Title:
Kamera mit einem Gehäuse zum Abschirmen von elektromagnetischer Strahlung und Kraftfahrzeug
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Kamera (2) für ein Kraftfahrzeug (1), mit einem Gehäuse (5), welches zumindest bereichsweise zum Abschirmen von elektromagnetischer Strahlung ausgelegt ist, mit einer Leiterplatte (16), welche in dem Gehäuse (5) angeordnet ist, und mit einer Schnittstellenvorrichtung (11) zum Verbinden der Kamera (2) mit dem Kraftfahrzeug (1), wobei die Schnittstellenvorrichtung (11) mit der Leiterplatte (16) elektrisch verbunden ist, wobei die Schnittstellenvorrichtung (11) einen Koaxialstecker (12) mit einem Innenleiter (13) und einem Außenleiter (14) umfasst und die Kamera (2) eine Verbindungseinrichtung (17) zum elektrischen Verbinden des Außenleiters (14) mit dem Gehäuse (5) aufweist.




Inventors:
Grimes, Carol (County Dublin, Skerries, IE)
Hehir, Colin Patrick (County Galway, Tuam, IE)
Application Number:
DE102015121396A
Publication Date:
06/14/2017
Filing Date:
12/09/2015
Assignee:
Connaught Electronics Ltd., County Galway (Tuam, IE)
Domestic Patent References:
DE102014117648A1N/A2016-06-02



Attorney, Agent or Firm:
Jauregui Urbahn, Kristian, Dr. rer. nat., 74321, Bietigheim-Bissingen, DE
Claims:
1. Kamera (2) für ein Kraftfahrzeug (1), mit einem Gehäuse (5), welches zumindest bereichsweise zum Abschirmen von elektromagnetischer Strahlung ausgelegt ist, mit einer Leiterplatte (16), welche in dem Gehäuse (5) angeordnet ist, und mit einer Schnittstellenvorrichtung (11) zum Verbinden der Kamera (2) mit dem Kraftfahrzeug (1), wobei die Schnittstellenvorrichtung (11) mit der Leiterplatte (16) elektrisch verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstellenvorrichtung (11) einen Koaxialstecker (12) mit einem Innenleiter (13) und einem Außenleiter (14) umfasst und die Kamera (2) eine Verbindungseinrichtung (17) zum elektrischen Verbinden des Außenleiters (14) mit dem Gehäuse (5) aufweist.

2. Kamera (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (17) elastisch verformbar ausgebildet ist.

3. Kamera (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (17) mehrere Federelemente (22) aufweist, welche im montierten Zustand der Kamera (2) eine Federkraft auf das Gehäuse (5) und/oder den Außenleiter (14) ausüben.

4. Kamera (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (17) als ein Ring (33) ausgebildet ist, der einen Basisring (34) aufweist, und die Federelemente (22) an einer einer Längsachse (35) des Rings (33) abgewandten Außenseite (36) des Basisrings (34) angeordnet sind.

5. Kamera (2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (22) radial vom Basisring (34) abstehend angeordnet sind und in einem Winkel (37) zu einer Ebene (38), in der sich der Basisring (34) erstreckt, orientiert sind.

6. Kamera (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die im Winkel (37) zur Ebene (38) orientierten Federelemente (22) jeweils eine kantenfreie Federelementfläche (39) aufweisen.

7. Kamera (2) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (22) jeweils ein erstes Federelementteil (40) aufweisen, welches in einem ersten Winkel (41) zur Längsachse (35) des Rings (33) radial nach außen orientiert ist, und jeweils an einem dem Basisring (34) abgewandten Ende (42) des ersten Federelementteils (40) ein zweites Federelementteil (43) anschließt, welches in einem zum ersten Winkel (41) größeren zweiten Winkel (44) zur Längsachse (35) des Rings (33) orientiert ist.

8. Kamera (2) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (22) um die Längsachse (35) des Rings (33) umlaufend angeordnet sind, und zwischen den Federelementen (22) jeweils ein Freiraum (45) ausgebildet ist, welcher sich, insbesondere beginnend ab einem Abstand (46), vom Basisring (34) radial nach außen ausbildet.

9. Kamera (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (17) den Außenleiter (14) zumindest bereichsweise umgibt.

10. Kamera (2) nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Federelement (22) eine vorbestimme Krümmung aufweist.

11. Kamera (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenleiter (14) ein erstes Teilelement (23) und ein zweites Teilelement (24), welches zwischen dem ersten Teilelement (23) und der Leiterplatte (16) angeordnet ist, umfasst, wobei ein erster Außenradius des ersten Teilelements (23) kleiner ist als ein zweiter Außenradius des zweiten Teilelements (24).

12. Kamera (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) an einer der Leiterplatte (16) zugewandten Innenseite (27) ein Aufnahmeelement (28) aufweist, in welchem die Verbindungseinrichtung (17) zumindest bereichsweise angeordnet ist und welche mit der Verbindungseinrichtung (17) elektrische verbunden ist.

13. Kamera (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) ein erstes Gehäuseteil (6) und ein zweites Gehäuseteil (7) umfasst, wobei das erste Gehäuseteil (6) mit der Verbindungseinrichtung (17) und mit dem zweiten Gehäuseteil (7) elektrisch verbunden ist.

14. Kamera (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenleiter (14) mit einem Massepotential der Kamera (2) elektrisch verbunden ist.

15. Kraftfahrzeug (1) mit einer Kamera (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 14.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Kamera für ein Kraftfahrzeug mit einem Gehäuse, welches zumindest bereichsweise zum Abschirmen von elektromagnetischer Strahlung ausgelegt ist, mit einer Leiterplatte, welche in dem Gehäuse angeordnet ist und mit einer Schnittstellenvorrichtung zum Verbinden der Kamera mit dem Kraftfahrzeug. Die Schnittstellenvorrichtung ist mit der Leiterplatte elektrisch verbunden. Die Erfindung betrifft außerdem ein Kraftfahrzeug mit zumindest einer Kamera.

Kameras für Kraftfahrzeuge sind aus dem Stand der Technik bekannt. So weisen diese Kameras meist ein Gehäuse, eine Leiterplatte und eine Schnittstellenvorrichtung zum Verbinden der Kamera mit dem Kraftfahrzeug auf. Von weiteren Komponenten der Kamera wie beispielsweise einem bildgebenden Chip, einem Videoserialisierer oder einer Stromversorgung wird elektromagnetische Strahlung ausgesendet. Diese ist unerwünscht und wird bei Möglichkeit, beispielsweise mit dem Gehäuse, versucht abzuschirmen, um eine elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) zu erhöhen. Die elektromagnetische Verträglichkeit kennzeichnet den üblicherweise erwünschten Zustand, dass technische Geräte einander nicht durch ungewollte elektromagnetische Effekte störend beeinflussen.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Kamera bereitzustellen, mit welcher die elektromagnetische Verträglichkeit zuverlässiger erreicht werden kann. Es ist auch Aufgabe, ein Kraftfahrzeug mit einer derartigen Kamera auszubilden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kamera sowie durch ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen gemäß den jeweiligen unabhängigen Ansprüchen gelöst.

