Title:
Verfahren zum Steuern mindestens einer Kraftfahrzeugkomponente sowie ein System umfassend ein Kraftfahrzeug und eine anziehbare Vorrichtung
Kind Code:
B4


Abstract:

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Steuern mindestens einer Kraftfahrzeugkomponente (3, 4) eines Kraftfahrzeugs (1), durch:
a) Erfassen einer Bewegung mittels einer anziehbaren Vorrichtung (5), die zumindest einen Sensor (9, 10) zur Bewegungserfassung aufweist; (S2)
b) Erzeugen eines Steuersignals (12) basierend auf der erfassten Bewegung der anziehbaren Vorrichtung (5); (S3)
c) Übertragen des Steuersignals (12) an eine Datenverarbeitungseinrichtung (2) des Kraftfahrzeugs (1); (S4) und
d) Steuern der zumindest einen Kraftfahrzeugkomponente (3, 4) mittels der Datenverarbeitungseinrichtung (2), basierend auf dem erzeugten Steuersignal (12); (S5) wobei,
in Schritt d) eine Mehrzahl an Kraftfahrzeugkomponenten (3, 4) derart gesteuert wird, dass das Kraftfahrzeug (1) zumindest teilweise autonom bewegt wird.




Inventors:
Schmitt, Nicholas (85049, Ingolstadt, DE)
Al Haddad, Christian (85049, Ingolstadt, DE)
Application Number:
DE102016007483A
Publication Date:
12/21/2017
Filing Date:
06/18/2016
Assignee:
AUDI AG, 85045 (DE)
Domestic Patent References:
DE102014116854A1N/A2016-05-19
DE102014218571A1N/A2016-03-17
DE102015108871A1N/A2015-12-17
DE102015203927A1N/A2015-09-10
DE102012216174A1N/A2014-05-28
DE102009051463A1N/A2011-05-05



Foreign References:
WO2016028007A12016-02-25
Claims:
1. Verfahren zum Steuern mindestens einer Kraftfahrzeugkomponente (3, 4) eines Kraftfahrzeugs (1), durch:
a) Erfassen einer Bewegung mittels einer anziehbaren Vorrichtung (5), die zumindest einen Sensor (9, 10) zur Bewegungserfassung aufweist; (S2)
b) Erzeugen eines Steuersignals (12) basierend auf der erfassten Bewegung der anziehbaren Vorrichtung (5); (S3)
c) Übertragen des Steuersignals (12) an eine Datenverarbeitungseinrichtung (2) des Kraftfahrzeugs (1); (S4) und
d) Steuern der zumindest einen Kraftfahrzeugkomponente (3, 4) mittels der Datenverarbeitungseinrichtung (2), basierend auf dem erzeugten Steuersignal (12); (S5)
e) Steuern einer Mehrzahl an Kraftfahrzeugkomponenten (3, 4), um das Kraftfahrzeug (1) zumindest teilweise autonom zu bewegen, mittels der Datenverarbeitungseinrichtung (2) basierend auf dem erzeugten Steuersignal (12),
gekennzeichnet durch:
Erfassen der Bewegung aus Schritt a) mittels einer Kamera (9) der anziehbaren Vorrichtung (5), wobei die anziehbare Vorrichtung (5) als intelligente Uhr bereitgestellt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Bewegung aus Schritt a) zusätzlich mittels eines Beschleunigungssensors (10) der anziehbaren Vorrichtung (5) erfasst wird.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bewegung aus Schritt a) außerhalb eines Kraftfahrzeuginnenraums (13) erfasst wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Steuersignal (12) der anziehbaren Vorrichtung (5) über ein Mobiltelefon (17) an die Datenverarbeitungseinrichtung (2) in Schritt c) übertragen wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Steuersignal (12) mittels einer auf der anziehbaren Vorrichtung (5) programmierten Applikation an die Datenverarbeitungsvorrichtung (2) verschlüsselt übertragen wird.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei bei einer Erfassung keiner Bewegung in Schritt a), mittels der anziehbaren Vorrichtung (5), ein Stoppsignal für zumindest eine Kraftfahrzeugkomponente (3, 4) erzeugt wird, womit das Kraftfahrzeug (1) zum Stillstand gebracht wird. (S3.1, S4.1, S5.1)

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die anziehbare Vorrichtung (5) mittels eines Authentifizierungsschlüssels als für die Ausführung des Erzeugens des Steuersignals (12) für das Kraftfahrzeug (1) berechtigt authentifiziert wird, wobei eine Authentifizierungsanfrage von der Datenverarbeitungseinrichtung (2) an die anziehbare Vorrichtung (5) gesendet wird oder die Authentifizierungsanfrage von der anziehbaren Vorrichtung (5) an die Datenverarbeitungseinrichtung (2) gesendet wird.

