Title:
Klappe für ein Fahrzeug
Kind Code:
B3


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Klappe (20) für ein Fahrzeug, mit einem Grundkörper (30), welcher zumindest um eine in Fahrzeugquerrichtung (y) verlaufende Achse bewegbar ist, wobei der Grundkörper (30) eine erste Karosserieöffnung (11) zu einer Fahrgastzelle (4) in einer geschlossenen Stellung abdeckt und in einer offenen Stellung zumindest teilweise freigibt. Erfindungsgemäß erstreckt sich der Grundkörper (30) von der Fahrgastzelle (4) bis zu einem Frontend (2) des Fahrzeugs (1), wobei der Grundkörper (30) zusätzlich zur ersten Karosserieöffnung (11) mindestens eine zweite Karosserieöffnung (12) des Fahrzeugs (1) in der geschlossenen Stellung abdeckt und in der offenen Stellung zumindest teilweise freigibt.




Inventors:
Brandl, Simon (85139, Wettstetten, DE)
Application Number:
DE102016012180A
Publication Date:
01/04/2018
Filing Date:
10/12/2016
Assignee:
AUDI AG, 85045 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102008043174A1N/A2010-04-29
DE102005050255A1N/A2007-04-26
DE9413375U1N/A1994-12-15



Foreign References:
FR2852912A12004-10-01
63120442001-11-06
92664132016-02-23
27777281957-01-15
EP22843452011-02-16
Claims:
1. Klappe (20) für ein Fahrzeug (1), mit einem Grundkörper (30), welcher zumindest um eine in Fahrzeugquerrichtung (y) verlaufende Achse bewegbar ist, wobei der Grundkörper (30) eine erste Karosserieöffnung (11) zu einer Fahrgastzelle (4) in einer geschlossenen Stellung abdeckt und in einer offenen Stellung zumindest teilweise freigibt, wobei sich der Grundkörper (30) von der Fahrgastzelle (4) bis zu einem Frontend (2) des Fahrzeugs (1) erstreckt, wobei der Grundkörper (30) zusätzlich zur ersten Karosserieöffnung (11) mindestens eine zweite Karosserieöffnung (12) des Fahrzeugs (1) in der geschlossenen Stellung abdeckt und in der offenen Stellung zumindest teilweise freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass eine Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung (40) mindestens zwei Hebelelemente (41, 42) aufweist, wobei ein erster Endbereich (41.1, 42.1) des korrespondierenden Hebelelements (41, 42) mit einer Karosserie (10) und ein zweiter Endbereich (41.2, 42.2) des korrespondierenden Hebelelements (41, 42) mit dem Grundkörper (30) verbunden ist und der Grundkörper (30) ab einem vorgegebenen Drehwinkel der Hebelelemente (41, 42), um eine Längsachse (L) des Grundkörpers (30) schwenkbar gelagert ist.

2. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorderer Abschnitt (32) des Grundkörpers (30) zwischen einem Stoßfänger (14) und einer Frontklappe (16) angeordnet ist.

3. Klappe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Hebelelemente (41, 42) jeweils am ersten Endbereich (41.1, 42.1) drehbeweglich an der Fahrzeugkarosserie (10) gelagert sind, wobei die korrespondierende Drehachse (D1, D2) in Fahrzeugquerrichtung (y) verläuft.

4. Klappe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Hebelelemente (41, 42) mit einem Winkel von 0° bis 100° um die korrespondierende Drehachse (D1, D2) in Fahrzeugquerrichtung (y) drehbar sind.

5. Klappe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Aktuator mindestens eines der beiden Hebelelemente (41, 42) bei der Drehbewegung um die korrespondierende Drehachse (D1, D2) antreibt.

6. Klappe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine angetriebene Hebelelement (41) eine Verlängerungsfunktion aufweist.

7. Klappe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der vorgegebene Drehwinkel einen Wert im Bereich zwischen 40° und 50° aufweist.

8. Klappe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Hebelelemente (41, 42) am korrespondierenden zweiten Endbereich (41.2, 42.2) jeweils ein Kugelgelenk aufweisen.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Klappe für ein Fahrzeug gemäß der Gattung des Patentanspruchs 1.

