Title:
Isolatoranordnung
Kind Code:
A1


Abstract:

Eine Isolatoranordnung weist einen Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) auf. Über den Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) sind ein erster Anschlagbereich (2) und ein zweiter Anschlagbereich (2a) voneinander elektrisch isoliert beabstandet. Zumindest einer der Anschlagbereiche (2, 2a) weist einen Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) auf. Ein Fügespalt zwischen dem Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) und dem Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) ist von einem reversibel verformbaren Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) gebrückt.




Inventors:
Baudach, Joachim (13127, Berlin, DE)
Mielke, Dajana (16515, Oranienburg, DE)
Application Number:
DE102015211481A
Publication Date:
12/22/2016
Filing Date:
06/22/2015
Assignee:
Siemens Aktiengesellschaft, 80333 (DE)
International Classes:



Foreign References:
WO2008022892A12008-02-28
Claims:
1. Isolatoranordnung aufweisend einen Isolierabschnitt (1, 1a, 1b), über welchen ein erster Anschlagbereich (2) und ein zweiter Anschlagbereich (2a) der Isolatoranordnung voneinander elektrisch isoliert beabstandet sind, wobei zumindest einer der Anschlagbereiche (2, 2a) einen Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) aufweist, welcher mit dem Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Fügespalt zwischen dem Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) und dem Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) von einem reversibel verformbaren Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) gebrückt ist.

2. Isolatoranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das reversibel verformbare Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) ein Elastomer aufweist.

3. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das reversibel verformbare Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) eine fluiddichte Barriere am, insbesondere im Fügespalt ausbildet.

4. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das reversibel verformbare Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) eine Lagesicherung von Armaturkörper (3a, 3b, 3c, 4) und Isolierabschnitt zueinander (1, 1a, 1b) gewährleistet.

5. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem reversibel verformbaren Verbindungsabschnitt eine Verriegelung (12) zwischen dem Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) und dem Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) zugeordnet ist.

6. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) und Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) das reversibel verformbare Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) eine Radialdichtung ausbildet.

7. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das reversibel verformbare Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) eine Axialdichtung ausbildet.

8. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) den Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) durchsetzt.

9. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) den Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) umgreift.

10. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) ein Scheibenisolator ist.

11. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) zwischen dem Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) und dem Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) verpresst ist.

12. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) den Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) mit dem Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) stoffschlüssig verbindet.

13. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass über das Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) der Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) und der Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) miteinander vulkanisiert sind.

14. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) mit dem Armaturkörper (3, 3a, 3b, 4) und dem Isolierabschnitt (1, 1a, 1b) vergossen ist.

15. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (7a, 7b, 7c) sich zumindest teilweise in den Fügespalt hinein erstreckt, insbesondere den Fügespalt vollständig befüllt.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Isolatoranordnung aufweisend einen Isolierabschnitt, über welchen ein erster Angschlagbereich und ein zweiter Anschlagbereich der Isolatoranordnung voneinander elektrisch isoliert beabstandet sind, wobei zumindest einer der Anschlagbereiche einen Armaturkörper aufweist, der mit dem Isolierabschnitt verbunden ist.

Eine derartige Isolatoranordnung ist beispielsweise aus der internationalen Veröffentlichung WO 2008/022892 A1 bekannt. Dort ist eine Isolatoranordnung beschrieben, welche einen Isolierabschnitt aufweist. Ein erster Anschlagbereich sowie ein zweiter Anschlagbereich der Isolatoranordnung weisen jeweils einen Armaturkörper auf, welche voneinander elektrisch isoliert beabstandet sind. Die dortigen Armaturkörper sind an den Isolierabschnitt angefügt.

Oft sind die Armaturkörper sowie der Isolierabschnitt aus voneinander abweichenden Materialien gefertigt, so dass in einem Verbindungsbereich eine Unstetigkeitsstelle auftritt, welche die Isolatoranordnung schwächen kann. Insbesondere unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten von Materialien können zu Verspannungen im Verbindungsbereich führen. Weiter kann durch Relativbewegungen Abrieb am Isolierabschnitt bzw. am Armaturkörper entstehen. Bei einem Ausstreuen von Abriebsteilchen in die Umgebung der Isolatoranordnung kann die Isolationsfestigkeit derselben geschwächt werden. Bei einer dielektrischen Belastung der Isolatoranordnung können derartige unerwünschte Veränderungen am Isolierabschnitt bzw. am Armaturkörper ein Auftreten von Teilentladungen fördern.

Daher ist es Aufgabe der Erfindung, eine Isolatoranordnung anzugeben, welche eine verbesserte Betriebssicherheit aufweist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Isolatoranordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass zumindest ein Fügespalt zwischen dem Armaturkörper und dem Isolierabschnitt von einem reversibel verformbaren Verbindungsmittel gebrückt ist.

Isolatoranordnungen werden eingesetzt, um beispielsweise mechanische Tragkonstruktionen auszubilden, wobei unterschiedliche elektrische Potentiale aufweisende Strukturen miteinander mechanisch gekoppelt werden und dabei voneinander elektrisch zu separieren sind. Beispielsweise können in Elektroenergieübertragungseinrichtungen elektrische Phasenleiter, z. B. Sammelschienen und andere Phasenleiter über Isolatoranordnungen an Traggestellen, die beispielsweise Erdpotential führen, abgestützt werden. Die Isolatoranordnung kann eine Stützfunktion ausüben. Ein Armaturkörper kann jeweils das Potential eines Phasenleiters, bzw. eines Traggestelles etc. führen, wobei ein Armaturkörper unter Zwischenanordnung des Isolierabschnittes eine mechanische Verbindung zwischen den voneinander abweichenden elektrische Potentiale führenden Bauteilen herstellen kann. Ein Armaturkörper und ein Isolierabschnitt der Isolatoranordnung sind dauerhaft miteinander verbunden.

Ein Anschlagbereich ist ein Bereich an der Isolatoranordnung, an welchem Kräfte ein- und ausgeleitet werden können. Ein Anschlagbereich kann unmittelbar am Isolierabschnitt angeordnet sein. Vorteilhaft kann jedoch ein Armaturkörper genutzt werden, so dass Kräfte flächig verteilt auf die Isolatoranordnung übertragen/aus dieser ausgeleitet werden können. Dadurch wird der Isolierabschnitt vor mechanischen Überlastungen geschützt.

