Title:
Optoelektronische Leuchtvorrichtung, Verfahren zum Beleuchten einer Szene, Kamera sowie mobiles Endgerät
Kind Code:
A1
Abstract:

Die Erfindung betrifft eine optoelektronische Leuchtvorrichtung zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene, umfassend:
– einen pixelierten Emitter aufweisend mehrere lichtemittierende Pixel zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene und
– eine Ansteuerungseinrichtung, die ausgebildet ist, abhängig von zumindest einem Parameter die Pixel einzeln anzusteuern, um die aufzunehmende Szene mit einer vorbestimmten Beleuchtungsstärkeverteilung zu beleuchten.
Die Erfindung betrifft ferner ein entsprechendes Verfahren zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene. Die Erfindung betrifft ferner eine Kamera zum Aufnehmen eines Bildes einer Szene sowie ein mobiles Endgerät.



Inventors:
Queren, Désirée, Dr. (93073, Neutraubling, DE)
Streppel, Ulrich, Dr. (93059, Regensburg, DE)
Plötz, Ludwig (93473, Arnschwang, DE)
Application Number:
DE102016104381A
Publication Date:
09/14/2017
Filing Date:
03/10/2016
Assignee:
OSRAM Opto Semiconductors GmbH, 93055 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102014101869A1N/A2015-08-20
DE102013221221A1N/A2015-04-23
DE102007050167A1N/A2009-04-23
DE102005021808A1N/A2006-11-16
Foreign References:
69932552006-01-31
82189632012-07-10
84272742013-04-23
Attorney, Agent or Firm:
Epping Hermann Fischer, Patentanwaltsgesellschaft mbH, 80639, München, DE
Claims:
1. Optoelektronische Leuchtvorrichtung (101) zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene (801, 1001), umfassend:
– einen pixelierten Emitter (103, 501, 601, 901, 1101) aufweisend mehrere lichtemittierende Pixel (105, 503, 603, 903, 1103) zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene (801, 1001) und
– eine Ansteuerungseinrichtung (107), die ausgebildet ist, abhängig von zumindest einem Parameter die Pixel (105, 503, 603, 903, 1103) einzeln anzusteuern, um die aufzunehmende Szene (801, 1001) mit einer vorbestimmten Beleuchtungsstärkeverteilung zu beleuchten.

2. Optoelektronische Leuchtvorrichtung (101) nach Anspruch 1, wobei zumindest einige der Pixel (105, 503, 603, 903, 1103) ausgebildet sind, Licht unterschiedlicher Wellenlängen zu emittieren, wobei die Ansteuerungseinrichtung (107) ausgebildet ist, abhängig von dem zumindest einen Parameter die Pixel (105, 503, 603, 903, 1103) derart einzeln anzusteuern, dass die aufzunehmende Szene (801, 1001) mit einer vorbestimmten spektralen Intensitätsverteilung beleuchtet wird.

3. Optoelektronische Leuchtvorrichtung (101) nach Anspruch 2, wobei die Ansteuerungseinrichtung (107) ausgebildet ist, abhängig von dem zumindest einen Parameter die Pixel (105, 503, 603, 903, 1103) derart einzeln anzusteuern, dass vorbestimmte Orte in der aufzunehmenden Szene (801, 1001) jeweils mit Licht aufweisend eine vorbestimmte Farbtemperatur beleuchtet werden.

4. Optoelektronische Leuchtvorrichtung (101) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Ansteuerungseinrichtung (107) ausgebildet ist, abhängig von dem zumindest einen Parameter einen jeweiligen Betriebsstrom für die Pixel (105, 503, 603, 903, 1103) zu steuern.

5. Optoelektronische Leuchtvorrichtung (101) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der zumindest eine Parameter jeweils ein Element ausgewählt aus der folgenden Gruppe von Parametern ist: Aufnahmeformat (701, 703) des Bildes, Ort einer leuchtenden Lichtquelle (803, 809) in der Szene (801, 1001), Farbtemperatur einer leuchtenden Lichtquelle (803, 809) in der Szene (801, 1001), Lichtintensität einer leuchtenden Lichtquelle (803, 809) in der Szene (801, 1001), Abstand eines Objekts (805, 807, 1009, 1011, 1013, 1015) in der Szene (801, 1001) zum pixelierten Emitter (103, 501, 601, 901, 1101).

6. Optoelektronische Leuchtvorrichtung (101) nach Anspruch 5, wobei die Ansteuerungseinrichtung (107) ausgebildet ist, abhängig von dem Aufnahmeformat (701, 703) des Bildes, die lichtemittierenden Pixel (105, 503, 603, 903, 1103) derart anzusteuern, dass lichtemittierende Pixel (105, 503, 603, 903, 1103), die einen Bereich der Szene (801, 1001) beleuchten, der außerhalb eines dem Aufnahmeformat (701, 703) entsprechenden Aufnahmebereichs liegt, im Vergleich zu lichtemittierenden Pixeln (105, 503, 603, 903, 1103), die den Aufnahmebereich beleuchten, gedimmt oder ausgeschaltet werden.

7. Optoelektronische Leuchtvorrichtung (101) nach Anspruch 5 oder 6, wobei die Ansteuerungseinrichtung (107) ausgebildet ist, abhängig von einem ersten Abstand eines ersten Objekts (805, 807, 1009, 1011, 1013, 1015) und eines zweiten Abstands eines zweiten Objekts (805, 807, 1009, 1011, 1013, 1015) in der Szene (801, 1001) zum pixelierten Emitter (103, 501, 601, 901, 1101), wobei der erste Abstand kleiner ist als der zweite Abstand, die lichtemittierenden Pixel (105, 503, 603, 903, 1103) derart anzusteuern, dass lichtemittierende Pixel (105, 503, 603, 903, 1103), die das erste Objekt (805, 807, 1009, 1011, 1013, 1015) beleuchten, im Vergleich zu lichtemittierenden Pixeln (105, 503, 603, 903, 1103), die das zweite Objekt (805, 807, 1009, 1011, 1013, 1015) beleuchten, gedimmt oder ausgeschaltet werden.

