Title:
Widerstandsbelag für einen Glimmschutz einer elektrischen Maschine
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft einen Widerstandsbelag für ein Glimmschutzsystem einer elektrische Maschine, beispielsweise eine Mittel- oder Hochspannungsmaschine, wie einen Generator in einem Kraftwerk zur Erzeugung von elektrischer Energie, aber auch andere elektrische Betriebsmittel mit einer höheren Bemessungsspannung wie Trafos, Durchführungen, Kabel etc. Im Gegensatz zu den bisher üblichen core-shell-Partikeln, die als Füllstoff zur Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit im Widerstandsbelag eingesetzt wurden, werden vorliegend nur unbeschichtete Partikel zur Herstellung einer elektrischen Leitfähigkeit eingesetzt.




Inventors:
Lang, Steffen (91352, Hallerndorf, DE)
Plochmann, Bastian (91413, Neustadt, DE)
Application Number:
DE102015209594A
Publication Date:
12/01/2016
Filing Date:
05/26/2015
Assignee:
Siemens Aktiengesellschaft, 80333 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102014203740A1N/A2015-09-03
DE102013204706A1N/A2014-09-18
DE102012208226A1N/A2013-11-21
DE102012205563A1N/A2013-10-10
DE102012205048A1N/A2013-10-02



Foreign References:
EP23623992014-07-16
Claims:
1. Widerstandsbelag für eine elektrische Maschine auf Basis einer elektrisch isolierenden Matrix die entweder chemisch oder physikalisch härtet, mit elektrisch leitfähigen Partikel, welche in diese Matrix eingearbeitet sind und in Form eines plättchenförmigen Metalloxids, dessen elektrische Leitfähigkeit durch Dotierung erzeugt ist, vorliegen, wobei in zwei Raumrichtungen die Perkolationsschwelle überschritten ist und sehr gute Leitfähigkeit herrscht, die ca. um Faktor 10 höher ist als in die dritte Raumrichtung, wobei eine ausgerichtete Schuppenstruktur in der Vorzugs-Schichtebene herausgebildet ist und dadurch hohe Teilentladungsresistenz senkrecht zu der Schuppenstruktur erreicht wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese plättchenförmigen Metalloxidpartikel in unbeschichtetem Zustand leitfähig sind.

2. Widerstandsbelag nach Anspruch 1, wobei das Material der Matrix polymer, also aus Kunststoff, oder aus Glas oder aus Keramik sein kann.

3. Widerstandsbelag nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die elektrisch leitfähigen Partikel ein Gemisch zumindest zweier Metalloxide umfassen.

4. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die elektrisch leitfähigen Partikel zumindest teilweise kristallin vorliegen.

5. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die elektrisch leitfähigen Partikel zumindest teilweise polykristallin vorliegen.

6. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die elektrisch leitfähigen Partikel als massive Teilchen vorliegen.

7. Widerstandsbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die elektrisch leitfähigen Partikel als Teilchen mit Poren und/oder einen Hohlraum umfassend, vorliegen.

8. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Metalloxid ausgewählt ist aus der Gruppe folgender Verbindungen: Metalloxid in binärer und tertiärer Mischphase der Übergangsmetalle, der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle, insbesondere Zinnoxid, Zinkoxid, Zinkstannat, Titanoxid, Bleioxid, Siliziumcarbid, Siliziumoxid und/oder Aluminiumoxid.

9. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Dotierungselement für das Metalloxid aus Elementen der Gruppe der 3. bis 5. Hauptgruppe, der Übergangsmetalle, inklusive der seltenen Erden, ausgewählt ist.

10. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Dotierungselement für das Metalloxid aus der Gruppe Antimon, Indium, Cadmium umfassend ausgewählt ist.

11. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die elektrisch leitfähigen Partikel eine Beschichtung aufweisen, die die elektrische Leitfähigkeit der elektrisch leitfähigen Partikel nicht oder nur unwesentlich beeinflusst.

12. Widerstandsbelag nach Anspruch 11, wobei die elektrisch leitfähigen Partikel eine Beschichtung aus einem oder mehreren Silanen, aus Wasserglas und/oder einem undotierten Metalloxid haben.

13. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der elektrische Widerstand des Widerstandsbelags zwischen 1 und 1013Ω, gemessen bei einer Feldstärke von 1V/mm liegt.

14. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die elektrische Nichtlinearität des Widerstandsbelagsmaterials zwischen 1 und 7 liegt.

15. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Einwaage der elektrisch leitfähigen Partikel zwischen 10 und 80 Gew%, bezogen auf das gesamte Material des Widerstandsbelags, liegt.

16. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die elektrisch leitfähigen Partikel auch stäbchenförmige und/oder globulare Partikel umfasst.

