Title:
Gerät und Verfahren zum Austausch von Kontaktdaten und Referenzen
Kind Code:
A1


Abstract:

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Geräte und Verfahren zur Vernetzung zwischen mindestens zwei oder mehreren Personen 3, die sich insbesondere nicht in einem technischen Netzwerk (server-clientbasierter Austausch zwischen Computern, bzw. Internet oder Telefonnetz) befinden oder befunden haben und die dadurch in die Lage versetzt werden, auf sehr einfache Weise Informationen wie z. B. Interessensdaten (Signalwörter bzw. Keywords, Tags) oder Kontaktdaten (bspw. als Felder von Visitenkartendaten nach dem VCF-Format) direkt in einer Ad hoc-Vernetzung der Geräte 3c/d unter Benutzung des Gerätes 3e/f oder nur des Gerätes 3e/f untereinander auszutauschen. Dabei sind die Daten anschließend mit beliebigen, mobilen oder stationären digitalen Endgeräten (bspw. Smartphone) weiter verarbeitbar bzw. digital speicherbar auch auf dezentralen Speichersystem / Servern in der Cloud über das Internet.
Der Austausch von Daten kann dabei manuell initiiert werden oder mit Hilfe eines Algorithmus, der auf Basis eines Abgleiches von vorher eingegebene Referenzen (Keywords, Tags, Topics etc.) potentiell interessante Kontakte vorschlägt, bzw. auch den Informationsaustausch automatisch vornimmt. embedded image




Inventors:
Müllner, Ingo (76149, Karlsruhe, DE)
Hauser, Robert (76149, Karlsruhe, DE)
Application Number:
DE102016013239A
Publication Date:
05/09/2018
Filing Date:
11/07/2016
Assignee:
Hauser, Robert, 76149 (DE)
Müllner, Ingo, 76149 (DE)
International Classes:



Claims:
Ein Gerät, das tragbar ist und über eine geeignete drahtlose Kommunikationstechnik mit einem oder mehreren anderen baugleichen Geräten oder einem bzw. mehreren Geräten mit kompatibler Schnittstelle Daten austauscht, insbesondere ohne dabei in einem Netzwerk verbunden zu sein oder verbunden gewesen zu sein.

Das Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse entweder in Scheckkartenformat, oder einer beliebigen anderen Form (z. B. zylindrisch, rund, quaderförmig) vorliegt.

Das Gerät nach Anspruch 1 und 2 kann weiterhin über folgende Eigenschaften verfügen:
a) ein Display, farbig oder monochrom (bspw. LCD, OLED, E-Ink), ebenfalls ausführbar als Touch-Display
b) eine eingebaute Kamera mit zuschaltbarem Blitzlicht
c) ein eingebautes Mikrofon
d) Lautsprecher und Kopfhöreranschluss
e) Tasten bzw. Knöpfe, diese können auch zum Sperren und Entsperren der Karte per Fingerabdruck verwendet werden
f) Kartenslot für externe Speichermedien (bspw. SD-, MicroSD-, NanoSD-Karten u. a.)
g) Leuchtdioden, auch in den Tasten integriert
h) Eigene Energieversorgung über Akkumulatoren, Hochkapazitätskondensatoren (Supercaps) und/oder eigene Energieerzeugung bspw. durch Solarzellen, mechanische Bewegung, Statische Aufladung oder drahtlose Feldenergienutzung.

Das Gerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es über ein drahtlose Kommunikationstechnik mit einer separaten, externen Steuereinheit verbunden werden kann, über die bestimmte Funktionen gesteuert und abgewickelt werden können.

Eine Steuereinheit, dadurch gekennzeichnet, dass sie bei Kontakt innerhalb der Reichweite der drahtlosen Kommunikationstechnik mit einem baugleichen oder kompatiblen Gerät eine Verbindung mit dem Gerät nach Anspruch 1 bis 2 aufbaut mit dem Ziel Daten zwischen zwei baugleichen oder kompatiblen Geräten nach Anspruch 1 und 2 zu übertragen.

