Title:
Beschichtetes Koaxialkabel und Verfahren zu dessen Herstellung, sowie ein elektronisches Gerät mit einem solchen beschichteten Koaxialkabel
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein Koaxialkabel umfasst einen Innenleiter (2), einen Außenleiter (3) und ein Dielektrikum (4). Das Dielektrikum (4) ist zwischen dem Innenleiter (2) und dem Außenleiter (3) angeordnet. Ein Innenleiter und/oder ein Außenleiter des Koaxialkabels ist gemäß einer oder beider nachfolgender Möglichkeiten gebildet:
a) das Dielektrikum (4) ist als Hohlkörper, insbesondere als Hohlzylinder ausgebildet;
das Dielektrikum (4) umfasst eine Innenwandung (5), die einen Aufnahmeraum (6) begrenzt;
die Innenwandung (5) des als Hohlkörpers ausgebildeten Dielektrikums (4) ist mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung (7) beschichtet, die den Innenleiter (2) bildet; und/oder
b) eine Außenwandung (8) des Dielektrikums (4) ist mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung (9) beschichtet, die den Außenleiter (3) bildet.




Inventors:
Haeupler, Wolfgang (83026, Rosenheim, DE)
Schöninger, Bernd (Kufstein, AT)
Sausgruber, Sebastian (Niederndorf, AT)
Application Number:
DE102015122536A
Publication Date:
06/22/2017
Filing Date:
12/22/2015
Assignee:
KATHREIN-Austria Ges.m.b.H. (Niederndorf, AT)
Domestic Patent References:
DE10063542A1N/A2002-06-27
DE3842398A1N/A1990-06-21
DE2338186A1N/A1974-02-21
DE922596CN/A1955-01-20



Foreign References:
FR1546721A1968-11-22
GB1282715A1972-07-26
201300160222013-01-17
Attorney, Agent or Firm:
ANDRAE WESTENDORP Patentanwälte Partnerschaft mbB, 83022, Rosenheim, DE
Claims:
1. Koaxialkabel (1) aufweisend die folgenden Merkmale:
– einen Innenleiter (2) und einen Außenleiter (3);
– ein Dielektrikum (4);
– das Dielektrikum (4) ist zwischen dem Innenleiter (2) und dem Außenleiter (3) angeordnet;
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
a) das Dielektrikum (4) ist als Hohlkörper, insbesondere als Hohlzylinder ausgebildet;
das Dielektrikum (4) umfasst eine Innenwandung (5), die einen Aufnahmeraum (6) begrenzt;
die Innenwandung (5) des als Hohlkörpers ausgebildeten Dielektrikums (4) ist mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung (7) beschichtet, die den Innenleiter (2) bildet; und/oder
b) eine Außenwandung (8) des Dielektrikums (4) ist mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung (9) beschichtet, die den Außenleiter (3) bildet.

2. Koaxialkabel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
– zwischen der elektrisch leitfähigen Beschichtung (7) und der Innenwandung (5) des Dielektrikums (4) besteht eine stoffschlüssige Verbindung; und/oder
– zwischen der elektrisch leitfähigen Beschichtung (9) und der Außenwandung (8) des Dielektrikums (4) besteht eine stoffschlüssige Verbindung.

3. Koaxialkabel nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
– die elektrisch leitfähige Beschichtung (7) an der Innenwandung (5) des Dielektrikums (4) ist mittels eines Sputterprozesses oder Aufdampfprozesses auf eine bestimmte Schichtdicke hin aufgebaut; und/oder
– die elektrisch leitfähige Beschichtung (9) an der Außenwandung (8) des Dielektrikums (4) ist mittels eines Sputterprozesses oder Aufdampfprozesses auf eine bestimmte Schichtdicke hin aufgebaut.

4. Koaxialkabel nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
– die elektrisch leitfähige Beschichtung (7) an der Innenwandung (5) des Dielektrikums (4) ist dünner als die elektrisch leitfähige Beschichtung (9) an der Außenwandung (8) des Dielektrikums (4); oder
– die elektrisch leitfähige Beschichtung (7) an der Innenwandung (5) des Dielektrikums (4) ist gleich dick wie die elektrisch leitfähige Beschichtung (9) an der Außenwandung (8) des Dielektrikums (4); oder
– die elektrisch leitfähige Beschichtung (7) an der Innenwandung (5) des Dielektrikums (4) ist dicker als die elektrisch leitfähige Beschichtung (9) an der Außenwandung (8) des Dielektrikums (4).

5. Koaxialkabel nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
– die elektrisch leitfähige Beschichtung (7) an der Innenwandung (5) des Dielektrikums (4) weist eine Dicke auf, die im Bereich von 50 nm bis 10 µm, vorzugsweise im Bereich von 100 nm bis 5 µm, weiter vorzugsweise im Bereich von 250 nm bis 2 µm, weiter vorzugsweise im Bereich von 500 nm bis 1 µm und weiter vorzugsweise im Bereich von 750 nm bis 1 µm liegt; und/oder
– die elektrisch leitfähige Beschichtung (9) an der Außenwandung (8) des Dielektrikums (4) weist eine Dicke auf, die im Bereich von 50 nm bis 10 µm, vorzugsweise im Bereich von 100 nm bis 5 µm, weiter vorzugsweise im Bereich von 250 nm bis 2 µm, weiter vorzugsweise im Bereich von 500 nm bis 1 µm und weiter vorzugsweise im Bereich von 750 nm bis 1 µm liegt.

6. Koaxialkabel nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
– die elektrisch leitfähige Beschichtung (7) an der Innenwandung (5) des Dielektrikums (4) besteht aus oder umfasst eines oder mehrere der nachfolgenden Elemente oder deren Oxide oder Nitride:
Ag, Al, Au, Cu, Cr, Pd, Pt, Ni, Ti;
– die elektrisch leitfähige Beschichtung (9) an der Außenwandung (8) des Dielektrikums (4) besteht aus oder umfasst eines oder mehrere der nachfolgenden Elemente oder deren Oxide oder Nitride:
Ag, Al, Au, Cu, Cr, Pd, Pt, Ni, Ti.

7. Koaxialkabel nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
– das Dielektrikum (4) besteht aus oder umfasst Polytetrafluorethylen.

8. Koaxialkabel nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
– ein Innendurchmesser der Innenwandung (5) des als Hohlzylinder ausgebildeten Dielektrikums (4) ist kleiner oder gleich oder größer als eine Wandstärke des Dielektrikums (4).

