Title:
Verfahren zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz, Anschluss-Gateway-Entität zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz, Telekommunikationsnetz, Programm und Computerprogrammprodukt
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz, wobei das Telekommunikationsnetz dafür ausgelegt ist, mehreren Benutzergeräten Kommunikationsdienste bereitzustellen, wobei jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz und irgendeinem der mehreren Benutzergeräte erfordert, dass wenigstens ein Kommunikationsträger im Zusammenhang mit dem jeweiligen Benutzergerät eingerichtet ist, wobei sich eine Untergruppe von Benutzergeräten der mehreren Benutzergeräte in einem Ruhemodus oder inaktiven Modus befindet, wobei das Telekommunikationsnetz eine Mobilitätsverwaltungsentität und eine Anschluss-Gateway-Entität umfasst, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
– Empfangen, von der Anschluss-Gateway-Entität, von mehreren Abwärtsdatenpaketen für die Untergruppe von Benutzergeräten von wenigstens einem Paketdatennetz, wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern betreffen,
– Zuordnen, durch das Telekommunikationsnetz, einer ersten Verkehrsprioritätsinformation zu einem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete und einer zweiten Verkehrsprioritätsinformation zu einem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete, wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation einer geringeren Verkehrspriorität zugeordnet ist als die zweite Verkehrsprioritätsinformation,
– Drosseln, durch die Anschluss-Gateway-Entität während eines Überlastungszeitintervalls, von ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität, wobei die ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der ersten Verkehrsprioritätsinformation betreffen,
– Übertragen, durch die Anschluss-Gateway-Entität während des Überlastungszeitintervalls, von zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität, wobei die zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der zweiten Verkehrsprioritätsinformation betreffen, wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
– einen ersten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des ersten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität verwendet wird,
– einen ersten Benutzerstandort eines ersten Benutzergerätes der Untergruppe von Benutzergeräten,
– eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer ersten Verkehrsabwicklungspriorität (THP),
wobei die zweite Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
– einen zweiten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des zweiten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität verwendet wird,
– einen zweiten Benutzerstandort eines zweiten Benutzergerätes der Untergruppe von Benutzergeräten,
– eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer zweiten Verkehrsabwicklungspriorität (THP).




Inventors:
Negm, Mohamed (53225, Bonn, DE)
Application Number:
DE102015214239A
Publication Date:
02/02/2017
Filing Date:
07/28/2015
Assignee:
Deutsche Telekom AG, 53113 (DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Kutzenberger Wolff & Partner Patentanwaltspartnerschaft mbB, 50668, Köln, DE
Claims:
1. Verfahren zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz (100), wobei das Telekommunikationsnetz (100) dafür ausgelegt ist, mehreren Benutzergeräten (20) Kommunikationsdienste bereitzustellen, wobei jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz (100) und irgendeinem der mehreren Benutzergeräte (20) erfordert, dass wenigstens ein Kommunikationsträger (1, 2, 3, 4, 5) im Zusammenhang mit dem jeweiligen Benutzergerät eingerichtet ist, wobei sich eine Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22) der mehreren Benutzergeräte (20) in einem Ruhemodus oder inaktiven Modus befindet, wobei das Telekommunikationsnetz (100) eine Mobilitätsverwaltungsentität (121) und eine Anschluss-Gateway-Entität (122) umfasst, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
– Empfangen, durch die Anschluss-Gateway-Entität (122), von mehreren Abwärtsdatenpaketen für die Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22) von wenigstens einem Paketdatennetz (200), wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern (1, 2) betreffen,
– Zuordnen, durch das Telekommunikationsnetz (100), einer ersten Verkehrsprioritätsinformation zu einem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete und einer zweiten Verkehrsprioritätsinformation zu einem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete, wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation einer geringeren Verkehrspriorität angehört als die zweite Verkehrsprioritätsinformation,
– Drosseln, durch die Anschluss-Gateway-Entität (122) während eines Überlastungszeitintervalls, von ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität (121), wobei die ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der ersten Verkehrsprioritätsinformation betreffen,
– Übertragen, durch die Anschluss-Gateway-Entität (122) während des Überlastungszeitintervalls, von zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität (121), wobei die zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der zweiten Verkehrsprioritätsinformation betreffen,
wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
– einen ersten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des ersten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität (122) verwendet wird,
– einen ersten Benutzerstandort eines ersten Benutzergerätes (21) der Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22),
– eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer ersten Verkehrsabwicklungspriorität (THP),
wobei die zweite Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
– einen zweiten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des zweiten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität (122) verwendet wird,
– einen zweiten Benutzerstandort eines zweiten Benutzergerätes (22) der Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22),
– eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer zweiten Verkehrsabwicklungspriorität (THP).

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Überlastungszeitintervall durch die Anschluss-Gateway-Entität (122) von einer Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anerkennungsmeldung abgerufen wird, die von der Mobilitätsverwaltungsentität (121) in Reaktion auf eine Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderung empfangen wird.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren die folgenden weiteren Schritte umfasst:
– Aktivierung, durch das Telekommunikationsnetz (100), der Kommunikationsträger (1, 2) zur Übertragung des zweiten Teils der mehreren Datenpakete an die Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22),
– Übertragung von der Anschluss-Gateway-Entität (122) an die jeweiligen Benutzergeräte der Untergruppe von Benutzergeräten (1, 2) des zweiten Teils der mehreren Datenpakete unter Verwendung der Kommunikationsträger (1, 2).

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern (1, 2) gemäß verschiedenen Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Leveln betreffen, oder wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern (1, 2) gemäß desselben Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Levels betreffen.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren die folgenden weiteren Schritte umfasst:
– Erkennen, durch die Anschluss-Gateway-Entität (122), des ersten Zugriffspunktnamens abhängig von dem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete und des zweiten Zugriffspunktnamens abhängig von dem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete,
– Zuordnen, durch die Anschluss-Gateway-Entität (122), eines ersten Zugriffspunktnamen-(APN)-Prioritätslevels zum ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen des ersten Zugriffspunktnamens und eines zweiten Zugriffspunktnamen-(APN)-Prioritätslevels zum zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen des zweiten Zugriffspunktnamens.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren die folgenden weiteren Schritte umfasst:
– Erkennen, durch die Anschluss-Gateway-Entität (122), des ersten Benutzerstandorts abhängig von dem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete und des zweiten Benutzerstandorts abhängig von dem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete,
– Zuordnen, durch die Anschluss-Gateway-Entität (122), eines ersten Benutzerstandort-Prioritätslevels zum ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen des ersten Benutzerstandortes, und des zweiten Benutzerstandort-Prioritätslevels zum zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen des zweiten Benutzerstandorts.

7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der zweite Benutzerstandort basierend auf einer Identifikation von vorbestimmten Standort-Konfigurationsdaten und/oder basierend auf einem letzten, der Anschluss-Gateway-Entität (122) mitgeteilten Verfolgungsbereich erkannt wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren die folgenden weiteren Schritte umfasst:
– Erkennen, durch die Anschluss-Gateway-Entität (122), einer ersten Teilnehmerklasseninformation abhängig vom ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete und einer zweiten Teilnehmerklasseninformation abhängig vom zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete,
– Zuordnen, durch die Anschluss-Gateway-Entität (122), eines ersten Teilnehmerklassen-Prioritätslevels zum ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen der ersten Teilnehmerklasseninformation und eines zweiten Teilnehmerklassen-Prioritätslevels zum zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen der zweiten Teilnehmerklasseninformation.

9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das erste und das zweite Teilnehmerklassen-Prioritätslevel basierend auf einer Kombination aus dem einen Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einem Verkehrsabwicklungsprioritäts-(THP)-Level bestimmt werden.

