Title:
Justageelement für ein Kameramodul
Kind Code:
A1
Abstract:

Erfindungsgemäß werden eine Justagevorrichtung, ein Justageelement (101) und ein Verfahren zum Einstellen eines Abstands zwischen einem Bildsensorträger (103) und einem Objektivgehäuse (102) beansprucht. Das Justageelement (101) weist erfindungsgemäß eine Stufenkontur (101) mit wenigstens zwei Stufenhöhen auf und ist dazu ausgebildet, mittels einer an die Stufenkontur (101) angepassten Positivkontur (106) wenigstens eine den Abstand einstellende Dreipunktauflage zu bilden. Das Justageelement (101) ist hierbei entweder zur Anbringung an dem Bildsensorträger (103) ausgelegt, wobei in diesem Fall die Positivkontur (106) an dem Objektivgehäuse (102) angebracht ist oder alternativ zur Anbringung an dem Objektivgehäuse (102) ausgelegt, wobei in diesem Fall die Positivkontur (106) an dem Bildsensorträger (103) angebracht ist.



Inventors:
Bauer, Nikolai (71696, Möglingen, DE)
Application Number:
DE102015225794A
Publication Date:
06/22/2017
Filing Date:
12/17/2015
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102011075701A1N/A2012-11-15
DE102004060785B4N/A2007-07-12
Foreign References:
200800078462008-01-10
201201069392012-05-03
Claims:
1. Justageelement (101) zur Einstellung eines Abstands zwischen einem Bildsensorträger (103) und einem Objektivgehäuse (102), dadurch gekennzeichnet, dass das Justageelement (101) eine Stufenkontur (101) mit wenigstens zwei Stufenhöhen aufweist und dazu ausgebildet ist, mittels einer an die Stufenkontur (101) angepassten Positivkontur (402) wenigstens eine den Abstand einstellende Dreipunktauflage zu bilden, wobei
– das Justageelement (101) zur Anbringung an dem Bildsensorträger (103) ausgelegt ist und die Positivkontur (402) an dem Objektivgehäuse (102) angebracht ist oder
– das Justageelement (101) zur Anbringung an dem Objektivgehäuse (102) ausgelegt ist und die Positivkontur (402) an dem Bildsensorträger (103) angebracht ist.

2. Justageelement (101) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Objektivgehäuse (102) ein Objektiv (104) aufgenommen ist und der Abstand axial entlang einer optischen Achse (107) des Objektivs (104) einstellbar ist.

3. Justageelement (101) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenkontur (101) aus wenigstens zwei übereinandergestapelten Folienelementen (403) aufgebaut ist.

4. Justageelement (101) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienelemente (403) gestanzt wurden und eine hochgenaue Schichtdicke aufweisen.

5. Justagevorrichtung (401) für ein Kameramodul mit einem Bildsensorträger (103) und einem Objektivgehäuse (102), welche zur Einstellung eines Abstands zwischen dem Bildsensorträger (103) und dem Objektivgehäuse (102) ausgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass
– ein erster Teil (101) der Justagevorrichtung (401) an dem Objektivgehäuse (102) und ein zweiter Teil (402) der Justagevorrichtung (401) an dem Bildsensorträger (103) oder
– ein erster Teil (101) der Justagevorrichtung (401) an dem Bildsensorträger (103) und ein zweiter Teil (402) der Justagevorrichtung (401) an dem Objektivgehäuse (102)
angeordnet sind, wobei der erste Teil (101) als Stufenkontur (101) mit wenigstens zwei Stufenhöhen ausgebildet ist und der zweite Teil (402) wenigstens drei an die Stufenkontur (101) angepasste Positivkonturen (402) aufweist, sodass mittels der Stufenkontur (101) und der Positivkonturen (402) wenigstens eine den Abstand einstellende Dreipunktauflage bildbar ist.

6. Justagevorrichtung (401) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Objektivgehäuse (102) ein Objektiv (104) aufgenommen ist und die Justagevorrichtung (401) zur Einstellung eines axialen Abstands entlang einer optischen Achse (107) des Objektivs (104) ausgelegt ist.

