Title:
Lampe aus einem Mobiltelefon
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die vorliegende Erfindung beschreibt eine mobile Lampe, deren Lichtquelle ein Mobiltelefon sein kann. Die Lampe kann einen zweidimensionalen Transportzustand und einen dreidimensionalen Gebrauchszustand einnehmen.





Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102016002717A
Publication Date:
09/07/2017
Filing Date:
03/04/2016
Assignee:
Moebius, Nicola, 81373 (DE)
International Classes:
F21V33/00; F21L4/00
Attorney, Agent or Firm:
Randoll, Sören, Dipl.-Chem. Univ. Dr. rer. nat. , 12103, Berlin, DE
Claims:
1. Lampe umfassend einen Lampenschirm und eine Aufnahme für eine Lichtquelle, dadurch gekennzeichnet, dass die Lampe von einem zweidimensionalen Transportzustand in einen dreidimensionalen Gebrauchszustand überführt werden kann, wobei der dreidimensionale Gebrauchszustand durch mindestens zwei winklig zueinander stehende Flächen gebildet wird.

2. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme für die Lichtquelle derart ausgestaltet ist, dass sie eine batteriebetriebene Lichtquelle aufnehmen kann.

3. Lampe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die batteriebetriebene Lichtquelle ein Mobiltelefon ist, wobei bevorzugt die Taschenlampenfunktion des Mobiltelefons als Lichtquelle für die Lampe dient.

4. Lampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lampe eine Falzkante und/oder eine Schnittlinie aufweist.

5. Lampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lampe durch Knicken oder Biegen entlang einer Achse vom zweidimensionalen Transportzustand in den dreidimensionalen Gebrauchszustand überführt wird.

6. Lampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lampe aus einem festen Material, bevorzugt Karton, Metall, Holz oder Kunststoff besteht und bevorzugt zumindest bereichsweise mit einem flexiblen, transluzenten Material, besonders bevorzugt einem Stoffbezug, bezogen ist.

7. Lampe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible transluzente Material, insbesondere der Stoffbezug, die mindestens zwei winklig zueinander stehenden Fläche der Lampe im Gebrauchszustand verbindet.

8. Lampe nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible, transluzente Material, insbesondere der Stoffbezug, im Gebrauchszustand den Lampenschirm bildet.

9. Lampe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoffbezug zwei unterschiedlich lange kreisbogenförmige Einschnitte aufweist, die derart angeordnet sind, dass sie im Gebrauchszustand den oberen und unteren Rand des Lampenschirms bilden.

10. Lampe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme für die Lichtquelle durch die Schnittlinie bestimmt wird und ein Mittel zum Festklemmen eines Mobiltelefons umfasst.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lampe umfassend einen Lampenschirm und eine Aufnahme für eine Lichtquelle.

Die Entwicklung moderner Kommunikationstechnik macht Arbeitsplätze zunehmend mobiler. Durch die flächendeckende Verbreitung von Mobilfunknetzen und die zunehmende Abdeckung der Städte mit freizugänglichem drahtlosen Internet ist es heutzutage möglich, mit dem Computer von nahezu jedem Ort zu arbeiten. Ein festeingerichteter Arbeitsplatz ist nicht mehr nötig. Gerade in kreativen Berufsfeldern ist das Arbeiten von „unterwegs” häufig fester Bestandteil des Alltagslebens.

Zusätzlich ergeben sich heutzutage häufig Situationen, in denen man sich im öffentlichen Raum einen kleinen privaten Bereich abgrenzen will. Eine derartige Abgrenzungsmöglichkeit oder Möglichkeit zur Erzeugung einer gewissen Behaglichkeit bietet eine mobile Lampe, insbesondere eine Tischlampe.

Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Lampe für einen derartigen mobilen Arbeitsplatz zu entwickeln.

Die gestellte Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen beschrieben.

