Title:
Haarpflegemittel enthaltend Caseinhydrolysat zur Verbesserung der Haarstruktur
Kind Code:
A1


Abstract:

Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß bei Applikation eines Haarpflegemittels enthaltend mindestens ein Caseinhydrolysat das Haarwachstum selbst und somit auch die Struktur, die Elastizität, die Festigkeit, die Widerstandfähigkeit und der Glanz der Keratinfaser signifikant verbessert wird.
Weiterhin wurde überraschenderweise gefunden, dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen geeignet sind, die Freisetzung von Wachstumsfaktoren anzuregen und das Haar durch die Stimulierung der Proliferation der Haarkeratinozyten zu kräftigen und zu verdicken. Ein besonderer Einfluss der erfindungsgemäßen Mittel konnte auf die biologische Haarverdickung festgestellt werden. Die Anregung der Keratinozyten der äußeren Wurzelscheide, die für die Bildung des Haarschaftes mitverantwortlich sind, erfolgt über die Wachstumsfaktoren HGF und KGF. Durch die Haarverdickung auf biologischer Basis werden Effekte wie die „Überpflege” der Haare vermieden. Das Haar wächst von der Wurzel an gestärkt und mit einem größeren Durchmesser nach, so dass dieser Effekt besonders langanhaltend ist.




Inventors:
Ludwig, Melanie (41516, Grevenbroich, DE)
Giesen, Melanie (47608, Geldern, DE)
Fuhrmann, Guido (41812, Erkelenz, DE)
Grüdl, Sabine (41812, Erkelenz, DE)
Knieps-Massong, Waltraud (41352, Korschenbroich, DE)
Application Number:
DE102015222976A
Publication Date:
05/24/2017
Filing Date:
11/20/2015
Assignee:
Henkel AG & Co. KGaA, 40589 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19756454C1N/A1999-06-17
DE19738866A1N/A1999-03-11
DE19736906A1N/A1999-03-04
DE4413686A1N/A1995-10-26
DE4204700A1N/A1993-08-19
DE3929973A1N/A1991-03-14
DE3926344A1N/A1991-02-28
DE3725030A1N/A1989-02-09
DE3723354A1N/A1989-01-26
DE2817369A1N/A1978-10-26



Foreign References:
EP01025341984-03-14
EP05181921995-03-08
EP03155411992-04-22
GB2037160A1980-07-09
EP18132572007-08-01
EP07308302002-02-06
EP05618251995-09-27
EP06900441996-01-03
19854241934-12-25
20169621935-10-08
27037981955-03-08
WO1992006984A11992-04-30
GB2104091A1983-03-02
EP00477141982-03-17
EP02172741987-04-08
EP02838171988-09-28
EP06127591996-10-02
WO1992013829A11992-08-20
Other References:
A. K. Biswas et al. in J. Am. Oil. Chem. Soc. 37, 171 (1960)
F. U. Ahmed in J. Am. Oil. Chem. Soc. 67, 8(1990)
Übersichtsarbeit von Biermann et al. in Starch/Stärke 45, 281(1993)
B. Salka in Cosm. Toil. 108, 89(1993)
J. Kahre et al. in SÖFWJournal Heft 8, 598(1995)
Claims:
1. Kosmetisches Verfahren zur Verbesserung des Haarwuchses, der Haarstruktur, der Festigkeit, der Widerstandsfähigkeit und des Glanzes des Haares, dadurch gekennzeichnet, daß die Haare mit einer Zusammensetzung enthaltend mindestens ein Caseinhydrolysat und übliche Träger-, Wirk-, und Hilfsstoffe behandelt werden.

2. Kosmetisches Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung das Caseinhydrolysat in einer Menge von 0,0001 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,0005 bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001 Gew.-% bis 5 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,005 Gew.-% bis 3,0 Gew.-% und höchst bevorzugt 0,005 bis 1 Gew.-% – bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung enthält.

3. Kosmetisches Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Caseinhydrolysat eine Molmasse von 500 bis 8000, vorzugsweise von 800 bis 8000 und insbesondere von 1000 bis 5000 Dalton aufweist.

4. Kosmetisches Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Caseinhydrolysat aus κ-Casein und/oder Lactophorin hergestellt ist.

5. Kosmetisches Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung weiterhin mindestens ein Carnitinderivat ausgewählt aus Acetyl-L-Carnitin, L-Carnitin-Fumarat, L-Camitin-Citrat, Lauroyl-L-Carnitin und besonderes bevorzugt L-Carnitin-Tartrat enthält.

6. Kosmetisches Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung weiterhin Taurin (2-Aminoethansulfonsäure), insbesondere N-N-Monomethyl-Taurin, und/oder N,N-Dimethyl-Taurin enthält.

7. Kosmetisches Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung weiterhin mindestens einen Pflanzenextrakt enthält.

8. Kosmetisches Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung weiterhin mindestens ein Vitamin oder eine Vitaminvorstufe in Mengen von 0,0001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthält.

9. Kosmetisches Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung weiterhin mindestens ein Purin enthält.

10. Kosmetisches Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung mindestens ein weiteres vom Caseinhydrolysat unterschiedliches Proteinhydrolysat und/oder Oligopeptid enthält.

Description:

In fast allen Kulturen umfaßt das propagierte und angestrebte Ideal für das äußere Erscheinungsbild der Menschen als wesentlichen Punkt ein volles und gepflegtes Haupthaar. Daher wird ein vorzeitiger Verlust der Haare von der überwiegenden Zahl der Menschen als Mangel empfunden. Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, Mittel bereitzustellen, die einem Haarausfall entgegenwirken und einen stärkeren oder neuen Haarwuchs stimulieren. Daher sind eine Reihe von Haarwuchsmitteln auf dem Markt, deren Wirksamkeit aber mehr als umstritten ist. Ursache für diesen Mißstand ist ein nur sehr lückenhaftes Wissen über den biologischen Mechanismus des Haarwuchses. So gibt es nurwenige empirische Aussagen über Wirkprinzipien; Ansätze zu einer übergreifenden Theorie des Haarwuchses fehlen fast vollständig. In der EP-A-102 534 wird beschrieben, daß Carbonsäuren mit einer ungeraden Anzahl von Kohlenstoffatomen und eine Reihe von Derivaten dieser Carbonsäuren sich durch eine bemerkenswert hohe haarwuchsstimulierende Wirkung auszeichnen.

K. Oba konnte in Tierversuchen nachweisen, daß den Haar-Follikeln durch das Aufbringen von Pentadecansäure-Glyzerin-Estern auf die Haut Energie zugeführt wird.

Haarfollikelzellen unterliegen einem genetisch festgelegten Zyklus von Wachstum, Regression, und Ruhephase. Der Haarfollikel ist damit das einzige Organ, dass sich ständig selbst erneuert und somit einen, in Abhängigkeit von der jeweiligen Wachstumsphase, einzigartigen Metabolismus aufweist. So kommt der Metabolismus des Haarfollikels in der Ruhephase fast völlig zum Erliegen und wird mit jedem neuem Beginn eines weiteren Zyklus ebenfalls neu initiiert.

Gesteuert wird dieser Zyklus von einer kleinen, hochspezialisierten Zellpopulation im Haarbulbus, den dermalen Papillenzellen, die durch ein komplexes Set molekularer Signale, das spezifisch für jede Phase des Haarzyklus ist, das Haarwachstum kontrollieren.

Menschliches Haar besteht zu einem großen Teil aus Keratinen. Als Keratine bezeichnet man eine Gruppe von Faserproteinen, die den Haaren Elastizität und Struktur verleihen. Diese Faserzellen umgeben den Markkanal, in dessen Inneren sich die Markzellen befinden. Die Faserschicht macht mit ca. 80% den Hauptteil des Haarschafts aus. Die Keratinfasern bilden die Grundlage für Glanz, Elastizität, Festigkeit und Widerstandsfähigkeit des Haares.

Die EP 518 192 B1 offenbart ein naturkosmetisches Haut- oder Haarpflegemittel mit einem Gehalt an Säften gepreßter Pflanzen oder -teile, einschließlich Zitronensaft und Olivenöl, und Wasser, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Petersiliensaft, Selleriesaft aus Blättern und Knollen, Löwenzahnsaft aus Blättern, Saft geschälter Kiwis, Joghurt, Saft entkernter grüner Oliven und Meersalz. Die hier offenbarten Mittel können auch Joghurt enthalten.

Die EP 315 541 B1 offenbart ein festes, konservierungsmittelfreies Hautbehandlungsmittel auf der Basis von Joghurt oder Kefir, das unmittelbar vor der Applikation mit Wasser vermischt wird und der Haut Glätte und Weichheit verleiht.

Die GB 2,037,160 A offenbart ein Produkt, das unter den Bedingungen der Joghurtproduktion durch Proteinhydrolyse aus Magermilch gewonnen wird und in kosmetischen und pharmazeutischen Mitteln als Feuchtigkeitsmittel verwendet werden kann.

In der europäischen Offenlegungsschrift EP 1 813 257 A wird Milchproteinhydrolysat zur äusserlichen Pflege der Haarstruktur offenbart. Eine Wirkung auf die Haarwurzel und die Förderung der Keratinsynthese wird nicht offenbart.

Im Gegensatz zur Behandlung des bereits aus der Kopfhaut herausgewachsenen keratinisierten Haares, wie im zuvor genannten Stand der Technik beschrieben, ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung den biologisch aktiven Teil des Haares, die Haarwurzel, positiv zu beeinflussen. Eine erhöhte Keratinsynthese ist in der Lage, die Haarstruktur wieder aufzufüllen. So wächst das Haar gestärkt und mit verbesserter Struktur von der Wurzel aus nach und bietet so eine nachhaltige Möglichkeit, die Haarstruktur langfristig zu verbessern.

Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß bei Applikation eines Haarpflegemittels enthaltend mindestens ein Caseinhydrolysat das Haarwachstum selbst und somit auch die Struktur, die Elastizität, die Festigkeit, die Widerstandfähigkeit und der Glanz der Keratinfaser signifikant verbessert wird.

Weiterhin wurde überraschenderweise gefunden, dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen geeignet sind, die Freisetzung von Wachstumsfaktoren anzuregen und das Haar durch die Stimulierung der Proliferation der Haarkeratinozyten zu kräftigen und zu verdicken. Ein besonderer Einfluss der erfindungsgemäßen Mittel konnte auf die biologische Haarverdickung festgestellt werden. Die Anregung der Keratinozyten der äußeren Wurzelscheide, die für die Bildung des Haarschaftes mitverantwortlich sind, erfolgt über die Wachstumsfaktoren HGF und KGF. Durch die Haarverdickung auf biologischer Basis werden Effekte wie die „Überpflege” der Haare vermieden. Das Haar wächst von der Wurzel an gestärkt und mit einem größeren Durchmesser nach, so dass dieser Effekt besonders langanhaltend ist.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die erfindungsgemäßen Mittel in der Lage sind, die Haarstruktur positiv zu beeinflussen, in dem die speziellen Haarspezifischen Strukturproteine (die Haarkeratine) stimuliert werden. So konnte überraschenderweise gezeigt werden, dass die Genexpression der Haarkeratine, hHa3-I und hHa4 signifikant erhöht wird. Dadurch wird die Haarstruktur, und somit das Haar, gekräftigt und gestärkt. Durch die Beeinflussung der Haarstruktur schon in der Haarwurzel kann das Haar kräftig und gesund nachwachsen, ohne Nebenerscheinungen wie z. B. die Akkumulation von Pflegesubstanzen auf der Haarfaser.

Weiterhin wurde gefunden, dass durch die Applikation der erfindungsgemäßen Mittel das Haar in seiner Struktur, seinem Wachstum und seinem Stoffwechsel positiv beeinflusst werden. Die Genexpression der dafür wichtigen Haargene wurde durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Mittels signifikant reguliert. Insbesondere konnten erhöhte Expressionen von Genen beobachtet werden, die in der extrazellulären Matrixwichtig für die Verankerung des Haares in der Kopfhaut sind. Sowohl die dermale Papille, sowie der gesamte Bulbus ist mit extrazellulärer Matrix umgeben, die den Haarfollikel in der Kopfhaut verankert. Die Förderung der Synthese von extrazellulären Matrixproteinen wie Laminin und Collagen führt zu einer besonders guten Verankerung des Haares in der Kopfhaut.

Die Penetration von Wirkstoffen zum Follikel kann erschwert sein, da das entsprechende Target, die dermale Papille sowie die ORS-Keratinozyten, ca. 2 mm tief in der Kopfhaut eingebettet ist. Die Verwendung von Liposomen kann die Penetration eines Wirkstoffes verbessern, so dass liposomal verkapselte erfindungsgemäße Zusammensetzungen sehr gut wirken können. Überraschenderweise wurde festgestellt, dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen selbst dann eine ausreichende Penetration zum Wirkungsort zeigen, wenn die Verwendung von Liposomen aus formulierungstechnischen Gründen nicht möglich ist.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein kosmetisches Verfahren enthaltend eine Zusammensetzung, welche mindestens ein Caseinhydrolysat und übliche Träger-, Wirk-, und Hilfsstoffe zur Verbesserung des Haarwuchses, der Haarstruktur, der Festigkeit, der Widerstandsfähigkeit und des Glanzes des Haares, sowie die kosmetische Verwendung einer Zusammensetzung enthaltend mindestens ein Caseinhydrolysat und übliche Träger-, Wirk-, und Hilfsstoffe zur Pflege Verbesserung des Haarwuchses, der Haarstruktur, der Festigkeit, der Widerstandsfähigkeit und des Glanzes des Haares.

Die erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmittel für das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung enthalten mindestens ein Abbauprodukt von Casein. Casein ist die wichtigste Eiweißfraktion der (Kuh-)Milch und in dieser zu ca. 24 bis 28 g/L enthalten. Der Anteil des Caseins am Gesamtprotein von Magermilch liegt bei rund 80%. Biochemisch ist zwischen αs1-, αs2-, β- u. κ-Casein zu unterscheiden, die bei der Kuh im molaren Verhältnis von etwa 8:2:8:3 (Gewichtsverhältnis 38:10:36:13) synthetisiert werden. Das Gros der Caseine liegt in Milch assoziiert in sog. Casein-Micellen vor. Von den einzelnen Caseinen ist jeweils eine größere Zahl genetischer Varianten bekannt.

Alle Caseine sind Phosphoproteine, der Phosphor-Gehalt liegt bei 0,9%. Durch einen relativ hohen Gehalt an Prolin sind Caseine ohne Tertiärstruktur – aber mit Teilsequenzen geordneter Sekundärstruktur – und durch wechselnde Folgen hydrophober und hydrophiler Aminosäure-Sequenzen gekennzeichnet, was ihnen amphiphile Eigenschaften verleiht und die Bildung von Micellen ermöglicht. Vernetzungen durch Thiol-Disulfid-Austausch sind nur mit αs2-Casein und κ-Casein möglich, αs1- und β-Casein enthalten kein Cystein/Cystin.

Das αs1-Casein umfaßt 199 Aminosäure-Reste und ca. 8 bis 10 Phosphat-Reste, es kommt in mindestens 5 genetischen Varianten vor. Das αs2-Casein umfaßt 207 Aminosäure-Reste, darunter 2 Cysteine. Das β-Casein umfaßt 209 Aminosäure-Reste und ist in mindestens 7 genetischen Varianten bekannt, die in der Regel in der N-terminalen Region fünffach phosphoryliert sind. κ-Casein umfaßt 169 Aminosäure-Reste, u. a. 2 Cysteine und ist in 2 genetischen Varianten bekannt.

Unter Caseinhydrolysaten sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung Abbauprodukte von Caseinen zu verstehen, die durch saure, alkalische und/oder enzymatische Hydrolyse der Caseine selbst oder ihrer Abbauprodukte erhalten werden. Die Caseinhydrolysate können aus allen Arten von Milch, wie Frischmilch, homogenisierter Milch, pasteurisierter Milch, aus Quark, Joghurt, Kefir, Käse oder Molke gewonnen werden. Für den enzymatischen Abbau sind alle hydrolytisch wirkenden Enzyme geeignet, wie z. B. alkalische Proteasen. Vorzugsweise wird der Abbau bis auf noch niedrigere Molmassen durchgeführt, erfindungsgemäß bevorzugte Haarbehandlungsmittel sind dadurch gekennzeichnet, daß mindestens 50 mol-%, vorzugsweise mindestens 70 mol-% und insbesondere mindestens 80 mol-% der in ihm enthaltenen Caseinhydrolysate eine Molmasse von 500 bis 8000, vorzugsweise von 800 bis 8000 und insbesondere von 1000 bis 5000 Dalton aufweisen.

