Title:
Auffangvorrichtung für Overspray, Filtermodul und Verfahren zum Aufbau eines Filtermoduls
Kind Code:
A1
Abstract:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auffangvorrichtung (90) für Overspray, welche ein flüssigkeitsdichtes Material aufweist, wobei das Material der Auffangvorrichtung (90) ein mehrschichtiges Verbundmaterial ist, welches mindestens eine flüssigkeitsdichte Schicht aufweist, wobei diese Schicht und/oder mindestens eine weitere Schicht des Verbundmaterials beständig gegenüber Overspray ausgebildet ist, wobei die Auffangvorrichtung (90) aus einem Ausgangszustand mittels Faltung in einen Gebrauchszustand überführbar ausgebildet ist, und wobei die Auffangvorrichtung (90) in dem Ausgangszustand in einer flachen Form vorliegt und in dem Gebrauchszustand eine Wanne zum Auffangen von Overspray ausbildet. Die Erfindung betrifft auch ein Filtermodul (48) zum Abscheiden von Overspray mit einem Filtergehäuse (56) und mit einer derartigen Auffangvorrichtung (90) für Overspray sowie ein Verfahren zum Aufbau eines solchen Filtermoduls (48). Erfindungsgemäß wird ein besonders einfacher und zuverlässiger Aufbau eines Filtermoduls (48) und auch ein besonders zuverlässiges und sicheres Auffangen von Overspray ermöglicht.



Inventors:
Röckle, Jürgen (71106, Magstadt, DE)
Zebisch, Tobias (71067, Sindelfingen, DE)
Application Number:
DE102016001889A
Publication Date:
08/17/2017
Filing Date:
02/17/2016
Assignee:
EISENMANN SE, 71032 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102013004082A1N/A2014-09-11
DE102013011107A1N/A2014-08-07
DE102011108631A1N/A2013-01-31
DE102008058237A1N/A2009-06-25
Attorney, Agent or Firm:
Ostertag & Partner, Patentanwälte mbB, 70597, Stuttgart, DE
Claims:
1. Auffangvorrichtung (90) für Overspray, welche ein flüssigkeitsdichtes Material aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
(a) das Material der Auffangvorrichtung (90) ein mehrschichtiges Verbundmaterial ist, welches mindestens eine flüssigkeitsdichte Schicht aufweist, wobei diese Schicht und/oder mindestens eine weitere Schicht des Verbundmaterials beständig gegenüber Overspray ausgebildet ist, dass
(b) die Auffangvorrichtung (90) aus einem Ausgangszustand mittels Faltung in einen Gebrauchszustand überführbar ausgebildet ist, und dass
(c) die Auffangvorrichtung (90) in dem Ausgangszustand in einer flachen Form vorliegt und in dem Gebrauchszustand eine Wanne ausbildet.

2. Auffangvorrichtung (90) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung (90) ein oder mehrere Prägelinien (92a, 92b) für die Faltung aufweist.

3. Auffangvorrichtung (90) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung (90) im Gebrauchszustand zumindest im Wesentlichen die Geometrie eines Quaders aufweist und eine nach oben offene Wanne mit einem Boden (108) und Seitenwänden (106) ausbildet.

4. Auffangvorrichtung (90) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne einen oder mehrere Abschnitte (96, 98) aufweist, die überlappend verklebt ausgebildet sind.

5. Auffangvorrichtung (90) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Schließen der Seitenwände (106) und/oder des Bodens (108) der Wanne mindestens eine Klebewulst vorgesehen ist.

6. Auffangvorrichtung (90) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine flüssigkeitsdichte Schicht des Verbundmaterials nur in einem oder mehreren Teilabschnitten der Auffangvorrichtung (90) vorhanden ist.

7. Auffangvorrichtung (90) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung (90) mehrere Befestigungselemente aufweist.

8. Auffangvorrichtung (90) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente zumindest teilweise von mindestens einer durchgehenden Schicht des Verbundmaterials ausgebildet werden.

9. Auffangvorrichtung (90) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer Seitenwand (106) der Wanne ein oder mehrere Befestigungselemente mit der Wanne verklebt sind.

10. Auffangvorrichtung (90) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung (90) ein oder mehrere Ausschnitte (112) zur Aufnahme mindestens eines weiteren Bauteils aufweist.

11. Filtermodul (48) zum Abscheiden von Overspray mit einem Filtergehäuse (56) und mit einer Auffangvorrichtung (90) für Overspray, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung (90) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildet und in den Gebrauchszustand gefaltet ist.

12. Filtermodul (48) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die gefaltete Auffangvorrichtung (90) zumindest einen Bodenbereich (56f) des Filtergehäuses (56) umgibt.

13. Filtermodul (48) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die gefaltete Auffangvorrichtung (90) mittels seitlich angeordneter Befestigungselemente mit dem Filtergehäuse (56) verbunden ist.

14. Filtermodul (48) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtergehäuse (56) von der gefalteten Auffangvorrichtung (90) ausgebildet wird.

15. Filtermodul (48) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die gefaltete Auffangvorrichtung (90) auf einem Bodenteil (68) angeordnet und mit diesem verbunden ist.

16. Filtermodul (48) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die gefaltete Auffangvorrichtung (90) mittels seitlich angeordneter Befestigungselemente mit dem Bodenteil (68) verbunden ist.

17. Verfahren zum Aufbau eines Filtermoduls (48) für eine Oberflächenbehandlungsanlage, wobei das Filtermodul (48) mit einer Auffangvorrichtung (90) für Overspray versehen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung (90), welche nach einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildet ist, ausgehend von ihrem Ausgangszustand derart gefaltet wird, dass sie eine Wanne zum Auffangen für Overspray ausbildet.

18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung (90) für den Aufbau in flacher Form gestapelt bereitgestellt wird.

19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung (90) für den Aufbau als Rolle gewickelt bereitgestellt wird.

20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung (90) von einer Rolle abgezogen und geschnitten wird, um sie in ihren Ausgangszustand zu bringen.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Auffangvorrichtung für Overspray, welche ein flüssigkeitsdichtes Material aufweist.