10. Telekommunikationsnetz (100) zum verbesserten Überlastschutz im Telekommunikationsnetz (100), wobei das Telekommunikationsnetz (100) dafür ausgelegt ist, mehreren Benutzergeräten (20) Kommunikationsdienste bereitzustellen, wobei jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz (100) und irgendeinem der mehreren Benutzergeräte (20) erfordert, dass wenigstens ein Kommunikationsträger (1, 2, 3, 4, 5) im Zusammenhang mit dem jeweiligen Benutzergerät eingerichtet ist, wobei das Telekommunikationsnetz (100) eine Mobilitätsverwaltungsentität (121) und eine Anschluss-Gateway-Entität (122) umfasst, wobei die Anschluss-Gateway-Entität (122) des Telekommunikationsnetzes (100) dafür ausgelegt ist, von wenigstens einem Paketdatennetz (200) mehrere Abwärtsdatenpakete für eine Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22), die sich im Ruhemodus oder inaktiven Modus befinden, zu empfangen, wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern (1, 2) betreffen, wobei das Telekommunikationsnetz (100) dafür ausgelegt ist, einem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine erste Verkehrsprioritätsinformation und einem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine zweite Verkehrsprioritätsinformation zuzuordnen, wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation einer geringeren Verkehrspriorität angehört als die zweite Verkehrsprioritätsinformation, wobei die Anschluss-Gateway-Entität (122) dafür ausgelegt ist, während eines Überlastungszeitintervalls erste Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität (121) zu drosseln, wobei die ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der ersten Verkehrsprioritätsinformation betreffen, wobei die Anschluss-Gateway-Entität (122) dafür ausgelegt ist, während des Überlastungszeitintervalls zweite Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität (121) zu übertagen, wobei die zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der zweiten Verkehrsprioritätsinformation betreffen,
wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
– einen ersten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des ersten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität (122) verwendet wird,
– einen ersten Benutzerstandort eines ersten Benutzergerätes (21) der Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22),
– eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer ersten Verkehrsabwicklungspriorität (THP),
wobei die zweite Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
– einen zweiten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des zweiten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität (122) verwendet wird,
– einen zweiten Benutzerstandort eines zweiten Benutzergerätes (22) der Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22),
– eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer zweiten Verkehrsabwicklungspriorität (THP).

11. Telekommunikationsnetz (100) nach Anspruch 10, wobei das Telekommunikationsnetz (100) dafür ausgelegt ist, die Kommunikationsträger (1, 2) zur Übertragung des zweiten Teils der mehreren Datenpakete an die Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22) zu aktivieren, wobei die Anschluss-Gateway-Entität (122) dafür ausgelegt ist, den zweiten Teil der mehreren Datenpakete an die jeweiligen Benutzergeräte der Untergruppe von Benutzergeräten (1, 2) unter Verwendung der Kommunikationsträger (1, 2) zu übertragen.

12. Anschluss-Gateway-Entität (122) zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz (100), wobei jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz (100) und irgendeinem der mehreren Benutzergeräte (20) erfordert, dass wenigstens ein Kommunikationsträger (1, 2, 3, 4, 5) im Zusammenhang mit dem jeweiligen Benutzergerät eingerichtet ist, wobei die Anschluss-Gateway-Entität (122) dafür ausgelegt ist, wenigstens einen Kommunikationsträger (1, 2, 3, 4, 5) zum Bereitstellen von Kommunikationsdiensten des Telekommunikationsnetzes (100) für mehrere Benutzergeräte (20) einzurichten, wobei die Anschluss-Gateway-Entität (122) des Telekommunikationsnetzes (100) dafür ausgelegt ist, von wenigstens einem Paketdatennetz (200) mehrere Abwärtsdatenpakete für eine Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22), die sich im Ruhemodus oder inaktiven Modus befinden, zu empfangen, wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern (1, 2) betreffen, wobei die Anschluss-Gateway-Entität (122) dafür ausgelegt ist, einem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine erste Verkehrsprioritätsinformation und einem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine zweite Verkehrsprioritätsinformation zuzuordnen, wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation einer geringeren Verkehrspriorität angehört als die zweite Verkehrsprioritätsinformation, wobei die Anschluss-Gateway-Entität (122) dafür ausgelegt ist, während eines Überlastungszeitintervalls erste Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität (121) zu drosseln, wobei die ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der ersten Verkehrsprioritätsinformation betreffen, wobei die Anschluss-Gateway-Entität (122) dafür ausgelegt ist, während des Überlastungszeitintervalls zweite Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität (121) zu übertragen, wobei die zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der zweiten Verkehrsprioritätsinformation betreffen,
wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
– einen ersten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des ersten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität (122) verwendet wird,
– einen ersten Benutzerstandort eines ersten Benutzergerätes (21) der Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22),
– eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer ersten Verkehrsabwicklungspriorität (THP),
wobei die zweite Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
– einen zweiten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des zweiten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität (122) verwendet wird,
– einen zweiten Benutzerstandort eines zweiten Benutzergerätes (22) der Untergruppe von Benutzergeräten (21, 22),
– eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer zweiten Verkehrsabwicklungspriorität (THP).

13. Programm, umfassend einen maschinenlesbaren Programmcode, der, wenn er in einem Computer oder einem Netzknoten eines Telekommunikationsnetzes (100) ausgeführt wird, oder teilweise in dem Computer und teilweise in dem Netzknoten des Telekommunikationsnetzes (100) ausgeführt wird, den Computer oder den Netzknoten des Telekommunikationsnetzes (100) veranlasst, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 auszuführen.

14. Computerprogrammprodukt zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz (100), wobei das Computerprogrammprodukt ein in einem Speichermedium gespeichertes Computerprogramm umfasst, wobei das Computerprogramm einen Programmcode umfasst, der, wenn er in einem Computer oder einem Netzknoten des Telekommunikationsnetzes (100) ausgeführt wird, oder zum Teil in dem Computer und zum Teil in dem Netzknoten des Telekommunikationsnetzes (100) ausgeführt wird, den Computer oder den Netzknoten des Telekommunikationsnetzes (100) veranlasst, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 auszuführen.

Description:
HINTERGRUND

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz, wobei das Telekommunikationsnetz dafür ausgelegt ist, mehreren Benutzergeräten Kommunikationsdienste bereitzustellen, wobei jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz und irgendeinem der mehreren Benutzergeräte erfordert, dass wenigstens ein Kommunikationsträger im Zusammenhang mit dem jeweiligen Benutzergerät eingerichtet ist, wobei sich eine Untergruppe von Benutzergeräten der mehreren Benutzergeräte in einem Ruhemodus oder inaktiven Modus befindet, wobei das Telekommunikationsnetz eine Mobilitätsverwaltungsentität und eine Anschluss-Gateway-Entität umfasst.

Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Telekommunikationsnetz zum verbesserten Überlastschutz in dem Telekommunikationsnetz, wobei das Telekommunikationsnetz dafür ausgelegt ist, mehreren Benutzergeräten Kommunikationsdienste bereitzustellen, wobei jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz und irgendeinem der mehreren Benutzergeräte erfordert, dass wenigstens ein Kommunikationsträger im Zusammenhang mit dem jeweiligen Benutzergerät eingerichtet ist, wobei das Telekommunikationsnetz eine Mobilitätsverwaltungsentität und eine Anschluss-Gateway-Entität umfasst, wobei die Anschluss-Gateway-Entität des Telekommunikationsnetzes dafür ausgelegt ist, von wenigstens einem Paketdatennetz mehrere Abwärtsdatenpakete für eine Untergruppe von Benutzergeräten, die sich im Ruhemodus oder inaktiven Modus befinden, zu empfangen, wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern betreffen.

Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Anschluss-Gateway-Entität zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz, wobei jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz und irgendeinem der mehreren Benutzergeräte erfordert, dass wenigstens ein Kommunikationsträger im Zusammenhang mit dem jeweiligen Benutzergerät eingerichtet ist, wobei die Anschluss-Gateway-Entität dafür ausgelegt ist, wenigstens einen Kommunikationsträger zum Bereitstellen von Kommunikationsdiensten des Telekommunikationsnetzes für mehrere Benutzergeräte einzurichten, wobei die Anschluss-Gateway-Entität des Telekommunikationsnetzes dafür ausgelegt ist, von wenigstens einem Paketdatennetz mehrere Abwärtsdatenpakete für eine Untergruppe von Benutzergeräten, die sich im Ruhemodus oder inaktiven Modus befinden, zu empfangen, wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern betreffen.

Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Programm und ein Computerprogrammprodukt zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz gemäß dem erfinderischen Verfahren, ein Telekommunikationsnetz und eine Anschluss-Gateway-Entität.

