Title:
Vorrichtung zum Aufbringen eines schalldämmenden Materials auf ein Karosseriebauteil
Kind Code:
A1
Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1), insbesondere Breitschlitzdüse, zum Aufbringen eines schalldämmenden Materials auf ein Karosseriebauteil eines Kraftfahrzeugs,
– mit einem Halteteil (2), in welchem eine Längsnut (8) ausgebildet ist,
– mit zwei in der Längsnut (8) aufgenommenen, formgleichen Platten (3a, 3b), auf deren einander zugewandten Innenseiten (4a, 4b) eine strahlauffächernde Randkontur (5a, 5b) vorgesehen ist, mittels welcher das in die Vorrichtung (1) eingeleitete schalldämmende Material zum Ausleiten aus der Vorrichtung (1) in einen fächerförmigen Materialstrahl umgewandelt wird.



Inventors:
Bal, Turan (71034, Böblingen, DE)
Boettinger, Michael (71263, Weil der Stadt, DE)
Knoblauch, Dieter (71106, Magstadt, DE)
Topoglu, Refah (71272, Renningen, DE)
Application Number:
DE102016010223A
Publication Date:
02/16/2017
Filing Date:
08/20/2016
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10297271B4N/A2009-04-02
Claims:
1. Vorrichtung (1), insbesondere Breitschlitzdüse, zum Aufbringen eines schalldämmenden Materials auf ein Karosseriebauteil eines Kraftfahrzeugs,
– mit einem Halteteil (2), in welchem eine Längsnut (8) ausgebildet ist,
– mit zwei in der Längsnut (8) aufgenommenen, formgleichen Platten (3a, 3b), auf deren einander zugewandten Innenseiten (4a, 4b) eine strahlauffächernde Randkontur (5a, 5b) vorgesehen ist, mittels welcher das in die Vorrichtung (1) eingeleitete schalldämmende Material zum Ausleiten aus der Vorrichtung (1) in einen fächerförmigen Materialstrahl umgewandelt wird.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die strahlauffächernde Randkontur (5a, 5b) als eine auf einer jeweiligen Innenseite (4a, 4b) der beiden Platten ausgebildete Ausnehmung (6a, 6b) realisiert ist, deren Randkontur in einer Draufsicht senkrecht auf die Innenseite (4a, 4b) eine stumpfwinklige Geometrie besitzt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, die beiden Platten (4a, 3b) als Gleichteile ausgebildet sind.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Platten (3a, 3b) zusammen eine Gesamt-Plattendicke (d) aufweisen, die einer quer zur Längsrichtung (L) der Längsnut (8) gemessenen Nutbreite (b) entspricht.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen eines schalldämmenden Materials auf ein Karosseriebauteil eines Kraftfahrzeugs.

Aus dem Stand der Technik bekannt ist das Aufspritzen von Dammmaterial auf von Kraftfahrzeug. Besagtes Dammmaterial wird dabei typischerweise über Breitschlitzdüsen nach einer KTL-Beschichtung unter Ausbildung von Dammbahnen auf die Karosseriebauteile ausgebracht.

Die hierzu verwendeten, herkömmlichen Breitschlitzdüsen beinhalten typischerweise einen Düsenhalter mit einer Längsnut, in der ein Düsenplattenpaket in Form von zwei formgleichen Außenplatten und einer Mittelplatte aufgenommen ist. Die Mittelplatte weist dabei eine stumpfwinklige Ausnehmung auf, mittels derer der über eine Bohrung des Düsenhalters in die Düse eintretende Strahl aufgefächert wird und querlinienförmig die Düse verlassen kann. Das Plattenpaket ist mittels einer Spannplatte, die an einer Flanke der Nut anschraubbar ist, in der Nut gehalten.

Eine derartige Breitschlitzdüse ist in der DE 102 97 271 B4 beschrieben.

Als nachteilig bei solchen, herkömmliche Breitschlitzdüsen erweist sich, dass die Platten des Plattenpakets in der Nut beim Verspannen verkippen können, wodurch die Breite des Düsenschlitzes der Breitschlitzdüse reduziert wird. Hierdurch können sich Materialpartikel innerhalb der Düse ablagern, verklumpen und nach zufällig erfolgendem Loslösen den Düsenschlitz verstopfen. Dies behindert nicht nur die Materialausbringung sondern auch einen definierte Auftrag auf das Karosseriebauteil. Zusätzlich kann es zu sogenannten Nahtspaltern kommen. Dabei handelt es sich um Spritzstrahlunterbrechungen sind, die den Spritzstrahl teilen und in unerwünschter Weise ein verändertes Applikationsbild und verursachen. Sowohl die Nachbehandlung des Karosseriebauteils als auch die Reinigung der Düse erfordert einen erheblichen Aufwand, was mit Stillstands-Zeiten der die Düse verwendenden Anlage verbunden ist und damit zu einer Unterbrechung des Produktionsprozesses führt.

