Title:
Vorrichtung mit einem Isolierkörper aus Kunststoff
Kind Code:
A1


Abstract:

Eine Vorrichtung, umfassend einen Isolierkörper (2, 2', 2'') aus Kunststoff, wobei im Isolierkörper (2, 2', 2'') eine Kabelaufnahme (3) für ein Kabel ausgebildet ist und wobei in einem Kopfabschnitt (4) des Isolierkörpers (2, 2') eine Leiteraufnahme (5) für einen Leiterbolzen (19) angeordnet ist, ist im Hinblick auf die Aufgabe, eine Vorrichtung anzugeben, die zur Verwendung als Endverschluss oder Durchführung geeignet ist, welche bei bauteilearmem Aufbau ein möglichst geringes Gewicht zeigt und möglichst problemlos herstellbar und montierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfabschnitt (4) eine Kuppe (6) aufweist, welche durch den Isolierkörper (2, 2') gebildet ist, wobei von der nach außen orientierten Oberfläche (7) der Kuppe (6) ein Fortsatz (8, 8') und/oder ein Leiterbolzen (19) abragen.




Inventors:
Schröder, Gero, Dr. (68775, Ketsch, DE)
Bittmann, Jürgen (67259, Heuchelheim, DE)
Application Number:
DE102016009294A
Publication Date:
02/01/2018
Filing Date:
07/29/2016
Assignee:
Südkabel GmbH, 68199 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102006036233B4N/A2008-03-27
DE19910150A1N/A2000-08-31
DE2845868C2N/A1987-06-04
DE7810482U1N/A1978-07-20
DE2638366A1N/A1978-03-02



Foreign References:
CH698181B12009-06-15
201601728372016-06-16
46706251987-06-02
Attorney, Agent or Firm:
Reble Klose Schmitt Partnerschaftsgesellschaft von Rechts- und Patentanwälten mbB, 68163, Mannheim, DE
Claims:
1. Vorrichtung, umfassend einen Isolierkörper (2, 2', 2'') aus Kunststoff, wobei im Isolierkörper (2, 2', 2'') eine Kabelaufnahme (3) für ein Kabel ausgebildet ist und wobei in einem Kopfabschnitt (4) des Isolierkörpers (2, 2') eine Leiteraufnahme (5) für einen Leiterbolzen (19) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfabschnitt (4) eine Kuppe (6) aufweist, welche durch den Isolierkörper (2, 2') gebildet ist, wobei von der nach außen orientierten Oberfläche (7) der Kuppe (6) ein Fortsatz (8, 8') und/oder ein Leiterbolzen (19) abragen.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (8, 8') des Isolierkörpers (2, 2') die Leiteraufnahme (5) umfängt, säumt und/oder nach Art eines Mantels oder Sockels umgibt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (8') materialeinheitlich mit dem Isolierkörper (2') ausgebildet ist und eine Klammernut (20) aufweist.

4. Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (2, 2', 2'') elastisch ausgebildet ist oder ein elastomeres Material aufweist oder aus einem solchen gefertigt ist, wobei innerhalb des Isolierkörpers (2, 2', 2'') mindestens ein Stützelement (9) aufgenommen ist und/oder wobei mindestens ein Stützelement (9) zumindest im Kopfabschnitt (4) selbsttragend angeordnet ist und dabei innerhalb des Isolierkörpers (2, 2') liegt und/oder in diesen eingebettet ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (9) aus einem Kunststoff oder einem glasfaserverstärkten Kunststoff gefertigt ist oder ein solches Material aufweist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Stützelement (9) mit einem ableitenden und spannungsbegrenzenden Material beschichtet ist.

7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Isolierkörpers (2, 2', 2'') durch einen Befestigungsflansch (10) hindurch geführt ist und sich beidseits des Befestigungsflansches (10) erstreckt, wobei der Isolierkörper (2, 2') eine Tülle (11) für ein Kabel ausbildet.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (9) mittelbar oder unmittelbar mit einem Befestigungsflansch (10) verbunden ist, welcher axial vom Kopfabschnitt (4) beabstandet ist.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (2, 2') mindestens eine Verbindungsstelle (12) des Stützelements (9) mit dem Befestigungsflansch (10) in sich aufnimmt und/oder einbettet.

10. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Isolierkörper (2, 2', 2'') ein Feldsteuerkörper (16, 16', 16'') aus leitfähigem Silikon oder aus refraktivem Kunststoff oder ein mit einem ableitenden und spannungsreduzierenden Material beschichteter Körper eingebettet ist.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stützelement (9) zumindest abschnittsweise in einen Feldsteuerkörper (16'') eingebettet und/oder mit diesem stoffschlüssig verbunden ist und/oder diesen durchgreift.

12. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungsflansch (10) und/oder ein Leiterbolzen (19) mit mindestens einer Zugeinrichtung (18) verbindbar ist und/oder eine solche aufweist.

13. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungsflansch (10) Ausnehmungen, Aussparungen und/oder Einbuchtungen (15) aufweist.

14. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (2, 2') durch den Fortsatz (8, 8') zumindest abschnittsweise reversibel oder irreversibel verschließbar ist und/oder dass der Fortsatz (8, 8') einen Anschluss für Druckgas aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der CH 698 181 B1 ist bekannt, den Isolierkörper eines Endverschlusses zwischen einer Kopfarmatur und einer Fußarmatur einzufassen. Der aus Silikon bestehende Isolierkörper ist auf einem Fußflansch befestigt. Der Fußflansch ist Teil der Fußarmatur und mit dieser verschraubt.

Die Kopfarmatur weist einen Anschlusskopf auf, der direkt auf dem Isolierkörper befestigt ist. Auf dem Anschlusskopf wiederum ist eine Anschlusseinrichtung für einen Leiter angeordnet. Die Anschlusseinrichtung ist mit dem Anschlusskopf verschraubt. Ein O-Ring dichtet die Kopfarmatur ab.

Der aus der CH 698 181 B1 bekannte Endverschluss weist außerdem als Stützelemente zwölf Isolierstäbe mit Dicken von je 12 mm auf, welche in das Silikon des Isolierkörpers eingebettet sind.

Die Isolierstäbe sind an ihren gegenüberliegenden Enden jeweils mit der Kopfarmatur und der Fußarmatur verbunden und stützen sich an diesen Armaturen ab.

Der bekannte Endverschluss weist daher eine aufwendig zu fertigende Stützkonstruktion auf. Außerdem weist der Endverschluss eine Vielzahl von Bauteilen auf, welche miteinander verbunden, insbesondere verschraubt, werden müssen. Des Weiteren müssen sogar Abdichtungsmaßnahmen durch einen O-Ring vorgesehen werden, um diesen Endverschluss betriebstauglich zu gestalten.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung anzugeben, die zur Verwendung als Endverschluss oder Durchführung geeignet ist, welche bei bauteilearmem Aufbau ein möglichst geringes Gewicht zeigt und möglichst problemlos herstellbar und montierbar ist.

Die vorliegende Erfindung löst die zuvor genannte Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.

Danach umfasst eine Vorrichtung einen Isolierkörper aus Kunststoff, wobei im Isolierkörper eine Kabelaufnahme für ein Kabel ausgebildet ist und wobei in einem Kopfabschnitt des Isolierkörpers eine Leiteraufnahme für einen Leiter, bevorzugt einen Leiterbolzen, angeordnet und/oder ausgebildet ist.

Der Kopfabschnitt weist eine Kuppe auf, welche durch den Isolierkörper gebildet ist, wobei von der nach außen orientierten Oberfläche der Kuppe ausschließlich ein Fortsatz und/oder ein Leiter, bevorzugt ein Leiterbolzen, abragen.

Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass durch diese Ausgestaltung nur sehr wenige oder gar keine Teile aus dem Isolierkörper heraus nach außen abragen. Am Kopfabschnitt kann ausschließlich bevorzugt ein Leiterbolzen aus dem Inneren des Isolierkörpers elektrisch kontaktierbar nach außen abragen. Der Leiterbolzen ist dann von dem Fortsatz umfangen.

Hierdurch bettet der Isolierkörper im Kopfabschnitt alle wesentlichen Teile dicht in sich ein. Es sind keine separaten Dichtmittel und auch keine abdeckenden Flansche im Kopfabschnitt notwendig, die miteinander verschraubt werden müssen.

