Title:
Vorrichtung zur Abschirmung einer Projektionseinrichtung eines Fahrzeuges gegen eindringendes Licht
Kind Code:
A1
Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abschirmung einer Projektionseinrichtung eines Fahrzeuges gegen eindringendes Licht, bei welcher eine Lamellen (17) umfassende Abschirmvorrichtung (9) zwischen einer Windschutzscheibe (7) und der Projektionseinrichtung (3) angeordnet ist, wobei die Lamellen (17) zur Abschirmung des durch die Windschutzscheibe (7) eintretenden Lichtes (L) ausgebildet sind. Bei einer Vorrichtung ist ein oberes Ende (27) der Abschirmvorrichtung (9) zur Windschutzscheibe (7) hin geneigt und die Lamellen (17) sind annähernd parallel zu einer Blickrichtung (BF) eines Fahrers ausgerichtet.



Inventors:
Necker, Marc, Dr.-Ing. (71263, Weil der Stadt, DE)
Röcker, Oliver, Dipl.-Ing. (FH) (73257, Köngen, DE)
Application Number:
DE102016012163A
Publication Date:
06/01/2017
Filing Date:
10/11/2016
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102011120431A1N/A2013-02-28
Claims:
1. Vorrichtung zur Abschirmung einer Projektionseinrichtung eines Fahrzeuges gegen eindringendes Licht, bei welcher eine Lamellen (17) umfassende Abschirmvorrichtung (9) zwischen einer Windschutzscheibe (7) und der Projektionseinrichtung (3) angeordnet ist, wobei die Lamellen (17) zur Abschirmung des durch die Windschutzscheibe (7) eintretenden Lichtes (L) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein oberes Ende (27) der Abschirmvorrichtung (9) zur Windschutzscheibe (7) hin geneigt ist und die Lamellen (17) annähernd parallel zu einer Blickrichtung (BF) eines Fahrers ausgerichtet sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (17) unbeweglich ausgebildet sind und hinsichtlich einer mittleren Fahrergröße ausgerichtet sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (17) zur Einstellung eines Ausrichtwinkels schwenkbar gelagert sind und ein Einstellbereich des Ausrichtwinkels der Lamellen (17) hinsichtlich einer Entspiegelung der Projektionseinrichtung (3) und gleichzeitiger Durchsicht des Fahrers begrenzt ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (17) mit einer mechanischen Einrichtung zur manuellen Einstellung des Ausrichtwinkels der Lamellen (13) gekoppelt sind.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (17) mit einem Stellmotor (21) zur elektrischen Einstellung des Ausrichtwinkels der Lamellen (17) verbunden sind.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellmotor (21) zur Einstellung des Ausrichtwinkels der Lamellen (17) mit einem Bedienelement (29) zur Steuerung einer Winkelstellung der Lamellen (17) verbunden ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (29) auf einem, ein Bedienmenü wiedergebenden Touchscreen (31) ausgebildet ist.

8. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blickrichtung (BF) des Fahrers mit einer Kamera (25) ermittelbar ist.

9. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Blickrichtung (BF) des Fahrers aus einer Sitzposition des Fahrers oder einer Position einer Kopfstütze ermittelbar ist.

10. Fahrzeug, umfassend eine Vorrichtung zur Abschirmung einer Projektionseinrichtung eines Fahrzeuges gegen eindringendes Licht, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Abschirmung einer Projektionseinrichtung (3) gegen eindringendes Licht (L) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abschirmung einer Projektionseinrichtung eines Fahrzeuges gegen eindringendes Licht, bei welcher eine Lamellen umfassende Abschirmvorrichtung zwischen einer Windschutzscheibe und der Projektionseinrichtung angeordnet ist, wobei die Lamellen zur Abschirmung des durch die Windschutzscheibe eintretenden Lichtes ausgebildet sind sowie ein Fahrzeug, umfassend die Vorrichtung zur Abschirmung.

Aus der DE 10 2011 120 431 A1 ist ein Abschirmen einer Projektionsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges gegen eindringendes Licht bekannt. Mittels einer Abschirmvorrichtung, die vor der Projektionsvorrichtung angeordnet ist, wird das durch die Windschutzscheibe in den Innenraum des Fahrzeuges aus der Umgebung einfallende Licht abgeschirmt. Die Abschirmvorrichtung umfasst mindestens eine Lamelle, die mit einer Schwarzfärbung der Windschutzscheibe zusammenwirkt. Mindestens zwei Lamellen sind dabei vorteilhaft überlappend ausgeführt, so dass das gesamte einfallende Licht abgeschirmt werden kann. Nachteilig ist, dass der Blick des Fahrers auf die Straße durch die Abschirmvorrichtung eingeschränkt wird, da die Abschirmvorrichtung nahezu senkrecht im Sichtfeld des Fahrers vor der Windschutzscheibe steht.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Abschirmung einer Projektionseinrichtung eines Fahrzeuges anzugeben, bei welcher der Fahrer zuverlässig einen Blick auf die Straße hat und trotzdem eine zuverlässige Abschirmung des einfallenden Lichtes durch die Abschirmeinrichtung erfolgt.