Die Steuereinheit nach Anspruch 5, weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass sie durch optische Signale oder Symbole (Connecticons) aber auch akustische, haptische oder elektrische Signale mit dem Nutzer kommunizieren kann. Die Connecticons können dabei entweder über ein Display oder über das Armband eines Wearables angezeigt werden.

Die Steuereinheit nach Anspruch 5 und 6 kombiniert mit einem Verfahren, dadurch gekennzeichnet, dass sie sowohl im gekoppelten Modus mit Hauptgerät nach Anspruch 1 und 2, als auch in einem autonomen Modus (ohne Hauptgerät) Daten mit einer anderen Steuereinheit nach Anspruch 5 und 6 oder einem anderem Hauptgerät nach Anspruch 1 und 2 austauschen kann.

Das Gerät nach Anspruch 1 bis 4 kombiniert mit einem Verfahren, dadurch gekennzeichnet, dass es über eine intelligente, automatisierbare Vernetzungsfunktion verfügt. Dabei können zwei oder mehrere Personen miteinander in Kontakt gebracht werden, wenn sie mindestens ein oder mehrere vorher definierte Schlagwörter (Keywords oder Referenzen) gemeinsam haben und somit zu einem passenden Übereinstimmungsprofil (Match) passen.

Die Steuereinheit nach Anspruch 5 bis 6 kombiniert mit einem Verfahren, dadurch gekennzeichnet, dass es auch in einem autonomen Modus ohne das Hauptgerät nach Anspruch 1 bis 4 eine spontane Verbindung zu einem baugleichen Gerät nach Anspruch 5 bis 6 (Steuereinheit) oder einem anderen Hauptgerät nach Anspruch 1 bis 4 zum einfachen Datenaustausch aufbauen kann.

Description:
Gebiet der Erfindung

1.1 Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät und ein Verfahren zur ad hoc-Vernetzung zwischen mindestens zwei oder mehreren Personen, die sich insbesondere zuvor nicht in einem technischen Netzwerk befinden oder befunden haben und die durch die hier beschriebenen Geräte 1 und 2 sowie den optionalen Einsatz eines Smartphones, in die Lage versetzt werden, auf einfache Weise Informationen wie z. B. Interessensdaten (bspw. als Keywords, Tags) oder Kontaktdaten (bspw. als Felder von Visitenkartendaten nach dem VCF-Format) untereinander auszutauschen und auszuwerten.

Problembeschreibung:

  • 2.1 Der Austausch von Kontaktdaten bzw. Referenzen (z. B. Marketingmaterial, Flyer, Broschüren etc.) jeglicher Art z. B. auf Messen, Konferenzen, Workshops (Business-orientierte Events im weitesten Sinne) erfolgt immer noch größtenteils analog bzw. nicht-digital, d. h. über den Austausch von Visitenkarten, Flyern, Broschüren, Postern etc. Angeheftete Namensschilder oder so genannten Badges, die für oben genannte Veranstaltungen häufig verwendet werden, sind i. d. R. noch analog.
  • 2.2 In einer weitestgehend digitalen Welt haben diese analogen „Werkzeuge“ jedoch einige entscheidende Nachteile, insbesondere, dass die Informationen nicht in digitaler Form übertragen werden können. Dadurch können diese Informationen auch nicht umstandslos digital verwendet (z. B. in digitalen Adressbüchern, sozialen Netzwerken) bzw. weiterverarbeitet, z. B. digital gespeichert, ausgewertet und digital angezeigt oder nachhaltig archiviert werden. Ein digitales Gerät an dieser Stelle ermöglicht völlig neue Wege des Kontaktierens, Vernetzens sowie für den Austausch von Informationen.
  • 2.3 Zwar verfügen auch moderne Smartphones als digitale Endgeräte über diverse Möglichkeiten einen solchen Informationsaustausch zu realisieren, allerdings hat sich in der Praxis bisher gezeigt, dass aufgrund von Systeminkompatibilität von miteinander konkurrierenden Betriebssystemen (Android, IOS, Windows etc.) und unterschiedlicher verwendeter technischer Standards, ein einfacher und schneller Austausch oft nicht möglich ist. Das Smartphone befindet sich zudem i. d. R. in der Hosentasche und kann daher nicht als Badge benutzt werden. Hier würde auch schnell das relativ geringe zeitliche Durchhaltevermögen der Akkus zum Problem werden.
  • 2.4 Die hier zur Anmeldung angeführte Erfindung hat den Zweck den einfachen und problemlosen Austausch von Kontaktdaten bzw. Referenzen (jeglicher Art) in digitaler Form, insbesondere auf Konferenzen, Tagungen, Messen und Meetings etc. zu ermöglichen.
  • 2.5 Die Aufgabe wird durch das nachstehend beschriebene Verfahren und die Geräte gemäß den Ansprüchen 1-9 gelöst.

