Title:
SYSTEM UND VERFAHREN FÜR EINE NETZWERKAUSWAHL ZUR ÜBERTRAGUNG EINER ANRUFSITZUNG
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein Verfahren, das von Stationen durchgeführt wird, um Anrufsitzungen zwischen unterschiedlichen Zugangsnetzwerken zu übertragen. Die Verfahren beinhalten ein Übermitteln, durch eine erste Station an eine zweite Station, einer Einladung, an einem Sprachanruf in einem ersten Funkzugangsnetzwerk (RAN) teilzunehmen, Empfangen, durch die zweite Station, der Einladung, Erzeugen, durch die zweite Station, einer Antwort auf die Einladung, Bestimmen, durch die zweite Station, dass die Antwort nicht erfolgreich zu der ersten Station übermittelt werden kann, Assoziieren, durch die zweite Station, mit einem zweiten RAN, Erzeugen, durch die zweite Station, einer Nachricht, die angibt, dass die zweite Station mit dem zweiten RAN assoziiert ist, Übermitteln, durch die zweite Station, der Nachricht an die erste Station, erneutes Übermitteln, durch die erste Station, der Einladung, an dem Sprachanruf teilzunehmen, Empfangen, durch die zweite Station, der Einladung in dem zweiten RAN und Einrichten des Sprachanrufes zwischen der ersten Station und der zweiten Station.




Inventors:
Khay-Ibbat, Samy, Calif. (Cupertino, US)
Balakrishnan, Swaminathan, Calif. (Cupertino, US)
Vangala, Sarma V., Calif. (Cupertino, US)
Application Number:
DE102015209240A
Publication Date:
12/03/2015
Filing Date:
05/20/2015
Assignee:
Apple Inc. (Calif., Cupertino, US)
International Classes:



Other References:
IEEE 802.11 a/b/g/n/ac
Attorney, Agent or Firm:
BARDEHLE PAGENBERG Partnerschaft mbB Patentanwälte, Rechtsanwälte, 81675, München, DE
Claims:
1. Verfahren umfassend:
bei einer ersten Station:
Übermitteln einer Einladung für eine Aufbauprozedur eines Sprachanrufes an eine zweite Station, wobei die erste Station mit einem Long-Term-Evolution-Funkzugangsnetzwerk (LTE-RAN) verbunden ist, und die erste Station eingerichtet ist, den Sprachanruf unter Verwendung von Voice over LTE (VoLTE) durchzuführen;
Empfangen einer Schaltnachricht von der zweiten Station, wobei die Schaltnachricht eine Angabe beinhaltet, dass sich die zweite Station mit einem herkömmlichen RAN assoziiert hat, wobei das herkömmliche RAN Sprachanrufe als leitungsvermittelte Anrufe durchführt;
erneutes Übermitteln der Einladung an die zweite Station;
Durchführen der Aufbauprozedur für den Sprachanruf; und
Durchführen des Sprachanrufes mit der zweiten Station.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1, weiterhin umfassend:
Bestimmen, ob die erste Station mit dem LTE-RAN verbunden bleiben soll, um den Sprachanruf durchzuführen, oder sich mit dem herkömmlichen RAN verbinden soll, um den Sprachanruf durchzuführen.

3. Verfahren gemäß Anspruch 2, weiterhin umfassend:
Verbinden mit dem herkömmlichen RAN, wenn bestimmt wird, dass der Sprachanruf über das herkömmliche RAN durchgeführt werden soll.

4. Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei der Sprachanruf als ein VoLTE-Anruf durch die erste Station durchgeführt wird, wenn bestimmt wird, dass die erste Station mit dem LTE-RAN verbunden bleiben soll.

5. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Einladung eine Einladung nach dem Session Initiation Protocol (SIP) ist, wenn die erste Station mit dem LTE-RAN verbunden ist.

6. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das erneute Übermitteln der Einladung ohne Benutzerinteraktion durchgeführt wird.

7. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das herkömmliche Netzwerk ein 2G-Netzwerk oder ein 3G-Netzwerk ist.

8. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Schaltnachricht weiterhin angibt, dass die zweite Station die Einladung empfangen hat.

9. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das erneute Übermitteln der Einladung durchgeführt wird, ohne die zweite Station in dem herkömmlichen RAN anzurufen.

10. Drahtlosstation, aufweisend:
einen Prozessor; und
ein computerlesbares Speichermedium, das einen Satz von Instruktionen beinhaltet, wobei die Instruktionen, wenn sie durch den Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, Operationen durchzuführen, umfassend:
Übermitteln einer Einladung für eine Aufbauprozedur eines Sprachanrufes an eine zweite Drahtlosstation, wobei die Drahtlosstation mit einem Long-Term-Evolution-Funkzugangsnetzwerk (LTE-RAN) verbunden ist, und wobei die Drahtlosstation eingerichtet ist, den Sprachanruf unter Verwendung von Voice over LTE (VoLTE) durchzuführen;
Empfangen einer Schaltnachricht von der zweiten Drahtlosstation, wobei die Schaltnachricht eine Angabe beinhaltet, dass die zweite Drahtlosstation sich mit einem herkömmlichen RAN assoziiert hat, wobei das herkömmliche RAN Sprachanrufe als leitungsvermittelte Anrufe durchführt;
erneutes Übermitteln der Einladung an die zweite Drahtlosstation;
Durchführen der Aufbauprozedur für den Sprachanruf; und
Durchführen des Sprachanrufes mit der zweiten Drahtlosstation.

11. Drahtlosstation gemäß Anspruch 10, wobei die Instruktionen den Prozessor weiterhin veranlassen, Operationen durchzuführen, umfassend:
Bestimmen, ob die Drahtlosstation mit dem LTE-RAN verbunden bleiben soll, um den Sprachanruf durchzuführen, oder sich mit dem herkömmlichen RAN verbinden soll, um den Sprachanruf durchzuführen.

12. Drahtlosstation gemäß Anspruch 11, wobei die Instruktionen weiterhin den Prozessor veranlassen, Operationen durchzuführen, umfassend:
Verbinden mit dem herkömmlichen RAN, wenn bestimmt wird, dass der Sprachanruf über das herkömmliche RAN durchgeführt werden soll.

13. Drahtlosstation gemäß Anspruch 11, wobei der Sprachanruf als ein VoLTE-Anruf durch die Drahtlosstation durchgeführt wird, wenn bestimmt wird, dass die erste Station mit dem LTE-RAN verbunden bleiben soll.

14. Drahtlosstation gemäß Anspruch 10, wobei die Schaltnachricht weiterhin angibt, dass die zweite Drahtlosstation die Einladung empfangen hat.

15. Drahtlosstation gemäß Anspruch 10, wobei das erneute Übermitteln der Einladung durchgeführt wird, ohne die zweite Drahtlosstation in dem herkömmlichen RAN anzurufen.

Description:
HINTERGRUNDINFORMATION

Eine erste Station kann eingerichtet sein, um drahtlos mit einer zweiten Station zu kommunizieren. Insbesondere kann die erste Station über ein drahtloses Kommunikationsnetzwerk Daten zu der zweiten Station übermitteln und Daten von dieser empfangen. Die erste und zweite Station können das Netzwerk verwenden, um unter Verwendung einer Vielzahl von unterschiedlichen Anwendungen zu kommunizieren. Beispielsweise kann die erste Station eine mobile Ursprungs-(mobile origination, MO-)Station sein, während die zweite Station eine mobile End-(mobile terminating, MT-)Station für einen Sprachanruf sein kann. Der Sprachanruf kann auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Weisen durchgeführt werden. Beispielsweise kann, wenn die MO- oder MT-Station mit einem 2G- oder 3G-Netzwerk verbunden ist, der Sprachanruf unter Verwendung eines leitungsvermittelten Sprachanrufs durchgeführt werden. In einem anderen Beispiel kann, wenn die MO- oder MT-Station mit einem Long-Term-Evolution (LTE) Netzwerk verbunden ist, der Sprachanruf unter Verwendung eines Voice over LTE-(VoLTE-)Anrufs durchgeführt werden.