8. Verfahren zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene (801, 1001) unter Verwendung der optoelektronischen Leuchtvorrichtung (101) nach einem der vorherigen Ansprüche, umfassend die folgenden Schritte:
– Bereitstellen (201) zumindest eines Parameters,
– Beleuchten (205) der aufzunehmenden Szene (801, 1001) mit einer vorbestimmten Beleuchtungsstärkeverteilung mittels Ansteuern (203) der lichtemittierenden Pixel (105, 503, 603, 903, 1103) durch die Ansteuerungseinrichtung (107) basierend auf dem zumindest einen Parameter.

9. Kamera (301) zum Aufnehmen eines Bildes einer Szene (801, 1001), umfassend:
– einen Bildsensor (303) zum Aufnehmen eines Bildes einer Szene (801, 1001),
– ein Objektiv (305) zum Abbilden der Szene (801, 1001) auf den Bildsensor (303) und
– die optoelektronische Leuchtvorrichtung (101) nach einem der Ansprüche 1 bis 7.

10. Kamera (301) nach Anspruch 9, umfassend eine Verarbeitungseinrichtung, die ausgebildet ist, aus einem aufgenommenen Bild der Szene (801, 1001) den zumindest einen Parameter zu ermitteln.

11. Mobiles Endgerät (401), insbesondere Mobiltelefon, umfassend die optoelektronische Leuchtvorrichtung (101) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 oder die Kamera (301) nach Anspruch 9 oder 10.

Description:

Die Erfindung betrifft eine optoelektronische Leuchtvorrichtung. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene. Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Kamera. Die Erfindung betrifft ferner ein mobiles Endgerät.

Es ist bekannt, eine als Bild aufzunehmende Szene mittels eines Blitzlichts auszuleuchten. Übliche Blitzlichter beleuchten eine Szene in der Regel mit einer fixen Intensitäts- und Farbverteilung.

Ein pixelierter Emitter ist zum Beispiel aus der Offenlegungsschrift DE 10 2014 101 869 A1 bekannt.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist darin zu sehen, ein effizientes Konzept zum effizienten Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird mittels des jeweiligen Gegenstands der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von jeweils abhängigen Unteransprüchen.

Nach einem Aspekt wird eine optoelektronische Leuchtvorrichtung zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene bereitgestellt, umfassend:

  • – einen pixelierten Emitter aufweisend mehrere lichtemittierende Pixel zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene und
  • – eine Ansteuerungseinrichtung, die ausgebildet ist, abhängig von zumindest einem Parameter die Pixel einzeln anzusteuern, um die aufzunehmende Szene mit einer vorbestimmten Beleuchtungsstärkeverteilung zu beleuchten.

Nach einem anderen Aspekt wird ein Verfahren zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene unter Verwendung der optoelektronischen Leuchtvorrichtung zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene bereitgestellt, umfassend die folgenden Schritte:

  • – Bereitstellen zumindest eines Parameters,
  • – Beleuchten der aufzunehmenden Szene mit einer vorbestimmten Beleuchtungsstärkeverteilung mittels Ansteuern der lichtemittierenden Pixel durch die Ansteuerungseinrichtung basierend auf dem zumindest einen Parameter.

Nach einem anderen Aspekt wird eine Kamera zum Aufnehmen eines Bildes einer Szene bereitgestellt, umfassend:

  • – einen Bildsensor zum Aufnehmen eines Bildes einer Szene,
  • – ein Objektiv zum Abbilden der Szene auf den Bildsensor und
  • – die optoelektronische Leuchtvorrichtung zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene.

Gemäß einem weiteren Aspekt wird ein mobiles Endgerät bereitgestellt, wobei das mobile Endgerät die optoelektronische Leuchtvorrichtung zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene oder die Kamera zum Aufnehmen eines Bildes einer Szene umfasst.

Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass die obige Aufgabe durch die Verwendung eines pixelierten Emitters gelöst werden kann, der mehrere lichtemittierende Pixel, die einzeln ansteuerbar sind, aufweist. Die lichtemittierenden Pixel sind als einzeln ansteuerbare lichtemittierende Pixel ausgebildet. Die lichtemittierenden Pixel können einzeln mit der Ansteuerungseinrichtung angesteuert werden, so dass zum Beispiel unterschiedliche Pixel jeweils Licht mit unterschiedlicher Intensität emittieren. Dadurch wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass eine vorbestimmte Beleuchtungsstärkeverteilung für die aufzunehmende Szene eingestellt werden kann. Das heißt also, dass aufgrund der einzelnen Ansteuerung der lichtemittierenden Pixel nicht mehr eine fixe Beleuchtungsstärkeverteilung vorgegeben wird, sondern dass vielmehr eine variable, also einstellbare, Beleuchtungsstärkeverteilung ermöglicht ist.

Durch das Vorsehen eines Parameters, basierend auf welchem die Ansteuerungseinrichtung die Pixel einzeln ansteuert, wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass über die Wahl eines geeigneten Parameters eine entsprechende Beleuchtungsstärkeverteilung eingestellt werden kann.

Somit wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass ein effizientes Konzept zum effizienten Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene bereitgestellt ist.

Ein lichtemittierendes Pixel umfasst insbesondere einen pn-Übergang. Wenn an einem solchen pn-Übergang eine elektrische Spannung angelegt wird, so emittiert der pn-Übergang Licht.

Das heißt also, dass ein lichtemittierendes Pixel zum Beispiel mehrere Halbleiterschichten, die eine n-dotierte und eine p-dotierte Halbleiterschicht umfassen, aufweist. Im einfachsten Fall sind eine n- und eine p-dotierte Halbleiterschicht vorgesehen.

Eine Szene bezeichnet insbesondere eine Anordnung eines oder mehrerer Objekte im dreidimensionalen Raum. Zum Beispiel ist ein Objekt eine Person. Ein Objekt ist zum Beispiel ein Tier. Ein Objekt ist zum Beispiel ein Gegenstand. Ein Gegenstand ist zum Beispiel ein nicht-lebendiger dreidimensionaler Körper. Ein Objekt ist zum Beispiel eine Pflanze. Ein Objekt ist zum Beispiel ein Baum.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest einige der Pixel ausgebildet sind, Licht unterschiedlicher Wellenlängen zu emittieren, wobei die Ansteuerungseinrichtung ausgebildet ist, abhängig von dem zumindest einen Parameter die Pixel derart einzeln anzusteuern, dass die aufzunehmende Szene mit einer vorbestimmten spektralen Intensitätsverteilung beleuchtet wird.

