Title:
Multiaperturabbildungsvorrichtung mit Optiksubstrat
Kind Code:
A1
Abstract:

Um eine geringere Bauhöhe einer Multiaperturabbildungsvorrichtung mit einzeiligem Array von nebeneinander angeordneten optischen Kanälen zu erzielen, sind Linsen der Optiken der optischen Kanäle an einer Hauptseite eines Substrats durch einen oder mehrere Linsenhalter befestigt und über das Substrat mechanisch verbunden, wobei das Substrat so positioniert wird, dass die Strahlengänge der Mehrzahl von optischen Kanälen hindurchverlaufen.



Inventors:
Wippermann, Frank (98617, Meiningen, DE)
Brückner, Andreas (07743, Jena, DE)
Bräuer, Andreas (07646, Schlöben, DE)
Oberdörster, Alexander (07749, Jena, DE)
Application Number:
DE102015215833A
Publication Date:
02/23/2017
Filing Date:
08/19/2015
Assignee:
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 80686 (DE)
Domestic Patent References:
DE102013209829A1N/A2014-11-27
DE3026170A1N/A1981-02-26
Foreign References:
83850132013-02-26
200200974762002-07-25
JP200485873A
JP2004085873A2004-03-18
Attorney, Agent or Firm:
Schoppe, Zimmermann, Stöckeler, Zinkler, Schenk & Partner mbB Patentanwälte, 81373, München, DE
Claims:
1. Multiaperturabbildungsvorrichtung mit:
einem einzeiligen Array (14) von nebeneinander angeordneten optischen Kanälen (141, 142, 143, 144), wobei jeder optische Kanal eine Optik (161, 162, 163, 164) umfasst;
wobei Linsen (721, 722, 723, 724) der Optiken der optischen Kanäle an einer Hauptseite (18b) eines Substrats (18) durch einen oder mehrere Linsenhalter (761, 762, 763, 764) befestigt und über das Substrat mechanisch verbunden sind, wobei durch das Substrat Strahlengänge (221, 222, 223, 224) der Mehrzahl von optischen Kanälen verlaufen.

2. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, bei der das Substrat (18) plattenförmig gebildet ist.

3. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, bei der die Linsen (721, 722, 723, 724) der Optiken der optischen Kanäle an der Hauptseite (18b) des Substrats (18) durch einen oder mehrere Linsenhalter (761, 762, 763, 764) so befestigt sind, dass Linsenscheitel der Linsen von dem Substrat (18) beanstandet sind.

4. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Optiken der optischen Kanäle ferner weitere Linsen (701, 702, 703, 704) aufweisen, die auf einer der Hauptseite (18b) des Substrats gegenüberliegenden weiteren Hauptseite (18a) des Substrats abgeformt sind.

5. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß Anspruch 4, wobei die weiteren Linsen (701, 702, 703, 704) auf der der Hauptseite (18b) des Substrats gegenüberliegenden weiteren Hauptseite (18a) im Mehrfachnutzen abgeformt sind, während die Befestigung der Linsen (721, 722, 723, 724) der Optiken der optischen Kanäle an der Hauptseite (18b) des Substrats (18) durch den einen oder die mehreren Linsenhalter (761, 762, 763, 764) durch Lindenhalter-individuell bewerkstelligt ist.

6. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Optiken der optischen Kanäle ferner weitere Linsen (731, 732, 733, 734), die auf einer der Hauptseite (18b) des Substrats gegenüberliegenden weiteren Hauptseite (18a) des Substrats über weitere Linsenhalter (771, 772, 773, 774) befestigt und über das Substrat mechanisch verbunden sind.

7. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Linsen (721, 722, 723, 724) der Optiken der optischen Kanäle in Öffnungen (751, 752, 753, 754) des einen oder der mehreren Linsenhalter (761, 762, 763, 764) gehaltert sind und der einen oder die mehreren Linsenhalter (761, 762, 763, 764) mittels Klebens auf der Hauptseite des Substrats befestigt sind.

8. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die die Hauptseite (18b) dem Bildsensor (12) zugewandt oder abgewandt ist.

9. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Substrat (18) eine Glasplatte umfasst.

10. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Linsen der Optiken der optischen Kanäle aus Polymer gebildet sind.

11. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Linsen individuell spritzgegossen sind.

12. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Substrat in einer Zeilenerstreckungsrichtung des einzeiligen Arrays (70) neben dem Substrat aufgehängt ist.

13. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die ferner einen Aktor (52) zum translatorischen Bewegen des Substrats (18) entlang einer Zeilenerstreckungsrichtung des einzeiligen Arrays aufweist.

14. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß Anspruch 13 bei der der Aktor (52) von einer optischen Bildstabilisierungssteuerung der Multiaperturabbildungsvorrichtung gesteuert ist.

15. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß Anspruch 14, die ferner eine Strahlumlenkvorrichtung (24) zum Umlenken eines Strahlengangs der optischen Kanäle und einen weiteren Aktor (50) zur Erzeugung einer Rotationsbewegung der Strahlumlenkvorrichtung (24) aufweist, der ferner von der optischen Bildstabilisierungssteuerung der Multiaperturabbildungsvorrichtung gesteuert ist, so dass durch die translatorische Bewegung des Substrats (18) eine Bildstabilisierung entlang einer ersten Bildachse und durch die Erzeugung der Rotationsbewegung der Strahlumlenkvorrichtung eine Bildstabilisierung entlang einer zweiten Bildachse bewirkt wird.

16. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die ferner einen weiteren Aktor (54) zum translatorischen Bewegen des Substrats (18) entlang der Strahlengänge (221, 222, 223, 224) der Mehrzahl von optischen Kanälen aufweist.

17. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß Anspruch 16, bei der der weitere Aktor (54) von einer Fokussteuerung der Multiaperturabbildungsvorrichtung gesteuert ist.

18. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die Hauptseite (18b) und/oder eine der Hauptseite (18b) des Substrats gegenüberliegenden weiteren Hauptseite (18a) an Stellen, an denen das Substrat von den Strahlengängen (221, 222, 223, 224) der Mehrzahl von optischen Kanälen durchdrungen wird, eine Blende oder eine Filterschicht aufweist.

19. Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der weitere Linsen der Optiken der optischen Kanäle über ein weiteres Substrat (118) mechanisch verbunden sind, wobei das Substrat und das weitere Substrat hintereinandergeschaltet sind und beide von den Strahlengängen (221, 222, 223, 224) der Mehrzahl von optischen Kanälen durchdrungen werden.

Description:

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Multiaperturabbildungsvorrichtung mit einem einzeiligen Array von nebeneinander angeordneten optischen Kanälen.

Multiaperturabbildungsvorrichtungen mit linearer Kanalanordnung werden meist dann verwendet, wenn es auf eine möglichst geringe Bauhöhe ankommt. Die minimal erreichbare Bauhöhe eines Multiaperturabbildungssystems mit linearer Kanalanordnung wird meist durch die Linsendurchmesser vorgegeben. Die Bauhöhe soll den Linsendurchmesser möglichst nicht überschreiten. Werden einzelne, hintereinandergeschaltete Linsen für die Optik jedes Kanals genutzt, die beispielsweise durch Polymerspritzguss und/oder Glasprägen hergestellt werden können, werden allerdings Gehäusestrukturen verwendet, um die Linsen der Optiken zu fixieren. Solche Gehäusestrukturen befinden sich auch oberhalb und unterhalb der Linsen, wodurch die erwähnte Bauhöhe erhöht wird.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, eine Multiaperturabbildungsvorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, dass die Multiaperturabbildungsvorrichtung eine kleinere Bauhöhe besitzt.

Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst.

Die Erkenntnis der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass eine geringere Bauhöhe einer Multiaperturabbildungsvorrichtung mit einzeiligem Array von nebeneinander angeordneten optischen Kanälen erzielbar ist, indem Linsen der Optiken der optischen Kanäle an einer Hauptseite durch einen oder mehrere Linsenhalter (761, 762, 763, 764) befestigt und über das Substrat mechanisch verbunden sind, d. h. gegenseitig fixiert, und indem das Substrat so positioniert wird, dass die Strahlengänge der Mehrzahl von optischen Kanälen hindurchverlaufen. Das Substrat kann ohne Weiteres transparent ausgeführt werden und stört somit nicht die Strahlengänge. Andererseits vermeidet die Platzierung des Substrats in den Strahlengängen eine Vergrößerung der Bauhöhe. Zudem kann das Substrat aus einem Material gebildet sein, das im Vergleich zu den Optiken selbst einen geringeren Ausdehnungskoeffizienten, größere Härte, größeren Elastizitäts- und/oder Torsionsmodul und allgemein von den Linsenmaterialien abweichende Materialkennwerte aufweist. Auf diese Weise ist es möglich, das Material für die Linsen an der Hauptseite des Substrats nach Gesichtspunkten auszuwählen, die kostengünstig eine ausreichende optische Qualität ermöglichen und das Material des Substrats nach Gesichtspunkten, wonach z. B. die Lage der Linsen der Optiken über Temperaturschwanken hinweg möglichst konstant bleibt. Beispielsweise könnten die Linsen, die durch die Linsenhalter an dem Substrat befestigt sind, durch Spritzguss individuell gefertigt sein und somit kostengünstig eine hohe optische Qualität und mithin geringe Formabweichung zur Sollform bei beispielsweise hoher Brechkraft, großer Pfeilhöhe, steilen Flankenwinkel und damit einhergehend eine kleine f-Zahl aufweisen. Kostengünstige Implementierungen könnten ebenfalls vorsehen, dass das Substrat zusätzlich Linsen an einer der erstgenannten Hauptseite abgewandten Hauptseite gebildet sind: Letztere könnten zu dem Substrat einstückig sein, oder durch Abformung wie z. B. mittels UV-Replikation hergestellt sein.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Patentansprüchen. Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Anmeldung werden nachfolgend Bezug nehmend auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1a ein Raumbild einer Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel;

1b eine Draufsicht der Multiaperturabbildungsvorrichtung von 1a;

1c eine Seitenschnittansicht durch einen optischen Kanal der Multiaperturabbildungsvorrichtung von 1a;

1d ein Raumbild einer Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einer Variante, bei der entlang der Zeilenerstreckungsrichtung die Kanaloptiken auf zwei Trägersubstrate aufgeteilt sind;

1e eine Draufsicht einer Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einer Variante, bei der das Trägersubstrat quer zu den Strahlengängen aus zwei Teilsubstraten zusammengefügt ist;

1f und g eine Seitenschnittansicht und eine Draufsicht einer Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einer Variante zu 1c und 1b, bei der die optischen Achsen der Kanäle eine Vorab-Divergenz aufweisen, um divergent in einer gemeinsamen Ebene parallel zur Zeilenerstreckungsrichtung zu verlaufen, so dass die Anzahl der Facetten mit paarweise unterschiedlicher Neigung verringert werden kann;

2 eine Draufsicht des einzeiligen Arrays von optischen Kanälen gemäß einer Alternative, wonach die Optiken der optischen Kanäle lediglich Linsen aufweisen, die über Abstandshalter an dem Substrat befestigt sind;

3a eine Draufsicht eines einzeiligen Arrays von nebeneinander angeordneten optischen Kanälen gemäß einer Variante, bei der die Optiken benachbarter Kanäle über einen gemeinsamen Linsenhalter an dem Substrat montiert sind;

3b eine Draufsicht eines einzeiligen Arrays von nebeneinander angeordneten optischen Kanälen gemäß einer Variante, bei der die Linsen der Optiken auf mehrere Trägersubstrate verteilt sind;

4 ein schematisches Raumbild einer Multiaperturabbildungsvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel, bei dem Einrichtungen zur Lageveränderung zwischen Bildsensor, einzeiligem Array von optischen Kanälen und Strahlumlenkvorrichtung vorhanden sind;

5 ein Raumbild eines mobilen Geräts, um einen Verbau der Multiaperturabbildungsvorrichtung zu illustrieren; und

6 ein Raumbild eines mobilen Geräts, um einen Verbau zweier Multiaperturabbildungsvorrichtungen zu Stereoskopiezwecken zu illustrieren.

1a–c zeigen eine Multiaperturabbildungsvorrichtung 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Anmeldung. Die Multiaperturabbildungsvorrichtung 10 von 1a–c umfasst ein einzeiliges Array 14 von nebeneinander angeordneten optischen Kanälen 141144. Jeder optische Kanal 141144 umfasst eine Optik 161164 zur Abbildung eines jeweiligen Teilgesichtsfeldes 301304 eines Gesamtgesichtsfeldes 28 der Vorrichtung 10 auf einen jeweils zugeordneten Bildsensorbereich 121124 eines Bildsensors 12. Die Bildsensorbereiche 121124 können beispielsweise jeweils aus einem Chip gebildet sein, der ein entsprechendes Pixelarray umfasst, wobei die Chips wie in den 1a1c angedeutet, auf einem gemeinsamen Substrat bzw. einer gemeinsamen Platine 13 montiert sein können. Alternativ wäre es natürlich auch möglich, dass die Bildsensorbereiche 121124 jeweils aus einem Teil eines gemeinsamen Pixelarrays, das sich kontinuierlich über die Bildsensorbereiche 121124 erstreckt, gebildet sind, wobei das gemeinsame Pixelarray beispielsweise auf einem einzelnen Chip gebildet ist. Beispielsweise werden dann lediglich die Pixelwerte des gemeinsamen Pixelarrays in den Bildsensorbereichen 121124 ausgelesen. Verschiedene Mischungen dieser Alternativen sind natürlich ebenfalls möglich, wie z. B. das Vorhandensein eines Chips für zwei oder mehr Kanäle und eines weiteren Chips für wiederum andere Kanäle oder dergleichen. In dem Fall mehrerer Chips des Bildsensors 12 können diese beispielsweise auf einer oder mehreren Platinen montiert sein, wie z. B. alle gemeinsam oder gruppenweise oder dergleichen.

Bei dem Ausführungsbeispiel von 1a1c sind vier Kanäle einzeilig nebeneinander in Zeilenerstreckungsrichtung des Arrays 14 angeordnet, aber die Zahl vier ist lediglich exemplarisch und könnte auch jede andere Zahl größer Eins annehmen.

Optische Achsen 221224 bzw. die Strahlengänge der optischen Kanäle 141144 verlaufen zwischen den Bildsensorbereichen 121124 und den Optiken 161164 parallel zueinander. Dazu sind die Bildsensorbereiche 121124 beispielsweise in einer gemeinsamen Ebene angeordnet und ebenso die optischen Zentren der Optiken 161164. Beide Ebenen sind parallel zueinander, d. h. parallel zu der gemeinsamen Ebene der Bildsensorbereiche 121124. Zudem fallen bei einer Projektion senkrecht auf die Ebene der Bildsensorbereiche 121124 optische Zentren der Optiken 161164 mit Zentren der Bildsensorbereiche 121124 zusammen. In anderen Worten ausgedrückt sind in diesen parallelen Ebenen die Optiken 161164 einerseits und die Bildsensorbereiche 121124 mit gleichem Wiederholabstand in Zeilenerstreckungsrichtung angeordnet.