Wenn der VoLTE-Anruf durchgeführt wird, können die MO- und MT-Stationen eine ursprüngliche Aufbauprozedur durchführen. Bei der ursprünglichen Aufbauprozedur kann die MO-Station eine Einladung an die MT-Station zur Teilnahme an dem VoLTE-Anruf übermitteln. Bei einem VoLTE-Anruf wird die Einladung über das LTE-Netzwerk übermittelt. Die MT-Station kann die Einladung empfangen und auch über das LTE-Netzwerk eine Antwort bereitstellen. Es kann jedoch eine Vielzahl von Gründen geben, die die MT-Station davon abhalten, auf die Einladung zu antworten. Beispielsweise kann der MT-Station bewusst sein, dass es einen eingehenden Anruf von der MO-Station gibt, aber sie kann die Antwort auf die Einladung nicht über das LTE-Netzwerk bereitstellen. In einem Szenario kann der Aufbau des Anrufs fehlschlagen, was ein sehr erbärmliches Erlebnis beim Endnutzer ist, insbesondere da der Benutzer der MT-Station die Angabe empfangen haben kann und manuell auf die Einladung (z. B. mit einer Eingabe) reagiert haben kann. Weiterhin können zusätzliche Versuche für den VoLTE-Anruf fortlaufend fehlschlagen, bis die MT-Station in der Lage ist, die Antwort über das LTE-Netzwerk zu übermitteln.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt eine beispielhafte Netzwerkanordnung für Stationen, um einen Sprachanruf durchzuführen.

2 zeigt eine beispielhafte Station, die eingerichtet ist, den Sprachanruf durchzuführen.

3 zeigt ein erstes beispielhaftes Signalisierungsdiagramm, um eine Netzwerkauswahl zum Übertragen einer Anrufsitzung von einem ersten Netzwerk an ein zweites Netzwerk durchzuführen.

4 zeigt ein zweites beispielhaftes Signalisierungsdiagramm, um eine Netzwerkauswahl zum Übertragen einer Anrufsitzung von einem ersten Netzwerk an ein zweites Netzwerk durchzuführen.

5 zeigt ein erstes beispielhaftes Verfahren zum Durchführen eines Sprachanrufs durch eine mobile Endstation über ein erstes oder zweites Netzwerk.

6 zeigt ein zweites beispielhaftes Verfahren zum Durchführen eines Sprachanrufs durch eine mobile Ursprungsstation über ein erstes oder zweites Netzwerk.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Die beispielhaften Ausführungsformen beschreiben ein Verfahren, das von zwei Stationen durchgeführt wird. Das Verfahren beinhaltet ein Übermitteln, durch eine erste Station an eine zweite Station, einer Einladung, an einem Sprachanruf teilzunehmen, in einem ersten Funkzugangsnetzwerk (radio access network, RAN), Empfangen, durch die zweite Station, der Einladung, Erzeugen, durch die zweite Station, einer Antwort auf die Einladung, Bestimmen, durch die zweite Station, dass die Antwort nicht erfolgreich zu der ersten Station übermittelt werden kann, Assoziieren, durch die zweite Station, mit einem zweiten RAN, Erzeugen, durch die zweite Station, einer Nachricht, die angibt, dass sich die zweite Station mit dem zweiten RAN assoziiert hat, Übermitteln, durch die zweite Station, der Nachricht an die erste Station, erneutes Übermitteln, durch die erste Station, der Einladung, an dem Sprachanruf teilzunehmen, Empfangen, durch die zweite Station, der Einladung in dem zweiten RAN, und Einrichten des Sprachanrufs zwischen der ersten Station und der zweiten Station.

Die beispielhaften Ausführungsformen beschreiben weiterhin ein Verfahren, das durch eine erste Station durchgeführt wird, wobei das Verfahren beinhaltet: Empfangen einer Einladung für eine Aufbauprozedur eines Sprachanrufs von einer zweiten Station, wobei die erste Station mit einem Long-Term-Evolution-Funkzugangsnetzwerk (LTE-RAN) verbunden ist, wobei die erste Station eingerichtet ist, den Sprachanruf unter Verwendung von Voice over LTE (VoLTE) durchzuführen, Bestimmen, dass die erste Station nicht in der Lage ist, eine Antwort auf die Einladung an die zweite Station unter Verwendung des LTE-RAN zu übermitteln, Verbinden der ersten Station mit einem herkömmlichen RAN (legacy RAN), wobei das herkömmlichen RAN Sprachanrufe als leitungsvermittelte Anrufe durchführt, Erzeugen einer Schaltnachricht, nach dem Verbinden mit dem herkömmlichen RAN, wobei die Schaltnachricht eine Angabe beinhaltet, dass die erste Station sich mit dem herkömmlichen RAN assoziiert hat, Übermitteln der Schaltnachricht an die zweite Station, Empfangen der Einladung für eine Aufbauprozedur eines Sprachanrufes von der zweiten Station, wobei die Aufbauprozedur konsistent mit dem herkömmlichen RAN durchgeführt wird, und Durchführen des Sprachanrufes mit der zweiten Station über das herkömmliche RAN.

Die beispielhaften Ausführungsformen beschreiben auch ein Verfahren, das von einer ersten Station durchgeführt wird, wobei das Verfahren ein Übermitteln einer Einladung für eine Aufbauprozedur eines Sprachanrufes an eine zweite Station beinhaltet, wobei die erste Station mit einem Long-Term-Evolution-Funknetzwerk (LTE-RAN) verbunden ist, die erste Station eingerichtet ist, den Sprachanruf unter Verwendung von Voice over LTE (VoLTE) durchzuführen, Empfangen einer Schaltnachricht von der zweiten Station, wobei die Schaltnachricht eine Angabe beinhaltet, dass die zweite Station sich mit einem herkömmlichen RAN assoziiert hat, wobei das herkömmliche RAN Sprachanrufe als leitungsvermittelte Anrufe durchführt, erneutes Übermitteln der Einladung an die zweite Station, Durchführen der Aufbauprozedur für den Sprachanruf und Durchführen des Sprachanrufes mit der zweiten Station.

Die beispielhaften Ausführungsformen können weiter unter Bezugnahme auf die folgende Beschreibung und die bezogenen angehängten Zeichnungen verstanden werden, wobei ähnliche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen bereitgestellt sind. Die beispielhaften Ausführungsformen beziehen sich auf ein System und ein Verfahren zur Netzwerkauswahl zum Übertragen einer Anrufsitzung. Insbesondere bezieht sich das Übertragen auf eine Aufbauprozedur für einen Sprachanruf zum Einrichten des Sprachanrufes. Genauer gesagt kann eine mobile Ursprungs-(MO-)Station eine mobile End-(MT-)Station zu dem Sprachanruf einladen, wobei sowohl die MO- wie auch die MT-Station mit einem Long-Term-Evolution-Funkzugangsnetzwerk (LTE-RAN) verbunden sind. Die MO- und MT-Station können den Sprachanruf unter Verwendung einer Voice-over-LTE(VoLTE)-Anrufsitzung durchführen. Dabei werden Datenpakete zwischen der MO- und MT-Station über das LTE-RAN während einer Aufbauprozedur übermittelt, um den Sprachanruf einzurichten. Falls die MT-Station nicht in der Lage ist, eine Antwort auf eine Einladung für den Sprachanruf über das LTE-RAN zu übermitteln, kann die MT-Station eine Nachricht an die MO-Station bereitstellen, die angibt, dass ein unterschiedliches Netzwerk ausgewählt wird, welches verlässlicher sein kann, wie ein herkömmliches Funkzugangsnetzwerk (RAN) (z. B. 2G-Netzwerk, 3G-Netzwerk, usw.).