Insoweit ist eine Vorrichtung, nämlich ein Endverschluss für ein Kabel oder eine Durchführung, angegeben, welche bei bauteilearmem Aufbau ein möglichst geringes Gewicht zeigt und möglichst problemlos montierbar ist.

Der Leiterbolzen kann in der Leiteraufnahme in einer dem Fachmann geläufigen Weise angeordnet sein, um mit einem Kabel in elektrisch leitender Verbindung zu stehen.

Der axiale Fortsatz des Isolierkörpers könnte die Leiteraufnahme umfangen, säumen und/oder nach Art eines Mantels oder Sockels umgeben. Der Fortsatz bildet eine Art Dichtung, welche sich in Axialrichtung parallel zur Leiteraufnahme erstrecken und diese in Umfangsrichtung umgeben kann. Leiter können ohne den Einsatz von Dichtmitteln in der Leiteraufnahme unter Nutzung des Fortsatzes dicht festgelegt werden. Das Material des Isolierkörpers selbst wird als Dichtmittel genutzt.

Der Fortsatz könnte materialeinheitlich mit dem Isolierkörper ausgebildet sein und eine Klammernut aufweisen. Die Klammernut erleichtert das Festlegen einer Kappe auf dem Fortsatz.

Vor diesem Hintergrund könnte der Isolierkörper elastisch ausgebildet sein oder ein elastomeres Material aufweisen oder aus einem solchen gefertigt sein, wobei innerhalb des Isolierkörpers ein oder mehrere Stützelemente aufgenommen ist bzw. sind. Das Stützelement oder die Stützelemente könnten zusätzlich oder alternativ zumindest im Kopfabschnitt selbsttragend angeordnet sein und dabei innerhalb des Isolierkörpers liegen und/oder in diesen eingebettet sein. Die Stützelemente stabilisieren den deformierbaren Isolierkörper, so dass dieser nur schwer in unerwünschter Weise verbogen, gedehnt, gestaucht oder tordiert werden kann. Die Stützelemente sind aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt.

Das Stützelement kann bzw. die Stützelemente können mit einem freien Ende im Isolierkörper enden, ohne aus diesem herauszutreten. Bevorzugt sind die Stützelemente als Stäbe oder Stangen ausgebildet.

Anstelle von Stäben oder Stangen kann auch ein einziges Rohr als einziges Stützelement die Stützfunktion übernehmen. Sowohl das Rohr als auch die Stangen oder Stäbe können eine Beschichtung aus Ableitermaterial, insbesondere Zinkoxid, aufweisen, um eine spannungsbegrenzende Funktion zu erfüllen.

Es ist auch denkbar, dass die freien Enden der Stäbe oder Stangen mit einem Fixierring oder einer ähnlichen Einrichtung verbunden sind, welche ebenfalls vollständig im Inneren des Isolierkörpers aufgenommen ist und nicht nach außen ragt. Bevorzugt ist der Fixierring oder ist die Einrichtung materialeinheitlich mit den Stangen oder Stäben ausgebildet.

Vor diesem Hintergrund ist denkbar, dass mindestens ein Stützelement aus einem Kunststoff oder einem glasfaserverstärkten Kunststoff gefertigt ist oder ein solches Material aufweist. Vorteilhaft werden elektrisch isolierende Kunststoffe verwendet. Insbesondere glasfaserverstärkte Kunststoffe gehen darüber hinaus einen hervorragenden Verbund, insbesondere einen Stoffschluss, mit einem Isolierkörper aus Kunststoff ein. Bevorzugt könnte als Kunststoff für das Stützelement oder die Stützelemente Polyamid verwendet werden. Auch glasfaserverstärktes Polyamid ist als Material für ein Stützelement denkbar.

Mindestens ein Stützelement könnte mit einem ableitenden und spannungsbegrenzenden Material beschichtet sein. So kann auch ein Stützelement eine Feldsteuerfunktion übernehmen.