Besonders bevorzugt sind als Caseinhydrolysate hergestellt aus κ-Casein und/oder Lactophorin. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Zusammensetzung im erfindungsgemäßen Verfahren oder der erfindungsgemäßen Verwendung mindestens ein Caseinhydrolysat in einer Menge von 0,0001 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,0005 bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001 Gew.-% bis 5 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,005 Gew.-% bis 3,0 Gew.-% und höchst bevorzugt 0,005 bis 1 Gew.-% – bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.

Erfindungsgemäß ist es möglich, den Mitteln weitere pharmakologisch und/oder kosmetisch wirksame Substanzen zuzusetzen.

Beispiele für pharmakologisch wirksame Substanzen sind Corticosteroide, β-Blocker, Östrogene, Cyproteronacetat, vasodilatorisch wirkende Substanzen wie Diazoxid, Nifedipin und Minoxidil. Die erfindungsgemäßen Mittel können zusätzlich zu den vorstehend genannten Inhaltsstoffen und optionalen weiteren Inhaltsstoffen weitere Stoffe enthalten, die Haarausfall verhindern, lindern oder heilen. Insbesondere ist ein Gehalt an haarwurzelstabilisierenden Wirkstoffen vorteilhaft. Diese Stoffe werden nachstehend beschrieben:
Propecia (Finasterid) ist das zurzeit einzige Präparat, das weltweit zugelassen ist und für das in zahlreichen Studien eine Wirksamkeit und Verträglichkeit nachgewiesen wurde. Propecia bewirkt, daß sich weniger DHT aus Testosteron bilden kann.

Als weitere besonders bevorzugte Inhaltsstoffe können zuätzlich zu den erfindungsgemäßen Caseinhydrolysaten L-Carnitinderivate eingesetzt werden. Die L-Carnitinderivate sind insbesondere ausgewählt aus Acetyl-L-Carnitin, L-Carnitin-Fumarat, L-Carnitin-Citrat, Lauroyl-L-Carnitin und besonderes bevorzugt L-Carnitin-Tartrat. Die genannten L-Carnitin-Verbindungen sind beispielsweise von der Firma Lonza GmbH (Wuppertal, Deutschland) erhältlich.

L-Carnitin bzw. L-Carnitinderivate sind in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zubereitung, enthalten. Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-% sind besonders bevorzugt, Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-% sind in besonderem Maße bevorzugt, und Mengen von 1 bis 3 Gew.-% sind ganz besonders bevorzugt.

Ein weiterer bevorzugter Inhaltsstoff ist erhältlich aus Pflanzen der Gattung Echinacea. Erfindungsgemäß ist der Extrakt aus der Pflanze selbst, ihren Pflanzenteilen, Extrakten und Presssäften der Sonnenhutgewächse (Echinacea, Synonym: Brauneria NECKER), insbesondere aus Echinacea angustifolia DC, Echinacea paradoxa (NORTON), Echinacea simulata, E. atrorubens, E. tennesiensis, Echinacea strigosa (MCGREGOR), Echinacea laevigata, Echinacea purpurea (L.) Moench und Echinacea pallida (Nutt), sowie aus diesen Extrakten zu gewinnende Aktivsubstanzen zu verstehen. Besonders bevorzugt werden Presssäfte und Extrakte von Sonnenhutgewächsen, insbesondere von Echinacea purpurea (1) MOENCH, eingesetzt.

Bevorzugt werden die Presssäfte bzw. Extrakte aus Kraut (den oberirdischen Pflanzenteilen) und/oder Wurzel der Sonnenhutgewächse gewonnen. Bevorzugter Weise werden die Presssäfte mit mechanischer Pressung gewonnen. Insbesondere bevorzugt ist eine Pressung nach dem von der Fa. Flachsmann patentierten Verfahren gemäß EP 0 730 830 B1, auf deren Offenbarung hiermit im vollen Umfang bezug genommen wird.

Die Extrakte können mit Wasser, sowie polaren oder unpolaren organischen Lösungsmitteln sowie Mischungen davon in dem Fachmann bekannter Weise hergestellt werden. Extrakte, die durch Extraktion mit Ethanol oder Wasser/Ethanol-Mischungen, erhalten werden können, sowie Presssaft, sind bevorzugt.

Es können sowohl die Extrakte sowohl im ursprünglichen Extraktionsmittel als auch Extrakte/Presssaft in Wasser oder anderen organischen Lösungsmitteln und/oder deren Gemisch, insbesondere Ethanol sowie Ethanol/Wasser-Mischungen eingesetzt werden. Bevorzugt wird extrahiertes oder gepresstes Material als Feststoff eingesetzt, dem das Lösungsmittel (insbesondere möglichst schonend) entzogen wurde. Es können aber auch solche Extrakte/Presssäfte eingesetzt werden, denen das Lösungsmittel zum Teil entzogen wurde, so dass ein verdickter Extrakt/Presssaft eingesetzt wird. Ganz besonders bevorzugt sind Presssäfte aus dem frischen Echinacea purpurea Kraut (Echinacea purpurea Moench herba). Insbesondere werden die Extrakte und/oder Presssäfte in fester Form eingesetzt.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Wirkstoff, erhältlich aus Pflanzen der Gattung Echinacea, ausgewählt aus Presssäften und Extrakten, die aus Echinacea purpurea gewonnen werden.

Wirkstoffe, erhältlich aus Pflanzen der Gattung Echinacea, bevorzugt die Presssäfte und/oder Extrakte aus Echinacea sind in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zubereitung, enthalten. Mengen von 0,01 bis 5 Gew.-% sind besonders bevorzugt, Mengen von 0,01 bis 5 Gew.-% sind in besonderem Maße bevorzugt, und Mengen von 0,01 bis 2 Gew.-% sind ganz besonders bevorzugt.

Erfindungsgemäß enthalten die Zusammensetzungen des erfindungsgemäßen Verfahrens mit besonderem Vorzug weiterhin Taurin (2-Aminoethansulfonsäure), insbesondere N-Alkylderivate von Taurin. Insbesondere geeignet sind N-Monomethyl-Taurin, sowie N,N-Dimethyl-Taurin. Taurin und/oder dessen Derivate sind in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zubereitung, enthalten. Mengen von 0,05 bis 5 Gew.-% sind besonders bevorzugt, Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-% sind in besonderem Maße bevorzugt, und Mengen von 0,5 bis 3 Gew.-% sind ganz besonders bevorzugt.

Minoxidil ist mit oder ohne ergänzende Zusatzstoffe das wohl älteste nachweislich wirkende Haarwuchsmittel. Zur Behandlung von Haarausfall darf es nur zur äußeren Anwendung verwendet werden. Es gibt Haarwasser, die 2%–5% Minoxidil enthalten, außerdem Gels mit bis zu 15% Minoxidil. Die Wirksamkeit nimmt mit der Dosierung zu, in Haarwassern ist Minoxidil jedoch nur bis zu 5% Anteil löslich. In vielen Ländern sind Haarwasser mit bis zu 2% Minoxidilgehalt verschreibungsfrei erhältlich.

Zur Bekämpfung der hormonellen Einflöße auf die Haarfollikel kann zur äußeren Anwendung Spironolactone in Form von Haarwasser und in Kombination mit Minoxidil angewandt werden. Spironolactone wirkt als Androgen-Rezeptor-Blocker, d. h. die Bindung von DHT an die Haarfollikel wird verhindert.

Zusammenfassend sind erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel bevorzugt, die zusätzlich – bezogen auf sein Gewicht – 0,001 bis 5 Gew.-% Haarwurzel-stabilisierende Stoffe, insbesondere Minoxidil und/oder Finasterid und/oder Ketoconazol enthalten.

Als kosmetische Träger eignen sich erfindungsgemäß besonders O/W-, W/O- und W/O/W-Emulsionen in Form von Cremes oder Gelen oder auch tensidhaltige schäumende Lösungen, wie beispielsweise Shampoos, Schaumaerosole oder andere Zubereitungen, die insbesondere für die Anwendung auf dem Haar geeignet sind. Es ist aber auch denkbar, die Inhaltsstoffe in eine pulverförmige oder auch tablettenförmige Formulierung zu integrieren, welche vor der Anwendung in Wasser gelöst wird. Die kosmetischen Träger können insbesondere wässrig oder wässrig-alkoholisch sein.

Ein wässriger kosmetischer Träger enthält mindestens 50 Gew.-% Wasser. Unterwässrig-alkoholischen kosmetischen Trägern sind im Sinne der vorliegenden Erfindung wässrige Lösungen enthaltend 3 bis 70 Gew.-% eines C1-C6-Alkohols, insbesondere Methanol, Ethanol bzw. Propanol, Isopropanol, Butanol, Isobutanol, tert.-Butanol, n-Pentanol, iso-Pentanole, n-Hexanol, iso-Hexanole, Propylenglykol, Glykol, Glycerin, 1,2-Pentandiol, 1,5-Pentandiol, 1,2-Hexandiol oder 1,6-Hexandiol zu verstehen. Die erfindungsgemäßen Mittel können zusätzlich weitere organische Lösemittel, wie beispielsweise Methoxybutanol, Benzylalkohol, Ethyldiglykol oder 1,2-Propylenglykol, enthalten. Bevorzugt sind dabei alle wasserlöslichen organischen Lösemittel.

In einer erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsform enthält die Zusammensetzung als kosmetischen Träger mindestens 50 Gew.-% Wasser und mindestens 0,1 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,1 bis 5,0 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,1 bis 3,0 Gew.-% höchst bevorzugt 0,1 bis 1,0 Gew.-% eines C1-C6-Alkohols, insbesondere Methanol, Ethanol bzw. Propanol, Isopropanol, Butanol, Isobutanol, tert.-Butanol, n-Pentanol, iso-Pentanole, n-Hexanol, iso-Hexanole, Glykol, Propylenglykol, Glycerin, 1,2-Pentandiol, 1,5-Pentandiol, 1,2-Hexandiol oder 1,6-Hexandiol. Besonders bevorzugt wird in dieser Ausführungsform der C1-C6-Alkohol ausgewählt aus Ethanol, Propylenglykol, Glycerin, 1,2-Pentandiol, 1,5-Pentandiol, 1,2-Hexandiol oder 1,6-Hexandiol. Ganz besonders bevorzugt wird in dieser Ausführungsform der C1-C6-Alkohol ausgewählt aus Propylenglykol und Glycerin. Höchst bevorzugt wird Glycerin verwendet.

Zusammenfassend sind erfindungsgemäße Zusammensetzungen, welche als kosmetischen Träger mindestens 50 Gew.-% Wasser und höchst bevorzugt 0,1 bis 1,0 Gew.-% Glycerin enthalten, höchst bevorzugt.

Erfindungsgemäß können selbstverständlich auch mit Wasser nur begrenzt mischbare Alkohole im Träger eingesetzt werden.

Unter ”mit Wasser begrenzt mischbar” werden solche Alkohole verstanden, die in Wasser bei 20°C zu nicht mehr als 10 Gew.-%, bezogen auf die Wassermasse, löslich sind.

In vielen Fällen haben sich Triole und insbesondere Diole als erfindungsgemäß besonders geeignet erwiesen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung einsetzbar sind Alkohole mit 4 bis 20, insbesondere 4 bis 10, Kohlenstoffatomen. Die verwendeten Alkohole können dann gesättigt oder ungesättigt und linear, verzweigt oder cyclisch sein. Beispiele sind Butanol-1, Cyclohexanol, Pentanol-1, Decanol, Octanol, Octenol, Dodecenol, Decenol, Octadienol, Dodecadienol, Decadienol, Oleylalkohol, Erucaalkohol, Ricinolalkohol, Stearylalkohol, Isostearylalkohol, Cetylalkohol, Laurylalkohol, Myristylalkohol, Arachidylalkohol, Caprylalkohol, Caprinalkohol, Linoleylalkohol, Linolenylalkohol und Behenylalkohol, sowie deren Guerbetalkohole, wobei diese Aufzählung beispielhaften und nicht limitierenden Charakter haben soll. Bei den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung enthaltend Caseinhydrolysat kann es sich um übliche Haut- und Haarbehandlungsmittel handeln.

Die Zusammensetzungen können alle auf diesen Gebieten bekannten und üblicherweise verwendeten Träger,- Wirk- und Hilfsstoffe enthalten.

Solche Mittel sind beispielsweise Shampoos, Haarnachspülmittel, Haargele, Haarwässer, Haarkuren, Haarcremes, Haarlotionen, Haarsprays und Haartinkturen. Die Anwendung dieser Mittel erfolgt dabei üblicherweise topisch.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung können in allen für Haarbehandlungen üblichen Konfektionierungen, wie beispielsweise in Form einer wässrigen Lösung oder Emulsionen, wie beispielsweise einer O/W- oder W/O-Emulsion, welche nach der Phaseninversionstemperaturmethode hergestellt sein können, als Mikro- oder Nanoemulsion, einer wässrig-alkoholischen oder alkoholischen Lösung, einer Creme, eines Gels, einer Lotion oder eines Aerosoles vorliegen. Die Zusammensetzungen können einphasig oder mehrphasig vorliegen. Wenngleich die zuvor genannten Haarbehandlungsmittel erfindungsgemäß bevorzugt sind, können die Caseinhydrolysate auch anderen Haarbehandlungsmitteln, wie z. B. Haarfärbemitteln und Wellmitteln, zugefügt werden. Diese Mittel enthalten dann gegebenenfalls die bekannten direktziehenden Farbstoffe, Vorläufer für Oxidationsfarbstoffe (Entwickler- und Kupplerkomponenten) und Oxidationsmittel bzw. Reduktionsmittel.

Die Zusammensetzungen weisen bevorzugt einen pH-Wert von 2 bis 10, insbesondere von 4 bis 9, auf.

Entsprechend der Art des Haarbehandlungsmittels und der gewählten Konfektionierungsform können die Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung bevorzugt folgende weitere Inhaltsstoffe enthalten:
Als weitere Haut und Haar pflegende Substanzen können zusätzlich in den Zusammensetzungen Fettstoffe eingesetzt werden. Unter Fettstoffen sind zu verstehen Fettsäuren, Fettalkohole, natürliche und synthetische Wachse, welche sowohl in fester Form als auch flüssig in wäßriger Dispersion vorliegen können, und natürliche und synthetische kosmetische Ölkomponenten zu verstehen.

Als Fettsäuren können eingesetzt werden lineare und/oder verzweigte, gesättigte und/oder ungesättigte Fettsäuren mit 6–30 Kohlenstoffatomen. Bevorzugt sind Fettsäuren mit 10-22 Kohlenstoffatomen. Hierunterwären beispielsweise zu nennen die Isostearinsäuren, wie die Handelsprodukte Emersol® 871 und Emersol® 875, und Iso-palmitinsäuren wie das Handelsprodukt Edenor® IP 95, sowie alle weiteren unter den Handelsbezeichnungen Edenor® (Cognis) vertriebenen Fettsäuren. Weitere typische Beispiele für solche Fettsäuren sind Capronsäure, Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Isotridecansäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmitoleinsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Elaeostearinsäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure und Erucasäure sowie deren technische Mischungen, die z. B. bei der Druckspaltung von natürlichen Fetten und Ölen, bei der Oxidation von Aldehyden aus der Roelen'schen Oxosynthese oder der Dimerisierung von ungesättigten Fettsäuren anfallen. Besonders bevorzugt sind üblicherweise die Fettsäureschnitte, welche aus Cocosöl oder Palmöl erhältlich sind; insbesondere bevorzugt ist in der Regel der Einsatz von Stearinsäure.

Die Einsatzmenge beträgt dabei 0,1–15 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel. Bevorzugt beträgt die Menge 0,1–10 Gew.-%, wobei ganz besonders vorteilhaft Mengen von 0,1–5 Gew.-% sein können.

