Title:
Verfahren zum Herstellen wenigstens eines Leitungselements für ein Fahrzeug, insbesondere einen Kraftwagen
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen wenigstens eines Leitungselements (12) für ein Fahrzeug, bei welchem wenigstens ein elektrischer Leiter (14) zumindest in einem Längenbereich mit wenigstens einem Isolator (16) ummantelt wird, wobei der Leiter (14) gemeinsam mit dem Isolator (16) mittels eines generativen Herstellungsverfahrens hergestellt und mittels des generativen Herstellungsverfahrens mit dem Isolator (16) ummantelt wird.




Inventors:
Wueller, Ralf (71093, Weil im Schönbuch, DE)
Wahl, Bjoern, B. Eng. (71229, Leonberg, DE)
Application Number:
DE102016002977A
Publication Date:
09/01/2016
Filing Date:
03/10/2016
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102014018200A1N/A2015-06-18



Claims:
1. Verfahren zum Herstellen wenigstens eines Leitungselements (12) für ein Fahrzeug, bei welchem wenigstens ein elektrischer Leiter (14) zumindest in einem Längenbereich mit wenigstens einem Isolator (16) ummantelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter (14) gemeinsam mit dem Isolator (16) mittels eines generativen Herstellungsverfahrens hergestellt und mittels des generativen Herstellungsverfahrens mit dem Isolator (16) ummantelt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Leiter (14) des Leitungselements (12) und wenigstens ein Trennmittel (18) des Leitungselements (12) gemeinsam mittels des generativen Herstellungsverfahren hergestellt und werden, wobei die Leiter (14) mittels des generativen Herstellungsverfahrens in das Trennmittel (18) eingebettet werden.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Leiter (14) einzeln mittels eines jeweiligen Isolators (16) elektrisch isoliert werden, wobei der jeweilige Isolator (16) mittels des generativen Herstellungsverfahren hergestellt wird und wobei die jeweiligen Leiter (16) mit den jeweiligen Isolatoren (16) mittels des generativen Herstellungsverfahrens ummantelt werden.

4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennmittel (18) mittels des generativen Herstellungsverfahrens in den Isolator (16) eingebettet wird, wobei der Isolator (16) eine starre Struktur bildet.

5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Isolatoren (16) in das Trennmittel (18) eingebettet werden.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennmittel (18) nach seiner Herstellung von den Isolatoren (16) entfernt wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als das generative Herstellungsverfahren Stereolitographie verwendet wird.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen wenigstens eines Leitungselements für ein Fahrzeug, insbesondere einen Kraftwagen, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Die DE 10 2014 018 200 A1 offenbart ein Fahrzeug mit einem Kabelsatz, wobei der Kabelsatz auf einer Trägereinheit angeordnet ist. Dabei ist die Trägereinheit als NVH-Grundträger ausgebildet. Der Leitungssatz ist ein Leitungselement, mit welchem das Fahrzeug ausgestattet ist beziehungsweise wird.

Aus dem allgemeinen Stand der Technik ist ferner bekannt, Fahrzeuge, insbesondere Kraftwagen wie beispielsweise Personenkraftwagen, mit wenigstens einem Leitungssatz, insbesondere mit mehreren Leitungssätzen, auszustatten, wobei ein solcher Leitungssatz beispielsweise eine Mehrzahl von elektrischen Leitern umfasst. Der jeweilige elektrische Leiter ist zumindest in einem Längenbereich, insbesondere über seine zumindest überwiegende oder vollständige Länge, mit wenigstens einem Isolator ummantelt. Der elektrische Leiter wird genutzt, um elektrischen Strom und/oder elektrische Signale zu übertragen.