Gemäß dem Grundgedanken der Erfindung kann die Lampe von einem zweidimensionalen Transportzustand in einen dreidimensionalen Gebrauchszustand überführt werden, wobei der dreidimensionale Gebrauchszustand durch mindestens zwei winklig zueinander stehende Flächen gebildet wird.

Die Grundidee trägt den Anforderungen eines mobilen Arbeitens Rechnung. Die erfindungsgemäße Lampe weist somit einen Transportzustand auf, der im Wesentlichen zweidimensional ist. Derartige zweidimensionale Gegenstände sind einfach transportierbar. Die Lampe in ihrem zweidimensionalen Transportzustand kann so einfach zwischen Akten, Bücher oder in eine Laptoptasche gesteckt werden.

Bei Bedarf kann die erfindungsgemäße Lampe dann in ihren dreidimensionalen Gebrauchszustand überführt werden. Durch die Überführung in einen dreidimensionalen Gebrauchszustand kann die Lampe im Gebrauch an einen beliebigen Ort gestellt werden. Der Gebrauchszustand der Lampe wird durch mindestens zwei zueinander winklig angeordnete Flächen der Lampe gebildet. Diese winklige Anordnung der Flächen zueinander ermöglicht ein freies Stehen der erfindungsgemäßen Lampe.

Im Rahmen dieser Anmeldung wird unter einem zweidimensionalen Zustand ein Zustand verstanden, in dem die Lampe eine im Wesentlichen flächige Erscheinungsform hat. Diese Fläche kann zwar eine gegebene Dicke haben, jedoch ist die Dicke wesentlich kleiner als die anderen beiden Dimensionen der Fläche (Länge und Breite). Unter wesentlich kleiner wird verstanden, dass die Dicke um mindestens eine Größenordnung kleiner ist, als die Länge bzw. Breite. D. h. im Transportzustand ist eine von drei Dimensionen der Lampe um mindestens eine Größenordnung kleiner als die anderen beiden.

Im dreidimensionalen Gebrauchszustand wird die Lampe derart verändert, dass alle drei Dimensionen in der gleichen Größenordnung liegen. Der flächige Gegenstand verwandelt sich in einen räumlichen Gegenstand, in dem auch ein flächiger Lampenschirm (Transportzustand) sich in einen Volumenkörper (Gebrauchszustand) verwandelt.

Vereinfacht ausgedrückt ähnelt der zweidimensionale Transportzustand der Lampe einem geschlossenen Buch. Der dreidimensionale Gebrauchszustand der Lampe dagegen ähnelt einem aufgeklappten Buch, wobei das Buch nicht vollständig aufgeschlagen wird, sondern nur soweit, dass die beiden Buchdeckel einen Winkel bilden, der deutlich kleiner als 180° ist.

Unter winklig stehenden Flächen werden daher im Rahmen dieser Anmeldung zwei Flächen verstanden, die derart orientiert sind, dass sie miteinander einen Winkel bilden der deutlich kleiner als 180° ist.

Bevorzugt bilden die winklig zueinander stehenden Flächen einen Winkel zwischen 50° und 140°, besonders bevorzugt einen Winkel zwischen 90° und 130°, insbesondere 110°.

Vorteilhafterweise ist die Aufnahme für die Lichtquelle derart ausgestaltet, dass sie eine batteriebetriebene Lichtquelle aufnehmen kann. Batteriegetriebene Lichtquellen haben den Vorteil, dass sie in der Regel klein und leicht transportabel sind. Eine derartige batteriebetriebene Lichtquelle eignet sich somit insbesondere zur Verwendung in einer mobilen Lampe. Besonders bevorzugt ist die batteriebetriebene Lichtquelle ein Mobiltelefon, wobei die Taschenlampenfunktion des Mobiltelefons als Lichtquelle für die Lampe dient. Heutzutage hat eigentlicher jeder und immer ein Mobiltelefon dabei. Die meisten dieser Mobiltelefone sind mit einer Taschenlampenfunktion ausgestattet. In dieser Ausgestaltung der Erfindung ist die Lampe daher so ausgestaltet, dass sie ein Mobiltelefon als Lichtquelle aufnehmen kann. In dieser Ausgestaltung kommen die Vorteile der Erfindung besonders zum Tragen. Die Lampe wird mit einfachen Handgriffen vom zweidimensionalen Transportzustand in den dreidimensionalen Gebrauchszustand überführt und das Mobiltelefon als Lichtquelle in die vorgesehene Aufnahme eingesetzt. An jedem beliebigen Ort steht somit eine leicht zu transportierende Lampe zur Verfügung, die trotzdem ihre Funktion als Leselicht unkompliziert erfüllen kann. Zusätzlich hat heutzutage nahezu jeder ein Mobiltelefon und somit eine Lichtquelle dabei, die für die erfindungsgemäße Lampe geeignet ist.