Als Fettalkohole können eingesetzt werden gesättigte, ein- oder mehrfach ungesättigte, verzweigte oder unverzweigte Fettalkohole mit C6-C30-, bevorzugt C10-C22- und ganz besonders bevorzugt C12-C22-Kohlenstoffatomen. Einsetzbar im Sinne der Erfindung sind beispielsweise Decanol, Octanol, Octenol, Dodecenol, Decenol, Octadienol, Dodecadienol, Decadienol, Oleylalkohol, Erucaalkohol, Ricinolalkohol, Stearylalkohol, Isostearylalkohol, Cetylalkohol, Laurylalkohol, Myristylalkohol, Arachidylalkohol, Caprylalkohol, Caprinalkohol, Linoleylalkohol, Linolenylalkohol und Behenylalkohol, sowie deren Guerbetalkohole, wobei diese Aufzählung beispielhaften und nicht limitierenden Charakter haben soll. Die Fettalkohole stammen jedoch von bevorzugt natürlichen Fettsäuren ab, wobei üblicherweise von einer
Gewinnung aus den Estern der Fettsäuren durch Reduktion ausgegangen werden kann. Erfindungsgemäß einsetzbar sind ebenfalls solche Fettalkoholschnitte, die durch Reduktion natürlich vorkommender Triglyceride wie Rindertalg, Palmöl, Erdnußöl, Rüböl, Baumwollsaatöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl und Leinöl oder aus deren Umesterungsprodukten mit entsprechenden Alkoholen entstehenden Fettsäureestern erzeugt werden, und somit ein Gemisch von unterschiedlichen Fettalkoholen darstellen. Solche Substanzen sind beispielsweise unter den Bezeichnungen Stenol®, z. B. Stenol® 1618 oder Lanette®, z. B. Lanette® O oder Lorol®, z. B. Lorol® C8, Lorol® C14, Lorol® C18, Lorol® C8-18, HD-Ocenol®, Crodacol®, z. B. Crodacol® CS, Novol®, Eutanol®G, Guerbitol® 16, Guerbitol® 18, Guerbitol® 20, Isofol® 12, Isofol® 16, Isofol® 24, Isofol® 36, Isocarb® 12, Isocarb® 16 oder Isocarb® 24 käuflich zu erwerben. Selbstverständlich können erfindungsgemäß auch Wollwachsalkohole, wie sie beispielsweise unter den Bezeichnungen Corona®, White Swan®, Coronet® oder Fluilan® käuflich zu erwerben sind, eingesetzt werden. Die Fettalkohole werden in Mengen von 0,1–30 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zubereitung, bevorzugt in Mengen von 0,1–20 Gew.-% eingesetzt. Als natürliche oder synthetische Wachse können erfindungsgemäß eingesetzt werden feste Paraffine oder Isoparaffine, Carnaubawachse, Bienenwachse, Candelillawachse, Ozokerite, Ceresin, Walrat, Sonnenblumenwachs, Fruchtwachse wie beispielsweise Apfelwachs oder Citruswachs, Microwachse aus PE- oder PP. Derartige Wachse sind beispielsweise erhältlich über die Fa. Kahl & Co., Trittau.

Die Einsatzmenge beträgt 0,1–50 Gew.-% bezogen auf das gesamte Mittel, bevorzugt 0,1–20 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,1–15 Gew.-% bezogen auf das gesamte Mittel.

Zu den natürlichen und synthetischen kosmetischen Ölkörpem, welche erfindungsgemäß vorteilhaft verwendet werden können, sind beispielsweise zu zählen:

  • – pflanzliche Öle. Beispiele für solche Öle sind Sonnenblumenöl, Olivenöl, Sojaöl, Rapsöl, Mandelöl, Jojobaöl, Orangenöl, Weizenkeimöl, Pfirsichkernöl und die flüssigen Anteile des Kokosöls. Geeignet sind aber auch andere Triglyceridöle wie die flüssigen Anteile des Rindertalgs sowie synthetische Triglyceridöle.
  • – flüssige Paraffinöle, Isoparaffinöle und synthetische Kohlenwasserstoffe sowie Di-n-alkylether mit insgesamt zwischen
    12 bis 36 C-Atomen, insbesondere 12 bis 24 C-Atomen, wie beispielsweise Di-n-octylether, Di-n-decylether, Di-n-nonylether, Di-n-undecylether, Di-n-dodecylether, n-Hexyl-n-octylether, n-Octyl-n-decylether, n-Decyl n-undecylether, n-Undecyl-n-dodecylether und n-Hexyl-n-Undecylether sowie Di-tert-butylether, Di-iso-pentylether, Di-3-ethyldecylether, tert.-Butyl-n-octylether, iso-Pentyl-n-octylether und 2-Methylpentyl-n-octylether. Die als Handelsprodukte erhältlichen Verbindungen 1,3-Di-(2-ethylhexyl)-cyclohexan (Cetiol® S) und Di-n-octylether (Cetiol® OE) können bevorzugt sein.
  • – Esteröle. Unter Esterölen sind zu verstehen die Ester von C6-C30-Fettsäuren mit C2-C30-Fettalkoholen. Bevorzugt sind die Monoester der Fettsäuren mit Alkoholen mit 2 bis 24 C-Atomen. Beispiele für eingesetzte Fettsäurenanteile in den Estern sind Capronsäure, Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Isotridecansäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmitoleinsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Elaeostearinsäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure und Erucasäure sowie deren technische Mischungen, die z. B. bei der Druckspaltung von natürlichen Fetten und Ölen, bei der Oxidation von Aldehyden aus der Roelen'schen Oxosynthese oder der Dimerisierung von ungesättigten Fettsäuren anfallen. Beispiele für die Fettalkoholanteile in den Esterölen sind Isopropylalkohol, Capronalkohol, Caprylalkohol,
    2-Ethylhexylalkohol, Caprinalkohol, Laurylalkohol, Isotridecylalkohol, Myristylalkohol, Cetylalkohol, Palmoleylalkohol, Stearylalkohol, Isostearylalkohol, Oleylalkohol, Elaidylalkohol, Petroselinylalkohol, Linolylalkohol, Linolenylalkohol, Elaeostearylalkohol, Arachylalkohol, Gadoleylalkohol, Behenylalkohol, Erucylalkohol und Brassidylalkohol sowie deren technische Mischungen, die z. B. bei der Hochdruckhydrierung von technischen Methylestern auf Basis von Fetten und Ölen oder Aldehyden aus der Roelen'schen Oxosynthese sowie als Monomerfraktion bei der Dimerisierung von ungesättigten Fettalkoholen anfallen. Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind Isopropylmyristat (Rilanit® IPM), Isononansäure-C16-18-alkylester (Cetiol® SN), 2-Ethylhexylpalmitat (Cegesoft® 24), Stearinsäure-2-ethylhexylester (Cetiol® 868), Cetyloleat, Glycerintricaprylat, Kokosfettalkohol-caprinat/-caprylat (Cetiol® LC), n-Butylstearat, Oleylerucat (Cetiol® J 600), Isopropylpalmitat (Rilanit® IPP), Oleyl Oleate (Cetiol®), Laurinsäurehexylester (Cetiol® A), Di-n-butyladipat (Cetiol® B), Myristylmyristat (Cetiol® MM), Cetearyl Isononanoate (Cetiol® SN), Ölsäuredecylester (Cetiol® V).
  • – Dicarbonsäureesterwie Di-n-butyladipat, Di-(2-ethylhexyl)-adipat, Di-(2-ethylhexyl)-succinat und Di-isotridecylacelaat sowie Diolester wie Ethylenglykol-dioleat, Ethylenglykol-di-isotridecanoat, Propylenglykol-di(2-ethylhexanoat), Propylenglykol-di-isostearat, Propylenglykol-di-pelargonat, Butandiol-di-isostearat, Neopentylglykoldicaprylat,
  • – symmetrische, unsymmetrische oder cyclische Ester der Kohlensäure mit Fettalkoholen, beispielsweise beschrieben
    in der DE-OS 197 56 454, Glycerincarbonat oder Dicaprylylcarbonat (Cetiol® CC),
  • – Trifettsäureester von gesättigten und/oder ungesättigten linearen und/oder verzweigten Fettsäuren mit Glycerin,
  • – Fettsäurepartialglyceride, das sind Monoglyceride, Diglyceride und deren technische Gemische. Bei der Verwendung technischer Produkte können herstellungsbedingt noch geringe Mengen Triglyceride enthalten sein. Die Partialglyceride folgen vorzugsweise der Formel (D4-I), in der R1, R2 und R3 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder für einen linearen oder verzweigten, gesättigten und/oder ungesättigten Acylrest mit 6 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18, Kohlenstoffatomen stehen mit der Maßgabe, dass mindestens eine dieser Gruppen für einen Acylrest und mindestens eine dieser Gruppen für Wasserstoff steht. Die Summe (m + n + q) steht für 0 oder Zahlen von 1 bis 100, vorzugsweise für 0 oder 5 bis 25. Bevorzugt steht R1 für einen Acylrest und R2 und R3 für Wasserstoff und die Summe (m + n + q) ist 0. Typische Beispiele sind Mono- und/oder Diglyceride auf Basis von Capronsäure, Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Isotridecansäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmoleinsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Elaeostearinsäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure und Erucasäure sowie deren technische Mischungen. Vorzugsweise werden Ölsäuremonoglyceride eingesetzt.

Die Einsatzmenge der natürlichen und synthetischen kosmetischen Ölkörper in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren gemäß Anspruch 1 und die erfindungsgemäße Verwendung gemäß Anspruch 12 beträgt üblicherweise 0,1 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, bevorzugt 0,1 bis 20 Gew.-%, und insbesondere 0,1 bis 15 Gew.-%.

Die Gesamtmenge an Öl- und Fettkomponenten in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung beträgt üblicherweise 0,1–75 Gew.-%, bezogen aus die gesamte Zusammensetzung. Mengen von 0,1–35 Gew.-% sind erfindungsgemäß bevorzugt.

Als weitere zusätzliche Bestandteile zum erfindungsgemäßen Caseinhydrolysat können in den Mitteln oberflächenaktive Verbindungen enthalten sein, insbesondere solche aus der Gruppe der anionischen, amphoteren, zwitterionischen und/oder nichtionischen Tenside. Unter dem Begriff Tenside werden grenzflächenaktive Substanzen, die an Ober- und Grenzflächen Adsorptionsschichten bilden oder in Volumenphasen zu Mizellkolloiden oder lyotropen Mesophasen aggregieren können, verstanden. Man unterscheidet Aniontenside bestehend aus einem hydrophoben Rest und einer negativ geladenen hydrophilen
Kopfgruppe, amphotere Tenside, welche sowohl eine negative als auch eine kompensierende positive Ladung tragen, kationische Tenside, welche neben einem hydrophoben Rest eine positiv geladene hydrophile Gruppe aufweisen, und nichtionische Tenside, welche keine Ladungen sondern starke Dipolmomente aufweisen und in wäßriger Lösung stark hydratisiert sind. Als anionische Tenside eignen sich in den erfindungsgemäßen Mitteln alle für die Verwendung am menschlichen Körper geeigneten anionischen oberflächenaktiven Stoffe. Diese sind gekennzeichnet durch eine wasserlöslich machende, anionische Gruppe wie z. B. eine Carboxylat-, Sulfat-, Sulfonat- oder Phosphat-Gruppe und eine lipophile Alkylgruppe mit etwa 8 bis 30 C-Atomen. Zusätzlich können im Molekül Glykol- oder Polyglykolether- Gruppen, Ester-, Ether- und Amidgruppen sowie Hydroxylgruppen enthalten sein. Beispiele für geeignete anionische Tenside sind, jeweils in Form der Natrium-, Kalium- und Ammonium- sowie der Mono-, Di- und Trialkanolammoniumsalze mit 2 bis 4 C-Atomen in der Alkanolgruppe,

  • – lineare und verzweigte Fettsäuren mit 8 bis 30 C-Atomen (Seifen),
  • – Ethercarbonsäuren der Formel R-O-(CH2-CH2O)xCH2-COOH, in der R eine lineare Alkylgruppe mit 8 bis 30 C-Atomen und x = 0 oder 1 bis 16 ist,
  • – Acylsarcoside mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe,
  • – Acyltauride mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe,
  • – Acylisethionate mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe,
  • – Sulfobernsteinsäuremono- und -dialkylester mit 8 bis 24 C-Atomen in der Alkylgruppe und Sulfobernsteinsäuremonoalkylpolyoxyethylester mit 8 bis 24 C-Atomen in der Alkylgruppe und 1 bis 6 Oxyethylgruppen,
  • – lineare Alkansulfonate mit 8 bis 24 C-Atomen,
  • – lineare Alpha-Olefinsulfonate mit 8 bis 24 C-Atomen,
  • – Alpha-Sulfofettsäuremethylester von Fettsäuren mit 8 bis 30 C-Atomen,
  • – Alkylsulfate und Alkylpolyglykolethersulfate der Formel R-O-(CH2-CH2O)x-OSO3H, in der R eine bevorzugt lineare Alkylgruppe mit 8 bis 30 C-Atomen und x = 0 oder 1 bis 12 ist,
  • – Gemische oberflächenaktiver Hydroxysulfonate gemäß DE-A-37 25 030,
  • – sulfatierte Hydroxyalkylpolyethylen- und/oder Hydroxyalkylenpropylenglykolether gemäß DE-A-37 23 354,
  • – Sulfonate ungesättigter Fettsäuren mit 8 bis 24 C-Atomen und 1 bis 6 Doppelbindungen gemäß DE-A-39 26 344,
  • – Ester der Weinsäure und Zitronensäure mit Alkoholen, die Anlagerungsprodukte von etwa 2–15 Molekülen Ethylenoxid und/oder Propylenoxid an Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen darstellen,
  • – Alkyl- und/oder Alkenyletherphosphate der Formel (E1-I), in der R1 bevorzugt für einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen, R2 für Wasserstoff, einen Rest (CH2CH2O)nR1 oder X, n für Zahlen von 1 bis 10 und X für Wasserstoff, ein Alkali- oder Erdalkalimetall oder NR3R4R5R6, mit R3 bis R6 unabhängig voneinander stehend für Wasserstoff oder einen C1 bis C4-Kohlenwasserstoffrest, steht,
  • – sulfatierte Fettsäurealkylenglykolester der Formel (E1-II) R7CO(AkO)nSO3M(E1-11)in der R7CO- für einen linearen oder verzweigten, aliphatischen, gesättigten und/oder ungesättigten Acylrest mit 6 bis 22 C-Atomen, Alk für CH2CH2, CHCH3CH2 und/oder CH2CHCH3, n für Zahlen von 0,5 bis 5 und M für ein Kation steht, wie sie in der DE-OS 197 36 906.5 beschrieben sind,
  • – Monoglyceridsulfate und Monoglyceridethersulfate der Formel (E1-III) in der R8CO für einen linearen oder verzweigten Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, x, y und z in Summe für 0 oder für Zahlen von 1 bis 30, vorzugsweise 2 bis 10, und X für ein Alkali- oder Erdalkalimetall steht. Typische Beispiele für im Sinne der Erfindung geeignete Monoglycerid(ether)sulfate sind die Umsetzungsprodukte von Laurinsäuremonoglycerid, Kokosfettsäuremonoglycerid, Palmitinsäuremonoglycerid, Stearinsäuremonoglycerid, Ölsäuremonoglycerid und Talgfettsäuremonoglycerid sowie deren Ethylenoxidaddukte mit Schwefeltrioxid oder Chlorsulfonsäure in Form ihrer Natriumsalze. Vorzugsweise werden Monoglyceridsulfate der Formel (E1-III) eingesetzt, in der R8CO für einen linearen Acylrest mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen steht, wie sie beispielsweise in der EP-B1 0 561 825, der EP-B1 1 0 561 999, der DE-A1 42 04 700 oder von A. K. Biswas et al. in J. Am. Oil. Chem. Soc. 37, 171 (1960) und F. U. Ahmed in J. Am. Oil. Chem. Soc. 67, 8(1990) beschrieben worden sind,
  • – Amidethercarbonsäuren wie sie in der EP 0 690 044 beschrieben sind,
  • – Kondensationsprodukte aus C8-C30-Fettalkoholen mit Proteinhydrolysaten und/oder Aminosäuren und deren Derivaten, welche dem Fachmann als Eiweissfettsäurekondensate bekannt sind, wie beispielsweise die Lamepon®-Typen, Gluadin®-Typen, Hostapon® KCG oder die Amisoft®-Typen.

Bevorzugte anionische Tenside sind Alkylsulfate, Alkylpolyglykolethersulfate und Ethercarbonsäuren mit 10 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe und bis zu 12 Glykolethergruppen im Molekül, Sulfobernsteinsäuremono- und -dialkylester mit 8 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe und Sulfobernsteinsäuremono-alkylpolyoxyethylester mit 8 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe und 1 bis 6 Oxyethylgruppen, Monoglycerdisulfate, Alkyl- und Alkenyletherphosphate sowie Eiweissfettsäurekondensate.

Als zwitterionische Tenside werden solche oberflächenaktiven Verbindungen bezeichnet, die im Molekül mindestens eine quartäre Ammoniumgruppe und mindestens eine COO- oder -SO3-Gruppe tragen. Besonders geeignete zwitterionische Tenside sind die sogenannten Betaine wie die N-Alkyl-N,N-dimethylammonium-glycinate, beispielsweise das Kokosalkyldimethylammoniumglycinat, N-Acyl-aminopropyl-N,N-dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosacylaminopropyldimethylammoniumglycinat, und 2-Alkyl-3-carboxymethyl-3-hydroxyethyl-imidazoline mit jeweils 8 bis 18 C-Atomen in der Alkyl- oder Acylgruppe sowie das Kokosacylaminoethylhydroxyethylcarboxymethylglycinat. Ein bevorzugtes zwitterionisches Tensid ist das unter der INCI-Bezeichnung Cocamidopropyl Betaine bekannte Fettsäureamid-Derivat.