Ein bildseitiger Abstand zwischen Bildsensorbereichen 121124 und den zugehörigen Optiken 161164 ist so eingestellt, dass die Abbildungen auf die Bildsensorbereiche 121124 auf einen gewünschten Objektabstand eingestellt sind. Der Abstand liegt beispielsweise in einem Bereich gleich oder größer der Brennweite der Optiken 161164 oder zum Beispiel in einem Bereich zwischen einem Einfachen und einem Zweifachen der Brennweite der Optiken 161164, beides inklusive. Der bildseitige Abstand entlang der optischen Achse 221224 zwischen Bildsensorbereich 121124 und Optik 161164 kann auch einstellbar sein, wie z. B. manuell durch einen Benutzer oder automatisch über eine Autofokussteuerung.

Ohne zusätzliche Maßnahmen überlappten sich die Teilgesichtsfelder 301304 der optischen Kanäle 141144 im Wesentlichen vollständig aufgrund der Parallelität der Strahlengänge bzw. optischen Achsen 221224. Zur Abdeckung eines größeren Gesamtgesichtsfeldes 28 und damit sich die Teilgesichtsfelder 301304 lediglich räumlich teilweise überlappen, ist eine Strahlumlenkvorrichtung 24 vorgesehen. Die Strahlumlenkvorrichtung 24 lenkt die Strahlengänge bzw. optischen Achsen 221224 mit einer kanalindividuellen Abweichung in eine Gesamtgesichtsfeldrichtung 33 um. Die Gesamtgesichtsfeldrichtung 33 verläuft beispielsweise parallel zu einer Ebene, die senkrecht zur Zeilenerstreckungsrichtung des Arrays 14 und parallel zu dem Verlauf der optischen Achsen 221224 vor bzw. ohne Strahlumlenkung ist. Beispielsweise geht die Gesamtgesichtsfeldrichtung 33 aus den optischen Achsen 221224 durch Drehung um die Zeilenerstreckungsrichtung um einen Winkel hervor, der > 0° und < 180° ist und beispielsweise zwischen 80 und 100° liegt und beispielsweise 90° betragen kann. Das Gesamtgesichtsfeld der Vorrichtung 10, das der Gesamtabdeckung der Teilgesichtsfelder 301304 entspricht, liegt also nicht in Richtung einer Verlängerung der Hintereinanderschaltung des Bildsensors 12 und des Arrays 14 in Richtung der optischen Achsen 221224, sondern durch die Strahlumlenkung befindet sich das Gesamtgesichtsfeld seitlich zu Bildsensor 12 und Array 14 in Richtung, in der die Bauhöhe der Vorrichtung 10 gemessen wird, d. h. die laterale Richtung senkrecht zur Zeilenerstreckungsrichtung. Zusätzlich aber lenkt die Strahlumlenkvorrichtung 24 jeden Strahlengang bzw. den Strahlengang jedes optischen Kanals 141144 mit einer kanalindividuellen Abweichung von der soeben erwähnten zu der Richtung 33 führenden Umlenkung ab. Dazu umfasst die Strahlumlenkvorrichtung 24 für jeden Kanal 141144 eine reflektierende Facette 261264. Diese sind gegenseitig leicht geneigt. Die gegenseitige Verkippung der Facetten 261264 ist derart gewählt, dass bei Strahlumlenkung durch die Strahlumlenkvorrichtung 24 die Teilgesichtsfelder 301304 mit einer leichten Divergenz versehen werden, derart, dass sich die Teilgesichtsfelder 301304 lediglich teilweise überlappen. Dabei kann, wie es exemplarisch in 1a angedeutet ist, die individuelle Umlenkung auch derart gestaltet sein, dass die Teilgesichtsfelder 301304 das Gesamtgesichtsfeld 28 zweidimensional abdecken, d. h. im Gesamtgesichtsfeld 28 zweidimensional verteilt angeordnet sind.

Es sei darauf hingewiesen, dass viele der bisher beschriebenen Details zur Vorrichtung 10 lediglich exemplarisch gewählt wurden. Das betraf beispielsweise schon die zuvor erwähnte Anzahl von optischen Kanälen. Die Strahlumlenkvorrichtung 24 kann ebenfalls anders gebildet sein als dies bisher beschrieben wurde. Beispielsweise wirkt die Strahlumlenkvorrichtung 24 nicht notwendigerweise reflektiv. Sie kann also auch anders ausgeführt sein als in Form eines Facettenspiegels, wie z. B. in Form transparenter Prismenkeile. In diesem Fall könnte beispielsweise die mittlere Strahlumlenkung 0° betragen, d. h. die Richtung 33 könnte beispielsweise parallel zu den optischen Achsen 221224 noch vor oder ohne Strahlumlenkung sein bzw. in anderen Worten ausgedrückt könnte die Vorrichtung 10 trotzt Strahlumlenkvorrichtung 24 weiterhin ”geradeaus schauen”. Die kanalindividuellen Umlenken durch die Strahlumlenkvorrichtung 24 würden wieder dazu führen, dass sich die Teilgesichtsfelder 301304 lediglich geringfügig gegenseitig überlappen, wie z. B. paarweise mit einem Überlapp < 10% bezogen auf die Raumwinkelbereiche der Teilgesichtsfelder 301304.

Auch könnten die Strahlengänge bzw. optischen Achsen von der beschrieben Parallelität abweichen und dennoch könnte die Parallelität der Strahlengänge der optischen Kanäle aber immer noch so ausgeprägt sein, dass sich die Teilgesichtsfelder, die durch die einzelnen Kanäle 14114N abgedeckt bzw. auf die jeweiligen Bildsensorbereiche 121124 abgebildet werden, ohne weitere Maßnahmen, wie nämlich die Strahlumlenkung, größtenteils überlappen würden, so dass, um ein größeres Gesamtgesichtsfeld durch die Multiaperturabbildungsvorrichtung 10 abzudecken, die Strahlumlenkvorrichtung 24 die Strahlengänge so mit einer zusätzlichen Divergenz versieht, dass sich die Teilgesichtsfelder der Kanäle 14114N weniger gegenseitig überlappen. Die Strahlumlenkvorrichtung 24 sorgt beispielsweise dafür, dass das Gesamtgesichtsfeld einen Öffnungswinkel aufweist, der größer ist als 1,5 mal dem Öffnungswinkel der einzelnen Teilgesichtsfelder der optischen Kanäle 14114N. Mit einer Art Vorab-Divergenz der optischen Achsen 221224 wäre es auch möglich, dass sich beispielsweise nicht alle Facettenneigungen unterscheiden, sondern dass manche Gruppen von Kanälen beispielsweise die Facetten mit gleicher Neigung besitzen. Letztere können dann einstückig bzw. kontinuierlich ineinander übergehend gebildet werden, quasi als eine Facette, die dieser Gruppe von in Zeilenerstreckungsrichtung benachbarten Kanälen zugeordnet ist. Die Divergenz der optischen Achsen dieser Kanäle könnte dann von der Divergenz dieser optischen Achsen stammen, wie sie durch lateralen Versatz zwischen optischen Zentren der Optiken und Bildsensorbereichen der Kanäle oder Prismenstrukturen oder dezentrierten Linsenausschnitten erzielt wird. Die Vorab-Divergenz könnte sich beispielsweise auf eine Ebene beschränken. Die optischen Achsen könnten beispielsweise vor bzw. ohne Strahlumlenkung in einer gemeinsamen Ebene verlaufen, aber in dieser divergent, und die Facetten bewirken lediglich nur noch eine zusätzliche Divergenz in der anderen Transversalebene, d. h. sie sind alle parallel zur Zeilenerstreckungsrichtung und gegeneinander nur noch unterschiedlich zur vorerwähnten gemeinsamen Ebene der optischen Achsen geneigt, wobei hier wiederum mehrere Facetten gleichen Neigung besitzen können bzw. einer Gruppe von Kanälen gemeinsam zugeordnet sein könnten, deren optischen Achsen sich beispielsweise bereits in der vorerwähnten gemeinsamen Ebene der optischen Achsen paarweise vor bzw. ohne Strahlumlenkung unterscheiden.

