Title:
Positioniervorrichtung zur Montage eines Leitungssatzes für ein Fahrzeugbordnetz und Leitungssatz
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Positioniervorrichtung (2) zur Montage eines Leitungssatzes (1) für ein Fahrzeugbordnetz mit einer Mehrzahl von Aufnahmeeinheiten (2.1, 2.2) zur Aufnahme einer korrespondierenden Anzahl von Leiterelementen (1.1, 1.2) des Leitungssatzes (1), die jeweils an einem Ende mit einem Stecker (1.1.2, 1.2.2) zum Anschluss an eine elektrische Steuereinheit (3) des Fahrzeugs versehen sind.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Aufnahmeeinheiten (2.1, 2.2)
– jeweils als eine Aufnahmeöffnung zur formschlüssigen Aufnahme eines Steckers (1.1.2, 1.2.2) ausgebildet sind und
– mindestens eine Rastnase (2.1.1, 2.2.1) zur Fixierung des aufgenommenen Steckers (1.1.2, 1.2.2) aufweisen.
Die Erfindung betrifft weiterhin einen Leitungssatz (1) für ein Fahrzeugbordnetz mit einer solchen Positioniervorrichtung (2).




Inventors:
Zacher, Marcus (71063, Sindelfingen, DE)
Maier, Andreas, Dipl.-Ing. (FH) (73066, Uhingen, DE)
Application Number:
DE102016014870A
Publication Date:
05/18/2017
Filing Date:
12/14/2016
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
Domestic Patent References:
DE4138714A1N/A1993-05-27



Claims:
1. Positioniervorrichtung (2) zur Montage eines Leitungssatzes (1) für ein Fahrzeugbordnetz mit einer Mehrzahl von Aufnahmeeinheiten (2.1, 2.2) zur Aufnahme einer korrespondierenden Anzahl von Leiterelementen (1.1, 1.2) des Leitungssatzes (1), die jeweils an einem Ende mit einem Stecker (1.1.2, 1.2.2) zum Anschluss an eine elektrische Steuereinheit (3) des Fahrzeugs versehen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahmeeinheiten (2.1, 2.2)
– jeweils als eine Aufnahmeöffnung zur formschlüssigen Aufnahme eines Steckers (1.1.2, 1.2.2) ausgebildet sind und
– mindestens eine Rastnase (2.1.1, 2.2.1) zur Fixierung des aufgenommenen Steckers (1.1.2, 1.2.2) aufweisen.

2. Leitungssatz (1) für ein Fahrzeugbordnetz mit
– einer Mehrzahl von Leiterelementen (1.1, 1.2), die jeweils an einem Ende mit einem Stecker (1.1.2, 1.2.2) zum elektrischen Anschluss an eine elektrische Steuereinheit (3) des Fahrzeugbordnetzes versehen sind und
– mindestens einer Positioniervorrichtung (2) nach Anspruch 1, wobei in jeweils einer Aufnahmeeinheit (2.1, 2.2) ein Stecker (1.1.2, 1.2.2) angeordnet und mittels der Rastnasen (2.1.1, 2.2.1) fixiert ist und
– mittels der Positioniervorrichtung (2) eine Montaganordnung der Stecker (1.1.2, 1.2.2) relativ zur elektrischen Steuereinheit (3) vorgegeben ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Positioniervorrichtung zur Montage eines Leitungssatzes für ein Fahrzeugbordnetz gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft weiterhin einen Leitungssatz für ein Fahrzeugbordnetz mit einer solchen Positioniervorrichtung.

Positioniervorrichtungen zur Montage eines Leitungssatzes sind aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise wird in der DE 41 38 714 A1 ein Leitungssatz für ein Bordnetz eines Kraftfahrzeugs beschrieben, welcher aus einer Vielzahl von zu Stämmen und Ästen gebündelten isolierten Leitern besteht, wobei die isolierten Leiter an den Enden der Äste mit Steckverbindungen zum Anschluss der elektrischen Komponenten des Kraftfahrzeuges im Instrumentenbereich, im Bodengruppenbereich, im Heck- und Dachbereich sowie im Motorraum versehen sind. Dabei sind wenigstens die Stämme und Äste im Instrumenten- und Bodengruppenbereich in ein kanalartiges Trägersystem aus formstabilen Trägerelementen und flexiblen Verbindungselementen eingelegt. Des Weiteren sind Trägerelemente im Bodengruppenbereich mit einer Polsterung versehen. Darüber hinaus ist ein Teil der Trägerelemente mit einem Verkleidungsteil für den Innenraum des Kraftfahrzeuges verbunden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Positioniervorrichtung zur Montage eines Leitungssatzes für ein Fahrzeugbordnetz sowie einen verbesserten Leitungssatz anzugeben.