Eine erfindungsgemäße Kamera für ein Kraftfahrzeug umfasst ein Gehäuse, welches zumindest bereichsweise zum Abschirmen von elektromagnetischer Strahlung ausgelegt ist, eine Leiterplatte, welche in dem Gehäuse angeordnet ist und eine Schnittstellenvorrichtung zum Verbinden der Kamera mit dem Kraftfahrzeug. Die Schnittstellenvorrichtung ist mit der Leiterplatte elektrisch verbunden. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Schnittstellenvorrichtung einen Koaxialstecker mit einem Innenleiter und einem Außenleiter umfasst und die Kamera eine Verbindungseinrichtung zum elektrischen Verbinden des Außenleiters mit dem Gehäuse aufweist.

Mit der erfindungsgemäßen Kamera für das Kraftfahrzeug wird es möglich, die elektromagnetische Verträglichkeit zu gewährleisten. Zudem kann das Gehäuse mit der Verbindungseinrichtung besonders effektiv mit dem Außenleiter elektrisch verbunden werden. Die Verbindungseinrichtung ermöglicht auch einen zuverlässigen Ausgleich von Fertigungsungenauigkeiten des Gehäuses und/oder des Außenleiters und/oder der Leiterplatte. Auch kann die Leiterplatte durch die Verbindungseinrichtung zumindest anteilsweise gehalten werden und dadurch beispielsweise an einer axialen Position bezüglich einer Längsachse des Koaxialsteckers festgehalten werden. So wird das Gehäuse beispielsweise über den Außenleiter an ein Massepotential der Leiterplatte angeschlossen. Über das Anschließen des Gehäuses an das Massepotential kann das Gehäuse die elektromagnetische Strahlung besonders effektiv abschirmen. So kann es beispielsweise vorkommen, dass der Koaxialstecker nicht konzentrisch in einer Öffnung des Gehäuses angeordnet ist. Um diesem Fall der Fertigungsungenauigkeit entgegenzuwirken, wird die Verbindungseinrichtung genutzt. Der Koaxialstecker beziehungsweise ein koaxialer Steckverbinder dient der lösbaren Verbindung von Koaxialkabeln. Der Koaxialstecker ist wie das Koaxialkabel koaxial ausgeführt, um eine geringe elektromagnetische Beeinflussung und eine gute elektrische Abschirmung bereitstellen zu können. So kann der Koaxialstecker beispielsweise ein sogenannter FAKRA-Steckverbinder (FAKRA – Fachkreis Automobil) sein. Insbesondere kann der Koaxialstecker als Hochgeschwindigkeitsdatenstecker zur Datenübertragung mit hoher Geschwindigkeit ausgebildet sein.

Der Außenleiter des Koaxialsteckers ist insbesondere hohlzylinderförmig ausgebildet. Der Innenleiter ist vorzugsweise innerhalb des Außenleiters angeordnet. Der Außenleiter und der Innenleiter können koaxial zueinander angeordnet sein. Eine Längsachse des Innenleiters kann aber auch von einer Längsachse des Außenleiters beabstandet, also nicht koaxial, angeordnet sein. Der Innenleiter ist insbesondere mit einer stiftartigen Form ausgebildet.

Der Koaxialstecker kann auch einen Außenleiter und mehrere Innenleiter umfassen. Eine Längsachse des Außenleiters und eine Längsachse des jeweiligen Innenleiters sind dann vorzugsweise voneinander beabstandet, also nicht koaxial, angeordnet. Der Außenleiter umgibt den zumindest einen Innenleiter zumindest teilweise, insbesondere vollständig. Insbesondere ist der Außenleiter mit einem ersten elektrischen Potential verbunden und der zumindest eine Innenleiter ist mit einem zweiten zu dem ersten elektrischen Potential unterschiedlichen elektrischen Potential verbunden. Das erste Potential ist insbesondere ein Massepotential.

Unter einem Koaxialstecker ist im Kontext der Erfindung also insbesondere ein Stecker zu verstehen, der einen Außenleiter gemäß obigen Merkmalen aufweist.

Insbesondere ist vorgesehen, dass die Verbindungseinrichtung elastisch verformbar ausgebildet ist. Durch die elastische Verformbarkeit der Verbindungseinrichtung können Abweichungen bei der Fertigungsgenauigkeit des Gehäuses und/oder des Koaxialsteckers ausgeglichen werden. So kann trotz der Fertigungsungenauigkeit beziehungsweise Abweichungen der Abmaße des Gehäuses und/oder des Koaxialsteckers die elektrische Verbindung des Außenleiters des Koaxialsteckers mit dem Gehäuse zuverlässig bereitgestellt werden.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Verbindungseinrichtung mehrere Federelemente aufweist, welche im montierten Zustand der Kamera eine Federkraft auf das Gehäuse und/oder den Außenleiter ausüben. Durch die Federkraft kann die Leiterplatte auch an einer axialen Position bezüglich einer Längsachse des Koaxialsteckers gehalten werden. Das Federelement ist insbesondere ein Bauteil, das unter Belastung nachgibt und nach Entlastung in die ursprüngliche Gestalt zurückkehrt, sich also elastisch rückstellend verhält. Bei dem montierten Zustand der Kamera, also wenn das Gehäuse geschlossen ist und die Leiterplatte mit dem Koaxialstecker verbunden ist, wird auf das Gehäuse und/oder den Außenleiter die Federkraft durch die Verbindungseinrichtung ausgeübt. Dies hat den Vorteil, dass sich die Verbindungseinrichtung an den Abstand anpassen kann, falls ein Abstand von dem Außenleiter zu dem Gehäuse größer oder kleiner als erwartet ist. Weiterhin ist vorteilhaft, dass sich die Verbindungseinrichtung auch anpassen kann, falls sich der Abstand zwischen dem Außenleiter und dem Gehäuse während des montierten Zustands verändert.