Unter ampholytischen Tensiden werden solche oberflächenaktiven Verbindungen verstanden, die außer einer C8-C24-Alkyl- oder -Acylgruppe im Molekül mindestens eine freie Aminogruppe und mindestens eine -COOH oder -SO3H-Gruppe enthalten und zur Ausbildung innerer Salze befähigt sind. Beispiele für geeignete ampholytische Tenside sind N-Alkylglycine, N-Alkylpropionsäuren, N-Alkylaminobuttersäuren, N-Alkyliminodipropionsäuren, N-Hydroxyethyl-N-alkylamidopropylglycine, N-Alkyltaurine, N-Alkylsarcosine, 2-Alkylaminopropionsäuren und Alkylaminoessigsäuren mit jeweils etwa 8 bis 24 C-Atomen in der Alkylgruppe. Besonders bevorzugte ampholytische Tenside sind das N-Kokosalkylaminopropionat, das Kokosacylaminoethylaminopropionat und das C12-C18-Acylsarcosin.

Nichtionische Tenside enthalten als hydrophile Gruppe z. B. eine Polyolgruppe, eine Polyalkylenglykolethergruppe oder eine Kombination aus Polyol- und Polyglykolethergruppe. Solche Verbindungen sind beispielsweise

  • – Anlagerungsprodukte von 2 bis 50 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Mol Propylenoxid an lineare und verzweigte Fettalkohole mit 8 bis 30 C-Atomen, an Fettsäuren mit 8 bis 30 C-Atomen und an Alkylphenole mit 8 bis 15 C-Atomen in der Alkylgruppe,
  • – mit einem Methyl- oder C2-C6-Alkylrest endgruppenverschlossene Anlagerungsprodukte von 2 bis 50 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Mol Propylenoxid an lineare und verzweigte Fettalkohole mit 8 bis 30 C-Atomen, an Fettsäuren mit 8 bis 30 C-Atomen und an Alkylphenole mit 8 bis 15 C-Atomen in der Alkylgruppe, wie beispielsweise die unter den Verkaufsbezeichnungen Dehydol® LS, Dehydol® LT (Cognis) erhältlichen Typen,
  • – C12-C30-Fettsäuremono- und -diester von Anlagerungsprodukten von 1 bis 30 Mol Ethylenoxid an Glycerin,
  • – Anlagerungsprodukte von 5 bis 60 Mol Ethylenoxid an Rizinusöl und gehärtetes Rizinusöl,
  • – Polyolfettsäureester, wie beispielsweise das Handelsprodukt Hydagen® HSP (Cognis) oder Sovermol-Typen (Cognis),
  • – alkoxilierte Triglyceride,
  • – alkoxilierte Fettsäurealkylester der Formel (E4-I) R1CO-(OCH2CHR2)wOR3(E4-I)in der R1CO für einen linearen oder verzweigten, gesättigten und/oder ungesättigten Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R2 für Wasserstoff oder Methyl, R3 für lineare oder verzweigte Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und w für Zahlen von 1 bis 20 steht,
  • – Aminoxide,
  • – Hydroxymischether, wie sie beipielsweise in der DE-OS 19738866 beschrieben sind,
  • – Sorbitanfettsäureester und Anlagerungeprodukte von Ethylenoxid an Sorbitanfettsäureester wie beispielsweise die Polysorbate,
  • – Zuckerfettsäureester und Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid an Zuckerfettsäureester,
  • – Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid an Fettsäurealkanolamide und Fettamine, Zuckertenside vom Typ der Alkyl- und Alkenyloligoglykoside gemäß Formel (E4-II), R4O-[G]p(E4-II)in der R4 für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen, G für einen Zuckerrest mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen und p für Zahlen von 1 bis 10 steht Sie können nach den einschlägigen Verfahren der präparativen organischen Chemie erhalten werden. Stellvertretend für das umfangreiche Schrifttum sei hier auf die Übersichtsarbeit von Biermann et al. in Starch/Stärke 45, 281(1993), B. Salka in Cosm. Toil. 108, 89(1993) sowie J. Kahre et al. in SÖFWJournal Heft 8, 598(1995) verwiesen.

Die Alkyl- und Alkenyloligoglykoside können sich von Aldosen bzw. Ketosen mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise von Glucose, ableiten. Die bevorzugten Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside sind somit Alkyl- und/oder Alkenyloligoglucoside. Die Indexzahl p in der allgemeinen Formel (E4-II) gibt den Oligomerisierungsgrad (DP), d. h. die Verteilung von Mono- und Oligoglykosiden an und steht für eine Zahl zwischen 1 und 10. Während p im einzelnen Molekül stets ganzzahlig sein muß und hier vor allem die Werte p = 1 bis 6 annehmen kann, ist der Wert p für ein bestimmtes Alkyloligoglykosid eine analytisch ermittelte rechnerische Größe, die meistens eine gebrochene Zahl darstellt. Vorzugsweise werden Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside mit einem mittleren Oligomerisierungsgrad p von 1,1 bis 3,0 eingesetzt. Aus anwendungstechnischer Sicht sind solche Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside bevorzugt, deren Oligomerisierungsgrad kleiner als 1,7 ist und insbesondere zwischen 1,2 und 1,4 liegt. Der Alkyl- bzw. Alkenylrest R4 kann sich von primären Alkoholen mit 4 bis 11, vorzugsweise 8 bis 10 Kohlenstoffatomen ableiten. Typische Beispiele sind Butanol, Capronalkohol, Caprylalkohol, Caprinalkohol und Undecylalkohol sowie deren technische Mischungen, wie sie beispielsweise bei der Hydrierung von technischen Fettsäuremethylestem oder im Verlauf der Hydrierung von Aldehyden aus der Roelen'schen Oxosynthese erhalten werden. Bevorzugt sind Alkyloligoglucoside der Kettenlänge C8-C10 (DP = 1 bis 3), die als Vorlauf bei der destillativen Auftrennung von technischem C8-C18-Kokosfettalkohol anfallen und mit einem Anteil von weniger als 6 Gew.-% C12-Alkohol verunreinigt sein können sowie Alkyloligoglucoside auf Basis technischer C9/11-Oxoalkohole (DP = 1 bis 3). Der Alkyl- bzw. Alkenylrest R15 kann sich ferner auch von primären Alkoholen mit 12 bis 22, vorzugsweise 12 bis 14 Kohlenstoffatomen ableiten. Typische Beispiele sind Laurylalkohol, Myristylalkohol, Cetylalkohol, Palmoleylalkohol, Stearylalkohol, Isostearylalkohol, Oleylalkohol, Elaidylalkohol, Petroselinylalkohol, Arachylalkohol, Gadoleylalkohol, Behenylalkohol, Erucylalkohol, Brassidylalkohol sowie deren technische Gemische, die wie oben beschrieben erhalten werden können. Bevorzugt sind Alkyloligoglucoside auf Basis von gehärtetem C12/14-Kokosalkohol mit einem DP von 1 bis 3.

Zuckertenside vom Typ der Fettsäure-N-alkylpolyhydroxyalkylamide, ein nichtionisches Tensid der Formel (E4-III), in der R5CO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R6 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkykest mit 3 bis 12 Kohlenstoffatomen und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Fettsäure-N-alkylpolyhydroxyalkylamiden handelt es sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten werden können. Hinsichtlich der Verfahren zu ihrer Herstellung sei auf die US Patentschriften US 1,985,424, US 2,016,962 und US 2,703,798 sowie die Internationale Patentanmeldung WO 92/06984 verwiesen. Eine Übersicht zu diesem Thema von H. Kelkenberg findet sich in Tens. Surf. Det. 25, 8 (1988). Vorzugsweise leiten sich die Fettsäure-N-alkylpolyhydroxyalkylamide von reduzierenden Zuckern mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere von der Glucose ab. Die bevorzugten Fettsäure-N-alkylpolyhydroxyalkylamide stellen daher Fettsäure N-alkylglucamide dar, wie sie durch die Formel (E4-IV) wiedergegeben werden: R7CONR8-CH2-(CHOH)4-CH2OH(E4-IV)

Vorzugsweise werden als Fettsäure-N-alkylpolyhydroxyalkylamide Glucamide der Formel (E4-IV) eingesetzt, in der R8 für Wasserstoff oder eine Alkylgruppe steht und R7CO für den Acylrest der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmoleinsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Behensäure oder Erucasäure bzw. derer technischer Mischungen steht. Besonders bevorzugt sind Fettsäure-N-alkylglucamide der Formel (E4-IV), die durch reduktive Aminierung von Glucose mit Methylamin und anschließende Acylierung mit Laurinsäure oder C12/14 Kokosfettsäure bzw. einem entsprechenden Derivat erhalten werden. Weiterhin können sich die Polyhydroxyalkylamide auch von Maltose und Palatinose ableiten.

Als bevorzugte nichtionische Tenside haben sich die Alkylenoxid-Anlagerungsprodukte an gesättigte lineare Fettalkohole und Fettsäuren mit jeweils 2 bis 30 Mol Ethylenoxid pro Mol Fettalkohol bzw. Fettsäure erwiesen. Zubereitungen mit hervorragenden Eigenschaften werden ebenfalls erhalten, wenn sie als nichtionische Tenside Fettsäureester von ethoxyliertem Glycerin enthalten.

Diese Verbindungen sind durch die folgenden Parameter gekennzeichnet. Der Alkylrest R enthält 6 bis 22 Kohlenstoffatome und kann sowohl linear als auch verzweigt sein. Bevorzugt sind primäre lineare und in 2-Stellung methylverzweigte aliphatische Reste. Solche Alkylreste sind beispielsweise 1-Octyl, 1-Decyl, 1-Lauryl, 1-Myristyl, 1-Cetyl und 1-Stearyl. Besonders bevorzugt sind 1-Octyl, 1-Decyl, 1-Lauryl, 1-Myristyl. Bei Verwendung sogenannter ”Oxo-Alkohole” als Ausgangsstoffe überwiegen Verbindungen mit einer ungeraden Anzahl von Kohlenstoffatomen in der Alkylkette.

Weiterhin sind ganz besonders bevorzugte nichtionische Tenside die Zuckertenside. Diese können in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren gemäß Anspruch 1 und die erfindungsgemäße Verwendung gemäß Anspruch 12 bevorzugt in Mengen von 0,1–20 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten sein. Mengen von 0,5–15 Gew.-% sind bevorzugt, und ganz besonders bevorzugt sind Mengen von 0,5–7,5 Gew.-%. Bei den als Tensid eingesetzten Verbindungen mit Alkylgruppen kann es sich jeweils um einheitliche Substanzen handeln. Es ist jedoch in der Regel bevorzugt, bei der Herstellung dieser Stoffe von nativen pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen auszugehen, so daß man Substanzgemische mit unterschiedlichen, vom jeweiligen Rohstoff abhängigen Alkylkettenlängen erhält.

Bei den Tensiden, die Anlagerungsprodukte von Ethylen- und/oder Propylenoxid an Fettalkohole oder Derivate dieser Anlagerungsprodukte darstellen, können sowohl Produkte mit einer ”normalen” Homologenverteilung als auch solche mit einer eingeengten Homologenverteilung verwendet werden. Unter ”normaler” Homologenverteilung werden dabei Mischungen von Homologen verstanden, die man bei der Umsetzung von Fettalkohol und Alkylenoxid unter Verwendung von Alkalimetallen, Alkalimetallhydroxiden oder Alkalimetallalkoholaten als Katalysatoren erhält. Eingeengte Homologenverteilungen werden dagegen erhalten, wenn beispielsweise Hydrotalcite, Erdalkalimetallsalze von Ethercarbonsäuren, Erdalkalimetalloxide, -hydroxide oder -alkoholate als Katalysatoren verwendet werden. Die Verwendung von Produkten mit eingeengter Homologenverteilung kann bevorzugt sein. Neben den genannten Komponenten können die Mittel als oberflächenaktive Verbindungen kationische Tenside vom Typ der quarternären Ammoniumverbindungen, der Esterquats und der Amidoamine enthalten. Bevorzugte quaternäre Ammoniumverbindungen sind Ammoniumhalogenide, insbesondere Chloride und Bromide, wie Alkyltrimethylammonium-chloride, Dialkyldimethylammoniumchloride und Trialkylmethylammoniumchloride, z. B. Cetyltrimethylammoniumchlorid, Stearyltrimethylammoniumchlorid, Distearyldimethylammonium-chlorid, Lauryldimethylammoniumchlorid, Lauryldimethylbenzylammoniumchlorid und Tricetylmethylammoniumchlorid, sowie die unter den INCI-Bezeichnungen Quaternium-27 und Quaternium-83 bekannten Imidazolium-Verbindungen. Die langen Alkylketten der oben genannten Tenside weisen bevorzugt 10 bis 18 Kohlenstoffatome auf.

Bei Esterquats handelt es sich um bekannte Stoffe, die sowohl mindestens eine Esterfunktion als auch mindestens eine quartäre Ammoniumgruppe als Strukturelement enthalten. Bevorzugte Esterquais sind quaternierte Estersalze von Fettsäuren mit Triethanolamin, quaternierte Estersalze von Fettsäuren mit Diethanolalkylaminen und quaternierten
Estersalzen von Fettsäuren mit 1,2-Dihydroxypropyldialkylaminen. Solche Produkte werden beispielsweise unter den Warenzeichen Stepantex®, Dehyquart® und Armocare® vertrieben. Die Produkte Armocare® VGH-70, ein N,N-Bis(2-Palmitoyloxyethyl)dimethylammoniumchlorid, sowie Dehyquart® F-75, Dehyquart® C-4046, Dehyquart® 180 und Dehyquart® AU-35 sind Beispiele für solche Esterquats.

Die Alkylamidoamine werden üblicherweise durch Amidierung natürlicher oder synthetischer Fettsäuren und Fettsäureschnitte mit Dialkylaminoaminen hergestellt. Eine erfindungsgemäß besonders geeignete Verbindung aus dieser Substanzgruppe stellt das unter der Bezeichnung Tegoamid® S 18 im Handel erhältliche Stearamidopropyldimethylamin dar. Die kationischen Tenside sind in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung bevorzugt in Mengen von 0,05 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten. Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-% sind besonders bevorzugt.

Die Tenside werden in Summe aller Tenside in Mengen von 0,1–50 Gew.-%, bevorzugt 0,5–30 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,5–25 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung eingesetzt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung Emulgatoren verwendet. Emulgatoren bewirken an der Phasengrenzfläche die Ausbildung von wasser- bzw. ölstabilen Adsorptionsschichten, welche die dispergierten Tröpfchen gegen Koaleszenz schützen und damit die Emulsion stabilisieren. Emulgatoren sind daher wie Tenside aus einem hydrophoben und einem hydrophilen Molekülteil aufgebaut. Hydrophile Emulgatoren bilden bevorzugt O/W-Emulsionen und hydrophobe Emulgatoren bilden bevorzugt W/O-Emulsionen. Unter einer Emulsion ist eine tröpfchenförmige Verteilung (Dispersion) einer Flüssigkeit in einer anderen Flüssigkeit unter Aufwand von Energie zur Schaffung von stabilisierenden Phasengrenzflächen mittels Tensiden zu verstehen. Die Auswahl dieser emulgierenden Tenside oder Emulgatoren richtet sich dabei nach den zu dispergierenden Stoffen und der jeweiligen äußeren Phase sowie der Feinteiligkeit der Emulsion.

Erfindungsgemäß verwendbare Emulgatoren sind beispielsweise

  • – Anlagerungsprodukte von 4 bis 30 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Mol Propylenoxid an lineare Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen, an Fettsäuren mit 12 bis 22 C-Atomen und an Alkylphenole mit 8 bis 15 C-Atomen in der Alkylgruppe,
  • – C12-C22-Fettsäuremono- und -diester von Anlagerungsprodukten von 1 bis 30 Mol Ethylenoxid an Polyole mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere an Glycerin, Ethylenoxid- und Polyglycerin-Anlagerungsprodukte an Methylglucosid-Fettsäureester, Fettsäurealkanolamide und Fettsäureglucamide,
  • – C8-C22-Alkylmono- und -oligoglycoside und deren ethoxylierte Analoga, wobei Oligomerisierungsgrade von 1,1 bis 5, insbesondere 1,2 bis 2,0, und Glucose als Zuckerkomponente bevorzugt sind,
  • – Gemische aus Alkyl-(oligo)-glucosiden und Fettalkoholen zum Beispiel das im Handel erhältliche Produkt Montanov® 68,
  • – Anlagerungsprodukte von 5 bis 60 Mol Ethylenoxid an Rizinusöl und gehärtetes Rizinusöl, Partialester von Polyolen mit 3–6 Kohlenstoffatomen mit gesättigten Fettsäuren mit 8 bis 22 C-Atomen, Sterine. Als Sterine wird eine Gruppe von Steroiden verstanden, die am C-Atom 3 des Steroid-Gerüstes eine Hydroxylgruppe tragen und sowohl aus tierischem Gewebe (Zoosterine) wie auch aus pflanzlichen Fetten (Phytosterine) isoliert werden. Beispiele für Zoosterine sind das Cholesterin und das Lanosterin. Beispiele geeigneter Phytosterine sind Ergosterin, Stigmasterin und Sitosterin. Auch aus Pilzen und Hefen werden Sterine, die sogenannten Mykosterine, isoliert.
  • – Phospholipide. Hierunter werden vor allem die Glucose-Phospolipide, die z. B. als Lecithine bzw. Phospahtidylcholine aus z. B. Eidotter oder Pflanzensamen (z. B. Sojabohnen) gewonnen werden, verstanden.
  • – Fettsäureester von Zuckern und Zuckeralkoholen, wie Sorbit,
  • – Polyglycerine und Polyglycerinderivate wie beispielsweise Polyglycerinpoly-12-hydroxystearat (Handelsprodukt Dehymuls® PGPH),
  • – Lineare und verzweigte Fettsäuren mit 8 bis 30 C-Atomen und deren Na-, K-, Ammonium-, Ca-, Mg- und Zn-Salze.

