Title:
Zusammensetzungen enthaltend Zuckeramin und Fettsäure
Kind Code:
A1
Abstract:

Es werden Zusammensetzungen beschrieben enthaltend
a) ein oder mehrere Zuckeramine der Formel (I) worin R1 und R2 unabhängig voneinander H, CH3 oder 2-Hydroxyethyl bedeuten und/oder ein oder mehrere entsprechende protonierte Zuckeramine mit dem Gegenion R-COO, worin R die Bedeutung von R aus den Substanzen der Komponente b) unten besitzt, und
b) eine oder mehrere Substanzen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Fettsäuren der Formel R-COOH, Fettsäuresalzen der Formel R-COOM+ und Mischungen davon, worin
R einen linearen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen oder einen linearen oder verzweigten einfach oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen bedeutet und
M+ ein Gegenion ist.
Die beschriebenen Zusammensetzungen sind beispielsweise sehr vorteilhaft zur Herstellung von Flüssigwaschmitteln sowie von Duschbädern, Flüssigseifen oder Gesichtsreinigern geeignet. Darüber hinaus eignen sich die Zuckeramine in vorteilhafter Weise als Neutralisationsmittel für Fettsäuren.



Inventors:
Klug, Peter (63762, Großostheim, DE)
Cohrs, Carsten (60316, Frankfurt, DE)
Back, Ute (63825, Blankenbach, DE)
Mutch, Kevin (60385, Frankfurt, DE)
Application Number:
DE102015219651A
Publication Date:
04/13/2017
Filing Date:
10/09/2015
Assignee:
Clariant International Ltd. (Muttenz, CH)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19808824C1N/A1999-10-28
DE4238211C1N/A1994-01-13
Foreign References:
EP16768312006-07-05
EP15298322005-05-11
EP06148811994-09-14
Attorney, Agent or Firm:
Paczkowski, Marcus, Dipl.-Chem. Dr. rer. nat., 65926, Frankfurt am Main, DE
Claims:
1. Zusammensetzung enthaltend
a) eine oder mehrere Substanzen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zuckeraminen der Formel (I), protonierten Zuckeraminen der Formel (Ia) und Mischungen davon worin
R1 und R2 unabhängig voneinander H, CH3 oder 2-Hydroxyethyl bedeuten und
R die Bedeutung von R aus den Substanzen der Komponente b) unten besitzt
und
b) eine oder mehrere Substanzen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Fettsäuren der Formel R-COOH, Fettsäuresalzen der Formel R-COOM+ und Mischungen davon, worin
R einen linearen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen oder einen linearen oder verzweigten einfach oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen bedeutet und
M+ ein Gegenion ist, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus NH4+, organischen Ammoniumionen [HNR5R6R7]+, wobei R5, R6 und R7 unabhängig voneinander Wasserstoff, eine lineare oder verzweigte gesättigte Alkylgruppe mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine lineare oder verzweigte, einfach oder mehrfach ungesättigte Alkenylgruppe mit 2 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine C6-C22-Alkylamidopropylgruppe, eine lineare Mono-Hydroxyalkylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine lineare oder verzweigte Di-Hydroxyalkylgruppe mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen sein können, und wobei mindestens einer der Reste R5, R6 und R7 nicht Wasserstoff ist, Li+, Na+, K+, ½ Ca++, ½ Mg++, ½ Zn++ oder ⅓ Al+++ und Mischungen aus diesen Ionen.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren Substanzen der Komponente a) ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Dimethylglucamin, Hydroxyethyl-methyl Glucamin, Dimethylglucammonium mit dem Gegenion R-COO, Hydroxyethyl-methyl Glucammonium mit dem Gegenion R-COO und Mischungen davon.

3. Zusammensetzung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren Substanzen der Komponente a) ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Dimethylglucamin, Dimethylglucammonium mit dem Gegenion R-COO und Mischungen davon.

4. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenion M+ ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus NH4+, Monoethanolammonium, Diethanolammonium, Triethanolammonium, Methylpropanolammonium, Na+, K+ und Mischungen aus diesen Ionen und vorzugsweise ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Na+, K+ und Mischungen aus diesen Ionen.

5. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren Substanzen der Komponente b) ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus den Fettsäuren (R-COOH) Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure, C16/C18 Fettsäuren, Behensäure und Erucasäure, den Salzen der genannten Fettsäuren mit M+ als Gegenion (R-COOM+) und Mischungen davon.

6. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren Substanzen der Komponente b) ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus C16/C18 Fettsäuren, den Salzen von C16/C18 Fettsäuren mit M+ als Gegenion und Mischungen davon.

7. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren Substanzen der Komponente b) ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Ölsäure, den Salzen von Ölsäure mit M+ als Gegenion und Mischungen davon.

8. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Komponente b) eine oder mehrere Fettsäuren der Formel R-COOH enthält und vorzugsweise keine Fettsäuresalze der Formel R-COOM+ enthält.

9. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie Wasser enthält.

10. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie neben den Substanzen der Formel (Ia) aus Komponente a) und den Substanzen der Komponente b) ein oder mehrere weitere anionische Tenside enthält.

11. Zusammensetzung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das eine oder die mehreren weiteren anionischen Tenside ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Alkyl- oder Alkenylpolyglykolethersulfat, vorzugsweise Alkylpolyglykolethersulfat, Alkyl- oder Alkenylsulfat, vorzugsweise Alkylsulfat, Methylestersulfonat, Alkylbenzolsulfonat, Acylglutamat und Mischungen davon.

12. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein oder mehrere nichtionische Tenside ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkyl- oder Alkenylethoxylaten, vorzugsweise Alkylethoxylaten, Alkylpolyglucosiden, Acyl-N-Methylglucaminen, Fettsäurealkanolamiden und Mischungen davon enthält.

13. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, 0,5 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, besonders bevorzugt 1 bis 15 Gew.-% und insbesondere bevorzugt 1 bis 10 Gew.-% an der einen oder den mehreren Substanzen der Komponente a) enthält.

14. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, 0,5 bis 30 Gew.-% und vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-% an der einen oder den mehreren Substanzen der Komponente b) enthält.

15. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das molare Verhältnis Komponente (i):Komponente (ii) in der Zusammensetzung von 5:1 bis 1:5 und vorzugsweise von 3:1 bis 1:3 ist, wobei hierbei Komponente (i) aus der einen oder den mehreren Substanzen der Komponente b) der Zusammensetzung und dem einen oder den mehreren Anionen R-COO der einen oder der mehreren protonierten Zuckeramine der Formel (Ia) aus Komponente a) der Zusammensetzung besteht und Komponente (ii) aus dem einen oder den mehreren Zuckeraminen der Formel (I) aus Komponente a) der Zusammensetzung und dem einen oder den mehreren Kationen der protonierten Zuckeramine der Formel (Ia) aus Komponente a) der Zusammensetzung besteht.

16. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen pH-Wert von 7 bis 11 und vorzugsweise von 8 bis 10 besitzt.

17. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Viskosität < 500 mPas und vorzugsweise < 100 mPas aufweist.

18. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie in der Form eines Flüssigwaschmittels vorliegt.

19. Zusammensetzung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie in der Form eines Duschbades, einer Flüssigseife oder eines Gesichtsreinigers vorliegt.

20. Verwendung einer Zusammensetzung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, und vorzugsweise einer Zusammensetzung, worin die Menge der einen oder der mehreren Substanzen der Komponente a), bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzung, bevorzugt von 10 bis 40 Gew.-% ist, und worin die Menge der einen oder der mehreren Substanzen der Komponente b), bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzung, weiterhin bevorzugt von 5 bis 40 Gew.-% ist, zur Herstellung von Flüssigwaschmitteln.

21. Verwendung einer Zusammensetzung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, und vorzugsweise einer Zusammensetzung, worin die Menge der einen oder der mehreren Substanzen der Komponente a), bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzung, bevorzugt von 10 bis 40 Gew.-% ist, und worin die Menge der einen oder der mehreren Substanzen der Komponente b), bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzung, weiterhin bevorzugt von 5 bis 40 Gew.-% ist, zur Herstellung von Duschbädern, Flüssigseifen oder Gesichtsreinigern.

22. Verwendung einer oder mehrerer Zuckeramine der Formel (I) worin R1 und R2 unabhängig voneinander H, CH3 oder 2-Hydroxyethyl bedeuten, als Neutralisationsmittel für Fettsäuren und vorzugsweise für eine oder mehrere Fettsäuren der Formel R-COOH, worin R einen linearen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen oder einen linearen oder verzweigten einfach oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen bedeutet.

23. Verwendung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das eine oder die mehreren Zuckeramine der Formel (I) ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Dimethylglucamin, Hydroxyethyl-methyl Glucamin und Mischungen davon.

24. Verwendung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuckeramin der Formel (I) Dimethylglucamin ist.

25. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren Fettsäuren der Formel R-COOH ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure, C16/C18 Fettsäuren, Behensäure, Erucasäure und Mischungen davon.

26. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die mehreren Fettsäuren der Formel R-COOH ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus C16/C18 Fettsäuren und Mischungen davon.

27. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Fettsäure der Formel R-COOH Ölsäure ist.

28. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass das molare Verhältnis der einen oder der mehreren Fettsäuren der Formel R-COOH zu dem einen oder den mehreren Zuckeraminen der Formel (I) von 5:1 bis 1:5 und vorzugsweise von 3:1 bis 1:3 ist.

29. Salz der Formel (Ia) wie in einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 und 5 bis 7 beschrieben.

Description:

Die Erfindung betrifft Zusammensetzungen enthaltend ein oder mehrere Zuckeramine und/oder protonierte Zuckeramine mit Fettsäureanionen als Gegenionen und ein oder mehrere Fettsäuren und/oder Fettsäuresalze, die Verwendung derartiger Zusammensetzungen zur Herstellung von Flüssigwaschmitteln oder von Duschbädern, Flüssigseifen oder Gesichtsreinigern sowie die Verwendung der Zuckeramine als Neutralisationsmittel für Fettsäuren. Die Erfindung betrifft weiterhin Salze aus Zuckeraminen und Fettsäuren.

Die Verwendung von Zuckeraminen in Waschmitteln und Kosmetika ist bereits aus dem Stand der Technik bekannt.

In DE 42 38 211 C1 werden Detergensgemische enthaltend spezielle kationische Zuckertenside, beispielsweise abgeleitet von Glucaminen, beschrieben und deren Verwendung zur Herstellung von z.B. Waschmitteln und Produkten zur Haar- und Körperpflege. Die Detergensgemische zeichnen sich u.a. durch eine hohe Kaltwasserlöslichkeit bzw. Kaltwasserdispergierbarkeit aus und lassen sich problemlos zu hochkonzentrierten, niedrigviskosen Lösungen bzw. Dispersionen verarbeiten.

In DE 198 08 824 C1 werden Haarbehandlungsmittel mit einem Gehalt an mindestens einem Polymer mit sauren Gruppen, wie z.B. Carbonsäuregruppen, und mindestens einem N-unsubstituierten oder N-substituierten Polyhydroxyamin mit mindestens vier Hydroxylgruppen, wie z.B. Glucamin, offenbart und darüber hinaus die Verwendung von mindestens einem N-unsubstituierten oder N-substituierten Polyhydroxyamin mit mindestens vier Hydroxylgruppen in Haarbehandlungsmitteln zur Neutralisation von Polymeren mit sauren Gruppen.