Die Erfindung betrifft auch ein Filtermodul zum Abscheiden von Overspray mit einem Filtergehäuse und mit einer Auffangvorrichtung für Overspray.

Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Aufbau eines Filtermoduls für eine Oberflächenbehandlungsanlage, wobei das Filtermodul mit einer Auffangvorrichtung für Overspray versehen wird.

Bei der manuellen oder automatischen Applikation von Lacken auf Gegenstände in einer Lackierkabine wird ein Teilstrom des Lackes, der im Allgemeinen sowohl Festkörper und/oder Bindemittel als auch Lösemittel enthält, nicht auf den Gegenstand appliziert. Dieser Teilstrom wird in der Fachwelt als Overspray bezeichnet. Im Weiteren werden die Begriffe Overspray, Overspray-Partikel oder Overspray-Feststoffe im Sinne eines dispersen Systems, wie einer Emulsion oder Suspension oder einer Kombination daraus, verstanden. Der Overspray wird von dem Luftstrom in der Lackierkabine erfasst und einer Abscheidung zugeführt.

Grundsätzlich bekannt sind Abscheidesysteme, die mit Abscheideeinheiten arbeiten, welche als austauschbare Filtermodule mit mindestens einer Filtereinheit und mit einem Filtergehäuse ausgebildet sind. Derartige Filtermodule werden nach Erreichen einer Grenzbeladung mit Overspray ausgetauscht und dann entsorgt oder gegebenenfalls recycelt. Der Einsatz solcher Filtermodule kann energetisch und hinsichtlich der erforderlichen Ressourcen von Vorteil sein.

Solchen Filtermodulen wird die mit Overspray beladene Kabinenluft zugeführt, welche die Filtermodule durchströmt und als weitgehend von Overspray befreite Abluft verlässt. Nachfolgend wird auch eine solche Abluft der Einfachheit halber als Kabinenluft oder als von Overspray befreite Kabinenluft bezeichnet.

Aus der DE 10 2013 004 082 A1 ist eine Abscheidevorrichtung bekannt, bei der Overspray-Partikel in einem von Kabinenluft durchströmten Filtermodul abgeschieden werden. Das hier beschriebene Filtermodul weist einen unteren Sammelbereich auf, der flüssigkeitsdicht und auf diese Weise als Sammelwanne für Overspray ausgebildet ist, welches sich in dem Filtermodul abscheidet, in diesem nach unten fließt, und sich in der Sammelwanne zu einem Lacksumpf ansammelt.

Auch die DE 10 2011 108 631 A1 beschreibt eine Abscheidevorrichtung, die mit Filtermodulen arbeitet, durch die mit Overspray beladene Kabinenluft leitbar ist und in denen sich Overspray abscheidet, wobei auch hier zumindest ein unterer Sammelbereich der Filtermodule flüssigkeitsdicht und auf diese Weise als Sammelwanne für Overspray ausgebildet ist.

Um eine solche Sammelwanne für Overspray auszubilden, wird in der DE 10 2011 108 631 A1 vorgeschlagen, Dichtmasse in den Bodenbereich des Filtergehäuses einzuspritzen und mittels eines Taumeltisches gleichmäßig in dem Bodenbereich zu verteilen. Des Weiteren wird in der DE 10 2011 108 631 A1 eine alternative Sammelwanne gezeigt, bei der ein umlaufender Wannenrahmen vorgesehen ist, der z. B. aus dünnen Holzbrettern gefertigt sein kann, wobei in den Wannenrahmen ein flüssigkeitsdichter Aufnahmesack eingelegt ist, in den das Filtergehäuse gestellt werden kann, und dessen oberer Rand nach außen über den Wannenrahmen gestülpt ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Auffang- und Aufbewahrungsbehältnis für Overspray bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art, wobei das Material der Auffangvorrichtung ein mehrschichtiges Verbundmaterial ist, welches mindestens eine flüssigkeitsdichte Schicht aufweist, wobei diese Schicht und/oder mindestens eine weitere Schicht des Verbundmaterials beständig gegenüber Overspray ausgebildet ist, wobei die Auffangvorrichtung durch Falten aus einem Ausgangszustand, in dem die Auffangvorrichtung in einer flachen Form vorliegt, in einen Gebrauchszustand überführbar ausgebildet ist, wobei die Auffangvorrichtung in dem Gebrauchszustand eine Wanne ausbildet. Eine derartige Auffangvorrichtung kann leicht transportiert und bereitgehalten werden und kann innerhalb von kurzer Zeit und mit geringem Aufwand gebrauchsfertig aufgebaut werden. Gleichzeitig wird eine hohe Dichtigkeit und Zuverlässigkeit der von der Auffangvorrichtung ausgebildeten Wanne sichergestellt.

Beispielsweise um das Herstellen des Gebrauchszustands der Auffangvorrichtung weiter zu vereinfachen, kann die Auffangvorrichtung ein oder mehrere Prägelinien für die Faltung aufweisen. Dadurch kann auch das Risiko des Auftretens von Fehlern beim Aufbau gemindert werden.

Es kann zweckmäßig sein, wenn die Auffangvorrichtung im Gebrauchszustand zumindest im Wesentlichen die Geometrie eines Quaders aufweist und eine nach oben offene Wanne mit einem Boden und Seitenwänden ausbildet. Diese Form ist besonders geeignet beim Einsatz der Auffangvorrichtung für ein austauschbares Filtermodul einer Oberflächenbehandlungsanlage.

In vorteilhafter Weiterbildung der Auffangvorrichtung kann die Wanne einen oder mehrere Abschnitte aufweisen, die überlappend verklebt ausgebildet sind.

Eine technisch günstige Lösung ist gegeben, wenn zum Schließen der Seitenwände und/oder des Bodens der Wanne mindestens eine Klebewulst vorgesehen ist.

Es kann vorteilhaft sein, wenn die mindestens eine flüssigkeitsdichte Schicht des Verbundmaterials nur in einem oder in mehreren Teilabschnitten der Auffangvorrichtung vorhanden ist.

Vorzugsweise kann die Auffangvorrichtung mehrere Befestigungselemente aufweisen.

