Title:
Vertikalschiebefenster
Kind Code:
A1
Abstract:

Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einem Beschlag für eine verschiebliche Komponente eines Fassadensystems. Um eine einfachere Konstruktion mit möglichst guter Dichtigkeit in geschlossenem Zustand zur Verfügung zu stellen, ist ein Beschlag (10) für eine verschiebliche Komponente eines Fassadensystems vorgesehen. Der Beschlag weist eine Grundstruktur (12) zur dauerhaften Befestigung an einer verschieblichen Komponente auf, und eine mit der Grundstruktur verbundene Haltevorrichtung (14) mit wenigstens zwei Halteelementen (16) zum führenden Halten an einer Führungsvorrichtung für eine Schiebebewegung. Außerdem weist der Beschlag eine Bewegungsvorrichtung (18) auf, die zwischen der Grundstruktur und der Haltevorrichtung vorgesehen ist. Die Halteelemente sind durch die Bewegungsvorrichtung in Bezug zu der Grundstruktur quer zur Schiebebewegung derart bewegbar, dass ein Abstand zwischen den Halteelementen und der Grundstruktur veränderbar ist, um eine veränderbare Abdichtung einer verschieblichen Komponente quer zur Schiebebewegung zur Verfügung zu stellen.



Inventors:
Cafuta, Thomas (Wien, AT)
Application Number:
DE102016105064A
Publication Date:
09/21/2017
Filing Date:
03/18/2016
Assignee:
BEWISO GmbH (Wien, AT)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE2145140A1N/A1973-04-12
DE880646CN/A1953-06-22
Attorney, Agent or Firm:
LKGLOBAL | Lorenz & Kopf PartG mbB Patentanwälte, 80333, München, DE
Claims:
1. Ein Beschlag (10) für eine verschiebliche Komponente eines Fassadensystems, der Beschlag aufweisend:
– eine Grundstruktur (12) zur dauerhaften Befestigung an einer verschieblichen Komponente;
– eine mit der Grundstruktur verbundene Haltevorrichtung (14) mit wenigstens zwei Halteelementen (16) zum führenden Halten an einer Führungsvorrichtung für eine Schiebebewegung; und
– eine Bewegungsvorrichtung (18), die zwischen der Grundstruktur und der Haltevorrichtung vorgesehen ist;
wobei die Halteelemente durch die Bewegungsvorrichtung in Bezug zu der Grundstruktur quer zur Schiebebewegung derart bewegbar sind, dass ein Abstand zwischen den Halteelementen und der Grundstruktur veränderbar ist, um eine veränderbare Abdichtung einer verschieblichen Komponente quer zur Schiebebewegung zur Verfügung zu stellen.

2. Beschlag nach Anspruch 1, wobei die Komponente vertikal verschieblich ist und die Schiebebewegung eine vertikale Schiebebewegung ist.

3. Beschlag nach Anspruch 2, wobei die Halteelemente wenigstens zwei Lagerzapfen (20) aufweisen zum Eingriff in vertikale Führungsschienen;
wobei die Bewegungsvorrichtung wenigstens zwei bewegliche Arme (22) aufweist, die jeweils an der Grundstruktur beweglich gehalten sind;
wobei die Lagerzapfen jeweils an einem der beweglichen Arme gehalten sind; und
wobei die Lagerzapfen in Bezug zur Grundstruktur durch Betätigung eines Aktuators (24) bewegbar sind.

4. Beschlag nach Anspruch 3, wobei die Grundstruktur eine Komponentenebene bildet; und wobei die Lagerzapfen quer zur Komponentenebene beweglich sind.

5. Ein Fassadensystem (100), aufweisend:
– wenigstens zwei tragende Strukturelemente (102);
– wenigstens eine verschiebliche Komponente (104), mit der eine Fassadenöffnung temporär abdichtend verschließbar ist; und
– einen Bewegungsmechanismus (106) zum Bewegen der verschieblichen Komponente;
wobei der Bewegungsmechanismus aufweist:
– wenigstens zwei Führungsschienen (108), die an den Strukturelementen vorgesehen sind; und
– einen Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche;
wobei die Grundstruktur an der verschieblichen Komponente befestigt ist;
wobei die Halteelemente an den Führungsschienen verschieblich gehalten sind und die Schiebebewegung definieren;
wobei die verschiebliche Komponente in Bezug zu den Führungsschienen wenigstens zwischen einer ersten Position (P1) und einer zweiten Position (P2) bewegbar ist;
wobei die verschiebliche Komponente in der zweiten Position gegen eine Anlagefläche entlang eines Randes der Fassadenöffnung mit einer Kraft (110) in Richtung quer zur Schiebebewegung angedrückt ist, die größer ist als in der ersten Position.

6. Fassadensystem nach Anspruch 5, wobei die verschiebliche Komponente in der ersten Position von der Anlagefläche entlang des Randes der Fassadenöffnung beabstandet ist.

7. Fassadensystem nach Anspruch 5 oder 6, wobei die verschiebliche Komponente als Schiebefenster ausgebildet ist, das einen Flügelrahmen aufweist, an dem die Grundstruktur des Beschlags befestigt ist.