1 zeigt eine beispielhafte Netzwerkanordnung 100 für eine MO-Station 105 zur Durchführung eines Sprachanrufes mit einer MT-Station 110. Insbesondere kann die MO-Station 105 mit der MT-Station 110 drahtlos zur Durchführung des Sprachanrufes kommunizieren. Die Netzwerkanordnung 100 kann ein LTE-RAN 115, ein herkömmliches RAN 120 und ein zellulares Kernnetzwerk 125 beinhalten. Gemäß beispielhafter Ausführungsformen können die MO-Station 105 und die MT-Station 110 sowohl das LTE-RAN 115 wie auch das herkömmliche RAN 120 verwenden. Wie oben erläutert, kann das LTE-RAN 115 bezogen auf Sprachanrufe im Wesentlichen ein all-IP-basierter Netzwerkstandard sein, während das herkömmliche RAN 120 ein leitungsvermitteltes Protokoll durch einen dedizierter Kommunikationskanal verwenden kann. Während die beispielhaften Ausführungsformen unter Bezug auf ein LTE-RAN und ein herkömmliches RAN (wie ein 2G- oder 3G-Netzwerk) beschrieben werden, ist es nicht erforderlich, dass die Netzwerke von genau diesen Netzwerktypen sind. Beispielsweise könnte das erste Netzwerk irgendeine Art von paketvermitteltem oder IP-basiertem Netzwerk sein, und das herkömmliche RAN kann irgendeine Art von leitungsvermitteltem Netzwerk sein. Beispielsweise kann entweder Netzwerk 115, 120 ein WiFi-Netzwerk, wie unter IEEE 802.11 a/b/g/n/ac definiert, sein. Das WiFi-Netzwerk 105 kann weiterhin irgendeine Art von WiFi-Netzwerk, wie ein persönliches WiFi-Netzwerk, ein Home-WiFi-Netzwerk, ein WiFi-Netzwerk eines Unternehmens, einen HotSpot, usw. darstellen. Bei einigen Fällen können WiFi-Netzwerke als drahtlose lokale Netzwerke (WLANs) bezeichnet werden. Die Netzwerke 115, 120 können auch irgendein Netzwerk beinhalten, welches als ein WLAN bezeichnet ist. Folglich kann, wenn in den beispielhaften Ausführungsformen beschrieben ist, dass die MO-Station 105 und die MT-Station 115 mit dem LTE-RAN 115 oder herkömmlichen RAN 120 verbunden sind, die MO-Station 105 und die MT-Station 110 stattdessen mit einem WiFi-Netzwerk verbunden sein.

Die MO-Station 105 und die MT-Station 110 können irgendeine elektronische Vorrichtung darstellen, die den Sprachanruf durchführt. Es kann erwogen werden, dass die MO-Station 105 und die MT-Station 110 die erforderliche Hardware- und Software-Konfiguration aufweisen, um VoLTE-Anrufe durchzuführen, wenn mit dem LTE-RAN 115 verbunden. Ein Sprachanruf kann zwischen der MO-Station 105 und der MT-Station 110 unter Verwendung einer Vielzahl von unterschiedlichen Anwendungen eingerichtet werden. Wenn die MO- oder MT-Station mit dem herkömmlichen RAN 120 verbunden ist, können die Stationen 105, 110 in dem Sprachanruf unter Verwendung eines leitungsvermittelten Sprachanrufes teilnehmen. Hinsichtlich der Sprachübermittlungen verwendet das herkömmliche RAN 120 typischerweise einen dedizierten Kommunikationskanal, um Sprachanrufe zu übertragen, auch wenn dies kein Erfordernis ist.

Ein VoLTE-Anruf bezieht sich auf das Übermitteln des Sprachdienstes als Datenfluss über das LTE-RAN 115. Der VoLTE-Anruf kann unter Verwendung eines im Wesentlichen all-Internet-Protocol-(IP-)basierten Netzwerkstandards durchgeführt werden, ohne dass die dedizierten Kommunikationskanäle erforderlich sind, die in den herkömmlichen Netzwerken (z. B. herkömmliches RAN 120) verwendet werden. Deshalb werden die Informationen, die in der ursprünglichen Aufbauprozedur verwendet werden, und alle Sprachinformationen, die während des VoLTE-Anrufes übermittelt werden, als Datenpakete über das LTE-RAN 115 übermittelt.

Der VoLTE-Anruf kann ein IP-Multimedia-Subsystem (IMS) 130 verwenden, das mit dem zellularen Kernnetzwerk 125 des Providers des LTE-RAN 115 assoziiert ist. Das IMS 130 ermöglicht Multimedia-Zugriff unter Verwendung einer gemeinsamen IP-Schnittstelle. Unter Verwendung des IMS 130 können Verbindungen über unterschiedliche Protokolle vorgenommen werden. Insbesondere ist ein VoLTE-Anruf mit dem IMS 130 in der Lage, mit leitungsvermittelten Sprachnetzwerken zu interagieren. Beispielsweise wird, falls die MO-Station 105 mit dem LTE-RAN 115 verbunden wurde und einen Anruf zu der MT-Station 110 initiiert hat, die mit dem herkömmlichen RAN 120 verbunden war, das IMS 130 verwendet, um die Anrufe zwischen den unterschiedlichen Netzwerken zu verbinden. Die IP-Schnittstelle des IMS 130 kann auch einem VoLTE-Anruf ermöglichen, mit anderen Sprachnetzwerktechnologien zu interagieren, selbst wenn leitungsvermittelte Netzwerke nicht verfügbar sind. Somit kann die MO-Station 105 mit dem LTE-RAN 115 für einen durchzuführenden Sprachanruf verbunden sein, aber es ist nicht erforderlich, dass die MT-Station 110 mit dem LTE-RAN 115 verbunden ist, oder andersherum. Folglich kann, wenn sowohl die MO-Station 105 wie auch die MT-Station 110 mit dem LTE-RAN 115 verbunden sind, der VoLTE-Anruf von beiden Stationen 105, 110 durchgeführt werden. Wenn nur die MO-Station 105 mit dem LTE-RAN 115 verbunden ist (oder in der Lage ist, sowohl die Uplink- wie auch die Downlink-Übertragungen davon zu nutzen), kann die MO-Station 105 den VoLTE-Anruf durchführen. Die MT-Station 110 kann jedoch nicht mit dem LTE-RAN 115 verbunden sein, so dass die MT-Station 110 den leitungsvermittelten Sprachanruf durchführt. Auf diese Weise wird der Sprachanruf zwischen der MO-Station 105 und der MT-Station 110 dennoch über das IMS 130 eingerichtet.

Beim Einrichten des Sprachanrufes zwischen der MO-Station 105 und der MT-Station 110 kann das herkömmliche RAN 120 als zuverlässiger als das LTE-RAN 115 betrachtet werden, wenn man den Abdeckungsbereich betrachtet, den das herkömmliche RAN 120 bereitstellt. Beispielsweise kann eine Station nicht genügend Uplink-Übertragungsleistung haben, um eine Antwort auf eine Einladung zu einem VoLTE-Anruf zu übermitteln, aber genügend Uplink-Übertragungsleistung haben, um auf einen Anruf in dem herkömmlichen RAN 120 zu antworten. Der Fachmann wird jedoch verstehen, dass das LTE-RAN 115 gegenüber dem herkömmlichen RAN 120 bevorzugt werden kann, wenn die möglichen Datentransferraten betrachtet werden.

Falls sowohl die MO-Station 105 wie auch die MT-Station 110 mit dem LTE-RAN 115 verbunden sind und für Voice-over-IMS 130 registriert sind, wenn mit dem LTE-RAN 115 verbunden, können sowohl die MO-Station 105 wie auch die MT-Station 115 simultan Daten und Sprache über das LTE-RAN 115 haben, wodurch den Stationen 105 und 110 die Option bereitgestellt wird, einen VoLTE-Anruf durchzuführen. Wenn sowohl die MO-Station 105 wie auch die MT-Station 110 in der Lage sind, das LTE-RAN 115 zu verwenden, kann der VoLTE-Anruf gegenüber dem leitungsvermittelten Sprachanruf aus einer Vielzahl von Gründen aus Benutzerperspektive und Netzwerkperspektive bevorzugt sein. Tatsächlich kann, wenn die Station mit dem LTE-RAN 115 verbunden ist, die Station eingerichtet sein, immer den VoLTE-Anruf zu nutzen, um in dem Sprachanruf teilzunehmen. Es kann jedoch eine Vielzahl von Szenarien geben, in welchen das LTE-RAN 115 von einer der Stationen nicht verwendet werden kann. Beispielsweise kann die MT-Station 110 nicht in der Lage sein, die Uplink-Übertragung in dem LTE-RAN 115 während einer Aufbauprozedur für den VoLTE-Anruf zu verwenden, was darin resultiert, dass das Einrichten des Sprachanrufes fehlschlägt. Bei einem anderen Beispiel kann die Station, falls die Station nicht auf dem IMS 130 registriert ist, auf das LTE-RAN 115 zur Datenübertragung und das herkömmliche RAN 120 für Sprachanrufe vertrauen.

