Title:
Verfahren und Vorrichtung zur Lokalisation von Funksignalen
Kind Code:
A1


Abstract:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Lokalisation eines mit einem Fahrzeug kommunizierenden Senders, bei dem von dem Sender Funksignale an das Fahrzeug übertragen werden, und bei dem die Funksignale von einer Vielzahl Antennen des Fahrzeugs empfangen werden, und bei dem jeweilige von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen empfangene Funksignale mittels einer mit der Vielzahl Antennen verbundenen Auswerteeinheit untereinander verglichen werden und auf Grundlage des Vergleichs der Funksignale der jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen eine Position des Senders bestimmt wird, und bei dem das Fahrzeug in Abhängigkeit der Position des Senders konfiguriert wird.




Inventors:
Spehl, Jürgen (85139, Wettstetten, DE)
Application Number:
DE102016008856A
Publication Date:
01/25/2018
Filing Date:
07/20/2016
Assignee:
AUDI AG, 85045 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE60215382T2N/A2007-08-23
DE4123654A1N/A1993-01-21



Foreign References:
201402740202014-09-18
EP06768701995-10-11
EP25417992013-01-02
EP04402391991-08-07
Claims:
1. Verfahren zur Lokalisation eines mit einem Fahrzeug kommunizierenden Senders, bei dem von dem Sender Funksignale an das Fahrzeug übertragen werden, und bei dem die Funksignale von einer Vielzahl Antennen des Fahrzeugs empfangen werden, und bei dem jeweilige von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen empfangene Funksignale untereinander mittels einer mit der Vielzahl Antennen verbundenen Auswerteeinheit verglichen werden und auf Grundlage des Vergleichs der Funksignale der jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen eine Position des Senders bestimmt wird, und bei dem das Fahrzeug in Abhängigkeit der Position des Senders konfiguriert wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem anhand eines Abgleichs der Funksignale der jeweiligen Antennen mit einem vorgegebenen Schwellenwert eine aktuelle Position des Senders einer Klasse „innerhalb des Fahrzeugs” oder einer Klasse „außerhalb des Fahrzeugs” zugewiesen wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Sender mit dem Fahrzeug über einen Kommunikationspfad der folgenden Liste an Kommunikationspfaden kommuniziert: Bluetooth, WLAN, Mobilfunknetzwerk.

4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei dem die von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen empfangenen Funksignale mittels mindestens eines Digital-Analog-Wandlers in ein Basisband konvertiert und auf einer physikalischen Ebene anhand von Pegeln der von den jeweiligen Antennen empfangenen Funksignale untereinander verglichen werden.

5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem ein bidirektionaler Splitter verwendet wird, um durch eine Kabeldämpfung bedingte Splitterverluste jeweiliger von den jeweiligen Antennen an die Auswerteeinheit übertragener Funksignale auszugleichen.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen empfangenen Funksignale auf einer digitalen Ebene anhand von Abtastwerten der von den jeweiligen Antennen empfangenen Funksignale verglichen werden.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen empfangenen Funksignale auf einer Protokollebene anhand eines Kennwerts einer Empfangsstärke der von den jeweiligen Antennen empfangenen Funksignale untereinander verglichen werden.

8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei dem eine jeweilige Antenne der Vielzahl Antennen, an der die Funksignale mit einer höchsten Signalstärke erfasst wurden, für eine Kommunikation mit dem Sender ausgewählt wird.

9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei dem die Vielzahl Antennen für eine Verwendung als Empfangsmodul konfiguriert wird, indem jeweilige Kabellängen jeweiliger Antennen der Vielzahl Antennen zu dem Auswertemodul vermessen werden und anhand der jeweiligen Kabellängen eine jeweils spezifische Phasendrehung der jeweiligen Antennen ermittelt wird, und bei dem unter Berücksichtigung der jeweils spezifischen Phasendrehung eine Vielzahl Funksignale additiv überlagert und/oder unter Berücksichtigung der jeweils spezifischen Phasendrehung der jeweiligen Antennen voneinander getrennt werden.