Das Material des Isolierkörpers könnte durch einen Befestigungsflansch hindurch geführt sein und sich beidseits des Befestigungsflansches erstrecken, wobei der Isolierkörper eine Tülle für ein Kabel ausbildet. Der Befestigungsflansch kann so in radialer Richtung vom Isolierkörper abragen und zur Montage gut ergriffen werden. Die dabei ebenfalls gut ergreifbare und axial abragende Tülle kann leicht über ein Kabel gestülpt werden, weil sie leicht aufweitbar ist. Aus der Tülle kann zur Erdung problemlos eine Leitung herausgeführt werden. Die Tülle ist insoweit materialeinheitlich und einstückig mit dem Isolierkörper ausgebildet.

Das Stützelement oder die Stützelemente könnte bzw. könnten mittelbar oder unmittelbar mit einem Befestigungsflansch verbunden sein, welcher axial vom Kopfabschnitt beabstandet ist. Durch diese Maßnahme sind die Stützelemente, bevorzugt Stäbe, Stangen oder ein einzelnes Rohr als einzelnes Stützelement, an einem Ende mit einem starren und mechanisch festen Befestigungsflansch verbunden. Das Stützelement kann bzw. die Stützelemente können sich am biegesteifen Befestigungsflansch abstützen und ist bzw. sind bevorzugt an diesem unmittelbar fixiert.

Der Isolierkörper könnte eine Verbindungsstelle oder alle Verbindungsstellen eines Stützelements oder aller Stützelemente mit dem Befestigungsflansch in sich aufnehmen und/oder einbetten. Hierdurch sind die Verbindungsstellen oder eine einzelne Verbindungsstelle gegen äußere Angriffe geschützt. Des Weiteren werden diese bzw. wird diese durch die Einbettung gegen ein Abreißen oder Abbrechen stabilisiert.

In den Isolierkörper könnte ein Feldsteuerkörper aus leitfähigem Silikon oder aus refraktivem Kunststoff oder ein mit einem ableitenden und spannungsreduzierenden Material beschichteter Körper eingebettet sein. Kunststoff geht einen hervorragenden stoffschlüssigen Verbund mit dem umgebenden Isolierkörper aus Kunststoff ein. Denkbar sind auch andere Feldsteuerungen mittels ableitenden und spannungsbegrenzenden Beschichtungen.

Ein Stützelement könnte zumindest abschnittsweise in einen Feldsteuerkörper eingebettet und/oder mit diesem stoffschlüssig verbunden sein und/oder diesen durchgreifen. Hierdurch sind ein kompakter Aufbau und eine gute Feldsteuerung realisierbar.

Ein Befestigungsflansch und/oder ein Leiterbolzen, könnte bzw. könnten mit mindestens einer Zugeinrichtung verbindbar sein und/oder eine solche aufweisen. Durch die Zugeinrichtung kann der Befestigungsflansch und damit die gesamte Vorrichtung leicht ergriffen und aufgerichtet und/oder ausgerichtet und/oder gezogen werden. Hierzu kann auch in einem Leiterbolzen ein Gewinde vorgesehen sein, in den eine Zugeinrichtung reversibel einschraubbar ist. Auch im Befestigungsflansch können hierfür Gewinde vorgesehen sein.

Ein Befestigungsflansch könnte Ausnehmungen, Aussparungen und/oder Einbuchtungen aufweisen. Neben Durchgängen für Schrauben könnte der Befestigungsflansch derart ausgeformt sein, dass er möglichst wenig Material und damit Masse aufweist. Hierdurch kann Gewicht eingespart werden. Des Weiteren kann der Befestigungsflansch derart ausgeformt werden, dass er besonders biegeresistent ist. Der Befestigungsflansch kann aus einem Metall oder verstärktem Kunststoff gefertigt sein oder ein Metall und/oder einen Kunststoff aufweisen.

Der Isolierkörper könnte durch den Fortsatz zumindest abschnittsweise reversibel oder irreversibel verschließbar sein. Der Fortsatz könnte zusätzlich oder alternativ einen Anschluss für Druckgas aufweisen. Der Fortsatz könnte zumindest einen Kopfbereich reversibel oder irreversibel verschließen. Wenn eine Öffnung des Isolierkörpers in der Kuppe verschlossen ist, kann durch Stauchung des Isolierkörpers der Druck in dessen Innerem erhöht werden, so dass sich die Kabelaufnahme für das Kabel aufweitet. So kann das Einführen eines Kabels erleichtert werden, welches einen Außendurchmesser aufweist, der größer ist als der Innendurchmesser der zylindrischen Kabelaufnahme im Isolierkörper.