Die beispielhaften Ausführungsformen stellen eine nahtlose Methode zum Übertragen der Anrufsitzung an das herkömmliche RAN 120 bereit, um den Sprachanruf zwischen der MO-Station 105 und der MT-Station 110 einzurichten. Insbesondere kann, wenn die MT-Station 110 nicht in der Lage ist, auf eine Einladung für einen VoLTE-Anruf zu antworten, die MT-Station 110 eine Schaltnachricht an die MO-Station 105 bereitstellen, die angibt, dass die MT-Station 110 das LTE-RAN 115 nicht verwenden kann. Die Schaltnachricht kann auch der MO-Station 105 anzeigen, dass die MT-Station 110 beabsichtigt, das herkömmliche RAN 120 für den Sprachanruf zu verwenden. Die MO-Station 105 kann unterschiedliche Operationen durchführen, nach dem Empfang der Schaltnachricht von der MT-Station 110 für den einzurichtenden Sprachanruf.

2 zeigt eine beispielhafte Station 200, die eingerichtet ist, den Sprachanruf unter Verwendung des VoLTE-Anrufes oder des leitungsvermittelten Sprachanrufes durchzuführen. Insbesondere kann die Station 200 eine elektronische Vorrichtung, wie die MO-Station 105 und die MT-Station 110 darstellen. Die Station 200 kann irgendeine elektronische Komponente sein, die eingerichtet ist, sich einem Netzwerk anzuschließen, wie eine tragbare Vorrichtung (z. B. ein Mobiltelefon, ein Smartphone, ein Tablet, ein Phablet, ein Laptop, usw.) oder eine stationäre Vorrichtung (z. B. ein Desktop-Computer). Die Station 200 kann einen Prozessor 205, eine Speicheranordnung 210, eine Anzeigevorrichtung 215, eine Eingabe-/Ausgabe-(E/A-)Vorrichtung 220, einen Transceiver 225 und andere Komponenten 230, wie eine tragbare Leistungsversorgung, eine Audio-E/A-Vorrichtung, usw. beinhalten.

Der Prozessor 205 kann eingerichtet sein, eine Vielzahl von Anwendungen der Station 200 auszuführen. Der Prozessor 205 kann ein Anwendungsprozessor sein, ein Basisbandprozessor oder eine Kombination hieraus. Die Anwendungen können einen Web-Browser beinhalten, wenn mit dem LTE-RAN 115 oder dem herkömmlichen RAN 120 über den Transceiver 225 verbunden. Der Web-Browser kann eine datenbezogene Anwendung darstellen.

Bei einem anderen Beispiel können die Anwendungen eine Anrufanwendung 235 beinhalten. Die Anrufanwendung 235 kann eine sprachbezogene Anwendung darstellen, die den Sprachanruf für die Station 200 durchführt. Wenn die Station 200 die MO-Station 105 ist, kann die Anrufanwendung 235 die Einladung für den Sprachanruf erzeugen. Wenn die Station 200 die MT-Station 110 ist, kann die Anrufanwendung 235 die Einladung für den Sprachanruf empfangen. Die Anrufanwendung 235 kann dann eine Antwort auf die Einladung erzeugen. Diese Aufbauprozedur für den Sprachanruf kann verwendet werden, um den Sprachanruf zwischen der MO-Station 105 und der MT-Station 110 einzurichten. Wenn der Sprachanruf eingerichtet wurde, kann die Anrufanwendung 235 die Funktionalitäten, die mit dem Übermitteln und Empfangen von Sprachinformationen während des Sprachanrufes assoziiert sind, durchführen. Beispielsweise kann die Audio-E/A-Vorrichtung rohe Sprache von dem Benutzer empfangen und die rohe Sprache zu Datenpaketen umwandeln, die über den Transceiver 235 zu dem Netzwerk übermittelt werden können. In einem spezifischen Beispiel können die Sprachdatenpakete über das LTE-RAN 115 übermittelt werden, wenn der Sprachanruf der VoLTE-Anruf ist.

Die Anrufanwendung 235 kann auch die Art des Sprachanrufes bestimmen, der von der Station 200 durchzuführen ist. Beispielsweise kann, wenn die Station 200 mit dem LTE-RAN 115 verbunden ist, der Sprachanruf der VoLTE-Anruf sein. Bei einem anderen Beispiel kann, wenn die Station 200 nur mit dem herkömmlichen RAN 120 verbunden ist, der Sprachanruf der leitungsvermittelte Sprachanruf sein. Es sollte beachtet werden, dass die Anrufanwendung 235 eingerichtet sein kann, immer den VoLTE-Anruf durchzuführen, wenn mit dem LTE-RAN 115 verbunden. Wie jedoch im Einzelnen unter weiter beschrieben wird, stellen die beispielhaften Ausführungsformen eine Methode zur Verwendung des herkömmlichen RAN 120 bereit, selbst wenn die Station 200 mit dem LTE-RAN 115 verbunden ist.

Bei einem weiteren Beispiel und gemäß den beispielhaften Ausführungsformen können die Anwendungen eine Netzwerkauswahlanwendung 240 beinhalten. Wie im Einzelnen unten beschrieben wird, kann die Netzwerkauswahlanwendung 240 das Übertragen der Anrufsitzung durchführen, wenn die Station 200 Bedingungen erfährt, die den Sprachanruf davon abhalten, eingerichtet zu werden. Insbesondere kann, wenn die Station 200 (wie die MT-Station 110) nicht in der Lage ist, auf eine Einladung zu dem Sprachanruf unter Verwendung eines VoLTE-Anrufes zu antworten, die Netzwerkauswahlanwendung 240 das herkömmliche RAN 120 verwenden, um den Sprachanruf einzurichten. Die Netzwerkauswahlanwendung 240 kann auch eine zu der MO-Station 105 zu übermittelnde Schaltnachricht erzeugen, die angibt, dass die MT-Station 110 gerade das herkömmliche RAN 120 verwendet.

Es sollte beachtet werden, dass die Anrufanwendung 235 und die Netzwerkauswahlanwendung 240 als eine von dem Prozessor 205 ausgeführte Anwendung (z. B. ein Programm) nur beispielhaft ist. Die Anwendungen 235240 können auch als eine getrennte, in der Station 200 eingebettete Komponente dargestellt werden, oder sie können eine modulare Komponente sein, die mit der Station 200 gekoppelt ist.

Die Speicheranordnung 210 kann eine Hardware-Komponente sein, die eingerichtet ist, Daten bezogen auf Operationen, die durch die Station 200 durchgeführt werden, zu speichern. Beispielsweise kann die Speicheranordnung 210 eine Anrufer-Datenbank speichern, die mit der Anrufanwendung 235 assoziiert ist. Die Anrufer-Datenbank kann beispielsweise ein Verzeichnis von Personen sein, das assoziierte Kontaktinformationen aufweist, zur Verwendung durch die Anrufanwendung 235 bei einem Sprachanruf mit einer entsprechenden Station einer ausgewählten Person. Die Speicheranordnung 210 kann auch weitere Daten wie gemessene Netzwerkparameter für das LTE-RAN 115 speichern. Die Anzeigevorrichtung 215 kann eine Hardware-Komponente sein, die eingerichtet ist, Daten einem Benutzer anzuzeigen, während die E/A-Vorrichtung 220 eine Hardware-Komponente sein kann, die eingerichtet ist, Eingaben von dem Benutzer zu empfangen und entsprechende Daten auszugeben. Die anderen Komponenten 230 können eine tragbare Leistungsversorgung (z. B. eine Batterie), eine Datenbeschaffungsvorrichtung, Anschlüsse zum elektrischen Verbinden der Station 200 mit anderen elektronischen Vorrichtungen, usw. beinhalten.