9. Koaxialkabel nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
– das Koaxialkabel (1) ist als Hohlkörper, insbesondere als Hohlzylinder ausgebildet, wobei der Aufnahmeraum (6) zur Aufnahme eines stiftförmigen Innenleiterkontaktierungsabschnitts (13) eines Steckverbinders (11) dient.

10. Koaxialkabel nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
– der Innenleiter (2) ist als Metalldraht ausgebildet und in dem Aufnahmeraum (6) angeordnet; oder
– der Außenleiter (3) umfasst ein leitendes Drahtgeflecht, das die Außenwandung (8) des Dielektrikums (4) umgibt.

11. Elektronisches Gerät (10) mit einem Steckverbinder (11) zur Aufnahme eines Koaxialkabel (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
– der Steckverbinder (11) weist einen Außenleiterkontaktierungsabschnitt (12) und einen Innenleiterkontaktierungsabschnitt (13) auf;
– der Innenleiterkontaktierungsabschnitt (13) ist als Stift ausgebildet;
– das Koaxialkabel (1) ist durch den Steckverbinder (11) aufgenommen, wobei der als Stift ausgebildete Innenleiterkontaktierungsabschnitt (13) in den Aufnahmeraum (6), der durch die beschichtete Innenwandung (5) des Dielektrikums (4) begrenzt ist, eingreift;
– der Außenleiterkontaktierungsabschnitt (12) umgreift den Außenleiter (3) des Koaxialkabels (1).

12. Elektronisches Gerät nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch, die folgenden Merkmale:
– am Innenleiterkontaktierungsabschnitt (13) sind mehrere Kontaktierungsrippen (15) angeordnet; und/oder
– am Außenleiterkontaktierungsabschnitt (12) sind mehrere Kontaktierungsrippen (15) angeordnet.

13. Verfahren zur Herstellung eines Koaxialkabels (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
– es wird eine Kabelbeschichtungsvorrichtung (21) verwendet, die eine Multifunktionsdüse (20) umfasst;
– die Multifunktionsdüse (20) umfasst einen Mantel (22) und einen Kern (22), wobei zwischen dem Mantel (22) und dem Kern (23) ein umlaufender Spalt (24) gebildet ist;
– das Dielektrikum (4) wird durch den Spalt (24) gepresst, wodurch es im Querschnitt die Form eines Hohlkörpers, insbesondere Hohlzylinders aufweist;
– die Kabelbeschichtungsvorrichtung (21) umfasst zumindest eine Verdampfungs- oder Sputtereinheit (28, 29); und
a) der Kern (23) ist von einem Innenleiterinjektionskanal (25) durchsetzt, der sich zur Außenwandung (27) des Kerns (23) hin erstreckt und in den Spalt (24) mündet;
die zumindest eine Verdampfungs- oder Sputtereinheit (28) emittiert über den Innenleiterinjektionskanal (28) elektrisch leitende Atome und/oder Moleküle in den Spalt (24), wobei durch diese die Innenwandung (5) des Dielektrikums (4) beschichtet wird, wodurch der Innenleiter (2) gebildet wird; und/oder
b) zumindest eine Verdampfungs- oder Sputtereinheit (29) emittiert elektrisch leitende Atome und/oder Moleküle auf die Außenwandung (8) des Dielektrikums (4), wodurch diese beschichtet wird und wodurch der Außenleiter (3) gebildet wird.

14. Verfahren nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
– das Material aus dem das Dielektrikum (4) gebildet ist, wird im flüssigen oder zähflüssigen Zustand durch die Multifunktionsdüse (20) gepresst.

15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
– der Mantel (22) der Multifunktionsdüse (20) weist einen Außenleiterinjektionskanal (30) auf, der sich zur Innenwandung (31) des Mantels (22) hin erstreckt und in den Spalt (24) mündet;
– die zumindest eine Verdampfungs- oder Sputtereinheit (29) emittiert über den Außenleiterinjektionskanal (30) elektrisch leitende Atome und/oder Moleküle in den Spalt (24), wobei durch diese die Außenwandung (8) des Dielektrikums (4) beschichtet wird, wodurch der Außenleiter (3) gebildet wird.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
– es wird die gleiche Verdampfungs- oder Sputtereinheit (28, 29) verwendet, um die Innenwandung (5) und die Außenwandung (8) des Dielektrikums (4) zu beschichten; oder
– es werden unterschiedliche Verdampfungs- oder Sputtereinheiten (28, 29) verwendet, um die Innenwandung (5) und die Außenwandung (8) des Dielektrikums (4) zu beschichten.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
– die Geschwindigkeit, mit welcher das beschichtete Koaxialkabel (1) von der Multifunktionsdüse (20) weg bewegt wird, ist einstellbar, wodurch der Innendurchmesser der Innenwandung (5) des Dielektrikums (4) und eine Wandstärke des Dielektrikums (4) veränderbar sind, wodurch der Wellenwiderstand des Koaxialkabels (1) veränderbar ist.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
die Querschnittsform des Spalts (24) der Multifunktionsdüse (20) entspricht in Draufsicht
– einem Quadrat; oder
– einem Rechteck; oder
– einem Oval; oder
– einem Kreis; oder
– einem regelmäßigen oder unregelmäßigen n-Polygon oder ist einem solchen angenähert.

Description:

Die Erfindung betrifft ein beschichtetes Koaxialkabel und ein Verfahren zu dessen Herstellung, sowie ein elektronisches Gerät mit einem solchen beschichteten Koaxialkabel.

Koaxialkabel werden häufig dort eingesetzt, wo eine hohe Bandbreite notwendig ist. Beispielsweise sind hier Kabelnetze zu nennen, welche Haushalte mit Fernsehen, Internet und Telefon versorgen. Ein solches Koaxialkabel besteht aus einem Innenleiter, einem Außenleiter und einem dazwischen liegenden Dielektrikum. Der Außenleiter hat überwiegend die Funktion, Störungen, die von außerhalb in den Innenleiter einkoppeln könnten, von diesem fernzuhalten. Die sogenannte "Störfestigkeit" ist daher bei Koaxialkabeln besser als bei andern Kabeln, die keinen Außenleiter aufweisen. Gleiches gilt aber auch in umgekehrter Richtung, so sind die von einem Koaxialkabel emittierten elektromagnetischen Felder und Wellen, also die "Störemissionen", niedriger als bei anderen Kabeln.

Nachteilig an bekannten Koaxialkabeln aus dem Stand der Technik ist, dass die Herstellung der Koaxialkabel für manche Zwecke noch zu aufwändig und kostenintensiv ist.