In EP 1 676 831 A1 werden am Stickstoff disubstituierte Polyhydroxyalkylamine, wie z.B. N,N-Dialkylglucamine, beschrieben, wobei beide Substituenten jeweils 2 bis 30 Kohlenstoffatome enthalten. Des Weiteren wird auch eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für die am Stickstoff disubstituierten Polyhydroxyalkylamine offenbart wie z.B. die Verwendung in wässrigen Flüssigwaschmitteln oder in Shampoos, flüssigen Körperreinigungsformulierungen, Haarkonditionierformulierungen und wässrigen Sonnenschutzformulierungen.

In EP 1 529 832 A1 werden Metallbearbeitungsflüssigkeiten enthaltend Aminopolyole wie beispielsweise D-Glucamin, Methylglucamin, Ethylglucamin oder Hydroxyethylglucamin offenbart. Darüber hinaus wird beispielsweise beschrieben, dass Aminopolyole und vorzugsweise Aminozucker z.B. als Neutralisations- und Reaktionskomponente in Anstrichmitteln, Kosmetika, physiologischen Lösungen und Trägerstoffen für Arzneimittel verwendet werden können.

In EP 614 881 wird die Herstellung von tertiären Dialkylpolyhydroxyaminen, wie z.B. Dimethylglucamin, beschrieben.

Fettsäuren bzw. deren Salze (wobei die Salze der Fettsäuren auch als "Fettsäureseifen" bezeichnet werden) sind sehr preiswerte Inhaltsstoffe für Wasch- und Reinigungsmittel. Jedoch sind typische Seifenlösungen erst bei relativ hohem pH-Wert homogen und oft relativ viskos und weisen speziell bei tendenziell niedrigeren pH-Werten mangelnde Löslichkeit auf.

Es bestand daher die Aufgabe, neue Zusammensetzungen zur Verfügung zu stellen, die über einen breiten pH-Bereich niedrigviskose, homogene Lösungen von Fettsäuren oder Fettsäureseifen in wässrigen Zusammensetzungen ergeben und somit die Einarbeitung von längerkettigen Fettsäuren und/oder Fettsäureseifen in Wasch- und Reinigungsmittel erleichtern.

Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass diese Aufgabe gelöst wird durch Zusammensetzungen enthaltend

  • a) eine oder mehrere Substanzen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zuckeraminen der Formel (I), protonierten Zuckeraminen der Formel (Ia) und Mischungen davon worin
    R1 und R2 unabhängig voneinander H, CH3 oder 2-Hydroxyethyl bedeuten und
    R die Bedeutung von R aus den Substanzen der Komponente b) unten besitzt
    und
  • b) eine oder mehrere Substanzen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Fettsäuren der Formel R-COOH, Fettsäuresalzen der Formel R-COOM+ und Mischungen davon, worin
    R einen linearen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen oder einen linearen oder verzweigten einfach oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen bedeutet und
    M+ ein Gegenion ist, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus NH4+, organischen Ammoniumionen [HNR5R6R7]+, wobei R5, R6 und R7 unabhängig voneinander Wasserstoff, eine lineare oder verzweigte gesättigte Alkylgruppe mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine lineare oder verzweigte, einfach oder mehrfach ungesättigte Alkenylgruppe mit 2 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine C6-C22-Alkylamidopropylgruppe, eine lineare Mono-Hydroxyalkylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine lineare oder verzweigte Di-Hydroxyalkylgruppe mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen sein können, und wobei mindestens einer der Reste R5, R6 und R7 nicht Wasserstoff ist, Li+, Na+, K+, ½ Ca++, ½ Mg++, ½ Zn++ oder ⅓ Al+++ und Mischungen aus diesen Ionen.

Gegenstand der Erfindung sind daher Zusammensetzungen enthaltend

  • a) eine oder mehrere Substanzen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zuckeraminen der Formel (I), protonierten Zuckeraminen der Formel (Ia) und Mischungen davon worin
    R1 und R2 unabhängig voneinander H, CH3 oder 2-Hydroxyethyl bedeuten und
    R die Bedeutung von R aus den Substanzen der Komponente b) unten besitzt
    und
  • b) eine oder mehrere Substanzen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Fettsäuren der Formel R-COOH, Fettsäuresalzen der Formel R-COOM+ und Mischungen davon, worin
    R einen linearen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen oder einen linearen oder verzweigten einfach oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen bedeutet und
    M+ ein Gegenion ist, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus NH4+, organischen Ammoniumionen [HNR5R6R7]+, wobei R5, R6 und R7 unabhängig voneinander Wasserstoff, eine lineare oder verzweigte gesättigte Alkylgruppe mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine lineare oder verzweigte, einfach oder mehrfach ungesättigte Alkenylgruppe mit 2 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine C6-C22-Alkylamidopropylgruppe, eine lineare Mono-Hydroxyalkylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine lineare oder verzweigte Di-Hydroxyalkylgruppe mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen sein können, und wobei mindestens einer der Reste R5, R6 und R7 nicht Wasserstoff ist, Li+, Na+, K+, ½ Ca++, ½ Mg++, ½ Zn++ oder ⅓ Al+++ und Mischungen aus diesen Ionen.

Wie bereits erwähnt weisen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen beispielsweise den Vorteil auf, dass sie über einen breiten pH-Bereich niedrigviskose, homogene Lösungen von Fettsäuren oder Fettsäuresalzen in wässrigen Zusammensetzungen ergeben.

In den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen besitzt der Rest R in den protonierten Zuckeraminen der Formel (Ia) die Bedeutung von R aus den Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen. Dies bedeutet, dass der Rest R in den protonierten Zuckeraminen der Formel (Ia) auch dann die Bedeutung von R aus den Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen annimmt, wenn R in den Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bevorzugte, besonders bevorzugte, insbesondere bevorzugte Bedeutungen etc. annimmt.

Vorzugsweise ist die eine oder sind die mehreren Substanzen der Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Dimethylglucamin, Hydroxyethyl-methyl Glucamin, Dimethylglucammonium mit dem Gegenion R-COO, Hydroxyethyl-methyl Glucammonium mit dem Gegenion R-COO und Mischungen davon.