Unter Weglassung der Strahlumlenkvorrichtung oder Ausbildung der Strahlumlenkvorrichtung als planer Spiegel oder dergleichen könnte auch die gesamte Divergenz durch den lateralen Versatz zwischen optischen Zentren der Optiken einerseits und Zentren der Bildsensorbereiche andererseits oder durch Prismenstrukturen oder dezentrierte Linsenausschnitte bewerkstelligt werden.

Die erwähnte möglicher Weise vorliegende Vorab-Divergenz kann beispielsweise erzielt werden, indem die optischen Zentren der Optiken auf einer Geraden entlang der Zeilenerstreckungsrichtung liegen, während die Zentren der Bildsensorbereiche von der Projektion der optischen Zentren entlang der Normalen der Ebene der Bildsensorbereiche auf Punkte auf einer Geraden in der Bildsensorebene abweichend angerordnet sind, wie z. B. an Punkten, die von den Punkten auf vorerwähnter Gerade in der Bildsensorebene kanalindividuell entlang der Zeilenerstreckungsrichtung und/oder entlang der Richtung senkrecht zur sowohl der Zeilenerstreckungsrichtung als auch der Bildsensornormalen abweichen. Alternativ kann Vorab-Divergenz erzielt werden, indem die Zentren der Bildsensoren auf einer Geraden entlang der Zeilenerstreckungsrichtung liegen, während die Zentren der Optiken von der Projektion der optischen Zentren der Bildsensoren entlang der Normalen der Ebene der optischen Zentren der Optiken auf Punkte auf einer Geraden in der Optikzentrenebene abweichend angerordnet sind, wie z. B. an Punkten, die von den Punkten auf vorerwähnter Gerade in der Optikzentrenebene kanalindividuell entlang der Zeilenerstreckungsrichtung und/oder entlang der Richtung senkrecht zur sowohl der Zeilenerstreckungsrichtung als auch der Normalen der Optikzentrenebene abweichen. Es wird bevorzugt, wenn vorerwähnte kanalindividuelle Abweichung von der jeweiligen Projektion lediglich in Zeilenerstreckungsrichtung verläuft, also die optischen Achsen sich lediglich in einer gemeinsamen Ebene befinden mit einer Vorabdivergenz verwehen werden. Sowohl optische Zentren als auch Bildsensorbereichszentren liegen dann jeweils auf einer Geraden parallel zur Zeilenerstreckungsrichtung, aber mit unterschiedlichen Zwischenabständen. Ein lateraler Versatz zwischen Linsen und Bildsensoren in senkrechter lateraler Richtung zur Zeilenerstreckungsrichtung führte demgegenüber zu einer Vergrößerung der Bauhöhe. Ein rein In-Ebene-Versatz in Zeilenerstreckungsrichtung ändert die Bauhöhe nicht, aber er resultieren ggf. weniger Facetten und/oder die Facetten weisen nur eine Kippung in einer Winkelorientierung auf, was den Aufbau vereinfacht. Das ist in 1f und 1g veranschaulicht, bei denen die benachbarten Kanäle 141 und 142 einerseits und die benachbarten Kanäle 143 und 144 in der gemeinsamen Ebene verlaufende, jeweils gegeneinander schielende, also mit einer Vorab-Divergenz versehene, optische Achsen 141 und 142 bzw. 143 und 144 aufweisen. Die Facetten 261 und 262 können durch eine Facette gebildet werden und die Facetten 263 und 264 können durch eine andere Facette gebildet werden, wie es durch gestrichelte Linien zwischen den jeweiligen Paaren von Facetten gezeigt ist, und die einzigen zwei Facetten sind lediglich in einer Richtung geneigt und beide parallel zur Zeilenerstreckungsrichtung.

Ferner könnte es vorgesehen sein, dass manche optische Kanäle dem gleichen Teilgesichtsfeld zugeordnet sind, wie z. B. zum Zwecke der Superresolution bzw. zur Erhöhung der Auflösung, mit welcher das entsprechende Teilgesichtsfeld durch diese Kanäle abgetastet wird. Die optischen Kanäle innerhalb einer solchen Gruppe verliefen dann beispielsweise vor Strahlumlenkung parallel und würden durch eine Facette auf ein Teilgesichtsfeld umgelenkt werden. Vorteilhafter Weise lägen Pixelbilder des Bildsensors eines Kanals einer Gruppe in Zwischenpositionen zwischen Bildern der Pixel des Bildsensors eines anderen Kanals dieser Gruppe.

Denkbar wäre beispielsweise auch ohne Superresolutionszwecken, sondern lediglich zu Stereoskopiezwecken eine Ausführung, bei denen eine Gruppe von unmittelbar benachbarten Kanälen in Zeilenerstreckungsrichtung mit Ihren Teilgesichtsfeldern das Gesamtgesichtsfeld vollständig abdecken, und dass eine weitere Gruppe einander unmittelbar benachbarter Kanäle das Gesamtgesichtsfeld ihrerseits vollständig abdecken, und die Strahlengänge beider Kanalgruppen das Substrat 18 durchlaufen.

Die nachfolgende Erörterung beschäftigt sich mit den Optiken 161164, deren Linsenebenen ebenfalls parallel zu der gemeinsamen Ebene der Bildsensorbereiche 121124 liegt. Wie es nachfolgend beschrieben wird, sind Linsen der Optiken 161164 der optischen Kanäle 141144 an einer Hauptseite eines Substrats 18 über einen oder mehrere Linsenhalter befestigt und über das Substrat 18 mechanisch miteinander verbunden. Insbesondere verlaufen die Strahlengänge der Mehrzahl von optischen Kanälen 141144 durch das Substrat 18. Das Substrat 18 ist also aus transparentem Material gebildet und ist plattenförmig oder besitzt beispielsweise die Form eines Parallelepipeds oder eines anderen konvexen Körpers mit einer planaren Hauptseite 18a und einer gegenüberliegenden, dazu ebenfalls planaren Hauptseite 18b. Die Hauptseiten sind vorzugsweise senkrecht zu den optischen Achsen 221224 positioniert. Wie nachfolgend beschrieben, kann es gemäß Ausführungsbeispielen Abweichungen von der reinen Parallelepipedform geben, die auf eine mit dem Substrat einstückige Ausformung von Linsen der Optiken zurückzuführen sind.

Bei dem Ausführungsbeispiel 1a–1c handelt es sich bei dem flachen Trägersubstrat 18 beispielsweise um ein Substrat aus Glas oder Polymer. Das Material des Substrats 18 kann nach Gesichtspunkten hoher optischer Transparenz und niedrigem Temperaturkoeffizienten oder weiteren mechanischen Eigenschaften wie Härte, Elastizitäts- oder Torsionsmodul ausgewählt sein.