8. System umfassend ein Kraftfahrzeug (1) und eine anziehbare Vorrichtung (5), wobei das Kraftfahrzeug (1) eine Datenverarbeitungseinrichtung (2) umfasst, die dazu ausgebildet ist ein Steuersignal (12) zu verarbeiten und basierend auf dem Steuersignal (12) zumindest eine Kraftfahrzeugkomponente (3, 4) anzusteuern und wobei die anziehbare Vorrichtung (5) dazu ausgebildet ist zumindest eine Bewegung, mittels eines Sensors (9, 10), zu erfassen und basierend auf der Bewegung das Steuersignal (12) zu erzeugen und das Steuersignal (12) an die Datenverarbeitungseinrichtung (2) zu übertragen;
wobei die Datenverarbeitungseinrichtung (2) dazu ausgebildet ist, basierend auf dem erzeugten Steuersignal (12) eine Mehrzahl an Kraftfahrzeugkomponenten (3, 4), mittels welcher das Kraftfahrzeug (1) zumindest teilweise autonom bewegbar ist, anzusteuern
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bewegung mittels einer Kamera (9) der anziehbaren Vorrichtung (5) erfassbar ist und die anziehbare Vorrichtung (5) als intelligente Uhr ausgebildet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern mindestens einer Kraftfahrzeugkomponente eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftfahrzeugs, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 sowie ein System umfassend ein Kraftfahrzeug und eine anziehbare Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 9.

Ein entsprechendes Verfahren zum Steuern mindestens einer Kraftfahrzeugkomponente sowie ein entsprechendes System ist bereits aus der DE 10 2015 108 871 A1 bereits aus dem Stand der Technik bekannt. Diese offenbart beispielsweise ein Fahrzeugdatenverarbeitungssystem, welches mindestens ein Steuergerät umfasst, das dafür ausgelegt ist, mit einer anziehbaren Vorrichtung zu kommunizieren. Das mindestens eine Steuergerät kann dafür ausgelegt sein, Daten, die eine erste Geste, unter Verwendung der anziehbaren drahtlosen Vorrichtung gemachte Geste definieren, zu empfangen. Das Steuergerät kann dafür ausgelegt sein, einen ersten vordefinierten Befehl zum Steuern eines Fahrzeugsystems, der früher im Zusammenhang mit der ersten Geste gespeichert wurde, zu bestimmen. Das Steuergerät kann ferner dafür ausgelegt sein, das Fahrzeugsystem gemäß dem ersten vordefinierten Befehl zu steuern. Bei den Kraftfahrzeugkomponenten kann es sich um verschiedenste Komponenten handeln, beispielsweise um eine Info- oder Entertainmentanlage. Die anziehbare Vorrichtung kann insbesondere an einem Handgelenk des Kraftfahrzeugführers beziehungsweise an einer Hand getragen werden.

Die DE 10 2014 218 571 A1 offenbart eine elektronische Schlüsselvorrichtung für ein elektronisches Zugangssystem für ein Kraftfahrzeug. Die elektronische Schlüsselvorrichtung umfasst ein Gehäuse, ein Befestigungsmittel zum Anbringen des Gehäuses an einem Armband und eine optische Sendevorrichtung, welche an dem Gehäuse angeordnet ist und zum Senden einer Identifizierungsinformation an das Zugangssystem ausgestaltet ist.

Die WO 2016/028007 A1 offenbart eine anziehbare Vorrichtung, die ein biologisches Signal eines Verwenders mittels eines Sensors erfasst. Des Weiteren umfasst die anziehbare Vorrichtung einen Sensor zur Positionsbestimmung eines Fahrzeugs, das der Verwender verwendet, und eine Kontrolleinheit, die einen Parkmodus und eine Parkrichtung auf der Basis eines Ergebnisses der Positionsbestimmungseinheit, wenn das Fahrzeug geparkt wird, und auf Basis des biologischen Signals einen Stresspegel des Verwenders während des Parkmodus und der Parkrichtung bestimmt. Die Kontrolleinrichtung bestimmt daraus den vom Verwender präferierten Parkmodus und die Parkrichtung basierend auf dem Stresspegel des Verwenders und versorgt den Verwender mit Informationen über ein Parkhaus, wo das Fahrzeug aufgrund des ausgewählten Parkmodus und der Parkrichtung geparkt werden kann.