10. Fahrzeug mit einer Vielzahl Antennen (3, 5, 7, 9, 11) und einer mit der Vielzahl (3, 5, 7, 9, 11) Antennen kommunikativ verbundenen Auswerteeinheit (13), wobei die Auswerteeinheit (13) dazu konfiguriert ist, Funksignale, die von einem Sender (15) an das Fahrzeug (1) übertragen und von der Vielzahl Antennen (3, 5, 7, 9, 11) des Fahrzeugs (1) empfangen werden, auf Grundlage eines Vergleichs jeweiliger von jeweiligen Antennen (3, 5, 7, 9, 11) der Vielzahl Antennen (3, 5, 7, 9, 11) erfasster Funksignale untereinander eine Position des Senders (15) zu bestimmen und das Fahrzeug (1) in Abhängigkeit der Position des Senders (15) zu konfigurieren.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Lokalisation eines Senders und ein Fahrzeug.

Bei einer Kommunikation mit einem Fahrzeug kann es insbesondere bei Fahrzeugen mit mehreren Antennen zu Situationen kommen, in denen eine von einem jeweiligen Kommunikationspartner am weitesten entfernte Antenne zur Kommunikation mit dem Kommunikationspartner verwendet wird, so dass ein Kommunikationssignal unnötig stark abgeschwächt wird, und eine Gesprächsqualität unnötig stark beeinträchtigt wird.

Insbesondere bei einer Kommunikation eines Fahrzeugs mit mobilen Kommunikationseinrichtungen über bspw. eine niederenergetische Bluetoothverbindung, ist eine Kenntnis darüber, ob sich eine jeweilige Kommunikationseinrichtung innerhalb oder außerhalb des Fahrzeugs befindet, entscheidend für einen verlässlichen Ablauf der Kommunikation.

In der europäischen Druckschrift EP 04 40 239 A2 wird eine Vorrichtung eines Fahrzeugs zur Antennenauswahl offenbart, bei der eine Auswahl einer Antenne aus einer Anzahl von Antennen des Fahrzeugs basierend auf der Stärke eines Empfangssignals erfolgt.

Die europäische Druckschrift EP 06 76 870 A1 offenbart einen Empfänger, der dazu konfiguriert ist, Antennen eines Fahrzeugs basierend auf einer Signalstärke und einer Fehlerrate eines Empfangssignals auszuwählen.

Ein Verfahren zum Erfassen unterschiedlicher Antenneneigenschaften und deren Auswertung in einem Fahrzeug ist in der europäischen Druckschrift EP 25 41 799 A1 offenbart.

Vor diesem Hintergrund wird ein Verfahren zur Lokalisation eines mit einem Fahrzeug kommunizierenden Senders vorgestellt, bei dem von dem Sender Funksignale an das Fahrzeug übertragen werden, und bei dem die Funksignale von einer Vielzahl Antennen des Fahrzeugs empfangen werden, und bei dem jeweilige von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen empfangene Funksignale mittels einer mit der Vielzahl Antennen verbundenen Auswerteeinheit untereinander verglichen werden und auf Grundlage des Vergleichs der Funksignale der jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen eine Position des Senders bestimmt wird, und bei dem das Fahrzeug in Abhängigkeit der Position des Senders konfiguriert wird.

Ausgestaltungen der vorgestellten Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den abhängigen Ansprüchen.

Das vorgestellte Verfahren dient insbesondere zum Bestimmen einer Position eines mit einem Fahrzeug kommunizierenden Senders, wie bspw. einem Smartphone, das über eine niederenergetische Bluetoothverbindung, d. h. eine Verbindung auf Grundlage eines „low-energy” Bluetoothmoduls, oder über eine WLAN-Verbindung mit dem Fahrzeug kommuniziert, um bspw. eine Fernbedienung des Fahrzeugs über eine sogenannte „remote app” zu ermöglichen. Um die Position des Senders zu bestimmen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Fahrzeug eine Vielzahl Antennen umfasst und Funksignale, die von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen erfasst werden, untereinander verglichen werden. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass Signalstärken der jeweiligen Funksignale ermittelt und untereinander abgeglichen werden, um diejenige Antenne zu bestimmen, an der ein jeweils stärkstes Funksignal ankommt, und um diese Antenne ggf. priorisiert für eine Kommunikationsverbindung zu dem Sender zu verwenden.

