Title:
Wellrohr zur Führung von Gasen
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Wellrohr zur Führung von Gasen, bspw. in einem Belüftungssystem oder einem Entlüftungssystem eines Kraftfahrzeugs, wobei die (innenseitigen) Wellenberge und Wellentäler im geradlinigen Zustand abseits der Endabschnitte über einen längere Strecke nicht alle von gleicher Höhe oder Tiefe sind. Zusätzlich können auch die Abstände zwischen den Spitzen zweier benachbarter Wellenberge nicht alle von gleicher Länge sein. Damit wird eine störende Geräuschentwicklung durch die strömenden Gase vermieden.




Inventors:
Brater, Markus (84163, Marklkofen, DE)
Bruhn, Andreas (82178, Puchheim, DE)
Application Number:
DE102015216065A
Publication Date:
02/23/2017
Filing Date:
08/21/2015
Assignee:
Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, 80809 (DE)
International Classes:



Foreign References:
EP20538912011-09-07
Claims:
1. Wellrohr (1) zur Führung von Gasen, dessen innenseitige Wellenberge (2) und Wellentäler (3) im geradlinigen Zustand abseits der Endabschnitte über einen längere Strecke (in der Größenordnung von zumindest 30 Zentimetern betrachtet) nicht alle von gleicher Höhe (h) oder Tiefe (t) sind.

2. Wellrohr nach Anspruch 1, wobei über besagter Strecke und im geradlinigen Zustand auch die Abstände zwischen den Spitzen zweier benachbarter Wellenberge (2) nicht alle von gleicher Länge sind.

3. Wellrohr nach Anspruch 1 oder 2 mit zyklischer Wiederholung der Inhomogenität(en) (A, B, C) von Wellenbergen (2) und Wellentälern (3).

4. Wellrohr in einem Belüftungssystem oder einem Entlüftungssystem eines Kraftfahrzeugs mit den Merkmalen eines der vorrangegangenen Ansprüche.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Wellrohr zur Führung von Gasen mit zumindest innenseitigen Wellenbergen und Wellentälern. Zum Stand der Technik wird lediglich beispielshalber auf die EP 305 3891 B1 verwiesen.

Wellrohre werden bekanntlich dort eingesetzt, wo eine flexible Rohr-Verlegung gefordert ist und insbesondere dort, wo geringe Relativbewegungen zwischen dem Eintrittsbereich und Austrittsbereich eines Rohres stattfinden können. Beispielsweise sind Befüll-Entlüftungsleitungen für Flüssigkeitsbehälter in Kraftfahrzeugen als Wellschläuche ausgebildet und durch geeignete Durchbrüche in Karosseriewandungen des Fahrzeugs hindurchgefädelt.

Insbesondere an Personenkraftwagen ist es erwünscht, einen möglichst hohen Komfort zu bieten und jegliche Verunsicherung des Nutzers durch irgendwelche Störeffekte, wie Geräusche, zu vermeiden. So wurde festgestellt, dass ein durch einen entsprechend obigem Beispiel vorgesehenen Wellschlauch geführter Belüftungs-Gasstrom solche verwirrenden Geräusche erzeugen kann.

Daher soll hiermit eine einfache Maßnahme zur Reduzierung der Geräuschentwicklung an einen Gasstrom führenden Wellschläuchen aufgezeigt werden (= Aufgabe der vorliegenden Erfindung).

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich mit den Merkmalen des Anspruchs 1, d. h. sie besteht in einem Wellrohr zur Führung von Gasen, dessen innenseitige Wellenberge und Wellentäler im geradlinigen Zustand abseits der Endabschnitte über eine längere Strecke (in der Größenordnung von zumindest 30 Zentimetern betrachtet) nicht alle von gleicher Höhe oder Tiefe sind. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen sind Inhalt der Unteransprüche.

Es wurde erkannt, dass die Bildung störender Geräusche durch in einem Wellrohr geführte Gase durch Inhomogenitäten in der mit der Gasströmung zusammenwirkenden Wellrohr-Wand zumindest erheblich reduziert, ggf. sogar vollständig verhindert werden kann. Eine solche Inhomogenität wird erfindungsgemäß dadurch hergestellt, dass die aufeinanderfolgenden Wellenberge und Wellentäler an der Innenwand des Wellrohres nicht alle von gleicher Geometrie sind. Dabei ist im unabhängigen Patentanspruch konkretisiert, dass dies für das Wellrohr in geradlinigem, gestreckten Zustand gilt, da sich bei einem Wellrohr, dessen aufeinander folgende Wellenberge bzw. Wellentäler im gestreckten, d. h. geradlinigen Zustand jeweils von gleicher Geometrie (und somit quasi homogen geformt) sind, in einem gekrümmt oder gebogen verlaufenden Bereich desselben zwangsweise unterschiedliche Geometrien ergeben. Ferner ist im unabhängigen Patentanspruch konkretisiert, dass dieses erfindungswesentliche Merkmal der Inhomogenität in der Geometrie aufeinander folgender bzw. benachbarter Wellenberge bzw. Wellentäler für einen etwas längeren Abschnitt und abseits der Endbereiche des (irgendwo, bspw. in einem Kraftfahrzeug) verbauten Wellrohrs gilt, um über kurze Strecken zufällig auftretende Inhomogenitäten oder abweichende Formgebungen in den Endbereichen des Wellrohres, wo dieses an irgendwelchen Bauteilen befestigt ist, auszuschließen.