Bei Dimethylglucammonium mit dem Gegenion R-COO handelt es sich um Verbindungen der Formel (Ia) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, worin R1 und R2 CH3 bedeuten.

Bei Hydroxyethyl-methyl Glucammonium mit dem Gegenion R-COO handelt es sich um Verbindungen der Formel (Ia) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, worin einer der Reste R1 oder R2 CH3 bedeutet und der andere dieser Reste -CH2CH2-OH bedeutet.

Besonders bevorzugt ist die eine oder sind die mehreren Substanzen der Komponente a) ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Dimethylglucamin, Dimethylglucammonium mit dem Gegenion R-COO und Mischungen davon.

Vorzugsweise ist das Gegenion M+ der Fettsäuresalze der Formel R-COOM+ aus Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus NH4+, Monoethanolammonium, Diethanolammonium, Triethanolammonium, Methylpropanolammonium, Na+, K+ und Mischungen aus diesen Ionen und besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Na+, K+ und Mischungen aus diesen Ionen.

Vorzugsweise ist die eine oder sind die mehreren Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus den Fettsäuren (R-COOH) Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure, C16/C18 Fettsäuren, Behensäure und Erucasäure, den Salzen der genannten Fettsäuren mit M+ als Gegenion (R-COOM+) und Mischungen davon. Die soeben beschriebene bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird im Folgenden als "Ausführungsform A" bezeichnet.

Besonders bevorzugt ist die eine oder sind die mehreren Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus C16/C18 Fettsäuren, den Salzen von C16/C18 Fettsäuren mit M+ als Gegenion und Mischungen davon. Die soeben beschriebene besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird im Folgenden als "Ausführungsform B" bezeichnet.

Insbesondere bevorzugt ist die eine oder sind die mehreren Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ölsäure, den Salzen von Ölsäure mit M+ als Gegenion und Mischungen davon. Die soeben beschriebene insbesondere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird im Folgenden als "Ausführungsform C" bezeichnet.

In einer außerordentlich bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die eine oder sind die mehreren Substanzen der Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Dimethylglucamin, Dimethylglucammonium mit dem Gegenion R-COO, worin R-COO dem Ölsäureanion (bzw. deprotonierter Ölsäure) entspricht, und Mischungen davon und ist die eine oder sind die mehreren Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ölsäure, den Salzen von Ölsäure mit M+ als Gegenion und Mischungen davon. Die soeben beschriebene außerordentlich bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird im Folgenden als "Ausführungsform D" bezeichnet.

In den Ausführungsformen A, B, C und D ist M+ ein Gegenion, vorzugsweise ist es ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus NH4+, organischen Ammoniumionen [HNR5R6R7]+, wobei R5, R6 und R7 unabhängig voneinander Wasserstoff, eine lineare oder verzweigte gesättigte Alkylgruppe mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine lineare oder verzweigte, einfach oder mehrfach ungesättigte Alkenylgruppe mit 2 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine C6-C22-Alkylamidopropylgruppe, eine lineare Mono-Hydroxyalkylgruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine lineare oder verzweigte Di-Hydroxyalkylgruppe mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen sein können, und wobei mindestens einer der Reste R5, R6 und R7 nicht Wasserstoff ist, Li+, Na+, K+, ½ Ca++, ½ Mg++, ½ Zn++ oder ⅓ Al+++ und Mischungen aus diesen Ionen, besonders bevorzugt ist es ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus NH4+, Monoethanolammonium, Diethanolammonium, Triethanolammonium, Methylpropanolammonium, Na+, K+ und Mischungen aus diesen Ionen und insbesondere bevorzugt ist es ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Na+, K+ und Mischungen aus diesen Ionen.

Unter den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind diejenigen bevorzugt, in denen Komponente a) ein oder mehrere protonierte Zuckeramine der Formel (Ia) enthält. In diesen bevorzugten erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind die Zuckeramine der Formel (I) aus Komponente a) lediglich optional enthalten.

Unter den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung diejenigen bevorzugt, in denen Komponente b) eine oder mehrere Fettsäuren der Formel R-COOH enthält. In diesen bevorzugten erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind die Fettsäuresalze der Formel R-COOM+ aus Komponente b) lediglich optional enthalten. Unter diesen bevorzugten erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wiederum diejenigen bevorzugt, in denen Komponente b) keine Fettsäuresalze der Formel R-COOM+ enthält.

Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen Wasser.

Die Substanzen der Formel (Ia) aus Komponente a) und die Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen stellen Tenside dar. Hierbei stellen nicht nur die Substanzen der Formel (Ia) und die Fettsäuresalze der Formel R-COOM+ aus Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen anionische Tenside dar, sondern im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden auch die Fettsäuren R-COOH der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen als anionische Tenside betrachtet. Die Substanzen der Formel (I) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen stellen dagegen keine Tenside dar.

Neben den Substanzen der Formel (Ia) aus Komponente a) und den Substanzen der Komponente b) enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen vorzugsweise ein oder mehrere weitere Tenside.

Als derartige weitere Tenside werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung Substanzen bezeichnet, die die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit oder die Grenzflächenspannung zwischen zwei Phasen herabsetzen und die Bildung von Dispersionen oder Emulsionen ermöglichen oder unterstützen. Dies bedeutet insbesondere, dass der Begriff "Tenside" im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Substanzen umfasst, die üblicherweise als Emulgatoren bezeichnet werden.

Die weiteren Tenside können vorteilhafterweise ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus nichtionischen Tensiden, anionischen Tensiden, kationischen Tensiden, amphotheren Tensiden und Betaintensiden.

Die Menge der in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthaltenen Tenside (inklusive der Substanzen der Komponente b) und der Substanzen der Formel (Ia) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen) beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, vorzugsweise von 0,01 bis 60,0 Gew.-%, besonders bevorzugt von 1,0 bis 40,0 Gew.-%, insbesondere bevorzugt von 2,0 bis 30,0 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt von 3,0 bis 15,0 Gew.-%.

