Title:
Spritzpistole mit Abzugssperre, Abzugssperre für eine Spritzpistole und Verfahren zum Anbringen, zum Aktivieren und zum Deaktivieren einer Abzugssperre
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Spritzpistole (1), insbesondere Farbspritzpistole, mit einer Abzugssperre (2). Die Abzugssperre (2) weist zumindest ein Schiebe-Element (21) auf, wobei das Schiebe-Element sowohl in der Betätigungsstellung als auch in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem Zwischenraum (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) angeordnet ist. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Abzugssperre (2) für eine Spritzpistole (1), ein Verfahren zum Anbringen einer Abzugssperre (2) an einer Spritzpistole (1), ein Verfahren zum Aktivieren einer Abzugssperre (2) einer Spritzpistole (1) und ein Verfahren zum Deaktivieren einer Abzugssperre (2) einer Spritzpistole (1).




Inventors:
Gehrung, Ralf (71522, Backnang, DE)
Application Number:
DE102016009957A
Publication Date:
02/22/2018
Filing Date:
08/19/2016
Assignee:
SATA GmbH & Co. KG, 70806 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102009032399A1N/A2011-01-13
DE3111571A1N/A1982-10-14



Foreign References:
57553631998-05-26
EP03139581991-12-18
EP20929872009-08-26
Claims:
1. Spritzpistole (1), insbesondere Farbspritzpistole, aufweisend zumindest einen Pistolenkörper (4), einen Abzugsbügel (3) und eine Abzugssperre (2) zum Verhindern eines Betätigens des Abzugsbügels (3), wobei zumindest ein Teil der Abzugssperre (2) von einer Betätigungsstellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels (3) möglich ist, in eine Blockierstellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels (3) nicht möglich ist, verschiebbar ist und von der Blockierstellung in die Betätigungsstellung verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugssperre (2) zumindest ein Schiebe-Element (21) aufweist, wobei das Schiebe-Element (21) sowohl in der Betätigungsstellung als auch in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem Zwischenraum (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) angeordnet ist.

2. Spritzpistole (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) in der Betätigungsstellung zumindest teilweise in einem ersten Bereich (19) des Zwischenraums (18) zwischen dem Abzugsbügel (3) und dem Pistolenkörper (4) angeordnet ist, und dass das Schiebe-Element (21) in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem zweiten Bereich (20) des Zwischenraums (18) zwischen dem Abzugsbügel (3) und dem Pistolenkörper (4) angeordnet ist, und dass zumindest ein Maß des Schiebe-Elements (21) in etwa dem Abstand zwischen unbetätigtem Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) in dem zweiten Bereich (20) des Zwischenraums (18) zwischen dem Abzugsbügel (3) der Spritzpistole (1) und dem Pistolenkörper (4) der Spritzpistole (1) entspricht.

3. Spritzpistole (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) der Abzugssperre (2) zumindest eine Gleitschiene (22a) und ein Gleitelement (22b) aufweist.

4. Spritzpistole (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) der Abzugssperre (2) ein Gleitelement (22b) aufweist und es sich bei der Gleitschiene um einen Teil des Abzugsbügels (3) der Spritzpistole (1) handelt.

5. Spritzpistole (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) einen Fixiermechanismus aufweist, mittels dessen die Stellung des Gleitelements (22b) auf der Gleitschiene (22a) fixierbar ist.

6. Spritzpistole (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschiene (22a) Nuten (29) und das Gleitelement (22b) Stege (28) aufweist, und dass die Stege (28) des Gleitelements (22b) in die Nuten (29) der Gleitschiene (22a) eingreifen.

7. Spritzpistole (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement (22b) Nuten (24) und die Gleitschiene (22a) Stege (26) aufweist, und dass die Stege (26) der Gleitschiene (22a) in die Nuten (24) des Gleitelements (22b) eingreifen.

8. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) zumindest bereichsweise eine Verjüngung aufweist.

9. Spritzpistole (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitelement (22b) und die Gleitschiene (22a) mittels einer Schwalbenschwanzführung miteinander verbunden sind.

10. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) am Pistolenkörper (4) der Spritzpistole (1) angeordnet ist.

11. Spritzpistole (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) am Abzugsbügel (3) der Spritzpistole (1) angeordnet ist.

12. Spritzpistole (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) an der Innenseite des Abzugsbügels (3) der Spritzpistole (1) angeordnet ist.

13. Spritzpistole (1) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Schiebe-Elements (21) unlösbar am Abzugsbügel (3) der Spritzpistole (1) angeordnet ist.

14. Spritzpistole (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Schiebe-Elements (21) nur mittels eines Werkzeugs lösbar am Abzugsbügel (3) der Spritzpistole (1) angeordnet ist.

15. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner eine Luftkolbenstange aufweist, die durch Betätigen des Abzugsbügels (3) bewegbar ist, und dass das Schiebe-Element (21) derart ausgestaltet ist, dass das Schiebe-Element (21) zumindest teilweise in einen Zwischenraum (18) zwischen dem Abzugsbügel (3) und dem die Luftkolbenstange umgebenden Bereich des Pistolenkörpers (4) der Spritzpistole (1) verschiebbar ist.

16. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner eine Farbnadel (55) aufweist, die durch Betätigen des Abzugsbügels (3) bewegbar ist, und dass das Schiebe-Element (21) derart ausgestaltet ist, dass das Schiebe-Element (21) zumindest teilweise in einen Zwischenraum (18) zwischen dem Abzugsbügel (3) und dem die Farbnadel (55) umgebenden Bereich des Pistolenkörpers (4) der Spritzpistole (1) verschiebbar ist.

17. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner ein an die Farbnadel (55) gekoppeltes Element aufweist, das durch Betätigen des Abzugsbügels (3) bewegbar ist, und dass das Schiebe-Element (21) derart ausgestaltet ist, dass das Schiebe-Element (21) zumindest teilweise in einen Zwischenraum (18) zwischen dem Abzugsbügel (3) und dem an die Farbnadel (55) gekoppelten Element umgebenden Bereich des Pistolenkörpers (4) der Spritzpistole (1) verschiebbar ist.

18. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner eine leicht aus dem Pistolenkörper (4) herausragenden Komponente aufweist, und dass das Schiebe-Element (21) derart ausgestaltet ist, dass das Schiebe-Element (21) zumindest teilweise in einen Zwischenraum (18) zwischen dem Abzugsbügel (3) und dem die aus dem Pistolenkörper (4) ragende Komponente umgebenden Bereich des Pistolenkörpers (4) der Spritzpistole (1) verschiebbar ist.

19. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) derart ausgestaltet ist, dass das Schiebe-Element (21) zur Aktivierung der Blockierstellung der Abzugssperre (2) zumindest teilweise aus einem ersten Bereich (19) des Zwischenraums (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) mit größerem Abstand zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) in einen zweiten Bereich (20) des Zwischenraums (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) mit geringerem Abstand zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörpers (4) verschiebbar ist.

20. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner einen Griff (41) aufweist und dass das Schiebe-Element (21) derart ausgestaltet ist, dass das Schiebe-Element (21) zur Aktivierung der Blockierstellung der Abzugssperre (2) zumindest teilweise in einen Bereich unterhalb des Abzugsbügels (3) und vor dem Griff (41) verschiebbar ist.

21. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner einen Absatz am Pistolenkörper (4) aufweist, und dass das Schiebe-Element (21) derart ausgestaltet ist, dass das Schiebe-Element (21) zur Aktivierung der Blockierstellung der Abzugssperre (2) zumindest teilweise in einen Bereich vor dem Absatz verschiebbar ist.

22. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner ein Anbauteil am Pistolenkörper (4) aufweist, und dass das Schiebe-Element (21) derart ausgestaltet ist, dass das Schiebe-Element (21) zur Aktivierung der Blockierstellung der Abzugssperre (2) zumindest teilweise in einen Bereich vor dem Anbauteil verschiebbar ist.

23. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzugsbügel (3) an seiner Innenseite eine Dämpfeinrichtung aufweist, wobei die Dämpfeinrichtung vor einer Komponente angeordnet ist, die durch den Abzugsbügel (3) bewegt wird.

24. Spritzpistole (1) nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzugsbügel (3) eine Aufnahme-Einrichtung (40a, 40b) zur Aufnahme der Dämpfeinrichtung aufweist und dass die Aufnahme-Einrichtung (40a, 40b) derart ausgestaltet ist, dass sie zur Aufnahme zumindest eines Teils der Abzugssperre (2) geeignet ist.

25. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) einen Betätigungsbereich (240) aufweist.

26. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugssperre (2) zumindest teilweise aus Kunststoff hergestellt ist.

27. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugssperre (2) zumindest teilweise mittels eines generativen oder additiven Fertigungsverfahren hergestellt ist.

28. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine lösbar am Pistolenkörper (4) angeordnete Aufhänge-Einrichtung (15) aufweist.

29. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Materialzuführeinrichtung aufweist.

30. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Materialzuführeinrichtung um ein Farbrohr (8) handelt.

31. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest eine Farbnadel, einen Luftverteiler-Ring, eine Vordüse, eine Materialdüse, einen Abzugsbügelschutz (63), eine Luftkappe (65) oder eine Wendedüse aufweist.

32. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich dabei um eine Airless-Pistole handelt.

33. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich dabei um eine luftunterstütze Airless-Pistole handelt.

34. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich dabei um eine Hochdruck-Spritzpistole handelt.

35. Spritzpistole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich dabei um eine HVLP-Pistole handelt.

36. Abzugssperre (2) für eine Spritzpistole (1), insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest ein Schiebe-Element (21) und ein Befestigungsmittel (221, 222) zur Anordnung der Abzugssperre (2) zumindest teilweise in einem Zwischenraum (18) zwischen einem Abzugsbügel (3) einer Spritzpistole (1) und einem Pistolenkörper (4) einer Spritzpistole (1) aufweist.

37. Abzugssperre (2) nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugssperre (2) lösbar an einer Spritzpistole (1), insbesondere Farbspritzpistole, anordenbar ist.

38. Abzugssperre (2) nach Anspruch 36 oder 37, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Schiebe-Element (21) in der Betätigungsstellung zumindest teilweise in einem ersten Bereich (19) des Zwischenraums (18) zwischen dem Abzugsbügel (3) der Spritzpistole (1) und dem Pistolenkörper (4) der Spritzpistole (1) befindet, und sich das Schiebe-Element (21) in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem zweiten Bereich (20) des Zwischenraums (18) zwischen dem Abzugsbügel (3) der Spritzpistole (1) und einem Pistolenkörper (4) der Spritzpistole (1) befindet, und dass zumindest ein Maß des Schiebe-Elements (21) in etwa dem Abstand zwischen unbetätigtem Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) in dem zweiten Bereich (20) des Zwischenraums (18) zwischen dem Abzugsbügel (3) der Spritzpistole (1) und dem Pistolenkörper (4) der Spritzpistole (1) entspricht.

39. Abzugssperre (2) nach einem der Ansprüche 36 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Schiebe-Elements (21) verschiebbar auf, an oder in dem Abzugsbügel (3) anordenbar ist.

40. Verfahren zum Anbringen einer Abzugssperre (2) an einer Spritzpistole (1), insbesondere Farbspritzpistole, wobei zumindest ein Teil der Abzugssperre (2) von einer Betätigungsstellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels (3) möglich ist, in eine Blockierstellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels (3) nicht möglich ist, verschiebbar ist und von der Blockierstellung in die Betätigungsstellung verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugssperre (2) zumindest ein Schiebe-Element (21) aufweist, und dass das Anbringen derart erfolgt, dass das Schiebe-Element (21) sowohl in der Betätigungsstellung als auch in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem Zwischenraum (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) angeordnet ist.

41. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) am Abzugsbügel (3) der Spritzpistole (1), insbesondere an der Innenseite des Abzugsbügels (3) der Spritzpistole (1) angeordnet wird.

42. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Schiebe-Elements (21) unlösbar am Abzugsbügel (3) der Spritzpistole (1) angeordnet wird.

43. Verfahren nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Schiebe-Elements (21) nur mittels eines Werkzeugs lösbar am Abzugsbügel (3) der Spritzpistole (1) angeordnet wird.

44. Verfahren nach einem der Ansprüche 41 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugssperre (2) in oder an einer Aufnahme-Einrichtung (40a, 40b) im oder am Abzugsbügel (3) an- oder eingebracht wird.

45. Verfahren nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme-Einrichtung (40a, 40b) zur Aufnahme einer Dämpfeinrichtung geeignet ist.

46. Verfahren nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfeinrichtung von oder aus der Aufnahme-Einrichtung (40a, 40b) entfernt wird, bevor die Abzugssperre (2) in oder an der Aufnahme-Einrichtung (40a, 40b) an- oder eingebracht wird.

47. Verfahren zum Aktivieren einer Abzugssperre (2) einer Spritzpistole (1), insbesondere Farbspritzpistole, dadurch gekennzeichnet, dass das Aktivieren zumindest eine Schiebe-Bewegung umfasst, und dass sich ein Schiebe-Element (21) sowohl vor als auch nach dem Aktivieren der Abzugssperre (2) zumindest teilweise in einem Zwischenraum (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) befindet.

48. Verfahren nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) zumindest teilweise aus einem ersten Bereich (19) des Zwischenraums (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörpers (4) mit größerem Abstand zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) in einen zweiten Bereich (20) des Zwischenraums (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörpers (4) mit geringerem Abstand zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörpers (4) geschoben wird.

49. Verfahren zum Deaktivieren einer Abzugssperre (2) einer Spritzpistole (1), insbesondere Farbspritzpistole, dadurch gekennzeichnet, dass das Deaktivieren zumindest eine Schiebe-Bewegung umfasst, und dass sich ein Schiebe-Element (21) sowohl vor als auch nach dem Deaktivieren der Abzugssperre (2) zumindest teilweise in einem Zwischenraum (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) befindet.

50. Verfahren nach Anspruch 49, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe-Element (21) zumindest teilweise aus einem zweiten Bereich (20) des Zwischenraums (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) mit geringerem Abstand zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) in einen ersten Bereich (19) des Zwischenraums (18) zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörper (4) mit größerem Abstand zwischen Abzugsbügel (3) und Pistolenkörpers (4) geschoben wird.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, eine Abzugssperre für eine Spritzpistole gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 36, ein Verfahren zum Anbringen einer Abzugssperre an einer Spritzpistole gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 40, ein Verfahren zum Aktivieren einer Abzugssperre einer Spritzpistole gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 47 und ein Verfahren zum Deaktivieren einer Abzugssperre einer Spritzpistole gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 49.

Spritzpistolen, insbesondere Farbspritzpistolen, werden sowohl zum Verspritzen von Farbe als auch zum Verspritzen von Klebstoffen und Lacken, insbesondere Basis- und Klarlacke, sowohl auf Lösemittelbasis als auch auf Wasserbasis, genutzt, ebenso zum Verspritzen von Beizen und Lasuren, anderen Holzschutzmitteln sowie von Flüssigkeiten für die Nahrungsmittelindustrie oder zum Verspritzen von anderen Flüssigkeiten. Spritzpistolen lassen sie insbesondere in Handspritzpistolen und Automatik- bzw. Roboterpistolen einordnen. Handspritzpistolen werden vor allem von Handwerkern, insbesondere von Malern, Schreinern und Lackierern verwendet. Automatik- und Roboterpistolen werden in der Regel in Verbindung mit einem Lackierroboter oder einer Lackiermaschine für industrielle Anwendungen genutzt. Allerdings ist es durchaus denkbar, auch eine Handspritzpistole in einen Lackierroboter oder in eine Lackiermaschine zu integrieren.

Spritzpistolen, insbesondere Farbspritzpistolen, können als Fließbecherpistole mit oberhalb des Pistolenkörpers angeordnetem Farbbecher, aus dem das zu verspritzende Material im Wesentlichen durch die Gravitation in und durch die Farbkanäle fließt, ausgestaltet sein. Bei der Spritzpistole kann es sich jedoch auch um eine Seitenbecherpistole handeln, bei der der Farbbecher seitlich am Pistolenkörper angeordnet ist, und bei der das Material ebenfalls durch Gravitation der Pistole zugeführt wird. Die Spritzpistole kann jedoch auch als Saugbecherpistole mit unterhalb des Pistolenkörpers angeordnetem Farbbecher, aus dem das zu verspritzende Material im Wesentlichen durch Unterdruck, insbesondere durch Ausnutzung der Saugwirkung die die aus der Luftdüse austretende Luft an der Farbdüse erzeugt, aus dem Becher gesaugt wird. Ferner kann sie als Druckbecherpistole ausgestaltet sein, bei der der Becher unterhalb, oberhalb oder seitlich am Pistolenkörper angeordnet ist und mit Druck beaufschlagt wird, woraufhin das zu verspritzende Medium aus dem Becher herausgedrückt wird. Weiterhin kann es sich um eine Kesselpistole handeln, bei der das zu verspritzende Material mittels eines Schlauchs aus einem Farbbehälter der Spritzpistole zugeführt wird.

Spritzpistolen, insbesondere Farbspritzpistolen, können ferner danach unterschieden werden, wie und mit welchem Druck die Zerstäubung des zu verspritzenden Materials erfolgt. Bei luftzerstäubenden Farbspritzpistolen wird das zu zerstäubende Material, das aus einer Farbdüse herausgedrückt oder herausgesaugt wird, von einem Luftstrom, welcher meist aus einem ringförmigen Spalt, der um die Farbdüse herum angeordnet ist, zerstäubt. Je nach Spritzdruck lassen sich luftzerstäubende Farbspritzpistolen u. a. in konventionelle Spritzpistolen, HVLP(High Volume Low Pressure)-Spritzpistolen und LVLP(Low Volume Low Pressure)-Spritzpistole unterteilen. Airless-Pistolen hingegen arbeiten luftlos. Hier erfolgt die Zerstäubung dadurch, dass das zu verspritzende Material mit hohem Druck durch eine Düse mit sehr kleinem Innendurchmesser gepresst wird. Bei luftunterstützen Airless-Pistolen wird das zu verspritzende Material ebenfalls durch eine Düse mit sehr kleinem Innendurchmesser gepresst, wobei der Druck hier etwas geringer ist als bei Airless-Pistolen. Anschließend wird der Spritzstrahl mit Druckluft beaufschlagt, um ihn weiter zu zerstäuben, weicher zu machen und ggf. zu formen. Bei Elektrostatik-Pistolen wird das zu verspritzende Material elektrisch aufgeladen, wodurch die freigesetzten Farbtröpfchen im Idealfall auf das geerdete Werkstück wandern. Bei Elektrostatik-Pistolen kann die Zerstäubung sowohl mit als auch ohne Luft erfolgen.

Die oben genannten Spritzpistolen können unterschiedliche Komponenten aufweisen und unterschiedlich aufgebaut sein. Gemäß dem Stand der Technik weist bspw. eine luftunterstütze Airless-Pistole der eingangs genannten Art an ihrem Kopf eine Vordüse auf, welche in den Pistolenkörper eingeschraubt wird und hinter der häufig ein Luftverteiler-Ring angeordnet ist, der in den Pistolenkörper eingesteckt ist. Die Vordüse weist häufig einen Frontabschnitt auf, dessen vorderes Ende häufig eine plane Fläche mit einer kleinen kreisrunden Öffnung aufweist, wobei die Öffnung von einem hohlkonischen Zäpfchen umgeben sein kann. Die äußere Seitenwand des Frontabschnitts kann als regelmäßiges Sechskant ausgestaltet sein, so dass die Vordüse mittels eines Gabel- oder Ringschlüssels oder einem Spezialwerkzeug für Spritzpistolen, insbesondere einem Universalschlüssel, oder einem ähnlichen Werkzeug aus dem Pistolenkörper herausgeschraubt und wieder eingeschraubt werden kann.

Hinter dem Frontabschnitt ist ein planer Abschnitt angeordnet, welcher einen größeren Außendurchmesser aufweist als der Frontabschnitt, welcher den Frontabschnitt umgibt und in den eine Mehrzahl an Luftbohrungen, vorzugsweise sechs, eingebracht sind, welche durch die gesamte Dicke des Abschnitts verlaufen. Die Bohrungen sind bevorzugt in Richtung der Düsenlängsachse geneigt. Hinter dem die Luftbohrungen aufweisenden Abschnitt der Vordüse ist ein hohlzylindrischer Verbindungsabschnitt mit Außengewinde angeordnet, mittels welchem die Vordüse in den Pistolenkopf, welcher ein mit dem genannten Außengewinde korrespondierendes Innengewinde aufweist, eingeschraubt werden kann.

Im Inneren der Vordüse ist die kleine kreisrunde Öffnung häufig von einem Dichtelement umgeben. An diesem Dichtelement liegt bei nicht betätigtem Abzugsbügel das vordere Ende einer Farbnadel an. Dieses vordere Ende der Farbnadel weist einen Radius auf, insbesondere ist es halbkugelförmig ausgestaltet, und verschließt bei nicht betätigtem Abzugsbügel die Öffnung der Vordüse, sodass kein Spritzmedium aus der Vordüse austritt.

Die Spritzpistole weist ferner eine Luftkappe mit einer zentralen Öffnung auf. In diese Luftkappe ist eine Materialdüse derart einsetzbar, dass ein vorderer Teil der Materialdüse aus der zentralen Öffnung der Luftkappe herausragt. Die Materialdüse ist bevorzugt verdrehsicher in der Luftkappe gelagert, bspw. mittels eines Zapfen an der Innenseite der Luftkappe, welcher in eine Nut an der Außenseite der Materialdüse eingreift.

Die Materialdüse weist eine Materialbohrung auf, deren Innendurchmesser noch kleiner ist als die kreisrunde Öffnung in der Vordüse, deren innere Mündung von einem Dichtelement umgeben ist und deren äußere Materialauslassöffnung in der Regel als kleine Bohrung ausgebildet ist, die in mitten eines V-förmigen Schlitzes eingebracht ist. Der Durchmesser der Bohrung und der Öffnungswinkel der V-förmigen Schlitze können je nach gewünschtem Materialdurchsatz und gewünschter Strahlbreite variieren.