Klappen für Fahrzeuge sind in zahlreichen Variationen bekannt. So genannte fliegende Fahrzeugtüren weisen einen Grundkörper auf, welcher um zumindest eine in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Achse bewegbar ist, wobei der Grundkörper eine erste Karosserieöffnung zu einer Fahrgastzelle in einer geschlossenen Stellung abdeckt und in einer offenen Stellung zumindest teilweise freigibt. Der Grundkörper kann sich hierbei in der x-z Ebene bewegen, wobei die x-z-Ebene in Fahrzeuglängsrichtung und in Fahrzeughochrichtung aufgespannt wird. Zudem sind überlagerte translatorische Bewegungen und Drehbewegungen des Grundkörpers bekannt, um den Grundkörper zwischen den offenen Stellungen und der geschlossenen Stellung zu bewegen.

Aus der DE 10 2005 050 255 A1 ist eine Fahrzeugtür bekannt, welche ein oberes Türelement, ein mittleres Türelement und ein unteres Türelement aufweist. Das obere Türelement und das untere Türelement sind scheibenförmig ausgebildet und in das mittlere Türelement einfahrbar. Das mittlere Türelement ist um eine quer zur Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Schwenkachse schwenkbar. Alternativ ist das mittlere Türelement entlang einer Führung in Fahrzeuglängsrichtung nach vorne verfahrbar.

Aus der DE 10 2008 043 174 A1 ist ein Fahrzeug mit einer Scherentür bekannt, deren Schwenkachse außerhalb des Türrahmens im vorderen Fahrzeugbereich so angeordnet ist, dass die Schwenkbewegung der Scherentür einer Bahn folgt, welche in etwa der Kotflügelkontur bzw. deren Rundung entspricht.

Aus der DE 94 13 375 U1 ist eine Klappe für ein Fahrzeug bekannt, welche drehbar und gleichzeitig verschiebbar gelagert ist, bis zum Frontend reicht und neben dem Einstiegsbereich auch einen Bereich über einer Frontachse des Fahrzeugs abdeckt.

Aus der FR 2 852 912 A1 und der US 9,266,413 B2 ist jeweils eine Klappe für ein Fahrzeug, mit einem Grundkörper bekannt, welcher in einer geschlossenen Stellung mehrere Karosserieöffnungen abdeckt und in einer offenen Stellung zumindest teilweise freigibt.

Aus der US 2,777,728 A ist eine Klappe für ein Fahrzeug, mit einem Grundkörper bekannt, welcher über drehbar gelagerte, angetriebene Hebelelemente zwischen einer geschlossenen Stellung, in welcher der Grundkörper eine Fahrgastzelle abdeckt, und einer offenen Stellung bewegbar ist, in welcher der Grundkörper die Fahrgastzelle zumindest teilweise freigibt.

Aus der EP 2 284 345 A1 ist eine Heckklappe für ein Kraftfahrzeug bekannt, welche über eine Antriebseinheit von einer vollständig geschlossenen Stellung in eine vollständig geöffnete Stellung geschwenkt werden kann. Dazu weist die Antriebseinrichtung ein teleskopartig ausfahrbares, aus einem ersten und einem zweiten Gehäuserohr gebildetes rohrförmiges Außengehäuse auf. Hierbei ist ein Ende des Außengehäuses an der Karosserie des Kraftfahrzeugs und das andere Ende an der Heckklappe befestigt.

Aus der US 6,312,044 B1 ist eine gattungsgemäße Klappe für ein Fahrzeug, mit einem Grundkörper bekannt, welcher zumindest um eine in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Achse bewegbar ist, wobei der Grundkörper eine erste Karosserieöffnung zu einer Fahrgastzelle in einer geschlossenen Stellung abdeckt und in einer offenen Stellung zumindest teilweise freigibt. Der Grundkörper erstreckt sich von der Fahrgastzelle bis zu einem Frontend des Fahrzeugs, wobei der Grundkörper zusätzlich zur ersten Karosserieöffnung mindestens eine zweite Karosserieöffnung des Fahrzeugs in der geschlossenen Stellung abdeckt und in der offenen Stellung zumindest teilweise freigibt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Klappe für ein Fahrzeug bereitzustellen, welche auf beengtem Raum einen leichten Zugang zu Innenräumen des Fahrzeugs ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch Bereitstellung einer Klappe für ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Um eine Klappe für ein Fahrzeug bereitzustellen, welche auf beengten Raum einen leichten Zugang zu Innenräumen des Fahrzeugs ermöglicht, erstreckt sich ein Grundkörper der Klappe von der Fahrgastzelle bis zu einem Frontend des Fahrzeugs, wobei der Grundkörper zusätzlich zur einer ersten Karosserieöffnung mindestens eine zweite Karosserieöffnung des Fahrzeugs in einer offenen Stellung zumindest teilweise freigibt und in einer geschlossenen Stellung abdeckt.

