Title:
Platte zum Herstellen von Hologrammen und Verfahren zum Herstellen der Platte
Kind Code:
A1


Abstract:

Eine Platte (7) zum Herstellen von Hologrammen oder anderen Licht beugenden oder diffraktiven Mikrostrukturen auf bahn- oder bogenförmigen Bedruckstoffen umfasst ein Hochdruck-Relief (12), welches aus einem oder mehreren erhabenen Stempeln (13) und einer oder mehreren danebenliegenden Vertiefungen (14) besteht und bei welchem ausschließlich auf den Stempeln (13) ein Mikrorelief (16) zum Drucken oder Prägen der Mikrostruktur angeordnet ist. Die Platte kann mit einem Herstellungsverfahren hergestellt werden, bei dem eine Primärplatte ein Negativ des Mikroreliefs (16) aufweist und das Mikrorelief (16) durch ein Abformen des Negativs hergestellt wird.




Inventors:
SCHMITT-LEWEN MARTIN (DE)
BUCK BERNHARD (DE)
THELEN MICHAEL (DE)
Application Number:
DE102015213236
Publication Date:
01/19/2017
Filing Date:
07/15/2015
Assignee:
HEIDELBERGER DRUCKMASCH AG (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102013016117A1N/A2014-05-08



Foreign References:
200402078922004-10-21
200900111902009-01-08
WO1998011472A11998-03-19
WO2006037851A12006-04-13
Claims:
1. Platte zum Herstellen von Hologrammen oder anderen Licht beugenden oder diffraktiven Mikrostrukturen auf bahn- oder bogenförmigen Bedruckstoffen, umfassend ein Hochdruck-Relief (12), welches aus einem oder mehreren erhabenen Stempeln (13) und einer oder mehreren danebenliegenden Vertiefungen (14) besteht und bei welchem ausschließlich auf den Stempeln (13) ein Mikrorelief (16) zum Drucken oder Prägen der Mikrostruktur angeordnet ist.

2. Herstellungsverfahren, bei dem eine Platte (7) zum Herstellen von Hologrammen oder anderen Licht beugenden oder diffraktiven Mikrostrukturen auf bahn- oder bogenförmigen Bedruckstoffen,
umfassend ein Hochdruck-Relief (12), welches aus einem oder mehreren erhabenen Stempeln (13) und einer oder mehreren danebenliegenden Vertiefungen (14) besteht und bei welchem ausschließlich auf den Stempeln (13) ein Mikrorelief (16) zum Drucken oder Prägen der Mikrostruktur angeordnet ist, hergestellt wird,
wobei eine Primärplatte (3) ein Negativ (17) des Mikroreliefs (16) aufweist und das Mikrorelief (16) durch ein Abformen des Negativs (17) hergestellt wird.

3. Herstellungsverfahren nach Anspruch 2, wobei in einem ersten Schritt ein Rohling (4) der Platte (7) mit den Stempeln (13) versehen wird und in einem zweiten Schritt der Rohling (4) und die Primärplatte (3) unter Einschluss eines Fluids (6) zwischen dem Rohling (4) und der Primärplatte (3) zusammengepresst werden und dabei zumindest ein Teil des Fluids (6) auf den Rohling (4) aufgetragen und das Negativ (17) ausschließlich in das auf den Stempeln (13) des Hochdruck-Reliefs (12) aufgetragene Fluid (6) abgeformt wird.

4. Herstellungsverfahren nach Anspruch 3, wobei in dem ersten Schritt der Rohling (4) der Platte (7) mit den Stempeln (13) versehen wird, indem in den Bereichen der Vertiefungen (14) Material abgetragen wird.

5. Herstellungsverfahren nach Anspruch 2, wobei in einem ersten Schritt ein Rohling (4) der Platte (7) und die Primärplatte (3) unter Einschluss eines Fluids (6) zwischen dem Rohling (4) und der Primärplatte (3) zusammengepresst werden und dabei zumindest ein Teil des Fluids (6) auf den Rohling (4) vollflächig aufgetragen und das Negativ (17) in das aufgetragene Fluid (6) abgeformt wird und in einem zweiten Schritt der Rohling (4) mit den Stempeln (13) versehen wird.

6. Herstellungsverfahren nach Anspruch 5, wobei in dem zweiten Schritt der Rohling (4) der Platte (7) mit den Stempeln (13) versehen wird, indem in den Bereichen der Vertiefungen (14) Material abgetragen wird.