Mit Vorteil können die Befestigungselemente zumindest teilweise von mindestens einer durchgehenden Schicht des Verbundmaterials ausgebildet werden.

Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, wenn an mindestens einer Seitenwand der Wanne ein oder mehrere Befestigungselemente mit der Wanne verklebt sind.

Um die Funktionalität und die Einsatzmöglichkeiten der Auffangvorrichtung zu erhöhen, kann die Auffangvorrichtung ein oder mehrere Ausschnitte zur Aufnahme mindestens eines weiteren Bauteils aufweisen.

Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch ein Filtermodul zum Abscheiden von Overspray, mit einem Filtergehäuse und mit einer Auffangvorrichtung für Overspray, wobei die Auffangvorrichtung gemäß der Erfindung oder einer ihrer Ausgestaltungen ausgebildet ist. Ein derartiges Filtermodul kann mit geringem Zeit- und Montageaufwand aufgebaut werden. Gleichzeitig wird ein besonders betriebssicheres und zuverlässiges Auffangen von Overspray sichergestellt.

Es kann zweckmäßig sein, wenn die gefaltete Auffangvorrichtung zumindest einen Bodenbereich des Filtergehäuses umgibt.

Vorzugsweise kann die gefaltete Auffangvorrichtung mittels seitlich angeordneter Befestigungselemente mit dem Filtergehäuse verbunden sein.

Mit Vorteil kann das Filtergehäuse von der gefalteten Auffangvorrichtung ausgebildet sein. Derart kann beispielsweise eine besonders einfache und kompakte Bauweise des Filtermoduls ermöglicht werden.

Um beispielsweise die Stabilität und Handhabbarkeit des Filtermoduls zu erhöhen, kann die gefaltete Auffangvorrichtung auf einem Bodenteil angeordnet und mit diesem verbunden sein.

In vorteilhafter Weiterbildung kann die gefaltete Auffangvorrichtung mittels seitlich angeordneter Befestigungselemente mit dem Bodenteil verbunden sein.

Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch ein Verfahren der eingangs genannten Art, bei dem eine Auffangvorrichtung, welche gemäß der Erfindung oder einer ihrer Ausgestaltungen ausgebildet ist, ausgehend von ihrem Ausgangszustand derart gefaltet wird, dass sie eine Wanne zum Auffangen für Overspray ausbildet. Die Vorteile des Verfahrens ergeben sich in Analogie zu den Vorteilen der erfindungsgemäßen Filtermoduls.

Es kann von Vorteil sein, wenn die Auffangvorrichtung für den Aufbau in flacher Form gestapelt bereitgestellt wird.

In alternativer Ausgestaltung kann die Auffangvorrichtung für den Aufbau als Rolle gewickelt bereitgestellt werden.

Des Weiteren kann es dabei vorteilhaft sein, wenn eine Auffangvorrichtung von einer Rolle abgezogen und geschnitten wird, um sie in ihrem Ausgangszustand für den Aufbau des Filtermoduls bereitzustellen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung. Dabei werden Ausführungsbeispiele der Erfindung, ohne hierauf beschränkt zu sein, anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in vereinfachter, schematischer Darstellung:

1 eine Lackierkabine mit einer Abscheidevorrichtung für Overspray in einer Vorderansicht;

2 eine perspektivische Ansicht eines Filtermoduls zum Abscheiden von Overspray;

3 eine perspektivische Ansicht einer Auffangvorrichtung für Overspray in einem Ausgangszustand;

4A, eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung gemäß 3 in einem Zwischenzustand;

4B eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung gemäß 3 in einem weiteren Zwischenzustand;

4C eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung gemäß 3 in einem weiteren Zwischenzustand;

4D eine perspektivische Ansicht der gemäß 3 in einem weiteren Zwischenzustand;

4E eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung gemäß 3 in einem weiteren Zwischenzustand;

5 eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung gemäß 3 in einem Gebrauchszustand;

6 eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung gemäß 5 mit einem Bodenteil;

7 eine perspektivische Ansicht eines Filtermoduls mit einer Auffangvorrichtung für Overspray und mit einem Bodenteil;

8 eine perspektivische Ansicht eines Filtermoduls mit einer Auffangvorrichtung für Overspray und mit einem Bodenteil;

9 eine perspektivische Ansicht eines Filtermoduls mit einer Auffangvorrichtung für Overspray und mit einem Bodenteil;

10 eine perspektivische Ansicht der in 9 gezeigten Auffangvorrichtung in einem Ausgangszustand;

11 eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung gemäß 3 in einem Transportzustand;

12 eine perspektivische Ansicht gestapelter Auffangvorrichtungen gemäß 11;

13A eine perspektivische Ansicht einer Auffangvorrichtung für Overspray in einem Zwischenzustand;

13B eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung gemäß 13A in einem weiteren Zwischenzustand;

14 eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung gemäß 13A in einem Gebrauchszustand;

15 eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung gemäß 14 mit einem Bodenteil;

1 zeigt in einer Vorderansicht einen Abschnitt einer Oberflächenbehandlungsanlage mit einer Behandlungskabine, welche beispielsweise eine Beschichtungskabine für Gegenstände sein kann. In 1 wird als Beispiel einer solchen Beschichtungskabine eine Lackierkabine 2 gezeigt, in welcher Fahrzeugkarosserien 4 lackiert werden. Es ist möglich, dass die Fahrzeugkarosserien 4 vorher in nicht eigens dargestellten Vorbehandlungsstationen, welche der Lackierkabine 2 vorgelagert sein können, zum Beispiel gereinigt und entfettet wurden. Die Lackierkabine 2 ruht gemäß dem gezeigten Beispiel in an und für sich bekannter Weise auf einem Stahlbau 6.

In einem oberen Bereich der Lackierkabine 2 befindet sich ein Lackiertunnel 8, welcher von Seitenwänden 10 und von einer Kabinendecke 12 begrenzt ist. Der Lackiertunnel 8 ist nach unten hin in der Weise offen, dass mit Overspray beladene Kabinenabluft nach unten aus dem Lackiertunnel 8 heraus strömen kann. Die Kabinendecke 12 ist als Filterdecke ausgebildet und bildet die untere Begrenzung eines Luftzuführraumes 14.

