentlichen APN) erneut zu aktivieren. Bei der Durchführung des Verfahrens kann die Verwendung des privaten APN begrenzt werden. Zum Beispiel kann der private APN ausschließlich mit dem Backend-System 16 verwendet werden; oder der private APN kann beispielsweise in einem Schritt einer erneuten Aktivierung verwendet werden, jedoch ansonsten beschränkt sein.

Es existieren auch andere Ausführungsformen des Verfahrens 300. Zum Beispiel veranschaulicht 3 Schritte 325' und 330', die anstelle der Schritte 325 bzw. 330 (oder sogar zusätzlich zu diesen) ausgeführt werden können. In Schritt 325' kann der ASP 18 die gleiche erneute Aktivierung auslösen; allerdings kann es sich um eine Kurznachrichtendienst-Kommunikation (SMS-Kommunikation von short message service communication) handeln, oder kann es sich um einen Befehl für den HSS 38, dass Kommunikationen mit dem Fahrzeug 24 SMS umfassen sollten, handeln. Dies kann durch den HSS 38 empfangen werden, und in Schritt 330' kann der HSS 38 dem Fahrzeug 24 mitteilen, dass der öffentliche APN aktiviert wurde – wieder über SMS (z. B. aktiv zumindest in Bezug auf den ASP 18). Andere Aspekte von Schritt 325' und 330' können den Schritten 325 und 330 ähnlich sein und werden hier nicht erneut erläutert.

Es ist zu verstehen, dass das Vorstehende eine Beschreibung einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung ist. Die Erfindung ist nicht auf die hierin offenbarte(n) bestimmte(n) Ausführungsform(en) beschränkt, sondern ist lediglich durch die nachstehenden Ansprüche definiert. Ferner betreffen die in der vorstehenden Beschreibung enthaltenen Aussagen bestimmte Ausführungsformen und sollen sie nicht als Einschränkungen des Schutzumfangs der Erfindung oder der Definition der in den Ansprüchen verwendeten Begriffe betrachtet werden, außer, wenn ein Begriff oder eine Phrase oben ausdrücklich definiert ist. Verschiedene andere Ausführungsformen und verschiedene Änderungen und Abwandlungen der offenbarten Ausführungsform(en) werden für Fachleute ersichtlich. Alle solchen anderen Ausführungsformen, Änderungen und Abwandlungen sollen als innerhalb des Schutzumfangs der beigefügten Ansprüche liegend betrachtet werden.

Wie in dieser Beschreibung und den Ansprüchen verwendet, sollen die Begriffe ”z. B.”, ”zum Beispiel”, ”beispielsweise”, ”wie beispielsweise” und ”wie” und die Verben ”umfassen”, ”aufweisen”, ”einschließen” und ihre anderen Verbformen, wenn sie in Verbindung mit einer Auflistung einer oder mehrerer Komponenten oder anderer Elemente verwendet werden, jeweils als ein offenes Ende aufweisend betrachtet werden, was bedeutet, dass die Auflistung nicht als andere, zusätzliche Komponenten oder Elemente ausschließend betrachtet werden soll. Andere Begriffe sollen unter Verwendung ihrer breitesten vernünftigen Bedeutung betrachtet werden, wenn sie nicht in einem Kontext verwendet werden, der eine andere Interpretation erfordert.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • IEEE 802.11x-Standards [0024]
  • IEEE 802.11x-Chipsatz [0024]
  • IEEE 802.11-Protokolle [0024]