Beschreibung der Erfindung:

  • 4.1 Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gerät und ein Verfahren zur Vernetzung zwischen mindestens zwei oder mehreren Personen oder Kontaktstellen, die sich insbesondere nicht in einem technischen Netzwerk (server-clientbasierter Austausch zwischen Computern, bzw. Internet oder Telefonnetz) befinden oder befunden haben und die dadurch in der Lage versetzt werden, auf sehr einfache Weise Informationen wie z. B. Interessensdaten (Signalwörter bzw. Keywords, Tags) oder Kontaktdaten (bspw. als Felder von Visitenkartendaten nach dem VCF-Format) direkt in einer Ad hoc-Vernetzung der Geräte 1 unter Benutzung des Gerätes 2 untereinander auszutauschen.
  • 4.2 Das System besteht aus zwei oder mehreren Komponenten (Geräte oder Devices), die über eine gemeinsame Schnittstelle untereinander Daten austauschen können. Eine Komponente bildet ein kleines Gerät, das verschiedene geometrische Formen haben kann, in einer Ausführung möglicherweise etwa die Größe eine Chipkarte hat und insbesondere als digitales Badge oder Tag (Namensschild/Etikett) dient. Es wird im Folgenden als Hauptgerät 1 bezeichnet.
  • 4.3 Ergänzt wird dieses Hauptgerät durch eine zweite Komponente, ebenfalls ein kleines Gerät (auch basierend auf nur einem Chip), das z. B. in ein Armband 2, einen Ring, einen Clip für den Gürtel o. ä. integriert wird - ähnliche Geräte werden heute mit dem Begriff „Wearable“ bezeichnet. Ebenfalls vorstellbar ist hier das Anwendungsfeld implantierter oder unter eine dünne Oberfläche eingebrachter Chips, bspw. subkutan applizierte Chips (unter der Haut) oder in Kleidung oder Stoffprodukte eingebrachte Geräte.
  • 4.4 Dabei könnte es sich um eine Steuer- oder Kontrolleinheit handeln. Dieses Gerät wird im Folgenden als Steuereinheit bezeichnet. Beide Geräte können ein in sich geschlossenes System bzw. Netzwerk bilden und untereinander kommunizieren, z. B. auch Daten austauschen.
  • 4.5 Das Hauptgerät 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass es über ein Display 1b, eine Kamera 1c, ein eingebautes Mikrofon 1e, einen internen Speicher 1g sowie einen Slot für einen Wechselspeicher (z. B. eine Micro-SD-Karte 1f) verfügt. Es besitzt eine eigene Energieversorgung (z. B. einen Akkumulator, Hochkapazitätskondensatoren und/oder Solarzellen 1a). Weiterhin verfügt das Gerät über eine oder mehrere Leuchtdioden bzw. andere Lichtstrahlen emittierende Techniken 1d, mit denen (unabhängig vom Display) Lichtsignale ausgegeben werden können.
  • 4.6 Gesteuert wird das Hauptgerät entweder direkt über Tasten (physikalisch oder Touchscreen), über Spracheingabe oder über die Steuereinheit 2. Das Hauptgerät und die Steuereinheit sind über eine Funkverbindung bidirektional verbunden (z. B. Bluetooth o. ä.).
  • 4.7 Das Gerät verfügt über mehrere technische Modi. Im Basismodus kann das Gerät auf dem Display 1b bestimmte, individualisierte Informationen anzeigen, z. B. die für Konferenzbadges typischen Informationen des Teilnehmers, in Textform oder kombiniert mit Bildern (Passfoto, Logo, selbstgewählte Erkennungszeichen etc.).
  • 4.8 Wird das Hauptgerät bspw. als digitales Badge oder Tag (Namensschild) auf Tagungen bzw. Konferenzen verwendet, ist dabei ein wesentlicher erster Vorteil, dass die digitalen Badges wiederverwendbar sind. Im Gegensatz zu solchen aus Papier mit Kunststoff-Hülle und Clip bzw. komplett aus .Kunststoff gefertigten, die oft bewusst oder versehentlich nach der Veranstaltung in den Müll entsorgt werden. Das System ist damit ressourcenschonend und trägt zur Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit bei.