Die Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung enthalten die Emulgatoren bevorzugt in Mengen von 0,1–25 Gew.-%, insbesondere 0,1–15 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung. Bevorzugt können die Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung mindestens einen nichtionogenen Emulgator mit einem HLB-Wert von 8 bis 18 enthalten Nicht-ionogene Emulgatoren mit einem HLB-Wert von 10–15 können erfindungsgemäß besonders bevorzugt sein.

Als weiterhin vorteilhaft hat es sich gezeigt, daß Polymere die Wirkung des erfindungsgemäßen Caseinhydrolysates unterstützen können. In einer bevorzugten Ausführungsform werden den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung daher Polymere zugesetzt, wobei sich sowohl kationische, anionische, amphotere als auch nichtionische Polymere als wirksam erwiesen haben. Unter kationischen Polymeren sind Polymere zu verstehen, welche in der Haupt- und/oder Seitenkette eine Gruppe aufweisen, welche ”temporär” oder ”permanent” kationisch sein kann. Als ”permanent kationisch” werden erfindungsgemäß solche Polymere bezeichnet, die unabhängig vom pH-Wert des Mittels eine kationische Gruppe aufweisen. Dies sind in der Regel Polymere, die ein quartäres Stickstoffatom, beispielsweise in Form einer Ammoniumgruppe, enthalten. Bevorzugte kationische Gruppen sind quartäre Ammoniumgruppen. Insbesondere solche Polymere, bei denen die quartäre Ammoniumgruppe über eine C1-4 Kohlenwasserstoffgruppe an eine aus Acrylsäure, Methacrylsäure oder deren Derivaten aufgebaute Polymerhauptkette gebunden sind, haben sich als besonders geeignet erwiesen. Homopolymere der allgemeinen Formel (G1-I), in der R1 = -H oder -CH3 ist, R2, R3 und R4 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus C1-4-Alkyl-, Alkenyl- oder Hydroxyalkylgruppen, m = 1, 2, 3 oder 4, n eine natürliche Zahl und X– ein physiologisch verträgliches organisches oder anorganisches Anion ist, sowie Copolymere, bestehend im wesentlichen aus den in Formel (G1-I) aufgeführten Monomereinheiten sowie nichtionogenen Monomereinheiten, sind besonders bevorzugte kationische Polymere. Im Rahmen dieser Polymere sind diejenigen erfindungsgemäß bevorzugt, für die mindestens eine der folgenden Bedingungen gilt:
R1 steht für eine Methylgruppe
R2, R3 und R4 stehen für Methylgruppen
m hat den Wert 2.

Als physiologisch verträgliches Gegenionen X– kommen beispielsweise Halogenidionen, Sulfationen, Phosphationen, Methosulfationen sowie organische Ionen wie Lactat-, Citrat-, Tartrat- und Acetationen in Betracht. Bevorzugt sind Halogenidionen, insbesondere Chlorid. Ein besonders geeignetes Homopolymer ist das, gewünschtenfalls vernetzte, Poly(methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid) mit der INCI-Bezeichnung Polyquaternium-37. Die Vernetzung kann gewünschtenfalls mit Hilfe mehrfach olefinisch ungesättigter Verbindungen, beispielsweise Divinylbenzol, Tetraallyloxyethan, Methylenbisacrylamid, Diallylether, Polyallylpolyglycerylether, oder Allylethern von Zuckern oder Zuckerderivaten wie Erythritol, Pentaerythritol, Arabitol, Mannitol, Sorbitol, Sucrose oder Glucose erfolgen. Methylenbisacrylamid ist ein bevorzugtes Vernetzungsagens.

Das Homopolymer wird bevorzugt in Form einer nichtwäßrigen Polymerdispersion, die einen Polymeranteil nicht unter 30 Gew.-% aufweisen sollte, eingesetzt. Solche Polymer-dispersionen sind unter den Bezeichnungen Salcare® SC 95 (ca. 50% Polymeranteil, weitere Komponenten: Mineralöl (INCI-Bezeichnung: Mineral Oil) und Tridecyl-polyoxypropylenpolyoxyethylen-ether (INCI-Bezeichnung: PPG-1-Trideceth-6)) und Salcare® SC 96 (ca. 50% Polymeranteil, weitere Komponenten: Mischung von Diestern des Propylenglykols mit einer Mischung aus Capryl- und Caprinsäure (INCI-Bezeichnung: Propylene Glycol Dicaprylate/Dicaprate) und Tridecyl-polyoxypropylen-polyoxyethylen-ether (INCI Bezeichnung: PPG-1-Trideceth-6)) im Handel erhältlich.

Copolymere mit Monomereinheiten gemäß Formel (G1-I) enthalten als nichtionogene Monomereinheiten bevorzugt Acrylamid, Methacrylamid, Acrylsäure-C1-4-alkylester und Methacrylsäure-C1-4-alkylester. Unter diesen nichtionogenen Monomeren ist das Acrylamid besonders bevorzugt. Auch diese Copolymere können, wie im Falle der Homopolymere oben beschrieben, vernetzt sein. Ein erfindungsgemäß bevorzugtes Copolymer ist das vernetzte Acrylamid-Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid-Copolymer. Solche Copolymere, bei denen die Monomere in einem Gewichtsverhältnis von etwa 20:80 vorliegen, sind im Handel als ca. 50%ige nichtwäßrige Polymerdispersion unter der Bezeichnung Salcare® SC 92 erhältlich. Weitere bevorzugte kationische Polymere sind beispielsweise

  • – quaternisierte Cellulose-Derivate, wie sie unter den Bezeichnungen Celquat® und Polymer JR® im Handel erhältlich sind. Die Verbindungen Celquat® H 100, Celquat® L 200 und Polymer JR® 400 sind bevorzugte quaternierte Cellulose-Derivate,
  • – kationische Alkylpolyglycoside gemäß der DE- PS 44 13 686,
  • – kationiserter Honig, beispielsweise das Handelsprodukt Honeyquat® 50,
  • – kationische Guar-Derivate, wie insbesondere die unter den Handelsnamen Cosmedia® Guar und Jaguar® vertriebenen Produkte,
  • – Polysiloxane mit quaternären Gruppen, wie beispielsweise die im Handel erhältlichen Produkte Q2-7224 (Hersteller: Dow Corning; ein stabilisiertes Trimethylsilylamodimethicon), Dow Corning® 929 Emulsion (enthaltend ein hydroxylamino-modifiziertes Silicon, das auch als Amodimethicone bezeichnet wird), SM-2059 (Hersteller: General Electric), SLM-55067 (Hersteller: Wacker) sowie Abil®-Quat 3270 und 3272 (Hersteller: Th. Goldschmidt), diquaternäre Polydimethylsiloxane, Quaternium-80),
  • – polymere Dimethyldiallylammoniumsalze und deren Copolymere mit Estern und Amiden von Acrylsäure und Methacrylsäure. Die unter den Bezeichnungen Merquat® 100 (Poly(dimethyldiallylammoniumchlorid)) und Merquat® 550 (Dimethyldiallylammoniumchlorid-Acrylamid-Copolymer) im Handel erhältlichen Produkte sind Beispiele für solche kationischen Polymere,
  • – Copolymere des Vinylpyrrolidons mit quaternierten Derivaten des Dialkylaminoalkylacrylats und -methacrylats, wie beispielsweise mit Diethylsulfat quaternierte Vinylpyrrolidon-Dimethylaminoethylmethacrylat-Copolymere. Solche Verbindungen sind unter den Bezeichnungen Gafquat® 734 und Gafquat® 755 im Handel erhältlich,
  • – Vinylpyrrolidon-Vinylimidazoliummethochlorid-Copolymere, wie sie unter den Bezeichnungen Luviquat® FC 370, FC 550, FC 905 und HM 552 angeboten werden,
  • – quaternierter Polyvinylalkohol,
  • – sowie die unter den Bezeichnungen Polyquaternium 2, Polyquaternium 17, Polyquaternium 18 und Polyquaternium 27 bekannten Polymeren mit quartären Stickstoffatomen in der Polymerhauptkette.

Gleichfalls als kationische Polymere eingesetzt werden können die unter den Bezeichnungen Polyquatemium-24 (Handelsprodukt z. B. Quatrisoft® LM 200), bekannten Polymere. Ebenfalls erfindungsgemäß verwendbar sind die Copolymere des Vinylpyrrolidons, wie sie als Handelsprodukte Copolymer 845 (Hersteller: ISP), Gaffix® VC 713 (Hersteller: ISP), Gafquat® ASCP 1011, Gafquat® HS 110, Luviquat® 8155 und Luviquat® MS 370 erhältlich sind. Weitere erfindungsgemäße kationische Polymere sind die sogenannten ”temporär kationischen” Polymere. Diese Polymere enthalten üblicherweise eine Aminogruppe, die bei bestimmten pH-Werten als quartäre Ammoniumgruppe und somit kationisch vorliegt. Bevorzugt sind beispielsweise Chitosan und dessen Derivate, wie sie beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen Hydagen® CMF, Hydagen® HCMF, Kytamer® PC und Chitolam® NB/101 im Handel frei verfügbar sind.

Erfindungsgemäß bevorzugte kationische Polymere sind kationische Cellulose-Derivate und Chitosan und dessen Derivate, insbesondere die Handelsprodukte Polymer® JR 400, Hydagen® HCMF und Kytamer® PC, kationische Guar-Derivate, kationische Honig-Derivate, insbesondere das Handelsprodukt Honeyquat® 50, kationische Alkylpolyglycodside gemäß der DE- PS 44 13 686 und Polymere vom Typ Polyquaternium-37.

Bei den anionischen Polymeren, welche mit den Caseinhydrolysten in den erfindungsgemäßen Mitteln verwendet werden können, handelt es sich um anionische Polymere, welche Carboxylat- und/oder Sulfonatgruppen aufweisen. Beispiele für anionische Monomere, aus denen derartige Polymere bestehen können, sind Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäureanhydrid und 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure. Dabei können die sauren Gruppen ganz oder teilweise als Natrium-, Kalium-, Ammonium-, Mono- oder Triethanolammonium-Salz vorliegen. Bevorzugte Monomere sind 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure und Acrylsäure.

Als ganz besonders wirkungsvoll haben sich anionische Polymere erwiesen, die als alleiniges oder Co-Monomer 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure enthalten, wobei die Sulfonsäuregruppe ganz oder teilweise als Natrium-, Kalium-, Ammonium-, Mono- oder Triethanolammonium-Salz vorliegen kann.

Beispielsweise ist ein solches Homopolymer der 2-Acrylamido-2-methylpropan-sulfonsäure, unter der Bezeichnung Rheothik® 11-80 im Handel erhältlich.

Innerhalb dieser Ausführungsform kann es bevorzugt sein, Copolymere aus mindestens einem anionischen Monomer und mindestens einem nichtionogenen Monomer einzusetzen. Bezüglich der anionischen Monomere wird auf die oben aufgeführten Substanzen verwiesen. Bevorzugte nichtionogene Monomere sind Acrylamid, Methacrylamid, Acrylsäureester, Methacrylsäureester, Vinylpyrrolidon, Vinylether und Vinylester.

Bevorzugte anionische Copolymere sind Acrylsäure-Acrylamid-Copolymere sowie insbesondere Polyacrylamidcopolymere mit Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren. Ein besonders bevorzugtes anionisches Copolymer besteht aus 70 bis 55 Mol-% Acrylamid und 30 bis 45 Mol-% 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure, wobei die Sulfonsäuregruppe ganz oder teilweise als Natrium-, Kalium-, Ammonium-, Mono- oder Triethanolammonium-Salz vorliegt. Dieses Copolymer kann auch vemetzt vorliegen, wobei als Vemetzungsagentien bevorzugt polyolefinisch ungesättigte Verbindungen wie Tetraallyloxyethan, Allylsucrose, Allylpentaerythrit und Methylen-bisacrylamid zum Einsatz kommen.

Ebenfalls bevorzugte anionische Homopolymere sind unvernetzte und vernetzte Polyacrylsäuren. Dabei können Allylether von Pentaerythrit, von Sucrose und von Propylen bevorzugte Vernetzungsagentien sein. Solche Verbindungen sind beispielsweise unter dem Warenzeichen Carbopol® im Handel erhältlich.

Copolymere aus Maleinsäureanhydrid und Methylvinylether, insbesondere solche mit Vernetzungen, sind ebenfalls gut geeignete Polymere. Ein mit 1,9-Decadiene vernetztes Maleinsäure-Methylvinylether-Copolymer ist unter der Bezeichnungg Stabileze® QM im Handel erhältlich.

Weiterhin können als Polymere in allen Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren gemäß Anspruch 1 und die erfindungsgemäße Verwendung gemäß Anspruch 12 amphotere Polymere verwendet werden. Unter dem Begriff amphotere Polymere werden sowohl solche Polymere, die im Molekül sowohl freie Aminogruppen als auch freie -COOH- oder SO3H-Gruppen enthalten und zur Ausbildung innerer Salze befähigt sind, als auch zwitterionische Polymere, die im Molekül quartäre Ammoniumgruppen und -COO- oder -SO3 Gruppen enthalten, und solche Polymere zusammengefaßt, die -COOH- oder SO3H Gruppen und quartäre Ammoniumgruppen enthalten.

Ein Beispiel für ein erfindungsgemäß einsetzbares Amphopolymer ist das unter der Bezeichnung Amphomer® erhältliche Acrylharz, das ein Copolymeres aus tert.-Butylaminoethylmethacrylat, N-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)acrylamid sowie zwei oder mehr Monomeren aus der Gruppe Acrylsäure, Methacrylsäure und deren einfachen Estern darstellt.

Weitere erfindungsgemäß einsetzbare amphotere Polymere sind die in der britischen Offenlegungsschrift 2 104 091, der europäischen Offenlegungsschrift 47 714, der europäischen Offenlegungsschrift 217 274, der europäischen Offenlegungsschrift 283 817 und der deutschen Offenlegungsschrift 28 17 369 genannten Verbindungen.

Bevorzugt eingesetzte amphotere Polymere sind solche Polymerisate, die sich im Wesentlichen zusammensetzen aus

  • (a) Monomeren mit quartären Ammoniumgruppen der allgemeinen Formel (G3-1), R1-CH=CR2-CO-Z-(CnH2n)-N(+)R3R4R5(G3-1)in der R1 und R2 unabhängig voneinander stehen für Wasserstoff oder eine Methylgruppe und R3, R4 und R5 unabhängig voneinander für Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Z eine NH-Gruppe oder ein Sauerstoffatom, n eine ganze Zahl von 2 bis 5 und das Anion einer organischen oder anorganischen Säure ist, und
  • (b) monomeren Carbonsäuren der allgemeinen Formel (G3-II), R6-CH=CR7-COOH(G3-II)in denen R6 und R7 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Methylgruppen sind.

Diese Verbindungen können sowohl direkt als auch in Salzform, die durch Neutralisation der Polymerisate, beispielsweise mit einem Alkalihydroxid, erhalten wird, erfindungsgemäß eingesetzt werden. Bezüglich der Einzelheiten der Herstellung dieser Polymerisate wird ausdrücklich auf den Inhalt der deutschen Offenlegungsschrift 39 29 973 Bezug genommen. Ganz besonders bevorzugt sind solche Polymerisate, bei denen Monomere des Typs (a) eingesetzt werden, bei denen R3, R4 und R5 Methylgruppen sind, Z eine NH-Gruppe und ein Halogenid-, Methoxysulfat- oder Ethoxysulfat-Ion ist; Acrylamidopropyl-trimethyl-ammoniumchlorid ist ein besonders bevorzugtes Monomeres (a). Als Monomeres (b) für die genannten Polymerisate wird bevorzugt Acrylsäure verwendet.