8. Fassadensystem nach Anspruch 7, wobei das Schiebefenster ein Vertikalschiebefenster ist; und wobei das Vertikalschiebefenster in der ersten Position verschiebbar ist und in der zweiten Position quer zur Fensterfläche gegen ein umlaufendes Fassadenprofil gedrückt ist.

9. Fassadensystem nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei eine Rahmenstruktur die Anlagefläche bildet; und wobei eine Dichtungsanordnung (114) zwischen der Anlagefläche und dem Flügelrahmen vorgesehen ist.

10. Fassadensystem nach Anspruch 9, wobei die Rahmenstruktur feststehend ist; und wobei, vorzugsweise, ein weiteres Fensterelement vorgesehen ist, vor welches die bewegliche Komponente verschiebbar ist, und welches an einer überlappenden Seite einen Teil der Anlagefläche bildet.

11. Fassadensystem nach einem der Ansprüche 5 bis 10, wobei der Beschlag ein Griffelement aufweist, um die Halteelemente quer zur Schiebebewegung zu bewegen;
wobei das Griffelement:
i) in einer ersten Stellung (S1) die verschiebliche Komponente in die erste Position bewegt, in der die Komponente beweglich ist; und
ii) in einer zweiten Stellung (S2) die verschiebliche Komponente in die zweite Position bewegt, um ein Abdichten zu bewirken; und
iii) in einer dritten Stellung (S3) die verschiebliche Komponente verriegelt.

12. Fassadensystem nach Anspruch 11, wobei die Lagerzapfen in der dritten Stellung Verriegelungslaschen an dem feststehenden Rahmen hintergreifen, um ein Aufdrücken der beweglichen Komponente zu verhindern.

13. Fassadensystem nach einem der Ansprüche 5 bis 12, wobei die Führungsschiene gerade ausgeführt ist.

14. Fassadensystem nach einem der Ansprüche 5 bis 13, wobei die verschiebliche Komponente in Relation zu einer weiteren Komponente in einer Schiebeebene verschiebbar ist; und wobei die verschiebliche Komponente und die weitere Komponente in geschlossenem Zustand vertikal versetzt zueinander angeordnet sind.

15. Fassadensystem nach Anspruch 14, wobei die weitere Komponente ebenfalls als verschiebliche Komponente ausgebildet ist, mit der eine weitere Fassadenöffnung temporär abdichtend verschließbar ist; und wobei vorgesehen ist:
– ein weiterer Bewegungsmechanismus zum Bewegen der weiteren verschieblichen Komponente;
wobei der weitere Bewegungsmechanismus aufweist:
– wenigstens zwei weitere Führungsschienen, die an den Strukturelementen vorgesehen sind; und
– einen weiteren Beschlag, der als Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 4 ausgebildet ist;
wobei die Grundstruktur an der weiteren verschieblichen Komponente befestigt ist;
wobei die Halteelemente an den weiteren Führungsschienen verschieblich gehalten sind und die Schiebebewegung definieren;
wobei die weitere verschiebliche Komponente in Bezug zu den weiteren Führungsschienen wenigstens zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position bewegbar ist;
wobei die weitere verschiebliche Komponente in der zweiten Position gegen eine Anlagefläche entlang eines Randes der Fassadenöffnung mit einer Kraft in Richtung quer zur Schiebebewegung angedrückt ist, die größer ist als in der ersten Position.

Description:
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einem Beschlag für eine verschiebliche Komponente eines Fassadensystems und mit einem Fassadensystem.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Verschiebliche Komponenten werden bei Fassadensystemen z.B. eingesetzt, um Öffnungen in der Gebäudehülle temporär schließen bzw. öffnen zu können. Beispielsweise sind Schiebefenster bekannt, bei denen das Fenster durch eine Schiebebewegung geöffnet bzw. geschlossen werden kann. Schiebefenster haben z.B. gegenüber Dreh-Kipp-Fenstern den Vorteil, dass sie in geöffnetem Zustand nicht in den Raum hineinragen. Es sind Vertikalschiebefenster bekannt, bei denen ein unterer Flügel nach oben verschoben werden kann, z.B. vor einen feststehenden Fensterteil. Derartige Fenster werden beispielsweise in Großbritannien und auch den Vereinigten Staaten von Amerika verwendet. Die Führung der Fensterflügel in seitlich in der Leibung vorgesehenen Nuten kann jedoch die heutigen Anforderungen an die Gebäudehülle, insbesondere die bautechnischen Anforderungen an Fensteröffnungen, nicht erfüllen. Um eine verbesserte Abdichtung des beweglichen Flügels im geschlossenen Zustand zu erreichen, ist eine Variante bekannt, bei der der bewegliche Flügel in einer verkröpft laufenden Führungsnut geführt ist, so dass der Flügel in der geöffneten Stellung einerseits mit Abstand zu dem feststehenden Flügel verfahren werden kann, und andererseits durch die verkröpfte Ausbildung des unteren Teils in geschlossenem Zustand in die gleiche Ebene wie der darüber angeordnete feststehende Teil verfahren werden kann. Dabei fährt das untere Ende von schräg oben in den Dichtungsfalz hinein, um anschließend das Fenster in einer Art Kippbewegung, die durch die verkröpfte zweite Führungsnut vorgegeben ist, in den abgedichteten Zustand zu bewegen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Führung des beweglichen Flügels aufwendig ist, nicht nur in der Herstellung, sondern auch in der Montage.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine einfachere Konstruktion für eine verschiebliche Komponente eines Fassadensystems mit möglichst guter Dichtigkeit in geschlossenem Zustand zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe wird durch einen Beschlag für eine verschiebliche Komponente und ein Fassadensystem gemäß einem der unabhängigen Patentansprüche erfüllt. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Gemäß der Erfindung ist ein Beschlag für eine verschiebliche Komponente eines Fassadensystems vorgesehen. Der Beschlag weist eine Grundstruktur zur dauerhaften Befestigung an einer verschieblichen Komponente auf. Der Beschlag weist außerdem eine mit der Grundstruktur verbundene Haltevorrichtung mit wenigstens zwei Halteelementen zum führenden Halten an einer Führungsvorrichtung für eine Schiebebewegung auf. Außerdem weist der Beschlag eine Bewegungsvorrichtung auf, die zwischen der Grundstruktur und der Haltevorrichtung vorgesehen ist. Die Halteelemente sind durch die Bewegungsvorrichtung in Bezug auf die Grundstruktur quer zur Schiebebewegung derart bewegbar, dass ein Abstand zwischen den Halteelementen und der Grundstruktur veränderbar ist, um eine veränderbare Abdichtung einer verschieblichen Komponente quer zur Schiebebewegung zur Verfügung zu stellen.

Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, zum einen eine möglichst gute Abdichtung der verschieblichen Komponente in geschlossenem Zustand zu erreichen, und zum anderen eine Schiebebewegung zu ermöglichen.

Gemäß einem Beispiel ist die Komponente vertikal verschieblich und die Schiebebewegung ist eine vertikale Schiebebewegung.

In einem alternativen Beispiel ist die Komponente horizontal verschieblich, d.h. die Komponente ist horizontal verschieblich, und die Schiebebewegung ist eine horizontale Schiebebewegung.

Mit dem Begriff „Grundstruktur“ wird ein Bauteil bzw. ein Bauelement bezeichnet, das in der Lage ist, an einer verschieblichen Komponente, beispielsweise einem Fenster, befestigt zu werden, um so die Verbindung zwischen den weiteren Bauteilen und dem zu verschiebenden Element bzw. der verschieblichen Komponente herzustellen.

Gemäß der Erfindung sind wenigstens zwei Lagerzapfen zum Eingriff in vertikale Führungsschienen vorgesehen. Die Bewegungsvorrichtung weist wenigstens zwei bewegliche Arme auf, die jeweils an der Grundstruktur beweglich gehalten sind. Die Lagerzapfen sind jeweils an einem der beweglichen Arme gehalten und die Lagerzapfen sind in Bezug zur Grundstruktur durch Betätigung eines Aktuators bewegbar.

Der Aktuator ist beispielsweise ein Griff. In einer anderen Variante ist der Aktuator ein motorgetriebener Aktuator, z.B. ein Stellantrieb. Der Aktuator kann auch pneumatisch angetrieben werden.

In einem alternativen Beispiel ist die Komponente horizontal verschieblich.

Die beweglichen Arme können als Hebel oder Scherenelemente ausgebildet sein.

Gemäß einem Beispiel bildet die Grundstruktur eine Komponentenebene und die Lagerzapfen sind quer zur Komponentenebene beweglich.

Vorzugsweise sind die Lagerzapfen ungefähr senkrecht zur Komponentenebene beweglich, d.h. in einem Bereich ±15° von einem mittleren Wert von 90°, z.B. mit einer Abweichung von ±10° oder ±5°von der Senkrechten zur Fenster- oder Komponentenebene.

Gemäß der Erfindung ist auch ein Fassadensystem vorgesehen, das wenigstens zwei tragende Strukturelemente aufweist und wenigstens eine verschiebliche Komponente, mit der eine Fassadenöffnung temporär abdichtend verschließbar ist. Außerdem weist das Fassadensystem einen Bewegungsmechanismus zum Bewegen der verschieblichen Komponente auf. Der Bewegungsmechanismus weist wenigstens zwei Führungsschienen auf, die an den Strukturelementen vorgesehen sind. Außerdem ist ein Beschlag nach einem der vorhergehenden Beispiele vorgesehen. Die Grundstruktur des Beschlags ist an der verschieblichen Komponente befestigt. Die Halteelemente sind an den Führungsschienen verschieblich gehalten und definieren die Schiebebewegung. Die verschiebliche Komponente ist in Bezug zu den Führungsschienen wenigstens zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position bewegbar. Außerdem ist die verschiebliche Komponente in der zweiten Position gegen eine Anlagefläche entlang eines Randes der Fassadenöffnung mit einer Kraft in Richtung quer zur Schiebebewegung angedrückt, die größer ist als die Kraft in der ersten Position.

Beispielsweise ist die Kraft in der ersten Position sehr gering, z.B. gleich Null und es ist ein Abstand vorhanden, so dass in der ersten Position kein Andrücken erfolgt.