Die DE 10 2009 051 463 A1 offenbart ein Kraftfahrzeug mit einer zugeordneten externen Steuerungsvorrichtung und einem Park-Lenk-Assistenzsystem umfassend eine kraftfahrzeugseitige Steuerungseinrichtung. Die externe Steuerungsvorrichtung ist zur Kommunikation mit der kraftfahrzeugseitigen Steuerungseinrichtung ausgebildet. Ein durch die kraftfahrzeugseitige Steuerungseinrichtung gesteuerter Ausparkvorgang ist unter Berücksichtigung einer Ortsinformation des Fahrers und/oder einem vom Fahrer vorgegebenen Zielort durchführbar.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren sowie ein System der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass eine Erhöhung eines Komforts für einen Kraftfahrzeugführer ermöglicht wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Steuern mindestens einer Kraftfahrzeugkomponente mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch ein System mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen angegeben.

Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass mittels des Steuersignals eine Mehrzahl an Kraftfahrzeugkomponenten gesteuert wird, wobei die Kraftfahrzeugkomponenten dazu ausgelegt sind, das Kraftfahrzeug zumindest teilweise autonom zu bewegen. Die Bewegung wird mittels einer Kamera der anziehbaren Vorrichtung erfasst. Insbesondere kann es sich bei den Kraftfahrzeugkomponenten, die mittels des Steuersignals gesteuert werden können, um eine Beschleunigungsvorrichtung beziehungsweise eine Bremsvorrichtung und/oder um eine Lenkvorrichtung des Kraftfahrzeuges handeln. Es kann somit ein Verfahren bereitgestellt werden, bei welchem mittels einer Gestensteuerung, insbesondere durch die Bewegung der anziehbaren Vorrichtung, das Kraftfahrzeug zumindest teilweise autonom bewegt werden kann. Das autonome Bewegen des Kraftfahrzeuges kann beispielsweise ein Aus- beziehungsweise Einparken sein. Somit kann auf einfache Weise das Kraftfahrzeug autonom bewegt werden. Der Kraftfahrzeugführer kann sehr bequem und komfortabel das autonome Bewegen des Kraftfahrzeuges durchführen, was insbesondere bei Parksituationen, bei denen der Kraftfahrzeugführer einen erhöhten Stresslevel aufweist, deutlich zur Komfortsteigerung beitragen kann. Des Weiteren kann eine Zeitersparnis realisiert werden, da der Kraftfahrzeugführer lediglich die Bewegung bzw. die Geste durchzuführen hat, um das autonome Steuern zu initiieren und beispielsweise keinen extra Modus der Datenverarbeitungsvorrichtung aufzurufen hat. Dies führt ebenfalls zu einer Komfortsteigerung für den Kraftfahrzeugführer.

Es wird mittels einer Kamera der anziehbaren Vorrichtung die Bewegung erfasst. Es kann beispielsweise eine Geste mit einer zweiten Hand, welche die anziehbare Vorrichtung nicht trägt, im Erfassungsbereich der Kamera durchgeführt werden. Beispielsweise kann eine in der anziehbaren Vorrichtung, insbesondere in der Smart Watch, hinterlegte Datenbank dabei die Geste, welche mit der Hand durchgeführt wurde, erkennen und das Steuersignal entsprechend der Datenbank erzeugen. Alternativ kann die Datenbank auch mit der Datenverarbeitungseinrichtung des Kraftfahrzeugs gekoppelt sein. Die Bewegungserkennung mittels der Kamera ist ein bereits etabliertes Verfahren mit einer hohen Reliabilität. Dadurch kann die Bewegungserkennung mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit detektiert werden. Dies trägt sehr vorteilhaft zu Sicherheit bei, da die Wahrscheinlichkeit eine falsche Bewegung zu erkennen äußerst gering ist. Des Weiteren sind auch Kameras bereits in Smart Watches verbaut, so dass die Kamera mit der Bewegungserkennung auf sehr einfache und kostengünstige Weise bereitgestellt werden kann.