Als weitere anionische Tenside bevorzugt sind (C10-C22)-Alkylethercarboxylate, Fettalkoholsulfate wie z. B. Laurylsulfat, Fettalkoholethersulfate wie z. B. Laurylethersulfat (oder Laurethsulfat), Alkylamidsulfate, Alkylamidsulfonate, Fettsäurealkylamidpolyglykolethersulfate, Alkansulfonate, Hydroxyalkansulfonate, Olefinsulfonate, Acylester von Isethionaten, α-Sulfofettsäureester (Methylestersulfonate), Alkylbenzolsulfonate, bevorzugt lineare Alkylbenzolsulfonate, Alkylphenolglykolethersulfonate, Sulfosuccinate, Sulfobernsteinsäurehalbester, Sulfobernsteinsäurediester, Fettalkoholphosphate, Fettalkoholetherphosphate, Eiweiß-Fettsäure-Kondensationsprodukte, Alkylmonoglyceridsulfate, Alkylmonoglyceridsulfonate, Alkylglyceridethersulfonate, Fettsäuremethyltauride, Fettsäuresarkosinate, Sulforicinoleate, Acylglutamate wie z. B. Natriumcocoylglutamat und Acylglycinate. Diese Verbindungen und deren Mischungen werden in Form ihrer wasserlöslichen oder in Wasser dispergierbaren Salze benutzt, beispielsweise in Form ihrer Natrium-Salze, Kalium-Salze, Magnesium-Salze, Ammonium-Salze, Monoethanolammonium-Salze, Diethanolammonium-Salze und/oder Triethanolammonium-Salze sowie der analogen Alkylammonium-Salze.

Die Menge der anionischen Tenside in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen (inklusive der Substanzen der Komponente b) und der Substanzen der Formel (Ia) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen) beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, vorzugsweise von 0,1 bis 30,0 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,2 bis 20,0 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 0,5 bis 15,0 Gew.-%.

Bevorzugte kationische Tenside sind quartäre Ammonium-Salze wie
Di-(C8-C22)-Alkyl-dimethylammoniumchlorid oder -bromid;
(C8-C22)-Alkyl-dimethyl-ethylammoniumchlorid oder -bromid; (C8-C22)-Alkyl-trimethylammoniumchlorid oder -bromid, vorzugsweise Cetyltrimethylammoniumchlorid oder -bromid;
(C10-C24)-Alkyl-dimethylbenzyl-ammoniumchlorid oder -bromid, vorzugsweise (C12-C18)-Alkyl-dimethylbenzyl-ammoniumchlorid;
(C8-C22)-Alkyl-dimethyl-hydroxyethylammoniumchlorid, -phosphat, -sulfat oder -lactat; (C8-C22)-Alkylamidopropyltrimethylammoniumchlorid oder -methosulfat;
N,N-bis(2-C8-C22-Alkanoyl-oxyethyl)-dimethylammoniumchlorid oder -methosulfat sowie N,N-bis(2-C8-C22-Alkanoyl-oxyethyl)hydroxyethyl-methyl-ammoniumchlorid oder -methosulfat.

Die Menge der kationischen Tenside in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, vorzugsweise von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,5 bis 7,0 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 1,0 bis 5,0 Gew.-%.

Als nichtionische Tenside bevorzugt sind Fettalkoholethoxylate (Alkylpolyethylenglykole); Alkylphenolpolyethylenglykole; Fettaminethoxylate (Alkylaminopolyethylenglykole); Fettsäureethoxylate (Acylpolyethylenglykole); Polypropylenglykolethoxylate (Pluronics®); Fettsäurealkanolamide, (Fettsäureamidpolyethylenglykole); N-Acyl-N-methylglucamine; Saccharoseester; Sorbitester und Sorbitanester und deren Polyglykolether; sowie C8-C22-Alkylpolyglucoside.

Die Menge der nichtionischen Tenside in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, vorzugsweise von 1,0 bis 20,0 Gew.-%, besonders bevorzugt von 2,0 bis 10,0 Gew.-% und insbesondere bevorzugt von 3,0 bis 7,0 Gew.-%.

Weiterhin können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen amphotere Tenside enthalten. Diese können beschrieben werden als Derivate langkettiger sekundärer oder tertiärer Amine, die über eine Alkylgruppe mit 8 bis 18 C-Atomen verfügen und bei denen eine weitere Gruppe substituiert ist mit einer anionischen Gruppe, die die Wasserlöslichkeit vermittelt, so z. B. mit einer Carboxyl-Gruppe, Sulfat-Gruppe oder Sulfonat-Gruppe. Bevorzugte Amphotenside sind Aminopropionate wie N-(C12-C18)-Alkyl-β-aminopropionate und N-(C12-C18)-Alkyl-β-iminodipropionate als Alkali-Salze, Monoalkylammonium-Salze, Dialkylammonium-Salze oder Trialkylammonium-Salze sowie Lauroamphoacetat, insbesondere als Natriumsalz.

Geeignete weitere Tenside sind auch Aminoxide. Es sind dies Oxide tertiärer Amine mit einer langkettigen Gruppe von 8 bis 18 C-Atomen und zwei meist kurzkettigen Alkylgruppen mit 1 bis 4 C-Atomen. Bevorzugt sind hier beispielsweise die C10- bis C18-Alkyldimethylaminoxide und Fettsäureamidoalkyldimethylaminoxide.

Eine weitere bevorzugte Gruppe von Tensiden sind Betaintenside, auch zwitterionische Tenside genannt. Diese enthalten im selben Molekül eine kationische Gruppe, insbesondere eine Ammonium-Gruppe und eine anionische Gruppe, die eine Carboxylat-Gruppe, Sulfat-Gruppe oder Sulfonat-Gruppe sein kann. Geeignete Betaine sind vorzugsweise Alkylbetaine wie Coco-Betain oder Fettsäurealkylamidopropylbetaine (bzw. Alkylamidopropylbetaine), beispielsweise Kokosacylamidopropyldimethylbetain (bzw. Cocoamidopropylbetain).