Es ist eine daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Ausführungsform für eine Vorrichtung zum Aufbringen eines schalldämmenden Materials auf ein Karosserie-bauteil zu schaffen, bei welcher oben genannte Problematik nicht mehr oder allenfalls in stark abgeschwächter Form auftritt.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung, insbesondere eine Breitschlitzdüse, zum Aufbringen eines schalldämmenden Materials auf ein Karosseriebauteil eines Kraftfahrzeugs umfasst ein Halteteil, in welchem eine Längsnut ausgebildet ist. In der Längsnut sind mit ihren beiden Innenseiten aneinander anliegend zwei formgleiche Platten teilweise aufgenommen. Auf den beiden einander zugewandten Innenseiten der Platten ist jeweils eine strahlauffächernde Randkontur vorgesehen ist, mittels welcher zwischen den beiden Platten ein nach außen offener Hohlraum zum Durchströmen mit dem schalldämmenden Material gebildet wird. Die beiden Randkonturen sind derart ausgebildet, dass das in die Vorrichtung eingebrachte und den offenen Hohlraum durchströmende, schalldämmende Material als fächerförmiger Materialstrahl aus der Vorrichtung austritt. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird also auf die Verwendung einer dritten, mittleren Platte verzichtet. Dies hat zur Folge, dass die Düse nicht mehr verkippen kann, so dass auch die Breite des Düsenschlitzes konstant bleibt. Die oben genannten, mit einer Reduzierung der Schlitzbreite einhergehenden unerwünschten Effekte werden daher bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung vermieden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die strahlauffächernde Randkontur als eine auf einer jeweiligen Innenseite der beiden Platten ausgebildete Ausnehmung realisiert, die in einer Draufsicht senkrecht auf die Innenseite eine stumpfwinklige Geometrie besitzt. Die beiden Ausnehmungen können identisch ausgebildet sein und zusammen besagten Hohlraum begrenzen. Auf diese Weise wird ein besonders homogen aufgefächerter Strahl erzielt.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kommuniziert der durch die beiden Ausnehmungen gebildete Hohlraum über einen Düsenschlitz mit der äußeren Umgebung der Vorrichtung. Besagter Düsenschlitz weist bei dieser Ausführungsform eine senkrecht zur Orientierung der beiden Innenseiten gemessene Schlitzbreite von höchstens 0,5 mm auf.

Besonders zweckmäßig können die beiden Platten als Gleichteile ausgebildet sein. Diese Variante ist besonders einfach herzustellen und somit preisgünstig.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung weisen die beiden Platten zusammen eine Gesamt-Plattendicke auf, die einer quer zur Längsrichtung der Längsnut gemessenen Nutbreite entspricht. Diese Maßnahme stellt eine besonders stabile Fixierung der beiden Platten in der Längsnut sicher, so dass keine Verkippung auftreten kann.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung umfasst die Vorrichtung eine mit dem Halteteil verschraubbare oder verschraubte Spannplatte, mittels welcher die beiden Platten in der Längsnut fixierbar sind.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

Es zeigen, jeweils schematisch:

1 eine beispielhafte Ausgestaltung des Halteteils einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in perspektivischer Darstellung,

2 eine beispielhafte Ausgestaltung einer Platte der erfindungsgemäßen Vorrichtung in perspektivischer Darstellung,

3 die Vorrichtung mit dem Halteteil und den beiden Platten in einem zusammengebauten Zustand.

1 zeigt eine beispielhafte Ausgestaltung des Halteteils 2 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in perspektivischer Darstellung. Im Halteteil 2 ist eine Längsnut 8 ausgebildet. Die Längsnut 8 dient zur Aufnahme zweier formgleicher Platten 3a, 3b derart, dass diese mit ihren beiden Innenseiten 4a, 4b aneinander anliegen. Bevorzugt sind die beiden Platten im Wesentlichen oder vollständig als Gleichteile ausgebildet.

Die 2 zeigt eine mögliche Ausbildung der beiden Platten 3a, 3b der Vorrichtung 1 in einer perspektivischen Darstellung. Entsprechend 2 besitzen die Platten 3a, 3b jeweils eine Innenseite 4a, 4b, in welcher eine strahlauffächernde Randkontur 5a, 5b ausgebildet ist. Mittels der strahlauffächernden Randkonturen 5a, 5b wird in einem zusammengebauten Zustand der Vorrichtung 1 zwischen den beiden Platten 3a, 3b ein nach außen offener Hohlraum zum Durchströmen mit dem schalldämmenden Material gebildet. Die beiden Randkonturen 5a, 5b sind derart ausgebildet, dass das in die Vorrichtung 1 eingebrachte und den offenen Hohlraum durchströmende, schalldämmende Material als fächerförmiger Materialstrahl aus der Vorrichtung 1 austritt.

Im Beispielszenario sind die strahlauffächernden Randkonturen 5a, 5b als auf den Innenseiten 4a, 4b der Platten 3a, 3b ausgebildete Ausnehmungen 6a, 6b realisiert, die in einer Draufsicht senkrecht auf die Innenseite 4a, 4b der Platten 3a, 3b jeweils eine stumpfwinklige Geometrie bilden.

3 zeigt die Vorrichtung mit dem Halteteil und den beiden Platten in einem zusammengebauten Zustand. Hierbei sind die beiden Platten 3a, 3b teilweise in der Längsnut 8 aufgenommen und liegen mit ihren beiden Innenseiten 4a, 4b aneinander an.

Der durch die beiden Ausnehmungen 6a, 6b gebildete Hohlraum kommuniziert über einen Düsenschlitz 7 mit der äußeren Umgebung der Vorrichtung. Besagter Düsenschlitz 7 weist eine senkrecht zur Orientierung der beiden Innenseiten 4a, 4b gemessene Schlitzbreite von höchstens 0,5 mm auf. Die beiden Platten 3a, 3b weisen zusammen eine Gesamt-Plattendicke d auf, die einer quer zur Längsrichtung der Längsnut 8 gemessenen Nutbreite b entspricht.

Die Vorrichtung 1 kann eine in den Figuren nicht näher dargestellte und mit dem Halteteil 2 verschraubbare Spannplatte umfassen, mittels welcher die beiden Platten 3a, 3b in der Längsnut 8 fixierbar sind.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 10297271 B4 [0004]