Bereits während einer Herstellung bzw. während eines Transportes der Isolatoranordnung und auch noch während der Verwendung der Isolatoranordnung in einer Elektroenergieübertragungseinrichtung kann es zu einer Kräftebeanspruchung zwischen einem Armaturkörper und einem Isolierabschnitt kommen. Entsprechend wird ein Fügebereich zwischen einem Armaturkörper und einem Isolierabschnitt einer erhöhten mechanischen Belastung unterworfen, wodurch eine Relativbewegung auftreten kann. Derartige Relativbewegungen können im ungünstigen Falle zu einer Abrasion, insbesondere an dem Isolierabschnitt führen, wodurch beispielsweise der Isolierabschnitt zum einen mechanisch geschwächt wird. Zum anderen stellen Abriebsteilchen eine unerwünschte Verunreinigung dar. Durch Abrasion entstehende undefinierte Oberflächen können ein Entstehen von Teilentladungen begünstigen. Insbesondere bei der Verwendung eines Armaturkörpers, der elektrisch leitend wirkt, z. B. ein metallischer Armaturkörper, kann es auf Grund der unterschiedlichen Abriebfestigkeiten des Isoliermaterials und des elektrisch leitfähigen Armaturkörpers zu derartigen Problemen kommen. Es können beispielsweise Isolierharze oder andere organische Isoliermaterialien eingesetzt werden, um einen winkelstarren Isolierabschnitt auszubilden. Ein Armaturkörper kann bevorzugt elektrisch leitfähig ausgebildet sein, so dass dieser bevorzugt ein elektrisches Potential führen kann. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, den Armaturkörper zu verwenden, um eine Feldbeeinflussung im Bereich der Isolatoranordnung herbeizuführen. Zur Erzielung einer ausreichenden elektrischen Leitfähigkeit kann der Armaturkörper aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, eine elektrisch leitende Beschichtung auf den Armaturkörper aufzutragen/einzubringen. Der Armaturkörper kann dabei als Feldsteuerelektrode fungieren. Der Armaturkörper kann jedoch auch selbst beispielsweise als Teil eines Phasenleiters (z. B. Sammelschiene) fungieren, wobei ein Phasenleiter einer Führung eines elektrischen Stromes dienen kann. Der Isolierabschnitt sowie der Armaturkörper sind miteinander verbunden und Teil der Isolatoranordnung. Ein Armaturkörper dient einem Abschluss des Isolierabschnittes, so dass an diesen weitere Bestandteile z. B. Traggestelle usw. angeschlagen werden können. Die Verbindung zwischen dem Isolierabschnitt und dem Armaturkörper besteht unabhängig von einer Nutzung des Anschlagbereiches. Vorteilhaft ist dabei, wenn diese Verbindung nicht zerstörungsfrei aufzulösen ist. Bei einer Verbindung entsteht zwischen dem Isolierabschnitt und dem Armaturkörper ein Fügespalt. Ein Armaturkörper kann den Isolierabschnitt umgreifen. Der Isolierabschnitt kann einen Armaturkörper umgreifen. Der Fügespalt kann in sich geschlossen, insbesondere ringförmig umlaufend ausgebildet sein. Im Allgemeinen weisen die den Fügespalt begrenzenden Oberflächenbereiche des Isolierabschnittes sowie des Armaturkörpers eine im Wesentlichen komplementäre Form auf. Durch ein Brücken des Fügespaltes kann das reversibel verformbare Verbindungsmittel den Isolierabschnitt relativ zu dem Armaturkörper stabilisieren. Das reversibel verformbare Verbindungsmittel erzeugt bevorzugt Haltekräfte zwischen Isolierabschnitt und Armaturkörper. Bisherige Fügeverfahren der Armaturkörper und des Isolierabschnittes gingen davon aus, beispielsweise durch einen unmittelbaren Verguss des Isolierabschnittes mit dem Armaturkörper eine möglichst winkelstarre Struktur bei einem schmalen Fügespalt auszubilden und so Relativbewegungen zwischen Isolierabschnitt und Armaturkörper zu verhindern.

Durch die Anordnung eines reversibel verformbaren Verbindungsmittels zwischen dem Isolierabschnitt und zumindest einem Isolierkörper wird in einem definierten Bereich eine begrenzte Relativbewegung zwischen dem Isolierabschnitt und dem jeweiligen Armaturkörper zugelassen. Über das reversibel veformbare Verbindungsmittel sind der Armaturkörper und der Isolierabschnitt miteinander gekoppelt. In Abhängigkeit des Elastizitätsmodules des Verbindungsmittels können so Relativbewegungen, beispielsweise im Mikrometer- bzw. Millimeterbereich zugelassen werden. Je nach Anwendungsfall der Isolatoranordnung, den verwendeten Materialien etc. kann die zulässige Relativbewegbarkeit des Isolierabschnittes relativ zu dem Armaturkörper variieren, wobei über das reversibel verformbare Verbindungsmittel ein unmittelbares Aneinanderstoßen des Armaturkörpers sowie des Isolierabschnittes verhindert ist. Armaturkörper und Isolierabschnitt sind unter Zwischenlage des Verbindungsmittels miteinander verbunden, wobei je nach Elastizitätsmodul des Verbindungsmittels eine relative Bewegbarkeit zwischen Isolierabschnitt und Armaturkörper zugelassen ist. Somit ist zum einen zwar eine Relativbewegung von Isolierabschnitt und Armaturkörper möglich, jedoch bildet das Verbindungsmittel einen Pufferbereich zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt, wodurch bevorzugt ein unmittelbares Aneinanderschlagen/Berühren des Armaturkörpers an den/mit dem Isolierabschnitt verhindert ist. Das reversibel verformbare Verbindungsmittel ist somit ein Puffer zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt. Zusätzlich können durch die Verwendung des reversibel verformbaren Verbindungsmittels Fertigungstoleranzen des Isolierabschnittes bzw. des Armaturkörpers im Verbindungsmittel ausgeglichen werden. Somit kann eine Isolatoranordnung geschaffen werden, welche an die Maßhaltigkeit des Isolierabschnittes sowie des Armaturkörpers reduzierte Anforderungen stellt. Das reversibel verformbare Verbindungsmittel kann als Toleranzausgleich wirken. Bevorzugt kann das reversibel verformbare Verbindungsmittel zumindest teilweise innerhalb des Fügespaltes angeordnet sein.

Als reversibel verformbares Verbindungsmittel können beispielsweise Vorrichtungen genutzt werden, welche Kräfte zwischen dem Isolierabschnitt sowie dem Armaturkörper (gedämpft durch das Verbindungsmittel) übertragen können. Dazu kann das reversibel verformbare Verbindungsmittel beispielsweise elastische, insbesondere federelastische, Abschnitte aufweisen, welche beispielsweise durch Blattfedern, Schraubenfedern, Spiralfedern usw. gebildet sind.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das reversibel verformbare Verbindungsmittel ein Elastomer aufweist.

Ein Elastomer kann sich in einen Fügespalt zwischen einem Armaturkörper und dem Isolierabschnitt hinein erstrecken. Durch eine Dimensionierung des reversibel verformbaren Verbindungsmittels ist es möglich, auch breitere Fügespalte zu überbrücken und diese Fügespalte auch mit einem reversibel verformbaren Verbindungsmittel zu durchsetzen. Das Verbindungsmittel kann dabei einstückig aber auch mehrstückig ausgeführt sein. Beispielsweise können je nach Verlauf des Fügespaltes unterschiedliche Dimensionen desselben durch verschiedene Teilelemente des Verbindungsmittels gebrückt/ausgefüllt und stabilisiert werden. So können beispielsweise verschiedenartige elastomere Formkörper genutzt werden, um das Verbindungsmittel auszubilden und eine individuelle Brückung bzw. Befüllung eines Fügespaltes zwischen Isolierabschnitt und Armaturkörper vorzunehmen. Bevorzugt sollte das Verbindungsmittel ein- oder mehrstückig ausgebildet sein, wobei konfektionierte Formkörper zum Einsatz kommen sollten, um ein standardisiertes Herstellen einer Verbindung zwischen Isolierabschnitt und Armaturkörper zu erreichen. So können beispielsweise als elastisch verformbare Verbindungsmittel profilierte Ringe/Ringsektoren mit unterschiedlichsten Querschnitten Verwendung finden, wobei die Querschnitte an den Anwendungsfall und die Art des vorliegenden Fügespaltes angepasst sein können. Das reversibel verformbare Verbindungsmittel kann ein Elastomer sein.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das reversibel verformbare Verbindungsmittel eine fluiddichte Barriere am, insbesondere im Fügespalt ausbildet.