Das Substrat kann als einfaches planes Teil des Strahlenganges ausgebildet sein, ohne dass irgendwelche zusätzlichen Linsen direkt hierauf untergebracht sind. Zusätzlich können Blenden, wie z. B. Apertur- oder Falschlichtblenden, oder/und Filterschichten, wie z. B. IR-Blockfilter auf den Substratoberflächen angebracht sein oder aus mehreren Lagen verschiedener Substrate bestehen, auf deren Oberflächen Blenden und Filterschichten angebracht sein können, die sich wiederum kanalweise z. B. in ihrem spektralen Absorption unterscheiden können.

Das Substrat kann aus Material bestehen, dass in unterschiedlichen Bereichen des elektromagnetischen Spektrum, welches vom Bildsensor detektiert werden kann, unterschiedliche Eigenschaften aufweist, insbesondere eine nicht-konstante Absorption.

Bei dem Ausführungsbeispiel von 1a1c umfasst jede Optik 161164 drei Linsen. Die Anzahl der Linsen ist allerdings frei wählbar. Die Anzahl könnte 1, 2 oder jede andere beliebige Anzahl sein. Die Linsen können konvex, lediglich eine optisch abbildende Funktionsfläche wie z. B. eine sphärische, eine asphärische, eine Freiformfläche aufweisen, oder zwei, wie z. B. zwei einander gegenüberliegende, um beispielsweise eine konvexe oder eine konkave Linsenform zu ergeben. Auch mehrere optisch wirksame Linsenflächen sind möglich, wie z. B. durch Aufbau einer Linse aus mehreren Materialien.

Eine erste Linse 701704 jeder Optik 161164 ist bei dem Ausführungsbeispiel von 1a1c an der Hauptseite 18a gebildet. Die Linsen 701704 sind beispielsweise durch Abformung auf der Hauptseite 18a des Substrats 18 hergestellt worden und bestehen beispielsweise aus Polymer, wie z. B. aus UV-aushärtbarem Polymer. Die Abformung geschieht beispielsweise durch ein Abformwerkzeug und die Aushärtung kann beispielsweise über Temperatur und/oder über UV-Bestrahlung geschehen.

Bei dem Ausführungsbeispiel von 1a1c besitzt jede Optik 161164 noch eine weitere zweite und dritte Linse 721724 bzw. 741744. Diese Linsen sind exemplarisch über axial verlaufende röhrenförmige Linsenhalter 761764 gegenseitig im Inneren des jeweiligen Linsenhalters fixiert und über Letzteren an der Hauptseite 18b fixiert, wie z. B. mittels Klebens oder einer anderen Fügetechnik. Die Öffnungen 751754 der Linsenhalter 761764 sind beispielsweise mit kreisförmigem Querschnitt versehen, in dessen zylindrischen Innenseite die Linsen 721724 bzw. 741744 befestigt sind. Für jede Optik 161164 liegen also die Linsen koaxial auf der jeweiligen optischen Achse 221224. Die Linsenhalter 761764 können aber auch einen sich über ihre Länge bzw. entlang der jeweiligen optischen Achsen ändernden Querschnitt aufweisen. Hierbei kann der Querschnitt mit geringer werdendem Abstand zum Bildsensor 12 zunehmend rechteckigen oder quadratischen Charakter aufweisen. Der äußere Form der Linsenhalter kann sich somit auch von der Form der Öffnungen unterscheiden. Das Material der Linsenhalter kann lichtabsorbierend sein.

Auch wenn die Linsenhalter 761764 als separate Teile für jeden Kanal der Multiaperturvorrichtung beschrieben wurden, können diese auch als ein zusammenhängender Körper ausgeführt sein, d. h. einen Körper, der Linsen aller optischer Kanäle trägt. Alternativ wäre es möglich, dass sich die Kanäle gruppenweise einen solchen Linsenhalter teilen, d. h. mehrere Linsenhalter vorhanden sind, jeder für Linsen einer anderen Gruppe von Kanälen. Letzterer Fall ist in 3a dargestellt. Ein Linsenhalter 76I hat Öffnungen 751752 für die Linsen 721, 722, 741, 742 der Optiken 141 und 142 und ein Linsenhalter 76II hat Öffnungen 753754 für die Linsen 723, 724, 743, 744 der Optiken 143 und 144.

Die Befestigung über die vorerwähnten Linsenhalter geschieht beispielsweise so, dass wie in den 1a bis 3a dargestellt, Linsenscheitel der durch dieselben gehalterten Linsen von dem Substrat 18 beabstandet sind.

Wie es im Vorhergehenden bereits erwähnt wurde, ist es möglich, dass das Substrat 18 beidseitig planar ist und mithin keine Brechkraftwirkung aufweist. Allerdings wäre es auch möglich, dass das Substrat 18 mechanische Strukturen aufweist, wie z. B. Vertiefungen oder Vorsprünge, die eine leichte, form- und/oder kraftschlüssige Ausrichtung anschließender Bauteile ermöglichen, wie z. B. das Anschließen von Einzellinsen oder Gehäuseteilen. Bei dem Ausführungsbeispiel von 1a1c beispielsweise könnte das Substrat 18 an der Hauptseite 18b befestigungserleichternde oder die Ausrichtung erleichternde Strukturen an den Positionen aufweisen, an welchen das jeweilige Ende der Röhre des Linsenhalters 761764 der jeweiligen Optik 161164 befestigt ist. Bei diesen Strukturen kann es sich beispielsweise um eine kreisförmige Vertiefung handeln oder einer Vertiefung mit einer anderen Form, die der Form einer dem Substrat zugewandten Seite des jeweiligen Linsenhalters entspricht, in die die Seite der jeweiligen Linsenhalters 761764 Eingriff nehmen kann. Es sei noch einmal hervorgehoben, dass auch andere Öffnungsquerschnitte und damit korrespondierend eventuell andere Linsenaperturen als kreisförmige möglich sind.

Das Ausführungsbeispiel von 1a1c löst sich also von einem klassischen Aufbau von Kameramodulen, die Einzellinsen aufweisen und zur Halterung der Einzellinsen einen diese komplett umschließenden, nicht transparenten Gehäuseträger aufweisen. Vielmehr verwendet obiges Ausführungsbeispiel einen transparenten Körper 18 als Substratträger. Dieser erstreckt sich über mehrere benachbarte Kanäle 141144, um von deren Abbildungsstrahlengang durchdrungen zu werden. Er stört die Abbildung nicht, aber er erhöht auch nicht die Bauhöhe.

Es wird allerdings auf verschiedene Möglichkeiten hingewiesen, wie das Ausführungsbeispiel von 1a1c variiert werden könnte. Beispielsweise erstreckt sich das Substrat 18 nicht notwendigerweise über alle Kanäle 141144 der Multiaperturabbildungsvorrichtung 10. Es wäre möglich, dass sich das Substrat 18 lediglich gruppenweise, wie z. B. paarweise über benachbarte Kanäle 141144 erstreckt, d. h. mehrere Träger 18I und 18II vorhanden sind, wie es in 1d veranschaulicht ist. So könnten beispielsweise bei dem Ausführungsbeispiel von 1a1c die Kanäle 141142 durch einen ersten Träger 18I verlaufen, der die Optiken 161162 trägt, während die Kanäle 143 und 144 bzw. deren Strahlengänge einen weiteren Träger 18II durchdringen, der die Optiken 163 und 164 trägt.

Anders als im Vorhergehenden beschrieben, wäre es möglich, dass jede Optik 161164 lediglich über Linsenträger gehalterte Linsen auf beiden Seiten 18a und 18b aufweist. Diese Möglichkeit ist exemplarisch in 2 dargestellt.