Herkömmlicherweise wird ein solches Leitungselement in einem aufwendigen manuellen Prozess gefertigt. Dabei werden üblicherweise alle Einzeladern mit einer zugehörigen Isolierung manuell auf einem Montagebrett verlegt und gemeinsam in Kunststoffkabelkanälen verwahrt. Unter einer solchen Einzelader ist ein zuvor genannter Leiter zu verstehen, welcher beispielsweise aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff, insbesondere aus einem metallischen Werkstoff, gebildet ist. Dieser manuelle Prozess ist mit einem hohen Aufwand verbunden, wobei technische Änderungen nur langfristig umsetzbar sind. Ferner kommt es aufgrund des manuellen Prozesses zu einem hohem Bauraumbedarf des Leitungselements.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass das Leitungselement auf besonders einfache Weise hergestellt werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß zu den Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen angegeben.

Um ein Verfahren der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art derart weiterzuentwickeln, dass das Leitungselement auf besonders einfache und somit zeit- und kostengünstige Weise hergestellt werden kann, wobei gleichzeitig der Bauraumbedarf des Leitungselements besonders gering gehalten werden kann, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Leiter gemeinsam mit dem Isolator mittels eines generativen Herstellungsverfahrens hergestellt und mittels des generativen Herstellungsverfahrens mit dem Isolator ummantelt wird. Mit anderen Worten ist es im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass der Leiter und der Isolator mittels eines gemeinsamen beziehungsweise mittels desselben generativen Herstellungsverfahrens hergestellt werden, wobei der elektrische Leiter im Rahmen der Herstellung des elektrischen Leiters und des Isolators mittels des generativen Herstellungsverfahrens in den Isolator eingebettet wird.

Somit wird der elektrische Leiter bei der Herstellung des elektrischen Leiters und bei der Herstellung des Isolators gleich in den Isolator eingebettet. Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es somit nicht vorgesehen, den elektrischen Leiter mittels eines ersten generativen Herstellungsverfahrens und den Isolator mittels eines zweiten generativen Herstellungsverfahrens herzustellen und den elektrischen Leiter erst nach der Herstellung des elektrischen Leiters und nach der Herstellung des Isolators mit dem Isolator zu ummanteln, sondern der elektrische Leiter wird gleich bei seiner Herstellung und bei der Herstellung des Isolators in den Isolator eingebettet. Somit werden der elektrisch leitfähige Leiter und der als Isolierung des Leiters dienende Isolator beispielsweise in einem Druckvorgang erzeugt, in welchem der elektrische Leiter und der Isolator mittels des generativen Herstellungsverfahrens hergestellt, das heißt beispielsweise gedruckt werden.

Insbesondere kommt als das generative Herstellungsverfahren ein 3D-Druckverfahren, insbesondere Stereolitographie, zum Einsatz, wodurch das wenigstens eine Leitungselement besonders zeit- und kostengünstig hergestellt werden kann. Insbesondere kann ein additives 3D-Druckverfahren zum Einsatz kommen. Ferner ist es denkbar, FDM (Fused Deposition Modeling – Schmelzschichtung) als 3D-Druckverfahren einzusetzen.

Insbesondere ist es möglich, dass mittels des generativen Herstellungsverfahrens auch wenigstens ein Trennmittel hergestellt beziehungsweise aufgetragen, insbesondere gedruckt, wird, wobei zumindest der Leiter in das Trennmittel eingebettet wird. Unter dem Herstellen des Trennmittels ist zu verstehen, dass das Trennmittel aufgetragen wird, sodass wenigstens eine Schicht des Trennmittels aufgetragen beziehungsweise hergestellt wird. Das Trennmittel dient insbesondere dazu, den Isolator durch die deutlich höheren Temperaturen des Leiters beziehungsweise des Leiterdruckprozesses nicht zu beschädigen. smit ist es möglich, sowohl den elektrischen Leiter als auch den Isolator und das Trennmittel in einem gemeinsamen Druckvorgang zu erzeugen, insbesondere mittels eines Druckkopfes zu drucken. Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens kann ein volldigitaler Prozess beispielsweise beginnend bei der Herstellung des ersten Schaltplans bis hin zum fertig hergestellten Produkt in Form des Leitungselements realisiert werden, so dass das beispielsweise als Leitungssatz ausgebildete Leitungselement zeit- und kostengünstig sowie mit einem nur geringem Bauraumbedarf hergestellt werden kann.