Um die Signalstärken der jeweiligen Funksignale zu bestimmen, können physikalische Eigenschaften eines Funksignals in einem Basisband oder aufgrund digitaler Kennwerte, wie bspw. einem Abtastwert, ausgewertet werden. Weiterhin ist es denkbar, dass ein Übertragungsprotokoll einer Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und dem Sender hinsichtlich eines Kennwerts einer Empfangsstärke ausgewertet wird.

Es ist insbesondere vorgesehen, dass direkt an einer jeweiligen Antenne mittels eines integrierten Sende-/Empfangsverstärkers, der ggf. um mindestens einen Duplex-Filter zur Trennung jeweiliger Sende- und Empfangsfrequenzbänder erweitert ist, ein Ausgleich von Kabelverlusten bei bspw. 2.4 GHz und 5 GHz erreicht wird. Da Kabelverluste ein von einer jeweiligen Antenne an die erfindungsgemäß vorgesehene Auswerteeinheit übermitteltes Signal beeinflussen und entsprechend einen Vergleich des Signals mit einem weiteren Signal einer weiteren Antenne verzerren, ist vorgesehen, dass die Kabelverluste mittels jeweiligen Antennen zugewiesener Sende-/Empfangsverstärker ausgeglichen werden. Dazu können die Sende-/Empfangsverstärker der jeweiligen Antennen eines Fahrzeugs auf einen Verstärkungsfaktor eingestellt werden, der für eine jeweilige Antenne bzw. ein entsprechendes Kabel in einem Kalibrierungsprozess, bspw. durch eine Impedanzmessung oder eine Laufzeitmessung, bestimmt wurde.

Es ist gemäß dem vorgestellten Verfahren vorgesehen, dass das erfindungsgemäß vorgesehene Fahrzeug in Abhängigkeit einer jeweiligen bestimmten Position eines jeweiligen Senders konfiguriert bzw. eingestellt wird. Dies bedeutet, dass bspw. eine Kommunikationseinrichtung des Fahrzeugs an die Position des Senders angepasst wird, indem bspw. lediglich eine Antenne mit Energie versorgt wird, an der ein Funksignal mit einer höchsten Signalstärke ermittelt wurde. Weiterhin kann das Fahrzeug dazu konfiguriert werden, einen Innenraum des Fahrzeugs mit elektrischem Strom zu versorgen oder von einer Versorgung mit elektrischem Strom auszuschließen.

In einer möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass anhand eines Abgleichs der Funksignale der jeweiligen Antennen mit einem vorgegebenen Schwellenwert eine aktuelle Position des Senders einer Klasse „innerhalb des Fahrzeugs” oder einer Klasse „außerhalb des Fahrzeugs” zugewiesen wird.

Um das erfindungsgemäß vorgesehene Fahrzeug an eine Situation anzupassen, in der ein jeweiliger mit dem Fahrzeug kommunizierender Sender innerhalb des Fahrzeugs angeordnet ist, und um dabei bspw. ein Bluetoothmodul zur Kommunikation mit dem Sender zu verwenden oder um das Fahrzeug an eine Situation anzupassen, in der der Sender außerhalb des Fahrzeugs angeordnet ist, und um dabei bspw. ein Mobilfunkmodul zur Kommunikation mit dem Sender zu nutzen, ist in Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens vorgesehen, dass der Sender in Abhängigkeit eines Abgleichs jeweiliger Signalstärken von durch die Vielzahl Antennen empfangener Funksignale, als ”in dem Fahrzeug angeordnet” oder ”außerhalb des Fahrzeugs angeordnet” eingestuft wird. Dabei kann der Schwellenwert für jede Antenne der Vielzahl Antennen einzeln vorgegeben sein, so dass bspw. einer Antenne in der Nähe eines Fahrersitzes ein besonders hoher Schwellenwert und einer Antenne, die bspw. in einem Heckbereich eines Fahrzeugs angeordnet ist, ein besonders niedriger Schwellenwert zugeordnet wird.