Möglich wäre es auch, dass das Substrat 18 aus zwei Substraten 18' und 18'' besteht, deren Vorderseiten die Hauptseiten 18b bzw. 18a bilden, auf denen die Linsen abgeformt oder befestigt sind, während ihre Rückseiten aneinandergefügt sind, wobei beliebige Fügetechniken verwendet werden können, die die Transparenz bzw. die Durchlässigkeit für den Strahlengang des jeweiligen optischen Kanals erhalten. Dies ist in 1e exemplarisch für den Fall von 1a1c dargestellt.

Auch die Existenz lediglich der Linsen 721744 auf der Hauptseite 18b, d. h. ohne die Linsen 701704 auf der anderen Seite 18a, wäre denkbar, ebenso wie das Vorsehen der Linsen gemäß 721744 auf der anderen Seite 18a, d.h. der dem Bildsensor 12 abgewandten Seite des Substrats 18 und nicht der davon zugewandten Seite, d.h. 18a. Ebenso ist die Anzahl an Linsen in einem Linsenträger 761764 frei wählbar. So könnte auch lediglich eine Linse oder es könnten mehr als zwei in einem solchen Träger 761764 vorhanden sein. Wie in 2 gezeigt, könnte es sein, dass auf beiden Seiten 18a und 18b Linsen über jeweilige Linsenträger 761764 bzw. 771774 an der jeweiligen Seite 18a bzw. 18b montiert sind. In 2 sind beispielsweise gegenüber 1a–c die Linsen 721744 durch Linsen 731734, die durch Linsenträger 771774 an der Hauptseite 18a montiert sind, ersetzt.

Ebenso wäre es möglich, dass keine abgeformte Linse gemäß 701704 auf der Hauptseite 18a vorhanden ist, sondern lediglich die über den jeweiligen Linsenträger an der Seite 18b montierten Linsen, wobei wiederum gilt, dass das Gleiche auch für die andere Seite 18a gelten könnte.

Abweichend von den vorhergehenden Ausführungsbeispielen könnte der Körper des Trägers 18 auch von der rein planaren Form der Seiten 18a und 18b abweichend auch mit Brechkraftwirkung versehen sein. In anderen Worten ausgedrückt, könnten Linsen gemäß 701704 einstückig mit dem Träger 18 gebildet sein, beispielsweise mittels Spritzgussgießens oder Glasprägens oder dergleichen. Das soll durch die Strichelung der Schnittstelle zwischen Linsen 701704 und Träger 18 in 1a und 1b angedeutet sein. An dieser Schnittstelle zwischen Linsen und Substratträger könnten auch Blenden, wie z. B. Apertur- oder Falschlichtblenden, oder/und Filterschichten, wie z. B. IR-Blockfilter, vorgesehen sein. Zusätzlich oder alternativ können Blenden, wie z. B. Apertur- oder Falschlichtblenden, oder/und Filterschichten, wie z. B. IR-Blockfilter, an der Hauptseite vorgesehen sein, an der Linsen der Optiken über Linsenhalter montiert sind, nämlich an den Stellen, an denen die Strahlengänge das Substrat 18 durchdringen. In dem Fall einer Hauptseite des Substrats, die weder über Linsenhalter noch anderweitig eine Linse der Optiken aufweist, können solche Blenden oder Schichten an den Stellen, die von den Strahlengängen durchdrungen werden, natürlich ebenfalls vorhanden sein.

Wie schon geäußert ist die Herstellung eines Trägers mit den vorgewölbten Linsen 701704 an der Hauptseite 18a mittels Glasprägens, Polymerprägens oder mittels Polymer- oder Glasspritzguss möglich.

Es wäre denkbar, dass abgeformte Linsen 701704 achszentral zu über Linsenhalter gehalterten Linsen auf der gleichen Hauptseite angeordnet sind, das also die Linsenhalter auf die entsprechende Hauptseite montiert sind, wie z. B. vermittels Klebens, und dass die von denselben gehalterten Linsen weitere Linsen gegenüberliegen, die in der gleichen Hauptseite aus dem Substratmaterial herausgeformt oder auf die gleiche Hauptseite abgeformt sind.

Wurden in den vorherigen Ausführungsbeispielen Anordnungen mit nur einem Trägersubstrat beschrieben, so können weiterhin auch mehrere Trägersubstrate im Aufbau eingeordnet sein.

Auf die im Vorhergehenden beschriebene Art und Weise ist es also möglich, ein einzeiliges Array von optischen Kanälen mit Optiken zu schaffen, deren optisch funktionale Linsenflächen für alle Kanäle identisch sind. Es wäre aber ebenfalls möglich, die Linsen für jeden Kanal mit einer individuellen Abweichung gegenüber den Linsen der anderen optischen Kanäle zu versehen, wie z. B. zum Zweck des Ausgleichs von Abbildungsabweichungen unter den Kanälen aufgrund der kanalindividuellen Strahlumlenkung, wie durch die Strahlumlenkvorrichtung 24. Ferner könnten die Kanäle durch Verwendung unterschiedlichen Materials für die Linsen der jeweiligen optischen Kanäle für unterschiedliche Spektralbereiche empfindlich gemacht werden bzw. hinsichtlich ihrer spektralen Transparenz variiert werden. Jeder Kanal hätte dann beispielsweise eine unterschiedliche spektrale Filterwirkung. Beispielsweise wäre es möglich, dass Gruppen von Kanälen ein gemeinsames Teilgesichtsfeld bzw. ein sich vollständig überlappendes Teilgesichtsfeld auf den jeweiligen Bildsensorbereich abbilden.

4 zeigt noch exemplarisch, dass die Multiaperturabbildungsvorrichtung 10 von 1a1c um eines oder mehrere der nachfolgend beschriebenen zusätzlichen Einrichtungen ergänzt werden könnte.

Beispielsweise zeigt 4, dass eine Einrichtung 50 vorhanden sein könnte, um die Strahlumlenkvorrichtung 24 um eine Achse zu drehen, die parallel zu der Zeilenerstreckungsrichtung des Arrays 14 ist. Die Drehachse liegt beispielsweise in der Ebene der optischen Achsen 221224 oder davon weniger als ein Viertel eines Durchmessers der Optiken 161164 entfernt. Alternativ wäre es natürlich auch möglich, dass die Drehachse weiter entfernt liegt, wie z. B. weniger als ein Optikdurchmesser oder weniger als vier Optikdurchmesser. Die Einrichtung 50 kann beispielsweise vorgesehen sein, um die Strahlumlenkvorrichtung 24 mit kurzer Ansprechzeit in einem lediglich kleinen Winkelbereich, wie z. B. innerhalb einer Spanne von weniger als 10° oder weniger als 20° zu drehen, um Verwacklungen der Multiaperturabbildungsvorrichtung 10 durch beispielsweise einen Benutzer während einer Aufnahme auszugleichen. Die Einrichtung 50 würde in diesem Fall beispielsweise von einer Bildstabilisierungssteuerung angesteuert werden.

Alternativ oder zusätzlich könnte die Einrichtung 50 ausgebildet sein, um mit größeren Winkelverstellungen das Gesamtgesichtsfeld, das durch die Gesamtabdeckung der Teilgesichtsfelder 301304 (1) definiert wird, in seiner Richtung zu verändern. Dabei wäre es ferner möglich, dass durch Rotation der Strahlumlenkvorrichtung 24 auch Ablenkungen erzielt werden, bei denen das Gesamtgesichtsfeld in der entgegengesetzten Richtung relativ zu der Vorrichtung 10 angeordnet ist, indem beispielsweise die Strahlumlenkvorrichtung 24 als ein beidseitig reflektives Spiegelarray ausgebildet ist.

