Title:
Vorrichtung zur Herstellung eines Leitungssatzes
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zur Herstellung eines Leitungssatzes, umfassend ein Fertigungsbrett (2), Aufnahmeelemente (3) für Leitungen des Leitungssatzes und Halter (5) für Befestigungselemente. Erfindungsgemäß sind die Aufnahmeelemente (3) und/oder die Halter (5) aus zumindest einem Kunststoff, aus einer Kunststoff-Naturfaser-Kombination und/oder aus zumindest einem biologischen Werkstoff ausgebildet.




Inventors:
Schweer, Heinz (73760, Ostfildern, DE)
Application Number:
DE102016015253A
Publication Date:
05/18/2017
Filing Date:
12/21/2016
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102015015366A1N/A2016-12-29



Claims:
1. Vorrichtung (1) zur Herstellung eines Leitungssatzes, umfassend ein Fertigungsbrett (2), Aufnahmeelemente (3) für Leitungen des Leitungssatzes und Halter (5) für Befestigungselemente, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeelemente (3) und/oder die Halter (5) aus zumindest einem Kunststoff, aus einer Kunststoff-Naturfaser-Kombination und/oder aus zumindest einem biologischen Werkstoff ausgebildet sind.

2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeelemente (3) gabelförmig ausgebildet sind.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines Leitungssatzes nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Aus dem Stand der Technik ist es allgemein bekannt, zur Herstellung von Leitungssätzen ein Fertigungsbrett zu verwenden, auf welchen Aufnahmeelemente für Leitungen des Leitungssatzes und Halter für Befestigungselemente angeordnet sind, wobei diese Aufnahmeelemente und Halter aus Metall, beispielsweise aus Aluminium, ausgebildet sind.

Des Weiteren wird in der noch nicht veröffentlichten DE 10 2015 015 366.8 eine Aufnahmevorrichtung für einen Kabelbaum bei dessen Herstellung beschrieben. Die Aufnahmevorrichtung umfasst ein Aufnahmeelement zum Fixieren des Kabelbaumes und ein Verbindungselement zum Halten des Aufnahmeelements in einem Abstand zu einem Grundelement der Aufnahmevorrichtung. Das Aufnahmeelement ist relativ zum Grundelement verstellbar gelagert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Vorrichtung zur Herstellung eines Leitungssatzes anzugeben.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung zur Herstellung eines Leitungssatzes mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine Vorrichtung zur Herstellung eines auch als Kabelbaum bezeichneten Leitungssatzes umfasst ein Fertigungsbrett, Aufnahmeelemente für Leitungen des Leitungssatzes und Halter für Befestigungselemente. Erfindungsgemäß sind die Aufnahmeelemente und/oder die Halter aus zumindest einem Kunststoff, aus einer Kunststoff-Naturfaser-Kombination und/oder aus zumindest einem biologischen Werkstoff ausgebildet.

Durch die erfindungsgemäße Lösung wird im Vergleich zur Ausbildung der Aufnahmeelemente und Halter aus Metall, beispielsweise aus Aluminium, eine signifikante Kostenreduzierung erreicht.

Zweckmäßigerweise sind die Aufnahmeelemente und/oder Halter derart ausgebildet, dass sie zur Herstellung einer Vielzahl unterschiedlicher Leitungssätze verwendet werden können, d. h. vorteilhafterweise universal eingesetzt werden können, und vorzugsweise in Serienfertigung hergestellt werden können. Dadurch kann eine weitere Kostenreduzierung erreicht werden.

Bei Verwendung von Naturprodukten, d. h. von biologischen Werkstoffen, zur Ausbildung der Aufnahmeelemente und/oder Halter werden eine Kompostierung und dadurch eine hohe Umweltverträglichkeit erreicht.

Bei Verwendung von Kunststoffen zur Ausbildung der Aufnahmeelemente und/oder Halter sind diese Kunststoffe und somit die daraus gefertigten Aufnahmeelemente und/oder Halter zweckmäßigerweise recycelbar, so dass aus dem Rezyklat beispielsweise neue Aufnahmeelemente und/oder Halter und/oder andere Produkte hergestellt werden können. Auch dadurch wird eine hohe Umweltverträglichkeit, Werkstoffeffizienz und Energieeffizienz erreicht.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert.