In einer möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass der Sender mit dem Fahrzeug über einen Kommunikationspfad der folgenden Liste an Kommunikationspfaden kommuniziert: Bluetooth, WLAN, Mobilfunknetzwerk.

Das vorgestellte Verfahren kann insbesondere zum Steuern eines Fahrzeugs mittels einer Fernsteuerung bzw. mittels einer durch eine Applikation als Fernsteuerung konfigurierten mobilen Kommunikationseinheit verwendet werden. Dabei kann mittels des vorgestellten Verfahrens festgestellt werden, ob sich eine jeweilige mobile Kommunikationseinheit innerhalb oder außerhalb eines jeweiligen Fahrzeugs befindet. Je nachdem, ob sich die mobile Kommunikationseinheit innerhalb oder außerhalb des Fahrzeugs befindet, kann bspw. eine Kommunikationseinrichtung des Fahrzeugs und/oder das Fahrzeug selbst der aktuellen Position der mobilen Kommunikationseinheit entsprechend konfiguriert werden. So kann bspw. eine für die aktuelle Position der mobilen Kommunikationseinheit optimale Antenne zur Kommunikation mit der mobilen Kommunikationseinheit verwendet werden oder eine Interieursbeleuchtung des Fahrzeugs aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Ferner ist es denkbar, dass ein zur Kommunikation mit einem jeweiligen Sender verwendeter Kommunikationspfad, d. h. ein zur Kommunikation verwendetes Kommunikationsmodul, wie bspw. ein Bluetoothmodul oder ein WLAN-Modul, in Abhängigkeit einer aktuellen Position des Senders ausgewählt wird, so dass bspw. eine Bluetoothverbindung lediglich dann für eine Kommunikation mit dem Sender verwendet wird, wenn sich der Sender innerhalb des erfindungsgemäß vorgesehenen Fahrzeugs befindet.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass die von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen empfangenen Funksignale mittels mindestens eines Digital-Analog-Wandlers in ein Basisband konvertiert und auf einer physikalischen Ebene anhand von Pegeln der von den jeweiligen Antennen empfangenen Funksignale verglichen werden.

Um von einem Sender eingehende Funksignale auf einer physikalischen Ebene zu vergleichen, ist in Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens vorgesehen, ggf. ankommende digitale Funksignale mittels eines Digital-Analog-Wandlers in analoge Funksignale zu konvertieren und synchron sowie latenzarm an die erfindungsgemäß vorgesehene Auswerteeinheit zu übertragen und mittels der Auswerteeinheit einen Pegel der Funksignale zu bestimmen. Anhand des Pegels verschiedener Funksignale verschiedener Antennen kann eine jeweilige am besten geeignete Antenne, an der Funksignale mit einen höchsten Pegel eingehen, bestimmt werden. Da im Basisband eines Funksignals keine Überlagerung von Funksignalen stattfindet, kann durch einen jeweiligen in einem Basisband eines Funksignals gemessenen Pegel direkt auf eine Signalstärke eine jeweiligen Funksignals rückgeschlossen werden. Entsprechend kann durch eine Konvertierung von digitalen Funksignalen in ein Basisband eine Verzerrung von gemessenen Pegelwerten aufgrund von Überlagerungen vermieden werden.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass ein bidirektionaler Splitter verwendet wird, um durch eine Kabeldämpfung bedingte Splitterverluste jeweiliger von den jeweiligen Antennen an die Auswerteeinheit übertragener Funksignale auszugleichen.