Der Begriff „tragend“ bezieht sich auf die Abtragung der über den Schiebemechanismus eingeleiteten Kräfte, z.B. auf das Schiebelement einwirkende Windkräfte, oder auch das Eigengewicht (bei Horizontalschiebeelementen).

Die Strukturelemente sind beispielsweise Pfosten einer Pfosten-Riegel-Fassade (bei vertikal verschieblichen Komponenten) oder Riegel einer Pfosten-Riegel-Fassade (bei horizontal verschieblichen Komponenten).

Die Strukturelemente können auch als separate Elemente zwischen tragenden Bauteilen des Gebäudes bzw. der Fassade vorgesehen sein.

Der Begriff „abdichtend“ bezieht sich auf ein Abdichten gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und die Reduktion eines Luftaustauschs über die Öffnung in der Fassade.

Der Begriff „Schiebeebene“ betrifft hier eine Ebene parallel zur Verglasung. Gemäß einem Beispiel ist die verschiebliche Komponente in der ersten Position von der Anlagefläche entlang des Randes der Fassadenöffnung beabstandet.

Die beabstandete Anordnung erlaubt z.B. ein Verschieben, ohne dass Dichtungen aneinander schleifen.

Gemäß einem Beispiel ist die verschiebliche Komponente als Schiebefenster ausgebildet, das einen Flügelrahmen aufweist, an dem die Grundstruktur des Beschlags befestigt ist.

Gemäß einem Beispiel ist das Schiebefenster ein Vertikalschiebefenster und ist in der ersten Position verschiebbar und in der zweiten Position quer zur Fensterfläche gegen ein umlaufendes Fassadenprofil gedrückt.

In einem Beispiel ist ein Gewichtsausgleich für wenigstens einen Teil des Eigengewichts des Vertikalschiebefensters vorgesehen.

Gemäß einem Beispiel bildet eine Rahmenstruktur die Anlagefläche und eine Dichtungsanordnung ist zwischen der Anlagefläche und dem Flügelrahmen vorgesehen.

Gemäß einem Beispiel ist die Rahmenstruktur feststehend. Als Option ist vorgesehen, dass ein weiteres Fensterelement vorgesehen ist, vor welches die bewegliche Komponente verschiebbar ist und welches an einer überlappenden Seite einen Teil der Anlagefläche bildet.

Gemäß einem Beispiel weist der Beschlag ein Griffelement auf, um die Halteelemente quer zur Schiebebewegung zu bewegen. Das Griffelement bewegt in einer ersten Stellung die verschiebliche Komponente in die erste Position, in der die Komponente beweglich ist. In einer zweiten Stellung bewegt das Griffelement die verschiebliche Komponente in die zweite Position, um ein Abdichten zu bewirken. Als Option ist vorgesehen, dass das Griffelement die verschiebliche Komponente in einer dritten Stellung verriegelt.

Gemäß einem Beispiel hintergreifen die Lagerzapfen in der dritten Stellung Verriegelungslaschen an dem feststehenden Rahmen, um ein Öffnen, bzw. Aufdrücken der beweglichen Komponente, z.B. eines Vertikalschiebefensters zu verhindern.

In einem Beispiel ist vorgesehen, dass eine oder mehrere rundumlaufende Dichtelemente angeordnet sind.

Diese rundumlaufende Anordnung der Dichtung bewirkt ein besseres Dichtverhalten aufgrund des parallelen Anpressens.

In einer Ausführungsform können die Hebel oder Scheren in gleicher oder unterschiedlicher Länge ausgeführt sein. Unterschiedlich lange Hebel oder Scheren mit gleicher oder unterschiedlicher Ausladung in geöffneten Zustand sorgen – wenn sie übereinander angeordnet sind – dafür, dass der Schiebeflügel ähnlich eines Kippflügels oder Klappflügels angeordnet werden kann, um zum Beispiel den Schiebeflügel zu reinigen.

Gemäß einem Beispiel ist die Führungsschiene gerade ausgeführt. Damit ist es beispielsweise möglich, die verschiebliche Komponente parallel zu einer Fassadenebene zu verschieben.

Die gerade Ausführung einer Führungsschiene erlaubt zudem ein vereinfachtes Herstellungsverfahren, beispielsweise als Strangpressprofil. Dies ermöglicht auch die rationelle Herstellung und ein mögliches Anpassen an die Gegebenheiten vor Ort durch entsprechendes Ablängen.

Gemäß einem Beispiel ist die verschiebliche Komponente in Relation zu einer weiteren Komponente in einer Schiebeebene verschiebbar. Die verschiebliche Komponente und die weitere Komponente sind in geschlossenem Zustand vertikal versetzt zueinander angeordnet.