Erfindungsgemäß weist eine Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung mindestens zwei Hebelelemente auf, wobei ein erster Endbereich des korrespondierenden Hebelelements mit einer Karosserie und ein zweiter Endbereich des korrespondierenden Hebelelements mit dem Grundkörper verbunden werden können. Hierbei können die beiden Hebelelemente jeweils am ersten Endbereich drehbeweglich an der Fahrzeugkarosserie gelagert werden, wobei die korrespondierende Drehachse in Fahrzeugquerrichtung verläuft. In vorteilhafter Weise kann der Grundkörper durch die Drehbewegung der beiden Hebelelemente bewegt werden. Hierbei können die beiden Hebelelemente dieselbe Drehbewegung ausführen.

Zudem ist der Grundkörper ab einem vorgegebenen Drehwinkel der Hebelelemente, um eine Längsachse des Grundkörpers schwenkbar. Hierbei kann der vorgegebene Winkel einem Wert im Bereich zwischen 40° und 50° entsprechen, wobei die Hebelelemente in etwa die Hälfte der Drehbewegung ausgeführt haben. Eine Kraft, welche den Grundkörper um seine Längsachse schwenkt, kann der Schwerkraft entsprechen. Durch die Schwenkbewegung kann der Grundkörper in Richtung Fahrzeugmitte bewegt werden. In vorteilhafter Weise kann durch das gleichzeitige Drehen der Hebelelemente sowie durch das Schwenken des Grundkörpers eine überlagerte Bewegung des Grundkörpers umgesetzt werden. Hierbei können die freigegebenen Querschnitte der Karosserieöffnungen vergrößert werden, wobei eine Endposition eines äußeren Abschnitts des Grundkörpers in Fahrzeughochrichtung und/oder in Fahrzeuglängsrichtung und/oder in Fahrzeugquerrichtung näher an der Fahrzeugkarosserie liegen kann. Dadurch ist ein kleinerer Freiraum beim Öffnen der erfindungsgemäßen Klappe in Fahrzeughochrichtung und/oder in Fahrzeuglängsrichtung und/oder in Fahrzeugquerrichtung erforderlich, so dass auch ein Öffnen der korrespondierenden Klappe möglich ist, wenn eine Decke den Freiraum in Fahrzeughochrichtung und weitere Objekte bzw. Hindernisse den Freiraum in Fahrzeugquerrichtung und in Fahrzeuglängsrichtung begrenzen. Zudem kann in der offenen Endposition ein zum bequemen Ein- und Austeigen geeigneter Querschnitt der ersten Karosserieöffnung freigegeben werden.

Unter einer erfindungsgemäßen Klappe für ein Fahrzeug wird im Folgenden eine Klappe verstanden, deren Grundkörper an einer Fahrzeugseite angeordnet ist und im geschlossenen Zustand mindestens zwei Karosserieöffnungen abdeckt. Zusätzlich kann die erfindungsgemäße Klappe Dichtungselemente aufweisen, welche am Rand des Grundkörpers angeordnet sind. Zudem kann in dem Grundkörper eine Scheibe bewegbar gelagert werden. Unter den offenen Stellungen werden die Stellungen verstanden, in denen die Karosserieöffnungen teilweise von dem Grundkörper freigegeben werden. In einer offenen Endstellung der Klappe weisen die Karosserieöffnungen einen maximal möglichen freigegebenen Querschnitt auf. Der Grundkörper kann zwischen der geschlossenen Stellung und der offenen Endstellung bewegt werden.