Zweckmäßigerweise weist die Lampe eine Falzkante und/oder eine Schnittlinie auf. Sowohl eine Falzung als auch eine Schnittlinie ermöglichen die winklige Orientierung der beiden Flächen der Lampe im Gebrauchszustand auf der einen Seite und ein Zusammenfügen im zweidimensionalen Transportzustand der Lampe auf der anderen Seite. Zusätzlich kann zweckmäßigerweise auch eine Schnittlinie (insbesondere auch in Form einer Stanzung) als Aufnahme für die Lichtquelle, insbesondere das Mobiltelefon, ausgebildet werden und mit einer Falzung kombiniert werden. In dieser Ausgestaltung wirkt die Falzung wie ein Scharnier, welches den Wechsel zwischen Transportzustand und Gebrauchszustand ermöglicht.

In einer bevorzugten Ausgestaltung wird die Lampe durch Knicken oder Biegen entlang einer Achse vom zweidimensionalen Transportzustand in den dreidimensionalen Gebrauchszustand überführt.

In dieser Ausgestaltung der Erfindung (Knicken entlang einer Achse) wechselt die Lampe ähnlich einem Buch vom Transportzustand in den Gebrauchszustand. Der Transportzustand ähnelt in dieser Ausgestaltung der Erfindung einem vollständig aufgeschlagenen Buch. Die beiden Buchdeckel bilden die mindestens zwei Flächen, im Transportzustand sind diese in einem 180° Winkel zueinander orientiert oder liegen aufeinander. Um in den Gebrauchszustand zu wechseln werden die beiden Flächen durch Knicken winklig zueinander orientiert. In der Analogie zu einem Buch würden die Buchdeckel durch das Knicken zueinander geklappt, so dass sie einen Winkel bilden der deutlich kleiner als 180° ist. Diese Orientierung ermöglicht das Aufstellen der Lampe.

In einer weiteren alternativen Ausgestaltung der Erfindung wird die Lampe durch Biegen entlang einer Achse vom Transportzustand in den Gebrauchszustand überführt. In dieser Ausgestaltung besteht die Lampe bevorzugt aus einem flexiblen Material, welches entlang einer Achse gebogen werden kann. Durch die Biegung entlang einer Achse wird die Lampe in den dreidimensionalen Gebrauchszustand überführt. Aus dem zweidimensionalen Transportzustand wird ein dreidimensionaler Ausschnitt eines Zylindermantels. Dieser Zylindermantel kann dann auf die kreisbogenförmige Seite gestellt werden.

Vorteilhafterweise besteht die Lampe aus einem festen Material, bevorzugt Karton, Metall, Holz oder Kunststoff und ist bevorzugt zumindest bereichsweise mit einem flexiblen, transluzenten Material, besonders bevorzugt einem Stoffbezug, bezogen. In einer Ausgestaltung kann das transluzente Material wasserabweisend sein. Besonders bevorzugt verbindet das transluzente Material die mindestens zwei winklig zueinander stehenden Flächen der Lampe im Gebrauchszustand und bildet insbesondere im Gebrauchszustand den Lampenschirm. Als flexibles transluzentes Material kommen je nach Ausgestaltung der Erfindung neben Kunststoff- oder Webstoffbezügen, bevorzugt Buchleinen auch Papier oder Papier-Kunststoffgemische in Frage.