Die Luftkappe mit der darin liegenden Materialdüse kann mittels einer reibschlüssigen Verbindung, welche durch einen an der Vordüse oder an der Luftkappe in einem Verbindungsbereich zwischen Vordüse und Luftkappe angeordneten Gummi- oder Kunststoffring geschaffen wird, auf die Vordüse gesteckt werden. In diesem Zusammenbauzustand liegt das hohlkonische Zäpfchen der Vordüse am Dichtelement der inneren Mündung der Materialdüse, so dass das zu verspritzende Material, das unter hohem Druck die Vordüse verlässt, verlustfrei in die Materialdüse übertreten kann, aus der das zu verspritzende Material dann ebenfalls unter hohem Druck austreten kann und zerstäubt wird. Das aus der Düse austretende Material wird zerstäubt, weil es mit hohem Druck durch eine sehr kleine Düse gedrückt wird, wodurch das Material eine sehr hohe Geschwindigkeit erzielt. Trifft es beim Austritt aus der Düse auf die stehende Umgebungsluft, so wirken Kräfte auf den Farbstrahl, welche den Strahl in Fäden und Tröpfchen zerreißen.

Die Luftkappe weist häufig ferner zwei Hörner auf, welche einander diametral gegenüberstehen und in Ausströmrichtung über die zentrale Öffnung der Luftkappe hinausstehen. Von der Rückseite der Luftkappe verlaufen zwei Versorgungsbohrungen, d. h. Hornluftzuführkanäle, zu Hornluftkanälen in den Hörnern. In der Regel weist jedes Horn zumindest einen Hornluftkanal auf. Jeder Hornluftkanal besitzt an seiner Außenseite zumindest eine Hornluftöffnung, aus welcher die Hornluft austritt. Die Hornluftkanäle bzw. -öffnungen sind in der Regel so orientiert, dass sie auf einen Punkt nahe dem Austrittspunkt des Farbstrahls aus der Materialdüse zeigen, sodass die aus den Hornluftöffnungen austretende sogenannte Hornluft den aus der Materialdüse austretenden Farbstrahl beeinflussen kann. Dadurch wird der Farbstrahl homogenisiert und nachzerstäubt.

In die vordere Fläche der Luftkappe, radial außerhalb von der zentralen Öffnung, können sogenannte Rundstrahlöffnungen eingebracht sein. Aufgrund der Form der Materialauslassöffnung der Materialdüse besitzt der Farbstrahl einen länglichen, ellipsenartigen Querschnitt. Wird ein Strahl mit kreisrundem Querschnitt gewünscht, bspw. weil eine Fläche lackiert werden soll, die kleiner ist als die Länge des Breitstrahls, so können mittels einer Rund-Breitstrahlreguliereinrichtung an der Spritzpistole die Rundstrahlöffnungen für Luft freigegeben werden. Die dann aus den Rundstrahlöffnungen ausströmende Luft trifft auf den Breitstrahl und drückt diesen zusammen. Die Rundstrahl-Luft ist stufenlos regelbar, sodass auch die Strahlform stufenlos einstellbar ist. Die oben genannte Verdrehsicherung der Materialdüse in der Luftkappe sorgt dafür, dass die Materialdüse stets die richtige Position relativ zu den Rundstrahlöffnungen einnimmt.

Der Kopf des Pistolenkörpers weist in der Regel ein Außengewinde auf, über das ein Luftdüsenring mit der darin angeordneten Luftkappe mit Materialdüse am Pistolenkopf angeschraubt wird.

Die Spritzpistole kann ferner eine aus dem Stand der Technik bekannte Wendedüse mit einem ebenso bekannten Wendeschalter aufweisen. Mittels dieses Systems ist eine Rückspülung der Düse bei einer Verstopfung der Düse möglich.

Eine oben beschriebene wie auch eine andersartige Spritzpistole können weiterhin insbesondere folgende Komponenten aufweisen: einen Griff, einen oberen Pistolenkörper, einen Druckluftanschluss, einen Abzugsbügel zum Öffnen eines Luftventils und zum Herausbewegen der Farbnadel aus der inneren Mündung der Vordüse, eine Rund-Breitstrahlregulierung zum Einstellen der Menge der Breitluft zur Formung des Farbstrahls, ein Luftmikrometer zum Einstellen des Spritzdrucks, einen Materialanschluss, Farbkanäle zum Leiten des zu verspritzenden Materials von einem Materialeinlass zum Materialauslass, Druckluftkanäle, einen Aufhängehaken und eine analoge oder digitale Druckmesseinrichtung. Sie kann jedoch auch weitere Komponenten aus dem Stand der Technik aufweisen.

Bei Kesselpistolen, Airless-Pistolen und luftunterstützen Airless-Pistolen wird das zu verspritzende Material mittels eines Schlauchs aus einem Farbbehälter, in der Regel unter Zuhilfenahme einer Pumpe, der Spritzpistole zugeführt. Die Spritzpistole weist an ihrer Unterseite einen Materialanschluss auf. Der Materialanschluss kann ein Farbrohr umfassen, das mit einem eingebauten Materialfilter ausgestattet sein kann.

Aufgrund des hohen Drucks von oft mehreren hundert bar, mit denen das Spritzmedium insbesondere bei Airless- und luftunterstützen Airless-Pistolen aus der Materialdüse austritt, besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr bei unbeabsichtigter Betätigung der Spritzpistole. Aus diesem Grund weisen vor allem Airless- und luftunterstütze Airless-Pistolen der eingangs genannten Art einen Düsenschutz auf, wobei es sich um eine Art Abstandshalter handelt, welcher auf den Pistolenkopf aufgesetzt wird. Der Düsenschutz ist häufig als Ring mit mehreren, in der Regel vier, abstehenden Armen ausgestaltet, wobei jeweils zwei Arme über Streben an ihren vorderen Enden miteinander verbunden sind. Als weitere Einrichtung zur Erhöhung der Betriebssicherheit weisen Spritzpistolen, die mit hohem Druck betrieben werden, eine Abzugssperre auf, welche ein unbeabsichtigtes Betätigen der Spritzpistole bzw. des Abzugsbügels verhindern.

Im Stand der Technik sind derartige Abzugssperren häufig als an der Seite des Pistolenkörpers angeordneter Dreh-Hebel ausgestaltet, welcher in Richtung des Abzugsbügels gedreht werden kann, um den Abzugsbügel zu blockieren. Zur Fixierung der Position des Abzugsbügels ist häufig ein Anschlag in Form eines Stifts an der Seite des Pistolenkörpers angeordnet.

Ferner sind klappbare Abzugssperren bekannt, welche bspw. an der Vorderseite des Pistolengriffs hinter dem Abzugsbügel oder an der Rückseite des Abzugsbügels angeordnet sind, und welche zur Blockierung des Abzugsbügels nach vorne bzw. hinten geklappt werden.

Nachteilhaft an diesen Lösungen ist, dass die Abzugssperren im Bewegungsbereich des Benutzers der Spritzpistole liegen, d. h. in einem Bereich, mit dem der Benutzer bei Verwendung in Kontakt kommt oder kommen kann. Es besteht dadurch die Gefahr, dass die Abzugssperre unbeabsichtigt gelöst wird und der Abzugsbügel nicht mehr vor unabsichtlicher Betätigung geschützt ist. Ferner stören die oben genannten Abzugssperren die optische Erscheinung der Spritzpistole und insbesondere bei klappbaren Abzugssperren besteht die Gefahr, dass Teile des Klappmechanismus abbrechen. Das Anbringen der Abzugssperre erfolgt bei den Lösungen gemäß dem Stand der Technik bei der Herstellung der Spritzpistole. Es sind weitere Bearbeitungsschritte notwendig, um die Spritzpistole für die Ausrüstung mit einer Abzugssperre geeignet zu machen, bspw. das Einbringen von zumindest einer Bohrung. Anschließend muss die Abzugssperre an der Pistole angebracht, bspw. angeschraubt, werden. Zur Aktivierung und Deaktivierung muss die häufig sehr kleine und nicht ideal zugängliche Abzugssperre gedreht, geschwenkt oder geklappt werden.

Die EP 0 313 958 B1 schlägt eine Spritz- oder Sprühpistole mit Abzugssperre vor, wobei die Abzugssperre im Griff der Pistole angeordnet ist und zur Aktivierung in die Bahn des unteren Endes des Abzugsbügels verlagerbar ist. Nachteilhaft an dieser Lösung ist, dass der Herstellaufwand relativ hoch ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Spritzpistole mit Abzugssperre und eine Abzugssperre für eine Spritzpistole bereitzustellen, bei denen das Risiko eines unbeabsichtigten Lösens, d. h. Deaktivieren, der Abzugssperre geringer ist als bei Abzugssperren gemäß dem Stand der Technik, welche unauffälliger in das Design der Spritzpistole integriert sind und welche einfach herstellbar ist. Ferner ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Anbringen einer solchen Abzugssperre an einer Spritzpistole bereitzustellen. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Aktivieren und ein Verfahren zum Deaktivieren einer Abzugssperre einer Spritzpistole bereitzustellen, durch das das Aktivieren bzw. das Deaktivieren der Abzugssperre einfacher ist als im Stand der Technik, insbesondere der Betätigungsweg, d. h. der Weg den die Abzugssperre oder zumindest ein Teil davon zurücklegen muss um die Abzugssperre zu aktivieren, bzw. den Platz, den die Abzugssperre oder zumindest ein Teil davon hierfür benötigt, geringer gehalten werden als bei Lösungen gemäß dem Stand der Technik.

Die erste Aufgabe wird durch eine Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole, gelöst, welche zumindest einen Pistolenkörper, einen Abzugsbügel und eine Abzugssperre zum Verhindern eines Betätigens des Abzugsbügels aufweist, wobei zumindest ein Teil der Abzugssperre von einer Betätigungsstellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels möglich ist, in eine Blockierstellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels nicht möglich ist, verschiebbar ist und von der Blockierstellung in die Betätigungsstellung verschiebbar ist, wobei die Abzugssperre zumindest ein Schiebe-Element aufweist, und das Schiebe-Element sowohl in der Betätigungsstellung als auch in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper angeordnet ist.

Die erste Aufgabe wird ferner durch eine Abzugssperre für eine Spritzpistole gelöst, wobei sie zumindest ein Schiebe-Element und ein Befestigungsmittel zur Anordnung der Abzugssperre zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen einem Abzugsbügel einer Spritzpistole und einem Pistolenkörper einer Spritzpistole aufweist.

Die zweite Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Anbringen einer Abzugssperre an einer Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole, gelöst, wobei zumindest ein Teil der Abzugssperre von einer Betätigungsstellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels möglich ist, in eine Blockierstellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels nicht möglich ist, verschiebbar ist und von der Blockierstellung in die Betätigungsstellung verschiebbar ist, und wobei die Abzugssperre zumindest ein Schiebe-Element aufweist und das Anbringen derart erfolgt, dass das Schiebe-Element sowohl in der Betätigungsstellung als auch in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper angeordnet ist.

Die dritte Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Aktivieren und durch ein Verfahren zum Deaktivieren einer Abzugssperre einer Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole, gelöst, wobei das Aktivieren bzw. das Deaktivieren zumindest eine Schiebe-Bewegung umfassen, und wobei sich ein Schiebe-Element sowohl vor als auch nach dem Aktivieren bzw. dem Deaktivieren der Abzugssperre zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper befindet. Unter dem Begriff „Aktivieren” wird in diesem Zusammenhang das Bringen der Abzugssperre in die Blockierstellung verstanden. Unter dem Begriff „Deaktivieren” wird in diesem Zusammenhang das Bringen der Abzugssperre in die Betätigungsstellung verstanden.