Weiterhin können in allen Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung nichtionogene Polymere enthalten sein. Geeignete nichtionogene Polymere sind beispielsweise:

  • – Vinylpyrrolidon/Vinylester-Copolymere, wie sie beispielsweise unter dem Warenzeichen Luviskol® (BASF) vertrieben werden. Luviskol® VA 64 und Luviskol® VA 73, jeweils Vinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymere, sind ebenfalls bevorzugte nichtionische Polymere.
  • – Celluloseether, wie Hydroxypropylcellulose, Hydroxyethylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose, wie sie beispielsweise unter den Warenzeichen Culminal® und Benecel® (AQUALON) vertrieben werden.
  • – Schellack
  • – Polyvinylpyrrolidone, wie sie beispielsweise unter der Bezeichnung Luviskol® (BASF) vertrieben werden.
  • – Siloxane. Diese Siloxane können sowohl wasserlöslich als auch wasserunlöslich sein. Geeignet sind sowohl flüchtige als auch nichtflüchtige Siloxane, wobei als nichtflüchtige Siloxane solche Verbindungen verstanden werden, deren Siedepunkt bei Normaldruck oberhalb von 200°C liegt. Bevorzugte Siloxane sind Polydialkylsiloxane, wie beispielsweise Polydimethylsiloxan, Polyalkylarylsiloxane, wie beispielsweise Polyphenylmethylsiloxan, ethoxylierte Polydialkylsiloxane sowie Polydialkylsiloxane, die Amin- und/oder Hydroxy-Gruppen enthalten.
  • – Glycosidisch substituierte Silicone gemäß der EP 0612759 B1.

Es ist erfindungsgemäß auch möglich, dass in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung mehrere, insbesondere zwei verschiedene Polymere gleicher Ladung und/oder jeweils ein ionisches und ein amphoteres und/oder nicht ionisches Polymer enthalten sind.

Die Polymere sind in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung bevorzugt in Mengen von 0,01 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten. Mengen von 0,1 bis 5, insbesondere von 0,1 bis 3 Gew.-%, sind besonders bevorzugt.

Weiterhin können in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung Proteinhydrolysate und/oder Aminosäuren und deren Derivate enthalten sein. Diese Proteinhydrolysate sind in jedem Falle nicht idenstisch zu den erfindungsgemäßen Caseinhydrolysaten. Proteinhydrolysate sind Produktgemische, die durch sauer, basisch oder enzymatisch katalysierten Abbau von Proteinen (Eiweißen) erhalten werden. Unter dem Begriff Proteinhydrolysate werden erfindungsgemäß auch Totalhydrolysate sowie einzelne Aminosäuren und deren Derivate sowie Gemische aus verschiedenen Aminosäuren verstanden. Weiterhin werden erfindungsgemäß aus Aminosäuren und Aminosäurederivaten aufgebaute Polymere unter dem Begriff Proteinhydrolysate verstanden. Zu letzteren ist beispielsweise Polyalanin, Polyasparagin, Polyserin etc. zu zählen. Weitere Beispiele für erfindungsgemäß einsetzbare Verbindungen sind LAlanyl-L-prolin, Polyglycin, Glycyl-L-glutamin oder D/L-Methionin-S-Methylsulfoniumchlorid. Selbstverständlich können erfindungsgemäß auch β-Aminosäuren und deren Derivate wie β-Alanin, Anthranilsäure oder Hippursäure eingesetzt werden. Das Molgewicht der erfindungsgemäß einsetzbaren Proteinhydrolysate liegt zwischen 75, dem Molgewicht für Glycin, und 200000, bevorzugt beträgt das Molgewicht 75 bis 50000 und ganz besonders bevorzugt 75 bis 20000 Dalton.

Erfindungsgemäß können Proteinhydrolysate sowohl pflanzlichen als auch tierischen oder marinen oder synthetischen Ursprungs eingesetzt werden.

Tierische Proteinhydrolysate sind beispielsweise Elastin-, Kollagen-, Keratin-, Seiden- und Milcheiweiß-Proteinhydrolysate, die auch in Form von Salzen vorliegen können. Solche Produkte werden beispielsweise unter den Warenzeichen Dehylan® (Cognis), Promois® (Interorgana), Collapuron® (Cognis), Nutrilan® (Cognis), Gelita-Sol® (Deutsche Gelatine Fabriken Stoess & Co), Lexein® (Inolex) und Kerasol® (Croda) vertrieben.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist die Verwendung von Proteinhydrolysaten pflanzlichen Ursprungs, z. B. Soja-, Mandel-, Erbsen-, Kartoffel- und Weizenproteinhydrolysate. Solche Produkte sind beispielsweise unter den Warenzeichen Gluadin® (Cognis), DiaMin® (Diamalt), Lexein® (Inolex), Hydrosoy® (Croda), Hydrolupin® (Croda), Hydrosesame® (Croda), Hydrotritium® (Croda) und Crotein® (Croda) erhältlich.

Ebenfalls möglich ist der Einsatz von Derivaten der Proteinhydrolysate, beispielsweise in Form ihrer Fettsäure-Kondensationsprodukte. Solche Produkte werden beispielsweise unter den Bezeichnungen Lamepon® (Cognis), Lexein® (Inolex), Crolastin® (Croda) oder Crotein® (Croda) vertrieben.

Erfindungsgemäß kann es bevorzugt sein Aminosäuren und/oder Oligopeptide als weitere Inhaltsstoffe zu verwenden. In der vorliegenden Anmeldung wird unter dem Begriff Aminosäure auch eine Struktur verstanden, die nur eine permanente kationische Gruppe im Molekül enthält wie beispielsweise Cholin.

Erfindungsgemäße Aminosäuren sind ausgewählt aus Alanin, Arginin, Asparagin, Asparaginsäure, Cystein, Cystin, Citrullin, Glutaminsäure, Glutamin, Glycin, Histidin, Hydroxylysin, Hydroxyprolin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Prolin, Serin, Threonin, Thyroxin, Tryptophan, Tyrosin, Acetyltyrosin, Valin, Betain, Ornithin, 1,1-Dimethyl-Prolin, Hercynin (Nα,Nα,Nα-Trimethyl-L-histidinium-betain), Ergothionein (Thionein, 2-Mercapto-Nα,Nα,Nα-trimethyl-L-histidinium-betain) und Cholin sowie deren Mischungen. Es können erfindungsgemäß alle Arten von Isomeren, wie beispielsweise Diastereomere, Enantiomere, cis-trans-Isomere, optische Isomere, Konformationsisomere und Racemate verwendet werden.

Mit besonderem Vorzug werden Alanin, Arginin, Asparagin, Citrullin, Glutaminsäure, Glutamin, Glycin, Histidin, Hydroxylysin, Hydroxyprolin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Prolin, Serin, Betain, Ornithin, Acetyltyrosin, 1,1-Dimethyl-Prolin, Cholin sowie deren Mischungen verwendet. Ganz besonders bevorzugt werden Arginin, Citrullin, Glutamin, Glycin, Histidin, Lysin, Prolin, Serin, Betain, Ornithin, Acetyltyrosin sowie deren Mischungen verwendet.

Höchst bevorzugt werden Arginin, Citrullin, Glutamin, Histidin, Lysin, Acetyltyrosin, Ornithin, sowie deren Mischungen verwendet.

Oligopeptide im Sinne der vorliegenden Anmeldung sind durch Peptid-Bindungen Säureamid-artig verknüpfte Kondensationsprodukte von Aminosäuren, die mindestens 3 und maximal 25 Aminosäuren umfassen. In erfindungsgemäß bevorzugten Haarbehandlungsmitteln umfaßt das Oligopeptid 5 bis 15 Aminosäuren, vorzugsweise 6 bis 13 Aminosäuren, besonders bevorzugt 7 bis 12 Aminosäuren und insbesondere 8, 9 oder 10 Aminosäuren.

Ein höchst bevorzugtes Oligopeptid weist die Sequenz Glu-Glu-Glu auf. Je nachdem, ob weitere Aminosäuren an die Sequenz Glu-Glu-Glu gebunden sind und je nach Art dieser Aminosäuren kann die Molmasse des in den erfindungsgemäßen Mitteln enthaltenen Oligopeptids variieren.

Erfindungsgemäß bevorzugte Haarbehandlungsmittel sind dadurch gekennzeichnet, daß das Oligopeptid eine Molmasse von 650 bis 3000 Da, vorzugsweise von 750 bis 2500 Da, besonders bevorzugt von 850 bis 2000 Da und insbesondere von 1000 bis 1600 Da aufweist.

Ein besonders bevorzugtes Oligopeptid enthält zusätzlich Tyrosin, das vorzugsweise über seine Säurefunktion an die Glu-Glu-Glu-Sequenz gebunden ist. Erfindungsgemäß bevorzugte Haarbehandlungsmittel sind daher dadurch gekennzeichnet, daß das in ihnen enthaltene Oligopeptid mindestens eine Aminosäuresequenz Tyr-Glu-Glu-Glu aufweist, wobei die Amino-Gruppe frei oder protoniert und die Carboxy-Gruppen frei oder deprotoniert vorliegen können. Ein weiteres besonders bevorzugtes Oligopeptid enthält zusätzlich Isoleucin, das vorzugsweise über seine Aminofunktion an die Glu-Glu-Glu-Sequenz gebunden ist. Erfindungsgemäß bevorzugte Haarbehandlungsmittel sind daher dadurch gekennzeichnet, daß das in ihnen enthaltene das Oligopeptid mindestens eine Aminosäuresequenz Glu-Glu-Glu-Ile aufweist, wobei die Amino-Gruppe frei oder protoniert und die Carboxy-Gruppen frei oder deprotoniert vorliegen können. Oligopeptide, die beide vorgenannten Aminosäuren (Tyrosin und Isoleucin) aufweisen, sind erfindungsgemäß bevorzugt. Besonders bevorzugt sind dabei erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel, bei denen das in ihnen enthaltene Oligopeptid mindestens eine Aminosäuresequenz Tyr-Glu-Glu-Glu-Ile aufweist, wobei die Amino-Gruppe frei oder protoniert und die Carboxy-Gruppen frei oder deprotoniert vorliegen können.

Ein höchst bevorzugtes Oligopeptid ist unter der Handelsbezeichnung ProSina® von der Fa. Croda im Handel erhältlich.

Die erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmittel enthalten die ausgewählten Aminosäuren und/oder die ausgewählten Oligopeptide wie zuvor beschrieben in einer Gesamtmenge – bezogen auf das gesamte Mittel – in einer Menge von 0,0001 bis 10,0 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,0001 bis 7,0 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt von 0,0001 bis 5,0 Gew.-%.

Die Proteinhydrolysate oder deren Derivate sind in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung bevorzugt in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten. Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-% sind besonders bevorzugt.

Weiterhin können 2-Pyrrolidinon-5-carbonsäure und oder deren Derivate in den Zubereitungen des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet werden. Bevorzugt sind die Natrium-, Kalium-, Calcium-, Magnesium- oder Ammoniumsalze, bei denen das Ammoniumion neben Wasserstoff eine bis drei C1- bis C4-Alkylgruppen trägt. Das Natriumsalz ist ganz besonders bevorzugt. Die eingesetzten Mengen in den erfindungsgemäßen Mitteln betragen 0,01 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, besonders bevorzugt 0,1 bis 5, und insbesondere 0,1 bis 3 Gew.-%. Ebenfalls als vorteilhaft hat sich die Verwendung von Vitaminen, Provitaminen und Vitaminvorstufen sowie deren Derivaten erwiesen.

Dabei sind erfindungsgemäß solche Vitamine, Pro-Vitamine und Vitaminvorstufen bevorzugt, die üblicherweise den Gruppen A, B, C, E, F und H zugeordnet werden.

Zur Gruppe der als Vitamin A bezeichneten Substanzen gehören das Retinol (Vitamin A1) sowie das 3,4-Didehydroretinol (Vitamin A2). Das β-Carotin ist das Provitamin des Retinols. Als Vitamin A-Komponente kommen erfindungsgemäß beispielsweise Vitamin A-Säure und deren Ester, Vitamin A-Aldehyd und Vitamin A-Alkohol sowie dessen Ester wie das Palmitat und das Acetat in Betracht. Die erfindungsgemäß verwendeten Zubereitungen enthalten die Vitamin A-Komponente bevorzugt in Mengen von 0,05–1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zubereitung. Zur Vitamin B-Gruppe oder zu dem Vitamin B-Komplex gehören u. a.

  • – Vitamin B1 (Thiamin)
  • – Vitamin B2 (Riboflavin)
  • – Vitamin B3. Unter dieser Bezeichnung werden häufig die Verbindungen Nicotinsäure und Nicotinsäureamid (Niacinamid) geführt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist das Nicotinsäureamid, das in den erfindungsgemäß verwendeten Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,05 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten ist.
  • – Vitamin B5 (Pantothensäure, Panthenol und Pantolacton). Im Rahmen dieser Gruppe wird bevorzugt das Panthenol und/oder Pantolacton eingesetzt. Erfindungsgemäß einsetzbare Derivate des Panthenols sind insbesondere die Ester und Ether des Panthenols sowie kationisch derivatisierte Panthenole. Einzelne Vertreter sind beispielsweise das Panthenoltriacetat, der Panthenolmonoethylether und dessen Monoacetat sowie die in der WO 92/13829 offenbarten kationischen Panthenolderivate. Die genannten Verbindungen des Vitamin B5-Typs sind in den erfindungsgemäß
    verwendeten Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,05–10 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten. Mengen von 0,1–5 Gew.-% sind besonders bevorzugt.
  • – Vitamin B6 (Pyridoxin sowie Pyridoxamin und Pyridoxal).

Vitamin C (Ascorbinsäure). Vitamin C wird in den erfindungsgemäß verwendeten Mitteln bevorzugt in Mengen von 0,1 bis 3 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel eingesetzt. Die Verwendung in Form des Palmitinsäureesters, der Glucoside oder Phosphate kann bevorzugt sein. Die Verwendung in Kombination mit Tocopherolen kann ebenfalls bevorzugt sein.

Vitamin E (Tocopherole, insbesondere α-Tocopherol). Tocopherol und seine Derivate, worunter insbesondere die Ester wie das Acetat, das Nicotinat, das Phosphat und das Succinat fallen, sind in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung bevorzugt in Mengen von 0,05–1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten.

Vitamin F. Unter dem Begriff ”Vitamin F” werden üblicherweise essentielle Fettsäuren, insbesondere Linolsäure, Linolensäure und Arachidonsäure, verstanden.

Vitamin H. Als Vitamin H wird die Verbindung(3aS,4S,6aR)-2-Oxohexahydrothienol[3,4-d]-imidazol-4-valeriansäure bezeichnet, für die sich aber inzwischen der Trivialname Biotin durchgesetzt hat. Biotin ist in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung bevorzugt in Mengen von 0,0001 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 0,001 bis 0,01 Gew.-% enthalten.

Bevorzugt enthalten die erfindungsgemäß verwendeten Zubereitungen Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen aus den Gruppen A, B, E und H. Selbstverständlich können auch mehrere Vitamine und Vitaminvorstufen gleichzeitig enthalten sein.

Panthenol, Pantolacton, Pyridoxin und seine Derivate sowie Nicotinsäureamid und Biotin sind besonders bevorzugt. Die Einsatzmenge an Vitaminen und Vitaminvorstufen in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung beträgt üblicherweise 0,0001–10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, bevorzugt 0,0001–5 Gew.-%, und insbesondere 0,0001–3 Gew.-%. Schließlich können in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung Pflanzenextrakte verwendet werden.

Üblicherweise werden diese Extrakte durch Extraktion der gesamten Pflanze hergestellt. Es kann aber in einzelnen Fällen auch bevorzugt sein, die Extrakte ausschließlich aus Blüten und/oder Blättern der Pflanze herzustellen.

Erfindungsgemäß sind vor allem die Extrakte aus Grünem Tee, Eichenrinde, Brennessel, Hamamelis, Hopfen, Henna, Kamille, Klettenwurzel, Schachtelhalm, Weißdorn, Lindenblüten, Mandel, Aloe Vera, Fichtennadel, Roßkastanie, Sandelholz, Wacholder, Kokosnuß, Mango, Aprikose, Limone, Weizen, Kiwi, Melone, Orange, Grapefruit, Salbei, Rosmarin, Birke, Malve, Wiesenschaumkraut, Quendel, Schafgarbe, Thymian, Melisse, Hauhechel, Huflattich, Eibisch, Meristem, Ginseng und Ingwerwurzel bevorzugt.

Besonders bevorzugt sind die Extrakte aus Grünem Tee, Eichenrinde, Brennessel, Hamamelis, Hopfen, Kamille, Klettenwurzel, Schachtelhalm, Lindenblüten, Mandel, Aloe Vera, Kokosnuß, Mango, Aprikose, Limone, Weizen, Kiwi, Melone, Orange, Grapefruit, Salbei, Rosmarin, Birke, Wiesenschaumkraut, Quendel, Schafgarbe, Hauhechel, Meristem, Ginseng und Ingwerwurzel. Ganz besonders für die erfindungsgemäße Verwendung geeignet sind die Extrakte aus Grünem Tee, Mandel, Aloe Vera, Kokosnuß, Mango, Aprikose, Limone, Weizen, Kiwi und Melone. Ein höchst bevorzugter Extrakt ist der bereits Eingangs beschriebene Echinaceaextrakt.