3 zeigt ein erstes beispielhaftes Signalisierungsdiagramm 300, um eine Netzwerkauswahl zum Übertragen einer Anrufsitzung von dem LTE-RAN 115 zu dem herkömmlichen RAN 120 durchzuführen. Insbesondere bezieht sich das Signalisierungsdiagramm 300 auf ein Szenario, bei dem die MO-Station 105 auf dem LTE-RAN 115 verbleibt, nach dem Empfang einer Schaltnachricht von der MT-Station 110, die angibt, dass die MT-Station 110 gerade zu dem herkömmlichen RAN 120 schaltet.

Wie veranschaulicht, kann die MO-Station 105 eine Sitzungseinladung 305 an die MT-Station 110 übermitteln. Insbesondere kann, wenn der Sprachanruf durch die MO-Station 105 als ein VoLTE-Anruf durchgeführt wird (z. B. ist die MO-Station 105 mit dem LTE-RAN 115 verbunden), die Sitzungseinladung 305 an eine Komponente des LTE-RAN 115 (z. B. eine enhanced Node B (eNB)) übermittelt werden. Wenn der Anruf ein VoLTE-Anruf ist, kann die Sitzungseinladung 310 eine Einladung nach dem Session Initiation Protocol (SIP) sein. Da sowohl die MO-Station 105 wie auch die MT-Station 110 mit dem LTE-RAN 115 verbunden sind, wird das LTE-RAN 115 dann die Sitzungseinladung 310 an die MT-Station 110 weiterleiten. Der Fachmann wird verstehen, dass es zusätzliche Signalisierungen innerhalb des LTE-RAN 115 geben kann, um sicherzustellen, dass die Sitzungseinladung 310 zu der MT-Station 110 übermittelt wird. Das Signalisierungsdiagramm 300 ist jedoch nur als eine vereinfachte Übersicht des Signalisierungsprozesses gedacht, und zeigt nicht jedes Signal, das übermittelt wird, um den Sprachanruf abzuschließen.

Die MT-Station 110 kann mit dem LTE-RAN 115 verbunden sein und in der Lage sein, den Downlink hiervon zu dekodieren, so dass die Sitzungseinladung 310 empfangen wird. Die MT-Station 110 kann, nach dem Empfangen der Sitzungseinladung 310, verschiedene Parameter, die in der Sitzungseinladung 310 beinhaltet sind, wie die Identität der MO-Station 105, bestimmen. Bei einem spezifischen Beispiel kann, nach dem Empfangen der SIP-Einladung, die MT-Station 110 das IMS 130 angerufen haben und auch eine Verbindung gemäß Radio Ressource Control (RRC) einrichten. Die MT-Station 110 kann eine Sitzungsantwort 315 zu der Sitzungseinladung 310 erzeugen, um den Sprachanruf einzurichten. Bei diesem Beispiel ist beachtet, dass die Sitzungsantwort 315 nicht das LTE-RAN 115 erreicht. Für den Zweck des Bereitstellens einer vollständigen Erläuterung kann jedoch, falls die Sitzungsantwort 315 von dem LTE-RAN 115 empfangen und an die MO-Station 105 weitergeleitet wurde, ein VoLTE-Anruf zwischen der MO-Station 105 und der MT-Station 110 eingerichtet werden.

Zusätzlich zum Erzeugen der Sitzungsantwort 315 kann die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MT-Station 110 nach dem Empfangen der Sitzungseinladung 310 einen Timer 320 initiieren. Bei einem ersten Beispiel kann der Timer 320 auf aufeinanderfolgende „out of sync”-Angaben bezogen sein. Die „out of sync”-Angaben werden im Einzelnen unten beschrieben werden. Bei einem zweiten Beispiel kann ein voreingestellter Timer ausgewählt werden, um wiederholte, zu aggressive Auswahlen von Systemen zu verhindern. Somit kann der voreingestellte Timer als ein Schwellwert verwendet werden, um zu bestimmen, wann eine Netzwerkauswahl durch die Netzwerkauswahlanwendung 240 durchzuführen ist. Der voreingestellte Timer kann beispielsweise von 1 Sekunde bis 3 Sekunden eingestellt sein.

Während der Dauer des Timers 320 kann die Anrufanwendung 235 der MT-Station 110 versuchen, auf die Sitzungseinladung 310 durch Übermitteln der Sitzungsantwort 315, die in der Form einer SIP-Antwort sein kann, zu antworten. Wie in 3 gezeigt, kann die MT-Station 110 jedoch nicht in der Lage sein, die Sitzungsantwort 315 an die MO-Station 105 unter Verwendung des LTE-RAN 115 zu übermitteln. Es kann auch irgendeine Anzahl von Bedingungen geben, die die MT-Station 110 davon abhalten, die Sitzungsantwort 315 an das LTE-RAN 115 bereitzustellen. Einige Beispiele werden nachfolgende dargelegt.

Bei einem ersten Beispiel kann die MT-Station 110 sich in einem begrenzten Uplink-Zustand in dem LTE-RAN 115 befinden, während sie noch in der Lage ist, den Downlink in dem LTE-RAN 115 zu dekodieren. Die MT-Station 110 kann folglich die Sitzungseinladung 310, die durch das LTE-RAN 115 von der MO-Station 105 übermittelt wird, empfangen, aber ist nicht in der Lage zu antworten. Der begrenzte Zustand des Uplinks kann darin resultieren, dass die MT-Station 110 die Sitzungsantwort 315 überträgt, aber die Sitzungsantwort 315 erreicht nie das Ziel, nämlich das LTE-RAN 115 oder die MO-Station 105.

Bei einem zweiten Beispiel kann die MT-Station 110 ein Fehlerereignis auf der Funkverbindung (radio link failure, RLF) bestimmen. Das RLF-Ereignis kann eine Unterbrechung in der physikalischen (PHY) Schicht sein. Das RLF-Ereignis kann durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Szenarien veranlasst sein, wie der Fachmann verstehen würde. Beispielsweise kann es eine aufeinanderfolgende Anzahl von „out of sync”-Angaben (z. B. N310) von der PHY-Schicht geben. Nachdem dies eine vorbestimmte Zeit auftritt (z. B. T311), kann das RLF-Ereignis bestimmt werden. Bei einem anderen Beispiel kann angenommen werden, dass das RLF-Ereignis durch die Station 200 aufgetreten ist, wenn die gemessene Referenzsignalempfangsleistung (Reference Signal Received Power, RSRP) oder die gemessene Referenzsignalempfangsqualität (Reference Signal Received Quality, RSRQ) unter einem vorbestimmten Schwellwert liegt, wenn ein Steuerkanal des physikalischen Downlinks (Physical Downlink Control Channel, PDCCH) am Dekodieren wegen der Leistungssignalqualität (z. B. geringe RSRP oder RSRQ) scheiterte, wenn ein geteilter Kanal des physikalischen Downlinks (Physical Downlink Shared Channel, PDSCH) am Dekodieren wegen der Leistungssignalqualität scheiterte, usw. Bei noch einem weiteren Beispiel kann angenommen werden, dass das RLF-Ereignis aufgetreten ist durch eine evolved Node B (eNB) des LTE-RAN 115, wenn das Verhältnis von Signal zu Interferenz plus Rauschen (Signal-to-Interference-plus-Noise Ratio, SINR) von der Station 200 wesentlich geringer als die Konfiguration der eNB ist, wenn die eNB nicht in der Lage ist, ein Acknowledgement (ACK) oder ein negatives ACK (NACK) von der Station 200 für einen PDSCH zu erkennen, usw.

Sobald der Timer 320 abgelaufen ist, bestimmt die Netzwerkauswahlanwendung 240, dass die MT-Station 110 nicht in der Lage ist zu antworten 325. Beispielsweise kann, wenn die vorstehend bemerkten Bedingungen bei der MT-Station 110 vorhanden sind (z. B. begrenztes Uplink-Szenario, RLF-Ereignis, usw.), die Netzwerkauswahlanwendung 240 bestimmen, dass die MT-Station 110 nicht in der Lage sein kann, den Sprachanruf als einen VoLTE-Anruf über das LTE-RAN 115 durchzuführen.