Oberhalb einer unteren Öffnung 18 des Lackiertunnels 8 ist ein Stahlgerüst 20 angeordnet, welches eine an und für sich bekannte Fördertechnik 22 trägt, auf die hier nicht näher eingegangen wird. Mit Hilfe der Fördertechnik 22 können zu lackierende Fahrzeugkarosserien 4 durch den Lackiertunnel 8 bewegt werden. Im Inneren des Lackiertunnels 8 befinden sich Applikationseinrichtungen, beispielsweise in Form von mehrachsigen Applikationsrobotern 24, mittels derer die Fahrzeugkarosserien 4 mit Lack beschichtet werden können.

Die untere Öffnung 18 des Lackiertunnels 8 ist durch einen Gitterrost 26 abgedeckt, unterhalb dessen sich ein Anlagenbereich 28 befindet, in welchem die von der Kabinenluft mitgeführten Overspray-Partikel von der Kabinenluft getrennt werden.

Aus dem Luftzuführraum 14 strömt also Luft nach unten durch den Lackiertunnel 8 hindurch zu dem Anlagenbereich 28, wobei die Luft im Lackiertunnel 8 Lack-Overspray aufnimmt und den Overspray mit sich aus dem Lackiertunnel 8 hinausführt.

Der Anlagenbereich 28 umfasst einen Strömungsbereich 30, in den die mit Overspray beladene Kabinenluft zunächst einströmt und welcher hierzu nach oben zur Lackierkabine 2 hin offen ist. In dem Strömungsbereich 30 gelangt die Kabinenluft zunächst in einen Leitkanal 36 einer Luftleiteinrichtung 38, welcher durch Leitbleche 40 gebildet ist. Der Leitkanal 36 mündet in ein oder mehrere Anschlusskanäle 42, welche die Kabinenluft in einen Abscheidebereich 44 des Anlagenbereichs 28 führen.

In dem Abscheidebereich 44 sind die Anschlusskanäle 42 beispielsweise unter Vermittlung eines Auslassanschluss 46 strömungstechnisch derart mit einem Filtermodul 48 gekoppelt, dass die Kabinenluft in die ein oder mehreren Filtermodule 48 einströmen kann.

Ein Filtermodul 48 kann in an und für sich bekannter Art und Weise als Abscheidefilter oder als Trägheitsfilter oder auch als eine Kombination davon ausgebildet sein. Vorzugsweise bildet jedes Filtermodul 48 eine von mehreren Abscheideeinheiten, mit welchen eine modular aufgebaute Abscheidevorrichtung 52 arbeitet, die im Abscheidebereich 44 der Lackierkabine 2 angeordnet ist.

2 zeigt ein Beispiel für den Aufbau eines Filtermoduls 48. Dabei ist in der Zeichnung zu erkennen, dass das Filtermodul 48 ein Filtergehäuse 56 mit einem Filtereinlass 58 und mit einem Filterauslass 60 aufweist, wobei das gezeigte Filtergehäuse 56 einen rechtwinkligen Querschnitt aufweist. Der Filtereinlass 58 ist von einem oberen Einlassbereich 56e des Filtergehäuses 56 begrenzt während der Filterauslass 60 in einer Gehäusewand 56b vorgesehen ist. Die Gehäusewände 56a, 56b, 56c und 56d bilden die Seitenwände des Filtermoduls 48.

Im gezeigten Beispiel ist am oberen Einlassbereich 56e des Gehäuses 56 an der Gehäusewand 56b eine Durchgangsabsenkung 62 ausgebildet. Aufgrund der Durchgangsabsenkung 62 ist am Einlassbereich 56e des Gehäuses 56 an drei Seiten ein Kragen 64 ausgebildet, der gegenüber der Durchgangsabsenkung 62 nach oben übersteht.

Bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen umfasst der Filterauslass 60 zwei Auslassfenster 60a und 60b, die in der Betriebsausrichtung des Filtermoduls 48 übereinander angeordnet sind.

Die mit Overspray beladene Kabinenluft strömt durch den Filtereinlass 58 in das Filtermodul 48 ein, wird in dem Filtermodul 48 umgelenkt, durchströmt eine im Inneren des Filtermoduls 48 angeordnete Filtereinheit 66, deren Einzelheiten hier nicht näher dargestellt sind und an der sich der Overspray abscheidet, und verlässt das Filtermodul 48 durch den Filterauslass 60 als weitgehend von Overspray befreite Kabinenluft.

Vorzugsweise kann ein Bodenteil 68 für das Filtermodul 48 vorgesehen sein, welches wie beim vorliegenden Ausführungsbeispiel zumindest im Wesentlichen in seiner Geometrie und seinen Abmessungen als standardisierte Tragstruktur und beispielsweise nach Vorgabe einer so genannten Euro-Palette ausgebildet ist. Eine Euro-Palette hat eine Erstreckung mit Seitenlängen von 800 mm × 1200 mm.

1 veranschaulicht beispielhaft, dass ein Filtermodul 48, bei Verwendung eines derartigen Bodenteils 68, mit einer an solche Standardstrukturen angepassten Fördertechnik 70 bewegt werden kann. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst eine derartige Fördertechnik 70 beispielsweise unter anderem einen manuell von einem Werker 54 bedienbaren Förderhubwagen 72.

Entsprechend dem in 1 gezeigten Beispiel strömt die nun weitgehend von Overspray befreite Abluft aus dem Filterauslass 60 des Filtermoduls 48 durch eine Andockeinheit 74 mit einem Stichkanal 78 in einen Sammelkanal 76. Die Abluft kann über den Sammelkanal 76 ggf. einer weiteren Aufbereitung und Konditionierung zugeführt werden und im Anschluss daran in einem hier nicht eigens gezeigten Kreislauf wieder in den Luftzuführraum 14 geleitet werden, aus dem sie wieder von oben in den Lackiertunnel 8 einströmt.