In dieser Ausgestaltung der Erfindung sorgt das feste Material, insbesondere der Karton, für die Stabilität der Lampe. Bevorzugt wird als flexibles, transluzentes Material ein Stoffbezug verwendet. Das flexible transluzente Material, insbesondere der Stoffbezug, sorgt für die Verbindung der mindestens zwei winkligen Flächen. Durch die Verbindung mit dem Stoffbezug kann kein Teil der Lampe (keine der Flächen) im Transportzustand verloren gehen. Gleichzeitig hält der Stoffbezug als Verbindung die Flächen im Gebrauchszustand zusammen. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung bildet der Stoffbezug, insbesondere im Zusammenwirken mit der Schnittlinie, den Lampenschirm und sorgt so für einen gerichteten Lichtkegel. In dieser bevorzugten Ausgestaltung ist der Stoffbezug im Bereich der Lampe nicht mit dem festen Material verbunden und daher frei beweglich, was die Funktion als Lampenschirm ermöglicht.

Besonders bevorzugt weist der Stoffbezug im Transportzustand zwei unterschiedlich lange kreisbogenförmige Einschnitte auf, die derart angeordnet sind, dass sie im Gebrauchszustand den oberen und unteren Rand des Lampenschirms bilden. In dieser Ausgestaltung sind die Längen der Kreisbögen auf die Größe des Lampenschirms abgestimmt. Durch die Überführung vom Transportzustand in den Gebrauchszustand, beispielsweise durch Knicken, bildet sich der Lampenschirm als Ausschnitt eines Mantels eines Kegelstumpfes. Dabei bildet der kürzere obere kreisbogenförmige Einschnitt den oberen Rand des Lampenschirms, während der längere untere kreisbogenförmige Einschnitt den unteren Rand des Kegelstumpfes (und damit des Lampenschirms) bildet. Enstprechend werden die Kreisbögen bevorzugt parallel geführt.

In einer alternativen Ausgestaltung weist der Stoffbezug im Transportzustand zwei parallele gerade Einschnitte auf, die derart angeordnet sind, dass sie im Gebrauchszustand den oberen und unteren Rand des Lampenschirms bilden. Hier bildet sich entsprechend ein zylindrischer Lampenschirm im Gebrauchszustand aus.

In einer alternativen Ausgestaltung weist das flexible transluzente Material an zwei parallel zueinander und zur Standfläche geführten Linien Einschnitte auf, die sowohl linear als auch in dekorativen Schwüngen geführt sein können. Diese Einschnitte sind, wie bereits oben beschrieben, derart angeordnet, dass sie im Gebrauchszustand den oberen und unteren Rand des Lampenschirms bilden. Durch die Überführung vom Transportzustand in den Gebrauchszustand, beispielsweise durch Knicken, bildet sich der Lampenschirm als Ausschnitt eines Mantels eines Zylinders.

Vorteilhafterweise setzt sich das flexible transluzente Material aus zwei verschiedenen Materialien zusammen, wobei ein Stoffmaterial den Lampenschirm bilden kann. In dieser Ausgestaltung der Erfindung kann der Stoffbezug an verschiedene Anforderungen angepasst werden. Der Stoffbezug des Lampenschirms kann derart gewählt werden, dass ein warmer angenehmer Lichtschein entsteht. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn ein Mobiltelefon als Lichtquelle verwendet wird, da diese in der Regel ein sehr kaltes Licht mit hohem Weißanteil abgeben. Der übrige Teil des Stoffbezugs kann dann in Bezug auf Farbe nach ästhetischen Gesichtspunkten oder in Bezug auf Material nach Belastbarkeitsaspekten optimiert werden.

In der Ausgestaltung mit einem wasserabweisenden Stoffbezug wird gleichzeitig das feste Material vor Feuchtigkeit geschützt und ein Einsatz im Freien ermöglicht. Die Lampe könnte mit einem derartigen Stoffbezug auch beim Camping in der Wildnis verwendet werden. Verschmutzungen lassen sich einfach vom wasserabweisenden Stoffbezug entfernen.