7. Justagevorrichtung (401) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Justagevorrichtung (401) zusätzlich eine zur lateralen Positionierung des Objektivgehäuses (102) auf dem Bildsensorträger (103) ausgelegte Aufnahmekontur (106) umfasst.

8. Justagevorrichtung (401) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmekontur (106) aus wenigstens drei Führungselementen (106) besteht.

9. Justagevorrichtung (401) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens drei Führungselemente (106) als Winkelverbinder (106) realisiert sind.

10. Verfahren zur Einstellung eines axialen Abstands zwischen einem Objektivgehäuse (102) und einem Bildsensorträger (103) bezogen auf eine optische Achse (107) eines im Objektivgehäuse (102) angeordneten Objektivs (104), wobei zwischen Objektivgehäuse (102) und Bildsensorträger (103) eine Justagevorrichtung (401) angebracht ist, welche einen ersten Teil (101) mit einer Stufenkontur (101) mit wenigstens zwei Stufenhöhen und einen zweiten Teil (402) mit wenigstens drei an die Stufenstruktur (101) angepassten Positivkonturen (402) aufweist, wobei
– der erste Teil (101) am Objektivgehäuse (102) und der zweite Teil (402) am Bildsensorträger (103) oder
– der erste Teil (101) am Bildsensorträger (103) und der zweite Teil (402) am Objektivgehäuse (102)
angebracht sind, mit den folgenden Schritten:
– Zusammenführen des ersten (101) und zweiten (402) Teils zur Bildung wenigstens einer Dreipunktauflage, und
– relatives Verdrehen des Objektivgehäuses (102) zu dem Bildsensorträger (103) um die optische Achse (107) zur Einstellung des Abstands zwischen Objektivgehäuse (102) und Bildsensorträger (103).

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Bildsensorträger (103) und das Objektivgehäuse (102) in einem weiteren Schritt stoffschlüssig fixiert werden, insbesondere mittels einer Klebe- oder Lötverbindung.

12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Bildsensorträger (103) und das Objektivgehäuse (102) in einem weiteren Schritt formschlüssig fixiert werden, insbesondere mittels eines Federelements.

Description:
Stand der Technik

In DE 10 2011 075 701 A1 wird Objektiv für eine Kamera, insbesondere Fixfokus-Kamera beschrieben, wobei das Objektiv einen Linsenhalter, einen in dem Linsenhalter aufgenommenen Linsen-Fassungskörper und mindestens eine in dem Linsen-Fassungskörper aufgenommenen Linse umfasst. Der Linsen-Fassungskörper ist gegenüber dem Linsenhalter verdrehbar und entlang einer optischen Achse längsverstellbar, zur Fokussierung auf einen Bildsensor und/oder zur Einstellung einer Gegenstandsweite. Der Linsenhalter und der Linsen-Fassungskörper sind in einer festen axialen Längsposition zueinander relativ verdrehbar und durch die Relativverdrehung in der festen axialen Längsposition zwischen dem Linsenhalter und dem Linsen-Fassungskörper ist eine reibschlüssige Verbindung ausgebildet.

Offenbarung der Erfindung

Erfindungsgemäß werden eine Justagevorrichtung, ein Justageelement und ein Verfahren zum Einstellen eines Abstands zwischen einem Bildsensorträger und einem Objektivgehäuse beansprucht.

Das Justageelement weist erfindungsgemäß eine Stufenkontur mit wenigstens zwei Stufenhöhen auf und ist dazu ausgebildet, mittels einer an die Stufenkontur angepassten Positivkontur wenigstens eine den Abstand einstellende Dreipunktauflage zu bilden. Das Justageelement ist hierbei entweder zur Anbringung an dem Bildsensorträger ausgelegt, wobei in diesem Fall die Positivkontur an dem Objektivgehäuse angebracht ist oder alternativ zur Anbringung an dem Objektivgehäuse ausgelegt, wobei in diesem Fall die Positivkontur an dem Bildsensorträger angebracht ist.