Die Luftleiteinrichtung 38, die ein oder mehreren Filtermodule 48 der Abscheidevorrichtung 52, die ein oder mehreren Stichkanäle 78 und der Sammelkanal 76 definieren auf diese Weise ein Strömungssystem für die Kabinenluft, bei dem die Filtermodule 48 jeweils einen austauschbaren Abschnitt bilden. Auch wenn einzelne Filtermodule 48 aus dem Strömungssystem entfernt sind, bleibt das Strömungssystem als solches betriebsfähig.

Die als austauschbare Einheiten ausgebildeten Filtermodule 48 können dem genannten Strömungssystem zugeführt und dabei in einer Zuführbewegung in die Betriebsposition bewegt werden oder aus der Betriebsposition von dem Strömungssystem getrennt und wegbewegt werden.

Die Bewegung der Filtermodule 48 kann dabei zumindest abschnittsweise mit Hilfe der Fördertechnik 70 erfolgen. Um ein Filtermodul 48 relativ zur Andockeinheit 74 zu dieser hin oder von dieser weg zu bewegen, kann eine Bodenführung 80 vorgesehen sein. Bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist diese Bodenführung 80 als Rollenbahn 82 ausgebildet und somit Teil der Fördertechnik 70.

Eine Komponente, mehrere Komponenten oder alle Komponenten des in 2 beispielhaft gezeigten Filtermoduls 48 können beispielsweise aus Materialen gefertigt sein, wie z. B. Cellulose basierten Materialien, wie gegebenenfalls behandelte Papier- und/oder Pappmaterialien, Wellkartone, Kartone mit stehender Welle, Kartone mit Wabenstruktur, Wickelkartone, und/oder andere Materialien wie beispielsweise MDF-Materialien. Das Filtermodul 48 selbst kann dabei in günstiger Ausgestaltung als modularer Bausatz in Einzelteilen geliefert werden und vor Ort zusammengebaut werden.

Der sich während des Betriebs der Abscheidevorrichtung 52 in einem Filtermodul 48 abscheidende Overspray fließt zumindest teilweise innerhalb des Filtergehäuses 56 nach unten und sammelt sich in einem Bodenbereich 56f des Filtergehäuses 56 an. Der im Bodenbereich 56f des Filtergehäuses 56 angesammelte Overspray kann dort einen Lacksumpf ausbilden.

3 zeigt ein Beispiel für eine Auffangvorrichtung 90 für Overspray, welche sich in einem Ausgangszustand befindet und dabei in Form einer flachen Form vorliegt. Die im Beispiel gezeigte Auffangvorrichtung 90 ist als ebene Tafel ausgebildet.

Die Auffangvorrichtung 90 besteht aus einem mehrschichtigen Verbundmaterial, vorzugsweise ein Hybridmaterial, dessen mehrere Schichten vorzugsweise unterschiedliche Eigenschaften aufweisen können.

Die beispielhaft gezeigte Auffangvorrichtung 90 weist an ihrer Oberseite mehrere Befestigungselemente auf, die in Form von Laschen 84 ausgebildet sind. Vorzugsweise können diese Laschen 84 gemeinsam mit der eigentlichen Auffangvorrichtung 90 einteilig ausgebildet sein. Im gezeigten Beispiel entspricht der Schichtaufbau des Verbundmaterials im Bereich der Laschen 84 dem Schichtaufbau in anderen Bereichen der Auffangvorrichtung 90. Der besseren Übersicht halber sind derartige Laschen in 4A bis 4E, 6, 11, 12, 13A und 13b und 15 nicht mit Bezugszeichen versehen.

Um die Auffangvorrichtung 90 in ihrem Ausgangszustand bereitzustellen, kann sie beispielsweise als Flachform durch Stanzen hergestellt werden. Vorzugsweise kann dabei die Auffangvorrichtung 90 mitsamt den Befestigungselementen gestanzt werden. Es ist auch möglich die Auffangvorrichtung 90 in ihrem Ausgangszustand, ggf. mitsamt den Befestigungselementen, durch Schneiden herzustellen.

Die beispielhaft gezeigte Auffangvorrichtung 90 weist einen oberen Teilbereich 90d und einen unteren Teilbereich 90c auf. Um das das Falten der Auffangvorrichtung 90 zu unterstützen kann diese mit Prägelinien 92a, 92b versehen sein. Im Beispiel gezeigt sind eine horizontal angeordnete Prägelinie 92a, die zwischen dem oberen Teilbereich 90d und dem unteren Teilbereich 90c verläuft, und mehrere vertikal angeordnete Prägelinien 92b. Die Prägelinien 92b können das Falten der Auffangvorrichtung 90 unterstützen, wenn die Auffangvorrichtung 90 durch Faltung aus dem in 3 gezeigten Ausgangszustand in einen Gebrauchszustand (siehe 5) überführt wird.

Wie in 4A und 4B veranschaulicht wird, empfiehlt es sich, die Auffangvorrichtung 90 zunächst entlang der vertikalen Prägelinien 92b zu falten, sodass Faltkanten 94 entstehen. Ein mögliches Vorgehen beim Falten der Auffangvorrichtung 90 besteht darin, zunächst die beiden seitlichen Endbereiche 90a der Auffangvorrichtung 90 aufeinander zuzubewegen, beispielsweise durch Klappen der beiden seitlichen Endbereiche 90a wie es die Pfeile 100 in 3 und in 4A andeuten.

Bei einer nicht eigens gezeigten Abwandlung kann die Auffangvorrichtung 90 auch als in Umlaufrichtung geschlossener Ring vorgefertigt sein, so dass dieser Schritt, bei dem seitliche Endbereiche aufeinander zu bewegt werden, entfällt. Beispielsweise kann die Auffangvorrichtung auch als Schlauchabschnitt ausgebildet sein.

Gemäß dem in 4B gezeigten Zwischenzustand weist die Auffangvorrichtung 90 sechs Faltkanten 94 auf und bildet eine seitlich geschlossene sechskantige Form aus, die nach oben und nach unten hin offen ist. Die Endbereiche 90a berühren sich dabei sich in einem seitlichen Abschnitt 96 der Auffangvorrichtung 90. Vorzugsweise werden die Endbereiche 90a mittels einer Klebverbindung miteinander verbunden, wobei z. B. in dem seitlichen Abschnitt 96 eine Klebwulst aufgebracht werden kann. Es ist auch möglich, dass die Endbereiche 90a im Bereich des seitlichen Abschnitts 96 überlappend miteinander verklebt werden und/oder anderweitig versiegelt werden.