Insbesondere ist es vorgesehen, dass die Verbindungseinrichtung als ein Ring ausgebildet ist, der einen Basisring aufweist, und die Federelemente an einer einer Längsachse des Rings abgewandten Außenseite des Basisrings angeordnet sind. Durch die Anordnung der Federelemente an der Außenseite des Basisrings kann die Federkraft der Federelemente gleichmäßiger und großflächiger auf das Gehäuse übertragen werden, als wenn die Federelemente an einer Innenseite des Basisrings angeordnet wären. Auch kann bei der Anordnung der Federelemente an der Außenseite eine größere Anzahl von Federelementen an dem Basisring angeordnet werden, als bei an der Innenseite des Basisrings angeordneten Federelementen. Somit kann die elektrische Verbindung zwischen dem Gehäuse und der Schnittstellenvorrichtung effektiver ausgebildet werden und die elektromagnetische Abschirmung kann zuverlässiger erfolgen.

Weiterhin ist es insbesondere vorgesehen, dass die Federelemente radial vom Basisring abstehend angeordnet sind, und in einem Winkel zu einer Ebene, in der sich der Basisring erstreckt, orientiert sind. Durch die radial vom Basisring abstehend angeordneten Federelemente ist der Ring kronkorkenartig ausgebildet. Der Winkel zu der Ebene beträgt vorzugsweise 30° bis 80°, insbesonder e 30° bis 50°. Die Federelemente sind mit dem Winkel derart an dem Basisring angeordnet, dass diese sich also mit dem Winkel in Richtung der Innenseite des Gehäuses erstrecken und somit insbesondere von der Leiterplatte weggerichtet sind. Durch die in dem Winkel angeordneten Federelemente kann die Federkraft, welche von dem Druck des Gehäuses auf die Federelemente und somit dem Basisring abgegeben wird, derart abgegeben werden, dass eine Kraft auf die Schnittstellenvorrichtung und somit die Leiterplatte nur so stark ist, dass die Leiterplatte nicht beschädigt wird, aber trotzdem zuverlässig an der axialen Position gehalten wird. Die als Ring ausgebildete Verbindungseinrichtung kann also mit den Federelementen eine Toleranz zwischen der Schnittstellenvorrichtung und dem Gehäuse, insbesondere in Richtung der Längsachse des Rings, ausgleichen und zugleich eine maximale Druckbelastung der Leiterplatte berücksichtigen.

Weiterhin ist es insbesondere vorgesehen, dass die im Winkel zur Ebene orientierten Federelemente jeweils eine kantenfreie Federelementfläche aufweisen. Die kantenfreie Federelementfläche kann auch als knickfrei bezeichnet werden. Dies bedeutet, dass die Federelementfläche insbesondere glatt ausgebildet ist. Durch die kantenfreie Federelementfläche können die Federelemente beispielsweise in einfacher Weise von dem Basisring in dem Winkel hochgebogen werden. Weiterhin kann das Federelement beispielsweise aus Metallblech und mit einer vorbestimmten Materialstärke ausgebildet sein.

In einer weiteren Ausführungsform ist es insbesondere vorgesehen, dass die Federelemente jeweils ein erstes Federelementteil aufweisen, welches in einem ersten Winkel zur Längsachse des Rings radial nach außen orientiert ist und jeweils an einem dem Basisring abgewandten Ende des ersten Federelementteils ein zweites Federelementteil anschließt, welches in einem zum ersten Winkel größeren zweiten Winkel zur Längsachse des Rings orientiert ist. Durch das zweite Federelementteil kann eine größere Auflagefläche des Federelements an der Innenseite des Gehäuses erreicht werden, als wenn lediglich das erste Federelementteil vorhanden wäre. So ist der erste Winkel beispielsweise von 10° bis 60°, vorzugsweise 40° bis 60°, insbesondere mit 45° ausgebildet, während der zweite Winkel vorzugsweise von 0° bis 30°, insbesondere von 0° bis 20° ausgebildet ist. Der erste Winkel und de r zweite Winkel können derart ausgebildet sein, dass das zweite Federelementteil im montierten Zustand der Kamera derart von dem Gehäuse mit Kraft beaufschlagt wird, dass es sich in einer Ebene senkrecht zur Längsachse des Rings erstreckt. Somit liegt der Ring mit dem zweiten Federelementteil mit einer größeren Fläche an der Innenseite des Gehäuses auf, als wenn der zweite Federelementteil nicht vorhanden wäre. Die elektrische Verbindung zwischen der als Ring ausgebildeten Verbindungseinrichtung und dem Gehäuse kann dadurch effektiver und zuverlässiger ausgebildet werden.

Vorzugsweise ist es vorgesehen, dass die Federelemente um die Längsachse des Rings umlaufend angeordnet sind und zwischen den Federelementen jeweils ein Freiraum ausgebildet ist, welcher sich insbesondere beginnend ab einem Abstand, vom Basisring radial nach außen ausbildet. Durch den Freiraum sind die Federelemente in Umlaufrichtung der Längsachse des Rings beabstandet angeordnet. Dadurch können die Federelemente unabhängig voneinander elastisch bewegt werden. Somit lässt sich auch eine Toleranz für eine unebene Innenseite des Gehäuses bereitstellen. Es können dadurch beispielsweise bestimmte Federelemente stärker elastisch bewegt werden als dazu restliche Federelemente. Insbesondere kann es in einer weiteren Ausführungsform vorgesehen sein, dass der Freiraum erst mit dem Abstand vom Basisring aus ausgebildet ist. Dadurch kann beispielsweise Einfluss auf die Federkraft beziehungsweise auf die nötige Kraft zur elastischen Verformung der Federelemente genommen werden. Mit größerem Abstand erhöht sich die zur elastischen Verformung der Federelemente benötigte Kraft. Insbesondere kann der Abstand aber auch null betragen und der Freiraum erstreckt sich beginnend direkt vom Basisring radial nach außen.

Weiterhin ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Verbindungseinrichtung den Außenleiter zumindest bereichsweise umgibt. Das bedeutet, dass die Verbindungseinrichtung vorzugsweise um den Außenleiter herum angeordnet ist. Die Verbindungseinrichtung befindet sich vorzugsweise also auf der dem Innenleiter abgewandten Seite des Außenleiters. Vorteilhaft ist, dass der Koaxialstecker somit ungestört beziehungsweise ungehindert von der Verbindungseinrichtung mit dem Kraftfahrzeug verbunden werden kann. Weiterhin kann verhindert werden, dass der Außenleiter über die Verbindungseinrichtung mit dem Innenleiter eine elektrische Verbindung herstellt. Das Massepotential des Außenleiters kommt dadurch insbesondere nicht mit dem Innenleiter in Verbindung. Zudem kann eine Montage der Verbindungseinrichtung einfach ausgeführt werden.