Unter dem Begriff „schieben” wird vorliegend verstanden, eine Komponente durch Ausübung von Druck oder Zug auf die Komponente zu bewegen, wobei die Bewegung entlang einer Achse erfolgt, die gerade oder gekrümmt sein kann. Das Schieben an sich umfasst keine Dreh-, Schwenk- oder Klappbewegung, allerdings kann sich der Schiebe-Bewegung eine Dreh-, Schwenk- oder Klappbewegung anschließen, bspw. um die Abzugssperre zu fixieren. Dementsprechend ist unter einem Schiebe-Element ein Element oder eine Anordnung aus mehreren Elementen zu verstehen, von dem bzw. von der zumindest ein Teil schiebbar ausgestaltet ist. Insbesondere können verschiedene Teile des Schiebe-Elements zueinander verschiebbar sein.

Darunter, dass sich das Schiebe-Element sowohl in der Betätigungsstellung als auch in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper befindet, wird vorliegend verstanden, dass der genannte Teil des Schiebe-Elements in dem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper angeordnet ist, der sich bei einer Betätigung des Abzugsbügels verkleinert. Dabei handelt es sich häufig um den Zwischenraum zwischen dem Abzugsbügel und dem hinter dem Abzugsbügel liegenden Teil des Pistolenkörpers, wobei als „hinten” die der Spritzrichtung der Spritzpistole entgegengesetzte Seite bzw. Richtung zu verstehen ist. Die Abzugssperre bzw. das Schiebe-Element müssen nicht vollständig in dem genannten Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper angeordnet sein. Vielmehr können Abzugssperre und Schiebe-Element auch aus oder über diesen Zwischenraum hervor-, heraus- oder überstehen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Dadurch dass bei der erfindungsgemäßen Spritzpistole bzw. der erfindungsgemäßen Abzugssperre das Aktivieren der Abzugssperre mittels eines Schiebe-Elements erfolgt, kann der Betätigungsweg, d. h. der Weg den die Abzugssperre oder zumindest ein Teil davon zurücklegen muss um die Abzugssperre zu aktivieren, bzw. den Platz, den die Abzugssperre oder zumindest ein Teil davon hierfür benötigt, geringer gehalten werden als dies bei einer klappbaren Abzugssperre der Fall ist. Ferner kann die Abzugssperre sowohl im betätigten als auch im unbetätigten Zustand nah am Pistolenkörper anliegen, sodass die Gefahr eines unbeabsichtigten Lösens vermindert wird. Des Weiteren kann die Abzugssperre unauffällig an der Spritzpistole angebracht sein oder angebracht werden und sie kann sich besser in das Design der Spritzpistole einfügen. Auch das Risiko einer Beschädigung der Abzugssperre kann gesenkt werden. Die Anordnung des Schiebe-Element zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper hat den Vorteil, dass dieser Teil des Schiebe-Elements nicht im üblichen Bewegungsbereich des Benutzers während der Handhabung der Spritzpistole liegt, wodurch das Risiko eines unbeabsichtigten Lösens oder Beschädigens der Abzugssperre reduziert wird. Die Herstellung der Spritzpistole bzw. der Abzugssperre ist relativ einfach.

Entsprechende Vorteile bringt das Verfahren zum Anbringen der Abzugssperre mit sich.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Aktivieren der Abzugssperre einer Spritzpistole und das erfindungsgemäße Verfahren zum Deaktivieren der Abzugssperre einer Spritzpistole haben gegenüber dem Stand der Technik den Vorzug, dass die Schiebe-Bewegung, die zum Aktivieren bzw. Deaktivieren nötig ist, sehr einfach ausführbar ist. Dadurch, dass sich das Schiebe-Element sowohl vor als auch nach dem Aktivieren der Abzugssperre zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper befindet, kann der Benutzer die Abzugssperre mit dem Daumen der gleichen Hand betätigen, mit der er die Spritzpistole hält.

Besonders bevorzugt wird eine Spritzpistole, deren Abzugssperre derart ausgestaltet ist, dass das Schiebe-Element in der Betätigungsstellung zumindest teilweise in einem ersten Bereich des Zwischenraums zwischen dem Abzugsbügel und dem Pistolenkörper angeordnet ist, und dass das Schiebe-Element in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem zweiten Bereich des Zwischenraums zwischen dem Abzugsbügel und dem Pistolenkörper angeordnet ist, und dass zumindest ein Maß des Schiebe-Elements in etwa dem Abstand zwischen unbetätigtem Abzugsbügel und Pistolenkörper in dem zweiten Bereich des Zwischenraums zwischen dem Abzugsbügel der Spritzpistole und dem Pistolenkörper der Spritzpistole entspricht. Der zur Aktivierung der Blockierstellung in den genannten zweiten Bereich des Zwischenraums verschiebbare Teil der Abzugssperre bzw. des Schiebe-Elements muss derart dimensioniert sein, dass der Abzugsbügel nicht bis zu dem Punkt bewegt werden kann, an dem die Farbnadel nach hinten gezogen bzw. gedrückt wird, um das Spritzmedium freizugeben. Vorzugsweise ist der genannte Teil der Abzugssperre bzw. des Schiebe-Elements in allen oben beschriebenen Fällen derart dimensioniert, dass sich der Abzugsbügel überhaupt nicht oder kaum bewegen lässt. D. h. der genannte Teil der Abzugssperre bzw. des Schiebe-Elements füllt bei unbetätigtem Abzugsbügel den zweiten Bereich des Zwischenraums zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper vollständig oder nahezu vollständig aus.

Bevorzugt weist das Schiebe-Element der Abzugssperre zumindest eine Gleitschiene und ein Gleitelement auf. Die Gleitschiene ist dabei vorzugsweise fest an einem Teil der Spritzpistole angeordnet, das Gleitelement läuft auf und entlang dieser Gleitschiene. Bspw. kann die Gleitschiene seitliche Nuten aufweisen, in die Stege am Gleitelement eingreifen. Alternativ oder zusätzlich kann das Gleitelement seitliche Nuten aufweisen in die Stege an der Gleitschiene eingreifen. Auch eine Gleitschiene mit Seitenteilen in Form von „T”s oder liegenden „U”s sind denkbar, in die das Gleitelement eingreift. Eine weitere Möglichkeit für eine Ausgestaltung des Schiebe-Elements ist, die Gleitschiene und das Gleitelement mittels Schwalbenschwanzverbindung bzw. -führung zu verbinden. Es sind jedoch auch andere Ausgestaltungen denkbar, durch die das Gleitelement auf der Gleitschiene verschiebbar angeordnet ist. Die Verschiebung kann dabei entlang einer Geraden erfolgen, Gleitelement und Gleitschiene können jedoch auch derart ausgestaltet sein, dass das Gleitelement entlang einer Kurve verschiebbar ist. Hierbei kann die Gleitschiene gekrümmt ausgestaltet sein. Das Gleitelement ist dann vorteilhafterweise ebenfalls gekrümmt ausgestaltet, oder gerade, dann aber derart kurz, dass es der gekrümmten Bahn dennoch folgen kann und sich nicht verklemmt. Das Schiebe-Element kann bspw. auch als Röhre mit einem innenliegenden Gleit-Element ausgestaltet sein. Auch derartige Ausgestaltungen werden im Folgenden als Gleitschiene und Gleit-Element angesehen.

Alternativ kann das Schiebe-Element jedoch auch einteilig ausgestaltet sein. Insbesondere kann es lediglich aus einem Gleit-Element bestehen, wobei das Gleitelement den Abzugsbügel der Spritzpistole oder eines Teils davon als Gleitschiene nutzt und auf oder in diesem gleitet, d. h. verschiebbar auf, an oder in dem Abzugsbügel angeordnet bzw. anordenbar ist. In diesem Fall kann der Abzugsbügel bereichsweise wie die oben beschriebene Gleitschiene ausgestaltet sein. Der Einfachheit halber wird nachfolgend die Komponente auf dem das Gleit-Element gleitet, als Gleitschiene bezeichnet, es ist jedoch hervorzuheben, dass hierunter auch der Abzugsbügel verstanden werden kann.

Das Schiebe-Element kann einen Fixiermechanismus aufweisen, mittels dessen die Stellung des Gleitelements auf, in oder an der Gleitschiene fixierbar ist. Der Fixiermechanismus kann bspw. als Rastmechanismus ausgestaltet sein. Das Gleitelement kann Rastnasen aufweisen, welche in Nuten in der Gleitschiene einrasten, wenn das Gleitelement eine bestimmte Position erreicht hat. Alternativ oder zusätzlich kann das Gleitelement Nuten und die Gleitschiene Rastnasen aufweisen. Vorzugsweise wird das Schiebe-Element mittels des Fixiermechanismus in der Blockierstellung gehalten, d. h. in der Stellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels nicht möglich ist. Alternativ oder zusätzlich kann das Schiebe-Element mittels des Fixiermechanismus jedoch auch in der Betätigungsstellung gehalten werden, d. h. in der Stellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels möglich ist. Der Fixiermechanismus kann derart ausgestaltet sein, dass er durch relativ leichte Krafteinwirkung auf das Gleitelement in Gleitrichtung wieder gelöst werden kann. In diesem Fall fixiert der Fixiermechanismus die Stellung des Gleitelements auf der Gleitschiene gegen die Schwerkraft und andere leichte Krafteinwirkungen, kann jedoch durch Betätigen des Gleitelements gelöst werden, so dass das Gleitelement mit geringem Kraftaufwand verschoben werden kann, auch wenn sich das Schiebe-Element in der Raststellung befindet. In diesem Fall darf die Kraft, die bei Betätigung des Abzugsbügels der Spritzpistole auf das Schiebe-Element einwirkt, nicht in Richtung der Bewegungsrichtung des Schiebe-Elements bzw. des Gleitelements wirken, da ansonsten die Abzugssperre durch Betätigen des Abzugsbügels gelöst werden würde. Vielmehr muss in diesem Fall die Abzugssperre so ausgestaltet oder angeordnet sein, dass die Kraft die bei Betätigung des Abzugsbügels der Spritzpistole auf das Schiebe-Element einwirkt idealerweise senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schiebe-Elements bzw. des Gleitelements wirkt. Die Kraft, die bei Betätigung des Abzugsbügels der Spritzpistole auf das Schiebe-Element einwirkt, kann jedoch auch in die Richtung wirken, in die das Schiebe-Element bzw. das Gleitelement geschoben werden muss, um die Blockierstellung der Abzugssperre zu aktivieren. Dadurch wird die Abzugssperre bei Betätigung des Abzugsbügels in der Blockierstellung gehalten.

Der Fixiermechanismus kann jedoch auch derart ausgestaltet sein, dass er nicht ohne weiteres durch relativ leichte Krafteinwirkung auf das Gleitelement wieder gelöst werden kann. Er kann derart ausgestaltet sein, dass eine zusätzliche Bewegung oder die Betätigung eines zusätzlichen Elements nötig ist, um den Fixiermechanismus zu lösen. Bspw. kann der Fixiermechanismus derart ausgestaltet sein, dass das Gleitelement leicht angehoben werden muss, es leicht auf die Gleitschiene gedrückt werden muss oder es leicht zusammengedrückt werden muss, um den Fixiermechanismus zu lösen. Es kann zum Lösen jedoch auch die Betätigung eines Drehknopfes, eines Hebels oder sonstiges notwendig sein. Je nachdem, wie gut das Gleitelement auf der Gleitschiene fixiert ist und wie robust das Schiebe-Element ausgestaltet ist, kann das Schiebe-Element sogar derart ausgestaltet sein, dass der Fixiermechanismus der Kraft, die bei Betätigung des Abzugsbügels der Spritzpistole auf das Schiebe-Element einwirkt, standhält. In diesem Fall kann die Kraft die bei Betätigung des Abzugsbügels der Spritzpistole auf das Schiebe-Element einwirkt, auch in Richtung der Bewegungsrichtung des Schiebe-Elements bzw. des Gleitelements wirken. Es ist jedoch trotzdem sicherer, wenn die Kraft, die bei Betätigung des Abzugsbügels der Spritzpistole auf das Schiebe-Element einwirkt, idealerweise senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schiebe-Elements bzw. des Gleitelements oder in die Richtung wirkt, in die das Schiebe-Element bzw. das Gleitelement geschoben werden muss, um die Blockierstellung der Abzugssperre zu aktivieren.

