Title:
Vorrichtung zur Beleuchtung von Schmuckgegenständen
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beleuchtung von Schmuckgegenständen, insbesondere zur künstlichen Beleuchtung von Schmucksteinen während des Tragens oder zur Auslage in Geschäftsräumen bzw. Schaufenstern. Weiterhin ist die Vorrichtung zur Anwendung für Dekorationsbeleuchtungen wie z. B. für Weihnachtsdekorationen oder von Kunstwerken geeignet. Ausgegangen wurde von der Aufgabenstellung, eine Vorrichtung zur Beleuchtung von Schmuckgegenständen zu schaffen, die mobil einsetzbar ist, die Möglichkeiten unterschiedlicher Bestrahlungsarten gegenüber dem Stand der Technik erweitert und eine drahtlose Energiezuführungsmöglichkeit aufweist. Gelöst wird diese Aufgabe, indem die Vorrichtung in einem Gehäuse mobil untergebracht ist, mindestens ein zur Bestrahlung der dem Betrachter zugewandten Oberfläche des jeweiligen Schmuckstückes dienendes lichtemittierendes Bauelement aufweist und dem mindestens einem lichtemittierenden Bauelement eine innerhalb des Gehäuses angeordnete Steuereinrichtung zugeordnet ist. Vorzugsweise sind die lichtemittierenden Bauelemente als Laser-LED's ausgebildet.




Inventors:
Claus, Michael (01900, Großröhrsdorf, DE)
Schiwek, Doreen (01900, Großröhrsdorf, DE)
Application Number:
DE102016012029A
Publication Date:
04/12/2018
Filing Date:
10/11/2016
Assignee:
Claus, Michael, 01900 (DE)
Schiwek, Doreen, 01900 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102005006046A1N/A2006-08-24
DE20108105U1N/A2001-08-09
DE29706103U1N/A1997-06-05



Foreign References:
DD160178A51983-05-11
64334832002-08-13
200402524942004-12-16
201303083072013-11-21
EP27357852014-05-28
Attorney, Agent or Firm:
Dinter Kreißig & Partner - Rechts- und Patentanwälte, 04109, Leipzig, DE
Claims:
1. Vorrichtung zur Beleuchtung von Schmuckgegenständen mittels lichtemittierender Bauelemente, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung in einem Gehäuse (1) mobil untergebracht ist, mindestens ein zur Bestrahlung der dem Betrachter zugewandten Oberfläche des jeweiligen Schmuckstückes dienendes lichtemittierendes Bauelement aufweist und dem mindestens einem lichtemittierenden Bauelement eine innerhalb des Gehäuses (1) angeordnete Steuereinrichtung (9) zugeordnet ist.

2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtemittierenden Bauelemente als LED's (2; 3; 4) ausgebildet sind.

3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtemittierenden Bauelemente als Laser-LED's (5; 6; 7) ausgebildet sind.

4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (9) einen die Auswahl der jeweils anzusteuernden lichtemittierenden Bauelemente vornehmenden Zufallsgenerator (10) aufweist.

5. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine zur lösbaren Befestigung dienende Baugruppe aufweist.

6. Vorrichtung nach den Patentansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zur lösbaren Befestigung dienende Baugruppe als ein um 360° drehbarer Klipphalter (8) ausgebildet ist.

7. Vorrichtung nach den Patentansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zur lösbaren Befestigung dienende Baugruppe als Magnethalter ausgebildet ist.

8. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (9) eine funktechnische Baugruppe (11) aufweist, die funktechnische Signale mobiler Endgeräte empfängt und mit denen die Ansteuerung der lichtemittierenden Bauelemente durch die Steuereinrichtung (9) durchgeführt wird.

9. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (9) und die lichtemittierenden Bauelemente mit einer Spannungsversorgung verbunden sind, die zwecks Energiezuführung eine solartechnische Energiegewinnungsbaugruppe (12) aufweist.

10. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung selbst als Schmuckgegenstand ausgebildet und gleichzeitig als Bestrahlungseinrichtung zur Beleuchtung weiterer Schmuckgegenstände dient.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beleuchtung von Schmuckgegenständen, insbesondere zur künstlichen Beleuchtung von Schmucksteinen während des Tragens oder zur Auslage in Geschäftsräumen bzw. Schaufenstern. Weiterhin ist die Vorrichtung zur Anwendung für Dekorationsbeleuchtungen wie z. B. für Weihnachtsdekorationen oder von Kunstwerken geeignet.

