Title:
System mit Kamera
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Bei einem System (1) mit einer Kamera (2), einer optischen Filtervorrichtung (9) zur Fixierung an der Kamera (2) und einer Fixierungsvorrichtung zur Fixierung der optischen Filtervorrichtung (9) an der Kamera (2), die Kamera (2) umfassend: ein Gehäuse (3), einen Bildsensor, eine optische Einrichtung zur optischen Lenkung des Lichtes auf den Bildsensor, die optische Filtervorrichtung (9) umfassend: einen optischen Filter (10), eine Halterung (11), wobei an der Halterung (11) der optische Filter (9) befestigt ist, soll die optische Filtervorrichtung (9) an der Kamera (2) befestigt werden können ohne dass hierfür an der Kamera (2) gesonderte Fixierungsvorrichtungen bereits bei der Herstellung an der Kamera (2) ausgebildet sind, d. h. insbesondere ein Nachrüsten der Kamera (2) mit der optischen Filtervorrichtung (9) problemlos einfach gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Fixierungsvorrichtung als ein stoffschlüssiges Verbindungsmittel zur mittelbaren oder unmittelbaren Fixierung der optischen Filtervorrichtung (9) mittels einer stoffschlüssigen Verbindung an der Kamera (2), insbesondere dem Gehäuse (3) der Kamera (2), ausgebildet ist.





Inventors:
Wagner, Steffen (02625, Bautzen, DE)
Steinicke, Michael (01307, Dresden, DE)
Application Number:
DE102016007744
Publication Date:
12/28/2017
Filing Date:
06/27/2016
Assignee:
Baumer Optronic GmbH, 01454 (DE)
International Classes:
G03B17/12; G02B7/00; G03B11/00; G03B17/14
Domestic Patent References:
DE2353065AN/A
Foreign References:
4893143
6102556
Claims:
1. System (1) mit einer Kamera (2), einer optischen Filtervorrichtung (9) zur Fixierung an der Kamera (2) und einer Fixierungsvorrichtung (17) zur Fixierung der optischen Filtervorrichtung (9) an der Kamera (2), die Kamera (2) umfassend:
ein Gehäuse (3),
einen Bildsensor,
eine optische Einrichtung (6) zur optischen Lenkung des Lichtes auf den Bildsensor,
die optische Filtervorrichtung (9) umfassend:
einen optischen Filter (10),
eine Halterung (11), wobei an der Halterung (11) der optische Filter (10) befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fixierungsvorrichtung (17) als ein stoffschlüssiges Verbindungsmittel (18) zur mittelbaren oder unmittelbaren Fixierung der optischen Filtervorrichtung (9) mittels einer stoffschlüssigen Verbindung an der Kamera (2), insbesondere dem Gehäuse (3) der Kamera (2), ausgebildet ist.

2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das System (1) wenigstens ein Zwischenbauteil (21) zur mittelbaren Fixierung der optischen Filtervorrichtung (9) an der Kamera (2), insbesondere dem Gehäuse (3) der Kamera (2), umfasst.

3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Zwischenbauteil (21) als ein Steg (22) oder Stutzen (23) ausgebildet ist.

4. System nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (11) wenigstens eine Formschlussgeometrie (15) zur formschlüssigen Befestigung der Halterung (11) an dem wenigstens einen Zwischenbauteil (21) umfasst.

5. System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Formschlussgeometrie (15) U-förmig ausgebildet ist zum formschlüssigen Umgreifen eines Zwischenbauteiles (21).

6. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an je einem Zwischenbauteil (21) eine Gegenformschlussgeometrie ausgebildet ist und die Gegenformschlussgeometrie (24) des Zwischenbauteiles (21) ist wenigstens teilweise, insbesondere vollständig, komplementär zu der wenigstens einen Formschlussgeometrie (15) des Zwischenbauteiles (21) ausgebildet.

7. System nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das stoffschlüssige Verbindungsmittel (18) als ein doppelseitig klebendes Klebeband oder ein Klebstoff ausgebildet ist.

8. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Halterung (11) wenigstens eine Rastnase (16) und an dem wenigstens einen Zwischenbauteil (21) wenigstens eine Rastaussparung (25) ausgebildet ist oder umgekehrt für eine lösbare Rastverbindung zwischen der wenigstens einen Rastnase (16) und der wenigstens einen Rastaussparung (25).

9. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (11) unmittelbar mit dem stoffschlüssigen Verbindungsmittel (18) an dem Gehäuse (3) der Kamera (2) befestigt ist.

10. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (11) unlösbar mit dem stoffschlüssigen Verbindungsmittel (18) an dem Gehäuse (3) der Kamera (2) befestigt ist.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System mit einer Kamera, einer optischen Filtervorrichtung zur Fixierung an der Kamera und einer Fixierungsvorrichtung zur Fixierung der optischen Filtervorrichtung an der Kamera.

Kameras werden in den verschiedensten technischen Anwendungen zur optischen Erfassung von Gegenständen eingesetzt. Beispielsweise bei einer Verwendung von Bildverarbeitungssoftware können Kameras technische Prozesse überwachen, d. h. den Aufdruck auf Etiketten erkennen oder Mängel bei der Herstellung von Flaschen optisch erfassen. Die Kameras umfassen ein Gehäuse, einen Bildsensor, optional eine integrierte Beleuchtung, elektrische Schnittstellen und elektronische Bauelemente. Linsen an der Kamera bilden ein Objektiv als optische Einrichtung und dienen dazu, das Auftreffen des Lichts entsprechend gerichtet auf den Bildsensor zu richten.

Zur Selektion der auf die Linsen und damit auch auf den Bildsensor auftreffenden Lichts werden Filtervorrichtungen eingesetzt. Die Filtervorrichtungen umfassen einen optischen Filter und eine Halterung für den optischen Filter. Mittels einer Fixierungsvorrichtung ist der optische Filter an einer Kamera befestigbar. Die Fixierungsvorrichtungen sind beispielsweise in Form eines Außengewindes an der Halterung der optischen Filtervorrichtung und in Form eines Innengewindes an dem Gehäuse im Bereich der Linsen ausgebildet. Dadurch kann die optische Filtervorrichtung an der Kamera aufgeschraubt und fixiert werden. Darüber hinaus ist es bekannt, die optischen Filtervorrichtungen mit Klemmverbindungen an dem Gehäuse der Kamera zu befestigen. Hierfür sind jedoch an dem Gehäuse der Kamera bestimmte Formen notwendig zur Herstellung der Klemmverbindung. In nachteiliger Weise können somit an Kameras, die über keine Fixierungsvorrichtungen bzw. entsprechenden Formen an der Kamera, insbesondere dem Gehäuse der Kamera, verfügen, keine optischen Filtervorrichtungen an der Kamera befestigt werden.