Im weiteren Verlauf wird die Auffangvorrichtung 90 entlang der horizontalen Prägelinie 92a gefaltet, wobei einerseits, wie in 4C mit Hilfe der Pfeile 101 angedeutet ist, der untere Teilbereich 90c der Auffangvorrichtung 90 nach unten geklappt wird und zudem, wie in 4D mit Hilfe der Pfeile 102 angedeutet ist, Teilabschnitte des unteren Teilbereichs 90c der Auffangvorrichtung 90 derart nach außen bewegt werden, dass zwei sich einander gegenüberliegende dreieckige Laschen 88 ausgebildet werden, die über Seitenwände 106 der gezeigten Form der Auffangvorrichtung 90 hinausragen. Das die Auffangvorrichtung 90 ausbildende Material ist dabei im Bereich der dreieckigen Laschen 88 in zwei Lagen gefaltet.

Der besseren Übersicht halber nicht mit Bezugszeichen versehene Endbereiche des unteren Teilbereichs 90c der Auffangvorrichtung 90 berühren sich, wie z. B. in 4D ersichtlich ist, in einem unteren Abschnitt 98 der Auffangvorrichtung 90. Vorzugsweise werden diese Endbereiche mittels einer Klebverbindung miteinander verbunden, wobei z. B. in dem unteren Abschnitt 98 eine Klebwulst aufgebracht werden kann. Es ist auch möglich, dass diese Endbereiche im Bereich des unteren Abschnitts 98 überlappend miteinander verklebt werden und/oder anderweitig versiegelt werden.

Im weiteren Verlauf werden die beiden dreieckigen Laschen 88, wie in 4E mit Hilfe der Pfeile 103 angedeutet ist, unter einen Boden 108 der gezeigten Form der Auffangvorrichtung 90 gefaltet, sodass sich die Auffangvorrichtung 90 schließlich in ihrem Gebrauchszustand (siehe 5) befindet.

5 zeigt die gefaltete Auffangvorrichtung 90 in ihrem Gebrauchszustand. Die Auffangvorrichtung 90 bildet dabei eine Wanne mit einem geschlossenen Boden 108 und geschlossenen Seitenwänden 106 aus. Diese Grundform der Wanne mit geschlossenem Boden 108 und geschlossenen Seitenwänden 106 ist bereits in den in 4D und 4E gezeigten Zwischenzuständen gegeben. Gemäß dem gezeigten Beispiel liegen die gefalteten dreieckigen Laschen 88 im Gebrauchszustand der Auffangvorrichtung 90 unter deren Boden 108.

6 zeigt die gefaltete Auffangvorrichtung 90 in ihrem Gebrauchszustand auf einem Bodenteil 68 angeordnet, wobei das Bodenteil 68 beispielsweise nach Vorgabe einer so genannten Euro-Palette ausgebildet sein kann. Es ist dabei möglich, dass z. B. die dreieckigen Laschen 88 zur Befestigung der Auffangvorrichtung 90 am Bodenteil 68 verwendet werden.

7 zeigt ein Filtermodul 48, welches von der Auffangvorrichtung 90 aufgenommen wird. Die Auffangvorrichtung 90 ist hier in Form einer Wanne gezeigt, die beispielsweise wie vorangehend beschrieben gefaltet wurde. Die Wanne ist dabei als Auffangbehältnis für Overspray im unteren Bereich des Gehäuses 56 des Filtermoduls 48 angeordnet. Die Seitenwände 106 und der Boden 108 (siehe 6) der Wanne umschließen den Bodenbereich 58f (siehe 2) des Filtermoduls 48 zumindest bis hin zu einer bestimmten Höhe.

Wie 7 veranschaulicht, weisen die Seitenwände 106 der Wanne an ihrer Oberseite Befestigungselemente auf, die beispielsweise als Laschen 84 ausgebildet sein können. Diese Laschen 84 können zur Befestigung der Wanne am Filtergehäuse 56 verwendet werden und können dazu mit diesem beispielsweise verklebt sein. Da die Laschen 84 in einer Höhe angeordnet sind, in der sie erwartungsgemäß Flüssigkeit bzw. Overspray nicht ausgesetzt sind, können die Laschen 84 alternativ oder zusätzlich am Filtergehäuse 56 beispielsweise vernietet oder geklammert sein.

Gemäß dem in 7 gezeigten Beispiel steht die Wanne auf einem Bodenteil 68. Dabei kann der Boden 108 (siehe 6) der Wanne mit dem Bodenteil 68 verklebt sein und/oder z. B. mit Hilfe der dreieckigen Laschen 88 (siehe 6) an dem Bodenteil 68 befestigt sein.

8 unterscheidet sich von 7 dahingehend, dass auch in einem unteren Bereich der Wanne seitliche Befestigungselemente vorgesehen sind, die im gezeigten Beispiel als Halteelemente 110 ausgebildet sind und vorzugsweise mit den Seitenwänden 106 der Wanne verklebt sein können. Diese Haltelemente 110 dienen zur Befestigung der Wanne, die von der Auffangvorrichtung 90 ausgebildet wird, an dem Bodenteil 68. Die Haltelemente 110 können mit dem Bodenteil 68 beispielsweise verklebt, vernietet und/oder geklammert sein.

Bei den in 7 und 8 gezeigten Beispielen bildet die gefaltete Auffangvorrichtung 90 eine Auffangwanne, die das Gehäuse des Filtermoduls 48 aufnimmt.

9 zeigt ein Filtermodul 48 mit einem Filtergehäuse 56 und mit einem Bodenteil 68. Im Inneren des Filtergehäuses 56 ist im gezeigten Beispiel eine Filtereinheit 66 erkennbar. Gemäß dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel bildet die gefaltete Auffangvorrichtung 90 das Gehäuse des Filtermoduls 48. Das gezeigte Filtergehäuse 56 wird durch Falten der Auffangvorrichtung 90 hergestellt, wobei die Auffangvorrichtung 90 aus einem Ausgangszustand (siehe 10) in den Gebrauchszustand gemäß 9 überführt wird.