Bidirektionale Splitter eignen sich in vorteilhafter Weise zum Ausgleich von durch eine Kabeldämpfung bedingter Splitterverluste. Dabei kann vorgesehen sein, dass jeder Antenne der erfindungsgemäß vorgesehenen Vielzahl Antennen ein eigener bidirektionaler Splitter zugeordnet wird.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass die von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen empfangenen Funksignale auf einer digitalen Ebene anhand von Abtastwerten der von den jeweiligen Antennen empfangenen Funksignale verglichen werden.

Um auf digitaler Ebene eine Signalstärke eines jeweiligen Funksignals zu bestimmen, ist in Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens vorgesehen, das Funksignal bspw. mittels eines Analog-Digital-Wandlers abzutasten und jeweilige Abtastwerte zu protokollieren. Durch einen Vergleich jeweiliger Abtastwerte verschiedener Antennen kann eine jeweilige Antenne mit einer höchsten Signalstärke bestimmt werden.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass die von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen empfangenen Funksignale auf einer Protokollebene anhand eines Kennwerts einer Empfangsstärke der von den jeweiligen Antennen empfangenen Funksignale verglichen werden.

Selbstverständlich ist es denkbar, dass anhand eines Protokolls von bspw. mittels eines Analog-Digital-Wandlers erfassten Abtastwerten ein Kennwert, wie bspw. ein Received Signal Strength Indicator in [dB/m] ermittelt wird, der einen schnellen und objektiven Vergleich von Signalstärken jeweiliger Funksignale verschiedener Antennen ermöglicht.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass eine jeweilige Antenne der Vielzahl Antennen, an der die Funksignale mit einer höchsten Signalstärke erfasst wurden, für eine Kommunikation mit dem Sender ausgewählt wird.

Insbesondere für den Fall, das mittels des vorgestellten Verfahrens festgestellt wird, dass ein jeweiliger Sender innerhalb eines Fahrzeugs angeordnet ist, kann auf eine energetisch aufwendige Kommunikation mittels einer Vielzahl Antennen verzichtet werden und lediglich eine am besten geeignete Antenne zur Kommunikation ausgewählt werden.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass die Vielzahl Antennen für eine Verwendung als Empfangsmodul konfiguriert wird, indem jeweilige Kabellängen jeweiliger Antennen der Vielzahl Antennen zu dem Auswertemodul vermessen werden und anhand der jeweiligen Kabellängen eine jeweils spezifische Phasendrehung der jeweiligen Antennen ermittelt wird, und bei dem unter Berücksichtigung der jeweils spezifischen Phasendrehung der jeweiligen Antennen eine Vielzahl Funksignale additiv überlagert und/oder unter Berücksichtigung der jeweils spezifischen Phasendrehung der jeweiligen Antennen voneinander getrennt wird.

Um eine Vielzahl von analogen Funksignalen gemeinsam zu übertagen, d. h. bspw. über eine gemeinsame Kabelleitung zu übertragen, ist es erforderlich, eine durch verschiedene Kabellängen jeweiliger Antennen bedingte Überlagerung von Signalen der Antennen exakt zu kennen und diese bei einer Trennung bzw. einer Erzeugung der Signale zu berücksichtigen. Insbesondere eine Phasendrehung, die in Abhängigkeit einer Länge eines Kabels variiert, kann bei exakter Kenntnis einer Länge eines jeweiligen Kabels aus einem Signal, das bspw. mehrere Funksignale codiert, herausgerechnet werden, indem bspw. die Phasendrehung von dem Signal abgezogen wird. Um die Länge eines Kabels zu bestimmen, ist vorgesehen, dass diese in einem Kalibrierungsschritt, bspw. mittels einer Impedanzmessung oder einer Messung einer Laufzeit eines Signals, bestimmt wird.

Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Fahrzeug mit einer Vielzahl Antennen und einer mit der Vielzahl Antennen kommunikativ verbundenen Auswerteeinheit, wobei die Auswerteeinheit dazu konfiguriert ist, Funksignale, die von einem Sender an das Fahrzeug übertragen und von der Vielzahl Antennen des Fahrzeugs empfangen werden, auf Grundlage eines Vergleichs jeweiliger von jeweiligen Antennen der Vielzahl Antennen erfasster Funksignale untereinander eine Position des Senders zu bestimmen.

Das vorgestellte Fahrzeug dient insbesondere zur Durchführung des vorgestellten Verfahrens.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.

Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Die Erfindung ist anhand von Ausführungsformen in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung schematisch und ausführlich beschrieben.

1 zeigt eine schematische Darstellung einer möglichen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Fahrzeugs.

In 1 ist ein Fahrzeug 1 dargestellt. Das Fahrzeug 1 umfasst eine Vielzahl Antennen 3, 5, 7, 9 und 11, denen jeweils ein Sende-/Empfangsverstärker zugeordnet ist, um Kabelverluste bei einer Übertragung eines Signals von einer jeweiligen Antenne 3, 5, 7, 9 und 11 an eine Auswerteeinheit 13 auszugleichen.

Zum Fernsteuern des Fahrzeugs 1 verbindet sich ein Nutzer über ein Smartphone 15, das mittels einer Applikation zu einer Fernbedienung konfiguriert wurde, mit dem Fahrzeug 1. Dazu sendet das Smartphone 15 Funksignale 17 aus, die von den Antennen 3, 5, 7, 9 und 11 empfangen werden. Um eine Lokalität des Smartphones 15 zu bestimmen und insbesondere zu ermitteln, ob das Smartphone 15 innerhalb des Fahrzeugs 1 oder außerhalb des Fahrzeugs 1 angeordnet ist, ist vorgesehen, dass die Funksignale 17 von den Antennen 3, 5, 7, 9 und 11 an die Auswerteeinheit 13 weitergeleitet und dort über einen Digital-Analog-Wandler konvertiert werden. Anhand eines Pegels jeweiliger von den Antennen 3, 5, 7, 9 und 11 empfangener Funksignale kann auf eine Richtung bzw. eine Lokalität des Smartphones 15, bspw. unter Verwendung eines Triangulationsverfahrens, rückgeschlossen werden.

Um eine Kommunikation mit dem Smartphone 15 energetisch effizient zu gestalten, ist vorgesehen, dass für die Kommunikation mit dem Smartphone 15 diejenige Antenne der Antennen 3, 5, 7, 9 und 11 ausgewählt wird, deren Funksignal gegenüber den Funksignalen der jeweils anderen Antennen 3, 5, 7, 9 und 11 einen höchsten Pegel aufweist.

Um zu bestimmen, ob das Smartphone 15 innerhalb des Fahrzeugs 1 angeordnet ist, werden die Pegel der Funksignale 17 der Antennen 3, 5, 7, 9 und 11 mit jeweiligen im voraus bereitgestellten Schwellenwerten abgeglichen. Für den Fall, dass mindestens ein Funksignal 17 der Antennen 3, 5, 7, 9 und 11, d. h. ein Funksignal 17 das von einer Antenne 3, 5, 7, 9 oder 11 empfangen wurde, einen Pegel aufweist, der höher als ein jeweiliger den Antennen 3, 5, 7, 9 und 11 zugewiesener Schwellenwert ist, wird das Smartphone 15 als in dem Fahrzeug 1 angeordnet klassifiziert.

Vorliegend weist keines der Funksignale 17 einen Pegel auf, der höher ist als der jeweilige Schwellenwert der Antennen 3, 5, 7, 9 und 11, so dass das Smartphone 15 als außerhalb des Fahrzeugs 1 angeordnet klassifiziert wird und das Fahrzeug 1 sich für eine Kommunikation nach außen konfiguriert und Daten mit dem Smartphone 15 bspw. über eine Mobilfunkschnittstelle austauscht.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 0440239 A2 [0004]
  • EP 0676870 A1 [0005]
  • EP 2541799 A1 [0006]