Title:
Kraftwagentürscharnier
Kind Code:
A1
Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Kraftwagentürscharnier, umfassend ein an einem Türholm befestigtes Säulenteil (3) und ein eine Fahrzeugtür tragendes Türteil (5), welche schwenkbar miteinander verbunden sind. Bei einem Kraftwagentürscharnier ist das Säulenteil (3) T-förmig ausgebildet.



Inventors:
Tenfelde, Hermann, Dipl.-Ing. (70372, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102016015086A
Publication Date:
06/22/2017
Filing Date:
12/17/2016
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19817699A1N/A1999-11-04
Claims:
1. Kraftwagentürscharnier, umfassend ein an einem Türholm befestigtes Säulenteil (3) und ein eine Fahrzeugtür tragendes Türteil (5), welche schwenkbar miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Säulenteil (3) T-förmig ausgebildet ist und das T-förmige Säulenteil (3) eine Fußplatte (9) zur Befestigung an dem Türholm aufweist, von welchem annähernd senkrecht ein Scharnierarm (11) zur Aufnahme des Türteils (5) weg weist, wobei durch die Fußplatte (9) zwei Schraubbolzen (13, 15) hindurchgreifen, wobei ein erster Schraubbolzen (13) vor einer Scharnierachse (17) und ein zweiter Schraubbolzen (15) hinter der Scharnierachse (17) angeordnet sind.

2. Kraftwagentürscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierarm (11) zwischen den beiden Schraubbolzen (13, 15) an der Fußplatte (9) ausgebildet ist.

3. Kraftwagentürscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Türteil (5) und/oder das Säulenteil (3) aus einem Stahl-Walzprofil gebildet sind.

4. Kraftwagentürscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Länge des Scharnierarmes (11) des Säulenteiles (3) in einem direkten Verhältnis zu einer Stärke der Fußplatte (9) des Säulenteiles (3) steht, wobei bei reduzierter Länge des Scharnierarmes (11) die Stärke der Fußplatte (9) verringert ist.

5. Kraftwagentürscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußplatte (9) als Zug- und Druckanker beaufschlagt ist.

6. Kraftwagentürscharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türholm als A-Säule ausgebildet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Kraftwagentürscharnier, umfassend ein an einem Türholm befestigtes Säulenteil und ein eine Kraftfahrzeugtür tragendes Türteil, welche schwenkbar miteinander verbunden sind.

Aus der DE 198 17 699 A1 ist ein Kraftwagentürscharnier mit integrierter Brems- und Haltefunktion bekannt. Ein solches Kraftwagentürscharnier besteht aus einer ersten, an einem Türanordnungsteil, Tür- oder Türholm-anschlagbaren Scharnierhälfte und einer zweiten am anderen Türanordnungsteil anschlagbaren Scharnierhälfte sowie einen beide Scharnierhälften schwenkbar miteinander verbindenden Scharnierstift. Solche Fahrzeugtürscharniere müssen für jeden Fahrzeugtyp separat konstruiert werden, was die Kosten für die Fahrzeugherstellung verteuert.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kraftwagentürscharnier anzugeben, welches die Kosten der Fahrzeugherstellung reduziert.

Die Erfindung ergibt sich aus den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, sowie der Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren dargestellt sind.

Die Aufgabe ist mit einem Kraftwagentürscharnier dadurch gelöst, dass das Säulenteil T-förmig ausgebildet ist. Das hat den Vorteil, dass ein solches Kraftwagentürscharnier als Basis für einen Scharnierbaukasten eines Fahrzeugherstellers genutzt werden kann. Das T-förmige Säulenteil bildet dabei eine Plattform, die für alle Kraftwagen einer oder verschiedener Baureihen eines Fahrzeugherstellers verwendet werden kann, was die Kosten der Fahrzeugherstellung reduziert.

Erfindungsgemäß weist das T-förmige Säulenteil eine Fußplatte zur Befestigung an dem Türholm auf, von welchem annähernd senkrecht ein Scharnierarm zur Aufnahme des Türteiles weg weist. An einem solchen T-förmigen Säulenteil können baulich unterschiedliche Türteile angebunden werden, wobei immer eine optimale Positionierung der Scharnierachslage möglich ist.

Dabei greifen durch die Fußplatte zwei Schraubbolzen durch, wobei ein erster Schraubbolzen vor einer Scharnierachse und ein zweiter Schraubbolzen hinter der Scharnierachse angeordnet sind. Dies ermöglicht die Beibehaltung der Schraubpositionen für alle Fahrzeuge einer Plattform.

In einer Variante ist der Scharnierarm zwischen den beiden Schraubbolzen an der Fußplatte ausgebildet. Dadurch wird ein und dieselbe Schraubposition für alle Fahrzeuge genutzt.

In einer besonders kostengünstigen Ausgestaltung sind das Türteil und/oder das Säulenteil aus einem Stahl-Walzprofil ausgebildet.