In einer weiteren Ausführungsform ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Verbindungseinrichtung als Zahnscheibe ausgebildet ist. Die Verbindungseinrichtung kann nach Art einer Zahnscheibe ausgebildet sein. Die Zahnscheibe kann beispielsweise innen und/oder außen gezahnt sein. Vorzugsweise weist die Zahnscheibe die Zähne jedoch an einer Innenseite auf, um damit einen guten Halt an dem Außenleiter zu finden. Die Zähne der Zahnscheibe können beispielsweise in sich verdreht sein und somit als das Federelement ausgebildet sein. Ergänzend oder alternativ können die Zähne aber auch so gebogen sein, dass diese aus einer Ebene senkrecht zur Rotationsachse der Zahnscheibe herausragen, um als das Federelement zu fungieren. Die Zähne können einheitlich herausgebogen sein, also nur in eine Richtung der Rotationsachse der Zahnscheibe, oder aber verschränkt, also beispielsweise abwechselnd ein Zahn in die eine Richtung der Rotationsachse und ein anderer Zahn in die andere Richtung der Rotationsachse. Die Zähne der Zahnscheibe können somit in montiertem Zustand der Kamera, also wenn die Zahnscheibe den Außenleiter umgibt und die Federelemente vorgespannt sind, in die axiale Richtung des Außenleiters Federkraft ausüben. Im montierten Zustand liegen die Zähne der Zahnscheibe an der Innenseite des Gehäuses an und stellen somit die elektrische Verbindung des Außenleiters mit dem Gehäuse her. Die Zahnscheibe liegt auf dem Außenleiter auf und/oder ist mit ihm über die Zähne der Zahnscheibe in Kontakt beziehungsweise elektrisch verbunden.

Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass die Verbindungseinrichtung ein erstes Ringelement und ein zweites Ringelement aufweist, welche beabstandet zueinander angeordnet sind, wobei das erste Ringelement und das zweite Ringelement jeweils eine fluchtend zueinander angeordnete Durchgangsöffnung aufweisen und wobei das erste Ringelement und das zweite Ringelement mit dem zumindest einen Federelement verbunden sind. Bei der Montage der Kamera wird die Verbindungseinrichtung mit den Durchgangsöffnungen auf den Außenleiter aufgesteckt, sodass die Verbindungseinrichtung den Außenleiter umgibt. Durch das zumindest eine Federelement kann eine Federkraft in axialer Richtung bezüglich des Koaxialsteckers aufgenommen und/oder abgegeben werden. Bei montierter Kamera, also geschlossenem Gehäuse, wird das Federelement zusammengedrückt, weil das erste Ringelement an dem Ende des Außenleiters an der Leiterplatte formschlüssig ansteht, und das zweite Ringelement entgegengesetzt an einer Innenseite des Gehäuses formschlüssig ansteht. Somit kann eine besonders zuverlässige elektrische Verbindung zwischen dem Gehäuse und dem Außenleiter bereitgestellt werden.

Insbesondere ist vorgesehen, dass das zumindest eine Federelement eine vorbestimmte Krümmung aufweist. Die vorbestimmte Krümmung ist vorzugsweise so bestimmt, dass ein Abstand inklusive einer vorbestimmten Fertigungstoleranz zwischen dem Gehäuse und dem Außenleiter in der Nähe der Leiterplatte mit der Verbindungseinrichtung abgedeckt beziehungsweise überbrückt werden kann. Weiterhin ist die vorbestimmte Krümmung vorzugsweise so ausgelegt, dass die Verbindungseinrichtung bei montiertem Zustand der Kamera elastisch verformbar ist. Es kann somit beispielsweise dauerhaft eine Federkraft von der Verbindungseinrichtung auf das Gehäuse und den Außenleiter ausgeübt werden.

In einer weiteren Ausführungsform ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Verbindungseinrichtung eine Mehrzahl von Federelementen aufweist, welche entlang einer Umfangsrichtung der Verbindungseinrichtung verteilt angeordnet sind. Insbesondere können die Federelemente entlang der Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt zueinander angeordnet sein. Durch die Mehrzahl von Federelementen kann die Kraft, welche von dem Montieren beziehungsweise Zusammenführen des Gehäuses und dem Außenleiter auf die Verbindungseinrichtung ausgeübt wird, gleichmäßig aufgenommen werden. Mit der Mehrzahl von Federelementen kann auch eine erhöhte Sicherheit bei dem elektrischen Verbinden des Außenleiters mit dem Gehäuse bereitgestellt werden. Falls beispielsweise eines der Federelemente ausfällt, so kann die Federkraft und somit die elektrische Verbindung des Außenleiters mit dem Gehäuse weiterhin bereitgestellt werden.

Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass der Außenleiter ein erstes Teilelement und ein zweites Teilelement, welches zwischen dem ersten Teilelement und der Leiterplatte angeordnet ist, umfasst, wobei ein erster Außenradius des ersten Teilelements kleiner ist als ein zweiter Außenradius des zweiten Teilelements. Das erste Teilelement stellt insbesondere die Verbindung mit einem Stecker her, welcher an den Koaxialstecker angeschlossen wird, um beispielsweise die Kamera mit dem Kraftfahrzeug zu verbinden. Das zweite Teilelement weist aufgrund des größeren zweiten Außenradius eine sich in radiale Richtung bezüglich des Koaxialsteckers erstreckende Kontaktfläche auf. Die Kontaktfläche ist vorzugsweise dafür vorgesehen, die Verbindungseinrichtung auf der Seite des Außenleiters festzulegen. Durch das zweite Teilelement kann eine besonders zuverlässige elektrische Verbindung des Außenleiters mit dem Gehäuse bereitgestellt werden.

Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass das zweite Ringelement der Verbindungseinrichtung mit dem zweiten Teilelement des Außenleiters elektrisch verbunden ist. So kann eine besonders zuverlässige elektrische Verbindung zwischen dem Außenleiter und dem Gehäuse mittels der Verbindungseinrichtung bereitgestellt werden. Das zweite Ringelement kann also auf einer radial zu dem Koaxialstecker angeordneten Kontaktfläche des zweiten Teilelements aufliegen und von dort die Kraft, welche bei der Montage der Kamera in axialer Richtung des Koaxialsteckers entsteht, aufnehmen.