Bei dem Leitungselement handelt es sich beispielsweise um einen Leitungssatz, welcher eine Mehrzahl von elektrischen Leitern umfassen kann. Beispielsweise sind die elektrischen Leiter jeweils in dem zuvor genannten Trennmittel eingebettet, wobei das jeweilige Trennmittel wiederum in dem Isolator eingebettet ist. Dadurch bildet der Isolator beispielsweise einen festen, die Leiter und beispielsweise das Trennmittel umgebenden Isolierkörper, welcher eine starre Struktur erzeugt. Ferner ist es denkbar, dass die mehreren Leiter jeweils einzeln mittels eines jeweiligen Isolators elektrisch isoliert sind, wobei der jeweilige Isolator den jeweiligen Leiter umgibt und wobei vorgesehen sein kann, dass die jeweiligen Isolatoren und somit die jeweiligen Leitungen in das Trennmittel eingebettet und somit von dem Trennmittel umgeben sind. Somit können beispielsweise die Leiter und Isolatoren in das Trennmittel als Füllstoff gedruckt werden. Das Trennmittel verbleibt getrennt und kann beispielsweise in seiner Herstellung einfach entfernt werden.

Insgesamt ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren die Realisierung einer besonders zeit- und kostengünstigen Herstellung des Leitungselements, da beispielsweise einer Autoroutfunktion realisierbar ist. Im Rahmen einer solchen Autoroutfunktion werden beispielsweise, insbesondere virtuell, mittels eines Autorouters Leitungen innerhalb einer vorgebbaren Hüllgeometrie des herzustellenden beziehungsweise hergestellten Leitungselements automatisch verlegt. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es auch, Funktionsänderungen, Qualitätsoptimierungen und Montageoptimierungen besonders schnell umzusetzen, sodass flexibel, einfach und kostengünstig auf Änderungen reagiert werden kann. Da somit sowohl der Bauraumbedarf als auch der Aufwand zur Isolierung des jeweiligen Leiters gering gehalten werden können, kann auch das Gewicht des beispielsweise als Leitungssatz ausgebildeten Leitungselements besonders gering gehalten werden. Ferner ist es möglich, für einen Package- und ein Montageprozess formstabile Bauteile in Form von Leitungselementen zu erstellen.

Der jeweilige Leiter ist beispielsweise aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff, insbesondere aus einem metallischen Werkstoff wie beispielsweise Kupfer gebildet, wobei der Werkstoff im Rahmen des generativen Herstellungsverfahrens beispielsweise durch Drucken verarbeitet wird, um den jeweiligen Leiter durch das generative Herstellungsverfahren herzustellen, insbesondere zu drucken. Auch der jeweilige Isolator und das gegebenenfalls vorgesehene Trennmittel können beispielsweise im Rahmen des jeweiligen Herstellungsverfahrens gedruckt, das heißt durch Drucken hergestellt werden.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen; diese zeigen in:

1 eine schematische Perspektivansicht auf eine Vorrichtung zum Herstellen eines Leitungselements mittels eines generativen Herstellungsverfahrens;

2 eine schematische Schnittansicht durch die Vorrichtung in einer in 1 gezeigten Schnittebene E;

3 eine weitere schematische Schnittansicht durch die Vorrichtung in der Schnittebene E;

4 eine schematische Draufsicht auf die Vorrichtung;

5 ausschnittsweise eine schematische Draufsicht auf das Leitungselement;

6 eine schematische Querschnittsansicht durch das Leitungselement gemäß einer ersten Ausführungsform entlang einer in 5 gezeigten Schnittlinie A-A; und

7 eine schematische Schnittansicht durch das Leitungselement gemäß einer zweiten Ausführungsform entlang einer in 5 gezeigten Schnittlinie B-B

In den Fig. sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt in einer schematischen Perspektivansicht ein im Ganzen mit 10 bezeichnete Vorrichtung zum Herstellen eines in 5 ausschnittsweise dargestellten Leitungselements 12 für ein Fahrzeug, insbesondere einen Kraftwagen wie beispielsweise einen Personenkraftwagen. Das Leitungselement 12 ist vorliegend ein Leitungssatz, welcher beispielsweise auch als Kabelsatz oder Kabelanordnung bezeichnet wird.