Ein oder mehrere im Inneren des Filtermoduls 48 angeordnete Bauteile, z. B. die in 9 angedeutete Filtereinheit 66, können mittels der Ausschnitte 112 von der Auffangvorrichtung 90, die auch das Filtergehäuse 56 bildet, gehalten werden. Im gezeigten Beispiel sind die Ausschnitte 112 zum Halten der Filtereinheit 66 des Filtermoduls 48 in den Seitenwänden 106 der Auffangvorrichtung 90 angeordnet und durchdringen diese.

10 zeigt die Auffangvorrichtung 90, welche in 9 im Gebrauchszustand als Teil des Filtermoduls 49 dargestellt ist, in ihrem Ausgangszustand. Die gezeigte Auffangvorrichtung ist mit Ausschnitten 112 in Form von Öffnungen versehen, welche in einem Gebrauchszustand Bauteile aufnehmen können, z. B. Bauteile, die im Inneren des Filtermoduls 48 (siehe 9) angeordnet sind. Im gezeigten Beispiel sind die Ausschnitte 112 als schlitzartige Öffnungen ausgebildet, die das Material der Auffangvorrichtung 90 durchdringen. Die Ausschnitte 112 können gemeinsam mit der Auffangvorrichtung 90 hergestellt werden, z. B. durch Stanzen oder Schneiden, oder auch nachträglich angebracht werden. Anzahl, Lage und Form der ein oder mehreren Ausschnitte 112 können ggf. der Verwendung der Auffangvorrichtung 90 angepasst werden. Die Ausschnitte 112 können dabei vor Ort oder auch bereits vor einem Transport angebracht werden.

Die Auffangvorrichtung 90 gemäß dem in 10 gezeigten Ausführungsbeispiel weist eine horizontal angeordnete Prägelinie 92a und mehrere vertikal angeordnete Prägelinien 92b auf. Die Faltung dieser beispielhaft gezeigten Auffangvorrichtung 90 von ihrer Form im Ausgangszustand (siehe 10) zu ihrer Form im Gebrauchszustand (siehe 9) kann z. B. analog zu der Faltung erfolgen, die zuvor für ein anderes Ausführungsbeispiel einer Auffangvorrichtung 90 im Zusammenhang mit 3, 4A bis 4E und 5 beschrieben wurde.

In 9 und 10 wird eine Auffangvorrichtung 90 gezeigt, die mit einem Filterauslass 60 und mit einer Durchgangsabsenkung 62 versehen ist, wobei der Filterauslass 60 beispielhaft zwei Auslassfenster 60a und 60b aufweist. Die Auffangvorrichtung 90 weist vorzugsweise bereits in ihrem Ausgangszustand eine derartige zweckmäßige Ausgestaltung auf, um in ihrem gefaltetem Gebrauchszustand als Filtergehäuse 56 verwendet werden zu können.

11 zeigt beispielhaft eine mehrlagig flach gefaltete Auffangvorrichtung 90, wie sie z. B. in einem Transportzustand ausgebildet sein kann. Die hier gezeigte Auffangvorrichtung 90 entspricht dabei dem bereits im Zusammenhang mit 3 beschriebenen Ausführungsbeispiel der Auffangvorrichtung 90. Im gezeigten Beispiel ist die Auffangvorrichtung 90 zu einer Tafel mit einer ersten Lage 141 und mit einer zweiten Lage 142 gefaltet. Der gezeigte Transportzustand zeichnet sich durch Kompaktheit und gute Handhabbarkeit aus. Die gezeigte Auffangvorrichtung kann dabei in vorteilhafter Ausbildung an drei Kanten dicht verbunden ausgeführt sein.

Wie 12 veranschaulicht, können die Auffangvorrichtungen 90 zur Aufbewahrung und/oder zum Transport gestapelt werden. Die in 12 beispielhaft gezeigten Auffangvorrichtungen 90 weisen hierfür die in 11 gezeigte Faltung auf, wobei auch andersartig flach gefaltete Auffangvorrichtungen 90 bzw. grundsätzlich auch nicht gefaltete Auffangvorrichtungen 90, z. B. Auffangvorrichtungen 90 in ihrem Ausgangszustand (siehe 3), gestapelt werden können.

Alternativ hierzu können, bei entsprechender Materialbeschaffenheit, die Auffangvorrichtungen 90 zur Aufbewahrung und/oder zum Transport gerollt werden. Bei Aufbewahrung und/oder Transport der Auffangvorrichtungen 90 in einer Rollenform können mehrere Auffangvorrichtungen 90 ein Materialband ausbilden. Bei Bedarf können dann gegebenenfalls einzelne Auffangvorrichtungen 90 von einer Rolle abgezogen und durch Schnitt abgetrennt werden.

In 13A und 13B sowie in 14 wird eine Auffangvorrichtung 90 gezeigt, die hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer Funktionalität Übereinstimmungen mit der Auffangvorrichtung 90 aufweist, die bereits im Zusammenhang mit 3, 4A bis 4E und 5 beschrieben wurde. Dabei entspricht der in 13A gezeigt Zwischenzustand dem Zwischenzustand gemäß 4B und der in 13B gezeigt Zwischenzustand dem Zwischenzustand gemäß 4C.

Bei der in 13A gezeigten Auffangvorrichtung 90 sind in einem unteren Teilbereich 90c mehrere Einschnitte 116 im Material der Auffangvorrichtung 90 zu erkennen. Diese Einschnitte 116 sind dabei unmittelbar angrenzend zum oberen Teilbereich 90d der Auffangvorrichtung 90 angeordnet. Im gezeigten Beispiel sind die Einschnitte 116 unterhalb der horizontal angeordneten Prägelinie 92a angeordnet, wobei ein Einschnitt 116 jeweils gemeinsam mit einem Abschnitt der Prägelinie 92a einen flächigen Bereich begrenzt.