Bevorzugt weist die Gleitschiene Nuten und das Gleitelement Stege auf, wobei die Stege des Gleitelements in die Nuten der Gleitschiene eingreifen. Die Nuten sind vorzugsweise nicht durchgehend, sondern enden vor dem Ende der Gleitschiene. Dadurch kann ein Anschlag geschaffen und das Gleitelement in der Gleitschiene gehalten werden. Die Nuten können auch erst nach dem Anfang der Gleitschiene beginnen, sodass auch ein Anschlag auf der gegenüberliegenden Seite geschaffen werden kann, so dass das Gleitelement nicht versehentlich von der Gleitschiene geschoben werden kann. Die Arme bzw. Stege des Gleitelements können leicht flexibel ausgestaltet sein, damit sie in die Nut einschnappen können. An zumindest einer Seite können die Arme, bzw. eine Kante der Arme, eine Phase oder Abrundung aufweisen, um das Aufschieben des Gleitelements auf die Gleitschiene zu erleichtern. Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Kante der Gleitschiene abgeschrägt oder abgerundet sein.

Nuten und Stege bzw. Arme können alternativ oder zusätzlich jedoch auch umgekehrt angeordnet sein, d. h. dass das Gleitelement Nuten aufweist, in die Stege an der Gleitschiene eingreifen. Das oben Beschriebene kann hier entsprechend gelten.

Bevorzugt weist das Schiebe-Element zumindest bereichsweise eine Verjüngung auf. Besonders bevorzugt weist die Gleitschiene des Schiebe-Elements zumindest bereichsweise die Verjüngung auf. Insbesondere kann die Gleitschiene in zumindest eine Richtung schmaler werden bzw. in zumindest eine andere Richtung breiter, während das Gleitelement über seine gesamte Länge die gleiche Breite besitzt. Insbesondere der Abstand zwischen den Armen bzw. Stegen des Gleitelements, die in die seitlichen Nuten der Gleitschiene eingreifen, kann über die gesamte Länge des Gleitelements konstant sein. Dadurch kann die Betätigung des Schiebe-Elements ab einem bestimmten Punkt, auch sukzessive oder fließend, schwergängiger gemacht werden. Auch dadurch kann eine gewisse Fixierung des Gleitelements auf der Gleitschiene erzielt werden, alternativ oder zusätzlich zum Fixiermechanismus. Alternativ oder zusätzlich kann die Gleitschiene über ihre gesamte Länge die gleiche Breite besitzen, der Abstand der Arme bzw. Stege des Gleitelements wird jedoch kleiner bzw. die Arme bzw. Stege werden auf ihrer Innenseite dicker.

Alternativ zur oben beschriebenen Ausgestaltung können das Gleitelement und die Gleitschiene mittels einer Schwalbenschwanzführung miteinander verbunden sein.

Das Schiebe-Element kann am Pistolenkörper der Spritzpistole angeordnet sein, bevorzugt ist das Schiebe-Element jedoch am Abzugsbügel der Spritzpistole angeordnet, besonders bevorzugt an der Innenseite des Abzugsbügels, d. h. an dessen Rückseite, d. h. der dem Pistolenkopf abgewandten Seite. Abzugsbügel von Spritzpistolen weisen in der Regel einen U-förmigen Querschnitt mit einer Frontfläche und zwei Seitenfläche auf. Das Schiebe-Element ist besonders bevorzugt an der Innenseite, d. h. an der dem Pistolenkopf abgewandten Seite der Frontfläche des Abzugsbügels angeordnet. Zumindest ein Teil des Schiebe-Elements kann unlösbar am Abzugsbügel der Spritzpistole angeordnet ist. Zumindest ein Teil des Schiebe-Elements kann jedoch auch lösbar am Abzugsbügel der Spritzpistole angeordnet ist. Es kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Teil des Schiebe-Elements nur mittels eines Werkzeugs lösbar am Abzugsbügel der Spritzpistole angeordnet ist. Durch eine solche oder eine andere unlösbare bzw. nur mittels eines Werkzeugs lösbare Anbringung der Abzugssperre oder eines Teils davon kann sicherstellt werden, dass sich die Abzugssperre nicht versehentlich und unbemerkt von der Spritzpistole löst.

Die erfindungsgemäße Spritzpistole kann auch zwei oder mehr Abzugssperren aufweisen, wobei eine Abzugssperre am Pistolenkörper und eine Abzugssperre am Abzugsbügel angeordnet sein kann. Die zweite Abzugssperre kann bspw. als Ersatz für den Fall eines Defekts der ersten Abzugssperre dienen.

Handelt es sich bei der Spritzpistole um eine luftzerstäubende Pistole oder eine luftunterstützte Airless-Pistole, weist die Spritzpistole vorzugsweise eine Luftkolbenstange auf, die durch Betätigen des Abzugsbügels bewegbar ist und ein Luftventil öffnet bzw. schließt. Bei einigen Spritzpistolen ragt die Luftkolbenstange hinter dem Abzugsbügel aus dem Pistolenkörper heraus und wird bei Betätigung des Abzugsbügels in den Pistolenkörper hineinbewegt, wodurch ein am hinteren Ende der Luftkolbenstange befindlicher Luftkolbenkopf aus seinem Sitz herausbewegt wird und eine Öffnung freigibt, durch die Druckluft strömen kann. Über ein Luftmikrometer kann zusätzlich der Strömungsquerschnitt für die Druckluft und somit die Luftmenge eingestellt werden. Das Schiebe-Element der Abzugssperre kann derart ausgestaltet sein, dass das Schiebe-Element zumindest teilweise in einen Zwischenraum zwischen dem Abzugsbügel und dem die Luftkolbenstange umgebenden Bereich des Pistolenkörpers der Spritzpistole verschiebbar ist. Da der Abstand zwischen unbetätigtem Abzugsbügel und Pistolenkörper in diesem Bereich relativ klein ist, kann das Schiebe-Element der Abzugssperre relativ klein dimensioniert werden um die Sperrwirkung zu erzielen. Als die Luftkolbenstange umgebenden Bereich des Pistolenkörpers der Spritzpistole wird dabei ein Bereich im Umkreis von 10 mm um die Luftkolbenstange gesehen.

Bei einigen Spritzpistolen ragt nicht oder nicht nur die Luftkolbenstange aus dem Pistolenkörper heraus, sondern zumindest ein Teil der Farbnadel oder ein mit der Farbnadel gekoppeltes Element, bspw. eine Stange. Auch die Farbnadel ist durch Betätigen des Abzugsbügels bewegbar. Bei Betätigung des Abzugsbügels wird die Farbnadel nach hinten aus der Farbdüse heraus bewegt und gibt den Auslass der Farbdüse für das zu verspritzende Material frei. Das Schiebe-Element ist bevorzugt derart ausgestaltet, dass das Schiebe-Element zumindest teilweise in einen Zwischenraum zwischen dem Abzugsbügel und dem die Farbnadel umgebenden Bereich des Pistolenkörpers der Spritzpistole bzw. in einen Zwischenraum zwischen dem Abzugsbügel und dem an die Farbnadel gekoppelten Element umgebenden Bereich des Pistolenkörpers der Spritzpistole verschiebbar ist. Auch hier gilt, dass der Abstand zwischen unbetätigtem Abzugsbügel und Pistolenkörper in diesem Bereich relativ klein ist, sodass das Schiebe-Element der Abzugssperre relativ klein dimensioniert werden kann, um die Sperrwirkung zu erzielen. Auch hier gilt, dass als der die Farbnadel umgebenden Bereich des Pistolenkörpers der Spritzpistole ein Bereich im Umkreis von 10 mm um die Farbnadel gesehen wird. Entsprechendes gilt für den an die Farbnadel gekoppelten Element umgebenden Bereich des Pistolenkörpers der Spritzpistole.

Die Spritzpistole kann eine leicht aus dem Pistolenkörper herausragenden Komponente, bspw. einen Luftventil-Schaft oder ein Dichtelement, welches eine aus dem Pistolenkörper herausragende Luftkolbenstange oder Farbnadel gegenüber dem Pistolenkörper abdichtet, aufweisen. Bei vollständig durchgezogenem Abzugsbügel kann ein Bereich des Abzugsbügels, insbesondere ein Bereich der Innenseite der Frontfläche des Abzugsbügels, an einer dieser Komponenten anliegen. Bei einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Spritzpistole bzw. einer erfindungsgemäßen Abzugssperre ist die Abzugssperre derart angeordnet und ausgestaltet, dass die Abzugssperre bzw. das Schiebe-Element zumindest teilweise in den Zwischenraum zwischen dem Abzugsbügel und der leicht aus dem Pistolenkörper ragenden Komponente an der die Innenseite der Frontfläche des Abzugsbügels bei vollständig durchgezogenem Abzugsbügel anliegt, verschiebbar ist. Dadurch lässt sich der Abzugsbügel nicht mehr bis zum Pistolenkörper bzw. der aus dem Pistolenkörper ragenden Komponente bewegen. Als die leicht aus dem Pistolenkörper ragenden Komponente umgebenden Bereich des Pistolenkörpers der Spritzpistole wird auch hier ein Bereich im Umkreis von 10 mm um die aus dem Pistolenkörper ragenden Komponente gesehen.

Reine Airless-Pistolen arbeiten ohne Druckluft und weisen daher keine Luftkolbenstange auf. Da sich jedoch auch bei Airless-Pistolen der Abzugsbügel entlang eines Kreisbahnabschnitts um einen Befestigungspunkt bewegt und somit verschiedene Punkte des Abzugsbügels bei der Betätigung des Abzugsbügels unterschiedliche weite Strecken zurücklegen, ist der Abstand zwischen nicht betätigtem Abzugsbügel und Pistolenkörper auch hier in zumindest einem Bereich des Zwischenraums zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper kleiner als in zumindest einem anderen Bereich des Zwischenraums. In diesen Bereich des Zwischenraums mit kleinerem Abstand soll das Schiebe-Element zumindest teilweise verschiebbar sein, damit das Schiebe-Element der Abzugssperre relativ klein dimensioniert werden kann um die Sperrwirkung zu erzielen. Allgemein ist das Schiebe-Element bevorzugt derart ausgestaltet, dass das Schiebe-Element zumindest teilweise aus einem ersten Bereich des Zwischenraums zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper mit größerem Abstand zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper in einen zweiten Bereich des Zwischenraums mit geringerem Abstand zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörpers verschiebbar ist. Ebenso ist das Schiebe-Element allgemein bevorzugt zumindest teilweise aus einem Bereich des Zwischenraums zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper mit größerem Abstand zum Drehpunkt des Abzugsbügels in einen Bereich des Zwischenraums zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper mit kleinerem Abstand zum Drehpunkt des Abzugsbügels verschiebbar. Da in einem solchen drehpunktnahen oder gelenknahen Bereich häufig ein geringerer Abstand zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper vorliegt als in einem Bereich der weiter vom Drehpunkt des Abzugsbügels entfernt ist, kann auch so das Schiebe-Element der Abzugssperre relativ klein dimensioniert werden, um die Sperrwirkung zu erzielen. Als Drehpunkt des Abzugsbügels ist dabei der Punkt bzw. die Achse gemeint, um die sich der am Pistolenkörper angebrachte Abzugsbügel bei seiner Betätigung bewegt.