Sobald diese Bestimmung gemacht ist, kann die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MT-Station 110 das herkömmliche RAN 120 über das LTE-Netzwerk 115 auswählen, z. B. kann die Netzwerkauswahlanwendung 240 bestimmen, dass ein leitungsvermittelter Sprachanruf über das herkömmliche RAN 120 durchgeführt werden soll. Die Netzwerkauswahlanwendung 240 kann der Anrufanwendung 235 anzeigen, dass der Sprachanruf über das herkömmliche RAN 120 durchzuführen ist. Falls die Anrufanwendung 235 eingerichtet ist, immer das LTE-RAN 115 wenn verfügbar zu verwenden, kann diese Angabe die Konfiguration überschreiben. Die Netzwerkauswahlanwendung 240 kann auch konstruktiv angeben, dass das LTE-RAN 115 nicht verfügbar ist, so dass das herkömmliche RAN 120 zur Verwendung bei dem Sprachanruf durch die Anrufanwendung 235 zu verwenden ist. Auf diese Weise muss die Konfiguration, den VoLTE-Anruf zu verwenden, wenn das LTE-RAN 115 verfügbar ist, nicht verletzt werden. Die MT-Station 110 kann eine Assoziierungsfunktionalität durchführen, um sich mit einer Basisstation des herkömmlichen RAN 120 zu verbinden. Die Assoziierungsfunktionalität ist in dem Signalisierungsdiagramm nicht gezeigt und sollte verstanden werden, dass sie die Assoziierungsprozedur ist, die für den Netzwerktyp des herkömmlichen RAN 120 (z. B. 3G, 2G, usw.) verwendet wird.

Da das herkömmliche RAN 120 bei der Uplink-Übertragung zuverlässiger sein kann (z. B. wenn die SIP-Antwort fehlschlug wegen des begrenzten Uplink-Szenarios in dem LTE-RAN 115), kann die Netzwerkauswahlanwendung 240 das herkömmliche RAN 120 für jegliche Uplink-Übertragungen verwenden. Durch Wechseln zu dem herkömmlichen RAN 120 kann die MT-Station 110 mehrere Operationen basierend auf dem verwendeten Kommunikationsstandard durchführen. Beispielsweise kann die MT-Station 110 bei 3GPP2 sich für einen Kurznachrichtendienst (short messaging service, SMS) über IMS nur auf Enhanced High Rate Packet Data (eHRPD) (z. B. Enhanced Voice-Data Optimized (1× EV-DO)) und für Sprache über 1× registrieren. Bei einem anderen Beispiel kann bei 3GPP die MT-Station 110 sich für SMS über IMS und für Sprache über Wideband Code Division Multiple Access (WCDMA) registrieren. Auf diese Weise kann die MT-Station 110 zu dem herkömmlichen RAN 120 von dem LTE-RAN 115 wechseln. Wie nachfolgend noch genauer beschrieben wird, registriert sich die MT-Station für SMS, da diese Funktionalität verwendet wird, um Informationen an die MO-Station zu übermitteln, um mit dem Sprachanruf fortzufahren.

Nach der Assoziierung mit dem herkömmlichen RAN 120 kann die Netzwerkauswahlanwendung 240 eine Schaltnachricht 335 erzeugen, die zu der MO-Station 105 zu übermitteln ist. Wie oben beschrieben, kann diese Nachricht über SMS übermittelt werden. Falls jedoch die MO-Station 105 und die MT-Station 110 eine andere Weise des Übermittelns von Nachrichten zwischen den Stationen haben (z. B. ein proprietäres Nachrichtensystem), kann auch diese andere Art von Nachrichtensystem verwendet werden. Anders gesagt, ist die relevante Funktionalität, dass die MT-Station 110 eine Nachricht übermittelt, die die MO-Station 105 erreicht. Bei diesem Beispiel kann die Schaltnachricht 335 über SMS von der MT-Station 120 über das herkömmliche RAN 120 übermittelt werden, welches die Schaltnachricht 340 an die MO-Station 105 weiterleitet.

Die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MO-Station 105 kann die Schaltnachricht 340 von der MT-Station 110 empfangen. Es sollte beachtet werden, dass wenn die Schaltnachricht 340 in der Form einer SMS-Nachricht ist, sie so formatiert sein kann, dass der Benutzer der MO-Station 105 sich nicht bewusst ist, dass die Nachricht empfangen wurde. Das heißt, die Netzwerkauswahlanwendung 240 kann die Schaltnachricht 340 empfangen und die beschriebene Funktionalität ohne irgendeine Eingabe von dem Benutzer der MO-Station 105 durchführen. Das Empfangen der Schaltnachricht 340 kann der MO-Station 105 angeben, dass das Einrichten des Anrufes nicht fehlgeschlagen ist, z. B. die MT-Station 110 die Sitzungseinladung 310 empfangen hat, aber nicht auf die Sitzungseinladung 310 antworten kann, wegen eines begrenzten HF-Szenarios, und die MT-Station 110 zu dem herkömmlichen RAN 120 gewechselt ist. Es sollte beachtet werden, dass aus einer Netzwerkperspektive die Schaltnachricht 340 verwendet werden kann, so dass es kein erneutes Anrufen von der MO-Station 105 an die MT-Station 110 über das herkömmliche RAN 120 gibt.

Die MO-Station 105 kann mit dem LTE-RAN 115 verbunden bleiben und in dem Sprachanruf unter Verwendung des VoLTE-Anrufes teilnehmen, während die MT-Station 110 in dem Sprachanruf unter Verwendung des herkömmlichen RAN 120 teilnimmt. Nach dem Empfang der Schaltnachricht 340 kann die MO-Station 105 eingerichtet sein, den Sprachanruf transparent zu der MT-Station 110 erneut zu initiieren. Insbesondere kann die MO-Station 105 wieder eine Sitzungseinladung 345 an das LTE-RAN 115 übermitteln, die angibt, dass ein Anruf zu der MT-Station 110 platziert werden soll. Da die MT-Station 110 jedoch nicht mehr mit dem LTE-RAN 115 verbunden ist, wird eine Anrufaufbauprozedur 350 durchgeführt, die das LTE-RAN 115, das herkömmliche RAN 120, das zellulare Kernnetzwerk 125 und das IMS 130 beinhaltet, um die MO-Station 105 mit der MT-Station 110 zu verbinden. Es sollte wieder beachtet werden, dass das IMS 130 die Funktionalität bereitstellt, dass ein VoLTE-Anruf mit dem leitungsvermittelten Sprachanruf interagieren kann. Sobald diese Aufbauprozedur 350 abgeschlossen ist, kann der Sprachanruf 355 durchgeführt werden.

4 zeigt ein zweites beispielhaftes Signalisierungsdiagramm 400, um eine Netzwerkauswahl zum Übertragen einer Anrufsitzung von dem LTE-Netzwerk 115 zu dem 3G-Netzwerk 120 durchzuführen. Insbesondere bezieht sich das Signalisierungsdiagramm 400 auf ein Beispiel der MO-Station 105, bei der auch zu dem herkömmlichen RAN 120 nach dem Empfang der Schaltnachricht geschaltet wird. Das Signalisierungsdiagramm 400 kann im Wesentlichen die gleichen Prozesse wie das Signalisierungsdiagramm 300 beinhalten, wie bis zum Empfang der Schaltnachricht durch die MO-Station 105. Insbesondere können die Schritte der Sitzungseinladungen 305, 310, Sitzungsantwort 315, Timer 320, Kann-nicht-Antworten 325, Auswählen des herkömmlichen RAN 330 und Schaltnachrichten 335, 340 im Wesentlichen ähnlich durchgeführt werden, wie die oben unter Bezugnahme auf das Signalisierungsdiagramm 300 von 3 beschrieben.