6 zeigt dabei eine schematische Querschnittsansicht des Leitungselements 12 gemäß einer ersten Ausführungsform, wobei 7 eine schematische Querschnittsansicht des Leitungselements 12 gemäß einer zweiten Ausführungsform zeigt. Aus 6 und 7 ist erkennbar, dass das Leitungselement 12 eine Mehrzahl von elektrischen Leitern 14 aufweist, welche beispielsweise aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff, insbesondere aus einem metallischen Werkstoff wie beispielsweise Kupfer, gebildet sind und auch als Adern bezeichnet werden. Im fertig hergestellten Zustand des Fahrzeugs werden die jeweiligen elektrischen Leiter 14 genutzt, um elektrischen Strom und/oder elektrische Signale zu übertragen.

Das Leitungselement 12 umfasst ferner wenigstens einen Isolator 16, mit welchem der jeweilige Leiter 14 zumindest mittelbar ummantelt ist. Mittels des Isolators 16 ist der jeweilige elektrische Leiter 14 elektrisch isoliert. Bei der ersten Ausführungsform kommt ein den Leitern 14 gemeinsamer Isolator 16 zum Einsatz, sodass die mehreren Leiter 14 in dem gemeinsamen Isolator 16 eingebettet sind.

Im Gegensatz dazu ist es bei der zweiten Ausführungsform vorgesehen, dass die jeweiligen Leiter 14 einzeln isoliert und demzufolge jeweils einzeln in einen jeweiligen Isolator 16 eingebettet sind. Unter der Einbettung ist zu verstehen, dass der jeweilige Leiter 14 zumindest einen Längenbereich aufweist, welcher von dem Isolator 16 ummantelt beziehungsweise umgeben ist. Insbesondere ist es vorgesehen, dass der jeweilige Leiter 14 zumindest über seine überwiegende, insbesondere über seine vollständige, Länge in den jeweiligen Isolator 16 eingebettet ist.

Darüber hinaus umfasst das Leitungselement 12 wenigstens ein Trennmittel 18. Bei der ersten Ausführungsform ist der jeweilige Leiter 14 in ein jeweiliges Trennmittel 18 eingebettet, wobei das jeweilige Trennmittel 18 wiederrum in den Isolator 16 eingebettet ist, sodass der Isolator 16 das jeweilige Trennmittel 18 umgibt. Bei der ersten Ausführungsform ist zumindest das jeweilige Trennmittel 18 zwischen dem jeweiligen Leiter 14 im Isolator 16 angeordnet.

Bei der zweiten Ausführungsform ist zwischen dem jeweiligen Leiter 14 und dem zugehörigem Isolator 16 ein Trennmittel 18 angeordnet. Ferner sind die jeweiligen Isolatoren 16 in einem dem Isolatoren 16 gemeinsame Trennmittel 18 eingebettet, sodass das dem Isolator und dem gemeinsamen Trennmittel 18 die jeweiligen Isolatoren 16 und auch die jeweiligen Leiter 14 umgibt.

Aus 2 ist erkennbar, dass die Vorrichtung 10 einen Arbeitstisch 20 aufweist, welcher beispielsweise in vertikaler Richtung bewegbar ist, was in 2 durch einen Pfeil 22 veranschaulicht ist. Ferner umfasst die Vorrichtung 10 wenigstens einen Druckkopf 24, welcher zumindest in horizontaler Richtung bewegbar ist, was durch einen Pfeil 26 veranschaulicht ist. Insbesondere ist der Druckkopf 24 relativ zu dem Arbeitstisch 20 bewegbar. Ferner umfasst die Vorrichtung 10 wenigstens eine Aushärteeinheit 28.