Unterschiedliche technische Maßnahmen zur Erhöhung der Intensität der Lichtreflexion von Schmucksteinen sind schon seit langer Zeit bekannt. So wurde versucht, die begehrte Wirkung einer gesteigerten Aufmerksamkeit durch intensiveres Funkeln der Schmucksteine durch Hintergrundbeleuchtungen zu erzielen. Um neuartige optische Effekte durch Lichtbrechung zu erreichen wird nach der DD 1601 78 ein selbstleuchtender Schmuck vorgeschlagen, bei dem im Inneren des Schmuckstückes eine Lichtquelle angeordnet wird. Dazu wird in der Fassung unter dem transparenten oder teilweise transparenten Schmuckmaterial eine Mini-Monozelle und Mini-Leuchte eingeordnet. Nachteilig an dieser Lösung waren zum damaligen Zeitpunkt die Größe der Leuchten und der große Aufwand bei der Integration der Lichtquellen und der Kabel zur Stromführung in die Struktur der Steinhalterung (Fassung). Ebenso waren die Beleuchtungsmöglichkeiten auf die damaligen Eigenschaften der Leuchten begrenzt. Ausgehend von dieser Lösung waren die weitergehenden Bemühungen darauf gerichtet, eine marktfähige preiswertere Lösung aufzufinden. So wird nach der DE 297 06 103 U1 eine Schmucksteinfassung mit integrierter Leuchtdiodenbeleuchtung vorgeschlagen, die in den Fassungsinnenraum der Schmucksteinfassung eingebracht wird. Zur Anwendung kommt dabei eine Lumineszenz-Konversions-Leuchtdiode, die zur Hintergrundbeleuchtung des Schmucksteins mit weißem Licht dient. Vorzugsweise werden die Schmucksteinfassungen als Zargenfassungen auf ein röhrenförmiges Anbindungselement aufgezogen. Mittels dieser Anbindung der Fassung an das jeweilige Schmuckstück soll die Einbindung als Träger der Leuchtdiode fungieren und gleichzeitig die Kabelzuführung zur Leuchtdiode ermöglichen. Mit dieser Lösung soll die bis dahin aufwändige Herstellung von Hintergrundbeleuchtungen durch die Möglichkeit einer schnellen und damit preiswerten handwerklichen oder industriellen Fertigung abgelöst werden. Nachteilig an dieser Lösung ist jedoch die feste Bindung der Hintergrundbeleuchtung an das jeweilige Schmuckstück, die damit verbundene begrenzte Bestrahlungsmöglichkeit und die erforderliche drahtgebundene Zuführung von elektrischer Energie.

Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, eine Vorrichtung zur Beleuchtung von Schmuckgegenständen zu schaffen, die mobil einsetzbar ist, die Möglichkeiten unterschiedlicher Bestrahlungsarten erweitert und eine drahtlose Energiezuführungsmöglichkeit aufweist. Gelöst wird diese Aufgabe durch die mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 beschriebenen Vorrichtung. Vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtung werden durch die Merkmale der Patentansprüche 2 bis 10 beschrieben. Mit der Unterbringung der Vorrichtung in einem mobilen Gehäuse kann die Bestrahlung der Schmuckgegenstände vom jeweiligen optimalen Bestrahlungsort aus durchgeführt werden. Da die Bestrahlung der Schmuckgegenstände auf die dem Betrachter zugewandte Oberfläche erfolgt, wird die Einsatzbreite der unterschiedlichen Bestrahlungsmöglichkeiten erhöht. Zwecks Erzielung hoher Lichtbrechungen mit dabei entstehenden Schweifbildungen des reflektierten Lichtes kommen als lichtemittierende Bauelemente vorzugsweise Laser-LED's zur Anwendung. Für eine hohe optisch ansprechende Kontrastbildung zwischen dem Umriss des Schmuckes und den sich bei der Bestrahlung auf dem Untergrund ergebenden Schatteneffekten kommen vorteilhaft LED's zum Einsatz, die farbiges oder weißes Licht emittieren. Bei der Bestrahlung werden durch den schaltungstechnischen oder softwaregestützten Einsatz eines Zufallsgenerators effektvoll sich ändernde Lichteffekte erzeugt. Dies geschieht durch die sich durch den Zufallsgenerator ergebenden unterschiedlichen Ansteuerungen der lichtemittierenden Bauelemente. Vorteilhaft kann der optimale Standort der Vorrichtung mittels einer mit dem mobilen Gehäuse verbundenen lösbaren Befestigungsbaugruppe fixiert werden. Dabei erweist sich die Ausbildung der Befestigungsbaugruppe als eine um 360° drehbare Kipphalterung für eine räumlich veränderliche Position der Vorrichtung als nützlich. Die Möglichkeit einer schnellen und einfachen räumlichen Positionsveränderung des mobilen Gehäuses wird auch durch die Gestaltung der Befestigungsbaugruppe als Magnethalter erreicht. Die zur Steuerung der lichtemittierenden Bauelemente dienende Steuereinrichtung weist eine funktechnische Baugruppe auf, über die funktechnische Signale von mobilen Endgeräten empfangen werden. Dabei werden die Funkstandards (Bluetooth, NFC) der mobilen Endgeräte (Smartphone, iPhone) genutzt um die Signale zu übertragen. Zwecks alternativer Stromversorgung der Baugruppen werden auf der Oberfläche des mobilen Gehäuses solartechnische Energiegewinnungsbaugruppen angebracht. Vorteilhaft wird die Vorrichtung selbst als Schmuckgegenstand ausgebildet und dient gleichzeitig als Bestrahlungseinrichtung weiterer Schmuckgegenstände.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigen die Figuren folgende Darstellungen der Vorrichtung

1: die schematische Schnittdarstellung in der Vorderansicht mit drei Laser-LEDs,

2: die schematische Schnittdarstellung in der seitlichen Ansicht mit einer Laser-LED,

3: die schematische Schnittdarstellung in der Vorderansicht mit einer Laser-LED,

4: die schematische Schnittdarstellung in der Vorderansicht mit drei LEDs,

5: die schematische Schnittdarstellung in der seitlichen Ansicht mit einer LED,

6: die schematische Schnittdarstellung in der Rückansicht mit einer LED und

7: das Blockschema der Steuereinrichtung mit den lichtemittierenden Bauelementen.

Die Schnittdarstellung der 1 zeigt die Vorderansicht des Gehäuses 1 mit darin angeordneten drei Laser-LED's 5, 6, 7. Ebenso wird in der Darstellung auch die an der Rückwand angebrachte Klipphalterung 8 sowie die am unteren Ende des Gehäuses 1 angeordnete mit einem Schraubgewinde versehene Verschlusskappe 16 gezeigt. Die Laser-LEDs 5, 6, 7 sind versetzt angeordnet und können dadurch einen größeren Strahlungsbereich mit Laserlicht beleuchten. Aufgrund der gebündelten Lichtstrahlen entstehen an den geschliffenen Flächen der Schmuckgegenstände (z. B. Edelsteinen) hohe Lichtbrechungen, mit denen attraktive Lichteffekte erzeugt werden. Neben auftretenden Schweifbildungen des reflektierten Lichtes wird auch der optische Eindruck erzeugt, dass der beleuchtete Schmuckgegenstand von sich aus leuchtet. Zudem kann ein sich farblich veränderter optischer Eindruck durch unterschiedliche zum Einsatz kommende weiße oder farbige Laser-LEDs erreicht werden. Je nachdem welche der Laser-LED 5, 6, 7 angesteuert wird, entstehen farblich unterschiedliche Lichteffekte, die sich auch auf dem Untergrund (z. B. Kleidungsstück) widerspiegeln. Dazu wird die optimale Beleuchtungsposition des Gehäuses 1 mittels der um 360° bewegliche Klipphalterung 8 fixiert.