Spritzpistolen weisen in der Regel einen Griff auf, an dem die Spritzpistole während des Betriebs gehalten wird. Der Pistolengriff ist in der Regel in einem Winkel von ca. 100° bis 110° zum oberen Pistolenkörper angeordnet, wodurch ein ergonomisches Arbeiten möglich ist. Der Griff besteht häufig aus einem breiten unteren und einem schmalen oberen Griffbereich, wobei die beiden Bereiche über ein Plateau voneinander getrennt sind. Das Plateau steht über den breiten unteren Griffbereich hinaus. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Spritzpistole ist das Schiebe-Element derart ausgestaltet, dass das Schiebe-Element zur Aktivierung der Blockierstellung der Abzugssperre (2) zumindest teilweise in einen Bereich unterhalb des Abzugsbügels und vor dem Griff verschiebbar ist. Insbesondere ist das Schiebe-Element zumindest teilweise vor das Plateau des Griffs verschiebbar. Auch dadurch kann der Abzugsbügel in Abzugsrichtung blockiert werden.

Die Spritzpistole kann ferner einen Absatz oder ein Anbauteil am Pistolenkörper aufweisen, wobei das Schiebe-Element derart ausgestaltet sein kann, dass das Schiebe-Element zumindest teilweise in einen Bereich vor dem Absatz bzw. vor dem Anbauteil verschiebbar ist. Bspw. kann sich das Schiebe-Element in der Betätigungsstellung der Abzugssperre zumindest teilweise schräg vor und unterhalb eines Rund-Breitstrahlregulierungsknopfes an der Seite des Pistolenkörpers befinden. Um die Abzugssperre in die Blockierstellung zu bringen, wird das Schiebe-Element zumindest teilweise nach oben direkt vor den Rund-Breitstrahlregulierungsknopf bewegt. Da das Schiebe-Element in Betätigungsrichtung des Abzugsbügels und in die Gegenrichtung unbeweglich mit dem Abzugsbügel verbunden ist, behindert der sich vor dem Rund-Breitstrahlregulierungsknopf befindliche Teil des Schiebe-Elements die Betätigung des Abzugsbügels. Selbstverständlich kann sich der sich an den Rund-Breitstrahlregulierungsknopf anlegende Teil des Schiebe-Elements auch in der Betätigungsstellung oberhalb des Rund-Breitstrahlregulierungsknopfes befinden und als eine Art Haken ausgebildet sein, wobei das Schiebe-Element, um die Abzugssperre in die Blockierstellung zu bringen, nach unten geschoben wird, sodass der Haken den Rund-Breitstrahlregulierungsknopf umfasst. Bei dem Anbauteil kann es sich auch um eine Materialmengenregulierschraube, ein Luftmikrometer, einen Druckluftanschluss, eine Materialzuführeinrichtung oder ein anderes Anbauteil handeln. Das Anbauteil muss keine von der Abzugssperre unabhängige Funktion besitzen. Vielmehr kann es sich dabei auch um ein Element handeln, dass die Abzugssperre ergänzt, bspw. kann es sich um ein Füllstück handeln, dass den durch die Abzugssperre, bzw. den durch zumindest einen Teil des Schiebe-Elements, zur Aktivierung der Blockierstellung auszufüllenden Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper reduziert.

Bevorzugt wird eine Spritzpistole bei der der Abzugsbügel an seiner Innenseite eine Dämpfeinrichtung aufweist, wobei die Dämpfeinrichtung vor einer Komponente angeordnet ist, die durch den Abzugsbügel bewegt wird. Dabei kann es sich um ein an der Innenseite der Frontfläche des Abzugsbügels angeordnetes Kunststoffplättchen handeln, welches mittels eines, vorzugsweise zumindest zwei, Pins am Abzugsbügel befestigt ist. Bei der Komponente, die durch den Abzugsbügel bewegt wird, kann es sich bspw. um eine Luftkolbenstange, eine Farbnadel oder um ein an die Farbnadel gekoppeltes Element handeln. Bei Betätigung des Abzugsbügels drückt dieses Plättchen bspw. gegen die Luftkolbenstange, wodurch eine lautlosere und schonendere Betätigung der Luftkolbenstange möglich ist, als dies der Fall wäre, wenn der metallische Abzugsbügel gegen die ebenfalls metallische Luftkolbenstange drücken würde.

Ein solches Kunststoffplättchen kann auch eingesetzt werden, wenn der Abzugsbügel keine Luftkolbenstange, sondern nur eine Farbnadel oder ein an der Farbnadel gekoppeltes Element bewegt. Dies ist insbesondere bei Airless-Pistolen der Fall.

Selbstverständlich kann das Plättchen auch aus einem anderen Material als Kunststoff bestehen, bspw. aus Gummi.

Besonders bevorzugt weist der Abzugsbügel der Spritzpistole eine Aufnahme-Einrichtung zur Aufnahme der Dämpfeinrichtung auf, wobei die Aufnahme-Einrichtung derart ausgestaltet ist, dass sie zur Aufnahme zumindest eines Teils der Abzugssperre geeignet ist. Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem Teil der Abzugssperre um die Gleitschiene bzw. ein Befestigungsmittel an der Gleitschiene. Die Dämpfeinrichtung weist ein Befestigungsmittel auf, mittels dessen sie am Abzugsbügel angeordnet ist oder angeordnet werden kann, indem sie mit der Aufnahme-Einrichtung des Abzugsbügels verbunden ist bzw. verbunden werden kann. Zumindest ein Teil der Abzugssperre, insbesondere die Gleitschiene, weist ebenfalls ein Befestigungsmittel auf, wobei dieses Befestigungsmittels zumindest teilweise dem Befestigungsmittel der Dämpfeinrichtung entspricht, d. h. zumindest Teile der beiden Befestigungsmittel sind gleich oder ähnlich ausgestaltet. Dadurch ist die Aufnahme-Einrichtung des Abzugsbügels entweder zur Aufnahme der Dämpfeinrichtung oder auch zur Aufnahme des zumindest einen Teils der Abzugssperre geeignet. Somit muss der Abzugsbügel zur Ausstattung mit einer Abzugssperre nicht geändert werden, da die Aufnahme-Einrichtung zur Aufnahme des Befestigungsmittels der Abzugssperre bereits vorhanden ist. Die Abzugssperre kann anstelle der Dämpfeinrichtung am Abzugsbügel angeordnet werden. Dadurch kann eine Spritzpistole auch nachträglich mit der Abzugssperre ausgerüstet werden, indem die Dämpfeinrichtung durch die Abzugssperre ersetzt wird. Wie oben beschrieben, können die Dämpfeinrichtung sowie der Teil der Abzugssperre als Befestigungsmittel einen oder vorzugsweise zumindest zwei Pins aufweisen, der bzw. die in eine bzw. zumindest zwei Löcher, insbesondere Bohrungen, im Abzugsbügel eingesteckt werden können. Die Pins können hakenförmig ausgestaltet sein, sodass sich die Dämpfeinrichtung bzw. der Teil der Abzugssperre am Abzugsbügel anklipsen lässt. Die Pins können jedoch auch derart ausgestaltet sein, dass sie nach dem Einstecken der Pins in die Löcher im Abzugsbügel auf der anderen Seite der Löcher herausstehen und mittels Umformen der überstehenden Bereiche, bspw. durch Schmelzen oder Klopfen, der Durchmesser der Pins in den überstehenden Bereichen derart vergrößert wird, dass sie nicht mehr durch die Löcher im Abzugsbügel passen und die Dämpfeinrichtung bzw. der Teil des Schiebe-Elements nicht mehr oder nur noch mittels eines Werkzeugs vom Abzugsbügel entfernt werden kann. Auch eine nicht-reversible bzw. nicht zerstörungsfrei reversible Anbringung der Dämpfeinrichtung und/oder des Teil des Schiebe-Elements ist denkbar, bspw. ein Verschweißen oder Verkleben. Pins und Löcher können sowohl übereinander als auch nebeneinander oder schräg zueinander angeordnet sein. Selbstverständlich kann auch der Abzugsbügel die Pins und der Teil der Abzugssperre bzw. die Dämpfeinrichtung die Löcher aufweisen. Ebenso selbstverständlich können auch andere Befestigungsmittel zum Einsatz kommen.

Bevorzugt weist das Schiebe-Element einen Betätigungsbereich auf, d. h. einen Bereich, der dazu ausgestaltet ist, vom Anwender gefasst zu werden, um das Schiebe-Element zu betätigen, d. h. um die Abzugssperre von einer Betätigungsstellung in eine Blockierstellung bzw. von einer Blockierstellung in eine Betätigungsstellung zu bringen. Der Betätigungsbereich kann bspw. als Erhöhung, insbesondere als Nase, Steg oder Flügel ausgestaltet sein. Der Betätigungsbereich kann jedoch auch als Vertiefung ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich zu jeder Ausgestaltung kann der Betätigungsbereich eine Riffelung aufweisen. Der Betätigungsbereich soll dem Anwender die Betätigung des Schiebe-Elements bzw. eines Teils davon erleichtern, indem er das Schiebe-Element bzw. des Teils davon leichter zugänglich macht und/oder dessen Griffigkeit verbessert.

Besonders bevorzugt besteht die Abzugssperre zumindest teilweise aus Kunststoff, einer Kunststoff-Mischung oder einer Kunststoff-Legierung. Dadurch lässt es sich einfacher und kostengünstiger herstellen als ein Schiebe-Element aus Metall. Ferner besitzt eine Abzugssperre aus Kunststoff ein geringeres Gewicht als eine Abzugssperre aus Metall. Zumindest bereichsweise kann die Abzugssperre jedoch auch aus einem anderen Material bestehen, insbesondere aus Metall.

Die Abzugssperre kann zumindest teilweise mittels eines generativen bzw. additiven Fertigungsverfahrens hergestellt sein. Hier ist im Stand der Technik eine Vielzahl an unterschiedlichen Verfahren bekannt, insbesondere 3D-Druck.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die erfindungsgemäße Spritzpistole eine lösbar am Pistolenkörper angeordnete Aufhänge-Einrichtung auf. Dabei kann es sich z. B. um einen Haken oder um eine Öse handeln, die bspw. am Pistolenkörper an- und abschraubbar und untereinander austauschbar sein können. Dadurch kann die erfindungsgemäße Spritzpistole für die Anbringung an unterschiedlichen Aufhängevorrichtungen, wie z. B. Stangen, Ösen etc., angepasst werden. Haken und Öse können derart angeordnet sein, dass die Spritzpistole senkrecht zur Aufhängevorrichtung gelagert wird, sie können jedoch auch derart angeordnet sein, dass die Spritzpistole in einer Linie oder schräg zur Aufhängevorrichtung gelagert wird. Selbstverständlich kann die Spritzpistole sowohl Haken als auch Öse oder auch eine andere Aufhänge-Einrichtung aufweisen.