7. Herstellungsverfahren nach Anspruch 2, wobei beim Abformen des Negativs (17) ein Rohling (4) der Platte (7) und die Primärplatte (3) unter Einschluss eines Fluids (6) und einer Schablone (5) zwischen dem Rohling (4) und der Primärplatte (3) zusammengepresst werden.

8. Herstellungsverfahren nach Anspruch 7, wobei die Schablone (5) vor und bei dem Zusammenpressen mit der Primärplatte (3) verbunden ist und nach dem Zusammenpressen von der Primärplatte (3) abgelöst wird.

9. Herstellungsverfahren nach Anspruch 7, wobei die Schablone (5) vor und bei dem Zusammenpressen mit dem Rohling (4) verbunden ist und nach dem Zusammenpressen von dem Rohling (4) abgelöst wird.

10. Herstellungsverfahren nach Anspruch 7, wobei die Schablone (5) sowohl von der Primärplatte (3) als auch von dem Rohling (4) separat ist.

Description:

Vorliegende Erfindung betrifft eine Platte zum Herstellen von Hologrammen oder anderen Licht beugenden oder diffraktiven Mikrostrukturen auf bahn- oder bogenförmigen Bedruckstoffen.

Vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Herstellungsverfahren, bei dem eine Platte zum Herstellen von Hologrammen oder anderen Licht beugenden oder diffraktiven Mikrostrukturen auf bahn- oder bogenförmigen Bedruckstoffen hergestellt wird.

Solche Platten werden auf einem Zylinder, z. B. einem Druckmaschinenzylinder, befestigt, um die Hologramme zu drucken oder prägen. Die Hologramme können Sicherheitsmerkmale von Produktverpackungen sein.

DE 10 2013 016 117 A1 zeigt eine als Silikonshim bezeichnete Silikonplatte mit einer mikroprägenden Struktur für Hologramme.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine zum Herstellen von partiellen Hologrammen, sogenannten Spot-Hologrammen, geeignete Platte zu schaffen und ein zum Herstellen dieser Platte geeignetes Verfahren anzugeben.

Die Aufgabe wird durch eine Platte zum Herstellen von Hologrammen oder anderen Licht beugenden oder diffraktiven Mikrostrukturen auf bahn- oder bogenförmigen Bedruckstoffen gelöst, die ein Hochdruck-Relief umfasst, welches aus einem oder mehreren erhabenen Stempeln und einer oder mehreren angrenzenden oder danebenliegenden Vertiefungen besteht. Bei dem Hochdruck-Relief ist ausschließlich auf den Stempeln ein Mikrorelief zum Drucken oder Prägen der Mikrostruktur angeordnet.

Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Herstellungsverfahren gelöst, bei dem eine Platte zum Herstellen von Hologrammen oder anderen Licht beugenden oder diffraktiven Mikrostrukturen auf bahn- oder bogenförmigen Bedruckstoffen hergestellt wird. Die hergestellte Platte umfasst ein Hochdruck-Relief, welches aus einem oder mehreren erhabenen Stempeln und einer oder mehreren angrenzenden oder danebenliegenden Vertiefungen besteht. Bei dem Hochdruck-Relief ist ausschließlich auf den Stempeln ein Mikrorelief zum Drucken oder Prägen der Mikrostruktur angeordnet. Bei dem Herstellungsverfahren weist eine Primärplatte ein Negativ des Mikroreliefs auf und wird das Mikrorelief durch ein Abformen des Negativs hergestellt.

Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und der zugehörigen Zeichnung, worin zeigt:

1 ein Walzwerk beim Herstellen einer Platte zum Herstellen von Hologrammen,

2 eine hergestellte Platte ohne Montageträgerschicht,

3 eine hergestellte Platte mit Montageträgerschicht und

4 eine Primärplatte zum Herstellen der Platte.

In den 1 bis 4 sind einander entsprechende Elemente mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

1 zeigt ein Walzwerk mit einer ersten Walze 1 und einer zweiten Walze 2, zwischen denen ein Stapel zusammengepresst wird, der aus einer Primärplatte 3, einem plattenförmigen Rohling 4 und dazwischen einer folienförmigen Schablone 5 und einem filmförmigen Fluid 6 besteht. Der Rohling 4 besteht aus mehreren aufeinanderliegenden Schichten, was in 1 nicht erkennbar ist.