Es ist daher die Aufgabe der hier vorliegenden Erfindung ein verbessertes Koaxialkabel zu schaffen, welches die beschriebenen Nachteile verhindert. In diesem Zusammenhang wird auch ein elektronisches Gerät, wie beispielsweise eine Mobilfunkantenne offenbart, die ein solches neuartiges Koaxialkabel aufweist. Überdies wird ein Herstellungsverfahren skizziert, durch welches das neuartige Koaxialkabel hergestellt werden kann.

Die Aufgabe wird bezüglich des Koaxialkabels durch den unabhängigen Anspruch 1 gelöst. In dem Anspruch 11 wird das erfindungsgemäße elektronische Gerät beschrieben, welches das erfindungsgemäße Koaxialkabel beinhaltet. In dem nebengeordneten Anspruch 13 wird ein Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Koaxialkabels beschrieben. In den Unteransprüchen 2 bis 10 werden Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Koaxialkabels genannt. Der Unteranspruch 12 beschäftigt sich mit dem elektronischen Gerät. Die Unteransprüche 14 bis 18 beschäftigen sich mit Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung des Koaxialkabels.

Wie bereits ausgeführt, ist an den bekannten Koaxialkabeln nachteilig, dass die Herstellung der Koaxialkabel für manche Zwecke noch zu aufwändig und kostenintensiv ist. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass es sich bei dem Innenleiter um einen massiven Innenleiter handelt, bzw. dass der Außenleiter, welcher das Dielektrikum umgibt, eine nennenswerte Dicke aufweist. Dadurch steigen nicht nur die Herstellungskosten, sondern auch das Gewicht eines solchen Koaxialkabels, was bei vielen Anwendungen nicht zu vernachlässigen ist. Beispielsweise weisen Mobilfunkantennen eine Vielzahl von Koaxialkabeln in ihrem Inneren auf. Bei herkömmlichen Koaxialkabeln steigt das Gewicht der Mobilfunkantenne spürbar an, so dass diese stabiler aufgehängt werden müssen.

Das erfindungsgemäße Koaxialkabel umfasst einen Innenleiter und einen Außenleiter und ein dazwischen liegendes Dielektrikum. Das Dielektrikum ist als Hohlkörper, insbesondere als Hohlzylinder ausgebildet und umfasst eine Innenwandung, die einen Aufnahmeraum begrenzt, wobei die Innenwandung des als Hohlkörper ausgebildeten Dielektrikums mit einer elektrische leitfähigen Beschichtung beschichtet ist, die den Innenleiter bildet. In Ergänzung oder alternativ dazu umfasst das Dielektrikum eine Außenwandung, die mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung beschichtet ist, wodurch der Außenleiter gebildet ist. Besonders vorteilhaft ist hierbei, dass entweder der Innenleiter und/oder der Außenleiter durch eine Beschichtung gebildet sind. Eine solche Beschichtung weist eine deutlich geringere Wandstärke auf, als dies für Innen- bzw. Außenleiter gemäß dem Stand der Technik bisher möglich war. Für den Fall, dass eine Innenwandung des Dielektrikums mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung beschichtet ist, ist das Dielektrikum nach wie vor als Hohlkörper, insbesondere als Hohlzylinder ausgebildet. Dies erlaubt, dass das Koaxialkabel sehr einfach durch Aufstecken mit einem entsprechenden Steckverbinder, der ein Innenleiteraufnahmeelement, insbesondere in Form eines Stifts, aufweist, verbunden werden kann. Das erfindungsgemäße Koaxialkabel muss nur auf die gewünschte Länge gekürzt werden. Eine weitere Konfektion, wie ein Abisolieren des Innenleiters oder das Anbringen von Lötverbindungen ist nicht notwendig.

In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel des Koaxialkabels ist die elektrisch leitfähige Beschichtung an der Innenwandung des Dielektrikums mittels eines Sputterprozesses oder Aufdampfprozesses auf eine bestimmte Schichtdicke hin aufgebaut. Alternativ oder in Ergänzung dazu ist auch die elektrisch leitfähige Beschichtung an der Außenwandung des Dielektrikums mittels eines Sputterprozesses oder Aufdampfprozesses auf eine bestimmte Schichtdicke hin aufgebaut. Derartige Prozesse erlauben die Herstellung einer durchgängigen Schichtdicke, die im Bereich weniger nm bis hin zu wenigen µm liegt. Die elektrische leitfähige Beschichtung geht dabei eine stoffschlüssige Verbindung mit der Innen- bzw. Außenwandung des Dielektrikums ein. Je nach gewähltem Frequenzbereich erreicht ein solches Koaxialkabel eine sehr hohe Störfestigkeit, bzw. sehr niedrige Störemission und ist gleichzeitig günstig in der Herstellung. Ein solches Koaxialkabel kann in einem Endlosprozess hergestellt werden.

In einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel des Koaxialkabels besteht das Dielektrikum aus Polytetrafluorethylen. Vorteilhaft hierbei ist, dass dieser Stoff einen sehr niedrigen Wert für εr aufweist. Dadurch kann ein größerer Innendurchmesser für die Innenwandung des Dielektrikums gewählt werden, wobei dennoch eine Anpassung auf 50 bzw. 75 Ohm erreicht wird.

Das erfindungsgemäß elektronische Gerät umfasst einen Steckverbinder, der sich zur Aufnahme des erfindungsgemäßen Koaxialkabels eignet. Der Steckverbinder weist einen Außenleiterkontaktierungsabschnitt und einen Innenleiterkontaktierungsabschnitt auf. Der Innenleiterkontaktierungsabschnitt ist als Stift ausgebildet. Das Koaxialkabel ist durch den Steckverbinder aufgenommen, wobei der als Stift ausgebildete Innenleiterkontaktierungsabschnitt in den Aufnahmeraum, der durch die beschichtete Innenwandung des Dielektrikums begrenzt, also gebildet ist, eingreift. Der Außenleiterkontaktierungsabschnitt umgreift den Außenleiter des Koaxialkabels. Dadurch wird ein elektrischer Kontakt zwischen dem Außenleiterkontaktierungsabschnitt mit dem Außenleiter des Koaxialkabels und dem Innenleiterkontaktierungsabschnitt mit dem Innenleiter des Koaxialkabels hergestellt. Das Koaxialkabel muss nicht zusätzlich konfektioniert werden. Es reicht aus, wenn dieses einfach aufgesteckt wird. Über zusätzliche Einstellschrauben kann der Außenleiterkontaktierungsabschnitt des Steckverbinders weiter in Richtung des Innenleiterkontaktierungsabschnitts bewegt werden. Das erfindungsgemäße Koaxialkabel kann daher mit dem elektronischen Gerät unter Ausschluss von Lötverbindungen verbunden werden.