Was die Begriffe „Höhe” der Wellenberge und „Tiefe” der Wellentäler betrifft, so können die entsprechenden Abmessungen (für Höhe und Tiefe) grundsätzlich auf unterschiedliche Weise gemessen werden, nämlich zum Einen als Differenz zur jeweils benachbarten sog. Teilstruktur, d. h. als in Durchmesserrichtung des Wellrohres gemessener Abstand zwischen einem Wellental und dem diesem Wellental benachbarten Wellenberg. Es kann aber auch die Höhe eines wie üblich bezüglich des Wellrohr-Durchmessers in einer auf der Längsachse des gestreckten Wellrohres senkrecht stehenden Schnittebene betrachtet über dem Umfang des „umlaufenden” Wellenberges für sich alleine als der maximale Durchmesser des Wellrohres in Form der zweifachen Höhe dieses Wellenberges gemessen werden. In analoger Weise kann die Tiefe eines wie üblich bezüglich des Wellrohr-Durchmessers in einer auf der Längsachse des gestreckten Wellrohres senkrecht stehenden Schnittebene betrachtet über dem Umfang des „umlaufenden” Wellentales für sich alleine als der minimale Durchmesser des Wellrohres in Form der zweifachen Tiefe dieses Wellentales gemessen werden.

Im Sinne einer vorteilhaften Weiterbildung können nicht nur die Höhe bzw. Tiefe der Wellenberge bzw. Wellentäler unterschiedlich sein, sondern es können (aus dem gleichen Grunde wie vorstehend erläutert über besagter Strecke und im geradlinigen Zustand des Wellrohres) auch die (in Längsrichtung des geradlinig liegenden Wellrohres gemessenen) Abstände zwischen den Spitzen zweier benachbarter Wellenberge und/oder zweier benachbarter Wellentäler nicht alle von gleicher Länge sein. Dabei wird vorrangig aus Fertigungsgründen, d. h. um die Herstellung eines erfindungsgemäßen Wellrohres nicht zu kompliziert zu gestalten, eine zyklische Wiederholung der Inhomogenität(en) von Wellenbergen und Wellentälern vorgeschlagen. Wenn sich nämlich diese Inhomogenität(en) über eine gewisse Länge, bspw. in der Größenordnung von fünf Wellenbergen bzw. Wellentälern, erstreckt bzw. erstrecken, so ist bereits eine ausreichende Inhomogenität vorhanden, die trotz zyklischer Wiederholung die Bildung störender Geräusche durch die in einem solchen Wellrohr strömenden Gase in ausreichendem Ausmaß verhindert.

Die beigefügte einzige Figur zeigt in einem auf das wesentliche abstrahierten Schnitt ein erfindungsgemäßes Wellrohr.

Von diesem Wellrohr 1 ist ein Abschnitt mit einer Länge in der Größenordnung von 30 Zentimetern im gestreckten, d. h. geradlinigen Zustand dargestellt. Die Mittellinie des gestreckten Wellrohres ist mit M gekennzeichnet und wie üblich senkrecht hierzu wird der Durchmesser D des Wellrohres 1 gemessen Zumindest die einen Gasstrom führende Innenwand, hier aber auch die Außenwand des Wellrohres 1 ist durch aufeinander folgende Wellenberge 2 und Wellentäler 3 (jeweils bei Betrachtung von außen) gebildet.

Wie ersichtlich ist sowohl die Höhe h von Wellenbergen 2 als auch die Tiefe t von Wellentälern 3, die in Längsrichtung des Wellrohres 1 betrachtet abwechselnd jeweils aufeinander folgen, unterschiedlich. Über einem kürzeren Abschnitt des Wellrohres 1 betrachtet können auch die Abstände zwischen den Spitzen zweier (unter Zwischenlage eines Wellentales 3) benachbarter Wellenberge 2 von unterschiedlicher Länge sein.

Wie ersichtlich wiederholt sich die vorliegend durch verschiedene Abschnitte A, B, C des Wellrohres 1 geschaffene Inhomogenität. Wie ersichtlich folgt nämlich auf einen durch sechs Wellenberge 2 gebildeten Abschnitt A ein nicht gewellter Abschnitt B, an den sich ein Abschnitt C mit hier abermals sechs Wellenbergen 2 aufweisender anschließt, dessen Wellenberge 2 und Wellentäler 3 jedoch andere Höhen h und Tiefen t aufweisen als diejenigen im Abschnitt A. Auf den Abschnitt C folgt wieder ein Abschnitt B und hieran schließt sich die erste Abfolge von Abschnitten A, B, C, B an, und so weiter.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 3053891 B1 [0001]