Eine fluiddichte Barriere am/im Fügespalt ermöglicht es, den Übergang zwischen dem Armaturkörper sowie dem Isolierabschnitt möglichst frei von Einschlüssen bzw. Verschmutzungen zu halten und eine Verschmutzung des Fügespaltes zu verhindern. Durch die Ausbildung einer fluiddichten Barriere ist das Eindringen beispielsweise von Feuchtigkeit oder aggressiven Gasen verhindert, welche zur Korrosion an dem Isolierabschnitt bzw. an dem Armaturkörper führen könnten. So kann eine langlebige Verbindung zwischen Isolierabschnitt und Armaturkörper hergestellt werden. Über die fluiddichte Barriere können auch Kräfte übertragen werden, wobei auf Grund der fluiddichten Ausgestaltung des Fügespaltes jene Kräfte übertragende Abschnitte bzw. Oberflächen des Isolierabschnittes bzw. des Armaturkörpers vor Korrosion geschützt sind, so dass sich lange Standzeiten der Isolatoranordnung ergeben.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das reversibel verformbare Verbindungsmittel eine Lagesicherung von Armaturkörper und Isolierabschnitt zueinander gewährleistet.

Eine Lagesicherung von Armaturkörper und Isolierabschnitt zueinander kann vorteilhaft über das reversibel verformbare Verbindungsmittel gegeben sein, so dass die Relativlage von Armaturkörper und Isolierabschnitt zueinander an der Isolatoranordnung im Wesentlichen erhalten bleibt. Im Rahmen der zulässigen Relativbewegbarkeit von Isolierabschnitt und Armaturkörper (in Abhängigkeit des Elastizitätsmoduls des reversibel verformbaren Verbindungsmittels) kann die Toleranz der Lagesicherung variabel eingestellt werden. Haltekräfte können über das reversibel verformbare Verbindungsmittel übertragen werden, insbesondere von diesem ausgehen, um den Isolierabschnitt und den Armaturkörper miteinander zu verbinden.

Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass dem reversibel verformbaren Verbindungsabschnitt eine Verriegelung zwischen dem Armaturkörper und dem Isolierabschnitt zugeordnet ist.

Bei einer Verbindung des Isolierabschnittes mit dem Armaturkörper über ein reversibel verformbares Verbindungsmittel ist eine Begrenzung der zulässigen relativen Bewegbarkeit von Isolierabschnitt und Armaturkörper relativ zueinander von Vorteil. So kann beispielsweise eine mechanische Überlastung des reversibel verformbaren Verbindungsmittels verhindert werden. Darüber hinaus kann die Verriegelung Kräfte aufnehmen, die beispielsweise aus einer bestimmten Richtung auf die Isolatoranordnung einwirken und diese von dem reversibel verformbaren Verbindungsmittel fernhalten. So kann in einfacher Weise eine Relativbewegung von Armaturkörper und Isolierabschnitt nur in vorgegebenen Richtungen zugelassen sein. Über die Verriegelung kann der Freiheitsgrad einer Relativbewegung, der zwischen Isolierabschnitt und Armaturkörper zugelassen ist, eingeschränkt sein. Die Verriegelung kann beispielsweise nach Art von Endanschlägen die maximale Verformbarkeit des reversibel verformbaren Verbindungsmittels begrenzen. Als Verriegelung können beispielsweise Sicherungsringe, Sicherungsbolzen oder ähnliches Verwendung finden, welche einen Verbund zwischen dem Isolierabschnitt sowie dem Armaturkörper darstellen und selbst nach einem Zerstören des reversibel verformbaren Verbindungsmittels Isolierabschnitt und Armaturkörper unverlierbar sichern. So kann über die Funktion des reversibel verformbaren Verbindungsmittels hinaus die Betriebssicherheit verbessert werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt das reversibel verformbare Verbindungsmittel eine Radialdichtung ausbildet.

Eine Radialdichtung entfaltet eine Dichtwirkung in radialer Richtung um eine Achse. Beispielsweise wirken Spannkräfte zum Anpressen einer Radialdichtung aus radialen Richtungen. So ist es beispielsweise möglich, eine Drehbewegung einer eine Wandung passierenden Welle mantelseitig zu dichten. Das reversibel verformbare Verbindungselement kann z. B. ringförmig ausgebildet sein bzw. auf einer Kreisbahn angeordnet sein, wobei Anpresskräfte radial zwischen azimutalen Mantelflächen des Armaturkörpers bzw. des Isolierabschnittes wirken. Beispielsweise können Armaturkörper und Isolierabschnitt koaxial zueinander liegen, wobei ein ringförmiger Fügespalt koaxial zwischen Isolierabschnitt und Armaturkörper angeordnet ist.

Dieser Fügespalt kann mit dem reversibel verformbaren Verbindungsmittel ausgefüllt sein, so dass eine radiale Dichtwirkung zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt gegeben ist. Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Armaturkörper den Isolierabschnitt umgreift, es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Isolierabschnitt den Armaturkörper umgreift. Durch eine entsprechende Profilierung des Fügespaltes bzw. eine Profilierung des reversibel verformbaren Verbindungsmittels kann die Dichtwirkung in radialer Richtung unterstützt werden. Beispielsweise können innen- bzw. außenmantelseitig bei einem ringförmig ausgebildeten reversibel verformbaren Verbindungsmittel zusätzliche Profilierungen angeordnet sein, um zusätzlich in sich geschlossen ringförmig umlaufende Dichtlippen bzw. Dichtwülste auszubilden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das reversibel verformbare Verbindungsmittel eine Axialdichtung ausbildet.

Das reversibel verformbare Verbindungsmittel kann eine Axialdichtung ausbilden, so dass Querkräfte (bezogen auf eine Achse im Wesentlichen in Achsrichtung verlaufend) auch über das reversibel verformbare Verbindungsmittel abgefangen bzw. übertragen werden können. So kann das reversibel verformbare Dichtmittel beispielsweise eine Verbindung zwischen dem Armaturkörper und dem Isolierabschnitt ausbilden und zusätzlich eine axiale Dichtfunktion sicherstellen. Dabei kann vorgesehen sein, dass eine Verbindung zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt über das reversibel verformbare Verbindungsmittel in radialer Richtung vorliegt und die Axialdichtung zusätzlich ausgebildet ist. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass eine Axialdichtung zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt wirkt und auf eine Radialdichtung verzichtet werden kann. Eine Axialdichtung und eine Radialdichtung können jeweils durch unterschiedliche Dichtmittel (z. B. reversibel verformbares Verbindungsmittel und weiteres Dichtmittel) hergestellt werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass eine Radialdichtung und eine Axialdichtung über ein gemeinsames Dichtmittel (z. B. reversibel verformbares Verbindungsmittel) hergestellt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Armaturköper den Isolierabschnitt durchsetzt.