Dadurch wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass die aufzunehmende Szene mit einer vorbestimmten spektralen Intensitätsverteilung beleuchtet werden kann. So ist zum Beispiel ferner der technische Vorteil bewirkt, dass eine effiziente Anpassung einer Farbtemperatur vorgenommen werden kann. Insbesondere wird dadurch der technische Vorteil bewirkt, dass ein effizienter Weißabgleich durchgeführt werden kann.

Dass die Pixel ausgebildet sind, Licht unterschiedlicher Wellenlängen zu emittieren, heißt zum Beispiel, dass die Pixel unterschiedliche Konverterschichten oder Konvertermaterialien umfassen. Zum Beispiel weisen die Pixel, die unterschiedliche Wellenlängen emittieren, unterschiedlich ausgebildete Halbleiterschichten auf. Zum Beispiel unterscheiden sich die Halbleiterschichten in ihrer Schichtdicke und/oder in ihrem Halbleitermaterial.

Zum Beispiel sind die unterschiedlichen Pixel in einer Schachbrettstruktur angeordnet. Das heißt insbesondere, dass sich unmittelbar neben einem Pixel ausschließlich ein weiteres Pixel befindet, welches Licht mit einer anderen Wellenlänge emittiert als das eine Pixel. Das heißt, dass in einer Schachbrettstruktur unmittelbar benachbarte Pixel unterschiedlich ausgebildet sind und somit entsprechend unterschiedliche Wellenlängen emittieren.

Die Pixel sind zum Beispiel ausgebildet, Licht mit unterschiedlichen Weißtönen zu emittieren. Dadurch kann in vorteilhafter Weise eine besonders effiziente Beleuchtung der Szene durchgeführt werden.

In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Ansteuerungseinrichtung ausgebildet ist, abhängig von dem zumindest einen Parameter die Pixel derart einzeln anzusteuern, dass vorbestimmte Orte in der aufzunehmenden Szene jeweils mit Licht aufweisend eine vorbestimmte Farbtemperatur beleuchtet werden.

Dadurch wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass effizient an den vorbestimmten Orten ein vorbestimmter Farbort eingestellt werden kann. Dadurch können zum Beispiel in vorteilhafter Weise Farbtemperaturmischungen reduziert oder sogar vermieden werden. Insbesondere kann dadurch in vorteilhafter Weise eine einheitlichere und homogenere Farbwiedergabe in der aufzunehmenden Szene bewirkt werden.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Ansteuerungseinrichtung ausgebildet ist, abhängig von dem zumindest einen Parameter einen jeweiligen Betriebsstrom für die Pixel zu steuern.

Dadurch wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass die Pixel effizient angesteuert werden können. Zum Steuern eines Betriebsstroms ist zum Beispiel vorgesehen, dass die Ansteuerungseinrichtung unterschiedliche Spannungen an die Pixel anlegt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der zumindest eine Parameter jeweils ein Element ausgewählt aus der folgenden Gruppe von Parametern ist: Aufnahmeformat des Bildes, Ort einer leuchtenden Lichtquelle in der Szene, Farbtemperatur einer leuchtenden Lichtquelle in der Szene, Lichtintensität einer leuchtenden Lichtquelle in der Szene, Abstand eines Objekts in der Szene zum pixelierten Emitter.

Eine Lichtquelle im Sinne der vorliegenden Erfindung ist zum Beispiel eine aktive Lichtquelle, also eine selbstleuchtende Lichtquelle. Eine solche Lichtquelle kann auch als eine Lichtquelle 1. Ordnung bezeichnet werden.

Eine Lichtquelle im Sinne der vorliegenden Erfindung ist zum Beispiel eine passive Lichtquelle. Eine passive Lichtquelle emittiert insbesondere erst durch Beleuchtung oder insbesondere Anstrahlung durch eine andere Lichtquelle Licht. Dies zum Beispiel durch Reflexion und/oder zum Beispiel durch induzierte Emission.

Eine passive Lichtquelle kann zum Beispiel als Lichtquelle 2. oder höherer Ordnung bezeichnet werden.

Eine passive Lichtquelle ist zum Beispiel der Mond, der von der Sonne angestrahlt wird und das Sonnenlicht reflektiert.

Eine passive Lichtquelle ist zum Beispiel ein Spiegel.

Im Sinne dieser Beschreibung wird auch ein Fenster, durch welches Licht einer anderen Lichtquelle scheint, als eine Lichtquelle bezeichnet. Das Fenster wird im Sinne dieser Beschreibung als eine passive Lichtquelle klassifiziert.

Die Formulierung „leuchtende Lichtquelle“ umfasst somit selbstleuchtende Lichtquellen (aktive Lichtquellen) als auch nicht-selbstleuchtende Lichtquellen (passive Lichtquellen). Das heißt, dass durch die Formulierung „leuchtend“ lediglich ausgedrückt werden soll, dass die Lichtquelle momentan Licht emittiert. Durch die Formulierung „leuchtend“ soll nicht suggeriert werden, dass Lichtquellen im Sinne der vorliegenden Erfindung nur selbstleuchtende Lichtquellen sind.

Ob eine Lichtquelle selbstleuchtend oder nicht-selbstleuchtend ist, spielt für die Beleuchtung der Szene keine Rolle. Es kommt darauf an, ob diese Lichtquelle momentan Licht emittiert oder nicht. So ist zum Beispiel eine Taschenlampe eine aktive Lichtquelle. Solange die Taschenlampe aber ausgeschaltet ist und die Szene nicht beleuchtet, muss die Beleuchtung auch nicht auf eine nicht-eingeschaltete Taschenlampe abgestimmt werden.

Eine leuchtende Lichtquelle ist somit eine Lichtquelle (aktive oder passive), die momentan Licht emittiert.

Durch das Vorsehen der vorstehend bezeichneten Parameter wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass die Beleuchtung effizient an die konkret vorliegende Szene respektive an die konkret vorliegenden Aufnahmebedingungen oder Rahmenbedingungen angepasst werden kann.