In aktuellen Telekommunikationsnetzen sind Funkressourcen und Bandbreitenressourcen typischerweise begrenzt. Durch die ständig steigende Zahl von mobilen Anschlüssen und den steigenden Bedarf an Zugängen wird es immer wichtiger, ein Benutzergerät stabil an die Versorgung anzubinden (zum Beispiel Langzeitevolutionsversorgung, Long Term Evolution (LTE) Coverage), und zwar insbesondere in Situationen einer relativ hohen Netzbelegung im Kernnetz, was durch Steuermeldungen und anderen Datenaustausch zwischen den Netzelementen des Telekommunikationsnetzes verursacht werden kann.

Typischerweise werden Überlastschutzmechanismen eingesetzt, um die Netzbelegung zu verringern und zuverlässige Internet-Protokoll-(IP)-Dienste für die Benutzergeräte und ihre Anwendungen bereitzustellen. Derartige Überlastschutzmechanismen können verwirklicht werden, indem Datenverkehr von geringer Priorität (d. h. die Übertragung von Internet-Protokoll-(IP)-Datenpaketen innerhalb des Telekommunikationsnetzes) gedrosselt wird, um die Netzbelegung zu verringern. Insbesondere umfasst ein Überlastschutzmechanismus der Mobilitätsverwaltung (Mobility Management, MME) die Verringerung von Datenverkehr, der die Mobilitätsverwaltungsentität betrifft. Um Internet-Protokoll-(IP)-Datenpakete weiterzuleiten, die an ein ruhendes oder inaktives Benutzergerät gerichtet sind, muss die Anschluss-Gateway-(Serving Gateway, SGW)-Entität möglicherweise das ruhende oder inaktive Benutzergerät orten, indem sie eine Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(Downlink Data Notification, DDN)-Meldung – einschließlich einer Funkrufanforderung – an die Mobilitätsverwaltungsentität (MME) überträgt, während sie die Internet-Protokoll-(IP)-Datenpakete zwischenspeichert. Bei Erhalt einer Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anerkennungsmeldung in Reaktion auf die Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldung kann die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität die Internet-Protokoll-(IP)-Datenpakete unter Verwendung wenigstens eines Kommunikationsträgers an das jeweilige Benutzergerät weiterleiten.

Da die Anzahl der Benutzergeräte unter der Long-Term-Evolution-(LTE)-Versorgung stetig zunimmt, kann eine relativ hohe Zahl von Dienstanforderungen innerhalb relativ kurzer Zeitrahmen von mehreren, derselben Mobilitätsverwaltungsentität (MME) zugehörigen Benutzergeräten abgegeben werden. Somit kann eine große Zahl von Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldungen von der Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität zur Mobilitätsverwaltungsentität (MME) übertragen werden, so dass die Mobilitätsverwaltungsentität (MME) eine Überlastungssituation beherrschen kann. Zum Beispiel kann eine Überlastungssituation auftreten, wenn der Speicher, der alle eingehenden Abwärtsdatenbenachrichtigungsmeldungen (einschließlich der Funkrufanforderungen) verarbeiten muss, den verfügbaren Speicherplatz an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) übersteigt. In diesem Fall kann von der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) ein Drosselungsmechanismus ausgelöst werden (bei Empfang der Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldungen von einer Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität), indem die Mobilitätsverwaltungsentität (MME) in Reaktion auf die Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldung mit einer Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anerkennungsmeldung – die eine Drosselungsanforderung mit einem Drosselungsfaktor (Throttling Factor, TF) und einer Drosselungsverzögerung (Throttling Delay, TD) umfasst – an die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität antwortet. Anschließend kann die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität die Übertragung von weiteren Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldungen an die Mobilitätsverwaltungsentität (MME) in Abhängigkeit von der Drosselungsanforderung, die in der Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anerkennungsmeldung enthalten ist, verwerfen.

Der Internet-Protokoll-(IP)-Datenverkehr ist jedoch typischerweise gemäß der Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität- (Allocation Retention Priority, ARP) des Trägers priorisiert. Dies kann zu Situationen führen, in denen alle Kommunikationsträger mit derselben Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) des Trägers deaktiviert werden könnten, um Ressourcen freizusetzen, was zu einem unerwünschten Verlust von wichtigem Verkehr und wichtigen Internet-Protokoll-(IP)-Datenpaketen führen kann, die in wenigstens einigen der deaktivierten Kommunikationsträgern enthalten sind.

KURZFASSUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz zur Verfügung zu stellen, in dem ein unerwünschter Verlust von wichtigem Internet-Protokoll-(IP)-Datenverkehr bei einer Überlastungssituation an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) des Telekommunikationsnetzes verringert oder vermieden wird.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch ein Verfahren zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz gelöst, wobei das Telekommunikationsnetz dafür ausgelegt ist, mehreren Benutzergeräten Kommunikationsdienste bereitzustellen, wobei jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz und irgendeinem der mehreren Benutzergeräte erfordert, dass wenigstens ein Kommunikationsträger im Zusammenhang mit dem jeweiligen Benutzergerät eingerichtet ist, wobei sich eine Untergruppe von Benutzergeräten der mehreren Benutzergeräte in einem Ruhemodus oder inaktiven Modus befindet, wobei das Telekommunikationsnetz eine Mobilitätsverwaltungsentität und eine Anschluss-Gateway-Entität umfasst, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

  • – Empfangen, durch die Anschluss-Gateway-Entität, mehrerer Abwärtsdatenpakete für die Untergruppe von Benutzergeräten von wenigstens einem Paketdatennetz, wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern betreffen,
  • – Zuordnen, durch das Telekommunikationsnetz, einer ersten Verkehrsprioritätsinformation zu einem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete und einer zweiten Verkehrsprioritätsinformation zu einem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete, wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation einer geringeren Verkehrspriorität angehört als die zweite Verkehrsprioritätsinformation,
  • – Drosseln, durch die Anschluss-Gateway-Entität während eines Überlastungszeitintervalls von ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität, wobei die ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der ersten Verkehrsprioritätsinformation betreffen,
  • – Übertragen, durch die Anschluss-Gateway-Entität während des Überlastungszeitintervalls von zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität, wobei die zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der zweiten Verkehrsprioritätsinformation betreffen,
wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
  • – einen ersten Zugriffspunktnamen (Access Point Name, APN), der für die Übertragung des ersten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität verwendet wird,
  • – einen ersten Benutzerstandort eines ersten Benutzergerätes der Untergruppe von Benutzergeräten,
  • – eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer ersten Verkehrsabwicklungspriorität (Traffic Handling Priority, THP), wobei die zweite Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
  • – einen zweiten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des zweiten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität verwendet wird,
  • – einen zweiten Benutzerstandort eines zweiten Benutzergerätes der Untergruppe von Benutzergeräten,
  • – eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer zweiten Verkehrsabwicklungspriorität (THP).

Es ist dadurch gemäß der vorliegenden Erfindung vorteilhafterweise möglich, dass ein verbesserter Überlastschutzmechanismus durch eine relativ feinkörnige Steuerung der Drosselung von Internet-Protokoll-Datenverkehr verwirklicht wird, so dass Verluste bei wichtigem Datenverkehr weitgehend verringert oder vermieden werden. Das Verfahren zum verbesserten Überlastschutz gemäß der vorliegenden Erfindung ermöglicht vorzugsweise eine individuelle Steuerung in Bezug auf die Drosselung von Internet-Protokoll-(IP)-Datenverkehr (von Diensten), der denselben Dienstgüte-(Quality of Service, QoS)-Parametern angehört – insbesondere Datenpakete, die derselben Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) oder derselben maximalen Zugriffspunktnamen-Bitrate (APN-MBR) zugeordnet sind – welche jedoch verschiedenen Verkehrsprioritätsinformationen zugeordnet sind. Es wird gemäß der vorliegenden Erfindung besonders bevorzugt, dass die Differenzierung der Verkehrspriorität nicht auf (nur einem) Dienstgüte-(QoS)-Parameter(n) basiert – zum Beispiel nur auf der Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) basiert – sondern dass die Differenzierung der Verkehrspriorität auf Verkehrsprioritätsinformationen basiert (die im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung auch synonym als Verkehrsprioritäts-Informationselement bezeichnet werden), die wenigstens eines von Zugriffspunktnamen (APN), einem Benutzerstandort und einer Kombination aus Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) und Verkehrsabwicklungspriorität (THP) betreffen. Dies bedeutet insbesondere, dass die erste Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines von dem ersten Zugriffspunktnamen (APN), dem ersten Benutzerstandort und der Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und der ersten Verkehrsabwicklungspriorität (THP) betrifft und dass die zweite Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines von dem zweiten Zugriffspunktnamen (APN), dem zweiten Benutzerstandort und der Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und der zweiten Verkehrsabwicklungspriorität (THP) betrifft. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es dadurch vorteilhafterweise möglich, dass Betreiber in die Lage versetzt werden, im Vergleich zum Stand der Technik über eine relativ feinkörnige Steuerung der Drosselung von Datenpaketen innerhalb des Telekommunikationsnetzes zu verfügen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass das Überlastungszeitintervall durch die Anschluss-Gateway-Entität von einer Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anerkennungsmeldung abgerufen wird, die von der Mobilitätsverwaltungsentität in Reaktion auf eine Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderung empfangen wird.

Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, nicht nur zu ermöglichen, dass die Mobilitätsverwaltungsentität (MME) den verbesserten Überlastschutz gemäß der vorliegenden Erfindung auslöst, sondern auch, dass sie die Länge des Überlastungszeitintervalls abhängig steuert, so dass das Überlastungszeitintervall vorzugsweise an ein Level der Überlastung (zum Beispiel ein Level der Speichernutzung) an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) angepasst ist. Alternativ oder zusätzlich wird gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt, dass das Überlastungszeitintervall ein vorbestimmtes Überlastungszeitintervall ist, das innerhalb der Anschluss-Gateway-Entität besteht (zum Beispiel ein voreingestelltes Überlastungszeitintervall, das bei Einrichtung der Anschluss-Gateway-Entität konfiguriert wird).

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass das Verfahren ferner die weiteren folgenden Schritte umfasst:

  • – Aktivierung, durch das Telekommunikationsnetz, der Kommunikationsträger zur Übertragung des zweiten Teils der mehreren Datenpakete an die Untergruppe von Benutzergeräten,
  • – Übertragung von der Anschluss-Gateway-Entität an die jeweiligen Benutzergeräte der Untergruppe von Benutzergeräten des zweiten Teils der mehreren Datenpakete unter Verwendung der Kommunikationsträger.

Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, den verbesserten Überlastschutz nicht nur an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME), sondern auch in anderen Teilen des Telekommunikationsnetzes zu verwirklichen, indem der Datenverkehr zwischen der Anschluss-Gateway-Entität und dem Funkzugangsnetz verringert wird, indem – vorzugsweise nur – der zweite Teil der mehreren Datenpakete an die jeweiligen Benutzergeräte weitergeleitet wird und dass der erste Teil der mehreren Datenpakete an der Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität verworfen wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern gemäß verschiedenen Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Levels betreffen, oder wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern gemäß desselben Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Levels betreffen.

Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, eine relativ feinkörnige Steuerung zu verwirklichen, durch welche Verkehr gedrosselt wird und welcher Verkehr weitergeleitet wird, indem andere Parameter (d. h. die erste und die zweite Verkehrsprioritätsinformation) als die Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) verwendet werden, um den Prioritätsverkehr zu definieren. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass die Verkehrsprioritätsinformation eine Kombination aus Verkehrsprioritäten umfasst (für wenigstens den ersten und/oder zweiten Teil der mehreren Datenpakete), wobei die Kombination aus Verkehrsprioritäten wenigstens von einem von dem Dienst, dem Standort, der Art von Verkehr und der Teilnehmerart abhängt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass das Verfahren ferner die weiteren folgenden Schritte umfasst:

  • – Erkennen, durch die Anschluss-Gateway-Entität, des ersten Zugriffspunktnamens abhängig von dem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete und des zweiten Zugriffspunktnamens abhängig von dem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete,
  • – Zuordnen, durch die Anschluss-Gateway-Entität, eines ersten Zugriffspunktnamen-(APN)-Prioritätslevels zum ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen des ersten Zugriffspunktnamens und eines zweiten Zugriffspunktnamen-(APN)-Prioritätslevels zum zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen des zweiten Zugriffspunktnamens.

Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, einen verbesserten Überlastschutz zur Verfügung zu stellen, indem eine auf dem Zugriffspunktnamen (APN) basierende Prioritätsverkehrsinformation verwendet wird. Die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität erkennt vorzugsweise den Zugriffspunktnamen (APN). Dies bedeutet insbesondere, dass die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität dafür ausgelegt ist, den Zugriffspunktnamen (APN), der (für die Übertragung der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität) verwendet wird, zu identifizieren und basierend auf dem verwendeten Zugriffspunktnamen (APN) zu erkennen, ob der Verkehr (d. h. der Fluss von Datenpaketen) Verkehr von hoher Priorität ist (was bedeutet, dass die Datenpakete an das jeweilige Benutzergerät weitergeleitet werden) oder Verkehr von geringer Priorität ist (was bedeutet, dass die Datenpakete und/oder die jeweiligen Abwärtsdatenbenachrichtigungsmeldungen einer Drosselung unterworfen werden).

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass das Verfahren ferner die weiteren folgenden Schritte umfasst:

  • – Erkennen, durch die Anschluss-Gateway-Entität, des ersten Benutzerstandorts abhängig von dem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete und des zweiten Benutzerstandorts abhängig von dem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete,
  • – Zuordnen, durch die Anschluss-Gateway-Entität, eines ersten Benutzerstandort-Prioritätslevels zum ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen des ersten Benutzerstandortes und des zweiten Benutzerstandort-Prioritätslevels zum zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen des zweiten Benutzerstandortes.

Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, einen verbesserten Überlastschutz zur Verfügung zu stellen, indem eine auf dem Benutzerstandort basierende Prioritätsverkehrsinformation verwendet wird. Die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität ist vorzugsweise ein einen Benutzerstandort erkennender Knoten. Dies bedeutet insbesondere, dass die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität dafür ausgelegt ist, den Benutzerstandort (d. h. des Benutzergerätes, an das die Datenpakete gerichtet sind) zu identifizieren und basierend auf dem erkannten Benutzerstandort zu erkennen, ob der Verkehr (d. h. der Fluss von Datenpaketen) Verkehr von hoher Priorität ist (was bedeutet, dass die Datenpakete an das jeweilige Benutzergerät weitergeleitet werden) oder Verkehr von geringer Priorität ist (was bedeutet, dass die Datenpakete und/oder die jeweiligen Abwärtsdatenbenachrichtigungsmeldungen einer Drosselung unterworfen werden).

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass der zweite Benutzerstandort basierend auf einer Identifikation von vorbestimmten Standort-Konfigurationsdaten und/oder basierend auf einem letzten, der Anschluss-Gateway-Entität mitgeteilten Verfolgungsbereich erkannt wird.

Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, das Überlastschutz-Verfahren unter Verwendung einer Identifikation von vorbestimmten Standort-Konfigurationsdaten und/oder basierend auf einem letzten, der Anschluss-Gateway-Entität mitgeteilten Verfolgungsbereich zu verbessern.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass das Verfahren die weiteren folgenden Schritte umfasst:

  • – Erkennen, durch die Anschluss-Gateway-Entität, einer ersten Teilnehmerklasseninformation abhängig von dem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete und einer zweiten Teilnehmerklasseninformation abhängig von dem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete,
  • – Zuordnen, durch die Anschluss-Gateway-Entität, eines ersten Teilnehmerklassen-Prioritätslevels zum ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen der ersten Teilnehmerklasseninformation und eines zweiten Teilnehmerklassen-Prioritätslevels zum zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete bei Erkennen der zweiten Teilnehmerklasseninformation.

Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, einen verbesserten Überlastschutz durch Verwendung von Prioritätsverkehrsinformationen basierend auf einer Kombination aus einer Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) und einer Verkehrsabwicklungspriorität (THP) zur Verfügung zu stellen. Somit ist die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität dafür ausgelegt, die Teilnehmer nach Teilnehmerklassen zu differenzieren (zum Beispiel Goldklasse, Silberklasse und/oder andere Klassen) und basierend auf der dem jeweiligen Benutzergerät zugehörigen Teilnehmerklasse zu erkennen, ob der Verkehr (d. h. der Fluss von Datenpaketen) ein Verkehr hoher Priorität ist (was bedeutet, dass die Datenpakete an das jeweilige Benutzergerät weitergeleitet werden) oder ein Verkehr geringer Priorität ist (was bedeutet, dass die Datenpakete und/oder jeweilige Abwärtsdatenbenachrichtigungsmeldungen einer Drosselung unterworfen werden).

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass das erste und das zweite Teilnehmerklassen-Prioritätslevel basierend auf einer Kombination aus dem einen Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einem Verkehrsabwicklungsprioritäts-(THP)-Level bestimmt werden.

Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, dass die Teilnehmerklassen auf verschiedenen Kombinationen aus Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) und Verkehrsabwicklungspriorität (THP) innerhalb des Benutzerprofils des jeweiligen Teilnehmers abgebildet werden. Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, die Dienstgüte (QoS) – insbesondere während Überlastungssituationen an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) – für Teilnehmer hoher Priorität dahingehend zu verbessern, dass die Verkehrsprioritätsinformation basierend auf dem kombinierten Wert der Verkehrsabwicklungspriorität (THP) und dem Wert der Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) bestimmt wird. Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, dass Datenpakete, die Teilnehmern mit hoher Priorität angehören, während Überlastungssituationen an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) an diese Teilnehmer weitergeleitet werden.

Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Telekommunikationsnetz zum verbesserten Überlastschutz in dem Telekommunikationsnetz, wobei das Telekommunikationsnetz dafür ausgelegt ist, mehreren Benutzergeräten Kommunikationsdienste bereitzustellen, wobei jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz und irgendeinem der mehreren Benutzergeräte erfordert, dass wenigstens ein Kommunikationsträger im Zusammenhang mit dem jeweiligen Benutzergerät eingerichtet ist, wobei das Telekommunikationsnetz eine Mobilitätsverwaltungsentität und eine Anschluss-Gateway-Entität umfasst, wobei die Anschluss-Gateway-Entität des Telekommunikationsnetzes dafür ausgelegt ist, von wenigstens einem Paketdatennetz mehrere Abwärtsdatenpakete für eine Untergruppe von Benutzergeräten, die sich im Ruhemodus oder inaktiven Modus befinden, zu empfangen, wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern betreffen, wobei das Telekommunikationsnetz dafür ausgelegt ist, einem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine erste Verkehrsprioritätsinformation und einem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine zweite Verkehrsprioritätsinformation zuzuordnen, wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation einer geringeren Verkehrspriorität angehört als die zweite Verkehrsprioritätsinformation, wobei die Anschluss-Gateway-Entität dafür ausgelegt ist, während eines Überlastungszeitintervalls erste Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität zu drosseln, wobei die ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der ersten Verkehrsprioritätsinformation betreffen, wobei die Anschluss-Gateway-Entität dafür ausgelegt ist, während des Überlastungszeitintervalls zweite Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität zu übertragen, wobei die zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der zweiten Verkehrsprioritätsinformation betreffen,
wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:

  • – einen ersten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des ersten Teils des Datenpakets an die Anschluss-Gateway-Entität verwendet wird,
  • – einen ersten Benutzerstandort eines ersten Benutzergerätes der Untergruppe von Benutzergeräten,
  • – eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer ersten Verkehrsabwicklungspriorität (THP), wobei die zweite Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
  • – einen zweiten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des zweiten Teils des Datenpakets an die Anschluss-Gateway-Entität verwendet wird,
  • – einen zweiten Benutzerstandort eines zweiten Benutzergerätes der Untergruppe von Benutzergeräten,
  • – eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer zweiten Verkehrsabwicklungspriorität (THP).

Dadurch ist es gemäß der vorliegenden Erfindung vorteilhafterweise möglich, ein Telekommunikationsnetz zum verbesserten Überlastschutz in dem Telekommunikationsnetz zur Verfügung zu stellen, insbesondere zum verbesserten Überlastschutz für die Mobilitätsverwaltungsentität des Telekommunikationsnetzes, in welchem ein unerwünschter Verlust von wichtigem Internet-Protokoll-(IP)-Datenverkehr im Fall einer Überlastungssituation an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) des Telekommunikationsnetzes verringert oder vermieden wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass das Telekommunikationsnetz dafür ausgelegt ist, die Kommunikationsträger zur Übertragung des zweiten Teils der mehreren Datenpakete an die Untergruppe von Benutzergeräten zu aktivieren, wobei die Anschluss-Gateway-Entität dafür ausgelegt ist, den zweiten Teil der mehreren Datenpakete an die jeweiligen Benutzergeräte der Untergruppe von Benutzergeräten unter Verwendung der Kommunikationsträger zu übertragen.

Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, ein Telekommunikationsnetz mit einem verbesserten Überlastschutz innerhalb des Telekommunikationsnetzes nicht nur an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME), sondern auch in anderen Teilen des Telekommunikationsnetzes zur Verfügung zu stellen. Der verbesserte Überlastschutz wird dadurch verwirklicht, dass der Datenverkehr zwischen der Anschluss-Gateway-Entität und dem Funkzugangsnetz verringert wird, indem – vorzugsweise nur – der zweite Teil der mehreren Datenpakete an die jeweiligen Benutzergeräte weitergeleitet wird und der erste Teil der mehreren Datenpakete an der Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität verworfen wird.

Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Anschluss-Gateway-Entität zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz, wobei jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz und irgendeinem der mehreren Benutzergeräte erfordert, dass wenigstens ein Kommunikationsträger im Zusammenhang mit dem jeweiligen Benutzergerät eingerichtet ist, wobei die Anschluss-Gateway-Entität dafür ausgelegt ist, wenigstens einen Kommunikationsträger zum Bereitstellen von Kommunikationsdiensten des Telekommunikationsnetzes für mehrere Benutzergeräte einzurichten, wobei die Anschluss-Gateway-Entität des Telekommunikationsnetzes dafür ausgelegt ist, von wenigstens einem Paketdatennetz mehrere Abwärtsdatenpakete für eine Untergruppe von Benutzergeräten, die sich im Ruhemodus oder inaktiven Modus befinden, zu empfangen, wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von Kommunikationsträgern betreffen, wobei die Anschluss-Gateway-Entität dafür ausgelegt ist, einem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine erste Verkehrsprioritätsinformation und einem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine zweite Verkehrsprioritätsinformation zuzuordnen, wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation einer geringeren Verkehrspriorität angehört als die zweite Verkehrsprioritätsinformation, wobei die Anschluss-Gateway-Entität dafür ausgelegt ist, während eines Überlastungszeitintervalls erste Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität zu drosseln, wobei die ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der ersten Verkehrsprioritätsinformation betreffen, wobei die Anschluss-Gateway-Entität dafür ausgelegt ist, während des Überlastungszeitintervalls zweite Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität zu übertragen, wobei die zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der zweiten Verkehrsprioritätsinformation betreffen,
wobei die erste Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:

  • – einen ersten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des ersten Teils des Datenpakets an die Anschluss-Gateway-Entität verwendet wird,
  • – einen ersten Benutzerstandort eines ersten Benutzergerätes der Untergruppe von Benutzergeräten,
  • – eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer ersten Verkehrsabwicklungspriorität (THP), wobei die zweite Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
  • – einen zweiten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des zweiten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität verwendet wird,
  • – einen zweiten Benutzerstandort eines zweiten Benutzergerätes der Untergruppe von Benutzergeräten,
  • – eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer zweiten Verkehrsabwicklungspriorität (THP).