  • 4.9 Das Gerät (bestehend aus Haupt- und Steuereinheit) verfügt, über den Basismodus hinaus, über weitere technische Funktionalitäten. Es dient z. B. dem Datenaustausch, insbesondere von Kontaktdaten, aber auch Marketing und PR-Informationen können ausgetauscht werden.
  • 4.10 Der Datenaustausch zwischen den Geräten erfolgt ebenfalls über geeignete Verfahren wie etwa Bluetooth, NFC, RFID, WLAN o. ä. Da die Reichweite dieser Verfahren z. T. sehr begrenzt ist, müssen sich die Geräte dafür, je nach Verfahren, in relativ kurzer Distanz, d. h. von einigen zehn Metern bis zu wenigen Metern zueinander befinden 3 bzw. 4.
  • 4.11 Der Datenaustausch zwischen zwei Hauptgeräten kann dabei entweder direkt gesteuert über die Steuereinheit 2 oder aber automatisch erfolgen sobald zwei Geräte sich gegenseitig empfangen und eine Verbindung bestätigt haben und der Automatikmodus aktiviert ist. Der Direktaustausch von Daten erfolgt dabei gesteuert bzw. getriggert über die Steuereinheit 3.
  • 4.12 Dabei werden die Steuereinheiten kurz aneinander gehalten (berührend bis einige Zentimeter Abstand) 3, so dass quasi ein direkter Kontakt hergestellt wird, der die Datenübertragung in beiden Hauptgeräten auslöst. Die Übertragung erfolgt dann ebenfalls auf kurze Distanz und kann verschlüsselt sein. Dadurch wird z. B. verhindert, dass Dritte die Daten während des Austauschs abfangen können. Als weiterer Schutz könnte neben dem mechanischen Kontakt auch noch das Bestätigen der Übertragung mittels eines Knopfes an der Steuereinheit autorisiert werden.
  • 4.13 Die Steuereinheit kann auch ohne das Hauptgerät in dieser Weise benutzt werden. In diesem Fall werden die Daten direkt zwischen zwei Steuereinheiten ausgetauscht. Dies kann entweder manuell erfolgen, indem beide Nutzer den Austausch per Knopfdruck aktivieren oder automatisch s. u. 2.16-2.18.
  • 4.14 Mit einem Sprachbefehl oder aber ebenfalls per Knopfdruck über die Steuereinheit können mit der im Hauptgerät integrierten Kamera 1c Fotos gemacht werden, z. B. auch jedes Mal automatisch beim Kontakt- oder Datenaustausch. Der Vorteil dabei ist, dass der Nutzer zusätzlich zu den Kontaktdaten seines Gegenübers auch ein Foto erhält, was eine spätere Zu- und Einordnung der Kontaktdaten erleichtert. Die Aktivität der Kamera wird dabei am Hauptgerät auch nach außen hin, z. B. durch ein Lichtsignal 1d, deutlich sichtbar. Damit soll Missbrauch oder auch unbeabsichtigter Gebrauch verhindert werden.
  • 4.15 Ebenfalls möglich ist die digitale Aufnahme von Gesprächen, gesprochenen Notizen oder Vorträgen mit einem im Hauptgerät integrierten Mikrofon 1e und entsprechendem Speicher im Gerät. Auch diese Funktion wird mit einem Signal (z. B. Lichtsignal) am Hauptgerät 1 deutlich nach außen sichtbar gemacht. Damit soll verhindert werden, dass diese Funktion unbemerkt (intendiert oder nichtintendiert) benutzt wird. Die Erfindung verfügt zusätzlich zu den bereits beschriebenen Funktionen noch über eine intelligente Vernetzungsfunktion. Diese hat die Aufgabe zwei oder mehrere Personen miteinander in Kontakt zu bringen, falls dies auf beiden Seiten gewünscht und aktiv angefordert wird.
  • 4.16 Hierfür werden bestimmte Kriterien für die Kontaktaufnahme hinterlegt. Dies können z. B. gespeicherte Referenzen oder Keywords zu Arbeitsthemen, Fachgebieten, Interessen etc. sein. Ist diese Funktion aktiv, werden in diesem Automatikmodus die Referenzkriterien mit denen anderer Nutzer, die ebenfalls mit einem solchen System ausgestattet sind und sich in der Reichweite des Gerätes befinden, verglichen.