Als Extraktionsmittel zur Herstellung der genannten Pflanzenextrakte können Wasser, Alkohole sowie deren Mischungen verwendet werden. Unter den Alkoholen sind dabei niedere Alkohole wie Ethanol und Isopropanol, insbesondere aber mehrwertige Alkohole wie Ethylenglykol und Propylenglykol, sowohl als alleiniges Extraktionsmittel als auch in Mischung mit Wasser, bevorzugt. Pflanzenextrakte auf Basis von Wasser/Propylenglykol im Verhältnis 1: 10 bis 10: 1 haben sich als besonders geeignet erwiesen.

Die Pflanzenextrakte können erfindungsgemäß sowohl in reiner als auch in verdünnter Form eingesetzt werden. Sofern sie in verdünnter Form eingesetzt werden, enthalten sie üblicherweise ca. 2–80 Gew.-% Aktivsubstanz und als Lösungsmittel das bei ihrer Gewinnung eingesetzte Extraktionsmittel oder Extraktionsmittelgemisch.

Weiterhin kann es bevorzugt sein, in den erfindungsgemäßen Mitteln Mischungen aus mehreren, insbesondere aus zwei, verschiedenen Pflanzenextrakten einzusetzen.

Die Einsatzmenge der Pflanzenextrakte in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung beträgt üblicherweise 0,01–50 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, bevorzugt 0,1–30 Gew.-%, und insbesondere 0,1–20 Gew.-%.

Vorteilhaft im Sinne der Erfindung können zusätzlich kurzkettige Carbonsäuren eingesetzt werden. Unter kurzkettigen Carbonsäuren und deren Derivaten im Sinne der Erfindung werden Carbonsäuren verstanden, welche gesättigt oder ungesättigt und/oder geradkettig oder verzweigt oder cyclisch und/oder aromatisch und/oder heterocyclisch sein können und ein Molekulargewicht kleiner 750 aufweisen. Bevorzugt im Sinne der Erfindung können gesättigte oder ungesättigte geradkettigte oder verzweigte Carbonsäuren mit einer Kettenlänge von 1 bis zu 16 C-Atomen in der Kette sein, ganz besonders bevorzugt sind solche mit einer Kettenlänge von 1 bis zu 12 C-Atomen in der Kette.

Die kurzkettigen Carbonsäuren im Sinne der Erfindung können ein, zwei, drei oder mehr Carboxygruppen aufweisen. Bevorzugt im Sinne der Erfindung sind Carbonsäuren mit mehreren Carboxygruppen, insbesondere Di- und Tricarbonsäuren. Die Carboxygruppen können ganz oder teilweise als Ester, Säureanhydrid, Lacton, Amid, Imidsäure, Lactam, Lactim, Dicarboximid, Carbohydrazid, Hydrazon, Hydroxam, Hydroxim, Amidin, Amidoxim, Nitril, Phosphonoder Phosphatester vorliegen. Die erfindungsgemäßen Carbonsäuren können selbstverständlich entlang der Kohlenstoffkette oder des Ringgerüstes substituiert sein. Zu den Substituenten der erfindungsgemäßen Carbonsäuren sind beispielsweise zu zählen C1-C8-Alkyl-, C2-C8-Alkenyl-, Aryl-, Aralkyl- und Aralkenyl-, Hydroxymethyl-, C2-C8-Hydroxyalkyl-, C2-C8-Hydroxyalkenyl-, Aminomethyl-, C2-C8-Aminoalkyl-, Cyano-, Formyl-, Oxo-, Thioxo-, Hydroxy-, Mercapto-, Amino-, Carboxy- oder Iminogruppen. Bevorzugte Substituenten sind C1-C8-Alkyl-, Hydroxymethyl-, Hydroxy-, Amino- und Carboxygruppen. Besonders bevorzugt sind Substituenten in α-Stellung. Ganz besonders bevorzugte Substituenten sind Hydroxy-, Alkoxy- und Aminogruppen, wobei die Aminofunktion gegebenenfalls durch Alkyl-, Aryl-, Aralkyl und/oder Alkenylreste weiter substituiert sein kann. Weiterhin sind ebenfalls bevorzugte Carbonsäurederivate die Phosphon- und Phosphatester.

Als Beispiele für erfindungsgemäße Carbonsäuren seien genannt Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Isobuttersäure, Valeriansäure, Isovaleriansäure, Pivalinsäure, Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Glycerinsäure, Glyoxylsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Propiolsäure, Crotonsäure, Isocrotonsäure, Elaidinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Muconsäure, Citraconsäure, Mesaconsäure, Camphersäure, Benzoesäure, o, m, p-Phthalsäure, Naphthoesäure, -Toluoylsäure, Hydratropasäure, Atropasäure, Zimtsäure, Isonicotinsäure, Nicotinsäure, Bicarbaminsäure, 4,4'-Dicyano-6,6'-binicotinsäure, 8-Carbamoyloctansäure, 1,2,4-Pentantricarbonsäure, 2-Pyrrolcarbonsäure, 1,2,4,6,7-Napthalinpentaessigsäure, Malonaldehydsäure, 4-Hydroxyphthalamidsäure, 1-Pyrazolcarbonsäure, Gallussäure oder Propantricarbonsäure, eine Dicarbonsäure ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird durch Verbindungen der allgemeinen Formel (N-I), in der Z steht für eine lineare oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen, n für eine Zahl von 4 bis 12 sowie eine der beiden Gruppen X und Y für eine COOH-Gruppe und die andere für Wasserstoff oder einen Methyl- oder Ethylrest, Dicarbonsäuren der allgemeinen Formel (N-I), die zusätzlich noch 1 bis 3 Methyl- oder Ethylsubstituenten am Cyclohexenring tragen sowie Dicarbonsäuren, die aus den Dicarbonsäuren gemäß Formel (N-I) formal durch Anlagerung eines Moleküls Wasser an die Doppelbindung im Cyclohexenring entstehen.

Solche Verbindungen sind kommerziell unter den Bezeichnungen Westvaco Diacid® 1550 und Westvaco Diacid® 1595 (Hersteller: Westvaco) erhältlich.

Neben den zuvor beispielhaft aufgeführten erfindungsgemäßen kurzkettigen Carbonsäuren selbst können auch deren physiologisch verträgliche Salze erfindungsgemäß eingesetzt werden.

Beispiele für solche Salze sind die Alkali-, Erdalkali-, Zinksalze sowie Ammoniumsalze, worunter im Rahmen der vorliegenden Anmeldung auch die Mono-, Di- und Trimethyl-, -ethyl- und -hydroxyethyl-Ammoniumsalze zu verstehen sind. Ganz besonders bevorzugt können im Rahmen der Erfindung jedoch mit alkalisch reagierenden Aminosäuren, wie beispielsweise Arginin, Lysin, Ornithin und Histidin, neutralisierte Säuren eingesetzt werden. Weiterhin kann es aus Formulierungsgründen bevorzugt sein, die Carbonsäure aus den wasserlöslichen Vertretern, insbesondere den wasserlöslichen Salzen, auszuwählen.

Weiterhin ist es erfindungsgemäß bevorzugt, Hydroxycarbonsäuren und hierbei wiederum insbesondere die Dihydroxy-, Trihydroxy- und Polyhydroxycarbonsäuren sowie die Dihydroxy-, Trihydroxy- und Polyhydroxy- di-, tri- und polycarbonsäuren einzusetzen.

Bevorzugte Hydroxycarbonsäureester sind beispielsweise Vollester der Glycolsäure, Milchsäure, Äpfelsäure, Weinsäure oder Citronensäure. Weitere grundsätzlich geeignete Hydroxycarbonsäureester sind Ester der β-Hydroxypropionsäure, der Tartronsäure, der D-Gluconsäure, der Zuckersäure, der Schleimsäure oder der Glucuronsäure. Als Alkoholkomponente dieser Ester eignen sich primäre, lineare oder verzweigte aliphatische Alkohole mit 8-22 C-Atomen, also z. B. Fettalkohole oder synthetische Fettalkohole. Dabei sind die Ester von C12-C15-Feftalkoholen besonders bevorzugt. Ester dieses Typs sind im Handel erhältlich, z. B. unter dem Warenzeichen Cosmacol® der EniChem, Augusts Industriale. Besonders bevorzugte Polyhydroxypolycarbonsäuren sind Polymilchsäure und Polyweinsäure sowie deren Ester.

Als weitere Inhaltsstoffe, welche die Wirkung des Caseinhydrolysates fördern, können heterocyclische Verbindungen wie beispielsweise Imidazol, Pyrrolidin, Piperidin, Dioxolan, Dioxan, Morpholin und Piperazin eingesetzt werden. Weiterhin eignen sich Derivate dieser Verbindungen wie beispielsweise die C1-4-Alkyl- Derivate, C1-4-Hydroxyalkyl-Derivate und C1-4-Aminoalkyl-Derivate. Bevorzugte Substituenten, die sowohl an Kohlenstoffatomen als auch an Stickstoffatomen der heterocyclischen Ringsysteme positioniert sein können, sind Methyl-, Ethyl-, β-Hydroxyethyl- und β-Aminoethyl-Gruppen. Bevorzugt enthalten diese Derivate 1 oder 2 dieser Substituenten.

Erfindungsgemäß bevorzugte Derivate heterocyclischer Verbindungen sind beispielsweise 1-Methylimidazol, 2-Methylimidazol, 4(5)-Methylimidazol, 1,2-Dimethylimidazol, 2-Ethylimidazol, 2-Isopropylimidazol, N-Methylpyrrolidon, 1-Methylpiperidin, 4-Methylpiperidin, 2-Ethylpiperidin, 4-Methylmorpholin, 4-(2-Hydroxyethyl)morpholin, 1-Ethylpiperazin, 1-(2-Hydroxyethyl)piperazin, 1-(2-Aminoethyl)piperazin. Weiterhin erfindungsgemäß bevorzugte Imidazolderivate sind Biotin, Hydantoin und Benzimidazol.

Unter diesen heterocyclischen Pflegestoffen sind die Mono- und Dialkylimidazole, Biotin, Hydantoin, sowie insbesondere das Imidazol selbst besonders bevorzugt.

Diese heterocyclischen Verbindungen sind in den Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten. Mengen von 2 bis 6 Gew.-% haben sich als besonders geeignet erwiesen.

Als weiteren Bestandteil können die erfindungsgemäßen Mittel mindestens ein Kohlenhydrat aus der Gruppe der Monosaccharide, Disaccharide und/oder Oligosaccharide enthalten. Hier sind erfindungsgemäß bevorzugte Haarbehandlungsmittel dadurch gekennzeichnet, daß sie als Pflegestoff – bezogen auf ihr Gewicht – 0,01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 4,5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,1 bis 4 Gew.-%, weiter bevorzugt 0,5 bis 3,5 Gew.-% und insbesondere 0,75 bis 2,5 Gew.-% Kohlenhydrat(e), ausgewählt aus Monosacchariden, Disacchariden und/oder Oligosacchariden enthalten, wobei bevorzugte Kohlenhydrate ausgewählt sind aus

  • – Monosachhariden, insbesondere D-Ribose und/oder D-Xylose und/oder L-Arabinose und/oder D-Glucose und/oder D-Mannose und/oder D-Galactose und/oder D-Fructose und/oder Sorbose und/oder L-Fucose und/oder L-Rhamnose
  • – Disacchariden, insbesondere Saccharose und/oder Maltose und/oder Lactose und/oder Trehalose und/oder Cellobiose und/oder Gentiobiose und/oder Isomaltose.

In einer weiteren erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen Biochinone. In den erfindungsgemäßen Mitteln sind unter geeigneten Biochinonen ein oder mehrere Ubichinon(e) und/oder Plastochinon(e) zu verstehen. Die erfindungsgemäß bevorzugten Ubichinone weisen die folgende Formel auf:

Das Coenzym Q-10 ist hierbei am bevorzugtesten.

Bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzungen enthalten Purin und/oder Purinderivate in engeren Mengenbereichen. Hier sind erfindungsgemäß bevorzugte kosmetische Mittel dadurch gekennzeichnet, daß sie – bezogen auf ihr Gewicht – 0,001 bis 2,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,0025 bis 1 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,005 bis 0,5 Gew.-% und insbesondere 0,01 bis 0,1 Gew.-% Purin(e) und/oder Purinderivat(e) enthalten. Erfindungsgemäß bevorzugte kosmetische Mittel sind dadurch gekennzeichnet, daß sie Purin, Adenin, Guanin, Harnsäure, Hypoxanthin, 6-Purinthiol, 6-Thioguanin, Xanthin, Coffein, Theobromin oder Theophyllin enthalten. In haarkosmetischen Zubereitungen ist Coffein am bevorzugtesten.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält das kosmetische Mittel Ectoin ((S)-2-Methyl-1,4,5,6-tetrahydro-4-pyrimidincarbonsäure.

Zusätzlich kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße kosmetische Verfahren und die erfindungsgemäße Verwendung Penetrationshilfsstoffe und/oder Quellmittel enthalten. Hierzu sind beispielsweise zu zählen Harnstoff und Harnstoffderivate, Guanidin und dessen Derivate, Arginin und dessen Derivate, Wasserglas, Imidazol und Dessen Derivate, Histidin und dessen Derivate, Benzylalkohol, Glycerin, Glykol und Glykolether, Propylenglykol und Propylenglykolether, beispielsweise Propylenglykolmonoethylether, Carbonate, Hydrogencarbonate, Diole und Triole, und insbesondere 1,2-Diole und 1,3-Diole wie beispielsweise 1,2-Propandiol, 1,2-Pentandiol, 1,2-Hexandiol, 1,2-Dodecandiol, 1,3-Propandiol, 1,6-Hexandiol, 1,5-Pentandiol, 1,4-Butandiol. Die Penetrationshilfsstoffe und Quellmittel sind in den erfindungsgemäß eingesetzten Zubereitungen in Mengen von 0,1 bis 20 Gewichts-%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten. Mengen von 01, bis 10 Gewichts-% sind bevorzugt.

Weiterhin sind als konditionierende Wirkstoffe geeignet Silikonöle und Silikon-Gums, insbesondere Dialkyl- und Alkylarylsiloxane, wie beispielsweise Dimethylpolysiloxan und Methylphenylpolysiloxan, sowie deren alkoxylierte und quaternierte Analoga. Beispiele für solche Silikone sind die von Dow Corning unter den Bezeichnungen DC 190, DC 200 und DC 1401 vertriebenen Produkte sowie das Handelsprodukt Fancorsil® LIM-1.

Erfindungsgemäß als konditionierende Wirkstoffe ebenfalls geeignet sind kationische Silikonöle wie beispielsweise die im Handel erhältlichen Produkte Q2-7224 (Hersteller: Dow Corning; ein stabilisiertes Trimethylsilylamodimethicon), Dow Corning® 939 Emulsion (enthaltend ein hydroxyl-amino-modifiziertes Silicon, das auch als Amodimethicone bezeichnet wird), SM-2059 (Hersteller: General Electric), SLM-55067 (Hersteller: Wacker) sowie Abil®-Quat 3270 und 3272 (Hersteller: Th. Goldschmidt; diquaternäre Polydimethylsiloxane, Quaternium-80). Ein geeignetes anionisches Silikonöl ist das Produkt Dow Corning® 1784.

Weitere Wirk-, Hilfs- und Zusatzstoffe sind beispielsweise

  • – Verdickungsmittel wie Agar-Agar, Guar-Gum, Alginate, Xanthan-Gum, Gummi arabicum, Karaya-Gummi, Johannisbrotkernmehl, Leinsamengummen, Dextrane, Cellulose-Derivate, z. B. Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Carboxymethyl-cellulose, Stärke-Fraktionen und Derivate wie Amylose, Amylopektin und Dextrine, Tone wie z. B. Bentonit oder vollsynthetische Hydrokolloide wie z. B. Polyvinylalkohol,
  • – haarkonditionierende Verbindungen wie Phospholipide, beispielsweise Sojalecithin, Ei-Lecitin und Kephaline, sowie Silikonöle,
  • – Parfümöle, Dimethylisosorbid und Cyclodextrine,
  • – Lösungsmittel und -vermittler wie Ethanol, Isopropanol, Ethylenglykol, Propylenglykol, Glycerin und Diethylenglykol,
  • – faserstrukturverbessernde Wirkstoffe, insbesondere Mono-, Di- und Oligosaccharide, wie beispielsweise Glucose, Galactose, Fructose, Fruchtzucker und Lactose,
  • – konditionierende Wirkstoffe wie Paraffinöle, pflanzliche Öle, z. B. Sonnenblumenöl, Orangenöl, Mandelöl, Weizenkeimöl und Pfirsichkemöl sowie
  • – quaternierte Amine wie Methyl-1-alkylamidoethyl-2-alkylimidazolinium-methosulfat,
  • – Entschäumer wie Silikone,
  • – Farbstoffe zum Anfärben des Mittels,
  • – Antischuppenwirkstoffe wie Piroctone Ölamine, Zink Omadine und Climbazol,
  • – Wirkstoffe wie Bisabolol,
  • – Cholesterin,
  • – Konsistenzgeber wie Zuckerester, Polyolester oder Polyolalkylether,
  • – Fettsäurealkanolamide,
  • – Komplexbildner wie EDTA, NTA, β-Alanindiessigsäure und Phosphonsäuren,
  • – Quell- und Penetrationsstoffe wie primäre, sekundäre und tertiäre Phosphate,
  • – Trübungsmittel wie Latex, Styrol/PVP- und Styrol/Acrylamid-Copolymere
  • – Perlglanzmittel wie Ethylenglykolmono- und -distearat sowie PEG-3-distearat,
  • – Pigmente,
  • – Treibmittel wie Propan-Butan-Gemische, N2O, Dimethylether, CO2 und Luft,
  • – Antioxidantien.