17. Widerstandsbelag nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die stäbchenförmigen und/oder globularen Partikel zumindest teilweise kristallin vorliegen.

Description:

Die Erfindung betrifft einen Widerstandsbelag für ein Glimmschutzsystem einer elektrische Maschine, beispielsweise eine Mittel- oder Hochspannungsmaschine, wie einen Generator in einem Kraftwerk zur Erzeugung von elektrischer Energie, aber auch andere elektrische Betriebsmittel mit einer höheren Bemessungsspannung wie Trafos, Durchführungen, Kabel etc.

Es werden immer leistungsstärkere elektrische Maschinen, wie beispielsweise Generatoren, entwickelt, da die fortschreitende Technik immer höhere Leistungsdichten verlangt. Ein leistungsstarker Generator, wie beispielsweise ein Turbogenerator, weist insbesondere einen Turbogeneratorständer mit einem Ständerblechpaket und einer Mehrzahl an Generatorwicklungsstäben auf, die elektrische Leiter sind. Das Ständerblechpaket weist eine Mehrzahl an Nuten auf, in denen die Leiter gelagert sind. Die Leiter stehen dabei aus dem Ständerblechpaket hervor.

Die Hauptisolierung, umfassend einen Widerstandsbelag, dieser Wicklung gegen das Blechpaket ist ein elektrisch hoch beanspruchtes System. Im Betrieb entstehen hohe Spannungen, welche in dem Isoliervolumen zwischen dem Leiterstab und dem auf Erdpotential liegendem Blechpaket abgebaut werden müssen. An den Kanten der Bleche im Blechpaket entstehen Feldüberhöhungen, die ihrerseits Teilentladungen hervorrufen. Diese Teilentladungen führen zu lokal sehr starken Erhitzungen. Diese finden an Luft und in unmittelbarer Berührung mit den organisch basierten Materialien der Isoliersysteme, auch des Widerstandsbelags des Glimmschutzsystems, statt, so dass Umsetzungen der organischen Materialien in niedermolekulare, volatile Produkte, beispielsweise in CO2, resultieren.

Ein wichtiger Bestandteil des Glimmschutzes ist der Außenglimmschutz (AGS), insbesondere ein AGS mit Endenglimmschutz (EGS). Er wird bei größeren Generatoren und Elektromotoren direkt auf die Oberfläche der Wicklungsisolation appliziert. Der AGS besteht aktuell aus Bändern oder Lacken.

Der Widerstandsbelag für den Glimmschutz kann entweder durch Anstriche aus trocknenden und/oder härtbaren, mit elektrisch leitfähigen Partikeln ausgestatteten Matrizen wie beispielsweise Harzen, welche unmittelbar auf die Hauptisolierung aufgebracht werden, und/oder zusammen mit Bändern realisiert werden. Diese Bänder entstehen durch Imprägnieren von Vliesen oder Geweben mit duroplastischen Bindemitteln und können, je nach Anforderung, elektrisch leitfähige Partikel, wie z.B. Ruß, in unterschiedlicher Konzentration enthalten. Die am Markt erhältlichen Glimmschutzsysteme sind aber nicht teilentladungsresistent und die Füllstoffe in den imprägnierten Vliesen und Geweben neigen zum Ausbrechen.

Bekannt – beispielsweise aus der EP 2362 399 B1 – ist ein Widerstandsbelag für ein Glimmschutzsystem, der eine Trägermatrix, wie beispielsweise einen Lack oder ein Harz, und darin eingeschlossene Partikel, die mit einer Beschichtung versehen sind, umfasst. Dort werden Partikel wie die Core-Shell-(CS)-Partikel, die in ihrer Form beliebig sind und aus einem Träger „core“ und einer Beschichtung „shell“ bestehen, beispielsweise Füllstoff-Partikel aus Glimmer, Aluminiumoxid, Siliziumoxid und/oder Siliziumcarbid und/oder einem undotiertem Metalloxid sind, eingesetzt.

Der Flächenwiderstand des Außenglimmschutzes ist bevorzugt relativ niedrig und darf eine gewisse Ober- und Untergrenze nicht über- bzw. unterschreiten (typische Werte 0,2 bis 10 kΩ). Der Widerstand in axialer Richtung sollte sehr hoch sein, in radialer Richtung sehr gering. Der Flächenwiderstand eines Endenglimmschutzes ist deutlich hochohmiger (typische Werte 108–1010Ω).

Bei entsprechend hohen elektrischen Feldstärken im Isolationssystem und damit bei entsprechend hoher elektrischer Teilentladungsaktivität kommt es vor, dass der Außenglimmschutz im Betrieb komplett verbrennt und somit zu einer vorzeitigen Alterung der Isolierung und im schlimmsten Fall zu einem Erdschluss der elektrischen Maschine, das entspricht einem irreparablen Komplettausfall der Maschine, führt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden, einen Widerstandsbelag für ein stabiles Glimmschutzsystem zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, wie er in der Beschreibung und den Ansprüchen offenbart ist, gelöst.