Die Menge der amphoteren Tenside und/oder Betaintenside in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, vorzugsweise von 0,5 bis 20,0 Gew.-% und besonders bevorzugt von 1,0 bis 15,0 Gew.-%.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ein oder mehrere Tenside ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Laurylsulfat, Laurethsulfat, Methylestersulfonat, Cocoamidopropylbetain, Alkylbetainen wie Coco-Betain, Natriumcocoylglutamat und Lauroamphoacetat.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ein oder mehrere Tenside ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus alkylierten Ethersulfaten mit einer linearen oder verzweigten Alkylgruppe mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen oder einer linearen oder verzweigten einfach oder mehrfach ungesättigten Alkenylgruppe mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen, Betainen und deren Derivaten sowie Mischungen davon und insbesondere bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus alkylierten Ethersulfaten mit einer linearen oder verzweigten Alkylgruppe mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen, Betainen und deren Derivaten sowie Mischungen davon.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen neben den Substanzen der Formel (Ia) aus Komponente a) und den Substanzen der Komponente b) ein oder mehrere weitere anionische Tenside. Hierunter wiederum bevorzugt ist das eine oder sind die mehreren weiteren anionischen Tenside ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkyl- oder Alkenylpolyglykolethersulfat, vorzugsweise Alkylpolyglykolethersulfat, Alkyl- oder Alkenylsulfat, vorzugsweise Alkylsulfat, Methylestersulfonat, Alkylbenzolsulfonat, Acylglutamat und Mischungen davon. Bei den soeben genannten ein oder mehreren weiteren anionischen Tensiden bedeutet "Alkyl" vorzugsweise eine lineare oder verzweigte gesättigte Alkylgruppe mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen, "Alkenyl" eine lineare oder verzweigte einfach oder mehrfach ungesättigte Alkenylgruppe mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen und "Acyl" eine lineare oder verzweigte gesättigte Acylgruppe mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen oder eine lineare oder verzweigte ein- oder mehrfach ungesättigte Acylgruppe mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ein oder mehrere nichtionische Tenside ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkyl- oder Alkenylethoxylaten, vorzugsweise Alkylethoxylaten, Alkylpolyglucosiden, Acyl-N-Methylglucaminen, Fettsäurealkanolamiden wie beispielsweise Cocosfettsäuremonoethanolamid und Mischungen davon. Bei den soeben genannten ein oder mehreren nichtionischen Tensiden bedeutet "Alkyl" vorzugsweise eine lineare oder verzweigte gesättigte Alkylgruppe mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen, "Alkenyl" eine lineare oder verzweigte einfach oder mehrfach ungesättigte Alkenylgruppe mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen und "Acyl" eine lineare oder verzweigte gesättigte Acylgruppe mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen oder eine lineare oder verzweigte einfach oder mehrfach ungesättigte Acylgruppe mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen. Die Fettsäuregruppen besitzen vorzugsweise Acylgruppen wie soeben für "Acyl" definiert.

Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, 0,5 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere bevorzugt 1 bis 15 Gew.-% und außerordentlich bevorzugt 1 bis 10 Gew.-% an der einen oder den mehreren Substanzen der Komponente a).

Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, 0,5 bis 30 Gew.-% und besonders bevorzugt 1 bis 10 Gew.-% an der einen oder den mehreren Substanzen der Komponente b).

Vorzugsweise ist das molare Verhältnis Komponente (i):Komponente (ii) in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen von 5:1 bis 1:5 und besonders bevorzugt von 3:1 bis 1:3, wobei hierbei Komponente (i) aus der einen oder den mehreren Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und dem einen oder den mehreren Anionen RCOO- der einen oder der mehreren protonierten Zuckeramine der Formel (Ia) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen besteht und Komponente (ii) aus dem einen oder den mehreren Zuckeraminen der Formel (I) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und dem einen oder den mehreren Kationen der protonierten Zuckeramine der Formel (Ia) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen besteht.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das molare Verhältnis Komponente (i):Komponente (ii) in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen von 5:1 bis 1:1 und insbesondere bevorzugt von 3:1 bis 1:1, wobei hierbei Komponente (i) aus der einen oder den mehreren Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und dem einen oder den mehreren Anionen RCOO der einen oder der mehreren protonierten Zuckeramine der Formel (Ia) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen besteht und Komponente (ii) aus dem einen oder den mehreren Zuckeraminen der Formel (I) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und dem einen oder den mehreren Kationen der protonierten Zuckeramine der Formel (Ia) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen besteht.

In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das molare Verhältnis Komponente (i):Komponente (ii) in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen von 1:1 bis 1:5 und insbesondere bevorzugt von 1:1 bis 1:3, wobei hierbei Komponente (i) aus der einen oder den mehreren Substanzen der Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und dem einen oder den mehreren Anionen RCOO der einen oder der mehreren protonierten Zuckeramine der Formel (Ia) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen besteht und Komponente (ii) aus dem einen oder den mehreren Zuckeraminen der Formel (I) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und dem einen oder den mehreren Kationen der protonierten Zuckeramine der Formel (Ia) aus Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen besteht.

Vorzugsweise besitzen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen einen pH-Wert von 7 bis 11 und besonders bevorzugt von 8 bis 10.

Die pH-Werte der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden direkt in den Zusammensetzungen mit einer Knick Portamess 911 Einstab-Messelektrode nach Kalibrierung mit entsprechenden Standardpuffern gemessen. Die Kalibrierung erfolgt bei pH 4 mit Citronensäure/Natronlauge/Salzsäure-Puffer und bei pH 7 mit Dinatriumhydrogenphosphat, Kaliumdihydrogenphosphat-Puffer.

Vorzugsweise weisen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eine Viskosität < 500 mPas und besonders bevorzugt < 100 mPas auf.