Die hier beschriebene Vorrichtung wird bevorzugt als Endverschluss, besonders bevorzugt als Freiluftendverschluss, verwendet bzw. ist als solcher ausgebildet.

Ein Freiluftendverschluss wird bevorzugt für Hoch- und Höchstspannungskabel von Freileitungen verwendet.

Der hier beschriebene Endverschluss wird ohne Isolierflüssigkeit verwendet. Er ist daher frei von Ölen oder ähnlichen Flüssigkeiten.

Denkbar sind aber auch Verwendungen der Vorrichtung in Schienenfahrzeugen oder als Durchführung in Transformatoren, Schaltanlagen oder Gebäuden. Insoweit kann die Vorrichtung auch als Durchführung ausgestaltet sein.

Die Vorrichtung ist bei Gleichspannungen und auch bei Wechselspannungen bei nahezu allen technischen Frequenzen verwendbar, bevorzugt bei Frequenzen im Bereich 0 bis 500 Hz.

Der Kunststoff des Isolierkörpers könnte als Silikon oder als Athylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) ausgebildet sein.

In der Zeichnung zeigen

1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung, nämlich eines Freiluftendverschlusses für Kabel, der hier beschriebenen Art, mit einem im Wesentlichen zylindrisch verlaufenden Isolierkörper, welcher abragende Schirmlippen und Stützelemente in Form von Stäben aufweist,

2 eine Schnittansicht des Endverschlusses gemäß 1, wobei die Schnittebene in der Längsachse des Endverschlusses liegt, wobei längliche Stützelemente gezeigt sind, die sich parallel zur Längsachse erstrecken, im Isolierkörper eingebettet und im Befestigungsflansch fixiert sind, und wobei ein sich in Axialrichtung aufweitender Feldsteuerkörper vorgesehen ist,

3 eine Schnittansicht eines weiteren Endverschlusses, wobei die Schnittebene in der Längsachse des Endverschlusses liegt, wobei längliche Stützelemente gezeigt sind, die sich parallel zur Längsachse erstrecken, im Isolierkörper eingebettet und im Befestigungsflansch fixiert sind, wobei ein sich in Axialrichtung nicht aufweitender Feldsteuerkörper vorgesehen ist und wobei der Fortsatz eine Klammernut aufweist,

4 eine ausschnittsweise Schnittansicht des Bereichs des Endverschlusses gemäß 3, in dem ein Befestigungsflansch aus Metall angeordnet ist,

5 eine ausschnittsweise Schnittansicht des Bereichs des Endverschlusses gemäß 2, in dem ein Befestigungsflansch aus Metall angeordnet ist,

6 eine ausschnittsweise Schnittansicht eines Bereichs eines weiteren Endverschlusses, in dem ein Befestigungsflansch aus Metall angeordnet ist, wobei die Stützelemente den Feldsteuerkörper durchgreifen, und

7 eine Schnittansicht des Endverschlusses gemäß 1, wobei die Schnittebene orthogonal zur Schnittebene gemäß 2 orientiert ist und wobei gezeigt ist, dass der Befestigungsflansch im Wesentlichen quadratisch ausgebildet ist und in seinen Eckbereichen Durchgänge aufweist.

1 zeigt eine Vorrichtung, nämlich einen Endverschluss 1, konkret einen Freiluftendverschluss, für ein nicht gezeigtes Kabel in einer perspektivischen Ansicht. Das Kabel kann in üblicher Weise abgeschält werden und mit dem Endverschluss 1 verbunden werden. Der Endverschluss 1 weist keine Isolierflüssigkeiten auf.

Ein Befestigungsflansch 10 und ein Leiterbolzen 19 sind mit mindestens einer Zugeinrichtung 18 verbindbar. Eine Zugeinrichtung 18 kann in zwei Richtungen vom Befestigungsflansch 10, nämlich nach oben oder unten, abragen. Die Zugeinrichtungen 18 können wahlweise am Leiterbolzen 19 oder am Befestigungsflansch 10 reversibel angebracht werden.

Der Isolierkörper 2 ist während der Montage durch den Fortsatz 8 zumindest abschnittsweise, nämlich im Kopfabschnitt 4, reversibel oder irreversibel verschließbar. Eine Montagehilfe kann einen Anschluss für Druckgas aufweisen.