Die anziehbare Vorrichtung ist als intelligente Uhr, die auch als Smart Watch bezeichnet wird, ausgebildet sein. Bei einer Smart Watch kann es sich insbesondere um eine Armbanduhr handeln, die zusätzlich über Sensoren, beziehungsweise Aktoren (zum Beispiel Vibrationsmotor), sowie zusätzliche Computerfunktionalitäten und Konnektivitäten verfügt. Smart Watches können neben der Uhrzeit weitere Informationen darstellen und lassen sich meist über zusätzliche Programme (sogenannte Applikationen) vom Anwender individuell mit neuen Funktionen aufrüsten. Insbesondere weisen Smart Watches von Haus aus mindestens einen, insbesondere eine Vielzahl, an unterschiedlichen Sensoren auf, mittels welcher unterschiedliche Daten, beispielsweise vom Träger der Smart Watch beziehungsweise von der Umgebung des Trägers, aufgenommen werden können. Da die Smart Watches bereits einem Großteil der Bevölkerung zugänglich gemacht worden sind und diese auch weit verbreitet sind, kann somit eine günstige und zumindest im Wesentlichen bereits vorhandene anziehbare Vorrichtung bereitgestellt werden, um das Kraftfahrzeug zumindest teilweise autonom zu bewegen. In dem Kraftfahrzeug selbst sind keine zusätzlichen Vorrichtungen zur Bewegungserkennung notwendig, da die Bewegung, insbesondere die Geste, mittels der anziehbaren Vorrichtung erfasst wird. Somit können Bauteile im Kraftfahrzeug eingespart werden.

Mittels der Smart Watch kann die Übertragung des Steuersignals insbesondere drahtlos erfolgen. Die Smart Watch kann dabei über eine Schnittstelle, insbesondere eine drahtlose Schnittstelle, verfügen, die mit der Datenverarbeitungseinrichtung kommuniziert und das Steuersignal beispielsweise via Bluetooth, Infrarot, UMTS oder WLAN an die Datenverarbeitungseinrichtung übertragen. Da eine bereits erwähnte Smart Watch handelsüblich über eine derartige Schnittstelle verfügt, kann insbesondere mit der Smart Watch eine sehr einfache und kostengünstige Realisierung der Übertragungsmöglichkeit bereitgestellt werden.

Insbesondere kann die Datenverarbeitungseinrichtung mit mehrere Sensoren des Kraftfahrzeugs, die zur Erfassung einer Umgebung des Kraftfahrzeuges dienen, gekoppelt sein, sodass das Kraftfahrzeug mittels der Datenverarbeitungseinrichtung sicher autonom bewegbar ist. Bei den Sensoren zur Erfassung der Umgebungsdaten kann es sich alternativ oder ergänzend um Kamerasensoren, Lidarsensoren, Ultraschallsensoren oder Radarsensoren handeln.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens kann die Bewegung zusätzlich mittels eines Beschleunigungssensors der anziehbaren Vorrichtung erfasst werden. Bei dem Beschleunigungssensor handelt es sich um einen Sensor, der seine Beschleunigung misst. Dies erfolgt meistens, indem die auf eine Testmasse wirkende Trägheitskraft bestimmt wird. Es kann beispielsweise bestimmt werden, ob eine Geschwindigkeitszunahme/-abnahme stattfindet. Der Beschleunigungssensor kann sehr genau Bewegungen erfassen, weshalb dieser besonders vorteilhaft zur Bewegungserfassung, insbesondere zur Bewegungserfassung zum Steuern der Mehrzahl der Fahrzeugkomponenten zum autonomen Steuern des Kraftfahrzeugs eingesetzt werden kann. Des Weiteren sind Beschleunigungssensoren bereits sehr kostengünstig zu erwerben und oftmals bereits in der Smart Watch mit angeordnet, so dass kein zusätzlicher Beschleunigungssensoren angeschafft werden muss, sondern der bereits verbaute Beschleunigungssensoren Smart Watch, der eine besonders hohe Zuverlässigkeit aufweist, genutzt werden.