Unter der Karosserieöffnung wird im Folgenden ein Zugang zu einem Innenraum des Fahrzeugs verstanden. Die erste Karosserieöffnung kann im geöffneten Zustand des Grundkörpers eine Fahrgastzelle zugänglich machen. Die mindestens eine zweite Karosserieöffnung kann im geöffneten Zustand des Grundkörpers einen Laderaum zugänglich machen. Der Laderaum kann einem Motorraum entsprechen, in welchem ein Antrieb des. Fahrzeugs angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Laderaum einem Gepäckraum entsprechen, in welchem Koffer oder andere Gegenstände transportiert werden können. Zudem kann der Laderaum einem Hohlraum entsprechen, in welchem eine Fahrzeugbatterie oder andere Komponenten des Fahrzeugs, wie beispielsweise Betriebsstoffbehälter, angeordnet werden, welche regelmäßig von außen zugänglich gemacht oder von außen bedient werden.

In vorteilhafter Weise können mit dem Grundkörper mindestens zwei Karosserieöffnungen freigegeben oder abgedeckt werden. Zudem können Laderäume mit Baugruppen und/oder Fahrzeugkomponenten und/oder Gepäckräume von einer Fahrzeugseite zugänglich gemacht werden. Dadurch kann bei beschränkten Platzverhältnissen vor einem Fahrzeug auf ein Öffnen der Frontklappe welche diese Laderäume bei bekannten Fahrzeugen zugänglich macht, verzichtet werden. Unter der Frontklappe wird im Folgenden eine Motorhaube und/oder eine Ladeklappe verstanden, welche im Wesentlichen um eine in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Achse geschwenkt werden kann und eine dritte Karosserieöffnung von oben abdeckt oder von oben freigibt.

In vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klappe kann ein vorderer Abschnitt des Grundkörpers zwischen einem Stoßfänger und der Frontklappe angeordnet werden. Beispielsweise kann der vordere Abschnitt des Grundköpers einen oberen Bereich eines Kotflügels ausbilden. Hierbei kann der Laderaum in der offenen Stellung des Grundkörpers von oben und von der Seite zugänglich gemacht werden. Zudem kann die Frontklappe als unbewegliches Abdeckteil ausgeführt werden, da der Zugang zum korrespondierenden Innenraum durch den Grundkörper der erfindungsgemäßen Klappe ermöglicht werden kann.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klappe können die beiden Hebelelemente mit einem Winkel von 0° bis 100° um die korrespondierende Drehachse in Fahrzeugquerrichtung gedreht werden. Hierbei kann ein Winkel von 0° der Ausrichtung der Hebelelemente und der Position der zweiten Endbereiche in der geschlossen Stellung entsprechen. In der geschlossenen Stellung kann ein erstes Hebelelement an einem Längsträger der Karosserie anliegen. Das zweite Hebelelement kann in der geschlossenen Stellung an einem Karosserieelement anliegen und im Wesentlichen in Fahrzeuglängsrichtung verlaufen. Bei einer Drehung der Hebelelemente verändern sich die Positionen der korrespondierenden zweiten Endbereiche und die Ausrichtungen der Hebelelemente. Die zweiten Endbereiche können sich im Wesentlichen in einer in Fahrzeughochrichtung und in Fahrzeuglängsrichtung aufgespannten Ebene bewegen. Bei einer Öffnungsbewegung bewegen sich die Endbereiche in Fahrzeughochrichtung nach oben und in Fahrzeuglängsrichtung nach vorne. Bei einer Schließbewegung bewegen sich die zweiten Endbereiche in Fahrzeughochrichtung nach unten und in Fahrzeuglängsrichtung nach hinten. In der offenen Endposition kann das erste Hebelelement einen Winkel von ca. 90° zur Fahrzeuglängsachse bzw. zum Längsträger aufweisen. Das zweite Hebelelement kann in der offenen Endstellung einen Winkel von mehr als 90° zur Fahrzeuglängsachse bzw. zum Karosseriebauteil aufweisen.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klappe kann mindestens ein Aktuator mindestens eines der beiden Hebelelemente bei der Drehbewegung um die korrespondierende Drehachse antreiben. In vorteilhafter Weise kann der Grundkörper aktiv über das mindestens eine angetriebene Hebelelement angetrieben werden. Der Aktuator kann beispielsweise einem Elektromotor entsprechen, welcher über ein Bedienelement aktivierbar ist. Hierbei kann ein Hebelelement direkt von dem Aktuator angetrieben werden und das andere Hebelelement kann durch die Bewegung des Grundkörpers angetrieben werden. Hierbei kann das indirekt über den Grundkörper angetriebene Hebelelement den Grundkörper während der Bewegung abstützen und/oder führen.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klappe kann das mindestens eine angetriebene Hebelelement eine Verlängerungsfunktion aufweisen. Die Verlängerungsfunktion kann in vorteilhafter Weise einen harmonischen Klappenöffnungsverlauf ermöglichen. Die Verlängerungsfunktion kann, ähnlich wie bei einer Sattelstütze oder einem Teleskop, über ein erstes Verlängerungselement, welches translatorisch beweglich in einem zweiten Verlängerungselement gelagert ist, erzielt werden.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Klappe können die beiden Hebelelemente am korrespondierenden zweiten Endbereich jeweils ein Kugelgelenk aufweisen. In vorteilhafter Weise kann durch die Kugelgelenke auch die Schwenkbewegung des Grundkörpers um seine Längsachse ermöglicht werden. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. In der Zeichnung bezeichnen gleiche Bezugszeichen Komponenten bzw. Elemente, die gleiche bzw. analoge Funktionen ausführen. Hierbei zeigt:

1 eine schematische perspektivische Darstellung eines Fahrzeugs mit einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Klappe in einer geschlossenen Stellung,

2 eine schematische perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Klappe aus 1 in einer Zwischenstellung, und

3 eine schematische perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Klappe aus 1 und 2 in einer offenen Endstellung.

Wie aus 1 bis 3 ersichtlich ist, weist ein Fahrzeug 1 ein Frontend 2, eine Fahrgastzelle 4, eine Fahrzeugkarosserie 10 und mindestens eine Klappe 20 auf.

Wie aus 1 bis 3 weiter ersichtlich ist, ist die mindestens eine Klappe 20 seitlich an der Fahrzeugkarosserie 10 angeordnet. Hierbei weist die Klappe 20 einen Grundkörper 30 auf, welcher zumindest um eine in Fahrzeugquerrichtung y verlaufende Achse bewegbar ist. Der Grundkörper 30 deckt eine erste Karosserieöffnung 11 zu einer Fahrgastzelle 4 in einer geschlossenen Stellung ab und gibt in einer offenen Stellung die erste Karosserieöffnung 11 zumindest teilweise frei.

Hierbei erstreckt sich der Grundkörper 30 von der Fahrgastzelle 4 bis zum Frontend 2 des Fahrzeugs 1, wobei der Grundkörper 30 zusätzlich zur ersten Karosserieöffnung 11 mindestens eine zweite Karosserieöffnung 12 des Fahrzeugs 1 in der geschlossenen Stellung abdeckt und in der offenen Stellung zumindest teilweise freigibt.

Wie aus 1 bis 3 weiter ersichtlich ist, weist das Frontend 2 im dargestellten Ausführungsbeispiel einen Stoßfänger 14 und einen Laderaum 6 auf. Der Laderaum 6 wird von einer Frontklappe 16 in einer geschlossenen Stellung abgedeckt und in einer offenen Stellung zumindest teilweise freigegeben. Die Frontklappe 16 liegt in der geschlossenen Stellung unteranderem am Stoßfänger 14 an. Zusätzlich wird ein Zugang zum Laderaum 6 durch die seitlich angeordnete zweite Karosserieöffnung 12 ermöglicht, welche von dem Grundkörper 30 abgedeckt oder zumindest teilweise freigegeben wird. Der Laderaum 6 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Motorraum ausgeführt, in welchem unter anderem ein nicht näher dargestellter Verbrennungsmotor oder Elektromotor angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Laderaum 6 als Gepäckraum ausgeführt werden. Zudem kann im Bereich der zweiten Karosserieöffnung 12 ein Ölstandsmesser oder ein Wasserstandsmesser oder eine Vorrichtung zum Auffüllen von Betriebsstoffbehältern für Wasser oder Öl oder eine Kombination der genannten Elemente angeordnet werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel gibt der Grundkörper 30 die erste Karosserieöffnung 11 und die zweite Karosserieöffnung 12 in der offenen Stellung frei. Es besteht auch die Möglichkeit weitere Karosserieöffnungen mit dem Grundkörper 30 abzudecken und freizugeben. Zudem können weitere Laderäume 6 durch die zusätzlichen Karosserieöffnungen zugänglich gemacht werden.