Die DE 10 2005 027 893 B4 zeigt ein Gehäuse oder Gehäuseteil für eine Kamera. Auf einem Träger ist ein lichtempfindlicher Sensor angeordnet, der sich senkrecht zur optischen Achse der Kamera erstreckt, und eine Halterung für das Objektiv aufweist, wobei die Halterung für das Objektiv mit dem Träger verbunden ist und mit diesem eine Montageeinheit bildet.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein System mit einer Kamera, einer optischen Filtervorrichtung zur Fixierung an der Kamera und einer Fixierungsvorrichtung zur Fixierung der optischen Filtervorrichtung an der Kamera zur Verfügung zu stellen, bei der die optische Filtervorrichtung an der Kamera befestigt werden kann ohne dass hierfür an der Kamera gesonderte Fixierungsvorrichtungen bereits bei der Herstellung der Kamera ausgebildet sind, d. h. insbesondere ein Nachrüsten der Kamera mit der optischen Filtervorrichtung problemlos einfach gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird gelöst mit einem System mit einer Kamera, einer optischen Filtervorrichtung zur Fixierung an der Kamera und einer Fixierungsvorrichtung zur Fixierung der optischen Filtervorrichtung an der Kamera, die Kamera umfassend: ein Gehäuse, einen Bildsensor, eine optische Einrichtung zur optischen Lenkung des Lichtes auf den Bildsensor, die optische Filtervorrichtung umfassend: einen optischen Filter, eine Halterung, wobei an der Halterung der optische Filter befestigt ist, wobei die Fixierungsvorrichtung als ein stoffschlüssiges Verbindungsmittel zur mittelbaren oder unmittelbaren Fixierung der optischen Filtervorrichtung mittels einer stoffschlüssigen Verbindung an der Kamera, insbesondere dem Gehäuse der Kamera, ausgebildet ist. Die Kamera ist eine Kamera, an der keine Mittel vorgesehen sind zur Fixierung einer optischen Filtervorrichtung an der Kamera. Die Kamera weist somit beispielsweise kein Innengewinde auf oder eine Form zur klemmenden Befestigung oder Fixierung einer optischen Filtervorrichtung an der Kamera. Aufgrund der Ausbildung der Fixierungsvorrichtung als ein stoffschlüssiges Verbindungsmittel kann somit einfach, sicher und zuverlässig an jeder beliebigen Kamera eine optische Filtervorrichtung einfach mit der stoffschlüssigen Verbindung an der Kamera befestigt werden.

In einer zusätzlichen Ausgestaltung umfasst das System wenigstens ein Zwischenbauteil zur mittelbaren Fixierung der optischen Filtervorrichtung an der Kamera, insbesondere dem Gehäuse der Kamera. Mittels des wenigstens einen Zwischenbauteils kann die optische Filtervorrichtung mittelbar an der Kamera, insbesondere dem Gehäuse der Kamera, befestigt werden. Die aufzunehmenden Tragekräfte werden somit zunächst von der optischen Filtervorrichtung auf das Zwischenbauteil übertragen und von dem Zwischenbauteil auf die Kamera, insbesondere auf das Gehäuse der Kamera. Ein Zwischenbauteil ermöglicht insbesondere eine lösbare Fixierung der optischen Filtervorrichtung an der Kamera.

In einer zusätzlichen Ausgestaltung ist das wenigstens eine Zwischenbauteil als ein Steg oder Stutzen ausgebildet. Das Zwischenbauteil als der Steg oder der Stutzen kann somit besonders einfach und preiswert, beispielsweise mittels Rapid Prototyping Verfahren oder mittels Spritzgießen aus thermoplastischem Kunststoff, hergestellt werden.

In einer zusätzlichen Ausgestaltung umfasst die Halterung wenigstens eine Formschlussgeometrie zur formschlüssigen Befestigung der Halterung an dem wenigstens einen Zwischenbauteil.

In einer ergänzenden Variante ist die wenigstens eine Formschlussgeometrie U-förmig zum formschlüssigen Umgreifen eines Zwischenbauteiles ausgebildet. Mittels der Formschlussgeometrie können somit große Haltekräfte auf das wenigstens eine Zwischenbauteil übertragen werden.

In einer ergänzenden Ausgestaltung ist an je einem Zwischenbauteil eine Gegenformschlussgeometrie ausgebildet und die Gegenformschlussgeometrie des Zwischenbauteiles ist wenigstens teilweise, insbesondere vollständig, komplementär zu der wenigstens einen Formschlussgeometrie des Zwischenbauteiles ausgebildet. Aufgrund der komplementären Ausbildung der wenigstens einen Gegenformschlussgeometrie und der wenigstens einen Formschlussgeometrie kann somit beim Aufeinanderliegen jeweils einer Gegenformschlussgeometrie auf der Formschlussgeometrie eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Zwischenbauteil und der Haltung sicher und zuverlässig hergestellt werden.

Zweckmäßig ist das stoffschlüssige Verbindungsmittel als ein doppelseitig klebendes Klebeband oder ein Klebstoff ausgebildet.