Hinsichtlich der Positioniervorrichtung wird die Aufgabe erfindungsgemäß mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Hinsichtlich des Leitungssatzes wird die Aufgabe erfindungsgemäß mit den in Anspruch 2 angegebenen Merkmalen gelöst.

Eine Positioniervorrichtung zur Montage eines Leitungssatzes für ein Fahrzeugbordnetz umfasst eine Mehrzahl von Aufnahmeeinheiten zur Aufnahme einer korrespondierenden Anzahl von Leiterelementen des Leitungssatzes, die jeweils an einem Ende mit einem Stecker zum Anschluss an eine elektrische Steuereinheit des Fahrzeugs versehen sind.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Aufnahmeeinheiten jeweils als eine Aufnahmeöffnung zur formschlüssigen Aufnahme eines Steckers ausgebildet sind und mindestens eine Rastnase zur lösbaren Verriegelung des aufgenommenen Steckers aufweisen.

Bei der derart ausgebildeten Positioniervorrichtung werden mehrere, insbesondere gleichartig ausgebildete Stecker vor der Montage des Leitungssatzes zueinander vorpositioniert, so dass diese bei der Montage des Leitungssatzes gleichzeitig mit korrespondierenden Buchsen der Steuereinheit verbindbar sind. Diese Vorpositionierung der Stecker ermöglicht des Weiteren, dass ein Vertauschen der Stecker bei der Montage des Leitungssatzes verhindert wird. Zudem kann ein Verdrehen der Stecker um deren Längsachse verhindert werden, so dass die Stecker jeweils korrekt relativ zu den korrespondierenden Buchsen der elektrischen Steuereinheit anordenbar sind. Vorzugsweise ist die Positioniervorrichtung derart ausgebildet, dass ein Verdrehen der Positioniervorrichtung mit den Steckern parallel zu einer Längsachse der Stecker ebenfalls nicht möglich ist oder zumindest erschwert wird. Des Weiteren ist ein versehentliches Entfernen der Positioniervorrichtung während der Montage aufgrund der vorgesehenen Rastnasen nicht oder nur schwer möglich. Mittels der Positioniervorrichtung ist somit eine Montage des Leitungssatzes gegenüber dem Stand der Technik wesentlich einfacher und das Risiko fehlerhafter elektrischer Verbindungen geringer.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.

Dabei zeigen:

1 schematisch einen Leitungssatz für ein Fahrzeugbordnetz mit einer Positioniervorrichtung und eine elektrische Steuereinheit,

2 schematisch eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels der Positioniervorrichtung mit zwei Steckern des Leitungssatzes und

3 schematisch eine Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Positioniervorrichtung mit zwei Steckern des Leitungssatzes.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt einen Leitungssatz 1 mit einer Positioniervorrichtung 2 und eine elektrische Steuereinheit 3 eines nicht näher dargestellten Fahrzeugbordnetzes.

Der Leitungssatz 1 umfasst zwei ausschnittweise gezeigte Leiterelemente 1.1, 1.2 mit jeweils einem isolierten Leiter 1.1.1, 1.2.1 und einem Stecker 1.1.2, 1.2.2, der an einem Ende des jeweiligen isolierten Leiters 1.1.1, 1.2.1 angeordnet ist. Die Stecker 1.1.2, 1.2.2 sind in der Positioniervorrichtung 2 angeordnet und fixiert und können somit bei der Montage des Leitungssatzes 1 gleichzeitig mit korrespondierenden Buchsen 3.1, 3.2 der elektrischen Steuereinheit 3 verbunden werden. Die Stecker 1.1.2, 1.2.2 weisen hierbei gleiche mechanische Eigenschaften auf, wobei diese entweder einer bestimmten Norm, z. B. Sub-D, USB oder RJ45, unterliegen oder ohne eine bestimmte mechanische Kodierung hergestellt sind. Die korrespondierenden Buchsen 3.1, 3.2 der Steuereinheit 3 weisen ebenfalls gleiche mechanische Eigenschaften auf.