In dem erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung des Koaxialkabels wird eine Kabelbeschichtungsvorrichtung verwendet. Die Kabelbeschichtungsvorrichtung umfasst eine Multifunktionsdüse. Die Multifunktionsdüse umfasst einen Mantel und einen Kern, wobei zwischen dem Mantel und dem Kern ein umlaufender Spalt, insbesondere in Form eines Ringspalts gebildet ist. Das Dielektrikum wird von einer Seite der Multifunktionsdüse kommend durch den Ringspalt gepresst und tritt an der anderen Seite der Multifunktionsdüse aus dieser aus. Dadurch hat es im Querschnitt die Form eines Hohlkörpers, insbesondere die Form eines Hohlzylinders. Die Kabelbeschichtungsvorrichtung umfasst zumindest eine Verdampfungs- oder Sputtereinheit. Für den Fall, dass die Innenwandung des Dielektrikums mit einer elektrisch leitenden Beschichtung versehen werden soll, ist der Kern der Multifunktionsdüse von einem Innenleiterinjektionskanal durchsetzt, der sich zur Außenwandung des Kerns hin ringförmig erstreckt und in den Spalt mündet. Die zumindest eine Verdampfungs- oder Sputtereinheit emittiert über den Innenleiterinjektionskanal elektrisch leitende Atome und/oder Moleküle in den Spalt. Dort treffen sie auf die Innenwandung des Dielektrikums auf und beschichten diese, wodurch der Innenleiter gebildet wird. In Ergänzung oder alternativ dazu kann auch der Außenleiter des Koaxialkabels über ein Beschichtungsverfahren hergestellt werden. In diesem Fall emittiert zumindest eine Verdampfungs- oder Sputtereinheit elektrisch leitende Atome und/oder Moleküle auf die Außenwandung des Dielektrikums, wodurch diese beschichtet wird und wodurch der Außenleiter gebildet wird. Bei der Verdampfungseinheit kommen insbesondere Verdampfungseinheiten zum Einsatz, die nach dem CVP-Prinzip (engl. Chemical Vapor Deposition) arbeiten.

Besonders vorteilhaft an dem Verfahren ist, dass auf sehr effiziente Weise mittels einer Multifunktionsdüse die Innenwandung eines Dielektrikums beschichtet werden kann, welches später den Innenleiter des Koaxialkabels bildet. Das Koaxialkabel kann dabei in einem Endlosverfahren hergestellt werden.

In einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist die Geschwindigkeit, mit welcher das beschichtete Koaxialkabel von der Multifunktionsdüse weg bewegt wird, einstellbar, wodurch der Innendurchmesser der Innenwandung des Dielektrikums sowie die Wandstärke des Dielektrikums veränderbar sind. Dadurch kann der Wellenwiderstand des Koaxialkabels auf sehr einfache Weise geändert werden. Eine höhere "Abziehgeschwindigkeit" führt zu einer Verringerung des Durchmessers. Dies hat wiederum den Vorteil, dass der Durchmesser des Spalts, insbesondere des Ringspalts größer sein kann, als der Durchmesser der Innenwandung des Dielektrikums. Dies erlaubt dass die notwendige Technik für die Injektion der elektrisch leitenden Atome und/oder Moleküle problemlos in die Multifunktionsdüse integriert werden können. Dadurch kann der Innendurchmesser, also der Durchmesser der Innenwandung des Dielektrikums "nachträglich" verringert werden. Die gleichen Effekte könnten natürlich auch dann erzielt werden, wenn der Spalt, insbesondere der Ringspalt der Multifunktionsdüse in seiner Größe verändert wird. Auch der Einsatz eines Dielektrikums, welches aus einem anderen Material besteht, würde den Wellenwiderstand des Koaxialkabels verändern. Auch die Vorschubgeschwindigkeit, mit welcher das Material, aus dem das Dielektrikum gebildet wird, durch die Multifunktionsdüse hindurchtritt, hat einen Einfluss auf den Wellenwiderstand des herzustellenden Koaxialkabels.

Vorteilhafterweise weist die Multifunktionsdüse in dem erfindungsgemäßen Verfahren noch einen Außenleiterinjektionskanal auf, der sich durch den Mantel hindurch erstreckt. Dieser verläuft zur Innenwandung des Mantels hin und mündet ringförmig in den Spalt. Dies erlaubt der zumindest einen Verdampfungs- oder Sputtereinheit, dass diese über den Außenleiterinjektionskanal elektrisch leitende Atome und/oder Moleküle in den Spalt emittieren kann, wobei diese sich an der Außenwandung des Dielektrikums festsetzen und sich mit dieser verbinden, wodurch der Außenleiter letztlich gebildet wird. Vorteilhaft dabei ist, dass alleine mit einer solchen Multifunktionsdüse sowohl der Innenleiter, als auch der Außenleiter des Koaxialkabels simultan gebildet werden können. Das Verfahren eignet sich zur Bildung eines Endloskoaxialkabels.

Beschichtungsverfahren sind zwar schon lange aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise wird hier auf die DE 38 42 398 A1 verwiesen, wonach Gerätegehäuse, die aus Kunststoffen bestehen, nachträglich beschichtet werden können. Hierzu werden Techniken, wie das Aufdampfen, Sputtern oder Folieren genannt, wodurch eine Metallschicht gebildet werden kann. Die dort gezeigten Ansätze lassen sich allerdings nicht auf die Herstellung von Koaxialkabeln anwenden, weil eine entsprechende Multifunktionsdüse unbekannt war.

Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Gleiche Gegenstände weisen dieselben Bezugszeichen auf. Die entsprechenden Figuren der Zeichnungen zeigen im Einzelnen:

1: eine stark vereinfachte Darstellung eines erfindungsgemäßen Koaxialkabels;

2: einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Koaxialkabel;

3: ein elektronisches Gerät, mit dem das erfindungsgemäße Koaxialkabel verbunden ist;

4A, 4B: zwei Längsschnitte durch einen Teil des Koaxialkabels und durch den Teil des elektronischen Geräts, welcher eine Steckverbindung beinhaltet, wobei das Koaxialkabel nicht mit dem elektronischen Gerät verbunden ist;

4C, 4D: weitere Längsschnitte durch einen Teil des Koaxialkabels und durch den Teil des elektronischen Geräts, welcher die Steckverbindung beinhaltet, wobei das Koaxialkabel mit dem elektronischen Gerät verbunden ist;

5A: einen Längsschnitt durch eine Multifunktionsdüse einer Kabelbeschichtungsvorrichtung, die die Herstellung und Beschichtung des erfindungsgemäßen Koaxialkabels erlaubt;

5B: einen Querschnitt durch eine Multifunktionsdüse einer Kabelbeschichtungsvorrichtung entlang der Linie A-A' auf 5A; und

6: einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Multifunktionsdüse einer Kabelbeschichtungsvorrichtung, die die Herstellung und Beschichtung des erfindungsgemäßen Koaxialkabels erlaubt.