In einer zusätzlichen Ausgestaltung umfasst das System zwei Zwischenbauteile, insbesondere nur zwei Zwischenbauteile und an der Halterung sind zwei Formschlussgeometrien, insbesondere nur zwei Formschlussgeometrien, ausgebildet.

In einer zusätzlichen Ausgestaltung ist an der Halterung wenigstens eine Rastnase und an dem wenigstens einen Zwischenbauteil wenigstens eine Rastaussparung ausgebildet oder umgekehrt für eine lösbare Rastverbindung zwischen der wenigstens einen Rastnase und der wenigstens einen Rastaussparung. Mittels der, vorzugsweise lösbaren, Rastverbindung kann somit eine zusätzliche sichere und zuverlässige Fixierung der optischen Filtervorrichtung an der Kamera gewährleistet werden.

In einer ergänzenden Ausgestaltung sind an der Halterung zwei Rastnasen ausgebildet.

In einer zusätzlichen Variante ist die optische Filtervorrichtung mit dem stoffschlüssigen Verbindungsmittel und dem wenigstens einen Zwischenbauteil stoffschlüssig und mittelbar an der Kamera befestigt. Ein System liegt somit vor, wenn sowohl entweder die Komponenten des Systems, das heißt die Kamera, die optische Filtervorrichtung und die Fixierungsvorrichtung nicht aneinander befestigt sind, sondern getrennte Komponenten bilden oder auch die optische Filtervorrichtung an der Kamera mittels der Fixierungsvorrichtung befestigt ist.

In einer zusätzlichen Ausgestaltung ist das wenigstens eine Zwischenbauteil mit dem stoffschlüssigen Verbindungsmittel unmittelbar an dem Gehäuse der Kamera befestigt und die Halterung der optischen Filtervorrichtung ist formschlüssig, insbesondere lösbar, mit der wenigstens einen Formschlussgeometrie an der Halterung und der wenigstens einen Gegenformschlussgeometrie an dem wenigstens einen Zwischenbauteil befestigt.

Zweckmäßig ist die Halterung der optischen Filtervorrichtung mit einer Rastverbindung, insbesondere lösbar, mit der wenigstens einen Rastnase und der wenigstens einen Rastaussparung an dem wenigstens einen Zwischenbauteil befestigt.

In einer zusätzlichen Ausgestaltung ist die Halterung unmittelbar mit dem stoffschlüssigen Verbindungsmittel an dem Gehäuse der Kamera befestigt.

In einer weiteren Ausführungsform ist die Halterung unlösbar mit dem stoffschlüssigen Verbindungsmittel an dem Gehäuse der Kamera befestigt. Bei einer Ausbildung des stoffschlüssigen Verbindungsmittels als Klebstoff wird der Klebstoff beispielsweise an einzelnen Stellen außenseitig an einer Wandung des Gehäuses der Kamera oder an einer Rückseite der Halterung der optischen Filtervorrichtung aufgebracht und anschließend die Halterung der optischen Filtervorrichtung an der Kamera angeklebt.

In einer zusätzlichen Ausgestaltung ist wenigstens eine zusätzliche Gegenformschlussgeometrie von der Kamera, vorzugsweise dem Gehäuse der Kamera, insbesondere wenigstens einer Außenseite wenigstens einer Wandung des Gehäuses der Kamera, gebildet. Die Kamera selbst kann somit zusätzlich wenigstens eine Gegenformschlussgeometrie zur Verfügung stellen. Beispielsweise ist die wenigstens eine Gegenformschlussgeometrie eine Außenseite des Gehäuses der Kamera auf welcher ein Haltearm der Halterung aufliegt bei der Fixierung der optischen Filtervorrichtung an der Kamera. Nur die wenigstens eine zusätzliche Gegenformschlussgeometrie ist nicht ausreichend, um die Halterung formschlüssig zu befestigen.

In einer Variante ist der optische Filter lösbar oder unlösbar an der Halterung befestigt. Bei einem lösbar an der Halterung befestigten Filter kann der optische Filter, auch bei einer Fixierung der optischen Filtervorrichtung an der Kamera, durch einen anderen optischen Filter ausgetauscht werden.