Dabei zeigt:

1 schematisch eine Vorrichtung zur Herstellung eines Leitungssatzes.

1 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung 1 zur Herstellung eines Leitungssatzes. Eine solche Vorrichtung 1 wird auch als Formbrett bezeichnet. Der mittels der Vorrichtung 1 herstellbare Leitungssatz wird auch als Kabelbaum bezeichnet.

Die Vorrichtung 1 umfasst ein Fertigungsbrett 2, auch als Leitungsfertigungsbrett bezeichnet, sowie zumindest ein Aufnahmeelement 3, zweckmäßigerweise mehrere solcher Aufnahmeelemente 3, zur Halterung einer oder mehrerer Leitungen des mittels der Vorrichtung 1 herzustellenden Leitungssatzes. Da die Leitungen auch als Adern bezeichnet werden, werden derartige Aufnahmeelemente 3 auch als Aderaufnahmen bezeichnet.

Zur Herstellung des Leitungssatzes werden die Leitungen auf der Vorrichtung 1 verlegt und, um sie in der verlegten Position zu halten, bis der Leitungssatzes fertiggestellt ist, in diese Aufnahmeelemente 3 eingelegt. Hierzu ist das jeweilige Aufnahmeelement 3, wie in 1 gezeigt, vorteilhafterweise gabelförmig ausgebildet, so dass die Leitung oder mehrere Leitungen in eine Vertiefung der Gabelform 4 eingelegt werden kann/können und darin sicher gehalten ist/sind.

Des Weiteren umfasst die Vorrichtung 1 zweckmäßigerweise zumindest einen Halter 5 für Befestigungselemente, zweckmäßigerweise mehrere derartige Halter 5. Derartige Halter 5 dienen der Halterung der Befestigungselemente, welche an vorgegebenen Positionen am Leitungssatz zu befestigen sind und mittels welchen der Leitungssatz an seiner vorgesehenen Einsatzposition befestigt wird. Ist der Leitungssatz für ein Fahrzeug vorgesehen, wird er mittels solcher Befestigungselemente beispielsweise an einer Karosserie des Fahrzeugs befestigt.

Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, dass derartige Aufnahmeelemente 3 und Halter 5 aus Metall, beispielsweise aus Aluminium, ausgebildet sind, wodurch sie entsprechend kostenintensiv sind. Daraus resultieren entsprechend hohe Vorrichtungskosten für einen Leitungssatzlieferanten und somit entsprechend hohe Leitungssatzkosten für einen Endkunden.

Um diese Kosten zu reduzieren, ist vorgesehen, dass die Aufnahmeelemente 3 und/oder die Halter 5 jeweils aus zumindest einem Kunststoff, aus einer Kunststoff-Naturfaser-Kombination und/oder aus zumindest einem biologischen Werkstoff ausgebildet sind, da sie dadurch wesentlich kostengünstiger hergestellt werden können als aus Metall.

Zweckmäßigerweise sind die Aufnahmeelemente 3 und/oder Halter 5 derart ausgebildet, dass sie zur Herstellung einer Vielzahl unterschiedlicher Leitungssätze verwendet werden können, d. h. vorteilhafterweise universal eingesetzt werden können, und vorzugsweise in Serienfertigung hergestellt werden können. Dadurch wird es einer Vielzahl von Leitungssatzherstellern, auch als Konfektionäre bezeichnet, ermöglicht, diese Aufnahmeelemente 3 und Halter 5 zu verwenden und dadurch ihre Kosten und somit auch die Kosten pro hergestellten Leitungssatz zu senken. Bei Verwendung von Naturprodukten, d. h. von biologischen Werkstoffen, zur Ausbildung der Aufnahmeelemente 3 und/oder Halter 5 werden eine Kompostierung und dadurch eine hohe Umweltverträglichkeit erreicht.