Dadurch ist es gemäß der vorliegenden Erfindung vorteilhafterweise möglich, eine Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität, vorzugsweise zur Verwendung in einem Telekommunikationsnetz gemäß der vorliegenden Erfindung, zum verbesserten Überlastschutz an einer Mobilitätsverwaltungsentität des Telekommunikationsnetzes, an das die Anschluss-Gateway-Entität angeschlossen ist, zur Verfügung zu stellen. Die erfinderische Anschluss-Gateway-Entität gewährleistet vorteilhafterweise, dass ein unerwünschter Verlust von wichtigem Internet-Protokoll-(IP)-Datenverkehr im Fall einer Überlastungssituation an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) des Telekommunikationsnetzes verringert oder vermieden wird, wenn die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität innerhalb eines Telekommunikationsnetzes gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird.

Zusätzlich betrifft die vorliegende Erfindung ein Programm, welches einen maschinenlesbaren Programmcode umfasst, der, wenn er in einem Computer oder einem Netzknoten eines Telekommunikationsnetzes ausgeführt wird, oder wenn er zum Teil in dem Computer und zum Teil in dem Netzknoten des Telekommunikationsnetzes ausgeführt wird, den Computer oder den Netzknoten des Telekommunikationsnetzes veranlasst, das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung auszuführen.

Weiter zusätzlich betrifft die vorliegende Erfindung ein Computerprogrammprodukt zum verbesserten Überlastschutz in einem Telekommunikationsnetz, wobei das Computerprogrammprodukt ein in einem Speichermedium gespeichertes Computerprogramm umfasst, wobei das Computerprogramm einen Programmcode umfasst, der, wenn er in einem Computer oder einem Netzknoten des Telekommunikationsnetzes ausgeführt wird, oder wenn er zum Teil in dem Computer und zum Teil in dem Netzknoten des Telekommunikationsnetzes ausgeführt wird, den Computer oder den Netzknoten des Telekommunikationsnetzes veranlasst, das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung auszuführen.

Diese und andere Kennzeichen, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden ausführlichen Beschreibung im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen deutlich, welche beispielhaft die Grundsätze der Erfindung veranschaulichen. Die Beschreibung ist nur als Beispiel angegeben, ohne den Rahmen der Erfindung zu beschränken. Die nachstehend aufgeführten Bezugsfiguren beziehen sich auf die beigefügten Zeichnungen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt schematisch ein mobiles Telekommunikationsnetz zum verbesserten Überlastschutz in dem Telekommunikationsnetz, wobei das Mobilfunknetz als ein Beispiel für ein Telekommunikationsnetz gemäß der vorliegenden Erfindung und insbesondere gemäß dem Verfahren der Erfindung dient.

2 zeigt schematisch die Situation der Verkehrsprioritätsinformation, die wenigstens einen Zugriffspunktnamen (APN) betrifft, der für die Übertragung der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität gemäß dem erfinderischen Verfahren verwendet wird.

3 zeigt schematisch die Situation der Verkehrsprioritätsinformation, die wenigstens einen Benutzerstandort eines Benutzergerätes gemäß dem erfinderischen Verfahren betrifft.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG

Die vorliegende Erfindung wird in Bezug auf besondere Ausführungsformen und anhand bestimmter Zeichnungen beschrieben, die Erfindung ist jedoch nicht dadurch, sondern nur durch die Patentansprüche begrenzt. Die beschriebenen Zeichnungen sind nur schematisch und nicht einschränkend. In den Zeichnungen kann die Größe einiger Elemente zu Veranschaulichungszwecken übertrieben und nicht maßstabsgerecht gezeichnet sein.

Wenn bei Bezugnahme auf ein Nomen in der Einzahl ein unbestimmter oder bestimmter Artikel verwendet wird, z. B. ”ein”, ”eine”, ”einer”, ”der”, ”die”, ”das”, schließt dies eine Mehrzahl dieses Nomens ein, wenn nicht speziell etwas Anderes angegeben ist.

Des Weiteren werden die Begriffe erste(r/s), zweite(r/s), dritte(r/s) und dergleichen in der Beschreibung und in den Patentansprüchen verwendet, um zwischen ähnlichen Elementen zu unterscheiden und nicht unbedingt, um eine sequentielle oder chronologische Reihenfolge zu beschreiben. Es versteht sich, dass die so verwendeten Begriffe unter entsprechenden Umständen austauschbar sind und dass die hier beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung auch in anderen Reihenfolgen als den hier beschriebenen oder veranschaulichten arbeiten können.

In 1 ist ein Telekommunikationsnetz 100 zum verbesserten Überlastschutz gemäß der vorliegenden Erfindung schematisch veranschaulicht. Das Telekommunikationsnetz ist als ein mobiles Telekommunikationsnetz implementiert, welches ein Funkzugangsnetz 110 und ein Kernnetz 120 umfasst. Das Telekommunikationsnetz 100 ist dafür ausgelegt, mehreren Benutzergeräten 20 Kommunikationsdienste bereitzustellen. Hier befinden sich die mehreren Benutzergeräte 20 innerhalb eines Versorgungsbereichs eines eNodeB 111 des Funkzugangsnetzes 110 des Telekommunikationsnetzes 100. Das Telekommunikationsnetz 100 ist dafür ausgelegt, den mehreren Benutzergeräten 20 über den eNodeB 111 des Funkzugangsnetzes 110 Kommunikationsdienste – zum Beispiel Internetdienste oder Internet-Multimedia-Untersystem-Dienste (Internet Multimedia Subsystem, IMS) – bereitzustellen. Das Kernnetz 120 des Telekommunikationsnetzes 100 umfasst eine Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 und eine Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122, wobei die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 dafür ausgelegt ist, Abwärtsdatenpakete von einer netzaufwärtigen Quelle zu empfangen. Hier wird die netzaufwärtige Quelle von oder innerhalb wenigstens einem/eines Paketdatennetz/es (PDN) 200 realisiert, das an das Kernnetz 120 des Telekommunikationsnetzes 100 angeschlossen ist.

Eine Untergruppe von Benutzergeräten 21, 22 der mehreren Benutzergeräte 20 ist in einem Ruhemodus oder inaktiven Modus gezeigt. Die Untergruppe von Benutzergeräten 21, 22 umfasst wenigstens ein erstes Benutzergerät 21 und ein zweites Benutzergerät 22. Jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz 100 – insbesondere der Anschluss-Gateway-Entität 122 des Telekommunikationsnetzes – und dem ersten Benutzergerät 21 der Untergruppe der mehreren Benutzergeräte 20 erfordert, dass wenigstens ein erster Kommunikationsträger 1 im Zusammenhang mit dem ersten Benutzergerät 1 eingerichtet ist. Das Einrichten eines Kommunikationsträgers umfasst vorzugsweise das Zuweisen von Ressourcen und das Aktivieren des Kommunikationsträgers. Jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz 100 – insbesondere der Anschluss-Gateway-Entität 122 des Telekommunikationsnetzes – und dem zweiten Benutzergerät 22 der Untergruppe der mehreren Benutzergeräte 20 erfordert, dass wenigstens ein zweiter Kommunikationsträger 2 im Zusammenhang mit dem zweiten Benutzergerät 22 eingerichtet ist. Hier sind der wenigstens eine erste Kommunikationsträger 1 und der wenigstens eine zweite Kommunikationsträger 2 in gestrichelten Linien gezeigt, da der wenigstens eine erste und zweite Kommunikationsträger 1, 2 deaktiviert sind, um Ressourcen freizusetzen, falls sich das erste und das zweite Benutzergerät 21, 22 in einem Ruhemodus oder inaktiven Modus befinden. Das Weiterleiten der Abwärtsdatenpakete von der Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 zu der ruhenden oder inaktiven Untergruppe von Benutzergeräten 21, 22 erfordert das Orten der ruhenden oder inaktiven Untergruppe der Benutzergeräte 21, 22 durch das Telekommunikationsnetz 100. Die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 ist insbesondere dafür ausgelegt, den Funkruf der ruhenden oder inaktiven Untergruppe von Benutzergeräten 21, 22 durch Übertragen einer eine Funkrufanforderung einschließende Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldung an die Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 zu initiieren, während die mehreren Abwärtsdatenpakete, die an die Untergruppe von Benutzergeräten 21, 22 gerichtet sind, zwischengespeichert werden. In nicht überlasteten Situationen – insbesondere vor Beginn oder nach Ablauf eines Überlastungszeitintervalls – leitet die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 unter Verwendung des jeweiligen wenigstens einen Kommunikationsträgers 1, 2 abhängig von einer Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anerkennungsmeldung, die von der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 in Reaktion auf die Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldung erhalten wurde, insbesondere die Abwärtsdatenpakete an die jeweilige Untergruppe des Benutzergerätes 21, 22 weiter.