Bezüglich weiterer fakultativer Komponenten sowie die eingesetzten Mengen dieser Komponenten wird ausdrücklich auf die dem Fachmann bekannten einschlägigen Handbücher verwiesen.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Haarbehandlung, in welchem eine Zusammensetzung enthaltend mindestens ein Caseinhydrolysat auf das Haar aufgetragen wird und nach einer Einwirkungszeit vom Haar gespült wird, kann wie folgt ausgeführt werden:

  • a) Aufbringen einer Zusammensetzung enthaltend ein Caseinhydrolysat auf das Haar,
  • b) Einwirken lassen der Zusammensetzung für einen Zeitraum von Sekunden bis hin zur nächsten Haarwäsche,
  • c) gegebenenfalls Ausspülen der Zusammensetzung aus dem Haar

Die Einwirkungszeit beträgt bevorzugt etwa 5 Sekunden bis 100 Minuten, besonders bevorzugt 5 Sekunden bis 50 Minuten und ganz besonders bevorzugt 5 Sekunden bis 20 Minuten.

Erfindungsgemäß ist weiterhin ein Verfahren, bei welchem eine Zusammensetzung enthaltend mindestens ein Caseinhydrolysat auf das Haar aufgetragen wird und dort verbleibt. Unter „auf dem Haar verbleiben” wird erfindungsgemäß verstanden, dass das Mittel nicht unmittelbar nach dessen Anwendung wieder aus dem Haar ausgespült wird. Vielmehr verbleibt das Mittel in diesem Falle mehr als 100 Minuten bis hin zur nächsten Haarwäsche auf dem Haar.

Die Zusammensetzungen enthaltend mindestens ein Caseinhydrolysat, welche in dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. der erfindungsgemäßen Verwendung dienen, können sowohl einphasig als auch mehrphasig, beispielsweise insbesondere mit zwei oder drei optisch eindeutig getrennten diskreten Phasen vorliegen. Wenn die Zusammensetzungen mehrphasig vorliegen, wird die gesamte Zusammensetzung vor dem Gebrauch durch Schütteln in eine einphasige Zusammensetzung überführt und angewendet. Nach dem Schütteln tritt wiederum spontane Entmischung ein und es bilden sich wieder die diskreten Phasen innerhalb von etwa 1 Minute bis hin zu 300 Minuten. Sofern die Zusammensetzung mehrphasig vorliegt, wird sie in optisch transparenten Verpackungen abgepackt.

In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Zusammensetzungen als konditionierende Shampoos, Haarspülungen, Haarkuren, Haarpackungen, Haar-Tonics, Haargele, Haarwachse oder deren Kombinationen konfektioniert.

Hierfür ist es vorteilhaft, wenn die gesamte Zusammensetzung eine Viskosität von 1000 bis 50000, vorteilhafter von 3000 bis 30.000, noch bevorzugter von 5000 bis 25000 und am bevorzugtesten von 5000 bis 20000 mPas aufweist. Die Viskosität wird dabei nach dem Fachmann üblichen Methoden gemessen.

Selbstverständlich können die Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße Verfahren und die erfingsungsgemäße Verwendung enthaltend mindestens ein Caseinhydrolysat als Pumpspray, Aerosolspray, Pumpschaum oder Aerosolschaum konfektioniert werden.

Hierzu werden die Zusammensetzungen in einer Abgabevorrichtung konfektioniert, die entweder ein zusätzlich mit einem Treibmittel befüllter Druckgasbehälter („Aerosolbehälter”) oder ein Nichtaerosolbehälter darstellt.

Die Druckgasbehälter, mit deren Hilfe ein Produkt durch den inneren Gasdruck des Behälters über ein Ventil verteilt wird, bezeichnet man definitionsgemäß als ”Aerosolbehälter”. Als ”Nichtaerosolbehälter” wird im Umkehrschluss zur Aerosoldefinition ein Behältnis unter Normaldruck definiert, mit dessen Hilfe ein Produkt mittels mechanischer Einwirkung durch ein Pumpsystem verteilt wird.

Bevorzugt sind die erfindungsgemäßen Mittel als Aerosolhaarschaum oder Aerosolhaarspray konfektioniert. Das erfindungsgemäße Mittel enthält daher bevorzugt zusätzlich mindestens ein Treibmittel.

Erfindungsgemäß geeignete Treibmittel sind beispielsweise ausgewählt aus N2O, Dimethylether, CO2, Luft, Alkanen mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen, wie Propan, n-Butan, iso-Butan, n-Pentan und iso-Pentan, und deren Mischungen. Bevorzugt sind Dimethylether, Propan, n-Butan, iso-Butan und Mischungen daraus.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden die genannten Alkane, Mischungen der genannten Alkane oder Mischungen der genannten Alkane mit Dimethylether als einziges Treibmittel eingesetzt. Die Erfindung umfasst aber ausdrücklich auch die Mitverwendung von Treibmitteln vom Typ der Fluorchlorkohlenwasserstoffe, insbesondere aber der Fluorkohlenwasserstoffe.

Über das Mengenverhältnis von Treibmittel zu den übrigen Bestandteilen der Zubereitungen lassen sich bei gegebener Sprühvorrichtung die Größen der Aerosoltröpfchen bzw. der Schaumblasen und die jeweilige Größenverteilung einstellen.

Die Menge an eingesetztem Treibmittel variiert in Abhängigkeit von der konkreten Zusammensetzung des Mittels, der verwendeten Verpackung und der gewünschten Produktart, etwa Haarspray oder Haarschaum. Bei Verwendung herkömmlicher Sprühvorrichtungen enthalten Aerosolschaumprodukte das Treibmittel bevorzugt in Mengen von 1 bis 35 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Produkt. Mengen von 2 bis 30 Gew.-%, insbesondere von 3 bis 15 Gew.-% sind besonders bevorzugt. Aerosolsprays enthalten generell größere Mengen an Treibmittel. Bevorzugt wird das Treibmittel in diesem Fall in einer Menge von 30 bis 98 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Produkt, eingesetzt. Mengen von 40 bis 95 Gew.-%, insbesondere von 50 bis 95 Gew.-% sind besonders bevorzugt.

Die Aerosolprodukte lassen sich in üblicher Art und Weise herstellen. In der Regel werden alle Bestandteile des jeweiligen Mittels mit Ausnahme des Treibmittels in einen geeigneten druckfesten Behälter eingefüllt. Dieser wird daraufhin mit einem Ventil verschlossen. Über herkömmliche Techniken wird schließlich die gewünschte Menge Treibmittel eingefüllt.

Zur Verschäumung von gelförmigen Mitteln in einem Zweikammer-Aerosolbehälter eignet sich bevorzugt Isopentan als ein Treibmittel, welches in die erfindungsgemäßen Mittel eingearbeitet wird und in der ersten Kammer des Zweikammer-Aerosolbehälters konfektioniert ist. In der zweiten Kammer des Zweikammer-Aerosolbehälters wird mindestens ein weiteres, von Isopentan verschiedenes Treibmittel konfektioniert, welches in dem Zweikammer-Aerosolbehälter einen höheren Druck aufbaut als das Isopentan. Die Treibmittel der zweiten Kammer werden bevorzugt ausgewählt aus N2O, Dimethylether, CO2, Luft, Alkanen mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen (wie Propan, n-Butan, iso-Butan) sowie Mischungen daraus.

Bevorzugte Zusammensetzungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Verwendung werden jedoch als Non-Aerosole konfektioniert. Hierzu sind wie bereits ausgeführt spezielle Pumpen und Fördersysteme notwendig. Diese sind dem Fachmann bestens bekannt. Bekannt und hervorragend geeignete Systeme werden beispielsweise von der Fa. Airspray International BV, beispielsweise unter der Produktbezeichnung Airfoamer zur Verfügung gestellt.

Bei der Konfektionierung als Non-Aerosolschaum in einem geeigneten Behälter mit geeignetem Förder- und Pumpmechanismus wird der Schaum im Allgemeinen durch ein feinmaschiges Sieb im Pumpenkopf mit Hilfe von gleichzeitig durch die Pumpe angesaugter Luft erzeugt. Hierfür ist es vorteilhaft, wenn die gesamte erfindungsgemäße Zusammensetzung eine Viskosität von 1 bis 35000, vorteilhafter von 1 bis 10.000, noch bevorzugter von 1 bis 5000 und am bevorzugtesten von 2 bis 500 mPas aufweist. Die Viskosität wird dabei nach dem Fachmann üblichen Methoden gemessen.

Bezüglich bevorzugter Ausführungsformen für die erfindungsgemäßen Verfahren gilt mutatis mutandis das zu den erfindungsgemäßen Mitteln Gesagte.

Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.

Beispiele

  • Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Angaben Gewichtsteile

1. Wirkungsnachweis1.1 Steigerung der Keratinsynthese

Die Haarstruktur ist im Wesentlichen von der Zusammensetzung spezieller haarspezifischer Strukturproteine abhängig, den Haarkeratinen.

Es wurden spezifische Haarkeratin-regulierende Gene an Hand von international renommierten Publikationen ausgewählt. Haarkeratine bilden den quantitativ größten Anteil der Vielzahl der haarschaft-bildenden Strukturproteine und gewährleisten die Festigkeit der Haare. Man teilt die Haarkeratine in zwei Gruppen ein, zum einen in Typ I-Keratine (saure Haarkeratine) und in die Typ II-Keratine (basische bis neutrale Haarkeratine). Untersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Haar- und Cytokeratine mit zunehmendem Alter abnehmen. Dies betrifft insbesondere die Haarkeratine KRT33A, KRT34 und KRT86. Im Rahmen der Untersuchungen wurden die Genexpressionen dieser Haarkeratine bestimmt. Diese Auswahl fasst somit die vorherrschende Kenntnis über die Regulation des Haarwuchses zusammen. Ausgehend von einem Expressionsprofil dieser Gene sind Rückschlüsse über Haarstruktur und Zellalterung in vivo möglich. Nach Applikation von Substanzen, die Effekte am biologisch aktiven Teil des Haares hervorrufen, liefert die Bestimmung der Expressionsprofile dieser Gene Aussagen über die Festigkeit und Struktur des Haares.

KGF ist ein wichtiger Wachstumsfaktor, der von der dermalen Papille ausgeschüttet wird, um die Proliferation der Haar-Keratinozyten zu steuern. Bei einer potentiell das Haar stärkenden Substanz wird dieser Parameter in jedem Fall beeinflusst.

Beispiel 1: Nachweis der differentiellen Expression von haarrelevanten Genen Haarkeratine bilden den quantitativ größten Anteil der Vielzahl der haarschaftbildenden Strukturproteine und gewährleisten die Festigkeit der Haare.

Die Expression verschiedener Haarkeratine im organetypischen Modell kann mit Hilfe eines quantitativen Real-Time-PCR-Verfahrens untersucht werden. Zur Durchführung der PCR wird zunächst mit Hilfe des RNeasy Mini Kits der Fa. Qiagen die RNA aus den organetypischen Modellen isoliert und mittels reverser Transkription in cDNA umgeschrieben. Bei der anschließenden PCR Reaktion, die mit Hilfe genspezifischer Primer für die jeweiligen Haarkeratine durchgeführt wird und die der Amplifikation der gesuchten Genabschnitte dient, wird die Bildung der PCR-Produkte online über ein Fluoreszenzsignal detektiert. Das Fluoreszenzsignal ist dabei proportional zur Menge des gebildeten PCR-Produktes. Je stärker die Expression eines bestimmten Gens ist, desto größer ist die Menge an gebildetem PCR-Produkt und umso höher ist das FluoreszenzsignaL

Zur Quantifizierung der Genexpression wird die unbehandelte Kontrolle gleich 1 gesetzt und die Expression der zu bestimmenden Gene darauf bezogen (x-fache Expression). Dabei werden Werte, die größer/gleich der 1,5fachen Expression der unbehandelten Kontrolle sind als signifikant eingestuft. Tabelle 1: Einfluss von hydrolysiertem Milchprotein auf die Expression haarrelevanter Gene Expressionsschema verschiedener Haarkeratine nach 24 h-Behandlung von Haarfollikelmodellen mit hydrolysiertem Milchprotein bezogen auf die unbehandelte Kontrolle [= 1]

KRT33AKRT34KRT86MWSDMWSDMWSDKontrolle1,00,31,00,31,00,2Caseinhydrolysat 0,005%1,30,51,40,51,40,5Caseinhydrolysat 0,01%1,30,21,10,51,00,3Caseinhydrolysat 0,05%2,10,52,10,71,80,9
Hydrolysiertes Milchprotein führt zur erhöhten Genexpression verschiedener Haarkeratine. Ausgehend von diesem Expressionsprofil kann auf die haarstruktur-fördernde Wirkung von hydrolysiertem Milchprotein rückgeschlossen werden.

Beispiel 2: Nachweis der Freisetzung von Wachstumsfaktoren

Der Wachstumsfaktor Keratinocyte Growth Factor (KGF) ist ein wichtiger Regulator des Haarwachstums der von der dermalen Papille ausgeschüttet wird und an verschiedenen Stellen im Haarfollikel weitere biologische Prozesse anschaltet. Bei einer potentiell wachstumsfördernden und das Haar stärkenden Substanz kann von einer Steigerung des ins Medium ausgeschütteten Faktors ausgegangen werden. Im speziellen stimuliert KGF die Keratinozytenproliferation. Entsprechend wird KGF in der Wachstumsphase vermehrt exprimiert. Dazu wird die Freisetzung von KGF mittels Haarfollikelmodells quantifiziert. Die Untersuchung der Ausschüttung des Wachstumsfaktors ins Medium erfolgte nach einer Behandlungszeit von 72 h. Als Kontrolle wurden unbehandelte Modelle mitgeführt, alle Untersuchungen erfolgten in einer Dreifachbestimmung. Die Ausschüttung wurde mit Hilfe des Bioplex-Verfahrens ermittelt. Die Bioplexuntersuchung beruht auf dem Prinzip eines Sandwich-Immunoassays. Ein spezifischer, bead-konjugierter Primärantikörper bindet an das Zielprotein in der Probe, welches wiederum spezifisch von einem fluoreszenzmarkiertem Detektionsantikörper erkannt wird. Tabelle 2: Steigerung der KGF-Freisetzung nach 72 h-Behandlung des organatypischen Haarfollikelmodells im Vergleich zu unbehandelten Kontrollen.

KGF (%)72 hMWSDKontrolle1007Caseinhydrolysat 0,005%12911Caseinhydrolysat 0,01%19717Caseinhydrolysat 0,05%1645
Die Analysen am Haarfollikelmodell ergaben eine konzentrationsabhängige Steigerung der Freisetzung von KGF um maximal +97% (Tabelle 2). Durch die Stimulierung des Wachstumsfaktors KGF werden das Wachstum und die Festigkeit eines gesunden und vitalen Haares angeregt.

2. Weitere Formulierungsbeispiele

a) Haargel:

Cetyl/Stearylalkohol + 30 EO19,0Oleylalkohol + 10 EO8,0Cetiol® HE115,0Cetiol® LC24,0Caseinhydrolysat4,0Tocopherylacetat0,4Panthenol2,0Glycerin4,0Parfümöl0,6Wasserad 100
1Polyolfettsäureester (CTFA-Bezeichnung: PEG-7-Glyceryl Cocoate) (HENKEL)
2 Capryl/Caprinsäureester mit gesättigten Fettalkoholen C12-C18 (CTFA-Bezeichnung: Coco-Caprylate/Caprate) (HENKEL) b) ShampooNatriumlauryl (2-EO) sulfat12,0Coco-Betaine5,0Caseinhydrolysat1,0Piroctone Ölamine0,8Proteinhydrolysat auf pflanzlicher Basis0,5Parfümöl0,8Wasserad 100

Haarkuren:

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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