Um nun das Leitungselement 12 auf besonders einfache und somit zeit- und kostengünstige Weise herzustellen und dabei gleichzeitig den Bauraumbedarf des Leitungselements 12 besonders gering halten zu können, ist es im Rahmen eines Verfahrens zum Herstellen des Leitungselements 12 vorgesehen, dass der jeweilige Leiter 14 gemeinsam mit dem jeweiligen Isolator 16 mittels einen generativen Herstellungsverfahrens hergestellt und mittels des generativen Herstellungsverfahrens mit dem jeweiligen Isolator 16 ummantelt wird. Dabei wird auch das jeweilige Trennmittel 18 gemeinsam mit dem jeweiligen Leiter 14 und dem jeweiligen Isolator 16 mittels des generativen Herstellungsverfahrens hergestellt, wobei die jeweiligen Leiter 14 mittels des generativen Herstellungsverfahren – zumindest mittelbar – in das Trennmittel 18 zum Beabstanden der Leiter 14 eingebettet werden. Dies bedeutet, dass die Leiter 14, das jeweilige Trennmittel 18 und der jeweilige Isolator 16 in einem einzigen beziehungsweise gemeinsamen generativen Herstellungsverfahren, insbesondere in einem einzigen beziehungsweise gemeinsame Druckvorgang, hergestellt und beispielsweise mittels des Druckkopfes 24 gedruckt werden.

Als das generative Herstellungsverfahren kommt insbesondere ein 3D-Druckverfahren, insbesondere ein additives 3D-Druckverfahren, zum Einsatz, sodass das Leitungselement 12, das heißt die Leiter 14, das Trennmittel 18 und der jeweilige Isolator 16 Schicht für Schicht mittels der Vorrichtung 10 hergestellt werden. Die jeweilige Schicht wird dabei mittels des Druckkopfes 24 beispielsweise auf den Arbeitstisch 20 aufgedruckt, welcher sukzessive abgesenkt wird. Durch sukzessives Herstellen der jeweiligen Schichten wird das Leitungselement 12 insgesamt aus diesen Schichten, welche aufeinander angeordnet werden, hergestellt. Die jeweilige Schicht ist eine jeweilige Lage, wobei 2 die Herstellung der ersten Lage beziehungsweise Schicht des Leitungselements 12 veranschaulicht.

3 veranschaulicht beispielsweise die Herstellung der letzten Lage beziehungsweise des Leitungselements 12, sodass in 3 das Leitungselement 12 zumindest nahezu vollständig hergestellt ist. Die Vorrichtung 10 umfasst beispielsweise ein Gehäuse 30, durch welches ein Arbeitsraum begrenzt ist, in welchem das Leitungselement 12 durch Drucken hergestellt wird. Beispielsweise herrscht bei dem Herstellen des Leitungselements 12 in dem Arbeitsraum ein Vakuum. Ferner ist es denkbar, dass der Arbeitsraum temperiert, das heißt gekühlt und/oder erwärmt wird. Die Vorrichtung 10 kann genau einen oder mehrere Druckköpfe zum Herstellen des Leitungselements 12 aufweisen. Ferner ist es möglich, dass die Vorrichtung 10 genau einen oder mehrere Aushärteeinheiten umfasst, wobei die jeweilige Aushärteeinheit 28 beispielsweise als Aushärtekopf ausgebildet ist und/oder starr sein kann. Insbesondere ist es möglich, dass die Aushärteeinheit 28 das Leitungselement 12 beziehungsweise die jeweilige Schicht durch Laser und/oder durch UV-Strahlung aushärtet.

Das Leitungselement 12 wird beispielsweise aus wenigstens einem Werkstoff hergestellt, welcher beispielsweise zunächst flüssig und/oder gelförmig oder pulverförmig ist und in flüssigem beziehungsweise gelförmigem oder pulverförmigen Zustand mittels des Druckkopfes 24 gedruckt wird. Mittels der Aushärteeinheit 28 wird ein Aushärten des zunächst flüssigen Werkstoffes unterstützt beziehungsweise beschleunigt oder bewirkt.