1 zeigt eine vereinfachte Darstellung eines erfindungsgemäßen Koaxialkabels 1. Das Koaxialkabel 1 ist als Hohlkörper ausgebildet. Es umfasst einen Innenleiter 2, einen Außenleiter 3 und ein sich zwischen dem Innenleiter 2 und dem Außenleiter 3 befindliches Dielektrikum 4. In 1 ist das Dielektrikum 4 als Hohlkörper, insbesondere als Hohlzylinder ausgebildet.

Mit Hinblick auf 2, die einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Koaxialkabel 1 zeigt, ist zu erkennen, dass das Dielektrikum 4 eine Innenwandung 5 umfasst, die einen Aufnahmeraum 6 begrenzt. Die Innenwandung 5 des als Hohlkörper, insbesondere als Hohlzylinder ausgebildeten Dielektrikums 4 ist mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung 7 beschichtet.

Diese elektrisch leitfähige Beschichtung 7 wird, wie später noch ausführlich erläutert, vorzugsweise in einem Gasabscheidungsverfahren, also in einem Aufdampfprozess oder in einem Sputterprozess auf die Innenwandung 5 des Dielektrikums 4 aufgetragen. Die Innenwandung 5 ist als Innenfläche des Dielektrikums 4 zu sehen. Das Dielektrikum 4 ist daher im Zentrum hohl ausgeführt und mit Luft gefüllt.

Bei dem Aufdampfprozess handelt es sich vorzugsweise um einen solchen, der nach dem CVP-Prinzip (engl. Chemical Vapor Deposition) arbeitet.

Ähnlich verhält es sich auch für eine Außenwandung 8 des Dielektrikums 4. Die Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 ist ebenfalls vorzugsweise mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung 9 beschichtet. Die Außenwandung 8 stellt folglich die Außen- bzw. Oberfläche des Dielektrikums 4 dar.

Die elektrisch leitfähige Beschichtung 7, die die Innenwandung 5 beschichtet, kann als Innenleiter 2 gesehen werden. Die elektrisch leitfähige Beschichtung 9, die die Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 beschichtet, kann auch als Außenleiter betrachtet werden.

Das hier vorliegende erfindungsgemäße Koaxialkabel 1 sieht vor, dass zumindest die Innenwandung 5 oder die Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 mit der entsprechenden elektrisch leitfähigen Beschichtung 7 bzw. 9 beschichtet ist. In 2 sind beide Wandungen 5, 8 mit je einer elektrisch leitfähigen Beschichtung 7, 9 beschichtet. Es wäre allerdings auch möglich, das beispielsweise nur die Außenwandung 8 mit der elektrisch leitfähigen Beschichtung 9 beschichtet ist, wohingegen ein durchgängiger Leiter in den Aufnahmeraum 6 eingesetzt ist. Dieser durchgängige Leiter wäre in diesem Fall wie bei den herkömmlichen Koaxialkabeln ausgeführt. Im Gegensatz dazu wäre es auch möglich, dass einzig die Innenwandung 5 des Dielektrikums 4 mit der elektrisch leitfähigen Beschichtung 7 beschichtet ist, wohingegen der Außenleiter 3 wie bei herkömmlichen Koaxialkabeln aufgebaut sein könnte. In diesem Fall würde der Außenleiter 3 aus einem leitenden Drahtgeflecht bestehen, welches die Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 umgibt. Vorzugsweise sind allerdings beide Wandungen 5, 8 beschichtet.

In diesem Fall besteht zwischen der elektrisch leitfähigen Beschichtung 7 und der Innenwandung 5 des Dielektrikums 4 ein Stoffschluss, also einen stoffschlüssige Verbindung. Es liegt nicht nur ein Form- bzw. Kraftschluss vor. Gleiches gilt auch für die elektrisch leitfähige Beschichtung 9, die die Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 bedeckt. Auch zwischen der elektrisch leitfähigen Beschichtung 9 und der Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 besteht ein Stoffschluss, also eine stoffschlüssige Verbindung und nicht nur ein einfacher Form- bzw. Kraftschluss.

Eine solche stoffschlüssige Verbindung kann dann hergestellt werden, wenn die jeweilige elektrisch leitfähige Schicht 7 bzw. 9 in einem Sputterprozess oder Aufdampfprozess auf die jeweiligen Wandungen 5 bzw. 8 des Dielektrikums 4 aufgetragen werden.

In dem Ausführungsbeispiel aus 2 ist die elektrisch leitfähige Beschichtung 7, die die Innenwandung 5 des Dielektrikums 4 bedeckt, dünner als die elektrisch leitfähige Beschichtung 9, die die Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 bedeckt. Dadurch erhöht sich der Schutz gegen etwaige, in den Innenleiter 2 einkoppelnde Störstrahlung. Dies gilt insbesondere für niedrigere Frequenzen.

Das erfindungsgemäße Koaxialkabel 1 wird in einem Frequenzbereich von vorzugsweise 400 MHz bis vorzugsweise 4 GHz eingesetzt. Es kann auch bei niedrigeren und höheren Frequenzen Verwendung finden. Insbesondere ist ein Einsatz für Frequenzen angedacht, die im Frequenzbereich liegen für herkömmliche Mobilfunkanwendungen, wie beispielsweise GSM, UMTS und/oder LTE liegen.

Es wäre allerdings auch möglich, dass die elektrisch leitfähige Beschichtung 7 an der Innenwandung 5 des Dielektrikums 4 dicker ist als die elektrisch leitfähige Beschichtung 9, die an der Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 angebracht ist. In diesem Fall können zusätzlich höhere Gleichspannungen über den Innenleiter 2 übertragen werden. Das Koaxialkabel 1 ist bei einer dickeren elektrisch leitfähigen Beschichtung 7, 9 auch unempfindlicher gegenüber Biegungen und sonstigen Kräften, die beim Verlegen des Koaxialkabels 1 auftreten.

Es wäre natürlich auch möglich, dass die elektrisch leitfähige Beschichtung 7 an der Innenwandung 5 des Dielektrikums 4 gleich dick ist wie die elektrisch leitfähige Beschichtung 9 an der Außenwandung 8 des Dielektrikums 4.