Ein Aufnahmeformat des Bildes bezeichnet insbesondere ein Seitenverhältnis des Bildes. Ein Seitenverhältnis ist zum Beispiel 4:3 oder 15:9.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Ansteuerungseinrichtung ausgebildet ist, abhängig von dem Aufnahmeformat des Bildes, die lichtemittierenden Pixel derart anzusteuern, dass lichtemittierende Pixel, die einen Bereich der Szene beleuchten, der außerhalb eines dem Aufnahmeformat entsprechenden Aufnahmebereichs liegt, im Vergleich zu lichtemittierenden Pixeln, die den Aufnahmebereich beleuchten, gedimmt oder ausgeschaltet werden.

Dadurch wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass die Ausleuchtung der Szene effizient an das verwendete Aufnahmeformat angepasst werden kann. Bereiche, die nicht aufgenommen werden, benötigen in der Regel auch keine Beleuchtung. Durch das Dimmen oder Ausschalten der entsprechenden Pixel wird zum Beispiel ferner der technische Vorteil bewirkt, dass eine elektrische Leistung, die für die Beleuchtung verwendet werden muss, eingespart werden kann. Somit wird zum Beispiel eine Kapazität eines Akkumulators, der die Spannung für die lichtemittierenden Pixel bereitstellt, geschont.

In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Ansteuerungseinrichtung ausgebildet ist, abhängig von einem ersten Abstand eines ersten Objekts und eines zweiten Abstands eines zweiten Objekts in der Szene zum pixelierten Emitter, wobei der erste Abstand kleiner ist als der zweite Abstand, die lichtemittierenden Pixel derart anzusteuern, dass lichtemittierende Pixel, die das erste Objekt beleuchten, im Vergleich zu lichtemittierenden Pixeln, die das zweite Objekt beleuchten, gedimmt oder ausgeschaltet werden.

Dadurch wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass eine gleichmäßigere Beleuchtung bewirkt werden kann. Insbesondere kann dadurch vermieden werden, dass Objekte, die sich im zweiten Abstand zum pixelierten Emitter befinden, zu dunkel erscheinen im Vergleich zu dem Objekt, welches sich im ersten Abstand zum pixelierten Emitter befindet.

Bei einer fixen Beleuchtungsstärkeverteilung würde in einem solchen Fall das erste Objekt deutlich stärker beleuchtet werden als das zweite Objekt.

Dadurch wird also insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass verhindert wird, dass ein Vordergrund deutlich stärker beleuchtet wird als ein Hintergrund der Szene. Somit wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass eine gleichmäßigere Ausleuchtung sowohl des Vordergrunds als auch des Hintergrunds erzielt werden kann.

Nach einer Ausführungsform ist eine Verarbeitungseinrichtung vorgesehen, die ausgebildet ist, aus einem aufgenommenen Bild der Szene den zumindest einen Parameter zu ermitteln. Die Verarbeitungseinrichtung ist zum Beispiel von der Kamera umfasst. zum Beispiel ist die Verarbeitungseinrichtung von der optoelektronischen Leuchtvorrichtung umfasst.

Dadurch wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass der zumindest eine Parameter effizient ermittelt werden kann. Insbesondere kann so in effizienter Weise die Beleuchtung abhängig von konkret vorliegenden Rahmenbedingungen eingestellt werden.

So ist es zum Beispiel mittels an sich bekannter Bildauswerteverfahren möglich, in dem aufgenommenen Bild einen Ort einer leuchtenden Lichtquelle in der Szene, eine Farbtemperatur einer leuchtenden Lichtquelle in der Szene und/oder einer Lichtintensität einer leuchtenden Lichtquelle in der Szene und/oder einen Abstand eines Objekts in der Szene zum pixelierten Emitter zu ermitteln.

Das heißt also, dass zunächst ein erstes Bild ohne zusätzliche Beleuchtung mittels des pixelierten Emitters von der Szene aufgenommen wird, wobei das aufgenommene Bild mittels der Verarbeitungseinrichtung analysiert wird, um den zumindest einen Parameter zu ermitteln. Nach dem Ermitteln des zumindest einen Parameters ist dann insbesondere vorgesehen, dass die Ansteuerungseinrichtung basierend auf dem ermittelten Parameter die lichtemittierenden Pixel einzeln ansteuert, so dass die aufzunehmende Szene mit einer vorbestimmten Beleuchtungsstärkeverteilung respektive vorbestimmten spektralen Intensitätsverteilung beleuchtet wird, so dass die entsprechende beleuchtete oder ausgeleuchtete Szene dann nochmals mittels des Bildsensors erfasst werden kann respektive wird, um ein weiteres Bild der Szene aufzunehmen.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das mobile Endgerät als ein Mobiltelefon ausgebildet ist.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die optoelektronische Leuchtvorrichtung als ein Blitzlicht ausgebildet ist.

Die Formulierung "respektive" umfasst insbesondere die Formulierung "und/oder".

Technische Funktionalitäten des Verfahrens zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene ergeben sich analog aus entsprechenden Funktionalitäten der optoelektronischen Leuchtvorrichtung zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene und umgekehrt. Das heißt also insbesondere, dass sich Verfahrensmerkmale aus entsprechenden Vorrichtungsmerkmalen in der optoelektronischen Leuchtvorrichtung ergeben und umgekehrt.

Die Formulierung "zumindest einen Parameter" umfasst insbesondere den Fall, dass mehrere Parameter ermittelt respektive verwendet werden.

Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden, wobei

1 eine optoelektronische Leuchtvorrichtung,

2 ein Verfahren zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene,

3 eine Kamera,

4 ein mobiles Endgerät,

5 einen pixelierten Emitter,

6 einen weiteren pixelierten Emitter,

7 zwei Aufnahmeformate,

8 eine Szene,

9 einen pixelierten Emitter zur Ausleuchtung der Szene der 8,

10 eine weitere Szene und

11 einen pixelierten Emitter zum Ausleuchten der Szene der 10
zeigen.

1 zeigt eine optoelektronische Leuchtvorrichtung 101 zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene.