Die erfindungsgemäße Spritzpistole weist bevorzugt eine Materialzuführeinrichtung auf. Airless- und luftunterstützte Airless-Pistolen, die, wie oben bereits beschrieben, am häufigsten eine Abzugssperre aufweisen bzw. aufweisen müssen, weisen häufig ein sogenanntes Farbrohr auf, welches an der Unterseite der Pistole angebracht ist. An dem der Pistole abgewandten Ende des Farbrohrs ist ein Materialschlauch angeordnet bzw. anordenbar, welcher zu einem Farbbehälter, insbesondere einem Druckbehälter, einem Tank oder einem Kessel, führt. Über eine Pumpe wird das zu verspritzende Material der Spritzpistole zugeführt. Die Materialzuführeinrichtung kann jedoch auch als Fließbecher, Hängebecher oder Seitenbecher oder als Materialschlauch ohne Farbrohr ausgestaltet sein. Farbrohr, Becher und Schlauch können einen Filter aufweisen, der Feststoffe und Farbklumpen aus der Farbe herausfiltert.

Außer den oben genannten Komponenten kann die erfindungsgemäße Spritzpistole andere aus dem Stand der Technik bekannte Komponenten, insbesondere die oben beschriebenen, aufweisen, bspw. zumindest eine Farbnadel, einen Luftverteiler-Ring, eine Vordüse, eine Materialdüse, einen Abzugsbügelschutz, eine Luftkappe oder eine Wendedüse. Die oben im Rahmen der Beschreibung des Stands der Technik dargestellten Sachverhalte können auch bei der vorliegenden erfindungsgemäßen Spritzpistole vorliegen, insbesondere die Anordnung von Vordüse, Luftverteiler-Ring, Farbnadel, Luftkappe, Materialdüse, Luftdüsenring, Abzugsbügel etc.

Bei der vorliegenden erfindungsgemäßen Spritzpistole kann es sich insbesondere um eine Hochdruck-Spritzpistole, eine Airless-Pistole oder um eine luftunterstütze Airless-Pistole handeln. Es kann sich jedoch auch um eine luftzerstäubende Spritzpistole, insbesondere um eine konventionelle Spritzpistole, eine HVLP(High Volume Low Pressure)-Spritzpistole oder eine LVLP(Low Volume Low Pressure)-Spritzpistole, handeln.

Die erfindungsgemäße Abzugssperre für eine Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie zumindest ein Schiebe-Element und ein Befestigungsmittel zur Anordnung der Abzugssperre zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper aufweist, ist vorzugsweise lösbar an einer Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole anbringbar. Besonders bevorzugt ist sie, bzw. ein Teil davon, nur mittels eine Werkzeugs, bspw. eines Schraubendrehers oder eines Spezialwerkzeugs, von der Spritzpistole, insbesondere vom Abzugsbügel der Spritzpistole lösbar, bzw. das Lösen wird durch die Verwendung des Werkzeugs deutlich erleichtert.

Besonders bevorzugt ist die Abzugssperre derart an einer Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole angebracht oder anbringbar, dass sich das Schiebe-Element in der Betätigungsstellung zumindest teilweise in einem ersten Bereich des Zwischenraums zwischen dem Abzugsbügel der Spritzpistole und dem Pistolenkörper der Spritzpistole befindet, und sich das Schiebe-Element in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem zweiten Bereich des Zwischenraums zwischen dem Abzugsbügel der Spritzpistole und dem Pistolenkörper der Spritzpistole befindet, und dass zumindest ein Mail des Schiebe-Elements in etwa dem Abstand zwischen unbetätigtem Abzugsbügel und Pistolenkörper in dem zweiten Bereich des Zwischenraums zwischen dem Abzugsbügel und dem Pistolenkörper entspricht.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist zumindest ein Teil des Schiebe-Elements verschiebbar auf, an oder in dem Abzugsbügel anordenbar. Das Schiebe-Element kann einteilig ausgestaltet sein, insbesondere kann es lediglich aus einem Gleit-Element bestehen, wobei das Gleitelement den Abzugsbügel der Spritzpistole als Gleitschiene nutzt und auf, an oder in diesem gleitet, d. h. verschiebbar auf oder in dem Abzugsbügel angeordnet bzw. anordenbar ist. In diesem Fall kann der Abzugsbügel bereichsweise wie die oben beschriebene Gleitschiene ausgestaltet sein.

Die oben im Rahmen der Beschreibung der erfindungsgemäßen Spritzpistole gemachten Angaben gelten für die erfindungsgemäße Abzugssperre entsprechend.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Anbringen einer Abzugssperre an einer Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole, bei dem zumindest ein Teil der Abzugssperre von einer Betätigungsstellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels möglich ist, in eine Blockierstellung, in der die Betätigung des Abzugsbügels nicht möglich ist, verschiebbar ist und von der Blockierstellung in die Betätigungsstellung verschiebbar ist, und das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Abzugssperre zumindest ein Schiebe-Element aufweist, und dass das Anbringen derart erfolgt, dass das Schiebe-Element sowohl in der Betätigungsstellung als auch in der Blockierstellung zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper angeordnet ist, wird das Schiebe-Element bevorzugt am Abzugsbügel der Spritzpistole, insbesondere an der Innenseite des Abzugsbügels der Spritzpistole angeordnet.

Vorzugsweise wird zumindest ein Teil des Schiebe-Elements unlösbar oder nur mittels eines Werkzeugs lösbar am Abzugsbügel der Spritzpistole angeordnet.

Bevorzugt wird die Abzugssperre in oder an einer Aufnahme-Einrichtung im oder am Abzugsbügel an- oder eingebracht.

Die Aufnahme-Einrichtung ist bevorzugt zur Aufnahme einer Dämpfeinrichtung geeignet.

Vorzugsweise wird die Dämpfeinrichtung von oder aus der Aufnahme-Einrichtung entfernt, bevor die Abzugssperre in oder an der Aufnahme-Einrichtung an- oder eingebracht wird.

Für das erfindungsgemäße Verfahren zum Anbringen einer Abzugssperre an einer Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole, gelten die obigen Ausführungen entsprechend.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren zum Aktivieren einer Abzugssperre einer Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Aktivieren zumindest eine Schiebe-Bewegung umfasst, und dass sich ein Schiebe-Element sowohl vor als auch nach dem Aktivieren der Abzugssperre zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper befindet, wird vorzugsweise das Schiebe-Element zumindest teilweise aus einem ersten Bereich des Zwischenraums mit größerem Abstand zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper in einen zweiten Bereich des Zwischenraums mit geringerem Abstand zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörpers geschoben.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren zum Deaktivieren einer Abzugssperre einer Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Deaktivieren zumindest eine Schiebe-Bewegung umfasst, und dass sich ein Schiebe-Element sowohl vor als auch nach dem Deaktivieren der Abzugssperre zumindest teilweise in einem Zwischenraum zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper befindet, wird vorzugsweise das Schiebe-Element zumindest teilweise aus einem ersten Bereich des Zwischenraums mit geringerem Abstand zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper in einen zweiten Bereich des Zwischenraums mit größerem Abstand zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörpers geschoben.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Aktivieren und dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Deaktivieren einer Abzugssperre einer Spritzpistole, insbesondere Farbspritzpistole, gelten die obigen Ausführungen entsprechend.

Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand von fünf Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt

1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Spritzpistole mit einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abzugssperre in Betätigungsstellung;

2 eine perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Spritzpistole aus 1 mit dem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abzugssperre aus 1 in Blockierstellung;

3 eine Explosionszeichnung eines Abzugsbügels einer erfindungsgemäßen Spritzpistole mit dem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abzugssperre aus 1;

4 eine Schnittdarstellung eines Abzugsbügels einer erfindungsgemäßen Spritzpistole mit dem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abzugssperre aus 1 und

5 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Spritzpistole aus 1 mit dem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abzugssperre aus 1.

Bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Spritzpistole handelt es sich um eine sogenannte luftunterstützte Airless-Pistole. Diese Spritzpistolenart wurde oben bereits detailliert erläutert.

Die Spritzpistole 1 weist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abzugssperre 2 auf, welche vorliegend am Abzugsbügel 3 der Spritzpistole 1 angeordnet ist, insbesondere an dessen Innenseite, d. h. an dessen Rückseite bzw. der dem Pistolenkopf abgewandten Seite. Bei dem vorliegenden Abzugsbügel 3 mit U-förmigen Querschnitt mit einer Frontfläche und zwei Seitenfläche ist die Abzugssperre an der Innenseite, d. h. an der dem Pistolenkopf 6 abgewandten Seite der Frontfläche des Abzugsbügels 3 angeordnet. Die Abzugssperre 2 besteht vorliegend aus einem Schiebe-Element 21 und einem in 1 nicht sichtbaren Befestigungsmittel. Der Pistolenkopf 6 weist u. a. einen Luftdüsenring 61, einen Düsenschutz 63 und eine Luftkappe 65 auf. Innen im Pistolenkopf 6 liegende Teile wie Luftverteilerring, Vordüse und Materialdüse sind in 1 nicht gezeigt, können jedoch vorhanden sein. Am unteren Ende des Pistolenkörpers 4 der Spritzpistole 1, insbesondere am unteren Ende des Griffs 41, ist ein Luftanschluss 43 zum Anschluss eines in 1 nicht dargestellten Druckluftschlauchs angeordnet. Die Zufuhr des zu verspritzenden Materials, insbesondere der zu verspritzenden Farbe, erfolgt im vorliegenden Ausführungsbeispiel insbesondere über ein Farbrohr 8, das an der Unterseite eines oberen Teils des Pistolenkörpers 4 angeordnet ist. Das Farbrohr 8 ist mit einem in 1 nicht sichtbaren Farbkanal im Inneren des Pistolenkörpers 4 verbunden, sodass das zu verspritzende Material vom Farbrohr 8 aus der in 1 nicht sichtbaren Farbdüse herausgedrückt und zerstäubt werden kann. Das Farbrohr 8 weist einen Filterhalter 81 mit einem darin angeordneten, in 1 nicht gezeigten, Filter sowie einen Schlauchanschluss 83 auf. Am Schlauchanschluss 83 kann ein Materialschlauch angeschlossen werden, welcher zu einem Farbbehälter, insbesondere zu einem Kanister, einem Tank, einem Druckbehälter oder einem Kessel führt, aus dem das zu verspritzende Material über eine Pumpe zur Spritzpistole 1 gepumpt wird.

Die in 1 gezeigte Spritzpistole 1 weist ferner eine Rund-Breitstrahlregulierung 9 auf, von der in 1 lediglich die Verstell-Schraube zu sehen ist. Durch Betätigen der Rund-Breitstrahlregulierung kann die Form des Spritzstrahls eingestellt werden. Besitzt die Farbdüse eine Öffnung mit schlitzförmigem Querschnitt, kann der aus der Düse austretende Breitstrahl durch Zuschalten von Hornluft zu einem Rundstrahl verformt werden. Besitzt die Farbdüse eine Öffnung mit kreisrundem Querschnitt, kann der aus der Düse austretende Rundstrahl durch Zuschalten von Hornluft zu einem Breitstrahl verformt werden. In beiden Fällen erfolgt das Steuern der Hornluftmenge und damit das Einstellen der Strahlform vorzugsweise stufenlos.