Wie in dem Signalisierungsdiagramm 400 veranschaulicht, bestimmt, wenn die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MO-Station 105 die Schaltnachricht 340 empfängt, die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MO-Station 105, dass die MO-Station 105 auch das herkömmliche RAN 120 auswählen muss. In diesem Beispiel wechselt die MO-Station 105 autonom zu dem herkömmlichen RAN 120 nach dem Empfang der Schaltnachricht 340 von der MT-Station 110. Folglich assoziiert sich die MO-Station 105 auch mit einer Basisstation des herkömmlichen RAN 120 und verbindet sich mit dem herkömmlichen RAN 120. Nach dem Verbinden mit dem herkömmlichen RAN 120 kann die Anrufanwendung 235 der MO-Station 105 bestimmen, dass der VoLTE-Anruf nicht verfügbar ist und deshalb den leitungsvermittelten Sprachanruf verwenden. Die Anrufanwendung 235 kann den Sprachanruf mit der MT-Station 110 unter Verwendung der Anrufaufbauprozedur 450 des herkömmlichen RAN 120 neu initiieren. Da weder die MO-Station 105 noch die MT-Station 110 das LTE-RAN 120 verwenden, sind das LTE-RAN 120 und das IMS 130 in dieser Aufbauprozedur 450 nicht involviert. Sobald die Aufbauprozedur 450 abgeschlossen ist, kann der Sprachanruf 455 durchgeführt werden.

Die MO-Station 105, die auch zu dem herkömmlichen RAN 120 wechselt, kann eine effizientere Antwort beim Handhaben der Schaltnachricht bereitstellen, insbesondere aus einer Netzwerkperspektive. Beispielsweise kann es Netzwerkverzögerungen bei der Handhabung des Ereignisses und des erneuten Routens eines neuen Anrufes von der MO-Station 105 zu der MT-Station 110 von dem LTE-RAN 115 zu dem herkömmlichen RAN 120 geben. Bei einem anderen Beispiel kann es Netzwerkverzögerungen beim Freigeben des vorangegangenen Anrufkontextes von der LTE-RAN 115 für die MT-Station 110 geben.

Unter Verwendung der vorstehenden Methoden zum Adressieren des Fehlschlags der Einrichtung eines Sprachanrufes unter Verwendung von VoLTE durch die MT-Station 110 kann der Sprachanruf dennoch aufrecht erhalten und zwischen der MO-Station 105 und der MT-Station 110 in einer nahtlosen Weise durchgeführt werden. Das heißt, die Anrufsitzung kann von dem herkömmlichen RAN 120 in der Aufbauprozedur des Sprachanrufes entweder für die MT-Station 110 oder sowohl die MO-Station 105 und die MT-Station 110 zu dem herkömmlichen RAN 120 übertragen werden. Dementsprechend kann, wenn die Aufbauprozedur für den Sprachanruf anderweitig fehlschlagen würde, weil die MT-Station 110 nicht in der Lage ist, die SIP-Antwort an das LTE-RAN 115 erfolgreich zu übermitteln, die Netzwerkauswahlanwendung 240 einen Mechanismus bereitstellen, der dennoch ermöglicht, dass der Sprachanruf durchgeführt wird, obwohl die MT-Station 110 nicht VoLTE verwenden würde, um an dem Sprachanruf teilzunehmen.

5 zeigt ein erstes beispielhaftes Verfahren 500 zur Durchführung eines Sprachanrufes durch die MT-Station 110. Das heißt, das Verfahren 500 ist aus der Perspektive der MT-Station 110, wenn die MT-Station 110 und die MT-Station 105 die vorstehend beschriebene Funktionalität für die Netzwerkauswahlanwendung 240 und die Anrufanwendung 235 implementieren. Es kann erwogen werden, dass die MT-Station 110 mit dem LTE-RAN 115 verbunden ist, bevor das Verfahren 500 beginnt. Das Verfahren 500 wird mit Bezug auf die Netzwerkanordnung 100 von 1, die Station 200 von 2 und die Signalisierungsdiagramme 300, 400 der 3 und 4 beschrieben.

Bei Schritt 505 empfingt die Anrufanwendung 235 der MT-Station 105 die Sitzungseinladung 310 über den Downlink des LTE-RAN 115. Bei Schritt 510 bestimmt die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MT-Station 105, ob die MT-Station 105 in der Lage ist, auf die Sitzungseinladung zu antworten. Beispielsweise kann die Netzwerkauswahlanwendung 240 Informationen über Netzwerkparameter, wie verfügbare Uplink-Übertragungsleistung empfangen.

Falls eine unmittelbare Bestimmung durch die Netzwerkauswahlanwendung 240 vorgenommen wird, dass die MT-Station 110 nicht in der Lage ist, auf die Sitzungseinladung 310 zu antworten, geht das Verfahren 500 zu Schritt 540 über, der nachstehend noch näher beschrieben wird. Falls jedoch die Netzwerkauswahlanwendung 240 bestimmt, dass die MT-Station 110 in der Lage ist, das LTE-RAN 115 zu verwenden, oder anderweitig in der Lage ist, eine Antwort zu übermitteln, geht das Verfahren 500 zu Schritt 515 über.

Bei Schritt 515 initiiert die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MT-Station 110 den voreingestellten Timer 320. Bei Schritt 520 übermittelt die Anrufanwendung 235 eine Sitzungsantwort 315 über den Uplink des LTE-RAN 115. Die Anrufanwendung 235 kann die Sitzungsantwort übermitteln, bis dies erfolgreich ist oder bis die Dauer des Timers abgelaufen ist. Bei Schritt 525 bestimmt die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MT-Station 110, ob die Sitzungsantwort 315 erfolgreich zu der MO-Station 105 übermittelt wurde. Falls dies erfolgreich war, geht das Verfahren 500 zu Schritt 530 über. Bei Schritt 530 führt die MT-Station 110 den Sprachanruf mit der MO-Station 105 durch. Insbesondere führt die MT-Station 110 den Sprachanruf mit der MO-Station unter Verwendung von VoLTE durch.

Zurückkehrend zu Schritt 525, falls der Versuch, die Sitzungsantwort zu übermitteln, als nicht erfolgreich bestimmt wird, geht das Verfahren 500 zu Schritt 535 über. Bei Schritt 535 bestimmt die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MT-Station 110, ob der Timer 320 abgelaufen ist. Falls der Timer 320 noch läuft, kehrt das Verfahren 500 zu Schritt 520 zurück. Falls jedoch der Timer 320 abgelaufen ist, kann die Netzwerkauswahlanwendung 240 bestimmen, dass das LTE-RAN 115 nicht für einen VoLTE-Anruf verwendet werden kann. Folglich geht das Verfahren 500 zu Schritt 540 über.

Bei Schritt 540 wählt die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MT-Station 110 das herkömmliche RAN 120 aus. Wie oben erläutert, kann dies ein Registrieren für SMS über das IMS 130 wie auch ein Registrieren für Sprache bei 1× bei 3GPP2 oder bei WCDMA bei 3GPP beinhalten. Somit ist die MT-Station 110 nun mit dem herkömmlichen RAN 120 verbunden. Bei Schritt 545 übermittelt die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MT-Station 110 die Schaltnachricht 335 beispielsweise über SMS. Bei Schritt 550 empfängt die Anrufanwendung 235 der MT-Station 110 die erneut übermittelte Information, um eine Anrufaufbauprozedur für den Sprachanruf unter Verwendung des herkömmlichen RAN 120 durchzuführen.

Nach der Durchführung der Schritt 540550 geht das Verfahren 500 zu Schritt 530 über, bei dem der Sprachanruf durch die MT-Station 110 unter Verwendung des herkömmlichen RAN durchgeführt wird. Der Sprachanruf wird durch die Anrufanwendung 235 der MT-Station 110 als ein leitungsvermittelter Sprachanruf durchgeführt, da das herkömmliche RAN 120 verwendet wird.

6 zeigt ein zweites beispielhaftes Verfahren 600 zur Durchführung eines Sprachanrufes durch die MO-Station 110. Das heißt, das Verfahren 600 ist aus der Perspektive der MO-Station 105, wenn die MO-Station 105 und die MT-Station 110 die vorstehend beschriebene Funktionalität für die Netzwerkauswahlanwendung 240 und die Anrufanwendung 235 implementieren. Es kann erwogen werden, dass die MO-Station 110 mit dem LTE-RAN 115 verbunden ist, bevor das Verfahren 600 beginnt. Das Verfahren 500 wird unter Bezugnahme auf die Netzwerkanordnung 100 von 1, die Station 200 von 2 und die Signalisierungsdiagramme 300, 400 der 3 und 4 beschrieben.