Die Viskositäten werden mit einem Brookfield-Viskosimeter Model DV II, den Spindeln aus dem Spindelset RV bei 20 Umdrehungen / Minute und 20 °C gemessen. Es werden die Spindeln 1 bis 7 aus dem Spindelset RV verwendet. Unter diesen Messbedingungen wird Spindel 1 für Viskositäten von maximal 500 mPa·s, Spindel 2 für Viskositäten von maximal 1000 mPa·s, Spindel 3 für Viskositäten von maximal 5000 mPa·s, Spindel 4 für Viskositäten von maximal 10000 mPa·s, Spindel 5 für Viskositäten von maximal 20000 mPa·s, Spindel 6 für Viskositäten von maximal 50000 mPa·s und Spindel 7 für Viskositäten von maximal 200000 mPa·s gewählt.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in der Form eines Flüssigwaschmittels vor und besonders bevorzugt in der Form eines hochkonzentrierten Flüssigwaschmittels.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in der Form eines Duschbades, einer Flüssigseife oder eines Gesichtsreinigers vor.

Anstelle von Zusammensetzungen, die direkt für eine Endanwendung geeignet sind, können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen auch in der Form von Konzentraten vorliegen, die insbesondere zur Herstellung von Zusammensetzungen für bestimmte Endanwendungen verwendet werden können. Die soeben genannten Konzentrate werden im Folgenden als "erfindungsgemäße Konzentrate" bezeichnet. Vorzugsweise ist die Menge der einen oder der mehreren Substanzen der Komponente a) in den erfindungsgemäßen Konzentraten, bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Konzentrate, von 10 bis 40 Gew.-%. Weiterhin bevorzugt ist die Menge des einen oder der mehreren Substanzen der Komponente b) in den erfindungsgemäßen Konzentraten, bezogen auf das Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Konzentrate, von 5 bis 40 Gew.-%.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, insbesondere die erfindungsgemäßen Konzentrate, eignen sich in vorteilhafter Weise zur Herstellung von Flüssigwaschmitteln und vorzugsweise von hochkonzentrierten Flüssigwaschmitteln. Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung, insbesondere eines erfindungsgemäßen Konzentrats, zur Herstellung von Flüssigwaschmitteln und vorzugsweise von hochkonzentrierten Flüssigwaschmitteln.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, insbesondere die erfindungsgemäßen Konzentrate, eignen sich weiterhin in vorteilhafter Weise zur Herstellung von Duschbädern, Flüssigseifen oder Gesichtsreinigern. Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung, insbesondere eines erfindungsgemäßen Konzentrats, zur Herstellung von Duschbädern, Flüssigseifen oder Gesichtsreinigern.

Des Weiteren sind die in Komponente a) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthaltenen Zuckeramine der Formel (I) in vorteilhafter Weise als Neutralisationsmittel für Fettsäuren und vorzugsweise für die in Komponente b) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthaltenen Fettsäuren geeignet. Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher auch die Verwendung einer oder mehrerer Zuckeramine der Formel (I) worin R1 und R2 unabhängig voneinander H, CH3 oder 2-Hydroxyethyl bedeuten, als Neutralisationsmittel für Fettsäuren und vorzugsweise für eine oder mehrere Fettsäuren der Formel R-COOH, worin R einen linearen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen oder einen linearen oder verzweigten einfach oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen bedeutet.

Bei der erfindungsgemäßen Verwendung als Neutralisationsmittel ist das eine oder sind die mehreren Zuckeramine der Formel (I) vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Dimethylglucamin, Hydroxyethyl-methyl Glucamin und Mischungen davon.

Bei der erfindungsgemäßen Verwendung als Neutralisationsmittel ist das Zuckeramin der Formel (I) besonders bevorzugt Dimethylglucamin.

Bei der erfindungsgemäßen Verwendung als Neutralisationsmittel ist die eine oder sind die mehreren Fettsäuren der Formel R-COOH vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure, C16/C18 Fettsäuren, Behensäure, Erucasäure und Mischungen davon.

Bei der erfindungsgemäßen Verwendung als Neutralisationsmittel ist die eine oder sind die mehreren Fettsäuren der Formel R-COOH besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus C16/C18 Fettsäuren und Mischungen davon.

Bei der erfindungsgemäßen Verwendung als Neutralisationsmittel ist die Fettsäure der Formel R-COOH insbesondere bevorzugt Ölsäure.

In einer außerordentlich bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verwendung als Neutralisationsmittel ist das Zuckeramin der Formel (I) Dimethylglucamin und die Fettsäure der Formel R-COOH Ölsäure.

Bei der erfindungsgemäßen Verwendung als Neutralisationsmittel ist das molare Verhältnis der einen oder der mehreren Fettsäuren der Formel R-COOH zu dem einen oder den mehreren Zuckeraminen der Formel (I) vorzugsweise von 5:1 bis 1:5 und besonders bevorzugt von 3:1 bis 1:3.

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind auch die Salze der Formel (Ia) wie für die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen beschrieben.

Die erfindungsgemäßen Salze eignen sich in vorteilhafter Weise als Tenside. Darüber hinaus weisen sie beispielsweise den Vorteil auf, dass sie sich sehr gut in Wasser lösen.

Bei den erfindungsgemäßen Salzen handelt sich insbesondere um die Salze der Formel (Ia) worin
R1 und R2 unabhängig voneinander H, CH3 oder 2-Hydroxyethyl bedeuten und
R einen linearen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen oder einen linearen oder verzweigten einfach oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest mit 11 bis 21 Kohlenstoffatomen bedeutet.

Die erfindungsgemäßen Salze der Formel (Ia) sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Dimethylglucammonium mit dem Gegenion R-COO, Hydroxyethyl-methyl Glucammonium mit dem Gegenion R-COO und Mischungen davon.

Besonders bevorzugt sind die erfindungsgemäßen Salze der Formel (Ia) ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Dimethylglucammonium mit dem Gegenion R-COO und Mischungen davon.