Die elektrisch leitfähigen Beschichtungen 7, 9 an den Wandungen 5, 8 des Dielektrikums 4 können unabhängig voneinander in einem Bereich gewählt sein, der zwischen 50nm bis 10µm vorzugsweise zwischen 100nm bis 5µm, weiter vorzugsweise zwischen 250nm bis 2µm, weiter vorzugsweise zwischen 500nm bis 1µm und weiter vorzugsweise zwischen 750nm und 1µm liegt.

Die elektrisch leitfähigen Beschichtungen 7, 9 der jeweiligen Wandung 5, 8 des Dielektrikums 4 können aus dem gleichen Material oder aus verschiedenen Materialien gebildet sein. Sie bestehen aus oder umfassen eines oder mehrere der nachfolgenden Elemente:
Ag, Al, Au, Cu, Cr, Pd, Pt, Ni, Ti.
Sie können auch Oxide oder Nitride der zuvor genannten Elemente umfassen.

Das Dielektrikum 4 besteht vorzugsweise aus oder umfasst Polytetrafluorethylen. Insgesamt sollte die relative Permittivität εR möglichst gering sein. Dies erlaubt nämlich, dass der Aufnahmeraum 6 einen möglichst großen Durchmesser aufweist, wobei gleichzeitig dennoch sichergestellt ist, dass der Wellenwiderstand den gewünschten Wert, wie beispielsweise 50 bzw. 75 Ohm aufweist.

Mit Hinblick auf 2 ist zu erkennen, dass ein Innendurchmesser der Innenwandung 5 des als Hohlkörper, in diesem Fall als Hohlzylinder, ausgebildeten Dielektrikums 4 größer ist, als die Wandstärke des Dielektrikums 4. Es könnte natürlich auch sein, dass der Innendurchmesser der Innenwandung 5 gleich groß ist wie die Wandstärke des Dielektrikums 4. In diesem Zusammenhang wäre es auch möglich, dass der Innendurchmesser der Innenwandung 5 kleiner ist als die Wandstärke des Dielektrikums 4. Der Innendurchmesser bzw. die Wandstärke wird derart gewählt, dass zusammen mit der Dicke der elektrisch leitfähigen Schicht 7 bzw. 9 der gewünschte Wellenwiderstand erreicht wird.

3 zeigt ein elektronisches Gerät 10, mit dem das erfindungsgemäße Koaxialkabel 1 verbunden ist. Bei dem elektronischen Gerät 10 kann es sich beispielsweise um ein Hochfrequenzfilter handeln. Das Hochfrequenzfilter kann als Bandpass-, Dualband-, Triple-Band- oder Multi-Band-Combiner arbeiten. Es kann auch sein, dass es sich bei dem elektronischen Gerät um eine Mobilfunkantenne im Allgemeinen handelt.

Das elektronische Gerät 10 umfasst zumindest einen Steckverbinder 11. In 3 sind drei Steckverbinder 11 an der Außenseite des elektronischen Geräts 10 angebracht. Diese Steckverbinder 11 dienen zur Aufnahme des Koaxialkabels 1. Das Koaxialkabel 1 kann auch innerhalb des Gehäuses des elektronischen Geräts 10 verwendet werden, um dort verschiedene Baugruppen elektrisch miteinander zu verbinden. Das Koaxialkabel 1 kann sehr einfach durch Aufstecken mit dem Steckverbinder 11 verbunden werden. Ein zusätzliches Konfektionieren des Koaxialkabels 1 entfällt.

4A zeigt einen Längsschnitt durch einen Teil des Koaxialkabels 1 und durch den Teil des elektronischen Geräts 10, welcher die Steckverbindung 11 beinhaltet. In 4A ist das Koaxialkabel 1 nicht über die Steckverbindung 11 mit dem elektronischen Gerät 10 verbunden. Eine solche Verbindung ist er mit Hinblick auf 4C gezeigt. Der Steckverbinder 11 weist einen Außenleiterkontaktierungsabschnitt 12 und einen Innenleiterkontaktierungsabschnitt 13 auf. Der Innenleiterkontaktierungsabschnitt 13 ist als Stift ausgebildet und weist an seinem Ende einen im Querschnitt konischen Verlauf auf. Das Ende ist dabei in Richtung der Aufnahmeöffnung 16 für das Koaxialkabel 1 zugewandt. Dadurch kann das Koaxialkabel 1 leichter aufgenommen werden. Der Innenleiterkontaktierungsabschnitt 13 ist vorzugsweise im Zentrum des Steckverbinders 11 angeordnet. Bei einem runden Querschnitt des Koaxialkabels 1 ist dieser in Draufsicht gleich weit von dem Außenleiterkontaktierungsabschnitt 12 entfernt angeordnet.

Der Außenleiterkontaktierungsabschnitt 12 kann z.B. zusätzliche Kontaktierungsrippen 15 oder andere, den freien Querschnitt etwas verringernde Vorsprünge aufweisen, die an der Innenwandung 14 des Außenleiterkontaktierungsabschnitts 12 angeordnet sind. Die Kontaktierungsrippen 15 ragen unterschiedlich weit in die Aufnahmeöffnung 16 des Steckverbinders 10 hinein. Die Kontaktierungsrippen 15 können elastisch oder unelastisch sein. Die Kontaktierungsrippen 15 sind im einfachsten Fall eine Rändelung, die an der Innenwandung 14 des Außenleiterkontaktierungsabschnitts 12 eingebracht ist.

In 4B ist gezeigt, dass die Kontaktierungsrippen 15 oder andere, den freien Querschnitt etwas verkleinernde Vorsprünge, auf dem Innenleiterkontaktierungsabschnitt 13 angeordnet sind. Es wäre auch möglich, dass die Kontaktierungsrippen 15 sowohl an der Innenwandung 14 des Außenleiterkontaktierungsabschnitts 12, als auch an dem Innenleiterkontaktierungsabschnitt 13 angeordnet sind. Der Innenleiterkontaktierungsabschnitt 13 weist zusammen mit den Kontaktierungsrippen 15 bzw. den Vorsprüngen einen Außendurchmesser auf, der gleich oder vorzugsweise geringfügig größer ist als ein Innendurchmesser des Koaxialkabels 1. Gleiches gilt auch für den Innendurchmesser des Außenleiterkontaktierungsabschnitts 12, der durch seine Kontaktierungsrippen 15 bzw. Vorsprünge einen Innendurchmesser aufweist, der gleich oder vorzugsweise geringfügig kleiner ist als der Außendurchmesser des Koaxialkabels 1.