Vorzugsweise ist der optische Filter ein Farbfilter, insbesondere Bayer-Filter oder Komplementärfarbenfilter, ein Interferenzfilter, ein Polarisationsfilter, ein Verlaufsfilter oder ein Kantenfilter. Optische Filter selektieren im Regelfall die auf die optische Einrichtung und damit auch den Bildsensor fallende Strahlung nach bestimmten Kriterien.

In einer ergänzenden Ausführungsform umfasst das Gehäuse Wandungen mit einer Außenseite und einer Innenseite. Vorzugsweise ist die stoffschlüssige Verbindung an wenigstens einer Außenseite wenigstens einer Wandung ausgebildet, insbesondere sind zwei stoffschlüssige Verbindungen an zwei Außenseiten von zwei Wandungen, vorzugsweise gegenüberliegenden Wandungen, ausgebildet.

In einer ergänzenden Ausgestaltung umfasst die optische Einrichtung wenigstens eine Linse und/oder ein Prisma. Mittels der optischen Einrichtung wird das Licht zum Bildsensor gerichtet bzw. ein Bild auf dem Bildsensor abgebildet.

Vorzugsweise ist die optische Einrichtung mit einer Befestigungseinrichtung befestigt bzw. fixiert, insbesondere an dem Gehäuse der Kamera.

In einer zusätzlichen Ausführungsform ist der Bildsensor als ein lichtempfindlicher Sensor, insbesondere ein CMOS-Sensor oder ein CCD-Chip, ausgebildet.

Zweckmäßig bildet die optische Einrichtung ein Objektiv, vorzugsweise umfasst das Objektiv mehrere Linsen.

In einer weiteren Ausgestaltung ist der Bildsensor mit einem Träger, insbesondere einer ersten Leiterplatte, mittelbar oder unmittelbar an dem Gehäuse befestigt.

In einer weiteren Ausgestaltung umfasst die Kamera elektronische Bauelemente.

In einer ergänzenden Variante sind die elektronischen Bauelemente der Kamera an einer zweiten Leiterplatte befestigt. Eine Leiterplatte umfasst Leiterbahnen zur Bestromung der elektronischen Bauelemente und/oder des Bildsensors.

In einer weiteren Ausgestaltung ist die Halterung wenigstens teilweise, insbesondere vollständig, aus Metall und/oder Kunststoff ausgebildet.

In einer ergänzenden Variante ist das wenigstens eine Zwischenbauteil wenigstens teilweise, insbesondere vollständig, aus Metall und/oder Kunststoff ausgebildet.

Zweckmäßig ist die Kamera eine Industriekamera zur optischen Erfassung von Objekten mit einer integrieren Bildverarbeitung einschließlich Bildverarbeitungssoftware in einem Computer. Der Computer kann integriert (intelligente Kamera) oder extern sein. In diesem Fall liefert die Industriekamera nur die Bilddaten zur Verarbeitung in dem Computer.

Im Nachfolgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt:

1 eine perspektivische Ansicht einer Kamera,

2 eine perspektivische Ansicht eines Systems mit einer Kamera, einer optischen Filtervorrichtung in einem ersten Ausführungsbeispiel, einer Fixierungsvorrichtung in einem ersten Ausführungsbeispiel, und zwei Zwischenbauteilen,

3 eine perspektivische Ansicht des Systems gemäß 2 nach der Befestigung der Zwischenbauteile an der Kamera,

4 eine perspektivische Ansicht des Systems gemäß 2 nach der Befestigung der Zwischenbauteile an der Kamera und nach der Befestigung der optischen Filtervorrichtung an den Zwischenbauteilen und

5 eine Rückansicht einer optischen Filtervorrichtung und der Fixierungsvorrichtung in einem zweiten Ausführungsbeispiel.