Gemäß einem Beispiel ist die weitere Komponente ebenfalls als verschiebliche Komponente ausgebildet, mit der eine weitere Fassadenöffnung temporär abdichtend verschließbar ist. Außerdem ist vorgesehen, dass ein weiterer Bewegungsmechanismus zum Bewegen der weiteren verschieblichen Komponente vorhanden ist, wobei der weitere Bewegungsmechanismus wenigstens zwei weitere Führungsschienen aufweist, die an den Strukturelementen vorgesehen sind. Außerdem weist der weitere Bewegungsmechanismus einen weiteren Beschlag auf, der als Beschlag nach einem der vorhergehenden Beispiele ausgebildet ist. Die Grundstruktur ist an der weiteren verschieblichen Komponente befestigt und die Halteelemente sind an den weiteren Führungsschienen verschieblich gehalten und definieren die Schiebebewegung. Die weitere verschiebliche Komponente ist in Bezug zu den weiteren Führungsschienen wenigstens zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position bewegbar. Die weitere verschiebliche Komponente ist in der zweiten Position gegen eine Anlagefläche entlang eines Randes der Fassadenöffnung mit einer Kraft in Richtung quer zur Schiebebewegung angedrückt, die größer ist als in der ersten Position.

In einem Beispiel sind die beiden verschieblichen Komponenten als Vertikalschiebefenster ausgebildet. Zum Beispiel sind die beiden Vertikalschiebefenster miteinander verbunden und nur gemeinsam bewegbar, z.B. über gemeinsame Führungs- oder Verbindungselemente, die z.B. als Zugelemente ausgebildet sind. Beispielsweise können die beiden Vertikalschiebefenster über eine Seilkonstruktion aneinanderhängen, um gegenseitig für einen Gewichtsausgleich zu sorgen. In einem anderen Beispiel sind die beiden Vertikalschiebefenster unabhängig voneinander bewegbar.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass eine verschiebliche Komponente entlang einer linear ausgebildeten Führungsschiene bewegt werden kann. Um im geschlossenen Zustand die erforderliche Abdichtung zu erreichen, ist ein Beschlag vorgesehen, bei dem eine Relativbewegung zwischen der zu verschiebenden Komponente und der Rahmen- bzw. Führungskonstruktion erfolgt, um so das verschiebliche Element mit Dichtungen gegen eine Anschlagfläche drücken zu können. Die Bewegung der verschieblichen Komponente wird dabei durch die erzeugte Relativbewegung erreicht.

Der vorgesehene Beschlag eignet sich beispielsweise für Schiebefenster, z.B. für zwei- oder mehrflügelige Schiebefenster. Dabei kann ein oder mehrere der Flügel vertikal verschiebbar sein, wobei auch ein Flügel bzw. Teil fest montiert sein kann. Beispielsweise kann der untere Flügel nach oben geschoben werden oder der obere nach unten. Der Gewichtsausgleich kann mit Gegengewichten, speziellen Dämpfern oder Federn oder über einen Motorantrieb erfolgen.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass die Flügel in geschlossenen Zustand flächenversetzt zueinander sind, d.h. ein unterer Flügel ist in einer anderen Fassadenebene angeordnet als der darüber angeordnete obere Flügel. Beispielsweise kann der obere Flügel außenliegend sein und der untere Flügel innenliegend. Trotz der versetzten Flügelebenen ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass eine Abdichtung in geschlossenem Zustand erreicht werden kann, da der Beschlag den erforderlichen Anpressdruck aufgrund der Relativbewegung zur Verfügung stellt. Dies betrifft nicht nur den unteren Bereich, sondern auch die seitlichen Bereiche und den sogenannten Flügelstoß, d.h. den Bereich, bei dem ein oberes Schiebefenster und ein unteres Schiebefenster mit den horizontalen Flügeln aneinander anliegen, um hier eine entsprechende Abdichtung zu gewährleisten. Dabei können beispielsweise auch mehrstufige Dichtebenen realisiert werden.

Aufgrund der im Beschlag erzeugten Relativbewegung zwischen z.B. den Lagerzapfen und dem Schiebeelement ist es möglich, die flügelführenden Beschlagsteile in einem standardisierten Produktionsablauf herzustellen, da die seitliche Führung linear erfolgen kann und somit beispielsweise Strangpressprofile für die seitliche Führung zur Anwendung kommen können, die auf die jeweilige Länge abgelängt werden können. Den für das Schließen erforderlichen Versatz quer zur Schiebebewegung bewirkt die Relativbewegung des Beschlags. Außerdem kann die Führungsnut zumindest im Bereich des Flügels besser optisch abgedeckt werden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen relativen Versetzens des Schiebeelements durch den Beschlag zur Führungsnut liegt auch darin, dass dieser Mechanismus für zwei unabhängig voneinander zu verschiebende Flügeln verwendet werden kann.

Zur Führung des Schiebeelements können sowohl integrierte als auch aufgesetzte Führungsschienen oder Laufleisten aus Metall oder Kunststoff eingesetzt werden. Es ist aber auch möglich, die Schiebeflügel über eine in den Stock, d.h. in die Zarge eingefräste Führungsnut zu bewegen. Die Führungsnut oder Führungsschiene ist z.B. im Stockfutter (Blendrahmen) positioniert. Die Führungsnut ist dabei gerade ausgeführt und hat, wie bereits erwähnt, keine Kröpfung. Die Führungsnut ist dabei beispielsweise in der Flügelebene positioniert, kann aber auch außerhalb dieser Ebene positioniert sein.