Die Einschnitte 116 durchschneiden nur ein oder mehrere äußere Lagen des Verbundmaterials der Auffangvorrichtung 90, wobei mindestens eine innere Lage des Verbundmaterials nicht eingeschnitten ist. Wird nun ausgehend von dem in 13A gezeigten Zwischenzustand der untere Teilbereich 90c der Auffangvorrichtung 90, wie in 13B angedeutet, nach innen gefaltet, d. h. im gezeigten Beispiel in Richtung des Pfeils 101 bewegt, so lösen sich im Bereich der Einschnitte die ein oder mehreren eingeschnittenen äußeren Lagen des Verbundmaterials von der mindestens einen nicht eingeschnittenen unteren Lage des Verbundmaterials. Auf diese Weise können die einteilig mit dem Rest der Auffangvorrichtung 90 verbundenen Befestigungslaschen 114 ausgebildet werden, wie sie bereits in 13B zu erkennen sind und schließlich im Gebrauchszustand (siehe 14) der Auffangvorrichtung 90 vorliegen.

Analog zu dem vorangehend anhand von 13A und 13B beschriebenen Vorgehen können auch ein oder mehrere ähnliche oder anders geartete Laschen an der Auffangvorrichtung 90 angebracht werden. Die zur Ausbildung derartiger Laschen verwendete Faltlinie kann dabei auch in einem anderen Bereich der Auffangvorrichtung 90 angeordnet sein als die in 13A beispielhaft gezeigte Prägelinie 92a.

14 zeigt die Auffangvorrichtung 90 im Gebrauchszustand mit seitlichen Befestigungselementen an ihrer Oberseite und an ihrer Unterseite. Dabei sind die als Befestigungslaschen 114 ausgebildeten Befestigungselemente, die beispielsweise wie im Zusammenhang mit 13A und 13B beschrieben hergestellt wurden, an der Unterseite der Wanne angeordnet, die von der Auffangvorrichtung 90 ausgebildet wird. Weitere als Laschen 84 ausgebildete Befestigungselemente sind an der Oberseite dieser Wanne angeordnet.

15 zeigt die Auffangvorrichtung 90 gemäß 14 mit einem Bodenteil 68, das beispielsweise nach Vorgabe einer so genannten Euro-Palette ausgebildet sein kann. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ruht die Auffangvorrichtung 90 auf dem Bodenteil 68. Die Auffangvorrichtung 90 ist dabei mittels der Befestigungslaschen 114 an dem Bodenteil 68 befestigt, wobei die Befestigungslaschen 114 z. B. am Bodenteil 68 verklebt, vernietet und/oder geklammert sein können.

Die im Zusammenhang mit unterschiedlichen Ausführungsbeispielen der Erfindung beschrieben Befestigungselemente, wie beispielsweise die Laschen 84 (siehe 7, 8), die Haltelemente 110 (siehe 8) und die Befestigungslaschen 114 (siehe 15) können ohne dass sich ein Dichtigkeitsverlust an der von der Auffangvorrichtung 90 ausgebildeten Wanne einstellt, an anderen Gegenständen, beispielsweise an einem Bodenteil 68 oder an einem Gehäuse, befestigt werden, z. B. mit Hilfe von Schrauben, Tackernadeln, Klammern oder Nägeln.

Die von der Auffangvorrichtung 90 ausgebildete Wanne ist auf ihrer Innenseite zumindest in einem Teilbereich beständig gegenüber Overspray und ggf. auch gegenüber anderen bei der Oberflächenbehandlung anfallenden Substanzen und/oder Bestandteilen. Vorzugsweise ist hierzu eine innere Schicht des Verbundmaterials entsprechend beständig und undurchlässig ausgebildet.

Beispielsweise bei einer Ausgestaltung der Auffangvorrichtung 90, wie sie z. B. in 9 gezeigt wird, kann es zweckmäßig sein, wenn die Auffangvorrichtung 90 nur in einem Bodenbereich 90e flüssigkeitsdicht und beständig gegenüber Overspray ausgebildet ist. Der Bodenbereich 90e umfasst dabei einen unteren Bereich der Seitenwände 106 und den Boden 108 der Auffangvorrichtung 90. Dieser Bodenbereich bildet somit die Wanne der Auffangvorrichtung 90. Der Bodenbereich 90e umfasst dabei einen unteren Bereich der Seitenwände 106 und den Boden 108 der Auffangvorrichtung 90 und bildet somit die Wanne der Auffangvorrichtung 90.

Beispielsweise bei Ausgestaltungen der Auffangvorrichtung 90, wie sie z. B. in 7 oder 8 gezeigt werden, kann es zweckmäßig sein, wenn die Auffangvorrichtung 90 in ihrem Innenbereich, d. h. in dem Bereich, der gemäß 7 und 8 dem Filtergehäuse 56 zugewendet ist, zumindest nahezu vollständig flüssigkeitsdicht und beständig gegenüber Overspray ausgebildet ist.

Ein Gedanke, welcher der Erfindung zugrunde liegt, lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auffangvorrichtung 90 für Overspray, welche ein flüssigkeitsdichtes Material aufweist, wobei das Material der Auffangvorrichtung 90 ein mehrschichtiges Verbundmaterial ist, welches mindestens eine flüssigkeitsdichte Schicht aufweist, wobei diese Schicht und/oder mindestens eine weitere Schicht des Verbundmaterials beständig gegenüber Overspray ausgebildet ist, wobei die Auffangvorrichtung 90 aus einem Ausgangszustand mittels Faltung in einen Gebrauchszustand überführbar ausgebildet ist, und wobei die Auffangvorrichtung 90 in dem Ausgangszustand in einer flachen Form vorliegt und in dem Gebrauchszustand eine Wanne zum Auffangen von Overspray ausbildet. Die Erfindung betrifft auch ein Filtermodul 48 zum Abscheiden von Overspray mit einem Filtergehäuse 56 und mit einer derartigen Auffangvorrichtung 90 für Overspray sowie ein Verfahren zum Aufbau eines solchen Filtermoduls 48. Erfindungsgemäß wird ein besonders einfacher und zuverlässiger Aufbau eines Filtermoduls 48 und auch ein besonders zuverlässiges und sicheres Auffangen von Overspray ermöglicht.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102013004082 A1 [0007]
  • DE 102011108631 A1 [0008, 0009]