Das erfindungsgemäße Justageelement bietet den Vorteil, dass der Abstand zwischen dem Objektivgehäuse und dem Bildsensorträger einfach veränderbar ist. Bei der Integration eines Objektivs in das Objektivgehäuse und einer Anbringung eines Bildsensors auf dem Bildsensorträger muss die Lage zwischen Objektiv und Bildsensor exakt angepasst sein. Sind die Abstände zwischen Bildsensorträger und Objektivgehäuse bereits fest vorgegeben, müsste der Abstand zwischen Bildsensor und Bildsensorträger immer exakt gleich sein. Diese Erfindung erlaubt eine exakte Justierung von Optik und Bildsensor auch bei toleranzbehafteten Bildsensoren oder einer toleranzbehafteten Anbringung von Bildsensoren auf dem Bildsensorträger.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in dem Objektivgehäuse ein Objektiv aufgenommen und der Abstand ist axial entlang einer optischen Achse des Objektivs einstellbar.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass der Abstand axial entlang der optischen Achse des Objektivs einstellbar ist. Zur präzisen optischen Ausrichtung von dem Objektiv zu einem auf dem Bildsensorträger angebrachten Bildsensor ist die axiale Ausrichtung von größter Bedeutung, da durch sie die Fokusebene veränderbar ist. Durch das Einstellen des axialen Abstands kann die Position des Objektivs optimal an die Position des Bildsensors angepasst werden, um eine bestmögliche Abbildung auf dem Bildsensor zu realisieren.

Das Objektiv ist nie zwingender Bestandteil der Erfindung. Es dient lediglich der Definition der Richtung, in welcher der Abstand mittels des Justageelements einstellbar ist. Bei der Herstellung gängiger Objektivgehäuse ist die optische Achse eines im Objektivgehäuse vorgesehenen Objektivs bereits klar festgelegt, da meist nur ein Einbauplatz für ein Objektiv vorgesehen ist. Der axiale Abstand könnte demnach auch entlang einer in dem Objektivgehäuse vorgesehenen virtuellen optischen Achse einstellbar sein. Die virtuelle optische Achse entspräche hierbei der optischen Achse eines virtuell an dem im Objektivgehäuse für ein Objektiv vorgesehenen Einbauplatz eingebauten Objektivs.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Stufenkontur aus wenigstens zwei übereinandergestapelten Folienelementen aufgebaut.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass die Stufenkontur sehr leicht, kostengünstig und reproduzierbar herstellbar ist.

In einer weiteren Ausführung der Erfindung sind die Folienelemente gestanzt und weisen eine hochgenaue Schichtdicke auf.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass die Stufenkontur sehr kostengünstig, reproduzierbar und hoch genau gefertigt werden kann.

Zudem wird eine Justagevorrichtung für ein Kameramodul mit einem Bildsensorträger und einem Objektivgehäuse beansprucht, welche zur Einstellung eines Abstands zwischen dem Bildsensorträger und dem Objektivgehäuse ausgelegt ist. Der Kern der Erfindung liegt darin, dass entweder ein erster Teil der Justagevorrichtung an dem Objektivgehäuse und ein zweiter Teil der Justagevorrichtung an dem Bildsensorträger oder ein erster Teil der Justagevorrichtung an dem Bildsensorträger und ein zweiter Teil der Justagevorrichtung an dem Objektivgehäuse angeordnet sind. Hierbei ist der erste Teil als Stufenkontur mit wenigstens zwei Stufenhöhen ausgebildet und der zweite Teil weist wenigstens drei an die Stufenkontur angepasste Positivkonturen auf. Die Positivkonturen sind derart an die Stufenkontur angepasst, dass mittels der Positivkonturen und der Stufenkontur wenigstens eine den Abstand einstellende Dreipunktauflage bildbar ist.