Möglich sind auch andere Maßnahmen als die erwähnten Kontaktierungsrippen 15, um einen guten galvanischen Kontakt zwischen dem Außenleiterkontaktierungsabschnitt 12 und dem Außenleiter 3 des Koaxialkabels 1 herzustellen, zum Beispiel dadurch, dass der freie Querschnitt im Bereich der erwähnten Erhebungen (Kontaktierungsrippen 15) zumindest geringfügig kleiner ist, als der Außendurchmesser des Außenleiters 3 des Koaxialkabels 1.

Der Außenleiterkontaktierungsabschnitt 12 könnte über eine nicht dargestellte Schraubverbindung zusätzlich in Richtung des Innenleiterkontaktierungsabschnitts 13 verschoben werden. Hierzu könnte der Außenleiterkontaktierungsabschnitt 12 im Längsschnitt vorzugsweise zumindest teilweise geschlitzt ausgeführt sein. Dadurch kann ein besserer elektrischer Kontakt zwischen dem Außenleiter 3 des Koaxialkabels 1 und dem Außenleiterkontaktierungsabschnitt 12 hergestellt werden.

In 4C ist das erfindungsgemäße Koaxialkabel 1 durch den Steckverbinder 11 aus 4A aufgenommen. Der als Stift ausgebildete Innenleiterkontaktierungsabschnitt 13 ragt in den Aufnahmeraum 6 des als Hohlkörper, insbesondere als Hohlzylinder ausgebildeten Dielektrikums 4 hinein. Der als Stift ausgebildete Innenleiterkontaktierungsabschnitt 13 ist daher galvanisch mit der elektrisch leitfähigen Beschichtung 7, die die Innenwandung 5 des Dielektrikums 4 bedeckt, kontaktiert.

In gleichen Maßen ist die elektrisch leitfähige Beschichtung 9, die die Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 bedeckt, galvanisch mit dem Außenleiterkontaktierungsabschnitt 12 verbunden. Besonders vorteilhaft an dem erfindungsgemäßen Koaxialkabel 1 ist die Tatsache, dass dieses vorzugsweise als Hohlkörper, insbesondere als Hohlzylinder ausgebildet ist. Dadurch kann das Koaxialkabel 1 sehr einfach in seiner Länge gekürzt werden, wobei zum Anschluss an einen Steckverbinder 11 eines elektronischen Geräts 10 dieses nicht noch weiter konfektioniert werden muss. Nach dem Kürzen des erfindungsgemäßen Koaxialkabels 1 kann dieses einfach mit der Steckverbindung 11 verbunden werden. Der als Stift ausgebildete Innenleiterkontaktierungsabschnitt 13 greift direkt in den Aufnahmeraum 6 des Koaxialkabels 1 ein. Unterschiedliche elektrische Eigenschaften, die beispielsweise von einer unterschiedlich dicken Lötstelle herrühren, können dadurch vermieden werden. Dadurch können elektronische Geräte 10 in Serie leichter hergestellt werden.

4D zeigt den Steckverbinder 11 aus 4B, welcher das erfindungsgemäße Koaxialkabel 1 aufgenommen hat. Die Ausführungen zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen gelten auch hier.

5A zeigt einen Längsschnitt durch eine Multifunktionsdüse 20 die zu einer Kabelbeschichtungsvorrichtung 21 gehört. Nachfolgend wird ein möglicher Weg erläutert, wie mittels der Multifunktionsdüse 20 das erfindungsgemäße Koaxialkabel 1 hergestellt werden kann.

Die Multifunktionsdüse 20 umfasst einen Mantel 22 und einen Kern 23. Zwischen dem Mantel 22 und dem Kern 23 ist ein Spalt, insbesondere ein Ringspalt 24 gebildet. In dem Ausführungsbeispiel aus 5A wird vorzugsweise entlang der Pfeilrichtung das Material, aus dem das Dielektrikum 4 gebildet werden soll, durch die Multifunktionsdüse 20 gepresst. Dadurch, dass das Material, aus dem das Dielektrikum 4 gebildet ist, zwischen dem Mantel 22 und dem Kern 23 entlanggepresst wird, weist das Dielektrikum 4 im Querschnitt letztlich die Form eines Hohlkörpers, insbesondere die eines Hohlzylinders auf.

In 5B ist ein Querschnitt durch die Multifunktionsdüse 20 dargestellt, und zwar entlang der Linie A-A' aus 5A.

In dem Ausführungsbeispiel der Multifunktionsdüse 20 aus 5A, wird die Innenwandung 5 des Dielektrikums 4 mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung 7 beschichtet. Hierzu ist der Kern 23 von einem Injektionskanal 25 durchsetzt. Der Injektionskanal 25 erstreckt sich zur Außenwandung 27 des Kerns 23 hin ringförmig und mündet in den Spalt 24. Im Längsschnitt ist der Injektionskanal 25 daher Y-förmig dargestellt. Der Injektionskanal 25 kann allerdings beliebige Formen aufweisen, solange sichergestellt ist, dass die elektrisch leitenden Atome und/oder Moleküle, die die elektrisch leitfähige Beschichtung 7 bilden den Innenleiterinjektionskanal 25 in Richtung der Innenwandung 5 des Dielektrikums 4 verlassen können.

Die Kabelbeschichtungsvorrichtung 21 umfasst zumindest eine Verdampfungs- oder Sputtereinheit 28. Diese Verdampfungs- oder Sputtereinheit 28 ist in 5A zur besseren Übersichtlichkeit innerhalb des Kerns 23 dargestellt. Natürlich kann diese, insbesondere aufgrund der Größe, auch außerhalb der Multifunktionsdüse 20 angeordnet sein. Aus dieser Quelle werden die elektrisch leitenden Atome und/oder Moleküle emittiert.

Sowohl der Kern 23, als auch der Mantel 22 und damit vorzugsweise die Multifunktionsdüse 20 sind bevorzugt aus einem Material gebildet, an welchem die elektrisch leitenden Atome und/oder Moleküle, aus denen die elektrisch leitfähige Beschichtung 7 gebildet ist, möglichst schlecht anhaften. Ein solches Material kann elektrisch nicht leitfähig sein. Es kann auch elektrisch leitfähig sein, wobei es die gleiche Ladung aufweist, wie die elektrisch leitenden Atome und/oder Moleküle. Diese werden dann von der Multifunktionsdüse 20 abgestoßen und haften nicht an dieser. Es ist auch möglich, dass der Innenleiterinjektionskanal 25 eine Beschichtung an seiner Innenwandung aufweist, die das Anhaften der elektrisch leitenden Atome und/oder Moleküle erschwert bzw. verhindert.