Die Leuchtvorrichtung 101 umfasst einen pixelierten Emitter 103. Der pixelierte Emitter 103 weist mehrere lichtemittierende Pixel 105 zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene auf. Die lichtemittierenden Pixel 105 sind einzeln ansteuerbar.

Die optoelektronische Leuchtvorrichtung 101 umfasst ferner eine Ansteuerungseinrichtung 107, die ausgebildet ist, abhängig von zumindest einem Parameter die Pixel einzeln anzusteuern, um die aufzunehmende Szene mit einer vorbestimmten Beleuchtungsstärkeverteilung zu beleuchten.

So steuert zum Beispiel die Ansteuerungseinrichtung 107 die einzelnen lichtemittierenden Pixel 105 derart, dass diese abhängig von dem zumindest einen Parameter Licht mit unterschiedlichen Intensitäten emittieren. Somit kann zum Beispiel eine vorbestimmte Beleuchtungsstärkeverteilung eingestellt werden, mittels welcher die aufzunehmende Szene beleuchtet wird.

Zum Beispiel sind die Pixel 105 zumindest teilweise ausgebildet, Licht unterschiedlicher Wellenlängen zu emittieren. Je nach konkreter Ansteuerung dieser lichtemittierenden Pixel 105 mittels der Ansteuerungseinrichtung 107 kann somit in vorteilhafter Weise eine vorbestimmte spektrale Intensitätsverteilung eingestellt werden. Entsprechend kann die aufzunehmende Szene mit einer vorbestimmten spektralen Intensitätsverteilung beleuchtet werden.

2 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Beleuchten einer als Bild aufzunehmenden Szene unter Verwendung einer optoelektronischen Leuchtvorrichtung zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene. Bei der Leuchtvorrichtung handelt es sich zum Beispiel um die Leuchtvorrichtung 101 der 1.

Gemäß einem Schritt 201 ist ein Bereitstellen zumindest eines Parameters vorgesehen. Zum Beispiel werden mehrere Parameter bereitgestellt.

Es ist gemäß einem Schritt 203 vorgesehen, dass die Ansteuerungseinrichtung die lichtemittierenden Pixel abhängig von dem zumindest einen Parameter ansteuert, um gemäß einem Schritt 205 die aufzunehmende Szene mit einer vorbestimmten Beleuchtungsstärkeverteilung zu beleuchten.

In einer nicht gezeigten Ausführungsform ist vorgesehen, dass ein weiteres Bild der Szene aufgenommen wird, wobei für die Aufnahme des weiteren Bildes die Szene mit der vorbestimmten Beleuchtungsstärkeverteilung beleuchtet wird.

3 zeigt eine Kamera 301 zum Aufnehmen eines Bildes einer Szene.

Die Kamera 301 umfasst einen Bildsensor 303 zum Aufnehmen eines Bildes einer Szene. Die Kamera 301 umfasst ferner ein Objektiv 305 zum Abbilden der Szene auf den Bildsensor 303.

Die Kamera 301 umfasst ferner die optoelektronische Leuchtvorrichtung 101 der 1. Der Übersicht halber ist lediglich ein Viereck mit dem Bezugszeichen 101 gezeichnet ohne die weiteren Elemente 103, 105, 107.

Nach einer nicht gezeigten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Kamera 301 eine Verarbeitungseinrichtung umfasst, die ausgebildet ist, aus einem aufgenommenen Bild der Szene den zumindest einen Parameter zu ermitteln.

Zum Beispiel ist vorgesehen, dass die Verarbeitungseinrichtung aus einem aufgenommenen Bild einen Ort einer leuchtenden Lichtquelle in der Szene ermittelt. Der Ort ist ein Parameter, basierend auf welchem die Ansteuerungseinrichtung 107 die Pixel 105 ansteuert. So ist zum Beispiel vorgesehen, dass lichtemittierende Pixel 105, die die leuchtende Lichtquelle beleuchten würden, ausgeschaltet oder gedimmt werden, da ein Bereich um die Lichtquelle bereits durch die Lichtquelle selbst ausreichend beleuchtet ist. Bereiche hingegen, die keine leuchtende Lichtquelle aufweisen, müssen in der Regel beleuchtet werden, so dass zum Beispiel vorgesehen ist, die lichtemittierenden Pixel 105, die solche Bereich beleuchten würden, anzuschalten, um diese Bereiche auszuleuchten.

4 zeigt ein mobiles Endgerät 401.

Das mobile Endgerät 401 ist zum Beispiel ein Mobiltelefon.

Das mobile Endgerät 401 umfasst nach einer Ausführungsform eine optoelektronische Leuchtvorrichtung zum Beleuchten einer als ein Bild aufzunehmenden Szene. Das mobile Endgerät umfasst nach einer weiteren Ausführungsform eine Kamera zum Aufnehmen eines Bildes einer Szene.

5 zeigt einen pixelierten Emitter 501, wie er für eine optoelektronische Leuchtvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung verwendet werden kann.

Der pixelierte Emitter 501 umfasst mehrere Pixel 503. Die lichtemittierenden Pixel 503 sind einzeln ansteuerbar. Dies zum Beispiel mittels einer Ansteuerungseinrichtung.

Das heißt also insbesondere, dass durch die Unterteilung des pixelierten Emitters 501 in mehrere einzeln ansteuerbare lichtemittierende Pixel 503 eine Ausleuchtung einer aufzunehmenden Szene verändert werden kann. Zum Beispiel ist vorgesehen, dass eine Änderung einer Lichtintensität eines mittels eines jeweiligen lichtemittierenden Pixels 503 emittierten Lichts über eine Variation der Stromhöhe, mit der der entsprechende Pixel betrieben wird, geändert werden kann. Über eine Änderung oder eine Variation der Stromhöhe ist zum Beispiel vorgesehen, dass der entsprechende Pixel völlig abgeschaltet wird, also ausgeschaltet wird.

Das heißt also, dass selektiv einzelne Pixel 503 ein- oder ausgeschaltet werden können. Eingeschaltete Pixel können insbesondere über eine Variation der Stromhöhe Licht unterschiedlicher Intensität emittieren.