Der Isolierabschnitt kann sich um den Armaturkörper herum erstrecken, so dass der Armaturkörper den Isolierabschnitt durchsetzt, d. h. in Richtung des Durchsatzes des Armaturkörpers (axiale Richtung) bildet der Isolierabschnitt im Verlauf des Armaturkörpers eine radiale Barriere, wobei ein stirnseitiger Zugriff auf den Armaturkörper gegeben sein kann. Beispielsweise kann der Armaturkörper in diesem Falle vorteilhaft als Teil eines Phasenleiters genutzt werden, so dass der Phasenleiter in dem Isolierabschnitt eingebettet ist und den Isolierabschnitt durchsetzt. Damit kann der Isolierabschnitt einerseits der Halterung des Armaturkörpers dienen, wobei der Armaturkörper den Isolierabschnitt durchdringt und um den Armaturkörper herum eine Barriere angeordnet ist. Zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt kann dann das reversibel verformbare Verbindungsmittel angeordnet sein, so dass der Armaturkörper und der Isolierabschnitt relativ zueinander bewegbar jedoch ortsfest zueinander fest verbunden sind. Ein Anschlagbereich kann beispielsweise an veschiedenen Orten am Umfang des Isolierabschnittes angeordnet sein. Der Isolierabschnitt kann beispielsweise im Wesentlichen ringscheibenförmig ausgeführt sein.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Armaturköper den Isolierabschnitt umgreift.

Ein Umgreifen des Isolierabschnittes durch den Armaturkörper braucht lediglich abschnittsweise zu erfolgen. Ein Umgriff hat den Vorteil, dass der Fügespalt zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt ausgedehnt werden kann. Beispielsweise kann der Armaturkörper sich nach Art von Spannbacken auf den Isolierabschnitt aufgesetzt sein, wobei zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt das reversibel verformbare Verbindungsmittel angeordnet ist. Insbesondere in diesem Falle können Verspannkräfte zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt durch das reversibel verformbare Verbindungsmittel übertragen werden. Weiterhin kann der Umgriff des Isolierabschnittes auch derart vorgesehen sein, dass der Armaturkörper nach Art eines in sich geschlossen umlaufenden Rahmens den Isolierabschnitt umgibt. Dadurch ist der Isolierabschnitt bevorzugt an seinem äußeren Umfang durch den Armaturkörper vor mechanischen Einwirkungen geschützt, wobei der Isolierabschnitt mit dem Armaturkörper über das reversibel verformbare Verbindungsmittel verbunden ist, so dass auf den Armaturkörper einwirkende Kräfte nicht unmittelbar in den Isolierabschnitt eingeleitet werden müssen, sondern eine Dämpfung über das reversibel verformbare Verbindungsmittel erfolgen kann.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Isolierabschnitt ein Scheibenisolator ist.

Ein Scheibenisolator ist ein Isolator, welcher einer Positionierung eines Armaturkörpers/eines Phasenleiters dient, wobei der Armaturkörper/der Phasenleiter den Scheibenisolator durchsetzt. Der Isolierabschnitt erstreckt sich vorteilhaft in radialer Richtung um einen Armaturkörper herum. So besteht die Möglichkeit, einen Anschlagbereich am Umfang des Scheibenisolators verteilt vorzusehen. Als solches handelt es sich bei einem Scheibenisolator um einen Isolierabschnitt mit einer flächigen, membranartigen Erstreckung. Der Scheibenisolator kann eine ebene flächige Erstreckung aufweisen. Der Scheibenisolator kann jedoch auch gewölbt, z. B. kuppelförmig, kegelförmig oder konisch gewölbt usw. ausgebaucht sein. Die Oberfläche eines Scheibenisolators kann Erhebungen, beispielsweise Rippen, Einsenkungen, beispielsweise Nuten oder auch eine eine Membran durchsetzende Ausnehmung aufweisen. Bevorzugt kann der Scheibenisolator dabei eine kreisförmige Hüllkontur aufweisen, wobei der den Isolierabschnitt durchsetzende Armaturkörper konzentrisch angeordnet sein kann. Der Scheibenisolator kann jedoch auch von mehreren Armaturkörpern durchsetzt sein, die ihrerseits relativ zueinander beabstandet und über den Scheibenisolator gegeneinander elektrisch isoliert in dem Isolierabschnitt mechanisch gehalten sind. Der Scheibenisolator kann beispielsweise eine flächige Struktur aufweisen. Bei einer membranartigen Erstreckung des Scheibenisolators um den Armaturkörper herum kann der Scheibenisolator auch eine Barriere, insbesondere eine fluiddichte Barriere, darstellen, so dass der den Armaturkörper umgebende bzw. umgreifende Scheibenisolator beispielsweise eine Flanschöffnung deckelartig überspannen und diese gegebenenfalls auch fluiddicht verschließen kann. In diesem Falle ist von Vorteil, wenn das elastisch verformbare Verbindungsmittel eine (radiale) Dichtung des Fügespaltes bewirkt. Neben einem fluiddichten Verbund sollte der Verbund auch druckfest sein, so dass Differenzdrücken, welche auf den Fügespalt bzw. das elastisch verformbare Verbindungsmittel wirken, widerstanden werden kann. Derartig auftretende Differenzdrücke können auch über eine gegebenenfalls zwischen dem Armaturkörper und dem Isolierabschnitt angeordnete Verriegelung aufgenommen werden, so dass eine Überlastung bzw. irreversible Verformung des reversibel verformbaren Verbindungsmittels verhindert ist. Es kann jedoch auch eine Ausnehmung im Scheibenisolator vorgesehen sein. Durch eine Ausnehmung, beispielsweise in dem Isolierabschnitt, kann ein Fluid hindurchströmen. Dieses Fluid kann bevorzugt auch ein elektrisch isolierendes Fluid sein. Darüber hinaus kann der Scheibenisolator neben oder alternativ zu einem Armaturkörper, welcher den Isolierabschnitt durchsetzt, von einem Armaturkörper, welcher den Scheibenisolator als Rahmen am äußeren Umfang umgibt (zumindest abschnittsweise), umgriffen sein. Je nach Bedarf kann/können zumindest einer oder mehrere oder alle der Fügespalte zwischen einem der Armaturkörper und dem Isolierabschnitt ein reversibel verformbares Verbindungmittel aufweisen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, dass bedarfsweise an allen Fügebereichen zwischen einem Armaturkörper sowie dem Isolierabschnitt Kräfte entkoppelt sind und gegebenenfalls eine ausreichende Abdichtung des Fügespaltes vorgenommen ist.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Verbindungsmittel zwischen dem Armaturköper und dem Isolierabschnitt verpresst ist.

Der Isolierabschnitt sowie der Armaturkörper können als Formkörper vorliegen, welche miteinander zu verbinden sind. Das Verbindungsmittel kann beispielsweise zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt verpresst sein, so dass ein kraftschlüssiger Verbund zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt gegeben ist. Ein derartiger kraftschlüssiger Verbund weist je nach Kraftbeaufschlagung des Verbundes eine mehr oder weniger starke Möglichkeit einer Relativbewegung von Armaturkörper und Isolierabschnitt zueinander auf. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass ein Verbindungsmittel in Form eines elastomeren Ringes ausgebildet ist, wobei der Ring in einen zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt befindlichen Fügespalt eingepresst ist, so dass ein kraftschlüssiger Verbund zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt über das reversibel verformbare Verbindungsmittel erfolgt. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass das reversibel verformbare Verbindungsmittel mehrteilig ausgebildet ist. Beispielsweise können mehrere Ringe axial beabstandet im selben Fügespalt angeordnet sein, so dass an mehreren axial und/oder azimutal beabstandeten Punkten Kraftübergänge zwischen dem Isolierabschnitt und dem Armaturkörper gegeben sind.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorgesehen, dass das Verbindungsmittel den Armaturköper mit dem Isolierabschnitt stoffschlüssig verbindet.