Wiederum alternativ oder zusätzlich kann die Vorrichtung 10 eine Einrichtung 52 aufweisen, um die Optiken 161164 vermittels des Substrats 18 bzw. das Substrat 18 selbst und damit die Optiken 161164 translatorisch entlang der Zeilenerstreckungsrichtung zu bewegen. Die Einrichtung 52 könnte beispielsweise ebenfalls durch die vorerwähnte Bildstabilisierungssteuerung angesteuert werden, um durch die Bewegung 53 entlang der Zeilenerstreckungsrichtung eine Bildstabilisierung quer zu der Bildstabilisierung zu erzielen, die durch die Rotation der Spiegelumlenkvorrichtung 24 verwirklicht wird.

Weiterhin kann zusätzlich oder alternativ die Vorrichtung 10 eine Einrichtung 54 zum Verändern des bildseitigen Abstands zwischen Bildsensor 12 und Optiken 161164 bzw. zwischen Bildsensor 12 und Körper 18 aufweisen, um eine Schärfentiefeneinstellung zu erzielen. Die Einrichtung 54 kann durch eine manuelle Benutzersteuerung oder durch eine Autofokussteuerung der Vorrichtung 10 gesteuert werden.

Die Einrichtung 52 dient also als Aufhängung des Substrats 18 und ist vorzugsweise, wie in 4 angedeutet seitlich neben dem Substrat 18 entlang der Zeilenerstreckungsrichtung angeordnet, um die Bauhöhe nicht zu erhöhen. Auch für die Einrichtungen 50 und 54 gilt, dass selbige vorzugsweise in der Ebene der optischen Strahlengänge angeordnet sind, um die Bauhöhe nicht zu erhöhen.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Optiken 161164 nicht nur untereinander, wie z. B. über das schon erwähnte transparente Substrat, sondern auch relativ zu der Strahlumlenkvorrichtung in konstanter relativer Lage gehaltert sein können, wie z. B. über einen geeigneten Rahmen, der vorzugsweise die Bauhöhe nicht vergrößert und deshalb vorzugsweise in der Ebene der Komponenten 12, 14 und 24 bzw. in der Ebene der Strahlengänge verläuft. Die Konstanz der relativen Lage könnte sich auf den Abstand zwischen Optiken und Strahlumlenkvorrichtung entlang der optischen Achsen beschränken, so dass die Einrichtung 54 beispielsweise die Optiken 161164 zusammen mit der Strahlumlenkvorrichtung translatorisch entlang der optischen Achsen bewegt. Der Optiken-zu-Strahlumlenkvorrichtung-Abstand könnte auf einen minimalen Abstand eingestellt werden, so dass der Strahlengang der Kanäle nicht durch die Segmente der Strahlumlenkvorrichtung 24 lateral eingeschränkt wird, was die Bauhöhe verringert, da andernfalls die Segmente 26i hinsichtlich der lateralen Ausdehnung für den größten Optiken-zu-Strahlumlenkvorrichtung-Abstand dimensioniert sein müssten, um den Strahlengang nicht einzuschneiden. Zusätzlich könnte die Konstanz der relativen Lage könnte vorerwähnter Rahmen die Optiken und die Strahlumlenkvorrichtung entlang der x-Achse starr zueinander haltern, sodass die Einrichtung 52 die Optiken 161164 zusammen mit der Strahlumlenkvorrichtung translatorisch entlang der Zeilenerstreckungsrichtung bewegen würde.

Die oben beschriebene Strahlumlenkvorrichtung 24 zum Umlenken des Strahlengangs der optischen Kanäle ermöglicht zusammen mit dem Aktor 50 zur Erzeugung der Rotationsbewegung der Strahlumlenkvorrichtung 24 einer optischen Bildstabilisierungssteuerung der Multiaperturabbildungsvorrichtung 10 eine Bild- bzw. Gesamtblickfeldstabilisierung in zwei Dimensionen, nämlich durch die translatorische Bewegung des Substrats 18 eine Bildstabilisierung entlang einer ersten Bildachse, die im Wesentlichen parallel zur Zeilenerstreckungsrichtung verläuft, und durch die Erzeugung der Rotationsbewegung der Strahlumlenkvorrichtung 24 eine Bildstabilisierung entlang einer zweiten Bildachse, die im Wesentlichen parallel zu den optischen Achsen vor bzw. ohne Strahlumlenkung verläuft, oder – betrachtet man die umgelenkten optischen Achsen – senkrecht zu den optischen Achsen und der Zeilenerstreckungsrichtung. Zusätzlich kann die beschriebene Anordnung eine translatorische Bewegung der im angesprochenen Rahmen fixierten Strahlumlenkvorrichtung und des Arrays 14 senkrecht zur Zeilenerstreckungsrichtung bewirken, wie z. B. durch den beschriebenen Aktor 54, die für die Realisierung einer Fokuseinstellung und damit einer Autofokusfunktion genutzt werden kann.

Es sei zu den obigen Ausführungen der Vollständigkeit halber noch darauf hingewiesen, dass die Vorrichtung bei einer Aufnahme über die Bildsensorbereiche ein Bild einer Szene pro Kanal aufnimmt, die durch die Kanäle auf die Bildsensorbereiche abgebildet worden, sind, und dass die Vorrichtung optional über einen Prozessor verfügen kann, der die Bilder zu einem Gesamtbild zusammenfügt oder verschmelzt, das der Szene in dem Gesamtgesichtsfeld entspricht, und/oder zusätzliche Daten bereitstellt, wie zum Beispiel 3D-Bilddaten und Tiefeninformationen der Objektszene zur Erstellung von Tiefenkarten und zur softwaretechnischen Realisierung wie z. B. von Refocusing (Festlegung der Bildschärfebereiche nach der eigentlichen Aufnahme), All-in-Focus-Bildern, Virtual Green Screen (Trennung von Vorder- und Hintergrund) u. a.. Letztere Aufgaben könnten ebenfalls von jenem Prozessor erledigt werden oder extern. Der Prozessor könnte allerdings auch eine zu der Multiaperturvorrichtung externe Komponente darstellen.