In einer weiteren Ausführungsform ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Gehäuse an einer der Leiterplatte zugewandten Innenseite ein Aufnahmeelement aufweist, in welchem die Verbindungseinrichtung zumindest bereichsweise angeordnet ist und welche mit der Verbindungseinrichtung elektrisch verbunden ist. Das Aufnahmeelement des Gehäuses kann also beispielsweise dafür sorgen, dass die Verbindungseinrichtung einen sicheren Halt an der Stelle hat, an welcher die Verbindungseinrichtung mit dem Gehäuse verbunden ist. Dies kann einen Vorteil bei der Montage des Gehäuses aufweisen und eine sichere elektrische Verbindung des Außenleiters mit dem Gehäuse bereitstellen. Durch das Aufnahmeelement kann eine Oberfläche, mit welcher das Gehäuse mit der Verbindungseinrichtung verbunden ist beziehungsweise in Kontakt steht, vergrößert werden. So liegt die Verbindungseinrichtung beispielsweise nicht nur mit dem ersten Ringelement, sondern ergänzend oder alternativ mit dem zumindest einen Federelement der Verbindungseinrichtung vorzugsweise an dem Gehäuse an. Die elektrische Verbindung des Außenleiters mit dem Gehäuse und somit die elektrische Verbindung des Gehäuses mit dem Massepotential der Leiterplatte kann somit besonders zuverlässig und robust bereitgestellt werden.

In einer weiteren Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass das Gehäuse ein erstes Gehäuseteil und ein zweites Gehäuseteil umfasst. Das erste Gehäuseteil ist also über die Verbindungseinrichtung mit dem Außenleiter und somit mit dem Massepotential der Leiterplatte elektrisch verbunden. Das zweite Gehäuseteil ist wiederum beispielsweise über Schrauben mit dem ersten Gehäuseteil elektrisch verbunden und somit ebenso mit dem Massepotential elektrisch verbunden. Somit ist das gesamte Gehäuse vorzugsweise elektrisch mit dem Massepotential verbunden und kann die elektromagnetische Strahlung von den Komponenten innerhalb der Kamera besonders effektiv abschirmen und an einem Austreten aus dem Gehäuse hindern. In gleicher Weise kann durch das Gehäuse verhindert werden, dass elektromagnetische Strahlung von außen in das Gehäuse eindringt. Auf diese Weise kann die elektromagnetische Verträglichkeit erreicht werden.

Das Gehäuse kann beispielsweise aus Aluminium hergestellt sein. Die Schnittstellenvorrichtung kann zudem ein elektrisch isolierendes Element aufweisen, welches beispielsweise aus Kunststoff gefertigt ist. Die Schnittstellenvorrichtung kann aber auch ohne das elektrisch isolierende Element ausgebildet sein. Die Schnittstelleneinrichtung dient insbesondere der Datenübertragung zwischen der Kamera und einem Kommunikationsbus des Kraftfahrzeugs. Die Kamera kann über die Schnittstellenvorrichtung auch mit elektrischer Energie von einem Bordnetz des Kraftfahrzeugs versorgt werden.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Schnittstellenvorrichtung als ein Hochgeschwindigkeitsdatenstecker, mit einer Datenübertragungsrate von zumindest 100 Mbit/s, insbesondere mit einer Datenübertragungsrate von zumindest 1 Gbit/s ausgelegt ist. Insbesondere kann der Koaxialstecker als Hochgeschwindigkeitsdatenstecker ausgebildet sein. So ist der Hochgeschwindigkeitsdatenstecker beispielsweise Bestandteil eines Steckverbindersystems, welches eine impedanzkontrollierte 100-Ohm-Verbindung bereitstellt, um Daten mit Hochgeschwindigkeit zu übertragen. Der Hochgeschwindigkeitsdatenstecker kann beispielsweise auf einem Stern-Vierer-Prinzip basieren und vier Innenleiter aufweisen. Störsignale durch Übersprechen und externe Störquellen werden dadurch unterdrückt. Vorteilhaft ist also ein besonders effektiver Anschluss mit wenigen Störsignalen.

Insbesondere ist vorgesehen, dass der Außenleiter mit einem Massepotential der Kamera elektrisch verbunden ist. Das Massepotential kann beispielsweise von der Leiterplatte bereitgestellt werden und/oder von dem Kraftfahrzeug. Durch das elektrische Verbinden des Außenleiters mit dem Massepotential der Kamera kann mit der Verbindungseinrichtung auch das Gehäuse der Kamera mit dem Massepotential der Kamera elektrisch verbunden werden. Somit wird auch hiermit wieder die elektromagnetische Verträglichkeit garantiert.

Die Erfindung umfasst auch ein Kraftfahrzeug mit einer erfindungsgemäßen Kamera oder einer vorteilhaften Ausführung davon. Das Kraftfahrzeug ist insbesondere als Personenkraftwagen ausgebildet.

Die mit Bezug auf die erfindungsgemäße Kamera vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert.

Dabei zeigen:

1 in schematischer Draufsicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs mit einer Kamera;

2 eine Perspektivansicht der Kamera mit einem Gehäuse und einer Schnittstellenvorrichtung, welche einen Koaxialstecker umfasst;

3 eine Perspektivansicht einer weiteren Ausführungsform der Kamera mit dem Gehäuse und einer Schnittstellenvorrichtung, welche als ein Hochgeschwindigkeitsdatenstecker ausgelegt ist;

4 eine schematische Explosionsdarstellung der Kamera mit einem geöffneten Gehäuse, welches ein erstes Gehäuseteil und ein zweites Gehäuseteil umfasst, und einer Verbindungseinrichtung;

5 eine schematische Explosionsdarstellung der Kamera analog zu 4, jedoch aus einer anderen Perspektive;

6 eine schematische Explosionsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Kamera mit dem geöffneten Gehäuse und einer Verbindungseinrichtung und dem Hochgeschwindigkeitsdatenstecker;

7 eine schematische Explosionsdarstellung der Kamera analog zu 6, jedoch aus einer anderen Perspektive;

8 eine schematische Schnittdarstellung der Kamera analog zu 2, wobei die Verbindungseinrichtung mit einem Außenleiter der Schnittstellenvorrichtung und dem Gehäuse elektrisch verbunden ist;

9 eine schematische Schnittdarstellung der Kamera analog zu 3, wobei die Verbindungseinrichtung mit dem Außenleiter und dem Gehäuse elektrisch verbunden ist;

10 eine schematische Perspektivdarstellung einer als Ring ausgebildeten Verbindungseinrichtung mit einem Basisring und mehreren Federelementen;

11 eine weitere schematische Perspektivdarstellung einer als Ring ausgebildeten Verbindungseinrichtung mit einem ersten Federelementteil und einem zweiten Federelementteil eines Federelements; und

12 eine schematische Explosionsdarstellung der Kamera mit der als Ring ausgebildeten Verbindungseinrichtung.