In vorteilhafter Weise kann die Bewegung der anziehbaren Vorrichtung außerhalb eines Kraftfahrzeuginnenraums erfasst werden. Somit ist es für den Kraftfahrzeugführer nicht notwendig, in das Kraftfahrzeug selbst einzusteigen und der Kraftfahrzeugführer kann eine entsprechende Bewegung des Kraftfahrzeuges bereits vor einem Einsteigen durchführen. Beispielsweise kann in einem sehr engen Parkhaus, wobei das Kraftfahrzeug selbst von weiteren Kraftfahrzeugen sehr eng eingeparkt ist, auf einfache Weise ausgeparkt werden. Der Kraftfahrzeugführer kann sich dabei insbesondere vor dem Kraftfahrzeug beziehungsweise hinter dem Kraftfahrzeug befinden und eine entsprechende Bewegung durchführen, welche beispielsweise ein Ausparken steuert, und das Kraftfahrzeug kann selbständig/autonom aus der Parklücke ausparken. Ähnliches gilt selbstverständlich auch bei einem Einparkvorgang. Der Kraftfahrzeugführer kann sehr komfortabel das autonome Steuern durchführen. Des Weiteren ist eine Beschädigung andere Kraftfahrzeuge durch beispielsweise Öffnen einer Tür des Kraftfahrzeuges bei sehr engem Raum, deutlich verringert, da der Kraftfahrzeugführer nicht in das Kraftfahrzeug einsteigen muss, um Aus- bzw. Einzuparken.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform kann das Steuersignal der anziehbaren Vorrichtung über ein Mobiltelefon an die Datenverarbeitungseinrichtung übertragen werden. Sollte aber beispielsweise das Kraftfahrzeug selbst nicht über ein entsprechendes Kommunikationsnetzwerk verfügen, um das Steuersignal zu empfangen, aber über eine drahtgebundene Schnittstelle für ein Mobiltelefon verfügen, so kann über das Mobiltelefon, welches über entsprechende Kommunikationsmöglichkeiten (UMTS, Bluetooth, Infrarot etc.) verfügt, das Steuersignal von der anziehbaren Vorrichtung, insbesondere der Smart Watch, an die Datenverarbeitungsvorrichtung übertragen werden. Durch diese Ausgestaltungsform kann sichergestellt werden, dass das Steuersignal entsprechend auch an die Datenverarbeitungseinrichtung übertragen wird. Dadurch kann der Einsatzbereich des autonomen Steuerns mittels der anziehbaren Vorrichtung nochmals erweitert werden, da auch Kraftfahrzeuge ohne entsprechendes Kommunikationsnetzwerk dennoch autonom bewegbar sind. Es kann für einen erweiterten Kraftfahrzeugführerbereich das erfindungsgemäße Verfahren zur Verfügung gestellt werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform kann das Steuersignal mittels einer auf der anziehbaren Vorrichtung programmierten Applikation verschlüsselt an die Datenverarbeitungseinrichtung übertragen werden. Die anziehbare Vorrichtung, insbesondere die Smart Watch, ist dazu ausgelegt, programmierte Applikationen zu speichern und zur Anwendung bereitzustellen. Die Applikationen können dabei auf einfache Weise programmiert werden und eine entsprechende verschlüsselte Übertragung kann mit in die Applikation einprogrammiert werden. Somit kann sowohl die Übertragung an die Datenverarbeitungseinrichtung einfach realisiert werden, wie auch die Sicherheit der Datenübertragung vorteilhaft gesteigert werden kann, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Nutzung des Verfahrens durch unautorisierte dritte Personen verringert wird.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass bei einer Erfassung keiner Bewegung, während einer Bewegung des Kraftfahrzeugs, mittels der anziehbaren Vorrichtung ein Stoppsignal für zumindest eine Kraftfahrzeugkomponente erzeugt wird, womit das Kraftfahrzeug zum Stillstand gebracht werden kann. Mittels dieser Ausgestaltungsform kann beispielsweise eine Schlaferkennung des Kraftfahrzeugführers bereitgestellt werden. Sollte der Kraftfahrzeugführer beispielsweise einschlafen, so kann eine „Nichtbewegung” der Hand mittels der Sensoren, insbesondere mittels des Bewegungssensors, erkannt werden und eine Bremsung, insbesondere ein Stoppen des Kraftwagens initiiert werden, sodass ein Unfallrisiko im Straßenverkehr verringert und damit die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht wird. Insbesondere kann, bevor das Stoppsignal erzeugt wird, der Kraftfahrzeugführer dazu aufgefordert werden eine Bewegung durchzuführen um den Wachheitszustand des Kraftfahrzeugführers abzufragen. Die Aufforderung kann beispielsweise mittels einer Vibration eines in der anziehbaren Vorrichtung, insbesondere der Smart Watch, integrierten Vibrationsmotors erfolgen. Sollte von der anziehbaren Vorrichtung weiterhin, also nach der Abfrage des Wachheitszustands, keine Bewegung erkannt werden, kann das Stoppsignal erzeugt werden. Insbesondere auf langen und geraden Strecken, wie beispielsweise auf Autobahnen, kann sich der Kraftfahrzeugführer, insbesondere die Hand, an welcher die anziehbare Vorrichtung getragen werden kann, des Kraftfahrzeugführers zumindest im Wesentlichen nur wenig bewegen. Mittels der Abfrage des Wachheitszustands des Kraftfahrzeugführers kann verhindert werden, dass somit fälschlicherweise ein Stoppsignal erzeugt wird.

Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn die anziehbare Vorrichtung mittels eines Authentifizierungsschlüssels als für die Ausführung des Erzeugens eines Steuersignals für das Kraftfahrzeug berechtigt authentifiziert wird, wobei eine Authentifizierungsanfrage von der Datenverarbeitungseinrichtung an die anziehbare Vorrichtung gesendet wird oder die Authentifizierungsanfrage von der anziehbaren Vorrichtung an die Datenverarbeitungseinrichtung gesendet wird. Ein Authentifizierungsprozess kann beispielsweise vor einem Fahrtantritt, insbesondere vor dem Beginn eines autonomen Bewegens, durchgeführt werden, sodass auch sichergestellt werden kann, dass die anziehbare Vorrichtung, und insbesondere die Smartwatch, beziehungsweise der Träger der Smartwatch dazu berechtigt ist, das Fahrzeug zu führen. Somit kann sichergestellt werden, dass eine unberechtigte Benutzung Dritter verringert wird. Der Authentifizierungsschlüssel kann insbesondere von einem Kraftfahrzeughersteller bereitgestellt werden, sodass lediglich der Kraftfahrzeugführer, der dazu berechtigt ist, beziehungsweise der Eigentümer des Kraftfahrzeuges, oder weitere berechtigte Personen das Kraftfahrzeug teilweise autonom bewegen können. Somit kann vorteilhaft die unberechtigte Nutzung des Kraftfahrzeugs durch Dritte verringert werden.

Die Erfindung betrifft ebenfalls ein System umfassend ein Kraftfahrzeug und eine anziehbare Vorrichtung, wobei das Kraftfahrzeug eine Datenverarbeitungseinrichtung umfasst, die dazu ausgebildet ist, ein Steuersignal zu verarbeiten und basierend auf dem Steuersignal zumindest eine Kraftfahrzeugkomponente anzusteuern, und wobei die anziehbare Vorrichtung dazu ausgebildet ist, zumindest eine Bewegung mittels eines Sensors zu erfassen und basierend auf der Bewegung das Steuersignal zu erzeugen und das Steuersignal an die Datenverarbeitungseinrichtung zu übertragen. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass die Datenverarbeitungseinrichtung dazu ausgebildet ist, basierend auf dem erzeugten Steuersignal eine Mehrzahl an Kraftfahrzeugkomponenten, mittels welcher das Kraftfahrzeug autonom bewegbar ist, anzusteuern. Die Bewegung ist mittels einer Kamera der anziehbaren Vorrichtung erfassbar und die anziehbare Vorrichtung ist als intelligente Uhr ausgebildet.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind als vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Systems anzusehen.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren allein gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Dabei zeigen:

1 in schematischer Perspektivansicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems umfassend ein Kraftfahrzeuges und eine anziehbare Vorrichtung;

2 eine schematische Perspektivansicht eines Innenraums eines Kraftfahrzeugs; und

3 ein schematisches Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens.

In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt dabei ein Kraftfahrzeug 1, wobei das Kraftfahrzeug 1 insbesondere als Personenkraftfahrzeug ausgebildet sein kann. Das Kraftfahrzeug 1 weist eine Datenverarbeitungseinrichtung 2 auf, die dazu ausgebildet ist, ein Steuersignal 12 an eine erste Kraftfahrzeugkomponente 3 und/oder eine zweite Kraftfahrzeugkomponente 4 zu übertragen. Die erste Kraftfahrzeugkomponente 3 und die zweite Kraftfahrzeugkomponente 4 sind dabei ausgelegt, das Kraftfahrzeug 1 zumindest teilweise autonom zu steuern. Beispielsweise kann die erste Kraftfahrzeugkomponente 3 für eine Beschleunigung und/oder für eine Bremsung des Kraftfahrzeuges 1 ausgebildet sein, während die zweite Kraftfahrzeugkomponente 4 beispielsweise für die Lenkung des Kraftfahrzeuges 1 ausgebildet sein kann. Es ist selbstverständlich, dass mittels der Datenverarbeitungseinrichtung 2 alternativ oder ergänzend weitere Kraftfahrzeugkomponenten, die zum autonomen Bewegen des Kraftfahrzeuges 1 ausgebildet sind, gesteuert werden können.