5 illustriert, dass Vorrichtungen 10 der vorher beschrieben Alternativen beispielsweise in einem flachen Gehäuse eines tragbaren Geräts 200 eingebaut sein können, wie zum Beispiel eines Mobiltelefons, ein Smartphone oder Mediaplayers oder dergleichen, wobei dann beispielsweise die Ebenen des Bildsensors 12 bzw. der Bildsensorbereiche und die Linsenebenen der Optiken der Kanäle 14 senkrecht zu der flachen Erstreckungsrichtung des flachen Gehäuses bzw. parallel zur Dickenrichtung ausgerichtet sind. Auf diese Weise würde beispielsweise die Strahlumlenkvorrichtung 24 dafür sorgen, dass das Gesamtgesichtsfeld der Multiaperturabbildungsvorrichtung 10 vor einer Vorderseite 202 des flachen Gehäuses liegt, das beispielsweise auch einen Bildschirm aufweist. Alternativ wäre auch eine Umlenkung derart möglich, dass sich das Gesichtsfeld vor einer Rückseite des flachen Gehäuses, die der Vorderseite 202 gegenüberliegt, befindet. Das Gehäuse könnte ein transparentes Fenster 206 in der durchdrungenen Seite 202 aufweisen, um die Strahlengänge der optischen Kanäle 14 durchzulassen. Es können weiterhin schaltbare Blenden (mechanisch bewegt, elektrochrom) angebracht sein, um den Lichteintritt durch die Öffnung des Fensters auf der Vorder- und/oder der Rückseite zu beeinflussen. Das Gehäuse des Geräts 200 bzw. das Gerät selbst kann flach sein, da durch die illustrierte Lage der Vorrichtung 10 in dem Gehäuse, die Bauhöhe der Vorrichtung 10, die zur Dicke des Gehäuses parallel ist, gering gehalten werden kann. Eine Umschaltbarkeit könnte ebenfalls vorgesehen werden, indem ein Fenster auf der der Seite 202 gegenüberliegenden Seite vorgesehen wird und beispielsweise die Strahlumlenkvorrichtung zwischen zwei Stellungen bewegt wird, indem letztere beispielsweise als Vor- und rückseitig spiegelnder Spiegel ausgeführt wird und von der einen in die andere Stellung gedreht wird, oder als Facettenspiegel mit einem Satz von Facetten für die eine Stellung und einem anderen Satz von Facetten für die andere Stellung, wobei die Facettensätze in Zeilenerstreckungsrichtung nebeneinander liegen und durch translatorische Hin- und Her-Bewegung der Strahlumlenkvorrichtung entlang der Zeilenerstreckungsrichtung zwischen den Stellungen umgeschaltet wird. Ein Verbau der Vorrichtung 10 in ein anderes ggf. nicht tragbares Gerät, wie z. B. eine Auto, wäre natürlich ebenfalls möglich. 6 zeigt noch, dass mehrere Module 10, deren Teilgesichtsfelder ihrer Kanäle das gleiche Gesichtsfeld vollständig und optional sogar in kongruenter Weise abdecken, beispielsweise mit einem Basisabstand B zueinander entlang einer für beide Module gleichen Zeilenerstreckungsrichtung in dem Gerät 200 verbaut sein können, wie zum Beispiel zum Zweck der Stereoskopie. Mehr als zwei Module wären ebenfalls denkbar. Die Zeilenerstreckungsrichtungen der Module 10 könnten auch nicht kollinear, sondern lediglich parallel zueinander sein. Es sei jedoch noch einmal erwähnt, dass, wie im vorgehenden erwähnt, auch eine Vorrichtung 10 bzw. ein Modul mit Kanälen so ausgestattet sein könnte, dass dieselben gruppenweise dasselbe Gesamtgesichtsfeld jeweils vollständig abdecken.

Es sei noch erwähnt, das die Strahlumlenkvorrichtung bei alternativen Ausführungsbeispielen verglichen zu den oben beschrieben Ausführungsbespielen auch fehlen könnte. Wenn eine lediglich teilweise gegenseitige Überlappung der Teilgesichtsfelder gewünscht ist, dann könnte dies zum Beispiel über gegenseitige laterale Versätze zwischen dem Zentrum des Bildsensorbereichs und des optischen Zentrums der Optik des entsprechenden Kanals erzielt werden. Die Aktoren gemäß 4 könnten natürlich dennoch Anwendung finden, wobei im Ersatz für die Einrichtung 50 beispielsweise der Aktor 52 zusätzlich zu einer translatorischen Bewegung der Optiken bzw. des Trägers 18 in der Lage ist.

Noch einmal in anderen Worten ausgeführt zeigen obige Ausführungsbeispiele also eine Multiaperturabbildungsvorrichtung mit einzeiligem Array von nebeneinander angeordneten optischen Kanälen, bei der sich irgendwo im Strahlengang der Multiaperturabbildungsvorrichtung ein sich über die Kanäle erstreckendes Substrat aus beispielsweise Glas oder Polymer zur Verbesserung der Stabilität erstreckt. Das Substrat kann zusätzlich bereits auf Vorder- und/oder Rückseite Linsen beinhalten. Die Linsen können aus dem Material des Substrats bestehen (wie z. B. durch Heizprägen entstanden) oder darauf abgeformt sein. Vor und hinter dem Substrat können sich weitere Linsen befinden, die sich nicht auf Substraten befinden und einzeln montiert werden. Es können mehrere Substrate in einem Aufbau, sowohl entlang, wie in 1d dargestellt, als auch senkrecht zur Zeilenerstreckungsrichtung, wie in 1e dargestellt, vorhanden sein. Gegenüber der Variante nach 1e wäre es dabei wie in 3b gezeigt auch möglich, mehrere Substrate mit Linsen entlang der Strahlengänge hintereinanderzuschalten, d. h. sie anderweitig hintereinander in einer vorbestimmten Lagebeziehung zueinander zu halten, wie z. B. über einen Rahmen, ohne dass ein Aneinanderfügen gemäß 1e notwendig wäre. Auf diese Weise stünden für das Vorsehen bzw. Befestigen von Linsen Zwei mal so viele Hauptseiten zur Verfügung, wie Trägersubstrate verwendet werden, nämlich in dem Beispiel von 3b ein Substrat 18, das gemäß obiger Beispiele mit Linsen bestückt sein kann, hier exemplarisch gemäß 1b, und ein Substrat, das ebenfalls gemäß obiger Beispiele mit Linsen bestückt sein kann, also unter anderem mit Linsen, die über Linsenhalter an den Hauptseiten 118a und/oder 118b befestigt sind, hier aber exemplarisch als einstückig durch beispielsweise Spritzguss oder dergleichen so hergestellt dargestellt ist, dass Linsen an den beiden Seiten 118a und 118b geformt sind, wie wohl natürlich auch abgeformte Linsen anderen Materials als das Material des parallelepipedförmigen Substrats 118 möglich wären sowie Linsen an nur einer der Seiten 118a und 118b. Beide Substrate sind transparent und werden von den Strahlengängen durchdrungen, und zwar durch die Hauptseiten 18a und 18b bzw. 118a und 118b hindurch. Obige Ausführungsbeispiele lassen sich also in Form einer Multiaperturabbilungsvorrichtung implementieren, und zwar mit einzeiliger Kanalanordnung, wobei jeder Kanal ein Teilgesichtsfeld eines Gesamtgesichtsfeld übertragt und sich die Teilgesichtsfelder teilweise überlappen. Ein Aufbau mit mehreren der solchen Multiaperturabbildungsvorrichtungen für Stereo-Trio-, Quattro usw. Aufbauten für die 3D-Bildaufnahme ist möglich. Die Mehrzahl von Modulen kann dabei als eine zusammenhängende Zeile ausgeführt sein. Die zusammenhängende Zeile könnte identische Aktoren und ein gemeinsames Strahlumlenkelement nutzen. Ein oder mehrere eventuell im Strahlengang vorhandene verstärkende Substrate können sich über die gesamte Zeile, die einen Stereo-, Trio, Quattro-Aufbau bilden kann, erstrecken. Es können Verfahren der Superresolution genutzt werden, wobei mehrere Kanäle dieselben Teilbildbereiche abbilden. Die optischen Achsen können auch bereits ohne Strahlumlenkvorrichtung divergent verlaufen, so dass weniger Facetten auf der Strahlumlenkeinheit benötigt werden. Die Facetten besitzen dann vorteilhafter Weise nur eine Winkelkomponente. Der Bildsensor kann einteilig sein, nur eine zusammenhängende Pixelmatrix oder mehrere unterbrochene aufweisen. Der Bildsensor kann aus vielen Teilsensoren zusammengesetzt sein, die z. B. auf einer Leiterplatte nebeneinander angeordnet sind. Ein Autofokusantrieb kann so ausgeführt sein, dass das Strahlumlenkelement synchron mit den Optiken bewegt wird, oder ruhend ist.