Ein stoffschlüssiger Verbund ist gegeben, indem beispielsweise ein reversibel verformbares Verbindungselement mit dem Armaturkörper sowie dem Isolierabschnitt verklebt, verschmolzen, verschweißt, verlötet usw. ist. Atomare und molekulare Kräfte halten den Armaturkörper sowie den Isolierabschnitt zusammen. Dies weist den Vorteil auf, dass eine dauerhaft zuverlässige fluiddichte Anlage des reversibel verformbaren Verbindungsmittels mit Oberflächen des Armaturkörpers sowie des Isolierabschnittes gegeben ist. Ein Eindringen von Fremdkörpern in die Anlagebereiche wird so über längere Zeiträume vermieden. Der Verbund von reversibel verformbarem Verbindungsmittel und Armaturkörper bzw. Isolierabschnitt bleibt auch bei einer Formänderung des Verbindungsmittels erhalten. Ein Ablösen des reversibel verformbaren Verbindungsmittels von dem Armaturkörper bzw. von dem Isolierabschnitt ist erschwert. Im Allgemeinen ist ein Auflösen der Verbindung nur unter Zerstörung des Verbindungsmittels möglich.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass über das Verbindungsmittel der Armaturköper und der Isolierabschnitt miteinander vulkanisiert sind.

Eine besondere Form des stoffschlüssigen Verbundes ist ein Vulkanisieren des reversibel verformbaren Verbindungsmittels z. B. in dem Fügespalt zwischen Isolierabschnitt und Armaturkörper. Dazu ist das reversibel verformbare Verbindungsmittel zumindest abschnittsweise aus einem (Roh-)Elastomer zu bilden, welches nach einer Positionierung in einem Fügespalt einem Vulkanisationsprozess unterworfen wird. Nach einem Vulkanisieren werden bei einem stoffschlüssigen Verbund die Verbindungspartner (Armaturörper/Isolierabschnitt sowie Elastomer) durch atomare oder molekulare Kräfte zusammengehalten. Bei einem Vulkanisieren wird eine Rohmischung eines Elastomeres unter Einwirkung von erhöhten Temperaturen in einen dauerhaft elastischen Zustand überführt. Dadurch wird zum einen ein inniger Verbund zwischen dem reversibel verformbaren Verbindungsmittel, dem Armaturkörper bzw. dem Isolierabschnitt erzeugt, zum anderen ist eine Formgebung des Elastomeres durch das Vulkanisieren in günstiger Weise erzielbar.

Derartige Verbindungen sind im Allgemeinen nicht lösbar, so dass ein dauerhaftes Verbinden bzw. Anliegen von reversibel verformbarem Verbindungsmittel und Armaturkörper bzw. Isolierabschnitt gegeben ist.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Verbindungsmittel mit dem Armaturköper und dem Isolierabschnitt vergossen ist.

Es kann weiter vorgesehen sein, dass ein Verguss des Verbindungsmittels mit dem Armaturkörper bzw. mit dem Isolierabschnitt erfolgt. In diesem Falle kann ein fluider Zustand z. B. eines Elastomers genutzt werden, um in einen Fügespalt zwischen Armaturkörper und Verbindungsmittel eingebracht zu werden. Das Verbindungsmittel härtet im Fügespalt aus. Ein Verguss ist ein stoffschlüssiges Fügeverfahren. Durch einen Verguss kann eine stärkere Pufferzone durch das Verbindungsmittel geschaffen werden kann als bei einem Verkleben eines Armaturkörpers mit einem Isolierabschnitt. Ein Klebefilm kann jedoch auch ein elastomeres Verbindungsmittel darstellen.

Weiter kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Verbindungsmittel sich zumindest teilweise in den Fügespalt hinein erstreckt, insbesondere den Fügespalt vollständig befüllt.

Erstreckt sich das reversibel verformbare Verbindungsmittel zumindest teilweise in den Fügespalt hinein, so kann auch dieser Raum genutzt werden, wodurch eine zusätzliche Ausdehnung der Isolatoranordnung vermieden ist. Der Fügespalt kann insbesondere vollständig mit dem Verbindungsmittel befüllt sein. Das Verbindungsmittel kann fluchtend im Fügespalt liegen, so dass ein kontinuierlicher Übergang zwischen Armaturkörper und Isolierabschnitt gegeben ist.

Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in einer Zeichnung gezeigt und nachfolgend näher beschrieben. Dabei zeigt die

1 eine perspektivische Ansicht einer Isolatoranordnung mit einem reversibel verformbaren Verbindungsmittel in einer ersten Ausführungsvariante, die

2 einen Querschnitt durch das reversibel verformbare Verbindungsmittel in der ersten Ausführungsvariante gemäß 1, die

3 einen Ausschnitt einer Isolatoranordnung mit einem reversibel verformbaren Verbindungsmittel in einer zweiten Ausführungsvariante während eines Montageprozesses, die

4 das aus der 3 bekannte reversibel verformbare Verbindungsmittel in der zweiten Ausführungsvariante im montierten Zustand und die

5 einen teilweisen Schnitt durch eine Isolatoranordnung mit einem reversibel verformbaren Verbindungsmittel in einer dritten Ausführungsvariante.

Die 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Isolatoranordnung. Die Isolatoranordnung weist einen winkelstarren Isolierabschnitt 1 auf, welcher scheibenförmig ausgebildet ist und eine kreisförmige Hüllkontur aufweist. Der Isolierabschnitt 1 ist bevorzugt aus einem organischen Isoliermaterial, beispielsweise einem Isolierharz, ausgeformt. Der Isolierabschnitt 1 weist vorliegend eine im Wesentlichen hohlzylindrische Struktur auf. Darüber hinaus kann der Isolierabschnitt 1 beispielsweise stirnseitig auch mit Profilierungen, Ausnehmungen, Verrippungen usw. versehen sein. Beispielsweise kann der Isolierabschnitt 1 auch konisch/kegelförmig usw. ausgeführt sein. Die Isolatoranordnung weist an ihrem äußeren Umfang einen ersten Anschlagbereich 2 auf. Der erste Anschlagbereich 2 ist ringförmig ausgebildet. Um Kräfte in verbesserter Form aufnehmen/verteilen zu können, weist der Anschlagbereich 2 einen ersten Armaturkörper 3 auf. Der erste Armaturkörper 3 ist vorliegend als metallischer Ring ausgeführt, welcher den Isolierabschnitt 1 umgreift. Dabei ist ein Umgriff des Isolierabschnittes 1 in Umfangsrichtung vorgenommen. Weiterhin kann bedarfsweise auch ein Umgriff in die Flanken des Isolierabschnittes 1 hinein z. B. mittels Spannbacken am ersten Armaturkörper 3 vorgesehen sein. Durch die Verwendung des ersten Armaturkörpers 3 am ersten Anschlagbereich 2 ist der Isolierabschnitt 1 zum einen mechanisch geschützt, zum anderen können Kräfte punktuell am ersten Armaturkörper 3 angreifen und aufgrund des flächigen Umgriffes des Isolierabschnittes 1 großflächig in den Isolierabschnitt 1 eingeleitet werden. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den ersten Armaturkörper 3 als metallischen Armaturkörper auszubilden, so dass dieser zum einen mechanisch widerstandsfähig ausgestaltet ist und zum anderen eine dielektrisch steuernde Wirkung auf elektrische Felder ausübt.