In 5A verringert sich die Dicke der Öffnung des Spalts 24. Eine solche Verkleinerung ist allerdings nicht zwingend. Vielmehr kann der Spalt 24 bezüglich seiner Dicke auch über den gesamten Bereich der Multifunktionsdüse 20 konstant sein bzw. an dem Ende, an welchem das Dielektrikum 4 aus der Multifunktionsdüse 20 austritt, sogar eine etwas dickere Öffnung aufweisen, als an dem Ende an welchem das Dielektrikum 4 in die Multifunktionsdüse 20 eintritt.

Es ist auch nicht zwingend notwendig, dass sich der Innenleiterinjektionskanal 25 ringförmig in Richtung der Außenwandung 27 des Kerns 23 hin erstreckt. Es wäre auch möglich, dass der Injektionskanal 25 im Querschnitt einzelne, zumindest abschnittsweise voneinander getrennte Segmente umfasst, die zumindest teilweise gebogen sind.

In 5A ist eine weitere Verdampfungs- oder Sputtereinheit 29 ausgebildet, die elektrisch leitende Atome und/oder Moleküle emittiert, die auf die Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 treffen und dort die elektrisch leitfähige Beschichtung 9 der Außenwandung 8 und damit den Außenleiter 3 bilden. Diese weitere Verdampfungs- oder Sputtereinheit 29 ist außerhalb der Multifunktionsdüse 20 angeordnet.

Mit Hinblick auf 6 ist ein Ausführungsbeispiel der Multifunktionsdüse 20 dargestellt, bei welcher der Mantel 22 einen zusätzlichen Außenleiterinjektionskanal 30 aufweist, der sich zur Innenwandung 31 des Mantels 22 hin ringförmig erstreckt und in den Spalt 24 mündet. Der Außenleiterinjektionskanal 30 ist in dem Ausführungsbeispiel aus 6 abgewinkelt dargestellt. Bevorzugt verläuft er radial von außen nach innen in die Multifunktionsdüse 20. In diesem Fall würde er vorzugsweise senkrecht in den Spalt 24 münden. Er könnte allerdings auch, wie in 6 gezeigt, schräg in den Spalt 24 münden, wobei die Steigung seines Verlaufs entlang der gesamten Länge durch den Mantel 22 konstant wäre.

Auch für den Außenleiterinjektionskanal 30 gelten die vorstehend gemachten Ausführungen zum Innenleiterinjektionskanal 25 bezüglich der Materialien, aus denen der Mantel 22 bestehen kann, bzw. mit denen eine Innenwandung des Außenleiterinjektionskanals 30 beschichtet sein kann.

In diesem Fall würde die Verdampfungs- oder Sputtereinheit 29 die elektrisch leitenden Atome und/oder Moleküle über den Außenleiterinjektionskanal 30 in den Spalt 24 emittierten. Durch diese würde letztlich die Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 mit der elektrisch leitfähigen Beschichtung 9 beschichtet werden. Dadurch wäre der Außenleiter 3 gebildet.

Es ist grundsätzlich möglich, dass die elektrisch leitfähige Beschichtung 7 der Innenwandung 5 aus dem gleichen Material besteht, aus dem die elektrisch leitfähige Beschichtung 9 der Außenwandung 8 des Dielektrikums 4 gebildet ist. In diesem Fall könnte die gleiche Verdampfungs- oder Sputtereinheit 28, 29 verwendet werden, um sowohl den Innenleiter 2, als auch den Außenleiter 3 des Dielektrikums 4 zu erzeugen. Es können allerdings auch, wie in 5A dargestellt, unterschiedliche Verdampfungs- oder Sputtereinheiten 28, 29 verwendet werden. Dadurch können der Innenleiter 2 und der Außenleiter 3 aus unterschiedlichen Materialen bestehen. Die Querschnittsform des Spalts 24 der Multifunktionsdüse 20 kann beliebig gewählt werden. Sie kann einem Quadrat, einem Rechteck, einem Oval, einem Kreis (bevorzugt) oder einem regelmäßigen oder unregelmäßig n-Polygon entsprechen oder einem solchen angenähert sein.

Das Material, aus dem das Dielektrikum 4 gebildet ist, wird im vorzugsweise im flüssigen oder zähflüssigen Zustand durch die Multifunktionsdüse 20 gepresst. Anschließend können Kühleinrichtungen angeordnet sein, die das Dielektrikum 4 wieder abkühlen.

Nachdem das Dielektrikum 4 durch die Multifunktionsdüse 20 gebildet worden ist, kann dieses durch nicht dargestellte Transportmittel mit unterschiedlicher Geschwindigkeit von der Multifunktionsdüse 20 weg transportiert werden. Die Geschwindigkeit, mit welcher das Dielektrikum 4 von der Multifunktionsdüse 20 weg transportiert wird, ist variabel einstellbar. Wird die Geschwindigkeit höher gewählt, als die Geschwindigkeit, mit welcher das Material, aus dem das Dielektrikum 4 besteht, durch die Multifunktionsdüse 20 hindurch gepresst wird, so beginnt sich die Wandstärke des Dielektrikums 4, welches sich nach dem Verlassen durch die Multifunktionsdüse 20 noch in einem warmen Zustand befindet, zu verringern. Gleichzeitig verkleinert sich auch der Durchmesser des Aufnahmeraums 6. Durch Wahl dieser Parameter, zu denen neben der Geschwindigkeit der Transportmittel, auch die Menge des Materials gehört, die in einem bestimmten Zeitintervall der Multifunktionsdüse 20 zugeführt wird und zu denen auch die Schichtdicken der elektrisch leitfähigen Beschichtungen 7, 9 gehört, kann auf sehr effiziente Weise der Wellenwiderstand des Koaxialkabels 1 eingestellt werden.

Vorzugsweise weist der Spalt 24, bei dem es sich insbesondere um einen kreisförmigen Ringspalt 24 handelt, einen Durchmesser auf, der größer ist, als der Durchmesser des späteren Koaxialkabels 1. Durch Wahl der Geschwindigkeit mit der das beschichtete Dielektrikum 4 von der Multifunktionsdüse 20 fortbewegt wird, können unterschiedliche Koaxialkabel 1 geschaffen werden.

Das erfindungsgemäße Koaxialkabel 1 ist auf einer Teillänge oder seiner gesamten Länge mit der jeweiligen elektrisch leitfähigen Beschichtung 7, 9 beschichtet.

Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Im Rahmen der Erfindung sind alle beschriebenen und/oder gezeichneten Merkmale beliebig miteinander kombinierbar.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 3842398 A1 [0015]