Die erfindungsgemäße Justagevorrichtung für ein Kameramodul und bietet den Vorteil, dass sie einen schnellen, zuverlässigen und kostengünstigen Zusammenbau eines Kameramoduls ermöglicht. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn Kameramodule oder Imagermodule in großen Stückzahlen gefertigt werden.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Justagevorrichtung ist in dem Objektivgehäuse ein Objektiv aufgenommen und die Justagevorrichtung ist zur Einstellung eines axialen Abstands entlang einer optischen Achse des Objektivs ausgelegt.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass speziell der Abstand zwischen Objektiv und einem auf dem Bildsensorträger angeordneten Bildsensor einstellbar ist. Durch die Einstellbarkeit dieses Abstands, können bspw. leichte Variationen bei der Bestückung des Bildsensorträgers mit einem Bildsensor oder generell bei der Fertigung der Teile und des Objektivs ausgeglichen werden.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst die Justagevorrichtung zusätzlich eine zur lateralen Positionierung des Objektivgehäuses auf dem Bildsensorträger ausgelegte Aufnahmekontur.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass zusätzlich zur Einstellung des axialen Abstands von Objektivgehäuse zum Bildsensorträger, eine laterale Positionierung des Objektivgehäuses auf dem Bildsensorträger erfolgen kann.

In einer weiteren Ausführungsform der Justagevorrichtung besteht die Aufnahmekontur wenigstens aus drei Führungselementen.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass unabhängig von der Form der Führungselemente eine Verschiebung in lateraler Richtung verhindert werden kann.

In einer weiteren Ausführungsform der Justagevorrichtung sind die wenigstens drei Führungselemente als Winkelverbinder realisiert.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass Winkelverbinder sehr einfach aufgebaut sind und deshalb kostengünstig produziert werden können. Unter einem Winkelverbinder wird hierbei ein annähernd rechtwinkliges Bauteil verstanden, dass gleichzeitig an zwei annähernd senkrecht zueinander stehende Flächen angelegt werden kann. Die Winkelverbinder können Löcher zur Befestigung mit Hilfe von Schrauben aufweisen. Sie können je nach Ausführungsform auch ohne Löcher realisiert sein und am Bildsensorträger angelötet, angeschweißt oder angeklebt werden.

Zudem wird ein Verfahren zur Einstellung eines axialen Abstands zwischen einem Objektivgehäuse und einem Bildsensorträger beansprucht. Der Abstand ist hierbei auf eine optische Achse eines im Objektivgehäuse angeordneten Objektivs bezogen. Zwischen Objektivgehäuse und Bildsensorträger ist eine Justagevorrichtung angebracht ist, welche einen ersten Teil mit einer Stufenkontur mit wenigstens zwei Stufenhöhen und einen zweiten Teil mit wenigstens drei an die Stufenstruktur angepassten Positivkonturen aufweist. Entweder ist hierbei der erste Teil am Objektivgehäuse und der zweite Teil am Bildsensorträger angebracht oder der erste Teil am Bildsensorträger und der zweite Teil am Objektivgehäuse. Das Verfahren umfasst wenigstens zwei Schritte: Zusammenführen des ersten und des zweiten Teils zur Bildung wenigstens einer Dreipunktauflage und relatives Verdrehen des Objektivgehäuses zu dem Bildsensorträger um die optische Achse zur Einstellung des Abstands zwischen Objektivgehäuse und Bildsensorträger.

Dieses Verfahren ermöglicht einen schnellen und effizienten Zusammenbau eines Kameramoduls, bei welchem eine Anpassung des Abstands von Objektivgehäuse zu Bildsensorträger durchgeführt werden kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens werden der Bildsensorträger und das Objektivgehäuse in einem weiteren Schritt stoffschlüssig fixiert, insbesondere mittels einer Klebe- oder Lötverbindung.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass nach der Einstellung des Abstands eine Fixierung von Objektivgehäuse und Bildsensorträger durchgeführt werden kann. Zudem kann das Kameramodul hermetisch verschlossen werden, sodass es im inneren des Objektivgehäuses gegen Schmutz und Feuchtigkeit geschützt wird.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens werden der Bildsensorträger und das Objektivgehäuse in einem weiteren Schritt formschlüssig fixiert, insbesondere mittels eines Federelements.

Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass die Fixierung von Objektivgehäuse und Bildsensorträger mittels einer formschlüssigen Verbindung realisiert werden kann. Beispielsweise kann diese Fixierung mittels eines Federelements oder mit Hilfe von Führungselementen realisiert werden. Die Führungselemente können hierbei gleichzeitig als Aufnahmekontur dienen, sodass sie eine laterale und axiale Fixierung des Objektivgehäuses auf dem Bildsensorträger bewirken.

Zeichnungen

1 zeigt ein Kameramodulaufbau.

2 zeigt ein Schnittbild eines Kameramodulaufbaus.

3 zeigt eine mögliche Anordnung eines Justageelements in einem Kameramodulaufbau.

4 zeigt ein Schnittbild eines Kameramodulaufbaus mit einer Justagevorrichtung und die Funktionsweise der Justagevorrichtung.

5 zeigt eine schematische Darstellung eines beispielhaften Justageverfahrens.

Ausführungsbeispiel

In den 1 bis 4 ist ein beispielhafter Aufbau eines Kameramoduls abgebildet. Das Kameramodul besteht aus einem Objektivgehäuse 102, in welchem ein Objektiv 104 angebracht, aus einem Bildsensorträger 103, auf welchem ein Bildsensor 105 angebracht ist und aus einer Justagevorrichtung 402. Die Justagevorrichtung 402 umfasst hierbei ein als Stufenkontur 101 ausgebildetes Justageelement 101, drei an die Stufenkontur 101 angepasste Positivkonturen 402 und vier Aufnahmekonturen 106 zur lateralen Positionierung des Objektivgehäuses 102 relativ zum Bildsensorträger 103. Die Stufenkontur 101 kann beispielsweise mit Hilfe einer Schraube an einer Aufnahme 108 am Sensorträger 103 befestigt werden. Alternativ kann die Stufenkontur 101 auch geklebt oder gelötet oder geschweißt werden.

Durch Absetzen der Positivkonturen 403 auf der Stufenkontur 101 entsteht eine Dreipunktauflage, welche für eine ausreichende Stabilität des Zusammenschlusses sorgt. Durch relatives Verdrehen des Objektivgehäuses 102, an welchem die Positivkonturen 402 angebracht sind und dem Bildsensorträger 103, auf welchem die Stufenkontur 101 angebracht ist, lässt sich der axiale Abstand zwischen Objektivgehäuse 102 und Bildsensorträger 103 einstellen. Die Einstellung erfolgt hierbei in vordefinierten Abständen, welche den Stufenhöhen entsprechen. Der Abstand wird hierbei axial entlang einer optischen Achse 107 des Objektivs 104 eingestellt. Durch diese Einstelloption kann der Abstand zwischen Objektiv 104 und Bildsensor 105 eingestellt werden, wodurch der Bildsensor 105 in einer optimalen Bildebene angeordnet werden kann.

In diesem Ausführungsbeispiel ist die Stufenkontur 104 aus einem Stapel von gestanzten Folienelementen 403 hergestellt und an die runde Kontur des Objektivgehäuses 102 angepasst. Die Folienelemente 403 weisen eine hochgenaue Schichtdicke auf, sodass beim Zusammenfügen der Stufenkontur 101 mit den Positivkonturen 402 eine hochgenaue Einstellung des axialen Abstands erfolgen kann.

Die Positivkonturen 402 sind in diesem Beispiel als stabförmige Elemente ausgebildet, die an der Unterseite abgerundet sind. Durch diese Abrundung ist eine relative Verdrehung des Objektivgehäuses 102 zu dem Bildsensorträger 103, bzw. der Positivkonturen 403 zu der Stufenkontur, in beide Richtungen möglich, da die abgerundeten Positivkonturen 402 nicht an der Stufenkontur 101 verkanten. Diese Ausführungsform gewährleistet eine sehr einfache und applikationsfreundliche Anpassung des axialen Abstands.