Zum Verriegeln des Schiebeelements sind beispielsweise Führungszapfen vorgesehen, die auf einem Hebel oder auf Scheren montiert sind. Die Hebel oder Scheren sind beweglich und ergeben so die Relativbewegung. In geschlossenem Zustand greifen die Zapfen, oder Pilszapfen, in die am Rahmenstock montierten Schließteile ein und pressen den Flügel gegen zumindest eine oder mehrere rundumlaufende Dichtungen.

Zum Öffnen des Schiebeflügels wird der zu öffnende Flügel aus der Ruheposition „gehoben“, d.h. ungefähr senkrecht zur Schiebebewegung. Heben bezieht sich hier nicht auf das Anheben eines Eigengewichts, sondern auf die Bewegung aus der Dichtung heraus. Dies erfolgt jedoch nicht über gekröpfte Führungsschienen, sondern durch die speziellen Hebel oder Scheren, die auf dem Beschlag am Flügel montiert sind. Beispielsweise sind Hebelarme an der Grundstruktur schwenkbar befestigt und werden durch ein versetzt zu dem Schwenkpunkt ansetzenden Ausstellhebel verschwenkt, so dass ein am freien Ende des Hebelarms angeordneter Zapfen relativ zur Grundstruktur bewegt wird. Der Ausstellhebel wird beispielsweise über ein Getriebe bewegt, z.B. ein Stangegetriebe, das in der Grundstruktur angeordnet ist und eine Längsbewegung überträgt. Durch beispielsweise Bewegen eines Fenstergriffs wird der Flügel zunächst entriegelt, d.h. die Zapfen werden in die in der Freistellung der am Stock montierten Schließteile positioniert. Bei weiterer Bewegung des Fenstergriffs drücken die Hebel den zu schiebenden Flügel aus der Ebene des nicht betätigten Flügels oder der Fixverglasung heraus, und zwar so weit, dass ein ungehindertes Verschieben des Flügels möglich wird. Die Zapfen am Ende der Hebel sind in den Führungsschienen gehalten und bewirken die Relativbewegung des Flügels zur Rahmenkonstruktion Zum Schließen wird der Flügel zunächst vor die Ruheposition geschoben. Danach kann das Fixieren und Verriegeln des Schiebeflügels in umgekehrter Reihenfolge zum Öffnungsvorgang erfolgen. Dabei wird der Flügel wieder in Richtung der Dichtebene geschoben und über ein Eingreifen der Verriegelungszapfen in die am Stock montierten Beschlagsteile verriegelt und gegen Wind und Wetter abgedichtet.

Dies ermöglicht eine rationelle Produktion mit unterschiedlichen Materialien, beispielsweise Holz, PVC, Alu oder Ähnliches. Dies ergibt zudem eine kostengünstige Produktion und es ist keine besondere Maschinenausstattung für die Anfertigung von Fassadensystemen mit den Schiebekomponenten erforderlich. Die Beschlagsteile können als einfach zu montierende, standardisierte Beschlagsteile ausgebildet sein. Das Bedienen und Versperren des Flügels erfolgt über beispielsweise einen zentralen Fenstergriff, d.h. als Einhandbedienung ohne größeren Kraftaufwand. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine oder mehrere rundumlaufende Dichtebenen ausgeführt werden können. Aufgrund des parallelen Anpressens an die Dichtungsebenen ist ein besseres Dichtverhalten erreichbar. Da der Schiebeflügel während des Bewegungsvorgangs nur in sehr geringem Maß versetzt wird, ist eine geringe Gesamtelementtiefe erforderlich. Neben der Luftdichtheit wird auch ein verbesserter Schallschutz ermöglicht. Aufgrund der versetzten Anordnung ist beispielsweise im Stoßbereich von zwei benachbarten Flügeln eine reduzierte Ansichtsfläche der Rahmenelemente möglich.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Merkmale der Ausführungsbeispiele des Beschlags auch für Ausführungsformen des Systems sowie die Verwendung des Beschlags und des Systems gelten und umgekehrt. Außerdem können auch diejenigen Merkmale frei miteinander kombiniert werden, bei denen dies nicht explizit erwähnt ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf Ausführungsbeispiele der Erfindung eingegangen. Es zeigen:

1A eine schematische Schrägansicht eines Beschlags in einer ersten Position;

1B den Beschlag aus 1A in einer zweiten Position;

2A eine Seitenansicht eines weiteren Beispiels eines Beschlags;

2B eine weitere Ansicht des Beschlags aus 2A;

3A bis 3C eine weitere Seitenansicht eines Beschlags in drei verschiedenen Bewegungszuständen;

4 eine weitere Ansicht eines weiteren Beispiels eines Beschlags;

5A bis 5C einen Ausschnitt eines Hebelmechanismus des Beschlags aus 3A bis 3C;

6A einen Vertikalschnitt durch ein zweiflügliges Schiebefenster mit einem feststehenden Teil und einem beweglichen Teil in einer verriegelten Position;

6B das zweiflüglige Schiebefenster aus 6A in entriegeltem Zustand, um den verschieblichen Fensterflügel verschieben zu können;

6C das Beispiel aus 6A und 6B mit verschobenem Schiebeflügel;