Des Weiteren zeigt 1 eine anziehbare Vorrichtung 5, welche ein Bildschirmelement 6 und ein Bandelement 7 aufweist. Das Bildschirmelement 6 kann beispielsweise einen Bildschirm 8 aufweisen, welcher beispielsweise als ein LCD-Display oder LED-Display ausgebildet ist. Auf dem Bildschirm 8 können Symbole, insbesondere Symbole von Applikationen, dargestellt werden. Auch die Nutzung der anziehbaren Vorrichtung 5 als Uhr ist möglich. Bei der anziehbaren Vorrichtung 5 kann es sich insbesondere um eine sogenannte intelligente Uhr, auch Smart Watch genannt, handeln. Das Bandelement 7 dient zur Befestigung der anziehbaren Vorrichtung 5, insbesondere an einem Handgelenk eines Kraftfahrzeugführers. Das Bildschirmelement 6 weist beispielhaft zwei Sensoren auf, die zur Bewegungserfassung dienen können. Insbesondere weist die anziehbare Vorrichtung 5 eine Kamera 9 auf, wodurch Gesten visuell erkannt werden können, beispielsweise mittels eines Bewegungserkennungsalgorithmus, welcher auf einem Speicherelement der anziehbaren Vorrichtung hinterlegt sein kann, und einen Bewegungssensor 10, wodurch Gesten mittels einer Beschleunigung des Beschleunigungssensors 10 erkannt und/oder erfasst werden können. Die erfassten Daten und/oder die erfasste Bewegung kann mittels eines Kommunikationsnetzwerkes 11 an die Datenverarbeitungseinrichtung 2 gesendet werden, sodass die Datenverarbeitungseinrichtung 2 das Steuersignal 12 entsprechend an die Kraftfahrzeugkomponenten 3, 4 weitergeben kann. Bei dem Kommunikationsnetzwerk 11 kann es sich beispielsweise um eine Bluetoothverbindung, eine Infrarotverbindung, und/oder eine UMTS-Verbindung handeln. Bei dem in 1 dargestellten Verfahren befindet sich die anziehbare Vorrichtung 5 außerhalb eines Kraftfahrzeuginnenraums 13, wodurch der Kraftfahrzeugführer das Kraftfahrzeug 1 mittels einer Geste auch außerhalb des Kraftfahrzeuginnenraums 13 das Kraftfahrzeug 1 autonom steuern kann. Dies kann insbesondere bei einem pilotierten Aus- und/oder Einparken zur Anwendung kommen.

2 zeigt eine schematische Perspektivansicht des Kraftfahrzeuginnenraums 13. In 2 ist ein Blick aus einem Fondbereich des Kraftfahrzeugs 1 in den Bereich des Kraftfahrzeugführersitzes beziehungsweise eines Beifahrersitzes zu sehen. Das Kraftfahrzeug 1 kann dabei die Datenverarbeitungseinrichtung 2 in Form eines Bordcomputers bereitstellen. Die Datenverarbeitungseinrichtung 2 kann insbesondere neben der Funktion des Ansteuerns der Fahrzeugkomponenten auch einen Bildschirm bereitstellen, mittels welchem beispielsweise eine Navigationseinrichtung beziehungsweise eine Musikeinrichtung, insbesondere ein Info – bzw. Entertainmentsystem angezeigt werden können. Des Weiteren kann das Kraftfahrzeug 1 ein Anzeigesystem 16 umfassen, welches dem Kraftfahrzeugführer anzeigt, welche autonomen Bewegungen des Kraftfahrzeugs 1 durchgeführt werden. Insbesondere kann auf dem Anzeigesystem 16 dem Kraftfahrzeugführer gezeigt werden, welche Lenkbewegung beziehungsweise welche Beschleunigungsbewegung mittels der Datenverarbeitungseinrichtung 2 durchgeführt wird.

Auf Höhe des Fahrersitzes ist schematisch ein Kraftfahrzeugführer dargestellt, der die anziehbare Vorrichtung 5 am Handgelenk trägt. Der Kraftfahrzeugführer führt eine Bewegung durch, die von der anziehbaren Vorrichtung 5 erfasst wird. Das Steuersignal 12 wird über das Kommunikationsnetzwerk 11 an die Datenverarbeitungseinrichtung 2 gesendet. Alternativ kann beispielsweise ein Mobiltelefon 17 in dem Kraftfahrzeug 1 angeordnet sein. Sollte beispielsweise die Datenverarbeitungseinrichtung 2 nicht über ein entsprechendes Kommunikationsnetzwerk 11 verfügen, so kann eine Schnittstelle über das Mobiltelefon 17 bereitgestellt werden. Insbesondere kann das Kraftfahrzeug 1 über eine drahtgebundene Schnittstelle verfügen, mittels welcher das Mobiltelefon 17 mit der Datenverarbeitungseinrichtung 2 kommunizieren kann. Die anziehbare Vorrichtung 5 kann somit über eine indirekte Kommunikation 18 mit der Datenverarbeitungseinrichtung 2 kommunizieren. Da im Normalfall das Mobiltelefon 17 über eine entsprechende Kommunikationsschnittstelle, beispielsweise Bluetooth, WLAN, UMTS, Infrarot verfügt, kann somit auf einfache Weise eine Kommunikation zwischen der anziehbaren Vorrichtung 5 und der Datenverarbeitungseinrichtung 2 sichergestellt werden. Alternativ oder ergänzend kann das Kommunikationsnetzwerk 11 beziehungsweise die indirekte Verbindung 18 verschlüsselt erfolgen. Durch die verschlüsselte Übertragung des Steuersignals 12 kann sichergestellt werden, dass keine unberechtigte dritte Person das Fahrzeug bewegen kann.