In einer Weiterbildung steht eine Länge des Scharnierarmes des Säulenteiles in einem direkten Verhältnis zu einer Stärke der Fußplatte des Säulenteiles, wobei bei reduzierter Länge des Scharnierarms die Stärke der Fußplatte verringert ist. Somit wird eine räumliche Verkleinerung des Säulenteiles des Kraftwagentürscharniers ermöglicht, wodurch der vom Kraftwagentürscharnier benötigte Bauraum im Fahrzeug reduziert wird.

Um eine gleichmäßigere Drehmomenteinleitung in das Kraftwagentürscharnier zu ermöglichen, dient die Fußplatte als Zug- und Druckanker.

Vorteilhafterweise ist der Türholm als A-Säule des Fahrzeuges ausgebildet. Bei der Verwendung des beschriebenen T-förmigen Säulenteiles können die Schraubpunkte in der A-Säule bei allen Serienfahrzeugen beibehalten werden, wobei gleichzeitig die Scharnierachse auf eine notwendige Position nach hinten verschoben wird. Dabei bleibt das gesamte A-Säulenumfeld unverändert.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der – gegebenenfalls unter Bezug auf die Zeichnung – zumindest ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Beschriebene und/oder bildlich dargestellte Merkmale können für sich oder in beliebiger, sinnvoller Kombination den Gegenstand der Erfindung bilden, gegebenenfalls auch unabhängig von den Ansprüchen, und können insbesondere zusätzlich auch Gegenstand einer oder mehrerer separater Anmeldung/en sein. Gleiche, ähnliche und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Es zeigen:

1 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kraftwagentürscharniers,

2 ein Ausführungsbeispiel des Säulenteils des Kraftwagentürscharniers gemäß 1.

In 1 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kraftwagentürscharniers 1 gezeigt, welches oben und unten an einer nicht weiter dargestellten A-Säule des Fahrzeuges befestigt ist. Das Kraftwagentürscharnier 1 besteht dabei aus einem Säulenteil 3 und einem Türteil 5. Das Säulenteil 3 und das Türteil 5 sind über eine Schwenkeinheit 7 miteinander drehbar verbunden.

Das Säulenteil 3 ist, wie in 2 gezeigt, T-förmig ausgebildet und besteht aus einer Fußplatte 9 und einem Scharnierarm 11, wobei an dem freien Ende des Scharnierarmes 11 die Schwenkeinheit 7 ausgebildet ist. Der Scharnierarm 11 verläuft annähernd senkrecht zur Fußplatte 9, wobei dieser zentrisch zwischen zwei, die Fußplatte 9 durchgreifende Einpressgewindebolzen 13, 15 ausgebildet ist, die in die A-Säule eingepresst werden. Der Scharnierarm 11 ist dabei leicht kreisbogenförmig ausgebildet, um im Schließzustand das Türteil 5 mit möglichst wenig Bauraumbedarf aufnehmen zu können. Der Abstand A zwischen einer Scharnierachse 17 zur Auflagefläche an der A-Säule wird durch diese Gestaltung des Säulenteiles 3 nach hinten von der A-Säule weg in Richtung Fahrzeugtür verschoben.

Das Säulenteil und das Türteil sind aus kostengünstigem Stahl-Walzprofil hergestellt. Je geringer die Länge des Scharnierarms 11 ist, umso kleiner kann die Stärke der Fußplatte 9 gewählt werden. Es muss aber dabei beachtet werden, dass die Fußplatte 9 als Zug- und Druckanker beaufschlagt wird.

Aufgrund der nach-hinten-Verschiebung der Scharnierachse 17 ist es möglich, ein separates Fangband für die Fahrzeugtür anzuordnen. Eine Neukonstruktion der A-Säule, der Instrumententafel-Querträgeranbindung sowie der Stirnwand und der Längsträger sind infolge des T-förmigen Säulenteils 3 somit für die Nutzung des Fangbandes nicht notwendig.

Durch die Verwendung nur ein und desselben Säulenteils verringern sich die Logistikkosten beim Fahrzeughersteller, da an diesem Säulenteil verschiedenartig geformte Türteile unterschiedlicher Fahrzeugtypen einer Plattform angebracht werden können.

Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert und erläutert wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Es ist daher klar, dass eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten existiert. Es ist ebenfalls klar, dass beispielhaft genannte Ausführungsformen wirklich nur Beispiele darstellen, die nicht in irgendeiner Weise als Begrenzung etwa des Schutzbereichs, der Anwendungsmöglichkeiten oder der Konfiguration der Erfindung aufzufassen sind. Vielmehr versetzen die vorhergehende Beschreibung und die Figurenbeschreibung den Fachmann in die Lage, die beispielhaften Ausführungsformen konkret umzusetzen, wobei der Fachmann in Kenntnis des offenbarten Erfindungsgedankens vielfältige Änderungen beispielsweise hinsichtlich der Funktion oder der Anordnung einzelner, in einer beispielhaften Ausführungsform genannter Elemente vornehmen kann, ohne den Schutzbereich zu verlassen, der durch die Ansprüche und deren rechtliche Entsprechungen, wie etwa weitergehenden Erläuterungen in der Beschreibung, definiert wird.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 19817699 A1 [0002]