In einer alternativen Ausgestaltung, die ebenfalls zum Einsatz im Freien geeignet ist, wird die Lampe aus Kunststoff hergestellt und auf einen Stoffbezug verzichtet. In dieser Ausgestaltung wird die Lampe bevorzugt durch Knicken eines Filmscharniers vom Transportzustand in den Gebrauchszustand überführt. Alternativ kann die Lampe für den Einsatz im Freien aus einem elastischen Kunststoff bestehen, der mittels Biegen in den Gebrauchszustand überführt wird. Dabei weist die Lampe ein Mittel auf, dass den Kunststoff reversibel im gebogenen Zustand hält (beispielsweise im einfachsten Fall ein Gummiband).

Zweckmäßigerweise wird die Aufnahme für die Lichtquelle durch die Schnittlinie bestimmt und umfasst ein Mittel zum Festklemmen eines Mobiltelefons. Als derartiges Mittel kommen Gummibänder, elastische Metall- oder Kunststofffederelemente oder ähnliches in Frage.

Besonders bevorzugt wird die Schnittlinie so geführt, dass bei bestimmungsgemäßer Orientierung der Lampe unten eine Aussparung für ein Ladekabel entsteht. Dies ermöglicht einen langen Betrieb der Lampe, insbesondere bei der Verwendung eines Mobiltelefons als Lichtquelle.

Zweckmäßig ist ebenfalls die Schnittlinie so zu führen, dass bei bestimmungsgemäßer Orientierung der Lampe, im unteren Bereich (der Standfläche) ein vordefinierter Ausschnitt abgewinkelt werden kann, der die Standfestigkeit erhöht. Die Schnittlinie hierzu verläuft parallel zur Standfläche, die Falzung/Knickachse senkrecht zur Unterkante der Lampe. Der Ausschnitt beläuft sich im Transportzustand auf eine Breite zwischen 20% und 40% der gesamten Breite. Durch diese Führung der Schnittlinie entsteht in dieser Ausgestaltung nach der Überführung in den Gebrauchszustand unten ein verlängerter Abschnitt, wodurch ein sicherer Stand ermöglicht wird.

Im Folgenden soll die Erfindung anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.

Es zeigen

1 eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lampe im zweidimensionalen Transportzustand

2 die Überführung der Ausgestaltung nach 1 vom zweidimensionalen Transportzustand in den dreidimensionalen Gebrauchszustand

1 zeigt eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lampe 1 im zweidimensionalen Transportzustand. In dieser Ausgestaltung der Erfindung ist die Lampe 1 aus einem steifen Kartonmaterial hergestellt, welcher mit einem Stoffbezug kaschiert ist. Das Kartonmaterial ist entlang der Schnittlinie 3 durchschnitten, wodurch der Karton in zwei Hälften 1a, 1b geteilt ist. Der Stoffbezug der Lampe 1 ist entlang der Schnittlinie 3 teilweise durchtrennt, mit Ausnahme von zwei Kontaktlinien 2 und der kegelstumpfförmigen Fläche, die im Gebrauchszustand den Lampenschirm 7 bildet. Über die Stoffbespannung bleiben die beiden Kartonhälften entlang der Linie 2 verbunden. Die Stoffverbindung wirkt in dieser Ausgestaltung somit wie ein Scharnier, welches eine Knickbewegung der beiden Hälften 1a, 1b der Lampe 1 erlaubt. Durch Knicken entlang der Längsachse, die auf den beiden Kontaktlinien 2 liegt, kann die Lampe 1 vom zweidimensionalen Transportzustand in den dreidimensionalen Gebrauchszustand überführt werden.