Dementsprechend ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Widerstandsbelag für eine elektrische Maschine auf Basis einer elektrisch isolierenden Matrix die entweder chemisch oder physikalisch härtet, mit elektrisch leitfähigen Partikel, welche in diese Matrix eingearbeitet sind und in Form eines plättchenförmigen Metalloxids, dessen elektrische Leitfähigkeit durch Dotierung erzeugt ist, vorliegen, wobei in zwei Raumrichtungen die Perkolationsschwelle überschritten ist und sehr gute Leitfähigkeit herrscht, die ca. um Faktor 10 höher ist als in die dritte Raumrichtung, wobei eine ausgerichtete Schuppenstruktur in der Vorzugs-Schichtebene herausgebildet ist und so eine hohe Teilentladungsresistenz senkrecht zu der Schuppenstruktur erreicht wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese plättchenförmigen Metalloxidpartikel, die die Schuppenstruktur in der Matrix erzeugen, in unbeschichtetem Zustand leitfähig sind.

Im Gegensatz zum Stand der Technik, der als Füllstoffe nur elektrisch leitfähige core-shell-Partikel kennt, werden hier substratlose, also elektrisch leitfähige „shell“-Partikel ohne „core“ als Füllstoff eingesetzt.

Ein idealer Widerstandsbelag für einen Außen- und/oder Endenglimmschutz weist eine ausgeprägte Anisotropie im Widerstandsverhalten auf.

Als Matrixmaterial kann ein Kunststoff, ein polymerer Kunststoff, ein Glas und/oder eine sonstige Keramik eingesetzt werden.

Die Pigmentmassenkonzentration in der Vorzugs-Schichtebene liegt oberhalb der Perkolationsschwelle, wobei der makroskopische Widerstand in diesem Bereich stark abfällt und sich für höhere Füllgrade in einem Sättigungsbereich befindet. Somit ergibt sich durch eine weitere Erhöhung der PMK keine nennenswerte Veränderung des elektrischen Widerstandes der Verbundwerkstoffschicht. Für solche Anwendungen ist es sinnvoll planare Partikel zu verwenden, deren Form von der Kugelform abweicht, die also plättchenförmig ist. Diese haben im Vergleich zu kugelförmigen, also globularen Partikeln, eine geringere Perkolationsschwelle, womit bei geringeren PMKs gearbeitet werden kann, was verarbeitungs- und materialtechnisch große Vorteile mit sich bringt.

Hinsichtlich ihrer Teilentladungsresistenz sind die vorliegenden elektrisch leitfähigen Partikel im Widerstand besonders bevorzugt, weil sie durch ihre Form und Material, eine Art Panzer im Widerstandsbelag bilden, die die Teilentladungsresistenz bewirkt. Sie wirken dadurch chemisch stabiler und sind temperaturunempfindlicher, weil sie als ausgerichtete Plättchen im Widerstandsbelag in der Matrix vorliegen.

Der Widerstandsbelag hat bevorzugt einen elektrischen Quadratwiderstand von 1 bis 105 Ω, bevorzugt von 101 bis 103 Ω.

Der Füllstoff der Matrix, also vorliegend beispielsweise die elektrisch leitfähigen Partikel sind beispielsweise aus Metalloxiden, die grundsätzlich nicht oder nur schlecht leitfähig sind, aber beispielsweise eine Dotierung haben. Mit Hilfe der Dotierung kann die Leitfähigkeit des Füllstoffmaterials eingestellt werden.

Bevorzugt wird das Metalloxid aus der Gruppe gewählt: Metalloxid in binärer und tertiärer Mischphase aller Alkali-, Erdalkali- und/oder aller Übergangsmetall-Elemente, insbesondere Zinnoxid, Zinkoxid, Zinkstannat, Titanoxid, Bleioxid, Siliziumcarbid, Siliziumdioxid und/oder Aluminiumoxid.

Die Leitfähigkeit des Metalloxids wird beispielsweise durch Dotierung eingestellt, wobei das Dotierungselement für das Metalloxid ausgewählt ist aus Elementen der Gruppe der 3. bis 5. Hauptgruppe, der Übergangsmetalle, inklusive der seltenen Erden, beispielsweise aus der Gruppe folgender Elemente: Antimon, Indium, Cadmium; ausgewählt ist.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegen die elektrisch leitfähigen Partikel in Form von massiven Teilchen vor.

Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung liegen die elektrisch leitfähigen Partikel in Form von Teilchen mit Poren und/oder zumindest einem Hohlraum vor.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weisen die elektrisch leitfähigen Partikel eine Beschichtung auf, die die elektrische Leitfähigkeit des Füllstoffs nicht oder nur unwesentlich beeinflusst.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist diese Beschichtung beispielsweise aus einem oder mehreren Silanen, aus Wasserglas und/oder einem undotierten Metalloxid.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung umfasst der Widerstandsbelag noch weitere Füllstoffe in der nichtleitenden Matrix. Solche Füllstoffe sowie weitere Additive sind bekannt.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung liegt der elektrische Widerstand des Widerstandsbelags zwischen 1 und 1013Ω, gemessen bei einer Feldstärke von 1V/mm.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung liegt die elektrische Nichtlinearität des Widerstandsbelagsmaterials zwischen 1 und 7.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung liegt die Einwaage der elektrisch leitfähigen Partikel zwischen 10 und 80 Gew%, bezogen auf das gesamte Widerstandsbelagsmaterial.

Zur Einstellung einer bestimmten Leitfähigkeit in der Matrix werden bevorzugt plättchen- und/oder stabförmige Partikel in die Matrix eingearbeitet, die ein hohes Aspektverhältnis von 5 oder größer, aufweisen.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform werden diese jedoch durch globulare Partikel ergänzt.

Elektrisch leitfähige Metalloxide bilden eine wichtige Materialklasse in der Anwendung für Potentialsteuerungen bei Hoch- und Mittelspannungsmaschinen. Wichtige Vertreter sind hierbei plättchen- und/oder stabförmige Metalloxide und/oder Metallmischoxide, insbesondere solche mit kristallinem oder polykristallinem Anteil.

Da Metalloxide bevorzugt keramisch aufgebaut sind, liegen sie auch bevorzugt in einer Kristallmodifikation, also kristallin vor.

Dabei ist besonders bevorzugt, wenn das Metalloxid eine vergleichsweise planare, also stab- oder plättchenförmige Kristallstruktur aufweist.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden als elektrisch leitfähige Partikel z.B. dotierte, polykristalline Zinnoxide eingesetzt. Insbesondere werden auch Metalloxide eingesetzt, die planare Struktur, auch in kristallinem oder polykristallinem Zustand haben, wie beispielsweise dotiertes Aluminiumoxid und dotiertes Siliziumoxid.

Durch die Erfindung können insbesondere auch ruß- und/oder graphithaltige Widerstandsbeläge ersetzt werden.

Durch die vorliegende Erfindung wird insbesondere erreicht, dass kein Glimmer mehr zur Herstellung eines Widerstandsbelags abgebaut werden muss. Der Rohstoff Zinn, der typischerweise als funktionelle Schicht, als „shell“, auf Glimmer aufgebracht wird, wird ergänzt.

Es können höhere Wärmeleitfähigkeiten durch den Einsatz funktioneller Partikel wie Aluminiumoxid erzielt werden.

Planare Partikel wie die hier beanspruchten plättchenförmigen Partikel, erhöhen den Erosionsweg von Teilentladungen und damit die Lebensdauer eines Isolationssystems.

Planare Partikel besitzen eine niedrige Perkolationsschwelle, wodurch deutlich weniger Füllstoff für gleiche Leitfähigkeiten im Widerstandsbelags-Material benötigt wird. Dies gilt insbesondere auch für den Vergleich mit globularen Füllstoff-Partikel.

Substratfreie Partikel sind in der Regel günstiger in der Herstellung als substratbehaftete, core-shell Partikel.

Keramische Füllstoffe sind resistent gegenüber Teilentladungen, verglichen beispielsweise mit Ruß oder Graphit.

Es können gemäß der Erfindung anisotrope elektrische Leitfähigkeiten realisiert werden, wobei in Richtung der ausgerichteten plättchenförmigen elektrisch leitfähigen Partikel die elektrische Leitfähigkeit deutlich höher als senkrecht dazu ist. Dabei handelt es sich zumindest um den Faktor 10.

Die Erfindung betrifft einen Widerstandsbelag für ein Glimmschutzsystem einer elektrische Maschine, beispielsweise eine Mittel- oder Hochspannungsmaschine, wie einen Generator in einem Kraftwerk zur Erzeugung von elektrischer Energie, aber auch andere elektrische Betriebsmittel mit einer höheren Bemessungsspannung wie Trafos, Durchführungen, Kabel etc. Im Gegensatz zu den bisher üblichen core-shell-Partikeln, die als Füllstoff zur Einstellung der elektrischen Leitfähigkeit im Widerstandsbelag eingesetzt wurden, werden vorliegend nur unbeschichtete Partikel zur Herstellung einer elektrischen Leitfähigkeit eingesetzt.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 2362399 B1 [0006]