Vorzugsweise ist das Gegenion R-COO in den erfindungsgemäßen Salzen der Formel (Ia) ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus den Fettsäuren Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure, C16/C18 Fettsäuren, Behensäure und Erucasäure, jeweils in deprotonierter Form, und Mischungen davon.

Besonders bevorzugt ist das Gegenion R-COO in den erfindungsgemäßen Salzen der Formel (Ia) ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus C16/C18 Fettsäuren, jeweils in deprotonierter Form, und Mischungen davon.

Insbesondere bevorzugt ist das Gegenion R-COO in den erfindungsgemäßen Salzen der Formel (Ia) Ölsäure in deprotonierter Form.

Außerordentlich bevorzugt handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Salz der Formel (Ia) um Dimethylglucammonium mit deprotonierter Ölsäure als Gegenion R-COO.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert, wobei diese jedoch nicht als beschränkend zu verstehen sind. Sofern nicht explizit anders angegeben, sind alle Prozentangaben als Gewichtsprozent (Gew.-%) zu verstehen.

Das in den Beispielen verwendete Dimethylglucamin wurde nach EP 614 881 aus N-Methyl-glucamin durch reduktive Aminierung erhalten.

Beispiel 1:

5 g Ölsäure wurden in 95 g Wasser vorgelegt (zweiphasig) und mit steigenden molaren Mengen von verschiedenen Neutralisationsmitteln bis zu 100 mol-% Neutralisationsmittel versetzt. Dabei wurde die Viskosität bestimmt (Brookfield, 20°C, 20 Umdrehungen pro Minute (rpm), Spindel 1 oder 2), die Homogenität der entstehenden Lösung beobachtet und der pH-Wert gemessen (siehe Tabelle 1).

Folgende Werte sind in Tabelle 1 aufgeführt bzw. folgende Abkürzungen wurden darin verwendet:
Die obere Zahl in den jeweiligen Zeilen von Tabelle 1 gibt die gemessene Viskosität in mPa·s wieder.
"Z" bedeutet: Die Lösung ist zweiphasig.
"K" bedeutet: Die Lösung ist klar.
"H" bedeutet: Die Lösung ist homogen, aber trüb.

Die untere Zahl in den jeweiligen Zeilen von Tabelle 1 gibt den gemessenen pH-Wert wieder. Hierbei bedeutet "n.b." nicht bestimmt. Tabelle 1 verwendete Neutralisationsmittel sowie Viskosität, Homogenität und pH-Wert von hergestellten Zusammensetzungen

Aus den Werten der Tabelle 1 ist zu sehen, dass bei Neutralisation von Ölsäure mit Dimethylglucamin schon bei geringen Neutralisationsgraden niedrigviskose, homogene Lösungen resultieren. Homogene Lösungen werden bereits ab einem pH-Wert von 8,0 erhalten. Formulierungsbeispiele: Formulierungsbeispiel 1: Hochkonzentriertes Flüssigwaschmittel ("heavy duty liquid“)

Inhaltsstoff Menge [Gew.-%]Methylestersulfonat6Lineares Alkylbenzolsulfonat3 Natrium Laurylethersulfat (2 EO)11Fettsäure (30 Gew.-% C12, 25 Gew.-% C14, 20 Gew.-% C16, 25 Gew.-% C18 ungesättigt)3C12/C15 Alkylethoxylat (8 EO)15Wasser51,5Propylenglykol2Dimethylglucamin2Enzyme0,7Polycarboxylat0,6Natriumcitrat5Borax0,2Natriumhydroxid auf pH 7,7
Formulierungsbeispiel 2: Hochkonzentriertes Flüssigwaschmittel ("heavy duty liquid")Inhaltsstoff Menge [Gew.-%]Lineares Alkylbenzolsulfonat8Natrium Laurylethersulfat (2 EO)9Fettsäure (30 Gew.-% C12, 20 Gew.-% C14, 15 Gew.-% C16, 5 Gew.-% C18 gesättigt, 30 Gew.-% C18 ungesättigt)5C12/c14 Alkylethoxylat (7 EO)8Wasser48,5Ethanol2Propylenglykol6 Dimethylglucamin5 Enzyme 2Soil Release Polyester0,7Natriumcitrat5Borax0,8Natriumhydroxid auf pH 8,5
Formulierungsbeispiel 3: Hochkonzentrieres Flüssigwaschmittel in Monodoseformat ("Monodose Surfactant Capsule)Inhaltsstoff Menge [Gew.-%]Lineares Alkylbenzolsulfonat24Fettsäure (30 Gew.-% C12, 20 Gew.-% C14, 15 Gew.-% C16, 5 Gew.-% C18 gesättigt, 30 Gew.-% C18 ungesättigt)23C10 Alkylethoxylat (10 EO)19Wasser4Ethanol4Propylenglykol10Dimethylglucamin8Enzyme0,7Complexing agent0,5Methylpropanediol6,8Natriumhydroxid auf pH 8,4
Formulierungsbeispiel 4: Duschbad / Flüssigseife Inhaltsstoff Menge [Gew.-%]Laurinsäure6Myristinsäure4Palmitinsäure2Dimethylglucamin5Natriumcocoylglutamat2Cocamide MEA (Cocosfettsäuremonoethanolamid)3Hydroxypropylmethylcellulose0,2Wasserad 100pH mit Kaliumhydroxidlösung auf pH = 8,6
Formulierungsbeispiel 5: GesichtsreinigerInhaltsstoff Menge [Gew.-%]Laurinsäure6Myristinsäure4Palmitinsäure2Dimethylglucamin5Natriumcocoylglutamat2Oleoyl Methyl Glucamide3Hydroxypropylmethylcellulose0,2Wasserad 100pH mit Kaliumhydroxidlösung auf pH = 8,5

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 4238211 C1 [0003]
  • DE 19808824 C1 [0004]
  • EP 1676831 A1 [0005]
  • EP 1529832 A1 [0006]
  • EP 614881 [0007, 0078]