Eine in 1 dargestellte Kamera 2 weist keine Mittel zur Fixierung einer optischen Filtervorrichtung 9 an der Kamera 2 auf. Die Kamera 2 umfasst ein Gehäuse 3 aus Kunststoff und/oder Metall. Das Gehäuse 3 ist wenigstens teilweise, insbesondere vollständig, von Wandungen 4 des Gehäuses 3 gebildet. Die Wandungen 4 weisen außenseitig eine Außenseite 5 auf. Eine Vorderwandung als eine Wandung 4 der Kamera 2 weist eine im Wesentlichen kreisförmige Aussparung auf. In dieser kreisförmigen Aussparung ist eine optische Einrichtung 6 mit wenigstens einer Linse 7 befestigt. Innerhalb des von der Kamera 2 bzw. dem Gehäuse 3 der Kamera 2 eingeschlossenen Raumes ist ein Bildsensor und sind elektronische Bauelemente angeordnet. Zur elektrischen Verbindung der Kamera 2, insbesondere mit einem Computer bzw. Recheneinheit bzw. Maschinensteuererung oder SPS (bei einer intelligenten Kamera) zur Ausführung einer Bildverarbeitungssoftware, weist eine Deckwandung als Wandung 4 des Gehäuses 3 einen oder mehrere elektrische Steckverbinder auf (nicht dargestellt).

Eine in der 2 dargestellte optische Filtervorrichtung 9 umfasst einen optischen Filter 10 und eine Halterung 11. Die Halterung 11 kann aus Kunststoff bestehen. Die Halterung 11 ist als ein Halterungsrahmen 12 ausgebildet. Sie weist eine im Wesentlichen kreisförmigen Aussparung und zwei Haltearmen 13 auf. Die im Wesentlichen kreisförmige Aussparung dient zur Befestigung des optischen Filters 10. In den 2 bis 4 ist aufgrund der perspektivischen Ansicht von den insgesamt zwei Haltearmen 13 jeweils nur ein Haltearm 13 sichtbar. Der Haltearm 13 begrenzt eine U-förmige Aussparung 14 als eine Formschlussgeometrie 15. An einem Endbereich des Haltearmes 13 ist außerdem jeweils eine Rastnase 16 ausgebildet.

Ein Zwischenbauteil 21 ist als ein Steg 22 oder ein Stutzen 23 ausgebildet. Das Zwischenbauteil 21 ist vorzugsweise aus Kunststoff ausgebildet. Das Zwischenbauteil 21 kann aber auch aus Metall ausgeführt sein. Eine Fixierungsvorrichtung 17 als ein stoffschlüssiges Verbindungsmittel 18 ist in dem in den 2 bis 4 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel als ein doppelseitiges Klebeband 19 ausgebildet. Auf eine Seite der Zwischenbauteile 21 wird jeweils das doppelseitige Klebeband 19 aufgeklebt. Anschließend werden die beiden Zwischenbauteile 21 an der Außenseite von zwei Seitenwandungen 4 des Gehäuses 3 aufgeklebt (3). Dadurch sind die beiden Zwischenbauteile 21 mit dem stoffschlüssigen Verbindungsmittel 18 stoffschlüssig an der Außenseite 5 von zwei Wandungen 4 des Gehäuses 3 fixiert. Anschließend wird die optische Filtervorrichtung 9 gemäß der Darstellung in 3 in einer vertikalen Richtung nach unten bewegt, sodass dadurch jeweils eine Formschlussgeometrie 15, gebildet von der U-förmigen Aussparung 14 an jeweils einem Haltearm 13, in Kontakt mit jeweils einen Zwischenbauteil 21 gelangt. Ein Teil der Außenseite des Zwischenbauteils 21 bildet somit eine Gegenformschlussgeometrie 24 und diese Gegenformschlussgeometrie 24 an jeweils einem Zwischenbauteil 21 ist komplementär zu der Formschlussgeometrie 15 an jeweils einem Haltearm 13 ausgebildet. Dadurch kann der Halterungsrahmen 12 formschlüssig an den beiden Zwischenbauteilen 21 befestigt bzw. fixiert werden. Zusätzlich liegt auch noch eine Innenseite des Halterungsrahmens 12, insbesondere eine Innenseite des Halterungsrahmens 12 im Bereich des optischen Filters 10, auf einer Vorderwandung 4 des Gehäuses 3 auf und die beiden Haltearme 13 liegen an der Innenseite zusätzlich auf den beiden Seitenwandungen 4 des Gehäuses 3 auf (4). Damit bilden zusätzlich die Außenseiten 5 der Wandungen 4 zusätzliche Gegenformschlussgeometrien 24. Diese Innenseiten des Halterungsrahmens 12 mit den Haltearmen 13 bilden damit zusätzliche Formschlussgeometrien 15. Diese zusätzlichen Formschlussgeometrien 15 und zusätzlichen Gegenformschlussgeometrien 24 sind jedoch im Wesentlichen als ebene Flächen ausgebildet. An den Zwischenbauteilen 21 ist außerdem jeweils eine Rastaussparung 25 ausgebildet und in jeweils eine Rastaussparung 25 rastet je eine Rastnase 16 der Haltearme 13 ein, sodass dadurch zusätzlich die optische Filtervorrichtung 9 mit einer lösbaren Rastverbindung an den Zwischenbauteilen 21 fixiert ist.