Gemäß dem erfinderischen Verfahren zum verbesserten Überlastschutz umfasst das Verfahren das Empfangen – durch die Anschluss-Gateway-Entität (SGW) 122 – von mehreren Abwärtsdatenpaketen für die Untergruppe von Benutzergeräten 21, 22 von wenigstens einem Paketdatennetz 200, wobei die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung von dem (ersten und zweiten) Kommunikationsträger 1, 2 betreffen. In dem Fall, dass sich die Untergruppe von Benutzergeräten 21, 22 in einem Ruhezustand oder inaktiven Zustand befindet, werden die Abwärtsdatenpakete vorzugsweise von der Anschluss-Gateway-Entität 122 zwischengespeichert.

Eine Überlastungssituation an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 kann in dem Fall über die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 ausgelöst werden, dass die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 versucht, die ruhenden Benutzergeräte 21, 22 zu orten, indem sie – innerhalb eines relativ kurzen Zeitintervalls – eine relativ hohe Zahl von Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen sendet, was auf Grund der hohen Zahl von Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen, die von der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 verarbeitet werden müssen, und der hohen Zahl von Funkrufprozeduren, die von der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 ausgeführt werden müssen, zu einer Überlastungssituation führt. In dem Fall, dass ein Überlastschutz gemäß dem Stand der Technik implementiert ist, könnte eine Überlastungssituation nur auf Kosten eines unerwünschten Datenverlustes und/oder mit einem relativ komplexen Konfigurationsaufwand realisiert werden.

Im Gegensatz dazu stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum verbesserten Überlastschutz in dem Telekommunikationsnetz 100 zur Verfügung, in dem ein unerwünschter Verlust von wichtigem Abwärtsdatenverkehr im Fall einer Überlastungssituation an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 des Telekommunikationsnetzes 100 verringert oder vermieden wird. Gemäß dem erfinderischen Verfahren ordnet das Telekommunikationsnetz 100 einem ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine erste Verkehrsprioritätsinformation und einem zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine zweite Verkehrsprioritätsinformation zu. Hierbei gehört die erste Verkehrsprioritätsinformation einer geringeren Verkehrspriorität an als die zweite Verkehrsprioritätsinformation. Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, eine (relativ feinkörnige) Drosselung wenigstens des ersten Teils der mehreren Abwärtsdatenpakete basierend auf der ersten und der zweiten Verkehrsprioritätsinformation zu realisieren.

Die erste und die zweite Verkehrsprioritätsinformation werden vorzugsweise entweder an Stelle von oder zusätzlich zu einer Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) verwendet, sie unterscheiden sich jedoch insbesondere von der Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP). Zum Beispiel betreffen die mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung der Kommunikationsträger 1, 2 gemäß verschiedenen Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Leveln oder – alternativ – eine Übertragung von Nutzdaten unter Verwendung der Kommunikationsträger 1, 2 gemäß desselben Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Levels.

Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst das Verfahren das Drosseln von ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-DDN-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentität 121 durch die Anschluss-Gateway-Entität 122 während eines Überlastungszeitintervalls, wobei die ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den ersten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der ersten Verkehrsprioritätsinformation betreffen. Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst das Verfahren die Übertragung von zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen an die Mobilitätsverwaltungsentitat 121 durch die Anschluss-Gateway-Entität 122 während des Überlastungszeitintervalls, wobei die zweiten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen den zweiten Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete mit der zweiten Verkehrsprioritätsinformation betreffen. Es wird gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt, dass die ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen unabhängig von der dem für die Übertragung des ersten Teils der Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderung verwendeten Kommunikationsträger zugehörigen Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) gedrosselt werden. Vorzugsweise werden die ersten Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anforderungen gemäß einer Drosselungsanforderung durch die Mobilitätsverwaltungsentität (MME), die unter Verwendung der Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Anerkennungsmeldung an die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität übertragen wird, gedrosselt. Vorzugsweise umfasst die Drosselungsanfrage der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 einen Drosselungsfaktor (TF) und eine Drosselungsverzögerung (TD) (Überlastungszeitintervall), die für die Drosselung der ersten Abwärtsdatenpakete anzuwenden sind.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird es besonders bevorzugt, dass die erste Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:

  • – einen ersten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des ersten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität 122 verwendet wird,
  • – einen ersten Benutzerstandort eines ersten Benutzergerätes 21 der Untergruppe von Benutzergeräten 21, 22,
  • – eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer ersten Verkehrsabwicklungspriorität (THP), wobei die zweite Verkehrsprioritätsinformation wenigstens eines der folgenden betrifft:
  • – einen zweiten Zugriffspunktnamen (APN), der für die Übertragung des zweiten Teils der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität 122 verwendet wird,
  • – einen zweiten Benutzerstandort eines zweiten Benutzergerätes 22 der Untergruppe von Benutzergeräten 21, 22,
  • – eine Kombination aus einem Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Level und einer zweiten Verkehrsabwicklungspriorität (THP).

Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, ein selektives Drosseln von Abwärtsdatenpaketen (die verschiedenen Trägern angehören, die abhängig von der ersten und zweiten Verkehrsprioritätsinformation denselben oder verschiedenen Werten des jeweiligen Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Levels angehören) zu verwirklichen.

In 1 ist auch eine weitere Untergruppe von Benutzergeräten 23, 24 in einem Ruhemodus oder inaktiven Modus gezeigt, wobei die weitere Untergruppe von Benutzergeräten 23, 24 wenigstens ein drittes Benutzergerät 23 und ein viertes Benutzergerät 24 umfasst. Jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz 100 – insbesondere der Anschluss-Gateway-Entität 122 des Telekommunikationsnetzes – und dem dritten Benutzergerät 23 der weiteren Untergruppe der mehreren Benutzergeräte 20 erfordert, dass wenigstens ein dritter Kommunikationsträger im Zusammenhang mit dem dritten Benutzergerät 23 eingerichtet ist. Jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz 100 – insbesondere der Anschluss-Gateway-Entität 122 des Telekommunikationsnetzes – und dem vierten Benutzergerät 24 der weiteren Untergruppe der mehreren Benutzergeräte 20 erfordert, dass wenigstens ein vierter Kommunikationsträger 4 im Zusammenhang mit dem vierten Benutzergerät 24 eingerichtet ist. Hier sind der wenigstens eine dritte Kommunikationsträger 3 und der wenigstens eine vierte Kommunikationsträger 4 in gestrichelten Linien gezeigt, da der wenigstens eine dritte und der wenigstens eine vierte Kommunikationsträger 3, 4 deaktiviert sind, um Ressourcen freizusetzen, wenn sich das dritte und das vierte Benutzergerät 23, 24 in einem Ruhemodus oder einem inaktiven Modus befinden. Zusätzlich ist noch eine weitere Untergruppe von Benutzergeräten 25 in einem aktiven Modus gezeigt. Die noch weitere Untergruppe von Benutzergeräten 25 umfasst wenigstens ein fünftes Benutzergerät 25 im aktiven Modus. Jegliche Datenübertragung von Nutzdaten zwischen dem Telekommunikationsnetz 100 – insbesondere der Anschluss-Gateway-Entität 122 des Telekommunikationsnetzes – und dem fünften Benutzergerät 25 der noch weiteren Untergruppe der mehreren Benutzergeräte 20 erfordert, dass wenigstens ein fünfter Kommunikationsträger 5 im Zusammenhang mit dem fünften Benutzergerät 25 eingerichtet ist. Hier ist der wenigstens eine fünfte Kommunikationsträger 5 in einer durchgehenden Linie gezeigt, da der wenigstens eine fünfte Kommunikationsträger 5 zur Übertragung von Datenpaketen aktiviert ist, die an das fünfte Benutzergerät 25 (das sich im aktiven Modus befindet) gerichtet sind. Somit leitet die Anschluss-Gateway-Entität 122 alle Abwärtsdatenpakete an die weitere Untergruppe von aktivierten Benutzergeräten 25 weiter – insbesondere ohne zusätzliche Übertragung einer Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldung (die die Abwärtsdatenpakete betrifft, die an die Untergruppe von aktivierten Benutzergeräten 25 gerichtet sind) an die Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121.