In 1 ist schematisch eine Draufsicht auf ein Kraftfahrzeug 1 mit einer Kamera 2 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die Anordnung der Kamera 2 an dem Kraftfahrzeug 1 ist beliebig, vorzugsweise allerdings so, dass ein Umgebungsbereich 3 des Kraftfahrzeugs 1 und/oder ein Innenbereich 4 des Kraftfahrzeugs 1 aufgenommen werden können. Das Kraftfahrzeug 1 kann auch mehrere solcher Kameras 2 umfassen. Die Kamera 2 kann eine CMOS-Kamera (Complementary Metal-Oxide-Semiconductor) oder aber eine CCD-Kamera (Charge-Coupled Device) oder eine beliebige Bilderfassungseinrichtung sein.

2 zeigt eine Perspektivansicht die Kamera 2 in einer ersten Ausführungsform. Die Kamera 2 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel ein Gehäuse 5 mit einem ersten Gehäuseteil 6 und einem zweiten Gehäuseteil 7. Das erste Gehäuseteil 6 und das zweite Gehäuseteil 7 sind gemäß dem Ausführungsbeispiel mit zumindest einer Schraube 8 miteinander verbunden. Das erste Gehäuseteil 6 und/oder das zweite Gehäuseteil 7 können beispielsweise aus Aluminium gefertigt sein. Die Kamera 2 umfasst gemäß dem Ausführungsbeispiel weiterhin ein Ventil 9 und ein Objektiv 10.

Zudem weist die Kamera 2 eine Schnittstellenvorrichtung 11 auf. Die Schnittstellenvorrichtung 11 dient zur Datenübertragung und kann mit einer entsprechenden Schnittstelle eines Kommunikationsbusses des Kraftfahrzeugs 1 verbunden werden. Die Schnittstellenvorrichtung 11 umfasst einen Koaxialstecker 12 mit einem Innenleiter 13 und einem Außenleiter 14. Die Schnittstellenvorrichtung 11 weist zudem eine Steckverbinderhülle 26 auf, welche beispielsweise aus Kunststoff gefertigt sein kann. Die Steckverbinderhülle 26 ist insbesondere außerhalb des Gehäuses 5 angeordnet. Die Steckverbinderhülle 26 dient beispielsweise zum Arretieren eines Kabelbaums des Kraftfahrzeugs 1, mit welchem die Kamera 2 an das Kraftfahrzeug 1 angeschlossen werden kann.

3 zeigt eine Perspektivansicht der Kamera 2 in einer zweiten Ausführungsform. Auch hier weist die Kamera 2 das Gehäuse 5 mit dem ersten Gehäuseteil 6 und dem zweiten Gehäuseteil 7 auf. Das erste Gehäuseteil 6 und das zweite Gehäuseteil 7 sind ebenfalls mit der Schraube 8 verbunden. Gemäß 3 ist die Schnittstellenvorrichtung 11 als ein Hochgeschwindigkeitsdatenstecker 15 ausgebildet. Der Hochgeschwindigkeitsdatenstecker 15 ist beispielsweise zur Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung ausgelegt.

4 zeigt die Ausführungsform der Kamera 2 gemäß 2 in einer Explosionsdarstellung. Hier sind das erste Gehäuseteil 6 und das zweite Gehäuseteil 7 geöffnet sind. Innerhalb des Gehäuses 5 ist eine Leiterplatte 16 angeordnet. Auf der Leiterplatte 16 ist der Koaxialstecker 12 mit dem Innenleiter 13 und dem Außenleiter 14 angeordnet. Der Außenleiter 14 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel mit einem Massepotential der Kamera 2 verbunden. Damit auch das erste Gehäuseteil 6 mit dem Massepotential der Kamera 2 elektrisch verbunden ist, ist eine Verbindungseinrichtung 17 vorgesehen, welche im montierten Zustand der Kamera 2 den Außenleiter 14 umgibt.

Die Verbindungseinrichtung 17 weist gemäß 4 ein erstes Ringelement 18 und ein zweites Ringelement 19 auf. Das erste Ringelement 18 und das zweite Ringelement 19 sind beabstandet zueinander angeordnet. Das erste Ringelement 18 weist eine erste Durchgangsöffnung 20 auf, und das zweite Ringelement 19 weist eine zweite Durchgangsöffnung 21 auf. Die erste Durchgangsöffnung 20 und die zweite Durchgangsöffnung 21 sind fluchtend zueinander angeordnet. Das bedeutet, die erste Durchgangsöffnung 20 und die zweite Durchgangsöffnung 21 befinden sich in einer Flucht. Das erste Ringelement 18 und das zweite Ringelement 19 sind mit mehreren Federelementen 22 verbunden. Die Federelemente 22 weisen eine vorbestimmte Krümmung auf, sodass die Verbindungseinrichtung 17 eine sphärische Gesamtform erhält.

Der Außenleiter 14 weist ein erstes Teilelement 23 und ein zweites Teilelement 24 auf. Das erste Teilelement 23 hat einen kleineren Außenradius als das zweite Teilelement 24. Somit weist das zweite Teilelement 24, welches näher an der Leiterplatte 16 angeordnet ist als das erste Teilelement 23, eine Kontaktfläche 25 auf. Die Kontaktfläche 25 ist der Teil des zweiten Teilelements 24, welcher in der Haupterstreckungsrichtung der Leiterplatte 16 liegt und somit radial zu dem Koaxialstecker 12 ausgebildet ist.

Wird das Gehäuse 5 nun geschlossen, indem das erste Gehäuseteil 6 und das zweite Gehäuseteil 7 zueinander bewegt werden, so liegt die Verbindungseinrichtung 17 mit dem zweiten Ringelement 19 an der Kontaktfläche 25 des zweiten Teilelements 24 an und mit dem ersten Ringelement 18 an dem ersten Gehäuseteil 6 beziehungsweise an der Innenseite, also der der Leiterplatte 16 zugewandten Seite des ersten Gehäuseteils 6 an. Durch das Anliegen des ersten Ringelements 18 und des zweiten Ringelements 19 wird bei weiterem Nähern des ersten Gehäuseteils 6 an das zweite Gehäuseteil 7 eine axiale Kraft bezüglich des Koaxialsteckers 12 auf die Verbindungseinrichtung 17 ausgeübt. Die Kraft wird insbesondere durch die Federelemente 22 aufgenommen, welche in Folge der Kraft elastisch verformt werden.