Wie aus 1 bis 3 weiter ersichtlich ist, ist ein vorderer Abschnitt 32 des Grundkörpers 30 zwischen dem Stoßfänger 14 und der Frontklappe 16 angeordnet. Der vordere Abschnitt 32 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel fest mit dem restlichen Grundkörper 30 verbunden. In einem alternativen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann der vordere Abschnitt 32 relativ beweglich zum restlichen Grundkörper 30 ausgeführt werden.

Wie aus 1 bis 3 weiter ersichtlich ist, ist im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Scheibe 34 beweglich in einem nicht näher dargestellten Schacht des Grundkörpers 30 gelagert. Die Scheibe 34 wird von einem Rahmen 36 eingefasst. Es sind auch nicht dargestellte rahmenlose Ausführungen vorstellbar.

Wie aus 1 bis 3 weiter ersichtlich ist, weist eine Öffnungs- und/oder Schließvorrichtung 40 mindestens zwei Hebelelemente 41, 42 auf. Ein erstes Hebelelement 41 ist mit einem ersten Endbereich 41.1 mit der Karosserie 10 verbunden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der erste Endbereich 41.1 des Hebelelements 41 mit einem unteren Längsträger 17 im Bereich eines Vorderrades 9 verbunden. In der im 1 dargestellten geschlossenen Stellung verläuft das erste Hebelelement 41 in Fahrzeuglängsrichtung x. In der in 3 dargestellten geöffneten Endstellung, verläuft das erste Hebelelement 41 im Wesentlichen in Fahrzeughochrichtung z. Ein zweiter Endbereich 41.2 des ersten Hebelelements 41 ist mit dem Grundkörper 30 der Klappe 20 verbunden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Verbindungsbereich im unteren Bereich des Grundkörpers 30 angeordnet, welcher an eine B-Säule 15 angrenzt. Ein zweites Hebelelement 42 ist mit einem ersten Endbereich 42.1 ebenfalls mit der Karosserie 10 verbunden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der erste Endbereich 42.1 des zweiten Hebelelement 42 mit einem nicht näher benannten oberen Querträger verbunden, welcher zudem einen Scheinwerfer 8 aufnimmt. In der in 1 dargestellten geschlossenen Endstellung ist der Verlauf des zweiten Hebelelements 42 an die Form des Scheinwerfers 8 angepasst. Ein zweiter Endbereich 42.2 des zweiten Hebelelements 42 ist mit dem vorderen Abschnitt 32 des Grundkörpers 30 der Klappe 20 verbunden. Selbstverständlich sind weitere nicht dargestellte geeignete Anordnungen der Endbereiche 41.1, 42.1, 41.2, 42.2 der Hebelelemente 41, 42 umsetzbar.