In 2 ist die Situation schematisch gezeigt, dass die Verkehrsprioritätsinformation wenigstens einen Zugriffspunktnamen (APN) betrifft, der für die Übertragung der Datenpakete an die Anschluss-Gateway-Entität gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet wird. In 2 sind auf der rechten Seite ein erster, zweiter und dritter Zugriffspunktname (APN) mit den Bezugszeichen 201, 202, 203 gezeigt. In 2 sind auf der linken Seite ein erster, zweiter und dritter Benutzer mit den Bezugszeichen 301', 302', 303' gezeigt. Hier werden die an den ersten Benutzer 301' gerichteten Abwärtsdatenpakete unter Verwendung des ersten Zugriffspunktnamens (APN) (vgl. Bezugszeichen 201) an die Anschluss-Gateway-Entität 122 übertragen. An den zweiten Benutzer 302' gerichtete Abwärtsdatenpakete werden unter Verwendung des zweiten Zugriffspunktnamens (APN) (vgl. Bezugszeichen 202) an die Anschluss-Gateway-Entität 122 übertragen. An den dritten Benutzer 302' gerichtete Abwärtsdatenpakete werden unter Verwendung des dritten Zugriffspunktnamens (APN) (vgl. Bezugszeichen 203) an die Anschluss-Gateway-Entität 122 übertragen.

Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft der erste Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete eine Übertragung an das erste und dritte Benutzergerät 21, 23 unter Verwendung des ersten und dritten Kommunikationsträgers 1, 3 (wie in 1 veranschaulicht), und der zweite Teil der mehreren Abwärtsdatenpakete betrifft eine Übertragung an das zweite und vierte Benutzergerät 22, 24 unter Verwendung des zweiten und vierten Kommunikationsträgers 2, 4 (wie in 1 veranschaulicht). In diesem Beispiel gehören der erste, zweite, dritte und vierte Kommunikationsträger 1, 2, 3, 4 demselben Wert des Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Levels an.

Der erste und zweite Teil der Abwärtsdatenpakete werden über verschiedene Zugriffspunktnamen empfangen – hier zum Beispiel über den ersten und den zweiten Zugriffspunktnamen (APN) 201, 202. Basierend auf einer Priorität der Zugriffspunktnamen ordnet die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 dem ersten Teil der Datenpakete die erste Verkehrsprioritätsinformation und dem zweiten Teil der Datenpakete die zweite Verkehrsprioritätsinformation zu. Daher werden die den ersten Teil der mehreren Datenpakete betreffenden Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldungen durch die Anschluss-Gateway-Entität gedrosselt (zum Beispiel gemäß einem Drosselungsfaktor zwischen 0 und 1), und daher bleiben der erste und der dritte Kommunikationsträger 1, 3 deaktiviert, da sich das erste und dritte Benutzergerät 21, 23 in einem Ruhemodus oder inaktiven Modus befinden, und die Übertragung von jeweiligen Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldungen an die Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 wird somit verhindert. Die den zweiten Teil der mehreren Datenpakete betreffenden Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldungen werden jedoch nicht gedrosselt, sondern durch die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 an die Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 übertragen. Daher werden der zweite und der vierte Kommunikationsträger 2, 4 – die für die Übertragung des zweiten Teils der mehreren Abwärtsdatenpakete an das zweite und vierte Benutzergerät 2, 4 erforderlich sind – von dem Telekommunikationsnetz 100 aktiviert.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird von der Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität Datenverkehr, der einem Geschäftspartner 301' (erster Benutzer 301') angehört, der einen privaten Zugriffspunktnamen (APN) (erster Zugriffspunktname 201) verwendet, als Verkehr von hoher Priorität erkannt. Datenverkehr, der einem Internetbenutzer 302' (zweiter Benutzer 302') angehört, der einen Internet-Zugriffspunktnamen (APN) (zweiter Zugriffspunktname 202) verwendet, wird jedoch von der Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 als Verkehr geringer Priorität erkannt. Somit wird die erste Verkehrsprioritätsinformation den Abwärtsdatenpaketen (von geringer Priorität), die dem Internet-Zugriffspunktnamen 202 angehören, zugeordnet, und die zweite Verkehrsprioritätsinformation wird dem Datenverkehr (von hoher Priorität), der dem Geschäftspartner-Zugriffspunktnamen 201 angehört, zugeordnet. Dadurch können der dem Geschäftspartner 301' zugehörige Datenverkehr und der Internetbenutzern 302' zugehörige Datenverkehr denselben Wert des Zuweisungs-/Erhaltungs-Prioritäts-(ARP)-Levels aufweisen. Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die Abwärtsdatenpakete jedoch unabhängig von der Zuweisungs-/Erhaltungs-Priorität (ARP) von der Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 als Verkehr von hoher oder geringer Priorität erkannt. Es ist dadurch gemäß der vorliegenden Erfindung vorteilhafterweise möglich, dass – basierend auf der Differenzierung von Zugriffspunktnamen (APN) durch die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 – der Datenverkehr, der über den privaten Zugriffspunktnamen (APN) 201 (der durch Bezugszeichen 301 gezeigt ist) an den Geschäftspartner 301' übertragen wird, im Fall einer Überlastungssituation an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 keiner Drosselung unterworfen wird, während der Datenverkehr, der den Internet-Zugriffspunktnamen (APN) 202 betrifft, im Fall der Überlastungssituation an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 einer Drosselung unterworfen wird.

Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung werden Abwärtsdatenpakete, die einem Internet-Multimedia-Untersystem-(IMS)-Zugriffspunktnamen (APN) für Voice over Long Term Evolution (VoLTE) (dritter Zugriffspunktname 203) angehören, mit einer höheren Priorität behandelt als die Abwärtsdatenpakete, die dem Internet-Zugriffspunktnamen (APN) 202 angehören, so dass die Abwärtsdatenpakete, die dem Internet-Multimedia-Untersystem-(IMS)-Zugriffspunktnamen (APN) für Voice over Long Term Evolution (VoLTE) 203 angehören, im Fall einer Überlastungssituation an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 weitergeleitet (wie durch Bezugszeichen 303 gezeigt) und insbesondere weder gedrosselt noch verworfen werden.

In 3 ist schematisch die Situation gezeigt, in der die Verkehrsprioritätsinformation wenigstens einen Benutzerstandort eines Benutzergerätes gemäß dem erfinderischen Verfahren betrifft. Hier ist die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 dafür ausgelegt, die Abwärtsdatenpakete, die an Militärgebäude, Krankenhäuser usw. gerichtet sind (veranschaulicht durch einen Verkehrsbereich 401') – gemäß vorbestimmten Konfigurationen und basierend auf dem letzten Verfolgungsbereich, der der Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 mitgeteilt wurde – als Verkehr hoher Priorität zu erkennen, der an das zweite Benutzergerät 22 gerichtet ist, falls sich das zweite Benutzergerät 22 in dem Verfolgungsbereich 401' befindet. Die an das zweite Benutzergerät 22 gerichteten Abwärtsdatenpakete werden daher weitergeleitet und insbesondere nicht gedrosselt oder verworfen (siehe Bezugszeichen 401). Die Anschluss-Gateway-(SGW)-Entität 122 ist des Weiteren dafür ausgelegt, die Abwärtsdatenpakete, die an einen weiteren Verfolgungsbereich 402' gerichtet sind, als Verkehr von geringer Priorität zu erkennen, der an das erste Benutzergerät 21 gerichtet ist, falls sich das erste Benutzergerät 21 in dem weiteren Verfolgungsbereich 402' befindet. Daher werden die dem an das erste Benutzergerät 21 gerichteten Datenverkehr zugehörigen Abwärtsdatenbenachrichtigungs-(DDN)-Meldungen im Fall einer Überlastungssituation an der Mobilitätsverwaltungsentität (MME) 121 gedrosselt oder verworfen (veranschaulicht durch das Bezugszeichen 402).