Title:
Dauerlicht-Vorsatz für Aufsteckblitzgeräte
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Studioblitzgeräte verfügen in den meisten Fällen über ein Dauerlicht im Blitzkopf, welches als „Modellight” oder auch „Einstelllicht” bezeichnet wird. Der Vorteil des internen Einstelllichts ist der gleiche Lichtweg/Strahlengang von Dauerlicht und Blitzlicht; somit kann der Fotograf schon vor der Aufnahme den Lichtverlauf sehr gut beurteilen und bei Bedarf korrigieren. Aufsteckblitzgeräte hingegen verfügen nicht über dieses dauerhaft leuchtende Einstelllicht. Daher muss der Fotograf hier zunächst ein Bild machen, dann anhand dieses Bildes die Positionierung von Blitzgerät bzw. Lichtformern überprüfen, gegebenenfalls korrigieren und erneut ein Bild machen.
Die Erfindung bietet die Möglichkeit, auch bei Aufsteckblitzgeräten ein Einstelllicht zur Verwendung zu ermöglichen. Dies geschieht durch entweder die Einspiegelung des Lichtes, welches von der Dauerlichtquelle kommt, in den Strahlengang des Blitzgerätes oder durch die Einspiegelung des Blitzlichtes in den Strahlengang des Dauerlichtes. Durch den mechanischen Aufbau ist die Erfindung für eine grosse Zahl verschiedener Aufsteckblitzgeräte geeignet.
Das Aufsteckblitzgerät ist nicht Teil der Erfindung.
Blitzlichtfotografie im Fotografischen Studio und im Freien





Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102016005085A
Publication Date:
11/02/2017
Filing Date:
04/27/2016
Assignee:
Schuhmann, Hans-Jürgen, 64823 (DE)
International Classes:
G03B15/03; G03B15/035
Foreign References:
200901613382009-06-25
201403133902014-10-23
JPH9211560A
JP2007151035A2007-06-14
JPH09211560A1997-08-15
Other References:
D.Suter "Physik B3" Seite 306ff https://e3.physik.uni-dortmund.de/~suter/Vorlesung/Physik_B3_SS03/6.3_ReflexionBrechung.pdf
JPS6118937 A
Claims:
1. In die Variante Dauerlicht (a1) wird mit Umlenkspiegel (b1) in den Strahlengang des Aufsteckblitzgerätes (c1) umgeleitet und tritt aus der Vorderseite der Vorrichtung aus (d1).

2. In die Variante Licht vom Aufsteckblitzgerät (a2) wird vom Umlenkspiegel (b2) in den Strahlengang der Dauerlichtquelle (c2) umgeleitet und tritt aus der Vorderseite der Vorrichtung aus (d2).

3. Die als Umlenkspiegel dienende klare Glas- oder Kunststoffscheibe (b1 u. b2) kann auch gekrümmt ausgeführt werden, um die Lichtstrahlen einer punktförmigen Lichtquelle (LED) so umzulenken, dass sie als parallele Strahlen die Vorrichtung verlassen.

Description:

Die Erfindung ist ein Dauerlicht-Vorsatz für Aufsteckblitzgeräte mit einer Dauerlichtquelle, in welcher Lichtstrahlen über einen Spiegel umgelenkt werden.

Bei sog. Studioblitzgeräten befindet sich in den meisten Fällen ein Dauerlicht mit im Blitzkopf, welches als „Modellight” oder auch „Einstelllicht” bezeichnet wird. Dies ermöglicht dem Fotografen schon vor dem Auslösen des Blitzes den Lichtverlauf zu erkennen, was das Positionieren des Blitzes und eventuell eingesetzter Lichtformer erleichtert. Ebenfalls ermöglicht dieses Einstelllicht im ansonsten abgedunkelten Fotostudio das Fokussieren der Kamera auf das Motiv (bei modernen Digitalkameras mit Autofokussystem ist ein wenig Licht zum Fokussieren notwendig).

System- oder Aufsteckblitzgeräte hingegen verfügen nicht über dieses dauerhaft leuchtende Einstelllicht. Nur einige wenige Geräte erzeugen mittels der Blitzröhre in schneller Abfolge schwache Blitze. Dies kann jedoch nur für sehr kurze Zeit erfolgen, da die Blitzröhren dadurch belastet werden. Daher muss der Fotograf hier zunächst ein Bild machen, dann anhand dieses Bildes die Positionierung von Blitzgerät bzw. Lichtformern überprüfen, gegebenenfalls korrigieren und erneut ein Bild machen. Diese Vorgehensweise ist – besonders bei umfangreichen Aufnahmen, bei denen mit mehreren Blitzgeräten gearbeitet wird – zeitaufwändig. Auch muss der Fotograf zum Fokussieren eine zusätzliche Lichtquelle einschalten.

Die Erfindung bietet die Möglichkeit, mittels eines Aufsatzes der auf den sog. Reflektorkopf des System- oder Aufsteckblitzgerätes aufgesetzt wird, auch bei diesen Blitzgeräten ein Einstelllicht zur Verwendung zu ermöglichen. Das Aufsteckblitzgerät ist nicht Teil der Erfindung.

Die Vorrichtung (die Erfindung) besteht aus einem mehrteiligen Gehäuse:
Teil A nimmt den Reflektorkopf des Aufsteckblitzgerätes auf.

Teil B beinhaltet ein Batteriefach, die Schaltvorrichtung für die Lichtquelle, sowie die eigentliche Dauerlichtquelle.

In Gehäuseteil C befindet sich eine klare Glas- oder Kunststoffscheibe, welche das Licht der Dauerlichtquelle so reflektiert, dass es zur vorderen Öffnung umgelenkt wird. Die Scheibe befindet sich direkt im Strahlengang des Blitzgerätes, die Lichtstrahlen des Blitzgerätes werden also geringstmöglich beeinträchtigt.

Alternativ dazu bietet sich auch die Möglichkeit an, das Licht, welches das Blitzgerät ausstrahlt, umzulenken und die Dauerlichtquelle so zu positionieren, dass sie direkt aus der vorderen Öffnung ausstrahlt.