  • 4.17 Bei bestimmten, vorher definierten Übereinstimmungen (Matches), kann ein Kontakt hergestellt werden 3. Der positive Match eines oder mehrerer Kriterien, kann beispielsweise über ein visuelles (Hintergrundfarbe, Symbol= Connecticon), akustisches oder haptisches Signal am Hauptgerät 1 oder an der Steuereinheit 2 angezeigt werden 2e-h. Bei implantierten Steuereinheiten können neben transluzenten (durch die Haut durchscheinenden), visuellen Signalen auch elektrische Impulse verwendet werden. Daraufhin kann der Anwender entscheiden, ob er Kontakt zum Kommunikationspartner aufnimmt. Ist die Karte mit einem Smartphone gekoppelt, kann der Match auch auf dem Display des Smartphones angezeigt werden 1g.
  • 4.18 Der Betriebsmodus kann aber auch so eingestellt werden, dass die Geräte prinzipiell bei bestimmten Keywords immer auf Automatik schalten. So z. B. kann das Keyword „Information“ hinterlegt werden. Sendet ein anderes Gerät dieses Keyword in Reichweite des Empfängers, werden die Daten zwischen beiden Hauptgeräten automatisch übertragen. Beim Besuch einer Messe können die Aussteller ihre Informationen in Form von digitalen Dokumenten wie z. B. Broschüren, Werbung, Videos, Fachveröffentlichungen etc. auf diese Weise an die Teilnehmer automatisch verteilen.
  • 4.19 Der Messebesucher, kann damit quasi im Vorbeigehen die Information des Aussteller-Standes automatisch aufnehmen und später, auch bspw. im Hotel oder auf der Rückreise im Zug, ganz in Ruhe anschauen. Ein Messebesuch kann damit wesentlich effizienter gestaltet werden.
  • 4.20 Das Hauptgerät 1 kann mit einem computerisierten Endgerät (PC, Laptop, Tablet oder Smartphone 1g) über eine entsprechende Software-Schnittstelle (Desktop-Programm oder Applikation/App) und entsprechende Funktechniken/Übertragungswege (z. B. Bluetooth, NFC, WLAN etc.) verbunden werden, um Daten zu übertragen. Dies geschieht bspw. zur Daten-Sicherung, Synchronisation und Update von Daten und Referenzen oder zur Übertragung in das Internet 1h (z. B. gewünschte Veröffentlichung in sozialen Netzwerken).
  • 4.21 Über eine Kopplung mit dem Smartphonedisplay oder einer digitalen Brille (Google Glass oder vergleichbar), Virtual Reality-Headset o. ä., bzw. digitalen Kontaktlinsen, lässt sich die Funktionalität der Karte 1 noch erweitern. Da das Eigendisplay 1b der Karte aufgrund der Größe und der beschriebenen Funktionen nur über eine geringere Auflösung verfügen kann, können über heute übliche hochauflösende Smartphonedisplays oder aber über VR-Systeme im weiteren Sinne (z. B. Google-Glass) noch weitere Features realisiert werden.
  • 4.22 So kann der Nutzer über das Display des Smartphones angezeigt bekommen, welche Personen sich in seiner unmittelbaren Nähe, das heißt im Empfangsradius der Karte, befinden. Dabei werden die gleichen Informationen angezeigt, die auch auf dem Badge sichtbar sind. Dies fördert die Kontaktanbahnung und hilft beim Auffinden eines bestimmten Kontaktes, von dem evtl. nur der Name bekannt ist.
  • 4.23 Das Hauptgerät 1 enthält ebenfalls einen Slot für externe Speicherkarten 1f (vorzugsweise SD, MicroSD oder NanoSD). Auch diese können als Datenträger zur Datenübertragung und/oder Synchronisierung bzw. für den Datentransport auf ein digitales Endgerät genutzt werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels mit Figuren näher erläutert. Es zeigt beispielhaft:

  • 1 Eine schematische Draufsicht auf das Hauptgerät, „digitales Badge“, inklusiver funktionaler Elemente nach Anspruch 3 a-h.
  • 2 Eine dazugehörige Steuereinheit a für die Bedienung von 1 bzw. zum Auslösen bestimmter Funktionen den funktionalen Elementen b-d.
  • 3 Den Datenaustausch zwischen Steuereinheit von Person a und Steuereinheit von Person b sowie den Datenaustausch zwischen Steuereinheit f und Hauptgerät d bei Person a und bei b zwischen Steuereinheit e und Hauptgerät c. Weiterhin die Kopplung mit einem Smartphone g und Übertragung der Daten ins Internet bzw. einem Cloud-Service h.
  • 4 Den Datenaustausch zwischen den Steuereinheiten von Person a mit Steuereinheit d und Person b mit Steuereinheit c im autonomen Modus ohne das Hauptgerät.

Bezugszeichenliste

  • 1
    1a
    Solarzellen
    1b
    Display / Touch-Display
    1c
    Kamera
    1d
    Signalfläche
    1e
    Mikrofon
    1f
    Speicherkarte (bspw. MicroSD-Karte)
    1g
    Speichermedien Slot (bspw. MicroSD-Karte)
  • 2
    2a
    Steuereinheit beispielhaft in Ausführung als Armband
    2b
    Touch-Display über das Informationen angezeigt werden können
    und durch Fingerberührung Funktionen aufgerufen und ausgeführt
    werden können
    2c und
    2d Optional weitere Steuerknöpfe zum raschen ausführen von Funktionen
    2e-g
    Beispiele für Displayanzeige (Note, Herz, Connecticons)
    2h
    Beispiel für Symbolanzeige auf dem Armband
  • 3
    3a
    Person a
    3b
    Person b
    3c
    Hauptgerät Person 3b
    3d
    Hauptgerät Person 3a
    3e
    Steuereinheit Person 3b
    3f
    Steuereinheit Person 3a
    3g
    Smartphone mit Applikation zur Datenübertragung
    3h
    Internet/Cloud (z. B. Datenbank, Social Network)
  • 4
    4a
    Person a
    4b
    Person b
    4c
    Steuereinheit Person 4b
    4d
    Steuereinheit Person 4a