7A einen detaillierten Querschnitt durch den mittleren Stoßpunkt in verschlossenem abgedichteten Zustand;

7B eine Detailzeichnung des Stoßpunkts aus 7A in geöffnetem Zustand;

8A einen seitlichen Anschluss eines Schiebefensters in geschlossenem Zustand in einem Detailschnitt;

8B den Detailschnitt aus 8B in geöffnetem Zustand; und

9 ein Beispiel mit einem zur Reinigung nach innen gekippten Schiebeflügel in einem Vertikalschnitt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN

1A zeigt einen Beschlag 10 für eine verschiebliche Komponente eines Fassadensystems. Der Beschlag 10 weist eine Grundstruktur 12 zur dauerhaften Befestigung einer verschieblichen Komponente (in 1A nicht gezeigt) auf. Außerdem ist eine mit der Grundstruktur verbundene Haltevorrichtung 14 vorgesehen, die wenigstens zwei Halteelemente 16 (in 1A ist nur ein Haltelement gezeigt) zum führenden Halten an einer Führungsvorrichtung für eine Schiebebewegung aufweist. Außerdem ist eine Bewegungsvorrichtung 18 vorgesehen, die zwischen der Grundstruktur 12 und der Haltevorrichtung 14 vorgesehen ist. Die Halteelemente 16 sind durch die Bewegungsvorrichtung in Bezug zu der Grundstruktur quer zur Schiebebewegung derart bewegbar, dass ein Abstand zwischen den Halteelementen und der Grundstruktur veränderbar ist, um eine veränderbare Abdichtung einer verschieblichen Komponente quer zur Schiebebewegung zur Verfügung zu stellen.

1B zeigt das Halteelement 16 relativ zu der Grundstruktur versetzt.

Die Halteelemente 16 sind beispielsweise als Lagerzapfen 20 ausgebildet, wie dies beispielsweise in 2A und 2B angedeutet ist. Die Lagerzapfen sind dafür vorgesehen in vertikale Führungsschienen einzugreifen. Die Bewegungsvorrichtung weist beispielsweise wenigstens zwei bewegliche Arme 22 auf, die jeweils an der Grundstruktur 12 beweglich gehalten sind. Die Lagerzapfen 20 sind jeweils an einem der beweglichen Arme gehalten. Die Lagerzapfen 20 sind in Bezug zur Grundstruktur 12 durch die Betätigung eines Aktuators, angedeutet durch einen Bewegungspfeil 24, bewegbar.

3A zeigt eine Seitenansicht eines Ausschnitts eines Beispiels des Beschlags 10, bei dem die Grundstruktur 12 gezeigt ist. Die Grundstruktur 12 umfasst beispielsweise ein bewegliches Gestänge (nicht näher gezeigt), an dem Element befestigt sind, um mit dem Gestänge bewegt zu werden. Beispielsweise sind an dem Gestänge Auslenkhebel 26 vorgesehen, die dazu führen, dass beispielsweise der Hebelarm 22 ausgestellt werden kann, wobei sich der Hebelarm 22 um einen Gelenkpunkt 28 schwenkt. Dieser ausgestellte Zustand des Hebelarms 22 ist in 3B angedeutet. Ein Bewegungspfeil 30 deutet auf die resultierende Ausstellbewegung hin. Außerdem können Verriegelungszapfen 32 vorgesehen sein, die in 3A bis 3C nach unten bewegt werden, um so beispielsweise einen verriegelten Fensterflügel zu entriegeln.

In einer ersten Stellung S1, die in 3A angedeutet ist, befindet sich die verschiebliche Komponente in einer ersten Position, in der die Komponente beweglich ist.

In einer zweiten Stellung S2, die in 3B dargestellt ist, befindet sich die verschiebliche Komponente in einer zweiten Position, in der die Komponente in die geschlossene und abgedichtete Stellung gedrückt wird, um ein Abdichten zu bewirken. In dieser zweiten Stellung ist die bewegliche Komponente nicht mehr beweglich, d.h. nicht mehr verschiebbar.

In einer dritten Stellung S3, die in 3C dargestellt ist, befindet sich die verschiebliche Komponente weiterhin in der zweiten Position, in der die Komponente weiterhin in die geschlossene und abgedichtete Stellung gedrückt wird. Jedoch liegt hier eine Verriegelung der verschieblichen Komponente vor, da die Lagerzapfen 32 in eine Position bewegt werden, in die verschieblichen Komponente verriegelt wird.

In der dritten Stellung hintergreifen die Lagerzapfen Verriegelungslaschen an einem nicht näher gezeigten feststehenden Rahmen, um ein Aufdrücken der beweglichen Komponente zu verhindern.

In 4 ist ein Beispiel des Beschlags 10 gezeigt, bei dem beispielsweise die Verriegelungszapfen 32 in unterschiedlichen Positionen dargestellt sind, was wiederum mit einem Bewegungs-Doppelpfeil 34 angedeutet ist.

In einem Beispiel ist vorgesehen, dass die Verriegelungszapfen synchron in der gleichen Richtung bewegt werden.