Zentrisch im ringförmigen Isolierabschnitt 1 ist ein zweiter Armaturkörper 4 angeordnet. Der zweite Armaturkörper 4 ist koaxial zu einer Querachse 5 angeordnet. Der Isolierabschnitt 1 sowie der erste Anschlagbereich 2 sowie der erste Armaturkörper 3 sind ebenfalls koaxial zur Querachse 5 angeordnet. Der zweite Armaturkörper 4 durchsetzt den Isolierabschnitt 1 in Richtung der Querachse 5, so dass Stirnseiten des zweiten Arnmaturkörpers 4 beiderseits des Isolierabschnittes 1 zugänglich sind. Der zweite Armaturkörper 4 ist Teil eines zweiten Anschlagbereiches 2a. Der erste Anschlagbereich 2 und der zweite Anschlagbereich 2a der Isolatoranordnung sind über den Isolierabschnitt 1 miteinander gekoppelt. Über die Anschlagbereiche 2, 2a ist eine elektrisch isolierte Beabstandung von z. B. Traggestellen (wie Flansche) und z. B. Phasenleitern (welche sich stirnseitig an den zweiten Armaturkörper 4 anschließen können) möglich. Vorliegend ist die Isolatoranordnung als fluiddichte Anordnung ausgebildet, so dass ausgehend vom ersten Anschlagbereich 2/ersten Armaturkörper 3 über den Isolierabschnitt 1 bis zu dem zweiten Anschlagbereich 2a/zweiten Armaturköper 4 eine fluiddichte Membran gebildet ist, welche ein Hindurchtreten von Fluiden durch die Isolatoranordnung in Richtung der Querachse 5 verhindert. Bedarfsweise kann in den Isolierabschnitt 1 oder in anderen Bereichen der Isolatoranordnung auch eine Ausnehmung eingebracht sein, welche ein gezieltes Übertreten eines Fluides durch die Isolatoranordnung in Richtung der Querachse 5 gestattet.

Neben der Anordnung eines einzelnen zweiten Armaturkörpers 4, welcher den Isolierabschnitt 1 durchsetzt, können auch mehrere zweite Armaturkörper 4 den Isolierabschnitt 1 durchsetzen. Im ersten Armaturkörper 3 sind am Umfang verteilt mehrere Ausnehmungen 6 angeordnet. Über die Ausnehmungen 6 ist der erste Armaturkörper 3 in Richtung der Querachse 5 gegen einen Ringflansch (vgl. 2, 3, 4, 5, Bezugszeichen 9, 10), beispielsweise eines Rohrstutzens, verspannbar, so dass die Isolatoranordnung die Flanschöffnung des Ringflansches bzw. des Rohrstutzens deckelartig überspannen und verschließen kann. Bei einer fluiddichten Ausgestaltung der Isolatoranordnung ist ein Durchdringen eines Fluides durch die Isolatoranordung hindurch nicht mehr möglich.

Um einen fluiddichten Übergang zwischen den Armaturkörpern 3, 4 und dem Isolierabschnitt 1 auszubilden, ist zwischen dem ersten Armaturkörper 3 sowie dem Isolierabschnitt 1 ein reversibel verformbares Verbindungsmittel 7a in einer ersten Ausführungsvariante angeordnet. Das reversibel verformbare Verbindungsmittel 7a in erster Ausführungsvariante erstreckt sich in einem Fügespalt zwischen dem Isolierabschnitt 1 sowie dem ersten Armaturkörper 3. Das reversibel verformbare Verbindungsmittel 7a in erster Ausführungsvariante sichert so den Isolierabschnitt 1 relativ zu dem ersten Armaturkörper 3 in seiner Lage, wobei das reversibel verformbare Verbindungsmittel 7a in der ersten Ausführungsvariante nach Art eines Elastomers ausgebildet ist und so einen Puffer zwischen dem Isolierabschnitt 1 sowie dem ersten Armaturkörper 3 ausbildet.

Der zweite Armaturkörper 4 kann in analoger Weise unter Zwischenlage eines reversibel verformbaren Verbindungsmittels in den Isolierabschnitt 1 eingebettet sein und einen fluiddichten Verbund zwischen dem zweiten Armaturkörper 4 sowie dem Isolierabschnitt 1 azimutal am Umfang des zweiten Armaturkörpers 4 ausbilden.

In den Ausführungsbeispielen werden verschiedene Ausführungsvarianten von reversibel verformbaren Verbindungsmitteln zwischen einem ersten Armaturkörper und einem Isolierabschnitt gezeigt. Dabei können diese Ausführungsvarianten von reversibel verformbaren Verbindungsmitteln (ggf. nach Modifikation) auch zur Einbettung des zweiten Armaturkörpers 4 in den Isolierabschnitt 1 genutzt werden.

Ein Detail der ersten Ausführungsvariante eines reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7a ist in der 2 im Schnitt dargestellt.

In der 2 ist die in der 1 gezeigte erste Ausführungsvariante eines reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7a abschnittsweise im Schnitt gezeigt. In der 2 ist zu erkennen, dass der Isolierabschnitt 1 an seinem äußeren Umfang mit einer Mehrzahl von in sich geschlossen azimutal umlaufenden, radial öffnenden Nuten ausgestattet ist. Analog ist gegenüberliegend in einer Innenmantelfläche des ersten Armaturkörpers 3 ebenfalls eine Profilierung mit in sich geschlossen azimutal umlaufenden Nuten versehen, welche sich in Richtung des Isolierabschnittes 1 öffnen. In dem zwischen dem ersten Armaturkörper 3 und dem Isolierabschnitt 1 befindlichen Fügespalt ist das reversibel verformbare Verbindungsmittel 7a in der ersten Ausführungsvariante angeordnet. Vorliegend handelt es sich um ein Elastomer, welches durch Vulkanisieren innerhalb des Fügespaltes eine stoffschlüssige Verbindung zu dem Isolierabschnitt 1 und dem ersten Armaturkörper 3 ausbildet. Damit ist ein fluiddichter Verbund zwischen Isolierabschnitt 1 und erstem Armaturkörper 3 gegeben. Das reversibel verformbare Verbindungsmittel 7a in der ersten Ausführungsvariante ist dabei fluchtend in die Stirnseiten des Isolierabschnittes 1 bzw. des ersten Armaturkörpers 3 eingepasst und füllt die jeweils vorgesehenen Nuten im Isolierabschnitt 1 bzw. im ersten Armaturkörper 3 aus. Aufgrund der azimutal umlaufenden Nuten ist eine vergrößerte Kontaktfläche zwischen dem reversibel verformbaren Verbindungsmittel 7a in der ersten Ausführungsvariante sowie dem Isolierabschnitt 1 bzw. dem ersten Armaturkörper 3 gegeben. Es ist eine radiale Dichtung zwischen dem Isolierabschnitt 1 sowie dem ersten Armaturkörper 3 ausgebildet. Zusätzlich sind in der ersten Ausführungsvariante des reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7a in dessen Stirnseiten jeweils eine Dichtlippe 8a, 8b angeformt. Die Dichtlippen 8a, 8b sind ringförmig koaxial zur Querachse 5 über die Stirnseiten des ersten Armaturkörpers 3 sowie hier auch über die Stirnseiten des reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7a in der ersten Ausführungsvariante sowie die Stirnflächen des Isolierabschnittes 1 axial vorspringend angeformt. Dabei ist für die Dichtlippen 8a, 8b (Dichtwülste) in dem ersten Armaturkörper 3 ein axiales Widerlager vorgesehen, wobei die Aufnahmekräfte der Widerlager für die beiden Dichtlippen 8a, 8b gegensinnig ausgerichtet sind. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, bei einer Montage der Isolatoranordnung zwischen einem ersten Flansch 9 und einem zweiten Flansch 10 ein Anliegen von Flanschflächen der Flansche 9, 10 unter Zwischenlage der Dichtlippen 8a, 8b zu erzielen. Somit ist es möglich, eine Flanschöffnung, welche durch die Isolatoranordnung zu verschließen ist, sowohl in radialer Richtung als in axialer Richtung vollständig fluiddicht zu verschließen. Dabei ist der zweite Armaturkörper 4 sowohl gegenüber dem ersten Armaturkörper 3 als auch gegenüber den Flanschen elektrisch isoliert mechanisch gehalten.