Im dreidimensionalen Gebrauchszustand kann die Lampe 1 auf die Unterkante 4 gestellt werden. Entsprechend ist die Oberkante 5 bei bestimmungsgemäßen Gebrauch der Lampe 1 im Gebrauchszustand oben. Die beiden Hälften 1a und 1b bilden nach dem Knicken entlang der Längsachse 2 einen Winkel zwischen 50° und 140°, je nach Platzverhältnissen und Größendimension der Lichtquelle. Besonders stabil steht die Lampe 1, wenn die beiden Hälften 1a und 1b einen Winkel von 110° einschließen. Im unteren Bereich der Lampe ragt die Schnittlinie 3 weiter in Hälfte 1b. Diese Verlängerung in die Hälfte 1b sorgt ebenfalls für eine Erhöhung der Standfestigkeit. Die Schnittlinie 3 ist in dieser Ausgestaltung im unteren Bereich auf einer Linie geführt, die senkrecht zur Unterkante 4 der Lampe 1 auf einer Breite von ca. 30% der gesamten Breite verläuft.

Diese Ausgestaltung der Erfindung ist derart konzipiert, dass sie ein Mobiltelefon 10 als Lichtquelle verwendet. Als Mittel zur Aufnahme des Mobiltelefons 10 ist ein Gummiband 6 im mittleren Bereich der Lampe 1 vorgesehen. Im mittleren Bereich der Lampe 1 ist die Schnittlinie 3 in die Hälfte 1b der Lampe 1 geführt, um so einen Aufnahmebereich für das Mobiltelefon 10 als Lichtquelle zu schaffen. Das Mobiltelefon kann sich quasi an diese Verlängerung der Hälfte 1b anlehnen. Eine leichte Einbuchtung im mittleren Bereich der Schnittlinie 3 sorgt dafür, dass das Mobiltelefon 10 gut greifbar und damit entfernbar ist.

Ein Teil des Stoffbezuges bildet den Lampenschirm 7. Dafür weist der Stoffbezug einen unteren kreisbogenförmigen Einschnitt 8 und einen oberen kreisbogenförmigen Einschnitt 9 auf. Wird die Lampe 1 durch Knicken der beiden Lampenhälften 1a und 1b in den Gebrauchszustand überführt, bildet der Stoffbezug einen Mantelabschnitt eines Kegelstumpfes als Lampenschirm 7.

Alternativ lässt sich die in 1 dargestellte Ausgestaltung der Erfindung auch mit einer Falzkante realisieren (nicht dargestellt). In dieser alternativen Ausgestaltung der Erfindung wäre das Gundmaterial der Lampe ebenfalls Karton und würde im Bereich der Schnittlinie 3 ebenfalls eine Schnittlinie in Form einer Stanzung aufweisen. Entlang der senkrechten Mittellinie 2 würde der Karton eine Falzung aufweisen. In dieser alternativen Ausgestaltung der Erfindung wären die beiden Hälften 1a und 1b schon über die Falzung verbunden und könnten analog der Ausgestaltung nach 1 durch Knicken entlang der Falzung vom Transportzustand in den Gebrauchszustand überführt werden. In dieser Ausgestaltung der Erfindung wäre nur im Bereich des Lampenschirms 7 ein Stoffbezug notwendig. Der Stoffbezug wäre dann auf der Rückseite des Kartons befestigt.

2 zeigt die Überführung der Lampe 1 vom zweidimensionalen Transportzustand in den dreidimensionalen Gebrauchszustand noch einmal im Detail anhand der Schritte A bis F. Im ersten Schritt A wird die Lichtquelle des Mobiltelefons 10 (meist als ”Taschenlampenfunktion” bezeichnet) eingeschaltet. In Schritt B wird die Lampe 1 aus einem optionalen Schutzumschlag 11 gezogen. Anschließend (Schritt C) wird die Lampe 1 von ihrem zweidimensionalen Transportzustand in den dreidimensionalen Gebrauchszustand überführt. Durch das Anwinkeln der beiden Flächen 1a und 1b (Schritt D) entlang Schnittlinie 3 und Scharnier 2 (hier: Stoffbezug des Kartons) entsteht eine geführte Fassung des Mobiltelefons 10. Die äussere Kante suggeriert hierbei die maximale Einschubtiefe des Mobiltelefons 10. Die leicht versetzte, parallel geführte Kante erleichtert die spätere Entnahme der Lichtquelle. Durch das Gummiband 6 (Schritt E) wird das Mobiltelefon 10 in der Lampe 1 fixiert.