Die Federelemente 22 stellen im montierten Zustand der Kamera 2 also die elektrische Verbindung zwischen dem Außenleiter 14 und dem ersten Gehäuseteil 6 her. Somit ist das erste Gehäuseteil 6 auch elektrisch mit dem Massepotential der Kamera 2 verbunden. Das erste Gehäuseteil 6 wirkt somit für elektromagnetische Strahlung abschirmend.

In montiertem Zustand ist das erste Gehäuseteil 6 mittels der Schraube 8 mit dem zweiten Gehäuseteil 7 gemäß dem Ausführungsbeispiel elektrisch leitend verbunden. Somit besteht zwischen dem zweiten Gehäuseteil 7 und dem Massepotential der Kamera 2 ebenfalls eine elektrische Verbindung. Das zweite Gehäuseteil 7 wirkt also insbesondere ebenfalls abschirmend gegenüber elektromagnetischer Strahlung. Vorzugsweise wirkt das Gehäuse 5 somit vollständig für elektromagnetische Strahlung abschirmend.

5 zeigt die Kamera 2 analog zu 4 aus einer anderen Perspektive. Aus der anderen Perspektive ist eine Innenseite 27 des ersten Gehäuseteils 6 gezeigt, welche der Leiterplatte 16 zugewandt ist. An der Innenseite 27 des ersten Gehäuseteils 6 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel ein Aufnahmeelement 28 vorhanden. In dem Aufnahmeelement 28 kann die Verbindungseinrichtung 17 bereichsweise angeordnet werden. Die Verbindungseinrichtung 17 ist insbesondere mit dem ersten Ringelement 18 in dem Aufnahmeelement 28 angeordnet. Somit kann die elektrische Verbindung zwischen dem ersten Gehäuseteil 6 und der Verbindungseinrichtung 17 bereitgestellt werden. Das Aufnahmeelement 28 ist um eine Gehäuseöffnung 29 des ersten Gehäuseteils 6 angelegt. Durch die Gehäuseöffnung 29 wird der Koaxialstecker 12 aus dem Inneren der Kamera 2 beziehungsweise dem Gehäuse 5 herausgeführt. In der Ansicht von 5 ist auch deutlich die zweite Durchgangsöffnung 21 gezeigt, welche nach dem Aufstecken auf den Koaxialstecker 12 den Außenleiter 14 beinhaltet.

6 zeigt die Kamera 2 analog zu 3 in einer Explosionsdarstellung. Die Kamera 2 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel den Hochgeschwindigkeitsdatenstecker 15. Der Hochgeschwindigkeitsdatenstecker 15 führt dazu, dass die Steckverbinderhülle 26 näher an der Leiterplatte 16 angeordnet ist. Dies wird über eine Vertiefung 30 an einer Außenseite 31 des ersten Gehäuseteils 6 ermöglicht. Die Außenseite 31 ist entgegengesetzt zu der Innenseite 27 angeordnet. Durch das Näherliegen der Gehäuseöffnung 29 an der Leiterplatte 16 – im Vergleich zu 5 – wird die Verbindungseinrichtung 17 insbesondere als eine Zahnscheibe 32 ausgebildet. Die Zahnscheibe 32 weist gemäß dem Ausführungsbeispiel innenliegende Zähne auf. Die Zahnscheibe 32 ist also insbesondere innengezahnt. Die Zähne sind vorzugsweise jeweils als das Federelement 22 ausgebildet. Somit können die Federelemente 22 gemäß 6 ebenfalls eine axiale Kraft bezüglich des Koaxialsteckers 12 aufnehmen und als Federkraft bereitstellen. Durch das Bereitstellen der Federkraft kann die elektrische Verbindung zwischen der Kontaktfläche 25 des zweiten Teilelements 24 des Außenleiters 14 mit der Innenseite 27 des ersten Gehäuseteils 6 auch dann zuverlässig bereitgestellt werden, falls sich ein Abstand zwischen dem ersten Gehäuseteil 6 und der Kontaktfläche 25 im Bereich der Federwirkung verändert. Die Zahnscheibe 32 weist also an ihrer Innenseite sich radial bezüglich des Koaxialsteckers 12 erstreckende Federelemente 22 auf. Die Federelemente 22 sind vorzugsweise gleichmäßig an der Zahnscheibe angeordnet.

7 zeigt die Kamera 2 analog zu 6, ebenfalls in einer Explosionsdarstellung, jedoch in einer anderen Perspektive. Zwischen dem ersten Gehäuseteil 6 und dem zweiten Gehäuseteil 7 befindet sich die Verbindungseinrichtung 17 als die Zahnscheibe 32. Die Zahnscheibe 32 weist innenliegend die Federelemente 22 auf. Die Zahnscheibe 32 liegt mit einer Seite an der Innenseite 27 des ersten Gehäuseteils 6 an. Weiterhin liegt die Zahnscheibe 32 mit der gegenüberliegenden Seite an dem zweiten Teilelement 24 an. Es wird somit eine elektrische Verbindung von dem Außenleiter 14 und dem ersten Gehäuseteil 6 hergestellt. Das erste Gehäuseteil 6 ist also nun auch elektrisch leitend mit dem Massepotential der Kamera 2 verbunden. Für den Fall des Ausführungsbeispiels gemäß 7 mit dem Hochgeschwindigkeitsdatenstecker 15 weist das erste Gehäuseteil 6 vorzugsweise kein Aufnahmeelement 28 auf. Die Fläche in dem Bereich der Gehäuseöffnung 29 an der Innenseite 27 des ersten Gehäuseteils 6 ist insbesondere eben.

8 zeigt eine Schnittdarstellung analog zu dem Ausführungsbeispiel von 2. Das erste Gehäuseteil 6 und das zweite Gehäuseteil 7 sind zusammengeführt, sodass das Gehäuse 5 geschlossen ist. Die Verbindungseinrichtung 17 ist nun mit einer axialen Kraft bezüglich des Koaxialsteckers 12 beaufschlagt. Die jeweiligen Federelemente 22 geben in radiale Richtung bezüglich des Koaxialsteckers 12 nach beziehungsweise die Federelemente 22 federn in radiale Richtung bezüglich des Koaxialsteckers 12 aus. Durch die Federkraft der Federelemente 22 werden das erste Ringelement 18 und das zweite Ringelement 19 auseinandergedrückt beziehungsweise voneinander entfernt, sodass das erste Ringelement 18 an dem Aufnahmeelement 28 des ersten Gehäuseteils 6 angepresst wird und das zweite Ringelement 19 an die Kontaktfläche 25 des zweiten Teilelements 24 des Außenleiters 14 angepresst wird. Somit werden das erste Gehäuseteil 6 und der Außenleiter 14 mittels der Verbindungseinrichtung 17 elektrisch verbunden.