Um die Dichtlippen 8a, 8b mit einer Anpresskraft anzupressen, sind in dem ersten bzw. zweiten Flansch 9, 10 Ausnehmungen angeordnet, welche fluchtend zu den Ausnehmungen 6 im ersten Armaturkörper 3 ausgerichtet sind. Entsprechende Schraubverbindungen können beispielsweise in die Ausnehmungen 6 des ersten Armaturkörpers 3, welche mit Gewindegängen versehen sein können, eingeschraubt werden, so dass der Armaturkörper 3 in axialer Richtung mit dem ersten sowie dem zweiten Flansch 9, 10 unter Zwischenlage der Dichtlippen 8a, 8b verspannt werden kann. Eine Montage der Isolatoranordnung zwischen Flanschen 8, 9 ermöglicht es beispielsweise, im Verlauf eines rohrförmigen Gehäuses eine Stützung eines Phasenleiters (am zweiten Armaturkörper 4) innerhalb des Gehäuses beabstandet zu und elektrisch isoliert gegenüber diesem Gehäuse vorzunehmen.

Eine Verbindung des zweiten Armaturkörpers 4 mit dem Isolierabschnitt 1 kann analog zu der Verbindung von dem ersten Armaturkörper 3 und Isolierabschnitt 1 erfolgen. Dabei kann auf die Verwendung von axialen Dichtlippen verzichtet werden.

In den folgenden 3, 4 und 5 sind eine zweite sowie eine dritte Ausführungsvariante eines reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7b, 7c abschnittsweise im Schnitt gezeigt. Die 3 zeigt einen Isolierabschnitt 1a in einer ersten Ausführungsvariante sowie einen ersten Armaturkörper 3a in einer ersten Ausführungsvariante. Dabei ist zu beachten, dass die grundsätzliche Struktur wie aus der 1 bekannt übernommen wurde. Lediglich die Form eines Fügespaltes zwischen dem Isolierabschnitt 1a in der ersten Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3a in der ersten Ausführungsvariante wurde variiert.

Der Isolierabschnitt 1a in der ersten Ausführungsvariante weist eine zylindrische Struktur auf. Der erste Armaturkörper 3a in der ersten Ausführungsvariante weist eine hohlzylindrische Struktur auf. Ein Fügespalt zwischen dem Isolierabschnitt 1a in der ersten Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3a in der ersten Ausführungsvariante weist dabei eine annähernd parallele Flächenbegrenzung auf, wobei am Übergang zu den jeweiligen Stirnseiten jeweils eine Schulter ringförmig ausgeklinkt ist. Durch die Schultern ist der zwischen dem Isolierabschnitt 1a in erster Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3a in erster Ausführungsvariante gebildete Fügespalt in seinen Mündungsbereichen im Querschnitt vergrößert.

Die 3 zeigt eine Montage eines reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7b in einer zweiten Ausführungsvariante. Das reversibel verformbare Verbindungsmittel 7b in der zweiten Ausführungsvariante liegt als elastomerer, ringförmiger Formkörper vor, welcher unter elastischer Verformung in Richtung der Querachse 5 in den Fügespalt zwischen dem Isolierabschnitt 1a in erster Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3a in erster Ausführungsvariante eingeführt wird. Nach Erreichen seiner Endlagen verkeilt sich das reversibel verformbare Verbindungsmittel 7b in der zweiten Ausführungsvariante mit seinen jeweils stirnseitig befindlichen Doppeldichtlippen 11a, 11b in den Schultern des Fügespaltes zwischen dem Isolierabschnitt 1a in erster Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3a in erster Ausführungsvariante. Die Doppeldichtlippen 11a, 11b weisen jeweils zwei ringförmige Dichtwülste auf, welche über die Stirnseiten des Isolierabschnittes 1a in der ersten Ausführungsvariante bzw. des ersten Armaturkörpers 3a in der ersten Ausführungsvariante hinausragen, wobei die Schultern in dem Isolierabschnitt 1a bzw. in dem ersten Armaturkörper 3a der ersten Ausführungsvariante Widerlager für die Doppeldichtlippen 11a, 11b darstellen. Dabei ist die Kraftaufnahmerichtung der Widerlager der ersten Doppeldichtlippe 11a entgegensetzt zur zweiten Doppeldichtlippe 11b ausgerichtet. Die Doppeldichtlippen 11a, 11b verkeilen sich nach erfolgter Einführung des reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7b in zweiter Ausführungsvariante sowohl in radialer Richtung als auch in axialer Richtung in den schulterförmigen Erweiterungen des Fügespaltes zwischen dem Isolierabschnitt 1a in erster Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3a in erster Ausführungsvariante. Analog zu dem in der 2 Gezeigten können nunmehr ein erster Flansch 9 sowie ein zweiter Flansch 10 gegen die Stirnflächen des Isolierabschnittes 1a in erster Ausführungsvariante bzw. dem ersten Armaturkörper 3a in erster Ausführungsvariante gepresst werden (4). Dabei können Anpresskräfte auf die Doppeldichtlippen 11a, 11b ausgeübt werden, so dass Flanschflächen des ersten Flansches 9 sowie des zweiten Flansches 10 jeweils mit einer der Doppeldichtlippen 11a, 11b in Kontakt treten, diese verformen und gegen die Widerlager im Isolierabschnitt 1a in erster Ausführungsvariante bzw. im ersten Armaturkörper 3a in erster Ausführungsvariante 3a pressen. Damit können die Doppeldichtlippen 11a, 11b eine Axialdichtung zwischen den Flanschflächen des ersten bzw. des zweiten Flansches 9, 10 ausbilden.

Aufgrund der Verbindung der Doppeldichtlippen 11a, 11b untereinander sowie auch quer miteinander ist ein einstückiges reversibel verformbares Verbindungsmittel 7b in der zweiten Ausführungsvariante ausgebildet, welches neben einer Axialdichtung auch eine radiale Dichtwirkung zwischen dem Isolierabschnitt 1a in erster Ausführungsvariante sowie dem ersten Armaturkörper 3a in erster Ausführungsvariante ausbildet. Insbesondere die Dichtwülste der Doppeldichtlippen 11a, 11b, welche in einem Widerlager am Isolierabschnitt 1a in erster Ausführungsvariante bzw. in einem Widerlager am ersten Armaturkörper 3a in der ersten Ausführungsvariante zur Anlage kommen, können sowohl eine radiale als auch eine axiale Dichtwirkung an der Isolatoranordnung übernehmen. Insbesondere durch eine Barriere, welche die erste Doppeldichtlippe 11a mit der zweiten Doppeldichtlippe 11b verbindet, kann die radiale Dichtwirkung zusätzlich unterstützt werden.