Wie aus 1 bis 3 weiter ersichtlich ist, sind die beiden Hebelelemente 41, 42 jeweils am ersten Endbereich 41.1, 42.1 drehbeweglich an der Fahrzeugkarosserie 10 gelagert, wobei die korrespondierenden Drehachsen D1, D2 im Wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung y verlaufen. Die beiden Hebelelemente 41, 42 sind mit einem Winkel von 0° bis 100° um die korrespondierende Drehachse D1, D2 in Fahrzeugquerrichtung y drehbar. Hierbei entspricht ein Winkel von 0° der geschlossenen Stellung und ein Winkel von 100° der offenen Endstellung der Hebelelemente 41, 42. Das erste Hebelelement 41 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel in der offenen Endstellung um einen Winkel von 90° gedreht. Das zweite Hebelelement 42 ist in der offenen Endstellung um einen Winkel von etwa 100° gedreht. Um die Drehung um die Drehachsen zu ermöglichen, wird der Grundkörper 30 aus der in 1 dargestellten geschlossenen Stellung im Wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung y in eine nicht dargestellte Vorraststellung bewegt. Die Bewegung entspricht einer translatorischen Bewegung, wobei eine Strecke von ca. 3 cm überwunden wird. Anschließend wird im dargestellten Ausführungsbeispiel das erste Hebelelement 41 von einem nicht dargestellten Aktuator direkt angetrieben. Das angetriebene erste Hebelelement 41 hebt hierbei den Grundkörper 30 an und bewegt den Grundkörper 30 in Fahrzeughochrichtung z nach oben und in Fahrzeuglängsrichtung x nach vorne. Das zweite Hebelelement 42 wird indirekt durch die Bewegung des Grundkörpers 30 angetrieben und folgt im Wesentlichen der Bewegung des ersten Hebelelements 41. Hierbei stützt das zweite Hebelelement 42 den Grundkörper 30 ab und führt diesen. Der Aktuator kann als Elektromotor ausgeführt werden, welcher bei einem Öffnungswunsch über ein manuelles Bedienelement aktiviert werden kann. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann zusätzlich oder alternativ das zweite Hebelelement 42 von einem Aktuator angetrieben werden.

Wie aus 1 bis 3 weiter ersichtlich ist, weist im dargestellten Ausführungsbeispiel das angetriebene erste Hebelelement 41 eine Verlängerungsfunktion auf. Die Verlängerungsfunktion wird über ein erstes Verlängerungselement 41.5 erzielt, welches translatorisch bewegbar in einem zweiten Verlängerungselement 41.4 gelagert ist. Das erste Verlängerungselement 41.5 kann ebenfalls von einem nicht dargestellten Aktuator beispielsweise einer Gasdruckfeder angetrieben werden. In einem alternativen nicht dargestellten, Ausführungsbeispiel kann das zweite Verlängerungselement 41.4 zusätzlich oder alternativ die Verlängerungsfunktion aufweisen.

Wie aus 2 und 3 weiter ersichtlich ist, schwenkt der Grundkörper 30 ab einem vorgegebenen Drehwinkel der Hebelelemente 41, 42, um eine Längsachse L des Grundkörpers 30. Im dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht der vorgegebene Winkel einem Wert im Bereich zwischen 40° und 50°. Das bedeutet, dass ab einem Drehwinkel zwischen 40° und 50° die aus der Drehbewegung der Hebelelemente 41, 42 resultierende Grundkörperbewegung 30 mit der Schwenkbewegung um die Längsachse L überlagert wird. In 2 ist die Zwischenstellung dargestellt, ab der die Schwenkbewegung einsetzt. Der Grundköper 30 wird weiterhin von den Hebelelementen 41, 42 angetrieben. Zusätzlich wirkt eine Kraft auf den Grundköper 30, welche die Schwenkbewegung unterstützt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht diese Kraft der Schwerkraft. Durch eine weitere Verlängerung des ersten Hebelelements wird die Schwenkbewegung weiter unterstützt. Die beiden Hebelelemente 41, 42 weisen am korrespondierenden zweiten Endbereich 41.2, 42.2 ein nicht dargestelltes Kugelgelenk auf. Das Kugelgelenk, ermöglicht die Schwenkbewegung des Grundkörpers 30 um die Längsachse L des Grundkörpers 30.

Bezugszeichenliste

1
Fahrzeug
2
Frontend
4
Fahrgastzelle
6
Laderaum
8
Scheinwerfer
9
Vorderrad
10
Fahrzeugkarosserie
11
erste Karosserieöffnung
12
zweite Karosserieöffnung
14
Stoßfänger
15
B-Säule
16
Frontklappe
17
Längsträger
20
Klappe
30
Grundkörper
32
vorderer Abschnitt
34
Scheibe
36
Rahmen
40
Schließvorrichtung
41
erstes Hebelelement
41.4
zweites Verlängerungselement
41.5
erstes Verlängerungselement
42
zweites Hebelelement
41.1, 42.1
erster Endbereich
41.2, 42.2
zweiter Endbereich
D1, D2
Drehachse
L
Längsachse
x
Fahrzeuglängsrichtung
y
Fahrzeugquerrichtung
z
Fahrzeughochrichtung