Die Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, sowie der Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren dargestellt sind.

Die Aufgabe ist mit einer Vorrichtung dadurch gelöst, dass ein oberes Ende der Abschirmvorrichtung zur Windschutzscheibe hin geneigt ist und die Lamellen annähernd parallel zu einer Blickrichtung eines Fahrers ausgerichtet sind. Dadurch, dass das obere Ende der Abschirmvorrichtung zur Windschutzscheibe hin geneigt ist, können die Lamellen so eingestellt ist, dass der Fahrer durch die Lamellen hindurchschauen kann, wobei das einfallende Licht aus der Umgebung durch die Lamellen trotzdem blockiert wird. Dadurch bleibt die Sicht des Fahrers auf die Straße unbeeinträchtigt.

Vorteilhafterweise sind die Lamellen unbeweglich ausgebildet und hinsichtlich einer mittleren Fahrergröße ausgerichtet. Eine solche Vorrichtung ist als Standardbausatz in vielen Fahrzeugen einsetzbar, ohne dass auf die Größe des Fahrers Rücksicht genommen werden muss.

In einer Alternative sind die Lamellen zur Einstellung eines Ausrichtwinkels schwenkbar gelagert und ein Einstellbereich des Ausrichtwinkels der Lamellen ist hinsichtlich einer Entspiegelung der Projektionseinrichtung und gleichzeitiger Durchsicht des Fahrers begrenzt. Durch die variable Gestaltung kann der Ausrichtwinkel der Lamellen in einem gewissen Bereich variiert werden, welcher somit an die Größe des jeweiligen Fahrers angepasst werden kann. Somit wird gewährleistet, dass beide Aufgaben der Entspiegelung der Projektionseinrichtung als auch der Durchsicht des Fahrers innerhalb des Einstellbereiches des Winkels auch wirklich realisiert werden.

In einer Ausgestaltung sind die Lamellen mit einer mechanischen Einrichtung zur manuellen Einstellung des Ausrichtwinkels der Lamellen gekoppelt. So hat der Fahrer die Möglichkeit, den Winkel der Lamellen so einzustellen, wie es für seine Sicht am günstigsten ist.

In einer Ausführungsform sind die Lamellen mit einem Stellmotor zur elektrischen Einstellung des Ausrichtwinkels der Lamellen verbunden. Der Stellmotor ermöglicht eine kontinuierliche Verstellung der Lamellen, so dass eine sehr feinfühlige Einstellung des Ausrichtwinkels der Lamellen möglich wird.

In einer Variante ist der Stellmotor zur Einstellung des Ausrichtwinkels der Lamellen mit einem Bedienelement zur Steuerung einer Winkelstellung der Lamellen verbunden. Das Bedienelement verstellt dabei den Stellmotor nur so lange, so lange der Fahrer das Bedienelement betätigt.

In einer Ausgestaltung ist das Bedienelement auf einem, ein Bedienmenü wiedergebenden Touchscreen ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass über ein Bedienelement verschiedene Richtungen der Bedienung der Lamellen eingestellt werden können.

In einer Ausgestaltung ist die Blickrichtung des Fahrers mittels einer Kamera ermittelbar. Die Kamera erfasst dabei genau die Position der Augen des Fahrers und kann über eine Steuereinrichtung den Stellmotor ansteuern, so dass dieser automatisch in Abhängigkeit der von der Kamera erfassten Blickrichtung den Ausrichtwinkel der Lamellen einstellt.

In einer Alternative ist die Blickrichtung des Fahrers aus einer Sitzposition des Fahrers oder einer Position einer Kopfstütze ermittelbar. Somit lässt sich die Blickrichtung anhand der Größe des Fahrers einfach ermitteln und die Lamellen entsprechend in ihrer Winkelstellung ausrichten.

Eine Weiterbildung der Erfindung betrifft ein Fahrzeug, umfassend eine Vorrichtung zur Abschirmung einer Projektionseinrichtung eines Fahrzeuges gegen eindringendes Licht. Bei einem Fahrzeug ist die Vorrichtung zur Abschirmung der Projektionseinrichtung des Fahrzeuges nach mindestens einem in dieser Schutzrechtsanmeldung beschriebenen Merkmal ausgebildet.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der – gegebenenfalls unter Bezug auf die Zeichnung – zumindest ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Beschriebene und/oder bildlich dargestellte Merkmale können für sich oder in beliebiger, sinnvoller Kombination den Gegenstand der Erfindung bilden, gegebenenfalls auch unabhängig von den Ansprüchen, und können insbesondere zusätzlich auch Gegenstand einer oder mehrerer separater Anmeldung/en sein. Gleiche, ähnliche und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Es zeigen:

1 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Fahrzeuges,

2 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Abschirmvorrichtung.

In 1 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Fahrzeuges 1 dargestellt, welches eine Projektionseinrichtung 3 in Form eines Headup-Display umfasst. Ein solches Headup-Display, welches im Innenraum 5 des Fahrzeuges 1 angeordnet ist, ist dazu ausgebildet, eine Anzeige in die Windschutzscheibe 9 des Fahrzeuges 1 einzublenden, so dass der Fahrer des Fahrzeuges 1 während der Fahrt ohne die Blickrichtung zu verändern, neben dem Straßenverkehr gleichzeitig die Anzeige wahrnehmen kann.