2 zeigt, dass der Endverschluss 1 einen Isolierkörper 2 aus Kunststoff umfasst, wobei im Isolierkörper 2 eine Kabelaufnahme 3 für ein nicht gezeigtes Kabel ausgebildet ist. In einem Kopfabschnitt 4 des Isolierkörpers 2 ist eine Leiteraufnahme 5 für den ebenfalls nicht gezeigten Leiterbolzen 19 angeordnet und ausgebildet.

Der Leiterbolzen 19 ist üblicherweise mit dem nicht gezeigten Kabel elektrisch leitend verbunden und aus Metall gefertigt.

Der Kopfabschnitt 4 weist eine Kuppe 6 auf, welche durch den Isolierkörper 2 gebildet ist, wobei von der axial nach außen orientierten Oberfläche 7 der Kuppe 6 ausschließlich ein Fortsatz 8 abragt.

In 1 ist zusätzlich gezeigt, dass ausschließlich der Fortsatz 8 und ein Leiterbolzen 19, abragen. Der Leiterbolzen 19 ragt elektrisch kontaktierbar ab. Konkret ragt der Leiterbolzen 19 aus dem Inneren des Isolierkörpers 2 heraus nach außen ab und ist dabei elektrisch kontaktierbar.

Die Kabelaufnahme 3 für das Kabel ist als zylindrischer Hohlraum ausgebildet, welcher sich in axialer Richtung innerhalb des Isolierkörpers 2 erstreckt. Die mittige Längsachse der Kabelaufnahme 3 und des Isolierkörpers 2 fallen zusammen. Die Kabelaufnahme 3 mündet in die Leiteraufnahme 5, die sich koaxial zur Kabelaufnahme 3 erstreckt.

Der axiale Fortsatz 8 des Isolierkörpers 2 umfängt die Leiteraufnahme 5 nach Art eines Mantels. Der Fortsatz 8 ist eine Art Film aus dem Material des Isolierkörpers 2.

Der Isolierkörper 2 ist elastisch ausgebildet, weist ein elastomeres Material auf und ist aus diesem gefertigt. Innerhalb des Isolierkörpers 2 sind Stützelemente 9 aufgenommen, wobei die Stützelemente 9 zumindest im Kopfabschnitt 4 selbsttragend angeordnet sind und dabei innerhalb des Isolierkörpers 2 liegen und in diesen eingebettet sind.

Die Stützelemente 9 ragen nicht nach außen, sondern bleiben innerhalb des Isolierkörpers 2, so dass diese zumindest im Bereich des Kopfabschnitts 4 nicht mit äußeren Stützeinrichtungen verbunden sind. Die Stützelemente 9 sind im Isolierkörper 2 inhärent.

Die Stützelemente 9 sind aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff gefertigt und als Stäbe ausgebildet, welche sich in axialer Richtung erstrecken. Anstelle von Stäben können auch Stangen oder ein einzelnes Rohr verwendet werden.

Die Stäbe sind in das Material des Isolierkörpers 2 eingebettet und mit diesem stoffschlüssig verbunden. Die Stäbe sind parallel zu der Kabelaufnahme 3 orientiert und umgeben diese palisadenartig, wobei zwischen der Kabelaufnahme 3 und den Stäben ausreichend isolierendes Material des Isolierkörpers 2 liegt. Die Stützelemente 9 sind ebenfalls aus einem elektrisch isolierenden Material ausgebildet.

Die Stützelemente 9 sind unmittelbar mit einem Befestigungsflansch 10 verbunden, welcher axial vom Kopfabschnitt 4 beabstandet ist. Der Befestigungsflansch 10 ist aus einem Metall gefertigt, kann aber auch aus einem verstärkten Kunststoff gefertigt sein.

Das Material des Isolierkörpers 2 ist durch den Befestigungsflansch 10 hindurch geführt und erstreckt sich beidseits des Befestigungsflansches 10, wobei der Isolierkörper 2 eine Tülle 11 für ein nicht gezeigtes Kabel ausbildet. Die Tülle 11 ist zylindrisch ausgebildet und weist eine relativ geringe Wandstärke auf, so dass sie gut aufgeweitet und über ein Kabel gezogen werden kann.