Beim Einsetzen wird das Mobiltelefon 10, durch die sich öffnende Schnittlinie 3 entlang der Knickachse 2, in die entstandene Fassung geführt. Das Mobiltelefon 10 wird unter dem gelupften Gummiband 6 in die Fassung und unter den Lampenschirm 7 geführt und dort durch das Gummiband 6 in der Position fixiert. Das Mobiltelefon 10 wird hierbei so ausgerichtet, dass die Lichtquelle in den Lampenschirm 7 leuchtet.

Im finalen Schritt F ist die Lampe 1 nun vollständig in ihrem Gebrauchszustand. Bei Bedarf kann zusätzlich das Ladekabel in das Mobiltelefon 10 eingesteckt werden. Die vorangehend geschilderte Führung der Schnittlinie 3 im unteren Bereich sorgt so nicht nur für Standfestigkeit sondern ermöglicht auch die dezente Zufuhr des Ladekabels.

Im Folgenden werden noch einige nicht dargestellte Ausgestaltungen der Erfindung beschrieben. Die dabei beschriebenen Merkmale einzelner Ausgestaltungen können jeweils kombiniert werden.

In einer Ausgestaltung kann das Gummiband durch verschiedene Schlitze auf verschiedene Mobiltelefongrößen angepasst werden. Ferner kann in einer Ausgestaltung die Lampe mit einem Schlitz parallel zur oberen Kante versehen sein, um ein Aufhängen an der Wand zu ermöglichen.

In allen vorangehend geschilderten Ausgestaltungen kann der Lampenschirm jeweils individuell gestaltet werden. So können die kreisbogenförmigen Einschnitte oben und unten mit einer Wellenform überlagert werden, so dass ein Lampenschirm mit Falten entsteht. Ebenso sind zusätzlich oder alternativ verschiedene Einschnitte im Lampenschirm zur Modulation des Lichtkegels denkbar. Darüber hinaus sind andere geometrische Formen des Lampenschirms denkbar, so zum Beispiel eine rechteckige Form, die im Gebrauchszustand die Mantelfläche eines Zylinderabschnitts ergibt.

Ebenso ist es grundsätzlich möglich, von einer vollflächigen Bespannung/Kaschierung der Lampenfläche abzusehen und stattdessen nur den Bereich des Lampenschirms mit einem flexiblen, transluzenten Material zu bespannen. Dieses wird dann rückseitig des festen Trägermaterials fixiert.

In einer anderen, besonders einfachen Ausgestaltung der Erfindung besteht die Lampe aus zwei Hälften die entlang ihrer Längsachse geknickt werden können. Im unteren Bereich der Lampe ist dann ein waagerechter Schlitz vorgesehen. In diesen Schlitz kann ein zusätzliches flächiges Element beispielsweise in Form eines Kreisausschnittes geschoben werden, welches dann als Standfläche für die Lichtquelle, z. b. ein Mobiltelefon, dient. Der Lampenschirm bildet sich wie bereits beschrieben aus einem vollflächig oder teilflächig kaschierten, flexiblen und transluzenten Material.

In einer anderen Ausgestaltung wird die Lampe durch eine überdimensionierte Hülle für ein Mobiltelefon gebildet. In dieser Ausgestaltung weist die Hülle im unteren Bereich eine Tasche zur Aufnahme des Mobiltelefons auf. Die gesamte restliche Hülle wird halbkreisförmig hinter das Mobiltelefon gebogen und mittels eines Gummibandes in der gebogenen Form gehalten. Die restliche Hülle bildet in dieser Ausgestaltung quasi einen halbierten Zylinder, dessen Mantelabschnitt als Lampenschirm wirkt.