Bei Verwendung von Kunststoffen zur Ausbildung der Aufnahmeelemente 3 und/oder Halter 5 sind diese Kunststoffe und somit die daraus gefertigten Aufnahmeelemente 3 und/oder Halter 5 zweckmäßigerweise recycelbar, so dass aus dem Rezyklat beispielsweise neue Aufnahmeelemente 3 und/oder Halter 5 und/oder andere Produkte hergestellt werden können. Auch dadurch wird eine hohe Umweltverträglichkeit, Werkstoffeffizienz und Energieeffizienz erreicht.

Wie oben bereits erwähnt und in 1 dargestellt, sind die Aufnahmeelemente 3 gabelförmig ausgebildet, d. h. sie weisen einen Befestigungsteil 6 auf, mittels welchem sie am Fertigungsbrett 2 befestigt werden können, und an einem Ende des Befestigungsteils 6 die angeordnete oder ausgebildete Gabelform 4 zur Aufnahme einer oder mehrerer Leitungen des herzustellenden Leitungssatzes.

Die Halter 5 für die Befestigungselemente weisen, wie in 1 gezeigt, zweckmäßigerweise ebenso einen solchen Befestigungsteil 6 zur Befestigung am Fertigungsbrett 2 auf. An einem Ende des Befestigungsteils 6 ist hier eine zur Aufnahme des jeweiligen Befestigungselementes geeignete Halterung 7 angeordnet oder ausgebildet.

Zur Befestigung am Fertigungsbrett 2 wird der jeweilige Befestigungsteil 6 zweckmäßigerweise durch das Fertigungsbrett 2 hindurchgeführt, beispielsweise durchgestoßen, falls das Fertigungsbrett 2 aus einem entsprechenden Material ausgebildet ist, oder das Fertigungsbrett 2 weist beispielsweise entsprechenden Durchführungsöffnungen auf.

Zur Fixierung am Fertigungsbrett 2 ist beispielsweise am jeweiligen Befestigungsteil 6 ein Anlageelement 8 vorgesehen, welches nach dem Anordnen des jeweiligen Aufnahmeelementes 3 bzw. des jeweiligen Halters 5 an einer Flachseite des Fertigungsbretts 2 anliegt. Auf einem durch das Fertigungsbrett 2 hindurchragenden freien Ende des jeweiligen Befestigungsteils 6 wird dann beispielsweise ein weiteres Anlageelement 9 angeordnet, zum Beispiel auf das freie Ende aufgeschraubt oder aufgeschoben, bis es an einer gegenüberliegenden Flachseite des Fertigungsbrettes 2 anliegt, wodurch das jeweilige Aufnahmeelement 3 bzw. der jeweilige Halter 5 am Fertigungsbrett 2 fixiert ist.

Zweckmäßigerweise ist das weitere Anlageelement 9 wieder zerstörungsfrei vom Befestigungsteil 6 lösbar, so dass das jeweilige Aufnahmeelement 3 bzw. der jeweilige Halter 5 wieder vom Fertigungsbrett 2 zu entfernen und neu am Fertigungsbrett 2 anzuordnen ist, gegebenenfalls in einer anderen Position am Fertigungsbrett 2, so dass mittels der Vorrichtung 1 auf einfache Weise verschiedene Leitungssatzvarianten herstellbar sind.

Das Fertigungsbrett 2 ist beispielsweise aus Metall, zum Beispiel aus Aluminium, oder aus einem anderen Material ausgebildet, beispielsweise ebenfalls aus Kunststoff, aus einer Kunststoff-Naturfaser-Kombination und/oder aus zumindest einem biologischen Werkstoff, wodurch die oben beschriebenen Vorteile, welche aus der Verwendung solcher Materialien resultieren, auch bei dem Fertigungsbrett 2 erzielbar sind.

Bezugszeichenliste

1
Vorrichtung
2
Fertigungsbrett
3
Aufnahmeelement
4
Gabelform
5
Halter
6
Befestigungsteil
7
Halterung
8, 9
Anlageelement

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102015015366 [0003]