Beispielhaft bezeichnet das Bezugszeichen 505 lichtemittierende Pixel 503, die eingeschaltet sind, also Licht emittieren. Beispielhaft zeigt das Bezugszeichen 507 auf lichtemittierende Pixel 503, die ausgeschaltet sind, also kein Licht emittieren.

6 zeigt einen weiteren pixelierten Emitter 601, wie er für eine optoelektronische Leuchtvorrichtung verwendet werden kann.

Der pixelierte Emitter 601 umfasst mehrere lichtemittierende Pixel 603. Analog zum pixelierten Emitter 501 sind auch die Pixel 603 einzeln ansteuerbar. Darüber hinaus sind die lichtemittierenden Pixel 603 ausgebildet, Licht unterschiedlicher Wellenlängen zu emittieren. Das heißt also insbesondere, dass das Licht, welches die Pixel 603 emittieren, unterschiedliche spektrale Verteilungen aufweisen.

Dies kann zum Beispiel durch die Verwendung von unterschiedlichen Konvertermaterialien bewirkt werden. Zum Beispiel kann dies durch die Verwendung von unterschiedlich ausgebildeten Halbleiterschichten bewirkt werden.

Zum Beispiel ist der pixelierte Emitter 601 als ein Halbleiterchip ausgebildet, der eine Struktur oder ein Muster aus lichtemittierenden Pixeln aufweist. Bei der Fertigung des Halbleiterchips können die lichtemittierenden Pixel jeweils mit unterschiedlichen Materialien gebildet werden, so dass diese sich hierüber in ihrer spektralen Verteilung unterscheiden.

Beispielhaft zeigt das Bezugszeichen 605 auf ausgeschaltete lichtemittierende Pixel 603. Beispielhaft zeigt das Bezugszeichen 607 auf ein eingeschaltetes Pixel, welches Licht einer ersten spektralen Verteilung emittiert. Beispielhaft zeigt das Bezugszeichen 609 auf eingeschaltete Pixel, die Licht einer zweiten spektralen Verteilung emittieren. Beispielhaft zeigt das Bezugszeichen 611 auf lichtemittierende Pixel 603, die Licht einer dritten spektralen Verteilung emittieren.

Die drei spektralen Verteilungen unterscheiden sich voneinander.

Somit ist in vorteilhafter Weise eine Anpassung einer Verteilung einer Ausleuchtung einer Szene sowohl lokal in de Lichtintensität als auch in der Farbe möglich. Dies über eine kombinierte Ansteuerung unterschiedlicher lichtemittierender Pixel 603.

7 zeigt zwei Aufnahmeformate 701, 703.

Das Aufnahmeformat 701 entspricht einem 15:9-Seitenverhältnis. Das Aufnahmeformat 703 entspricht einem 4:3-Seitenverhältnis.

Das Aufnahmeformat ist zum Beispiel ein Parameter, basierend auf welchem die einzelnen lichtemittierenden Pixel eines pixelierten Emitters angesteuert werden. So ist zum Beispiel bei einem Aufnahmeformat im Verhältnis 4:3, also dem Aufnahmeformat 703, es nicht notwendig, dass sämtliche lichtemittierenden Pixel die Szene beleuchten. Denn Pixel, die sich im Randbereich des pixelierten Emitters befinden, tragen in der Regel zu einer Beleuchtung eines Aufnahmebereichs, der dem Aufnahmeformat 703 entspricht, nichts bei. Entsprechend müssen aber die lichtemittierenden Pixel im Randbereich des pixelierten Emitters bei einem 15:9-Aufnahmeformat, also dem Aufnahmeformat 701, aktiviert werden, um nun den entsprechend vergrößerten Aufnahmebereich auszuleuchten.

Zum Beispiel erlaubt eine Kamerasoftware eine Auswahl unterschiedlicher Aufnahmeformate der aufzunehmenden Szene. Um hierbei eine gute Wiedergabe der Szene zu erreichen, ist es insbesondere vorgesehen, eine Ausleuchtung der Szenengröße entsprechend anzupassen. Die Ausleuchtung wird nach einer Ausführungsform durch einen pixelierten Emitter durch Auswahl bestimmter Pixel formatbedingt angepasst. Das heißt also, dass die lichtemittierenden Pixel basierend auf dem Aufnahmeformat entsprechend aktiviert oder deaktiviert werden.

8 zeigt eine Szene 801.

Die Szene 801 umfasst einen Raum 802, in welchem sich bezogen auf die Papierebene links oben ein Fenster 803 befindet. Durch das Fenster 803 fällt Licht, was hier der Übersicht halber zeichnerisch nicht dargestellt ist.

Somit bildet das Fenster 803 eine leuchtende Lichtquelle.

Im Raum 802 befinden sich zwei Personen 805 und rechts neben den beiden Personen 805 ein Tisch 807, auf welchem eine brennende Kerze 809 angeordnet ist.

Die brennende Kerze 809 bildet eine weitere Lichtquelle, die sich in der Szene 801 befindet.

In der Regel beleuchtet eine Kerze 809 ihre Umgebung weniger stark als ein Fenster 803, durch welches Licht fällt.

Entsprechend muss für eine homogene Ausleuchtung ein Bereich um die Kerze 809 stärker ausgeleuchtet werden, als ein Bereich um das Fenster 803.

Sofern zum Beispiel durch das Fenster 803 Sonnenlicht einer Mittagssonne einstrahlt, weist dieses Sonnenlicht einen höheren Blauanteil auf als das Kerzenlicht der brennenden Kerze 809. Um hier eine homogene spektrale Verteilung zu bewirken oder um eine Vermischung dieser unterschiedlichen spektralen Anteile zu vermeiden, ist es vorgesehen, die Szene 801 mit einer vorbestimmten spektralen Verteilung und einer vorbestimmten Beleuchtungsstärkeverteilung zu beleuchten.

Hierfür werden die einzelnen lichtemittierenden Pixel eines pixelierten Emitters entsprechend angesteuert, so dass Pixel, die einen Bereich um das Fenster 803 beleuchten, ausgeschaltet werden und somit nicht zur Beleuchtung beitragen. Auch Pixel, die einen Bereich unmittelbar um die Kerze 809 ausleuchten würden, werden zum Beispiel ausgeschaltet.