9 zeigt eine schematische Schnittdarstellung der Kamera 2 analog zu dem Ausführungsbeispiel von 3. Durch den Hochgeschwindigkeitsdatenstecker 15 befindet sich das erste Gehäuseteil 6 im Vergleich zu dem Ausführungsbeispiel von 8 näher an dem zweiten Gehäuseteil 7. Die elektrische Verbindung zwischen dem ersten Gehäuseteil 6 und der Kontaktfläche 25 des zweiten Teilelements 24 des Außenleiters 14 wird mittels der Zahnscheibe 32 bereitgestellt. Die Zahnscheibe 32 weist die Federelemente 22 auf, welche als Zähne an der Zahnscheibe 32 angeordnet sind und so verdreht sind, dass diese in axialer Richtung bezüglich des Koaxialsteckers 12 nach unten, also in Richtung der Leiterplatte 16 und/oder nach oben, also von der Leiterplatte 16 weg, angeordnet sind. Durch die Federelemente 22 kann also auch eine Kraft in axialer Richtung bezüglich des Koaxialsteckers 12 aufgenommen werden. Dadurch kann die Verbindungseinrichtung 17 insbesondere dauerhaft an das erste Gehäuseteil 6 und den Außenleiter 14 mit der Federkraft der vorgespannten Federelemente 22 gedrückt werden. Gemäß dem Ausführungsbeispiel von 9 mit dem Hochgeschwindigkeitsdatenstecker 15 weist der Koaxialstecker 12 vier Innenleiter 13 auf, von denen in der Schnittansicht zwei zu erkennen sind.

10 zeigt die als ein Ring 33 ausgebildete Verbindungseinrichtung 17 in einer Perspektivdarstellung. Der Ring 33 weist einen Basisring 34 und die Federelemente 22 auf. Die Federelemente 22 sind an einer einer Längsachse 35 des Rings 33 abgewandten Außenseite 36 des Basisrings 34 angeordnet. Weiterhin sind die Federelemente radial vom Basisring 34 abstehend angeordnet. Die Federelemente 22 erstrecken sich in einem Winkel 37 zu einer Ebene 38, in der sich der Basisring 34 erstreckt. Der Winkel 37 beträgt vorzugsweise 30° bis 80°, insbesondere 30° bis 50°. Dadurch ist der Ring 33 mit den Federelementen 22 kronkorkenartig ausgebildet.

Die im Winkel 37 zur Ebene 38 orientierten Federelemente 22 weisen zudem eine kantenfreie Federelementfläche 39 auf. Die Federelementfläche 39 ist an der Seite des Federelements 22 ausgebildet, welche im montierten Zustand der Kamera 2 zur Innenseite 27 des ersten Gehäuseteils 6 des Gehäuses 5 hin ausgerichtet ist. Die Federelementfläche 39 kann auch als knickfrei beschrieben werden.

11 zeigt die als Ring 33 ausgebildete Verbindungseinrichtung 17 in der perspektivischen Darstellung einer weiteren Ausführungsform. Die Federelemente weisen jeweils ein erstes Federelementteil 40 auf. Das erste Federelementteil 40 ist jeweils in einem ersten Winkel 41 zur Längsachse 35 des Rings 33 radial nach außen orientiert. Der erste Winkel 41 kann dabei beispielsweise 10° b is 60°, insbesondere 40° bis 60° betragen. An einem dem Basisring 34 abgewandten Ende 42 des ersten Federelementteils 40 schließt jeweils ein zweites Federelementteil 43 an. Das zweite Federelementteil 43 ist in einem zum ersten Winkel 41 größeren zweiten Winkel 44 zur Längsachse 35 des Rings 33 orientiert.

Die Federelemente 22 sind gemäß dem Ausführungsbeispiel von 11 in dem zweiten Winkel 44 einmal gebogen.

In 10 und 11 sind die Federelemente 22 um die Längsachse 35 des Rings 33 umlaufend angeordnet. Zwischen den Federelementen 22 ist jeweils ein Freiraum 45 gebildet. Die Federelemente 22 sind also in Umlaufrichtung bezüglich der Längsachse 35 des Rings 33 zumindest teilweise beabstandet angeordnet. Der Freiraum 45 beginnt ab einem Abstand 46 vom Basisring 34 und erstreckt sich nach dem Abstand 46 radial vom Basisring 34 nach außen. Der Abstand 46 ist bei dem Ausführungsbeispiel von 10 kleiner als dies bei dem Ausführungsbeispiel von 11 der Fall ist.

12 zeigt die Kamera 2 mit der als Ring 33 ausgebildeten Verbindungseinrichtung 17. Die Kamera 2 ist in einer Explosionsdarstellung gezeigt. Der Ring 33 erstreckt sich um den Koaxialstecker 12 der Schnittstellenvorrichtung 11. Wird das erste Gehäuseteil 6 des Gehäuses 5 bei der Montage der Kamera 2 angebracht, so wird dadurch eine Kraft auf die Federelemente 22 des Rings 33 in axialer Richtung zur Längsachse 35 des Rings 33 ausgeübt. Die axiale Kraft führt dazu, dass der Ring 33 auf die Kontaktfläche 25 des zweiten Teilelements 24 des Außenleiters 14 gedrückt wird. Dadurch wird zwischen dem ersten Gehäuseteil 6 des Gehäuses 5 und der Schnittstellenvorrichtung 11 eine elektrische Verbindung hergestellt. Durch das Herstellen der elektrischen Verbindung wird das Gehäuse 5 mit dem Massepotential der Kamera 2 verbunden und kann dadurch eine verbesserte elektromagnetisch abschirmende Wirkung bereitstellen. Der Ring 33 ist im montierten Zustand der Kamera 2 derart an dem Außenleiter 14 angeordnet, dass die Federelemente 22 in Richtung der Innenseite 27 des ersten Gehäuseteils 6 aus der Ebene 38, in der sich der Basisring 34 erstreckt, herausragen. Der Basisring 34 liegt auf der Kontaktfläche 25 des zweiten Teilelements 24 des Außenleiters 14 auf.

Durch den Ring 33 kann sowohl eine axiale Toleranz zwischen der Kontaktfläche 25 und der Innenseite 27 des ersten Gehäuseteils 6 bereitgestellt werden, als auch eine für die Leiterplatte 16 verträgliche Druckbelastung.