Der Isolierkörper 2 weist Schirmlippen 17 auf, welche radial nach außen abragen, übereinander liegen und koaxial zueinander angeordnet sind. Der Isolierkörper 2 ist über seine größte Erstreckung im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet, das heißt, dass ein Zylinder die Spitzen seiner Schirmlippen 17 über seine größte Erstreckung berührend umfangen könnte. Es ist jedoch auch denkbar, den Isolierkörper 2 konisch zu gestalten. Dieser könnte sich in Richtung des Kopfabschnitts 4 verjüngen.

2 zeigt weiter, dass in den Isolierkörper 2 ein Feldsteuerkörper 16 aus leitfähigem Silikon eingebettet ist. Der Feldsteuerkörper 16 könnte auch aus refraktivem Kunststoff bestehen oder aus einem Material, welches mit spannungsbegrenzendem Ableitermaterial beschichtet ist. Der Feldsteuerkörper 16 ist im konkreten Fall im Querschnitt tulpenförmig, sich nämlich in Richtung des Kopfabschnitts 4 aufweitend, ausgebildet.

3, aber auch 2, zeigt, dass der Fortsatz 8', 8 materialeinheitlich mit dem Isolierkörper 2', 2 ausgebildet ist. Im Gegensatz zu der Vorrichtung gemäß 2 weist der Fortsatz 8' der Vorrichtung gemäß 3 eine Klammernut 20 auf. 3 zeigt konkret einen Endverschluss 1'.

3 zeigt auch, dass in den Isolierkörper 2' ein Feldsteuerkörper 16' aus leitfähigem Silikon eingebettet ist. Der Feldsteuerkörper 16' könnte auch aus refraktivem Kunststoff bestehen oder aus einem Material, welches mit spannungsbegrenzendem Ableitermaterial beschichtet ist. Der Feldsteuerkörper 16' weitet sich im konkreten Fall in Axialrichtung nicht auf, sondern zeigt einen in Axialrichtung konstant bleibenden Querschnitt. Der Feldsteuerkörper 16' ist nach Art eines Zylinderrohrs ausgeformt.

4 und 5 zeigen, dass der jeweilige Isolierkörper 2', 2 die Verbindungsstellen 12 der Stützelemente 9 mit dem Befestigungsflansch 10 in sich aufnimmt und die Verbindungsstellen 12 vollständig einbettet. Der Befestigungsflansch 10 weist Verankerungselemente 13 auf. Diese erstrecken sich stiftartig beidseits des Befestigungsflanschs 10 in das Material des Isolierkörpers 2', 2.

6 zeigt eine weitere Vorrichtung, nämlich einen weiteren Endverschluss 1'', bei welchem mindestens ein Stützelement 9 zumindest abschnittsweise in einen Feldsteuerkörper 16'' eingebettet, mit diesem stoffschlüssig verbunden ist und diesen durchgreift. Das Stützelement 9 kann mit dem Befestigungsflansch 10 mittelbar oder unmittelbar verbunden sein.

7 zeigt, dass der Befestigungsflansch 10 mit mindestens einer nicht gezeigten Zugeinrichtung verbindbar ist. Hierzu weist der Befestigungsflansch 10 vier Durchgänge 14 auf, die in seinen Ecken ausgebildet sind.

Der Befestigungsflansch 10 kann Ausnehmungen, Aussparungen und/oder Einbuchtungen 15 aufweisen, obwohl er hier quadratisch dargestellt ist. Die gestrichelten Linien zeigen solche Ausbuchtungen 15, die vorgesehen sein können, um Gewicht zu sparen.

Bezugszeichenliste

1
Endverschluss
2
Isolierkörper
3
Kabelaufnahme
4
Kopfabschnitt
5
Leiteraufnahme
6
Kuppe
7
Oberfläche
8
Fortsatz
9
Stützelement
10
Befestigungsflansch
11
Tülle
12
Verbindungsstelle
13
Verankerungselement
14
Durchgang
15
Einbuchtung
16
Feldsteuerkörper
17
Schirmlippe
18
Zugeinrichtung
19
Leiterbolzen
20
Klammernut

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • CH 698181 B1 [0002, 0004]