Die Projektionseinrichtung 3 umfasst eine Abschirmvorrichtung 9 für das durch die Windschutzscheibe 7 einfallenden Lichtes L. An das untere Ende 11 der Abschirmvorrichtung 9 schließt sich waagerecht eine auch als Glare Trap bezeichnete Abdeckeinheit 13 an, welches eine Projektionsöffnung 15 der Projektionseinrichtung 3 abdeckt.

Die Abschirmvorrichtung 9 weist gemäß 2 mehrere Lamellen 17 auf, die an einem Rahmen 19 schwenkbar befestigt sind. Die Lamellen 17 sind dabei mit einem Stellmotor 21 verbunden, welcher wiederum an eine Steuereinheit 23 führt, die mit einer Kamera 25, die oberhalb der Windschutzscheibe 7 im Fahrzeug 1 befestigt ist, gekoppelt ist. Die Kamera 25 erfasst die Blickrichtung BF des Fahrers. In Abhängigkeit der so erfassten Blickrichtung BF des Fahrers legt die Steuereinheit 23 einen Ausrichtwinkel der Lamellen 17 fest, welcher durch den Stellmotor 21 eingestellt wird. Der Ausrichtwinkel variiert dabei in einem vorgegebenen Bereich, so dass sichergestellt wird, dass die Lamellen 17 so weit geöffnet sind, dass der Fahrer durch die Lamellen 17 hindurch auf die Straße blicken kann, die Lamellen 17 aber gleichzeitig so eingestellt sind, dass das einfallende Licht L aus der Umgebung gegenüber der Projektionseinrichtung 3 abgeschirmt ist. Dies wird insbesondere dadurch realisiert, dass der Rahmen 19 mit seinem oberen Ende 27 in einem vorgegebenen festen Winkel zur Windschutzscheibe 7 geneigt ist, wodurch die Lamellen 17 annähernd parallel zueinander ausgerichtet werden können.

Die Einstellung der Ausrichtwinkel der Lamellen 17 kann dabei automatisch durch die Steuereinheit 23 erfolgen. Alternativ kann die Steuereinheit 23 aber auch manuell vom Fahrer durch Betätigung eines Bedienelementes 29 eingestellt werden. Dieses Bedienelement 29 ist auf einem Touchscreen 31 ausgebildet, welcher im Fahrzeug 1 angeordnet ist. Der Fahrer kann durch Betätigung verschiedener Symbole 33, 35 des Bedienelementes 29 beispielsweise ein Öffnen oder Schließen der Lamellen 17 veranlassen. Dabei kann der Fahrer selbsttätig den Ausrichtwinkel der Lamellen 17 so einstellen, dass er über ausreichend Sicht verfügt und gleichzeitig die Entspiegelung der Projektionseinrichtung 3 realisiert wird.

Auf eine Kamera 25 kann verzichtet werden, wenn die Steuereinheit 23 mit einer Sitzpositionsdetektion oder der Detektion einer Position einer Kopfstütze verbunden ist. Aus dieser Position des Sitzes oder der Kopfstütze kann dann die Steuereinheit 23 auf die ungefähre Position der Augen des Fahrers schließen und daraus einen Ausrichtwinkel der Lamellen 17 über eine Ansteuerung des Stellmotors 21 einstellen.

Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert und erläutert wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Es ist daher klar, dass eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten existiert. Es ist ebenfalls klar, dass beispielhaft genannte Ausführungsformen wirklich nur Beispiele darstellen, die nicht in irgendeiner Weise als Begrenzung etwa des Schutzbereichs, der Anwendungsmöglichkeiten oder der Konfiguration der Erfindung aufzufassen sind. Vielmehr versetzen die vorhergehende Beschreibung und die Figurenbeschreibung den Fachmann in die Lage, die beispielhaften Ausführungsformen konkret umzusetzen, wobei der Fachmann in Kenntnis des offenbarten Erfindungsgedankens vielfältige Änderungen beispielsweise hinsichtlich der Funktion oder der Anordnung einzelner, in einer beispielhaften Ausführungsform genannter Elemente vornehmen kann, ohne den Schutzbereich zu verlassen, der durch die Ansprüche und deren rechtliche Entsprechungen, wie etwa weitergehenden Erläuterungen in der Beschreibung, definiert wird.

Bezugszeichenliste

1
Fahrzeug
3
Projektionseinrichtung
5
Fahrzeuginnenraum
7
Windschutzscheibe
9
Abschirmvorrichtung
11
unteres Ende der Abschirmvorrichtung
13
Abdeckeinrichtung
15
Projektionsöffnung
17
Lamelle
19
Rahmen
21
Stellmotor
23
Steuereinheit
25
Kamera
27
oberes Ende der Abschirmvorrichtung
29
Betätigungselement
31
Touchscreen
33
Symbol
35
Symbol

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 102011120431 A1 [0002]