In einem anderen Beispiel ist vorgesehen, dass die Verriegelungszapfen teilweise gegenläufig bewegt werden, z.B. mit Hilfe eines Getriebes, bei dem der links und der rechts vom Getriebe sitzende Verriegelungszapfen jeweils vom Getriebe wegbewegt oder jeweils zum Getriebe hinbewegt werden können.

In 4 ist ein Getriebe 36 vorgesehen, um z.B. die Drehbewegung eines Griffs in den Beschlag einzubringen. In 4 ist ein Griffelement vorgesehen, das durch einen quadratischen Anschlusspunkt 38 angedeutet ist.

In 5A bis 5C sind isoliert die Stellungen S1 bis S3 gezeigt.

In 6A ist als ein Beispiel ein Fassadensystem 100 gezeigt, bei dem wenigstens zwei tragende Strukturelemente, beispielsweise zwei seitliche Leibungsbereiche 102, vorgesehen sind. Außerdem ist eine verschiebliche Komponente 104 vorgesehen, beispielsweise ein Vertikalschiebefenster, um eine Fassadenöffnung temporär abdichtend zu verschließen. Außerdem ist ein Bewegungsmechanismus 106 (nicht näher gezeigt) zum Bewegen der verschieblichen Komponente 104 vorgesehen. Der Bewegungsmechanismus weist zwei Führungsschienen 108 (siehe auch 8A) auf, die an den Strukturelementen 102 vorgesehen sind. Außerdem ist ein Beschlag nach einem der vorhergehenden Beispiele vorgesehen. Die Grundstruktur ist an der verschieblichen Komponente befestigt, wobei die Halteelemente an den Führungsschienen verschieblich gehalten sind und die Schiebebewegung definieren. Die verschiebliche Komponente ist in Bezug zu den Führungsschienen wenigstens zwischen einer ersten Position P1 und einer zweiten Position P2 bewegbar. Die erste Position P1 ist in 6B gezeigt, und die zweite Position P2 in 6A. In der zweiten Position P2 ist die verschiebliche Komponente gegen eine Anlagefläche entlang eines Rands der Fassadenöffnung mit einer Kraft 110 in Richtung quer zur Schiebebewegung angedrückt, die größer ist als in der ersten Position.

Wie in 6B angedeutet, ist vorgesehen, dass die verschiebliche Komponente in der ersten Position P1 von der Anlagefläche entlang des Randes der Fassadenöffnung beabstandet ist.

Die verschiebliche Komponente ist als Schiebefenster ausgebildet, das einen Flügelrahmen aufweist, an dem die Grundstruktur des Beschlags befestigt ist. Beispielsweise ist das Schiebefenster ein Vertikalschiebefenster.

In 6C ist gezeigt, dass das Vertikalschiebefenster aufgrund der beabstandeten Anordnung in der ersten Position P1 nach oben verschoben werden kann.

Das Eigengewicht des Vertikalschiebefensters kann beispielsweise über eine Seilkonstruktion 112 abgefangen werden, z.B. mithilfe von nicht gezeigten Gegengewichten.

In 7A ist in einem Vertikalschnitt als Option gezeigt, dass eine Dichtungsanordnung 114 zwischen der Anlagefläche und dem Flügelrahmen vorgesehen sein kann.

Als Option ist außerdem vorgesehen, dass beispielsweise die Rahmenstruktur feststehend ist und ein weiteres Fensterelement vorgesehen sein kann (nicht näher gezeigt), vor welches die bewegliche Komponente verschiebbar ist, und welches an einer überlappenden Seite einen Teil der Anlagefläche bildet.

7B zeigt den Vertikalschnitt des Detailausschnitts aus 7A in der ersten Position P1 in Ergänzung zu der zweiten Position P2 der 7A.

Aufgrund der durch den Beschlag hervorgerufenen Relativbewegung ist die Dichtungsanordnung 114 nun zu den Anlageflächen beabstandet angeordnet, so dass der Flügel frei verschoben werden kann.

In 8A ist in einem Horizontalschnitt der seitliche Anschluss gezeigt, bei dem ebenfalls die Dichtungsanordnung 114 erkennbar ist.

In 8B ist nun die erste Position P1 gezeigt, in Ergänzung zu der zweiten Position P2 der 8A.

In 9 ist in einem Vertikalschnitt zu erkennen, dass die Führungsschiene 108 linear, d.h. gerade, ausgeführt ist.

In 9 ist als weitere Option gezeigt, dass ein Ausstellelement 116 vorgesehen sein kann, um ein Verkippen des Schiebeflügels zu ermöglichen, um diesen reinigen zu können.

In den gezeigten Beispielen, insbesondere bei den in 6 bis 9 gezeigten Varianten, ist die Erfindung anhand eines möglichen Fensteraufbaus gezeigt. Es sei darauf hingewiesen, dass die Details des Fensters keinesfalls bindend oder einschränkend zu verstehen sind. Es sind auch andere konstruktive Lösungen vorgesehen, bei denen auch andere Details zur Anwendung kommen können. Dies betrifft insbesondere die Anordnung von Dichtungen und Dämmelementen.

Die oberhalb beschriebenen Ausführungsbeispiele können in unterschiedlicher Art und Weise kombiniert werden.

Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass „umfassend“ keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und „eine“ oder „ein“ keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.