3 zeigt ein Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens. In einem ersten Schritt S1 kann die anziehbare Vorrichtung 5 mittels eines Authentifizierungsschlüssels zum Erzeugen des Steuersignals 12 als berechtigt authentifiziert werden. Dies kann beispielsweise durch eine Authentifizierung eines Kraftfahrzeugherstellers beziehungsweise durch eine Applikation, die vom Kraftfahrzeughersteller zur Verfügung gestellt wird, initiiert werden. Sobald die anziehbare Vorrichtung 5 als dazu berechtigt identifiziert wird, kann in einem zweiten Schritt S2 die Bewegung erfasst werden. Die Bewegung kann mittels der anziehbaren Vorrichtung 5, insbesondere durch die Sensoren 9, 10, erfasst werden. In einem dritten Schritt S3 wird basierend auf der erfassten Bewegung der anziehbaren Vorrichtung 5 das Steuersignal 12 erzeugt, welches in einem vierten Schritt S4 an die Datenverarbeitungseinrichtung 2 des Kraftfahrzeugs 1 übertragen werden kann. Diese Übertragung kann beispielsweise mittels des Kommunikationsnetzwerkes 11 durchgeführt werden. In einem fünften Schritt S5 kann nun basierend auf dem erzeugten Steuersignal 12 eine Mehrzahl der Kraftfahrzeugkomponenten 3, 4 angesteuert werden. Insbesondere können die Kraftfahrzeugkomponenten 3, 4 dazu ausgelegt sein, das Kraftfahrzeug 1 zumindest teilweise autonom zu bewegen.

Alternativ zum Schritt S2 kann ein weiterer Schritt S2.1 durchgeführt werden. Bei dem Schritt S2.1 handelt es sich um die Erfassung keiner Bewegung durch die anziehbare Vorrichtung 5. Dies kann beispielsweise geschehen, sollte der Kraftfahrzeugführer eingeschlafen sein. In einem alternativen Schritt S3.1 kann nun das Steuersignal 12 basierend auf der erfassten Nicht-Bewegung der anziehbaren Vorrichtung 5 erzeugt werden, welches insbesondere dazu ausgelegt ist, die Kraftfahrzeugkomponente 3, 4 derart anzusteuern, sodass das Kraftfahrzeug 1 zum Stillstand gebracht wird. Bei dem erzeugten Steuersignal 12 aus S3.1 kann es sich also um ein Stoppsignal handeln. In einem ergänzenden Schritt kann insbesondere, bevor das Stoppsignal erzeugt wird, der Kraftfahrzeugführer dazu aufgefordert werden eine Bewegung durchzuführen um den Wachheitszustand des Kraftfahrzeugführers abzufragen. Die Aufforderung kann beispielsweise mittels einer Vibration eines in der anziehbaren Vorrichtung 5, insbesondere der Smart Watch, integrierten Vibrationsmotors erfolgen. Sollte von der anziehbaren Vorrichtung 5 weiterhin, also nach der Abfrage des Wachheitszustands, keine Bewegung erkannt werden, kann das Stoppsignal erzeugt werden. Insbesondere auf langen und geraden Strecken, wie beispielsweise auf Autobahnen, kann sich der Kraftfahrzeugführer, insbesondere die Hand, an welcher die anziehbare Vorrichtung getragen werden kann, des Kraftfahrzeugführers zumindest im Wesentlichen nur wenig bewegen. Mittels der Abfrage des Wachheitszustands des Kraftfahrzeugführers kann verhindert werden, dass somit fälschlicherweise ein Stoppsignal erzeugt wird. Im Schritt S4.1 wird das Steuersignal 12, insbesondere das Stoppsignal, an die Datenverarbeitungseinrichtung 2 übertragen und in einem nächsten Schritt S5.1 kann die Mehrzahl der Kraftfahrzeugkomponenten 3, 4 derart angesteuert werden, dass das Kraftfahrzeug 1 zumindest teilweise autonom bewegt wird, insbesondere gebremst beziehungsweise zum Stillstand gebracht wird.