Aus 4 ist erkennbar, dass der wenigstens eine Druckkopf 24 zum Herstellen des Leitungselements 12 entlang des Arbeitstisches 20 bewegt wird, um dadurch die jeweilige Schicht zu drucken. Aus 5 ist erkennbar, dass das Leitungselement 12 beispielsweise als Rahmenbodenanlage ausgebildet ist und eine Doppel-H-Struktur aufweist.

Bei der in 6 veranschaulichten ersten Ausführungsform ist ein starrer Aufbau des Leitungselements 12 vorgesehen, sodass dieses beispielsweise als Kabelkanal ausgebildet ist. Dabei umfasst das Leitungselement 12 beispielsweise sogenannte Koaxialleiter 32. Ferner weist das Leitungselement 12 Kanäle 34 auf, welche von einem Medium, insbesondere einem Gas wie beispielsweise Luft, durchströmbar sind. Somit sind die Kanäle 34 als Luftleiter ausgebildet. Ferner ist in 6 eine Dicke D des Leitungselements 12 veranschaulicht, wobei die Dicke D beispielsweise zehn Zentimeter beträgt. Dabei wird das Leitungselement 12 beispielsweise aus 100 Lagen hergestellt, welche aufeinander angeordnet werden und somit die Dicke D bilden.

Die Leiter 14 sind jeweilige Leitungen, welche bei der ersten Ausführungsform mit einem durch den Isolator 16 gebildeten, festen Isolierkörper umgeben sind, wobei der Isolierkörper eine starre Struktur erzeugt. Im Gegensatz dazu ist bei der in 7 veranschaulichten zweiten Ausführungsform vorgesehen, dass die Leitungen jeweils einzeln isoliert und dabei in das aus Füllstoff fungierende Trennmittel 18 gedruckt sind. Das Trennmittel 18 verbleibt getrennt und kann einfach entfernt werden.

Im Rahmen des Verfahrens zum Herstellen des Leitungselements wird beispielsweise bei einem ersten Schritt ein Schaltplan des Leitungselements 12 erstellt. Bei dem ersten Schritt handelt es sich beispielsweise um einen Standardprozess. Bei einem zweiten Schritt wird eine Hüllkurve des herzustellenden Leitungselements 12 erstellt, um insbesondere den Bauraum des Leitungselements 12 vorzugeben. Bei dem zweiten Schritt erfolgt insbesondere eine Festlegung der maximalen Außengeometrie des Leitungselements 12. Ferner wird ein Trennstellenkonzept festgelegt und es erfolgt eine Bereichsfestlegung von fest und flexibel. Bei einem dritten Schritt erfolgt beispielsweise ein sogenanntes Autorouting. Hierbei verlegt beispielsweise ein Autorouter automatisch Leitungen innerhalb der zuvor vorgegebenen Hüllkurve, welche auch als Hüllgeometrie bezeichnet wird. Dabei werden Querschnitte anhand von Informationen aus dem Schaltplan berechnet und Splice werden automatisch erzeugt.

Bei einem vierten Schritt erfolgt beispielsweise eine manuelle Optimierung. Insbesondere erfolgt bei dem vierten Schritt eine Kollisionsauflösung. Ferner kann ein Packaging von Sonderkabeln und/oder ein Montagekonzept vorgesehen sein, wobei das Montagekonzept beispielsweise Rastnasen umfasst, welche an Kabelkanälen angebracht werden. Bei einem fünften Schritt erfolgt schließlich die eigentliche Produktion, in deren Rahmen das beispielsweise als Leitungssatz ausgebildete Leitungselement 12, insbesondere durch 3D-Druck hergestellt wird. Ferner können Sonderteile wie beispielsweise Tüllen etc. konfektioniert werden. Gegebenenfalls erfolgt ein Tauchverzinnen und/oder eine andere Art der Oberflächenbehandlung wie beispielsweise chemisches Verzinnen oder Versilbern von Kontakten.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102014018200 A1 [0002]