Bei Schritt 605 übermittelt die Anrufanwendung 235 der MO-Station 105 eine Sitzungseinladung 305 über den Uplink des LTE-RAN 115. Unter Verwendung des LTE-RAN 115 kann die Sitzungseinladung 305 eine SIP-Einladung sein. Bei Schritt 610 bestimmt die Anrufanwendung 235 der MO-Station 105, ob eine Sitzungsantwort (z. B. SIP-Antwort) empfangen wurde. Wie oben bei dem Verfahren 500 erläutert, kann dies dann sein, wenn die MT-Station 110 die Sitzungsantwort 315 unter Verwendung des Uplinks des LTE-RAN 115 erfolgreich übermittelt. Falls die Anrufanwendung 235 die Sitzungsantwort empfängt, geht das Verfahren zu Schritt 615 über. Bei Schritt 615 wird der Sprachanruf durchgeführt. Insbesondere führt die Anrufanwendung 235 der MO-Station 105 den Sprachanruf als einen VoLTE-Anruf über das LTE-RAN 115 unter diesen Umständen durch.

Zurückkehrend zu Schritt 610, falls die Sitzungsantwort nicht empfangen wird, geht das Verfahren 600 zu Schritt 620 über. Bei Schritt 620 bestimmt die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MO-Station 105, ob eine Schaltnachricht 340 von der MT-Station 110, z. B. über SMS, empfangen wurde. Falls keine Schaltnachricht 340 empfangen wurde, geht das Verfahren 600 zu Schritt 610 zurück. Es wird erkannt, dass dieser Prozess weitergehen kann, bis entweder die Sitzungsantwort 315 oder die Schaltnachricht 340 empfangen wurde, oder eine Timeout-Zeitdauer abgelaufen ist, wenn keine von beiden empfangen wurde, und der Anruf abgebrochen wird.

Falls die Schaltnachricht 340 bei Schritt 620 empfangen wird, geht das Verfahren 600 zu Schritt 625 über. Bei Schritt 625 bestimmt die Netzwerkauswahlanwendung 240 der MO-Station 105, ob das herkömmliche RAN 120 auch durch die MO-Station 105 zu verwenden ist. Es sollte beachtet werden, dass die Bestimmung zur Verwendung des herkömmlichen RAN 120 vorbestimmt sein kann. Bei einem ersten Beispiel kann die Auswahl des herkömmlichen RAN 120 eine Benutzereingabe, die hin- und hergeschaltet werden kann, sein. Bei einem zweiten Beispiel kann die Auswahl des herkömmlichen RAN 120 durch einen Administrator eingestellt sein. Bei einem dritten Beispiel kann die Netzwerkauswahlanwendung 240 dynamisch bestimmen, wenn das herkömmliche RAN 120 zu verwenden ist.

Falls das herkömmliche RAN 120 nicht zu verwenden ist und die Verbindung zu dem LTE-Netzwerk 115 aufrecht erhalten wird, geht das Verfahren 600 zu Schritt 630 über. Dieser Zweig des Verfahrens 600 bezieht sich auf den Prozess, der in dem Signalisierungsdiagramm 300 beschrieben ist, wo die MO-Station nicht zu dem herkömmlichen RAN 120 schaltet. Bei Schritt 630 initiiert die Anruf-Anwendung 235 der MO-Station 105 auf transparente Weise den Sprachanruf erneut durch erneutes Übermitteln der Sitzungseinladung 345 über den Uplink des LTE-RAN 115. Anschließend geht das Verfahren 600 zu Schritt 640 über, der nachstehend noch näher beschrieben wird.

Zurückkehrend zu Schritt 625, falls das herkömmliche RAN 120 durch die MO-Station 105 zu verwenden ist, geht das Verfahren 600 zu Schritt 635 über. Bei Schritt 635 wählt die Netzwerkauswahlanwendung 235 der MO-Station 105 das herkömmliche RAN 120 aus und führt die entsprechenden Operationen zur Verbindung mit dem herkömmlichen RAN 120 durch. Dieser Zweig des Verfahrens 600 bezieht sich auf den Prozess, der in dem Signalisierungsdiagramm 400 beschrieben ist, wo die MO-Station 105 zu dem herkömmlichen RAN 120 schaltet, um den Sprachanruf durchzuführen.

Bei Schritt 640 führt die Anrufanwendung 235 der MO-Station 105 die Anrufaufbauprozedur entweder für das LTE-RAN 115 oder das herkömmliche RAN 120, abhängig von der gegenwärtigen Verbindung der MO-Station 105, durch. Wie oben beschrieben, beinhaltet die Anrufaufbauprozedur, dass die MO-Station 105 den Sprachanruf zu der MT-Station 110 auf transparente Weise erneut initiiert. Bei Schritt 645 empfängt die Anrufanwendung 235 der MO-Station 105 die Sitzungsantwort von der MT-Station 110. Das Verfahren 600 geht dann zu Schritt 615 über, wo der Sprachanruf durchgeführt wird.

Es sollte beachtet werden, dass wenn Schritt 630 verwendet wird, und die Verbindung zu dem LTE-RAN aufrecht erhalten wird, die MO-Station 105 an dem Sprachanruf unter Verwendung eines VoLTE-Anrufes teilnehmen kann, während die MT-Station 110 an dem Sprachanruf unter Verwendung des leitungsvermittelten Sprachanrufes teilnimmt. Weiterhin kann, wenn Schritt 635 verwendet wird und die Verbindung mit dem herkömmlichen RAN verwendet wird, die MO-Station 105 an dem Sprachanruf unter Verwendung des leitungsvermittelten Sprachanrufes ähnlich wie bei der MT-Station 110 teilnehmen.

Die beispielhaften Ausführungsformen stellen ein System und Verfahren zum Übertragen einer Anrufsitzung durch Auswahl eines Netzwerkes, welches den durchzuführenden Sprachanruf ermöglicht, bereit. Insbesondere kann eine MO-Station eine MT-Station zu einem Sprachanruf einladen, bei welchem sowohl die MO- als auch die MT-Station mit einem LTE-RAN verbunden sind. Folglich können sowohl die MO- als auch die MT-Station an dem Sprachanruf unter Verwendung eines VoLTE-Anrufes teilnehmen. Aus einer Vielzahl von Gründen kann die MT-Station nicht in der Lage sein, auf die Einladung zu antworten. Da der VoLTE-Anruf zu verwenden ist und wegen dieser fehlenden Eignung würde normalerweise das Einrichten des Sprachanrufes fehlschlagen. Eine Netzwerkauswahlanwendung der MT-Station kann jedoch eine Funktionalität bereitstellen, ein herkömmliches RAN für den Sprachanruf auszuwählen. Indem der MO-Station eine Schaltnachricht bereitgestellt wird, die implizit angibt, dass der Sprachanruf nicht fehlgeschlagen ist und ein erneutes Initiieren hiervon anfordert, kann der Sprachanruf transparent eingerichtet werden.

Der Fachmann wird verstehen, dass die vorstehend beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen durch irgendeine geeignete Software- oder Hardware-Konfiguration oder eine Kombination hieraus implementiert werden können. Eine beispielhafte Hardware-Plattform zur Implementierung der beispielhaften Ausführungsformen kann beispielsweise eine Intel x86 basierte Plattform mit einem kompatiblen Betriebssystem, eine MAC-Plattform und MAC OS, eine mobile Vorrichtung, die das iOS, Android oder anderes Betriebssystem ausführt, sein. Bei einem weiteren Beispiel können die beispielhaften Ausführungsformen des vorstehend beschriebenen Verfahrens als ein Programm verkörpert sein, das Kodezeilen beinhaltet, die auf einem nichtflüchtigen, computerlesbaren Speichermedium gespeichert sind, die, wenn kompiliert, von einem Prozessor oder Mikroprozessor ausgeführt werden können.

Dem Fachmann wird offensichtlich sein, dass für die vorliegende Erfindung verschiedene Modifikationen gemacht werden können, ohne von dem Sinn und dem Umfang der Erfindung abzuweichen. Somit ist beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung Modifikationen und Variationen dieser Erfindung abdeckt, vorausgesetzt sie fallen in den Umfang der angehängten Ansprüche und ihrer Äquivalente.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • IEEE 802.11 a/b/g/n/ac [0013]