Die Spritzpistole 1 weist ferner eine Abschlussschraube 11 auf, welche auf Höhe und hinter einer in 1 nicht sichtbaren, bereichsweise innerhalb des Pistolenkörpers 4 verlaufenden Farbnadel angeordnet ist, und welche die Farbnadel im Pistolenkörper 4 hält. In der hülsenförmigen Abschlussschraube 11 ist eine Druckfeder angeordnet, deren hinteres Ende an der inneren Stirnfläche der Abschlussschraube 11 und deren vorderes Ende an einem fest mit der Farbnadel verbundenen Stopper anliegt. Der hintere Teil der Farbnadel verläuft dabei innerhalb der Druckfeder. Bei nicht betätigtem Abzugsbügel wird die Farbnadel durch die Druckfeder gegen das Innere der Farbdüsenöffnung gedrückt und dort gehalten, wodurch der Materialdurchgang blockiert wird.

Ferner weist die Spritzpistole 1 ein Luftmikrometer auf, von dem in 1 lediglich der Verstellknopf zu sehen ist. Das Luftmikrometer dient der Regulierung der Luftmenge, welche aus dem Luftkanal im Pistolengriff 41 in die Luftkanäle im oberen Teil des Pistolenkörpers 4 strömen kann.

Ein Abstandshalter 5, welcher am unteren Ende des Pistolengriffs 41 vor dem Luftanschluss 43 angeordnet ist und das Farbrohr 8 umgreift, gewährleistet eine sichere Fixierung des Farbrohrs 8.

In 1 und 2 ist das Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abzugssperre 2 in der Betätigungsstellung (1) bzw. in der Blockierstellung (2) gezeigt. In 2 ist der Zwischenraum 18 zwischen Abzugsbügel 3 und Pistolenkörper 4 erkennbar. Bei diesem Zwischenraum 18 handelt es sich um den Zwischenraum zwischen Abzugsbügel 3 und Pistolenkörper 4, der sich bei einer Betätigung des Abzugsbügels verkleinert. In 1 sind der erste Bereich 19 und der zweite Bereich 20 des Zwischenraums 18 zu erkennen. Als erster Bereich 19 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Bereich des Zwischenraums 18 von der oberen Fläche des Plateaus 410 des Griffs 41 bis zur Unterkante der Stufe 17 des Pistolenkörpers 4 definiert. Als zweiter Bereich 20 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Bereich des Zwischenraums oberhalb der Unterkante der Stufe 17 des Pistolenkörpers 4 zu sehen. In der in 1 gezeigten Stellung der Abzugssperre 2 ist die Betätigung des Abzugsbügels 3 möglich, d. h. die Abzugssperre befindet sich in der Betätigungsstellung. Die Abzugssperre 2 bzw. das Schiebe-Element 21 befindet sich in dem ersten Bereich 19 des Zwischenraums 18 zwischen Abzugsbügel 3 und Pistolenkörper 4, welcher sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel unterhalb des zweiten Bereichs 20 des Zwischenraums 18 befindet, wobei der zweite Bereich 20 den Bereich mit dem geringeren Abstand zwischen Abzugsbügel 3 und Pistolenkörper 4 in Betätigungsrichtung des Abzugsbügels 3 darstellt.

In 2 dagegen befindet sich die Abzugssperre 2 in der Blockierstellung, d. h. die Betätigung des Abzugsbügels 3 ist nicht möglich. In der Blockierstellung befindet sich die Abzugssperre 2 zumindest teilweise im zweiten Bereich 20 des Zwischenraums 18 zwischen Abzugsbügel 3 und Pistolenkörper 4, d. h. die Abzugssperre 2 wurde teilweise aus dem ersten Bereich 19 des Zwischenraums 18 mit größerem Abstand zwischen Abzugsbügel 3 und Pistolenkörper 4 in den zweiten Bereich 20 des Zwischenraums 18 mit geringerem Abstand zwischen Abzugsbügel 3 und Pistolenkörper 4 verschoben. Vorzugsweise ist die Dicke des im zweiten Bereich 20 befindlichen Teils der Abzugssperre 2 nur geringfügig kleiner als der Abstand zwischen Abzugsbügel und Pistolenkörper im zweiten Bereich 20 des Zwischenraums 18 zwischen Abzugsbügel 3 und Pistolenkörper 4. Zumindest ist die Dicke des im zweiten Bereich 20 des Zwischenraums 18 befindlichen Teils der Abzugssperre 2 derart dimensioniert, dass der Abzugsbügel nicht bis zu dem Punkt bewegt werden kann, an dem die Farbnadel aus der Farbdüsenöffnung herausbewegt wird.

In der in 1 gezeigten Betätigungsstellung können alle Teile der Abzugssperre 2 außerhalb des zweiten Bereichs 20 des Zwischenraums 18 liegen, es kann sich jedoch auch zumindest ein dünnes Teil der Abzugssperre 2, bspw. ein Befestigungsmittel, innerhalb des zweiten Bereichs 20 befinden. Dieses Teil sollte den gewünschten Betätigungsweg des Abzugsbügels 3 jedoch nicht beschränken.

Die 3 zeigt eine Explosionsansicht des Abzugsbügels 3 und der Abzugssperre 2 aus 1 und 2. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist der Abzugsbügel einen oberen Bereich mit zwei Armen 34a, 34b auf, wobei in die Arme 34a, 34b Bohrungen 36a, 36b zur drehbaren Lagerung des Abzugsbügels 3 am Spritzpistolenkörper 4, bspw. mittels eines Bolzens, eingebracht sind. Der Abzugsbügel 3 weist ferner einen unteren Bereich mit einer Frontfläche 31 und zwei Seitenflächen auf, wobei die Seitenflächen, wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel, wiederum aus je einer schrägen Fläche 32a und einer geraden, zur Frontfläche 31 im Wesentlichen senkrecht angeordneten, Fläche 32b bestehen können. Der Abzugsbügel 3 ist bevorzugt aus einem Stück gefertigt, indem die Kontur des Abzugsbügels 3 aus einem Blech herausgeschnitten oder herausgestanzt und in Form gebogen oder gedrückt wird. Zwischen den Armen 34a, 34b befindet sich ein Betätigungselement 35, welches im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Zapfen ausgestaltet ist, und welches bei Betätigung des Abzugsbügels 3 die Farbnadel bzw. ein in axialer Richtung fest mit der Farbnadel verbundenes Element, bspw. einen Mitnehmer oder Stoper, nach hinten drückt und damit die Farbnadel aus der Farbdüsenöffnung herausbewegt und so die Farbdüsenöffnung für das zu verspritzende Material freigibt. Am unteren Ende weist der vorliegende Abzugsbügel 3 einen geschwungenen Bereich 38 auf, der einen guten Halt des Abzugsbügels für den Benutzer der Spritzpistole gewährleistet. In die Frontfläche 31 des Abzugsbügels 3 ist eine Aufnahme-Einrichtung 40a, 40b in Form von Bohrungen eingebracht, welche jeweils einen konischen Bereich aufweisen können und die Frontfläche 31 vollständig durchdringen. Diese Aufnahme-Einrichtung 40a, 40b dient der Aufnahme von Befestigungsmitteln 221, 222 der Abzugssperre 2. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Befestigungsmittel 221, 222 an einer Gleitschiene 22a angeordnet. Auf dieser Gleitschiene 22a ist ein Gleitelement 22b gleitend, d. h. verschiebbar, gelagert. Das Gleitelement 22b weist innenliegende Nuten 24 auf, in die Stege 26 an der Gleitschiene 22a eingreifen. Gleichzeitig weist das Gleitelement 22b Stege 28 auf, die in Nuten 29 in der Gleitschiene 22a eingreifen. Am unteren Ende der Nuten 29 befindet sich jeweils ein Anschlag 29a für die Stege 28 des Gleitelements 22b. Anlageflächen 30 am unteren Ende der Stege 28 korrespondieren mit der Form der Anschläge 29a. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Anschläge 29a und die als Gegenelemente fungierenden Anlageflächen 30 schräg ausgestaltet. Im unteren Bereich der Nuten 24 im Gleitelement 22b ist jeweils eine als Vorsprung 280 ausgestaltete Rastnase angeordnet, welcher in jeweils eine Nut 260 im Steg 26 der Gleitschiene 22a eingreift, wenn das Gleitelement 22b eine obere Position auf der Gleitschiene 22a erreicht hat. Mittels dieses als Rastmechanismus ausgestalteten Fixiermechanismus bestehend aus Nuten und Rastnasen ist es möglich, die Stellung des Gleitelements 22b auf der Gleitschiene 22a zu fixieren, insbesondere das Gleitelement 22b in einer oberen Position zu halten. Vorzugsweise wird die Abzugssperre 2 in die Blockierstellung gebracht, indem das Gleitelement 22b in diese obere Position geschoben wird. Da die durch Betätigen des Abzugsbügels 3 entstehende Kraft, die auf die Abzugssperre 2 wirkt, im Wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung des Gleitelements 22b auf der Gleitschiene 22a anfällt, muss der Fixiermechanismus nicht besonders stark fixierend ausgestaltet sein. Der Fixiermechanismus muss das Gleitelement 22b im Wesentlichen lediglich gegen die Schwerkraft und gegen leichte unbeabsichtigte Berührungen in Bewegungsrichtung des Gleitelements 22b auf der Gleitschiene 22a fixieren. Das Gleitelement 22b besitzt auf seiner den Nuten 24 und Stegen 28 abgewandten Außenseite einen Betätigungsbereich 240, welcher im vorliegenden Ausführungsbeispiel als gekrümmte Fläche ausgestaltet ist, wobei der größte Bereich der Fläche im Wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung des Gleitelements 22b auf der Gleitschiene 22a steht. Dadurch ist eine einfache Betätigung der Abzugssperre 2 durch den Benutzer möglich.

4 zeigt eine Schnittansicht des Abzugsbügels 3 mit montierter Abzugssperre 2 aus 3, geschnitten entlang einer Ebene durch die Bohrungen 36a, 36b in den Armen 34a, 34b des Abzugsbügels 3 und durch die Nuten 24 des Gleitelements 22b der Abzugssperre 2, mit Blick auf die Innenseite des Abzugsbügels 3. Es ist ersichtlich, dass sich die Gleitschiene 22a nach unten hin verjüngt bzw. nach oben hin verbreitert, während das Gleitelement 22b über seinen gesamten Verlauf die gleiche Breite besitzt, mit Ausnahme seines unteren Endes im Bereich der als Vorsprünge 280 ausgestalteten Rastnasen, welche in 4 in den Nuten 260 der Gleitschiene 22a liegen. Somit ist das Gleitelement 22b in einer oberen Position auf der Gleitschiene 22a, vorzugsweise in der Blockierstellung, fixiert. Die Verbreiterung der Gleitschiene 22a nach oben hin, sorgt für eine weitere, hier reibschlüssige, Fixierung des Gleitelements 22b. Wie auch in 3 gezeigt, weisen einige Kanten der Gleitschiene 22a und des Gleitelements 22b Fasen auf, welche das Aufschieben des Gleitelements 22b auf die Gleitschiene 22a erleichtern.

5 zeigt das Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Spritzpistole aus 1 und 2 in der Seitenansicht. Es ist ersichtlich, dass insbesondere der Betätigungsbereich 240 des Gleitelements 22b nach hinten aus dem Abzugsbügel 3 herausragt. Ebenso ersichtlich ist eine Fixierschraube 50, welche um die Farbnadel 55 herum angeordnet ist und welche bspw. eine Nadeldichtung im Pistolenkörper 4 fixiert.

Es sei abschließend darauf hingewiesen, dass das beschriebene Ausführungsbeispiel nur eine beschränkte Auswahl an Ausführungsmöglichkeiten beschreibt und somit keine Einschränkung der vorliegenden Erfindung darstellt.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 0313958 B1 [0021]