Der Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird mit der schematische Schnittdarstellung der seitlichen Ansicht nach 2 verdeutlicht. Die Darstellung zeigt das mit einem Blendschutz versehenen Gehäuse 1 mit einer einzigen für diese Ausführung vorgesehenen Laser-LED 5. Unterhalb der Laser-LED 5 ist schematisch die räumliche Anordnung der Steuereinrichtung 9, der Klipphalterung 8, der Akkus 15 und der mit dem Gehäuse 1 verschraubbaren Verschlusskappe 16 wiedergegeben. Seitlich am Gehäuse 1 ist weiterhin die alternative Energiegewinnungsbaugruppe 13 und der Schalter 14 dargestellt. Die wiederaufladbaren Akkus 15 werden neben einer konventionellen Aufladung auch von der als Solarpanel ausgebildeten alternativen Energiegewinnungsbaugruppe 13 aufgeladen. Mittels des Schalters 14 kann der Betrieb der Vorrichtung auch manuell zu- oder abgeschaltet werden. Die Auswechslung der Akkus 15 bzw. deren externe Aufladung wird nach der Lösung der Schraubverbindung der Verschlusskappe 16 ermöglicht.

Mit der Schnittdarstellung der 3 wird die schematische Vorderansicht der Vorrichtung mit der Anordnung einer einzigen Laser-LED wiedergegeben. Sie zeigt das mit einem Blendschutz versehene Gehäuse 1 mit der an der Rückwand der Vorrichtung angeordneten Klipphalterung 8 sowie die als Gehäuseboden angeordnete verschraubbare Verschlusskappe 16.

In der 4 wird die Vorderansicht der Vorrichtung als Schnittdarstellung mit der Anordnung von drei LEDs 2, 3, 4 als Beleuchtungsquellen gezeigt. Im Unterschied zur Anordnung von Laser LEDs 5, 6, 7 nach 1 bietet die Beleuchtung mit den LEDs 2, 3, 4 den Vorteil der Erhöhung der Kontrastwirkung zwischen den Umrissen des Schmuckgegenstandes und dem Untergrund (z. B. Kleidungsstück). Die dadurch entstehenden Lichteffekte zeigen sich insbesondere in den dabei entstehenden Schattenbildungen auf dem Untergrund sowie dem Schmuckgegenstand angepassten effektvollen Lichtbrechungen.

Die schematische Schnittdarstellung der Vorrichtung nach 5 gibt die seitliche räumliche Anordnung der Baugruppen in einer beispielhaften Ausführung der Vorrichtung mit einer einzigen LED 2 wieder.

Mit der 6 wird die identische Schnittdarstellung der Vorderansicht der Vorrichtung wie die nach 3 gezeigt. Der Unterschied beider Ansichten besteht in der alternativen Anordnung einer Laser-LED 5 und einer LED 2.

Das Blockschema der 7 zeigt den beispielhaften schematischen Aufbau der Steuereinrichtung 9. Als zentrale Baugruppe der Steuereinrichtung 9 dient der Mikrocontroller 10, der die Steuerung der funktechnischen Baugruppe 12, des Zufallsgenerators 11 und der lichtemittierenden Bauelemente durchführt. Die funktechnische Baugruppe 12 empfängt funktechnische Signale von mobilen Endgeräten (z. B. Smartphone, iPhone) unter Nutzung deren vorhandener Funkstandards (Bluetooth, NFC) und wandelt diese in Steuersignale zur Ansteuerung der lichtemittierenden Bauelemente um. Die übertragenen Signale dienen zur Festlegung des Zeitpunktes sowie der Stärke und Farbauswahl der vorgesehenen Beleuchtung. Die jeweilige Auswahl der anzusteuernden lichtemittierenden Bauelemente wird durch den Zufallsgenerator 11 getroffen. Die erforderliche Spannungsversorgung der Baugruppen erfolgt durch die Akkus 15.

Bezugszeichenliste

1
Gehäuse
2
LED
3
LED
4
LED
5
Laser-LED
6
Laser-LED
7
Laser-LED
8
Klipphalter
9
Steuereinrichtung
10
Mikrocontroller
11
Zufallsgenerator
12
funktechnische Baugruppe
13
Energiegewinnungsbaugruppe
14
Schalter
15
Akku
16
Verschlusskappe

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DD 160178 [0002]
  • DE 29706103 U1 [0002]