2 zeigt eine erste Aufbauvariante einer Platte 7 zum Herstellen von Hologrammen auf bahn- oder bogenförmigen Bedruckstoffen. Die Platte 7, welche auch als Sekundärplatte bezeichnet werden kann, ist aus dem Rohling 4 (vgl. 1) hergestellt worden und umfasst eine Grundträgerschicht 8, darauf eine oder mehrere Zwischenschichten 9, darauf eine Vermittlerschicht 10 und darauf als Deckschicht eine Strukturierungsschicht 11. Die Schichten 8, 9, 10, 11 bestehen aus verschiedenen Materialien. Die Platte 7 weist ein druckauftragsspezifisches Hochdruck-Relief 12 auf, das aus vorspringenden Stempeln 13 und dazwischenliegenden Vertiefungen 14 besteht. Die Stempel 13 werden durch die eine oder mehrere Zwischenschichten 9, die Vermittlerschicht 10 und die Strukturierungsschicht 11 gebildet. Im Bereich der Vertiefungen 14 fehlen diese Schichten 9, 10, 11 und ist nur noch die Grundträgerschicht 8 vorhanden. Nur im Bereich der Stempel 13 weist die Platte 7 ein Mikrorelief 16 auf, das in die Strukturierungsschicht 11 eingebracht ist. Die Strukturierungsschicht 11 ist aus dem Fluid 6 gebildet worden.

3 zeigt eine zweite Aufbauvariante der Platte 7 zum Herstellen von Hologrammen auf bahn- oder bogenförmigen Bedruckstoffen. Die Platte 7, welche auch als Sekundärplatte bezeichnet werden kann, ist aus dem Rohling 4 (vgl. 1) hergestellt worden und umfasst eine Montageträgerschicht 15, darauf die Grundträgerschicht 8, darauf die eine oder mehrere Zwischenschichten 9, darauf die Vermittlerschicht 10 und darauf als Deckschicht die Strukturierungsschicht 11. Die Schichten 8, 9, 10, 11, 15 bestehen aus verschiedenen Materialien. Die Platte 7 weist das druckauftragsspezifische Hochdruck-Relief 12 auf, das aus den vorspringenden Stempeln 13 und den dazwischenliegenden Vertiefungen 14 besteht. Die Stempel 13 werden durch die Grundträgerschicht 8, die eine oder mehrere Zwischenschichten 9, die Vermittlerschicht 10 und die Strukturierungsschicht 11 gebildet. Im Bereich der Vertiefungen 14 fehlen diese Schichten 8, 9, 10, 11 und ist nur noch die Montageträgerschicht 15 vorhanden. Nur im Bereich der Stempel 13 weist die Platte 7 das Mikrorelief 16 auf, das in die Strukturierungsschicht 11 eingebracht ist. Die Strukturierungsschicht 11 ist aus dem Fluid 6 gebildet worden.

4 zeigt, dass die Primärplatte 3 ein Negativ 17 des Mikroreliefs 16 aufweist. Das Negativ 17 bedeckt die gesamte Primärplatte 3, d. h. es ist nicht druckauftragsspezifisch. Ein Vorteil der Erfindung ist, dass ein und dieselbe Primärplatte 3 zur Herstellung verschiedener Platten für verschiedene Hologramme verschiedener Druckaufträge verwendet werden kann.

Die Herstellung der ersten und zweiten Aufbauvariante der Platte 7 kann nach einer ersten Herstellungsvariante erfolgen. Hierbei wird in einem ersten Schritt der Rohling 4 der Platte 7 mit den Stempeln 13 versehen und werden in einem zweiten Schritt der Rohling 4 und die Primärplatte 3 unter Einschluss des Fluids 6 zwischen dem Rohling 4 und der Primärplatte 3 zusammengepresst und wird dabei zumindest ein Teil des Fluids 6 auf den Rohling 4 aufgetragen und das Negativ 17 ausschließlich in das auf den Stempeln 13 des Hochdruck-Reliefs 12 aufgetragene Fluid 6 abgeformt. In dem ersten Schritt wird der Rohling 4 der Platte 7 mit den Stempeln 13 versehen, indem in den Bereichen der Vertiefungen 14 Material abgetragen wird. Das Abtragen des Materials kann durch Anstanzen, Laserbearbeitung oder Ätzen erfolgen. Der zweite Schritt erfolgt in dem Walzwerk, das in 1 dargestellt ist, aber ohne Schablone. Das die Strukturierungsschicht 11 bildende Fluid 6 wird nach dem zweiten Schritt, z. B. durch Bestrahlung, gehärtet, um das Mikrorelief 16 in der Strukturierungsschicht 11 zu fixieren oder verfestigen.