Dies ist beispielhaft in 9 gezeigt, die einen pixelierten Emitter 901 umfassend mehrere lichtemittierende Pixel 903 zeigt. Hierbei zeigt das Bezugszeichen 905 auf ausgeschaltete Pixel 903, die nicht zur Ausleuchtung der Szene 801 beitragen.

Das Bezugszeichen 907 zeigt auf eingeschaltete oder angeschaltete lichtemittierende Pixel 903. Entsprechend zeigt das Bezugszeichen 909 ebenfalls auf angeschaltete Pixel 903. Hierbei ist vorgesehen, dass die lichtemittierenden Pixel 907 im Vergleich zu den lichtemittierenden Pixel 909 gedimmt sind. Das heißt also, dass die lichtemittierenden Pixel 907 Licht mit einer geringeren Intensität aussenden als die lichtemittierenden Pixel 909.

Die lichtemittierenden Pixel 909 werden derart gewählt, um die beiden Personen 805 optimal auszuleuchten.

Das heißt also, dass zum Beispiel in einer Szene unterschiedliche Lichtquellen an unterschiedlichen Orten vorhanden sein können: beispielhaft die Lichtquelle 803 und die Lichtquelle 809 in dem Raum 802 der Szene 801.

Dies kann ohne eine zusätzliche entsprechend angepasste Ausleuchtung zu einer inhomogenen Wiedergabe (aufgenommenes Bild) der Szene führen, insbesondere nach einer Bildbearbeitung.

Die unterschiedlichen Lichtquellen 803, 809 in der Szene 801 führen in der Regel zu einer unterschiedlichen spektral verteilten Intensität, was zum Beispiel bei Anwendung eines Algorithmus zur Berechnung eines Weißabgleiches auf die gesamte Szene in einer unnatürlichen und lokal unterschiedlichen Farbwiedergabe resultieren kann.

Durch einen pixelierten Emitter, der Pixel mit einer unterschiedlichen spektralen Verteilung aufweist, kann ein solcher Effekt durch die Ausleuchtung der Szene mit unterschiedlichen Spektren adressiert und wirkungsvoll kompensiert werden. Zum Beispiel ist vorgesehen, dass im Strahlengang den Pixeln nachgeordnet oder nachgeschaltet eine Abbildungsoptik vorgesehen ist, die das Licht der lichtemittierenden Pixel auf die Szene abbilden kann.

In der in 8 dargestellten Szene 801 ist zum Beispiel vorgesehen, dass der linke Teil der Szene durch eine eher kalt-weiße spektrale Verteilung ausgeleuchtet wird, wohingegen der rechte Teil der Szene aufgrund der zusätzlichen Beleuchtung mit der Kerze 809 eher höhere rötliche spektrale Anteile enthalten wird, um eine Farbvermischung zu vermeiden.

10 zeigt eine weitere Szene 1001.

Die Szene 1001 wird mittels einer symbolischen gestrichelten Trennlinie 1003 in einen Vordergrund 1005 und in einen Hintergrund 1007 unterteilt.

Im Vordergrund 1005 befindet sich eine Person 1009. Ferner befindet sich rechts von der Person 1009 ein Baum 1011 im Vordergrund 1005.

Im Hintergrund 1007 befinden sich mehrere Personen 1013 sowie mehrere Bäume 1015.

Da sich diese im Hintergrund 1007 befinden, sind diese im Vergleich zur Person 1009 und dem Baum 1011 verkleinert dargestellt.

Das heißt also, dass sich in einer Szene Objekte und Personen in unterschiedlichen Abständen oder Distanzen zu der Kamera befinden können. Da in der Regel ein Standort, der zur Ausleuchtung oder Beleuchtung benutzten optoelektronischen Leuchtvorrichtung zu den Objekten und Personen fix ist, würden bei einer fixen Beleuchtungsstärkeverteilung die Objekte und Personen, also hier die Person 1009 und der Baum 1011, im Vordergrund 1005 deutlich stärker beleuchtet werden als die im Hintergrund 1007 stehenden Personen 1003 und sich befindenden Bäume 1015.

Durch das Vorsehen eines pixelierten Emitters kann in vorteilhafter Weise eine Intensität der entsprechenden Pixel, die für die Ausleuchtung der im Vordergrund 1005 stehenden Objekte, hier der Baum 1011 und die Person 1009, verwendet werden, auf einen Wert größer Null reduziert (durch Dimmen des Pixels) oder auf Null reduziert (durch vollständiges Abschalten des Pixels) werden.

Eine Konfiguration eines pixelierten Emitters 1101 umfassend mehrere lichtemittierende Pixel 1103 zeigt beispielhaft die 11.

Das Bezugszeichen 1105 zeigt auf ausgeschaltete Pixel 1103. Die Bezugszeichen 1107, 1109, 1111 zeigen respektive auf lichtemittierende Pixel 1103, die eingeschaltet sind, also Licht emittieren. Hierbei emittieren die Pixel 1107 Licht mit einer größeren Intensität als die lichtemittierenden Pixel 1109. Die lichtemittierenden Pixel 1109 wiederum emittieren Licht mit einer kleineren Intensität als die lichtemittierenden Pixel 1111. Die lichtemittierenden Pixel 1111 wiederum emittieren Licht mit einer kleinen Intensität als die lichtemittierenden Pixel 1107.

Dadurch wird insbesondere bewirkt, dass eine Ausleuchtung für die Person 1009 im Vordergrund 1005 geringer ausfällt als für den Baum 1011 im Vordergrund 1005 oder die Bäume 1015 im Hintergrund 1007.

Durch das Vorsehen eines pixelierten Emitters umfassend mehrere lichtemittierende Pixel, die Licht unterschiedlicher Wellenlängen emittieren können, kann insbesondere ein effizienter Weißabgleich durchgeführt werden. Dies wird nachfolgend erläutert.