In der 5 ist eine dritte Ausführungsvariante eines reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7c gezeigt. In Fortbildung der Profilierung des aus der 4 bekannten Isolierabschnittes in erster Ausführungsvariante 1a sowie des ersten Armaturkörpers 3a in erster Ausführungsvariante sind zusätzlich zu den Querschnitterweiterungen des Fügespaltes durch ausgeklinkte Schultern einander fluchtend gegenüberliegend und gegensinnig ausgerichtet Nuten, bevorzugt in sich geschlossen umlaufende Ringnuten, in den Isolierabschnitt 1b in zweiter Ausführungsvariante gemäß 5 sowie in den ersten Armaturkörper 3b in zweiter Ausführungsvariante eingebracht. Abweichend zu den Nuten im Isolierabschnitt 1 bzw. im ersten Armaturkörper 3 gemäß 2 sind die umlaufenden Nuten zur Aufnahme einer separaten Verriegelung 12 eines reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7c in der dritten Ausführungsvariante vorgesehen. Als Verriegelung 12 sind hierbei Sprengringe vorgesehen, welche unter elastischer Verformung in die Nuten des Isolierabschnittes 1b in zweiter Ausführungsvariante bzw. des ersten Armaturkörpers 3b in zweiter Ausführungsvariante hinein gesprengt werden. Dadurch ist eine axiale Verriegelung des Isolierabschnittes 1b in zweiter Ausführungsvariante sowie des ersten Armaturkörpers 3b in zweiter Ausführungsvariante gegeben. Somit ist ein fluchtendes Ausrichten der Stirnflächen des Isolierabschnittes 1b in zweiter Ausführungsvariante sowie des ersten Armaturkörpers 3b in zweiter Ausführungsvariante gegeben. Damit besteht die Möglichkeit, Kräfte, welche in axialer Richtung der Querachse 5 wirken, über die Verriegelung 12 zwischen dem Isolierabschnitt 1b in zweiter Ausführungsvariante sowie dem ersten Armaturkörper 3b in zweiter Ausführungsvariante zu übertragen und einem axialen Versatz derselben entgegenzuwirken. Relativbewegungen zwischen dem Isolierabschnitt 1b in zweiter Ausführungsvariante und dem dritten Armaturkörper 3b in zweiter Ausführungsvariante sind so in axialer Richtung gesperrt. Relativbewegungen in radialen Richtungen sind weiter zugelassen.

Um einen fluiddichten Verbund zwischen dem Isolierabschnitt 1b in zweiter Ausführungsvariante und dem dritten Armaturkörper 3b in zweiter Ausführungsvariante herzustellen, sind aus entgegengesetzten Richtungen in den Fügespalt zwischen dem Isolierabschnitt 1b in zweiter Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3b in zweiter Ausführungsvariante ein erstes ringförmiges Teil und ein zweites ringförmiges Teil eines reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7c in dritter Ausführungsvariante eingepresst. Dazu sind die beiden Teile des reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7c in der dritten Ausführungsvariante mit Klemmrippen 13 versehen, welche unter reversibler Verformung kraftschlüssig mit den Mantelflächen des Fügespaltes zwischen dem Isolierabschnitt 1b in zweiter Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3b in zweiter Ausführungsvariante verkeilt sind. Weiterhin weisen die reversibel verformbaren Verbindungsmittel in der dritten Ausführungsvariante 7c wiederum eine Doppeldichtlippe 11a, 11b auf, welche in analoger Weise zu dem reversibel verformbaren Verbindungsmittel in der zweiten Ausführungsvariante, wie aus den 3 und 4 bekannt, eine doppelte Axialdichtung ausbilden, indem die Doppeldichtlippen 11a, 11b ringförmig die Stirnseiten des Isolierabschnittes 1b in der zweiten Ausführungsvariante sowie des ersten Armaturkörpers 3b in der zweiten Ausführungsvariante überragen, wobei die Doppeldichtlippen 11a, 11b wiederum an einem ersten sowie einem zweiten Flansch 9, 10 bzw. deren Flanschflächen unter elastischer Verformung zur Anlage kommen, so dass eine Axialdichtung gegenüber den Flanschflächen des ersten bzw. des zweiten Flansches 9, 10 gegeben ist. Die Dichtwülste der jeweiligen Doppeldichtlippe sind über einen Steg miteinander verbunden, so dass jede Doppeldichtlippe 11a, 11b jeweils eine radiale Dichtung zwischen dem Isolierabschnitt 1b in der zweiten Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3b in der zweiten Ausführungsvariante bildet.

Aufgrund der zweiteiligen Ausbildung des reversiblen Verbindungsmittels 7c in der dritten Ausführungsvariante sind zwischen dem Isolierabschnitt 1b in der zweiten Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3b in der zweiten Ausführungsvariante zwei unabhängig voneinander wirkende radiale Dichtungen zwischen Isolierabschnitt 1b in der zweiten Ausführungsvariante und erstem Armaturkörper 3b in der zweiten Ausführungsvariante gegeben. Da das reversibel verformbare Verbindungsmittel 7c in der dritten Ausführungsvariante im Wesentlichen zweiteilig ausgebildet ist und zwei Ringe aufweist, welche aus entgegengesetzter Richtung in einen Fügespalt zwischen dem Isolierabschnitt 1b in der zweiten Ausführungsvariante und dem ersten Armaturkörper 3b in der zweiten Ausführungsvariante eingesetzt sind, verbleibt zwischen den einander zugewandten stirnseitigen Enden der Teile des reversibel verformbaren Verbindungsmittels 7c in der dritten Ausführungsvariante ein Hohlraum. Dieser Hohlraum kann beispielsweise über einen Kanal 14, welcher sich beispielsweise in radialer Richtung durch den zweiten Armaturkörper 3b in der zweiten Ausführungsvariante erstreckt, mit zusätzlichem Isoliermaterial oder einem anderen Stabilierungsmittel befüllt werden, so dass eine mechanische Stabilisierung oder/und eine dielektrische Stabilisierung des Hohlraumes gegeben ist.

Die in den einzelnen Ausführungsvarianten gezeigten Profilierungen, Formgebungen von Isolierabschnitten, Armaturkörpern und reversibel verformbaren Verbindungsmitteln sind untereinander austauschbar, so dass beispielsweise verschiedenartige Fügespalte entstehen oder verschiedenartige Dichtwülste an reversibel verformbaren Verbindungsmitteln zur Anwendung kommen können.

In den 1, 2, 3, 4 und 5 sind jeweils Varianten einer Verbindung zwischen einem ersten Armaturkörper und dem Isolierabschnitt gezeigt. Darüber hinaus können die beschriebenen reversibel verformbaren Verbindungsmittel bei der Zusammenfügung eines zweiten Armaturkörpers 4 sowie eines Isolierabschnittes 1, 1a, 1b Verwendung finden. Bedarfsweise kann dort auf die Verwendung von axialen Dichtwülsten verzichtet werden. In analoger Weise kann auch bei den reversibel verformbaren Verbindungsmitteln 7a, 7b, 7c, welche der Verbindung eines Isolierabschnittes 1, 1a, 1b sowie des ersten Armaturkörpers 3, 3a, 3b Verwendung finden, auf die Nutzung von axial dichtenden Dichtwülsten verzichtet werden, so dass das reversibel verformbare Verbindungsmittel 7a, 7b, 7c jeweils lediglich eine radiale Dichtfunktion übernimmt. Ein axiales Dichten kann dann gegebenenfalls durch eine separate Axialdichtung erfolgen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • WO 2008/022892 A1 [0002]