Die Positioniervorrichtung 2 nimmt die Stecker 1.1.2, 1.2.2 form- und kraftschlüssig auf, so dass diese vor der Montage des Leitungssatzes 1 zueinander vorpositioniert werden und bei der Montage des Leitungssatzes 1 gleichzeitig mit den Buchsen 3.1, 3.2 verbunden werden können. Die Positioniervorrichtung 2 kann mit den Steckern 1.1.2, 1.2.2 und den isolierten Leitern 1.1.1, 1.2.1 als vorgefertigte Einheit zur Montage des Leitungssatzes 1 zur Verfügung gestellt werden. Alternativ kann die Positioniervorrichtung 2 auch nachträglich mit den Steckern 1.1.2, 1.2.2 verbunden werden. Des Weiteren ist es möglich, auch mehr als zwei der gezeigten Stecker 1.1.2, 1.2.2 aufzunehmen. Vorzugsweise kann mittels der Positioniervorrichtung 2 eine beliebig hohe Anzahl von Steckern 1.1.2, 1.2.2 mit gleichen mechanischen Eigenschaften aufgenommen werden.

In den 2 und 3 wird die Positioniervorrichtung 2 näher beschrieben.

2 zeigt dazu eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels der Positioniervorrichtung 2.

Die Positioniervorrichtung 2 umfasst zwei in eine Längsrichtung der Positioniervorrichtung 2 zueinander beabstandete Aufnahmeeinheiten 2.1, 2.2, die hierbei jeweils als eine Aussparung in einem Trägerkörper der Positioniervorrichtung 2 ausgebildet sind, welcher zweckmäßigerweise aus einem elektrisch isolierenden Material gebildet ist. An einem die Aufnahmeeinheiten 2.1, 2.2 begrenzenden Rand des Trägerkörpers der Positioniervorrichtung 2 sind jeweils zwei Rastnasen 2.1.1, 2.2.1 angeordnet, die einer Fixierung der aufgenommenen Stecker 1.1.2, 1.2.1 in den Aufnahmeöffnungen 2.1, 2.2 dienen. D. h. die Stecker 1.1.2, 1.2.2 werden lösbar in der Positioniervorrichtung 2 verrastet.

Alternativ kann auch jeweils nur eine Rastnase 2.1.1, 2.2.1 vorgesehen sein. Denkbar ist auch, dass die Rastnasen 2.1.1, 2.2.1 als eine umlaufende Rastnase 2.1.1, 2.2.1 ausgebildet sind.

Die Fixierung der Stecker 1.1.2, 1.2.2 in der Positioniervorrichtung 2 verhindert ein versehentliches Vertauschen der Stecker 1.1.2, 1.2.2 bei der Montage des Leitungssatzes 1.

3 zeigt eine Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Positioniervorrichtung 2.

Hierbei werden Einzeladern 1.1.2.1, 1.2.2.1 der Stecker 1.1.2, 1.2.2 mittels der Aufnahmeeinheiten 2.1, 2.2 fixiert. Die Aufnahmeeinheiten 2.1, 2.2 umfassen hierbei eine Anzahl von Ausformungen 2.1.2, 2.2.2, die eine zu der Anzahl der Einzeladern 1.1.2.1, 1.2.2.1 korrespondierende Anzahl von Aussparungen bilden. Hierbei können gegenüber dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel mehr Freiheitsgrade bei der Montage des Leitungssatzes 1 ermöglicht werden, da die Einzeladern 1.1.2.1, 1.2.2.1 mechanisch flexibel sind. Aufgrund der festgelegten Anordnung der Stecker 1.1.2, 1.2.2 in der Positioniervorrichtung 2 kann auch hier ein Vertauschen der Stecker 1.1.2, 1.2.2 verhindert werden.

Bezugszeichenliste

1
Leitungssatz
1.1, 1.2
Leiterelement
1.1.1, 1.2.1
Leiter
1.1.2, 1.2.2
Stecker
1.1.2.1, 1.2.2.1
Einzelader
2
Positioniervorrichtung
2.1, 2.2
Aufnahmeeinheit
2.1.1, 2.2.1
Rastnase
2.1.2, 2.2.2
Ausformung
3
Steuereinheit
3.1, 3.2
Buchse

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 4138714 A1 [0002]