In 5 ist eine Rückseite der optischen Filtervorrichtung 9 in einem zweiten Ausführungsbeispiel abgebildet. An der Rückseite der optischen Filtervorrichtung 9 ist an vier Bereichen Klebstoff 20 als das stoffschlüssige Verbindungsmittel 18, d. h. die Fixierungsvorrichtung 17, aufgebracht. Diese optische Filtervorrichtung 9 mit den vier Stellen mit Klebstoff 20 wird zur Fixierung der optischen Filtervorrichtung 9 an der Kamera 2 einfach zu der Vorderwandung 4 des Gehäuses 3 geführt. Dadurch wird eine stoffschlüssige Verbindung zwischen der Rückseite mit den vier Stellen mit Klebstoff 20 der Halterung 11 und der Vorderwandung des Gehäuses 3 der Kamera 2 hergestellt.

Die Kamera 2, die optische Filtervorrichtung 9 und die Fixierungsvorrichtung 17 bilden ein System 1. Die Kamera 2 weist bei ihrer Herstellung keine Mittel zur vollständigen Fixierung der optischen Filtervorrichtung 9 an der Kamera 2 auf. Aufgrund der Ausbildung der Fixierungsvorrichtung 17 als dem stoffschlüssigen Verbindungsmittel 18 kann in dem ersten Ausführungsbeispiel die optische Filtervorrichtung 9 mittelbar mittels des Zwischenbauteils 21 an dem Gehäuse 3 der Kamera 2 stoffschlüssig fixiert werden. In dem zweiten Ausführungsbeispiel der Ausbildung der Fixierungsvorrichtung 17 als Klebstoff 20 ist die optische Filtervorrichtung 9 unmittelbar an dem Gehäuse 3 der Kamera 2 mittels des Klebstoffs 20 fixiert. In dem zweiten Ausführungsbeispiel ist die Verbindung zwischen der optischen Filtervorrichtung 9 und der Kamera 2 nicht lösbar. Ein System 1 liegt vor, wenn sowohl die Komponenten 2, 9 und 17 des Systems 1 getrennt vorhanden sind, beispielsweise getrennt vorliegen innerhalb einer Verpackung, als auch die Komponenten 2, 9 und 17 des Systems 1 fest miteinander verbunden sind, das heißt die optische Filtervorrichtung 9 an der Kamera 2 mittels der Fixierungsvorrichtung 17 fixiert ist. An Kameras 2, die keine Mittel zur Fixierung von optischen Filtervorrichtungen 9 aufweisen, können somit sicher, zuverlässig und preiswert optische Filtervorrichtungen 9 zuverlässig fixiert werden.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102005027893 B4 [0004]