Die Herstellung der ersten und zweiten Aufbauvariante der Platte 7 kann nach einer zweiten Herstellungsvariante erfolgen. Hierbei werden in einem ersten Schritt der Rohling 4 der Platte 7 und die Primärplatte 3 unter Einschluss des Fluids 6 zwischen dem Rohling 4 und der Primärplatte 3 zusammengepresst werden und wird dabei zumindest ein Teil des Fluids 6 auf den Rohling 4 vollflächig aufgetragen und das Negativ 17 in das aufgetragene Fluid 6 abgeformt und wird in einem zweiten Schritt der Rohling 4 mit den Stempeln 13 versehen. Der erste Schritt erfolgt in dem Walzwerk, das in 1 dargestellt ist, aber ohne Schablone. In dem zweiten Schritt wird der Rohling 4 der Platte 7 mit den Stempeln 13 versehen, indem in den Bereichen der Vertiefungen 14 Material abgetragen wird. Das Abtragen des Materials kann durch Anstanzen, Laserbearbeitung oder Ätzen erfolgen. Das die Strukturierungsschicht 11 bildende Fluid 6 wird nach dem ersten Schritt, z. B. durch Bestrahlung, gehärtet, um das Mikrorelief 16 in der Strukturierungsschicht 11 zu fixieren oder verfestigen.

Die Herstellung der ersten und zweiten Aufbauvariante der Platte 7 kann nach einer dritten Herstellungsvariante erfolgen. Hierbei werden beim Abformen des Negativs 17 der Rohling 4 der Platte 7 und die Primärplatte 3 unter Einschluss des Fluids 6 und der Schablone 5 zwischen dem Rohling 4 und der Primärplatte 3 zusammengepresst. Es gibt drei Anordnungsvarianten für die Schablone 5.

Bei der ersten Anordnungsvariante ist die Schablone 5 vor und bei dem Zusammenpressen mit der Primärplatte 3 verbunden und wird die Schablone 5 nach dem Zusammenpressen von der Primärplatte 3 abgelöst. Die Schablone 5 kann durch einen auf die Primärplatte 3 aufgetragenen und darauf gehärteten Lack gebildet werden, der nach der Herstellung der Platte 7 von der Primärplatte 3 wieder abgewaschen wird, um danach für die Herstellung einer anderen Platte für einen anderen Druckauftrag die Primärplatte 3 erneut mit einer druckauftragsspezifischen Schablone aus Lack beschichten zu können. Alternativ kann die Schablone 5 durch eine auf die Primärplatte 3 aufgeklebte Selbstklebefolie gebildet werden, die nach der Herstellung der Platte 7 von der Primärplatte 3 wieder abgezogen wird, um danach für die Herstellung einer anderen Platte für einen anderen Druckauftrag eine andere Selbstklebefolie als Schablone 5 auf die Primärplatte 3 kleben zu können.

Bei der zweiten Anordnungsvariante ist die Schablone 5 vor und bei dem Zusammenpressen mit dem Rohling 4 verbunden und wird die Schablone 5 nach dem Zusammenpressen von dem Rohling 4 abgelöst. Die Schablone 5 kann durch einen auf den Rohling 4 aufgetragenen und darauf gehärteten Lack gebildet werden, der nach der Herstellung der Platte 7 von dem Rohling 4 wieder abgewaschen wird. Alternativ kann die Schablone 5 durch eine auf den Rohling 4 aufgeklebte Selbstklebefolie gebildet werden, die nach der Herstellung der Platte 7 von dem Rohling 4 wieder abgezogen wird.

Bei der dritten Anordnungsvariante ist die Schablone 5 sowohl von der Primärplatte 3 als auch von dem Rohling separat. Die Schablone 5 kann durch eine Folie gebildet werden, die lose zwischen die Primärplatte 3 und den Rohling 4 gelegt wird, um den Stapel (vgl. 1) zu bilden, der beim Zusammenpressen durch das Walzwerk läuft.

Bei allen drei Anordnungsvarianten hat die Schablone 5 eine Dicke, die mit der Höhe der Strukturierungsschicht 11 korrespondiert, und eine oder mehrere Aussparungen, deren Umrisse mit jenen der Stempel 13 korrespondieren. Beim Zusammenpressen wird zumindest ein Teil des Fluids 6 in die Aussparungen der Schablone 5 verdrängt und dort auf den Rohling 4 aufgetragen.

Bezugszeichenliste

1
erste Walze
2
zweite Walze
3
Primärplatte
4
Rohling
5
Schablone
6
Fluid
7
Platte
8
Grundträgerschicht
9
Zwischenträgerschicht
10
Vermittlerschicht
11
Strukturierungsschicht
12
Hochdruck-Relief
13
Stempel
14
Vertiefung
15
Montageträgerschicht
16
Mikrorelief
17
Negativ

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102013016117 A1 [0004]