Zur lateralen Positionierung des Objektivgehäuses 102 auf dem Bildsensorträger 103 sind in diesem Ausführungsbeispiel vier Aufnahmekonturen 106 bzw. Führungselemente 106 angebracht. Anstelle von vier Führungselementen 106 können auch nur drei oder mehr als vier Führungselemente 106 verwendet werden.

Die Führungselemente 106 sind als Winkelverbinder realisiert. Sie weisen einen annähernd rechten Winkel auf und liegen gleichzeitig flächig an dem Bildsensorträger 103 und dem Objektivgehäuse 102 an. Sie können entweder verklebt, angelötet oder angeschweißt werden. Alternativ ist auch eine Befestigung mittels Schrauben möglich, wobei die Führungselemente 106 in diesem Fall entsprechende Bohrungen/Löcher aufweisen können.

Nach dem Zusammenfügen des Kameramoduls, also dem Objektivgehäuse 102 und dem Bildsensorträger 103, können die Bauteile miteinander verklebt werden, beispielweise mit einer Klebeverbindung entlang des äußeren Rands der Stufenkontur 101. Alternativ können die Bauteile auch angelötet oder angeschweißt werden.

In 5 ist noch einmal ein beispielhaftes Verfahren zur Einstellung eines axialen Abstands zwischen einem Objektivgehäuse 102 und einem Bildsensorträger 103 dargestellt. Das Verfahren startet in Schritt 501.

In Schritt 502 werden ein Objektivgehäuse 102, an welchem Positivkonturen 402 angebracht sind und ein Bildsensorträger 103, auf welchem eine Stufenkontur 101 angebracht ist, zusammengeführt. Die Positivkonturen 402 befinden sich im zusammengeführten Zustand jeweils auf einer Stufe der Stufenkontur 101 mit derselben Stufenhöhe. Diese kann beispielweise durch die Schichtdicke der einzelnen Folienelemente 403 bestimmt sein. Die Positivkonturen 402 bilden auf der Stufenkontur 101 eine Dreipunktauflage.

In Schritt 503 erfolgt ein relatives Verdrehen des Objektivgehäuses 102 und des Bildsensorträgers 103 um eine optische Achse 107 eines im Objektivgehäuse 102 angeordneten Objektivs 104. Hierdurch lassen sich die Positivkonturen 402 auf unterschiedlichen Stufen der Stufenkontur 101 mit unterschiedlichen Stufenhöhen absetzen. Je nach Stufenhöhe wird durch die entstehende Dreipunktauflage ein anderer Abstand zwischen Objektivgehäuse 102 und Bildsensorträger 103 eingestellt. Durch diese Einstelloption kann der Abstand zwischen Objektiv 104 und einem auf dem Bildsensorträger 103 angeordneten Bildsensor 105 eingestellt werden, wodurch der Bildsensor 105 in einer optimalen Bildebene angeordnet werden kann.

Ist der gewünschte Abstand eingestellt, kann in einem optionalen Schritt 504 eine Fixierung des Objektgehäuses 102 an dem Bildsensorträger 103 und/oder der Positivkonturen 402 an der Stufenkontur 101 erfolgen. Diese kann beispielsweise über eine Klebeverbindung realisiert werden.

Möglich wäre zusätzlich eine laterale Positionierung des Objektivgehäuses 102 auf dem Bildsensorträger 103 mit Hilfe von Aufnahmekonturen 106. Diese können entweder vor der axialen Abstandeinstellung oder nach dieser Einstellung angebracht werden. Die Aufnahmekonturen 106 können auch zur Fixierung des Objektivgehäuses 102 dienen. Hierfür können die Aufnahmekonturen 106 beispielsweise aus Metall gefertigt sein und zur finalen Fixierung verbogen werden und dadurch eine formschlüssige Verbindung schaffen.

Das Verfahren endet in Schritt 505.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102011075701 A1 [0001]