Ein Weißabgleich als solcher ist dem Fachmann bereits bekannt. Hierbei werden nach bekannten Algorithmen zum Weißabgleich bestimmte Farborte im CAM02-Farbraum herangezogen. Alle Pixel in der aufzunehmenden Szene werden entsprechend dieser Vorgehensweise korrigiert dargestellt. Andere Farborte als die, die zum Weißabgleich herangezogen werden, weisen jedoch nach Anwendung des Algorithmus einen größeren Farbabstand verglichen zur ursprünglich wahrgenommenen Farbe dar. Somit können beispielsweise einzelne Objekte, mit denen Betrachter eine bestimmte Farbe in Verbindung bringen, deutlich von der zu erwartenden Farbe abweichen.

Zum Beispiel kann es passieren, dass eine Gesichtsfarbe bei einem Ausleuchten nach einem Weißabgleich zu bläulich wird. Durch eine spektrale Anpassung durch ein Vorgeben einer vorbestimmten spektralen Intensitätsverteilung mittels eines pixelierten Emitters kann in vorteilhafter Weise eine Farbwiedergabe verbessert werden. Bei einer Szene mit mehreren Objekten ist zum Beispiel vorgesehen, dass eine Farbmischung auch lokal unterschiedlich angepasst wird, so dass alle Objekte mit einer guten Farbwiedergabe aufgenommen werden können.

Zusammenfassend stellt die Erfindung ein effizientes technisches Konzept bereit, basierend auf welchem eine Ausleuchtung oder Beleuchtung einer Szene abhängig von unterschiedlichen Rahmenbedingungen, Inhalten oder Konfigurationen der Szene effizient verbessert werden kann. Die Szene wird in der Regel mit einer Kamera aufgenommen. Ferner können Über- und Unterbelichtungen von einzelnen Objekten/Personen vermieden werden. Insbesondere kann eine Farbetemperatur für eine natürlich wirkende Farbwiedergabe angepasst werden. Insbesondere kann eine Mischung von Beleuchtungen (Lichtquellen), die unterschiedliche Farbtemperaturen aufweisen, vermieden oder verringert werden. Insbesondere kann dadurch eine Verbesserung der Eingabedaten für eine Anwendung eines an sich bekannten standardisierten Algorithmus für den Weißabgleich einer Szene bewirkt werden.

Durch den Einsatz von pixelierten Emittern, die jeweils einzeln oder in allen frei wählbaren Kombinationen betrieben und somit zur Beleuchtung genutzt werden können, kann die Ausleuchtung in ihrer Beleuchtungsstärkeverteilung und im lokalem Farbort abhängig von den Rahmenbedingungen, den Inhalten oder Konfigurationen der Szene angepasst werden. Somit kann die Wiedergabe der Szene und damit die Qualität der aufgenommenen Szene nach rechnerischer Bearbeitung mit Hilfe von diversen gängigen Bildbearbeitungsalgorithmen deutlich verbessert werden.

Durch die Veränderung der Anzahl an zur Beleuchtung beitragenden lichtemittierenden Pixeln des Emitters, insbesondere mit einer entsprechenden Optik, wird in vorteilhafter Weise die Veränderung der Intensitätsverteilung der Ausleuchtung beziehungsweise eine Anpassung an die Größe der zu detektierenden Szene (Kamera-Format, Weitwinkel, Bündelung der Zoom-Funktion) bewirkt. Durch die Veränderung der Anzahl an zur Beleuchtung beitragenden lichtemittierenden Pixeln des Emitters wird in vorteilhafter Weise eine spezielle Ausleuchtung bestimmter Bereiche in der zu detektierenden Szene (zum Beispiel Objekte/Personen im Vordergrund mit einer geringeren Intensität als Objekte/Personen in weiterer Entfernung; oder Szene in einem Raum, auf dem auf einer Seite zusätzliche Beleuchtung durch ein Fenster vorhanden ist, wohingegen die andere Raumseite dunkel ist, so dass die anderer Raumseite stärker beleuchtet wird als das Fenster) ermöglicht. Die spezielle Ausleuchtung wird insbesondere durch eine lokale Variation der Beleuchtungsstärke durch Ein- und Ausschalten der betreffenden Pixelgruppen bewirkt.

Durch das Aufbringen unterschiedlicher Konvertermaterialien auf die einzelnen getrennt voneinander betreibbarer oder ansteuerbarer Pixel des Emitters können unterschiedliche Farbtemperaturen und Spektren erzielt werden. Diese können abhängig von der Umgebung zu einer Reduzierung und/oder Vermeidung von Farbtemperatur-Mischungen in der Szene genutzt werden und somit eine einheitliche und homogene Farbwiedergabe auf der zu detektierenden Szene ermöglichen.

Ferner kann eine Vermeidung von Blendung von Personen, die in einem bestimmten Bereich der Szene mit geringem Abstand zur Kamera stehen, erreicht werden, indem die entsprechenden Pixel, die für die Ausleuchtung dieses Bereiches genutzt werden, gedimmt werden.

Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschriebenen wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Varianten können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste

101
optoelektronische Leuchtvorrichtung
103
pixelierter Emitter
105
lichtemittierendes Pixel
107
Ansteuerungseinrichtung
201
Bereitstellen
203
Ansteuern
205
Beleuchten
301
Kamera
303
Bildsensor
305
Objektiv
401
mobiles Endgerät
501
pixelierter Emitter
503
lichtemittierendes Pixel
505
angeschaltetes Pixel
507
ausgeschaltetes Pixel
601
pixelierter Emitter
603
lichtemittierender Pixel
605
ausgeschaltetes Pixel
607
eingeschaltetes Pixel
609
eingeschaltetes Pixel
611
eingeschaltetes Pixel
701
15:9-Aufnahmeformat
703
4:3-Aufnahmeformat
801
Szene
802
Raum
803
Fenster
805
Person
807
Tisch
809
Kerze
901
pixelierter Emitter
903
lichtemittierendes Pixel
905
ausgeschaltetes Pixel
907
angeschaltetes Pixel
909
angeschaltetes Pixel
1001
Szene
1003
Trennlinie
1005
Vordergrund
1007
Hintergrund
1009
Person
1011
Baum
1013
Person
1015
Baum
1101
pixelierter Emitter
1103
lichtemittierendes Pixel
1105
ausgeschaltetes Pixel
1107
angeschaltetes Pixel
1109
angeschaltetes Pixel
1111
angeschaltetes Pixel

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102014101869 A1 [0003]